Die Februar-Abkühlung in Deutschland – nicht erst seit 2018.

Foto Kowatsch: Die Winterlinge erschienen diesmal schon Ende Dezember und blühen Anfang März an derselben Stelle noch immer.

Stefan Kämpfe, Josef Kowatsch
Der Februar ist der letzte der drei Wintermonate und zugleich der Übergang zum Vorfrühling. Davon war 2018 nichts zu spüren. Überall in Deutschland war es der kälteste Wintermonat, in Nordostdeutschland noch einen Tick winterlicher. Der Deutsche Wetterdienst gibt ihn nach der ersten Auszählung seiner 2000 Wetterstationen mit einem Schnitt von – 1,7 C an, was 2,1 C unter dem (bereits kühlen) Vergleichsschnitt 1961 bis 90 liegt.

Im Folgenden wollen wir uns wieder fragen, wo ist diese Februartemperatur von -1,7°C einzuordnen: a) Innerhalb eines langen Zeitraumes? b) innerhalb der letzten 100 Jahre und c) wie verhielten sich die letzten 30 Februarmonate und schließlich der Monat Februar in der Gegenwart

Wie jedermann weiß, werden beim Klima den Deutschen die schönsten Märchen aufgetischt. Es sollte immer wärmer geworden sein aufgrund der Zunahme der Treibhausgase, insbesondere von Kohlendioxid, und in den letzten beiden Jahrzehnten sollte der Erwärmungstrend besonders stark sein. Und vor allem die Wintermonate wären die ersten Opfer der Erwärmung, orakelte die gesamte Klimakirche vor 20 Jahren. Deutschland wird keine Winter mehr erleben, verkündete schließlich in messianischem Eifer M. Latif und dieser Klimaclown wird immer noch gut bezahlt und von den Medien hofiert.

Im Folgenden wollen wir diese Orakel der gut verdienenden Computer-Erwärmungswissenschaft einer Prüfung unterziehen. Beginnen wir mit einer Wetterstation, die schon zu Mozarts Zeiten die Temperaturen erfasste, genauer die Messungen erfolgten durch einen Mönch auf dem Hohenpeißenberg in Oberbayern bei dem damals noch fast unbeheizten Kloster. Unbeheizt bedeutet, natürlich hatte das Kloster eine beheizte Küche zur Nahrungszubereitung und inmitten des Klosters einen Aufwärmraum wie alle Klöster und die Bibliothek war leicht beheizt, damit den Mönchen die Tinte nicht einfror. Der Berg ist heute besiedelt, u.a. mit einem nach dem Kriege erbauten DWD-Klimazentrum. Die Wetterstation liegt etwas tiefer wie früher. Aber ansonsten zählt der HPB zu den wärmeinselarmen Orten. Karlsruhe hat sich in diesem Betrachtungszeitraum der Grafik 1 von „Null auf Hundert“ entwickelt.

Grafik 1: Seit 1787, also seit Mozarts Zeiten haben sich die Februartemperaturen auf dem Hohenpeißenberg kaum verändert. Das Startjahr der Betrachtung lag auf dem Höhepunkt einer Warmphase, wie die letzten 30 Jahre, also das rechte Ende der Grafik. Der wärmste Februar war 1990. Der diesjährige liegt deutlich unter dem Schnitt und deutet die weitere Abkühlung innerhalb der letzten 30 Jahre an.

Die Februartemperaturen in Deutschland seit 1918 = 101 Februarmonate

Obwohl wir vor über 100 Jahren ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen und Messstationen an anderen Plätzen hatten, meint der DWD, dass die Temperaturvergleiche mit früher trotzdem möglich wären, weil die Meteorologen in Offenbach die ständigen Ortsveränderungen der Thermometer weitgehend durch die richtige Auswahl neuer Stationen neutralisiert hätten, behaupten sie. Allerdings konnten sie die wachsende Verstädterung Deutschlands nicht aus den Daten herausrechnen. Eine menschengemachte Zusatzwärme, die nicht durch CO2 hervorgerufen wird, sondern vom zunehmenden Wärmeinseleffekt um die Stationen des DWD herum herrührt. Auch die kleinen Dörfer haben ihre Einwohnerzahl seit 100 Jahren meist verdoppelt oder gar verdreifacht. Dazu wurden früher in den Häusern nur ein Raum, die Küche ständig beheizt. Der Energieverbrauch und damit auch die Aufwärmung der kleinen Ortschaften kann bisweilen doch erheblich sein. Ländliche Wetterstationen sind also nur dann wärmeinselarm, wenn sich der Ort innerhalb des Grafikzeitraumes kaum verändert hat.

