Ohne Großkraftwerke kein Strom. Kohlekraftwerke: Ackergäule sind nun mal keine Springpferde

von Fred F. Mueller
Kohlekraftwerke sind die Arbeitspferde und das Rückgrat unserer Stromerzeugung. Zusammen mit Gasturbinen und den noch verbliebenen Kernkraftwerken sicherten sie im Jahr 2012 gute 71 % der deutschen Stromerzeugung. Mit dem Abschalten weiterer Kernkraftwerke wird ihr Anteil an der Stromversorgung voraussichtlich sogar noch weiter zunehmen. Von den Vertretern der Erneuerbaren Energien werden sie häufig als Dreckschleudern bezeichnet, die es so schnell wie nur möglich abzuschalten gelte. Wenn man sich jedoch die Realitäten unserer Stromerzeugung etwas genauer ansieht, wird man schnell verstehen, warum sie nicht so leicht zu ersetzen sein werden. Wer es weiter warm und hell haben will, sollte sich in diesem Bereich mit einigen wichtigen Grundlagen vertraut machen.


Bild rechts: Der neue 1000-MW-Block im Braunkohlekraftwerk Niederauβem erreicht dank seiner besonders effizienten Anlagentechnologie einen Wirkungsgrad von 43 % (Foto: www.kohlekraftwerke.de)

Vielfach wird von Seiten der Befürworter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) der Vorwurf erhoben, die Betreiber von Kohle- und Gaskraftwerken würden sich ohne triftigen Grund weigern, ihre Stromproduktion dem wechselnden Angebot von

Bild 1. Typischer Tageslastgang im deutschen Netz an einem Werktag im Herbst, ohne „erneuerbare“ Energien (Grafik: Wikimedia Creative Commons)

Wind- und Solaranlagen anzupassen. Mit dieser Strategie versuchten sie, den Erfolg der Energiewende zu hintertreiben. Statt die „Kohlemeiler“ bei hohem Aufkommen an Solar- und Windstrom im Netz zu drosseln, lasse man sie auch bei hohem Stromangebot einfach weiterlaufen. Die Folge dieses Überangebots seien Zwangsabschaltungen bei vielen Wind- und Solarkraftwerken sowie Preiseinbrüche an den Strombörsen, wo der überschüssige „erneuerbare“ Strom dann zu Schleuderpreisen verhökert werden müsse. Die niedrigen Kurse an den Strombörsen drückten die Verdienstmöglichkeiten der Windmöller und Solarfarmer, was dazu führe, dass deren Verluste durch EEG-Zahlungen ausgeglichen werden müssten. Es sei dringend an der Zeit, von den Betreibern von Kohle- und Gaskraftwerken zu fordern, dass sie die Erzeugung ihrer Anlagen flexibel an die jeweilige Netzsituation anpassen.

Brauchen wir überhaupt noch fossile Kraftwerke?

Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland inzwischen rund eine halbe Billion € (500 Mrd.) in erneuerbare Energien investiert wurde, ist zunächst die Frage zu klären, wieweit Strom aus Sonne und Wind es inzwischen geschafft haben, zumindest einen Teil der fossil befeuerten Kraftwerke überflüssig zu machen. Immerhin sind zur Zeit bereits 66.000 MW EE-Erzeugungskapazität installiert, davon 34.000 MW Fotovoltaik und knapp 32.000 MW Windenergie, also fast schon soviel wie die rund 65.000-75.000 MW, die an einem typischen Werktag zur Spitzenlastzeit zwischen 8:00 und 20:00 Uhr benötigt werden, Bild 1. Beantworten kann diese Frage ein Blick auf die Statistiken der Europäischen Strombörse AG (EEX) in Augsburg, die im Internet unter der Adresse transparency.eex.com frei zugänglich sind. Bild 2 zeigt als Beispiel die Stromerzeugung aus Fotovoltaik und Windenergie für den 22.8.2013.

Bild 2. Erzeugung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie in Deutschland am 22.8.2013. Ganz rechts die installierten Gesamtkapazitäten (Datenquelle: transparency.eex.com)

Wie Bild 2 zeigt, ist die EE-Stromerzeugung in der Zeit von 0:00 bis 07:00 Uhr sowie von 19:00 bis 23:00 so gering, dass es in Deutschland vermutlich nicht einmal zum Betrieb der Standby-Schaltungen in den Elektronikgeräten gereicht hätte. Selbst um die Mittagszeit wurde nur rund ein Drittel der insgesamt erforderlichen Menge an Strom produziert. Zwischen 05:00 und 07:00 Uhr lag die gesamte EE-Stromproduktion sogar bei weniger als 600 MW, das ist die Gröβenordnung eines einzigen Gaskraftwerks. Die Erneuerbaren sind also völlig auβerstande, die Stromversorgung der modernen Industrienation Deutschland sicherzustellen. Es kann daher auch keine Rede davon sein, dass man damit konventionelle Kraftwerke ersetzen könne. Diese müssten stattdessen leistungsbereit vorgehalten werden, um jederzeit einspringen zu können, sobald Wind und Sonne schwächeln, was an viel mehr Tagen im Jahr vorkommt, als sich dies die meisten EEG-Befürworter vorstellen können. Daher ist zunächst die Frage zu stellen, wieweit sich fossil befeuerte Kraftwerke überhaupt als Lückenbüβer für derartig schwankende Stromliederenten eignen.

