Statt 80 sind plötzlich 300 Millionen Küsten­bewohner vom Klima­wandel bedroht

Meeresspiegel: Steigt er oder steigt er nicht? Bild: Dietmar Meinert / pixelio.de

Helmut Kuntz
Die schlimmen Folgen des Klimawandels werden immer bedrohlicher und erhöhen sich fast schon täglich. Zumindest, wenn man der sogenannten Wissenschaft des vom Menschen-gemachten Klimas noch glauben würde. Nichts an den Küstenpegeln hat sich unnatürlich verändert, trotzdem sind plötzlich anstelle von 80 Millionen Küstenbewohnern quasi „über Nacht“ fast viermal so viele, nämlich 300 Millionen vom schlimmen Klimawandel betroffen, vielleicht könnten es bald auch eine halbe Milliarden sein.
Wie hat das sich vorwiegend natürlich wandelnde Klima diesen plötzlichen Sprung zuwege gebracht?

Das Meer ist nicht gestiegen, der Strand wurde niedriger …

steht in einer Studie. Das gibt erst einmal nicht viel Alarm her. Also berichteten entsprechende „investigative“ Medien diese Feststellung als „Land unter“, um die gewünschte Wirkung zu erzeugen:
Klimareporter (und andere) am 02. November 2019: [1] Steigender Meeresspiegel Land unter
Der Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel bedroht Millionen Menschen in den Küstengebieten. Eine verbesserte Datenanalyse von Satellitenbildern zeigt nun, dass die Zahl der Betroffenen wohl dreimal so hoch ist wie bislang angenommen.
Und dann kommt es ganz schlimm: Es können sogar bald eine halbe Milliarde Betroffene werden:
[1]Laut der Studie mit dem Titel „Flooded Future“ (Überflutete Zukunft), die in dieser Woche in der Zeitschrift Nature Communications erschien, werden sehr viel mehr Menschen als bisher angenommen von regelmäßigen Überflutungen durch den Klimawandel betroffen sein.
Zu dem Ergebnis kommen die Studienautoren
Scott Kulp und Benjamin Strauss durch eine verbesserte Datenanalyse von Satellitenaufnahmen. Bisherige Modelle hatten sich nach Angaben der Forscher um mehr als vier Meter vertan, da die Satelliten Dächer und Baumkronen als Basis genommen hatten und dadurch die Küstenlinien nicht korrekt berechneten …

Niedrigerer Strand bedeutet: Würde der Meeresspiegel steigen, wären mehr davon betroffen

Den Meerespegel messen Satelliten trotz teils riesiger Wellen und bis zu 150 m tiefen „Gravitationslöchern“ (angeblich) auf Zehntel mm genau, bei Strandhöhen vertun sie sich leider um 4 m. Bisher ist das den vielen Forschern nicht aufgefallen. Aber unermüdlicher Fleiß, bekommt eben irgendwann auch seinen Preis: Forscher haben gerade noch rechtzeitig zum Klimagipfel auch diesen Fehler erkannt und korrigieren können.
Und als Folgerung kann leider nur herauskommen: Wenn der Strand im Hinterland um bis zu 4 m niedriger ist als bisher ermittelt, sind – falls der Meerespegel steil ansteigen würde -, selbstverständlich viel mehr Landflächen und damit auch Küstenbewohner betroffen. Berechnen kann man das jetzt endlich ganz genau:
[1]Mit ihrer verbesserten Analyse können Kulp und Strauss nun genauer beziffern, wie viele Menschen tatsächlich in den betroffenen Regionen leben – nämlich deutlich mehr als bislang geschätzt.
Nach der neuen Schätzung sind dreimal mehr Menschen akut gefährdet. Falls die CO
2-Emissionen nicht sinken und der Meeresspiegel bis zum Jahr 2050 weiter steigt, erleben demnach 300 Millionen Menschen in Küstengebieten durchschnittlich einmal im Jahr Überflutungen. Bisherige Schätzungen lagen bei 80 Millionen.
Im Jahr 2100 wären sogar mehr als eine halbe Milliarde Menschen betroffen – entweder von permanenter Überflutung ihres Landes oder von regelmäßigen Überflutungen.

