Der DWD ist überzeugt: 10 % Strom über zwei Tage, dabei nicht zuverlässiger als Wettervor­hersagen, reicht

Portal des Eingangs zum DWD-Gebäude. Innen alles genauso prächtig? Bild: Bernd Sterzl  / pixelio.de

Helmut Kuntz
Es gibt bereits so viele Institute und Personen, welche zwischenzeitlich an den EEG-Problemen partizipieren, dass es angebracht ist, sich auch zwischen diesen einzureihen, dachte der DWD und erstellte zum Beleg seiner Energiekompetenz eine Studie. Und um den Vorteil einer DWD-Mitarbeit beim Design der Stromversorgung eines Hochtechnologielandes zu vermitteln, wurde auch gleich ein richtungsweisender Vorschlag(1) zum EEG-System auf einer eigenen Pressekonferenz verkündet:

10 % an elektrischem Strom während 2 Tagen sollte für Deutschland zwischendurch wohl reichen

Sagt DWD-Vizepräsident, Dr. Paul Becker [1] (Vita: Ausbildung als Meteorologe, in der Medizin-Meteorologie sowie der Klima- und Umweltberatung tätig). Setzt man dies als Maßstab für eine minimal auseichende Versorgung an, macht der EEG-Ausbau nach Ansicht des DWD-Meteorologen eigentlich keine Probleme. Dabei orientiert sich die DWD-Führungsspitze wohl an der neuen Doktrin, nach der die Bürger keinen individuellen Anspruch auf Energie haben [3].

Um die Zukunft eines nach solchen Maßstäben konzipierten, neuen Energiesystems zu ermitteln, haben sich fleissige DWD-Mitarbeiter als „Energieforscher“ an ihre Computer gesetzt und Wind und Sonne über ganz Europa simuliert. Herausgekommen ist dabei:
-Wind und Solar onshore Deutschland erzeugen 23 mal, also für 26 Tage im Jahr, maximal 10 % der Anschlussleistung über zwei Tage,
-mit Wind onshore und Solar geschieht ist es nur noch 2 mal, also für 4 Tage und
-wenn man das gesamte Europa flächendeckend mit Solar und Windkraft bedeckt, passiert es nur noch 0,2 mal, also einmal in ca. vier Jahren.

Bild 1 [2] Die Grafik zeigt die Anzahl von 48stündigen Zeiträumen geringer Energieproduktion verursacht durch Flauten, sonnenarme Zeiten sowie eine Kombination daraus. Ausgezählt wurden Phasen, bei denen der Kapazitätsfaktor über den Zeitraum unter 0,1 blieb, das heißt die mittlere Energieerzeugung des betrachteten Gebiets unterhalb von 10 Prozent der dort installierten Nennleistung lag.

Wenn die EU helfen würde, wäre unser EEG ein Erfolgsmodell

Unsere „Verantwortlichen“ machen inzwischen wirklich schon große Abstriche bei der zu garantierenden Versorgungssicherheit. Nun ist man bereits bei 10 % als ausreichender „Mindestmenge“ angelangt. Doch auch das schafft unser EEG nicht zuverlässig. Erkennbar, wie sich deshalb die Hilferufe an die EU häufen, Deutschland in seiner Not gefälligst dabei zu unterstützen:
EIKE 07. 02.2018: [3] In Zukunft sorgt die EU für die Sicherheit von Deutschlands Stromversorgung

Frau Baerbock von den GRÜNEN ist überzeugt, dass es unsere auch machen werden, weshalb für sie alle Probleme des EEG bereits zufriedenstellend gelöst sind.
Frau Baerbock: [14] … Denn statt die für Stromkunden teuren, nur selten gebrauchte Reservekraftwerke im eigenen Land vorrätig zu halten, kann man in Engpasssituationen preisgünstigen Strom aus dem Nachbarland beziehen …
So weit, zu glauben dass das Ausland uns ausgerechtet billigen Strom bereitstellt, wenn es wenig davon gibt, sind Fachperson*innen regiernder Parteien noch nicht. Auch diese suchen nach Lösungen, welche inzwischen immer mehr die EU einbinden, aber das streng nach dem EEG-(Heils-)Prinzip.

Angefangen hat es einst mit dem gescheiterten Desertec.

Bild 2 Ursprüngliche Flächenplanung des Öko-Energieprojektes Desertec. Quelle: WIKIPEDIA

Nun backt man die Brötchen etwas kleiner und will das Gleiche nur noch über die gesamte EU durchführen. Dazu benötigt man jedoch positive Expertisen, und nun liegt sie vom DWD vor.

Bild 3 Europa mit dem Bereich des DWD-„EEG-Ausbaus“. Bildausschnitt [2]

DWD: Einfach europaweit flächendeckend ausbauen und ein bisschen Strategie dazu, dann klappt es

DWD: [2] … Noch ein Hinweis: Da wir nicht wissen, wo in Deutschland und Europa künftig Standorte für Windkraft und Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden, haben wir eine europaweit einheitliche Verteilung der Anlagen angenommen …
DLF 24: [1]… Dass in Deutschland die Lichter ausgehen, wenn immer mehr Kohle- und Atommeiler vom Netz gehen, scheint also übertrieben zu sein. Doch offenbar empfiehlt es sich, gewisse Reserven vorzuhalten – durch Stromspeicher oder durch Kraftwerke, die nicht auf Sonne oder Wind angewiesen sind …

Kommt nach der Tagesschau künftig auch die Energie-Vorhersage

Der Deutsche Wetterdienst hat ca. 2300 Mitarbeiter (Beamte und Tarifbeschäftigte) [8]. Inzwischen ist der Klimawandel ein etabliertes, neues Geschäftsfeld: DWD [8] … Erstellung von gut 15.000 Produkten zur Klimaüberwachung
und da liegt es nahe, weiter auszubauen und sich auch um die Energiebereitstellung zu kümmern, seitdem diese immer mehr von Wind und Wetter abhängig wird.
Wie beim Wetter „erstellt“ der DWD auch die Energie nicht, sondern sagt nur vorher, wie viel kommen könnte. Somit bleibt man im gewohnten, risikolosen Geschäftsfeld ohne Verantwortung, trotzdem aber teilhabend mit der Einnahme von Gebühren.

