Wollen die Klimaseni­orinnen in der Schweiz für fahrlässiges Töten verant­wortlich werden?

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Helmut Kuntz
In der Schweiz hat sich eine Gruppe „Klimaseniorinnen“ etabliert, welche ihr Land verklagen möchten, weil es nicht ausreichende Maßnahmen gegen ihre Klimabeschwerden unternimmt. Siehe die damalige Inforation darüber:
EIKE 08.10.2016: [1] 150 Klimaseniorinnen verklagen die Schweiz wegen 0,00137 Grad – unterstützt von Greenpeace und den Schweizer Grünen…

Die Klage wurde damals abgelehnt. Inzwischen ist diese Gruppe auf wohl 700 Seniorinnen angewachsen und wiederholt ihren damaligen Versuch. Klimaretter.Info berichtete (wie immer erfreut) darüber:
Klimaretter.Info, 26. Mai 2017: Protest Fast 900 Klimaklagen weltweit
… Für Zuwachs in der Statistik sorgen unterdessen die Schweizer Klimaseniorinnen: Die mittlerweile 700 Frauen wollen heute Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen einreichen, nachdem Umweltministerin Doris Leuthard sie vergangene Woche mit ihrer Forderung nach mehr Klimaschutz abblitzen ließ

In einer Ausgabe der LUZERNER ZEITUNG finden sich dazu mehr Details:
LUZERNER ZEITUNG, 23. Mai 2017: KlimaSeniorinnen ziehen vor Gericht
KLIMAWANDEL Das Bundesverwaltungsgericht wird über die Klimaklage von Seniorinnen befinden müssen. Die Mitglieder des Vereins KlimaSeniorinnen haben sich am Dienstag dafür ausgesprochen, den abschlägigen Entscheid des Umweltdepartements nicht hinzunehmen und weiterzuziehen …
… Der Bund war vor rund einer Woche nicht auf die Klimaklage von mittlerweile rund 700 Seniorinnen eingetreten. Die Frauen werfen ihm vor, dass die Schweizer Klimaziele ihr verfassungsmässiges Grundrecht auf Leben und Gesundheit verletzen.

