SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht überna­türlich, dafür umso stärker die Propa­ganda in der öffentlich-rechtlichen Berichter­stattung (Teil 2)

Bild: Elke Barbara Bachler  / pixelio.de

Helmut Kuntz
Im ersten Teil ging es vorwiegend um Fiji. Ein „sicherer Untergang“ alleine reicht unserer öffentlichen Propaganda jedoch nicht und so werden reihum Atolle besucht und die Einwohner und Klimaaktivisten befragt, ob sie (nicht endlich) den ihnen von westlichen NGOs vorgesagten Klimawandel „sehen und spüren“ und auch das versprochene Geld einfordern.

Bei der Marshall-Inselgruppe herrscht angeblich reines Klimachaos

Weiter geht es im Propagandavideo. Die Marshall-Inseln sind an der Reihe.
Marshall-Inseln: Sprecher: … kämpfen arme Atolle mit steigenden Fluten … und Süsswassermangel ...
Einheimischer: … mit dem Klimawandel haben wir manchmal viel und mal wenig (Trink-)Wasser. Sowohl Regen als auch Grundwasser. Aber wenn das Trinkwasser ausgeht, dann werden die Leute krank.
Sprecher: im Pazifik ist was aus den Fugen geraten. Springfluten überrollen die Inseln. Was mal die Ausnahme war, ist jetzt die Regel. Dann laufen die Brunnen voll, versalzen. Das Trinkwasser wird knapp. Gleichzeitig Dürren: Länger und häufiger als früher. Die Regierung hat schon mehrfach den Notstand ausgerufen … In der Regel wird Regenwasser gesammelt. Doch viele haben kein Geld für die dazu erforderlichen Tanks
Sprecher: … doch Hilda Heine weigert sich, vor dem Klimawandel zu kapitulieren … auch wenn sie weiß, dass ihr Inselreich ihn gar nicht zu verantworten hat … die versinkenden Marshalls verlassen? Klimaflucht? Für die Staatschefin keine Option … während weit draussen der steigende Meeresspiegel alte, neue Gefahren heraufbeschwört … (Anmerkung: es geht um die Atombombentests der USA auf den Bikiniatollen) … erst gab es verheerende Bomben, nun Treibhausgase. Was, wenn das überbordende Meer sie erneut vertreibt (eine wegen der damaligen Atomtests umgesiedelte Einheimische) … auf die Strahlung folgt das Wasser. Doch dass ihnen diesmal jemand hilft, der Glaube ist dahin.
Es wird die Rollbahn der Insel gezeigt. Diese ist öfters überschwemmt:
Sprecher … nachdem die Runway mal Ozean war, was dem gesamten Archipel droht, schon bis zur Jahrhundertwende …
Danach ergänzt das Video um Klimawandel-bedingte Probleme mit Dürren und Niederschlägen. Dürren sind – man ahnt es: „Länger und häufiger als früher“.

Sind Dürren „länger und häufiger“ als früher?

Dazu exemplarisch Niederschlagsverläufe in Monatsauflösung von den Marshall-Inseln und Fiji. Man sieht unglaubliche Variabilitäten, die sich über viele Jahre hinziehen können. Doch gravierende Veränderungen – vielleicht aufgrund eines Klimawandels, sieht man nicht.

Bild 14 [18] Jahresniederschlagsverläufe bei den Marshall und den Fiji Inseln
Auch im historischen Vergleich zeigt sich keine Besonderheit, und wiederum, schon gar nicht ein Einfluss eines Klimawandels (Bild x).

Bild 15 [19] Relative Niederschlagsverläufe für Solomon Islands (blue) and (b) Vanuatu (red) seit ca. 1600
Springfluten sollen die Inseln (aufgrund des Klimawandels natürlich verstärkt) überrollen. Dazu der Verlauf der Anzahl tropischer Wirbelstürmen um Fiji (für die Marshall-Inseln fand sich keine Grafik).
Auch dabei sieht man eine hohe Variabilität. Wie der Mittelwertverlauf zeigt, langfristig aber eine Abnahme. Dabei kann es auch leicht sein, dass Zyklone früher sogar noch häufiger auftraten, denn die Erfassung wird erst ab. ca. 1985 „genau“ (WIKIPEDIA: South Pacific Ocean Storm information was less reliably documented and recorded before 1985).

Bild 16 [16] Anzahl tropischer Zyklone im Seengebiet um Fiji seit 1970
Sogar der aus jedem Wetterereignis in der Regel spontan einen Klimaalarm verkündende Mojib Latif war zu Zyklonen ausnahmsweise einmal zurückhaltend:
[20] Zeit Online: … Zwar ergeben Hochrechnungen, dass die Stürme durch den Klimawandel verstärkt, jedoch nicht häufiger werden. „Ich wäre da aber vorsichtig“, sagt der Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. „Die Datenlage ist noch ziemlich dünn.“ …

Bei den Marshall-Inseln ist der Pegel seit 1993 gerade einmal um 10 cm gestiegen

Auch über die Marshall-Inseln hat der Autor schon einiges geschrieben.
EIKE 18.10.2016: [7] Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
EIKE 14.12.2015: [8] Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
Im Kern mit dem gleichen Ergebnis, wie für Fidji: Diese Atollgruppe hat ebenfalls viele Probleme, aber nicht verursacht durch einen AGW-Klimawandel.

Dazu wieder ein messtechnischer Beleg in Form dortiger Tidenpegel-Verläufe. Der Autor hält solche Messdaten nach wie vor für aussagekräftiger, als die der immer gebrachten, einheimischen Aktivisten und (der von solchen geschulten) Bewohner.

