KAHLSCHLAGLAND – Siemens: Es brennt lichterloh!

Siemenskiller - hoch subventioinierte "Erneuerbare" samt Klimaschutzplan 2050. Bild Fotolia 123641279

von Holger Douglas
3.500 Arbeitsplätze allein in Deutschland – weg. Weltweit zerstört Siemens fast 7.000 Arbeitsplätze. Aber eine Frau als Personal-Vorstand kann das den Gefeuerten besser verkaufen. Die Gewerkschaften sind still. Weil ihr starker Arm nichts will.


Aus München flammen die Meldungen von Siemens: »Es brennt lichterloh!« Was habt ihr angerichtet! »Siemens«, einst urdeutsches Unternehmen, gegründet vom Erfinder des Dynamo-Prinzips, der Grundlage der Elektrifizierung, gerät vom staatlichen Energie-Tsunami getroffen im Taumeln. Der Knockout droht. Zumal die erfolgreiche Medizin-Sparte gerade verhökert wurde.

3.500 Arbeitsplätze allein in Deutschland – weg. Weltweit zerstört Siemens fast 7.000 Arbeitsplätze. Der ersten Frau auf dem gut dotierten Posten als Siemens-Personalchef, Janina Kugel, fällt nichts Besseres ein als – zu feuern. Und zu appellieren: »Offen und konstruktiv in die Gespräche zu gehen.« Einen törichteren Spruch kann die erste Frau im Siemens-Vorstand den Gefeuerten nicht entgegenschleudern.

»Schlau, charmant – und mit Biss« beschreibt sie gerade noch ein FAZ-Reporter in einem Portrait. »Janina Kugel ist zur Stelle, wenn es zu demonstrieren gilt: Siemens ist nicht so miesepetrig, wie behauptet wird«, setzt er gefällig im Frauen-sind-die-besseren-Narrativ in die Zeilen. Jetzt wirft die »Vorzeigefrau« mal eben 3.500 Angestellte raus, die sich bisher mit ganzer Arbeitskraft für ihr Unternehmen und ihre Produkte eingesetzt haben. Der Dank ist ein Tritt in den Hintern.

»Unermüdlich bespielt Janina Kugel die einschlägigen Bühnen, südlich wie nördlich der Alpen. Disruption, Diversity, Digitalisierung – die drei großen D – schafft sie weg wie nichts«, phantasiert Meck und fährt fort: »Agility, Influencing, Co-Determination und einen Sack voller weiterer Modewörter des Personalergewerbes sowieso. Fix wie sie ist, erledigt sie das auf allen Kanälen. 1.452 Twitter-Nachrichten standen bis Samstag zu Buche.«

»Der Job geht ihr mit so viel Leichtigkeit von der Hand«, lesen wir bei Meck weiter, und, hui, wie schnell die Entlassungen abgesegnet sind. Der Siemens „Chief Human Resources Officer“ ist für Massenentlassungen verantwortlich. »Schwierige Marktlage«, versucht sie sich herauszureden – nein, eine ohne Sinn und Verstand mutwillig zerstörte Industrielandschaft.

Schöne Nachrichten überbringt dieser »Sonnenschein« für die meist sehr qualifizierte Mitarbeiter: Entlassen, raus. Fröhliche Weihnachten. Gleichzeitig: Über Generationen erschaffene Strukturen mit industrieller Substanz – weg. Die hatten daran mitgearbeitet, in Deutschland eine Energieversorgung mit preiswertem Strom aufzubauen. Sehr ausfallsicher und zuverlässig. Heute hat Deutschland die höchsten Preise und eine immer wackligere Stromversorgung.

Gerade erst wieder zu sehen in den beiden Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz. Zwei Städte im Dunkeln. Bis über den Rhein nach Mainz zogen sich die Folgen. Die bedeutende Glasfabrik Schott befürchtet einen hohen Schaden im einstelligen Millionenbereich aufgrund des großflächigen Stromausfalles. Die Glasschmelze ist das Kernstück der Produktion, wie ein Sprecher erklärte. Glas werde bis auf 1.500 Grad erhitzt; sinkt die Temperatur auch nur geringfügig, könne die Schmelze nicht mehr verwendet werden. Alle drei Standorte in Mainz seien betroffen gewesen, bis die Produktion wieder angelaufen sei, dauere bis zu einigen Tagen.

