Wie Böden das Klima beeinflussen

Der Mensch emittiert an CO2 maximal 10 % dessen, was aus dem Boden jedes Jahr in den Kohlenstoff-Kreislauf eingebracht wird.

Pressemitteilung des MPI Jena vom 3.Juli 2008

Dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena ist es gelungen, eines der begehrten Projekte des Europäischen Forschungsrats (European Research Council ERC) im Umfang von einer Million Euro zu gewinnen. Das Projekt QUASOM, das sich der Rolle des Bodens für das globale Klima widmet, konnte sich europaweit bei einer Förderquote von nur drei Prozent gegen mehr als 9000 Konkurrenten durchsetzen. Es wird von der Europäischen Union über fünf Jahre gefördert.

Wieviel CO2 ist im Boden enthalten?

Das Projekt, das Nachwuchsgruppenleiter Markus Reichstein zusammen mit seinen Kollegen am Max-Planck-Institut Gerd Gleixner, Marion Schrumpf, Christian Beer und Thomas Wutzler beantragt hatte, widmet sich der Rolle des Bodens für das Klima. „Die Böden der Erde enthalten mehr als doppelt soviel Kohlenstoff wie die Atmosphäre“ erklärt Markus Reichstein, „und jedes Jahr strömen global schätzungsweise 60 bis 80 Gigatonnen (1 Gigatonne = 1 Million x 1 Million Tonnen) als Kohlendioxid vom Boden in die Atmosphäre, also etwa zehnmal so viel wie die aktuellen CO2-Emissionen durch den Menschen.“ Allein das macht die Bedeutung der Böden für den Kohlenstoffkreislauf und damit für das Klimasystem deutlich. „Die Repräsentation des Bodens in heutigen Klimamodellen, wie sie auch vom Weltklimarat (IPCC) angewendet wurden, ist jedoch erstaunlich simpel und vernachlässigt wichtige, insbesondere biologische Prozesse. Diese Lücke wollen wir helfen, zu schließen“, sagt Markus Reichstein.

Das Projekt kann dabei auf eine hervorragende Infrastruktur am Institut und in der durch die Max-Planck-Gesellschaft geförderten „Selbstständigen wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe“ sowie auf reichhaltiges Wissen aus den Institutsabteilungen Biogeochemische Prozesse (Ernst-Detlef Schulze; detaillierte Ökosystemprozessstudien) und Biogeochemische Systeme (Martin Heimann, globale Beobachtung des Kohlenstoffkreislaufs) aufbauen. Nicht zuletzt erhoffen die Antragsteller auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit und Synergien mit den ausgezeichneten Boden- und Umweltwissenschaftlern der FSU Jena (z. B. Institute für Geowissenschaften, für Geographie, für Ökologie und für Mikrobiologie), die insgesamt zu einer weiteren wesentlichen Stärkung des umweltwissenschaftlichen Profils am Standort Jena führen werden.

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11 Kommentare

  1. Endlich mal ein Artikel, der auf die Rolle der Böden und der darin enthaltenen Kohlenstoffmengen aufmerksam macht. Diese Aussage ist jedoch zweifelhaft „Die Böden der Erde enthalten mehr als doppelt soviel Kohlenstoff wie die Atmosphäre“ erklärt Markus Reichstein. Warum nur doppelt so viel? Das dürfte arg untertrieben sein. In der Atmosphäre tritt Kohlenstoff fast ausschließlich als Gas CO2 auf. In den Böden haben wir neben CO2, – die Böden gasen ständig CO2 aus – umfangreiche Kohlelager, den Humus, die Sumpfgebiete, Erdöl und noch etliche andere Kohlenstoffverbindungen. Man denke nur an CaCO3. Wahrscheinlich handelt sich bei der Aussage von Herrn Reichentein um einen Fehler, es muss heißen die Erde enthält mehr als doppelt soviel CO2 wie die Atmosphäre, wobei auch das noch untertrieben sein dürfte.

    • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
      Sie haben recht: Die Schätzung, dass „die Böden mehr doppelt so viel C enthalten als die Atmosphäre“ ist etwas tief gestapelt. Es liegt wohl eher bei fast dreimal der Menge des Atmosphären-C.

       https://www.earth-syst-sci-data.net/10/2141/2018/

       Nur sollten Sie in einer naturwissenschaftlichen Diskussion nicht wissenschaftliche Definition des Bodens mit der Laien-Definition verwechseln: Fossile Kohlenstoffvorräte wie Erdgas, Erdöl Kohlelagerstätten gehören ebenso wenig zu den „Böden“ (im bodenkundlichen Sinn – um diesen geht es hier) wie die Ihnen von der Alb sehr wohl bekannten CaCO3-Schichten (eigentlich CaMg(CO3)2).
      MfG
      Ketterer
       

      • Lieber Hr. Ketterer,

        es befinden sich mehr als 50 komplett und ausschliesslich aus CO2  bestehende Atmosphären in unseren Erdschichten (Böden + Erdkruste, der Übergang ist nämlich fließend), und diese bestehen weit überwiegend aus ehemaligem atmosphärischem CO2, das durch biologische Prozesse gebunden wurde. Insgesamt 275 x 10 hoch 15 Tonnen (275 Billiarden). Können Sie alles nachlesen, dazu gab es einen Aufsatz mit dem Titel „Die biologisch-geologische CO2-Sackgasse“, hier bei EIKE sowie bei Science Skeptical.

        Apropos, allein schon unsere Ozeane enthalten rund 50 Mal soviel gelöstes CO2 wie die Atmosphäre. Diese generelle Unkenntnis der Allgemeinheit über die wahren Größenordnungen und Senken der CO2-Kreisläufe auf unserer Erde ist ein entscheidender Grund dafür, dass man das Märchen vom Klimawandel durch CO2 der Masse nicht nur der Bevölkerung, sondern auch der naturwissenschaftlich gebildeten Menschen so leicht aufschwätzen konnte.

        Sie sind doch selbst ein Beispiel hierfür. Während Sie sonst mit fast schon bewundernswerter Akribie hier jeden Splitter im Auge der „Leugner“ blosslegen, ist Ihnen anscheinend noch nie in den Sinn gekommen, sich mit meinem damaligen Aufsatz und seinen Implikationen wirklich zu beschäftigen. Sonst kämen Sie nicht zu den oben getätigten Aussagen. Wie wäre es, wenn Sie sich mal ernsthaft damit beschäftigen würden?

        Mfg

        • Werter Herr Müller,

          falls sie neben iherem  “Ad  hominem” die Güte hätten die/den Fehler in meiem Beitrag zu benennen, können wir gerne sachlich diskutieren.

          MfG

          Ketterer

          P.S Falls Sie nicht zwischen Boden und Gestein  unterscheiden können, ist dies nicht mein Problem.

          • Lieber Hr. Ketterer,

            besten Dank für die Quelle übrigens, ich werde mir dies noch genauer ansehen. Allerdings ist mir sofort aufgefallen, dass Vulkanismus und Gesteinsverwitterung nicht berücksichtigt werden. Damit ist die Arbeit samt ihren Folgerungen irrelevant, sie ist m. E. lediglich als Datenquelle interessant.

            Wieso Sie einen „ad Hominem“-Angriff zu sehen glauben, bleibt mir rätselhaft. Ich habe lediglich – nachdem ich zunächst zur Sache argumentiert habe – auf Ihr hier sattsam bekanntes Muster verwiesen, mit großer Akribie alles zu kritisieren, was von „Skeptikern“ vorgebracht wird, ohne jedoch auch mal die Auswüchse der Klimaalarmisten anzugehen. Das charakterisiert Ihre Position, ohne dass dies im vorliegenden Fall als Angriff  aufzufassen wäre. Die Definition einer ad Hominem -Argumentation besagt, dass man dabei sachliche Argumente ausklammert, indem man sich lediglich auf die Person bezieht. Ich habe jedoch sachbezogen argumentiert und lediglich am Schluss Ihre Position am Rande erwähnt.

