Noch mehr Schauer eiskalter Energie-Realitäten

„Umweltschützer“: Kahlschlag im Wald für Bergbau: Igitt! Für Windräder: Hurra!!! Bild: Johannes Barth / pixelio.de

Paul Driessen
Demokraten, Green New Dealers und Teilnehmer am UN-Kasperletheater müssen bzgl. Öko-Energie ,wachgerüttelt‘ werden!

Die gesamte Presse-Journaille ist auf Klima-Katastrophen-Chaos sowie auf Erlösung durch erneuerbare Energie aus. Bei CNN lief kürzlich eine siebenstündige Klimadebatte für Präsidenten-Aspiranten der Demokraten. Jeder Tag gebiert weitere Gloom-and-Doom-Stories über absurde, oftmals vom Steuerzahler finanzierte pseudowissenschaftliche Ergüsse bzgl. eines weiteren, einfach nur natürlichen Ereignisses oder bzgl. einer vermeintlichen Kalamität, auf welcher die Alarmisten in Gestalt fossiler Treibstoffe bestehen, welche heute 80% der Energie in den USA und global zur Verfügung stellen.

Bei [der US-Nachrichten-Agentur] MSNBC lief jüngst ein zweitägiges Klima-Forum für Präsidentschaftskandidaten der Demokraten – wo ich auf einer Contrarian-Veranstaltung sprach. Inzwischen gab es in New York City einen großen Klima-Aufmarsch, während Demonstranten versuchten, in Washington DC Straßen zu blockieren (hier). Sie alle waren auf die „globale Klima-Woche“ der UN in NYC abgefahren. Während dieser fand ein Jugend-Klimagipfel statt, und globale Führer forderten „globale Maßnahmen“ um die vermeintliche Klima-Krise vermeintlich aufzuhalten.

Ihre Standard-Lösung sind Biotreibstoffe, Solar-, Wind- und Batterie-Energie. Mein letzter Artikel schüttete eimerweise eiskalte Realitäten aus. Es bedarf offensichtlich weiterer eiskalter Duschen.

Zur Wiederholung: Wind und Sonnenschein sind gratis, erneuerbar, nachhaltig und umweltfreundlich. Aber: der Landverbrauch und benötigten Rohmaterialien für Technologien, um diese verstreute, intermittente und vom Wetter abhängige Energie abzugreifen – gereicht den Menschen absolut nicht zum Vorteil. Tatsächlich sind die Auswirkungen dieser Energieformen auf die Umwelt fundamental.

Die Kandidaten der Demokraten und deren Unterstützer wollen Kohle- und Gas-Backup-Kraftwerke ersetzen durch Batterien, um sicherzustellen, dass uns (noch viel teurerer) Strom zur Verfügung steht, wenn die unberechenbaren, vom Wetter abhängigen Wind und Sonnenschein nicht kooperieren wollen.

Nehmen wir also einmal an, wir würden die USA mit ausreichend Wind- und Solarfabriken überziehen, um die 3,9 Billionen Kilowattstunden zu ersetzen, welche die Amerikaner im Jahre 2018 verbraucht haben – und wir fertigen und installieren genügend Mega-Batterien, um ausreichend Strom für sieben wind- und sonnenscheinlose Tage bereit zu stellen.

Wir würden etwas in der Größenordnung von einer Milliarde 100-Kilowatt-Stunden, 1000-Pfund Lithium und Kobalt-Batterien brauchen – ähnlich dem, was Tesla in seine Elektrofahrzeuge einbaut. (Nicht enthalten ist der zusätzliche Batterie-Speicherbedarf, um die Autos, Lastwagen und Busse aufzuladen, bei denen wir auf Elektro umsteigen sollen).

