Wasserstoff, der neue Heilsbringer

von Dr. Ing. Klaus Humpich
Es gibt einen guten Grundsatz im Bankgeschäft: Werfe nie gutes Geld schlechtem hinterher. Energiewende geht anders. Zuerst hat man die Landschaft mit Windmühlen und Sonnenkollektoren zugepflastert.

Die zwei zentralen Werbeslogans waren ≫Die Sonne schickt keine Rechnung≪ und ≫Irgendwo weht immer der Wind≪. Beide gleichermaßen trivial und im Zusammenhang mit dem europäischen Stromnetz schlicht weg falsch. Kritik wurde einfach – z. B. durch die unvergleichliche Energie-Fach-Frau Claudia Kemfert –weg gelächelt. Sie schwafelte sich monatelang mit ihrem ≫smarten Netz≪ und ihren ≫intelligenten Zählern≪ durch die Gesprächsrunden im Staatsfernsehen. Leider kam die gemeine Hausfrau sehr schnell dahinter, daß es sich dabei nur um Neusprech für Rationierung handelte. Lebensmittelkarten, egal ob elektronisch oder nicht, sind nun mal in Deutschland aus Erfahrung gemieden. Auch wollte besagte Hausfrau ungern die Wäsche des nachts im Plattenbau schleudern lassen oder solange im Saft stehen lassen, bis mal wieder der Wind weht. Was natürlich unsere Schlangenölverkäufer und Kombinatsleiter nicht davon abhält – nun eher in aller Stille – die guten alten Stromzähler durch neue und wesentlich teurere auszutauschen. Geschäft ist Geschäft und man erfüllt damit natürlich nur die Vorgaben der Politik. Innerlich war man schon immer irgendwie kritisch.

Nun weiß man aber aus der Werbung, daß es wenig effektiv ist, abgedroschene Werbeslogans weiter zu senden. Es mußte also ein neuer Gimmick her, mit dem man in einschlägigen Talkshows brillieren konnte: Das batteriebetriebene Elektroauto ward geboren. Wohlgemerkt, die Betonung lag auf ≫batteriebetrieben≪. Damit sollte der Hipster aus der Vorstadt sein Auto aufladen, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht und sollte sogar noch ein Zubrot erzielen können, wenn er dem Prekariat im Sozialbau bei kalter Dunkelflaute mit ein bischen Strom aus seinem Drittauto aushelfen würde. Leider ist dieser Markt zu klein, um für die deutsche Autoindustrie profitabel zu sein. Otto-Normalverbraucher hingegen muß lange und schwer arbeiten, bis er ein paar Zehntausend Euro für ein Elektroauto über hat. Er wird sich hüten, sein Fahrzeug irgendwelchen Windmüllern als Speicher zur Verfügung zu stellen. Wohlwissend, daß die Batterie das teuerste Bauteil an seinem Auto ist und deren Lebensdauer stark von der Anzahl der Ladezyklen abhängt. Ganz nebenbei, wird von ihm als Steuerzahler auch noch erwartet, daß er jeden Tag pünktlich auf seiner Arbeitsstätte erscheint. Chef, meine Batterie war leer, geht nicht. Wenn sich das Elektroauto tatsächlich ausbreitet, wird es zu einer Zunahme der Nachfrage nach elektrischer Energie und vor allem auch elektrischer Leistung führen. Mit einfachen, aber deutlichen Worten: Wir brauchen noch mehr konventionelle Kraftwerke als heute. Kohle und Kernenergie soll es aus ideologischen Gründen nicht mehr sein, also muß was anderes her. Die nächste Schnapsidee lautet Neudeutsch ≫Power to Gas≪ oder doch wenigstens ≫Wasserstoff≪, denn die GröKaZ irrt sich nie oder wie man früher auch sagte ≫Die Partei hat immer recht≪.

