Klimaka­tastrophe? oder Klima­gewalten! Teil II

Im Teil I des Berichtes wurden in verdichteter Form die Einfluss-Sphären des Klimas auf Basis von internationalem nachprüfbarem Wissen beschrieben, die die evolutionsbedingten Kräfte der erdgeschichtlichen Entwicklung steuern. Im Teil II wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie durch das Schüren von Ängsten vor einer ‚Klimakatastrophe‘ sich aus machtpolitischen Gründen, aus finanziellen Interessen sowie aus Kreisen spenden hungriger NGO Multis ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt hat.

Dr. Helmut Fuchs, Geologe

GESCHÄFTSMODELL – KLIMAKATASTROPHE (DEKARBONISIERUNG)

ANGST ERZEUGEN MACHT ERSCHLEICHEN

Von tausenden veröffentlichten Warnungen vor der Klimakatastrophe nur sechs besonders interessante:

  • Vor 25 Jahren unterschreiben 1700 Wissenschaftler (Union of Concerned Scientists) eine Warnung vor einem massiven ökologischen und gesellschaftlichen Zusammenbruch als Folge des Klimawandels.
  • 1989 behauptet Noel Brown, leitender Umweltbeauftragter bei der UN: ganze Nationen könnten durch einen Anstieg des Meeresspiegels von der Erdoberfläche ausgelöscht werden, wenn bis 2000 die globale Erwärmung nicht rückgängig gemacht wird.
  • 2009 warnt Prinz Charles: die Menschheit hat nur noch 96 Monate Zeit, den unwiederbringlichen Zusammenbruchs des Klima-und Ökosystems … zu retten.
  • 2009 warnt Prof. Schellnhuber, Direktor des PIC Potsdam beim Klimakongress in Kopenhagen: … unverhinderte Erwärmung würde auch zu einem Zusammenbruch des Monsuns und zu einem Kollaps des Regenwaldes des Amazonasgebietes führen sowie zu einem Abschmelzen des Grönlandeises führen.
  • Papst Franziskus sagte: 2015 ist effektiv die letzte Möglichkeit, die katastrophale Erwärmung zu stoppen.
  • Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am 13 Mai 2014: wir haben noch 500 Tage, um das Klima-Chaos zu stoppen.

Um diese über dreißig Jahre vorhergesagte Katastrophe zu verhindern, werden wir, wie täglich zu lesen und zu hören ist, mithelfen, die Welt vor der kommenden Katastrophe zu retten. Deshalb hat unser Land auf der Basis der in der „Agenda 2050“ geforderten Maßnahmen eine Verringerung des deutschen Anteils am weltweiten Ausstoßes an CO2 von ca. 0,04% (400 ppm) [der prozentuale Anteil von Deutschland am weltweiten CO2 Ausstoß liegt bei ca. 0,08 % davon] versprochen. Damit soll unser Anteil zur Rettung des Weltklimas um 0,000013% (0,13ppm) sinken. Dafür werden Kosten von mehr als 27,6 Mrd. € netto pro Jahr für Deutschland anfallen. [Rein rechnerisch würde sich bei einer Verdoppelung des weltweiten Ausstoßes von CO2 der Wert auf 800 ppm erhöhen und dies eine Temperaturerhöhung um weniger als ¼ Grad C bewirken. Dies bedeutet wegen des nicht ganz genau zu bestimmenden globalen CO2-Gehaltes gleich Null.]

Zum Vergleich ein Beispiel aus der Natur: Als Folge der Photosynthese schwankt am Äquator der jährliche CO2-Gehalt der Atmosphäre um den Wert von 0,0020% (20 ppm).

VERSUCH EINER KLÄRUNG

Wo liegen die Ursachen für diesen Hochmut der Gesellschaft, die stetig schwankenden evolutionären Kräfte der Natur nachhaltig beeinflussen zu wollen? Ist es menschlicher Hochmut oder stehen hinter diesen Katastrophenmeldungen und den geforderten Milliarden zur Vermeidung der Klimakatastrophe andere Interessen? Werden mit Hilfe des Schürens von Ängsten politische und finanzielle Vorteile für die Politik angestrebt sowie für eine gesteuerte Industrieentwicklung (Deindustrialisierung) und für eine steigende Spendenquelle für nicht demokratisch legitimierte NGO Multis?

