Die Rede unseres Bundes­präsidenten, F. W. Stein­meier auf COP23 über den Klima­wandel war (k)eine investi­gative Stern­stunde – Teil 2 (2)

Der Amtssitz des Bundespräsidenten Schloss Bellevue. Bild: haasi1 / pixelio.de

Helmut Kuntz
Während es im ersten Teil um die Histörchen der Klimawandelforschung ging und was sich daraus je nach Betrachtungsrichtung Gegensätzliches heraus-interpretieren lässt, wird es nun (etwas) einfacher, da es um „Fakten“ geht.

Steinmeier: ... kennt Täler in Europa, die „vor fünfzig Jahren noch randvoll mit Gletschereis standen“ und heute leer sind

Bundespräsident F.-W. Steinmeier, Redeauszüge [3]:
Wir spüren sie hier in Europa, wenn wir auch im Winter durch leere Alpentäler wandern – Täler, die vor fünfzig Jahren noch randvoll mit Gletschereis standen.
SCIENCE SCEPTICAL BLOG hat dazu kommentiert: [2] Kommentar: Und finden dabei unter den weichenden Gletschern Torf und Pollen und Baumstämme aus dem Mittelalter, der Römerzeit und der Bronzezeit.

Der Autor ergänzt: Wo in Europa gab es vor 50 Jahren ein Tal, welches „randvoll“ mit Gletschereis war und nun auch im Winter davon vollkommen leer ist. Allerdings waren Alpentäler früher bis kurz nach dem Ende der nachmittelalterlichen Zwischeneiszeit mehr vergletschert, nachzulesen in:
EIKE 31.07.2015: [11]
Fakten zu Gletscherschwund und Co.
Das Maximum war aber nicht vor 50 Jahren, sondern um 1850 … 85. Bereits um 1920 wurde vom Alpenverein über Gletscherrückzüge berichtet (hat der Autor auf einer Bergtour um 1970 auf einer Alpenvereinshütte in einem Jahrbuch selbst gelesen, die Fundstelle damals allerdings nicht sorgfältig notiert).
Und eines hat der Bundespräsident vergessen zu erwähnen: Davor waren sie weit niedriger, bis ganz verschwunden, wie es in [2] richtig kommentiert ist. Im Bild 2.1 sind Fundstellen an einem Gletscher eingetragen.

Bild 2.1 [11] Standort und Wachstumsperioden von Waldbäumen, die durch den gegenwärtigen Rückgang des Gepatschferners – des zweitgrößten Gletschers der österreichischen Alpen – eisfrei geworden sind.
Dazu die Aussage eines Gletscherforschers:
EIKE 07.01.2010: [14] Klimawandel und die Gletscher in den österreichischen Alpen als Zeitzeugen!
… Die gegenwärtige Gletscher-und Klimaentwicklung zeigt keine Verhältnisse, die es in der Vergangenheit ohne menschlichen Einfluss nicht schon mehrfach und lange andauernd gegeben hat. Der gegenwärtige Rückgang der Alpengletscher kann nicht als Bestätigung für die Hypothese eines anthropogen verursachten Klimawandels dienen.
Gletscherschwundperioden dieser Art gab es in der Vergangenheit mehrfach und auch in deutlich stärkerem Ausmaß. Die Rekonstruktion der Gletscherentwicklung erlaubt die Aussage, dass in rund 65 % der letzten 10.000 Jahre die Gletscher kleiner waren und die Sommertemperaturen daher so hoch oder höher lagen als heute.

Randvoll mit Gletschereis“ war früher für die Talbewohner eine latente, tödliche Gefahr, gegen die sie anbeteten und wallfahrteten

[11] Welche Schrecken stellte das kalte Klima dar? Gehen wir in der Geschichte zurück zu den Zeiten, als die „Orte der Schönheit und Magie“ – noch groß und mächtig waren und sich der Mensch davor verzweifelt zu schützen versuchte.

In der sogenannten „Kleinen Eiszeit“, die von etwa 1590 bis 1850 dauerte, wurde eine rasante Zunahme des Hexenwesens vermeldet

[6] Es ist in der neueren Literatur mehrfach und immer wieder bestätigt, daß gerade in der sogenannten „Kleinen Eiszeit“, die von etwa 1590 bis 1850 dauerte, eine rasante Zunahme des Hexenwesens vermeldet wird. Die in dieser Zeit sich dramatisch häufenden Naturereignisse, besonders die in den stark vergletscherten Regionen der Alpen häufigen Gletschersee-Ausbrüche und Extrem-Wasserschäden wurden diesen „Wettermachern“ und „Hexern“ zugeschrieben.
Bei Hochständen endete der Fieschergletscher in zwei Gletscherzungen, die nahe an die Weiler Brucheren und Unnerbärg heranreichten. Es ist deshalb verständlich, dass sich die Fieschertaler bedroht fühlten.
Um die Gletschergefahr abzuwenden, machten die Fieschertaler der Sage nach das Gelübde, sich an den Samstagen von der Vesper an jeglicher knechtlicher Arbeit zu enthalten. Eine Ausnahme war das Einlegen von dürrem Heu und Getreide. Als der Fieschergletscher 1652 vorstiess, unternahmen die Talbewohner eine gletscherbannende Prozession unter der Leitung eines Geistlichen und beschworen das „Gespenst“ im Fieschergletscher. Der Gletscher soll daraufhin nicht mehr weiter vorgerückt sein.
Im Jahr 1676 ersuchten die Talbewohner Papst Innozens XI., das Gelübde umwandeln zu dürfen, da sich nicht alle Fieschertaler an dieses hielten. Dies geschah dann auch im Jahr 1678. Die Fieschertaler mussten unter anderem versprechen, keine verborgenen Tänze zu veranstalten und die Frauen keine roten Schürzen mehr tragen zu lassen. Im Jahr 1860 drohte wiederum Gefahr, weil der Fieschergletscher erneut zu einem Hochstand vorgestossen ist. Die Fieschertaler machten erneut ein Gelöbnis, nämlich alljährlich eine Bittprozession zur Kapelle im Ernerwald durchzuführen, eine Kerze in der Kirche an Sonn- und Feiertagen zu unterhalten und jährlich eine Messe zu lesen.

Als man barhaupt den Grossen Aletschgletscher bannen wollte

Angelangt am Sitze des Übels wird vorab das hl. Messopfer gefeiert, dann eine kurze Predigt gehalten, hierauf mit dem Allerheiligsten der Segen erteilt, um den sich schlängelnden Gletscher einzudämmen und demselben Zügel anzulegen, auf dass er nicht weiter mehr sich ausdehne. Es werden die feierlichen Beschwörungen der Kirche in Anwendung gebracht und der äusserste Teil des Gletscherberges mit Wasser, geweiht im Namen unseres hl. Vaters (St. Ignatius), besprengt. Überdies wurde daselbst eine Säule aufgerichtet, auf der sich das Bildnis ebendesselben hl. Patriarchen befand, gleichsam das Bild eines Jupiter, der nicht flüchtigen Soldaten, sondern dem gefrässigen Gletscher Stillstand gebietet. Um diese Zuversicht auf die Verdienste des Heiligen blieb nicht ohne Frucht. Er hat den Gletscher zum Stehen gebracht, so dass er von nun an sich nicht weiter ausdehnte. Im Monat September 1653.»
Unterhalb des Aletschgletschers beten fromme Menschen über 3 Jahrhunderte für den Rückgang dieser Gletscher-Bedrohung (“Der kalte Tod”).
“… Es gab eine Zeit, in der der Aletschgletscher wuchs und wuchs. Er rückte bedrohlich nahe ans Dorf heran. Dazu kamen die Ausbrüche des Märjelensees. 35 Mal brach der Eisstausee im 17. Jahrhundert oberhalb von Fiesch aus.

1678 legten die Bewohner von Fiesch und vom Fierschertal ein Gelübte ab, in dem sie vor Gott und der Welt kund taten, fortan tugendhaft zu leben und brav zu beten, dass der Gletscher sein Wachstum einstelle. Sie hielten einmal pro Jahr eine mehrstündige Prozession im Ernerwald ab, um gegen das Wachstum des Gletschers zu beten. Die Prozession fand am Tag des Gründers des Jesuitenordens, dem Heiligen Ignatius von Loyola, am 31. Juli statt.

