Deutsche Windenergie und der Morgenthau-Plan

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
Der Morgenthau-Plan der Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg sah vor, Deutschland in einen Agrarstaat umzuwandeln. Glücklicherweise kam es nicht dazu. Es gibt aber tatsächlich Stimmen, welche die deutsche Energiewende mit dem Morgenthau-Plan assoziieren. Wie ist das möglich? Schauen wir uns dazu die Fakten der Stromerzeugung aus Wind an. Die werden diese Frage vielleicht klären können.

Allgemeines

Dem Wind mit mühlenartigen Anlagen Energie zu entziehen hat eine lange Geschichte (hier). Dabei interessiert uns heute nur noch die Erzeugung von Strom aus Wind, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Einzelfällen einsetzte. Fakt ist, dass insbesondere die National Sozialisten (vulgo „Nazis“ oder „NS“, den Sozialismus hört man nicht so gerne) begeisterte Anhänger der Idee von Strom aus Wind waren. In der EKE – News vom 26.Juli 2017 wurde darauf schon einmal eingegangen und das Bild eines 400 m hohen geplanten Windrads aus der NS-Zeit gezeigt. Ganz allgemein findet man viele geistige Wurzeln des modernen Sozialismus und der grünen Bewegung bei den Nazis wie Vegetarismus, Homöopathie, Esoterik, Rauchverbot u.w.m.

Die Fakten zur Stromerzeugung moderner Windräder werden im Folgenden aufgeteilt in „Aufwand“, „Ertrag“, „Landschaftsverbrauch“, „Naturschädigung“ und „Gesundheitsschädigung“.

 

Aufwand von Windstrom

Zur Zeit sind in Deutschland rund 27.000 Windräder installiert. Es wird darauf verzichtet, den gesamten Energie- und Materialaufwand zum Bau und zur Errichtung dieser Anlagen zu ermitteln, eine  stellvertretende Großanlage wie die Enercon E-126 reicht zur Veranschaulichung völlig aus: 198,5 m Gesamthöhe, überstrichene Propellerfläche 12.668 m^2 = 1,267 ha, Gewicht ca. 3460 t plus 3500 t Stahlbetonfundament (hier, hier). Drei E 126 haben daher das Gesamtgewicht aller 300 Leopard II – Panzer von je 68 t der deutschen Bundeswehr. Da im bundesdeutschen Orts- und Zeitmittel Windräder nur mit ca. 17% ihrer Nennleistung beitragen, liefert die E 126 im gleichen Mittel nur etwa 1,3 MW elektrische Leistung. Dies entspricht 4 Automotoren von je 330 kW wie beispielsweise dem Motor des M3 von BMW. Eigentlich sollten hier auch überzeugte Anhänger der Windenergie ins grübeln kommen, nachdenken geht aber leider nur mit etwas Resthirnsubstanz zwischen den Ohren …..

 

Ertrag von Windstrom

Im Jahre 2016 lieferten 27.000 Windanlagen in Deutschland nur 1,9 % der gesamten deutschen Primärenergie (hier): Es handelt sich hier nicht um einen Tippfehler, Eins-Komma-Neun-Prozent sind es. Der erzeugte Windstrom lag mit ca. 2,1% etwas höher, der Unterschied erklärt sich durch den unbrauchbaren Windstrom bei Überproduktion, der gegen Aufpreis ans Ausland verschenkt werden musste. Da Strom  nur etwa 1/6 der Primärenergie ausmacht, sind die vorgenannten Zahlen mit 6 zu multiplizieren, wenn man sie nur auf Strom bezieht. Diese extrem schlechte Ertragslage hat zwei naturgesetzliche Gründe.

Die Leistung von Windrädern folgt in erster Näherung der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit v. Verdoppelung von v führt daher zur Verachtfachung der Stromleistung, Halbierung umgekehrt zur Verringerung auf ein Achtel. Wenn man also bei säuselndem Wind sich drehende Windradpropeller sieht und dabei an Stromerzeugung denkt, liegt man komplett falsch. Es wird so gut wie nichts erzeugt. Dass sich Schwankungen von v mit dritter Potenz verstärkt auf die Schwankungen der Windrad-Leistung auswirken, erklärt nun auch die auf den ersten Blick ansonsten kaum verständlichen Schwankungen der Windradleistung.

Das v^3-Gesetz und die wirtschaftliche Vernunft verbieten Windräder im deutschen Binnenland, weil hier die Windgeschwindigkeiten zu gering sind. Real liegt die Windradleistung wegen der Betz-Joukowski-Grenze (hier) und weiterer Verluste noch unter dem v^3-Gesetz. Eine tiefer in die technischen Details gehende Publikation über Windradphysik ist (hier) zu finden. Bild 1 zeigt detailliert die realen Verhältnisse stellvertretend an Hand einer Anlage, die der Enercon E-115 entspricht.

Bild 1: Typische Windradkennlinie zur Veranschaulichung der technisch/wirtschaftlichen Sinnlosigkeit von Windstrom im deutschen Binnenland. Grün = v^3-Gesetz, gestrichelt = Betz-Joukowsky-Limit, blau = reale Kennlinie, grünes Quadrat = Veranschaulichung des Arbeitsbereichs eines Windrads im Odenwald.

Von dem größten zweiten Mangel des Windstroms, nämlich seiner Wetter- und jahreszeitlichen Abhängigkeit war noch gar nicht die Rede. Es reicht hier auf den Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn zu verweisen, s. auch (hier).

Bereits die ersten beiden Punkte „Aufwand und Ertrag“ weisen Windenergie eine wirtschaftlich nachgeordnete Stellung unter allen Methoden der Stromerzeugung zu – euphemistisch ausgedrückt. Dies ist keine freie Behauptung, sondern wird am Erntefaktor deutlich, der in der englischsprachigen Fachliteratur als ERoEI (Energy Returned to Energy Invested) bezeichnet wird. Er ist das Verhältnis der gesamten, während der Lebenszeit einer Methode zur Stromerzeugung erzeugten elektrischen Energie zur der Energie, die für ihren Betrieb selber aufgewendet werden musste, inklusive des erforderlichen Energieaufwands, um die benötigen Brennstoffe zu fördern und bereitzustellen. Der ERoEI ist ein Energiemultiplikator. Man investiert eine Kilowattstunde und erhält ein Vielfaches zurück, natürlich nur bei ERoEI > 1, sonst wäre es ein Verlustgeschäft.

Im Jahre 2012 wurde über den ERoEI eine grundlegende Studie publiziert (hier). Nach ERoEI > 1 ist die zweite maßgebende ERoEI-Schwelle von ERoEI = 7 ökonomischer Natur. Unterhalb von ihr ist eine Methode volkswirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Zu der nicht ganz trivialen Herleitung des Faktors 7 wird auf die Originalarbeit verwiesen, das Bruttosozialprodukt sowie eine Energieverbrauchs-Technologie wie von OECD-Ländern gehen in die Herleitung ein. Eine weitere Komplikation bei der Berechnung des ERoEI ist der Energieaufwand zur Pufferung von fluktuierendem Zufallsstrom aus Wind und Sonne. Fluktuierender Strom ist nämlich zur direkten Einspeisung in ein Stromnetz ungeeignet. Bild 2 zeigt den ERoEI für die wichtigsten Methoden zur Erzeugung von elektrischem Strom.

 

Bild 2: Erntefaktoren von Stromerzeugungsmethoden (gepuffert). Sonne, Wind und Energiemais liegen unterhalb der wirtschaftlichen Schwelle von OECD-Ländern

Sind die bis hierher abgehandelten Themen „Aufwand und Ertrag“ nicht bereits ausreichend, kommen noch weitere „Kleinigkeiten“ hinzu. Zuerst der

Landschaftsverbrauch von Windstrom

Man sollte einmal fragen, wie viel Watt elektrische Leistung im Jahres- und Ortsmittel mit Wind pro Quadratmeter deutschem Boden überhaupt zu erzielen ist. Der Betrag ist fast unglaublich niedrig, nämlich grob 1 W/m^2. 1,1 W/m^2 hat eine begutachtete Studie von Miller et al, PNAS (2015) für ein Gebiet der USA aus Messungen und Berechnung ermittelt. Der Wert entspricht in etwa den deutschen Verhältnissen, wie die folgende Grobabschätzung für das Jahr 2016 zeigt: 27.000 Windräder, jedes benötigt ca. 0,3 km^2 Fläche in einem Windpark, ergeben mit 1,1 W/m^2 die Jahresenergie von 27.000 x 300000 m^2 x 1,1 W/m^2 x 8760 h = 78 TWh (Terawattstunden, ein Jahr hat 8760 h). Die reale Jahresenergie aus deutschem Wind in 2016 betrug dagegen rund 80 TWh.