Seit Jahren ist der Begriff Klimawandel durch CO2 ein politisch mitreißendes Schlagwort, das nach vielen früheren Konferenzen in 2016 hochrangige Regierungsvertreter aus über 170 Ländern nach Paris lockte, um das hehre Ziel zu erreichen, das Weltklima zu retten. Eine der Wurzeln dieser weltweiten Bewegung liegt in einem weltweit propagierten und erfolgreich verbreiteten Beitrag aus dem Jahr 1981. Mit Modellrechnungen wird versucht, erwartete Steigerungen als Folge eines anthropogen wachsenden CO2-Austoßes die zukünftige Entwicklung der Welt-Temperatur einzuschätzen und die dadurch zusätzlich entstehenden Klimaschwankungen zu ermitteln.

Zuvor muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass Klimamodelle auf Computeralgorithmus aufbauen und nicht die Realität abbilden, weil die Komplexität des Klimageschehens gegenwärtig und auch in absehbarer Zukunft mit keinem Computer realitätsorientiert erfassbar sein dürfte. Es handelt sich mehr um ein politisches Instrumentarium, denn um eine exakte Naturwissenschaft. Beispielhaft sei folgende Analyse genannt, die zur Zeit erschienen ist, als Al Gore Vizepräsident der Vereinigten Staaten war.

Climate Impact of Increasing Atmospheric Carbon Dioxide“

J. Hansen, D. Johnson, A. Lacis, S.Lebedeff, P. Lee, D. Rind, G. Russel

SCIENCE, 28. August 1981, Vol. 213, No. 4511 (4*)

Zusammenfassung

Die globale Temperatur stieg um 0,2° C von den mittleren sechziger Jahren bis 1980, was eine Erwärmung von 0,4° C im vergangenen Jahrhundert ableiten lässt. Diese Temperaturerhöhung steht im Einklang mit dem berechneten Treibhauseffekt aufgrund der gemessenen Steigerungen von atmosphärischem Kohlendioxid. Variationen der vulkanischen Aerosole und möglicherweise solaren Leuchtkraft scheinen die primären Ursachen der beobachteten

Schwankungen über den mittleren Trend steigender Temperaturen zu sein. Es wird gezeigt, dass die anthropogenen CO2-Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts aus dem Geräuschpegel der natürlichen Klimavariabilität hervorgehen

sollte, und es eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Erwärmung in den 1980er Jahren ergibt. Mögliche Auswirkungen auf das Klima im 21. Jahrhundert gehören die Ausbreitung dürregefährdeter Regionen in Nord- und Zentralasien als Teil einer Verschiebung der Klimazonen, der Erosion des westantarktische Eisschild mit einem konsequenten weltweiten Anstieg des Meeresspiegels und Öffnung der sagenumwobenen Nordwestpassage.“

Am Ende des Berichtes werden von den Autoren die Unsicherheiten dieser Analyse genannt. Einerseits sind es fachlich Argumente:

  • Der Anstieg des atmosphärischen CO2 hängt ab von dem angenommenen Wachsen der Energieerzeugung durch fossile Energierohstoffe, dem Verhältnis von erzeugter Energie durch fossile Brennstoffe und durch alternative Lösungen, sowie die Annahme, dass 50 % von anthropogenen CO2-Emissionen sich in der Luft verteilen.

  • Das vorhergesagte weltweit angenommene Wachstum basiert auf rudimentären Möglichkeiten, komplexe Klimasysteme mit vielen nicht linearen Prozessen zu ermitteln. Vergleiche der Sensitivität, ob das Klima im Gleichgewicht vom Geschehen auf Planeten und solchen Schwankungen, wie wir sie von der Erde kennen, sind ermutigend, aber noch viel mehr zusätzliche Untersuchungen und Berechnungen sind dazu notwendig.

  • Es gibt nur sehr grobe Abschätzungen für regionale Klimaeffekte.

  • Noch viel mehr weitere Beobachtungen sind notwendig, um belastbare Daten für eine CO2 verursachte Erwärmung zu erhalten, damit vertrauensvolle Voraussagen für größere Klimaauswirkungen für die Zukunft erstellt werden können.