Wasserstoff

Wasserstoff hat den Charme aus fast überall verfügbarem Wasser herstellbar zu sein und nach getaner Arbeit auch wieder zu Wasser zu werden. Das die Umwandlung nicht so ganz einfach ist und durchaus auch nicht ganz ohne Schadstoffe vonstatten geht, soll hier erst einmal nicht interessieren. In diesem Zusammenhang geht es um die Frage der Speicherung. Was die Stromversorgung angeht, haben sich unsere grünen Schlehmile schon einen Weg ausgesucht. Sie wollen Wasserstoff durch ihre Windmühlen und Sonnenkollektoren erzeugen oder präziser gesagt, aus der von ihnen produzierten elektrischen Energie. Dies ist beileibe keine feinsinnige sprachliche Unterscheidung. Würden sie die Anlagen selber bauen und betreiben, würden sie an den Kapital- und Betriebskosten schlichtweg ersticken und das alles nur, um die ≫Nachfrage nach elektrischer Leistung≪ befriedigen zu können. Man kann es nicht oft genug betonen, solche Anlagen können nur dann Wasserstoff produzieren, wenn auch Wind weht bzw. die Sonne scheint. Wobei noch nicht einmal geklärt ist, ob solch eine Wasserstoffherstellung bei ständig schwankender und zufälliger Stromproduktion überhaupt funktioniert. Man denke nur mal einen Augenblick an tagelangen Frost im Winter. Wasser einfrieren lassen oder die bereits kostspielig gewonnene Energie zur notwendigen Heizung der Wasserstoffproduktion verbraten? Mit Sicherheit wird man auch hier den bewährten Weg des Schmarotzen gehen: Das Stromnetz und zukünftig auch noch das Erdgasnetz, werden sich selbstverständlich kostenlos den Bedürfnissen der grünen Energiebarone anpassen und unterordnen müssen. Alle notwendigen Mehrkosten werden wie gehabt direkt auf die Allgemeinheit umgelegt (Netzentgeld etc.).

Noch einmal zurück zur aktuellen Frage: Ist Wasserstoff als Antrieb bei Kraftfahrzeugen besser geeignet, als die (berüchtigte) Batterie? Beide haben das gleiche Problem: Geringe Energiedichte und/oder lange Ladezeiten. Jedes Fahrzeug (ausgenommen Schienenfahrzeuge) muß nicht nur sein komplettes Antriebssystem, sondern auch seinen kompletten Energievorrat mit sich führen. Bei Benzin und Diesel ist das bekanntlich kein Problem, denn es sind Flüssigkeiten mit hoher Energiedichte. Flüssigkeit bedeutet nahezu drucklos, hohe Energiedichte bedeutet kleiner Tank und was immer gern vergessen wird, beides zusammen ergibt eine sehr kurze Zeit zur vollständigen Betankung. Eine Autobahntankstelle mit Elektrozapfsäulen oder Verdichter für Wasserstoff benötigt einen eigenen Hochspannungsanschluss um die benötigte elektrische Leistung bereitzustellen. Wie gesagt, Wasserstoff ist ein Gas und es gibt damit nur drei Möglichkeiten es im Auto mitzuführen: In Druckgasflaschen (mindestens 300 bar), in einem Kryotank (Temperatur -252 °C) oder chemisch gebunden. Die Lösung Druckgas ist technisch einfach und kostengünstig und bei PKW wohl auch die einzig realistische. Aber auch hier wieder der Nachteil langer Ladezeiten bzw. geringer Reichweite (bei der notwendigen Verdichtung im Tank erwärmt sich das Gas und verringert somit die mögliche Beladung). Dämmert es jetzt, warum schon jetzt hinter vorgehaltener Hand von ≫synthetischen Kraftstoffen≪ gewispert wird? Das ist lediglich ein Neusprechwort für das, was Deutschland schon im zweiten Weltkrieg machen mußte. Diesmal will man nur nicht Braunkohle als Ausgangsstoff verwenden. Dabei nicht vergessen, wir reden nicht mehr nur von dem Sektor Stromerzeugung, sondern inzwischen auch schon von Verkehr und immer öfter auch von Industrie und Gebäuden. Alles versorgt durch Wind und Sonne. Bald auch wieder ≫Volk ohne Raum≪ für Windkraftanlagen? Regiert von Vegetariern als ≫Schutzstaffel≪ des Klimas?

