„Wovon man nicht reden kann, darüber muß man schweigen“ [1] : Eine Antwort an Vera Deleja-Hotko, Ann-Katrin Müller, Gerald Traufetter : „Klimakrise leugnen, Diesel preisen“ in DER SPIEGEL (26.04.2019).

Foto: Beckerhoff

von Dirk Beckerhoff
In Zeiten politisch aufgeheizter Klima-Debatten muss gemahnt werden: „Besinnt Euch! Es geht um Physik!“ Wetterkunde ist die Wissenschaft von der Physik der Atmosphäre. Klimakunde ist die Wissenschaft von den langfristigen, trendmäßigen und damit nachhaltigen Wetter-Veränderungen. Wetter- und Klimakunde sind Naturwissenschaften. Politik, die sich des langfristigen Schutzes des Wetters annimmt, muss dessen physikalische Grundlagen anerkennen. Hier „liegt der Hase im Pfeffer“.

Gefesselte Wissenschaft

Klimawissenschaft ist der einzige Bereich naturwissenschaftlicher Forschung, der von der Politik fest in Haft gehalten wird. Dieser wissenschafts-, wirtschafts- und ge­sellschaftspolitische Sündenfall ist umfassend. Er  trägt den Na­men:

„In­ternational Panel of Clima Change“ (IPCC), zu deutsch: „Weltklimarat“,

steht unter der Regie der Vereinten Nationen und ist zu verstehen als weltweite, qua­si-monopolistische Organisation zur Vergabe, Finanzierung und Auswertung wetter- und klimawis­senschaftlicher Arbeiten. Zentrales Instrument sind die IP­CC-Sachstandsberichte, jeweils unterteilt in eine etwa 40-seitige „Kurzfas­sung“ („Summary for Policy-Makers“) und Tausende von Seiten umfassendem Materia­lteil (Assessment-Report).

Klimawissenschaftliche Aussagen in den Kurzfassungen können bis zum kom­pletten Gegenteil abweichen von den autorenrechtlich vollständig an den IPCC übertrage­nen Ergebnissen einzelner wissenschaftlicher Arbeiten des Material­teils.

Die Kurzfassungen werden von politisch ausgewählten Regierungsvertretern „aller Herren Länder“ verantwortet. Sie sind das Ergebnis unüberschaubarer Kompromiss-Verhandlungen, beratend beeinflusst von grünen NGO’s und poli­tiknahen Wissen­schaftlern, getragen von massiv divergierenden politischen und wirtschaftlichen Inter­essen, Opportunitäten, Machtkonstellationen und ähnlic­hen physikfremden Kriterien.

Die Akteure der IPCC-Kurzfassungen agieren wie ein „klimawissenschaftlicher Vati­kan“. Sie sind ausgestattet mit weltweit exklusivem Recht der Forscher-, Autoren-, Berater- und Material-Auswahl. Sie allein haben – mit dogmatischem Unfehlbarkeits­anspruch – das Recht der Exegese. Das Grundgebot lautet:

– Verbrennung setzt CO2 frei

– CO2 ist ein Treibhausgas

– Treibhausgas erzeugt Erd-Erwärmung

– Erd-Erwärmung verursacht Klimawandel mit Katastrophenpotential

Die Erderwärmung seit Beginn der Industrialisierung (knapp ein Grad Celsius) wird mechanistisch und ein­dimensional verstanden als Funktion der menschli­chen CO2-Emissionen während dieser Zeit. Nach diesem Verständnis genügt ein entschlosse­ner Tritt der Menschen auf die CO2-Bremse, die erdnahe Luft wird den gewünschten Temperaturverlauf nehmen, die sonst drohenden „Klimakata­strophen“ werden abge­wendet

Diese Anthroprozentrik ist aufgegangen im Gebot „Die Menschen müssen das Weltklima retten!“

Das gebotsmäßige Verhalten trägt religions-typische Merkmale :

()  Unbedingter Wahrheitsan­spruch,

()  Endzeit-Prophetie,

()  Heilsversprechen,

()  Intole­ranz bis hin zu Fanatismus und Verleumdung.