Alle diese Batterien würden die Millionen und Abermillionen von Solarpaneelen und Windturbinen im Rahmen des Green New Deal stützen, die wir herstellen und installieren müssten. Diese würden ungeheure Mengen Eisen, Kupfer, seltene Erdmetalle, Beton und andere Rohmaterialien benötigen. Und jede einzelne dieser Batterien, Turbinen und Paneele müsste viel öfter ausgetauscht werden als Kohle-, Gas-, Kern- oder Wasserkraftwerke.

Und was sollen wir mit all den verschlissenen und zerbrochenen Turbinen [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier], Paneelen und Batterien machen? Die International Renewable Energy Agency sagte, dass die Endlagerung allein der ausrangierten Solarpaneele, welche die UN bis zum Jahr 2050 errichtet sehen wollen, etwa zwei mal die Menge allen Plastikmülls in den USA im Jahre 2017 ausmacht!

Eine weitere eiskalte Realität lautet also: All diese „Gratis-, erneuerbare, nachhaltige, ökofreundliche, ethische“ Energie würde die größte Ausweitung des Bergbaus erfordern, welche die Welt jemals gesehen hat. Aber wann haben zum letzten Mal irgendwelche Umweltaktivisten oder Demokraten der Öffnung auch nur einen einzigen Mine in den USA zugestimmt? Sie verabscheuen Bergbau.

Das bringt uns zum schmutzigsten, pseudo-erneuerbaren, pseudo-nachhaltigen Energie-Geheimnis von allen – eines, über das diese Herrschaften absolut nicht sprechen wollen: Sklaven- und Kinderarbeit.

Infolge der fanatischen Opposition der Umweltaktivisten genehmigen die USA und Europa den Bergbau innerhalb ihrer Grenzen nicht mehr. Sie importieren diese Mineralien – viele davon aus China und Russland. Und genau die gleichen Gruppen, welche die Werte von Wind, Solar und Batterien lobpreisen, sind genauso vehement gegen westliche Bergbau-Unternehmen, welche seltene Erden, Lithium, Kobalt und andere Mineralien fast überall auf dem Planeten Erde extrahieren – selbst unter den strengen westlichen Arbeits-, Sicherheits-, Umwelt- und Aufbereitungs-Vorschriften.

Das bedeutet, dass diese Materialien an Orten wie Baotou, Innere Mongolei sowie in der Demokratischen Republik Kongo, zumeist unter chinesischer Kontrolle, gewonnen werden. Sie werden ausgebuddelt und aufbereitet von Vätern, Müttern und Kindern – unter entsetzlichen, unsicheren und unmenschlichen Bedingungen, die sich kaum einer von uns vorstellen kann … unter fast nicht existenten Arbeits-, Lohn-, Gesundheits-, Sicherheits- und Verschmutzungs-Standards.

Jene Erneuerbare-Energie- und High-Tech-Sklaven bekommen ein paar lumpige Dollar pro Tag – während sie dafür riskieren, in Höhlen verschüttet zu werden oder fortwährend schmutzigen und giftigen, teils radioaktivem Schlamm, Staub, Wasser und Luft ausgesetzt sind. Die Bergbaugebiete werden zu riesigen giftigen Abfallhalden, wo nichts wächst und keine Menschen oder Tiere leben können.

Allein für Kobalt – sagen UNICEF und Amnesty International – vegetieren über 40.000 kongolesische Kinder, teilweise erst vier Jahre alt, in den Minen mit dieser Sklavenarbeit vor sich hin, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, sechs bis sieben Tage pro Woche. Das gilt derzeit. Jetzt stelle man sich vor, wie viel Derartiges zusätzlich benötigt wird, um dem „ethischen grünen Utopia“ zu dienen.

Anhänger des Green New Deals fordern nachhaltig, ethisch und auf Menschenrechten basierend hergestellten Kaffee, Turnschuhe, T-Shirts, Handtaschen und Diamanten. Absolut keine Kinderarbeit, Ausbeutung oder giftige und verschmutzte Arbeitsstellen und Bedingungen werden zugelassen. Aber sie haben nichts zu sagen zu den chinesischen, russischen und anderen Unternehmen, welche diese furchtbaren Operationen steuern, die ihre Windturbinen, Solarpaneele und Batterien für ihre Handys, Teslas, Laptops und Backup-Strom beliefern.