Jetzt auch noch Kernkraftwerke

Das ist kein Witz. In den USA planen bereits Kernkraftwerke auf ihrem Gelände eine Wasserstoffproduktion aufzubauen. Es gibt dafür auch reichlich Subventionen, „wegen Klima“. Erstes Projekt ist der Bau einer Elektrolyseanlage für das Kernkraftwerk Davis Besse (Druckwasserreaktor mit 894 MWel) in Oak Harbor, Ohio. Die Anlage soll $11,5 Millionen kosten (davon $9,2 Millionen Zuschuss vom US Department of Energy). Sie soll 1–3 MWel aus dem Kernkraftwerk nutzen, um damit Wasserstoff für die Versorgung öffentlicher Fahrzeuge und der lokalen Wirtschaft bereitzustellen. Das Demonstrationsprojekt wird federführend vom Idaho National Laboratory (INL) betreut, Industriepartner ist FirstEnergy Solutions, die Partner als Stromversorger sind Xcel Energy und Arizona Public Service. Das Projekt soll mindestens zwei Jahre laufen. Betriebsbeginn soll schon nächstes Jahr sein.

Das Interesse der Versorger in Arizona an diesem Projekt ist nicht ganz abwegig. Das Kernkraftwerk Palo Verde in Tonopa, Arizona produziert mit seinen drei Reaktoren (3397 MWel) rund 35% des gesamten Verbrauchs an elektrischer Energie in diesem Bundesstaat. Arizona ist aber auch der Sonnenstaat der USA. Vor einigen Jahren gab es erbitterte Auseinandersetzungen um einen „Atomausstieg“ und alternativ eine Vollversorgung durch „Sonnenstrom“. Die Bürger in Arizona entschieden sich durch Volksentscheid für die Erhaltung ihres Kernkraftwerks. Gleichwohl nimmt die Produktion durch „Sonnenkraftwerke“ dank hoher Steuervergünstigungen im gesamten Süden der USA beständig zu. Dies führt zu erheblichen Störungen im Stromnetz. Die Preise für Spitzenstrom an heißen Sommertagen (Klimaanlagen) betragen inzwischen mehr als $8 pro kWh. Diese Stunden sind die Domäne der offenen Gasturbinen (geringe Investition, aber hoher Gasverbrauch). Noch ist Erdgas als Beiprodukt der Ölförderung in Texas und New Mexico extrem billig. Die Brennstoffkosten liegen bei rund $Cent 3,4 pro kWhel. Dies muß aber nicht so bleiben.

Letztendlich wird sich die Frage, Wasserstoff hergestellt aus Erdgas (heute überwiegende Produktion) oder aus Kernenergie über den Preis entscheiden. Am Preis aber, will die Politik über eine CO2 – Abgabe zukünftig kräftig drehen. Mit Sicherheit wird aber Wasserstoff aus „Wind und Sonne“ kein konkurrenzfähiges Produkt ergeben. Die geringe Arbeitsausnutzung solcher Anlagen und ihre wetterabhängige Zufallsproduktion können niemals mit Kernkraftwerken konkurrieren. Ist dies der Grund, warum unser Wirtschaftsminister neuerdings immer öfter darauf hinweist, daß wir heute schließlich auch den größten Teil unserer Primärenergie (Steinkohle, Erdgas, Öl) importieren?

Der Beitrag wurde vom Blog des Autors hier übernommen

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18 Kommentare

  1. Beim Pkw-Verbrennungsmotor ist man auch nur bei 15% bis 20% der Energie die von der Erdöllagerstätte beim gefahrenem km ankommt und das machen wir bereits seit 100 Jahren so.

  2. „– die guten alten Stromzähler durch neue und wesentlich teurere auszutauschen.“

    Der Techniker, der meinen alten Zähler gegen einen elektronischen austauschte, hat mir da anderes erzählt: Der alte hätte neu geeicht werden müssen und das würde 250€ kosten, demgegenüber kostet der neue digitale lediglich nur ~40€.