Die sonstigen Schäden durch abgestürzte Rechner, durch Spannungsspitzen zerschossene Router und bange Stunden in Aufzügen nicht gerechnet. Die Ursache ist noch nicht öffentlich bekannt. Es heißt in der Regel meist »Fehler im Umspannwerk«. Immer mehr deutet auf eine Überlastung der Komponenten hin. Die sind jedoch von der Konstruktion auf eine Reservefunktion ausgelegt. Die großen Kraftwerksblöcke wurden in die Nähe der Ballungsräume gebaut, um die Üertragungsverluste gering zu halten. Die Ringleitungen dienten dazu, im Havariefall die Stromversorgung rasch wiederherzustellen. Sie sind aber nicht darauf ausgelegt, ständig hohe Energiemengen über weite Strecken zu übertragen.

Dicht machen will Siemens-Kugler (»Nein, eine wie Janina Kugel kneift nicht.« FAZ-Meck) auch das Dynamowerk in Berlin. Dort liegen die Grundmauern des Konzerns. Siemens hatte hervorragende, neu entwickelte, sehr effiziente Hightech-Gasturbinen auf den Markt gebracht – weg. Die neuen Kraftwerke mit diesen modernen komplizierten und effektiven Gasturbinen in Bayern – eingemottet.

Siemens in Offenbach, ein alter Traditionsstandort des Konzerns: Vermutlich weg! Zaghaft meldet sich die IG-Metall (die gibts noch?) zu Wort: »Die Befürchtungen zu Kahlschlagplänen im Kraftwerksbereich sind eingetroffen«. Was sollen diese dürren Worte sagen? Früher klang das deutlich kämpferischer. Aber heute unterstützen die letzten Gewerkschaftler noch die Energiewenden-Unsinnsprojekte. Die hocken meist parallel in der SPD und müssen dort der Parteidoktrin folgen, wenn sie was werden wollen. Vollends verlogen kommt der Grüne Al-Wazir daher. Der bekleidet den für ihn viel zu großen Posten des Hessischen Wirtschaftsministers und will nach Angaben seines Sprechers »für den Standort Offenbach kämpfen«. Energisch klingt anders.

Wir sind gespannt, ob sie den noch nach Offenbach reinlassen; er wohnt dort. Er ist mit für den Grund des Desasters, die »Energiewende«, verantwortlich. Mal sehen, was er seinen Offenbachern sagen will. Früher standen die noch mit Mistgabeln gegen die Frankfurter in einer Reihe.

Siemens war immer ein bisschen spät dran, baute eine Sparte für Windrädles auf, als auf dem Markt schon nichts mehr zu holen war. Sie hätten sich ein Beispiel am schwäbischen Kollegen Bosch nehmen sollen. Die hatten auch in die »Erneuerbaren« investiert, aber sich schnell aus dem Staube gemacht, als das wirtschaftliche Desaster ihrer Solar Energy offensichtlich wurde. Bosch hat dabei nur sechs Milliarden in den Neckar gekippt. Und seinerzeit noch 130 Millionen einem der obersten Solar-Energie-Adventurer beigepackt, als der die Bosch-Sparte übernahm. Sein Name: Asbeck, Frank Asbeck, Solarworld. Die ist pleite, Asbeck hat heute zwei Schlösser und ein paar Jagden.

Das sind die dramatischen Folgen jenes verrückten Projektes »Energiewende«, das direkt zurück in die Steinzeit führt, in die Zeit der Windmühlen. Strom, wenn der Wind weht oder wenn die Sonne scheint. Energiepreise klettern ins Uferlose, weil er ja doch irgendwoher beschafft werden muss. Es ist auch nicht so, dass auf der anderen Seite eine neue Industrie entstanden ist. Die letzten Windradbauer kämpfen gegen den Untergang, auch dort Massenentlassungen. Hierzulande macht ein Windradhersteller nach dem anderen dicht. Egal, wie man es dreht und wendet: Dieser Wahnsinn ist nur mit enormen Geldsummen aufrecht zu erhalten. Den muss jemand bezahlen.

»Das zeigt die Dramatik, die eine globale Energiewende ausgelöst hat.« schreibt der FAZ-Mann. Nein, guter Mann, das ist keine globale Irrsinnsaktion, sondern eine ziemlich einsame deutsche Angelegenheit, auf die viele andere Länder verständnislos blicken. Einige Probleme beim Konkurrenten General Electric deuten nicht auf eine weltweite Kraftwerkskrise hin. In China werden hunderte neuer Kohle- und Kernkraftwerke gebaut. Das verlangt nach Technologien. In deutschen Medien ist nur die eine Hälfte der Wahrheit zu lesen, dass auch in China Windräder aufgestellt werden.

