Drei Tage Zeit und kein investi­gativer Gedanke

Grüne Fachkompetenz – nicht viel ausgeprägter als bei den Figuren hier? Bild: Ralf Seybold  / pixelio.de

Helmut Kuntz
der sich in der Rede der GRÜNEN Bundestagsabgeordneten Lisa Badum zu den Anträgen der GRÜNEN über die Klimaschutzziele im Bundestag finden lässt (Anmerkung: Rein persönliche Ansicht des Autors, die niemand teilen muss).
Dabei sprach sie zum gleichen Antrag, worüber kürzlich eine ebenfalls dazu vorgetragene Rede aus anderen Gründen bereits rezensiert wurde.

EIKE: Rechtspopulisten, Marktradikale und Klimawandel-Leugner
… Wer aber 15 Euro ausgibt, um einen zu sparen, ist ein Narr …

Der Autor wäre auf den Redebeitrag von Frau Badum nicht aufmerksam geworden. Doch die Abgeordnete selbst [2] und die „nordbayerischen Nachrichten“ (bei denen das Synonym: GRÜN = ,nicht zu hinterfragende Kompetenz‘ gilt) waren davon so positiv angetan [3] [4], dass diese Werbung einfach nicht ignoriert werden konnte. Zudem ist es ein aktuelles Beispiel der Unterschiede von Berichterstattungen zum gleichen Thema [3] [6].

So sagt es das PIK

Bündnis 90/DIE GRÜNEN: „Klimaschutzzusagen einhalten – An Zielen für 2020 festhalten“, lautet der erste Antragsteil der GRÜNEN, für dessen Zustimmung die Rede wirbt.
Redeauszug (stark gekürzt): [1]… Nun schaue ich als neue Abgeordnete der Grünen in das Sondierungspapier von Union und SPD, und ich sehe dort, dass sich die Sondierer achselzuckend vom eigenen Klimaziel 2020 verabschieden … Ich mache mir Sorgen um das Klima …
… Mit dem, was Union und SPD in Sachen Klimaschutz bisher getan haben und noch tun wollen, werden sie der Größe der Aufgabe nicht gerecht; denn sie ignorieren das Offensichtliche. Sie ignorieren die Realität. Das Klima wandelt sich, die Temperaturen steigen global und ebenso die Meeresspiegel . Sie ignorieren die Expertinnen und Experten, die auf den Faktor Zeit hinweisen . Die nächsten 20 Jahre werden entscheidend sein; sonst sind Anpassungen kaum noch möglich . So sagen es die Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung . (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg . Lorenz Gösta Beutin [DIE LINKE])
Wir können es uns schlicht und einfach nicht leisten, ein weiteres Jahr,
ja nicht einmal ein weiteres halbes Jahr zu verlieren. Sie werden jetzt vielleicht sagen: 1 Grad mehr oder weniger auf der Welt, was macht das schon? Es geht jetzt um die Zukunft dieses Landes . – Wenn es Ihnen darum geht, dann müssen Sie aufhören, das Offensichtliche zu ignorieren; denn der Klimawandel wird massive Auswirkungen auf Deutschland, auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger haben . Auch heute haben wir wieder Unwetterereignisse . Doch Sie ignorieren die Probleme nicht nur, Sie schaffen mit Ihrer Innovationsfeindlichkeit auch neue . Nehmen wir die Kohle: Sie hat als Energiefossil längst ausgedient; aber Ihnen ist sie heilig … Das tun Sie, anstatt die schmutzigsten Kohlekraftwerke endlich stillzulegen … Sie als Regierung unterdrücken durch ständige Deckelungen systematisch das Wachstum der erneuerbaren Energien .
– Sie müssen sich erstens endlich an die Kohle herantrauen . Schalten Sie noch vor 2020 die schmutzigsten Kohlekraftwerke ab! (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN) … Die gesetzliche Deckelung beim Ökostrom muss aufgehoben werden … (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜN
EN sowie des Abg . Lorenz Gösta Beutin [DIE LINKE])

Ein „Energiebündel“ und elektrische Energie basieren auf unterschiedlichen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten

Was nur in einer Printausgabe der nordbayerischen Nachrichten steht [4]: An dieser Rede hat die Abgeordnete drei Tage gearbeitet. Nicht schlimm, denn auch der Autor weiß aus seiner Berufszeit: Je kürzer ein Vortrag sein muss, umso zeitaufwendiger ist dessen Vorbereitung, denn jedes Wort muss sorgfältig überlegt, jeder Satz komprimiert und wirkungsvoll gesetzt sein.
Nun bezeichnet sich Frau Badum jedoch als Fachfrau für Energie:
nordbayern 18.01.2018 [3]: … Lisa Badum ist ein bayerisches Energiebündel und Bundestagsabgeordnete. Mit diesen zwei Beschreibungen begrüßt die 34-jährige Forchheimerin die Besucher auf ihrer Internetseite. Die Energiewende ist ihr Thema. Darüber gesprochen hat sie schon oft. Auf Parteitagen, vor Parteikollegen. In der Kommunalpolitik als Kreisrätin auch im Landkreis Forchheim.
und da setzt die Kritik des Autors an.

Leider hat Frau Badum, genau so wie ihre „Fachpartnerin“, Frau Baerbock: EIKE: GRÜNE Energieexpertin: Das Netz fungiert als Speicher,
sich erkennbar keine Gedanken gemacht, wie das Speicherproblem – und viele sonstige im EEG – gelöst werden soll, beziehungsweise haben anscheinend vollkommen falsche Vorstellungen davon. Vielleicht liegt das einfach an der Ausbildung. Beide „Fachpersonen“ zur Energie sind studierte Politolog*innen. Ohne einem solch glanzvollem Abschluss nahetreten zu wollen, erscheint er dem Autor (studierter Elektrotechniker) nicht als prädestinierte Fachrichtung, um die Zusammenhänge einer stabilen Energieversorgung in allen Tiefen wirklich zu verstehen. Nicht, dass es unmöglich sein muss (Prozentrechnung reicht ja zum Basisverständnis aus [7]), aber bei beiden Personen meint er, es aus ihren Aussagen ableiten zu können. „Fremdeln“ mit den Grundlagen des elektrischen Stromes scheint allerdings eine generelle Eigenschaft in „höheren“, GRÜNEN Kreisen zu sein scheint [8] – ebnet vielleicht sogar den Weg dahin.
Doch um ideologische Vorgaben schert sich der Strom allerdings trotzdem immer noch nicht [7].

L. Badum: Ich mache mir Sorgen um das Klima …

Eine eingängige Bemerkung. Wer hat, oder findet keine Sorgen (außer vielleicht, man hat zwei Legislaturperioden im Bundestag mit lebenslangem Versorgungsanspruch hinter sich). Und damit diese klein erscheinen, schufen alle großen Religionen für ihre Anhänger Große – und die Ökoreligion gehört inzwischen dazu.

Nun ist auf der Homepage von Frau Badum nichts über ihr Wissen zum Klima vermerkt. Wer vor den Abgeordneten und Deutschlands politischer Führungselite (Ironie) im Bundestag darüber spricht, muss aber davon überzeugt sein, besonders viel davon zu haben.
Für diese „Creme der deutschen Politik“ reicht es dann, als Belegquelle ein „Nest“ für Klimapäpste unterschiedlich zweifelhaften Niveaus zu zitieren (PIK) [13] [14] und zu erzählen „… ja nicht einmal ein weiteres halbes Jahr zu verlieren … „ mit dem Gipfel an „Belegführung“: „ … Auch heute haben wir wieder Unwetterereignisse … “, welche an frühere, tief schürfende Information zum sich schon immer wandelnden Klima erinnert (damals war es die SPD):
EIKE 20. September 2017: An Martin Schulz, Klimaalarm: Die Brandenburgische Ministerin Diana Golzewurde in ihrem Norditalien-Urlaub von einem umstürzenden Baum schwer verletzt