    Was mir an diesem nicht gefällt ist, das das Gerät nur mittels Morsecode per Taschlampe mit einem Energieäquivalent von 400 LUX programmiert werden kann.

  3. Ganz klar, am besten sollte der Markt darüber entscheiden. Nachdem aber die Klimakatastrophiker bei uns leider die Überhand haben, ist es schon eine Überlegung, ob man ungenutzten Spitzenstrom, für dessen Abnahme man sogar Geld bezahlt (!!), nicht lieber mittels Elektrolyse in Wasserstoff und evtl. weiter in Methan wandelt – trotz eher bescheidenem Wirkungsgrad.

    Wie gesagt, unter Normalbedingungen wäre es unendlich schlauer, dies den Markt entscheiden zu lassen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass aus heutiger Sicht die fossilen Energieträger ja tatsächlich irgendwann zu Ende gehen.

    Nebenbei: Auf dem Saturnmond Titan gibt es Methanseen und -regen, obwohl es bei den Temperaturen dort niemals eine Vegetation gegeben hat. Das Methan stammt also sonst woher, vielleicht aus dem Weltraum. Vielleicht gibt es auf der Erde ja doch noch ungeahnte Reserven oder können die Geologen (ich bin keiner) dies sicher ausschließen? (Klimahysteriker ruhig bleiben, denn Schnappatmung ist ungesund…)

    • „Ganz klar, am besten sollte der Markt darüber entscheiden.“
      Leider kann der Markt nicht mehr entscheiden, weil die Regierung in unlauterer Weise den Markt verzerrt, indem er mit krimineller Energie Produkte verteuert, Produkte verbilligt und Produkte verbietet. Kurz gesagt: „Der Verbraucher wird vergewaltigt, belogen und betrogen.“ Hören Sie mal rein, was im Bundestag gesprochen wird, wenn es um Wirtschaft, Soziales, Energie und Umwelt geht! Da sitzen Idioten an den Schalthebeln und der mit Gewalt verblödete Bürger schaut ehrfurchtsvoll „nach oben“. Der wirklich dumme Michel gibt sein letztes Hemd. Es wird Unruhen geben. Unser Land ist verloren.

  4. Ein Aspekt wurde hier nicht betrachtet: Sicherheit!
    Wasserstoff ist ein Sauzeug mit üblen Eigenschaften. Aufgrund der geringen Größe der Moleküle durchdringt Wasserstoff Stahlwände. Hier kann sich peu-a-peu eine Knallgasatmosphäre rund um den Tank aufbauen. Welche Kraft eine Knallgasexplosion entwickeln kann, sah man bei der Explosion der Reaktorgebäude in Fushima. Weiterhin ist die Aussage im Artikel zur Erwärmung bei Verdichtung falsch. Zur Erinnerung: Ein ideales Gas erwärmt sich bei Verdichtung nicht. Für die meisten Gase stimmt das mit der Erwärmung, nur nicht bei Wasserstoff. Der verhält sich genau umgekehrt. Bei Verdichtung kühlt er ab, bei Expansion erwärmt er sich. Das kann soweit gehen, dass er sich dabei entzündet. So eine Bombe würde ich ungern in meinem Auto spazieren fahren!

    • „Ein ideales Gas erwärmt sich bei Verdichtung nicht.“
      Aber aber, wo stammt denn diese Weisheit her? Sauerstoff und Stickstoff (=Luft) sind doch auch ideale Gase, demnach würde dann kein Dieselmotor funktionieren, schließlich zündet der ja nur, weil sich diese ganz gewaltig erwärmen bei Verdichtung. Und warum sich Wasserstoff da umgekehrt verhalten soll, erschließt sich mir auch nicht.
      Seltsam seltsam!