Bild 17 Marshall-Inseln, Tidenpegel-Mittelwerte Verlauf 1968 – 12.2017. Quellen: NOAA und Australien Government, Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics. Grafik vom Autor aus den beiden Datensätzen zusammengestellt. Der Anstiegswert beträgt: 3,8 mm/pa
Bild 18 Marshall-Inseln, Tidenpegel-Maximalwerte (Monatsauflösung, Dimension: m), Verlauf 1993 – 12.2017. Quelle: Australien Government, Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics. Grafik vom Autor aus dem Datensatz erstellt
Bild 19 Tidenpegel Kiribati (neben den Marshall-Inseln), Verlauf 2000 – 12.2017 (Dimension: m). Quelle: Australien Government, Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics. Grafik vom Autor aus dem Datensatz erstellt. Der Pegelanstieg beträgt: 2,53 mm/pa

Der zusätzlich gezeigte Verlauf bei Kiribati soll zeigen, dass es direkt neben den Marshall-Inseln noch weit niedrigere Pegelanstiege gibt. Eine Erklärung dafür ist, dass die Marshall-Inseln tektonisch absinken und der Tidenpegel dort um den Sinkwert erhöht dargestellt ist (die PMSL-Tidenpegeldaten sind Rohdaten und nicht um isostatische Effekte bereinigt).

Bild 20 [11] Marshall-Inseln, Majuro. Verlauf der Insel-Bodensenkung

Immer mehr Pegelstudien kommen zu realistischen Ergebnissen

NoTricksZone 1. August 2016: 4 New Papers: Anthropogenic Signal Not Detectable in Sea Level Rise
It is widely assumed that sea levels have been rising in recent decades largely in response to anthropogenic global warming. However, due to the inherently large contribution of natural oscillatory influences on sea level fluctuations, this assumption lacks substantiation. Instead, natural factors or internal variability override the detection of an anthropogenic signal and may instead largely explain the patterns in sea level rise in large regions of the global oceans.
Scientists who have recently attempted to detect an anthropogenic signal in regional sea level rise trends have had to admit that there is “no observable sea-level effect of anthropogenic global warming,” or that the “sea level rise pattern does not correspond to externally forced anthropogenic sea level signal,” and that sea level “trends are still within the range of long-term internal decadal variability.”
Below are highlighted summaries from 4 peer-reviewed scientific papers published within the last few months …

(Ganz grobe) Übersetzung: Anthropogenes Signal im Meeresspiegelanstieg nicht nachweisbar
Es wird allgemein angenommen, dass der Meeresspiegel in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich als Antwort auf die anthropogene globale Erwärmung gestiegen ist. Aufgrund des inhärent großen Beitrags natürlicher, oszillatorischer Einflüsse zu Meeresspiegelfluktuationen, fehlt dieser Annahme jedoch eine sbstanzielle Begründung. Stattdessen überlagern natürliche Faktoren oder interne Variabilität die Erkennung eines anthropogenen Signals und können alternativ die Muster des Meeresspiegelanstiegs in großen Regionen der Weltmeere weitgehend erklären.
Wissenschaftler, die kürzlich versucht haben, ein anthropogenes Signal bei regionalen Meeresspiegelanstiegs-Trends zu detektieren, mussten zugeben, dass es keinen beobachtbaren, anthropogenen Meeresspiegeleffekt der globalen Erwärmung gibt, beziehungsweise, dass die Muster von Meeresspiegelanstiegen nicht mit den durch ein anthropogenes Signal zu erwartenden Mustern korrespondieren. Und die Trends der Seepegelanstiege befinden sich immer noch im Bereich der langfristigen internen dekadischen Variabilität. “
Im Folgenden finden Sie Zusammenfassungen von 4 wissenschaftlichen Artikeln, die in den letzten Monaten veröffentlicht wurden … (weitere Details zu den Studien lassen sich im Originalartikel lesen).

Offizielle Tidenpegel „irren“ ab und zu, oft in eine ganz bestimmte Richtung

Die Tidenpegel bei der NOAA sind sture Rohdaten. Aus diesen werden (wie beim Klimawandel oft üblich) ohne Verstand stur mit dem Computer die Pegeldaten errechnet. Leider kann man daraus resultierende Fehler oft nur schwer erkennen, da die NOAA selten Fehler in Pegelverläufen ausweist und ausreichend Gründe dafür angibt.
Rechercheinstitute und die „üblichen“, klimaalarmistischen Portale nutzen dies, um Pegelanstiege in die „gewünschte Richtung zu drehen“. Das von unseren Medien bevorzuge „Rechercheportal“ Correctiv hat unter Nutzung der Mängel der Tidenpegel-Darstellungen sogar eine vollständige, bewusst desinformierende Studie zusammengestellt:
EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)
EIKE 30.12.2017:
Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen…

Auch direkter (Daten-)Betrug ist nicht so selten
EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
EIKE 17.07.2016:
Wie man den Meerespegel-Verlauf in die richtige Richtung dreht Aus dem Lehrbuch für (Klima-)Statistikbetrug

WUWT berichtet nun aktuell wieder über eine solche Falschdarstellung am Beispiel von Guam Harbour, einer Inselgruppe im nördlichen Pazifik. Dort beträgt der seitens der NOAA offiziell ausgewiesene Pegelanstieg 5,04 mm/yr, während er in Wirklichkeit seit 1948 fällt.
WUWT, 18.04.2018: [22] Sea level trends, starting points, and datum shifts
EIKE-Übersetzung: Meeresspiegel-Trends, Anfangszeitpunkte und Daten-Verschiebungen
Anbei die Pegeldarstellung der NOAA. Dies sind immer die Rohdaten ohne isostatische Korrekturen.