Solardachbesitzer, die sich ihre Jahresabrechnung genauer ansehen, wissen, dass sie im günstigsten Fall mit 15 W/m^2 rechnen können, 10 W/m^2 sind aber in der Regel realistischer (dies macht im Jahr ca. 90 kWh elektrische Energie pro m^2). Damit ist Wind mindestens 10-mal ungünstiger als Sonne.

Wollte man den gesamten Strom Deutschlands aus Wind erzeugen würde man daher rechnerisch die Fläche von ganz Bayern benötigen. Man kann es auch anders ausdrücken. Ein großes Kohle- oder Kernkraftwerk entsprechen mehreren 100 km Windrädern hintereinander. Das reicht aber immer noch nicht, denn Strom aus Kohle und Uran ist stetig und daher brauchbar, Windstrom ist dagegen wetterabhängig.

Naturschädigung durch Windstrom

Allgemein bekannt ist die Gefährdung von Greifvögeln, Störchen usw. sowie von Fledermäusen. Letzteren nützt ihre Infraschallortung leider nichts, denn die extrem hohem Geschwindigkeiten der Propellerenden zerreißen den armen Tieren die Lungen (hier, hier). Aber nicht nur der Windradpropeller bedroht Tiere, auch die Kettensäge krimineller Zerstörer von Brutstätten macht dies. Wer da wohl dahintersteckt? Wir wollen nicht spekulieren. Jedenfalls ist es eine beliebte Methode, um illegal Platz für Windräder in Wäldern zu schaffen (hier). Es gibt aber noch eine weitere Naturzerstörung, die der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist. Werden größere Energiemengen dem Wind der tiefen Atmosphäre entzogen, hat dies schädliche Einflüsse auf die Strömungssituation und die lokalen meteorologischen Verhältnisse. Insbesondere die mittleren Windgeschwindigkeiten sind betroffen, die inzwischen weltweit abzunehmen scheinen. Es gibt zu diesem Thema eine Reihe von begutachteten Publikationen (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier).

Gesundheitsschädigung durch Windstrom

Windräder erzeugen Infraschall. Das ist Schall unterhalb der Hörschwelle, also unterhalb von 16 – 20 Hz. Der entscheidende Unterschied von natürlichem Infraschall zu Windradinfraschall besteht darin, dass Infraschall aus Windrädern zyklisch ist. Natürlicher Infraschall ist für die menschliche Gesundheit unbedenklich, zyklischer Infraschall aus Windrädern dagegen nicht. Meeresrauschen hat beispielsweise hohe Infraschallanteile, wird aber als angenehm empfunden und ist es auch. Windradinfraschall wird oft nicht nur durch die Luft übertragen, sondern kann Resonanzen in Kanalrohren erzeugen. In diesen Fällen breitet er sich bis in das Innere von Häusern aus, das Schließen der Fenster hilft hier nicht. Die verantwortlichen Behörden verschließen die Augen vor diesem Problem, indem sie Messungen von Geräten anerkennen, die den Infraschall überhaupt nicht erfassen. Es dürfen eigentlich nur Messgeräte eingesetzt werden, die Schallfrequenzen bis auf 0,5 Hz herunter erfassen können.

Die Literatur zur Schädlichkeit von Infraschall ist inzwischen zu lang geworden, um sie hier im Einzelnen aufzuzählen. Daher wird auf einen EIKE – Artikel des Autors verwiesen, in welchem auch die Fachliteratur zum Infraschallthema angegeben wird (hier) und in welcher von Zeit zu Zeit die Literaturangaben auf den neuesten Stand gebracht werden. Die bislang umfangreichste wissenschaftliche Untersuchung stammt von M. Weichenberger et al.: Altered cortical and subcortical connectivity due to infrasound administered near the hearing threshold ± Evidence from fMRI, PLOS, April 12 (2017). Der Artikel ist offen und kann auch als pdf heruntergeladen werden (hier).

Fazit und Zusammenfassung

Falls man technisch/wirtschaftliche Kriterien als Maßstab anerkennt, ist es angesichts des absurd hohen Aufwands und zugleich minimalen Ertrags von Windstrom sachlich gerechtfertigt von einer Bekloppten-Methode zu sprechen – der saloppe Ausdruck sei dem Autor nachgesehen. Landschaftsverbrauch, Naturschädigung und Gesundheitsschädigung von Windradanrainern durch zyklischen Infraschall belegen zusätzlich, dass es sehr schwer fallen dürfte, etwas Ungünstigeres und Schädlicheres zur elektrischen Stromerzeugung zu finden als Windräder.

Von der kommenden GroKo, einer Wiederauferstehungsübung von bereits  abgewählten Untoten, ist keine Remedur des Windradwahns zu erwarten. Dieser Wahn kommt aber vielen Profteuren gerade recht, weil er so ganz nebenbei auch noch zur größten wirtschaftlichen Umverteilung von arm zu reich seit Bestehen der Bundesrepublik geführt hat (Energiewende). Diese Energiewende, hier insbesondere Strom aus Wind, verschlechtert unsere Stromversorgung dramatisch, anstatt sie zu verbessern. Sie verwandelt Deutschlands Landschaften in überdimensionale Spargelfelder. Rücksichten auf Tierschutz und den Schutz der menschlichen Gesundheit werden nicht mehr genommen.

Und zum Schluss bitte die Kosten nicht zu vergessen: Die Energiewende ist, grob geschätzt, ein 1000 Milliarden Euro-Verlustgeschäft. Gleich teure Verlustgeschäfte sind die sinnlose Rettung maroder südländischer Banken, der sinnlose Klimaschutz, die sinnlose Vernichtung der Kerntechnik und die sinnlose und zudem ungesetzliche Öffnung der deutschen Grenzen für alle Welt. Also Morgenthau-Plan ja oder nein ……? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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65 Kommentare

  1. Herr Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke schreibt:
    „Solardachbesitzer, die sich ihre Jahresabrechnung genauer ansehen, wissen, dass sie im günstigsten Fall mit 15 W/m^2 rechnen können, 10 W/m^2 sind aber in der Regel realistischer (dies macht im Jahr ca. 90 kWh elektrische Energie pro m^2). Damit ist Wind mindestens 10-mal ungünstiger als Sonne.“

    Heutige PV -Module machen, schaffen 330 W bei einer Fläche von 1,7m² macht dann ca. 191Wp/m².
    In Süddeutschland sind ca. 1000kWh/1kWp angesagt in Norddeutschland ca. 900 kWh/1kWp im Jahr an Ertrag zu erwarte.
    Nehmen wir mal den Mittelwert von 950 kWh/1kWp sind dann bei 1m² (0,194kWp) im Jahr so ca. 184 kWh/1m² die man von einem m² von heute verfügbaren PV-Modulen kommen.

    Sind in der Jahresabrechnung ca. 20W/m², wie Herr Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke auf 15 oder auch auf 10W/m² kommt ist auch etwas schleierhaft.

    #

    Herr Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke schreibt:
    „Großanlage wie die Enercon E-126 reicht zur Veranschaulichung völlig aus: 198,5 m Gesamthöhe, überstrichene Propellerfläche 12.668 m^2 = 1,267 ha, Gewicht ca. 3460 t plus 3500 t Stahlbetonfundament“

    „Da im bundesdeutschen Orts- und Zeitmittel Windräder nur mit ca. 17% ihrer Nennleistung beitragen, liefert die E 126 im gleichen Mittel nur etwa 1,3 MW elektrische Leistung. Dies entspricht 4 Automotoren von je 330 kW wie beispielsweise dem Motor des M3 von BMW.“

    Also das Windrat hat ein Gewicht von ca. 7000 Tonnen und stellt in 20 Jahren ca. 227.000.000 kWh Strom bereit.

    Die 4 Automotoren von je 330 kW , Zusammen 1.320 kW die brauchen ca. 400 Liter Kraftstoff in der Stunde und man hat 1.320 kWh, macht dann ca. 69.000.000 Liter Kraftstoff für die ca. 227.000.000 kWh.
    69.000.000 Liter Kraftstoff z.B. Diesel sind ca. 57.700 Tonen Diesel die gebraucht werden.

    Das sind die ca. 7000 Tonnen Materialeinsatz beim Windrad ein Schnäppchen, vor allen wenn man noch die ca. 3500 Tonnen Beton berücksichtigt die ja in Deutschland man an jeder Ecke bekommt und einfach herzustellen sind.

    Windrad ca. 7.000 Tonnen für die 227.000.000 kWh
    4 Motoren von je 330 kW ca. 57.700 Tonen Diesel für die 227.000.000 kWh

    Da sind die 4 Motoren Chancenlos beim Materialeinsatz.

    Das Windrad schlägt die 4 Motoren mit ca. 1 zu 8 beim Materialeinsatz.