Die „Klimabeschwerden“ der Seniorinnen

Die vorgetragenen Beschwerden der Seniorinnen sind durchgängig recht diffus und man hat den Eindruck „Klimaaktivist*innen“ haben einige der Seniorinnen erst darauf bringen müssen, dass „der Klimawandel“ für alles Unerklärliche verantwortlich sein könnte:
Begründungen der Klimaseniorinnen: Basler Zeitung, 24.08.2016 (Anm.: Es empfiehlt sich, diesen Artikel im Original zu lesen. In einer deutschen Zeitung wäre er undenkbar):
Klage für 0,00137 Grad … Der grüne Wahnsinn in diesen Zeiten hat verschiedene Namen. Einer davon ist Klimaschutz.
«150 Seniorinnen klagen gegen Bundesrätin Doris Leuthard.» Das schrieb gestern der Blick auf seinem Titelblatt auf dem Hintergrund einer Erdkugel und einer auf dem Bild arrogant inszenierten CVP-Bundesrätin.
…«Die Schweiz tut zu wenig gegen die Erderwärmung – und bringt so ältere Leute in Lebensgefahr» … Leuthard und die Mehrheit des Parlamentes haben bis 2020 eine Reduktion des Kohlendioxides um 20 Prozent beschlossen. Die Grünen wollten 40 oder noch mehr Prozent. Und genau das führt gemäss den Seniorinnen direkt in den Tod.
… Frau Giovanelli-Blocher (84) darf dann im Blick auch noch in einem Interview darlegen, dass sie persönlich vom Klimawandel betroffen sei – und zwar neben undefinierbaren Altersbeschwerden wegen einem einleuchtenden Grund: «Auf dem Bielersee durften die Kursschiffe wegen Hochwassers mehrfach länger nicht fahren.»
… Die Aktion ist im Hintergrund von den Grünen und Greenpeace orchestriert, die sie bereits vor einem Jahr angekündigt haben – was natürlich weder Tages-Anzeiger noch Blick ihren Lesern mitteilen.
Klar ist hinsichtlich Klimawandel nur, dass es einen sehr langfristigen Temperaturanstieg gibt. Aber er ist viel kleiner als von den Klimaexperten vorausgesagt. Seit 1998 ist er fast nicht mehr messbar, vor allem wenn man Wetterphänomene herausrechnet – und ob er wirklich vom Menschen verursacht wird, darüber wird teilweise gestritten, weniger wie wirkliche Wissenschaften es erfordern würden.
Unhaltbar ist die Behauptung, das Hochwasser auf dem Bielersee habe etwas mit dem Klimawandel zu tun. Und die Folgen für die Gesundheit der Seniorinnen? Der Tages Anzeiger konnte glücklicherweise schon im Juni Entwarnung von oberster, bevollmächtigter und zuständiger staatlicher Stelle melden: «Laut Bundesamt für Gesundheit gibt es keine Hinweise, dass Frauen häufiger hitzebedingt sterben.» Gott sei Dank! Bliebe also nur noch das Problem der bei Hochwasser nicht fahrenden Bielerseeschiffe.
… Doch sogar wenn es den Zusammenhang zwischen Kohlendioxid und Klima gäbe, der Einfluss von Doris Leuthard auf die tatsächliche Temperatur wäre verschwindend klein. Wenn die Bundesrätin plötzlich ein grünes Erweckungserlebnis hätte und beschliessen würde, die CO2-Emissionen bis ins Jahr 2050 auf null zu reduzieren – man hört den grünen Zürcher Klimaapokalyptiker und Nationalrat Bastien Girod schon jubeln, denn genau das war bei der Ankündigung der Klagen seine Forderung – ja dann würde die Temperatur um sage und schreibe 0,00137 Grad Celsius weniger ansteigen – allerdings erst im Jahr 2100. … Ob es dann wegen diesem guten tausendstel Grad weniger Erwärmung auch weniger Hochwasser auf dem Bielersee gibt, ja das ist auch noch offen. … Die Berechnung basiert auf den Annahmen des UNO-Weltklimarates IPCC, insbesondere auf einer Klimasensitivität, einem Mass wie stark das Klima auf den Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre reagiert – die höher liegt als wissenschaftlich hieb und stichfest erwiesen ist. Die Berechnung wurde vom Cato Institute in Washington (USA) durchgeführt.
Ach ja, wenn die ganze industrialisierte Welt bis 2015 auf ihren gesamten Ausstoss von Kohlendioxid verzichten würde, dann würde die Temperatur bis ins Jahr 2100 um 0,278 Grad Celsius weniger ansteigen. Ob das für weniger Hochwasser auf dem Bielersee und weniger Altersbeschwerden reicht? (Basler Zeitung)

Heute fragt man bei Altersbeschwerden oder Ängsten nicht mehr den Arzt oder Apotheker, sondern Greenpeace und die GRÜNEN

Inzwischen sind das wohl Beschwerden, wegen denen man nicht mehr in die Apotheke geht, auf das Abschwellen des Hochwassers wartet, oder überlegt, eine kleine Klimaanlage zu kaufen, nein, heute verklagt man deswegen, unterstützt von Greenpeace und den GRÜNEN, den Staat. Der soll wegen wenigen tausendstell (maximal möglicher) Grad Temperaturverringerung Milliarden ausgeben, die bei persönlicher Lösung wenige EURos – hier Schweizer Franken – kosten würden, vielleicht auch etwas teurere Sitzungen bei einem Psychotherapeuten. Am liebsten würden sie vielleicht auch noch das „Rentnern“ auf Mallorca verbieten, weil dies einen statistischen, vorzeitigen Todesfall bewirken könnte.

Dabei gibt es wirkliche „Klimabeschwerden“, die leider tödlich sind: Zu viel Kälte

In den Medien wird zwar immer über die (hochgerechneten) Klimawandel-Hitzeopfer“ berichtet, sofern es einmal einen Sommer mit vielen Hitzetagen gibt. Dabei wird aber gekonnt verschwiegen, dass die wirkliche Mortalität nach wie vor Kälte im Winter verursacht. Vor allem trifft dies nicht nur Senioren, sondern auch jüngere Personen.