Der DWD ist für den EEG-Ausbau und forscht dazu

DWD: [2] Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterstützt den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa auch durch die Erforschung der meteorologischen Rahmenbedingungen …stabilisiert ein europäischer Stromverbund aus meteorologischer Sicht die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien? Die Ergebnisse unserer neuen Untersuchung möchte ich Ihnen nun vorstellen.
Aufgrund des fluktuierenden Charakters von Wind- und Sonnenenergie müssen wir uns fragen, wie eine zuverlässige Stromversorgung mit immer mehr Photovoltaik und Windkraft auf Dauer möglich ist … Um Schwankungen in einer deutlich stärker regenerativ ausgerichteten europäischen Stromversorgung zu untersuchen, sind detaillierte Daten zur räumlichen und zeitlichen Struktur der Wetterverhältnisse über lange Zeiträume erforderlich. Der DWD hat solche Datensätze ausgewertet und kann jetzt erstmals detaillierte Analysen für Europa vorstellen.

So wenig, wie wir wissen, muss reichen, deshalb ran ans Werk

DWD: [2] … Wie viele Windräder sich am Ende in der Nordsee drehen werden, weiß noch niemand genau. Becker und seine Mitarbeiter orientierten sich aber auch nicht an der Zahl und am konkreten Standort der Anlagen. Sie wollten nur wissen, welches Potenzial für die Energie-Ernte in der deutschen Nordsee steckt: wie stark und wie beständig der Wind dort in der Regel bläst, und wie häufig die Rotoren auf See in die Bresche springen können, wenn an Land längere Flaute herrscht …

Irgendwo weht der Wind doch immer und scheint die Sonne

Diesen Spruch kennt man. Er hat zwar nicht viel mehr Wahrheitsgehalt wie „Wind und Sonne stellen keine Rechnungen“, aber er ist – vielleicht gerade deshalb – nicht mehr zu „töten“. Vor allem ist er erforderlich, um das EEG zu „retten“. Und simulierte Rettungen sind schon fast so gut, als hätte man sie wirklich geschafft.

Bild 4 Europa (vom Autor mit Entfernungsangaben ergänzt). Quelle: [2] DWD: Die linke Grafik zeigt den mittleren Kapazitätsfaktor der Windenergie für Europa (Mittelwert 1995 bis 2015, für Länder südlich von 60° nördlicher Breite). Die Berechnung basiert auf der Annahme einer typischen modernen Windkraftanlage. Gezeigt wird der langjährige Mittelwert für eine Nabenhöhe von 116 m. Deutlich werden die hohen Auslastungen in den nordwestlichen Küstenregionen Europas – vor allem im Vergleich zu den geringeren Werten in Südosteuropa. Die rechte Grafik zeigt den mittleren Kapazitätsfaktor für eine repräsentative Photovoltaikanlage als langjährigen Mittelwert für Europa. Deutlich erkennbar sind die höheren zu erwartenden Erträge im südlichen Europa.

Strom kommt aus der Steckdose, aber nicht vollkommen verlustfrei

WIKIPEDIA: Die Übertragungsverluste betragen etwa 6 % je 100 km bei einer 110-kV-Leitung … (für) 380-kV-Höchstspannungsleitungen ca. 1 % je 100 km
[9] Beim 2008 fertig gestellten NorNed-Kabel (Anm.: HGÜ) durch die Nordsee, das die Netze von Norwegen und den Niederlanden verbindet, wurden über 580 km Länge Gesamtverluste von 3,7% gemessen.

Um den Strom – wie vom DWD vorgeschlagen – über halb Europa (mindestens 2.500 km) zu transportieren, sind die folgenden Leitungs-Verluste zu erwarten:
Übertragungslänge 2.500 km, Verluste nach [10] abgeschätzt (ohne Konverterverluste):
400 kV-Freileitung: ca. 30 %
HGÜ-Leitung 500 V: ca. 20 %
HGÜ-Leitung 800 kV: ca. 10 … 20 %

Bereits diese gröbste Schätzung zeigt, dass für eine europaweite Vernetzung alleine HGÜ-Übertragung in Frage kommt. Nun ist HGÜ eine relativ teure Technik. Und so braucht man kein Hellseher zu sein für die Vorhersage: Bald wird ein Industrieverband eine Studie präsentieren, welche den Zwang zum EU-weiten EEG-Ausbau als „absolut notwendig und von Deutschland aus massiv voranzutreiben“ ermittelt.
Dann bekommen wir den Fall, dass ganz Europa (wohl mit unserem Geld) „energietechnisch ausgebaut“ wird und bei uns auf „der letzten Meile“ der Strom dann mit dem Lastenfahrrad kommt:
EIKE 07. 02.2018: Die Lösung des Ladesäulenproblems ist erfunden – der Strom radelt zum Auto
Vielleicht eine passende Metapher, um zu zeigen, was passiert, wenn unsere Politikkaste für ihre Ideologie alles Geld verschleudert hat.