Ich habe noch nie erlebt, dass diese alle ethische Windturbinen, Solarpaneele und Batterien thematisieren. Sie haben niemals vor einer chinesischen, russischen oder kongolesischen Botschaft demonstriert oder vor den Unternehmens-Zentralen in Peking, Moskau oder Kinshasa. Sie wollen vermutlich nicht erschossen oder in Gulags geschickt werden.

Und gerade erst vor wenigen Wochen lehnte der Gesetzgeber Kaliforniens die Assembly Bill 735 ab. Dieses Gesetz besagt einfach, dass Kalifornien zertifizieren würde, dass „Null-Emissionen“-Elektrofahrzeuge, die in dem US-Staat verlauft werden, frei von jedweden Materialien oder Komponenten sein müssen, bei denen Kinderarbeit involviert ist. Das Thema ist kompliziert, sagen die Legislatoren. Es wäre zu schwierig, dieses Gesetz umzusetzen. Es würde die staatlichen Klimaziele in Gefahr bringen. Und abgesehen davon – „erklärten“ sie, gibt es auch in vielen anderen Industriebereichen Kinderarbeit.

Milton Freeman sagte, es gibt keine Gratis-Mahlzeiten. Wind, Solar, Biotreibstoffe und Batterie-Energie sind nicht gratis, sauber, erneuerbar oder nachhaltig. Amerika darf nicht zulassen, dass Täuschung, Unehrlichkeit und Ideologie die Politik vor sich her treiben, welche maßgeblich ist für unsere zukünftigen Arbeitsplätze, unseren Wohlstand, den Lebensstandard, Freiheiten und die Zivilisation.

Das, worüber die Anhänger des Green New Deal reden, hat nichts zu tun mit dem Aufhalten eines gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandels – oder mit wirklicher Nachhaltigkeit, Erhaltung von Ressourcen oder Umweltschutz. Es geht ausschließlich darum, dass zunehmend sozialistische, weitgehend vom Steuerzahler finanzierte Aktivisten, Politiker, Gesetzgeber und crony capitalists das Leben der Menschen kontrollieren, uns den Energieverbrauch vorschreiben sowie ökonomisches Wachstum, Arbeitsplätze und den Lebensstandard – während sie selbst immer reicher und mächtiger werden mit immer mehr Privilegien.

Die Armen, Minderheiten und Familien der Arbeiterklasse zahlen den Preis. Mittellose Familien in von Hunger geplagten, verarmten Nationen, denen man den Zugang zu Strom verwehrt, zahlen den höchsten Preis. China, Indien, Indonesien und Afrika werden niemals ihre Bemühungen aufgeben, für ihre Bevölkerung das Recht in Anspruch zu nehmen auf ein Leben in Gesundheit und Wohlstand. Sie werden nicht aufhören, fossile Treibstoffe zu verbrennen, um diese Ziele zu erreichen.

Sie lassen sich von niemandem – auch nicht von den UN, der EU, den US-Demokraten und anderen Öko-Imperialisten – vorschreiben, dass ihnen niemals diese Segnungen zuteil werden können. Oder dass man ihnen „gestattet“, ihre Gesundheits- und Lebensstandards (hier) nur am Rande zu verbessern (hier) – also nur auf ein Niveau, welches mittels Energie aus Wind, Sonne und Kuhmist erreichbar ist.

Das ist der Grund, warum die Pflanzen düngenden CO2-Emissionen in Indien um 140% und in China sogar zum 194% nach oben geschossen sind und den Planeten Erde haben ergrünen lassen – sogar obwohl die USA ihre Kohlendioxid-Emissionen von 2000 bis 2017 um 12% gesenkt haben. Im Jahre 2019 allein wird China mehr Kohle-Kapazität erzeugen als alle bestehenden Kohlekraftwerke der USA zusammen (hier).

