Klimabericht 2019: Absolute Unkenntnis und/oder bewusste Falschin­formation kenn­zeichnen unsere „Eliten“. Beispiel Hitzetote durch den „Klima­wandel“ T1(2)

Wunschwetter? Bild: Joujou / pixelio.de

Helmut Kuntz
Die Mitteilungen zum aktuell veröffentlichten, „Deutscher Klimabericht 2019“ [1] überschlugen sich mit apokalyptischen Aussagen, die darin gelistet sein sollen. Der Autor hat ihn gelesen und fand, dass der Inhalt genau das Gegenteil, nämlich eines der besten Klimate seit historischer Zeit bestätigt, sofern man den Bericht wirklich analysiert und sich zudem nicht fast ausschließlich (wie im Bericht) auf wenige Jahre Wetter beschränkt, sondern auch die weit schlimmeren Klimagegebenheiten der kalten Vergangenheit dagegen stellt [4]. Trotzdem wag(t)en nur ganz vereinzelt Medien so etwas wie eine leichte Kritik [14], während die Interpretation(en) offizieller Stellen dazu fast an so etwas wie Betrug Fehlaussagen durch konsequent „gepflegte“ Unwissenheit grenzen.
Leider ein Anlass, sich mit dem Bericht doch tiefer gehender als vorgesehen [4] zu beschäftigen.

Alles was vom Wunschwetter abweicht, sei vom Menschen verursachte Katastrophe…

…lautet die Kurzform der Mitteilungen zum und im Klimabericht.

Somit ist die Pressemitteilung – und wie unsere Verantwortlichen in der Politik und politischen Instituten wie das UBA – solche Berichte passend interpretieren, wobei die Leiterin des UBA, Frau Krautzberger sich (neben unserer Umweltministerin) besonders hervortat: [12] „Das ist die größte Naturkatastrophe in Deutschland, die wir in den letzten 50 Jahren hatten“, hieß es von Präsidentin Krautzberger …
ein (weiteres) Beispiel, dass ideologische Scheuklappen und sorgsam „gepflegte“ Unwissenheit in Deutschland jegliche seriöse Diskussion zu diesem Thema verhindern. Leider nur möglich, weil alle öffentlichen Medien dieses Hysteriespiel begeistert mittragen und jeglichen investigativen Ansatz längst zu Grabe trugen. Der Erfolg gibt auch den Printmedien recht: Sie sollen nun auch Geld vom Staat bekommen [17]. Ein Einstieg, damit unsere (aus eigenem Verschulden) Käufer-schwindsüchtigen Medien von dieser Last unabhängig werden und so problemlos als reine Multiplizierer die von der dpa und Correctiv erstellten „Staats(tragende)Information“ unter die Bürger bringen dürfen.

Bild 1 Wo unsere Bundesregierung (des)informiert

[1] Welche Auswirkungen hat der Klimawandel und wie bereiten wir uns vor? Der Klimawandel und seine Folgen sind bereits in Deutschland spürbar: Die heißen und trockenen Sommer 2019 und 2018 sowie die Starkregenereignisse in den Jahren 2016 und 2017 bringen den Klimawandel stärker ins öffentliche Bewusstsein.
Folgen für die menschliche Gesundheit, die Land- und Forstwirtschaft sowie für private und öffentliche Gebäude und Infrastrukturen werden offensichtlicher …
Die Trockenheit traf auch die Landwirtschaft …
.. Gleichzeitig gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) für das Jahr 2018 2,6 Milliarden Euro an versicherten Schäden an Häusern, Gewerbe- und Industriebetrieben durch Stürme, Hagel und Starkregen an.
Diese Schäden machen den dringenden Handlungsbedarf sowohl im Hinblick auf den Klimaschutz als auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels deutlich.

Was steht dazu im Bericht? Finden sich darin (wirkliche) Belege?

[1] Thema:Die heißen und trockenen Sommer 2019 und 2018
Darstellung des Autors: Wenn sich ein Klima erwärmt – und sei es nur, weil vorher ein kaltes war -, wundert es nicht, dass es auch mehr warme Tage gibt. Es bleibt nur die Frage, was ist noch Wärme und wann wird es gefährliche Hitze.