Andererseits ist zum Schluss der Analyse aber auch die gewünschte politische und Interessen geleitete Ursache für die Erstellung dieser Studie heraus zu lesen, mit dieser wissenschaftlichen Studie zu versuchen, die gewünschte These über die ‚angebliche‘ Gefahr der „anthropogenen Carbonisierung“ der Welt zu untermauern:

  • Im Lichte langjähriger Erfahrungen weiß man, dass es Jahrzehnte erfordern wird, eine komplette Korrektur der bisherigen Energieerzeugung mit fossilen Rohstoffen mit der damit zusammenhängenden weiteren Erzeugung von (schädlichem) CO2 zu erreichen.

  • Man schon heute mit der Umstellung zu einer CO2 neutralen Energieerzeugung beginnt.

  • Und deshalb sind große Anstrengungen gefordert, alternative Energiequellen zu entwickeln.

Ohne den Versuch, die mathematischen Modellrechnungen bewerten zu wollen, werden im Folgenden einige grundsätzliche Anmerkungen auf der Basis der guten und immer besser werdenden nachprüfbaren erdgeschichtlichen Erkenntnisse über die Evolution der Erde zu dem vor fast vierzig Jahren veröffentlichten Bericht gemacht, die heute noch (siehe beispielhaft: H. Fuchs, 2017Natürliche und nicht anthropogene Klimaschwankungen dokumentiert an den Gletschervorstößen des Vernagtferners“, 5*) als Basis für die heutigen Szenarien sowie Prognosen zur zukünftigen „Klimakatastrophe“ genommen wird.

  • Szenarienentwicklungen und darauf aufbauende Prognosen sind wichtig. Man muss sich dabei aber bewusst sein, dass beim Entwickeln von Szenarien zum komplexen Klimageschehen nicht nur alle bekannten wissenschaftlichen und technischen Fakten berücksichtigt werden müssen, sondern auch diese zu gewünschten politischen und finanziellen Aussagen missbraucht werden können.

  • Die Analyse baut ausschließlich auf dem Glauben/das Wissen? an einen ‚Treibhauseffekt‘ auf. Alternativen dazu werden bei diesem enorm wichtigen Thema eher am Rande berücksichtigt.

  • In der Analyse des gesamten Textes werden die beiden Begriffe Temperatur und Klima nicht sauber getrennt.

  • Es wird von einer Welttemperatur sowie einem Weltklima gesprochen, die es so nicht gibt. Die meisten Aussagen zu den errechneten Ergebnisse werden im Konjunktiv genannt, wohl mit Recht, weil die Modellparameter meist lückenhaft sind.

  • Die Aussagen beziehen sich hauptsächlich auf den Zeitabschnitt ab 1880 und auf Vorhersagen über einen Zeitrum von mehreren Zehner von Jahren. Kaum dagegen wird auf die zahlreichen natürlichen erdgeschichtlich dokumentierten Temperatur- und Klimaschwankungen mit all ihren Sphären aus der evolutionären Vergangenheit der Erde eingegangen.

  • Die damals prognostizierten Temperatursteigerungen mit einem steigenden CO2-Gehalt sind nicht eingetroffen. Klassisches Beispiel für eine sich nach rechts verschiebende ‚Hockey Schläger‘ Grafik.

  • 18.01.2018: J.Hansen, Hauptschöpfer des Klima-Alarmismus, gesteht ein, dass wir in den nächsten 10 Jahren einen ‚Hiatus‘ [Unterbrechung] der Erderwärmung erfahren werden („Global Temperature in 2017“, 6*). Das steht im Widerspruch zu seinen oben genannten Behauptungen. Woher weiß er diesmal, dass das nur für 10 Jahre gilt? Er hat sich schon früher in seinen Vorhersagen geirrt!

Neue nachprüfbare Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Sie kommen zu einem ganz anderen Ergebnis als J. Hansen et al. vor 35 Jahren. Deshalb der folgende Beitrag, der einer von vielen ist, in dem der Zusammenhang der Speicherung von Wärme und der der Temperatur in Abhängigkeit vom CO2 Gehalt in ppm berechnet und erklärt wird.