Während all diese Länder immer mehr fossile Treibstoffe verbrauchen, um ihre Wirtschaft, ihre Gesundheits- und Lebensstandards voranzubringen – warum in aller Welt wollen dann die USA den Green New Dealers und anderen Verrückten folgen, welche dem umweltzerstörenden Verbot fossiler Treibstoffe und dem ökonomischen Selbstmord Vorschub leisten?

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, climate, environmental and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/09/23/more-buckets-of-icy-cold-energy-reality/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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18 Kommentare

  1. Das mit dem Kobalt mag schon richtig sein wie die Herren Schrage u.s.w. uns belehren. Für mich ist das Hauptproblem der Sockel auf dem man die ganze Erneuerbare Energiewende stellt, co2 als allein Schuldiger für eine nicht beweisbare antropogene Klimaerwärmung. Wie viel Kobalt und Kinderarbeit könnte man Einspahren und so die Preise und Nachfrage runter bringen. Benützen wir diese raren Erden also nur für das unbedingt Notwendige. Gibt es bei Fossilem auch so viele Menschliche Schiksale im Vergleich zu deren Nutzen? Und zwar Heute, nicht erst ab 2030-50.

  2. Wie vorbildlich doch die Amerikaner sind:
    Ca. 327 mio Amerikaner verbrauchen nur 3,9 Milliarden kWh, das sind also knapp 12 kWh pro Einwohnernd Jahr!

    Wie verschwenderisch gehen dagegen wir Deutsche mit Strom um. Wir liegen bei deutlich mehr als dem 500fachen!
    (Ironie off!)
    Kann es sein, dass der Übersetzer überhaupt kein Gefühl für Zahlen hat und nicht merkt, wenn er Unfug schreibt?

    „3.9 billion megawatt-hours“ sind natürlich 3,9 Billionen Kilwattstunden.

    Weiterer Übersetzungsfehler: „hydroelectric power plants“ sind Wasserkraftwerke und keine nirgendwo vorhandenen Wasserstoffkraftwerke.

    Ich finde, man sollte solche Übersetzungen doch lieber Leuten überlassen, die wenigstens ein bisschen was von dem verstehen, was sie da übersetzen.

    • Danke an Herrn Lötz,
      dass Sie die Beiträge so aufmerksam verfolgen.

      Im Original steht „3.9 billion megawatt-hours“, das sind in der Übersetzung korrekt ‚Milliarden..‘ und kWh. Das es auf den Durchschnitt tatsächlich nur diese rd. 12 kWh je Einwohner sein sollen – da haben Sie recht, da hat der Autor Paul Driessen sich selbst vertan. (deutsche) Billionen würden wohl korrekt sein. Die US EIA gibt rd. 12.000 kWh an. Urteilen Sie jedoch bitte nicht zu hart über Herrn Frey, er ist unser fleißigster Übersetzer.

      Und gut das Sie erkennen können, das „hydroelectric power plants“ Wasserkraftwerke sind. Wenn man intensiv an einer Übersetzung dran sitzt, kann das durchaus vorkommen, dass man solche Flüchtigkeitsfehler nicht gleich merkt.
      Erst mal besser machen.
      Ich hatte Sie ja schon mal gefragt, ob Sie uns nicht mit Beiträgen unterstützen wollen? Es ist zwar ehrenamtlich, und wie Herrn Frey würden wir auch Ihnen recht herzlich für Ihre Mühe danken – und Ihr Name würde oben erscheinen.

      • Lieber Herr Demmig,

        „…der Amerikaner, zur Größenordnung vereinfacht angenommen es wären 3,9 Mio…“?
        Ich glaube, die Verwirrung rührt daher, dass die Gesamtelektroenergie um den Faktor 1000 zu niedrig genommen wurde.
        Wenn man die 3,9 Milliarden ersetzt durch 3,9 Billionen, dann stimmt die Rechnung. ~12000kWh/Einwohner.