  5. Wieder einmal einer der Beiträge auf Eike, die echt zum Abhaken sind. Schaut ihr gar nicht, ob der Inhalt Sinn macht?

    „Noch einmal zurück zur aktuellen Frage: Ist Wasserstoff als Antrieb bei Kraftfahrzeugen besser geeignet, als die (berüchtigte) Batterie? Beide haben das gleiche Problem: Geringe Energiedichte und/oder lange Ladezeiten.“

    Was hat der Autor zu sich genommen? H2 hat eine Energiedichte von 33.3 kwh/kg, Benzin/Diesel um die 11-13 kwh/kg und Batterien liegen bei 0,15-0,18 kwh/kg.
    Wasserstoff wird heute sicher bei 700 bar gespeichert, das gesamte Tanksystem für ein Auto wiegt etwas mehr als 100kg. Die ersten Brennstoffzellen PKW auf dem Markt haben somit ca. 5kg Wasserstoff dabei. Das reicht bei flotter Fahrweise für 500km. Schon Praxis getestet. Und das ist gerade einmal der Anfang.
    Nikola Motors hat einen Brennstoffzellen LKW kurz vor der Serienreife, der 1200 km weit kommen soll. Es ist kompletter Unsinn, Wasserstoff mit Batterien zu vergleichen und dabei ausgerechnet die Energiedichte anzuführen.

    Nach dem Autor sind die Japaner Idioten, weil die eine Wasserstoff Herstellung mittels Kernkraft gerade aufbauen.

    Wenn der Autor meint, dass Wasserstoff zu teuer in der Herstellung ist, soll er mal seinen Taschenrechner anschmeißen und mit den 5c rechnen, die heute für die Herstellung einer Kwh allgemein angegeben werden. Die Umwandlung von Strom in Wasserstoff erfolgt ca. 2:1! Rechnen muss er selber.

    • Hallo Herr Schickling

      Nehmen wir doch mal den Taschenrechner.

      Zur Herstellung eines 1/3 Kilos H2 (hat nach Ihren Angaben etwa einen vergleichbaren Energiegehalt wie 1 kg Benzin/Diesel) werden nach Angaben im Internet etwa 20 KHh benötigt.

      Wenn ich kostengünstig die KWh Strom für 5 Ct erhalte und keine Abgaben, Transporte, Speicherung, Wasserkosten usw. usw. habe, rechnet es sich.
      Sobald ich aber die deutschen Stromkosten sehe (sechsmal so hoch), rechnet es sich in keinster Weise. Insbesondere wenn der Preis für H2, damit vergleichbare Kosten herauskommen, unter die gleichen diversen Abgabenlasten wie Benzin/Diesel fallen würde.

    • „Rechnen muss er selber.“

      Bei einem Benzin-Tank mit 60 l Fassungsvermögen beträgt die gespeicherte Energie 12 x 60 kWh = 720 kWh. Nun rechnen Sie einfach mal aus, wie Ihr Wasserstoffspeicher aussehen muss, damit er mit der Energiedichte 33,3 kWh/kg ebenfalls auf die gespeicherte Energie von 720 kWh kommt.

      Falls Sie nicht selbst rechnen wollen: 720 kWh / 33,3 kWh/kg = 21,6 kg. Bei Atmosphärendruck wiegt 1 m³ Wasserstoff rund 0,09 kg. Sie müssen also rund 240 m³ Wasserstoff verdichten (21.6 kg / 0,09 kg/m³ = 240 m³). Dazu brauchen Sie einen Hochdrucktank mit einem Volumen von 0,34 m³ bzw. 340 l bei 700 bar (V = 240 m³ / 700), also rund das 6-fache Volumen eines Benzintanks für 60 l Kraftstoff.

      Ein solches Gebilde (700 bar!) lässt sich nicht mal soeben aus 1,5 mm Blech zusammenschweißen. Und ab jetzt können Sie selbst rechnen. Benutzen Sie die Richtlinien für Druckgefä0e, die Materialdicken, die Dichtigkeitsanforderungen und berücksichtigen Sie die Crash-Anforderungen. Dann haben Sie sicherlich die nächsten Tage genug zu tun und werden bei richtiger Rechnung dahinter kommen, dass das niemals eine wirtschaftlich vergleichbare Energiespeicherung sein wird. Die Wirkungsgrade können Sie dann rechnerisch anpacken, wenn Sie mit der Tankberechnung durch sind.