Infrared absorption of atmospheric carbon dioxide“

F. K. Reinhart, Swiss Federal Institute of Technology, 2016 (7*)

Zusammenfassung

Die 2016 bekannten Absorptionseigenschaften von CO2 und die Physik der Wärmestrahlung erlauben, die Infrarotabsorption des atmosphärischen CO2 abzuschätzen. Dazu wird die Erde als ein homogener kugelförmiger Schwarzkörperemitter mit einer Temperatur von 288 K betrachtet. Eine idealisierte Atmosphäre, deren CO2-Gehalt der einzige Infrarotabsorber ist, umgibt den Emitter. Die CO2-Konzentration bezogen auf Meereshöhe beträgt 400 ppm und die Dichte nimmt exponentiell mit der Höhe ab. Dementsprechend enhält der schwarze Körper zur Bestimmung der durchschnittlichen Temperatur nur das ‚Treibhausgas‘ CO2. Über 200.000 einzelne Absorptionslinien von CO2 werden für die numerischen Berechnungen verwendet. Wenn dabei die absorbierte Energie vollständig in Wärme umgewandelt wird, überschätzen wir bewusst die Wärmerückhaltefähigkeit von CO2. Dabei hat die thermische Besetzungsstatistik der CO2-Energiezustände eine Schlüsselrolle bei diesen Berechnungen. Die berechnete Wärmespeicherung wird in eine Temperatur umgewandelt, die sich erhöht, ΔT. Eine Verdopplung der vorliegenden CO2-Konzentration führt nur zu ΔT <0,24 K. Bei der derzeitige Rate der CO2-Konzentration von 1,2% pro Jahr wird es fast 200 Jahre dauern, um das Zehnfache der gegenwärtigen CO2-Konzentration zu erreichen, die ein ΔT <0,80 K ergibt.

POLITIK

Beispielhaft ist eine treibende Kraft für die These, dass wegen des anthropogen erzeugten CO2 ein zusätzlich bedeutender ‚Treibhauseffekt‘ erzeugt wird und es deshalb zu einer raschen – zusätzlichen zur natürlichen – Erwärmung der Erde geführt hat und weiter führen wird. Dies ist seit Mitte der 70iger Jahre Albert Arnold „Al“ Gore Jr. nicht nur wegen seines politischen Gewichts (1993 bis 2001 Vizepräsident der Clinton Regierung und Friedensnobelpreis 2007), sondern auch wegen seiner persönlichen wirtschaftlichen Interessen ihm zu verdanken (sehr verkürzte Liste):

  • Er veröffentlichte mehrere Schriften zum Umweltschutz, und er hält bis heute weltweit Vorträge zu diesem Thema.

  • Aus seiner Multimediapräsentation über die globale Erwärmung ist die mit dem Oscar ausgezeichnete Dokumentation „Eine unbequeme Wahrheit“ („A Inconvenient Truth“, 2006) hervorgegangen, in der er seine Sicht auf wissenschaftliche und politische Aspekte der globalen Erwärmung zu vermitteln versucht.

  • Daneben startete er das GLOBE-Programm und initiierte die Konzertreihe Live Earth. Im Jahr 2007 wurde Al Gore für seine Bemühungen um eine Bewusstmachung der Klimakrise und ihrer globalen Gefahren zusammen mit dem Weltklimarat IPCC (vertreten durch Rajendra Pachauri) der Friedensnobelpreis verliehen.

  • [IPCC (International Panal on CLIMATE CHANGE, auf deutsch: Weltklimarat ) ist ein Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen der Vereinten Nationen.]

  • Zusätzlich ist er u. a. Gründer und Vorstand der Alliance for Climate Protection, von Generation Investment Management, Current TV, Mitglied im Aufsichtsrat von Apple und hochrangiger Berater von Google sowie Teilhaber an den Investmentfirmen Kleiner Perkins Caufield & Byres und Generation Investment Management.

  • Seine PR Aufwendungen für eine Energiewende wurden alleine für das Jahr 2009 auf 300 Millionen Dollar geschätzt.

  • Er nutzt seinen Einfluss für eine Verringerung der kohlenstoffbasierten Wirtschaft mittels gesetzlichen Regelungen, für Risikokapitalinvestitionen und für Staatsaufträge, von denen er finanziell wohl erheblich profitiert hat.

  • Zum letztjährigen Bonner Energiegipfel war er in Deutschland und führte dabei auch Gespräche mit dem grünen Umweltminister Franz Untersteller von Baden-Württemberg.