Pfarrer Johann Joseph Volken, ein Vorfahre des heutigen Regierungsstatthalters Herbert Volken leitete 1678 das Gelübde seiner Gemeinde an die nächste kirchliche Instanz weiter, den Bischof von Sitten. Von dort aus gelangte es an den Nuntius der römisch-katholischen Kirche der Schweiz in Bern, der es dem Vatikan zur Absegnung unterbreitete. Papst Innozenz segnete das Gelübde ab

Der Vernagtferner im Ötztal brachte regelmäßig große Schäden bis nach Innsbruck

Berühmt und zugleich berüchtigt ist seit über 400 Jahren zum Beispiel der Vernagtferner in den Ötztaler Alpen. Aus einem Seitental ist der Gletscher in den Jahren 1600, 1676, 1678, 1771, 1772 und dann wieder 1845 und 1848 in das Rofental vorgestoßen und hat, mit dem Guslarferner vereinigt, hinter der Zwerchwand eine Eismauer gebildet, weit über 100 Meter hoch. Dahinter wurde ein See gestaut, der ca. 1300 Meter lang war. Dieser See ist mehrmals durch die teilweise poröse Eismauer durchgebrochen und hat im ganzen Ötztal große Schäden angerichtet. Die Wassermassen von geschätzten 1 ½ bis 3 Millionen Kubikmeter sind dann binnen einer Stunde oder eineinhalb Stunden ausgebrochen. Der einem Dammbruch vergleichbare Durchbruch war bis dato keine menschlichen Eingriffe und technischen Maßnahmen verhinderbar.

Dass der durch den Vernagtferner hinter Rofen gestaute See im Jahre 1678 ausgebrochen ist und große Schäden durch das ganze Ötztal hinaus, ja bis ins mehr als 120 km entfernte Innsbruck angerichtet hat, wird nach der Überlieferung und – inzwischen aktenkundig gemacht – einem herumziehenden „Malefiz- Buben“, einem „Wettermacher“ zugeschrieben. Es ist dies der namentlich bekannte Thomann Jöchl aus dem Zillertal, der in Meran bei einem Prozeß im Jahre 1679 mit 12 anderen Angeklagten verurteilt und hingerichtet wurde. Dieser „Hexenmeister“ habe auch den Ausbruch des Fischbaches im Jahre 1678 in Längenfeld verursacht. Der Pflegsverwalter von Petersberg tritt als Zeuge auf und meldet, „daß ein gottloser pue anno 1678 durch das etzthal gehend, von vorgedachten Valtin Kuprian zu Prugg, allwo er übernachtet, nicht nach verlangen traktiert worden, durch Zauberei und des Teifels hilf den ferner den Ausbruch und in Lengenfelder Thal ein Wetter gemacht“.

Örtliche Chronisten wie Johann und Benedikt Kuen sowie Franz Stippler berichten von bescheidenen „Maßnahmen“ der Bevölkerung und der Verwaltung.
Aus gnädiger Lizenz Ihro fürstlichen Gnaden Herrn Paulin Bischof zu Brixen, ist von drei Priestern und Curaten im Özthal auf dem obersten Berg des Ferner- Anfangs, dann auch zuunterst auf dem Eis als auf einer Ring Mauren das Hl. Meßopfer samt einer eifrigen Predigt in Gegenwart der Procession von 2 Communitaten als Lengenfeld und Sölden verrichtet worden, worbey sich sehr viele Personen von den äußeren Kirchspielen eifrig und andächtig eingefunden. Es sind auch zwei ehrwürdige Herrn Capuciner von Imst etliche Wochen lang zu Vent verblieben, welche täglich das Hl. Meßopfer um dieser Gefahr Abwendung verrichtet, item sind zu unterschiedlichen Orten andächtige Kreuzzüge angeordnet, auch insonderheit durch die kleinen Kinder gehalten worden…“.

Bild 2.2 [11] Der Steinlimigletscher (Schweiz) zur Römerzeit
Bild 2.3 [11] Der Steinlimigletscher (Schweiz) 1993 mit den Ausbreitungslinien von 1856 (obere) und 1913 (untere)

Der Name des größten Ostalpen-Gletschers „Pasterze, bedeutet „Weideland“

[11] … Und wer es immer noch nicht glauben will dass die Alpen in historischer Zeit weitgehend gletscherfrei waren, kann es immer neu an der Pasterze (Großglockner) erleben (Anmerkung: „Pasterze“ heißt „Weideland“). Im Juni 2015 wurden zwei Teile eines insgesamt 7,9 m langen Baumstammes aus der Seitenmoräne über dem heutigen Gletscherende geborgen.
[12] … Damit ist belegt, dass in den Bereichen wo heute Eis, Schutt, Sand und Wasser regieren, vor 9.000 und auch zwischen 7.000 und 3.500 Jahren teils hochstämmige, alte Zirben wachsen konnten – eine unglaubliche Vorstellung!
Seit Beginn der Nacheiszeit vor etwa 11.500 Jahren war die Pasterze nie größer als beim letzten Hochstand von 1852 bis 1856, jedoch schon öfters deutlich kleiner als heute.

Fazit

Sofern jemand der Leserschar im Blog ein Tal in Europa kennt, auf welches die Beschreibung unseres Bundespräsidenten zutrifft, ist dieser Passus seiner Rede „richtig“.
Doch selbst, falls es so sein sollte: Als „Beleg“ für etwas Schlimmes (durch den AGW-Klimawandel) kann das Beispiel nicht dienen. Den Alpenbewohner waren die heute (aus touristischen Gründen) so „geliebten“ Gletscher eine latente, tödliche Gefahr – und talauf, talab beteten und veranstalteten sie Wallfahrten, dass diese zurückgehen mögen. Würden diese Bewohner heute auferstehen, würden sie frohlocken, dass diese Gefahr für ihre Nachkommen weitgehend verschwunden ist und ihre (teils teuren, sicher oft an die Substanz gehenden) Bittgesuche erhört wurden. Sie könnten unsere „Gletschersehnsucht“ bestimmt nicht verstehen.

Steinmeier: .… wenn das Meer immer öfter über Land kommt …

Bundespräsident F.-W. Steinmeier, Redeauszüge [3]:
Wir spüren sie in anderen Teilen der Welt, wenn das Meer immer öfter über das Land kommt und zugleich, weit entfernt, ganze Städte im Wüstensand verschwinden.
… Und es ist gut, dass die Interessen dieser Staaten hier in Bonn unter dem Vorsitz der Republik Fidschi laut und deutlich Gehör finden – einem Land, das die Bedrohung durch den Klimawandel selbst auf ganz konkrete Weise spürt. Mein besonderer Dank und meine Anerkennung gehen deshalb an die Regierung von Fidschi – und ich möchte auch Ihnen ganz persönlich für Ihr Engagement danken, lieber Herr Premierminister Bainimarama. Herzlichen Dank dafür!

SCIENCE SCEPTICAL BLOG hat dazu kommentiert: [2] Kommentar: Die Meere kommen nicht immer öfter über das Land, denn die Zahl der Sturmfluten und Stürme hat in den letzten Jahrzehnten nicht signifikant zugenommen. An der Nordseeküste nimmt die Sturmaktivität gar seit den 1990er Jahren ab. Auch die Zahl der Wirbelstürme und deren Energie nimmt global nicht signifikant zu. Zudem ziehen sich die Wüsten in einen wärmeren Klima zurück. Wie nach der letzten Eiszeit und seit den 1980er Jahren in der Sahara, wie durch Satellitenbilder zu beobachten ist.

Der Autor ergänzt: Zwei getrennte Sachverhalte sind angesprochen, der Meerespegel und Austrocknung. Beide muss man getrennt betrachten. Beginnen wir mit dem Meerespegel.