Wie man so etwas optisch lenkt, zeigt unser Fernsehen:

Bild 2: 36 °C waren einstmals eine normale, also „grüne“ Temperatur
Bild 3: Dann bemerkte man, dass das nicht mehr dem Zeitgeist entspricht. Inzwischen werden kältere 34 °C als schlimme Hitze tiefrot dargestellt

Die Sommer sind wohl wärmer geworden. Dabei macht den wesentlichen (Über-)Hitzeeinfluss allerdings die nicht klimabedingte Stadt-Eigenerwärmung aus, welche den Klimawandel-Einfluss bei Weitem übertrifft. Um diesen wesentlichen Hitzeeinfluss zu verringern, also eine wirkliche Hilfe herbeizuführen, müsste man nicht das Klima der Umgebung versuchen mit viel CO2-Redzierungs-Aufwand minimal (wenn überhaupt möglich, was recht unwahrscheinlich ist) zu kühlen, sondern in den Städten Hitzestau konkret lokal zu mildern.
Das wäre möglich und brächte mit sicher wesentlich geringerem Kosten-Aufwand wirkliche Verbesserungen. Es lässt sich konstatieren, dass Städte keinen Klimanotstand haben, sondern wenn überhaupt, einen Wärmestau-Notstand. Alleine diese Begriffsumstellung würde zu sinnvollen Maßnahmen anregen. Leider würde diese Begriffsumstellung aber auch den aktuellen CO2-Unsinn demonstrativ aufzeigen und wahrscheinlich viele zum Denken anregen. Auf einmal wären ganze Parteiprogramme Makulatur und auch Frau v. d. Leyen, die „mal so nebenbei“ ein … bis 4 Billiarden EUR für Klimaschutz, also reine CO2-Vermeidung(sunsinn) auszugeben bereit ist – dabei noch auf keinem Posten Lösungsleistung auswies – wäre genötigt, die Klimaauswirkung mit mehr als „wir müssen der Welt Vorbild sein“ zu begründen.

Bild 4: offizielle Wärmeinseleffekte Deutscher Städte [13]
Thema: Feuchte

Die Winter werden im Trend feuchter. Während diesen kann die angeblich drohende Austrocknung nicht stattfinden:

Bild 5: [1] Niederschlagsanomalien Winter
Die Sommer haben keinen Trend. Die berechnete Regressionsgerade des DWD zeigt einen Trend an, der weit unterhalb der Messgenauigkeit liegt, also höchstens eine Vermutung aussagt. Dass es Extremvariabilität auch früher gab, zeigt die Grafik ebenfalls.

Bild 6: [1] Niederschlagsanomalien Sommer. Zufügungen durch den Autor
[1] Thema:Die Trockenheit traf auch die Landwirtschaft
Darstellung des Autors: Im Bericht wird dazu wenig ausgesagt. Im Kapitel „Landwirtschaft“ findet sich nur recht nebulös getextet „ … Für die Landwirtschaft sind die möglichen Auswirkungen des Klimawandels differenziert zu beurteilen. Einerseits werden extrem trockene und heiße Witterungsperioden, Starkregenereignisse oder auch Hagelschläge nachteilige Folgen für die Produktion haben. Andererseits steigern ein moderater Temperaturanstieg und eine verlängerte Vegetationsperiode bei ausreichender Wasserversorgung das Ertragspotenzial. Außerdem können sich Bedingungen einstellen, die auch den Anbau von bisher nicht in unseren Breiten kultivierbaren Fruchtarten ermöglichen. Die Auswirkungen sind in Abhängigkeit der jeweiligen Anbauschwerpunkte, der naturräumlichen Voraussetzungen und der sich tatsächlich vor Ort vollziehenden Klimaveränderungen regional sehr unterschiedlich. Daher sind bundesweite Durchschnittswerte stets mit Sorgfalt zu interpretieren…

Grafiken (und Text) des Kapitels zeigen nirgendwo schlimme Trends: Im Gegenteil, die angebliche Unwetterbelastung ist abnehmend, der Hagelverlauf zeigt einen fallenden Trend.

Bild 7: [1] Landwirtschaft Ertragsschwankungen
[1] Derzeit lässt sich noch schwer abschätzen, in welchem Ausmaß der Klimawandel die Ertragshöhe hierzulande beeinflusst. … sodass von einem generell gültigen Trend (Zufügung: hier am Beispiel Winterweizen) noch nicht gesprochen werden kann.