Australien kehrt derweil gerade wieder zur Kohle zurück. Dort wechselten sich grüne Spinner regelmäßig mit konservativen Realpolitikern ab. Jetzt hat Premierminister Malcolm Turnbull den Weg frei gemacht, dass Kohle abgebaut werden darf und neue moderne Kohlekraftwerke entstehen. Immerhin sitzt Australien auf rund zehn Prozent der weltweit bekannten Kohlevorkommen.  Das Land hatte als erstes seinerzeit die alten Glühlampen verboten und durch jene gefährlichen Energiesparlampen ersetzt. Heute leuchten LEDs mit ihren hochfrequenten Feldern.

Deutschland ist Kahlschlagland

In Baden-Württemberg hält gerade noch ein KKW-Block in Philippsburg 30 Prozent der Energieversorgung aufrecht. All die vielen Windrädles, die Schwarzwald, schwäbische Alb und Odenwald zerstören, liefern ganze 1,5 Prozent des Stromes. . Wird der zusammen mit den letzten Blöcken in Bayern abgeschaltet, wird’s dunkel in Deutschland. Die Kosten dieses Wahnsinns will man lieber nicht mehr genau wissen

Doch die wahren Hintermänner müssen nicht fürchten, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Diese Drahtzieher hocken auf ihren herausragend bezahlten Posten, haben sich mit viel Staatsknete gute Etats in ihre Energiewendeninstitute geholt und lachen sich ins Fäustchen. Die graue Eminenz, der oberste Chefideologe Rainer Baake, den der damalige SPD-Wirtschaftsminister zum Unverständnis der meisten ins Wirtschaftsministerium gehievt hatte, ist beamteter Staatssekretär und dreht unbehelligt weiter am Energiewendenrad. »Den darf man nicht frei herumlaufen lassen«, lauten die Ratschläge von Fachleuten aus dem Wirtschaftsministerium.

Auf seinem Mist ist das ans Wir-Gefühl appellierende Schlagwort »Bürgerenergie« gewachsen. Mit diesem sozialintegrativen Kampfbegriff sollen derzeit die letzten bei der Truppe gehalten werden sollen. ( Ist doch »unser« Projekt! )Immer noch feuert die ideologische Artillerie, an der Spitze Claudia Kemfert, volle Durchhalteparolen über Deutschland. Ihre Munition: Das Desaster liege nur daran, dass die herkömmlichen Kohlekraftwerke noch zu viel Strom liefern würden.

Von Technikkenntnissen befreite Hasardeure an der Macht: Ein Land, in dem Ethikkommissionen im Verein mit solch ahnungslosen Leuten über technisch ziemlich komplizierte Dinge wie Energieversorgung mitentscheiden, braucht keine Feinde mehr.

Der Beitrag erschien zuerst bei Tichys Einblick hier

 

Ergänzung von Michael Limburg

Der Chefreporter der Berliner Morgenpost, Joachim Fahrun, vergießt in seinem heutigen Leitartikel (nur im Printbereich zugänglich) heuchlerische Krokodilstränen, weil auch Berlin mit seinen großen Siemens Kraftwerksfertigungsstätten vom Kahlschlag betroffen ist. Er macht dafür – gar nicht mal so abwegig – das Siemens Management verantwortlich. Das ist auch verantwortlich, aber keinen Deut mehr als Joachim Fahrun und fast alle seine Kollegen der Medienbranche. Sie haben sich nicht nur nicht gewehrt, sondern den Kahlschlag – und nicht nur bei Siemens- sehenden Auges herbei geschrieben, geredet, gefilmt. Die aktuelle Klimakatastrophenberichterstattung ist dafür ein ganz übliches Beispiel. Und jetzt, wo die künstlich herbeigeredete Epidemie auf breiter Front beginnt, in immer mehr Branchen ihre vielen Opfer zu fordern, klagen diese Leute an. Meine Frage: Wo waren sie die letzten Jahre? Was haben sie in dieser Zeit geschreiben, gesendet, gesagt?