Wenn unsere „lieben Nachbarn“ erst einmal realisieren, unter welch gewaltigem Druck Deutschland bei der Lösung seines EEG-Problems steht, wird der Preis – und Zeitraum – explodieren, alleine, indem (Bürger?)Initiativen gleiche Rechte wie Deutsche gegen den Bau von Trassen, ergänzt mit der Forderung nach besonders teurer, unterirdischer Verlegung, fordern. Die Forderung der Grundstückseigner auf Pachtzahlung bis zum Tag des Jüngsten Gerichts nicht zu vergessen.

Die (nicht simulierte) Wirklichkeit

Leider neigen unsere Ämter dazu, dem Volk Wahrheiten zu präsentieren, aber nicht die Hintergründe dazu. Außer den paar Zahlen der Pressemitteilung [2] ist beim DWD nichts zu finden. Stimmt nicht ganz. Auf Anforderung bekam der Autor vom DWD etwas Unterlagen und den Link zu FTP-Urdaten. Leider war die Studie mit den Auswertekurven jedoch nicht dabei. Aus den Urdaten eine solche zu erstellen, ist dem Autor privat aber nicht möglich (und sofern es mit Tools denkbar wäre, zu aufwendig). deshalb anbei „googelbare“ Daten.

Deutschland

Dazu gibt es genügend Ganglinien-Auswertungen. Eine recht aktuelle sei anbei exemplarisch gezeigt:
EIKE 7. Januar 2018: [12] Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse

Anhand der Daten von Agora hat der Autor in diesem Artikel die gesamte Stromerzeugung Deutschlands (onshore und offshore) im Jahr 2016 statistisch analysiert mit dem folgenden Ergebnis:
Nimmt man 10 % der Anschlussleistung als Maßstab, dann liegt die Stromerzeugung über insgesamt 20,6 Tage im Jahr darunter , nimmt man 20 % als Minimum an, passiert dies bereits über 207 Tage im Jahr, also das Zehnfache der Zeit.

Bild 5 Auszug der Datentabelle, Histogramm der EEG-Einspeisung 2016. Bezug: 100 % = Anschlussleistung. Grafik vom Autor aus den Daten von Agora erstellt

Diese Werte lassen sich allerdings schwer mit der DWD-Angabe vergleichen, weil diese zusammenhängende 48 Stunden unter 10 % der Anschlussleistung deklariert.

Eine überschlägige Abschätzung nach diesem Kriterium für das Jahr 2016 im Agora-Datensatz ergibt:
Zusammenhängende 48 Stunden mit maximal 10 % der Anschlussleistung: Es trat zweimal auf, einmal über 66 und einmal über 67 Stunden.
Nimmt man 5 % mehr, also 15 % als Minimum, dann treten diese Fälle es schon 8-mal auf. In Summe über 557 Stunden, also 23 Tagen.

Man sieht, wie wichtig die Histogrammkurve und nicht ein (gezielter) Einzelwert ist. Ziemlich sicher wurde der 10 %-Wert vom DWD ganz bewusst gewählt, weil nur mit diesem (extrem niedrigen) das „gewünschte“ Ergebnis herauskam. Angemerkt sei dazu, dass der DWD sein Auswahlkriterium anders angibt: „ … Dieses gezeigte Beispiel (10%, Zeitraum 2 Tage) wurde in Diskussion mit Experten für Energiefragen exemplarisch ausgewählt …

Simulation eines Vortrages zur Klimapressekonferenz

Anhand der Daten aus dem vorhergehenden Absatz kann man sich den „Spass“ machen, den Vortrag von Herrn Dr. Becker auf der Klimapressekonferenz einmal wie gehalten und einmal simuliert zu schreiben.

Das Original:
DWD: [2] Vortrag: Deutscher Wetterdienst analysiert wetterbedingte Ertragsausfälle erneuerbarer Energien – Kombination von Windkraft und Photovoltaik zeigt eindrucksvolle Effekte
Redetext
(stark gekürzte Auszüge): … Die Einspeisung erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne unterliegt Schwankungen. Laut Bundeswirtschaftsministerium besteht aber aktuell in Deutschland eine hohe Versorgungssicherheit …
Um Schwankungen in einer deutlich stärker regenerativ ausgerichteten europäischen Stromversorgung zu untersuchen, sind detaillierte Daten zur räumlichen und zeitlichen Struktur der Wetterverhältnisse über lange Zeiträume erforderlich.
Der DWD hat solche Datensätze ausgewertet und kann jetzt erstmals detaillierte Analysen für Europa vorstellen …
Windkraft aus Nord- und Ostsee stabilisiert Einspeisung aus erneuerbaren Energien Auf Basis der beschriebenen Vorgehensweise zeigen wir Ihnen in Abbildung 1 zunächst die mittleren langjährigen Produktionsbedingungen für Wind- und Solarenergie in Deutschland.
Beide Fälle zeigen wenig überraschende Verhältnisse: Beim Wind, das ist die linke Grafik der Abbildung, führen die höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten an den Küsten oder Mittelgebirgen zu einer höheren Auslastungen der Windkraftanlagen. Bei der Photovoltaik, das zeigt die rechte Grafik der Abbildung, finden wir die höchsten Kapazitätsfaktoren, das heißt
die besten Erträge, im süddeutschen Bereich … Die kombinierte Nutzung von Windkraft und Photovoltaik in Deutschland sorgt für einen vergleichsweise einheitlichen Kapazitätsfaktor. Das stabilisiert die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien …

Nun stelle man sich vor, der DWD Vizepräsident, Dr. Paul Becker hätte in seinem Vortrag zur Klimapressekonferenz am 6. März in Berlin gesagt:
Simulierter Vortragstext (stark gekürzte Auszüge):
wir haben mit viel Aufwand die Windhöffigkeit über Deutschland einschließlich der Nord und Ostsee simuliert. Leider müssen wir sagen, dass Flaute- und Schwachwindzeiten entgegen der häufig geäußerten Ansicht – unverständlicher Weise auch von sogenannten Experten publiziert – so häufig sind, dass über mehr als 200 Tage im Jahr nicht mehr als 20 % der Anschlussleistung erwartet werden können. Und auch das nur unter Einbeziehung der offshore-Windkraft, deren Energietransport nach Süddeutschland problematisch und verlustbehaftet ist. Dabei ergab die Simulation eine gute Übereinstimmung mit den Ganglinien der derzeitigen Installationen und muss deshalb als Fakt akzeptiert werden. Leider gibt es auch keine ausreichende Kompensation zwischen Wind- und Solarertrag der Winter- und Sommermonate, den das desaströse Ergebnis beinhaltet bereits die SolarinstallationenEine Erweiterung auf den EU-Raum bringt leider auch wenig Unterstützung, schon gar nicht eine Lösung. Dazu ist der Windausgleich über den EU-Raum einfach zu gering …

Kann man sich so etwas vorstellen? Beim EEG zur Zeit nicht.

Die Simulation geschah im Bundestag

Ein solcher Vorfall geschah aber vor kurzem im Deutschen Bundestag zur NOx-Debatte.
Ein Staatssekretär als Behördenvertreter „stemmte“ sich vor den versammelten Abgeordneten gegen die NOx-Hysterie.

Bild 6 (Eingebettetes Video) Bundestagsvortrag des Staatssekretärs N. Barthle zur NOx Mortalität. Quelle und Link: YouTube

Natürlich wurde dieser peinliche Ausrutscher umgehend korrigiert. Zur Kompensation dieses eklatanten Fauxpas und um die Untertanen wieder auf die richtige Einstellung zu „trimmen“, verteilte das UbA ihr „amtlich genehmigtes Wissen“, welches von unseren Medien sofort pflichtgemäß verbreitet wurde:
FOCUS, 08.03.2018: [7] Studie des Umweltbundesamts Jedes Jahr sterben 6000 Menschen: So gefährlich sind Diesel-Abgase wirklich
Der Vortrag im Bundestag ist dagegen so „totgeschwiegen“, dass er selbst über googl schwer zu finden ist.
Inzwischen müssen Boulevardzeitungen dem FOCUS und Spiegel bereits zeigen, was eine investigative Berichterstattung sein könnte. Selbst der Bildzeitung war die UbA-Studie zum Schluss doch zu erbärmlich, und sie startete einen Verriss (nachdem sie vorher wie der FOCUS das Studienergebnis publiziert hatte):
BILD 09.03.2018: Wissenschaftler widersprechen Umwelt-Studie Kein einziger Diesel-Toter wirklich nachweisbar
EIKE: Bild, Diesel, manipulierte Daten und die Wut der Leser
Etwas zur Studie, Achgut: Der Sonntagsfahrer: Dieselstudie als vorzeitiger Todesfall

EU-Werte der Windhöffigkeit

Nun wieder weiter mit der DWD-Studie. Datenwerte der EU zur Ökostrom-Erzeugung liegen dem Autor nicht vor. Es gibt jedoch eine orientierende Untersuchung zur Windhöffigkeit, aus der sich Ganglinien zeigen lassen.
VGB Powertech, May 29th, 2017 Foliensatz: [13] Pathways to a fossil free, integrated energy system
Zur groben Bewertung der DWD-Aussage reichen diese aus.

Bild 7 [13] Ganglinien Wind Deutschland

Bild 8 [13] Ganglinien der Windsumme von 18 EU-Staaten incl. Deutschland

Bild 8.1 Daten von Bild 7 und Bild 8 tabelliert

Bild 9 [13] Ganglinien Windsumme von 18 EU-Staaten mit Daten
Leicht zeigt sich anhand der wirklichen Einspeisungen, dass das mit dem Ausmitteln über Europa nicht funktioniert (Bild 9). Etwas besser wird es werden, wenn die Solar-Einspeisungen dazu addiert ist (leider liegen dem Autor dazu keine Daten vor). Aber die Euphorie des DWD über eine EU-weite „Ausmittelung“, lässt sich kaum aufrecht erhalten, sobald nicht von 10 % Minimum, sondern höheren, erforderlichen Mindestwerten ausgegangen wird.

Bild 10 Ansicht Bild 7 und Bild 8 auf gleiches Pmax normiert und übereinander kopiert

Woran dies liegt, zeigt Bild 11 mit der Darstellung, über welch riesige Flächen von Europa gleichzeitig ähnliche Windverhältnisse vorliegen können.

Bild 11 [13] Flächenverteilung von Stark- und Schwachwindzeiten in Europa

Wieder der reine Wahnsinn mit Methode

Das folgende Bild 12 zeigt den Unterschied der aktuell EU-weit installierten Windleistung zur verbrauchten. Wird dieser Ausbau verzehnfacht, wäre erst einmal der theoretische Nettobedarf gedeckt. Zur Deckung der enormen Leitungsverluste und Flautezeiten wird man wohl mit dem 20-fachen – zuzüglich des Leitungsausbaus, zuzüglich eines noch nicht im Ansatz gelösten Speicherausbaus rechnen müssen.

