Haltung statt Leistung – deutsche Universitäten früher und heute

Fifth Solvay Conference on Electrons and Photons that took place in October of 1927.

von Dr. Hans Hofmann-Reinecke

Im weltweiten Vergleich sind Deutschlands Universitäten drittklassig; die vordersten Plätze machen USA und GB unter sich aus. Das war nicht immer so. Hier ein paar Gedanken zum akademischen Verfall unseres Landes.

In der „Dritten Welt“

Da gibt es diesen edlen Wettstreit, wer die Schönste aller Frauen und wer die Beste aller Universitäten sei. Bei den Universitäten sind sich die Rating Agenturen einig: Die vorderen Plätze gehören den „Big Five“: MIT (Mass. Institue of Tech.), Stanford, Harvard, Oxford und Cambridge, also dreimal USA und zweimal GB.

Deutschland spielt in dieser Liga nicht mit. Die beste deutsche Hochschule, die TU München, schafft es auf Platz 55. Die Hauptstadt des Landes der Dichter und Denker aber ist hoffnungslos dritte Welt: die Humboldt-Universität liegt auf Platz 117, knapp zwanzig Plätze hinter Mexico-Stadt, die anderen Berliner Hochschulen rangieren noch weiter hinten.

Vielleicht interessiert Sie ja dieses Ranking genau so wenig wie Deutschlands Abschneiden beim Eurovision-Wettbewerb. Aber Vorsicht, wenn Sie einmal unter den Händen eines Neurochirurgen liegen sollten, oder wenn der Bauingenieur das Fundament für Ihr neues Haus am Rheinufer berechnet, dann wäre es doch wichtig für Sie zu wissen, dass diese Experten über solides Wissen verfügen, in anspruchsvollem Studium erworben und vor unbestechlichen Prüfern bewiesen. Sie wollen sicher sein, dass deren akademische Titel tatsächlich das halten, wofür sie stehen.

Eine mindere Qualität unserer Universitäten ist also kein „rein akademisches“ Thema, sondern ein Problem, das Folgen für jeden von uns haben kann.

Mehr sein als scheinen

Es ist keine Frage, dass es um die Qualität von Forschung und Ausbildung in der Vergangenheit besser bestellt war. Auf dem hübsch kolorierten Foto von 1927 sehen Sie Herrschaften in altmodischer Kleidung und mit ernsten Gesichtern. Aber bevor sie mit überlegenem Lächeln weiterlesen, verrate ich Ihnen etwas: Nie wieder werden Sie ein Foto sehen, auf dem so viel kollektive Intelligenz vereint ist.

In der ersten Reihe sitzen Nobelpreisträger, von denen Sie einen sofort erkennen. Links neben Einstein sitzt Hendrik Lorentz, dessen Gleichung in der speziellen Relativitätstheorie eine Rolle spielt, dann kommt Marie Curie, gleich mit zwei Nobelpreisen, und neben ihr Max Planck, den die Grufties unter den Lesern noch von der 2-Mark-Münze kennen.

Doch auch auf den billigeren Plätzen, oben rechts, finden sich durchaus Hochkaräter: Werner Heisenberg, Wolfgang Pauli und mit Brille Erwin Schrödinger, die Erfinder der Quantenphysik – alle drei Preisträger in spe.

Das Bild stammt von einer Konferenz, zu der ein belgischer Industrieller Namens Ernest Solvay eingeladen hatte. Es war europäische Teamarbeit auf höchstem Niveau, bei der Grenzen und Nationalitäten (noch) keine Rolle spielten. Die Kooperation war angetrieben durch wissenschaftliche Neugierde und ermöglicht durch akademische Ethik und bürgerliche Etikette. Mekka der Physik war damals Göttingen.

Drei Generationen später stellt sich die Frage: Wo sind die Erben dieser Elite? Was ist passiert? Die Uni Göttingen rangiert heute auf Platz 195.

Die Klaviersonate

Hier ein Ereignis, welches dem oben erwähnten Werner Heisenberg widerfuhr. Er war ja nicht nur einer der größten Physiker des 20. Jahrhunderts, er war auch ein hervorragender Pianist. In seinem Büro im physikalischen Institut hatte er ein Klavier stehen, auf dem er regelmäßig übte. Als er gerade wieder einen Satz gespielt hatte, schaute er vor die Tür und sah da einen jungen Mann im Gang sitzen.

Es war die Zeit, als Vorlesungen durch Aktivisten unterbrochen wurden, die forderten, man solle über Politik reden statt über Quantenmechanik. An der Kleidung erkannte Heisenberg, dass er es mit solch einem Störer zu tun hatte.

Der junge Mann meinte, er hätte die Musik gehört, und begann dann, ziemlich arrogant, so wie man es ihm wohl beigebracht hatte, mit politischer Propaganda. Heisenberg verbat sich den Unsinn, und nach wenig freundlichen Worten war das Gespräch beendet und der Student wandte sich um zu gehen.

Da lud ihn Heisenberg in sein Büro ein, falls er noch den letzten Satz der Klaviersonate hören wollte. Die Einladung wurde angenommen, und der Gast verabschiedete sich letztlich sehr dankbar und höflich.

Die erwähnte, auffallende Kleidung, an der Heisenberg den Störer erkannt hatte, war übrigens die Uniform der Hitlerjugend. Es waren die späten 20er-Jahre und die Nazis übernahmen das Kommando – auch in den Universitäten. Es war der Anfang vom Ende der wissenschaftlichen Blüte.

Derartige Störungen sollten sich, in anderer Maskierung, drei Jahrzehnte später an deutschen Universitäten von Neuem abspielen. Diesmal wäre die Uniform allerdings ein roter Schal mit Ché-Guevara-Mütze.

Kaiser Wilhelm und Max Planck

Vom Exodus der jüdischen Wissenschaftler während des Dritten Reichs haben sich die Universitäten nie erholt. Es gelang dennoch, nach dem Krieg, an die wissenschaftliche Tradition aus der Zeit vor den Nazis anzuknüpfen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Max-Planck-Gesellschaft, welche in die Fußstapfen der 1911 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft trat. Sie bot eine Dachorganisation für Forschungsinstitute außerhalb des Universitätsbetriebs.