Ich schrieb daraufhin der Morgenpost (redaktion@morgenpost.de) heute den folgenden Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Chefreporter Joachim Fahrun regt sich über die geplanten Entlassungen bei der Siemens Kraftwerkssparte auf. Doch dabei vergießt er Krokodilstränen. Waren es doch Herr Fahrun und so gut wie alle Kolleginnen und Kollegen der schreibenden Zunft, die seit Jahren die Chimäre von der drohenden Klimakatastrophe verbreiten, deren Konsequenzen (letztlich „die große Transformation (WBGU)) sich jetzt, wie eine Epidemie, durch alle Teile unserer Wirtschaft fressen.
Stichwort: Völlig unsinniger Kohleausstieg! Stichwort: Vergötterung der unbrauchbaren sog. „Erneuerbaren“. Stichwort: Dieselskandal auf Grund willkürlich niedriger Grenzwerte. Und und und. Die Beispiele der Opfer dieser Hysterie sind Legion.
Wieso hat Herr Fahrun, so wenig wie viele andere, bemerkt oder wahrhaben wollen, dass das eine 1:1 mit dem anderen zusammenhängt? Und dagegen angeschrieben? Was hinderte ihn? Waren es ideologische Scheuklappen? Denn fehlendes besseres Wissen kann es nicht sein. Das ist seit Jahren bei allen ehrlichen und unabhängigen Fachleuten da, wird aber nicht abgerufen. Sie kamen und kamen nicht zu Wort.
Also bitte keine weiteren Krokodilstränen mehr, wenn auch die Automobilindustrie – nach der bereits abwandernden Chemie und Grundstoffindustrie, den einstmals kraftstrotzenden Versorgen etc. hierzulande zumacht. Sie haben doch das Drama mit angerichtet.
Gestatten Sie mir eine letzte Frage: Wovon sollen die dann Arbeitslosen ihre Morgenpost kaufen, wenn sie ihren Job verloren haben und nicht mal mehr ihre Stromrechnung bezahlen können?
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/
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26 Kommentare

  1. In der Preußischen Allgemeinen steht:

    Der noch amtierende sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wies zudem darauf hin, dass der Bund ein Exportverbot von Dampfturbinen für Kohlekraftwerke verhängt habe: „Damit trägt der Bund unmittelbar Mitverantwortung für diese unternehmerische Entscheidung. Kohlekraftwerke werden weltweit nicht weniger gebaut, nur werden dann Anlagen von anderen Anbietern genutzt.“ 

    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/kahlschlag-in-schlesien.html

  2. Im Jahre 2002 habe ich in Neumark/Vogtland für die Fa. Alstom Kraftwerksteile für Kohlestaubkraftwerke mit ca. 25 Mitarbeitern gebaut. Die Chinesen hatten bei Alstom 3 Kraftwerke a 2 x 900 MW Leistung bestellt. Nach der Besichtigung durch eine Delegation von chinesischen Ingenieuren wurden 2 Kraftwerksanlagen des gebauten Typs (Weltneuheit) abbestellt. Die 32 bestellten Brennerecken wurden termingerecht geliefert. Nach einigen Monaten habe ich erfahren, daß die Chinesen alle 4 TAGE ein nachgebautes Kraftwerk mit 700 MW in Betrieb nehmen.  Natürlich sind diese chinesischen Kraftwerksblocks alle umweltfreundlich und ohne CO2 Abgase und mit Abgaswäsche. Bei 1.5 Milliarden Menschen wird etwas mehr Energie gebraucht als in einem Land mit 82 Millionen Einwohnern. Deshalb müssen wir 82 Millionen die Welt retten. Schicken wir die grüne Brut in die Wüste und lassen sie die Skorpione und Giftschlangen zu friedlichen und ungefährlichen Lebewesen umerziehen.

  3. Aber hallo, hat denn niemand die Pressererklärung von Siemens richtig gelesen? Darin steht klar und deutlich, dass der (Haupt-)Grund für die Stellenstreichungen der massive Einbruch im weltweiten Geschäft mit den Gaskraftwerken bzw. den von Siemens gefertigten Gasturbinen zu suchen ist.

    Die „Schuld“ an den Stellenstreichungen trifft dann aber auch und vor allem die Politik und das EEG, denn darin sind die Gaskraftwerke als das sichere Standbein für die Versorgungssicherheit mit elektrischem Strom vorgesehen. Doch da das EEG wie zwar bekannt, aber von den in der Politik dafür Verantwortlichen noch immer nicht anerkannt, aus dem Ruder läuft und statt dass die geplanten Gaskraftwerke in Deutschland gebaut werden, werden die modernsten und effektivsten Gaskraftwerke zu Gunsten der viel billiger produzierenden Kohlekraftwerke stillgelegt.  Siemens hatte sich wohl zu sehr auf die Vorgaben der Politik verlassen – hierin dürfte wohl der Fehler des Siemens-Managments liegen.