            Hier die Wikipedia-Erläuterung zu ad Hominem:

            Ad hominem (Latin for „to the person“[1]), short for argumentum ad hominem, is a fallacious argumentative strategy whereby genuine discussion of the topic at hand is avoided by instead attacking the character, motive, or other attribute of the person….rather than attacking the substance of the argument itself.[2]

            Was Ihren Beitrag angeht: Sie machen den häufig begangenen Fehler, die CO2-Diskussion auf den völlig unbedeutenden „Nebenkriegsschauplatz“ Boden zu lenken. Hr. Kowatsch hat völlig zurecht darauf hingewiesen, dass dies bei der Betrachtung der CO2-Kreisläufe nicht ausreicht und die gesamte Geologie einbezogen werden sollte.  Dann putzen Sie ihn als Laien herunter  (wie war das mit „ad Hominem“ nochmals?).

            Zwischen den Gesteinen der Erdkruste und den Böden findet bekanntlich ein ständiger Austausch und Übergang statt. Schön zu beobachten an Vulkanen. Unsere heutigen Kohleschichten und Erdölvorkommen waren beispielsweise früher einmal alles „Böden“, und dieser Prozess findet auch heute weiterhin statt. Sie versuchen mit Ihrer Argumentation, die Bedeutung dieser Dynamik wegzudiskutieren. Darauf habe ich hingewiesen.

            Nehmen Sie doch bitte zu dem von mir angesprochenen Aspekt der ständigen, dauerhaften Sequestration von CO2 durch biogeologische Prozesse Stellung, statt Ablenkungsmanöver über „Definitionen“ zu fahren.

            P.S. Falls Sie nicht zwischen Haupt- und Nebensachen unterscheiden können, ist dies nicht mein Problem.

            Mfg

             

          • Werter Herr Müller,

             

            Sie schreiben am 11. DEZEMBER 2018 UM 10:41 :

            “Wieso Sie einen „ad Hominem“-Angriff zu sehen glauben, bleibt mir rätselhaft.“

            Ich zitiere:

            „Diese generelle Unkenntnis der Allgemeinheit über die wahren Größenordnungen und Senken der CO2-Kreisläufe auf unserer Erde […] der Masse nicht nur der Bevölkerung, sondern auch der naturwissenschaftlich gebildeten Menschen so leicht aufschwätzen konnte.

            Sie sind doch selbst ein Beispiel hierfür.[…]“

            Wenn Sie mich hier mit „Unkenntniss“ attributieren, dann ist dies für mich KEIN Sachargument sondern: „a strategy whereby genuine discussion of the topic at hand is avoided by instead attacking the character, motive, or other attribute of the person….rather than attacking the substance of the argument itself”.

            Was Sie als Ihr Sachargument bezeichnen sind Allgemeinplätze, die peripher mit dem Thema zu tun haben, aber am Thema des diskutierten Beitrages vorbeigehen. Letzteres haben sie ja allem Anschein nach nicht erfasst, schreiben Sie doch:

            Sie machen den häufig begangenen Fehler, die CO2-Diskussion auf den völlig unbedeutenden „Nebenkriegsschauplatz“ Boden zu lenken.“

            Mein Kommentar bezog sich auf den Diskussionsbeitrag von Herrn Kowatsch zum EIKE-Beitrag „Wie Böden das Klima beeinflussen“.

            Ein Rätsel bleibt für mich wie Sie daraus konstruieren, dass ich einen Fehler mache wenn ich mich an folgende  Forenregeln halte:

            „3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus.“

            Es legt mir fern Herrn Kowatsch im naturwissenschaftlichen Bereich als Laien darzustellen (lassen Sie bitte diese Unterstellung, Herr Müller). Herr Kowatsch war Lehrer der Naturwissenschaften und so darf ich ihn doch wohl daran erinnern, dass die im Bericht angesprochene „Rolle des Bodens“ (nein nicht der Paläoböden) sich auf den Boden im bodenkundlichen Sinne bezieht. Insofern ist der von Herrn Kowatsch angemahnte Fehler („Wahrscheinlich handelt sich bei der Aussage von Herrn Reichentein um einen Fehler[…]“ mitnichten ein Fehler.