Doch auch die Universitäten erholten sich – das Wirtschaftswunder wäre ohne die technologische Kompetenz der Industrie nicht möglich gewesen, und die wiederum verdankte man der soliden Arbeit an den deutschen Hochschulen.

Der Muff von tausend Jahren

Nicht jeder aber sah diesen Erfolg mit Wohlgefallen und Ende der 60er-Jahre formierten sich Proteste. Die Protagonisten der Bewegung hatten erkannt, dass sie mit ihren sozialistischen Maximen auf einem akademischen Spielfeld, das von Logik und Aufklärung geprägt war, keine Chance hätten. Sie machten sich also daran, diese Ordnung zu stören. In den Universitäten besetzten sie schnell die Büros der Studentenvertretungen, des „ASTA“, und rekrutierten hier demonstrationswillige Kommilitonen, die dabei halfen, Vorlesungen zu stören; auch solche, die vollkommen unpolitisch waren. Ob ihnen bewusst war, in welcher Tradition sie handelten?

Ihr Slogan „Unter den Talaren der Muff von tausend Jahren“ richtete sich zwar angeblich gegen das nationalsozialistische Erbe an den Hochschulen. Tatsächlich aber war es ein Angriff auf den Geist der Aufklärung, deren Erfolg sich in den exakten Wissenschaften und den technologisch-industriellen Leistungen des Landes par excellence verkörpert hatte.

Dieser „Leistungsgesellschaft“, die viele der Akteure durch Stipendien gut versorgte, fühlte man sich nicht gewachsen. Nach dem Motto „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ versuchte man einerseits durch Gewalt, andererseits durch Ausdauer sein zerstörerisches Ziel zu erreichen. Dieser zweite Weg, der „Marsch durch die Institutionen“, war erfolgreich.

Zwei Generationen nach 68 sind das öffentliche intellektuelle Leben, die Erziehung vom dritten zum dreißigsten Lebensjahr, die Medien und, nicht zuletzt, die Regierung zutiefst durch linke Ideologie geprägt. Heute steht Haltung an Stelle von Leistung, Ideologie hat Logik verdrängt, Ausbildung wurde durch Indoktrination ersetzt. Die Abiturientin von heute kann Ihnen vielleicht erklären, welch schlimme Folgen der Klimawandel hat, aber sie weiß nicht, was der Dreisatz ist.

Die Aufklärung ist besiegt und die Universitäten haben ihren eigentlichen Sinn verloren – auch wenn es durchaus Institute gibt, die Spitzenleistungen produzieren. Doch die sind leider Ausnahmen, sonst würden unsere Universitäten im globalen Vergleich nicht so schlecht abschneiden. Und je röter desto weiter hinten liegen sie im Ranking. Die Uni Bremen etwa, schon immer an vorderster Front des sozialistischen Kampfes, kommt im globalen Vergleich auf Platz 541.

Mehrheit und Wahrheit

Politik und Wissenschaft vertragen sich nicht. In der Wissenschaft geht es um Wahrheit, in der Politik um Mehrheit. Die Wahrheit ist beständig, daher kann Wissenschaft systematisch auf alte Erkenntnisse bauen. „Ich stand auf den Schultern von Riesen, deswegen konnte ich so weit sehen“, soll Isaac Newton gesagt haben; seine bahnbrechenden Entdeckungen verdankte er den Philosophen der Antike.

Politische Veränderungen aber entstehen auf Trümmerfeldern, die entweder schon vorhanden sind, oder durch eine Revolution geschaffen werden. Der Politiker steht nicht auf den Schultern von Riesen und blickt in die Weite, er wühlt sich wie ein Maulwurf durch die Ruinen.

„Wir lernen aus der Geschichte, dass wir nichts aus der Geschichte lernen.“ Desmond Tutu

Wenn die Politik nun für sich beansprucht, der Verwalter der Wahrheit zu sein, dann ist das ein Todesurteil für die Wissenschaft. Dann wird man von Forschern verlangen, pseudo-wissenschaftliche Beweise für politisch opportune Thesen vorzulegen. Dann werden eigene Universitäten gegründet, um eine Erwärmung um 0,02 °C jedes Jahr aufs Neue zu bestätigen. Dann werden Institute für Gender-Forschung geschaffen, die nachweisen, dass es keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt, abgesehen davon, dass die Frau in jeder Hinsicht nützlicher, klüger und wichtiger ist.

Mehr noch als die Naturwissenschaften haben die Geisteswissenschaften gelitten, die früher einmal intellektueller Gegenpol zur Macht waren. Heute aber sind sie zu Stichwortgebern für die Politik degeneriert. Sie haben weder mit Geist noch mit Wissenschaft zu tun, sie verdienen den Namen nicht mehr.

Wohin steuert solch eine Gesellschaft? Der warnenden Beispiele gibt es in der Geschichte mehr als genug.

Dieser Artikel erschien zuerst bei www.think-again.org und im Buch „Grün und Dumm“.

Ergänzung der Redaktion

Zitat von Michael Klonovsky :

„Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“

und einem FB Leser:

In diesem Fall betrifft es ’nur‘ die Physik, aber es dürfte praktisch auf jedem speziellen Gebiet der Wissenschaft ähnlich aussehen. Oder in der Kunst, der Literatur, der Medizin, der Architektur, der (klassischen) Musik, der Technik …

 

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41 Kommentare

  1. Deutsche Universitäten spielen zwar nicht in der ersten Liga, aber sehr wohl in der zweiten und da sind sie oft sehr kompetitiv. Die meisten deutschen Universitätsprofessoren leisten solide Arbeit und hüten sich davor zu politisieren. Ich denke, dass das Bild von einer lautstarken Minderheit und nicht zuletzt von einem meist reichlich grünen „Hochschulmarketing“ verzerrt wird. Dazu kommt eine Forschungsförderungspolitik, die die grünen Themen sehr stark bevorzug und vieles andere vernachlässigt.