In der Studie steht auch, dass nicht der Meerespegel schlimm steigt, sondern Städte über 160 mal schneller einsinken …

Man erinnere sich an das wirkliche Problem, welches viele angeblich „Klima-Pegelwandel-“bedrohten Küsten ausweist: Das rapide Versinken in ihren sumpfigen Untergrund:
[4] EIKE 18.06.2019: Küstenstädte versinken, (auch) weil das Geld stattdessen zur CO2-Reduktion hinausgeworfen wird
[5] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

In der „Studie“ listen die Autoren ganz konkret genau das (was der Bundestags-Klimavulnerabilitäts-Recherchekommission bei ihren von Wissen völlig unbelasteten Besuchen vor Ort penetrant nicht auffiel [6]) und das auch mit verblüffend ehrlichen Zahlen; immerhin geben sie für Jakarta eine Sinkrate von 25 cm/pa an, wogegen der Tidenpegel nur um ca. 1,5 mm/pa steigt. Das bedeutet ein Versinken der Stadt im Küstensumpf mit einer Rate, die über 160 mal so hoch ist, wie der Meerespegel-Anstieg!

[1]Doch nicht allein das macht der indonesischen Hauptstadt zu schaffen. Wie so oft ist es auch der nicht nachhaltige Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt, der zu einer Potenzierung der Probleme führt.
Seit Langem sackt die Stadt ab, weil zu viel Grundwasser entnommen wird. Um bis zu 25 Zentimeter pro Jahr sinkt stellenweise der Boden. Bereits heute liegen 40 Prozent des Stadtgebiets unter dem Meeresspiegel. Im Jahr 2050 könnte ein Viertel der Stadt überschwemmt sein.

Trotzdem bleibt der Gegner der Klimawandel. Denn wer mit 250 mm jährlich sinkt, dem machen 1,5 mm Anstieg ja viel mehr aus …

Und so fabuliert die Klimadialektik frisch und frei, was herauskommen muss:
[1]„Küstenregionen überall auf der Welt müssen sich auf eine sehr viel schwierigere Zukunft vorbereiten“, so die Autoren. Der Meeresspiegelanstieg werde weitreichende politische Konsequenzen haben – von schrumpfenden Steuereinnahmen in den betroffenen Regionen über wachsende Migration bis zu Konflikten um Fischereirechte und andere Ressourcen.

Würde man die Treibhausgasemissionen schnell und entschlossen senken, könnten die Gefahren durch den Meeresspiegelanstieg gemildert werden
… Aber auch für europäische Länder müssen die Zahlen laut Studie nach oben korrigiert werden. Bei ungebremst ansteigenden Emissionen sind etwa in Deutschland im Jahr 2050 1,6 Millionen Menschen betroffen

Für den angenommenen Pegelanstieg finden sich in dieser Pseudostudie leider keine direkten Zahlen. Allerdings ein Hinweis, dass Szenarien nach Kopp et al. 2014 verwendet werden.

Daraus Angaben zu Pegelprojektionen:
[3] Moderate emissions cuts (RCP 4.5), Kopp et al. 2014, median climate sensitivity

Bild 1 Pegelszenarien aus Kopp et al. 2014

Allerdings auch ein Hinweis, dass Pegelwerte auf die Studie [7] referenzieren. Und in dieser ist angegeben:

Bild 2 [7] Pegelszenarien
Alleine damit lässt sich nun beliebig spielerisch-kreativ simulieren und „Gefährdete“ wie am Fließband erzeugen.
Dazu der Hinweis, dass der bisherige Tidenpegel-Anstieg linear weitergeschrieben im Jahr 2100 zu +12 cm Pegelanstieg führt.
Wenn man nun das RCP 2.6 Scenario des IPCC nach Bild 2 anzieht, ist Jakarta in nur 2 Jahren (genauer: die letzten zwei Jahre) so tief gesunken, wie der gesamte Pegelanstieg zum Jahr 2100 ausmacht.
Diese Information kann man zwar mit etwas Einsatz im und über den Artikel von „Klimareporter“ erfahren, doch vermitteln will er es sicher nicht:
Klimareporter: [1] Steigender Meeresspiegel Land unter
Der Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel bedroht Millionen Menschen in den Küstengebieten …
… Wie viele Küstenstädte liegt Jakarta nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Wegen der steigenden Pegelstände durch den Klimawandel ist die Zehn-Millionen-Einwohner-Stadt in akuter Gefahr …