Flexibilität ist eine Frage der Masse…

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Es gibt eine ganze Reihe von technischen wie auch wirtschaftlichen Gründen, die einen „Spontanbetrieb“ nicht zulassen. Ein Groβkraftwerk kann man nicht einfach ein- und ausschalten oder im Stop-and-Go-Betrieb „fahren“ wie ein Auto. Wichtigster Grund hierfür sind zunächst einmal die schieren Dimensionen der Anlagen, die mit 10.000den von Tonnen durchaus an die von Ozeanriesen heranreichen. Auch von Seeschiffen würde niemand erwarten, dass sie so abrupte Manöver ausführen wie ein Kajakfahrer im Wildwasser. Solche Massen sind träge, abrupte Änderungen sind faktisch nicht möglich. So enthält beispielsweise der Kessel eines Kraftwerksblocks neben enormen Mengen Stahl auch noch mehrere 1.000 Tonnen Wasser, die von Raumtemperatur auf bis zu 600 °C hochgeheizt werden müssen, bevor man die Turbine anlaufen lassen kann. Das macht solche Riesen träge. Bei Kohlekraftwerken, deren Kesselanlagen (Bild3) mehr als 10.000 Tonnen schwer und bis zu 170 m hoch sind, kommen aufgrund ihrer speziellen Technik neben der Masse aber noch zusätzliche technische Aspekte hinzu, die auch nach dem Hochfahren rasche Wechsel des Betriebszustands erschweren.

Bild 3. Schemadarstellung des Dampfkessels eines modernen Kohlekraftwerkes (Bild: VGB PowerTech Germany, Wikimedia Commons)

15.000+ Tonnen lassen sich nicht „mal eben“ von Null auf 1450 °C bringen

Ein modernes Kohlekraftwerk erzeugt Dampf in einem sogenannten „Kessel“. Dies ist jedoch ein völlig irreführender Ausdruck, denn in Wirklichkeit handelt es sich um ein kompliziertes, je nach Kraftwerk bis zu 170 m hohes Labyrinth aus Bündeln dickwandiger Stahlrohre, Bild 4. In einem modernen Steinkohlekraftwerk wie dem Block 10 des Kraftwerks Duisburg-Walsum sind allein 450 km solcher Rohre mit Durchmessern zwischen einigen cm und knapp einem Meter verbaut. In diesen Rohren mit einem Gesamtgewicht von mehr als 10.000 Tonnen befinden sich auβerdem noch groβe Mengen Wasser.

Bild 4. Die Rohrbündel eines vertikalen Dampferzeugers für ein Kernkraftwerk (Bild: Nuclear Regulatory Commission der USA/ Wikimedia Commons)

Im laufenden Betrieb eines solchen Kraftwerks herrschen im Kesselraum Bedingungen, denen sich vermutlich selbst ein Teufel nicht gerne aussetzen würde. Die mit Kohlestaub und Druckluft erzeugten Brenngase erreichen Temperaturen bis zu 1.450 °C und sind darüber hinaus auch noch korrosiv. Auch im Inneren der Rohrbündel erreicht die Temperatur bis zu 620 °C. Zudem müssen sie einem Dampfdruck von bis zu 274 bar standhalten, das ist nahezu doppelt so hoch wie der in einer Pressluftflasche.

Gerade die Anfahrphase bereitet den Betreibern solcher Anlagen daher besondere Kopfschmerzen. Das Herauffahren von Raumtemperatur auf Betriebszustand muss sehr behutsam erfolgen, da sich die gesamte Konstruktion aufgrund der Erwärmung ausdehnt: Während des Aufheizens „wächst“ ein solcher Kessel um einen Meter oder mehr. Wenn die Temperaturverteilung dabei nicht gleichmäβig ist, so kommt es innerhalb der Konstruktion zu zusätzlichen Spannungen, die das Material schädigen können.

An der Grenze der Belastbarkeit

Grund für die extremen Bedingungen im Dampferzeuger ist der Wunsch nach einem möglichst hohen Wirkungsgrad des Kraftwerks, der umso besser ist, je höher man die Temperatur und den Druck des Dampfs treiben kann. Grenzen setzt dem jedoch die Belastbarkeit des Stahls, denn bei diesen extremen Bedingungen kommen selbst moderne legierte Stahlwerkstoffe an ihre Leistungsgrenze. Das Material beginnt sich unmerklich zu verformen und „kriecht“ immer weiter, bis es schlieβlich irgendwann reiβt. Für die Ingenieure besteht die Kunst darin, die Kesselkonstruktion und den Rohrwerkstoff so auszulegen, dass es innerhalb der Lebensdauer des Kraftwerks – etwa 30 Jahre bzw. 200.000 Betriebsstunden – möglichst nicht zu einem solchen Schaden kommt. Besonders nachteilig für die Lebensdauer wirken sich zusätzlich auftretende Spannungen im Material aufgrund z.B. ungleichmäβiger Temperaturen im Kessel aus. Zu letzteren kommt es vor allem dann, wenn der Kessel nicht in einem stabilen Betriebszustand mit langsamen Änderungen der Temperatur- und Druckverhältnisse verbleiben kann, sondern plötzliche Lastwechsel vollziehen muss. Dabei kommt es zu Temperaturunterschieden und damit Materialspannungen, welche die Lebensdauer herabsetzen. Längerfristig kommt es zu Schäden, die zur Stillsetzung des Kraftwerks und teuren Reparaturen am Dampferzeuger zwingen. Jeder zu abrupte Lastwechsel und vor allem jeder unnötige Stillstand kostet den Kraftwerksbetreiber daher viel Geld.