  2. Paul Berberich
    4. JULI 2020 UM 11:12
    @Gerhard Kramm 3.Juli 2020 um 20:10
    „Was Ihr Hinweis auf Rubin-Laser in dem Zusammenhang soll, wissen wohl nur Sie.“
    Die Frage, die sich immer stellt. Vertraut man mehr der persönlichen Lebenserfahrung oder den Büchern? Sie haben natürlich Recht. Ein Laser ist ein menschliches Produkt und baut auf dem Prinzip mikroskopischen Reversibilität auf.

    Mich interessiert das, was einige der oben abgebildeten Herren zur Physik der Atmosphaere geschrieben haben und nicht Ihre Lebenserfahrungen mit einem Rubin-Laser. Nicht das Werkzeug ist das Programm, sondern die Physik der Atmosphaere.

    • Ich muss mich entschuldigen. Ihre Antwort vom 3. Juli 2020 6:04
      „Auf der vom Strahlungsfeld stimulierten Emission beruht uebrigens das Prinzip des LASER.“
      hat mich zu den herablassenden Äußerungen über LASER angeregt. Das Gebiet „supraleitende Tunneldioden“ hat mich später fasziniert. Da kommt man am Prinzip der mikroskopischen Reversibilität und des detaillierten Gleichgewichts auch nicht vorbei. Halbleiter-Tunnel-Kontakte sind besser gekapselt. Das Problem z.B. mit verschmutzten Laser-Dioden in CD-Playern hat man nun nicht mehr. Dies ist wohl das Speicher-Medium der Zukunft. Dem Laser sind viele andere Anwendungsgebiete vorbehalten.

  3. Das Problem, das die Universitäten und die Wissenschaften heute haben, ist die Bringschuld, die die Gesellschaft von ihnen fordert. Dies sieht man sehr schön am aktuellen Beispiel der Corona-Epidemie. Dies ist zwar ein interessantes Forschungsobjekt, aber die Ergebnisse sind keineswegs immer gesichert.

    • zu: Bringschuld

      Wo leben Sie denn (auf dem Sofa beim Zappen?): die Symposien, Konferenzen, Informationsabende, Fraktionsveranstaltungen, Kiddies Science Faires, etc pe.pe, wird alles vorangetrieben von Wissenschaftlichen Organisationen. Sie sehen bloß nicht hin?

  4. Machen wir doch mal Fallunterscheidung und nennen Individuen anstatt willkürlich amorphe -isten o. -ismen: Während Dr. Sabine Hossenfelder (~Theokratische ~Astrophysik, emanzipiert von lästiger Signallaufzeitmessung) ihre Wissenschaftskommunikation [h/t wiki] betreibt indem sie Twitterati als Klimaleugner verunglimpft, zeigt Student Sebastian die Wissenschaftliche Methode,

    • Hallo Herr Bruno,
      hab mir als vermutlich einer der ganz wenigen hier das Video angesehen.
      Es ist absolut sehenswert, die Zeit sollte man sich nehmen.
      Respekt vor den Ersteller des Videos, er zeigt daß es neben kompetenten Fachleuten auch noch vernünftige junge Menschen gibt in diesem Land. Leider haben andere das Sagen…
      MfG

      • Lieber Herr Keks,
        in der Berliner Morgenpost war zu lesen, dass man jetzt Hunde darauf trainieren möchte, um zu riechen, ob jemand von Coronaviren infiziert wurde oder nicht. Was ist Ihre Meinung dazu ?

  5. Auf dem Photo von der Solvay-Konferenz von 1927 sind folgende Wisenschaftler abgelichtet:

    Hintere Reihe (von links nach rechts):

    Auguste Piccard, Émile Henriot, Paul Ehrenfest, Édouard Herzen, Théophile de Donder, Erwin Schrödinger, Jules-Émile Verschaffelt, Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg, Ralph H. Fowler, Léon Brillouin.

    Mittlere Reihe (von links nach rechts):

    Peter Debye, Martin Knudsen, William Lawrence Bragg, Hendrik Anthony Kramers, Paul Dirac, Arthur Compton, Louis de Broglie, Max Born, Niels Bohr.

    Vordere Reihe (von links nach rechts):

    Irving Langmuir, Max Planck, Marie Curie, Hendrik Antoon Lorentz, Albert Einstein, Paul Langevin, Charles Eugène Guye, Charles Thomson Rees Wilson, Owen Willans Richardson.

    Zu den Begruendern der Quantenmechanik zaehlen auch

    Louis de Broglie, Max Born, und Paul Dirac, die spaeter ebenfalls mit dem Nobel-Preis fuer Physik ausgezeichnet wurden.

    Zu denen, die den deutschsprachigen Raum verlassen mussten bzw. verliessen, zaehlen

    Max Born (vertrieben), Albert Einstein (vertrieben), Peter Debye, Wolfgang Pauli, Erwin Schroedinger.

    Niels Bohr musste Daenemark verlassen, um sein Leben vor den Nazis zu retten.

    Ich zitiere aus einer e-mail, die ich vor ein paar Tagen schrieb:

    ==========

    Wer den ‘warming’-Mechanismus der optisch aktiven Gase physikalisch begruenden will, der muss zuerst die Arbeiten von

    – Einstein (1917), “Zur Quantentheorie der Strahlung”,
    – Klein & Rosseland (1921), „Über Zusammenstöße zwischen Atomen und freien Elektronen“,
    – Einstein & Ehrenfest (1923), “Zur Quantentheorie des Strahlungsgleichgewichts”,
    – Dirac (1927), “The quantum theory of the emission and absorption of radiation”,
    – Milne (1928), “The effect of collisions on monochromatic radiative equilibrium”,
    – von Neuman (1932), „Mathematische Grundlagen der Quantenmechanik“ (Lehrbuch),
    – Chandrasekhar (1960), “Radiative transfer” (Lehrbuch) und
    – Gerlich & Tscheuschner (2009), „Falsification of the atmospheric CO2 greenhouse effects within the frame of physics“,

    als falsch nachweisen. Ausserdem muss er die Kommentare von

    – Fowler & Milne (1925; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1086035/)

    und

    – Tolman (1925; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1086044/)

    zu Einsteins Artikel als unsinnig darlegen. Dirac wurde 1933 fuer seine Arbeiten zur Quantenmechanik zusammen mit Schroedinger mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet. Dass Einstein in 1921 und Chandrasekhar in 1983 mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet wurden, sollte selbst einem einfaeltigen Besserwisser …..bekannt sein. Milne starb zu frueh, um als Nobelpreis-Kandidat infragezukommen. Aber er wurde ebenfalls hochrangig fuer seine Arbeiten ausgezeichnet. Ehrenfest, Fowler und Tolman sind ebenfalls in der einschlaegigen Fachliteratur sehr bekannt. John von Neumann wurde von Schellhuber sogar als der kluegste Mensch des 20. Jahrhunderts bezeichnet, trotz der Wirkmaechtigkeit von Albert Einstein.