Herr Premierminister Bainimarama (Fiji): Danken Sie mir, dass in unserem Land niemand nachsieht, ob Ihre angegebene Klimabedrohung wirklich wahr ist …

… könnte man die Aussage von Herrn Steinmeier weiterführen. Wenn sich etwas mit Messwerten belegen lässt, dann, dass Fidji auf keinen Fall derzeit aufgrund westlicher CO2-Emission untergeht.
Die angegebene, „konkrete Weise“ einer Bedrohung muss man deshalb als bewusste Unterdrückung der wahren Datenlage bezeichnen. Es zeigt, dass unser Bundepräsident keinerlei Wert darauf legt, in die politische Ideologie für den Bürger klärend einzugreifen, sondern das macht, was er immer schon tat: Die Ideologie seiner Politikkaste nur gestelzter erklären zu wollen.

Zurück zum Meeresspiegel: Es ist inzwischen anhand aktuellster Daten belegt, dass Der Meeresspiegel bei Fiji nicht steigt, sondern eher sogar gefallen ist:
EIKE 16. November 2017: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle

Bild 2.4 Fiji, Tidenpegel-Detailverlauf seit 1992. Quelle: Australien Government,Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics

Dass er auch im Rest der Welt nicht übernatürlich ansteigt, auch wenn Aktivisten“Research“Organisationen das Gegenteil behaupten, lässt sich an vielen Beispielen zeigen:
EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)
EIKE 27. Juli 2017: G20 Klimafakten ohne Hysterie betrachtet Teil 2 (4): Die Meerespegel steigen und steigen …(aber keinesfalls unnatürlich)
Schlimmer noch, die Pegel liegen derzeit im historischen Vergleich eher auf niedrigem Niveau. Und vorher gab es – obwohl sich die CO2-Konzentration laut AGW-Lehrmeinung in der Zeit fast nicht verändert haben soll – schon erhebliche und abrupte Schwankungen.
[17] EIKE 07.04.2016: Der Verlauf des Meeresspiegels im Holozän und seit 2.000 Jahren

Bild 2.5 [17] Proxi Port Piri Südaustralien hellbraun, Proxi Malediven grau
Warum sich deshalb Deutschland beim Premierminister von Fiji bedanken soll, der mit nicht belegten Behauptungen nur versucht, an das Geld auch der deutschen Bürger zu kommen, müsste man unseren Bundespräsidenten fragen. Darauf, es sich selbst zu überlegen, kommt unser Bundespräsident scheinbar nicht. Es dem „politischen Anstand“ zuzuschreiben, greift hier auch nicht ganz. Eine überschwengliche Begrüßung haben bereits Frau Merkel und vor allem Frau Hendricks ausgesprochen. Die des Bundespräsidenten hat da wirklich nicht mehr gefehlt. Eine das Volk, und nicht nur als Dritte die politische (Einheits-) Meinung wiederholende Stimme, hätte jedoch ein Zeichen setzen können.

Immer schneller steigt der Meerespegel (nur in Simulationen)

Was für die Pegel im Südpazifik gilt, gilt auch global. Es stimmt einfach nicht, dass die Tidenpegel übernatürlich ansteigen würden. Dass der Pegel sich seit der letzten Eiszeit immer noch leicht verändert und dies ein vollkommen natürlicher Vorgang ist, wird ja von niemandem bestritten.
Der Autor hat die Studien und Publizierungen dazu über mehrere Jahre verfolgt und konnte die oft berichteten – durch AGW-bedingt steigenden Küstenpegel – untergehenden Gegenden nicht finden. Die Gegenden schon, aber nicht die berichteten Pegelanstiege.
Das gilt für den Pazifik:
EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
Den Bereich der Nordsee:
EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2),
und global:
kaltesonne 14. Juli 2014: Wie verlässlich sind Satellitenmessungen des Meeresspiegels? Küstenpegel zeigen viel geringeren Anstieg als Messungen aus dem All
Auswertung von 182 Pegeln global NIEL-AXEL MÖRNER legte in zwei 2013 erschienen Arbeiten … globale Auswertungen von Pegeln (NOAA 2012) vor, von denen einige (wenige) sogar bis in das 18. Jahrhundert zurück reichen:
“Removing outliers of obvious uplift or subsidence, there are 182 records left, which forms a nice Gaussian distribution around a mean value of +1.65 mm/yr.”
Auswertung von 1200 Pegeln global
Ein internationales Autorenteam legte 2013 die Auswertung von 1277 Pegeln für dem Zeitraum 1807-2010 vor … Dabei wurden GIA-Korrekturen vorgenommen:
“The large uncertainties (up to 0.3–0.6 mm/yr) in our global sea level reconstruction are due to choice of GIA corrections, with difference up to 8 mm/yr in rate of sea level rise in individual locations, such as the Arctic, Baltic and Antarctic regions. The GIA correction adds up to 0.3 mm/yr trend in the global sea level reconstruction, with large differences between GIA datasets.”
“The new reconstruction suggests a linear trend of 1.9 ± 0.3 mm·yr− 1 during the 20th century, with 1.8 ±0.5 mm·yr− 1 since 1970.“
 (Anm.: 1970-2009).
Woraus folgt: Die Anstiegsrate für den Teil-Zeitraum ab 1970 ist geringer als die Anstiegsrate für das gesamte 20. Jahrhundert! Es hat folglich eine Verlangsamung des Anstieges im 20. Jahrhundert bis heute statt gefunden. Demgegenüber steht in der Publikation wenige Sätze weiter unten, ebenfalls im Abstract:
“We calculate an acceleration of 0.02 ± 0.01 mm·yr−2 in global sea level (1807–2009)“.

Warum der durch die Satelliten gemessene Pegelanstieg das Doppelte beträgt, wissen wahrscheinlich nur die Personen, welche mittels vieler – nicht veröffentlichter – Korrekturen deren Werte ermitteln. Auffällig ist, dass der Pegelanstieg ausgerechnet mit Beginn der Satelliten-Messungen zugenommen haben soll.
Pegelforscher, welche sich an der realen Natur orientieren, wundern sich darüber:
NILS-AXEL MÖRNER [18] (Univ. Stockholm, Paleogeophysics & Geodynamics) dazu:
“Satellite altimetry is a new and important tool. The mean rate of rise from 1992 to 2013 is +3.2 ±0.4 mm (UC, 2013). This value is not a measured value, however, but a value arrived at after much “calibration” of subjective nature (Mörner, 2004, 2011a, 2013a). The differences between the three data sets < ±0, +1.65 and +3.2 mm/yr > are far too large not to indicate the inclusions of errors and mistakes.”

Bild 2.6 Änderung der Pegeländerungsgeschwindigkeit mit Beginn der Satellitenmessungen. Quelle. K. Puls

„Forscher“, welche nicht „aus dem Fenster schauen“, aber mit solchen Daten ihre Simulationen „kalibrieren“, kommen natürlich zu ganz anderen Ergebnissen:

Bild .7 Pegel-Zukunfts-Vermutungen zweier deutscher PIK Klimawissenschaftler und vom Rest der Welt für das Jahr 2100

Nach dieser Betrachtung wundert es keinen (kritisch eingestellten) Klimabeobachter, dass auch bei der “Welttemperatur” ähnliche Ungereimtheiten zutage treten:
kaltesonne 23. November 2017: Wie verlässlich sind die IPCC-Berichte? In der ersten Berichtsausgabe von 1990 prognostizierte der Weltklimarat eine Erwärmung von 0,3°C pro Jahrzehnt bei Annahme des ‘Business as Usual’ Emissionsszenarios. Die Unter- und Obergrenze dieses Wertes wurde mit 0,2 und 0,5 angegeben …
Wir spulen 27 Jahren nach vorne, in das Jahr 2017. Die wirkliche Erwärmung in den letzten Jahren betrug lediglich 0,15°C pro Jahrzehnt. Peinlich, denn der Wert liegt sogar unterhalb des angegebenen Unsicherheitsbereiches.