Hohe Kosten im Teillastbetrieb

Weiteres Problem für die Betreiber von Kohlekraftwerken ist der hohe Fixkostenanteil an der Stromproduktion. Der Betrieb dieser riesigen Anlagen erfordert viel Personal, zudem müssen die Kapitalkosten für die hohen Investitionsaufwendungen erwirtschaftet werden. Und last but not least sind solche Anlagen sehr wartungsintensiv, was entsprechend hohe Instandhaltungsaufwendungen bedingt.

Wirtschaftliche Probleme gibt es deshalb vor allem im Teillastbetrieb, auch deshalb, weil die Brennstoffkosten nur einen recht geringen Teil der Gesamtbetriebskosten ausmachen: Bei einem Steinkohlekraftwerk sind es nur etwa 27 % und bei einem Braunkohlekraftwerk sogar nur rund 16 % der laufenden Kosten. Fährt man ein solches Kraftwerk mit nur 50 % Auslastung, dann können sich die Erzeugungskosten pro kWh um bis zu 100 % erhöhen. Zudem verschlechtert sich dann der Wirkungsgrad erheblich, was zu höheren CO2-Emissionen pro kWh erzeugter elektrischer Energie führt. Sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen ist es daher für ein Kohlekraftwerk nicht so ohne weiteres möglich, „mal so eben“ den Launen des Windes und des Wetters zu folgen, nur damit Windbarone und Solarkönige ungeschmälert ihre garantierten Profite einstreichen können. Erzwingen kann man seitens der Politik natürlich (fast) alles – aber die dabei entstehenden Kosten treffen letztlich vor allem den Verbraucher.

Gasturbinen im Abseits

Die immer wieder ins Spiel gebrachten Gaskraftwerke sind keine Alternative, weil der damit produzierte Strom wegen der hohen Gaspreise zu teuer ist. Zunächst einmal muss man bei Gaskraftwerken zwischen „normalen“ Gasturbinen und den zweistufigen sogenannten Gas- und Dampf-Kraftwerken (GUD) unterscheiden. Leider werden beide Kategorien in der Presse immer wieder in einen Topf geworfen, obwohl man dann Äpfel und Birnen vergleicht.

Normale Gaskraftwerke bestehen aus einer groβen Gasturbine mit angeschlossenem Generator. Sie haben keinen Kessel und geringe Massen und können daher innerhalb von Minuten starten, weshalb sie sich hervorragend als schnelle Reserve eignen, wenn das Netz unterversorgt ist. Allerdings ist der damit erzeugte Strom etwa 3-4 Mal teurer als Strom aus einem Braunkohlekraftwerk, weshalb sie meist bald nach Behebung des Notfalls wieder vom Netz genommen werden. Auβerdem ist ihr Wirkungsgrad relativ bescheiden.

Bild 5. Prinzipschema eines Zweiwellen-GuD-Kraftwerks (Bild: Peter Lehmacher/ Wikimedia Commons)

Bei den sogenannten Gas-und-Dampfturbinen (GuD) handelt es sich dagegen im Prinzip um einen Zwitter aus Gasturbine und Dampfturbine, Bild 5. Die Anlagen verfügen zusätzlich zur Gasturbine über einen Kessel, der mit den heiβen Turbinenabgasen auf Temperatur gebracht wird. Mit dem so erzeugten Dampf wird dann zusätzlich eine Dampfturbine betrieben. Vorteil dieser doppelten Nutzung ist ein hervorragender Wirkungsgrad von bis zu 60 %. Dennoch kostet Strom aus einem GuD-Kraftwerk – vor allem auch wegen des hohen Gaspreises – rund doppelt soviel wie der aus einem Braunkohlekraftwerk. Zudem müssen GuD-Kraftwerke den Kessel nach dem Start erst mal hochheizen und können daher längst nicht so dynamisch reagieren wie reine Gaskraftwerke. Sie eignen sich daher eher für die Mittellast, werden jedoch aufgrund ihrer hohen Stromgestehungskosten in letzter Zeit zunehmend unwirtschaftlich. Zurzeit werden deshalb zahlreiche Neubauprojekte gestoppt und sogar bereits in Betrieb befindliche GuD-Kraftwerke stillgelegt.

Fred F. Mueller

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310 Kommentar(e)

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1

@ #309

So ist das halt mit den Forentrollen ...

2
Jürgen Wanninger

Wenn man Paul Gogo auf das Belegen seiner erfundenen Zahlen auffordert, verkrümelt der sofort in andere Blogs.