            Apropos Fehler: Sie haben es in über 340 Worten vermieden zu sage, was an meinem Einspruch nun falsch war (außer der Tatsache.  dass ich nicht in die Erdöl-/Kohlelagerstätten und andere Gebiete der Geologie abgeglitten bin).

            Zur Verdeutlichung: beim Thema „Wie Böden das Klima beeinflussen“ ist die Hauptsache das Thema Boden (im bodenkundlichen Sinne), Nebensache sind die weiteren Komponenten des globalen Kohlenstoffzyklus.

            Eine weitere Frage habe ich noch: Sie erwähnen die Rolle der Gesteinsverwitterung für den CO2(?)-Haushalt. Würden Sie diesen Punkt erläutern? Der Vulkanismus ist zumindest in links oben der Grafik (diese finden Sie oben rechts) aufgeführt.

            https://www.earth-syst-sci-data.net/10/2141/2018/#&gid=1&pid=1

             

             

          • Lieber Hr. Ketterer,

            Ihr Zitat 1, auf Hr. Kowatsch bezogen:

            „Nur sollten Sie in einer naturwissenschaftlichen Diskussion nicht wissenschaftliche Definition des Bodens mit der Laien-Definition verwechseln.“

            Ihr Zitat 2:

            „Es legt mir fern Herrn Kowatsch im naturwissenschaftlichen Bereich als Laien darzustellen (lassen Sie bitte diese Unterstellung, Herr Müller).“

            Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

            Ich verweise nochmals auf Ihre übertriebene Empfindlichkeit, die dazu führt, dass Sie Hinweise auf Erkennntnisdefizite gleich als „ad Hominem-Attacke“ werten, obwohl sie in eine sachliche Diskussion eingebettet waren. Das ist kein Diskussionsstil, sondern Dialektik. Herr Kowatsch hätte, wenn wir das zum Maßstab nehmen würden, den gleichen Grund, Ihnen einen ad Hominem-Angriff vorzuwerfen.
            Im Übrigen bin ich – ganz im Einklang mit Forenregel 3 – auf die Argumente von Hr. Kowatsch bezüglich CO2-Emissionen aus Böden eingegangen. Er hat die Schwäche des Beitrags zurecht angesprochen. Ganz sachgerecht. Und die Hauptsache ist in diesem wie in anderen Fällen die CO2-Diskussion, in deren Rahmen die Pedosphäre (Böden) nur ein kleiner Nebenfaktor unter vielen andern sind.

            Die Pedosphäre (zu griechisch pédon „Erdboden“) ist eine Erdsphäre und bezeichnet den von Böden eingenommenen Bereich der Erdoberfläche, in dem sich die Lithosphäre, die Hydrosphäre, die Atmosphäre und die Biosphäre überschneiden.[1] Man kann auch sagen, die Pedosphäre umfasst die Gesamtheit der Böden des Planeten Erde.[2]
            Die Überschneidung von Litho-, Hydro-, Atmo- und Biosphäre spiegelt sich in der Natur der Böden. Die lithosphärische Schnittmenge wird gebildet vom Ausgangsgestein des Bodens: Ist ein Gestein atmosphärischen Einflüssen ausgesetzt (Niederschläge, wetter- oder tageszeitlich bedingte Temperaturschwankungen usw.), verwittert es. Die verwitterte mineralische Gesteinssubstanz, gemischt mit aerob zersetzter organischer Substanz, überwiegend von Pflanzen geliefert, wird als Boden bezeichnet, der Prozess der Entstehung von Böden als Bodenbildung.
            Böden enthalten im Porenraum Wasser und Luft, was die Überschneidung der Lithosphäre mit der Hydrosphäre und Atmosphäre repräsentiert. Bodenwasser und -luft wechselwirken mit der mineralischen und organischen Substanz, unter anderem in Form von Lösungs- oder Ausfällungsvorgängen. (Aus Wikipedia)