Die Abgeordnete darf sich ihre Sorgen machen. Um diese jedoch zum Allgemeingut und vor allem als (für die Bürger) bezahlpflichtige Aktion zu deklarieren, erwarten manche mehr Belege als eine Zeitnennung – welche seit Christi Geburt noch bei keiner Religion, und auch nicht bei der Ökoreligion [9] irgendwo auch nur im Ansatz gestimmt hat:
EIKE 8. November 2017: [16] Einige grandios gescheiterte Klima-Prophezeiungen,
sowie die „Kenntnis“, dass wir wieder Unwetterereignisse hätten.
Gerade diese letzte Bemerkung zeigt die wahre – allerdings mainstreamgerechte – Unkenntnis der Vortragenden.
„Wir“ hatten schon immer Unwetterereignisse. Die Schlimmsten zu den Zeiten vor der Industrialisierung [19] und dazwischen bis heute die ganze Zeit mal mehr und mal weniger, jedoch immer so stark, dass keines derzeit aus der natürlichen Variabilität herausragt (wie es im IPCC AR5 Langbericht auch ehrlich steht[12]). Erst wenn diese auf einmal ausblieben, müsste man sich wirklich Sorgen um das Klima machen [11].
Bei den GRÜNEN mag es die Führung jedoch partout nicht, wenn solches Wissen verbreitet wird:
[10] EIKE 11. Dezember 2017: Bärbel Höhn beschwert sich, dass Herr Kachelmann Fakten über den Klimawandel erzählt,
was erkennbar dazu führt, dass selbst die eigenen „Fachkräfte“ es nicht mitbekommen und damit leider teils blamable Vorstellungen abgeben.
Um noch einmal auf die angesagten, 6 Monate „Restzeit“ zurückzukommen. Frau Badum scheint vollkommen entgangen zu sein, dass erst kürzlich die offizielle „Klimazunft“ herausfand, dass die Simulationsprogramme das CO2-Restbudget bisher falsch berechnet haben und nun ein – ziemlich problemloses – fast vier Mal so hohes Budget „erlaubt“ ist [20] [21]. Das hätte eine Fachperson eigentlich mitbekommen müssen.

Sollte Frau Badun diese Zeilen lesen, oder es ihr jemand weitersagen, kann sie das für den sonst erforderlichen Klimaangst-Therapeuten gesparte Geld an EIKE spenden, den er zeigt sich alleine mit dieser Studie als überflüssig. Natürlich zeigt diese auch (wieder) überdeutlich die Scheinheiligkeit der angeblich so sicheren Scheinaussagen der Klimawandel-Simulationszunft, wie sie vom von ihr als „Beleg“ genanntem PIK in Extremform repräsentiert wird.
EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

… und der Autor um das Niveau im Bundestag

Die im Sitzungsprotokoll [1] vermerkten (positiven) Zwischenrufe – vor allem auch der Linken – zeigen, wie problemlos dieses (überfüllte) Gremium selbst mit niedrigstem Niveau zufrieden ist (in [6] [22] bereits vom Autor beklagt), nein, es bejubelt, wie des Kaisers neue Kleider, weil es sich im Kaiser wiederfindet und das die bequeme Harmonie vielleicht störende „Schmuddelkind“ AfD „als unstandesgemäß“ ignoriert [6].

Die CDU / CSU-Fraktion hatte natürlich auch ihren Redebeitrag. In diesem erkennt man die Problematik einer Partei, welche zwischen verbliebenem, rudimentär auftauchendem Restwissen und der Vorgabe ihrer (be)herrschenden Vorsitzenden, grüner als die GRÜNEN auftreten zu müssen, hin und her schwankt und dabei innerlich zerrieben wird.
Jedenfalls stellt sich diese Partei wirklich vor, alles noch grüner machen zu können als die GRÜNEN, gleichzeitig jedoch alle damit verbundenen Nachteile zu vermeiden und zeigt damit, dass die GRÜNEN oft nur (bei bestimmten Themen) dumm, die andere Partei aber ergänzend unglaubwürdig ist.
[1] Deutscher Bundestag: … Thomas Bareiß (CDU/CSU): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen! Meine Herren! Liebe Frau Badum, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer ersten Rede . Ich darf Ihnen dennoch eines raten: Gerade in einer so wichtigen Debatte über das Thema „Energie und Klimaschutz“ täten etwas mehr Sachlichkeit und weniger Polemik wirklich gut . (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der AfD – Zurufe vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Oh! Oh!)
… in den letzten Wochen und Tagen wurde von vielen Menschen immer wieder von uns gefordert, verantwortungsvoll und glaubwürdig zu sein . Das, was Sie abgeliefert haben, war es nicht . Es war genau das Gegenteil von dem, was wir in den letzten Jahren gemacht haben; es war das Gegenteil von der Realität im Lande. Wir sind auf einem ganz anderen Weg als dem, den Sie gerade dargestellt haben . Deshalb möchte ich mit meiner Rede etwas Klarheit und Ernsthaftigkeit in die Debatte bringen . Erstens .
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bekennt sich klar und deutlich zum Klimaschutz und zu allen Zielen, die international vereinbart sind; das haben wir gemeinsam mit der SPD in unserem Sondierungspapier festgeschrieben. Ich hoffe, dass wir das gemeinsam, lieber Johann, in den nächsten Jahren umsetzen können. Ich will ergänzen: Es gibt keine Industrienation der Welt, die sich in diesem Bereich so hohe nationale Ziele gesetzt hat wie Deutschland . Zweitens . Deutschland ist Weltmeister beim Ausbau erneuerbarer Energien, liebe Freunde … (wer will, bitte im Original weiterlesen).