3

#300 zu Burowski: "Daraus kann man auch schlussfolgern, dass alle Kleingärtner asozial sind, denn in der Regel reicht die Ernte nicht bis zum nächsten Jahr und die Obst- und Gemüsebauern müssen mit 100% einspringen. Die Kleingärtner sind also daran schuld, wenn im Obst und Gemüse teurer wird."

Jede schwankende, unbekannte Selbstversorgung kann den Markt beeinflussen, in Extremfällen wirds asozial, klaro. Auch wenn alle spinner sich verabreden, mal ne stunde alle verbraucher abzuschalten-z.B. um das Klima zu retten- ist letztlich evtl. asozial.
wenn in unserer Stadt, die seit der Wende mehr als 30% Einw. verlor, weiter wasser gespart wird, führt das wegen zunehmenden Stillstand und zu geringer Entnahme zu hoher Keimbelastung und am Ende muss notgespült werden, was den Wasserpreis hochtreibt, die Verbraucher aber nix von hatten. Da hätte ich dann doch lieber ein heisses Bad für gehabt.

Ja, starke und ausfallende Kleingärtnerernten haben manchmal starke Auswirkungen, zum Bsp. auf den Apfelsaftpreis, Mosterauslastung und Nachfrage nach Tafel-Herbstäpfeln der Obstbauern.
Je mehr Selbstversorger (bei H2O ja noch meist Zwangsanschluss) , desto höher die Schwankungsmöglichkeit im Solidar-restmarkt und desto unsicherer und höher das Risiko einer billigen Gesamtversorgungssteuerung für alle. ist nun mal in natur der sache. mit gutem (teurem)Speicher+ teurem PV.Modul kann man sich bestimmt irgendwann mal fast freikaufen (im sommer)von der Solidargemeinschaft, aber ob das ein sinnvolles Ziel unter heutigen Bedingungen sein sollte, ist fragwürdig. Ich bin eher dafür, hier ein KKW zu errichten, um unsere Stadt mit preiswerten strom interessant zu machen für industrieansiedlungen, dann hat das unmittelbar positive Wirkung auf die Gesellschaft, die WEA(Windräder) um uns rum treiben doch bloss die stadtwerke in den ruin bzw, kosten die stadt und deren Bürger zusätzlich durch deren schlechtere Performance für das schöne BHKW mit wärmeversorgung für gewerbe und wohnungen(was ja mal so öko war, aber nun zu teuer wird)

4
Jürgen Wanninger

@#300 Holger Burowski:

Wenn Sie sich selbst versorgen stört das niemanden. Wenn das nicht reicht, bezahlen Sie für Ihren Netzanschluss und dann noch für jede bezogene kWh.

Es stört aber die Allgemeinheit, wenn Sie Ihren überschüssigen Strom genau zum gleichen Zeitpunkt abgeben, wie alle anderen Wohlhabenden ihren überflüssigen. Dann ist nämlich ein Überschuss da. Und der weniger Wohlhabende Durchschnittsstromzahler muss Ihren überschüssigen Strom zu Ihrer persönlichen Bereicherung teuer bezahlen.

Wenn Sie das für richtig halten, sind Sie einfach nur asozial! Aber damit passen Sie gut in die heutige Zeit: Sie haben keine Ahnung (30GW Solarstrom am 3. Januar 2012, haha) - aber raffen, wo und was man kriegen kann!

P.S. Ihr Vergleich mit dem Kleingärtner würde stimmen, wenn die Obstbauern in täglichem Wechsel irre Mengen schrumpliger Kleingärtneräpfel zwangsankaufen müssten und dann wieder gar keine Schrumpeläpfel geliefert bekämen. Ausserdem hinkt Ihr Vergleich weiter, denn Obstbauern sind nicht zur Lieferung der von den Konsumenten genau nachgefragten Menge Äpfel verpflichtet.

Die Qualität Ihrer Argumente ist so ungefähr wie die 30 GW solar am 3.1.2012. Warum treten Sie keinem Esoterik-Zirkel bei?

5

@ #301 L. Stiller

"Wenn Sie das erst mal erkannt haben dann werden Sie vielleicht auch verstehen, warum das System so nicht funktionieren kann."

Es ist zwecklos von Trollen Erkenntnisse aufgrund von zutreffenden Argumenten zu erwarten. Gysi können Sie auch nicht davon "überzeugen" daß die "DDR" keine demokratische Republik war. Das einzige, was an der Argumentation der SED-Oberen zutreffend war, daß die Mauer etc. ein antifaschistischer Schutzwall war, denn der schützte tatsächlich vor den Massen von "rotlackierten Faschisten" (Zitat K. Schumacher) im Osten dieses Grenzwalls.

Also: Don't feed the troll!

6

@ #298 S. Hader

Mit der Grammatik und Logik ist bei Ihnen auch nicht, ebenso wie in Sachen Ökonomie.