Wir haben die Daten des DWD für den Februar nicht wärmeinselbereinigt, was man eigentlich bei Vergleichen mit früher tun müsste, denn die Februar-Grafik Deutschlands ist auch ohne WI-Bereinigung eindeutig.

Grafik 2: Der Monat Februar zeigt das gewohnte Bild aller deutschen Monate. Der Temperaturverlauf ähnelt einer Schwingung mit zwei Wellenbergen und einem leichten Tal. Im letzten Jahrhundert wurde der Monat zunächst kälter bis über die Jahrhundertmitte hinaus. Vor der Jahrtausendwende wurde der Monat durch einen Temperatursprung wieder wärmer und erreichte ein neues Plateau, das nun wieder nach unten abdriftet.

Das derzeitige Plateau liegt nach dieser DWD-Grafik etwas höher als das vor über 100 Jahren. Der Temperaturanstieg nach der Jahrhundertmitte erfolgte jedoch nicht kontinuierlich, sondern hauptsächlich durch einen Temperatursprung in den Jahren zwischen 1986 bis 1989. Wärmeinselbereinigt wären beide Plateaus, also das um 1920 und heute gleich hoch, bzw. der Februar wäre derzeit leicht kälter wie vor 100 Jahren.

Leider gibt es keine einzige deutsche Wetterstation, deren Umgebung ganz unverändert geblieben ist und noch so dasteht wie vor 100 Jahren. Wir wollen als Beispiel aber doch die Zugspitze betrachten, deren Besucherströme und der damit verbundene wärmende Ausbau erst nach der Einheit so richtig zugenommen haben und derzeit verstärkt anhält und Deutschlands höchster Berg mit 2962 m Höhe noch bis vor der Wende mit weniger Touristen und mit weniger Zusatzwärme beeinflusst war.

Grafik 3: Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg zeigt einen ähnlichen Temperaturverlauf wie die Deutschlandtemperaturen. Allerdings ist das momentane Temperaturplateau nicht so ausgeprägt wie beim DWD-Februarverlauf der letzten 101 Jahre.

Ergebnis 1: Die Zugspitze als weniger mit Zusatzwärme aus den Wärmeinseln beeinflusste Wetterstation zeigt über die letzten 101 Jahre gar keine Erwärmung.

Die drei Grafiken beweisen erneut, dass die behauptete CO2 induzierte Erwärmung im Monat Februar wirkungslos ist, falls es sie überhaupt geben sollte.

Der Leser muss wissen: CO2 als erwärmendes Treibhausgas konnte bislang noch durch keinen einzigen wissenschaftlichen Versuch bestätigt werden, selbst Svante Arrhenius hatte am Ende seines Lebens entnervt seine von ihm begrüßten Erwärmungshoffnungen aufgegeben. Deshalb bleibt die Treibhauserwärmung seit über 120 Jahren eine Hypothese. Die Temperaturen der Erde werden von anderen Faktoren bestimmt.

Die letzten 30 Jahre des Monates Februar in Deutschland

30 Jahre sind laut WMO- Definition ein klimatisch relevanter Zeitraum, deshalb ist es interessant, diesen Zeitraum anhand der Daten des DWD näher zu untersuchen. Die einzelnen deutschen Stationsleiter erheben ihre Daten gewissenhaft, und auch die wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeiter in der 2.ten Reihe des DWD werten die Einzelergebnisse sorgfältig aus. Nur eben, dass die einzelnen Jahreswerte nicht wärmeinselbereinigt sind. Das Ergebnis ist überraschend, weil es den ständigen Medienerwärmungsmeldungen, die auf uns Deutsche hereinprasseln, widerspricht. Diese nun folgenden Grafiken werden natürlich in den Medien nicht abgebildet, sondern immer nur behauptet, dass es wärmer würde und dann orakelt, dass die Apfelbäume bald zu Jahresanfang blühen würden.