Sinnkrise

Es wird immer offensichtlicher, dass die Klimahysterie eine Sinnkrise der Politik als Basis hat. Man bekommt zunehmend nichts mehr „gebacken“, muss aber Erfolge vorweisen. Das Gemisch dazu ist immer gleich: Eine einfache Erklärung (CO2 = Klimagift und der Mensch ist schuld) und das Geld der Untertanen (wir tun Gutes für eure Zukunft, indem wir mit möglichst viel von eurem Geld CO2 verringern). Beides liefert der Klimawandel in Idealform.
Und er passt genau in unsere Zeit. Endlich muss man nicht mehr das Heilige Grab befreien oder sich mit den Nachbarn jenseits der Grenzen raufen. Da die Computergläubigkeit „state of the art“ ist, reicht es aus, die Glaskugel durch immer neue Zukunftssimulationen regelmäßig zu füttern und simulierten Schrecken vorzuführen.
EIKE 3. Januar 2018: Vortragsvideo: Der politogene Klimawandel
Es wird nicht mehr lange dauern, bis im Parlament anstelle der Abgeordneten ein Alexis-Lautsprecher aufs Rednerpult gestellt wird und die Fragen unserer andächtig lauschenden Abgeordneten beantwortet.

Lasten, welche man sich selbst durch Unwissen auferlegt hat, könnte man auch selbst wieder entfernen

Man muss sich immer wieder vor Augen führen, warum die ganze Hysterie und Aufwand entstanden ist. Es geht einzig darum, dass die 0,0405 % CO2 (lebensnotwendiger Luftdünger für alle Grünpflanzen) als Klimagift in der Luft deklariert wurde, welches nicht weiter ansteigen darf, eher sogar entfernt werden muss.
Ob das wirklich so ist, wurde bisher nirgens bewiesen. Nur (von Klimaalarmisten programmierte) Computersimulationen weisen es so aus. Auch die sogenannten „Klima-Kipppunkte“ zur Hitze gab es bisher nicht in der Natur, sondern ausschließlich in (von Klimaalarmisten programmierten) Simulationen. Wobei der „berüchtigte“ 2-Grad-Kipppunkt noch dazu eine Propagandaerfindung ist (bei der Herr Schellnhuber oft als „Vater der Zwei-Grad-Grenze“ genannt wird [17]).
Wäre es anders, wäre der Klimavertrag inhaltlich konkret ausgefallen, weil man konkrete Fakten und Werte hätte hineinschreiben können, die im aktuellen fehlen [18] [15].

Anbei eine Historie dazu (Anmerkung: Unterschiedliche Quellen kommen zu unterschiedlichen Historien. Deshalb diese nur als möglichen Verlauf betrachten).
Friedrich-Karl Ewert. Das 2°-Ziel der Politik, Was ist Klimawandel wirklich und wie entstand das 2°-Ziel?
… In DIE ZEIT vom 20.8.2009 urteilte Prof. Dr. Hans von Storch (GKSS HH): „Zwei Grad ist eine politische, eine sinnlose Zahl. Ich halte das für Verarschung.“ In einem am 28.10.2009 veröffentlichten Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung haben die Präsidenten des Geoforschungszentrums Potsdam, Prof. Dr. Hüttl, des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven, Prof. Dr. Lochte, und des Senckenberg-Museums, Prof. Dr. Mosbrugger, das 2°-Ziel als unbegründet und nicht zweckmäßig beurteilt. Dieses Urteil der höchsten geowissenschaftlichen Fachinstanzen blieb unberücksichtigt. Die Bundesregierung und ein Teil der Wissenschaft hielten daran fest – und selbstverständlich in populistischer Ausschlachtung auch die Medien.

Kompetente Gegenstimmen gab es genug, sie blieben unwirksam. Der geologischen Sicht des Autors kommt die Bewertung von Prof. Dr. Horst Malberg (FU Berlin) am nächsten [x]: „Wie ideologisch vermessen muss man sein, um der Natur ein „2-Grad-Ziel“ vorzugeben. Der dominierende solare Einfluss auf unser Klima in Verbindung mit dem thermischen Gedächtnis des Ozeans wird sich auch dann nicht ändern, wenn sich der Mensch als Zauberlehrling versucht.“
Wer die Entstehungsgeschichte dieses Gebotes erfährt, kann nicht glauben, dass eine durch nichts bewiesene und dazu noch völlig fachfremde Annahme zu einem Handlungsgebot für die ganze Welt mutieren konnte.