1. Der akad. Grad "Ökonom" wird verliehen,
2. Ist der verliehen worden, darf man auf dem Gebiet der Ökonomie jedweden Blödsinn äußern (siehe z.B. Steinbrück, H. Schmidt, Brüderle, Claudi, ...),
3. Hat man den Grad nicht, darf man natürlich auch jedweden Blödsinn äußern - garantierte Meinungsfreiheit (gab es in der "DDR" nicht),
4. äußert man wie Sie - die Netzler benutzen dafür gern den Begriff 'schwurbeln - Unfug gemixt mit ökonomischen Fachbegriffen, so müssen Sie es sich nun einmal gefallen lassen zur Abgrenzung von Fachleuten "selbsternannter ...-Ökonom" genannt zu werden, denn Ihre Betätigung erfolgt ja nicht auf einer Verleihung sondern einer "Selbsternennung" oder genauer gesagt gigantischen Selbstüberschätzung oder eben weil Sie als Forenstörer tätig werden (wollen, sollen).

Aber grämen Sie sich nicht, es gibt da noch mehr "selbsternannte Ökonomen" wie Rösler, Schäuble, die geb. Kasner, ... die tagein tagaus ökonomischen Unfug von sich geben ... .

7
Jürgen Wanninger

@#300 Holger Burowski:

Wenn Sie sich selbst versorgen stört das niemanden. Wenn das nicht reicht, bezahlen Sie für Ihren Netzanschluss und dann noch für jede bezogene kWh.

Es stört aber die Allgemeinheit, wenn Sie Ihren überschüssigen Strom genau zum gleichen Zeitpunkt abgeben, wie alle anderen Wohlhabenden ihren überflüssigen. Dann ist nämlich ein Überschuss da. Und der weniger Wohlhabende Durchschnittsstromzahler muss Ihren überschüssigen Strom zu Ihrer persönlichen Bereicherung teuer bezahlen.

Wenn Sie das für richtig halten, sind Sie einfach nur asozial! Aber damit passen Sie gut in die heutige Zeit: Sie haben keine Ahnung (30GW Solarstrom am 3. Januar 2012, haha) - aber raffen, wo und was man kriegen kann!

P.S. Ihr schwachsinniger Vergleich mit dem Kleingärtner würde stimmen, wenn die Obstbauern in täglichem Wechsel irre Mengen schrumpliger Kleingärtneräpfel zwangsankaufen müssten und dann wieder gar keine Schrumpelöäpfel geliefert bekämen. Ausserdem hinkt Ihr Vergleich weiter, denn Obstbauern sind nicht zur Lieferung der von den Konsumenten genau nachgefragten Menge Äpfel verpflichtet.

Die Qualität Ihrer Argumente ist unterste Schublade, so ungefähr wie die 30 GW solar am 3.1.2012. Warim treten Sie keinem Esoterik-Zirkel bei?

8
Jürgen Wanninger

@ Paul Gogo:

Seit geraumer Zeit werfen Sie nur noch mit völlig unbelegten uhdn nicht nachvollziehbaren um sich. Das ist an Unsachlichkeit nicht zu überbieten.

Wie kommen Sie beispielsweise auf 1 ct/kWh für Solarstrom?

9

#300: Holger Burowski sagt:

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Daraus kann man auch schlussfolgern, dass alle Kleingärtner asozial sind, denn in der Regel reicht die Ernte nicht bis zum nächsten Jahr und die Obst- und Gemüsebauern müssen mit 100% einspringen.
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Destabilisiert der Kleingärtner damit irgend etwas? Wohl Kaum, würden sei meine Beträge lesen, würden Sie nicht immer mit so sinnfreien Beispielen kommen. Ich habe nämlich auch schon gesagt, das gewissen Schwankungen kein Problem sind. Was meinen Sie denn, was mit passieren würde, wenn diese 'Kleingärtner' plötzlich im Sommer subventionierten Lebensmittel auf den Markt werfen würden, die plötzlich die Versorgung im Winter destabilisieren würde, weil unter diesen Bedingungen keiner mehr wirtschaftlich arbeiten könnte?

-----------
Grundsätzlich ist in einer freien Gesellschaft jeder selbst dafür verantwortlich, was er tut und - ganz wichtig - er ist auch für das verantwortlich, was er nicht(!) tut.
-----------
Ganz genau, nur das ich ihre PV und höhere Netzkosten aufgezwungen bekomme, hat mit freier Gesellschaft nichts mehr zu tun.

Ich wundere mich, warum immer die EEGler mit freier Gesellschaft und Wirtschaftsprinzip kommen, es aber bei PV nicht anwenden wollen?

Mein Beitrag #301 ist auch an Sie gerichtet.
Vom meiner Seite ist damit ist alles gesagt.

10

#297: S.Hader

-------
Sie kehren gerade das gesamte Wirtschaftsprinzip auf dem Kopf.
-------
Nein, das Wirtschaftsprinzip wurde von dem EEG schon auf den Kopf gestellt.

Um es kurz zu machen:Erklären Sie mir doch einfach mal, warum ich Ihren Zappelstrom kaufen soll, und darauf Steuren, Abgaben und Netzgebühr zahlen soll, wenn ich mit einer eigen PV-Anlage den Strom zum selben Preis wie Sie herstellen kann und mich somit den Abgaben entziehen kann.

Wenn Sie das erst mal erkannt haben dann werden Sie vielleicht auch verstehen, warum das System so nicht funktionieren kann.