Wen wundert es? Die Protagonisten sind die gleichen, wie beim Vorgänger „Klimaretter“. Und auch hier sind ein Herr Grassl und Frau Prof. Claudia Kemfert als Kuratoriumsmitglieder gelistet. Und C. Kemfert ist genau die – unsere Politik beratende Professorin -, welche als hauptsächliche Reputation dafür nur die Eigenschaft hat, der Politik alles als machbar zu versprechen, was gewünscht ist.

Climate Central

Es erscheint nicht zufällig, dass diese (pseudo-)Studie von einem Herausgeber „Climate Central“ erschienen ist. Obwohl und weil dieses Institut von sich behauptet: An independent organization of leading scientists and journalists researching and reporting the facts about our changing climate and its impact on the public …
erkennt man schon daran, dass wie beim PIK weniger über Klima, sondern über Klimafolgen berichtet wird.

Ein Beispiel deckt es sofort auf. Und nicht zufällig ist die (Vorgänger-)Homepage von C. Kemfert wieder dabei:
Klimaretter, 09. November 2015: [2] Meeresspiegel bedroht Megastädte
Bis zu 800 Millionen Menschen könnten langfristig wegen Überschwemmungen ihre Heimat verlieren, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. Zu dem Ergebnis kommt ein am Montag veröffentlichter Report der US-amerikanischen Wissenschaftsorganisation Climate Central. Die Autoren des Berichts, der auf ihrer in der Fachzeitschrift PNAS erschienenen Studie aufbaut, gehen von einem Meeresspiegelanstieg von bis zu elf Metern im kommenden Jahrhundert aus, sollte sich die durchschnittliche globale Temperatur um vier Grad erhöhen – als Folge ungebremster CO2-Emissionen.

Kommt einem dieser Text nicht sehr bekannt vor? Das wesentlich Andere dieses älteren Artikels ist nur, dass ein Pegel von 11 m zum kommenden Jahrhundert angegeben ist.
Und noch etwas findet sich in dieser geradezu hirnrissigen Studie
[9] „Carbon choices determine US cities committed to futures below sea level, Benjamin H. Strauss, Scott Kulp, and Anders Levermann. PNAS November 3, 2015 112 (44) 13508-13513; first published October 12, 2015“,
Herr Professor A. Levermann vom PIK war daran beteiligt. Eine Person, die vor keiner Blamage zurückschreckt [8].

In dieser Studie [9] findet sich als Pegelangaben:
Analysis based on previously published relationships linking emissions to warming and warming to rise indicates that unabated carbon emissions up to the year 2100 would commit an eventual global sea-level rise of 4.3–9.9 m …

Bild 3 [9] Fig. 2. Projections of committed global SLR (Left) and municipalities where more than half the population-weighted area would be affected (Right), under different emissions scenarios and assumptions about West Antarctica. The years shown relate to emissions and associated commitments, not to the timing of ensuing SLR. The 66% CIs are shown for the baseline Antarctic case only.
Die im damaligen Artikel von Klimaretter genannten, 11 m möglicher Pegel fand der Autor in der Studie [9] nicht, er fand allerdings etwas ähnliches im darin zitierten Bericht von Climate Central [10]. Aber bei diesen Pegelangaben kommt es wirklich nicht mehr auf die letzten Meter an:

Bild 4 [10] Figure 2 illustrates the complete global distribution of long-term coastal threats from 4 °C warming and 2 °C warming, and the differences, across all nations. China has the most to lose from business as usual, with a median of 145 million citizens today on implicated land. China also has the most to gain from limiting warming to 2 °C, which would cut the total to 64 million. The six most at-risk nations, as measured by total 2010 population on threatened land (Table 2a), and 9 of the 10 most at-risk nations, as measured by percent of population in the same places (Table 2b), are in Asia. More broadly, 74% of the global population on implicated land live in Asia, a larger share compared to the 59% of global population inhabiting Asia overall.