Bild 21 Guam, Apra Harbour, Tidenpegelbild der NOAA

Nun die Analyse dieser Rohdaten mit den isostatischen Verzerrungen durch mehrere Erdbeben. Praktisch alle Pazifikatolle (und teils auch die großen Inseln) liegen auf der riesigen Kontinental-Bruchzone des Pazifischen Feuerrings und damit auf einer hyperaktiven Erbebenzone (sieh Japan mit seinen vielen, extremen Erdbeben).

Bild 22 Die Pegel von Bild 21 mit Darstellung der Pegelverzerrung durch Erdbeben (Landsenkungen). [22] Parker & Ollier (2018), Figure 3
Das Ergebnis sind anstelle der bei der NOAA angegebenen, steigenden 5,04 mm/yr fallende Pegelstände:
[22] The relative sea levels have been continuously reducing from January 1948 to August 1993 at a rate of -1.08 mm/year.
Since January 1999, the sea levels have been continuously falling at a rate of -1.15 mm/year.

Niemanden interessieren gemessene Tidenpegel, wenn sie der Ideologie widersprechen

Jedoch weiss nicht nur der Ersteller des Propagandavideos, dass die Atolle aufgrund des „Hochwassers des Westens“ untergehen müssen, auch Frau Merkel weiß es:
[9] … Die 44 Mitglieder der Allianz der Kleinen Inselstaaten (kurz: Aosis) befürchten, dass sie in einer um zwei Grad wärmeren Welt keine Inseln mehr haben. Deshalb drängen sie nicht erst seit der Klimakonferenz in Lima darauf, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. „Für die dort lebenden Menschen wäre ein Versagen der Weltgemeinschaft beim Klimaschutz eine Katastrophe“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel

Anhand dieser Aussagen erkennt man auch, warum es so ist: Die Regierung der Marshall-Inselgruppe ist in dieser Klimaallianz einer der aggressivsten Mitglieder. Und aggressiv bedeutet: Durch pauschales Anklagen vom Westen Klima-Reparationszahlungen zu fordern.
Die SZ hatte einst (wohlwollend) beschrieben, wie dies gemacht wird:
[8] … In der SZ-Wochenendausgabe vom 12./13.Dez. 2015 wurde der Untergang der Malediven in einem weiteren – ganzseitigem – Artikel „unwiderlegbar“ weitergeführt. Die Journalistin nannte als Belege aber wieder keinerlei Daten, sondern beschrieb und verließ sich auf Aussagen des Maledivischen Außenministers, wie: „Das Eis, das bei ihr in Alaska wegschmilzt, spült bei ihm zu Hause (Anm.: Den Marshall Inseln) die Häuser weg“. „Schauen Sie auf google nach, dann wissen sie, was unser Problem ist“. „… ist Tony de Brum da. Außenminister der Malediven, ein Tier, wenn es Diplomatie geht, einer der rabiatesten Minister bei diesen Verhandlungen. Ihm hat der Pazifik erst im Juli wieder ein Schiff ins Wohnzimmer gespült“. Der auch ganz genau weiß: „ …bei einer Erwärmung von 1,5 Grad gehen sie nicht unter“..

Der Autor erlaubt sich zu wiederholen, dass dieses „Tier, wenn es um Diplomatie geht“ – was hier immer die Erpressung des Westens um Klimaschutzgeld bedeutete – ein persönlicher Freund der (nicht mehr im Amt befindlichen Umweltministerin) Frau Hendricks war, welche sich gerne mit Personen verbündete, welche von Deutschland Klimaschutzgelder fordern (Tony de Brum ist inzwischen verstorben).

Dabei fällt der Pegel dort seit 2.000 Jahren

Natürlich ändert sich auch bei den Marshall-Inseln der Meerespegel im Laufe der Zeit. Zum Beispiel fiel er in den letzten 2.000 Jahren um über einen Meter.

Bild 23 Meerespegelverlauf bei den Marschallinseln während der vergangenen 6000 Jahre. Quelle: Kench et al. 2014.

Eine umfassende Darstellung der fallenden Meerespegel auf No Tricks Zone wurde auf EIKE übersetzt eingestellt:
EIKE, 19.04.2018: Im Holozän war der Meeresspiegel um 2 Meter höher – heutige Änderungen gehen im Rauschen unter

Das Filmteam wechselt wieder nach Fidji

Wahrscheinlich soll das dauernde „Hoppen“ zwischen den Inselstaaten die Dramaturgie erhöhen. Auf jeden Fall verhindert es, dass sich das Filmteam an einer Stelle tiefer mit dem Thema befasst.

Im Kern wiederholen sich nun die gleichen, schlimmen Klimageschichten wie in den Anfangssequenzen:
16:35 Fidji: … hier tobt ein existenzieller Kampf … wenn die Wellen kommen und unser Haus zerstören: wer hilft uns dann, ,,, hier hat sich viel verändert. Wir arbeiten jetzt zusammen, um etwas zu tun gegen den Klimawandel. unsere Hilfsorganisation ist unsere Stimme. und wir können etwas erreichen.

Neue Sequenz: … Vanua Levu, Fidjis zweitgrößte Insel. Hier hat das Meer gesiegt. Das war mal eine Landzunge. Doch jede Niederlage ist auch Neubeginn.
Ein ehemals am Wasser stehendes – inzwischen umgesiedeltes Dorf wird besucht:
Sprecher: … viel breiter sei das Meer geworden, viel höher steht das Wasser. … aber der steigende Meeresspiegel, die Überschwemmungen, der Klimawandel haben uns gezwungen, zu gehen.