TELEPOLIS 04. April 2013: [2] 30.000 Kältetote in Großbritannien
Auch in Großbritannien klagt man über das Wetter. Und zwar nicht über Nebel oder Regen, sondern über eine kontinentale Eiseskälte, die dem Daily Telegraph nach in diesem Winter etwa 30.000 Menschen das Leben kostete. Dem Office for National Statistics nach betreffen 80 Prozent der mit Kälte zusammenhängenden Todesfälle Menschen, die über 75 Jahre alt sind.
[3] … Untersucht wurden in der Studie 74 Millionen Todesfälle zwischen den Jahren 1985 und 2012 in 13 Ländern. Europa war mit Schweden, Großbritannien, Italien und Spanien vertreten…Das erstaunliche Ergebnis: Nicht Hitzwellen fordern die meisten Menschenleben, eher zu kühle Temperaturen ließen die Mortalitätsrate in die Höhe schnellen.
Ein Extrakt dieser Studie lautet: [4] An kälteren Tagen starben 20-mal mehr Menschen als an wärmeren.

INDEPENDENT: 24,000 die in winter as fuel poverty climbs New figures show more pensioners have to choose between heating and eating

Hinweis: Im Artikel: [4] EIKE 21.07.2015: Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen, wurde zu diesem Thema mit vielen Rechercheergebnissen berichtet. Anbei Auszüge daraus.

Detaillierter kann man den Klimaeinfluss auf die Mortalität in einer Studie des Umweltbundesamtes vom Jahr 2015 nachlesen [5]. Darin steht gleich zu Anfang
… Mortalität und Auftrittshäufigkeit von vielen Krankheiten sind im Winter deutlich erhöht. Niedrige Temperatur führt zu einem Anstieg von Herzinfarkten und Schlaganfällen, aber auch Atemwegskrankheiten sind in besonderem Ausmaß betroffen. Auf der anderen Seite üben Perioden hoher Temperatur sowie schnelle Temperaturänderungen (in beide Richtungen) ebenfalls ungünstigen Einfluss auf gesundheitliche Beschwerden aus. Bei wetterfühligen Personen, die z. B. unter Kopfschmerzen, rheumatischen Beschwerden oder Störungen des subjektiven Wohlbefindens leiden, ist die Bestimmung eines kausalen biotropen Wirkfaktors schwieriger.

Demgegenüber stellt sich der Einfluss von Hitze wie folgt dar:
… Allerdings ist die absolute Belastung durch den Temperatureffekt oberhalb des Temperaturoptimums eher gering und beträgt in der Gegenwart jeweils nur etwa 1 % der jährlichen Baseline-Mortalität.

Konkret heißt es zur Kälte:
So ist im Winter die Gesamtmortalität in Deutschland um ca. 10 % gegenüber dem Jahresmittel erhöht. Bei Kälte ist das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen, z. B. eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls, signifikant höher als bei moderaten thermischen Bedingungen . ..
… So wird für nicht-jahresgangbereinigte Mortalitätsraten schon für eine Tagesmitteltemperatur unterhalb von etwa 14°C ein signifikant erhöhtes Risiko für die Mortalität gefunden. Durch die hohe Anzahl von Tagen mit diesen Temperaturwerten ist die Mortalität in der Gegenwart um
etwa 7 % gegenüber der jährlichen Baseline-Mortalität erhöht. In einem zukünftigen Klima wird eine relative Abnahme des Temperatureffekts unterhalb des Temperaturoptimums um ca. 13 % für die nahe Zukunft und etwa 29 % für die ferne Zukunft erwartet.

Und über den Zukunftsausblick mit Klimawandel-Einfluss schreibt das Uba:
… Ein wichtiger Punkt bei der Interpretation der Ergebnisse ist eine mögliche physiologische Adaption an den Klimawandel. Alle in diesem Bericht vorgestellten Auswirkungen des Klimawandels sind unter der Annahme berechnet worden, dass die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Wetter und Gesundheit auch in einem zukünftigen Klima gültig bleiben. Angesichts des langen Zeithorizonts von etwa 100 Jahren ist eine solche Annahme nicht realistisch, da sich der Organismus zumindest teilweise an geänderte Umweltbedingungen anpassen kann (Gosling et al. 2009). Diese Anpassung in die Untersuchung einzubeziehen, ist bei heutigem Wissensstand allerdings nicht seriös möglich und bleibt zukünftiger Forschung überlassen.