Bild 8: [1] Hagel in der Landwirtschaft: Der Schadensatz erlaubt direktere Rückschlüsse auf Hagelereignisse. Er zeigt einen fallenden Trend
„Vergessen“ wurde im Bericht (wie in fast allen, seinen „Bewertungen“) dazu eine längere, vergleichende Betrachtung, die sofort zeigen würde, wie bewusst irreführend die Aussagen zur „schlimm gebeutelten“ Landwirtschaft wirklich sind:

Bild 9: [11] Ernteerträge (als Relativzahl) von 1400 – 2010. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Blog Heimbiotope, Tabelle mit Getreideerträgen von der Jungsteinzeit bis heute
Bild 10: [11] Getreide gesamt, Ertrag Deutschland 1950 bis 2019. Bildquelle: Deutschland – Getreideertrag, Grafik vom Autor um die Randdaten ergänzt
Bild 11: [11] Getreideerträge weltweit
Wie es in den Berichtskapiteln zwischen den Zeilen schon steht, lässt sich anhand der Daten nur feststellen: Das sich bisher zum Glück für die Menschheit etwas erwärmende Klima hat in Deutschland und weltweit die Erträge der Landwirtschaft um ein Vielfaches gesteigert. Nur, weil es im Jahr 2018 stark und im Jahr 2019 etwas, in einigen (nicht allen) Teilen Deutschland Dürre gab (nachdem die Hitze laut AGW-Klimatheorie doch zu viel, viel mehr Feuchtigkeit führen soll), den Klimanotstand für die Bauern auszurufen, widerspricht aller Vernunft und Daten.

[1] Thema: Starkregenereignisse
… oder Braunsbach im Mai 2016 in den vergangenen Jahren durch die Presse gegangen: Binnen weniger Minuten bringen unwetterartige Starkregen die Kanalisation zum Überlaufen und setzen ganze Straßenzüge unter Wasser. Sie lösen Sturzfluten aus, die Autos mit sich reißen und Straßen und Häuser verwüsten. Ereignisse wie diese können immense Sachschäden verursachen und in Einzelfällen können sie auch Menschenleben kosten.
… Wie häufig und intensiv Starkregen sind und ob die Erderwärmung schon einen Einfluss auf sie hat, lässt sich nur schwierig ermitteln …

Darstellung des Autors:

Bild 12: [1] Starkregenereignisse. Hilfslinien vom Autor zugefügt
Text- und Bildanalyse

Sofort fällt auf: Im Schaubild steht nichts über Trends. Ein sicherer Hinweis, dass darüber nichts Alarmierendes, nicht einmal die Spur eines leicht negativen Trends vorliegt. Dass sich die Angaben mit denen angeblich stetig zunehmender Austrocknung (in einem anderen Kapitel) widersprechen, soll den Lesern wohl nicht auffallen. Entsprechend unverbindlich fabuliert auch der Erklärungstext im Kapitel nur Vermutungen und „schlimme Zukunfts-Ahnungen“:
[1] ... Klimaforscher und Meteorologen gehen davon aus, dass Starkregenfälle zukünftig zunehmen werden. Ein Grund dafür ist, dass die Luft bei höheren Temperaturen mehr Wasser aufnehmen kann – rund sieben Prozent mehr Wasser bei einer Temperaturerhöhung um ein Kelvin. 43 Zudem ist davon auszugehen, dass sich aufgrund der geänderten meteorologischen Verhältnisse bei der Entstehung von Schauern und Gewittern die Wolken- und Niederschlagsbildung intensivieren werden …

Mit Niederschlag verbunden sind auch Hochwasser. Diese zeigen jedoch ebenfalls keinen Trend.

Bild 13: [1] Zeitreihe Hochwasser. Kein Trend feststellbar
Die Erwähnung von Braunsbach im Bericht ohne Erklärung, dass die dortigen Auswirkungen menschenverursachtes Behördenversagen waren [6], muss man als eine Zufügung mangels Alarmbestätigungen sehen. Ob man sich nicht getraut hat, die fast zur gleichen Zeit erfolgte Flutung von Simbach zu listen, wo die Flutursache ein noch schlimmeres Behördenversagen war [7], entzieht sich der Kenntnis des Autors. In den gelisteten Schadenssummen sind beide Ereignisse aber sicherlich enthalten.