Grafik 4: Der Monat Februar wurde in den letzten 30 Jahren deutlich kälter in Deutschland, das zeigen die vom Deutschen Wetterdienst bzw. von den einzelnen Stationsleitern sorgfältigst erhobenen Temperaturdaten. Die Februarabkühlung beträgt nahezu 1,5 Grad. Allerdings sind die Daten nicht wärmeinselbereinigt, sonst wäre die Trendlinie noch fallender.

Wärmeinselarme Stationen:

Nun gibt es in Deutschland auch Wetterstationen, deren Umgebung sich in den letzten 30 Jahren weniger durch menschliche Zusatzwärme verändert hat. Wie oben erwähnt, scheidet die Zugspitze wegen der umfangreichen Baumaßnahmen, die derzeit verstärkt anhalten, als wärmeinselarme Station für die letzten 30 Jahre und erst recht für die letzten 20 Jahre aus. In einem früheren Artikel sind wir bereits ausführlich darauf eingegangen. http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/warum-die-zugspitze-und-andere-bergstationen-fuer-temperaturvergleiche-wenig-brauchbar-sind/

Eine WI-arme Wetterstation ist hingegen Neugersdorf (sprich Neu-Gersdorf) in der Oberlausitz. Der kleine Ort befindet sich am Nordhang des Hutungsberges, Landkreis Görlitz im Quellgebiet der Spree an der deutsch-tschechischen Grenze im Lausitzer Bergland, nahe dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, dem Zittauer Gebirge; daran schließen sich nach Osten das Iser- und Riesengebirge an. Wie im Erzgebirge lebt man auch hier vom Einfluss des böhmischen Windes, aber Neugersdorf hat klimatisch und geografisch wenig mit dem Erzgebirge zu tun.

Grafik 5: In der Oberlausitz sind die Februar-Temperaturen viel stärker gefallen als bei den DWD-Stationen. Neugersdorf ist ein Beispiel für eine ländliche Station, deren Umgebung keine größeren Änderungen in den letzten 30 Jahren erfahren hat.

Im Folgenden zeigen wir mit Amtsberg/Dittersdorf die Februartemperaturen einer weiteren wärmeinselarmen Station im Vergleich zu den DWD-Deutschlanddaten.

Grafik 6: Die ländliche und wärmeinselarme Station Amtsberg/Dittersdorf zeigt zweierlei: Einmal ist sie kälter als die Summe der DWD-Stationen, weil ein Großteil der DWD-Messungen in den Städten und Flughäfen zum Schnitt mitzählt. Zum anderen geht die Trendlinienschere immer mehr auseinander. Die freie Fläche in Deutschland – das sind 85%- kühlt viel stärker in den letzten 30 Jahren ab als der Gesamtschnitt.

Ergebnis 2: Bei den wärmeinselarmen, ländlichen Stationen Amtsberg-Dittersdorf im Erzgebirge oder Neugersdorf in der Oberlausitz ist die Februarabkühlung wie erwartet stärker. Somit zeigt auf dem Lande der Monat Februar genauso wie der Monat Januar eine enorme Abkühlung. Dabei haben die CO2-Konzentrationen, die laut Erwärmungsglauben erwärmend wirken sollten, besonders in den letzten 30 Jahren weltweit und damit auch in Amtsberg und Neugersdorf zugenommen.

Februar in der Gegenwart – seit dem neuen Jahrtausend.

Als Gegenwart definieren wir das neue Jahrtausend. Gerade in diesem Zeitraum wurden wir Deutsche besonders geängstigt über die Gefahr einer zunehmenden Klimaerwärmung. Angeblich wären wir mittendrin und besonders die Wintermonate und die Gegenwart sollten abrupt wärmer werden, so die Prognosen der gläubigen Erwärmungswissenschaft.