Neue Sequenz: Tarawa, Hauptinsel von Kiribas … sollten einmal Inseln untergehen, dann hier, an der Datumsgrenze … jetzt kämpfen sie gegen das Wasser … der Ozean frisst die Insel auf, die Ufer schwinden …. bis vor 15 Jahren war hier Strand … bei Flut wirken Kräfte, die es so früher nicht gab. Und der Fraß geht weiter, von unten drückt das Meer und der Teich nur Salzlake. Kiribas droht in den nächsten Jahrzehnten der Exodus…
… ob es in Zukunft Klimaflüchtlinge gibt und wenn ja, wie viele, kaum absehbar. Doch das Wasser kommt und steigt und Kiribas sitz mitten drin … auf Abaiang hat sich der Pazifik fast ein ganzes Dorf geholt. Widerstand zwecklos. … doch den springenden Fluten, sei niemand mehr gewachsen . Bald ist hier nur noch Wasser. es wird einfach eins. mit dem Meer …

Wer nun denkt, Fidji hätte keine Möglichkeiten auszuweichen, kann im folgenden Bild sehen dass diese Inselgruppe wohl am Wenigsten wirklich Angst haben muss, bei einem Pegelanstieg unterzugehen.

Bild 24 Fidji besteht nicht nur aus niedrigen Atollen. Quelle: Screenshot [10]
Im Erklärungstext zum Video steht dazu:
… Hier oben in den Bergen auf Fidschi sollen die Menschen von Kiribati eine Zuflucht finden.
Fidschi liegt drei Flugstunden entfernt. Fidschi ist nicht nur flach, hier gibt es auch Berge. Kiribatis Ex-Präsident hat auf Fidschi für knapp neun Millionen Dollar Land gekauft – für sein Volk. Das brachte ihm viel Publicity im Klima-Kampf und seinen Leuten ein Gefühl von Sicherheit. „Wir müssen uns doch überlegen: wohin?“ sagt er. „Bauen wir Inseln, leben wir auf schwimmenden Inseln oder ziehen wir anderswo hin?“ Er will sein Land evakuieren, wenn das Wasser steigt. Eine radikale Lösung. Denn wer Kiribati einmal verlässt, muss lernen, weit weg vom Meer neu zu leben. Etwa als Bauer im bergigen Tropenwald.

Wenn die Klimakeule kein Geld aus dem Westen einbringt, ist der vorher deklarierte Untergang schnell vergessen

Die Oppositionspartei auf Kiribati kommentierte diese Staatsausgabe für die Umsiedlung wir folgt:
Tongs Amtsvorgänger Teburoro Tito hat sämtliche wissenschaftlichen Abhandlungen über die Folgen des Klimawandels für die Atolle gelesen. Er hält den Landkauf für unsinnig. “Die Forscher sagen, unsere Korallenriffe sind gesund und können mit dem Meeresspiegelanstieg Schritt halten. Deshalb gibt es keine Notwendigkeit, Land auf den Fidschi-Inseln oder sonst irgendwo zu kaufen”, sagt Tito und fügt verärgert hinzu: “Wie können wir um ausländische Hilfe bitten, wenn wir unser Geld für so unsinnige Dinge ausgeben?” Auch Paul Kench, ein Geomorphologe an der University of Auckland, findet die Sorgen überzogen. “Wir wissen, dass die gesamte Riffstruktur um zehn bis 15 Millimeter im Jahr wachsen kann – schneller als der erwartete Meeresanstieg”, sagt der Atoll-Experte. “Solange das so ist und der Nachschub an Sand gesichert bleibt, brauchen wir keine Angst zu haben.”
Anmerkung: Ähnlich reagierte damals auch die Nachfolgeregierung nach dem Sturz des Präsidenten Nasheed auf den Malediven. Staatspräsiden Nasheed war der, welcher den Untergang seiner Atolle werbewirksam in einer Unterwassersitzung des Parlaments erklärte. Bilder von dieser Parlaments-Unterwassersitzung werden auch heute noch in den Öffentlichen als „Standard-Beleg“ für den schlimmen Pegelanstieg durch den Klimawandel gezeigt.

Bild 25 Tagung des Parlaments der Malediven unter Wasser. Screenshot von der BR-Homepage, Stand 13.02.2018: Steigende Pegel Wenn der Meeresspiegel steigt und Inseln versinken

Die neue Regierung der Malediven bemerkte 2012, dass die Inselgruppe wohl doch nicht untergeht. Grund, man benötigt Investoren und die würden ja sonst nicht investieren. Die vom Vorgänger-Premier erhofften Klimawandel-Hilfsgelder kamen nicht und so war es besser, das Scenario wieder an die Wirklichkeit anzupassen. Sie erklärte:
… President Mohamed Waheed Hassan Manik today said though Maldives faces the dangers of climate change, the country would not be submerged in the Indian Ocean. Speaking to Sri Lankan businessmen this morning during his current visit to Sri Lanka, President stressed that Maldives can be sustained through efforts to avert the dangers of climate change. “First of all, I want give you a bit of good news. The good news is that the Maldives is not about to disappear,” President Waheed said countering the claims by his predecessor that the Maldives would be be completely submerged in the near future. He added that foreign investors were concerned with the talks of a submerged Maldives.
Und die UN bemerkte es inzwischen auch. Im Welt-Risikobericht 2014 [13] sind die Malediven nicht enthalten.