Joachim Müller-Jung, Fachjournalist der FAZ und durch viele Beiträge als Verfechter des Modells vom menschengemachten Klimawandel bekannt, hat diese Entstehungsgeschichte am 9.12.2009 in der FAZ in einem gründlichen Beitrag behandelt. Danach hat die Geschichte der Zwei-Grad-Grenze 1977 durch William D. Nordhaus begonnen: Nordhaus war an der Yale-Universität Wirtschaftsprofessor, ohne eigenen fachlichen Bezug zum Klima und zur Klimaforschung; d.h. das 2°-Ziel ist kein Ergebnis der Forschungen der Klimawissenschaftler, sondern eine Erfindung der Wirtschaftswissenschaft.
Der tatsächlich fehlende Bezug zur Klimaforschung ergibt sich u.a. schon daraus, dass das 2°- Ziel in einer Abkühlungsphase entstand, in der Wissenschaftler eher eine Eiszeit befürchteten:
Am 25.2.1977 zitierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung den amerikanischen Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling mit dem Satz: „Die Klimaveränderung könne in eine globale Katastrophe münden, in den bisher härtesten Test für die Zivilisation“. Damals fürchtete man sich vor einer neuen Eiszeit, heute vor der Erderwärmung.
Am 22.4.2011, also 34 Jahre später, schreibt WELT ONLINE dazu: „In den 70-Jahren hatten wir schon mal eine intensive Debatte um die Zukunft des Weltklimas. Damals warnten uns die Wissenschaftler allerdings vor genau dem Gegenteil: einer neuen Eiszeit. Was aus der Rückschau von heute besonders auffällt: Die erwarteten Folgen glichen denen, die heute im Zusammenhang mit der Erderwärmung diskutiert werden, wie ein Ei dem anderen: Unbewohnbarkeit der Erde, Extremereignisse, Hurrikane, Dürren, Fluten, Hungerkrisen und andere Katastrophen, die CIA erwartete Klimakriege. Auch machte man den Menschen verantwortlich für den sich abzeichnenden Klimawandel“.

Das 2°-Ziel machte Karriere, weil manche Klimaforscher es gelesen oder davon gehört hatten, seine Anwendbarkeit und Nützlichkeit für ihre Zwecke begriffen, und sich gegenseitig der Bedeutung dieses Zieles versicherten …
Carlo Jaeger , Ökonom, Soziologe und Humanökologe und Leiter des Forschungsfeldes Transdisziplinäre Konzepte und Methoden am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), hat in einem Buchkapitel geschrieben „Das Zwei-Grad Limit ist fast zufällig aufgetaucht, und es entwickelte sich dann eigentümlich widersprüchlich weiter: Politiker haben es wie ein wissenschaftliches Ergebnis behandelt, Wissenschaftler als eine politische Angelegenheit.“
Die Karriere des 2°-Ziels gleicht einer Geschichte aus einem Märchenbuch. Trotzdem dient es dem PIK und dem WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) als Handlungsanweisung. Der WBGU fordert einen Weltklimavertrag und schlägt sogar eine De-Karbonisierung vor – also eine Begrenzung des Kohlenstoff-Umsatzes, ungeachtet der Tatsache, dass Kohlenstoff der Grundbaustein unserer Nahrungsmittel ist, also lebensnotwendig. In der Politik und in führenden Medien gilt das 2°-Ziel längst als sakrosanktes Dogma, das zwar keiner versteht oder dessen Entstehung kennt, der aber jeden bemitleidet – oder verleumdet – , der es zu hinterfragen oder gar zu kritisieren wa
gt.

