Bundespräsident Steinmeier ist mit dem Flugzeug nach Neumünster gereist, um dort dann #FridaysForFuture zu loben

Quelle: Twitter, Ausschnitt

von Michael Klein, Dipl-Soz, Sciencefiles

Heuchlers Elend? Steinmeier und die Flugkilometer nach Neumünster

Er beglückwünscht die Ayatollahs im Iran zum 40. Jahrestag ihrer Revolution und übersieht dabei die geschätzt 4.500 Gefangenen, die in iranischen Gefängnissen auf ihre Hinrichtung warten. Und weil er schon dabei ist, vergisst er auch die nach unterschiedlicher Schätzung 207 bis 285 Iraner, die allein 2018 hingerichtet wurden zu erwähnen, zumeist durch erhängen, zuweilen auch durch Erschießen oder durch Steinigung und das, obwohl die SPD, deren Mitglied Frank-Walter Steinmeier ja auch als Bundespräsident bleibt, immer Zeter und Mordio schreit, wenn in die USA ein Todesurteil vollstreckt wurde: 25 waren es 2018, fast schon Peanuts, wie Franz Müntefering vielleicht sagen würde.

Vielleicht hat die etwas ramponierte Reputation des SPD-Bundespräsidenten Pate bei der Entscheidung gestanden, nun ausgerechnet die Schulschwänzer, die angetreten sind, ihren nicht vorhandenen Sachverstand durch Agitation zu ersetzen, zu loben. Es schreiben die Kieler Nachrichten:

 „Neumünster

Vor dem Rathaus traf er auch kurz auf einige Schüler, die eine Mahnwache für den Klimaschutz hielten. Sie hatten vorher über die Stadtverwaltung im Bundespräsidialamt angefragt, ob sie das dürften, und Steinmeier soll das ausdrücklich begrüßt haben.

Viele Erwachsene hätten noch nicht gemerkt, “dass es fünf vor Zwölf ist”, sagte Steinmeier zu den “Fridays For Future”-Schülern und lobte ihr Engagement. Es war das erste Mal, dass sich der Bundespräsident zu den Freitagsdemos äußerte.

Es gebe deutschlandweit viele, die sich derzeit engagierten, würdigte das Staatsoberhaupt. Manche kämpften für Klima und Umwelt, manche gegen Rassismus, manche für die Demokratie und manch andere – “das wird auch immer wichtiger” – für Anstand im Netz. “Ich freue mich jedenfalls, dass ihr euch einsetzt und dass ihr anders seid als diejenigen, die immer nur sagen ‘man kann ja sowieso nichts tun’ – man kann etwas tun.”

Wenn man Steinmeier, auch wenn es schwerfällt, ernst nimmt, bei seiner Public Relations Schmuse- (oder Schleim-?) Tour in Neumünster, dann muss man feststellen, er ist einer der „vielen Erwachsenen“, von denen er spricht, die noch nicht gemerkt haben, „dass es fünf vor Zwölf“ ist. Auch Steinmeier kennt ganz offenkundig die Uhr nicht, vielleicht war ihm auch einfach nicht präsent wofür oder wogegen nun genau diese Schüler demonstrieren. Sie demonstrieren gegen CO2 in der Atmosphäre.

Denn: Steinmeier ist mit dem Flieger nach Neumünster gereist.

Der Flieger, das war wohl die Konrad Adenauer II, ein Airbus A340.

Ein Airbus A340 emittiert auf einer Kurzstrecke 438,2 * 3,157 = 1636,3g CO2/tkm (Tonnenkilometer).

Von Berlin nach Hamburg sind es Luftlinie knapp 250 Kilometer. Wir schenken dem Bundespräsidenten die paar Kilometer bis zum Flughafen Hamburg und gehen auch davon aus, dass sein Airbus zwar voller Claqueure aus der Journaille war, aber eben nicht voll, sagen wir, gut zu 75% gefüllt.

Auf dieser Grundlage ergeben sich für den Kurzflug nach Hamburg 1636,3 * 250 * 5t = 2,04537 Tonnen CO2.

Und wenn es nicht die Konrad-Adenauer II war, sondern ein kleinerer Jet, dann ändert sich dennoch nicht viel daran, dass der Bundespräsident zwischen 1,3 und 2,04 Tonnen CO2 in die Atmosphäre emittiert, um Schüler zu loben, die gegen CO2-Emissionen protestieren. Aber vielleicht weiß Steinmeier auch, dass das mit dem CO2 ein Hoax ist.