Wissen vor Glauben

Hier kommt der mündige Bürger ins Spiel. Für ihn beginnt Glaube erst dort, wo Wis­sen – noch? – nicht existiert. Wie soll er sich verhalten, wenn er eine eigene Antwort finden möchte auf „Erderwärmung?“, „Klimawandel?“, „Klimakatastrophe“ ?

Muss er sich fraglos vom IPCC-bestimmten Strom an Daten und Interpretatio­nen in die grundlose See von Bedrohung und Angst reißen lassen? Muss er kri­tiklos den unfassbar teuren Rezepturen des demokratisch illegitimen Klima-Bürokraten-Mo­lochs zur Minderung der vor­geblichen Bedrohun­gen folgen? Oder gibt es abseits des IPCC-dominierten Mainstream die Möglichkeit einer ei­genen Meinungsbildung?

Diesen Weg hat der Autor gewagt. Das Wagnis war zeit­aufwändig, anstrengend und lehrreich. Es hat zu mehreren Arti­keln auf der Homepage des „Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE)“ sowie jüngst zu einem kleinen Buch ge­führt [2].

Ohne den Rückgriff auf zahllose faktenreiche EIKE-Homepage-Veröffentli­chungen wären die Arbeiten nicht möglich gewesen. Neben „EIKE“, der eben­falls sehr ver­dienstvollen Internet-Seite „Die Kalte Son­ne“ [3] und natür­lich den umfangreichen, politisch ungefilterten Materialbänden der IPCC-Grundlagen-Berichte stehen in Deutschland kaum weitere wissen­schaftlich fundierte und nicht IPCC-gleichgeschal­tete Informationsquellen zur Verfügung.

Die Verve, mit der sich der DER SPIEGEL in dem oben genannten Artikel [4] über EIKE her macht, bestätigt eine alte Lehre:

Der wahrhaft Gläubige verabscheut die Ketzerei an sich. Für ihn wiegt ein Ket­zer so viel wie derer Tausende.

Wenn sich heutzutage zusätzlich zum „Schisma-Verdacht“ ein Hauch von AfD-Bezug erahnen lässt, fallen journalistische Sorgfaltspflicht, faktenfundierte Aus­gewogenheit und eigentliche Informationsaufgabe leicht der Missions-Aufgabe zum Opfer. Das ei­gentliche Thema bleibt außen vor: 

()  „Gibt es eine Klimakrise ?“

()  „Worin besteht sie ?“ 

()  „Welche Ursachen hat sie ?“

Die Antworten auf die physikalischen Fachfragen werden als im Sinne von IPCC und staatlichen Umweltinstanzen abschließend geklärt „an der Kasse ab­gegeben“.

Ein Beispiel mag genügen:

Die These, dass es eine von über 90 Prozent der Klima­wissenschaftler bestätigte an­thropogene Erderwärmung gäbe, beruht auf einer IPCC-Auswertung. Darin wird je­der Wissenschaftler, der die Infra­rot-Aktivität des CO(Eigen­schaft des CO2Wärme-Strahlung zu absorbieren und wieder abzugeben) bestätigt, als Be­stätiger einer an­thropogenen Klima-Katastrophe gezählt.Verzichtet wird auf jede Angabe dazu, wie hoch und in welchem Ausmass der jeweilige Wissenschaftler den Er­wärmungseffekt einer bestimmten CO2-Zusatzmenge in der At­mosphäre veranschlagt. Da COphysi­kalisch unbestreitbar sowie tat­sächlich von nieman­dem bestritten erwärmend wirkt, kann man sogar sagen:

Einhundert Prozent aller Klimawissenschaftler bestätigen eine CO2-bedingte Erder­wärmung.