Interessant dazu ist die Entwicklung des Klimaalarmeismus in Großbritannien: Premierministerin Margaret Thatcher war eine der ersten, die 1988 vor einer Erderwärmung gewarnt hatte, beraten durch Sir Crispin Tickel, Mitglied der UN. Dieser hatte zuvor in den 70iger Jahren vor einer weltweiten Abkühlung gewarnt und nun seine Meinung nach dem Bericht von J. Hansen (3*) und Aussagen anderer politisch Prominenten geändert hatte. Jetzt warnte er vor einer weltweiten Erwärmung. Als Folge wurden in Großbritanien entsprechende Maßnahmen national und international propagiert und umgesetzt oder begleitete wie z.B. die Gründung des IPCC in 1988. Im Jahr 2003 kam dann die Wende, mit der sie fast ihre ganze frühere Politik widerrief. Mit Spott bedachte sie die Vorstellungen von Al Gore, weil diese fruchtlos seien und zu wirtschaftlichem Schaden führen werden. Dies geschah angeblich mit den Worten: „Mit dem Missbrauch der Wissenschaft wird die Verbreitung von anti-kapitalistischem und linken Gedankengut verdeckt“ („Statecraft“, 2002, 8*). Obwohl wir auch schon vor Jahren in unserem Politthriller „Die German Angst“ (H. Fuchs & R. Kamradek, 2013, 9*) auf diesen Zusammenhang hingewiesen haben, blieb diese Erkenntnis in Deutschland ungehört.

Zum IPCC werden von Judith Curry (Januar 2018, 10*) aus heutiger Sicht zu zahlreichen Empfehlungen und Entscheidungen kritische Anmerkungen gemacht, obwohl der IPCC ursprünglich als zwischenstaatliche Institution eingerichtet wurde, für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen. In der Vergangenheit hat sich der Klimarat häufig nicht an diese politisch neutrale Richtlinie gehalten.

ERKENNTNISSE

Mit der Beschreibung der Groß-Sphäre Klima habe ich versucht, deren Komplexität etwas transparenter zu machen. Dagegen habe ich mich bewusst nicht zu der Groß-Sphäre Umwelt geäußert, weil beide nicht direkt zusammenhängen, jedoch einige Schnittstellen aufweisen. Beim Klima handelt es sich um den Motor der Evolution der Erde, der wie gezeigt, vom Menschen nur sehr begrenzt beeinflussbar war und in Zukunft sein wird. Bei der Umwelt handelt es sich um den Lebensbereich der Menschen, der gestört werden kann – sowohl von Naturereignissen (im Volksmund Klimakatastrophen genannt) als auch aus ethischen und politischen Gründen von den Menschen selbst. Interessant ist es, diese nicht ganz einfachen Schnittstellen zwischen diesen beiden Groß-Sphären kurz zu betrachten.

Klima: Jede einzelne Sphäre des Klimas besteht aus vielen einzelnen Faktoren, die in ihrer erdgeschichtlichen Entwicklung bis heute erst zu einem geringen Teil verstanden werden, insbesondere in ihren nicht linearen Abhängigkeiten untereinander. Das ergibt eine große Zahl von Möglichkeiten. Diese Komplexität erhöht sich um ein vielfaches, wenn man versucht, diese Abhängigkeiten der verschiedenen Sphären miteinander verbinden zu wollen, um das gesamte Klimasystem zu verstehen. Auch algorithmisch erstellte Modelle werden noch lange an eine Grenze stoßen, so lange wir wie heute nur rudimentär die vergangenen entwicklungsgeschichtlichen Einzeldaten kennen.

Beispielhaft werden genannt: Erst wenn die tatsächlichen klimarelevanten, erdgeschichtlichen Datenkenntnisse über frühere weltweite Vulkanausbrüchen zu einem bestimmten Zeitpunkt mit den weltweiten atmosphärischen Daten des gleichen erdgeschichtlichen Zeitabschnittes korreliert werden können, lassen sich verlässliche Zukunftsmodelle erstellen. Das gleiche gilt auch für das Wechselspiel zwischen Plattentektonik und Vulkanismus im Zusammenhang mit den sogenannten ‚Meeresspiegelschwankungen‘. Dabei wird sich nach heutigen Erkenntnissen bestätigen, dass man nur von ‚Meeresspiegelanpassungen‘ sprechen sollte, denn die evolutionsbedingten Schwankungen der Erdoberfläche über und unter dem Meeresspiegel sind die eigentliche Ursache für diese. Wegen den nachgewiesenen jährlichen globalen Bewegungen von riesigen Gesteinsmassen von einigen Millimetern bis über 10 Zentimetern (z. B. Pazifische Platte) aller weltweiten Platten, Subduktionszonen, Bruchzonen, Vulkansockeln etc. in alle Richtungen – horizontal, nach rechts oder links, nach oben sowie nach unten – lässt sich dieser Prozess auch gut verstehen.