Wer Geld (seiner Untertanen) verschenkt, hat immer schnell Freunde um sich

An einem Beispiel sei es wiederholt:
Frau Hendricks hat – wohl aufgrund ihrer Schuldgefühle – anscheinend die Manie, mit Jedem, der an deutsche Klima-Schutzgeld-Zahlungen gelangen will, sofort innige Freundschaft zu schließen. Leider unabhängig davon, um welche Staatsform es sich handelt, noch, ob die Ansprüche belegt werden können. Es muss nur laut und polternd vorgetragen sein:
Rede von Frau Hendricks auf COP23, Auszug:
… Es ist ein wichtiges Signal, dass Fidschi den Vorsitz dieser Klimakonferenz hat. Sehr geehrter Herr Premierminister, lieber Frank Bainimarama, zwischen Fidschi und Deutschland hat sich in den letzten Monaten nicht nur eine enge Zusammenarbeit ergeben, sondern zwischen unseren Teams ist eine echte Freundschaft entstanden.
Jedenfalls ist der aktuelle, in Bonn hochgelobte und freundschaftlich verbundene Fidji-Premier durch einen Militätputsch an die Macht gekommen.
[15] … im Mai 2000 brachte ein Staatstreich unter ziviler Führung eine längere Phase politischer Unruhen. Parlamentswahlen im August 2001 resultierten in einer Regierung unter Premierminister Laisenia Qarase. Er wurde im Mai 2006 wiedergewählt, im Dezember 2006 nach einem Militärputsch von Commodore Voreqe Bainimarama (besser bekannt als Frank Bainimarama) jedoch abgesetzt. Er erklärte sich zunächst als amtierender Präsident, im Januar 2007 zum Interims-Premierminister.
Vergleichbar „verliebte“ sie sich in Tony de Brum, dem ehemaligen (inzwischen verstorbenen) Außenminister der Marshall-Inseln:
Rede von Frau Hendricks auf COP23, Auszug:
… Im August ist Tony de Brum gestorben. Viele von uns haben ihn als Freund bezeichnet. Ich auch. Er war ein leuchtendes Vorbild für ein gemeinsames Engagement für die Bewahrung eines lebenswerten Planeten. Er hat in Paris die High-Ambition-Coalition geschmiedet und angeführt, weil er wusste, dass der Klimawandel in vielen Regionen der Welt, großes Elend auslösen wird. So wie in Paris, als wir gemeinsam untergehakt, in die Konferenz eingezogen sind, so müssen wir auch weiterhin zusammenstehen und den Worten Taten folgen lassen.
Auch von diesem „Freund“ und „leuchtendem Vorbild“ von Frau Hendricks wagt der Autor die Behauptung, dass dieser vor allem wusste, was er von den westlichen Staaten wollte (Klimaschutzgelder) und die dazu erforderliche „Bedrohungsklaviatur“ brillant spielen – aber nicht wirklich belegen – konnte. Auch ihn hat (nicht nur) Frau Hendricks wohl nie danach gefragt.
EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?
EIKE 18.10.2016:
Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
Privat darf jeder die Freunde haben, die er gerne haben möchte. Von einer Repräsentantin eines Staates kann man aber erwarten, dass sie Privates und vertreten der Bürgerinteressen trennen kann.

Wenn die Klimabedrohung kein Geld einbringt, kann sie plötzlich verschwinden

Die Regierung(en) der Malediven sind ein exemplarisches Beispiel, wie sehr die „Klimabedrohung“ vom erwarteten Geldsegen abhängt.
EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven
Die Süddeutschen Zeitung berichtete bereits über die Zeit nach dem Untergang der Malediven:
Süddeutsche Zeitung 05.01.2012: Rückkehr in den Ozean
… Ihr Ziel ist der erste schwimmende Golfplatz – dort wo einst die Malediven lagen, die der steigende Meeresspiegel verschluckt hat.
Nach dem damaligen Präsidenten der Malediven stand er kurz bevor:
Am 17. Oktober 2009 tagte das Kabinett der Malediven unter ihrem damaligen Präsidenten Mohamed Nasheed unter Wasser, um eine Erklärung zum unaufhaltsamen, anthropogen bedingten Untergang der Malediven „SOS von der Front“ zu verkünden. Seitdem sind die Malediven bei jedem Klimagipfel mit einer Delegation vertreten.
Das bei der Unterwassersitzung des Kabinetts aufgenommene Bild wird immer noch als Beleg für den „Untergang“ gezeigt.

Bild 2.8 Unterwassersitzung des maledivischen Parlaments 2009. Quelle: Presseabteilung Regierung der Malediven

Die dadurch erwarteten „Klimaschutzgelder“ kamen jedoch nicht und die Regierung wechselte. Und damit wechselte auch die Klimabedrohung. Natürlich nicht in den anklagenden Berichten für Klimagipfel, sondern in Vorträgen vor potenten Investoren. Die sollen ja die Wahrheit erfahren, denn wer investiert gerne in den Untergang:
Der neue Präsident der Malediven vor Investoren: President Mohamed Waheed Hassan Manik today said though Maldives faces the dangers of climate change, the country would not be submerged in the Indian Ocean. Speaking to Sri Lankan businessmen this morning during his current visit to Sri Lanka, President stressed that Maldives can be sustained through efforts to avert the dangers of climate change. “First of all, I want give you a bit of good news. The good news is that the Maldives is not about to disappear,” President Waheed said countering the claims by his predecessor that the Maldives would be be completely submerged in the near future …
Von google übersetzt:Präsident Mohamed Waheed Hassan Manik sagte heute, obwohl die Malediven den Gefahren des Klimawandels ausgesetzt sind, würde das Land nicht im Indischen Ozean untergehen. Sri Lankas Geschäftsleute sprachen heute Morgen während seines aktuellen Besuchs in Sri Lanka und betonten, dass die Malediven durch die Abwendung der Gefahren des Klimawandels aufrechterhalten werden können.
„Zuerst möchte ich Ihnen ein paar gute Nachrichten geben. Die gute Nachricht ist, dass die Malediven nicht im Begriff sind zu verschwinden „, sagte Präsident Waheed, indem er den Behauptungen seines Vorgängers widersprach, dass die Malediven in naher Zukunft völlig untergetaucht sein würden …

Tropical Events

Auch wenn es unser Bundespräsident nicht direkt angesprochen hat. Die „immer schlimmer werdenden Stürme“ sind ein regelmäßig vorgebrachtes Zeichen des AGW-Klimawandels und „bedrohen“ vor allem auch die verletzbaren, pazifischen Atolle“.
Nur zeigt bereits ein Blick in den Viewer der Datenbank der Münchner Rückversicherung, dass diese weltweit nicht zunehmen:

Bild 2.9 Anzahl tropischer Zyklone von 1980 – 2016. Quelle: MuRe NatCat-Viewer

Kein Wunder, dass die „immer schlimmer werdenden Stürme“ sich beim Nachsehen als Erzählungen herausstellen.
kaltesonne:
Schwerer Wirbelsturm verwüstet Vanuatu. Premierminister sieht es realistisch: “Stürme sind kein neues Phänomen, wir Insulaner leider darunter seit Besiedelung Vanuatus vor 5000 Jahren” (9.4.2015)
Neue Arbeit in Nature: Noch nie waren die australischen Wirbelstürme in den letzten 1500 Jahren schwächer als heute (3.4.2014)

Steinmeier: .… und zugleich, weit entfernt, ganze Städte im Wüstensand verschwinden

Klimawandel-Gläubige glauben oft den eigenen Theorien nicht (mehr), wenn sie gängigen Vulnerabilitätsaussagen entgegenstehen. Überall heißt es: Die Erwärmung führt zu mehr Wasserdampf in der Luft und damit zu mehr Niederschlag, in Folge mehr Extremereignissen. Trotzdem sollen die Wüsten aber weiter austrockenen.
Auch hier stellt sich die Frage, welche „ganzen Städte“ wo im Wüstensand (aufgrund westlichem CO2-Eintrag) verschwinden. Der Autor fand mittels google keinen Hinweis dazu*.
Allerdings finden sich Hinweise, dass Wüsten wieder grüner werden – wie sie es zur Römischen Warmzeit bereits waren -, und es der Sahel am deutlichsten zeigt:
EIKE, 11.07.2017: Der dürregebeutelte Sahel wird grün
Und es lässt sich zeigen, dass das oft dürregeplagte Ostafrika wegen einem seit mehreren Tausend Jahren stetig kälter werdendem Klima austrocknet, eine Temperaturerhöhung dort demnach eher ein Segen wäre.
EIKE 09.09.2017: Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?
EIKE 07.01.2017: Drei-Königs Sternsinger Aktion 2017 gegen Klimawandel-Auswirkungen in Kenia

Fazit

Die Aussage zu den Pegeln und Fiji ist direkt falsch. Die zweite Aussage lässt sich mangels detaillierter Angaben nicht verifizieren, erscheint jedoch ebenfalls fraglich zu sein.