Wie wahrscheinlich sind 11 m Pegelanstieg zum Jahr 2100?

Um diese Aussagen, unterstützt von einem leibhaftigen Professor vom PIK getätigt in einer Studie zu verdeutlichen, anbei Pegelprojektionen, mit dem Hinweis, dass um Platz zu sparen nicht die 11 m, sondern nur der niedrigere Wert aus den Bildern 3;4 mit 6,9 … 8,9 … 10,8 m eingetragen ist.

Zuerst das Bild mit Pegelprojektionen verschiedener Studien und Institute, unter anderem vom PIK (Schellnhuber und Rahmstorf):

Bild 5 Pegelprojektionen. Anm.: Schellnhuber und Rahmstorf sind vom PIK

Und nun die Pegelprojektion laut dem Artikel und der darauf basierenden Studie [10], an der Prof. Levermann vom PIK mitgearbeitet hat:

Bild 5 mit den in der Studie [10] (Bild 2) als möglich angegebenen, maximalen Meerespegeln
Mancher wird bei dieser Pegelprojektion etwas staunen. In der Statistik ist allerdings im Gegensatz zur Physik nichts unmöglich, es wird nur immer unwahrscheinlicher. Dass alle hier gelisteten „investigativen“ Seiten, Personen und der Professor vom Pik allerdings fernab jeglicher Seriosität agieren und die es ihre „Information“ lesen, hemmungs- und gnadenlos belügen mit absolut sicher nie so kommenden Pegeln in Panik treiben wollen, ist offensichtlich. Komischer Weise (oder gerade deshalb?) berät Frau Prof. Kemfert, die solche Informationspolitik mitträgt, unsere Regierung – und diese (und die Abgeordneten) duldet(n) es, unsere Medien glorifizieren sie weiterhin als sogenannte Fachperson; das ist der eigentliche Skandal.

Ausgerechnet beim Schreiben dieses Artikel meldet gerade unser Bundespräsident, Herr Steinmeier:
BR24, 08.11.2019: Fridays for Future: Steinmeier kritisiert Demokratie-Verständnis
„Apokalypse lähmt“

„Wir kommen aber nicht weiter, wenn wir jede Woche apokalyptische Bedrohungen beschreiben, die kaum zu bewältigen scheinen. Denn Apokalypse lähmt.“ Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Er sollte einfach an den wichtigen Stellen damit beginnen …

Fällt das sonst niemandem auf?

Doch, aber nicht Klima(folgen)wissenschaftlern und Politikberater*innen, sondern ganz normalen Redakteuren die ebenfalls sich noch eigenständiges Denken und den Mut zur Recherche bewahrt haben:
Achgut 08.11.2019: Meeresspiegelanstieg: Forscher vergaßen Deiche an der Nordseeküste
Eine vielbeachtete Studie der renommierten Princeton University, wonach es bereits in 30 Jahren an der deutschen Nordseeküste regelmäßig zu Überschwemmungen kommen könnte, ist durch eine aktuelle Meldung aus dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) relativiert worden. Laut einem Bericht der „Nordwest Zeitung“ haben die amerikanischen Forscher offenbar schlicht und einfach die Deiche als Küstenschutzmaßnahme ignoriert.
Die auf Satellitenmessungen basierenden Forschungsergebnisse hätten zudem keinen „Erkenntnismehrwert“, so Prof. Frank Thorenz vom NLWKN. In Niedersachsen würden bereits jetzt sehr viel genauere Höhendaten verwendet, was am Beispiel der Ostfriesischen Inseln sehr deutlich werde. In der US-Studie wurden sogar Dünengebiete mit Höhen von zum Teil mehr als 20 Metern als überflutungsgefährdet dargestellt, so Thorenz.
Anm.: Auf NWT-Online lautet es: Amerikanische Forscher rechnen mit regelmäßigen Überflutungen in unserer Region bereits in 30 Jahren. Doch in Niedersachsen wird mit viel genaueren Daten gearbeitet.