Grafisch aufbereitet sieht das wie im folgenden Bild aus:

Bild1 [5]: Wohlfühltemperatur und normierte Mortalitätsrate bei Temperaturabweichungen
Auch in Österreich wurde dazu eine Studie durchgeführt [6]. Diese kam zum Ergebnis, dass österreichische Bürger*innen eventuell im höheren Alter von 65, ev. erst 75 Jahren nicht mehr so hitzeresistent sind. Selbst dies war aber geografisch unterschiedlich:

Klimaeinfluss in Österreich [6]: … Statistisch signifikant waren die Ergebnisse allerdings nur für Frauen in Linz und für die Gesamtbevölkerung im Mühlviertel…Im Zentralraum von Oberösterreich war das Risiko nur minimal (und nicht signifikant) erhöht ….

Man mag einwenden, das gelte ja nur für das verwöhnte Europa. Leider übersehen diese Senioren, dass ihre „Berater“ auch sonst nicht ehrlich sind. Weder gehen die Pazifikinseln unter (dazu erscheint demnächst eine umfangreiche, ganz aktuelle Recherche) noch wäre dem von Dürren geplagten Afrika geholfen.
Die Dürren haben dort auch die Ursache, dass es kalt ist. Seit mehreren Tausend Jahren kühlt sich Afrika ab [8] [9]. Eine Erwärmung würde deshalb zu mehr Niederschlag führen. Allerdings hätte dann der Sahara-Nordrand etwas davon (der aktuell bereits grüner wird): [11] Von Afrika wurden bisher 36% des Kontinents grüner und 11% der Fläche weniger grün.
Die Regionen, welche unter Überschwemmungen leiden, werden es jedoch wohl nicht so empfinden. Darauf, dass die eine Region etwas wünscht und die daneben das Gegenteil, nimmt das Klima aber keine Rücksicht. Regierungen, welche Klimaklagen stattgeben müssten, würden prekäre Situationen mit ihren Nachbarländern hervorrufen. Sein Land „rettet“ man und das Nachbarland lässt man dafür unter gehen. Klima-Religionskriege wären die unvermeidbare Folgen.

Der Klimavertrag „löste“ dieses Problem, indem er jede Abweichung von einem angeblichen Idealklima als menschenverursacht annimmt und damit Verursacher und zu Fördernde vereinfacht pauschaliert und bestimmt. Neben dem, dass sich im gesamten Vertrag keine Klimadaten finden, auf die sich Änderungen beziehen sollen [10] ein wesentliches Fehlkonstrukt.

Wenn machtbesessene Ideologie, Unkenntnis und partizipierende Unterstützer zusammentreffen, entstehen solche gefährlichen Mischungen

Wenn man sich den Vorgang und die Daten durch den Kopf gehen lässt, zeigt es den Wahnsinn, den NGOs mittels hilfreicher Handlanger inzwischen öffentlich vorführen. Man will gar keine Probleme lösen, sondern testet aus, wie weit sich Staaten inzwischen erpressen lassen. Als Hebel dafür finden sich immer „Gutmenschen“ denen eine Hilfe vorgegaukelt wird.

Dabei wird der gleiche juristische Mechanismus wiederholt, der auch zur mittelalterlichen Hexenverfolgung führte:

Nicht „erklärbare“ Phänomene werden „plausiblen“ Verursachern zugeschrieben. Die Schäden werden verallgemeinert und vor allem auch in die Zukunft bezogen, die man davor retten muss. Kritischen Stimmen wird vorgeworfen, die alleine rettende Schadensvermeidung zu verhindern und dadurch die Zukunft des Volkes mit zu gefährden. Da nichts davon messbar ist, wird jede auch noch so abstruse Theorie zum „Beleg“ und vorsorglich umgesetzt. Weil die unerklärlichen Phänomene nicht abnehmen, aber immer mehr Studien das Vorgehen als wissenschaftlich fundiert belegen, wird die Vermeidung immer mehr verstärkt und kritische Stimmen ebenfalls sprichwörtlich abgetötet. Das kann sich wie die Geschichte zeigt, über viele hundert Jahre erstrecken.
Ein Ende leitet sich erst ein, wenn durch Verschieben der Machtkonstellation ein Kritiker seine Kritik erstmals überlebt und publizieren kann und vor allem: Das Verfolgen und Morden als „Gute Tat“ kein Geld einbringt (die Verfolgten mussten ihren Prozess bezahlen und ihr Vermögen teilten sich der Landesfürst und die Kirche, durch die „Gebühren“ entstanden Arbeitsplätze). Wer dies nicht unterstützte konnte auch als Landesherr und vor allem als Landesbediensteter wegen zu wenig Eifer beim Hexenverfolgen angeklagt und selbst als Hexenunterstützer verurteilt werden.
Beispiel: Bei der großen Hexenverfolgung in Bamberg, durch die damals die gesamte Stadtintelligenz einschließlich dem Bürgermeister vom allerchristlichsten Bischoff ausgerottet wurde, versuchten Bedienstete, Personen durch Passivität zu retten. Keiner der Bediensteten hat dies überlebt.