Steinmeier spürt, wenn im Atlantik der Golfstrom langsamer wird

Bundespräsident F.-W. Steinmeier, Redeauszüge [3]:
Und wir spüren sie, wenn im Atlantik der Golfstrom langsamer wird und zugleich am Schelfrand der Polkappen immer größere Eisberge kalben.

Wie unser Bundespräsident darauf kommt, ausgerechnet den Golfstrom als AGW-Klimawandelbeleg zu nennen, wird ein Rätsel der Geschichte bleiben. Es könnte aber ein Indiz sein, wer beim Formulieren geholfen hat: Das PIK (Potsdam).

Es handelt sich dabei um eine schier „unendliche“ Geschichte. Denn wenn sich das PIK etwas in den Kopf gesetzt hat, weicht es nicht mehr (freiwillig) davon ab [18]. Zum Glück hat kaltesonne das Thema laufend verfolgt und so lässt es sich dort nachvollziehen:
Golfstrom bleibt laut neuen Messdaten stabil: Stefan Rahmstorfs Modell beginnt zu wackeln (6.10.2012)
Neue Golfstrom-Publikation des PIK fällt in der Fachwelt glatt durch (7.4.2015)
Bittere Niederlage für Stefan Rahmstorf: Abschwächung des Golfstroms 2004-2014 hat natürliche Ursachen (11.6.2016
Das Spiel ist aus: Niederländische Forscher entzaubern Rahmstorfs Golfstrom-Alarmgeschichte (3.8.2016)
Einkassiert: Umstrittene Rahmstorf-These von langfristiger Abschwächung des Golfstroms ist nun endgültig vom Tisch (12.7.2017)

Als Bundespräsident ausgerechnet dieses Thema als Beleg aufzugreifen, zeigt nur, dass in seinem Umfeld sich wirklich niemand mit dem Thema auskennt, oder er zu einer ähnlichen „Beratungsresistenz“ neigt, wie sie von Frau Hendricks hinlänglich bekannt ist.

Steinmeier: .… (Wenn) am Schelfrand der Polkappen immer größere Eisberge kalben.

Unser Bundespräsident ist in seinen Aussagen recht unpräzise. Für einen Vortrag vor ca. 25.000 Klima-Fachpersonen und hochrangigen Staatsgästen etwas ungewöhnlich. In einer größeren Firma würde man schon bei einem Vortrag mit seinem direkten Vorgesetzten sorgfältiger darauf achten.
Jedenfalls: Einen signifikanten Schelfrand haben nicht „die Polkappen“, sondern nur eine davon: Die Antarktis. Vielleicht meinte er das auch und wollte an den jüngst abgebrochenen im Larsen-C-Schelfeis erinnern. Dieser Abbruch war wirklich riesig. Mit welcher Begründung es aber „immer größere“ sein sollen, wird sein Büro ja noch erklären*.
Auch diesem Thema hatte sich kaltesonne schon angenommen und konnte daran nichts (AGW-)Verdächtiges finden:
kaltesonne 22. Januar 2017: Kein Klimawandel: Vom antarktischen Larsen-C-Schelfeis droht ein großer Eisberg abzubrechen
Im antarktischen Larsen-C-Schelfeis hat sich kürzlich ein riesiger Riss gebildet. Der Tagesspiegel spielte fair und lastete ihn nicht wie sonst üblich pauschal dem Klimawandel an:
In der Antarktis droht ein riesiger Eisberg abzubrechen
Ein Eisberg, doppelt so groß wie das Saarland, droht in der Antarktis vom Larsen-C-Schelfeis abzubrechen. Das ist ein seltenes Spektakel. […] „Der Spalt ist insgesamt wahrscheinlich 160 Kilometer lang und 300 bis 500 Meter tief“, sagte der ebenfalls an dem Projekt beteiligte Forscher Martin 0′Leary am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein direkter Zusammenhang mit dem Klimawandel sei nicht erkennbar.
Weiterlesen im Tagesspiegel
Das ist der normale Gang: Schelfeis bildet sich, ist aber nicht für die Ewigkeit. Immer wieder bilden sich Spalten und es lösen sich Teile. Während der Kleinen Eiszeit war das Schelfeis sicher stabiler und ausgedehnter, in der davorliegenden Mittelalterlichen Wärmeperiode schrumpfte das Schelfeis, ähnlich wie heute. Wenn man sich die letzten 150 Jahre anschaut, die globale Wiedererwärmung nach der Kleinen Eiszeit, dann wundert es kaum, dass das antarktische Schelfeis zwischen 1900 und 1930 laut einem zeitgenössischen Zeitungsbericht täglich um 5 m zurückwich. In den letzten 50 Jahren sah es möglichweise anders aus, denn das antarktische Schelfwasser hat sich im vergangenen halben Jahrhundert abgekühlt. Laut Sinclair et al. (2014) hat sich das Ross-Schelfeis nach 1993 um 5% ausgedehnt. Offenbar ist das antarktische Schelfeis doch stabiler als gedacht.

Krautreporter, 18. Juli 2017, Adrian Luckmann, Professor für Gletscherkunde an der Swansea-Universität in Wales: Ich stand auf Larsen C in der Antarktis – dass dieser Eisberg abbrach, hat nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun
… Im Sommer 2017 ist vom Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis einer der größten je registrierten Eisberge abgebrochen. Ich leite seit einigen Jahren ein Team, das dieses Schelfeis erforscht und Änderungen verfolgt.
Was uns überrascht, ist das große Interesse an diesem zwar seltenen, aber durchaus natürlichen Vorkommnis. Denn trotz aller medialen und öffentlichen Begeisterung: Der Riss in Larsen C und das sogenannte Kalben des Eisbergs ist kein unmittelbares Warnzeichen für einen Anstieg des Meeresspiegels, und es besteht keineswegs ein direkter Zusammenhang mit dem Klimawandel. Gleichwohl stellt das Ereignis eine spektakuläre Episode in der jüngeren Geschichte des antarktischen Schelfeises dar, treten hier doch Kräfte zutage, die jedes menschliche Maß übersteigen, an einem Ort, wo nur wenige von uns gewesen sind

Fazit

Der Autor hätte sich nicht getraut, diese zwei „Belege“ einem Volkshochschulpublikum vorzulesen, mit der Gefahr, dass nicht doch ein Zuhörer*in wenigstens im Ansatz aktuelle Informationen zum Klimawandel verfolgt und die „Argumente“ vor dem Publikum zerpflückt. Beim Volkshochschulvortrag müsste man aber auch seriös überzeugen, beim Klimagipfel muss man der Aktivistenmeinung und den Klimaschutzgeld fordernden Staaten zustimmen. Da wären seriöse Argumentationen hinderlich.

Aber die Arktis wird doch immer wärmer und es brechen Gletscher ab

Es hängt vom Betrachtungszeitraum ab. Gerade erschien auf WUWT ein Artikel mit einer Proxirekonstruktion vom zentralen Grönland.
WUWT November 22, 2017: [22] Core of climate science is in the real-world data
Wie Afrika, so hat sich auch Grönland über viele Tausend Jahre „erkältet“ und nicht „überhitzt“. Auch ist keinerlei Korrelation mit der CO2-Dichte erkennbar.
Die rote Temperaturlinie der Neuzeit sind Stationsmesswerte und keine Proxidaten. Nur deshalb zeigt sich auch in diesem Verlauf der gleiche Effekt wie bei „Hockeystick“. Proxis bilden kurzfristige Extreme nicht ausreichend ab. Damit ist die Vergangenheit automatisch „geglättet“ und zeigt niedrigere Spannen als die mittels Stationsmessdaten weiter-gezeichnete „Zukunft“.