    Eigentlich sollten hier auch überzeugte EIKE Anhänger ins grübeln kommen, nachdenken geht aber leider nur mit etwas xxxxxxx

    MfG

      • Das Problem ist nicht die Flaute, sondern der Bereich zwischen etwa 5 m/s und 10 m/s. Variationen in diesem Bereich der horizontalen Windgeschwindigkeit verursachen eine Aenderung im dynamischen Verhalten von bis zum achtfachen. Fragen Sie einmal einen Grid Operator, was er davon haelt. Die meisten sprechen von einem „pain in the neck“, wobei manchmal auch ein anderes Koeperteil herhalten muss.

        • Was erwarten Sie, Herr Kramm, von den deutschen Deppen? Daß die wissen, daß nicht die Flauten das Problem sind sondern die jahreszeitliche Variabilität der Windgeschwindigkeiten? Die mittlere kubische Windgeschwindigkeit ist das Maß der Dinge, aber das kapieren die Flautenjünger nicht. Und natürlich sind diese Jüngerinnen, wie eine Tussy von den Grünen (wird  Energie-Expertin genannt) der Ansicht, man könne in den Hochspannungsleitungen Energie speichern … . Und jetzt frieren HH die Leute und in Lübeck waren es neulich 253 K. Schuld ist natürlich die „Klimaerwärmung“.

    •  
      Sehr geehrter Herr Stemmer,
      Ihre Rechnerei kann man nicht kommentieren.
      Bitte bedenken Sie, dass weder Solar noch Wind konkurrenzfähig sind und ohne Subventionen sofort vom Markt verschwinden würden.
      Diese Stromerzeuger sind nicht in der Lage, konstant Strom zu liefern.
      Allein dieser Grund reicht aus, nicht den Versuch zu unternehmen, unsere Stromversorgung damit aufzubauen.
      Wind und Solar, für das öffentliche Netz, müssen sofort verboten werden.
       

  2.  
    Sorry, in dem Satz hatte sich ein Tippfehler eingeschlichen: „Die gesicherte Leistung aller WEA war 141 MW (0,29% Nennleistung), also faktisch Null. Windkraft leistet Null-Beitrag zur Versorgungssicherheit.“ Hier muss es 141 MW heißen statt 14 MW. Aber das ist praktisch auch egal, weil faktisch alles NULL ist, bei etwa 74.000 MW mittlere Last (2016: Strom 648 TWh/a durch 8760 h).
     

  3. @Bert & Gerhard Kramm:  Warum rechnen Sie mit der Solarkonstante die im Weltraum und für die jeweils der Sonne zugewandte Seite der Erde gilt? Wenn unsere Solaranlage auf der Erde steht, haben wir dazwischen noch die Atmosphäre, es scheint nachts keine Sonne, tagsüber auch nicht immer und Deutschland liegt nicht am Äquator. Wenn Sie einen Nachbarn mit Solardach fragen, wird der eine Energie um die 100 KWh/m2 Solarfläche im Jahr erzeugen. Dividiert durch 8760 h (24 h x 365 Tage) ergib dies eine Leistung von 11,4 W/m2. (Rechnung: Energie = Leistung x Zeit oder Leistung = Energie / Zeit also 100.000 W dividiert durch 8760 Stunden = 11,4 Watt pro Quadratmeter). Man kommt auch zu dem Ergebnis, wenn man den Solarstrom z.B. von 2016 von Energie: 38,8 TWh durch 8760 h dividiert, erhält man eine Leistung 4,3 GW. Dividiert man diese noch durch die Solarfläche (300 –350 km2) erhält man eine Leistung von 12,3 – 14,3 W/m2 (was da Quadratmeter die Leistungsdichte ist). Stimmt doch gut mit dem Artikel überein.

    Die 17 % ist der mittlere Nutzungsgrad der Windkraft. In 2016 waren 28.000 WEA mit einer Nennleistung von 50.019 MW installiert. Diese wird nie erreicht, es wurde nur eine mittlere Leistung von 8769 WM geleistet, dies sind die nur 17 %. In den Nutzungsgrad gehen also Flaute und Schwachwind usw. ein, er hat nichts (oder sehr wenig) mit dem Wirkungsgrad einer WEA zu tun. Der theoretische Wirkungsgrad ist 0,59 und der praktische (cp) variiert etwa zwischen 0,25-0,45 je nach Lastkurve der WEA. Am wichtigsten ist aber die die gesicherte Leistung aller WEA mit „lausigen“ 41 MW (0,29% Nennleistung), also faktisch Null. Windkraft leistet damit Null-Beitrag zur Versorgungssicherheit. Und baucht immer fossile Schattenkraftwerke als 100%-Backup
    Im Artikel von Prof. Lüdecke ist alles korrekt dargestellt. Es ist auch ziemlich egal, aus welchem Jahr die Daten stammen, denn es geht um die Größenordnung, und die bestimmt die Physik. Deshalb ist es für die generelle Aussage des Artikels belanglos, ob die eine oder andere WEA mehr oder weniger wiegt usw. Auch reicht es den theoretischen Wirkungsgrad von 0,59 anzunehmen, anstelle komplizierter Betrachtungen. Der bestimmende Faktor ist ohnehin die Leistungsdichte des Windes, die mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit einhergeht. Bei Nennleistung/ Rotorfläche kommen zwischen 200 – 300 W/m2 zustande. Bezogen auf den realen Nutzungsgrad von nur 17% (s. oben) sind das um die 40 W/m2 Rotorfläche und 5 W/m2 Bodenfläche für den Windpark und ca. 1 W/m2 wenn man dazu ein wenig reale Abstandsfläche rechnet.  Windrad-Fans können sich aber auch alle 300 eine WEA mit 15.000 m2 Rotorfläche (drei Fußballfelder) hinstellen, die bei Flaute oder Wind < 3 m/s allesamt regungslos in der Landschaft herumstehen. Noch ein Hinweis: Wenn man ein AKW oder Kohle-Kraftwerk durch WEA ersetzten will und mit Nennleistung rechnet, muss dann aber  dort immer Windstärke 6 wehen. Wenn man nach realem Wind und nach gesicherter Leistung (0,29%) rechnet kommt man gut und gern auf eine Line von 14.000 km, WEA neben WEA.

     
     
     

     

     

  4. Der Artikel ist sehr schwer zu lesen, laufend werden Leistung (W) und Energie (J, Wh..) vermischt. Photovoltaik mit 10 W/m^2 ist auch nicht glaubwürdig. Z.B. Solarkonstante 1200W/m², Wirkungsgrad 10-14%, also 120W/m² und nicht 10. Oder? Was für eine Leistung ein Generator zu Spitzenzeiten abgeben kann ist zweitrangig. Wichtig ist, wieviel Energie er im Jahr oder über die Lebensdauer abgibt. 17% der maximalen Leistung anzugeben ist eine Leerinformation und zu nichts nütze.

    • Die totale solare Irradianz fuer eine Astronomische Einheit betraegt etwa 1361 W/m^2.  Soviel Zeit muss sein.

      Fuer langfristige Bewertungen wird im Falle der Windenergie der sog. Kapazitaetsfaktor herangezogen, der das Verhaeltnis der entzogenen Leistung zur Nennleistung darstellt. Ein Kapazitaetsfaktor von 17 % ist bei „on-shore wind farms‘ durchaus moeglich. Bei ‚off-shore wind farms‘ koennen aber auch Werte von 40 % und mehr erreicht werden.

      • @ Gerhard Kramm: s. meinen Kommentar zur Solarkonstante und zum Nutzungsgrad unten. Die 17% beinhaltet lle 28.000 WEA (onshore und offshore). Da der für offshore über dem diesem Mittewert liegt, ist onshore darunter. Irgendwo weht immer Wind ist ein Mythos. Denn die gesicherte Leistung war nie über 150 MW und damit faktisch Null. Einfach mal unter agorameter.de nachschauen und onshore-offshore Leistung vergleichen. Die gegen ziemlich synchron. Denn überall weht oft kein Wind. (s. meinen heutigen Kommentar unten)

        • @Boehme

          Was wollen Sie mir mit Ihrem absurden Kommentar unterstellen? Die Solarkonstante beruht auf einer Definition, naemlich die totale solare Irradiance am Oberrand der Atmosphaere fuer einen mittleren Abstand der Erde vom Sonnenzentrum (etwa eine astronomische Einheit). Was Sie sich xxxxxxxxxxx hat damit ueberhaupt nichts zu tun. Mit einem Nutzundgsgrad ebenfalls nicht.

          Bevor Sie einen solchen hanebuchenen Unsinn verbreiten, sollten Sie einen Blick in ein Lehrbuch zur atmosphaerischen Strahlung. XXXXXXXXXX Besserwisserei koennen Sie sich schenken. Lernen Sie erst einmal die Grundlagen zur Physik der Atmosphaere.