Nordsee

Zur Erinnerung, was die Autoren über Deutschland als Nordseeanrainer schrieben und die „investigativen“ Medien und angeblichen Fachpersonen skrupellos weiterleiteten:
[1]„Küstenregionen überall auf der Welt müssen sich auf eine sehr viel schwierigere Zukunft vorbereiten“, so die Autoren. Der Meeresspiegelanstieg werde weitreichende politische Konsequenzen haben …
… Aber auch für europäische Länder müssen die Zahlen laut Studie nach oben korrigiert werden. Bei ungebremst ansteigenden Emissionen sind etwa in Deutschland im Jahr 2050 1,6 Millionen Menschen betroffen …

Nun der Zustand direkt vor Ort, wie ihn der niedersächsische Küstenschutz beschreibt:
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz NLWKN: Küstenschutz Band 2, Mai 2010:
Zuerst ein Bild des Tidenpegelverlaufs aus dieser Publikation. Anstelle eines seit dem Beginn des besonders schlimmen Klimawandel um 1950 zunehmend steigenden Pegels zeigt es seitdem einen mit leichten Schwankungen abnehmenden:

Bild 6 Quelle: NLWKN Publikation. Schwarze Linien sind vom Autor zugefügt

Weil man schon dabei ist, noch Daten die Grafik der Sturmflutdaten aus der Publikation. Die schlimmsten Sturmfluten waren danach im Jahr 1967 und 1974. Eine stetige Zunahme ist nicht entfernt erkennbar, eher eine Abnahme.

Bild 7 Quelle: NLWKN Publikation

Dem Klimawandel konnten sich die Autoren nicht ganz „verschließen“, obwohl nach den eigenen Darstellungen nicht entfernt Anlass oder ein Beleg dazu besteht. Aber sie schreiben es in der Möglichkeitsform:
In den vergangenen 100 Jahren ist das mittlere Tidehochwasser an der niedersächsischen Küste um ca. 25 cm angestiegen …
Von zunehmender Bedeutung für den Küstenschutz auch auf den Inseln werden die Auswirkungen einer Klimaänderung in Form eines verstärkten Anstiegs des Meeresspiegels und einer Zunahme von Stürmen sein.
In Niedersachsen wird deshalb bereits heute ein Vorsorgemaß von 50 cm für die Bemessung von Küstenschutzanlagen …
Aufgrund von Studien des IPCC kann davon ausgegangen werden, dass ein verstärkter Anstieg des Meeresspiegels erfolgen wird. Deshalb werden für zukünftige Planungen und Maßnahmen des Küstenschutzes folgende Ansätze verfolgt:

  • als Vorsorgemaß für den Meeresspiegelanstieg und zukünftige Auswirkungen des Klimawandels wird bei der Ermittlung des Bemessungswasserstandes ein Wert von 50 cm in 100 Jahren berücksichtigt.

Nicht ein Sterbenswörtchen einer künftigen, schlimmen Gefahr ist im gesamten Dokument zu finden. Man geht davon aus, mit 50 cm zusätzlichem Höhenvorhalt alle Gefahren bis 2100 ausreichend gebannt zu haben.
Sind diese verantwortlichen Fachpersonen vor Ort vollkommen unwissend und bewusst fahrlässig? Mit Sicherheit nicht. Aber dann …

Fazit

Steinmeier könnte viel direkt in seinem Umfeld tun, wenn er wirklich wollte.

Quellen

[1] Klimareporter, 02. November 2019: Steigender Meeresspiegel Land unter

http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/20013-meeresspiegel-bedroht-megastaedte

[2] Klimaretter, 09. November 2015: Meeresspiegel bedroht Megastädte

[3] Climate Central, October 29th, 2019: Report: Flooded Future: Global vulnerability to sea level rise worse than previously understood

[4] EIKE 18.06.2019: Küstenstädte versinken, (auch) weil das Geld stattdessen zur CO2-Reduktion hinausgeworfen wird

[5] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

[6] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

[7] Scott A. Kulp & Benjamin H. Strauss, 29 October 2019: New elevation data triple estimates of global vulnerability to sea-level rise and coastal flooding

[8] EIKE, 12. Dezember 2018: Der Levermann Skandal im deutschen Bundestag

[9] PNAS November 3, 2015 112 (44) 13508-13513; first published October 12, 2015. Benjamin H. Strauss, Scott Kulp, and Anders Levermann: Carbon choices determine US cities committed to futures below sea level,

[10] Climate Central, November 2015: MAPPING CHOICES CARBON, CLIMATE, AND RISING SEAS OUR GLOBAL LEGACY

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26 Kommentare

  1. Zwischen 1901 und 2010 stieg der Meeresspiegel um 1,7 Millimeter pro Jahr,
    im Zeitraum 1993 bis 2010 waren es durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr.
    Für das Jahr 2018 wurde der Rekordwert von 3,7 Millimeter gemessen.