Die Realität der deutschen DWD- Wetterstationen zeigt das genaue Gegenteil:

Grafik 7: In der Gegenwart, also seit der Jahrtausendwende ist die Trendlinie des Monates Februar viel stärker negativ als über 30 Jahre. Der Hauptteil der Abkühlung des Monates Februar passierte also in den letzten 19 Jahren in diesem Jahrtausend.

Anmerkung Der Klimaclown rechts oben in der Grafik heißt Mojib Latif. Sein Erwärmungsorakel für die Winter Deutschlands und damit auch für den Februar war bisher total falsch. Trotzdem wird der Mann immer noch gut bezahlt und von den Medien als Experte gehandelt.

Ergebnis 3: Besonders in den letzten 20 Jahren wurden wir Deutsche durch falsche Medienberichte gequält und bewusst geängstigt: Eine katastrophale Erwärmung wurde uns prophezeit und die drei Wintermonate sollten doch die Vorreiter der Erwärmung sein. Insbesondere die behördlich anerkannten und ideologisierten deutschen Umweltverbände wie BUND, NABU, WWF und Greenpeace malten ihren Mitgliedern wahre Katastrophenszenarien in ihren Mitgliederzeitschriften der letzten beiden Jahrzehnte vor.

Die wirkliche Klimaänderung des Monates Februar in Deutschland heißt Klimaabkühlung. Wie es weitergeht weiß niemand, denn das Klima der nächsten 30 Jahre ist nicht vorhersagbar. CO2 konnte keinerlei Erwärmung bewirken. In diesem Zusammenhang lohnt ein kurzer Blick auf die wahren Ursachen der Februar- Temperaturen in Deutschland, die wichtigste sind die Zirkulationsverhältnisse. Dezember 2017 und Januar 2018 fielen erheblich zu mild aus, weil westliche Luftströmungen mit milder Atlantikluft dominierten. Mit Beginn des Februars brach die Westwind- Zirkulation zusammen, und schon kühlte es ab. Aber die „richtige“ Kälte aus dem Inneren Sibiriens kam erst mit einer Ostwetterlage Ende Februar, so dass die letzte Februar- Dekade in Deutschland verbreitet die kälteste seit 1986 war:

Abbildung 8: Bodenwetterkarte vom 25.02.2018, 0 Uhr. Am Rande eines extrem kräftigen Hochdruckgebietes über Skandinavien strömte extrem kalte Luft (Kontinentale Arktikluft cA) aus Nordsibirien südwestwärts. Zwar wandelte sie sich über Mittel- und Westeuropa in Kontinentale Subpolarluft (cP) um, doch auch diese Luftmasse ist Ende Februar noch extrem kalt. Im Februar 2018 herrschte diese Wetterlage aber nur etwa eine Woche. In den extrem eisigen Februaren 1929, 1956 und 1986 herrschte sie fast den gesamten Monat über.

Wie eng der Zusammenhang zwischen Westlagen- Häufigkeit und den Februartemperaturen in Deutschland ist, zeigt folgende Grafik:

Grafik 9: In den kältesten Februar-Monaten 1929, 1956 und 1986 gab es im ganzen Februar nur Null bis höchstens einen Tag mit Westlage, im extrem milden Februar 1990 herrschte „Westwetter“ an allen 28 Februar- Tagen.

Ein Blick weit nach Osten: Keine Februar- Erwärmung in Sibirien seit über 50 Jahren!

Grafik 10: Am kältesten, dauerhaft bewohnten Ort der Erde (Oimjakon, etwa 700 Einwohner, gelegen in einem Hochtal des ostsibirischen Berglandes) gibt es schon seit über 50 Jahren keine Februar- Erwärmung. Der Februar blieb hier unter minus 42 °C kalt. Für 2018 liegen noch keine Werte vor.