Bild 12 [13] Differenz zwischen Strombedarf und aktuell installierter Windleistung in Europa

Wenn für ausreichend Reservekapazität gesorgt ist, kann man jedes Experiment wagen

Wer sich um keine Kosten und Realisierungsmöglichkeiten kümmern muss, dazu auch keine Verantwortung trägt, kann sich markige Erklärungen leisten. So auch der DWD:
DWD: [13] …
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich zusammenfassen:
Erstmals können wir mit den neuen Datensätzen des DWD die meteorologische Situation von Windkraft und Photovoltaik in ganz Europa detailliert analysieren. Das ist ein wichtiger Beitrag zum klimagerechten Ausbau der deutschen und europäischen Stromerzeugung.
Der Ausbau der Windenergie in der ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands, also den durch Deutschland verwalteten Teilen der Nord- und Ostsee, ist auch aus meteorologischer Sicht sinnvoll. Da die Auslastungen der Anlagen deutlich über dem Niveau über Land liegen, können sie regelmäßiger Strom ins Netz einspeisen und damit die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland stabilisieren. Bei der Kombination von Wind und Sonne ergeben sich Ausgleichseffekte, beispielsweise zwischen Winter und Sommer, die Ertragsausfälle vermindern.
Grundsätzlich führt der kombinierte Einsatz von Windenergie und Photovoltaik zu einer deutlich geringeren Anzahl von Fällen mit geringer Stromproduktion. Diese Ertragsrisiken werden nochmals stark reduziert durch einen europäischen Stromverbund.
Aus meteorologischer Sicht spricht also nichts gegen einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa. Da das Wetter aber macht was es will, können wir niemals ausschließen, dass eine extreme Windflaute zusammen mit einer sonnenarmen Phase über Europa auftritt. Eine verantwortungsvolle Energiepolitik muss sich deshalb nicht nur um den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik kümmern, sondern zugleich für ausreichend Reservekapazitäten sorgen. Dabei kann der Deutsche Wetterdienst mit seinen Daten und Analysen unterstützen …

Aber es bleibt wie beim Wetterbericht, bitte nicht darauf vertrauen

DWD: [2] Auch wenn sich im Durchschnitt Wind und Sonne gut ergänzen, können Situationen auftreten, in denen in Deutschland aus beiden Energieformen gleichzeitig eine nur geringe Einspeisung zur Verfügung steht. Bei einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien müssen für derartige Situationen Strategien entwickelt werden, die beispielsweise durch Reservekraftwerke, Speicherlösungen oder großräumigen Stromaustausch die Netzstabilität garantieren.

Fazit
Deutschland ist in dem was sich „Wissenschaft“ zum Klima und Energie nennt, bereits vollständig digitalisiert: Das Denken haben die Computer übernommen und Sprechpuppen übermitteln die Ergebnisse. Damit es so bleibt, hat das Ressort Digitalisierung in Berlin neuerdings eine Politologin als Leiterin bekommen.

Quellen

[1] DLF 24: DWD-Studie Mehr Netzstabilität durch Offshore-Energie und EU-Stromverbund

[2] DWD: Klimapressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am 6. März 201 8 in Berlin, Rede von Dr. Paul Becker

[3] EIKE 07. 02.2018: In Zukunft sorgt die EU für die Sicherheit von Deutschlands Stromversorgung

[5] EIKE 27.12.2017: Offshore lieferte jeden Tag Strom und onshore gab es im Jahr 2016 deutschlandweit keine einzige Stunde ohne Windstromerzeugung

[6] EIKE 11.01.2017: Der Wind weht überhaupt nicht immer irgendwo: Ein Nachtrag zum Märchen von der Wind-Grundlastfähigkeit

[7] FOCUS, 08.03.2018: Studie des Umweltbundesamts Jedes Jahr sterben 6000 Menschen: So gefährlich sind Diesel-Abgase wirklich

[8] DWD Pressemitteilung: Zahlen und Fakten zum Deutschen Wetterdienst 2018

[9] Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste Nr. 57/09 (02. Juli 2009):Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

[10] Siemens, Broschüre: Fact Sheet Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) Stand Juli 2012

[11] EIKE 22. Januar 2018: Am 11. Januar 2018 brach das EEG-System Deutschlands das erste Mal in der Geschichte vollständig in sich zusammen

[12] EIKE 7. Januar 2018: Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse

[13] VGB Powertech, May 29th, 2017 Foliensatz: Pathways to a fossil free, integrated energy system

[14] Deutschlands Zukunft gestalten Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD 18. Legislaturperiode

[15] EIKE 14. März 2018: Eine grüne Stromversorgung Deutschlands

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28 Kommentare

  1. Nunja, der deutsche Michel lässt sich doch gerne ver…albern . Vor der Wende wurden die Steinkohlezechen entsorgt, Braunkohle ( sehr uneffizient) wird noch gefördert, AKWs werden abgeschaltet, (die Forschung daran wurde ja vor Jahren eingestellt ) . Strom kommt aus der Steckdose, da sind wir uns wohl alle einig. Reale Speichermöglichkeiten gibt es kaum. Und wenn ich den unsäglichen Begriff „Erneuerbare Energie “ schon höre, wird mir schlecht . Der Wirkungsgrad unserer Windräder ist zwar OK, bei Solar auch, aber : Was kommt den bei Sonnenverhangenden Himmel und Null Wind bei raus ? Null ! Kaufen wir dann Strom aus Nachbarländern ? Schaut nach Australien, wo die ganze Wind/Solarsch+++sse zusammengebrochen ist, nun wurden Gaskraftwerke gebaut, läuft wieder. Wir haben mal die besten AKWs der Welt gebaut, Entsorgung arbeiten wir immer noch daran,da passiert ja auch nix. Norwegen ist da recht weit . Und dann mal schauen, wieviele AKWs in Planung / Bau sind. Komisch, oder ? Und auch bei Kohlekraftwerken besteht die Möglichkeit, Filter einzubauen, das fast reine Luft rauskommt. Entweder können unse verantwortlichen Politiker nicht denken, oder sind gut geschmiert . Ich glaube, beides trifft zu . Inzwischen haben wir bei den Strompreisen sogar Dänemark überholt…wir sind Spitze ! Warum wandern den Energieintensive Unternehmen ins Ausland ab ? Logisches Denken scheint in den letzten Jahren nicht mer angesagt zu sein….

