Stromversorgung in Zukunft “grundlastfrei und angebotsorientiert”

Die Vorsitzende des Umweltausschusses im Deutschen Bundestag und gelernte Theaterwissenschaftlerin, die grüne Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting Uhl, ließ sich am 14.4.21 zu einem Vorschlag der AfD zur Kernenergie sehr aufschlussreich ein.

Manfred Haferburg hat das kommentiert

Die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, die Grüne Sylvia Kotting-Uhl, lässt die Katze aus dem Sack. Sie ruft den AfD-Abgeordneten zu:

Allein Ihre Unfähigkeit, sich unter Energieversorgung etwas anderes als Grundlast vorzustellen, das ist so von gestern wie Sie selbst. Die Zukunft wird flexibler sein, spannender, ja, auch anspruchsvoller: nicht mehr nachfrage-, sondern angebotsorientiert, …“. 

Zu gut Deutsch: „Strom gibt es nicht, wenn er gebraucht wird, sondern dann, wenn der Wind weht und die Sonne scheint“. Gesellschaftsklempnerin Kotting Uhl will ein neues Bewusstsein,

dass Energie kostbar ist und sorgsam mit ihr umzugehen ist“.

Hier geht’s zum Twitter-Video, und hier zum Bundestagsvideo.

Kaffee kochen? Warmes Wasser zum Duschen? PC anschalten? Hängt vom Wetter ab. Liebe Wähler, bedenkt, dass ihr dann nicht mal mehr in die Nachbarländer abhauen könnt, weil ihr den Familien-Tesla nur noch angebotsorientiert laden könnt. Und richtig spannend wird die grundlastfreie Energieversorgung für Aluhütten und industrielle Großverbraucher.

(ARG) Was Kotting-Uhl skizziert, ohne es zu ahnen, ist die sozialistische Situation in Südafrika oder Venezuela, wir berichteten. In Südafrika ist die Stromversorgung schon lange unter die Kontrolle von imkompetenten Politikern geraten (ANC statt Grüne); und seitdem sind Stromausfälle an der Tagesordnung. „Beurtkrag“ nennen die Buren den Umgang mit dem Mangel. Man wäscht und kocht halt dann, wenn es Strom gibt. In einem heißen Land mag das noch gehen, aber nicht in einem dunklen, kalten Land wie Deutschland, das zudem noch immer kälter wird, wie wir gerade erleben.

Aber auch ein Industrieland wie Australien leidet schon lange unter grünen Hirngespinsten. Wie unsere Referentin Joanne Nova berichtete, fällt dort unten auch häufig der Strom aus, weswegen die Bürger sich Generatoren en masse zulegen. Beziehungsweise, wer es sich leistgen kann. Eine Vision für Deutschland: Reiche grüne Politiker*innen wie Sylvia Kotting, Luisa Neubauer oder Annalena Baerbock kaufen sich Genedratoren und große Dieselvorräte für ihre Villen, während im Plattenbau das Licht ausgeht.

Das ist heute viel schlimmer als früher – ein gelernter DDR-Bürger erzählte mir, daß der einzige große Stromausfall im Jahrhundertwinter 1978/79 die Ostdeutschen nicht so schlimm traf, weil sowieso mit Kohle geheizt wurde und man gewohnt war,  dem sozialistischen Mangel mit Kerzen etc. zu begegnen. In Zeiten rundumversorgter Bürger mit Handi, Computer, Fernseher und Stereoanlage wird eine Realitätsbegegnung viel härter.

Die geäußerte Weltsicht von Kotting-Uhl ist interessant: Energie sei etwas Wertvolles, zu Schützendes wie ein Baum oder Teich. Alles, was die Natur gibt, sei demnach gut und knapp; alles, was der (weiße) Mensch mit seiner Industrie macht, sei böse. Nein, die Natur ist gnadenlos; die Menschen lebten früher nicht im Einklang mit der Natur, sondern starben im Einklang mit ihr, wie Hans Rosling süffisant formulierte. Energie ist etwas in möglichst großer Menge zu Förderndes, weil nur E-Reichtum Massenwohlstand und Fortschritt ermöglicht. Früher gab es nur die eigene Körperkraft, dann domestizierte Tiere und Pflanzen; und erst, als wir Kohle verbrannten und Dampfmaschinen betrieben, leben wir so angenehm wie heute. Und in so großer Zahl – acht Milliarden Menschen können nur über zentrale Großkraftwerke und Industrie versorgt werden.

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20 Kommentare

  1. Die hat ihr Studium wenigstens beendet. Also gehört sie zu den „besseren“ Grünen. Was da wohl noch im verstrahltem Sumpf lauert. Da wird einem Angst und Bange.

  2. Johann Wolfgang v. GoetheFausts letzte Worte (etwas anders, nach Einführung der CO2-Steuer) Ein Sumpf zieht am Gebirge hin,Verdauet alles schon Verschlungene; Den dummen Michel abzuzieh’n,Das letzte war das Höchsterrungene. Verschwenden wir dann viele Millionen, Nicht offenbar, doch heimlich, keinen schonend.Grün das Gelaber, furchtbar; Mensch und Herde.Sogleich verdrießlich auf der heißgeword’nen Erde.Gleich angewidert von der Steuern Kraft, Die aufgewälzt kühn – emsige Beamtenschaft. Im Innern hier ein paradiesisch Land,Da rase draußen Target bis auf zum Rand,Und wie man lügt, gewaltsam einzuschießen, Finanzamt eilt, die Bürger zu verdrießen.Ja, diesem Unsinn bin ich ganz ergeben,Das ist der Bosheit letzter Schluß.Nur der verdient sich Steuern wie das Leben,Der täglich sie erhöhen muß.