Geradezu eine Zumutung und erkennbarer Verzicht auf jegliche Seriosität ist die Begrenzung des „Untersuchungszeitraums“ auf weniger als 20 Jahre. Sobald man auch nur ein wenig in die Historie geht, wird überdeutlich, dass solche Ereignisse früher weit, weit schlimmer vorkamen:
[8] EIKE 12.08.2017: Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutschland sind (keine) Menetekel eines Klimawandels
[9] EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch?
KALTESONNE 21.8.2014: Hessischer Starkregen aus dem Juli 2014 eine Folge des Klimawandels? Eher unwahrscheinlich. Statistiken zeigen eine Abnahme schwerer sommerlicher Regengüsse während der letzten 100 Jahre

Das größte Starkregenereignis der bekannten, deutschen Geschichte war die Magdalenenflut von 1342:
[16] … Als die Katastrophe losbricht, haben die Menschen im Jahr 1342 schon einiges hinter sich: Einen eisigen Winter mit viel Schnee und dann plötzlich Tauwetter. In Prag hat die Moldau die Judithbrücke – den Vorläufer der heutigen Karlsbrücke – schon fortgerissen, als der Frost wieder einsetzt. Im April schneit es in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.
Es bleibt den ganzen Frühling nass und kalt. Eine kurze Hitzewelle Anfang Juli bringt nur vorübergehend Erleichterung. Und dann hört es nicht mehr auf zu regnen.
Es beginnt am 19. Juli in Franken. Der Regen breitet sich nach Nordwesten aus. Am 22. Juli hat er die untere Weser erreicht, am 25. Juli die Nordseeküste. Tagelang prasselt das Nass vom Himmel: Main,
Rhein, Donau, Weser und Elbe schwellen an.
Die tiefen Spuren der Mittelalter-Flut sind bis heute in der Natur sichtbar.

Das größte Starkregenereignis der gemessenen Geschichte in Deutschland geschah vielleicht im Jahr 1926:

Bild 14: Zeitungsausschnitt des Starkregenereignisses von 1926

Dazu der Verlauf Tagesniederschlag der Wetterstation Magdeburg. Das Ereignis im Jahr 1926 ist deutlich zu erkennen und ein seitdem eher fallender Trend.

Bild 15: Wetterstation Magdeburg, Verlauf Tagesniederschlag seit 1881. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten erstellt

Der Verlauf der Hochwasserpegel des Main und der IPCC-Temperaturrekonstruktion zeigt deutlich, dass zum Beispiel Hochwasser in kalten Zeiten verstärkt vorkamen und das Postulat: „mehr Wärme = immer mehr Niederschlag“, das Klimageschehen nicht entfernt richtig beschreibt.

Bild 16: Temperaturproxis aus dem IPCC AR5 und Verlauf der Main-Hochwasser bei Würzburg vom Autor übereinander kopiert

Auch der Hochwasserverlauf der Elbe lässt es erahnen (die hohe Flut in 2002 soll durch die Flutung von Überlaufbecken verstärkt worden sein). Zudem ist das urplötzliche Auftreten nach über 100 Jahren stetiger Reduktion sicher keine Auswirkung von mehr CO2 in der Atmosphäre.

Für Interessierte lohnt es sich, die vielen weiteren Beispiel im Originalartikel anzusehen:
Quelle: EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)

Bild 17: Elbe vor Dresden. Abflussmengen seit 1850. Mit Zufügungen vom Autor

Eines der größten (rekonstruierten) Starkregenereignisse auf der Südhalbkugel geschah ebenfalls in historischer Zeit [10]:

Bild 18: [10] Von einer Flut angeschwemmter Felsbrocken an der Skelettküste der Namib-Wüste
[1] Thema: ... Gleichzeitig gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) für das Jahr 2018 2,6 Milliarden Euro an versicherten Schäden an Häusern, Gewerbe- und Industriebetrieben durch Stürme, Hagel und Starkregen an.
Diese Schäden machen den dringenden Handlungsbedarf sowohl im Hinblick auf den Klimaschutz als auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels deutlich …

