Eisheiligen 2019, Teil 2: In der freien Fläche besonders kalt

Foto Kowatsch, außerhalb der Städte ist die Vegetation im Mai immer verspätet, das gilt umso mehr für 2019 nach den besonders kalten Eisheiligen. Heuer macht erst der „Ende Mai“ die Bäume wieder grün.

Josef Kowatsch
Im kürzlich erschienen Artikel über die Temperatur-Entwicklung der kalendarischen Eisheiligen (11. bis 15. Mai) wurde die DWD-Wetterstation in Potsdam über verschiedene Zeiträume betrachtet. Potsdam ist die Landeshauptstadt Brandenburgs. Von vielen Lesern, die ebenfalls gute Naturbeobachter und viel ihrer Freizeit außerhalb der Wohnorte unterwegs sind, wurde bereits vor der Erscheinung des Artikels zurecht die Frage gestellt, wie sich diese fünf Tage 2019 auf dem Lande verhalten haben und wie der Trendlinienverlauf ländlicher Stationen in der Gegenwart verläuft gerade im Vergleich zu Potsdam, eine Stadt, die auch noch von der Stadtwärme Berlins mitgeheizt wird.

Als Gegenwart nehmen wir den Zeitraum ab 1997. Die Grafik der Stadt Potsdam sieht so aus:

Grafik 1: Die fünf Eisheiligentage in der Landeshauptstadt Potsdam. Sie werden deutlich kälter. 2019 ist aber nicht der tiefste Punkt der Grafik. In Potsdam war der Schnitt der fünf Eisheiligentage 2005 und 2010 noch etwas kälter als der Gesamtschnitt der Eisheiligentage 2019

Die Klimastation Potsdam ist eine typisch städtische Station, die kalten Nordwinde der Eisheiligen haben in einer Stadt keinen Zutritt. Außerdem werden die kalten Tage/Nächte rausgeheizt. Zudem befindet sich nördlich von Potsdam die deutsche Hauptstadt Berlin. Was soll da noch an kalten Nordwinden bei der Wetterstation ankommen?

Bad Kreuznach im Oberrheintal: Mit Bad Kreuznach wollen wir eine Station aus dem Süden Deutschlands, aus der sonnigen Oberrheinebene darstellen. Die Trendlinie der Daten unseres interessierten Wetter- und kritischen Klimabeobachters Matthias Baritz hat die negative Steigung y = – 0,147 für die letzten 23 Eisheiligenschnitte.

Die DWD-Wetterstation befindet sich nördlich, außerhalb des Ortes

Grafik 2: Bad Kreuznach in der Oberrheinischen Tiefebene, die Trendlinie der Gegenwart ist für die Eisheiligen leicht fallender als in Potsdam.

Dresden/Klotzsche:

Die DWD- Wetterstation befindet sich im Vorort Klotzsche am Flughafen nördlich der sächsischen Landeshauptstadt. Nördlich bedeutet, dass die kalten Winde der fünf Eisheiligentage aus nördlicher Richtung zumindest erst bei der Wetterstation ankommen, bevor sie in der Stadt aufgewärmt werden oder durch die Häuserzeilen ganz abgebremst sind.

Grafik 3: DWD-Station Dresden Klotzsche. Eisheilgen in der Gegenwart. Die Trendlinie ist etwas fallender als Potsdam und die Eisheiligen 2019 sind die kältesten seit 1997.

Goldbach bei Bischofswerda im Osten Sachsens: Der kleine Vorort hat knapp 500 Einwohner.

Grafik 4: Die Eisheiligen 2019 sind deutlich die kältesten, Quelle der Daten: Stationsleiter Dietmar Pscheidt.

Schneifelforsthaus: Diese DWD-Wetterstation befindet sich in der Eifel, nahe der belgischen Grenze, in unmittelbarer Nähe ist allerdings die Kreuzung 2-er größerer Fernstraßen.

Grafik 5: Auch ganz im Westen Deutschlands sind die Eisheiligen außerhalb der Städte deutlich kälter geworden. Allerdings ist der Schnitt der fünf kalendarischen Eisheiligentage 2019 mit 6,36 C innerhalb des Gegenwarts-Betrachtungszeitraum nicht der tiefste. Jedoch waren die Eisheiligen 2019 im Westen Deutschlands nicht so kalt wie im Osten Deutschlands

Nürnberg/Netzstall

Die DWD Station Netzstall befindet sich bei einem Aussiedlerhof im SO Nürnbergs, deutlich außerhalb der Stadt. Aber immerhin werden die kalten Nordwinde der Eisheiligen durch die Stadt abgemildert. Der fehlende Wert des Jahres 2000 wurde nach den benachbarten Stationen Nürnberg und Nürnberg-Roth interpoliert.