    Hier mal eine Interaktive Weltkarte der Pegel.
    https://searise.correctiv.org/de/explore
    Das kann man auch mit „Hausmittel“ Stichpunktartig überprüfen ob die Angaben OK sind.

    Hier kann man auch die Veränderungen vom Meeresspiegel betrachten.
    https://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/sltrends.shtml

    Das Land hebt und senkt sich das ist auch klar aber im Durchschnitt steigt der Meeresspiegel an den Küstenlinien an.

    • „Zwischen 1901 und 2010 stieg der Meeresspiegel um 1,7 Millimeter pro Jahr,
      im Zeitraum 1993 bis 2010 waren es durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr.
      Für das Jahr 2018 wurde der Rekordwert von 3,7 Millimeter gemessen.“

      Legen Sie Ihr Augenmerk auf die 1,7 mm in langem Zeitraum. Dann auf die Zahl 1993 und die 3,2mm. Dann vergleichen Sie mit Grafik im Artikel.

      Sie sehen: hier stimmt was nicht überein. Die Suggestion von ihnen bzw. *Correctiv* (angebl. ein Journalisten- Rechercheverbund), dass es einen *immens beschleunigten Meeresspiegelanstieg* gibt, ist stark zu hinterfragen. Ab 1993 gibt es nämlich die Satelliten- Pegelmessungen. Diese scheinen andere Werte zu liefern als reale Pegelmessungen.

      • Hagen Müller schreibt am 13. November 2019 um 10:04
        „Ab 1993 gibt es nämlich die Satelliten- Pegelmessungen. Diese scheinen andere Werte zu liefern als reale Pegelmessungen.“

        Auch die Satelliten- Pegelmessungen zeigen steigende Pegel.
        Wobei 1993 bis 2018 nur ca. 25 Jahre sind und bei realen Pegelmessungen teilweise über 100 Jahre gemessen wird.

        Wobei bei die realen Pegelmessungen Punktmessungen sind und die Satelliten-Pegelmessungen über eine größer Fläche geht, da sind natürlich auch nicht genau die selben Ergebnisse zu erwarten.

    • Wo wurde gemessen?
      Genau wie es keine globale Temperatur gibt, keine die man „Messen“ kann sowieso nicht, gibt es auch keinen globalen Meeresspiegel, keinen den man Messen kann.
      Und falls es Ihnen auffaellt, es werden in den Datensaetzen Angaben gemacht wie:

      „Nach Berechnungen des PSMSL beträgt der Trend +x.xmm pro Jahr.“
      Komisch nur das die zwischenzeitlichen Schwankungen viel groesser sind und einige Pegeln seit 2010 ein Absinken verzeichnen. Die Rate dafuer ist um das 10 fache hoeher, das heisst die Spiegel koennen in einem Jahr um 30 mm sinken, laut Databank.

      Die Rekordwerte fuer 2018 muessen sie erst mal belegen. Viele Datensaetze haben da gar keine Werte. Zumindestens im ersten Datensatz kann ich das nicht bestaetigen.

      Der zweite Datensatz von NOAA unterscheidet sich erheblich vom ersten Datensatz.
      Kennen sie die Berechnungsgrundlagen und warum es da UNterschiede gibt?