Dies bedeutet: Erst wenn die Interaktionen aller Sphären untereinander besser verstanden werden, könnte man versuchen, die evolutionäre Weiterentwicklung der Klimagewalten für die Zukunft etwas präziser abzuschätzen. Der Versuch der Menschen, diese Sphären mit den uns heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu beeinflussen, ist jedoch äußerst gering. Vielleicht gelingt es jedoch den Verantwortlichen für die Bonner Konferenz und den 22.000 Teilnehmern die Klimagewalten zu bezwingen. Wir bleiben gespannt!

Im Folgenden wird erklärt, warum die Begriffe Temperaturschwankungen und Wetterschwankungen nicht separat angesprochen wurden. Ersterer ist unter den einzelnen Klimasphären mit behandelt worden. Der zweite darf nur in Bezug auf Klimaschwankungen benutzt werden, wenn man sich dabei auf die Definition ‚Wetter‘ bezieht, d.h. nur auf die dreißigjährigen Mittelwerte des Wetters (Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Wind etc. etc). Denn jährliche Schwankungen des Wetters sind für Betrachtungen des Klimas nicht geeignet. Das bedeutet klimarelevant ist nur die Summe langer Wetterperioden. Dies wird sträflicher weise meist nicht berücksichtigt, was für die Bevölkerung zu großer Verwirrung führen muss.

Umwelt: (Definition in Wikipedia)

Maßgeblich für die in den letzten Jahrzehnten dominierende Bedeutung ‚Die Umgebung eines Lebewesens, die auf dieses einwirkt und seine Lebensumstände beeinflusst‘ war das 1990 von Jakob Johann von Uexküll veröffentlichten Buch ‚Umwelt und Innenwelt der Tiere. Der Referenzbezug auf das Individuum unterscheidet den Begriff inhaltlich von Begriffen wie Ökosystem oder Natur. In der politischen Debatte seit Ende der1960er Jahre ist der Begriff Umwelt – und seine Bedeutung – mit der Ökologiebewegung verknüpft. In der realen politischen Auseinandersetzung wird er oft synonym, manchmal auch dem Wort Ökologie, verwendet. Dieser unterschiedliche Gebrauch macht ihn einerseits unscharf, andererseits rekurriert er damit auf die Menschen umgebende Welt. Erst spät setzte auch eine ethische Debatte darüber ein, welche moralische Argumente für den Schutz der Umwelt gelten könnten. Umwelt bedeutet auch von Menschen gemachte Umwelt. Diese wiederum ist nicht immer idyllisch, aber manchmal notwendig. Eine Bewertung ergibt sich jedoch erst durch moralisch-ethische oder politische Abwägungen“.

SCHNITTSTELLE MIT FOLGEN

Diese grundsätzlichen Unterschiede muss man aufzeigen, damit wir verstehen, wie wir für die uns nachfolgenden Generationen die Lebensgrundlage erhalten oder gar verbessern können, anstatt sie zu verschlechtern. Es ist deshalb wünschenswert, unsere reichlich vorhandenen geistigen, technischen und finanziellen Ressourcen effektiver zu nutzen und die unkontrollierbaren und

unerreichbaren Vorstellungen wie z.B. für die sogenannte ‚Klimarettung‘ zu vergeuden. Trotzdem wird aus machtpolitischen Gründen dieser Alarmismus gezielt weiter propagiert: Zuerst Klimakatastrophe (opportunistisch), dann Kernkraft-Abschmelzung (ethisch) und nun sogar Dekarbonisierung (moralisch) trotz Deutschlands sehr geringen Beitrags von 0,13 ppm CO2 oder von 0,000013%, hin zur Vollversorgung Deutschlands mit Flatterstrom (Wind und Sonne blasen oder scheinen oder auch nicht). Hier hoffen alleine die Profiteure darauf, diese beiden ‚kostenlosen‘ Energierohstoffe Wind und Sonne mittels reichlich fließenden Subventionen so steuern zu können, dass eine halbwegs sichere Stromversorgung für Deutschland erreicht werden kann, egal was es kostet.