Quellen

[1] Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 7. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 18. Januar 2018

[2] Lisa Badum Bayerisches Energiebündel Bundestagsabgeordnete Meine erste Rede im Bundestag 19. Januar 2018

[3] nordbayern 18.01.2018: Forchheimerin Lisa Badum hält erste Bundestags-Rede

[4] Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten, Printausgabe, 23.01.2018: „Der Puls ist recht hoch“

[5] EIKE: GRÜNE Energieexpertin: Das Netz fungiert als Speicher

[6] EIKE: „Rechtspopulisten, Marktradikale und Klimawandel-Leugner“

[7] EIKE: EIKE 22. Januar 2018: Am 11. Januar 2018 brach das EEG-System Deutschlands das erste Mal in der Geschichte vollständig in sich zusammen

[8] EIKE 15.08.2017: Cem Özdemir versucht sich in Energie

[9] EIKE 12. Mai 2012: Club of Rome will Demokratie abschaffen! Panikmacher mit Angst- und Schreckensszenarien.

[10] EIKE 11. Dezember 2017: Bärbel Höhn beschwert sich, dass Herr Kachelmann Fakten über den Klimawandel erzählt

[11] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

[12] EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt

[13] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

[14] EIKE 27. November 2017: Der Witz des Jahres

[15] Klimamanifest: Die Varianten (27) des 2-Grad-Ziels !

[16] EIKE 8. November 2017:Einige grandios gescheiterte Klima-Prophezeiungen

[17] EIKE 29. Oktober 2017: Deutschland und Japan müssen im Wettrennen gegen den Klimawandel die Führung übernehmen

[18] EIKE 04.10.2016: Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung. Die DDR Volkskammer lässt grüßen
[19] EIKE 27.11.2017: Die Rede unseres Bundespräsidenten, F. W. Steinmeier auf COP23 über den Klimawandel war (k)eine investigative Sternstunde – Teil 1 (2)

[20] EIFELON: Zweifler: Große Vorbereitungen zum Weltklima-Gipfel in Bonn – aber was, wenn die Klima-Skeptiker doch recht haben?

[21] SPIEGEL ONLINE: CO2-Budget der Menschheit Leben am Limit

[22] EIKE 21. August 2017: POLITISCHE BILANZ: Nicht „ob“, sondern „wie schnell“
EIKE 27.03.2017: Nee, bei uns gibt´s keine Klimaleugner

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7 Kommentare

  1. Nun schon 3 Jahre leben wir in Asien auf einer 2 x 3 km großen, relativ flachen Insel, welche wir zuvor bereits 8 Jahre besucht haben. Von einem steigenden Meeresspiegel weiß hier keiner etwas, und auch die Pegelstände (auch aus vergangenen Jahrzehnten) sagen nichts über einen Anstieg.

    Wir sind also sehr gelassen und sehen uns das grüne Drama aus der ferne an…

  2. Die sogenannte Klimawissenschaft hat ihr Operationsgebiet in Bereiche verlagert, wo der Durchschnittsmensch nicht ohne weiteres mitreden kann, nämlich in die Tropopause und in die Klimamodelle. Das klingt doch hochwissenschaftlich, oder?

    Desweiteren genügt der heutigen Politik offenbar als Beweis für irgendetwas, wenn ein Wissenschaftler etwas behauptet. Nach überprüfbaren Belegen wird nie gefragt, nicht in der Politik, in Talkshows sowieso nicht. Wenn Schellnhuber sagt, es gibt erdrückende Evidenzen von 99,999%, frägt niemand, was er konkret meint, wie er darauf kommt oder ob er das auch beweisen kann.

    Auf dieser Basis wird die Theorie vom Treibhauseffekt und der alternativlose Kampf gegen CO2 in die Gehirne medienweit hineingewaschen. Weil die Frage, was sind denn die zugegebenen restlichen 0,001%, die unsicher sind, traut sich niemand zu stellen.

    Ein hochinteressanter gruppendynamischer Effekt, den wir hier live beobachten können …

  3. „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.“ Für die Grünen: „Wer dreimal lügt, dem glaubt man nicht.“ 1. Waldsterben 2. Ozonloch 3. Klimakatastrophe. Die Grünen haben fertig!

    •  
      Schön wäre es.
      Leider hören die meisten auf die Marktschreier und die Presse. Sich selbst informieren ist lästig. Deshalb werden die „Grünen“ Zulauf bekommen. Laut, dumm, uninformiert und zerstörerisch.
      Leider sieht das (fast) keiner.
       

    •  
      Es ist eigentlich auch schon zu viel verlangt.
      Dem Michel wird glaubhaft gemacht, dass sich die Welt direkt vor seiner Haustür abspielt.
      Das reicht den Betrügern schon als Beweis, anstrengen müssen die sich gar nicht mehr.
      Ein deutscher glaubt alles, wenn es nur negativ dargestellt wird. Deshalb ist das Lügen so einfach und der Depp greift zu.
       

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