    • Mal ne berechtigte zwischenfrage, was machste , wenn eines Tages der Fossiele Brennstoff zu ende geht, wie sieht es da mit der Logig aus?

      Wenn es heute aus Physikalischen Gründen nicht möglich sein soll (was ein weit verbreiteter irrtum ist), dann wird doch am ende der Fossielen Brennstoffe immernoch die selbe Physik gelten, also es ginge auch heute schon, wenn man den wollte, oder am ende müssen wie damit rechnen, wieder auf Kerzenlicht und Pferdefuhrwerk umzustellen.

      Gruß Werner

  2. Hauptsache wir können bald alle mit elektrischen Flugtaxen über die koranversifften Parallelgesellschaften zum 1,-euro Job pendeln, bis der Arzt kommt… oder sollte der nicht besser zu unserer neuen Digitalquotze? Und die weisse Jacke mit den langen Ärmeln nicht vergessen… 😉

  3. Hat schon jemand einen Link dieses Fadens an den DWD geschickt?

    Ich hatte neulich mal die Kontaktmöglichkeit auf der Seite der „legendären“ Frau Baerbock benutzt und ihr den Link zum Faden über ihre „Visionen“ geschickt (14.03.18). Leider habe ich bis heute keinerlei Reaktion vernommen.

  4. Mit dem Blick auf Europa skaliert man das Problem nur, man löst es aber nicht!! Es sei denn, auch der DWD glaubt dass Europa exklusiv den Deutschen Regelzonen zuarbeiten muss und den eigenen Leuten den Strom abstellt um Deutschland bei Flaute zu versorgen! Analog dazu ist der ständig verbreitete Unsinn von Norwegen als „Batterie Europas“ zu sehen. Auch hier preist man Kraftwerksleistung ein ohne zu erklären woher die Norweger ihren Strom beziehen wenn die „Batterie Norwegen“ mal eben Deutschland versorgen muss. Auch der DWD betreibt Anbiederei in dem er solche, politisch genehme, „Studien“ erstellt um weiter an die grünen Subventiontstöpfen zu gelangen. Deutschland wird grün! Ich auch, im Gesicht….

  5. „Frau Baerbock: [14]“ Der beste Beweis, daß Frauen besser am Herd bleiben sollten und Kinder groß ziehen anstatt sich mit Naturwissenschaft und Technik zu befassen. Auch wenn es einige in die Cockpits der Verkehrsflieger geschafft haben, heißt das noch lange nicht, daß die meisten Frauen in der Lage sind sich dreidimensional im Raum zu bewegen. Und deshalb kapieren die auch nicht, wie eine Stromversorgung gemäß den K.-Gesetzen funktioniert.

  6.  
    Sehr geehrter Herr Strasser,
     

     
    diese Bemerkung von Ihnen wäre eine Möglichkeit den EEG-Schwindel juristisch hinter das Licht zu führen.
    Sie schreiben:

     

    Klassisch ist der Verbrauch die Führungsgröße und die Erzeugung wird danach geregelt.

     

     
    Wird diese Nachregelung nicht durchgeführt, verändert sich die Netzfrequenz.
     
    Dieser Großversuch wurde in den ersten 2 Monaten dieses Jahres durchgeführt.
     
    Aber selbst wenn die angeschlossenen Uhren sichtbar für jeden Betroffenen 6 Minuten der realen Zeit hinterherlaufen, stört es niemand.
     

    Mit herzlichem Glückauf

     

     

    • ….es könnte natürlich vorkommen, das automatisch ablaufende Prozesse nicht mehr sicher zeitabhängig gesteuert werden könnten; Natürlich kümmert das Niemanden!

      Auch wenn das Parkhaus 6 Minuten eher zumacht – wen kümmerts?

      Stellen Sie sich mal vor – sie lassen eine große Mischung in einen Mischer ein, der nach erreichen einer vorgegebenen Zeit unterbrochen werden muss, und das passiert nicht – worauf hin ihnen 5 m3 Mischung verderben oder im Mischer aushärten – das interessiert doch keinen – oder?

      Eine Microwelle haben sie nicht! (Logo)

      Wie wäre es mal – Sie stellen 2 Minuten ein und ihre Suppe wird  kommt erst nach 4 Minuten raus – das kann sehr lustig werden!

      Energieversorung heute? : Hauptsache ihr habt Spaß!

      Ich kann gar nicht soviel aufzählen wie ich…, naja dieser Spruch in Abwandlung…

       

      Einen schönen Tag noch,

       

      wir hören uns (früher oder später)

       

      L.J. Finger

  7. 90% der Deutschen haben 2 Tage lang keinen Strom! Phantastisch! Die Geburtenrate könnte deutlich steigen, wenn nicht Frau Baerbok dann mit einer ganz neuen Netzregelung  dafür sorgen würde, dass für alle Deutschen in jeder Stunde mindestens für 6 Minuten Strom verfügbar sein wird! – Das Einkaufen und Tanken wird zu einer in der Welt einmaligen Kontaktbörse! (Das „ehrliche“ UBA hat mir wenigstens geschrieben, dass man keine Fachkunde habe, um Kritik am zu prüfen. Man verlasse sich auf die Fachleute (wohl beim DWD, oder? – Wahrscheinliches Wetter für einige Tage, ist das denn etwa gar nichts?)