Quelle 11*)

Mit diesem eklatant unwirtschaftlichen Modell will Deutschland weiterhin Vorbild für die Welt bleiben: Paris 2015? Hoffen unsere Politiker wirklich, dass sich die ganze Welt – mehr als nur mit Versprechungen – unserem Leitbild anschließen wird, insbesondere China, Indien, Russland und die Vereinigten Staaten. Eine solche absurde Hoffnung widerspricht jedoch den Fakten. Bei China und Russland kann man davon ausgehen, dass Xi Jinping und Putin ganz genau wissen, dass man die natürlichen Klimagewalten weltweit kaum beeinflussen kann. Trotzdem wird von beiden Ländern aus machtpolitischen Gründen geschickt die Angst der westlichen Welt vor einer ‚Klimakatastrophe‘ begleitet („Weich? Hart? Scharf!, Bericht in der F.A.Z. zu einer Analyse von Ch. Walker et.al. 12.02.2018). Für die USA gilt die ehrlichere Aussage, denn dort wird zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt in ihrer ‚International Defense Strategy‘ nicht mehr die Gefahr eines anthropogen verursachten ‚Klimawandels‘ genannt.

Nur aus opportunistischen Gründen wird von diesen die philanthropisch gesteuerte CO2 Hysterie des Westens mit ihren Profiteuren unterstützt. Sie werden jedoch weiter nicht auf eine wirtschaftliche Energieversorgung verzichten. Im Gegenteil! In zahlreichen Ländern findet derzeit ein Bau- und Planungsboom von 1600 Kohlekraftwerken statt. Hinzu kommt eine weltweite Renaissance eines neuen ‚Atomzeitalters‘ mit den im Bau befindlichen 51 Kernkraftwerken, – Ende 2017 wurde dagegen das KKW Gundremmingen, das leistungsfähigste KKW Deutschlands auf Grund eines von den Grünen beauftragten Gutachtens wegen behaupteter Erdbebengefahr geschlossen. Ein Teil der neuen KKW wird heute schon zur Schonung von Ressourcen mit dem vorhandenen Energierohstoff ‚Atommüll‘ bestückt oder schon betrieben. Man ist zunehmend davon überzeugt, mit kostengünstiger Energie viel Geld für die Bürger sparen zu können, um mit dem Ersparten die Umwelt – im Sinne der ursprünglichen Definition – in der wir leben, für die Menschen zu verbessern, weil wir die evolutionären Klimagewalten kaum beeinflussen können.

Unter diesem Gesichtspunkt stellt sich heute die existenzielle Frage, ob jetzt auch noch eine Besteuerung aller CO2 Emissionen – wie die der Lebewesen, die der Landwirtschaft, die der gesamten von der Technik abhängigen Industrie etc. – für Deutschland ohne Kernkraft und ohne moderne Kohlekraftwerke nicht schon wieder ein in der Zukunft kaum mehr rückgängig zu machendes Gift für unsere Volkswirtschaft ausgestreut wird?

Die Hoffnung auf eine Rück-Energiewende ist genau so unwahrscheinlich, wie die deutsche Hoffnung, die weltweite ‚Meeresspiegelschwankungen‘ oder besser Meeresspiegelanpassungen mit einer Verringerung des deutschen CO2-Ausstoss um 0,13 ppm (Teil von einer Million) aufhalten zu können. Kein Wunder, denn unser Glaube an Al Gore ist viel größer als unser Wissen über die Kenntnis unserer Wissenschaftler!

ERINNERUNG

Klima und Paleoklimaforschung. S. 37 – 45; Arnold Müller, 2017 (1*)

„… Zusammenfassend betrachtet reguliert sich das globale Klima auch heute weitgehend und auf natürliche Weise durch die Interaktion einer breiten Palette von Klimafaktoren. Der anthropogene Einfluss ist eher gering und die Fokussierung auf die CO2 Problematik unter Vernachlässigung anderer Faktoren ist eine sehr verengte Sicht der Dinge. Weiterer Bevölkerungszuwachs, Urbanisierung, Entwaldung und andere Faktoren sind für die Menschheit viel problematischer als ein Anstieg des CO2 Gehaltes der Atmosphäre von 380 auf 500, eventuell bis 800 ppm. Bei etwa 800 ppm liegt der erdgeschichtliche Durchschnitt, zumindest im Phanerozoikum (ca. 541 Millionen Jahre bis heute). Das entspricht in etwa auch dem Optimum für Pflanzen. Unter optimalen CO2 Bedingungen würde die Landwirtschaft deutlich höhere Erträge liefern und für lange Zeit die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung garantieren. Die Begasung von Gewächshäusern mit CO2 illustriert diesen Zusammenhang auf direktem Wege. Insofern verschwendet die CO2 Vermeidung Ressourcen, die in anderen Bereichen für die Zukunft Sicherung viel nützlicher verwendet werden könnten…“