Der Haken kommt einen Schritt später :

Über das Ausmaß dieser CO2-bedingten Erderwärmung samt deren Sekundäreffek­ten herrscht maximale Uneinigkeit.

Die weltweiten Schätzungen der Erwärmungs-Folgen einer künfti­gen CO2-An­teils-Verdoppelung von jetzt etwa 0,04 Prozent auf dann 0,08 Pro­zent der Atmo­sphäre lie­gen zwischen :

– „vorhanden, aber aufgrund von kühlenden Kompensationseffekten nicht messbar“ 

– „gering : ca. 1 Grad Celsius“

– „krisenhaft: 1,5 bis 2,5 Grad Celsius“.

– „katastrophal: mehr als 2,5 Grad Celsius“.

Warum nur schwingen die SPIEGEL-Autoren [4] die furchtbare Begriffskeule „Klima­leugner“? Unterhalb welcher Erwärmungs-Glaubens-Schwelle beginnt der Klimaleug­ner? Oberhalb welcher Schwelle darf man sich zu den vollwerti­gen Gläubigen der Klima­-Katastrophik zählen?

Argumentative Mindeststandards

Diese Fragen zeigen den Irr-Sinn der Ar­gumentation. Sinnvoll dagegen wäre es – z. B. durch Beschäftigung mit Fachartikeln auf EIKE – aus der derzeitigen Erwärmungs- und Klimadebatte argu­mentative Mindest­standards zu gewinnen :

  1. Das seit Beginn der Industrialisierung zusätzlich von der Atmosphäre aufgenommen­e CO2 ist weitgehend menschen-verursacht (anthropogen). Der An­stieg während der letzten etwa 120 Jahre betrug ca. 40 Prozent (von rd. 0,028 Vol.-Prozent auf rd. 0,04 Vol.-Prozent).
  2. Eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre führt zu einer Erderwär­mung von maximal einem Grad Celsius. Dem CO2-Anstieg von rd. 40 Pro­zent über 120 Jahre sind nach dieser physikalischen Gesetzmäßigkeit ca. 0,4 Grad Celsi­us Erder­wärmung zuzurechnen.
  3. Ob überhaupt und ggf. in welchem Maße der physikalisch gesi­cherte CO2-Erwär­mungswert über Sekundäreffekte zusätzliche Erderwär­mung oder im Gegen­teil Er­wärmungs-Minderung bewirkt, ist strittig.
  4. Welcher Anteil des menschen-verursacht emittierten CO2 von der Atmosphäre zu­sätzlich und dauerhaft aufgenommen wird („Immissionsrate“) ist strittig. Entspre­chend ungeklärt ist: Wieviel CO2 darf die Menschheit insgesamt noch emit­tieren, ohne das 1,5 Grad- Ziel zu verfehlen („Emissions-Restbudget“) ?Nach Vorab-Ankündigungen wird das derzeitige offizielle Rest­budget bald auf etwa 1000 Gigatonnen mindes­tens verdoppelt werden. So erklärte beispielsweise Prof. Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und einer der Leitautoren des IPCC in DER SPIEGEL vom 6. Oktober 2018: „Unser verbleibendes CO2-Budget für das 1,5 Grad-Zielist wohl mindestens doppelt so groß wie gedacht … Ich gehe davon aus, dass dies in dem Sonderbericht die zentrale Botschaft sein wird.“ Erst nach derPariser Konferenz wurde lt. Prof. Marotzke anhand neuerer Modellrechnungen erkannt: „Weitere Emissionen führen zu einer geringeren CO2- Konzentration in der Luft als vermutet. Offenbar verbleibt ein kleinerer Teil der Treibhausgase n der Atmosphäre, weil Wälder und Ozeane mehr davon schlucken als gedacht.“  Die Schätzungen liegen innerhalb des IPCC um mindestens das Siebenfache aus­einander. Nach Vorab-Ankündigungen wird das derzeitige offizielle Rest­budget bald auf über 1000 Gigatonnen mindes­tens verdoppelt werden. Die Be­gründung lautet: Erst nach der Pariser Konferenz wurde erkannt, dass die tat­sächliche Immissionsrate deutlich geringer ist als die bisher angenommene. An­ders ausgedrückt: Die tatsächli­che „CO2-Kli­maschädlichkeit“ („Klimasensitivität“) wird „amtlicher­seits“ demnächst mindestens halbiert werden. Bis auf Weiteres ?
  1. Neben dem höheren CO2-Gehalt der Atmosphäre gibt es weitere Ursachen der Erderwärmung, deren quantitative Wirkung sämtlich nicht eindeutig geklärt ist:  (a) menschenverursacht (anthropogen) ; z. B.:

– atmosphärische Anreicherung mit weiteren Treibhausgasen (z. B. Methan und Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW)

– Verminderung der Wärme-Rückstrahlkraft (Albedo) der Erdoberfläche auf­grund von Landnahme, Kultivierung, Besiedelung, Bebauung durch eine massiv angewachsene – und weiter wachsende –  Weltbevölkerung. Heute leben auf der Erde etwa 7,6 Milliarden Menschen. Das sind  ca. 6.100.000.000 Menschen mehr als in der Zeit um 1870

(b)   natürlich ; z. B.:

– Sonnenaktivität

– Meeresströmungs-Zyklen

– Vulkanismus

  1. Krisenhafte, gar katastrophale Folgen, die der bisherigen Erderwärmung ein­deutig zuzuordnen wären (katastrophale Großwetterereignisse, Zunahme an Dürren oder Überflutungen) sind nicht ausreichend gesichert, statistisch nicht signifikant nachgewiesen. DAS findet man im IPCC-Bericht [6]. Auch die historisch über Jahrtausende beobachtete Anstiegsrate der Weltmeere hat während der letzten über einhundert Jahre nicht zugenommen. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich nach den Pegel-Messungen sogar abgeschwächt [7].
  1. Die Klima-Modellierung und somit die Klima-Prognostik stagnieren seit An­beginn in der Unfähigkeit klimatische Erwärmungsfolgen in Mindest-Zuverläs­sigkeit vorher zu sagen.

Glauben oder Zweifeln

Vor diesem Hintergrund wäre anzuregen, dass sich die SPIEGEL-Autoren ihrer eige­nen politischen Position vergewissern. Sie machen eine sich selbst zuge­sprochene moralische Überlegenheit samt Bezug auf wissenschaftlich bestreit­bare IPCC-Positio­nen zur Grundlage, um mit falschen, verdächtigenden oder in­haltsleeren „Floskeln“ über ein ihnen politisch anrüchig erscheinendes Institut (EIKE) herzufal­len. Bei dieser Selbstverortung mag die folgende Passage des Faschismus-Forschers Roger Griffin [5] zum generi­schen Faschismusbegriff hilfreich sein:

„Da die Definition auf den ideologischen Kern zielt ……, mit anderen Worten: da sie Faschismus genau wie andere generische politische Ideologien (Libera­lismus, Sozia­lismus, Konservativismus) behandelt, wird es einsichtig, ein politi­sches Phänomen auch dann als faschistisch zu betrachten, wenn es nur im em­bryonalen Zustand im Kopf eines Ideologen und ohne Ausdruck in einer politi­schen Partei, geschweige denn einer Massenbewegung, existiert. Darüber hin­aus mag es sinnvoll sein, eine Form politischer Energie als faschistisch zu er­kennen, selbst wenn sie auf die Ab­sicht verzichtet, als parteipolitische und/oder paramilitärische Kraft zu operieren und stattdessen einem Ansatz folgt, der eher mit politischem Quietismus denn mit revolutionärem Fanatismus zu tun zu ha­ben scheint.“