Grafik 6: Der Aussiedlerhof Netzstall bei Nürnberg zeigt in der Gegenwart bereits eine bedenklich fallende Trendlinie der fünf Eisheiligentage.

Eine Klimastation vollkommen in der freien Fläche, weit weg von irgendwelche Wärmeinseln haben wir keine gefunden. Stationen bei unbeheizten Klöstern, bei Forsthäusern am Waldrand, solche Standorte gibt’s einfach nicht mehr.

Anhand der sechs ausgesuchten Wetterstationen konnte gezeigt werden, dass die Eisheiligen der Gegenwart selbst in einer Landeshauptstadt und in unmittelbarer Nähe zur Großstadt Berlin eine fallende Trendlinie haben, aber außerhalb der Städte eben noch deutlicher negativ (kälter) sind. Wie es weitergeht weiß niemand, denn CO2 hat auf das Klima der Erde keine wärmende Wirkung. Kein einziger Versuch kann diesen Erwärmungsglauben bei einer Verdopplung von CO2 beweisen. Meistens werden auch noch falsche Strahlungsquellen bei Konzentrationen von 100% CO2 verwendet, und der Versuch zeigt halt irgendwas an. Meistens jedoch gar nichts.

Der Verfasser hat für seine jahrelangen Versuche am Ende den Erdboden selbst als Bestrahlungsquelle verwendet. Die beiden Versuchsaufbauten – 100% CO2 im Vergleich zu Luft- hingen an meiner Terrasse, 4m vom Haus entfernt, in Augenhöhe.  Weder bei Sonnenbestrahlung, noch im Schatten, weder über den Tag, noch in der Nacht und auch nicht während den verschiedenen Jahreszeiten gab es irgendwelche Temperaturunterschiede. Beide Thermometer zeigten immerfort konstant gleiche Temperaturen. Die Bodenrückstrahlung konnte keinen von beiden Behältern mehr erwärmen, CO2 mag zwar infrarote Bodenrückstrahlung absorbiert haben, das Gas wurde jedoch nicht wärmer. Folge: den Treibhauseffekt gibt es nicht oder nur in einer nicht messbaren Größe

Der einzig menschengemachte Anteil an den Temperaturen ist der jährlich zunehmende Wärmeinseleffekt bei den DWD-Stationen aufgrund der ständigen weiteren Bebauung.

Aber bedenklich stimmen die deutlich fallenden Trendlinien für die Wald- Land- und Weinbauwirtschaft schon, schließlich wachsen die wärmeliebenden Eschen und die blühenden Apfelbäume der Streuobstwiesen nicht vor den Rathäusern der Großstädte.

Die aktuellen Erklärungsirrversuche der CO2-Erwärmungsgläubigen über die bedenklich kälter werdenden Eisheiligen findet man in diesem EIKE-Artikel von Helmut Kuntz.

Gesamt: Da die beiden ländlichen Vergleichsstationen DD-Klotzsche und Schneifelforsthaus 500 km auseinander liegen und in der Gegenwart ebenso wie Potsdam, Netzstall und Goldbach deutlich kälter werden, gehen wir davon aus, dass der Deutsche Wetterdienst keine einzige Wetterstation finden wird, die „in der Gegenwart“, „in den letzten Jahren“, in „jüngster Zeit“ positive Steigungen hat, zumal der Gesamtmonat Mai trotz des wärmsten Jahres 2018 seit 30 Jahren auch eine leicht fallende Trendlinie zeigen wird.

Nach vielen Falschmeldungen der Medien in den letzten Jahren über „Eisheiligen werden zu Heißheiligen“ erwarten wir vom DWD Vorstand Friedrich folgende Eisheiligenpressemitteilungen: „ Der Monat Mai wird in der Gegenwart kälter, aber die Eisheiligen werden noch kälter.“ Und als Ergänzung: „Die Eisheiligen werden in der freien Fläche Deutschlands bald wieder so kalt sein wie zur kleinen Eiszeit. Die starke Abkühlung der Eisheiligen in der Gegenwart konnte auch durch die Zunahme der CO2-Konzentration nicht aufgehalten werden.“

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

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8 Kommentare

  1. Kein EU -Abgeordneter hat Einfluß auf wichtige Entscheidungen.Nur die Kommission
    und die Lobbyisten verhandeln in den „Hinterzimmern“ ,was die EU-Bürger zu erdulden haben.