        • @Boehme

          Alles, was Sie zur Solarkonstanten behaupten, ist hanebuechener Unsinn. Offensichtlich gehoeren Sie zu der staendig steigenden Zahl der Besserwisser in Deutschland, die unfaehig sind, ein Lehrbuch zur Strahlung in der Atmosphaere zu lesen.

          Einem Studenten Ihrer Guete haette ich empfohlen, Politikwissenschaften zu studieren.

    •  
      Hallo Bert,
       
      vielen Dank für die offenherzige Meinung über diesen Artikel.
       
      Je nachdem nach was man sucht, findet man auch was.
       
      In der Tat kann nur Energie zu Geld gemacht werden.Das erkennt jeder Interessierte beim Blick auf die Einheit der Energie.
       
      Mit Leistung wird kein Blumentopf gewonnen.
       
      Das wusste schon Herr Fugger im frühen Mittelalter.
       
      Und auf diese Zeitreise zurück in die damalige Realität sollten wir uns langsam vorbereiten.
       
      Vielleicht begegnen wir Herrn Einstein.
       
      Und auch er wird seine helle Freude erleben dürfen,wie seine Quantenmechanik langsam Wirkung zeigt
       

       
      Mit herzlichem Glückauf
       

  5. Herr Luedecke,

    gibt es eine Erklaerung dafuer, dass Ihre Abb. 1 von der Abb. 2 in Ihrer Stellungnahme fuer den Planungsausschuss des Landtags von NRW erheblich abweicht. Diese Abb. 2 enthaelt kein Hinweis auf das Betz-Joukowsky-Limit.

    MfG

    • Herr Luedecke,
      gibt es eine Erklaerung dafuer, dass Ihre Abb. 1 auch von der Abb. 3.9 Ihres Buches Energie und Klima von 2016 abweicht? Auch die Abb. 3.9  enthaelt keinen Hinweis auf das Betz-Joukowsky-Limit.

  6. Das Cover des Buches sollten sie besser löschen,daraus wird man ihnen einen Strick drehen.David I. ist nicht gerade jemand mit einem guten Ruf…

  7. Für Windmühlen gibt es keinen sinnvollen Betriebsbereich. Der einzige Betriebszustand von Windmühlen ist deren Stillstand. Dann fallen nämlich auch keine Subventionen an, die der Bürger für Unfug zu zahlen hat.

  8. Von dem US-amerikanischen Ökonom Paul Samuelson wird erzählt, dass er in seinem Arbeitszimmer einen Papagei hatte, der immer dann, wenn er – über ein ökonomisches Problem nachdenkend – seine Stirn runzelte, laut und vernehmlich die Worte >Nachfrage und Angebot< in den Raum krächzte. Meistens folgte der alte Samuelson auch diesem Ratschlag.
    Die deutsche Politik sollte dem Rat auch folgen.
    Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Energie wird gewaltig steigen, wenn die Zukunftsvorstellungen der bundesdeutschen Politik realisiert werden. Wenn also sowohl die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft als auch Umstellung des gesamten Transportwesens auf dem Programm stehen, dann wird das zwangsläufig zu einer gigantischen Ausdehnung der Nachfrage nach elektrischer Energie führen.
    Auf der Angebotsseite wird es zu einer vollständigen Entfernung der Kernkraftwerke sowie wesentlicher Teile des Bestandes an  Kohle- und  Gaskraftwerken kommen. Der Abbau der Angebots-kapazitäten soll durch Wind- und Solarenergie überkompensiert werden.
    Jetzt müsste Samuelson noch überlegen, ob das funktioniert.

  9.  
    DIE Putschistin – Angela „IM Erika“ Mehrkill
    – Havermann bespitzelt
    – Putsch in FAZ gegen Kohl
    – Putsch gegen Schäuble
    – Putsch gegen ALLES deutsche/Grundgesetz:
    1. euro/grecco „Rettung“ – ca 0,5 Billion
    2. Target II – ca 1 Billion
    3. gender mainstreaming (inkl „Ehe für Alle!Allah“) – ca 1,5 Billion
    4. „Energiewende“ – ca 2 Billion
    5. Massenflutung EU mit Allah`s Kriegern – ca 4 Billionen (nächsten 40 Jahre)
    6. Verkehrswende – ca ??? Billionen
     
    Ganz klar erkennbar, dass immer grössere „Probleme“ konstruiert/rangeschafft werden, um die vorherigen Katastrophen zu überdecken! Typisch marxistische Vorgehensweise…
     

    • „gender mainstreaming (inkl „Ehe für Alle!Allah“) – ca 1,5 Billion“ Wie kommen Sie denn darauf? Ehegattensplitting sollte abgeschafft werden und durch ein Familiensplitting ersetzt werden.

    • Um beim Titelthema zu bleiben : Morgenthauplan 2.0 eben.Die Katastrophen werden nicht überdeckt sondern einfach addiert.Man will nur unser Bestes.Unser Geld,so einach ist das.

  10. Die aufgeführten Zahlen sind überwiegend nicht aktuell.

    Hier die nachweisbaren Zahlen: Primärenergieverbrauch 2017: 13.525 PJ = 3.737 TWh. Anteil Windenergie: 105,4 TWh = 2,79%.  (Doch was soll der Vergleich von Endenergie (was rauskommt) zur Primärenergie (was man reinsteckt)? Kernenergie hätte nach dieser Rechnung mit 75,0 TWh einen Anteil von nur 2,0% – wäre also auch vernachlässigbar??)

    Erntefaktor:  Die zitierte Studie von Weißenbach geht von einem Erntefaktor von 16 für WEA aus. Im Vorwort wird angemerkt, das in der Annahme für Speicher (Variante „buffered“)  noch einmal die installierte Leistung als Pumpspeicher hinzugefügt wird. Mit dieser – für Deutschland irrelevanten Annahmen, es wurde sein Goldisthal vor 15 Jahren kein Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland mehr gebaut – würde sich ein Erntefaktor von 4 ergeben. Die Autoren weisen selber darauf hin (S2, 2. Absatz) , dass sich für den (in Deutschland vorhandenen) Mix von Erneuerbaren und konventionellen Energieträgern („a mixed scenario including conventional back-up power plants“) ganz andere Erntefaktoren ergeben.
    Der Faktor von 16 wurde in der Studie für eine Enercon E66 berechnet, dieser Anlagentyp ist über 20 Jahre alt. Heutige Windkraftanlagen produzieren Strom zu deutlich geringeren Kosten (Einspeisevergütung 1995: 17,28 Pf/kWh , Ausschreibung (Onhsore)2017: 3,8 – 5,8 ct/kWh , die Kostenreduktion geht zu einem guten Teil auf reduzierte Massen, d.h. reduzierten Energiebedarf für die Herstellung der Anlagen zurück. Eine von TÜV Rheinland geprüfte Studie der Firma Enercon aus dem Jahr 2011 ergab Erntefaktoren von 35 (Binnenland) bis 51 (Küste) , bei aktuellen Anlagen dürfte der Wert noch höher liegen.

    Fazit: Falls nicht Zahlen von vor 20 Jahren, sondern aktuelle Daten zugrunde gelegt werden, bewegt sich ein Mix aus Windenergie und konventionellen Energieträgern in Bezug auf den Erntefaktor zur Zeit etwa gleichauf mit der Erzeugung aus fossilen Energieträgern.

    Landschaftsverbrauch: Die zitierte Studie von Miller liegt mit 1,1 MW/km² für Windparks größer als 100 km² (10 km Kantenlänge eines Vierecks), weit weg vom Planungsalltag (d.h. realem Flächenbedarf) in Europa mit ca. 8 MW/km² und verteilten, kleineren Windparks.

    MfG

    • Lieber Hr. Prof. Fortmann,

      die Kostenreduktion geht zu einem guten Teil auf reduzierte Massen, d.h. reduzierten Energiebedarf für die Herstellung der Anlagen zurück.

      Sie sind ein Ingenieur und sogar Professor  der neuen Schule. In der Mechanik wachsen die Dimensionen und Leistungen mit dem Quadrat der Abmessungen, die Masse mit der 3. Potenz. Eine Enercon E126 hat eine Masse von ca. 3500 t + Fundament von 3500 t + ggfs. noch ein paar kleine, „leichte“ Gründungspfähle.

      Eine E66 hat eine Masse (ohne Fundament) von 225 t.

      Bei einem Professor der alten Schule wären Sie mit Ihrem Statement durchgerasselt.