Bild 2.10 [22] Grönland Zentrum. Temperaturrekonstruktion der letzten 11.000 Jahre und CO2-Verlauf
Originaltext zum Bild: Figure 1. After Professor Bob Carter (lecture at the 10th International Conference on Climate Change at the Heartland Institute on June 12, 2015). Air Temperatures above the Greenland ice cap for the past 10,000 years reconstructed from ice cores using data from Alley, 2000 (The Younger Dryas cold interval as viewed from central Greenland. Quaternary Science Reviews 19, 213-226 (top panel), with a time scale showing years before modern time.
Lower panel shows the carbon-dioxide concentrations of the atmosphere over the same period from EPICA Dome C ice core.

Steinmeier: … Umweltveränderungen und extreme Wetterereignisse zerstören Jahr für Jahr die Heimat tausender Menschen …

Bundespräsident F.-W. Steinmeier, Redeauszüge [3]:
Am drängendsten spüren wir die Folgen des Klimawandels aber dann, wenn Umweltveränderungen und extreme Wetterereignisse Jahr für Jahr die Heimat tausender Menschen zerstören.

SCIENCE SCEPTICAL BLOG hat dazu kommentiert: [2]
Kommentar: Das liegt nicht an den zunehmenden Folgen des Klimawandels, sondern an der rapide zunehmenden Weltbevölkerung, die zunehmend in Überschwemmungsgebieten baut und siedelt und in brandgefährdeten Waldregionen, z.B. in Kalifornien und Australien.

Der Autor ergänzt: Das Märchen von den „ständig zunehmenden, extremen Wetterereignissen“ geistert wirklich unausrottbar durch die AGW-Klimawandelwelt. Es bedeutet nicht, dass es keine Extremereignisse gibt, sondern, dass es solche schon immer gab und keine durch CO2-bedingte Zunahme belegt werden kann. Der IPCC hat es im letzten AR5-Langbericht eindeutig gelistet, dass sich bei fast allen Extremereignissen keine Signifikanz einer Verschlimmerung belegen lässt. Im folgenden Artikel ist die AR5-Listung in Übersetzung hinterlegt:
EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen. Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt

Warum ein statistischer Änderungsnachweis nicht gelingen kann, hat der Autor extra in einem Artikel anhand von Starkregenereignissen in Deutschland gezeigt. Diese zeigen selbst über 50 … 100 Jahre keine signifikanten Trends, sondern eher Zyklen:
EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch
EIKE 12.08.2017: Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutschland sind (keine) Menetekel eines Klimawandels
Daraus als Beispiel ein Verlauf der täglichen Regenmenge über mehr als 100 Jahre: Alle vermeintlichen Trends lösen sich auf.

Bild 2.11 Annaburg, Sachsen-Anhalt, Tagesniederschlag 1901 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 170

Und immer wieder zur Erinnerung die Hochwasser des Main. Sie müssten auch dem AGW-Gläubigsten zeigen, dass zur ersehnten Zeit des vorindustriellen Klimas die Wetterextreme keinesfalls paradiesisch gering waren, wie von „Klimafachpersonen“ erzählt – teils rücksimuliert – wird. Wer diese Zustände mit viel Geldaufwand zurückbeamen will, muss eigentlich doch eher verrückt sein.

Bild 2.12 Hochwassermarken des Main bei Würzburg seit dem Mittelalter bis 2013 (Grafik vom Autor anhand der Hochwassermarken-Angaben erstellt)

Fazit

Es ist für die Zukunft nicht hilfreich, nur zurück zu schauen. Wer sie vorhersagen will, muss aber mit der Vergangenheit kalibrieren. Und dann sieht man eben doch, dass die Natur noch nie gut zum Menschen war und das „vorindustrielle Paradies“ ein reiner, GRÜNER Wunschtraum.

Steinmeier: … Verheerende Dürren und Hungersnöte, welche die Bevölkerung ganzer Landstriche in die Flucht treibt …

Bundespräsident F.-W. Steinmeier, Redeauszüge [3]:
Wenn verheerende Dürren und Hungersnöte die Bevölkerung ganzer Landstriche in die Flucht treiben. Und wenn all dies dann immer häufiger auch zur Ursache von Krisen und blutigen Konflikten wird.
SCIENCE SCEPTICAL BLOG hat dazu kommentiert: [2]
Kommentar: Dürren und Hungersnöte gab es schon immer. Die Ernten und Ernteerträge sind heute so hoch wie noch nie und nehmen weiter zu. Es liegt an der rapide wachsenden Weltbevölkerung, den zunehmenden Landverkauf in Entwicklungsländern und der Umwandlung von Ackerland zu Agrarland zum Anbau von Energiepflanzen.
… Wie gesagt, dass liegt nicht an den Folgen des Klimawandels, sondern an den Folgen einer verfehlten Außen-Politik, Kriegen und Glaubenskonflikten in der Welt. (U.a. Arabischer Frühling, Kriege in Iran/ Irak, Kriege in Afghanistan, Bürgerkrieg in Syrien).

Der Autor ergänzt: Es geht nicht darum, zu behaupten, es gäbe keine verheerenden Dürren und Hungersnöte mehr. Es geht darum: Werden diese vom westlichen CO2-Eintrag wirklich verschlimmert. Und dies ist nicht belegbar. Belegbar ist nur, dass es in der Zeit „vor dem AGW-Klimawandel“ bereits extreme Hungersnöte gab (Bild 5 im Teil 1), an deren Mortalitätshöhe heute niemand mehr zu denken wagen würde, und es „gängig“ ist, die Ursachen lieber einem Klimawandel, anstelle den teils unbequemen, wahren Ursachen „zuzuschieben“. So erspart man sich leichter politische Verwicklungen.
ZEIT ONLINE, 08. November 2017: Die Mär von den 200.000.000 Klimaflüchtlingen
DIE PRESSE 04.09.2015: Klimawandel vertreibt die Menschen nicht
EIKE 18.04.2017: Leidet Simbabwe nur unter dem Klimawandel? Teil 2
Nicht unberücksichtigt lassen sollte man bei dieser Argumentation, dass gerade das PIK die Klima-Flüchtlingsthese stark vertritt (welches wahrscheinlich zum Inhalt der Rede beigetragen hat):
EIKE 21.09.2016: Ist der „Arabische Frühling“ wirklich wegen unserem CO2 gescheitert? Eine von Herrn Rahmstorf begrüßte Studie legt es nahe
Eine These, welche selbst dem Spiegel als fragwürdig auffiel:
SPIEGEL ONLINE 07.03.2015: [16] Umstrittene Studie: Löste Klimawandel den Syrien-Krieg aus?
… Den entscheidenden Beweis sollen Computersimulationen des Klimas liefern: Sie zeigen, dass ein stärkerer Treibhauseffekt die subtropische Trockenzone nach Norden schiebt, sodass auch in Syrien weniger Regen fallen würde“ …
… „Doch die alarmierende Studie stößt auf harten Widerspruch. „Die ganze Arbeit ist problematisch, sie leistet der Klimaforschung einen schlechten Dienst“, findet etwa Thomas Bernauer, Konfliktforscher an der ETH Zürich. Er und andere Forscher kritisieren vor allem fünf Punkte – von der These „Klimawandel treibt syrischen Bürgerkrieg“ bleibt demnach nichts übrig“.

Fazit

Herr Steinmeier liebt offensichtlich einfachste Erklärungen, die ein Politikerleben bestimmt auch leichter machen. Ob sie wirklich stichhaltig sind, hinterfragt er auch hier wieder nicht.

Unserem Bundespräsidenten bleiben keine Zweifel. Dann soll er doch als Privatmann reden und nicht im Namen seiner Bürger

Bundespräsident F.-W. Steinmeier, Redeauszüge [3]:
Mir jedenfalls bleibt kein Zweifel: Diese Dramatik, diese Dringlichkeit – sie mahnt uns alle zu großer Eile – und zu entschlossenem Handeln!