      Viel Spaß und viel Erfolg!

      • „Die Wirkungsgrade können Sie dann rechnerisch anpacken, wenn Sie mit der Tankberechnung durch sind.“
        Das und das davor können diese Leute nicht berechnen. Die wissen auch nicht wie heiß Wasserstoff wird, wenn man den von 1 Bar auf 700 bringt. Fragen Sie die mal wieso ein Dieselmotor ein Selbstzünder ist, welcher Druck notwendig ist und welche Temperatur bei der Kompression erreicht werden muß, damit gezündet werden kann.
        Die meisten werden das nicht wissen.

    • Hallo Herr Schwetlik,

      wie alle Fans grüner Technologien tendieren bei Ihnen physikalische Grundkenntnisse auf dem Niveau der 5 Klasse gegen Null, es macht Ihnen nur Spaß Phrasen und Einheiten ohne Zusammenhang zu zitieren:

      „Was hat der Autor zu sich genommen? H2 hat eine Energiedichte von 33.3 kwh/kg, Benzin/Diesel um die 11-13 kwh/kg …“

      Richtig, nur was folgt daraus? Ein Kilo Diesel kann man mit rund einen Liter Diesel gleichsetzen, also ein Liter Diesel gleich 11 KWh.

      Ein Kilo Wasserstoff entspricht etwa 12 m3, also 12.000 Liter Wasserstoff (Dichte 0,089 L/m3). Also die Energie die ein Liter Diesel hat, steckt in rund 4.000 Liter Wasserstoff. Das rechnet Ihnen mein Sproß in der 5. Klasse vor, dass die Energiedichte von Diesel 4.000 Mal höher ist….

      „Die Umwandlung von Strom in Wasserstoff erfolgt ca. 2:1! Rechnen muss er selber.“

      Richtig, rechnen muss er selber, der Schwetlik!

      Weder Strom noch Wasserstoff bringen das Auto vorwärts, und der Strom kommt nicht aus dem nichts. Strom kommt 2:1 aus der Verbrennung, zu Wasserstoff wird es 4:1, wieder zu Strom in der Brennstoffzelle 8:1 und dann gehen noch 10% im Elektromotor verloren.

      Rechnen muss man Schwetlik, nicht Sprüche kloppen…

    • „Wasserstoff wird heute sicher bei 700 bar gespeichert“
      Wieviel Energie muß man aufwenden, um H2 auf 700 bar Druck zu bringen?

    • Trump führt alle Umweltlisten an. Ohne die organisierte, kriminelle Umweltmafia. Unterstützt irgendeine relevante japanische Regierung Trump ohne (!) Vorbehalte?

      Warum hat Toyota (Toyoda) jahrelang die kriminelle DUH finanziell gefördert?

      Die Frage ist eher: haben Sie etwas gegen den weiterhin sehr guten und überlegeneren Verbrennungsmotor vorzubringen?

      In Belgien läuft gerade ein Projekt, von 2018 bis 2025, mit dem sinnlosen und schwachsinnigen Ziel, ein Drittel des gegenwärtigen Autofuhrparks, zu zerstören. Das ist krank. Und potentielle Ingenieure die so etwas gutheißen verdienen einen Tritt in den Allerwertesten. Das Ziel wird durch den landesweiten Einsatz hochmoderner Überwachungskameras, über hundert Exemplare, überwacht.

      Europas Möchtegern-Eliten sind absolut sicher, ernsthaft krank.

      Aus Sicht des Kunden zählt nur, was günstiger und wirtschaftlicher ist. Die irrationalen staatlichen Eingriffe zerstören das alles jedoch. Und auch der japanische Staat hat die Kröte (der lügenden und betrügenden Umweltmafia) geschluckt. Also, woher die Aufregung?

      Nicht der Ingenieur hat das letzte Wort, sondern immer nur der kluge Kaufmann.

    • Die Umwandlung soll doch mittels Wind-und Solarstrom erfolgen.