    • Einkaufen? Tankstelle? Nein, mit dieser Stromversorgung haben wir auch keine Industrie mehr (Stromanteil 70%), keine Arbeitsplätze außerhalb der Dorfgemeinschaft und der Landwirtschaft und den Pflug ziehen wir wieder selber. Das positive ist aber, dass sich alle 9/15 Flüchtlinge wie zu Hause fühlen. Integration geht dann viel einfacher.

      • Welch ein Quatsch!!!!!!

        Es wäre durchaus möglich ständig die benötigt Strommenge zu produzieren, auch wenn Kohle und Kernenergie nicht am start sind.

        Spätestens wenn diese Rohstoffe eines Tages zu ende gehen, werden deine Schreckenszenarien eintreffen, es seih den, man schöpft die Technischen Möglichkeiten aus um andere Energiequellen zu nutzen.

        Fossiele Brennstoffe reichen eben nicht unendlich, das weis eigentlich jeder.

        Gruß

         

        • Braunkohle noch ca. 4000 Jahre, Steinkohle etwas weniger Öl und Gas dank Fracking viele 100 bis knapp 1000 Jahre. Ist zwar auch irgendwann zu Ende, aber doch irgendwie beruhigend für die kommenden zig Generationen. Und dann beginnt immer noch die Kernenergie. Dank Thorium streiten sich die Experten ob die nun für 500 Mio Jahre oder 1 Milliarde Jahre reicht. Ist aber eigentlich auch egal, oder?

        • @ W. Kuch

          Und immer wieder derselbe Unfug:

          „Spätestens wenn diese Rohstoffe eines Tages zu ende gehen, werden deine Schreckenszenarien eintreffen, es seih den, man schöpft die Technischen Möglichkeiten aus um andere Energiequellen zu nutzen.

          Fossiele Brennstoffe reichen eben nicht unendlich, das weis eigentlich jeder.“

          Die wesentliche Antwort lautet wie, Herr Kuch?

          Sie lautet: Die endliche Nutzungsdauer beträgt ???? Jahre?

          Ob nun drei- oder vierstellig ist unerheblich, da die jetzt lebenden Menschen nur zweistellige Jahre leben.

  8. Deutschland ist mit dem EEG, Kernenergie- und CO2 Verbot, dem Energieeinsparzwang auf den besten Weg in eine Mangel und Armutsgesellschaft! Kuba, Venezuela und Co. = Sozialistische Gesinnung Utopia Politik lassen grüßen! Mit freier und offener Wissenschaft hat Deutschlands Regierung schon lange nichts mehr zu tun!

     

  9. …ja wieso denn? Frau Baerbock (Nomen est Omen ?) hat doch verkündet, das der Strom -Im Netz- (zwischen)-gespeichert wird!

    So wie in einem Fahrradschlauch: Viele Pumpen rein und viele nehmen etwas heraus.

    So geht das!

    Das war – als ich Elektrotechnik studiert habe – noch irgendwie anders, aber ich habe das Gefühl, Physik wandelt sich je nach Parteizugehörigkeit!

    Ich möchte Dieter Nuhr zitieren: Wenn man von etwas wirklich keine Ahnung hat – einfach mal die Klappe halten!

    (Er hat es noch schärfer gesagt; wegen NdsG gekürzt)

    Gruß

    L.J. Finger

  10. Möglich ist alles, wenn der Grüne Morgenthau-Plan exekutiert ist, die Energiewende, die Agrarwende, die Verkehrswende, lokales Wirtschaften für die Nachbarschaft, wenn wir alle unterm Windrad unseren Namen tanzen und in einer Gemeinwohlökonomie (=Kommunismus) leben und von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben, wer immer das dann auch erwirtschaften wird, ja dann, dann ist alles möglich, selbst die Phantasien des DWD. Immerhin leben die heute schon in einer Art Gemeinwohlwirtschaft und von so einer Art bedingungslosem lebenslangem Grundeinkommen. Nur bei dem weiß ich, wer es bezahlt.

  11. Wie das so mit den Modelldaten des DWD ist: Die Daten taugen nichts. Mit der gemessenen Realität haben die nichts gemein. Das liegt vor allen Dingen daran, daß es keine kontinuierlichen Messungen der Grundschicht bis 300m gibt. Einzig in Hamburg wird bis 280m gemessen.

  12. ….wie heißt die Institution? DWD? Muss man sich merken!

    Die werden auch von uns bezahlt?  Ich weiß – alles wird von uns bezahlt!

    Auch wenn sich im Durchschnitt Wind und Sonne gut ergänzen, können Situationen auftreten, in denen in Deutschland aus beiden Energieformen gleichzeitig eine nur geringe Einspeisung zur Verfügung steht…

    Wenn das die Erkenntnis des angesehenen DWD ist, stelle ich – als Laie – die Frage, ob denn bei Wolkenbeschattung und (oder) Nacht regelmäßig und zuverlässig Sturm aufkommt um den nicht mehr vorhandenen Strom aus Photovoltaik im Netz zu „ergänzen“?

    Da rollen sich mir die Fußnägel auf!

    Und so etwas wird veröffentlicht?

    Es gibt ja auch Leute (Wissenschaftler) die das Ganze seriös berechnet haben!

    Einer davon ist Prof Dr. Sinn (Energiewende ins nichts!) Kann man sich auf youtube ansehen und hören. Nun ist man offiziell auf dem Ohr wohl taub geworden, weil das was Prof. Sinn da ausrechnet desaströs für die Energiewender ist. Er hat alles berechnet. Ob nun der Wind in Finnland weht wenn in Spanien Flaute ist, oder im Kosovo die Sonne scheint, wenn bei uns die Wolken den Blick zum Himmel erschwert – und noch viel mehr!