    ==========

    Fowler war der Doktorvater von Dirac und Chandrasekhar. Chandrasekhar lernte auch Milne kennen, mit dem er auch zusammen publizierte. Chandrasekhar ist auch der Verfasser des Artikels:

    „Edward Arthur Milne: His Part in the Development of Modern Astrophysics (The
    1979 Milne Lecture). The Quarterly Journal of the Royal Astronomical Society 21,
    93–107.“

    Da Annalena Baerbock (Grüne) Klimaskeptiker aus Medien ausschließen will (siehe https://twitter.com/joasscholz/status/1131445522986934272?lang=en ), hiesse das im Klartext, dass diese voellig fehlgeleitete Person auch die wissenschaftlichen Arbeiten, die ich zuvor aufgelistet habe, verbieten lassen wuerde, auf denen sich die sog. Klimaskeptiker berufen koennen. Das erinnert an das Verbot der Nazis, die allgemeine Relativitaetstheorie von Albert Einstein zu erwaehnen oder gar zu lehren. Nobelpreistraeger Max von Laue wurde deswegen sogar geruegt.

    • Mich hat die Arbeit von Tolman
      http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1086044/)
      am meisten interessiert. Es geht um Folgendes:
      „Since evaporation and condensation are in general thermodynamically reversible phenomena, the mechanism of evaporation must be the exact reverse of that of condensation, even down to the smallest detail.“
      Es wurde nicht erwähnt, dass die Umgebung die gleiche sein muss. Dies ist im allgemeinen nicht erfüllt. Beispiel: Ein Cluster aus zwei H2O-Molekülen verdampft. Der Rück-Prozess ist sehr unwahrscheinlich im Vergleich zur Hetero-Kondensation und Kondensation an größeren Clustern. Ich kann mir auch vorstellen dass die Verdampfungs-Wahrscheinlichkeit eines Clusters von n Molekülen stark von n abhängt, und sog. magische Zahlen n existieren.

      • Hallo, Herr Berberich,

        Tolman zitiert Langmuir, um darzulegen, was Reversibilitaet auf der mikroskopische Skala beinhaltet. Es geht aber um die Einsteinschen Betrachtungen zur Absorption und Emission von Lichquanten durch Molekuele, die auf diesem Prinzip der mikroskopischen Reversibilitaet beruhen, wobei die Emission aus spontaner Emission sowie eine vom Strahlungsfeld selbst induzierte bzw. stimulierte Emission besteht. Dirac (1927) hat Einsteins Arbeit, die noch auf der Quantentheorie alter Praegung beruhte, auf quantenmechanischem Wege bewiesen. Die Quantenmechanik war ja erst durch Heisenberg (1925) begruendet und von Born und Jordan (1925) sowie Born, Heisenberg und Jordan (1925) mathematisch untermauert worden.

        Naheres zu der mikroskopischen Reversibilitaet der Einsteinschen Betrachtungen sind auch in dem Buch Moore/Hummel (1986), „Physikalische Chemie“, dargelegt (Stichwort: Einstein-Koeffizienten).

        Auf der vom Strahlungsfeld stimulierten Emission beruht uebrigens das Prinzip des LASER.

        • Hallo Herr Kramm,
          auch bei der Wechselwirkung von Licht mit Materie müssen bei Reversibilität die Umgebungsbedingungen gleich bleiben. Für die Photonen ist diese Bedingung leicht zu erfüllen, da sie nicht wechselwirkende und nicht unterscheidbare Teilchen sind. Bei der Molekül-An- und Abregung muss man aber z.B. auch nicht strahlende Konkurrenz-Prozesse beachten. Man analysiert diese Prozesse getrennt und ermittelt die statistischen Gewichte. Dies bildet aber nicht immer die reale Welt ab. Ein triviales Beispiel: etwa um 1970 benutzte man Rubin-Laser mit Spiegeln in der Umgebungsluft. Das erforderte häufiges Reinigen und Justieren der Spiegel. So etwas Triviales liest man in keiner Veröffentlichung.

          • Herr Berberich, wenn Sie Recht haben wollen, dann suchen Sie sich jemand anderes zum Streiten.

            Wenn Sie sich die Liste der von mir zitierten Arbeiten anschauen wuerden, dann koennten Sie die Arbeiten von Klein & Rosseland (1921) sowie Milne (1928) entdecken. Milne war es, der die Einsteinschen Betrachtungen durch die Kollisionen erster und zweiter Art, wie sie von Klein & Rosseland (1921) diskutiert wurden, erweiterte und auch den Gueltigkeitsbereicht der Einsteinschen Betrachtungen darlegte, naemlich lokales thermodynamisches Gleichgewicht (LTE). Und nur unter der Bedingung des LTE ist es zulaessig, im Falle der Schwarzschildschen Gleichung die Quellfunktion durch die Plancksche Strahlungsfunktion zu ersetzen. Die LTE-Bedingung ist in der Atmosphaere bis in etwa 60 km ueber Meeresspiegelniveau erfuellt.
            Das ist Lehrbuchwissen (siehe z.B. Chandrasekhar, 1960, Goody & Yung, 1989,Lenoble, 1993, Liou, 2002).

            Kollisionen erster Art (inelastischen Kollisionen), der zur Molekuelanregung fuehren, spielen beim Franck-Hertz-Experiment eine wesentliche Rolle. Die Kollisionen zweiter Art (superelastische Kollision) sorgen fuer eine Abregung der Molekuele. Die Begriffe Kollisionen erster und zweiter Art gehen auf Klein & Rosseland zurueck.