Der ideologische Kern der Klimadebatte ist die politische Setzung der „Anthropoge­nen Globalen Erwärmung“ (AGW). Mangelndes Wissen wird nicht durch das nach na­turwissenschaftlicher Rationalität gebo­tene Zweifeln ersetzt. Im Ge­genteil: Zweifel werden diffamiert und begrifflich als „Leugnen“ in den assozia­tiven Bereich politi­scher Schwerstverbrechen verschoben. An die Leerstelle wird mit enormem Propaganda- und PR-Aufwand ein poli­tisch ausgehandelter Mehrheitsglaub­en gestellt, nach dem das lebenswichtige Spurengas CO2inzwischen in nahezu sämtlichen Lebensbereichen als „Ursprung aller Übel“ angesehen wird.

Das Glaubensgebot lautet:

Über die physikalisch unabweisbare Basis-Er­wärmung hinaus gibt es eine kri­senschaffende Erderwärmung, die vom an­thropogenen CO2 verursacht wird.

F a z i t :

Wer derart den Weg der Rationalität und damit das Zweifel-Gebot verschmäht, mit großer politischer Energie und diffamierend Ver­nunft ersetzt durch Sach­fremdes wie Parteipolitik, Institutsfi­nanzierung, persönliche Be­ziehungen etc., der rückt sich selber in die Nähe eines Ideologischen Faschis­mus.  (s.w.o.).

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Q u e l l e n :

[1]  L. Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus

[2]  Dirk Beckerhoff: An Sophia: Wage zu Wissen! – Vernunft gegen CO-Wahn und Klima-Angst, BoD 2019

[3]  http://www.kaltesonne.de/

[4]  „Klimakrise leugnen, Diesel preisen“, DER SPIEGEL (26.04.2019)

[5]  Wikipedia

[6]  FOCUS, 27.04.2019

[7]  „Alarm-Sirenen unter Wasser !“   https://www.eike-klima-energie.eu/2019/01/12/alarm-sirenen-unter-wasser/

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19 Kommentare

  1. Herr Beckerhoff, ich habe Ihr Buch an Sophie für meinen Sohn zur Konfirmation gekauft. Ich wollte ihm Lesestoff zur Verfügung stellen, damit er die Hysterie betreffs Klimawandel vernünftig einordnen kann.
    Ich werde ihm das Buch, nachdem ich es gelesen habe, nun wohl lieber nicht schenken. Es strotzt hinsichtlich Ihrer völlig unwissenschaftlichen Behauptungen über Radioaktivität und Opfer der radioaktiven Strahlung von Kernkraftwerken dermaßen von Unwahrheiten, dass man es kaum aushalten kann. Es sollte wirklich nur Ihrer Enkelin zugute kommen, die kann sich wohl gegen die unbewiesene und unwissenschaftlichen Märchen Ihres Opa nicht wehren. Falls Sie sich mal wieder auf Gebiete verirren, von den Sie nichts verstehen, lesen Sie vorher die Bücher von Dr. Hermann Hinsch.

  2. Herr Frey, nur Energiezufuhr wirkt erwärmend, denn „Erwärmung“ ist Energiegehaltserhöhung von Materie.

    Das Hauptproblem einer solchen Äußerung wie: „Da CO2 physi­kalisch unbestreitbar sowie tat­sächlich von nieman­dem bestritten erwärmend wirkt, …“ besteht darin, daß sie neben der Behauptung >CO2 wirkt erwärmendphysikalisch unbestreitbarvon niemandem bestritten< enthält, was mit Wissenschaft nun gar nix zu tun hat.

    Kann CO2 erwärmen? Nein, denn Erwärmung eines Körpers, einer Flüssigkeit oder eines Gases tritt nur bei Energieerhöhung auf. Bei Energieverlust tritt Abkühlung ein.
    CO2 kann also nicht erwärmen. Und CO2 hat auch keine abkühlende Wirkung. Die zugeführte Energie verschwindet ja nicht im CO2 als existiere sie nicht mehr.