            Wer das nicht sehen will, dem darf man schon widersprechen, was Hr. Kowatsch und ich ja auch getan haben. Es gehört leider zu den von Ihnen gerne und immer wieder eingesetzten Kunstgriffen, bei Diskussionen dem Hauptthema auszuweichen, indem Sie kleinliche Definitionsstreitigkeiten über Nebenaspekte vom Zaun brechen, um nicht auf die Argumente des anderen eingehen zu müssen. Nochmals, ich fordere Sie auf, sich zum Thema biogeologische Sequestration von CO2 zu äußern.

            Im von Ihnen zitierten Aufsatz können Sie mal den Text nach den Begriffen „volcano“ oder „weathering“ durchsuchen: Die stehen beide nicht drin. Das ist ein Unding, damit werden wesentliche Einflußfaktoren ignoriert. Das entwertet den Aufsatz fundamental, auch wenn sich irgendwo in einer Grafik ein kleiner Hinweis auf Vulkanismus findet.
            Zudem, wenn Sie nicht wissen, welche Rolle Gesteinsverwitterung in den natürlichen CO2-Kreisläufen spielt, dann würde ich an Ihrer Stelle nicht so lautstark auftreten. Das ist ein wichtiger Mechanismus in der Geologie. Ich empfehle einen Auffrischungskurs bei einer Suchmaschine.
            Mfg

          • Werter Herr Müller,

            Sie unterstellen mir „Unkenntnis“, das sehe ich als ad Hominem, zumal keines Ihrer Argumente meiner Argumentation widersprach. Da ich um die naturwissenschaftliche Ausbildung von Herrn Kowatsch weiß, hatte ich ihn nur daraus hingewiesen, dass es in der Pressemitteilung des MPI um ein Projekt zur (detaillierten) Untersuchung des CO2-Haushaltes des Bodens geht. Was Boden ist haben sie ja aus Wikipedia zitiert (Pedosphäre). Es ging in dem Foschungsprojekt nicht um den globalen C-Kreislauf, sondern um einen Teilhaushalt. Dieser CO2-Teilhaushalt wurde durch den Vergleich mit der CO2-Menge der Atmosphäre in der Pressemitteilung relativiert. Ich sehe keinen Grund dies als Fehler zu bezeichnen (siehe Beitrag von Herrn Kowatsch).

            Während Sie mir „Unkenntnis“ unterstellen, hatte ich Herrn Kowatsch nur auf eine Verwechslung hingewiesen- in der Annahme, dass er sich an das erinnert, was er sicherlich seinen Schülern über Böden beigebracht hat: sie haben es ja unter dem Fachwort Pedosphäre erläutert.

            Was Sie als sachliche Diskussion bezeichnen ist ein Abschweifen vom Thema des Beitrags (Pressemitteilung). Richtig dreist finde ich nun Ihren Satz

            „Es gehört leider zu den von Ihnen gerne und immer wieder eingesetzten Kunstgriffen, bei Diskussionen dem Hauptthema auszuweichen.“ 

            Bitte gehen Sie zur Überschrift des Beitrags und seinem Inhalt und sagen Sie mir bitte wo ich von diesem Hauptthema ausweiche. Sie bringen das sicherlich wichtige Thema globaler C-Kreislauf hier mit der Brechstange in die Diskussion, aber um diesen geht es in dem Beitrag nicht: Das Forschungsprojekt befasst sich mit dem Teilhaushalt Pedosphäre. Erst der Kommentar von Herrn Kowatsch und dann die Kommentare von Ihnen weichen vom Beitragsthema (Böden) ab.