            Was Ihr Hinweis auf Rubin-Laser in dem Zusammenhang soll, wissen wohl nur Sie.

          • @Gerhard Kramm 3.Juli 2020 um 20:10
            „Was Ihr Hinweis auf Rubin-Laser in dem Zusammenhang soll, wissen wohl nur Sie.“
            Die Frage, die sich immer stellt. Vertraut man mehr der persönlichen Lebenserfahrung oder den Büchern? Sie haben natürlich Recht. Ein Laser ist ein menschliches Produkt und baut auf dem Prinzip mikroskopischen Reversibilität auf.

  6. Ich, Dipl.-Geol., habe Anfang der 80iger Jahre in Göttingen Geologie studiert. Mein Sohn ist auf meinen Rat hin nach München zum geowissenschaftlichen Studium gegangen (mittlerweile 4. Semester), weil ich glaubte, dass er dort sowohl die klassische Geologie (an der LMU) aber auch die technischen Aspekte (an der TU) lernen kann. Wenn München die beste Uni in Deutschland ist, möchte ich nicht wissen, was an anderen Universitäten los ist. Was dort auf den Lehrveranstalltungen und Exkursionen geboten wird (ok, kann nur aus den Berichten meines Sohnes darauf schließen), hat mit unserem Studium vor gut 30 Jahren nicht mehr viel zu tun. Die Qualität ist, meiner Ansicht nach, stark zurückgegangen. Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?

  7. So nebenbei……

    Der Sohn meiner ältesten Schwester studierte Architektur in den USA.
    Hier in der Schweiz hatte er eine Bauzeichnerlehre-Hochbau gemacht und ca. 3 Jahre darauf gearbeitet.
    Um hier studieren zu können, hätte er erst via „Zweitweg“ die Matura nachholen müssen. Also 3 Jahre Schule neben der Arbeit….
    Teuer, Langwierig und hernach kommen ja noch 4 Jahre Studium.….
    Allerdings gelten Berufsleute die das so hinkriegen in den Firmen als top, eher besser wie die mit normalem Werdegang denn sie sind Durchhaltefähig.

    In den USA musste er seine Zeugnisse vorlegen, begründen warum er auf die Schule will und zeigen was er kann, also Werkstücke vorlegen usw. dann wurde entschieden ob man in nimmt.
    Die waren übrigens von seiner soliden Berufsausbilduung sehr angetan.
    Jedenfalls ging er in die USA, hatte da pro Jahr 3 Semester Studium was ihn im Jahr 50ooo Franken kostete….. exklusive Lebenshaltung.
    ——————————————
    In den USA ist das teuer…… man muss es sich leisten können.
    Aber was man dafür bekommt ist erstklassig.
    ——————————————

    Die „Reichen“ US Amerikaner die ihre Kinder für so viel Geld auf eine gute Schule schicken, die achten sehr genau darauf das sie dafür Qualität bekommen.

    Im kleinstädtischen eher ländlichen USA gibt’s für 200ooo Dollar ein neues möbliertes Haus samt Grundstück.

  8. Der Verfall geht ja munter weiter und wird dem Schlaf-Michel als „Weltspitze“ verkauft. Leuten, die aus eigenem Antrieb wissenschaftlich nie etwas auf die Reihe gekriegt haben sich aber politisch korrekt positionieren, wird von BMBF und BMWi das Geld bildlich gesprochen sogar rektal verabreicht, solche, die in den Grundlagen, die politisch vielleicht nicht so interessant sind, weltweit führend waren, werden die Anträge reihenweise abgelehnt, weil die, denen das Geld bildlich rektal verabreicht wird, diese Anträge eben nicht mehr verstehen. Früher sagt man „Zweitklassige berufen Drittklassige“, heute passt eher: „Drittklassige berufen Viertklassige“ – von diesem Verfall wird sich Deutschland auch nicht mehr erholen, erst recht nicht, wenn Friedrich Merz sich den Grünen anbiedert.

    Auch die ehemals ehrenwerte Max-Planck-Gesellschaft ist zu einer politischen Institution verkommen (siehe die Berufung von Robert Schlögl in den „Nationalen Wasserstoff-Rat“), von der MPG braucht man bei der aktuellen Politik, die den Focus NUR auf „Zahl der Zitate“ und „Hirsch-Index“ setzt, keine fundamentalen neuen Ideen mehr zu erwarten.

    Schade, schade, schade, aber die wenigen verbliebenen hochanständigen Leute sind gegen diese Übermacht an Narzissen und Profiteuren komplett machtlos.

  9. Kritikpunkte

    a. Was für den Physiker der Verbrennungsmotor ist für den Wirtschaftswissenschaftler der Kapitalismus. Der Zeuge Desmond Tutu verriet all seine eigenen wichtigen Werte, kungelte mit dem Reichtum zerstörenden und Menschen verachtenden Sozialismus. Nelson Mandela tendierte sogar zum Kommunismus. Beide wären auf Seiten der Gegner von EIKE, auf Seiten der Unfreiheit und des Betrugs, die grünen Kommunisten unterstützend. Desmond Tutu hat weder aus der Geschichte noch aus der Bibel etwas gelernt. Das ist allein seine schuld.

    b. Die Physiker haben den Politikern die Waffen geliefert, die sie brauchen, um den Menschen, vollends zu unterdrücken. Dürrenmatt lesen.

    c. Was ist denn das letztliche Ziel der Physik? Wo liegt der Sinn? Wieso arbeitet der Silicon Valley dann an der Verknüpfung Mensch und Maschine? Was hat denn Bill Gates sich bereits patentieren lassen, diesbezüglich? Ist denn KI, nicht der lächerliche menschliche Versuch, GOTT nachzuahmen? In der Bibel steht, dass das nicht gelingen wird und der Mensch nie dahinter wird kommen können. Physiker vermögen eben nicht alles.

    d. Alle Physiker auf dem obigen Photo sind tot? Keiner hat überlebt? Das ist eine sehr schlechte Bilanz. Was ist Intelligenz? Was ist Weisheit?

    e. Ich kann jedem Möchtegern-Physiker nur anraten, sich mit Max Thürkauf (1963 erhielt er für die Herstellung von schwerem Wasser den renommierten Ruzicka-Preis der ETH Zürich) geistig sehr intensiv auseinanderzusetzen und ihn sehr genau zu studieren. Max Thürkauf kennt seinen Fachbereich auch aus dem ff. Das soll ihm erst einmal einer nachmachen.