  2. Sehr geehrter Herr Kowatsch,

    Danke für Ihre Arbeit mit der Zusmmaenstellung der Daten.

    Wieder einmal meine Anmerkung zur Statoin Nürnberg-Netzstall:
    diese wurde im März 2005 aus dem _Ortskern_ von Fichhbach auf den Aussiedlerhof verlegt. Dieser liegt mit einigen anderen Höfen in einer großen Rodungsfläche mitten im Wald mehr asl 600m vom nächsten Dorf druch Wald getrennt.
    Eine Trendkurve ohne einen Vermerk (Verlagerung aus hohen WI in Fischbach zu (fat) vernachlässigbarem WI) liefert also keine verwertbare Aussage – auch wenn diese zu den anderen Kurven passt.

    MfG
    Ketterer

    MfG
    Ketterer

  3. So beobachtete ein Berliner in den vergangenen Tagen, daß Jahr für Jahr die Stadtbäume immer grüner und mächtiger werden, die Blättermasse wohl zunmimmt dank mehr CO2 in der Luft.

  4. Kann ich bestätigen. Die Eschen Ortsausgang Seebach Thür. 385m hoch gelegen, tun sich sehr schwer u. sind noch fast kahl. Kann hier leider kein Foto einfügen. Unsere Apfelbäume 405m ü.NN u. Südhang haben sich auch erst sehr spät entschlossen, auszutreiben. Blüten sind bis auf die Sauerkirschen, die es irgendwie immer schaffen, fast alle erfroren Aber: sollte für sie nichts Neues sein, da sie z.T. 40-50 Jahre alt sind. Nach dem Obst-Rekordjahr 2018 sieht es dieses Jahr mit Baumobst in unseren Breiten eher Mau aus.

  5. „Folge: den Treibhauseffekt gibt es nicht oder nur in einer nicht messbaren Größe“
    ——————-
    Bravo, bravo!
    Alle Thermometer zeigen immer und überall nur die Lufttemperatur an!
    Dabei absorbieren die Thermometer auch immer die langwellige IR Strahlung!!!
    Somit müsssten die angebliche Strahlung vom „Treibhauseffekt“ , mit ca 333 W/m² und Erdrückstrahlung von ca 390 W/m², an jedem Thermometer die Temperatur nach oben treiben.
    Tut sich aber nichts – warum?
    Weil keine Strahlung existiert – meine Glasscheibe wird auch nicht warm!!!

  6. „Wie es weitergeht weiß niemand, denn CO2 hat auf das Klima der Erde keine wärmende Wirkung. Kein einziger Versuch kann diesen Erwärmungsglauben bei einer Verdopplung von CO2 beweisen. Meistens werden auch noch falsche Strahlungsquellen bei Konzentrationen von 100% CO2 verwendet, und der Versuch zeigt halt irgendwas an. Meistens jedoch gar nichts.

    Der Verfasser hat für seine jahrelangen Versuche am Ende den Erdboden selbst als Bestrahlungsquelle verwendet. Die beiden Versuchsaufbauten – 100% CO2 im Vergleich zu Luft- hingen an meiner Terrasse, 4m vom Haus entfernt, in Augenhöhe. Weder bei Sonnenbestrahlung, noch im Schatten, weder über den Tag, noch in der Nacht und auch nicht während den verschiedenen Jahreszeiten gab es irgendwelche Temperaturunterschiede. Beide Thermometer zeigten immerfort konstant gleiche Temperaturen. Die Bodenrückstrahlung konnte keinen von beiden Behältern mehr erwärmen, CO2 mag zwar infrarote Bodenrückstrahlung absorbiert haben, das Gas wurde jedoch nicht wärmer. Folge: den Treibhauseffekt gibt es nicht oder nur in einer nicht messbaren Größe

    Der einzig menschengemachte Anteil an den Temperaturen ist der jährlich zunehmende Wärmeinseleffekt bei den DWD-Stationen aufgrund der ständigen weiteren Bebauung.“

    Danke!
    Co2 absorbiert und thermalisiert bodennah, strahlt aber bodennah nicht.

    Der Treibhauseffekt ist eine Erfindung von interessierten Kreisen, die von der Politik dazu benutzt wird Macht auszuüben und die Bürger dieses Landes abzuzocken.

    Am Sonntag ist Wahl.
    Meine Wahlempfehlung wird hier mittlerweile auch zensiert.
    Aber jeder mit Hirn sollte wissen welche Partei unter diesen Umständen zu wählen ist

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