      Mfg

       

      • Lieber Herr Müller,
        auf meine Anmerkung, durch die Lernkurve könnten 2018 die Daten von [Zimmermann] aus 2011 überholte sein antworten sie mit den Daten eines Windrades aus dem Jahr 2007! Würden sie – als Wissenschaftsjournalist – mehr Quellen nutzen wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass sie mit der E-66 aus [Geuder] eine WEA aus 1995 (mit Stahlturm) mit einer WEA aus 2007 (mit Betonturm) vergleichen – und daraus auf die Gegenwart folgern. Die E-126, die schwerste Serien-Windkraftanlage die je gebaut wurde, ist eine Art A380 der Windkraft. Sie war nie besonders erfolgreich, es wurden weniger als 100 Stück gebaut, und gegenüber heutigen Windkraftanlagen ist sie in keiner Weise mehr konkurrenzfähig.
        Es freut mich, dass ihnen die Grundlagen der Mechanik soweit vertraut sind, dass Sie eine der zentralen Herausforderungen der Konstruktion von Windkraftanlagen verstanden haben. Hier eine Kurze Auffrischung zum Thema Produktion: mit Verdopplung der Produktion ergeben je nach Technologie reproduzierbare Einsparungen, die sich logarithmisch aufgetragen als Gerade darstellen lassen. Daher macht es – auch in Bezug auf den notwendigen Rohstoffeinsatz –  einen Unterschied ob die Entwicklung (wie bei Enercon 1995) auf einen Umsatz von € 200 Mio DM oder bei Vestas (2017) von 10 Mrd € (2017) zurückgreifen kann. Nur mit diesem Hintergrund lässt sich verstehen, dass z.B. der Erntefaktor der Enercon WEA von der E-40 (500kW) über die E-66 (1.5 MW) zur E-82 (2,3 MW) trotz zunehmender Leistung immer besser wurde ([Zimmermann] , S95).
        Zurück bleibt, dass auch die konservativste Schätzung aus 2011 für Windkraftanlagen von einem Erntefaktor größer als 20 ausgeht. Eine inhaltliche Entgegnung darauf würde mich interessieren.
        MfG

        • Lieber Hr. Prof. Fortmann,

          Würden sie – als Wissenschaftsjournalist – mehr Quellen nutzen wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass sie mit der E-66 aus [Geuder] eine WEA aus 1995 (mit Stahlturm) mit einer WEA aus 2007 (mit Betonturm) vergleichen – und daraus auf die Gegenwart folgern. Die E-126, die schwerste Serien-Windkraftanlage die je gebaut wurde, ist eine Art A380 der Windkraft. Sie war nie besonders erfolgreich, es wurden weniger als 100 Stück gebaut, und gegenüber heutigen Windkraftanlagen ist sie in keiner Weise mehr konkurrenzfähig.

          Nun, ich darf an das ursprüngliche Zitat erinnern

          die Kostenreduktion geht zu einem guten Teil auf reduzierte Massen, d.h. reduzierten Energiebedarf für die Herstellung der Anlagen zurück.

          Dieses brachten Sie im Zusammenhang mit den von Ihnen behaupteten Fortschritten der WEA-Technologie. Ich habe – ganz wie von Ihnen gewünscht – eine Anlage von vor mehr als 20 Jahren mit einer solchen von vor 10 Jahren verglichen. Jetzt machen Sie mir das zum Vorwurf? Seltsame Logik.

          Haben Sie jemals in der Industrie gearbeitet? So richtig, mit Kosten- und Ergebnisverantwortung? Ich schon. Lassen Sie also oberlehrerhafte Sprüche über Serienfertigung, das trifft bei WEA nur äusserst begrenzt zu. Ihr Wortgeklingel hin oder her: Masse ist bei solchen Anlagen ein wesentliches Mass für Energieeinsatz. Serienstückzahlen sind bei diesen Monstern bei weitem nicht so ausschlaggebend wie bei Autos, da es nur in sehr  begrenztem Umfang automatisierbare Abläufe gibt. Fundamente z.B. müssen  das Kippmoment der Anlage am Mastfuss aushalten, Anforderungen sind Nabenhöhe und Durchmesser des Rotors. In Serie können Sie da gar nichts herstellen. Heutige Nabenhöhen und Rotordurchmesser werden immer weiter nach oben gepusht, wie Sie sehr wohl wissen. Das ist ein dominierender Aspekt beim „technischen Fortschritt“.

          Kostenvorteile haben Sie i.d.R. vor allem im Bereich Konstruktion sowie  bei den Verhandlungen mit Zulieferern. Andererseits gibt es heutzutage immer mehr Varianten, die z.B. spezifisch auf die Windverhältnisse am Aufstellort angepasst sind. Aber wir sprachen von Energieeinsatz, und der steigt mit der Masse halt schneller als die Leistung.

          Anonsten: Sie gefallen mir immer weniger. Aus meiner Sicht sind Sie jemand, der seinen Ruf als Hochschullehrer und seinen Kenntnisvorsprung in bestimmten Bereichen gezielt  und ohne Skrupel dazu einsetzt, andere, weniger erfahrene Gesprächspartner zu überfahren. Funktioniert aber nicht bei jedem.

          Wissen Sie schon, wohin Sie sich mit Ihren Moneten verziehen wollen, wenn uns der Energiewendeunsinn um die Ohren geflogen ist und die ersten Toten zu beklagen sind? Es wird heute immer schwieriger, wirklich sichere Schlupfwinkel zu finden. Treffen Sie rechtzeitig Vorsorge.

          Mfg

  11. Sehr geehrter Herr Professor Lüdecke,

    es ist überraschend, tatsächlich noch mal etwas Neues über die Windenergie zu lesen. Haben uns die Nazis das Schlammassel eingebrockt? Und den linksgrünen Vegetarismus gleich noch dazu? Sauber. Immerhin haben wir dem größten österreichischen Reichskanzler aller Zeiten auch die Autobahn und den Volkswagen zu verdanken, so dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass ja nicht alles schlecht war damals. Aber ersthaft: Alles, was Sie hier über die böse böse Windenergie schreiben, lässt sich durch den Austausch von ein paar Wörtern leicht auch auf fast alle anderen Formen der Energieumwandlung anwenden. Schlechter Wirkungsgrad? Da sind die thermischen Großkraftwerke ja wohl ganz vorne in der Tabelle! Umweltzerstörung? Vielleicht sollte RWE mal ein Braunkohleflöz in Ihrem Vorgarten wegbaggern. Sie haben dann immerhin ein hübsches Restloch. Gesundheitsschäden? Da könnten Ihnen die Opfer der deutschen Wismut auch einiges erzählen. Unüberschaubare Kosten? Schreiben Sie doch mal was über das Grundwassermanagement in ehemaligen Kohlegruben oder über die langfristigen Kosten für die Lagerung der Abfälle aus kerntechnischen Anlagen. Sie werden schwerlich eine saubere, kostenlose und 100 % zuverlässige Energiequelle finden. Aber gegen Windmühlen hat man ja schon immer gerne gekämpft. Das hat was Heldenhaftes.

    • Lieber Hr. Flügel,

      worauf wollen Sie mit Ihrer Philippika eigentlich hinaus? Hier wurden Aufwendungen und Erträge betrachtet, und die sehen für Wind und Sonne nun mal nicht besonders gut aus. das haben Sie nicht widerlegt.

      Die Kobaltgewinnung für die Batteriespeicher verläuft selbst heute unter noch schlimmeren Bedingungen als die Urangewinnung bei der Wismut, und da spielte – meine ich mich erinnern zu können – ja auch noch eine Siegernation eine erhebliche Rolle. Was sagen Sie dazu?

      Mfg

      • Für Kobalt und Lithium gibt es heute Recycling-Verfahren. Dazu müsste die „alte Schule“ mal ein Wissensupdate bei Fachleuten machen. Ich empfehle in diesem Fall die TU Freiberg.

        Herr Flügel hat noch was ganz wichtiges aus den 12 Jahren vergessen – die Kernenergie, sie Forschungsreaktor Haigerloch.

        • Lieber Hr. Schubert,

          Worte sind bei Ihnen billig. Ich richte mich nach den Fakten. Weisen Sie uns doch bitte mal ein in der Realität grosstechnisch eingesetztes Verfahren zum Lithium-Recycling nach, bei dem am Ende daraus wieder Akkus entstehen statt Schlacke für den Strassenbau. Und bitte keine Hirngespinste von Professoren der neuen Schule, die geil auf Forschungsgelder sind und wissen, dass politische Gremien ohen eine Spur von Sachverstand heutzutage alles bewilligen, wo „erneuerbar“ im Titel steht.

          Mfg

          • Der Nachweis wird ebenso schwierig, wie der Nachweis, dass die neuen europäischen Druckwasserreaktoren sich rentieren und dass die Endlagerkosten nicht in 500 Jahren explodieren..