Dass die „versicherten Schäden“ keine Aussage zum Thema liefern und der gemessene Verlauf dem Text widerspricht, steht und sagt explizit die „Hagelgrafik“. Dazu sagt der Bericht noch etwas, was in der Verlautbarung fehlt: Die steigenden Schäden werden erst in der Zukunft erwartet und die Versicherungen fahren wieder Gewinne ein:
[1] … Die Wohngebäudeversicherung gegenüber Sturm und Hagel ist bei den Hausbesitzerinnen und -besitzern inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Demgegenüber hat sich der Abschluss von Versicherungen gegenüber anderen extremen Naturereignissen wie Starkregen und Hochwasser noch nicht in der Breite durchgesetzt, auch wenn gerade für diese Gefahren eine Zunahme infolge des Klimawandels zu befürchten ist …

Darstellung des Autors:
Auch hierzu zeigt der Bericht eine Ungereimtheit. Er zeigt einmal fallende Schadensgründe (Hagel) und gleichzeitig „freut“ er sich, dass die Versicherungen wieder (mehr) Geld verdienen. Beides ist im Kern eine (negative) Korrelation aufgrund einer Ursache: Die Naturereignisse entwickeln sich nicht so schlimm, wie vorhergesagt (beziehungsweise simuliert).

Bild 19 [1] Die Schadensversicherungen erzielen wieder Gewinne
Unser weltweit größter – und gut mit dem PIK verbandelter – Rückversicherer wirbt damit. Wie passt das mit den angeblich immer höher werdenden Klima-Schadensbelastungen zusammen?

Bild 20 Screenshot von der Munich Re Homepage 01.12.2019

Warum das so ist, zeigt eine Grafik aus dem Schadensdatenbank-Viewer der Münchner Rückversicherung:

Bild 21 Grafik vom MuRe NatCatService (Schadensdatenbank)

Ähnliches zeigt auch die folgende Grafik der Swiss Re:

Bild 22 Katastrophenopfer durch wetterbedingte Extremereignisse (blau) und Erdbeben (gelb) seit 1970. Quelle SwissRE Datenviewer

Und es zeigt eine Grafik aus dem Bericht, in der auch explizit steht, dass derzeit kein Trend ableitbar ist:

Bild 23 [1] Schadenaufwand in der Sachversicherung
Es gibt auch konkretere Grafiken weltweit (Beispiele: die folgenden zwei Bilder). Mögen diese auch nicht ganz richtig sein und nicht alles darstellen, so zeigen sie doch, dass „der Klimawandel“ bei Weitem nicht den

„dringenden Handlungsbedarf“ herausfordert.

Bild 24: Tabelle Todesursachen/Anteil
Bild 25: Vergleich von Mortalitätsursachen

Ist Österreich vom Klima auch so schlimm betroffen, wie das verletzliche Deutschland?

Man sollte es annehmen. Schließlich sterben dort die Gletscher, fallen Berge in sich zusammen, gehen immer mehr Lawinen zu Tal, zumindest wenn man deutschen Medien glauben darf.

Anbei eine ergänzende Darstellung aus einem Foliensatz (des Autors):

Bild 26: Folienblatt 1 zu Extremereignissen in Österreich
Bild 27: Folienblatt 2 zu Extremereignissen in Österreich

Fazit

Dieses Kapitel war nur ein gegenüber dem ersten Befund [4] erweitertes Vorgeplänkel, um den baren Unsinn und Inhaltsleere der öffentlichen und medialen Interpretation des Berichtes aufzuzeigen. Was (unabhängige) Redakteure vom inzwischen zur politischen Propagandaplattform mutierten Umweltbundesamt halten, als Zitat: [20] Europas größte Umweltbehörde gilt als bestausgestattete Versorgungsanstalt für ehemalige Funktionäre von Greenpeace & Co. Unter der Leiterin Maria Krautzberger, die sich für den Job unter anderem durch ein Studium der Soziologie und den langen Marsch durch die SPD qualifizierte, wirken dort 1.500 Fachkräfte an der zügigen Demontage des Industriestandortes Deutschland und des eigenen Rufes …

Unsere Umweltministerin, wie auch die Leiterin des Umweltbundesamtes teilten den Bürgern aber zusätzlich mit, dass die Hitze und die damit einhergehenden, vielen zusätzlichen Toten eines der größten Probleme wäre: Krautzberger: … Das ist die größte Naturkatastrophe in Deutschland, die wir in den letzten 50 Jahren hatten“ …