     

    • Sie haben völlig recht. Das steht da drin, muss aber nicht wirklich stimmen. Dass Siemens Management hat sich eben total verrechnet und zieht jetzt vor lauter Angst den Stecker.
      Statt in Massen staatlich garantierte Gaskraftwerke bauen zu dürfen (Der Siemens KW-Vorstand vor einigen Jahren: „Neben jeden Windpark stellen wir ein Gaskraftwerk“ – er wurde kurz danach abgelöst), die aber auf sich warten lassen (Stichwort Kapazitätsmarkt) vollzieht Siemens nun den zweiten Kahlschlag.
      Nachdem es jahrelang (im Grunde nach Heinrich v. Pierer, der gehen müsste weil er zuließ, dass Siemens im Rest der Welt wie alle anderen auch bei Großaufträgen Schmiergeld zahlte) – Appeasementpoltik, Anbiederei und grüne Lobbyarbeit (1) in großem Stil für die „Erneuerbaren“, natürlich gepuffert von Gaskrafttwerken betrieb, räumt man nun eine ganze Branche ab.
      Die Folgen sind ein weiterer beschleunigter Abbau deutschen Know Hows und deutscher Industriekapazitäten. Denn uns trifft das hier besonders. Diese samt Know How werden auch nicht mehr wiederkehren, dagegen stehen u.a. unsere Demografie, Bildungsnotstand und Migrantenpolitik etc.. Die Chinesen, Japaner, Südkoreaner und Amerikaner wird´s freuen.

      1) SPON 01.11.2017: Siemens fordert raschen Kohleausstieg

      „Ein beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung muss die klimapolitische Priorität der nächsten Bundesregierung werden“, heißt es in einem zweiseitigen Arbeitspapier, das die Berliner Lobbyabteilung des Konzerns an Vertreter von Grünen, CDU und FDP geschickt hat. „Die vorzeitige Stilllegung der CO2-intensivsten Kraftwerke sollte geprüft werden.“ Auf europäischer Ebene solle sich die neue Bundesregierung zudem für einen CO2-Mindestpreis und ein Ende der Subventionen und Kapazitätszahlungen für CO2-intensive Kraftwerke einsetzen, heißt es in dem Papier weiter.

  4. Der Fall Siemens hat wohl ganz andere Ursachen als verkündet.Orwell´scher Neusprech halt.

    Wenn 1600 neue Kohlekraftwerke im Bau oder Planung sind und in China und Indien jede Woche zwei neue in Betrieb gehen sollte eigentlich genug Arbeit da sein.Vermutlich bauen die Chinesen ihre Kraftwerke selbst und nicht nur in China sondern weltweit.Gegen die Chinesen hat Siemens vermutlich keine Chancen wahrscheinlich auch wegen eigener Managementfehler.

    Siemens ist überhaupt ein eigenes Kapitel.In den letzten 20 Jahren wurden große Teile in Germany entweder stillgelegt oder verkauft.Dabei sind 10 000 tausende Arbeitsplätze verloren gegangen.Man hat  jedenfalls den Eindruck daß die Führung den Konzern still und leise abwickeln will.Es wäre ja sehr schön wenn sich die Gewerkschaften oder der Siemens- betriebrat mal dazu äußern würden und wieviel Arbeitnehmer Siemens überhaupt  noch beschäftigt.Ich frage mich schon lange womit man eigentlich den ausgewiesenen Umsatz erwirtschaftet.Vielleicht kann sich mal ein Siemensinterner hier dazu äußern?Vielleicht Rentner?

    Unabhängig von Siemens kann man dem kraut die Erfahrung mit dem Morgenthauplan 2.0 nicht ersparen,damit wir hier gut und gerne leben wie im Schlaraffenland.Nur durch Schaden wird man klug.Wer Scharlatane und Quacksalber in die Regierung wählt muß die Konsequenzen tragen.

  5. Seit Jahren zeigen alle Zahlen dass die „Energiewende“ eigentlich ein völlig irrationales Unterfangen ist, logisch nicht zu begreifen. Wieso wird daran aber so fanatisch festgehalten? Ein Erklärungsversuch:

    http://www.dctp.tv/filme/kampf-bis-selbstzerstoerung-newsstories-15122003/

    Gruselig, wenn man den Begriff „Krieg“ durch „Energiewende“ bzw. „Klimawandel“  ersetzt, findet man sich in der Gedankenwelt der heutigen Leitmedien und politischen Verantwortlichen wieder. Macht wenig Hoffnung, „Energiewende“ bis zur Selbstzerstörung scheint uns bevor zu stehen….