          • Herr Mueller

            1.) Ich habe ihnen eine Quelle genannt, die Worte TU-Freiberg und Li-Recycling werden sie doch wohl noch in der Suchmaschine ihrer Wahl eingeben können? Dort finden sie dazu Informationen, einschließlich Telefonnummer unter der der Prof erreichbar ist. Sind sie der Meinung, dass das spinnerter Unsinn ist, was er da treibt und haben sie die nötige Fachkenntnis, dürfen sie den Prof gerne rund machen. Bitte hier veröffentlichen, wie sie den Prof widerlegt haben.

            2.) Ich diskutiere nur ergebnisoffen. Diskussionen mit irgendwelche Selektionen nach der Sandkastenmethode „ich spiele nicht mehr mit dir, wenn du mit denen spielst“ haben ein Niveau, für das ich keine Zeit habe, fernab jeder Wissenschaftlichkeit sind und lehne ich ab.

            3.) „Alte Schule“ ist ganz gefährlich. Ich habe vor über 30 Jahren studiert. 80% davon reichen heute gerade noch für’s Technische Museum. Ein Kollege von mir war der Meinung auf „alte Schule“ zu bestehen – Ergebnis dieses Versuches, mit einer guten Abfindung in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, da es immer weniger Kunden gab, die auf „alte Schule“ stehen (Bereich Informatik).

            4.) Arroganz, Lernverweigerung und Selbsteitelkeit sind heute ganz schlechte Berater, es sei denn, man ist Rentner und kann erzählen, was man will.

          • Lieber Herr Müller,
            Sie sind schnell im Urteilen – „alte Schule“ ist für mich, Dinge erst zu „Bauen“ und dann darüber zu schreiben. Ohne die Praxis als Korrektur ist das Ergebnis vieler Seiten bedruckten Papiers vielleicht doch etwas leichtgewichtiger als 2 Jahrzehnte Industrieerfahrung.
            Für den Journalismus, insbesondere den Wissenschaftsjournalismus „alter Schule“ gehören für mich Quellenangaben zum Handwerkszeug – sind sie also in diesem Sinne also „neue Schule“?
            Forschungsgelder gibt es heute fast nur noch im Rahmen von Industriekooperationen – es zählt am Ende das Produkt, nicht der Abschlussbericht.
            MfG

        •  
          Sehr geehrter Herr Schubert,
           
          Ihre Aufregung kann ich prinzipiell nachvollziehen.
           
          In der Tat wird dem Recycling generell viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet.
           
          Das hat aber seinen Grund.
           
          Hier bei EIKE und ganz speziell in dem Artikel von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke geht es um was anderes.
           

           
          Die Möglichkeit des Abschlusses eines naturwissenschaftlichen Studiums sollte das Ziel haben, daraus volkswirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
           
          Wenn junge Menschen für viel Geld und Mühe auf dieses Bildungsniveau gebracht werden,erwartet man zu Recht,dass diese Menschen sich auch so verhalten.
           

           
          Am Beispiel der Weiterentwicklung des Windräder-Wahns sieht man leider genau das Gegenteil.
           

           
          Und dann stellt sich auch dem Rentner der „alten Schule“ die Frage, ob es nicht wirklich besser gewesen wäre, den Morgentau-Plan direkt nach dem 2.Weltkrieg für Deutschland realisieren zu lassen..
           

           
          Jetzt kommt das damals erwartete Ziel viel schneller voran , und dazu noch aus freien Stücken.
           

          Mit herzlichem Glückauf

           

    • Hier haben Herr Lüdecke u.a. bereits über das geschrieben, was Sie „Abfälle aus kerntechnischen Anlagen“ nennen. Es handelt sich um Rohstoffe, die in modernen Reaktoren zur Stromerzeugung verwendet werden können. Natürlich gibt es keine kostenlose Energiequelle. Aber moderne Kernenergie ist sauber, zuverlässig und kostengünstig.

  12. In eigener Sache: ich habe mir zuletzt die Mühe gemacht einer grundlegenden Frage nachzugehen, die so simpel wie naheliegend ist: wie verhalten sich Temperaturen in Abhängigkeit des Bewölkungsgrades. Dafür brauche ich entsprechende Wetterdaten, und ich muss programmieren können um diese entsprechend auszuwerten. Beides keine unüberwindbaren Hindernisse. Die Daten stammen jedenfalls von 462 Wetterstationen aus den USA (Jahre 2015 und 2016), die eben Bewölkung und Temperatur aufzeichnen.

    Ich erspare mir jetzt die Details hier auszuführen. Das Ergebnis, bereinigt um saisonale-, regionale- und Tageszeiteffekte sieht jedenfalls so aus (Die Kürzel stehen für den Bewölkungsgrad in zunehmender Reihenfolge):

    CLR    13.24
    FEW    13.89
    SCT    13.74
    BKN    13.73
    OVC    12.97

    Die „Kurve“ wäre noch etwas flacher, wenn die Daten besser wären. Jedenfalls, und das ist eine recht bedeutende Erkenntnis, haben Wolken von daher keine kühlenden Effekt. Hätten sie diesen, und das ist eine fundamentale Grundlage der Theorie vom Treibhauseffekt, dann müssten die gemessenen Temperaturen um so niedriger sein, desto mehr Wolken vorherrschen. So aber falsifiziert die Empirik die Theorie.

    Dabei wäre dieses Ergebnis aber insbesondere noch um den Faktor Regen zu bereinigen, der bekanntlich aus Wolken fällt. Da Regen (und assoziierte Wetterszenarien wie Gewitter..) kühlend wirkt, erscheinen Bewölkungsgrade kühler als sie durch die Strahlungsbilanz wären. Leider bin ich nicht in der Lage diesen Effekt seriös zu quantifizieren.

    Was mir in dem Zusammenhang jedoch fehlt sind Wetterdaten jenseits der USA, insbesondere aus tropischen Gegenden. Vielleicht hat hier ja jemand das Wissen um solche Quellen. Nötig wären (mindestens) stündliche Daten zu Bewölkungsgrad und Temperatur.

  13. Prof. Schellnhuber beschreibt in seiner „Selbstverbrennung“ die Rolle des Vegetationszyklus auf die Rotationsgeschwindigkeit der Erde.  Er schreibt dazu:

    „In diesem Zusammenhang sollte ein besonders kurioser Effekt der Vegetationszyklen nicht unerwaehnt bleiben. Die Ausbildung von Blatt- und Nadelwerk auf den Baeumen und Straeuchern der Nordhalbkugel im Fruehjahr fuehrt zu einer in der Summe gewaltigen Hebung von Biomasse ueber dem Niveau des Erdbodens. Diese Hebung verursacht eine winzige, aber sowohl kalkulierbare als auch messbare Verringerung der Rotationsgeschwindigkeit unseres Planeten (die dann im Herbst wiedergutgemacht wird). Das Phaenomen ist dem physikalischen Gesetz der Drehimpulserhaltung geschuldet – ein Gesetz, das unter anderem Eiskunstlaeuferinnen nutzen, wenn sie zur Beendigung einer raschen Pirouette die Arme vom Koerper wegstrecken.“ 

    Das ist soweit korrekt, wenn man davon absieht, das nur wenige Nadelbaeume (z.B. die Laerche) ihre Nadeln abwerfen.

    Nun sind eine Vielzahl von Windmuehlen erforderlich, um ein einziges Kernkraftwerk wie Brokdorf oder ein Kohlekraftwerk der 1500 MW-Klasse zu ersetzen. Bei einem Kapazitaetsfaktor von etwa 40 % benoetigt man z.B. etwa 500 Windturbinen mit einer Nennleistung von 6 MW pro Windturbine.

    Errichtet man nun hunderttausende von Windturbinen, deren Nabenhoehen zwischen 80 und 140 m ueber der Oberflaeche rangieren und deren Gondelmassen mehrere hundert Tonnen umfassen, was passiert dann mit der Rotationsgeschwindigkeit der Erde? Dieser Effekt wird im Herbst eines Jahres naemlich nicht wiedergutgemacht.

    Vor dem Hintergrund der folgenden Meldung  vom 18. November 2017   (siehe https://www.theguardian.com/world/2017/nov/18/2018-set-to-be-year-of-big-earthquakes)
    „Upsurge in big earthquakes predicted for 2018 as Earth rotation slows“
    frage ich mich, ob Prof. Schellnhuber und seine Mitstreiter fuer die Windenergie daran gedacht haben, was das Errichten von hunderttausende von Windturbinen fuer das Massentraegheitsmoment der Erde bedeuten. (Ich habe bisher den eigentlichen Fachartikel nicht gelesen, so dass ich nicht weiss, was dran ist.)
    Im uebrigen ist die Nutzung der Windenergie wohl die effizienteste Art, das lokale bis regionale Klima zu veraendern.
     