Das stimmt nur insoweit, als fast alleine die im Bericht zur Hitze ausgewiesenen Angaben überhaupt wirklich Negatives ausweisen (sollen), das „Hitzekapitel“ bezogen auf den Bericht demnach das schlimmste ist.
Wie extrem dumm weit die zwei „Fachpersonen“ mit ihrer Interpretation daneben liegen und wie die Berichtsverfasser gekonnt Datenverdrehungen zur „Ermittlung“ des (geforderten) Klimaalarms durchführten, versucht der folgende, zweite Teil zu zeigen.

Damit endet der erste Teil der erweiterten Rezension zum Deutschen Klimabericht 2019. Im zweiten Teil geht es um das neue und besonders schlimme Klimawandel-Mortalitätsrisiko, den „vorzeitigen Hitzetod“.

Quellen

[1] Die Bundesregierung Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

[2] AfD Landtagsfraktion NRW 02.07.2019: Hitzeaktionspläne zur Prävention hitzeassoziierter Mortalität und Morbidität

[3] Der Tagesspiegel 21.05.2015: Gefahren durch den Klimawandel Kälte tötet mehr Menschen als Hitze

[4] EIKE 27.11.2019: Deutscher Klima-Monitoringbericht 2019, S. Schulze spricht über alarmierende Befunde

[5] Spiegel Online 24.05.2018: Saisonbilanz Ungewöhnlich schwere Grippewelle – mehr als 1600 Tote

[6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[7] EIKE 06.07.2016 : Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag

[8] EIKE 12.08.2017: Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutschland sind (keine) Menetekel eines Klimawandels

[9] EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch

[10] EIKE 14.10.2015: Der Klimawandel bedroht die Wüste Namib – glaubt Deutschlandradio Kultur

[11] EIKE 03. September: GRÜNE, Bauern und Klimawandel: Im Jammern bilden sie eine Symbiose

[12] Tagesschau 29.11.2019: Folgen des Klimawandels „Größte Naturkatastrophe in Deutschland“

[13] EIKE 08.05.2018: CO2-Zertifikatekosten: Wirkungsloser kann Klimak(r)ampf nicht betrieben werden, doch alle Altparteien plädieren dafür

[14] WELT 28.11.2019: Das sind die Faktenschwächen des Klimaberichts

[15] Achgut 26.10.2019: Von Hitze- und Kältetoten – Journalismus im Klimafieber

[16] Zukunft Schisport: Extremwetter in den Alpen (Video)

[17] 15.11.2019: MEEDIA: Staats-Geld für die Verlage: Bund plant Millionen-Subventionen für die Zeitungszustellung

[18] EIKE 21.07.2015: Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen

[19] EIKE 01.06.2015: In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil2)

EIKE 30.05.2015: In Deutschland kein Klimawandel in Sicht – das kann die SZ nicht auf sich sitzen lassen (Teil1)

[20] Achgut 08.12.2019: Der Sonntagsfahrer: Brecht an der Ladestation

[21] EIKE 06.11.2015: Langfrist-Temperaturverläufe Deutschlands: Das Phänomen der „Temperaturstufen“

[22] Achgut 03.12.2019: Hitzetote: Noch einmal die Fakten zur Abkühlung

[23] EIKE 13.03.2018: Ärzte brauchen auf den Klimawandel medizinische Antworten

[24] EIKE 24. April 2018: Klimaretter – Lebensretter. Ärzte sollen Fossil-Ausstieg fordern

[25] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung

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2 Kommentare

  1. Wie sagte doch unsere Svenja:
    „Wenn man in der Eifel unterwegs ist, merkt man, das ist nicht mehr nur Wetter, das ist schon Klima!“
    Ich glaube, das sagt ALLES.

  2. Beim Weizen gab es dieses Jahr eine Rekorder te. Auch in Indien (3. Welt) gab es einen Rekord. Bild 9 ist daher zu negativ. Die Grafik endet allerdings schon 2010. Mais verdrängt den Weizen, was weiter unten korrekt dargestellt ist. Die Formulierung „seit Menschengedenken“ (in der alten Zeitung) hat auch ihren Reiz.

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