Ein Bundespräsident, welcher nicht vermittelt, sondern nur die Vorgaben seiner politischen Kaste oder seine eigene, private Meinung weitergibt, ist ein überflüssiges Anhängsel und bleibt im Kern nur der teure „Grüßonkel“ unserer Republik.
Wieder der Hinweis: Die Rede von Frau Hendricks oder / und von Frau Merkel haben bereits vollkommen ausgereicht, denn alle drei wiederholen sich in ihren Inhalten:
Rede von Frau Hendricks auf COP23, Zitat: … Weltweit, in allen Ländern müssen wir unsere Anstrengungen erhöhen, die zugesagten nationalen Klimaschutzziele zu erreichen und darüber hinaus diese Ziele weiter zu verschärfen.
… Der Abschied von der fossilen Wirtschaftsweise ist überall auf der Welt schwierig. Und ich weiß, wovon ich da rede. Aber er muss beherzt beschritten werden, sonst werden wir unsere Erde weiter überhitzen.
… Erstens: Der Klimawandel ist wissenschaftlich bewiesen. Die Konsequenzen sind bereits heute deutlich zu spüren. Der Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlagen in manchen Ländern sogar existenziell
Zweitens: Das Übereinkommen von Paris ist unumkehrbar. Wir müssen alles daran setzen, es nun umzusetzen. Dazu bleibt uns nicht mehr viel Zeit.

Rede von Frau Merkel auf COP23, Zitate:
… „Der Klimawandel ist für unsere Welt eine Schicksalsfrage, die entscheidet über das Wohlergehen von uns allen. Und die entscheidet ganz konkret darüber, ob Menschen auch in Zukunft noch zum Beispiel auf den Pazifikinseln leben können. Es hat also eine ganz besondere Aussagekraft, dass die Republik Fidschi als Inselstaat die Präsidentschaft der COP23 (der 23. Weltklimakonferenz) übernommen hat. Und es ist uns in Deutschland eine Ehre, die Republik Fidschi hierbei zu unterstützen, das sage ich im Namen der ganzen Bundesregierung.“ …
„Wir wissen, wir haben auf der einen Seite schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel und Überschwemmungen und auf der anderen Seite Stürme, unerträgliche Hitze und Dürrekatastrophen. Und
niemand, ich sage niemand darf und kann das ignorieren.“ …
„Zunehmende Konflikte um natürliche Ressourcen sind ja geradezu vorprogrammiert, wenn wir beim Klimaschutz nichts tun.“

Personen, welche nur gläubig den Gurus der modernen Zeit mit ihren Klimasimulationen an den Lippen hängen und die wahre Welt außen vor lassen, haben wir bereits zur Genüge (vor allem auch in unserer Regierung). Nur, weil drei Personen aus der hohen, deutschen Politik (Bundeskanzlerin, Bundespräsident, Umweltministerin) das Gleiche sagen, hat sich die Belegführung dazu nicht verdreifacht.
Dazu nochmals die Information aus dem Teil 1, warum man sehr wohl Zweifel hegen kann:
SPIEGEL ONLINE 28.09.2017: [24] CO2-Budget der Menschheit Leben am Limit
... Für Politiker und Bürger erweist sich die Debatte um das CO2-Budget der Menschheit als schwierig. Wem soll man nun glauben, wenn man Ziele von Paris noch erreichen will? Die einen empfehlen 600 Gigatonnen für 1,5 Grad, die anderen 800 für 1,5 Grad, der Wert könnte jedoch auch bei 150 oder 1050 liegen!… Zum einen ist unklar, wann genau denn nun diese vorindustrielle Zeit geendet haben soll. 1780? Oder 1880? Zum anderen sind sich Klimaforscher uneins, wie hoch die Durchschnittstemperatur auf der Erde von 150 oder 200 Jahren war.

Warum zwei oder auch drei Halbwissende keinen wirklichen Fachmann ersetzen

Wahrscheinlichkeiten stochastisch unabhängiger Ereignisse multiplizieren sich. Wissen multipliziert sich somit auch. Drei Mal Halbwissen ergibt damit „in Summe“ leider nur noch 1/8tel davon. Da die stochastische Unabhängigkeit nicht ideal zutrifft, ist es zum Glück meistens nicht ganz so schlimm. Zudem setzt die Statistik eine untere Grenze von 50 %, die sich aus der Wahrscheinlichkeit der doch richtigen Entscheidung durch einen Münzwurf bietet.
Trotzdem wird damit sofort verständlich, warum zwei oder auch drei Halbwissende keinen wirklichen Fachmann ersetzen. Eine in „Gremien mit Entscheidungsfunktion“ oft missachtete Tatsache.
Es ist einer der viel zu selten publizierten Gründe, warum sich häufig trotz immer mehr „Wissenschaftlern“ über Jahrzehnte, teils auch Jahrhunderte, manchmal zu bestimmten Wissensgebieten keine wirklichen Fortschritte ergeben (haben). Es muss erst jemand erscheinen, der den stochastischen Knoten mit dem Wissen „1“ durchbrechen kann. Dieses Ereignis sieht der Autor in den drei Redebeispiele an dieser Stelle jedoch nicht (reine, private Meinung, die wirklich niemand teilen muss), bei den wahrscheinlichen „Wissenslieferanten“, Herrn Schellnhuber [20] [21] und Herrn Edenhofer (beide PIK) übrigens auch nicht.
Wissen wird nicht auf das Ereignis „1“ katapultiert, indem man seine narzistischen Neigungen auslebt und sich darin von Kolleg*innen bestätigen lässt:
Klimaretter.Info: Münchner Klimaherbst 2015
… Hans Joachim Schellnhuber, einer der einflussreichsten Klimaforscher weltweit …
… Dort habe ihm eine Phalanx „älterer Herren“, die sich allesamt als Klimaskeptiker entpuppten, gegenüber gesessen, die ihn mit völlig unhaltbaren, längst widerlegten Thesen konfrontiert habe. Zeitverschwendung für jemand wie Schellnhuber, der zwecks Weltrettung von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt jettet. Der Ärger über die unbotmäßigen Fragensteller war dem Wissenschaftler auch heute noch anzumerken …
An diesem Abend freilich sprach er zu einem Publikum, das ihm förmlich an den Lippen hing.

Frau Merkel: „ … niemand, ich sage niemand darf das ignorieren“

sagte Frau Merkel in ihrer COP23-Rede.
Niemand Vernünftige(r) wird reale Probleme auf dieser Welt ignorieren. Aber auch wenn Frau Merkel die weitere Diskussion darüber anscheinend am Liebsten verbieten würde (so kann man die Grammatik dieses Satzes ableiten): Probleme die sich nicht in der realen Natur zeigen, sondern nur in Computersimulationen entstehen, darf man ignorieren, wie früher Geschichten aus Glaskugeln oder noch früher, geworfenen Knochen, oder zerstocherte Eingeweide.

Es ist nicht einzusehen, warum jemand, der vom Menschen programmierten und parametrierten Computerprogrammen mit fast unendlich vielen, zu wenig bekannten Parametern und fehlender Kalibriermöglichkeit wegen zu fehlerhafter Historienkenntnisse, kritisch gegenübersteht (würden diese funktionieren, könnte man sogar Aktienkurse vorhersagen, denn die werden wirklich alleine vom Menschen beeinflusst), und deshalb lieber nach realem Augenschein hilft, „die Zukunft in Gefahr bringt“, wie es alleine anhand der Kipppunkttheorie AGW-fundamentalistisch postuliert wird.
Solche Zeiten gab es schon, als ein hoher Kirchturm und die Pracht eines Klosters wichtiger waren, als die blanke Not der Landeskinder, ideologisch gelenkt mit einer dem Kipppunkt vergleichbaren Erbsündetheorie und alleine daraus erlösender CO2-Vermeidung, damals Taufzwang genannt.