        • Sehr geehrte Kommentatoren,
          danke für die Diskussion, ich denke, nun haben wir alle Argumente hin und her getauscht.
          Ja Herr Lötz, mit den Zahlenwerten haben Sie recht 10^9 mal 10^6 – gibt die korrekten Billionen kWh. Jetzt habe ich es auch gesehen.
          Ich habe es auch oben geändert.
          Der genaue Wert der Energy Behörde ist 10,972 kilowatthours (kWh) für 2018.

          Schade das Sie sich nicht zu den Skeptikern zählen, kann ja noch kommen.
          Trotzdem Danke für Ihre Mitarbeit

      • Sehr geehrter Herr Demmig,

        ich fürchte, Sie haben es immer noch nicht gemerkt und Ihre Belehrungen gehen an der Sache vorbei:
        „Im Original steht „3.9 billion megawatt-hours“, das sind in der Übersetzung korrekt ‚Milliarden..‘, “

        Sehr richtig, die englischsprachige „billion“ wird im Deutschen korrekt mit „Milliarde“ wiedergegeben, nur steht im Original aber auch „megawatt-hours“ und das sind immer noch „Megawattstunden“, also je 1000 Kilowattstunden. Es sind und bleiben also 3,9 Billionen Kilowattstunden oder – wenn Sie so wollen – 3,9 Milliarden Megawattstunden. Ihr Übersetzer hat also um den Faktor 1000 zu niedrig übersetzt.

        Was meine potenzielle Mitarbeit betrifft, muss ich Sie leider enttäuschen. Ich zähle mich nämlich nicht zu den Klima-„Skeptikern“ und würde Ihre Zielsetzung in keiner Weise unterstützen.

        Ich denke also, Sie hätten wenig Freude an meinen Beiträgen und würden sie ohnehin nicht veröffentlichen. Wäre für mich also vertane Zeit.

  3. Der Autor ist also ebenfalls GEGEN die Verwendung folgender Produkte, da diese Kobalt als exestentiellen Bestandteil benötigen:
    Flugzeuge (Verwendung in Flugzeugturbinen)
    Verbrennermotoren (Ventilsitzringe)
    Gaskraftwerke (Turbinenschaufeln)
    Orthopädische Implantate
    Katalysator für Entschwefelung
    …..

    Ich bin sicher, dass der Autor den Kindern zuliebe doch gern auf diese Produkte verzichtet, oder?

    • Sagen wir es einfacher:
      Cobalt wird als Legierungselement in Stählen angewendet, um Verschleiß- und Warmfestigkeit zu erhöhen.
      Mir bekannter größter Einsatzbereich ist in Hochleistungs- Schnellarbeitsstählen und in Legierungen für Dauermagneten. Daneben wurden in den letzten Jahrzehnten sog. *Superlegierungen* entwickelt, die AUCH für Turbinenschaufeln, Implantate etc. Anwendung finden.
      Alltäglich als Legierungelement ist es dennoch nicht. Substistude existieren.
      Hier eine kleine Übersicht zu handelsüblichen Stählen für die Medizintechnik, Turbinen etc., Sie werden sehen, Cobalt ist hier nicht dabei:

      https://www.dew-stahl.com/fileadmin/files/dew-stahl.com/documents/Publikationen/Broschueren/014_DEW_RSH_D.pdf

      Das Problem sind die verfügbaren Mengen an Cobalt. Im Wesentlichen wurde bisher Cobalt aus Begleiterzen des Kupfer- und Silbererzbergbaus gewonnen. Wenn die prognostizierten Mengen an E- Auto- Batterien gebaut werden würden, steigt der Cobaltbedarf um das Drei- bis Vierfache. …

      • Danke für den vernünftigen Kommentar.
        Mir geht es hier eher ums Prinzip.

