Der Klimawandel: Zwischen Apokalyptikern und Sonnen-Schnatterern

Lauter Enten in Medien und Politik! Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

Bemerkungen zu einem Leitartikel in der WELT
Von Dr. Ing. Günter Keil
In der WELT  vom 19.November 2019 war in dem Leitartikel des Chefredakteurs Erstaunliches zu lesen. In dem Titel ging es zwar (nur) um Müll, aber schon die ersten Zeilen waren dem wichtigsten politischen Katastrophenthema Klimaschutz gewidmet.

Dort war zu lesen (hinter Bezahlschranke):

„Das Bescheuerte hat zwei Pole: Während die ein˟innen dem Globus lediglich noch ein paar Jahre geben, schnattern andere davon, dass alles so weitergehen könne wie bisher, die Sonne schuld am Klimawandel sei und jeder seinen SUV zum Brötchenholen anwerfen solle. Doch zwischen Alarmismus und Hartleibigkeit sitzt das Reich der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes, und der kann nicht anders, als….“.

Danach ging es mit dem Müll weiter.
Mein Problem ist, dass ich in der Tat eine Meinung zum Klimawandel habe und mir nun aussuchen darf, ob ich zu der Bescheuerten-Fraktion der Weltuntergangs-Alarmisten oder zu der ebenso bescheuerten Gruppe der Schnatterer gehöre.

Ich gestehe hiermit, dass ich ein Schnatterer bin, muss aber betonen, dass ich keinen SUV habe. Obwohl ich Brötchen mag.
Was mich aber sowohl tröstet, aber auch ratlos macht, ist Herrn Poschardt‘s Ansage, dass der „dazwischen sitzende gesunde Menschenverstand“, zu dem er offensichtlich einen bevorzugten Zugang hat, die Wahrheit kennt.
Eine harte Ohrfeige für die Wissenschaft, die bislang eigensinnig experimentelle Beweise für naturwissenschaftliche Hypothesen verlangt, die auch noch durch die Wiederholung dieser Experimente durch andere Forscher bekräftigt werden müssen, bevor die Hypothese als bewiesen gilt.
Nun ist das leider in der Klimaforschung bisher nicht gelungen, was an den extrem komplizierten, nichtlinearen und zufälligen Variablitäten der beteiligten physikalischen Prozesse und der mehrfach beklagten grundsätzlichen Unmöglichkeit liegt, das überhaupt berechnen zu können – weshalb auch keine Prognosen erstellt werden können, die wenigstens das bedruckte Papier wert sind.
Bleibt leider den Anhängern der Katastrophen-Theorie nur eins übrig: Sie müssen daran glauben. Wie das auch in Sekten üblich ist.
Doch nun kommt der Poschardt’sche gesunde Menschenverstand ins Spiel, der nach seinen Worten „dazwischensitzt“ – was wohl auf eine Art von Mittelwertfindung zwischen den Extremen „Untergang“ und „Garnichts“ hinausläuft. Die über den angeblich durch die Menschen verschuldeten Klimawandel streitende Wissenschaft sollte einpacken und die Veröffentlichung der  – noch vertraulichen – Mittelwerte der WELT-Chefredaktion abwarten. Das Ergebnis könnte also zum Beispiel lauten:
10 Prozent Sonneneinfluss und 90 Prozent vom Menschen verschuldeter Untergang. Oder auch umgekehrt. Wir warten.
Im Übrigen finde ich es als Solarschnatterer unangemessen, die Sonne als am Klimawandel schuldig zu bezeichnen. Sie hat seit Jahrmillionen einen guten Job gemacht, das sollte man ihr zugutehalten.

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5 Kommentare

  1. Ich kriege 3 bis 5 Anrufe per Telephon pro Tag, jeden, um mich auf mein Recht für 1€ mein Haus zu Isolieren. Wie viele Leute werden da angestellt? Es ist ein Arbeitsbeschaffungsprogramm das zwar viel kosted aber auch vielen was bringt. Es zeigt doch nur wie schlimm es um unsere Ekonomie steht und es scheint nichts zu bringen ausser die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Umverteilung? Die meisten angebotenen Isolierungen sind aus der Petrochimie und sehr schwer zu recyclen bis gar nicht, muss halt billig sein. Alles wird Administratif/Politisch organisiert. Experten findet man nur in der Kommunikation um uns das alles lecker zu machen. Wir gehen tatsächlich einer menschengemachte Katastrophe zu hat aber mit dem Klima nichts zu tun. Grüsse

  2. Das Grundproblem ist doch, daß man von Seiten der Apokalyptiker, den natürlichen Klimaschwankungen ihre wahre Variabilität zusammstreicht. Würde man diese in ihrem vollen Umfang eingestehen, würden Sonne und Kohlenstoffdioxid in keinster Weise als Weltuntergangsgefahr durchgehen.
    Da müssten wieder galaktische Gefahren her, um willenlosen Aderlass in den Gehirnen zu aktivieren. Halt da war doch in den letzten 2 Wochen schon was wegen der irrlaufenden Brocken im Sonnensystem und man müsste dringend Vorsorge treffen und bräuchte hierfür nur ausreichend finanzielle Mittel.
    Bereitet man sich denn schon wieder auf den Zuggefährtwechsel vor?

    Mit freundlichen Grüßen!
    Christian Möser
    Zimmerer

    • Genauso ist es! Es gibt jede Menge Studien, auch gerade aus Dtl., die die natürliche Variabilität im Holozän beweisen. Und alle sagen, es gab abrupte, starke Klimaveränderungen. Rahmstorf & Co. wissen das. Haben sie doch zus. mit dem GFZ Potsdam an solchen Projekten mitgearbeitet. Das Einzige, was für uns Öffentlichkeits-Doofe da raus gezogen wurde: Es waren „regionale Phänomene“, die nichts mit dem „globalen Klima“ zu tun haben! Wenn das dann nicht reicht, geht man zur „Nördlichen Hemisphäre“ über. Ja, nee is klar…

  3. Gerade die industrie profitiert ja von dem Klimablödsinn, mir kann keiner erzählen das von den tausenden Ingenieuren nicht einer dabei ist der einigermassen logisch denken kann, sonst könnte er ja seinen Job nicht machen. Und die industrie weiss in spätestens 10 Jahren kann man diesen Humbug nicht aufrechthalten allein schon wegen der desaströsen Kosten. Deshalb hält man sich ein Hintertürchen offen und sagt dann dank dieser anstrengungen (also in den kommenden Jahren) das dies das ergebnis der Millarden investitionen sind die dafür gesorgt hat das nichts passiert ist – also man kann die Kosten begründen weil eben sich das Klima nicht geändert hat – also genau das was wir jetzt auch hätten wenn wir weiterhin mit Kohle und Kernkraft weitergemacht hätten.

  4. Wer nimmt denn die Alt-68er-Labertasche Poschardt noch ernst?!

    Nur ein weiterer Sargnagel der ehemals seriösen Zeitung „Die Welt“ …

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