    Max Thürkauf (später auch Fluglehrer und Kunstflieger) begann seine berufliche Laufbahn als Chemiker mit einer Lehre zum Chemielaboranten. Danach holte er in einer Abendschule die Hochschulreife nach und studierte Chemie.

    Thürkauf arbeitete naturwissenschaftlich auf den Gebieten der Isotopentrennung, Elektronenmikroskopie grosser Moleküle, der chemischen Thermodynamik und Reaktionskinetik. Er war Professor für Physikalische Chemie und Leiter des Instituts für Physikalische Chemie an der Universität Basel. Wer diesem Mann echtes, unangreifbares naturwissenschaftliches Know-how absprechen will, der sollte demütig in sich gehen, wenn er es noch kann.

    f. Und dem Autor oben empfehle ich die Lektüre der überlegenen Bibel. Da stehen alle Antworten bereits drin. Da viele diese Antworten jedoch nicht mehr ertragen ist ein Problem, welches die Bibel auch erklärt.

    g. Physik hat mit Materie zu tun. Vom überlegenen menschlichen Geist versteht die Physik nichts. Weil sie es wollte. Hochmut kommt immer vor dem Fall.

    Mit den obigen Physikern auf dem Photo, hätte man noch über all diese Dinge höflich und OHNE ZENSUR sprechen können. Obwohl auch damals der Hochmut schon im Aufkommen war. Diese Preisträger hatten noch echte Bildung, die sie alles aus nicht-physikalischen Fächern zogen.

    • Physik: Das rationale Studium von Objekten und deren Bewegungen.

      Philosophie: Das rationale Studium von abstrakten Konzepten

      Folgende Definitionen gelten uneingeschränkt für jede Physikdiskussion:

      Objekt: Das, was Form hat.

      Raum: Das, was keine Form hat, Nichts

      Konzept: Das, was keine Form hat, eine menschliche Vorstellung

      Lokation: Die Entfernung eines Objekts zu allen anderen Objekten.

      Existieren: Form und Lokation besitzen.

      Bewegung / Dynamik: Lokationsänderung eines Objekts.

      Rational: Dem Unterschied von Objekt und Konzept Rechnung tragend.

      Irrational (im starken Sinne): (a) Objekte wie Konzepte und/oder Konzepte wie Objekte behandelnd; (b) einem Objekt zwei sich gegenseitig ausschließende Eigenschaften unterstellen.

      Irrational (im schwachen Sinne): Einem Objekt eine Eigenschaft unterstellen, die in krassem Gegensatz zu allen Erfahrungen steht.

      Objektiv: Sich ausschließlich auf Objekte und/oder deren Bewegungen beziehend.

      So gesehen, ist es ein Foto voller Scharlatane, die Konzept nicht von Objekt unterscheiden konnten.

      • Die von Ihnen schubladisierten „Scharlatane“ auf dem Foto werden Ihre „Unschärfe“ bezüglich Konzept und/oder Objekt in weiser Milde verzeihen!
        PS
        In Ihrer schönen Aufzählung fehlt mir: Mathematik, und definieren Sie sie bitte nicht als „rationale Mathematik“, sondern einfach nur als „Mathematik“. Ich freue mich darauf.

        • Mathematik kann grundsätzlich nur Wie-Fragen beantworten. WIE bewegen sich Planeten und Monde im Sonnensystem aber WARUM sie sich bewegen, wie sie es tun, ist das eigentliche Rätsel. Newtons Beschreibung löst das Problem nicht einmal ansatzweise. Man kann Einstein vorwerfen, seinerseits sehr viel zersetzenden Unsinn in die Physik hereingetragen zu haben. Aber immerhin war sich der Limitierungen der Mathematik bewusst und ließ sich nicht vollständig von der positivistischen Propaganda der Mathematiker in seinem Umfeld anstecken. Er sagte vor der Preußischen Akademie der Wissenschaften am 27.Januar 1921:
          „…die Mathematik vermag als solche weder über Gegenstände der anschaulichen Vorstellung noch über Gegenstände der Wirklichkeit etwas auszusagen. Unter“Punkt“ und „Gerade“ usw. sind in der axiomatischen Geometrie nur inhaltsleere Begriffsschemata zu verstehen. Was ihnen Inhalt gibt, gehört nicht zur Mathematik“
          Georg Christoph Lindenberg,der 1770 der erste deutsche Professor für Experimentalphysik wurde. Er war darüber hinaus auch ein begnadeter Aphoristiker und durchschaute das Treiben der Mathematiker aller Zeiten sehr genau:
          „Es ist fast mit der Mathematik wie mit der Theologie. So wie die der letzteren Beflissenen, zumal wenn sie in Ämtern stehen, Anspruch auf einen besonderen Kredit von Helligkeit und einer nähere Verwandtschaft mit Gott machen, obgleich sehr viele darunter wahre Taugenichtse sind, so verlangt sehr oft der sogenannte Mathematiker für einen tiefen Denker gehalten zu werden, ob gleich es darunter die größten Plunderköpfe gibt, die man nur finden kann, untauglich zu irgendeinem Geschäft das Nachdenken erfordert, wenn es nicht unmittelbar durch jene leichte Verbindung von Zeichen geschehen kann, die mehr das Werk der Routine als des Denkens sind.“

        • zu: Lindenberg, 1770

          Na ja, wenn sowas von Euler, Gauß, Gödel, Popper gekommen wäre, aber so: ein Aphoristiker der viel zu viele Worte braucht für etwas was er selber nicht praktiziert /zwinker /zwinker.