        Ich bin sicher niemand bei EIKE würde sich einen Kehricht um Kinderarbeit in Kobalt-Minen scheren, wenn sie nicht etwas mit EE zu tun hätten. Keiner würde sich beschweren und normale Laptop oder Handy Akkus oder Flugzeugturbinen boykottieren, weil sie mit Hilfe von Kinderarbeit entstanden sind. Die Kinderarbeit gab es zudem schon vorher, und keinen hat es geschert. Es ist kein grundlegendes Problem der EEs, denn würde man politisch durchdrücken, das so abgebaut Rohstoffe keine Verwendung fänden, dann wäre alles in Ordnung.

        Aber die Eier in der Hose und Integrität fehlt heutzutage leider in der Politik.

        • „Mir geht es hier eher ums Prinzip.“,

          Mir auch. Fakt ist -wie im Artikel angesprochen- dass eine immense Ausweitung der Bergbauaktivitäten allein auf Grund der *Energiewende* nötig sein wird. Faktor drei bis vier bei Cobalt; Lithium wird ähnlich sein, Kupferbedarf stark steigen.
          Der EROI gerade beim Abbau seltener Erden würde mich interessieren. …
          Einen positiven Umweltaspekt kann ich nicht erkennen, höchstens den, dass diese Art von Bergbau nicht vor meiner Haustür stattfindet.

          Bezüglich Cobalt (u.a. Materialien) aus Krisenregionen (wo bekanntermaßen Kinderarbeit mit an der Tagesordnung ist), gibt es übrigens den *Dodd- Frank- Act* (Punkt 15: *Sonstige Bestimmungen*; Stichwort *conflict materials*)
          Im Wesentlichen sollen seine Bestimmungen verhindern, dass sich Gruppierungen in Krisenregionen, zielt hier besonders auf Kongo ab, über die Rohstofförderung finanzieren. Sollten Sie Bauteile herstellen, die letztlich in die USA geliefert werden, müssen sie quasi deren Rohstoffherkunft nachweisen.

          China z. B. wird sich um diese Restriktionen wenig scheren. Die wesentliche Wertschöpfung der E- Mobilität, nämlich die Batteriefertigung, wird von den Chinesen beherrscht werden…

          „Denk ich an Deutschland in der Nacht,
          dann bin ich um den Schlaf gebracht.
          Ich kann nicht mehr die Augen schließen
          und meine heissen Tränen fliessen…“

          Naja. Heine schrieb wenigstens aus dem Exil. Ich muss mir die chaisse von vor Ort anschauen … und bezahlen!

  4. Ein Blick aus deutscher Sicht: die Wirtschaft schwächelt. Die „Experten“ geben als Gründe den ungeklärten Brexit und div. Strafzollaspekte an, also die Schuld liegt bei anderen!

    Kein einziger von ihnen hat aber die selbstverordneten „Klimamaßnahmen“ auf der Liste. Eine wesentlich größere Bedrohung ist doch das bereits begonnene Zugrunderichten der eigenen Automobilbranche samt ihrer ganzen Zulieferindustrie zwecks „Klimaschutz“ und die gewaltsame Abschaltung einer hochverfügbaren Energieversorgungsinfrastruktur ohne tragfähige Alternative unter dem selben Titel. Ohne zuverlässige Energieversorgung gibt es keine funktionierende Wirtschaft! Dieser Umstand gehört somit zu den größten Bedrohungen!

    Ob die Nichtnennung dieser Fakten dumbe Fehleinschätzung oder verhängter Maulkorb seitens der Regierung ist, wäre interessant zu untersuchen.

    • Den „drohenden“ Brexit gibt es ja nun schon 3 Jahre. Das Problem mit dem US Handel ließe sich eingrenzen. Die Automobilindustrie ist bekanntermaßen ein Motor der dt. Volkswirtschaft.

      • Irgendwie wohl doch. Wenn alles Geld für hirnlosen Aktionismus verbraten wird, bleibt nichts mehr für die dringend notwendigen Sanierungen übrig.

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