Eines ist aber sicher: Der angebliche wärmende CO2-Treibhauseffekt hatte keine erwärmende Wirkung beim Februar in den letzten 100 Jahren in Deutschland. Hätte sich Deutschland in den letzten 100 Jahren nicht verändert, dann wären die Februartemperaturen der Gegenwart sogar etwas unter dem Temperatur-Wellenberg vor 100 Jahren. Einzig in den Städten und in den anderen Wärmeinseln wurde der Februar in den letzten 100 Jahren wärmer.

Und die letzten 30 Jahre? Es bleibt fraglich, ob es überhaupt eine deutsche Wetterstation gibt, in welcher der Monat Februar in den letzten 30 Jahren wärmer wurde. Denn auch Berlin und Düsseldorf werden kälter.

Wieder – wie schon beim Monat Januar – sind die Leser aufgerufen, bei ihrer Heimatwetterstation nach den Temperaturdaten der letzten 30 Jahre zu forschen und deren Trendlinienverlauf bei den Kommentaren uns zu melden. Genauso sind die Leser aufgerufen, ihre Tageszeitungen auf das Kälter werden des Monates Februar hinzuweisen. Wir bitten die Leser, sich die Falschmeldungen der Medien nicht weiter gefallen zu lassen. Weil es im Januar und Februar kälter wurde müssen logischerweise auch alle zeitigen Frühjahrsblüher verspätet sein. Das werden wir in einem unserer nächsten Artikel bei der Forsythie und anderen Frühjahrsblühern wieder zeigen. Schließlich blüht das Märzenveilchen immer noch oder wieder im März wie zu Mozarts Zeiten.

Es wird Zeit, dass dem CO2-behaupteten Erwärmungs- und Geschäftsmodell der Klimakirche endlich der Todesstoß versetzt wird. Außer durch den wachsenden Wärmeinseleffekt trägt der Mensch keine Erwärmung in die Erdatmosphäre ein. Klimaschutz ist ein Geschäftsmodell. Wichtig bleiben Natur- und Umweltschutz, dazu bekennen wir uns ausdrücklich.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimawissenschaftler.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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25 Kommentare

  1. Und noch eine Ergänzung: Februar noch kälter.

    Der Deutsche Wetterdienst hat den Februar um zwei Zehntel nach unten korrigiert. Der Februar 2018 wird nun mit – 1,9 C im Archiv abgespeichert.

    • „Die Februar-Abkühlung in Deutschland – nicht erst seit 2018.“

      Der Artikel hinterlässt den Eindruck dass ein Klima-Kipp-Punkt erreicht ist: Die Winter werden immer kälter und wir streben der nächsten Eiszeit zu. Dies ist aber so nicht richtig. Am besten man betrachtet die langjährige Zeitreihe vom Hohen-Peißenberg. Der 30 Jahre Trend für Februar ist seit 2013 negativ, der 60-Jahre-Trend aber nicht. Das 30 Jahre Gleitmittel für Februar zeigt bis 1950 Oszillationen mit einer Periode von etwa 60 Jahren und steigt seit 1950 an. Aus einer Trendberechnung von 1781-2018 ergibt sich ein Temperaturanstieg von -2,2°C (1781) auf -0,7 °C (2018). Ich sehe den momentanen negativen 30-Jahre Trend als Folge des AMO.

      Siehe auch Some data suggests Global Cooling started in 2006

  2. Sehr geehrte Herren Stefan Kämpfe, Josef Kowatsch

    Mich würde interessieren, wie sich die errechneten Wetterdaten seit der Umstellung von der Mannheimer Methode verhalten, seit 2001.  Mir fehlt leider die Zeit dafür. Man nehme die Rohdaten ausgewählter Wetterstationen und berechne die Tagestemperaturen jeweils mit der Mannheimer Methode und mit der Neuen (24 Stunden ). Daraus bilde man die Differenzen und stelle diese in einer Häufigkeitsverteilung dar. Wenn beide Methoden gleichwertig sind, ergäbe sich eine Normalverteilung mit dem Maximum bei 0. Dann ergibt sich die Frage, warum mitten in einer Messreihe die Berechnungsmethode gewechselt werden muss. Wenn nicht, ist das ein klares Beispiel für Erwärmung durch reine Mathematik und hat mit Naturwissenschaft nix zu tun.