          • „Na ja, wenn sowas von Euler, Gauß, Gödel, Popper gekommen wäre, aber so: ein Aphoristiker der viel zu viele Worte braucht für etwas was er selber nicht praktiziert /zwinker /zwinker.“

            Bin ganz Ihrer Meinung! Aber ist da nicht noch was?
            * WARUM schafft man nicht die Quadratur des Kreises?
            * WARUM ist PI eine transzendente Zahl?
            * WARUM ist e eine transzendente Zahl?
            * WARUM stimmt Fermats Letzter Satz?
            * WARUM …?
            Das sind alles WARUM-Fragen! Nach obiger Definition „Mathematik kann grundsätzlich nur Wie-Fragen beantworten.“ bin ich leicht irritiert! Trotzdem ich mein Unwissen über anthroposophisch esoterische Mathematik und Physik möglichst lange hochhalten werde! Zwinkersmiley.

          • Die ständige Suche nach anthroposophisch esoterischer Mathematik und Physik, sowie als auch nach praktischer Mathematik und Physik, hat denselben Ursprung (ergo, ein WARUM weniger).

          • „* WARUM schafft man nicht die Quadratur des Kreises?
            * WARUM ist PI eine transzendente Zahl?
            * WARUM ist e eine transzendente Zahl?
            * WARUM stimmt Fermats Letzter Satz?“

            Weil dies mathematisch bewiesen ist und in den Beweisen zu finden ist.
            Sie können die Warumfragen genauso gut und berechtigt anders herum stellen. Die Urache, warum aber Ihre Form bevorzugt ist, liegt nur am ästhetischen Empfinden oder der Suche nach besonderen Beziehungen. Aber die Natur richtet sich nicht nach solchen Wünschen.

      • @Guido Sefzik

        Respekt für diese gelungene Übersicht. Vorschlag: statt „Konzept“ das Wort „Begriff“ benutzen, kommt dann auch dem lateinischen Original nahe.

        Interessant Ihre Definition von „Existenz“ = „Form und Lokation besitzen“. Bei Kant ist ja die „Existenz“ (z.B. Gottes) einer Sache = deren Position im Raum. Die Sache selbst ist ja eine „res extensa“.

  10. Die Beschreibung der Personen und Hintergründe zum Aufmacherbild stimmen mich traurig.
    Wo sind heutzutage die kompetenten Wissenschaftler und Ingenieure, die das Wissen der Altvorderen bewahrt und vermehrt haben?
    Wenn ich da so an die MPG, VDI,VDE,DVWG denke … Für mich Duckmäuser die Angst haben, die Subventionen zu verlieren.

    • Der Schreiberling im Video hat leider komplett nicht verstanden wie die App funktioniert… Folgender Text sollte eigentlich auf Ihre Antwort an anderer Stelle stehen, ist aber über EIKEs Spamfilter verschluckt worden:

      Die App hilft das persönliche Risiko einzuschätzen.
      Jede Person mit positiven PCR Test, *kann* das Infektionsrisiko über die App denjenigen anonym mitteilen, mit denen er in den letzten 14 Tagen mehr als 15 Minuten nahe war. Dadurch wird aber keiner als „infiziert registrier[t]“. Die App registriert generell keine Personen. Eine Personenzuweisung in einem Register ist über den Algorithmus auch nicht möglich. Jeder der eine Info über die App zu einem Kontakt mit einer infizierten Person erhält, *kann* sich kostenlos testen lassen. Ich persönlich würde mich nicht nur bei Symptomen testen lassen, sondern auch, wenn die App dies empfiehlt.

      Der Konjunktiv in der Funktion der App (*kann* eingetragen werden, *kann* sich testen lassen) ist auch bewusst von den Entwicklern so implementiert.
      Die App ist kein Wundermittel, aber bei einem R um 1 helfen auch kleine Maßnahmen und bei Clusterausbrüchen wie in Gütersloh (und ab Herbst wieder erwartbar) kann es einem individuell helfen. Die App ist auch nicht fehlerfrei: wer Kontakt mit jemanden vor dessen Infektion hatte, kann informiert werden (z.B. Infektion am 20.6, Test am 28.6, alle ab 14.6 werden informiert). Wer an der Glaswand mit einem Infizierten (vor seinem Test) saß, kann informiert werden. usw. Aber: diejenigen die ein Risiko haben, werden eben auch informiert.

      „Der beste Preis aller Zeiten gehört der Person, die erklären kann, wie überhaupt diese app funktionieren kann.“ Den besten Preis können Sie vielleicht an Herrn Neumann nach 15 Minuten Zuhören der Erklärung weitergeben. diese ist leicht zu finden als „LNP338 Corona Tracking App“. Die SAP-Telekom-Umsetzung ist ziemlich nahe an dieser Erklärung von Ende März dran..

      Es ist nicht so, dass die App nutzlos wäre, wenn diese nur zu 20% diejenigen trifft, die angesteckt wurden und zu 80% falsch positive Anzeigen ausspuckt. Die falsch positiven werden nicht verpflichtet was zu tun und ein Gang zum Arzt wäre wohl naheliegend.
      Wenn eine solche Quote nutzlos wäre, würden Grippeimpfungen, Notbremsassistenten oder Eingliederung von Langzeitarbeitslosen ebenso nutzlos sein..

      • Tut mir leid aber egal wie Sie das schön reden wollen diese App bringt absolut nichts. „kann“ und „kann“. Die ganze Mühe und die Investition ist es aber nicht Wert sich mit solcher einer App zu beschäftigen. Selbstbeschäftigungstherapie und Zeitverlust.
        Die App hilft eben nicht das persönliche Risiko abzuschätzen, weil man damit gar nichts abschätzen kann. „Jede Person mit positiven PCR Test, *kann* das Infektionsrisiko über die App denjenigen anonym mitteilen, mit denen er in den letzten 14 Tagen mehr als 15 Minuten nahe war. “ Woher wollen Sie denn wissen, ob sie vor 14 Tagen das Virus auch hatten? Der PCR Test kann das nicht zeigen. Vielleicht haben Sie das Virus vor einem Tag bekommen. Ich lasse mich auch nicht testen, weil eine app mir das empfiehlt.
        Die Idee dahinter ist schon mal völliger Schwachsinn. So eine App kann gar nicht funktionieren.