  6. Ich war selbst in der Telekommunikationssparte von Siemens ca. 10 Jahre lang tätig. Es gibt sie heute nicht mehr. Siemens ist ein sterbender Konzern, ein Bereich nach dem anderen wird platt gemacht und Schuld ist zu 90 % die Ignoranz im Management. Man kann nur jedem raten: verkauft die Siemensaktie jetzt. Irgendwann fällt die leere Hülle in sich zusammen.

  7. Nicht nur Journalisten, sondern die gesamte deutsche Industrie -übrigens nach wie vor überwiegend Merkel-Unterstützer!- ist sehenden Auges in die Bredouille geritten.

    Es ist mir völlig schleierhaft, warum (sämtliche) einflussreiche Unternehmen beim Atomausstieg nicht intervenierten – die Lobby funktioniert doch sonst auch. Zwar liefern nicht Alle Kraftwerkstechnik, aber Alle hängen am gleichen Strom. Und für jeden mit Verstand wenigstens eines Kindes war die Katastrophe absehbar, insbesondere für jeden rational denkenden und planenden Unternehmer.

    Was also steckt dahinter?? Will man in gegenseitigem Einvernehmen den Wirtschaftsstandort Deutschland eliminieren – und wenn Ja, warum? Bitte erklärt mir des Rätsels Lösung! Ich habe keinerlei plausible Erklärung.

    • @Enya

      Weil die Deutsche Industrie (und hier die Schlüsselindustrien von Auto- über Chemie- hinzu der Kraftwerks-Stahlbranche) systematisch über die Jahre von Lobbyisten unterwandert worden sind bzw. hier im Hintergrund sehr viel „Bestechung“ Geld geflossen ist….das gleiche Bild bei den Gewerkschaften und Kirchen….alle wurden Sie auf Linie gebracht…von einer grenzenlosen gierigen globalen Finanz- und Wirtschaft Elitenmafia…und eine gewisser George Soros zieht mit seinen NGOs im Hintergrund die Fäden.

       

  8. eine der Ursachen beschwert sich mal wieder über die Wirkung:

    Zypries, zynisch:“jetzt ist es die Aufgabe des Managements die Entlassungen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten!“

    dumm, dümmer, …

    • @Ulrich Walther     

      Das ist alles andere als dumm und dümmer….das ist ein ANGRIFF AUF UNSERE DEUTSCHE VOLKSWIRTSCHAFT auf uns Deutsche! Ein Angriff der von der Grün-Linken Merkel Medien Politik geführt wird….ein Kampf gegen das eigene Volk!

      Das hat weder etwas mit Dumm noch Dümmer zu tun….das ist Politik zum Schaden des Deutschen Volk! Mit ihren Dumm und Dümmer verharmlosen Sie nur noch das, was gerade in der Deutschen Politik unter der Führung einer Grün-Linken Medien Merkel abgeht….es ist KRIEG….Krieg gegen das (unser) eigene Volk.

       

  9. „Wieso hat Herr Fahrun, so wenig wie viele andere, bemerkt oder wahrhaben wollen, dass das eine 1:1 mit dem anderen zusammenhängt? Und dagegen angeschrieben? Was hinderte ihn?“

    Der arme Herr Fahrun ist kein Journalist alter Prägung, und das ist ihm auch in keiner Weise vorzuwerfen. Herr Fahrun muß von seiner Arbeit leben, indem er genau das schreibt, was seine Vorgesetzten von ihm erwarten. Er tut das ohne ausdrückliche Anweisung als Rädchen im Getriebe. Herr Fahrun ist jederzeit ersetzbar, das weiß er, ohne daß man ihm das androht, er braucht nur die leeren Büros im Gebäude und die leeren Stühle bei der Redaktionskonferenz zu betrachten, dann kennt er seine Stellung.

    Dennoch hat er den hier zitierten Artikel geschrieben, zu spät, wenn man das objektiv erfolgte Scheitern der Stromwende betrachtet, aber immerhin. Wer so schreibt wie Herr Fahrun, der traut sich was, insbesondere in Anbetracht der totalitären Strukturen, die heute in der Medienlandschaft vorherrschen.

    Meinen Respekt hat dieser Herr jedenfalls.