    Man sollte beim DWD erwägen eine Klimawahrsagerin anzustellen. (Eine mit Professur!)

    Die kann in 30 Sekunden alles erklären! (Die Lüge vom teuren Ökostrom!)

    „Beam me up Scotty – there is no intelligence life down here!“

     

    Einen schönen Tag noch, (noch scheint hier die Sonne)

     

    Gruß

    L.J. Finger

    • „Und so etwas wird veröffentlicht?“

      In einem Land, in dem Claudia Kemfert für eine Energieexpertin gehalten wird, kann alles veröffentlicht werden.

  13. Wenn man das Prinzip umkehrt, ist sofort jedes Problem verschwunden!

    Klassisch ist der Vebrauch die Führungsgröße und die Erzeugung wird danach geregelt.

    Man kann es natürlich auch umgekehrt machen, also erzeugen, was das System hergibt und den Verbrauch danach regeln. Das bedeutet allerdings, daß Vollversorgung eine seltene Ausnahme bleibt und ansonsten vollkommen stochastisch Zu- und Wegschaltungen von Lasten durchzuführen sind. Wenn die dikutierten Ausbau- und Stillegungspläne tatsächlich umgesetzt werden, wird es auch gar nicht anders gehen. Das wäre dann das Resultat der viele Milliarden teuren Energiewende.

    Man könnte das Volk an die neue Situation gewöhnen, indem tageweise eine Art Probebetrieb gefahren wird.

    • Den Eisenbahnverkehr sollte man dann aber auf Dieselloks umstellen, weil sonst viele Züge unvermittelt für unbestimmte Zeit mitten auf der Strecke stehenbleiben …

      • Herr Strasser,

        das ist eine gute Idee. Der von der Bahn verwendete Ökostrom scheint so schlecht zu sein, dass die Züge bei jedem Wetterereignis vorsichtshalber großflächig stehen bleiben und die Verbindungen ausgesetzt werden.

        Gilt inzwischen nicht nur, wenn Wind weht, sondern auch, wenn es leichte Kälte mit Schnee hat. Bald fährt die Bahn nur noch im Spätfrühling und Frühherbst, aber auch dann nur, sofern es keinen Wind hat oder kälter, oder wärmer ist, als der meteorologische Mittelwert. Wenn sie fährt, dann macht sie es allerdings streng nachhaltig.

    • Das eigentliche Kapazitätsproblem wird nicht adressiert. Wenn ich die Stromversorgung mit z.B. Windkraft organisierte, brauche ich die fünffache installierte Leistung, da der Wirkungsgrad 20 % ist. Bei Sonnenstrom die zehnfache. Was mache ich dann mit dem ganzen Strom, wenn wirklich mal Wind weht? Wenn also in Deutschland statt 75 GWh Verbrauch satte 375 GWh Produktion aus den Leitungen quellen (bei Sonne 750 GWh). Das sind gigantische Strommengen, soviel wie die gesamte EU im Schnitt verbraucht.

      • Unsere Energiespezialist*in  Frau Hendrix meint: wir haben genug Strom, sogar so viel das wir ihn exportieren müssen! Das man  diesen nicht in eine Tasche packen und bei Gelegenheit günstig verkaufen können ist ihr wohl noch nicht aufgegangen.

        Nur im Ernst: der Strom muss ja irgendwo hin! Die Nachbarstaaten möchten ihre EVA ja verständlicher Weise auch am besten durchlaufen lassen und können daher den „Überstrom“ nicht gebrauchen. Deshalb schotten sie sich dagegen ab, oder sie lassen sich die Einspeisung in Ihre Netze teuer bezahlen. („Negativer Stompreis!“)

        W i r müssen für die Abnahme dieses Schrottproduktes auch noch bezahlen!

        Alternativ könnte man ja auch  Windenergieanlagen aus dem Wind nehmen!?

        Aber dann müssen wir die Windmüller für die Energie bezahlen welche sie uns hätten liefern können!

        Prof. Sinn meinte : man könne ja auch Tauchsieder in die Elbe halten um den Schrott los zu werden! (Er hat nicht an die Umweltaktivisten an der Elbe gedacht!)

        Wahnsinn mit Methode, anders kann man es nicht bezeichnen was diese Amateure schon alles angerichtet haben!

        Nur eins ist sicher : Sie werden weiter machen bis wir den ersten Blackout haben!

        Aber dann ist sicher der Klimawandel dran schuld.

        L.J. Finger

    • Ich glaube, dass die Deutsche Obrigkeit die Untertanen schon jetzt an das neue Prinzip gewöhnt; gelernt hat man das natürlich vom glorreichen Vorbild der „Sozialistischen Volksdemokratien“. Der Stromverbrauch war dort von der Stromproduktion abhängig und die Bürger von den Politikern.
      Heute wird nur eine andere Art von Propaganda-Spucke Richtung Untertanen emittiert: Wurde früher ein Imperialismus oder Kapitalismus als Grund für den Leuten unverständliches Handeln genannt, so sind es eben heute Klimawandel, Kohlenstoffverschmutzung etc..
      Ja, die Bahn hat auch schon umgestellt, so wie anscheinend die Telekom, Bundeswehr, …. Jetzt kriegt man nur mehr was gerade da ist bzw. ohne Anstrengung produziert werden kann (Medien, Industrie).
       
      Den Nachbar-Deutschen geht es nicht viel besser – falls das jemanden trösten könnte.

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