    • Ich hatte dies einmal aus Interesse für die Station Hohehpeißenberg gemacht: mehr als 30 Jahre aus den Stundenwerten die ‚Mannheimer Stunde‘ gezogen und mit den 24h Mitteln verglichen. Über 30Jahre gemittelt waren im Schnitt die Mannheimer Stunden minimal wärmer.

      MfG

      Ketterer

    • Sehr geehrter Herr Schönfeld

      Das würde uns auch interessieren, es wurde nicht nur mitten in einer Messreihe die Berechnungsmethode geändert, sondern oftmals auch der Standort der Wetterstationen und der Name blieb gleich. Sollte der Standort nicht gewechselt worden sein, dann hat sich wie überall auf der Welt die Umgebung des Standortes vollkommen durch menschlichen Einfluss wärmend verändert. Niemand weiß das besser als ich selbst, da ich in meinem Wohnort geboren, aufgewachsen und inzwischen seit 20 Jahren als Gemeinderat an den wärmenden Veränderungen mitwirke. Die einst kühlenden Feuchtwiesen links und rechts des Kochers sind restlos trockengelegt und bebaut. Die tagelangen Novembernebel von einst sind restlos verschwunden. Sie sehen: Die Messmethodenänderung ist nur einer der Gründe, weshalb die Temperaturen mit früher nicht vergleichbar sind. Wir schätzen, dass diese „Zusatzwärme“ auch aufgrund der Messmethodik, die nichts mit dem Klima zu tun hat, seit 100 Jahren etwa ein Grad ausmacht. d.h. man müßte bei den DWD-Temperaturen die einzelnen Werte um diesen Betrag nach unten korrigieren.

      Es gibt aber einzelne Stationsleiter, die über die letzten 30 Jahre doppelt gemessen haben, z.B. in Augsburg. Leider gibt uns der Leiter seine Daten nicht, denn auch Herr Kuntz hat schon mal angefragt.

      • Sehr geehrter Herr Ketterer

        Ich denke nicht, dass Ihre Auswertung ein grundsätzlich aussagefähiges Ergebnis vermittelt. Aber das haben Sie auch nicht behauptet. Deshalb vielen Dank für die interessanten Details. Außerdem  ist sicherlich auch die ausgewertete Woche/Monat von Bedeutung, denn ich gehe nicht davon aus, dass sie diese mühevolle Arbeit für 365 Tage durchgeführt haben. Zudem wurde immer digital gemessen und Sie haben lediglich den Tagesschnitt nach unterschiedlichen Methoden ermittelt. Wie der Augsburger Wetteramtsleiter betonte, sei auch der Standort sehr wichtig und seine herkömmlichen Parallelmessungen über mehrere Jahre würden eben nur für seinen Standort gelten und seine Ergebnisse seien nicht übertragbar. Daraus schließe ich, dass es wohl auch mal Tage, vielleicht auch Wochen/Monate gegeben hat mit identischen oder gegenläufigen Erfassungen.  Auf alle Fälle besteht auf diesem Gebiet noch ein enormer Forschungs- und Erkenntnisbedarf. Aber bleiben wir bei unserem Thema, der Februar wurde ebenfalls kälter in Deutschland, genauso wie der Januar, es gibt wohl keine Wetterstation in Deutschland, die in den letzten 30 Jahren eine Erwärmung gemessen hat, egal welche Temperaturerfassungmethode zugrunde gelegt wurde und egal wo die Station steht. Einfach kälter oder noch kälter. Das alleine zeigt doch, dass der behauptete CO2-Effekt ziemlich mikrig ist. Ein Treibhaus, indem es kälter wird, ist doch kein Treibhaus.