    Was der "gute Mann" (beispielsweise) meint, ist: Bei einem vorher von CO2 nicht umgebener Körper reduziert die Einbettung in CO2 die Enegieverluste pro Zeiteinheit, also die Temperaturänderung gen Null. Bei Null K kommt der aber nicht an, weil es ja die Hintergrundstrahlung aus dem Weltall gibt.

    Insofern sind die simplen Volksverdummungserklärungen mit Vorsicht zu genießen.

  3. IPCC steht übrigens für Intergovernmental Panel on Climate Change, nicht „Internaional“! Die deutsche Bezeichnung
    „Weltklimarat“ ist angesichts der eindeutig definierten Aufgabenstellung des IPCC ausgesprochen irreführend.

  4. Zitat: Einhundert Prozent aller Klimawissenschaftler bestätigen eine CO2-bedingte Erderwärmung.
    Niemand sägt sich den Ast ab, auf dem er sitzt. Woher soll all das Geld für die Computer-Games „Doom of the Earth“ der „Klimawissenschaftler“ kommen.

    Das sieht man zum Beispiel auch an solchen „Gesprächsrunden“, wie „Zwischen Hass und Meinungsfreiheit – Wie werden die Medien ihrer Verantwortung gerecht?“ bei Phoenix.
    https://www.phoenix.de/zwischen-hass-und-meinungsfreiheit—wie-werden-die-medien-ihrer-verantwortung-gerecht-a-1093600.html

    Eine Show der Selbstbeweihräucherung der Medien.

    Mfg
    Werner Holtz

  5. „Zitat aus dem Beitrag:
    „Da CO2 physi­kalisch unbestreitbar sowie tat­sächlich von nieman­dem bestritten erwärmend wirkt, …“
    Das verstehe ich nicht.“

    Der Quatsch ist nicht tot zu kriegen.
    „niemand“ ist: G/T, Kramm etc. und viele andere hier auf EIKE und anderswo.

  6. Weil die Realität zu einfach ist, lässt sich auch Dirk Beckerhoff in die Märchenwelt eines angeblichen anthropogenen Klimawandels hinein drücken! – CO2 hat aber keinen Einfluss auf das Wetter!!! – Mengenabhängige Veränderungen seiner Wirkung können daher auch nicht in dessen Statistik, Klima genannt, auftauchen! – Der Grund:

    Weil niemand Geld zurückzahlen kann, das er nicht erhalten hat, können auch die überlagerten Aerosole des
    atmosphärischen Wasserkreislaufes Energieflüsse nicht rückkoppeln, die ihnen das CO2 vorenthalten hat.

    https://de.scribd.com/document/372778420/Klimasensitivita-t-des-CO2-eine-Seifenblase

    Wer weiß denn schon, dass über ihm in jedem Kubikkilometer normal bewölkter Luft etwa 1000 t Wassertropfen und Eispartikel die angeblichen Klimagase inhärent und zuverlässig daran hindern, irgendwelche Temperaturen in unserem Lebensraum zu verändern. Im Volumen der Tropopause bleiben die uns erwärmenden Eispartikel sogar meist unsichtbar!

    • Ja, der Einfluss des „Wasserdampf“ auf unser Klima. Wird einfach ausgeklammert um sich zahlenmäßig an unseren Emmissionen, auch an Wasserdampf nicht lächerlich zu machen gegenüber dem was die Sonne in die Atmosphäre pustet!

      • @Neulen Holger,

        ausgeklammert wird nicht der Einfluss des Wasserdampfes, sondern die dominante kompensierende Wirkung seines Kondensats, der 1000 Tonnen Wassertropfen und Eispartikel in jedem Kubikkilometer der Luft darüber!