Natürlich gibt es Probleme

Die Atolle waren von der Natur wohl nie für eine dichtere, menschliche Besiedlung „vorgesehen“. Entsprechend kämpfen die Bewohner mit allen Problemen, die eine solche nach sich zieht:
Massive Überbevölkerung, fehlende Siedlungsflächen, durch zu viel Süßwasser Entnahmen Versalzug durch nachdringendes Meerwasser, Überfischung, durch Abwasser und Bausand-Entnahmen Zerstörung der Strände und Riffzonen. Einfach alles, was dadurch möglich ist. In den vielen Artikeln lässt sich dies detailliert nachlesen. Anbei Auszüge:

Aus einem Kommentarblog:
In einem Leserkommentar auf Donner + Doria stand im Dezember 2012 der folgende Blogeintrag:
Ich kenne mich auf den Inseln von Kiribati sehr gut aus und habe unter anderem das ganze Jahr 2011 auf Tarawa verbracht. Vorher bereiste ich binnen drei Jahren auch die Inseln Makin, Beru und Nonouti in der Gilbertgruppe. Es geht den I-Kiribati (so nennt sich der Volksstamm selbst) nur und ausschließlich um Geld. Sie haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (und durch andere Faktoren, wie z.B. eine völlig unzureichende Bildung) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel. Die Insel Nonouti wird seit Jahrunderten alle fünf bis zehn Jahre einmal überspült. Wenn dann aber der Chiefcounsiler (Inselhauptmann) ein Fernsehteam der BBC einlädt, das mit ernsten Mienen die Folgen der Klimaerwärmung just zum Zeitpunkt der höchsten Flut dreht, dann geht es dem Chief schlicht nur darum, soviel Geld wie möglich im Ausland locker zu machen durch diese Berichterstattung. Ich habe es selbst erlebt und das Feixen des Chief noch gut vor Augen. Die I-Kiribati könnten in Frieden und Glück leben, wenn sie nicht so geldgeil geworden wären. Was natürlich unter anderem an den wenigen Ausländern liegt, die auf Tarawa all die Dinge der westlichen Zivilisation verhökern, die hier eigentlich kein Mensch braucht. Aber: Ich will auch haben! Weil, das ist ja so chic… Also muss ich einen I-Matang (so nennt man in Kiribati die Weißen) abzocken, um an Geld zu kommen. Traurig, dies zu sagen – aber ich weiß wirklich wovon ich rede.

Beispiel Malediven [12]
WIKIPEDIA, Rubrik Malediven
-Die allermeisten Inseln „entsorgen“ ihren Müll im Meer. So gibt es auch keine Einrichtung, um das Altöl der zahlreichen Boote oder Generatoren zu entsorgen. Der Bauschutt von Hotelbauten landet ebenfalls meist im Meer.
-Umweltschutz ist auf den Malediven in der Praxis nicht vorhanden.
-Die meisten neuen Hotelinseln sind durch „landscaping“ in die gewünschte Form gebracht. Dies geschieht durch „Ausbaggern“ und Sandpumpen, was ungeheure Schäden an den Riffen hervorruft. Auch Privatflughäfen für einzelne Resortketten, zum Beispiel Maamingili im Süd-Ari-Atoll, werden durch Aufschütten des Riffdaches gewonnen. .. Außerhalb der Nationalparks nutzen die Menschen die Blöcke der
Korallenriffe jedoch auch weiterhin zum Hausbau. Zudem wird der industrielle Abbau der Riffe zur Landgewinnung (Erweiterung Flughafen, Hulumalé) weiterhin betrieben.
Die Malediven gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Tourismus hat viele Millionäre geschaffen. Durch die Preissteigerungen ist jedoch das Gros der Bevölkerung verarmt und an den Rand der Verelendung gebracht worden. Tausende Malediver bringen ihre Familien nach Indien, weil sie sich das Heimatland nicht mehr leisten können und die Kinder dort eine geregelte Schulausbildung bekommen.
-Gerade durch die hohe Anzahl von Staatsunternehmen, deren Führungskräfte oft innerhalb dieser Unternehmen und der Politik wechseln, sind Vetternwirtschaft und Korruption Tür und Tor geöffnet.

So sehen ideologisch geprägte – auch von Deutschland unterstützte

Lösungen aus

Wenn man die wirklichen Ursachen nicht erkennen darf, weil es dafür kein „Klimaschutzgeld“ gibt, verlegt man sich eben auf ideologisch gewollten Unsinn. Hauptsache: irgendjemand hat davon Vorteile und es gefällt NGOs und Geldgebern.
Ob es dabei die Staatsfinanzen ruiniert, was solls:
Greenpeace: [11] Letzte Woche haben sie (Anmerkung: Die Malediven) zum zweiten Mal für Aufmerksamkeit gesorgt. Sie haben angekündigt das erste völlig CO2 freie Land der Welt zu werden. Und zwar werden sie ihre Energieversorgung zu 100% auf Erneuerbare umstellen und auch für die Emissionen aus dem Flugverkehr (Tourismus!) in der EU Zertifikate ankaufen. Das Programm kostet 1,1 Mrd. Dollar, bei einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von ungefähr der gleichen Größe. Das wäre ungefähr so als ob Österreich 370 Mrd. Dollar in den Klimaschutz investieren würde. … Jedenfalls tun die Malediven alles, was sie noch können, um sich selbst zu retten.

Man braucht eigentlich nicht extra erwähnen, dass Deutschland über die GIZ die Malediven bei der CO2-Vermeidung tatkräftig mit Beratung und Geld unterstützen.