        • „Außerdem ist sicherlich auch die ausgewertete Woche/Monat von Bedeutung, denn ich gehe nicht davon aus, dass sie diese mühevolle Arbeit für 365 Tage durchgeführt haben. “
           
          Sehr geehrter Herr Kowatsch,
          ich habe das nicht für einige Tage oder 365 Tage gemacht. Ich habe gerade nochmals nachgesehen: von 1947 bis 2014 also über 24000 Tage habe ich dies berechnet (genauer von meinem PC berechnen lassen).
          Natürlich haben Sie recht damit, dass diese Auswertung nicht wirklich exakt ist: immerhin berechne ich den Wert für die Mannheimer Stunden aus dem Mittelwert der vorangegangenen Stunde, damit ist dieser Wert den Morgenstunden (und wohl auch um 14h) eher zu niedrig, der 21h-Wert tendenziell zu hoch. Ich wollte nur sehen, wie sich das über längere Zeit verhält. Und da sieht es tendenziell so aus, dass die Differenz aus Tm24 und Tm(Mannheimer-Stunden) im langjährigen Mittel nicht wirklich zu Buche schlägt.
          Den Einfluss im Methodenwechsel Flüssigkeitsthermometer gegen elektronischen Sensor habe ich außen vorgelassen, da Herr Schönfeld nicht danach gefragt hatte.

          Wenn man es genau wissen will, sollte man sich die Daten aus Potsdam besorgen und dann am besten auch noch den Messinstrumenten-Vergleich (über entsprechend lange Perioden) auswerten.   

    • Sehr geehrter Herr Schönfeld,

      gestern Abend war der Tatort mäßig und so hatte ich etwas Muße, die von Ihnen angeregte Verteilung für die Tagesmittel-Differenzen (24h-Mittel minus Mannheimer-Stunden-Mittel) der DWD Station Hohenepeißenberg darzustellen.

      Verteilung T-Differenzen Hohenpeißenberg

       

      Die Verteilung ist leicht schief (Mannheimer-Stunden etwas höher) aber cum grano salis sieht die Verteilung eher so aus, dass man den Übergang Mannheimer-Stunden zum 24h Mittel weniger kritisch sehen sollte, als dies hier von manchem propagiert wird.

      Die Werte der Mannheimer-Stundenmittlung sind allem Anschein nach etwas höher asl die 24h-Mittelung, allerdings ist die Differenz  für den Hohenpeißenberg so niedrig, dass andere Einflussfaktoren möglicherweise eine rößere Rolle spielen.

      Warum  nun Herr Kowatsch meint,

      Ich denke nicht, dass Ihre Auswertung ein grundsätzlich aussagefähiges Ergebnis vermittelt.

      erschließt sich mit nicht, wenngleich ich auf meinen Beitrag

      verweisen möchte.

      MfG

      Ketterer

       

       

  3. was diese lächerlich peinlichen AGW-Clowns wünschen erschliesst sich mir einfach nicht. Eine neue (kleine) Eiszeit, aus der wir gerade kommen (und es somit logisch ist, daß Gletscher schmelzen!)??? Wie menschenverachtend…

    Des weiteren können lediglich klimatische Verschiebungen festgestellt werden: wird es irgendwo wärmer/trockener, kann es anderswo nur kälter/nasser werden! Aber wohl zu hoch für die maximal korrumpierten Inquisitoren der Gegenwart…

  4. Und RTL hat gestern Abend berichtet, es wurde eine Umfrage gezeigt,ist der Klimawandel noch aufzuhalten? Ich verstehe diese Fragestellung nicht ,Klimawandel kann und will keiner aufhalten ,denn es gibt ihn ja schon immer und heute war das gleiche bei Wetter.de zu lesen und abgebildet waren wieder ein Eisbär mit jungen. Natürlich mit der Bemerkung das ja der Meeresspiegel ständig steigt und es immer wärmer wird. Ich kann den Mist nicht mehr hören!

     

    • Dann sollten sie mal ORF sehen, wo ein Dr.Florian Freistetter (Astronom, Science-Blogger und Podcaster) erklärt, mann soll nicht Klimaskeptiker (dieses Wort wird seiner Meinung nach propagandistisch verwendet), sondern Klimaleugner sagen und damit Kritiker unterschwellig auf eine Ebene mit Holocaustleugnern stellt.