Der umweltverpestende Bundespräsident fliegt also mit Konrad-Adenauer II-Airbus (oder Jet-Variante) von Berlin nach Hamburg, verpestet die Umwelt mit 2,05 Tonnen CO2, um dann in Neumünster den wenigen Schülern, die noch an #FridayForFuture glauben, großväterlich über die Köpfe zu streichen und ansonsten einen Sermon über den Klimaschutz abzulassen, der sich an Lächerlichkeit nicht überbieten lässt. Steinmeier gleicht dem Volltrunkenen, der vor den Gefahren des Alkohols warnt und den Abstinenzlern in Neumünster von den Vorteilen des Verzichts vorlallt.

Ein Amt ist immer so viel wert, wie der, der es ausfüllt. Auch ein Grund, warum öffentliche Ämter in Deutschland vor die Hunde gehen.

Mit freundlicher Genehmigung von Sciencefiles

 

 

 

 

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16 Kommentare

  1. Mich wundert aber schon, dass unser Bundespräsident so bescheiden daher kommt! Kein Begleitfahrzeug keine Motorrad Eskorte und wo war die Security?

    • Bei dem Klima aus Häme und Hass, das in diesem Land vor allem auch gegen Politiker geschürt wird, wäre es nicht verwunderlich, wenn die Volksvertreter sich nur noch im Leo II (sofern fahrbereit) unters Volk wagen oder gar nicht mehr. Wie wir wissen, werden ja sogar schon AfD-Politiker auf offener Straße angegriffen. Mehr gegenseitiger Respekt, An- und Verstand täten diesem land wirklich gut.

  2. Das ist ja nicht alles. Der Bundespräsident reist immer mit Panzerwagen und einer Kolonne von Mercedesen an. Bei Herzog habe ich das mal vor 20 Jahren an der Uni Bremen erlebt.

  3. Der Artikel hier ist doch sehr schwach ausgefallen, man kann auch sagen: niveaulos.
    Bereits auf dem Twitter-Foto kann man nichts von einer A340 Konrad Adenauer usw
    erkennen. Vielmehr handelt es sich um die Bombardier Global 5000, also ein kleiner
    Manager-Jet der BW-Flugbereitschaft. Der kann übrigens direkt auf dem Flugplatz in
    Neumünster landen. Damit ist der halbe Artikel bereits Makulatur. Die wenigen zum
    Rathaus beorderten Kinder, Opfer einer permanenten Indoktrination, sind eigentlich
    keinen Artikel wert. Die ewige Kumpanei mit dem Iran kennen schon alle seit den Zeiten
    des Schar von Persien. Mit Ausnahme von Köhler haben sich alle Bundes-Gruß-August-
    Kandidaten in dieser Tradition verewigt. Das hat sehr wenig mit den Themen dieser Seiten hier zu tun. Er, der Bundespräsident, mußte eben zum Kaffeetrinken bei selbstgebackenen Kuchen in einer kleinen Kunstausstellung sitzen, natürlich nicht ohne
    geladene Merkel-Gäste. – Ende der PR-Aktion –

  4. Die Fahrt vom Flugplatz Fuhlsbüttel nach Neumünster im Ministerauto mit Chauffeur muss man sehr wohl dazurechnen. In aller Regel ist die Sache so abgelaufen: sein Fahrer wurde wurde bestimmt von Berlin aus in der Nobelkarosse vorgeschickt, diese ist leer zum Flugplatz Hamburg gefahren, dort den Minister aufgenommen, nach Neumünster, nach der sinnlosen Schmalzrede wurde der Steini d zurück zum Flugplatz kutschiert. Anschließend ist das Nobelauto dann wieder allein mit Fahrer nach Berlin zurückgefahren worden. Das sind unsere Klimavorbilder. Ob es diesmal auch so war, weiß ich nicht. Aber der Töpfer hats früher als Umweltminister immer so fertiggebracht.

    • Stimmt, die Merkel fährt bei Terminen auch immer Karrossen mit 0-Nummern. Gepanzerte Fahrzeuge, die es vor Ort meist nicht gibt.