P.s. Aktuelles Thema: Grenzwerte: In unserem schon vor Jahren veröffentlichten Thriller

„Die German Angst“ 9*) haben wir auf Seite 317 auf die geschickte Strategie der grünen Bewegung hingewiesen, wie man mit Grenzwertmanipulationen auch bei Automotoren deren Produktion verhindern kann. Die derzeitige Diskussion zeigt den großen Erfolg dieser vorhersehbaren aber leider von der Bevölkerung nicht bemerkten machtpolitischen Taktik der grünen Bewegung.

Referenzen (Teil I und Teil II)

(1*) „Klimagewalten – Treibende Kraft der Evolution“, 2017; Hrsg. Prof. Harald Meller, Direktor des Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen Anhalt und Thomas Puttkammer.

(2*) „Klimafakten – Der Rückblick – Ein Schlüssel für die Zukunft“, 2000, Hrsg. Ulrich Berner und Hansjörg Streif (BGR, GGA,NLfB), E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart.

(3*) „Source and dynamics of a volcanic caldera unrest:Campi Flegri, 1983-84”, 2017. L. De Sienna, G. Chiodini, G. Vilardo, E. Del Pezzo, M. Castellano, S. Colombelli, N. Tisato, G. Ventura, Scientific Reports:, Nr. 8099 (2017). doi:10.1038/s41598-017-08192-7.

(4*) „Climate Impact of Increasing Atmospheric Carbon Dioxide“, 1981, J. Hansen, D. Johnson, A. Lacis, S.Lebedeff, P. Lee, D. Rind, G. Russel; SCIENCE, 28. August 1981, Vol. 213, No. 4511

(5*) „Natürliche und nicht anthropogene Klimaschwankungen dokumentiert an den Gletschervorstößen des Vernagtferners“ H. Fuchs; EIKE,16.10.2017,

(6*)„Global Temperature in 2017“: J. Hansen, M. Sato, R. Ruedi, G.A. Schmidt, K. Lo, A. Persin, (18. Januar 2018) [Im Internet zu finden.]

(7*)„Infrared absorption of atmospheric carbon dioxide“, 2016; F. K. Reinhart, Swiss Federal Institute of Technology,

(8*) „Statecraft, Strategies for a Changing World“, Margaret Thatcher, 2002, ISBN 9780060199739.

(9*) „Die German Angst“ H. Fuchs & R. Kamradek, 2013, Bookshouse Verlag, ISBN 978-9963-727-780 und als e-book.

(10*) „Manufacturing consensus: the early history of IPCC“, Januar 2018, Judith Curry.

(11*) Wiesbadener Kurier: Sommerinterview von Eva Quadbeck vom 26.08.2016.

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4 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach sollte viel mehr Wert auf die zum Ende des Artikels sehr kurz erwähnten Einflüsse der anthropogenen Eingriffe in die Umwelt/„das Antlitz der Erde“ gelegt werden. Rodungen, Grundwasserentnahmen, Staudämme, Monokulturen, Tagebau, Flächenversiegelung im Zusammenhang mit rasch wachsender Weltbevölkerung haben gewaltige Auswirkungen auf die Ökosysteme und beeinflussen damit auch das Wetter und die durch Wetterphänomene entstehenden Schäden. Vieles davon wird einfach dem „Klimawandel durch menschengemachtes CO2“zugeordnet , ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver.

  2. Auch dieser Teil macht den Leser nicht glücklich.

    Für Laien ist vieles nicht nachvollziehbar oder verständlich, für Kenner is vieles zu oberflächlich.

    Politisch gesehen, steht das Urteil über Politik und Institutionen schon fest. Bestätigt wird das nurt durch Momentaufnahmen und Informationshäppchen.

    Es genügt eben nicht, Informationen wiederzugeben. Sie müssen nachvollziehbar und leicht nachprüfbar sein. Und in einem Zusammenhang dargeboten werden, den der durchschnittlich Leser auch folgen kann.

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