-------------
Wer kommt für deren Kosten auf?
-------------
Herr Hader, wie oft denn noch. Die zusätzlichen kosten werden ungerechterweise auf die KWh umgelegt und die wird von den Verbrauchern gezahlt von denen sich immer mehr selbst versorgen und dam it das Problem weiter verschlimmern. Beantworten Sie siche einfach die obige Frage, vielleicht kommen Sie dann selbst drauf, ich vermute aber nicht.
Das System kann so auf dauer nicht funktionieren. Das haben auch schon Herr Altmaier und die von Klimaretter verstanden. Bei Ihnen dauert es halt einfach etwas länger. Das zukünftig der Eigenverbrauch beteiligt wird ist keine Idee von mir, ich versuche Ihnen nur begreiflich zu machen warum es so nicht weiter geht. Aber da ist offensichtlich Hopfen und Malz verloren, die REgierung wird es Ihnen irgend wann erklären, warum Sie plötzlich für Ihren Eigenverbrauch bezahlen müssen.

11
Holger Burowski

"Nein würde es nicht, denn er würde nach wie vor Schwankungen zwischen 0% und 100% erzeugen, die andere ausgleichen müssen und entsprechend Kraftwerke und Netzkapazitäten bereithalten, damit zu diesen Zeiten die Stromversorgung nicht zusammenbricht."

Demnach ist Energiesparen auch asozial, denn damit kann derselbe Effekt erzielt werden.

################################################
"Wie ich schon gezeigt habe ist der monatliche Durchschnittsverbrauch eines Haushalts normalerweise fast gleich, aufgrund von Heizung und Beleuchtung schwankt das nur geringfügig zwischen Sommer und Winter:"

Nur sagt das gar nichts darüber aus, wie der eigentliche Lastverlauf ist und der ist entscheidend, welche Leistung vorgehalten werden muss.

########################################
"Wenn sich PV Betreiber selbst Versorgen schwankt es nur stärker und bezahlen müssen es hauptsächlich andere. Das habe ich in #232 veranschaulicht. Wenn sie das nicht verstehen dann weiß ich nicht wie ich es Ihnen besser erklären kann."

Daraus kann man auch schlussfolgern, dass alle Kleingärtner asozial sind, denn in der Regel reicht die Ernte nicht bis zum nächsten Jahr und die Obst- und Gemüsebauern müssen mit 100% einspringen. Die Kleingärtner sind also daran schuld, wenn im Obst und Gemüse teurer wird.

Grundsätzlich ist in einer freien Gesellschaft jeder selbst dafür verantwortlich, was er tut und - ganz wichtig - er ist auch für das verantwortlich, was er nicht(!) tut.

Nein, hauptsächlich müssen es nicht die Anderen bezahlen, denn mit einer PV-Anlage ohne Speicher und ohne Änderung der Lebensgewohnheiten, sind maximal 20%-25% Selbstversorgung übers Jahr möglich.

#############################################
"Würde der PV Betreiber sich hingegen Speicher anschaffen, könnte er mit dem Überschuss im Sommer den Verbrauch im Winter kompensieren und somit die Schwankungen auch wieder reduzieren."

Um irgendwie mal anzufangen, liefern die PV-Betreiber pro Tag und installierter Peakleistung eine bestimmte Menge Energie, um die Spitzenlastzeit abzudecken. Das setzt voraus, dass ein Speicher vorhanden ist, der sich aber größenmäßig noch im Rahmen hält. Ohne das jetzt weiter zu vertiefen, da wird der Beitrag zu lang. Damit können tatsächlich Kraftwerke substituiert werden.

Netzkosten: Als ideales Beispiel für ein funktionierenders Netz gilt für mich das Telekommunikationsnetz, das jedem gestattet als Erzeuger und als Verbraucher aufzutreten. Warum ist das so?

1) Der Netzbetreiber selbst ist weder Erzeuger noch Verbraucher. Er stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung.
2) Alle, die das Netz nutzen wollen, egal ob Erzeuger oder Verbraucher, müssen dafür bezahlen.
3) Wer viel Leistung (Geschwindigkeit) haben will, bezahlt mehr, als der, der weniger will.
4) Die Nutzung wird mit einer Pauschale abgedeckt, die sich nach der Leistung, die der Erzeuger/Verbraucher haben will, richtet.

Das wenden wir jetzt auch auf das Stromnetz an; alle, die es nutzen wollen, Verbraucher, wie Erzeuger, bezahlen dafür eine Pauschale, die sich nach der max. Leistung richtet, die sie erzeugen oder verbrauchen wollen. Wer mit hoher Leistung ins Netz einspeist, benötigt viel Netz, wer wenig, wenig Netz und umgekehrt für den Verbraucher, wer viel Leistung braucht, muss die Energie von weit herholen, wer wenig, dem reicht das PV-Dach vom Nachbarn.
Diese Herangehensweise hat nämlich den Vorteil, dass der, der lokal Strom erzeugt (PV-Dach), das Netz weniger belastet (die Energie dürfte bei Dachanlagen kaum das Ortsnetz verlassen), als der der riesige Mengen (1GW) (braucht lange Transportleitungen) erzeugt.