  2. EINEN Meter und 40 Zentimeter „niedriger“ ist das Niveau des MittelMeeres gegenüber dem Atlantik – auf Wiki unter „Strasse von Gibraltar“ im 2. Absatz zu lesen – gedruckt steht dort „ganz klein und unschuldig“ – 1,4 m – habe damit kürzlich ein SPON-Forum „abrupt beendet“ 😉

  3. Habe mich genau über das Thema mit einem Gastarbeiter aus Bangladesch in unserem Hotel in Kuala Lumpur unterhalten. Der erklärte mir, dass um 1900 ca. 16.000.000 Menschen in Bangladesch lebten. Jetzt sind et vielleicht 180.000.000. Keiner weiss da genau. Diese Bevölkerungsexplosion führt dazu, dass die Menschen in den Gebieten siedeln (müssen) die schon immer von Überschwemmungen betroffen sein. Wer dieses natürlich nicht weiss oder nicht wissen will, der behauptet, dass der Meeresspiegel steigen würde.

    • Seit 1960 Bevölkerung in Bangladesch von 50 auf 165 Millionen (2017) gestiegen (Wiki) – knapp verDREIfacht – in den meisten anderen, zu damaligem ZeitPunkt „armen“ Ländern, reicht es von „verVier- bis verSieben-Fachung“ der Pop(p)ulationen, also um POTENZierungen des „Elends und der Armut“ – sind also auch „immer reicher“ geworden – wird aber von der UN „gut kaschiert“ – P.S.: bitte nicht mit „KAUFmännischen NULLEN“ bei Personen „hantieren“ – bspw. 80 „ganze DeutschLänder“ und der REST sind „NULLEN“, millionenfach 😉

    • Dass abschmelzendes Schelfeis keine Gefahr darstellt weiß man. Das am Nordpol auf dem Meer schwimmende Polareis ändert auch nichts am Pegel der Küsten. Auch die abschmelzenden Gletscher auf Grönland sind keine Gefahr da sich diese Insel vom Eis befreit über den heutigen Pegel heben würde. Die Alarmisten sollten besser die Zeno-Karte von 1380 mit Grönland ohne Eisbedeckung und die Antarktis-Karte mit Bergen und Flüssen von Oronce Finé (1551, ?, Lesebrille-Problem) zu erklären versuchen. Die Kopie der Zeno-Karte stammt möglicherweise aus einer neueren Ausgabe des Buches „Die Weltkarten der alten Seefahrer“ von Charles H. Hapgood (Heute beim Kopp-Verlag, Euro 20) welches beim Umzug nach Frankreich 2011 verschwunden ist. Ein sehr lesenswertes Buch das viele Fragen aufwirft.
      Charles H. Hapgood ist der Ansicht, dass diese Karten von einer früheren Hochkultur stammen.

  4. Das ist ja fortgeschritten schlimm! Wahrscheinlich ging die Meßsoftware in den Fällen, wo die Vegetation bis zur Wasserlinie reicht, von einer Steilküsten aus. Da kann die Menschheit aber froh sein, daß die begnadeten Genies Kulp und Strauss ihr die verschlafenen Augen öffnen!
    Die Scholastiker des Mittelalters mit ihren Traktätchen, wieviel Engel denn wohl auf einer Nadelspitze Platz fänden, dürfen im Vergleich mit der heutigen „Ökowissenschaftsgeneration“ als wissenschaftliche Leuchttürme angesehen werden!

  5. https://rundertischdgf.wordpress.com/2019/11/10/die-halligen-land-unter-durch-menschengemachte-klimaerwaermung/ 1362 ging Rungholt, die Handelsstadt in Nordfriesland, nach einer verheerenden Sturmflut unter. Vom Land blieben noch übrig die Halligen, Sylt, Amrum, Pellworm, Föhr und Nordstrand. Hunderttausende Menschen kamen um. War es bereits damals eine Klimaerwärmung? Seit Jahrhunderten halten nun unsere Nordfriesen auf den Halligen Hooge und Langneß den Naturgewalten stand, sie weichen nicht, auch nicht vor Panikmachern um Greta Thunberg und #FridaysForFuture.