Der Ethikrat soll sich einschalten

Wie weit sich die Diskussion inzwischen von Fakten wegbewegt und klimatheologische Züge angenommen hat, zeigt eine aktuelle Entwicklung:
Klimaretter.Info 23. November 2017: Ethikrat soll Klimawandel thematisieren
Eine: … Postdoktorantin der Forschergruppe „Climate Change and Security“ (CLISEC) der Universität Hamburg an den Schnittstellen von Umwelt-, Sicherheits- und Machtpolitik sowie in den Transformations- und Anthropozänstudien …
durfte ihre Sicht der Klimadiskussion auf dem Blog unserer Politikberaterin zum Klima präsentieren
Klimaretter.Info: … Angesichts der Bedrohungsszenarien für den menschlichen Lebensraum und der gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen überrascht es, dass den Erkenntnissen der Klima- und Erdsystemwissenschaftler … bisher wenig Beachtung geschenkt wurde.
Doch scheint die Institution
(Anm.: Der Ethikrat) geradezu prädestiniert, sich den klimapolitischen Herausforderungen zu stellen, da sie sich selbst das Ziel gesetzt hat, sich mit den „großen Fragen des Lebens“ zu befassen, auf die es „keine einfachen Antworten“ gibt.
… Sollte sich der Ethikrat des Themenkreises von gesellschaftlichem (Klima-)Wandel und Verantwortung annehmen, wären vorrangig zu debattierende Fragen unter anderem der Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Erfassung von Bedeutung und Tragweite unseres (Nicht-)Handelns.
… Dies hätte unter anderem zum Ergebnis, dass der Fokus von scheinbar fernen Vorhersagen, fernab liegenden Tragödien sowie abstrakten Grenzwerten maximaler Treibhausgasemissionen auf uns Menschen im Hier und Jetzt gelenkt, unsere Gefühle und Vorstellungen in den Mittelpunkt gerückt und wir ein Stück mehr in die Gestaltung der Zukunft miteinbezogen würden. Die Bestandsaufnahme im Gespräch mit Wissenschaftlern und Betroffenen würde zudem auch Kindern eine Stimme geben.

Die Klimazukunft als neue Spielwiese für „ethische Zukunftsforscher“ und unterbeschäftigte Theologen, ausgerüstet mit der Macht, welche ihnen Klimaschutz-Gesetze verleihen.
Genau das, was bisher als Errungenschaft des Westens gefeiert wurde – dass nicht mehr Papst und Theologen über den Staat und seine Zukunft bestimmen – soll wieder zurückgedreht werden.
Wohin das führt, lässt sich bereits erkennen:
EIKE 23. November 2017: [23] Setze eine große Lüge in die Welt und wiederhole sie immer wieder

Unser Bundespräsident hat es versäumt (allerdings hat es auch niemand ernstlich von ihm erwartet) zur Klimadiskussion wissenschaftlich neutrale Zeichen dagegen zu setzen. Womit als Statement bleibt: Damit bleibt auch er so überflüssig, wie ein Kropf.

Der Temperaturanstieg ist auch nicht einmalig in der Erdgeschichte

Wer sich bis hierher durchgelesen hat, wird langsam aufhören wollen. Dabei blieb noch so Vieles ungesagt. Nachdem es auch weitere Blogs gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen, sei noch auf Artikel verwiesen, in dem sich das hier Gesagte in Zusammenfassungen findet:
ScienceScepticalBlog 20. November 2017: [18] Rahmstorf vs. Kachelmann
EIKE H. J. Lüdecke 9. November 2017: Desinformation der Klimafakten.de in „Was sagt die AfD zum Klimawandel? Was sagen die anderen Parteien? Und was ist der Stand der Wissenschaft?“

*Der Autor hat beim Mitarbeiterbüro des Bundespräsidenten nach Belegen für die Aussagen der Rede nachgefragt. Nach zwischenzeitlich über einer Woche warten ist jedoch noch keine Rückantwort eingetroffen. Sollte noch eine Antwort kommen, wird sie veröffentlicht.

Quellen

[1] WIKIPEDIA: Forschungsgeschichte des Klimawandels

[2] SCIENCE SCEPTICAL BLOG 15. November 2017, Michael Krueger: Klimagipfel in Bonn: Rede zum Klimawandel von Bundespräsident Steinmeier mit Kommentaren

[3] Vollständige Rede DER BUNDESPRÄSIDENT Bonn, 15. November 2017: Besuch der 23. Weltklimaschutzkonferenz

Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften (Düsseldorf):Klimawandel in Europa 29. März 2006, Düsseldorf

[4] Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften (Düsseldorf): Klimawandel in Europa 29. März 2006, Hans von Storch:Die Bedeutung der historischen Dimension für diegegenwärtige Klimaforschung.

[5] EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel

[6] WIKIPEDIA: Globale Erwärmung

[7] WUWT David Middleton / October 22, 2015: What did ExxonMobil Know and when did they know it? (Part 1),
[8] WUWT David Middleton / October 23, 2015: What did ExxonMobil Know and when did they know it? (Part Deux, “Same as it ever was.”)

[9] WUWT David Middleton / October 24, 2015:What did ExxonMobil Know and when did they know it? (Part 3, Exxon: The Fork Not Taken)

[10] WUWT Anthony Watts / October 4, 2017:The ridiculous #ExxonKnew Investigation Takes Another Hit (two actually)

[11] EIKE 31.07.2015: Fakten zu Gletscherschwund und Co. – und wie Ideologie unsere Natur zerstört

[12] 24.06.2015: Pasterze gibt nach tausenden von Jahren einen meterlangen Baumstamm frei.

[13] EIKE 10.04.2016 : Nachgefragt: BR Programm 14.3.2016, Sendung: „Jetzt mal ehrlich Verstrahltes Bayern: Wie viel Wahrheit ist uns zumutbar?

[14] EIKE 07.01.2010: Klimawandel und die Gletscher in den österreichischen Alpen als Zeitzeugen!

[15] Transozeanien Eckdaten

[16] SPIEGEL ONLINE 07.03.2015: Umstrittene Studie: Löste Klimawandel den Syrien-Krieg aus?

[17] EIKE 07.04.2016: Der Verlauf des Meeresspiegels im Holozän und seit 2.000 Jahren

[18] ScienceScepticalBlog 20. November 2017: Rahmstorf vs. Kachelmann

[19] Ralph-Maria Netzker: It’s the Economy, stupid! oder Die Erfindung der Klimakatastrophe

[20] EIKE 20. Oktober 2017:„Kippt unser Klima ?“ bei Maischberger/ARD am 10. Oktober 2017: Eine kleine Nachlese über großen Unsinn, sachliche Fehler und wenig Richtiges

[21] TRAILER zu „10 unbequeme Wahrheiten über H J Schellnhuber“

[22] WUWT November 22, 2017: Core of climate science is in the real-world data

[23] EIKE 23. November 2017: Setze eine große Lüge in die Welt und wiederhole sie immer wieder

[24] SPIEGEL ONLINE 28.09.2017: CO2-Budget der Menschheit Leben am Limit

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2 Kommentare

  1. Nun ja ,was konnten Sie von einer Marionette ,deren Reden von Leuten geschrieben werden,die von ganz woanders beauftragt  werden,eigentlich erwarten?Sie können ja bei Ihrer Anfrage an das BUP-Amt auch die Frage stellen,wer die Rede geschrieben hat.

    Bin ziemlich sicher ,daß er weder die entgletscherten Alpentäler jemals gesehen hat noch den Unterschied von vor 50 Jahren .Vermutlich hat er nicht mal von den Eiszeiten gehört ,von denen in seiner Generation eigentlich alle Volksschüler wissen müssten.Heute gehören Eiszeiten vermutlich nicht mehr zum Lehrplan,das  könnte aufgeweckte Schüler zu peinlichen Fragen und letztlich sogar zu gefährlichen Gedankengängen führen.

    Da die Malediven als echte Koralleninseln nur 2 m über den Meeresspiegel ragen ,Korallen aber nur bis ca 40 cm unter dem Meeresspiegel wachsen können ,niemals aber über dem Meeresspiegel ,muß der Meeresspiegel zumindest relativ zum Land irgendwann höher gelegen haben als heute.Die Malediven liegen an einer tektonischen Plattengrenze wo starke Bewegungen auch in vertikaler Richtung häufig sind.Da diese -wie wir aus häufigen Erdbebengebieten wissen auch mehrere Meter plötzliche Verschiebungen aufweisen können ,können die Malediven oder Teile davon auch mal über Nacht verschwinden.

    Die Fidji Inseln liegen ähnlich auf einer Plattengrenze und werden entsprechend häufig von Erdbeben heimgesucht,da sie aber wesentlich höher aus dem Wasser ragen als die Malediven ist der plötzliche Untergang nicht so wahrscheinlich.

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