Dadurch wird erreicht, dass die Netzkosten, die ja als konstanter Betrag angesehen werden können, von den Stromkosten entkoppelt werden. Wenn jetzt der PV-Besitzer einspeist, hat er die Kosten, die die Netzinfrastruktur betreffen, über seine Netzpauschale bereits bezahlt und damit ist Ihre angemahnte Asozialität nicht mehr gegeben.
Und das Problem des fluktuierenden Stromes wird auch noch lösbar sein

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Hallo Herr Gogo,
Herrn Wanninger kenne ich nicht persönlich, aber er ist natürlich mein Gesinnungsfreund in diesem Forum. Manchmal freue ich mich insgeheim, daß er wider mal genau den Punkt getroffen hat mit seinen scharfen Argumenten. Nur manche sind auch dagegen immun.
Verstehen Sie mich recht, ich würde mir auch so eine schöne Zukunft vorstellen wie Sie - Solarstrom und Windstrom billiger als Dreckig-Strom, auch ausreichend verfügbar, wenn wir halt die Wäsche nach dem Wetter waschen.
Mein technisches Wissen und mein täglicher Umgang mit der modernsten Kraftwerkstechnik für Kohle-, Gas-, Biomasse-, Wasserkraftwerke, mit KWK und allen derzeit technisch einsetzbaren Speichertechnologien VERBIETET MIR aber, so zu träumen.
Ich finde es gut, wenn jeder mithilft, Strom zu sparen (wobei Deutschland hier schon einen enormen Bewußtseinsvorsprung hat ggü. anderen Ländern).
Ich habe auch nichts dagegen, daß jeder, der es sich leisten kann, seinen eigenen Strom produziert. Wenn man davon ausgeht, daß der private Stromverbrauch ca. 25 % ausmacht, könnten vielleicht 10% privat erzeugt werden, das wird das Netz bestimmt verkraften. Von mir aus soll auch der Staat die neuen Technologien unterstützen und Investitionszuschüsse leisten.
Aber wenn wir zulassen, daß jeder beliebig in ein hochsensibles, intelligent geführtes, bisher ausfallsicheres elektrisches Netz beliebig einspeisen darf, dann ist das technischer Selbstmord! Und dafür gibts dann Einspeisevergütung (wetterabhängig, d.h. nicht abhängig von der Arbeitsleistung dessen, der den Strom einspeist).
Herr Gogo, kommen Sie mir jetzt nicht mit falschen Zahlen für KWK und Wärmeerzeugung, ich hoffe, sie haben sich verschrieben. Wenn nicht, dann lassen Sie die Finger von dem Thema.

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@T.Heinzow, #296: "Sie täten gut daran nicht immer wieder den untauglichen Versuch zu unternehmen anderen Behauptungen zu unterstellen, die nicht getätigt wurden. Wo habe ich denn behauptet, daß Sie sich als Ökonom bezeichnet haben?"

#269: "Der selbsternannte ex-DDR-Spitzenökonom S. Hader"

🙂

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Sehr geehrter Herr Stiller, positiv hervorzuheben ist auf alle Fälle, dass Sie auch auf die restlichen Fragen eingehen. Das meine ich jetzt ohne jede Ironie, sondern ernsthaft.

Zu den Antworten (#293): "Sie und Herr Gogo sind nur der Meinung, das die Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber die Kapazität solange zur Verfügung stellen um den Zappelstrom auszugleichen ohne dafür zahlen zu wollen."

Ich spreche jetzt mal nur für mich. Welche Kapazitäten verfügbar bleiben sollen, darüber entscheidet die Bundesnetzagentur. Die werden vermutlich einen guten Job machen. Das so eine Entscheidung über eine Behörde gefällt wird, halte ich beim Punkt Stromnetze für angebracht, weil dort Versorgungssicherheit vor Gewinnmaximierung gehen sollte. Was die Verfügbarmachung von Kraftwerkskapazitäten angeht, so gibt es in der offiziellen Politik durchaus den Vorschlag, dafür einen Markt aufzumachen und die dort angebotenen Strommengen separat zu handeln und vergüten zu lassen. Halte ich zumindest mal für eine nachdenkenswerte Idee.

"Die nächste Verdrehung. Das kümmert mich gar nicht, mich kümmert es das immer Weniger für die Kosten für Bereithaltung von Kraftwerken und Netz bezahlen müssen."

Nein Herr Stiller, gerade mit der Antwort an Holger Burowski (#291) zeigen Sie, dass Sie sich darüber stören, wer wann Strom verbraucht. Und ganz ehrlich, diese Art erinnert mich an nervige Nachbarn, die sich über alles und jeden aufregen, was in ihrer Umgebung passiert.

"----------
#248: "Lieber Herr Stiller, wie viel Strom haben Sie an ihrer Steckdose erhalten, der nicht bedarfsgerecht war?"
----------
Keinen ich habe jeglichen Strom Bedarfsgerecht bekommen. Dafür bezahle Ich. Die Zappelstromerzeuger zahlen dafür eben nicht in dem Masse wie die anderen."

Sie kehren gerade das gesamte Wirtschaftsprinzip auf dem Kopf. Nach Ihrer Ansicht sollen Stromanbieter dafür bezahlen, dass sie etwas verkaufen, nämlichen ihren Strom. Warum soll er das tun? Wo bezahlt(!) ein Produzent dafür, dass er etwas verkauft?