    • @ Karl Kaiser

      Sie belieben bestenfalls zu scherzen. Die Fragen von Herrn Limburg sind gut, berechtigt, zutreffend, et cetera.

       

      Herr Fahrun ist nicht arm, sondern eindeutiger Mittäter an dieser kriminellen, menschenverachtenden Tragödie. Er hätte niemals Chefreporter werden dürfen. Er wollte es.

    • @Karl Kaiser

      Herr Fahrun hat insofern Recht, als er dem Management einen großen Teil der Schuld gibt. Allerdings sehe ich die Schuld nicht nur bei den unternehmerischen Entscheidungen der Manager, sondern vor allem im Verhalten der Führungsetagen – nicht nur bei Siemens – gegenüber der Politik, welches man mit dem Wort feige noch gnädig umschreibt. Gegen besseres Wissen kroch man der unfähigen Politik beim Thema Energiewende in den Allerwertesten, man erhoffte sich durch das hochsubventionierte „Erneuerbaren-Geschäft“ leicht verdientes Geld. Dass das gerade im Bereich Gasturbinen ein Schuss ins Knie war, ist sozusagen ein Treppenwitz der Geschichte. Als Lückenbüßer für Windturbinen rentieren sich halt unsubventionierte, relativ teure Stromerzeuger nicht. Andererseits halte ich den Ausstieg von Siemens für verfrüht. Es ist zu erwarten, dass Merkel als Bauernopfer gegenüber den Grünen ein paar Kohlekraftwerke stillegen läßt, die eigentlich nur durch Gaskraftwerke ersetzt werden können. Wie wir alle wissen, können die Erneuerbaren kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzen, höchstens unwirtschaftlich machen. Man wird also nicht darum herum kommen, die Subventionen auf die Gaskraftwerke auszudehnen, die unsägliche Energiewende wird also immer teurer und teurer. Der Irrsinn geht weiter.

      • Alles richtig, Herr Geiselhart. Siemens ist ein Teil der Wirtschaftsgeschichte. Werfen Sie einen Blick hinein und Sie werden entdecken, wie geschickt man bei Siemens schon immer den verschiedendsten Machthabern unnd Regierungen hinten rein gekrochen ist. Hier ist es halt mal schief gegangen.

        Danke für Ihre Zuschrift.

  10. „Zaghaft meldet sich die IG-Metall (die gibts noch?) zu Wort…“

    Das Problem der Gewerkschaften war und ist, dass sie stets auf der Seite der linken Gutmenschen stehen wollten- egal, ob es nun um Flüchtlinge oder die Verkehrs- und Energiewende ging. Zu dumm nur, dass sie damit (genauso wie die SPD) ihre eigene Klientel verraten und verloren haben- der Industriearbeiter wird in Deutschland immer seltener und gehört auf die Rote Liste der bedrohten Arten gesetzt. Die „Energiewende“ hat zwar die versprochenen Arbeitsplätze geschaffen- leider aber nur in China. Und mit der „Verkehrswende“ wird ads ganz ähnlich laufen. Thilo Sarrazin hat vor ein paar Jahren nur die halbe Wahrheit gesagt- Deutschland schafft sich nicht nur ab, es schaltet sich auch ab- willkommen im Mittelalter.

    • Frage an meine Ü-70-Generation: Hätte Otto Brenner das der Siemensführung  –  und zuvor der Politik  –  auch so durchgehen lassen ?

      • Bis gegen Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts war Siemens das „Haus Siemens“. Alles geschah im Einvernehmen.

        Anfang der 90er begannen die ersten Wellen der Vorruhestandsregelungen, bei denen Mitarbeiter schon ab 50 Jahren mit ordentlichen Bezügen in die Freiheit entlassen worden waren. Das geschah unter der Überschrift, die Alten machen Platz für die Jungen und es war eine konzertierte Veranstaltung von Unternehmen, Regierungen und Gewerkschaften. Die Medien machten auch damals nur Mainstream-Propaganda.

        Die Unternehmen wollten Personalkosten kürzen, die Gewerkschaften sorgten für die finanzielle Sicherheit der Alten und für Plätze für die Jungen und die Regierungen schafften die gesetzlichen Voraussetzungen.

        Erst die rot-grüne Regierung Schröder/Fischer mit Trittin als Extremlinkem verschärfte das Verhältnis zu den Unternehmen und zwang sie unter die Koalitionsknute mit dem Ergebnis, dass die Unternehmen und die Mitarbeiter den Unfug auszubaden hatten, den die Regierungsparteien sich ausdachten.