Fazit

Die Machart der öffentlichen Propagandareportagen gleichen sich fast aufs Haar: Sorgfältiges Vermeiden von Datenangaben, dafür aneinandergereihte Erzählungen von Einheimischen, die angeblich alles wissen, unterstützt durch Aktivisten. Wirklich nirgens eine Überprüfung, ob die Erzählungen und schlimmen Berichte mit lokalen Pegeldaten und Studienergebnissen übereinstimmen.
[2] EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana
[3] EIKE 11. August 2017: ARTE-Film zum Senegal: Eine Insel versinkt – und mit ihr (wieder) jegliche Glaubwürdigkeit der Klimawandel-Berichterstattung
[1] EIKE 10.04.2016 : Nachgefragt: BR Programm 14.3.2016, Sendung: „Jetzt mal ehrlich Verstrahltes Bayern: Wie viel Wahrheit ist uns zumutbar?

Unser Bundespräsident hat Sehnsucht, nach dem „Lagerfeuer der Tagesschau“

So lange Frau Merkel bestimmt, wer Bundespräsident wird, schaffen es dorthin auch recht sonderbare Gestalten. Kaum ist der weg, welcher als christlicher Pfarrer demonstrativ mit seiner Mätresse als Vertreter Deutschlands durch die Welt reiste,
kommt ein Nachfolger, der es an salbungsvollen – aber inhaltsleeren – Reden und fehlender Selbstreflexion problemlos mit seinem klerikalen Vorgänger aufnehmen kann.
Und Herr Steinmeier fand sich in seinem neuen Amt sofort bemüßigt, den Untertanen klarzumachen, welchen Medien zu glauben ist und wo man sich gefälligst nicht zu informieren hat. Selbstverständlich kam er dabei auch auf den Klimawandel zu sprechen. Dazu hat Herr Steinmeier eine festgefügte Überzeugung:
EIKE 27. November 2017: Die Rede unseres Bundespräsidenten, F. W. Steinmeier auf COP23 über den Klimawandel war (k)eine investigative Sternstunde – Teil 2 (2)

Wer nicht seiner Meinung ist, etwa, weil er sich nicht ausschließlich durch öffentlich-rechtliche Medien informiert und diesen bedingungslos glaubt, kann nur Lügen aufgesessen sein.
Westfalenpost (Auszug): [14] Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beobachtet eine „epidemische Verbreitung“ von organisierten Lügen durch soziale Netzwerke:
„Die digitalen Medien treiben die Parzellierung der Öffentlichkeit voran, Parallelwelten entstehen.“
Welten, in denen die Selbstbestätigung durch den Austausch mit Gleichgesinnten vorherrsche und alles ausgeblendet werde, was der eigenen Sichtweise widerspreche. Und: Welten, in denen die demokratischen Spielregeln oft nicht gelten – im Gegenteil: Organisiertes öffentliches Lügen sei zwar kein neues Phänomen, sagt Steinmeier, „neu aber ist die epidemische Verbreitung“ über die digitalen Medien.
Überprüfbare Fakten müssten sich heute zunehmend gegen falsche und gefühlte Wahrheiten behaupten. Und: Nie wurden Verschwörungstheorien so leicht verbreitet wie durch die digitalen Medien. Wer das mit Meinungsfreiheit rechtfertige, liege falsch: „Meinungsfreiheit ist eine Farce“, zitiert er Hannah Arendt, wenn schlichte Tatsachen nicht mehr anerkannt würden. Oder: „
Wie sollen wir die realen Probleme, zum Beispiel den Klimawandel, angehen“, fragt der Bundespräsident, „wenn andere die wissenschaftlichen Fakten bestreiten?
Und er lässt durchaus Sehnsucht durchblicken nach einer Zeit, als sich die Deutschen noch abends mehrheitlich am „Lagerfeuer der ,Tagesschau‘“ versammelten, statt ihre politische Weltsicht aus Tweets, Videoschnipseln und Facebook-Nachrichten zusammenzubauen.
„Jeder Bürger braucht Inseln der Verlässlichkeit“, meint Steinmeier. Und es sei ein gutes Zeichen, dass der oft beklagte Glaubwürdigkeitsverlust der traditionellen Medien im Augenblick offenbar gestoppt sei. Mehr als zwei Drittel der Deutschen halten einer Umfrage zu Folge die Informationen aus Radio, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften für glaubwürdig – 13 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Er hoffe daher auch, „dass uns eine Debatte über die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wie sie andernorts geführt wird, erspart bleibt“.

Herr Steinmeier will den Untertanen damit erzählen, dass zum Beispiel das hier rezensierte, offensichtliche Propagandavideo glaubwürdig sei, alleine deshalb, weil „Öffentlich-Rechtliche“ seinem Glauben nach nicht lügen können. Plakativer ist Unfähigkeit im Wahrnehmen der eigenen Umwelt nicht darstellbar.