            Ich benötige keinen Auffrischungskurs in Sachen CO2 und Verwitterung. Sie sind es, der entgegen dem was ich gelernt habe an anderer Stelle sagt:

            „Als wahrscheinlichste CO2-Quellen können Vulkanismus sowie in gewissem Umfang die Verwitterung von Gesteinen angenommen werden.“

            Da Für mich die Verwitterung von Gesteinen eher eine CO2-Senke darstellt, würde mich die Begründung der von Ihnen vertretenen These interessieren. Dies sind ja Prozesse, die sich in der Pedosphäre abspielen insofern gehören diese zum Thema des Beitrags.

            Die von Ihnen hier ins Spiel gebrachte biogeologische Sequestration von CO2 spielt sich im marinen Bereich ab und weicht somit IMHO vom Thema (terrestrischer) Boden ab. Deswegen werde ich mich hierzu nun nicht äußern. (siehe Forenregel Nr 3, die sich auf den (EIKE-) Beitrag und weniger auf die Kommentare bezieht).

            Mfg

            Ketterer

             

          • Ach Hr. Ketterer,
            wenn Sie darauf bestehen, den Beleidigten spielen zu wollen, weil ich Sie darauf hingewiesen habe, dass Sie in einem Punkt etwas nicht zu wissen scheinen, dann kann ich Sie nicht daran hindern. Ich selbst gebe freimütig zu, dass mein Wissen bezüglich all dessen, was auf der Erde und in der Wissenschaft passiert bzw. bekannt ist, vermutlich weit, weit weniger als 1Billionstel allen menschlichen Wissens darstellt. Ich befinde mich also im Zustand permanenten Unwissens und hätte viel zu tun, jeden, der mir erfolgreich nachweist, dass mein Kenntnisstand in irgendeiner Sache unzureichend ist, einer Ad-Hominem-Attacke zu zeihen. Es ist nicht immer die beste Wahl, wenn man ständig den Anspruch erhebt, Mr. Allwissend zu sein. Aber es ist Ihre Sache, wie Sie mit solchen Feststellungen umgehen wollen.
            Was die Sachargumentation angeht, so gehen unsere Standpunkte halt auseinander: Für mich krankt die gesamte CO2-Diskussion in allen Bereichen darunter, dass man die entscheidenden Faktoren ausklammert, um durch diesen Kunstgriff dem Menschen die entscheidende Schuld am aktuell messbaren CO2-Anstieg in der Atmosphäre zuzuschreiben, die man dann für den „Klimawandel“ aka „Global Erwärmung“ verantwortlich macht. Jede Diskussion über das Thema CO2-Kreisläufe sollte daher diese Beschränkung mit thematisieren, was Hr. Kowatsch ja auch angeregt hat, woraufhin Sie ihn der Verbreitung von „Laiendefinitionen“ geziehen haben. Bleiben Sie ruhig bei Ihrer Prinzipienreiterei, die ich als kleingeistig empfinde, wenn Sie damit glücklich sind, aber Sie müssen damit leben, dass ich diese Haltung dann bei Ihnen kritisiere.
            Nun zu Ihren Statements.
            Zitat 1:
            Eine weitere Frage habe ich noch: Sie erwähnen die Rolle der Gesteinsverwitterung für den CO2(?)-Haushalt. Würden Sie diesen Punkt erläutern?
            Zitat 2:
            Ich benötige keinen Auffrischungskurs in Sachen CO2 und Verwitterung. Sie sind es, der entgegen dem was ich gelernt habe an anderer Stelle sagt: „Als wahrscheinlichste CO2-Quellen können Vulkanismus sowie in gewissem Umfang die Verwitterung von Gesteinen angenommen werden.“
            Also war Ihre Frage 1. Nur rhetorischer Art, da Ihnen ja meine Aussagen bekannt waren.
            Dann schreiben Sie:
            Da Für mich die Verwitterung von Gesteinen eher eine CO2-Senke darstellt, würde mich die Begründung der von Ihnen vertretenen These interessieren. Dies sind ja Prozesse, die sich in der Pedosphäre abspielen insofern gehören diese zum Thema des Beitrags.