  11. Dr.-Ing.Friedhelm Sporenberg

    Ein Beispiel aus dem Jahr 1972 ( nach Dutschke -Zeit TU Berlin), Lehrveranstaltung “ Höhere Mathematik IV“,sehr komplex und aufwendig in den Übungen.Die Veranstaltung wurde von linken marxistischen Studenten ,z.T. von der FU Berlin, schon damals weit nach links abgedriftet,gestört, indem diese uns aufforderten, die Vorlesung zu sabotieren ,um draussen am Bahnhof Zoo gegen die Polizei zu kämpfen. Damals war es noch möglich, diese Leute höflich zu bitten,die Veranstaltung nicht länger zu stören, sodass wir sie hinauskomplimentiert haben.Diese “ Neu Linke -Protestbewegung „kam in den 1960-Jahren in Gang und setzte sich in den 1980-Jahren fort, indem diese ursprünglichen Marxisten mit radikaler Staatskritik die eigenen Aktionen als Notwehr zu rechtfertigen versuchten. In den 1990-Jahren kamen die Grünen dort an ,wo sie immer hinwollten. Im öffentlichen Dienst bekleideten sie inzwischen komfortable Positionen( Fischer, Trittin,Claudia Roth, Edda-Müller,R. Baake etc.).All dies hat direkt und indirekt mit dem Niedergang der deutschen Wissenschaft , sowie einhergehend mit der Ausbildung der Studenten zu tun, indem im Namen der Grünen der Fortschrittsgedanke geächtet wird und eine Meinungsdiktatur etabliert wurde.
    Noch ein Literaturhinweis: A.Pettenkofer Die Entstehung der grünen Politik.
    Kultursoziologoie der westdeutschen Umweltbewegung. Campus Verlag

  12. Männer/Frauen: hier gibt es Unterschiede, deshalb ist Gendermedizin sinnvoll, z. B. hormonelle Unterschiede, Häufigkeiten bei Erkrankungen, Auswirkungen bei medikamentöser Therapie…
    Ansonsten teile ich die Ansichten über unsere Hochschullandschaft. Manche privaten Hochschulen sehe ich sehr kritisch, Bachelorabschlüsse sind leicht erreichbar. Professoren/innen ohne Forschungserfahrung, “Titel“ als Schmuck für die Visitenkarte.

  13. Ich denke, das beschreibt die Politisierung und den Niedergang unserer Hochschul-Landschaft treffend. Die 68er waren bei ihrem Marsch durch die Institutionen erfolgreich, der Linksdrall wirkt bis heute. Das Tragische dabei: Unsere Hochschuldirektoren und Politiker sind nur mehr zu einer Schleimspur-Politik der Anpassung fähig. Selbst einer bedauernswerten jungen Frau wie Greta laufen alle nach, um sie mit Ergebenheitsbekundungen zu überhäufen. Heilige Greta, gib uns Orientierung!
    Dass von Kirchen und Medien wenig zu erwarten ist, das ist hierzulande Normalzustand. Ob Excellenz-Initiativen und der Ersatzfetisch Europa den Absturz stoppen können – wohl eher nicht. Auch nicht mit noch so vielen Gender- und Fahrrad-Lehrstühlen!

  14. Die Humboldt-Universität zu Berlin, wo ich zu DDR-Zeiten ein Sprachenstudium begann, war zwar von vorn bis hinten von Stasi-Zuträgern durchsetzt; dennoch hat man mir eine gute Ausbildung vermittelt. Zum Übersetzer. Im Ostblock galt das Prinzip von Makarenko, dem Grandseigneur der sowjetischen Erziehungswissenschaft. „Ich fordere dich, weil ich dich achte.“ Auch den Oberen in der DDR war klar, daß man Bienen braucht und züchten muß und nicht nur nutzlose fette Drohnen, die bloß durch ihr SED-Parteibuch Karriere machen oder durch Denunziantentum. Als faulen Kompromiß – gut zu sein allein genügte in der DDR nicht – leistete ich 3 Jahre Armeedienst in der NVA, um überhaupt den Studienplatz zu bekommen. Aus meiner Sippe war niemand bei SA oder NSDAP, später auch nicht in der SED. Und mit der Stasi im Bett schon gar nicht. Selbst den dümmsten Knallchargen im Politbüro war klar, daß zur Schau getragene Loyalität zu Staat und System kein Fachwissen und Können ersetzt, so sehr sie auch auf den Gehorsam ihrer Untertanen Wert legten.

  15. Der Artikel hat mich sehr traurig gestimmt, was ich auch in der Weiterleitung an meinen Privatverteiler geschrieben habe.
    Was die Medizin anbetrifft (ich bin Physiker) kann ich da nur aus eigenem Erleben etwas Positives berichten:
    1985 habe ich mir beide Handgelenke gebrochen, beim Sturz vom Kirschbaum. Die Chirurgen haben mir an einer Hand einen „Fixateur externe“ appliziert, der ziemlich gräßlich und gerfährlich aussah. Die offenen Wunden für die Schrauben mußte ich auch täglich sorgfältig desinfizieren.
    Mit dieser Hand (die andere hatte nur eine Schiene benötigt) bin ich herumgelaufen, auch in der Stadt (damals Fürth). Da hat mich ein junger Mann angesprochen, der mich gefragt hat, ob er genauere Informationen zu diesem deutlich sichtbaren Unikum haben dürfte, er wäre Medizinstudent in USA, und er hätte so etwas noch nie gesehen! Ich habe ihm gerne die Informationen gegeben (was mir der Chirurg eben gesagt hatte) und er war sehr beeindruckt.
    Ich habe dieses Erlebnis meinem Chirurgen erzählt, und da sagte er mir: In den USA wären solche modernen Methoden eher nicht im Einsatz, weil bei Fehlschlägen exorbitante Schadenersatzforderungen auf die Ärzte zukämen, was den technologischen Fortschritt (in der Medizin) doch sehr behindere.
    Da habe ich damals doch ein wenig an den Fortschritt auch hierzulande geglaubt…

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