In modernisierter Fassung liest sich dies wie folgt:
Achgut.com:
Trump und das Klima: Wir sind dann mal weg
… Wie immer, wenn die Welt gerettet werden muss, duldet dies keinen Widerspruch und keinen Aufschub. Es geht meist gar nicht um einzelne wissenschaftliche Fragen, sondern um ein allumspannendes Weltbild, für das ein angeblicher „Konsens“ in Anspruch genommen wird. Der kurze Prozess für Zweifler ist derweil schon Standard. Für Menschen mit dissidenter Meinung bemüht man inzwischen den Ausdruck „Leugner“ – eine bewusste Anspielung auf Holocaust-Leugner. Ganz so als könne man die Leugnung eines Verbrechens, das in der Vergangenheit stattgefunden hat, mit Zweifeln an einer für die Zukunft befürchteten Katastrophe vergleichen.
Für den Sensations-Journalismus ist der Angriff auf die Person und die Präsentation von Schuldigen in jedem Fall höchst willkommen: So lässt sich das Klimathema skandalisieren. „Alle Skandale weisen totalitäre Züge auf“, so der Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger, „Sie zielen auf die Gleichschaltung aller, weil die öffentliche Abweichung einiger den Machtanspruch der Skandalisierer und ihrer Anhänger in Frage stellen würde.“ Zu diesem Thema wird seit gestern ein neues Kapitel geschrieben.

Es gibt „Eliten“, wie zum Beispiel unsere Klimaberaterin, die das Wiederaufleben solcher Mechanismen bejubelt [7].

Wie solche Schuldzuweisungen in einer Art erfolgen, die keine Kritik am „Gutes für die Menschheit tun“ zulässt, hat gerade der BUND Bayern und BN-Vorsitzende Hubert Weiger in einem Zeitungsinterview am 3.6.2017 zum Trump-Klimavertragsausstieg in den Nordbayerischen Nachrichten neu demonstriert:
Hubert Weiger: … Das ist ein ungeheuerlicher Affront gegen die Weltgemeinschaft … Mit seiner Antiklimaschutzpolitik gefährdet er (Anmerkung: Trump) die Lebensgrundlage aller. Die Opfer von Trumps Entscheidung werden Millionen Menschen sein
Wer glaubt, dass „Eliten“ immer recht haben, muss nach solchen Aussagen „führender Persönlichkeiten“ schnell und drastisch Maßnahmen ergreifen, um die „Millionen Menschen“ zu retten. Der Weg dahin ist immer der Gleiche – nicht mehr diskutieren, sondern handeln -, wie es ein Professor auch schon forderte:
SPON: Radikales Professoren-Plädoyer Todesstrafe für Leugner des Klimawandels„, selbstverständlich nicht direkt und sofort, aber: „Ich denke nur laut über ein wichtiges Problem nach.
Etwas „humanere“ Weltretter denken ähnlich, verringern jedoch etwas die angedachten Strafen:
EIKE: US-Justizministerin will Klimaskepsis unter Strafe stellen
Gleicher Meinung sind Ex-Vizepräsident Al Gore und mehr als ein Dutzend Generalstaatsanwälte. Meinungs- und Staatsmacht könnten und müssten das „richtige Denken‘“ juristisch anordnen. Denen zufolge habe, wer einen menschgemachten Klimawandel leugne, das Recht auf freie Meinungsäußerung verwirkt und sei sogar strafrechtlich zu belangen [8].

Wer sich von unseren „Eliten“ und Medien dazu (noch) nicht traut, entrüstet sich zumindest darüber, dass ein Präsident es wagt, ein zentrales Wahlversprechen einzuhalten.

Quellen

[1] EIKE 08.10.2016: 150 Klimaseniorinnen verklagen die Schweiz wegen 0,00137 Grad – unterstützt von Greenpeace und den Schweizer Grünen…

[2] TELEPOLIS 04. April 2013: 30.000 Kältetote in Großbritannien

[3] donnerwetter.de 31.05.2015: Mehr Hitze- oder Kältetote?