  7. Die Betrachtung der Entwicklung der publizierten Klimasensitivität, welche die Erwärmung in °C bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts angibt ist aufschlussreich:
    2000 ca. 3,5°C
    2005 ca. 3,0°C
    2010 ca. 2,2°C
    2015 ca. 1,5°C
    Dies ist das Mittel der zwei Trendlinien der Grafik bei http://www.skyfall.fr/wp-content/2016/05/Earth-Science-Reviews_FG_2016-.pdf
    und daraus ergibt sich dann meine Prognose:
    2023 ca 0,0°C – und damit verabschiedet sich die Klimawissenschaft von ihrer Behauptung des menschengemachten Klimawandels.

  8. Zitat aus dem Beitrag:
    „Da CO2 physi­kalisch unbestreitbar sowie tat­sächlich von nieman­dem bestritten erwärmend wirkt, …“
    Das verstehe ich nicht. Es gibt doch sehr fundierte Beiträge, die dem CO2 eine abkühlende Wirkung zusprechen. Allen voran Dr. Stehlik, aber auch mehrere Kommentatoren haben darauf hingewiesen. Als Laie in dieser Hinsicht kann ich da zwar nicht mitreden, aber das Adjektiv „unbestritten“ ist kaum haltbar.
    Der Beitrag ist aber ansonsten eine sehr gute Abrechnung mit der Polarisierung und vor allem der einseitig betriebenen und einseitig finanzierten Alarmistenbande.

  9. Mich stört die Eindimensionalität der ganzen Diskussion. Mal ernsthaft: selbst wenn man außer CO2 auch die anderen Einflüsse auf eine „globale Temperatur“ zulässt (wenn so was wie eine globale Temperatur überhaupt existiert; auch das kann man anzweifeln; die die Climatology-Leute lassen ja nur CO2 zu), soll man allen Ernstes wissenschaftlich davon ausgehen, dass diese Temperatur die einzige Stellgröße für das gesamte Klima ist?

    Das ist ungefähr so, als würde einzig die absolute Geschwindigkeit dafür verantwortlich sein, ob ein Auto aus einer Kurve fliegt. Weder Modell noch Reifenzustand noch Fahrbahnzustand noch Regen noch die Skills des Fahrers spielen irgendeine Rolle dabei. Wer das behauptet, wird für bekloppt erklärt, aber beim Klima geht so was?

  10. Aufschlussreich ist die Betrachtung der Entwicklung der publizierten Klimasensitivität, welche die Erwärmung in °C bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts angibt:
    Jahr 2000 ca. 3,5°C
    Jahr 2005 ca. 3,0°C
    Jahr 2010 ca. 2,2°C
    Jahr 2015 ca. 1,5°C
    Diese Werte sind aus dem Mittel der zwei Trendlinien der Grafik bei http://www.skyfall.fr/wp-content/2016/05/Earth-Science-Reviews_FG_2016-.pdf
    abgeleitet und daraus ergibt sich dann meine Prognose:
    Jahr 2023 ca 0,0°C – und damit verabschiedet sich die Klimawissenschaft von ihrer Behauptung des menschengemachten Klimawandels.

  11. OT: Habe heute über die Klimawirksamkeit von Wasserdampf bzw. Wolken nachgedacht und auf die Schnelle im WWW keine Antwort gefunden. Zwar hat Wasserdampf seine eigene IR-Wirksamkeit durch Resonanzabsorption, doch dürfte Wolken ganz anders auf die Temperatur wirken und zwar durch Brechung und Reflektion der IR-Strahlung am Wassertropfen, wie beim Regenbogen. Danke für jeden Hinweis!