Kritische Artikel zum Klimawandel publizieren vorwiegend (nur noch) Zeitungen im Ausland

Stimmt nicht ganz. Auch beim Spiegel darf ein Journalist selten, aber immerhin, etwas kritischer schreiben. Von der „restlichen“ Presse werden solche (seltenen) Ausrutscher allerdings konsequent kompensiert:
Frankfurter Allgemeine, 21.04.2018: Klimaforschung Der Planet steht, das System wankt
… Von wegen Pause: Im Meer, im Eis, im Grünen und in großer Höhe, der Klimawandel kommt immer schneller auf Touren und hinterlässt radikaler denn je seine Spuren in den Datenreihen …
Wer könnte auch gegen eine solch überzeugende Belegführung argumentieren, wenn ein leibhaftiger UN-Generalsekretär sagt, dass die UN (seit ihrem Bestehen) noch kein Problem der Welt lösen konnte, das aber auch nicht (mehr) erforderlich sei, da der Klimawandel nun das Wichtigste darstelle:
FAZ:vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, auf einer UN-Pressekonferenz jüngst verwendet wurde: Die Schlagzeilen würden dominiert von Spannungen und Konflikten auf der Welt, sagte Guterres in New York, „die Wahrheit aber ist, dass der Klimawandel die größte systemische Bedrohung für die Menschheit ist“ …
Regelmäßiger kommen kritische Artikel jedoch in der Baseler Zeitung. Aktuell mit einem Artikel von Niels Mörner über Meerespegel in der Südsee (am besten über den Link vollständig lesen):
Basler Zeitung 01.02.2018: [21] «Diese Forscher haben eine politische Agenda» Der Ozeanograph Nils-Axel Mörner stellt sich gegen den Weltklimarat und die Warnungen vor versinkenden Inseln.
Herr Mörner … Was machte Sie skeptisch?
Ich habe mein ganzes Leben lang zu Veränderungen des Meeresspiegels geforscht und dazu 59 Länder bereist. Kaum ein anderer Forscher hat so viel Erfahrung auf diesem Gebiet. Der Weltklimarat (IPCC) aber hat die Fakten zu diesem Thema immer schon falsch dargestellt. Er übertreibt die Risiken eines Pegelanstiegs gewaltig. Das IPCC stützt sich insbesondere auf fragwürdige Computermodelle statt auf Feldforschung ab. Ich aber will immer wissen, was Sache ist. Darum ging ich nach Fidschi.
… Laut ProClim, der Schweizer Plattform für Klimaforschung, gibt es auf Fidschi aber Messreihen, die einen starken Anstieg des Meeresspiegels in den letzten Jahrzehnten zeigen. Konkret sei der Pegel seit 1990 jährlich um 5,4 Millimeter gestiegen, was doppelt so viel wie im weltweiten Schnitt sei.
Ja, ich kenne diese Messungen. Es handelt sich um zwei Aufzeichnungsreihen der Gezeitenhöhen, also von Wasserständen bei Ebbe und Flut. Wir haben diese Daten überprüft – mit dem Ergebnis, dass sie von sehr schlechter Qualität sind. Die eine Reihe ist dadurch beeinflusst, dass in der Nähe der Messstation Hafenanlagen auf lockerem Sedimentboden gebaut wurden, was die Gezeitenhöhen verändert haben könnte. Bei der anderen Reihe wurde die Messstation sogar örtlich verschoben. Die Forscher, die sich auf solche Daten verlassen, sind Bürotäter. Sie sind nicht spezialisiert auf küstendynamische Prozesse und Meereshöhen-Veränderungen. Viele von ihnen haben von den realen Verhältnissen keine Ahnung …
Wie sind Sie vorgegangen, um bessere Daten zu bekommen?
Wir sind einerseits den angeführten Beispielen nachgegangen, wo die Erhöhung des Meeresspiegels zu Küstenerosion geführt haben soll. Das Resultat war, dass die Erosion durch Eingriffe des Menschen verursacht worden ist – etwa durch neue Küstenbauten, die die Wasserströmungen veränderten, oder die verstärkte Ernte von Seegurken, was den Meeresuntergrund destabilisiert haben könnte. Um Veränderungen des Meeresspiegels der letzten 500 Jahre zu belegen, haben wir Sandablagerungen datiert, um zu sehen, wann sie entstanden sind. Zudem haben wir die Ausbreitung von Korallen in den letzten Jahrhunderten erforscht …
Was war das Ergebnis?
Wir konnten nachweisen, dass der Meeresspiegel auf Fidschi ab 1550 bis etwa 1700 rund siebzig Zentimeter höher lag als heute. Dann sank er ab und war im 18. Jahrhundert etwa fünfzig Zentimeter tiefer als heute. Anschließend stieg er auf etwa das heutige Niveau. In den letzten 200 Jahren hat sich der Pegel nicht wesentlich verändert. Während der letzten 50 bis 70 Jahre war er sogar absolut stabil.
Waren Sie überrascht?
Nicht wirklich. Es war ja nicht das erste Mal, dass sich die Behauptungen des Weltklimarats als falsch herausstellten…
Keine Gefahr, dass Inseln untergehen könnten?
Die Untergangsszenarien beziehen sich ja meist auf das Jahr 2100. Ich schätze, dass der Meeresspiegel bis dann im Schnitt um fünf Zentimeter steigen wird, mit einer Unsicherheit von 15 Zentimetern. Die Veränderung geht also von plus 20 Zentimeter bis minus 10 Zentimeter. Das ist wahrlich keine Bedrohung. Wer behauptet, es drohe ein Anstieg um einen Meter oder ähnlich, hat keine Ahnung von Physik.

Wer solche Artikel liest, befindet sich laut unserem Bundespräsidenten wahrscheinlich schon in einer Parallelwelt.
Vielleicht wird der Schweiz deshalb bald mit einer neuen, deutschen Kavallerie gedroht, falls sie solche Informationen nicht künftig am Grenzübertritt nach Deutschland hindert: SPON 17.03.2009: Indianer-Vergleich Steinbrücks Wildwest-Rhetorik erzürnt die Schweizer Erst drohte er ihnen mit der Peitsche, dann verglich er sie mit Indianern, die vor der Finanzkavallerie kuschen

Ein Rätsel zum Propagandavideo „SOS Südsee“ bleibt

Was hat diesen Herrn Uwe Schwering (Leiter des NDR Auslandsbüro) getrieben, ein solches Propagandavideo zu erstellen? Wollte er zeigen, dass unsere Bundespräsidenten als Sprechpuppen und die Öffentlich-Rechtlichen als Regierungsbüttel eben doch überflüssig sind?