      Die Produktion von Solarstrom kostet in Norddeutschland derzeit ca. 0,11 €/kwh. Die von Windstrom an Land ca. o,o8 €/kwh. Mit den Umwandlungskosten die durch die Leerlaufzeiten wohl nicht ganz so billig sein werden und die ich auch nur vermuten kann, habe ich kwh-Kosten von mindestens 0,25-0,30 €/kwh ohne die vielen Steuern und Abgaben. bei Diesel/Benzin habe ich Kosten von ca.0,15 €/kwh inklusive der horrenden Steuern und Abgaben.

      Gibt es irgendwo Einsparmöglichkeiten, um mit unseren Mitbewerbern auch in einer Wasserstoffzukunft konkurrieren zu können?

  6. Was ist der Unterschied zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft?
    Bei Marktwirtschaft bleibt das bestehen, was sich in der Gesellschaft bewährt hat. Das bedeutet für die Konsementen muß es Vorteilen haben. Kostengünstig, effektif, Anwenderfreundlich und viele andere positiven Merkmale, die sich in all den Jahren durchsetzen. Selbst mit Gewalt werden sich die Elektroautos z.B. nicht durchsetzen können. Wenn das so wäre, dann hätten wir schon in Mehrheit E.Autos auf den Strassen.
    Bei Planwirtschaft geht man in eine Richtung (von oben gesteuert) mit einem ungewissen Ergebnis. Trotz vieler Nachteile werden einige Technologie forciert.
    Elektroautos, Windkraftwerke, Sonnenanlagen und demnächst vermutlich Wasserstoff ohne dass sich diese Technologien langfristig bewährt haben.
    Es sind auch fundamentale Veränderungen, die alles auf den Kopf stellen. Tut mir leid aber so kann man nicht eine Welt lenken oder regieren.
    Wenn man z.B. Elektroautos einführen möchte, dann arbeitet man an Forschung in dieser Technologie bis die Vorteile so überwiegen, dass die Leute sich diese Autos kaufen möchten ohne dass man etwas staatlich unterstützen muss. Aber diese gewaltsame Umstellung mit Verbote der Konkurrenz und Subventionen ist ganz sicher nicht gesund. Auch Verbot anderer Ideologien gehört dazu.
    Ich lehne Planwirtschaft komplett ab. Kommunismus oder Sozialismus gehört nicht zu dieser Welt.

    • Möchte noch hinzufügen.
      Durch Verbote und Ausgrenzungen kommen wir in einer Gesellschaft nicht weiter. Wenn wir z.B. uns ein Kühlschrank kaufen wollen, dann schauen wir nach Preis/Leistung Verhältnis, schauen die Rezensionen uns an und versuchen die beste Entscheidung zu treffen. Wenn einige Firmen verboten werden, dann schadet das nur der Gesellschaft. Wir haben freie Arztwahl und wenn einige Ärzte verboten werden, dann verlieren die Patienten und die Ärzte, die das Verbot bekommen. Genauso bei den Parteien. Wenn einige Parteien verboten werden, dann verliert wieder die Gesellschaft. Es fehlt an Vielfalt und Konkurrenz. Auch wenn einige kritische Wissenschaftler, den menschengemachten Klimawandel nicht akzeptieren aber medial ausgegrenzt werden. Das ist auch ein Verbot. Sie müssen genauso gut medial präsentiert werden. Die Demokratie und Gesellschaft lebt von Vielfalt und davon, wer sich am besten beweisen oder bewähren kann.

      Nehmen wir an Bayern München soll gegen Real Madrid spielen. Der Schirri pfeift das Spiel an und alle Bayern Spieler rennen auf die Gegner los und verprügeln die Spieler von Real Madrid, weil sie sich mit ihnen nicht messen wollen. Ist das was die Zuschauer sehen möchten?
      Genauso passiert es in der Politik mit der AFD. Wir wollen ein Spiel mit gleichen Chancen sehen, indem die Spieler ihre Fähigkeiten zeigen können, und kein Massaker. Keine Verbote und auch keine Ausgrenzungen.
      Diese Politik muß sofort abgeschafft werden.

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