    • Errichtet man nun hunderttausende von Windturbinen, deren Nabenhoehen zwischen 80 und 140 m ueber der Oberflaeche rangieren und deren Gondelmassen mehrere hundert Tonnen umfassen, was passiert dann mit der Rotationsgeschwindigkeit der Erde? Dieser Effekt wird im Herbst eines Jahres naemlich nicht wiedergutgemacht.

      Man kann sich über diesen Effekt sicher Gedanken machen – wenn man vor Langeweile nicht mehr weiß, was man mit seiner Zeit anfangen soll.

  14. Ein Problem der National-Sozialisten war es nämlich auch…dass ihnen die Rohstoffe und die Energieträger Oel, Kohle und Gas so langsam aber sicher ausgingen. Darum auch der Ost-Feldzug und der Griff zu den Oel Feldern in Afrika und den Nahen Osten.

    Wäre also der Wind der ultimative Energieträger und die Windmühlen eine Unerschöpfliche Energiequelle, dann hätten man die anderen Energieträger gar nicht gebraucht. War und ist aber nicht so!

    Der Grüne-Sozialismus ist unter Merkel wieder in Deutschland auferstanden und mit ihm die Utopia einer schizophrenen Macht Ideologie OHNE VERSTAND und VERNUNFT!

  15. Sehr geehrter Herr Professor Lüdecke, Sie schreiben „Die Energiewende ist, grob geschätzt, ein 1000 Milliarden Euro-Verlustgeschäft.“ Wenn es nur 1000 Milliareden wären. Meine eigene Schätzung sagt, daß bei konsequenter Durchführung der Energiewende bis 2050 wie geplant dann ca 5000 Milliarden Euronen dafür verbrannt werden. Diese meine Schätzung wird bestätigt durch den Vortrag der Professoren Dr. Hans-Martin Henning und Dr. Eberhard Umbach „Überlegungen zur Optimierung eines integrierten Energiesystems“ auf der FVEE Jahrestagung am 08. November 2017. Dort werden die Gesamtkosten der Energiewende bis 2050 bei Erreichen von 80% Verminderung des CO2-Ausstoßes mit ca 5600 Mrd. € angegeben, bei Minderung um 90 % gar mit ca 7400 Mrd.€. Das Klima wird durch diese spezielle Art von Masochismus nicht im geringsten verändert werden, diese unglaubliche Summe Geldes, mit der man vieles Nützliche anstellen könnte, wird sinnlos verbrannt. Wie wird man die irrsinnigen Energiewender nur los? Mit freundlichen Grüßen – Elmar Oberdörffer

  16. Sehr geehrter Prof. Lüdecke,

    ich stimme Ihrer Einschätzung zur Windenergie voll zu. Jedoch habe ich einen Einwand. Sie schreiben: „Ganz allgemein findet man viele geistige Wurzeln des modernen Sozialismus und der grünen Bewegung bei den Nazis wie Vegetarismus, Homöopathie, Esoterik, Rauchverbot u.w.m.“.  Als bekennender Marxist halte ich diese Bezüge und Vergleiche für vollkommen falsch und geradezu absurd. Weder der Sozialismus, der von Marx kommt, noch jener etwa der Anarchisten hat mit solchen Blödsinnigkeiten wie Esoterik usw. irgendetwas zu tun. Die Grünen haben mit Sozialismus überhaupt nichts zu tun. Eine andere Sache ist, dass viele Linke die Grünen, die oft eher grün hinter den Ohren sind, als grün im ökologischen Sinn, nachäffen. Das ist ein Zeichen für deren Krise.

    Marx hätte sich totgelacht über die neuen grünen Maschinenstürmer und deren Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit. Vgl. etwa die Polemik von Marx gegen Malthus, dessen Überbevölkerungsthese ja sehr dem ähnelt, was der Club of Rome so zusammen spinntisiert hat.

    Es ist ein Irrtum, dass die Grünen den Klimaklamauk und die Energiewende kreiert hätten. Diese Konzepte wurden von bestimmten Fraktionen der Bourgeoisie und des bürgerlichen Staates gefördert – und genau die profitieren ja auch davon.

    MfG

     

  17. Sehr geehrter Herr Prof. Lüdecke,

    mit Ihrem Fazit mögen Sie recht haben. Es fehlt mir aber ein konstruktiver Vorschlag dafür, was wir mit den nunmal vorhandenen Anlagen sinnvollerweise machen. Diese haben ja eine gewisse Restlaufzeit und der sofortige Abriss würde auch wieder enormen Aufwand bedeuten. Ich denke, mit einer zuverlässigen Vorhersage der Leistung für die Folgetage, wird es doch Anwendungen geben. Ich denke hier an Industrieanlagen in der Nähe der Offshore-WEAs.

     

    • da gibt es nur eins: a b r e i ß e n einschließlich der Betonfundamente. Notfalls die dafür verantwortlichen Parteimitglieder heranziehen.

    • In bin zwar nicht namentlich von Ihnen angesprochen worden.

      Jedoch, wenn Sie diesen Bericht und auch vorherige Beiträge auf Eike zu den „vorhersagbaren“ Energielieferungen der Energie aus Sonnen und Wind gelesen haben, dann müssten Sie schon gemerkt haben: Wind und Sonne liefern nur zufällig und nicht planbar ihre Energie – weder aktuelle Leistungabgabe noch Zeitdauer sind vorhersagbar.

      Der letzte Beitrag war gestern: „Seemansgarn …“

      Der konstruktive Vorschlag was wir mit diesen Anlagen „sinnvollerweise“ machen?

      Was bislang sinnlos ist, kann schlecht in sinnvoll umgewandelt werden. Vielleicht die Gondeln der WKA zu Ferienhäusern umbauen? Ein toller Fernblick für den leistungstarken Kletterer.

      • Sehr geehrter Herr Demmig,

        Wind ist sehr wohl in Grenzen vorhersagbar, je nach Großwetterlage sogar ein paar Tage. Da sich allerdings die Leistungsabgabe der WEA in dritter Potenz mit der Windgeschwindigkeit ändert, sind kleine Abweichungen schon bedeutsam.

        Die Idee eines getrennten Netzes von Herrn Geiselhart ist in diesem Zusammenhang interessant. Da können sich dann die Grüner-Strom-Fans subventionsbefreit bedienen, ohne den anderen Kunden zur Last zu fallen.

         

        • Herr Müller,

          hiermit: „Wind ist sehr wohl in Grenzen vorhersagbar, je nach Großwetterlage sogar ein paar Tage.“ verbreiten Sie Unsinn. In Hamburg gibt es den Wettermast mit Winddaten im 10 Minuten-Abstand. Die können Sie ja mal mit denen des GFS-Modells der USA vergleichen. Die gibt es auf der Seite wetterzentrale.de. Als 3-Stunden-Mittel. Und mit der Großwetterlage hat die Güte der numerischen Wettervorhersage nix zu tun. Die Großwetterlagen waren und sind ein Hilfsmittel der Synoptiker und Hobbywetterfrösche.

          • Lieber Herr Heinzow,

            das Modell WRF gilt als eines der besten numerischen Modelle weltweit. Es ist bekannt, dass es die beobachteten Windwerte ueberschaetzt. Die Ueberschaetzung der Windgeschwindigkeit um etwa 1,5 – 2,0 m/s im Bereich von 6,0 – 10.0 m/s ist im Falle der Windenergie inakzeptabel, was die Kennlinien der Windmuehlen dokumentieren. Von daher treffen Sie den Nagel auf den Kopf.

            Herzliche Gruesse nach Hamburg

    • Gute Idee. Man könnte alle WKA in einem separaten Netz zusammenfassen, absolut getrennt von konventionellen Kraftwerken.

      Mit dem erzeugten Strom, und nur mit diesem, werden dann alle Erneuerbaren-Fans und 100% Ökostrom Bezieher beliefert, meinetwegen dürfen die noch auf Biomasse-Strom zurückgreifen.

      Was glauben Sie, wie schnell die Jünger geheilt wären, wenn sie ihre Smartphones nur alle 5 Tage aufladen könnten und der Kerzenvorrat verbraucht ist.

      • Dann muss aber auch jeder Atomkraft-Fan einen Castor-Behälter in seinem Keller deponieren und jeder Braunkohlestrom-Fetischist sich ein schönes großes Restloch in den Garten graben lassen! Dann ist es gerecht.

        • Das wäre mir lieber wie ein paar Windmühlen vor meinem Wohnzimmerfenster und auch wesentlich weniger gesundheitsgefährdend!

          • Ehe Sie Windmühlen vor Ihren Fenstern aufstellen lassen, sollten Sie testweise Urlaub in Schleswig-Holstein, Nordniedersachsen oder in Brandenburg gemacht haben.