      Schließlich entlarvt er sich selbst, wenn er über die Strahlungsbilanz redet, nur wenn man die Erwärmung (die Energie kommt nicht nur von der Sonne!) durch CO2 einbaut, sich die Bilanz ausgeht.

      Solche ideologisch untergriffigen Angriffe eines „Wissenschaftlers“ kann ich nicht mehr hören!

    • Lieber Herr Wehner, den Mist kann niemand mehr hören. Da hilft nur eins, merken Sie sich die Februartemperatur Deutschlands von 2000 und von 2018. Fragen Sie die Gläubigen in ihrem Umgebungskreis danach. Die werden das alle abstreiten. Unter Klimaerwärmung versteht das einfache Fußvolk, dass es von Jahr zu Jahr ein bißchen wärmer wird. Die Leute erzählen ihnen bestimmt ein story vom kalten Februar letztes Jahr.

  5. Hallo das kann ich aus Berlin aus meinem Gedächnisprotokoll bestätigen.
    Ich habe seit 1985 meine Gartenteiche für die Beobachtung.So das man sagen kann das gerade in den Jahren von 1990 – 1999 außer 1995( Winter 5 monate dauerfrost) in jeden Februar spätestens anfang März die Grasfrösche sich zur Balz einfanden.Lautes Gegurre.
    Mich hat es nicht gestört, ab 2000 war fast immer eine Eisdecke auf den Teichen. Die ein Ablaichen unmöglich machten.
    Gut, die insgesamte Reptelienabnahme hat sicher auch andere Ursachen.
    Es wurde aber eher immer öfters ein späterer Frühling beobachtet!
    Mal abgesehen davon das ich seit mitte 2005 im Gartenbau tätig bin und das auch bemerke.Meine Saison fängt immer erst ab ende März bzw. mitte April an.
    Gut nur meine unbedeutenden Beobachtungen wenn man an der frischen Luft arbeitet.
    Danke für die Bestätigung!!
    gruss aus berlin

        • Danke Herr Krause für ihre Vegetationsbeobachtungen. Nun heute beginnt für mich der biologische Frühling. An einer ganz bestimmte Stelle des Kochertales – natürlich tolle geschützte Südlage- finde ich immer die ersten Huflattiche. Früher war das Ende Februar, heuer ist es halt der 2.März. Eine einzige, erste Pflanze hat es schon mal versucht. Gleichzeitig blühen an derselben Stelle aber noch die Winteranzeiger Schneeglöckchen und Winterlinge. Vor gut 20 Jahren waren bei uns Mitte März die Frosch- und Krötenwanderungen zu den Laichplätzen, das hat sich auf Anfang April verzögert. Unser Landratsamt hat von der dreiwöchigen Verzögerung aber noch nichts mitbekommen. Mitte März erscheint in beiden Tageszeitungen der übliche Zeitungsartikel und Hinweisschilder werden aufgestellt. Wenn es dann im April endlich soweit ist, haben die Autofahrer die Schilder längst ingnoriert.

  6. Die diskutierten Temperaturen sind doch immer bodennahe Lufttemperaturen (2m). Gibt es eigentlich auch Messungen der Bodentemperaturen? Weil der behauptete Treibhauseffekt wird ja durch die Abstrahlung aufgrund der Bodentemperatur angetrieben. Wäre jedenfalls interessant, für einen Ort den Verlauf beider Werte zu kennen.

  7. „Wieder – wie schon beim Monat Januar – sind die Leser aufgerufen, bei ihrer Heimatwetterstation nach den Temperaturdaten der letzten 30 Jahre zu forschen und deren Trendlinienverlauf bei den Kommentaren uns zu melden.“

    München Stadt Februar
    Referenz 1879-2018 0,3 °C
    2018 -1,8 °C
    2012 -3,2 °C
    Trend 1989-2018 -0,6 +/- 0,6 °C/Dekade
    Trend 1988-2017 -0,3 +/- 0,6 °C/Dekade

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