Quellen

[1] EIKE 10.04.2016 : Nachgefragt: BR Programm 14.3.2016, Sendung: „Jetzt mal ehrlich Verstrahltes Bayern: Wie viel Wahrheit ist uns zumutbar?

[2] EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana

[3] EIKE 11. August 2017: ARTE-Film zum Senegal: Eine Insel versinkt – und mit ihr (wieder) jegliche Glaubwürdigkeit der Klimawandel-Berichterstattung

[4] EIKE 16. November 2017: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle

[5] Nils-Axel Mörner October 09, 2017: Our Oceans-Our Future: New Evidence-based Sea Level Records from the Fiji Islands for the Last 500 years Indicating Rotational Eustasy and Absence of a Present Rise in Sea Level

[6] EIKE 27. November 2017: Die Rede unseres Bundespräsidenten, F. W. Steinmeier auf COP23 über den Klimawandel war (k)eine investigative Sternstunde – Teil 2 (2)

[7] EIKE 18.10.2016: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?

[8] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

[9] DIE BUNDESREGIERUNG Steigender Meeresspiegel Klimawandel bedroht kleine Inseln

[10] Das Erste: Reportagevideo: SOS Südsee

[11] Greenpeace Austria 18 März, 2009: Malediven gehen sauber unter

[12] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

[13] United Nations Universitiy UNU-EHS: Weltrisikobericht 2014

[14] Westfalenpost 21.03.2018: Steinmeier warnt: Lügen im Netz spalten die Gesellschaft

[15] Fiji Meteorological Service: Fiji Annual Climate Summary 2016

[16] Climate Change in the Pacific: Scientific Assessment and New Research Volume 2: Country Reports
[17]
Ravind Kumar and Varanisese Vuniyayawa, Fiji Meteorological Service

[18] Australien Government: Pacific climate change site data

[19] C. R. Maupin at al., 2014: Persistent decadal-scale rainfall variability in the tropical South Pacific Convergence Zone through the past six centuries

[20] Zeit Online 17. März 2015: Vanuatu: Nirgendwo lauert der Untergang wie in Vanuatu

[21] Basler Zeitung 01.02.2018: «Diese Forscher haben eine politische Agenda» Der Ozeanograph Nils-Axel Mörner stellt sich gegen den Weltklimarat und die Warnungen vor versinkenden Inseln.

[22] WUWT, 18.04.2018: Sea level trends, starting points, and datum shifts

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5 Kommentare

  1. Danke Herr Bruno.
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich in der Geschwindigkeit und der Verärgerung, dass Herr Lingen (lt. einem Eintrag in Wikipedia Sedisvakantist) das Missionarstum mit Ironie zu rechtfertigen versucht, nicht daran gedacht habe, außer dem stereotypen Bild des aggressiv belehrenden und unterdrückenden Missionars in Afrika in meinem Kopf, auch die Anfänge der Machterreichung/-ausübung zu bedenken.

  2. Die I-Kiribati „haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (…) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel.“

    Richtig, ganz genau so und überhaupt gar nicht anders: Das ganze Neue Testament ist voll von der Botschaft: „Nur essen, niemals arbeiten!“ „Den Faulen gehört das Himmelreich!“ „Suchet zuerst das Geld anderer Leute!“ „Wer nicht täglich ausschließlich schmarotzt, kann nicht gerettet werden!“ usw. usf.

    Die Missionare haben alle Mühen und Strapazen auf sich genommen, haben dafür oft mit ihrem Leben bezahlt, um anderen diese – zugegeben – „kruden Moralvorstellungen“, dieses Hohelied der Faulheit und des Schmarotzertum einzuimpfen. Aber endlich wurde diesem Treiben der Missionare durch einen Leserkommentar auf Donner + Doria die Maske vom Gesicht gerissen. Danke, danke, danke!

    • Die I-Kiribati haben also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, ihre kulturelle Identität NICHT durch die christliche Missionierung verloren, da die Missionare KEINE kruden Moralvorstellungen hatten/haben. Gibt es heutzutage noch Missionare? Gibt es einen legitimen Papst?

      • zu: heutzutage noch Missionare?

        Zur Einschätzung kann folgendes herangezogen werden: Worldwide Status of Bible Translation:
        · More than 2,500 languages across 170 countries have active translation and linguistic development work happening right now.
        ·  Approximately 1,600 languages* still need a Bible translation project to begin.
        Da das Werk mit Vorlesen und der üblichen Indoktrination „Das heißt: …“ gemacht und verbreitet wird, würde ich Ihre Frage mit Ja beantworten.

    • Herr Lingen,

      die Südseeatolle wurden vorwiegend von christlich, fundamentalen Sekten missioniert. Die lokale Macht haben in der Regel ein Clan Chief (Diktator) und die Kirche. Etwa wie bei uns im Mittelalter.

      Wenn Sie so überzeugt sind, welchen Segen solche Missionierungen auf Basis des Alten Testaments überall gebracht haben, dann bitte Beispiele aus Südamerika, Mittelamerika, Afrika und solchen Ländern nennen.

      Wo Sie Recht haben: Vor der Missionierung war es (für das „niedere Volk“) nicht besser.

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