  12. Sehr geehrter Herr Puls; Sie schreiben:
    „…da CO2 physi­kalisch unbestreitbar sowie tat­sächlich von nieman­dem bestritten erwärmend wirkt…,“
    Diese Aussage ist sachlich falsch und daher in der einschlägigen Diskussion nicht hilfreich. Denn: kein Stoff wirkt erwärmend, sondern jeder Stoff erhält Wärme aus seiner Umgebung; und zwar unabhängig von der Temperatur dieser Umgebung. Das bedeutet umgekehrt auch: jeder Stoff gibt Wärme ab an seine Umgebung; und zwar unabhängig von der Temperatur dieser Umgebung.
    Ist eine solche stoffliche Umgebung nicht vorhanden, was bei einem Vakuum als Umgebung der Fall ist, kann Wärme nur durch IR-Wärme-Strahlug abegeben werden. Für Stoffe, die diese Fähigkeit nicht besitzen, ist (wie z.B. N2; O2) ein Vakuum das idealste Isoliermittel. Da CO2 „IR-aktiv“ ist, kann über CO2 Wärme aus dem Globus ins All abgegeben werden, was auch der Funktionsbeschreibung des Treibhauseffektes entspricht.
    So ist also die Absurdität eines „Treibhauseffektes“ sowohl aus seiner eigenen Definition als auch vom „Physikbuch“ her „physikalisch unbestritten“- und – beides „von niemandem bestritten“ – klar und offensichtlich.
    Weshalb es doch so ist oder scheint, wie Sie meinen, ist ein ganz anderes, schlimmes Thema.

  13. Weil die Realität zu einfach ist, lässt sich auch Dirk Beckerhoff in die Märchenwelt eines angeblichen anthropogenen Klimawandels hinein drücken! – CO2 hat aber keinen Einfluss auf das Wetter!!! – Mengenabhängige Veränderungen seiner Wirkung können daher auch nicht in dessen Statistik, Klima genannt, auftauchen! – Der Grund:

    Weil niemand Geld zurückzahlen kann, das er nicht erhalten hat, können auch die überlagerten Aerosole des
    atmosphärischen Wasserkreislaufes Energieflüsse nicht rückkoppeln, die ihnen das CO2 vorenthalten hat.

    https://de.scribd.com/document/372778420/Klimasensitivita-t-des-CO2-eine-Seifenblase

    Wer weiß denn schon, dass über ihm in jedem Kubikkilometer normal bewölkter Luft etwa 1000 t Wassertropfen und Eispartikel die angeblichen Klimagase inhärent und zuverlässig daran hindern, irgendwelche Temperaturen in unserem Lebensraum zu verändern. Im Volumen der Tropopause bleiben die uns erwärmenden Eispartikel sogar meist unsichtbar!

  14. „Da CO2 physikalisch unbestreitbar sowie tatsächlich von niemandem bestritten erwärmend wirkt, kann man sogar sagen: …“

    CO2 wirkt nicht erwärmend, weil dann müßte es eine Heizquelle sein, sondern es hat die Eigenschaft, sich erwärmen zu lassen. Und zwar im Gegensatz zu Sauerstoff und Stickstoff nicht nur thermodynamisch, sondern auch durch Strahlung (Infrarotsensitivität)! Aber jene Wärme, die von irgendwo zum CO2 übertragen wird, ist in dem Moment, wo sie aufs CO2 übergegangen ist, von der Quelle natürlich weg! Es kann also durch eine Weitergabe von Wärme von einem Medium/Molekül zu einem anderen nie zusätzliche Wärme entstehen! Es kann immer nur die vorhandene Wärme weiterverteilt werden, was immer zu einer Abkühlung der früheren Wärmequelle führt und von selbst immer nur von warm nach kalt stattfindet (2. HS).

    Die Begriffsverwirrung rührt daher, daß viele meinen, so offenbar auch dieser Autor, daß Treibhauseffekt und Infrarotsensitivität ein und dasselbe ist. Und das wiederum kommt daher, daß es für den Treibhauseffekt keine allg. anerkannte universal-wissenschaftliche Definition gibt, anhand der man den Effekt dann auch überprüfen könnte!

    Merke: Zusätzliche Wärme kann in Prozessen, die wir hier betrachten, nie aus sich selbst entstehen!

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