        • Herr Flügel,

          derartige Argumentationen sind in gewissen Kreisen sehr beliebt, weil sie der primitiven Diffamierung und Stimmungsmache als vermeintliches Totschlagargument dienen.
          Nach Ihrer verqueren Logik müssten dann alle Mitarbeiter und Kunden z.B. von irgendwelchen Unternehmen, bei denen Abfall entsteht, diesen auch zuhause lagern – oder?
          Z.B. das Altöl und die kaputte Batterie des letzten Autoservices oder den Abfall der Farbenherstellung, falls sie mal Ihren Gartenzaun oder Wohnzimmer streichen, usw…

        • Mit den Methoden des Mittelalters lassen sich allerdings keine 7,5 Milliarden Menschen ernaehren. Ohne die Arbeiten von Justus von Liebig waere schon eine Milliarde zu viel gewesen.

          Offensichtlich hat einfaeltige Besserwisserei in Deutschland Hochkonjunktur.

        • Solange die Atomkraftgegner den Fans verbieten, den sog. Atommüll in modernen Reaktoren zu verwenden, wäre es gerechter, wenn sie die Castor-Behälter in ihren eigenen Kellern lagern. Die Fans wissen etwas besseres damit anzufangen, als sie im Keller zu lageren.

          Wenn Sie sich die Gegend südlich von Leipzig anschauen, werden Sie kaum erkennen können, dass dort mal Braunkohle abgebaut wurde. Es ist jetzt ein schönes Naherholungsgebiet.

        • Ein handlicher  Castor mit einem Brennelement gefüllt in den Keller gestellt, wäre nicht das Schlechteste.

          An der Oberfläche strahlt er weniger, als der Mensch und die Abwärme ließe sich prima für Heizung und warmes Wasser verwenden.

    • Herr Müller,

      „sinnvollerweise“ könnten daraus z.B. Freizeitparks gemacht werden mit Anwendungen, die derartige Masten brauchen, z.B. Bungee Jumping, Zip Lines und Kletterparks (Bouldering). Letzteres wäre insbesondere für Länder mit flacher Topologie, wo die meisten Windparks stehen, interessant.
      Auch Falltürme für wissenschaftliche Anwendungen sind denkbar.

    • Vegetarismus, Homöopathie?
      Wenigstens einer zu dem Thema Vegetarismus und Homöopathie der den Sinn und Grund hierfür verstanden hat.
      Man stelle sich nur einmal vor das Menschen so wie heutzutage der Grossteil Nutztiere üblich in einem Tier-KZ, anders ist mener Meinung nach die Massentierstallhaltung nicht zu vergleichen, gehalten und behandelt würden. Da würde sich jeder der Eingesperrten über Vegetarier/Veganer als Retter freuen und deren Bewusstsein erkennen, anstatt sie lächerlich zu machen.
      Aber Einsicht kommt wenn überhaupt eben immer zu spät, wie dem Artikel und Komentatoren entnehme. Das Thema hat auch etwas mit Vernunft, Würde und Empathie (gegenüber uns allen als Lebewesen) zu tun.

      Zu Sinn und Nutzen der Windräder, besser jeder Staat gibt Geld für Windräder anstatt für Panzer aus!
      Autos, Flugzeuge, Züge und auch weiter technische Errungenschaften der Neuzeit haben die höheren Umweltbelastungen und schlechteren Energiebilanzen (Bsp. nur die durch den Verkehr getöteten Tiere oder den Zubau durch Infrastruktur Straßennetz, Schienennetz und die zur Herstellung benötigte Energie). Und verbrauchen dazu noch Energie, wogegen Windräder erzeugen. Deshalb kann ich diese Argumentation grösstenteils nicht nachvollziehen. Das heißt nicht das ich die Windenergie in hoch heben will, besonders wegen der negativen Auswirkung auf die Vögel. Es gibt sicherlich auch in der einen oder anderen „Schublade“ schon umweltfreundlichere Energiekonzepte, doch Vorleistungsenergie und Resourcen brauchen sie alle neben dem Kampf zu bestehenden Konzepten der Um- und Durchsetzung. Denn nichts anderes wird in dem Artikel beschrieben, der Vergleich zum Bestehenden, bisherigen Bewährten als Gegenargumente.

      • zu: Vergleich zum Bestehenden, bisherigen Bewährten als Gegenargumente

        Sie irren was den Vergleich angeht: Ihr bisherig Bewährtes wurde geschaffen durch Wettbewerb, Marktwirtschaft und (verkauft als) rationale Politik. Die dem Bewährten innewohnende Erfahrung (neg + pos) ragt heraus wie das Zermatter Horn.

        Demgegenüber kommt das Neue als Planwirtschaft, ohne jede tragende Erfahrung, und zudem ideologisch zerfressen „Vorrangeinspeisung der grünen Elektronen so sie denn anfallen und nicht verklappt werden müssen“ anstelle von Wettbewerb. Sehen Sie Ihren Fehler?

        • die Nachteile der Windräder sind mir schon länger bekannt und ich gebe ihnen somit auch recht, aber ich bin in Oposition zu dem Atrikel gegangen weil eben diese allgemeinen Nachteile auf sehr viele Sachen zutreffen, besonders auf die im Artikel angesprochenen Panzer.
          Die Bevorzugung der grünen Elektronen liegt im EEG Gesetz begründet und der wahre Zweck des Staates mit dem Gesetz ist im Grunde ein weiteres Mittel um die Menschen mit zusätzlichen neuen Steuern und Abgaben zu berauben, z. Bsp. über CO² Abgabe auch noch die Luft zu besteuern.
          Der „Staat“ das sind maßlose Selbstbediener die die Gesellschaft über ihre willfährigen Helfer (in Ämtern und Behörden) bis an die Grenze abkassieren ohne sofort einen Aufstand zu riskieren. Man bedenke hier das der Staat über die alles einschließenede MwSt. immer partizipiert. Also der eingetretene höherer Strompreis auch mehr Steuereinnahmen bringt. Was auch erwartet/bezweckt und eingetreten ist.

      • Lieber Herr Langguth,

        so sehr ich Ihnen zustimme, dass Massentierhaltung mit Tier-KZ vergleichbar sind, so sehr muss ich Ihren Aussagen im zweiten Abschnitt widersprechen. Zunächst einmal gibt nicht der Staat Geld für Windräder aus, sondern die privaten Verbraucher mit ihrer EEG-Umlage. Der Staat hat lediglich die Gesetze geschaffen, die den Verbraucher dazu zwingen, die Betreiber der Windräder zu bezahlen. Auch ist es vollkommen sinnfrei, Windräder mit Panzern, Autos, Flugzeugen oder Zügen zu vergleichen. Es geht hier um verschiedene Methoden der Energieerzeugung. Windmühlen gab es schon, bevor der elektrische Strom nutzbar gemacht wurde. Insofern handelt es sich nicht um etwas Neues, dem man helfen sollte,  sich gegenüber etwas Bewährtem durchzusetzen. Ja, es gibt in der einen oder anderen Schublade umweltfreundlichere Energiekonzepte, wie beispielsweise den Dual-Fluid-Reaktor, nur leider verhindert die deutsche Gesetzgebung, dass er gebaut wird.

        • Danke das sie damit das bedeutende Thema der Bezahlung ansprechen.
          Eigentlich ist klar das der Staat fast ausschließlich Geld ausgibt was er uns abnimmt, selbst wenn er Kredit aufnimmt sind wir die Schuldner. Es gibt nur die Ausnahme wenn er über die Notenbank zusätzliches Bargeld schafft/druckt. Das ich den Bezahlweg vom Verbraucher über Staat zum (Wind)Stromerzeuger nicht voll und korrekt angesprochen habe, zeigt wie man manchmal im Unterbewusstsein noch im staatspropagierten Denken hängt.
          Sie haben natürlich Recht, das in dem Fall das Geld was der Staat hierfür ausgibt von uns als privaten Verbrauchern über EEG Umlage und CO² Abgabe abgezwungen wird. Plus einen bezweckten zusätzlichen Steuerbetrag (MwSt für diese Abgaben oben drauf) für sich vereinnahmt. Dies ist für mich auch der Hauptgrund des Gesetzes (siehe auch Kommentar oben), zusätzliche Abgaben und Steuern, durch höhere Strompreise eben mehr Steuereinnahmen. Denn wenn dieses Interesse nicht bestände würde der Staat ja die daraus erzielten Steuermehreinnahmen zwecks neutralisation zur Abgabensenkung nutzen.
          Der bezugsdfremde Vergleich mit den Panzern wurde im Artikel aufgegriffen, deshalb mein Kommentar hierzu und ausschweifend auf weitere bezugsfremde Sachen.

      • Wie würden Sie mit Windmühlen das Land gegen Angreifer verteidigen? Eine leistungsfähige europäische Armee ist besser, als 1.000.000 Windmühlen. Um es zu präzisieren: Lieber Leoparden und Eurofighter, als Windmühlen.

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