    • Die wissen es ganz genau… es gibt schon genug Arbeiten zu diesem Thema vom wissenschaftlichen Dienst.

      Und Empfehlungen der „Regierung“, sich mit Vorrat einzudecken, das es zum Blackout kommen wird… allerdings will man uns einreden, dass wegen einer Sabotage am Netz oder durch Hacker passieren wird und nicht durch die verbrecherische Politik!

  3. Dumme Wähler werden von noch dümmeren Grünen verdummt und an der Spitze der Dummheit die deutsche Klimaklanzlerin…

  4. Da sind wir dann wieder bei Hans-Werner Sinns „Energiewende ins Nichts“: Im Winter Schmutzwäsche sammeln und im Sommer waschen.

  5. Unser Wohlstand basiert auf der „hemmungslosen“ Nutzung von Energie. Wer diese Nutzung blockiert oder sozialistisch verwalten und zuteilen will, erzeugt damit das Gegenteil von Wohlstand, und das ist der NOTSTAND. Mit diesen beiden Sätzen kann man jede Diskussion mit den Grünen beenden. Das ist auch die message, die der Bürger begreifen kann. Wir, als mehr oder minder „Fachleute“ müssen lernen, derartige Sachverhalte ohne Nutzung von Fremdworten darzustellen. Schon der Begriff „Grundlast“ ist dem gemeinen Bürger fremd, und selbst dies Wort sollte man vermeiden.

  6. ;-))   Auch mir ist vollkommen unverständlich, wieso elektrische Netze bzw. Kraftwerkskonfigurationen von Elektrotechnikern und nicht von Theaterwissenschaftler*innen geplant und dimensioniert werden! Irgendwas dürfte da schief gelaufen sein …

  7. Immer wieder beglückwünsche ich mich selbst zu meinem Entschluss, in den Nachkriegsjahren in Westdeutschland geboren zu werden. Ich gehöre zur Generation der Glücklichen, aufgewachsen in einem Land, das zwar noch immer geschädigt war, aber jahrzehntelang von Leuten geführt wurde, die wussten, wie schnell man etwas zerstören kann und wie mühsam es ist, ein Land wiederaufzubauen und am Laufen zu halten. Menschen wie meine Eltern, die fehlende formale Bildung durch Lebenserfahrung und gesunden Verstand ausglichen. Personen von gestern wie ich selbst, wie ich höre. Ich wünsche den Personen von heute vor allem ein sehr langes Leben. Dann haben sie die Chance, den ganzen Blödsinn, den sie daherreden, mit der Realität zu vergleichen und etwas zu lernen. Ob sie die Chance nutzen? Keine Ahnung. Denn wenn Realität und Vorstellung zusammenprallen, das weiß man von den Ideologen aller Zeiten und Länder, dann liegt es an der falschen Realität, nicht an der falschen Vorstellung.

    • Ich weiß nicht, ob man sich selbst dazu beglückwünschen sollte, in Westdeutschland geboren zu sein.

      Wenn ich solche Gestalten wie Kötting-Uhl (aus Baden-Württemberg) sehe und höre, muss ich mich immer sehr stark zurückhalten und an meine Erziehung in der DDR denken, die solche Figuren nicht hervorgebracht hat. Vor allem bin ich dankbar, dass ein Studium der Theaterwissenschaft (wenn es sowas in der DDR überhaupt gab) keine Experten hervorgebracht hat, die das Wissen über Energie- und Stromversorgung die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.

  8. Wenn Inkompetenz einen Namen tragen würde, dann würde sie vermutlich Kotting-Uhl heißen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: „Im Januar 2020 kündigte Kotting-Uhl an für die Bundestagswahl 2021 nicht wieder anzutreten.“. Leider ist zu befürchten, dass ihr Nachfolger durch noch mehr Inkompetenz „glänzen“ wird, dafür aber sehr viel „Haltung“ zeigt. 

    • Nicht zu vergessen solche Experten wie eine Frau Prof. Claudia Kemfert oder gar Prof. Quatsch … (wie ging der Name weiter?)

  9. Vor allem gab es im Winter 78/79 das KKW Greifswald-Lubmin, welches die Stromversorgung Ostdeutschlands aufrechterhielt!

      • In der DDR gab es Prioritäten.
        Wenn es in Jena dunkel war  – wie überall, dann sollten die Leute halt ins Bett gehen.
        An der Grenze war es wahrscheinlich hell.

    • Laut Buch des Autors dieses Artikels gab es außer in Berlin und dort insbesondere für den „Antifaschistischen Schutzwall“ keinen Strom. „Ostdeutschland“ ist etwas hoch gegriffen.

      • An der „Grenze“ zu Berlin-West leuchteten die Strahler und die Scheinwerfer immer. Nur, wenn ein „legaler“ Übertritt vertuscht werden mußte, dann, und nur dann ging das Licht aus. Selbst die Scheinwerfer (akkugepuffert) blieben dunkel. War die „Aktion“ beendet strahlte der Todesstreifen wieder taghell. Nein, ich war dort nicht „aktiv“, ich wohnte dort.

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