[4] EIKE 21.07.2015: Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen

[5] Uba Juli 2015: Klimawandel könnte künftig mehr Hitzetote fordern. Hitzewellen erhöhen das Sterblichkeitsrisiko von Herzkranken um bis zu 15 Prozent. Das ergab eine Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für das Umweltbundesamt (UBA).

[6] Moshammer, H., Gerersdorfer, T., Hutter, H.-P., Formayer, H., Kromp-Kolb, H., Schwarzl, I.(2009): Abschätzung der Auswirkungen von Hitze auf die Sterblichkeit in Oberösterreich (Endbericht Band 3 der Forschungsreihe „Auswirkungen des Klimawandels auf Oberösterreich“, Juli 2007).

[7] KLIMARETTER.INFO, 26. Mai 2017: Protest Fast 900 Klimaklagen weltweit

[8] EIKE 18.04.2017: Leidet Simbabwe nur unter dem Klimawandel? Teil 2

[9] EIKE 07.01.2017: Drei-Königs Sternsinger Aktion 2017 gegen Klimawandel-Auswirkungen in Kenia

[10] EIKE 04.10.2016: Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung. Die DDR Volkskammer lässt grüßen

[11] SCIENCENORDIC, May 28, 2017: Africa has become greener in the last 20 years

[12] THE WASHINGTON TIMES: Turning up the heat on ‘climate change deniers’

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8 Kommentare

  1. Hierzu paßt ein Witz nach der alten DDR-Art:
    Anfrage an den Sender Jerewan: Ist es wahr, daß die DDR-Bürger zur Zeit der politischen Wende alle strafrechtlich amnestiert wurden?
    Antwort des Senders: Im Prinzip JA ! Aber gemäß tiefstschürfenden wissenschaftlichen Analysen besteht keinerlei Gefahr ! Denn sie wurden nach der Entlassung aus dem Gefängnis DDR alle in die globale Irrenanstalt eingeliefert.

  2. „900 Klimaklagen weltweit“
    Was für ein Irrsinn..
    Wann wird denn endlich mal gegen die bezahlten Klimalügner geklagt?
    Es müsste als Straftatbestand ‚Wissenschaftsbetrug‘ geben;
    dann wären die Gefängnisse voll mit Klimascharlatanen. ^^

  3. Das ist eine Altererscheinung. Meine Mutter war auch davon überzeugt, dass „heute“ (Jahr 2000) die Winter dunkler sind als in ihrer Jugend. Mein Einwand, dass die Neigungsachse der Erde zur Umlaufebene sich in ihrem Leben wohl kaum geändert habe, stieß auf Unverständnis. Der eigentliche Skandal ist dass die „Gutmenschen“ die alten Leute vor ihren Karren spannen! Aber so sind sie nun einmal, die „Klimaretter“….

    • Die „Gutmenschen“, also die Verbrecher/Betrüger, spannen alle vor den Karren. Das ist mit den alten Menschen so wie mit den jungen Menschen, im Glauben sind alle vereint.

  4. Das haben die wohl nicht mitgekriegt. Die Klimaseniorinnen müssen doch nicht das Land verklagen. Die müssen sich selbst bekämpfen.
    Forscher haben doch 2011 erforscht:
    „Rentner sind mit Abstand die größten Klima-Killer“
    http://tinyurl.com/ybwsyqvu

    Gibt es heute überhaupt noch Wissenschaft? Aber Geld von angeblich gemeinnützigen Organisationen oder vom Steuerzahler an Forscher rüberreichen und das Forschungsergebnis ist so, wie die Politik es haben will, um die Steuern noch mehr zu erhöhen. Die Klimaseniorinnen sollten dann auch mal Strafe zahlen, weil die die schlimmsten Klimakiller sind.
    ;-(

  5. Als älterer Mensch muß man leider Verfallserscheinungen registrieren, auch bei der Hirntätigkeit. Der wachsende Wohlstand, die längere Lebensdauer bringt somit eine Zunahme solcher Krankheitsbilder. Dagegen ist kein Kraut gewachsen und ich würde den genannten Personen auch keinen Vorwurf machen. Die einzige Medizin, daß die finanziellen Konsequenzen politischer Entscheidungen möglichst nahe bei den Ja-Sagern angesiedelt werden, ist ja in der Schweiz noch in Spuren vorhanden.

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