        Die Merkel-Kabinette I, II und III mit 2x SPD und 1x FDP handelten nicht besser. Kein Wunder, das SPD-Personal hatte vergessen, dass die Wirtschaft das Land bewegt und nicht die Partei, und die FDP wollte nur Außenminister spielen. Mit Rösler wurde es noch schlimmer.

        Heute ist den Parteien völlig gleichgültig, was mit den Unternehmen und den Mitarbeitern geschieht. Heute zählen nur noch CO2-frei, dekarbonisiert, Rettung der Welt und welchen Parteigranden die Ehre übertragen wird, die Bundessänfte mit Angela Merkel über den Planeten schaukeln zu dürfen.

        Trotz aller Differenzen und Streitigkeiten zogen früher alle am Strick des Projektes Soziale Marktwirtschaft in dieselbe Richtung und erzielten damit gute Ergebnisse für alle Beteiligten.

        Heute handeln Regierungen und Regierungskoalitionen im abstrakten Raum und behaupten, für keines der verursachten Desaster zuständig zu sein. Sie wissen nicht, wie eine Industrienation funktioniert, die im Wettbewerb mit anderen ist.

        Heute regiert Egoismus das Land. Jeder für sich, keiner für das Land. Das gilt auch für die Gewerkschaften, deren Mitgliederverluste nicht grundlos sind.

        Die Schilderung ist hoffentlich klar und nicht zu lang.

  11. Ich habe noch das Wort meines E-Technik-Professors von vor 50 Jahren im Ohr: „Wenn wir den schnellen Brüter haben, sind wir alle Energieprobleme los“. Leider wurde der funktionsfähige Brüter zum Kinderparadies umgewidmet. Oh Gott, was ist aus Deutschland geworden.

  12. Empörung überall, wie kann ein Konzern soetwas machen? Ich glaube, die Kritiker der Dichtmachung glauben das wirklich. Minister Tillig ist entsetzt. „Das ganze sei nicht zu verstehen.“ Die gesamte Regierungstruppe mit Ausnahme der AfD, zelebriert die CO2-Ausrottung und hat nicht bemerkt, daß sie den Ast an dem die Wertschöpfung des Landes hängt, absägt.

  13.  

     
    SPON 01.11.2017: Siemens fordert raschen Kohleausstieg
     
    „Ein beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung muss die klimapolitische Priorität der nächsten Bundesregierung werden“, heißt es in einem zweiseitigen Arbeitspapier, das die Berliner Lobbyabteilung des Konzerns an Vertreter von Grünen, CDU und FDP geschickt hat. „Die vorzeitige Stilllegung der CO2-intensivsten Kraftwerke sollte geprüft werden.“ Auf europäischer Ebene solle sich die neue Bundesregierung zudem für einen CO2-Mindestpreis und ein Ende der Subventionen und Kapazitätszahlungen für CO2-intensive Kraftwerke einsetzen, heißt es in dem Papier weiter.
     
    Haben dagegen die im Konzernvorstand sitzenden Arbeitnehmervertreter protestiert? Die Entscheidung, die konventionellen Sparten über politische Beschlüsse „austrockenen“ zu lassen und auf die „windige“ EEG-Erzeugung zu fokussieren haben sie – mindestens durch Stillhalten – mitgetragen. Die zwingenden Folgen sollten auch Arbeitnehmervertretern in solch hohen – gut bezahlten – Positionen klar gewesen sein.
     
    Man hatte wohl gehofft, die mit den Abschaltungen erforderlich werdenden Backup-Gaskraftwerke werden schneller bestellt. Daran glaubt die Konzernspitze aber wohl nicht mehr. Es wird zwar irgendwann kommen (müssen), aber der Konzern will es halt nicht alleine zwischenfinanzieren.
     

  14. und der Letzte braucht nicht mal mehr das Licht ausmachen, das geht bald von ganz allein…

    Der totale Endsieg der Energiewende kommt jeden Tag näher!

    • NAEB warnt seit vielen Jahren vor dieser fatalen Entwicklung. Wenn die Deutschen dem CO2-Wahn verfallen sind, ist das deren Schuld. Siemens wird nicht untergehen, die werden eher das Land verlassen und ihr Glück bspw. in China suchen. Da kann man leider überhaupt nichts machen. Ich kämpfe seit mehr als 5 Jahren für Vernunft, mit nachlassendem Erfolg und heftigen Angriffen auf meine Person.

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