      • Die Überschwemmungskatastrophen haben mehr damit zu tun, dass in den Ländern nahe des Himalaya infolge der wachsenden Bevölkerung und deren Brennholzbedarf die Wälder abgeholzt werden. Die Rodungen bewirken bei Monsunregen ein fortwährender Verlust von Erde welcher dazu führt, dass fruchtbare Böden weggeschwemmt werden und keine Versickerung in die Böden mehr möglich ist. Fällt der Regen auf Wald so wird die Hälfte gleich wieder verdunstet. 40% versickern in den Böden wenn die Erde vorhanden ist und etwa 10% wird als Oberflächenwasser weggeführt. Kein Wald und keine Erde mehr vorhanden so fließt das Wasser ungehindert in tiefere Lagen und kann Katastrophen verursachen.

  6. Es gibt ja auch die Geotektonik. Die deutschen Küsten heben sich ein Bisschen (1-2 mm pro Jahr), je nach Lokalität. Das mildert den Pegelanstieg. Unterschiede bei Satelliten- und Pegelmessungen lassen sich so erklären. Seit der Einführung von Satellitenmessungen (1996) steigt der Meeresspiegel wesentlich stärker.

    • „Daniel Kirchner“
      werden die Nordmeerküsten durch den „Satellitenpegel“ oder den Tidenpegel beeinflusst? Den Anwohner dürfte nur das wirkliche Wasser interessieren. Darauf nehmen die benannten Studien keinen Bezug.
      Die 1 … 1,5 mm Tidenpegel-Anstieg gelten weltweit. Es ist ein Mittelwert zwischen Hebungen und Senkungen. Die Differenz zu den Satellitenmessungen (fast genau den doppelten Anstieg) erklärt es somit nicht. Eher deren Ungenauigkeit, auch basierend auf ihren vielen, notwendigen Algorithmen und Korrekturen, bis so etwas wie ein Ergebnis nach dem Datenrauschen „herausgerechnet“ wird (das dann oft rückwirkend als falsch ermittelt – grundsätzlich in die richtige Richtung zu noch mehr Anstieg – „korrigiert“ wird.

    • Interessanterweise ist ein Wolkenkratzer weniger schwer als der für die Fundamente nötige Aushub.(z.B. WTC: Gesamtgewicht 500.000t pro Turm*2 = 1.000.000t, Aushub: 920.000m3*1,8t macht grob gerechnet ca. 1.650.000t.) Der Aushub in küstennahen Städten wird dann praktischerweise meist zur Landaufschüttung verwendet.

  7. Allein das Messen der Höhe des Meeresspiegels mittels Satelliten scheint non sens zu sein,denn der mißt nicht die Höhe des Wasserspiegels in bezug auf die ERde, sondern seinen eignen Abstand zu diesem.Kann ein Satellit auf den Millimeter genau auf seiner Bahn gehalten werden? Und viel schlimmer noch wirken sich Luftdruckänderungen aus.Bezogen auf 1013mbar senkt eine 1040-Antizyklone den Wasserspiegel um 27cm und eine 980-Zyklone hebt ihn um 33cm. Weiß der Satellit das?

        • „Werner Schulz“
          sofern Sie die Frage nach den Satellitenpegeln meinen: Ein „Nachgehen“ ist für Privatpersonen nicht möglich, da man nicht an die Daten gelangt. Und wenn: wer kann solche mit „Bordmitteln“ dann auswerten?
          Wissenschaftspersonen interessieren solche Fragen nicht sonderlich. Man findet dank googl sogar eine Habilitationsschrift genau zu diesem Thema. Nur wurde das Genauigkeitsproblem darin nur statistisch behandelt (und Sie ahnen es: bejaht). Die Verfasserin ging als Startprämisse davon aus, dass Satelliten so genau messen können (müssen). Entsprechend gelang es ihr, das zu belegen.

  8. Eigentlich müssten bei diesen Tatsachen die Klimaretter jubeln. Es sind doch gerade jene Leute, die uns ständig sagen, dass zu viele Menschen die Erde bevölkern. Sie müssten sich über eine solche gewaltfreie Lösung durch die Natur freuen.

    MfG

    J.Bocek

    • Naja, das mag schon stimmen. Nur haben die Menschen Füße zum wegrennen. Und meistens rennen die dann so lange vor den Fluten davon, bis sie völlig erschöpft in Deutschland Merkel vor die Füße fallen…. Und schwups haben wir halb Kalkutta in Deutschland- und den Rest der afrikanischen und asiatischen „Hochkulturen“ gleich mit….

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