  5. Der Greta-Irrsinn geht in die nächste Runde. Der WDR zeigt altbekannte Klimakrieger im Kampf gegen den „Klimawandel“
    https://www.youtube.com/c/VolkerQuaschning
    Hirschhausen und Plöger waren natürlich auch dabei. Ende des Jahrhunderts werde die Welt unbewohnbar, wegen CO2 oder so, irgendwie….
    Quschning ist ein lupenreiner Profiteur des Klimahype, seit 25 Jahren in der „Energiewende“ dabei, im ANDASOL Desaster hunderte Mio € verbrannt, aber schamlos weiter dabei. Jetzt springt er auf den Greta-Zug um die Welt zu retten…. Wir schaffen das.

    • Ende des Jahrhunderts? Warum eigentlich immer zu diesem Termin? Haben die Zeugen Jehovas da mitgemischt?
      Ich kenne das aus den 1970er Jahren, als wir ausgeschimpft wurden, dass wir unsere Kinder bekamen. Damals hieß es, dass zum Ende des Jahrhunderts auf der Erde kein Leben mehr möglich sei.
      Da stimme ich doch dem Dieter Nuhr voll zu:“Wir leben in hysterischen Zeiten“.

    • CO2 ist das mit Abstand bedeutendste Treibhausgas…. behauptet der Professor in seinem Video. Ich benutze den Begriff Treibhausgas nur ungern, da ich als Hobbygärtner und Treibhausbesitzer weiß, dass die Erde mit der sie umgebenden Atmosphäre kein Treibhaus ist. Es handelt sich hier um wärmeaufnehmende und wieder abgebende Spurengase. Wasserdampf bildet hier den absolut größten Anteil.
      War der Professor vielleicht in seiner Schulzeit bei einem Vorläufer von
      „Fridays for Future“? Und fanden just freitags in der Schule die naturwissenschaftlichen Fächer statt?

  6. Wenn der erste Mann im Staate schon zur Missachtung des Gesetzes ermutigt, sollten sich die Menschen fragen, was hier im Lande falsch sein kann. Herr Bundespräsident, haben Sie sich vor Ihren Taten schon einmal Gedanken darüber gemacht? Denken Sie überhaupt?

  7. Es war immer schon so: Wasser predigen und Wein saufen. Es ist eine neue Religion, warum soll es da anders zugehen. Irgendwann werden diese Kinder die Wahrheit wissen, aber die Prediger werden ungeschoren im unverdienten Ruhestand leben. Steinmeier, der Unfähigste ever.

  8. Alles, was einem negativ erscheint, zusammenrühren und dabei möglichst einseitig sein, ist schlechter Stil. Was haben die Glückwünsche an den Iran denn mit dem Flug nach Neumünster zu tun? Und um die USA hinsichtlich Tötungen quasi als Waisenknaben darstellen zu können, ist es extrem hilfreich, die ständigen angeblich gezielten Tötungen mittels Drohnen in Ländern, denen nie der Krieg erklärt wurde, auszublenden oder, dass auch gern mal Kriege mit verheerenden Folgen nach der Kriegslüge der Wahl angezettelt werden, wie im Irak. Im Augenblick sind die USA schwer damit beschäftigt, Somalia zu bombardieren, wo sie Hunderte töten in einem schattenhaften Konflikt. Hier der Bericht der New York Times:
    https://www.nytimes.com/2019/03/10/us/politics/us-somalia-airstrikes-shabab.html?action=click&module=Top%20Stories&pgtype=Homepage

  9. Die Angabe „1636,3g CO2/tkm“ kann wohl so nicht stimmen: Gramm und Tonne in der Maßeinheit? Pro 1000 km erscheint mir auch unwahrscheinlich. Es muss irgendwas mit Gramm pro Kilometer (g/km) sein. Bei der Rechnung müssen die Maßeinheiten aufgehen!
    „438,2 * 3,157 = 1636,3g CO2/tkm“ ist für mich unverständlich. Was sind das für Einzelwerte?
    Und wo kommt in der Rechnung „1636,3 * 250 * 5t = 2,04537“ die Fünf her?

  10. Nun es gibt vielleicht einen kleinen Lichtblick. Wenn Politiker (hier Steinmeier, Harley, Merkel) etwas loben , dann ist es mit Sicherheit falsch…. Zu dieser Erkenntnis kommen immer mehr Menschen. Selbst Kinder…
    😉😙😙

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