            Nun, Hr. Ketterer, ich hatte geschrieben „in gewissem Umfang“ sei die Verwitterung von Gesteinen eine CO2-Senke. Die Begründung ist wissenschaftlich unstrittig:
            One of the major sources of CO2 is the oxidation of organic carbon contained in sedimentary rocks during chemical weathering. Since the industrial revolution, this flux has been accelerated by burning fossil fuels. However, the natural rates of CO2 emission by rock-derived organic carbon oxidation are poorly constrained.
            In den Gesteinen der Erde befinden sich 15.000.000 Milliarden t C-Äquivalent solchen organischen Kohlenstoffs, Kerogen genannt. (Das entspricht rund ¼ des gesamten Kohlenstoffs, der nach aktuellem Stand der Wissenschaft in Form von CaCO3 in den Gesteinen der Erde gebunden ist. Zum Vergleich: Die Gesamtmenge des C in fossilen Lagerstätten (Kohle, Öl, Gas) ist im Vergleich dazu nur ca. 4.100 Mrd T C-Äq. Faktor 0,000273. Weniger als ein Vogelschiss).
            Weiterhin schreiben Sie:
            Die von Ihnen hier ins Spiel gebrachte biogeologische Sequestration von CO2 spielt sich im marinen Bereich ab und weicht somit IMHO vom Thema (terrestrischer) Boden ab. Deswegen werde ich mich hierzu nun nicht äußern. (siehe Forenregel Nr 3, die sich auf den (EIKE-) Beitrag und weniger auf die Kommentare bezieht).
            Ihr Problem, wenn Sie die Augen vor den Realitäten verschließen, Hr. Ketterer. In dem von Ihnen sicherlich als Quelle unverdächtigen Blog „Skeptical Science“ findet sich folgende Erklärung zum (dort allerdings nicht korrekt weil verfälschend verkürzt dargestellten) Mechanismus der CO2-Sequestration durch Gesteinsverwitterung:
            The missing carbon is locked up in the calcium carbonate in the following way: as shelled creatures die and their remains accumulate, we get a carbonate-rich sediment. As the sediments continue to accumulate, our carbonate-rich layer will be progressively buried under new layers of sediment and in time it will turn into solid rock – limestone. Globally, limestones are very common and often occur in great thicknesses (think of the White Cliffs of Dover, for example). That carbon is thereby locked away and immobilised for a very long time.
            Wie Sie sehen, ist die entscheidende Endstufe der CO2-Sequestration durch Gesteinsverwitterung der Meeresboden. Wenn Sie sich weigern, diesen in Betracht zu ziehen, gibt es auch keine CO2-Sequestration durch Gesteinsverwitterung. Außerdem wird im Prinzip der gleiche Mechanismus beschrieben, und sogar mit den gleichen Zahlen, den ich (korrekter) als biogeologische Sequestration bezeichnet habe. Sie mögen sich winden wie Sie wollen, selbst Ihre eigenen Leute haben Sie ad Absurdum geführt.
            Damit ist für mich die Diskussion mit Ihnen in zu diesem Punkt beendet, ich habe besseres zu tun als mit Ihnen Haare zu spalten oder Flöhe zu knacken. Sie sind sachlich wie auch argumentativ widerlegt, Punkt.
            Mfg

  2. https://tinyurl.com/ydg3pdf6

    Es wird festgestellt, dass Wetter und Bewirtschaftung Einfluss auf den momentanen Kohlenstoffgehalt der Luft haben und Lösungsansätze für die Landwirtschaft werden dargestellt. Am Ende wird natürlich nicht vergessen, auf die „Klimarelevanz“ des Kohlenstoffs hinzuweisen. Scheinbar gibt es keine Arbeiten, in denen nicht auf den Klimawandel (anthropogen) hingewiesen wird.

    Das wurde hier auch schon angesprochen.
    Egal welcher Denkanstoß, welche Richtung – der CO2-Glaube muss gefestigt werden.

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