"----------
Müssen denn Besitzer von konventionellen Kraftwerken für die "Kosten" anderer einspringen, wenn deren Anlage aus technischen Gründen nicht mehr liefern kann?
----------
Nein, eine gewisse Reserve war schon immer eingepreist und wurde von allen gleichmäßig bezahlt. Der neue Zappelstrom erhöht jetzt die Bereitstellung von Reservekraftwerken, beteiligt sich aber zu immer geringeren Kosten daran."

Das ist inkonsequent! Nehmen wir eine Welt ohne EE. Bild 1 zeigt einen typischen Tageslastverlauf. Dort kann man sehen, wie Gaskraftwerke und z.T. Steinkohlekraftwerke für die Schwankungen im Stromverbrauch aufkommen und somit diese Kraftwerke nicht permanent unter Volllast laufen können. Wer kommt für deren Kosten auf? Die Braunkohle- und Kernkraftwerke? Sie behaupten, das "war schon immer eingepreist". Ja, wo bitte? Zeigen Sie doch mal den finanziellen Transfer, der da stattfindet. Ein Gaskraftwerk hat auch niedrigere Gestehungskosten, wenn es 8000 statt 4000 oder weniger Stunden Volllast im Jahr fährt. Da kann man genauso sagen, dass die anderen Kraftwerke für diese zusätzlichen Kosten aufkommen müssen.

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#280: S.Hader sagte:

am Montag, 30.09.2013, 19:47

"Lieber Herr Heinzow, bzgl. #269, ich habe mich nie als Ökonom bezeichnet. Wenn Sie allerdings fachlich etwas zu meinen Aussagen sagen wollen, ich bin ganz Ohr und lerne gerne dazu.

Übrigens wenn wir schon beim Thema sind, vielleicht können Sie als Ökonom ja sagen, warum derzeit PV-Produzenten aus dem asiatischen Raum erfolgreicher als deutsche Unternehmen sind. Da würde mich wirklich mal Ihre Meinung interessieren."

Sie täten gut daran nicht immer wieder den untauglichen Versuch zu unternehmen anderen Behauptungen zu unterstellen, die nicht getätigt wurden. Wo habe ich denn behauptet, daß Sie sich als Ökonom bezeichnet haben?

Fachlich ist zu Ihren "ökonomischen" Aussagen festzustellen, daß die in den USA umgangssprachlich bullshit genannt werden würden, obwohl bullshit ja ein nützliches Produkt im Ackerbau ist.
Wenn Sie wissen wollen warum, empfehle ich Ihnen beim Antiquariat ein gutes Lehrbuch der Investitionsrechnung und des Controllings zu kaufen. Aber Vorsicht: Der Zusammenbruch Ihres Weltbildes kann tiefste Depressionen auslösen.

Und was die Frage zum Solarpanelquatsch angeht, so kaufen Sie sich ein Buch über Kostenrechnung und beantworten Sie die Frage, warum es Menschen gibt, die den ökonomischen Schrott
kaufen bzw. Politiker, die den das Volk zwangsweise bezahlen lassen.

Ohne die gescheiterte Ideologie des Sozialismus hätte es auch nicht das ökonomische "Erfolgsprodukt" antifaschistischer Schutzwall gegeben. Das Erfolgsprodukt "Rennpappe" war deshalb so begehrt, daß eine 15-jährige Wartezeit existierte. Die hat noch nicht einmal Mercedes-Benz geschafft.

16

Gogo :

"Natürlich kann man das EEG in der heutigen Form 2033 auslaufen lassen. Doch bedenken Sie, die wirtschaftliche Produktion der kWh für rund 1ct ist nur durch das EEG möglich werden. So soll eine Subvention wirken. Sie darf jedoch auch effektiver sein. Bringen Sie Ihre Ideen ein."

Herr Gogo, ihre 1 ct/kWh waren Unsinn, sind Unsinn und werden es bleiben. Die Sonne liefert nur knapp 1500 h im Jahr Strom. Da kann ihr Strompreis auch 0 ct kosten. Die restliche Zeit brauchen sie den Strom von woanders. Und bei 100% sog. EE brauchen sie gewaltige Speicher! Das müssen sie dann in ihren Strompreis mit einrechnen. Da wird es schnell teuer!

17

#290: Paul Gogo sagt:

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natürlich, dafür habe einen Netzanschluss und so solle es auch bleiben.
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Dann werden Sie dafür auch bezahlen müssen. Das werden Sie dann irgend wann aber sehen, das brauch ich Ihnen gar nicht zu erklären.
Wenn sich das schon auf Klimaretter herumgesprochen hat, wird es irgend wann auch bei Ihnen ankommen. Sie brauche vielleicht einfach noch etwas länger.

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Statistisch gesehen sind diese deutlich weniger konstant wie die eingespeiste EE-Energie, die jedes Jahr nahezu die gleiche Menge Energie liefert.
Schön, dass Sie mir hier zustimmen.
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Ich stimme Ihnen gar nicht zu. Zeigen Sei mir das nach Monaten aufgeschlüsselt um wie viele GW das zappelt und vergleichen Sie es mit der PV.

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In diesem Zusammenhang ist das netzdienlich Verbrauchermanagement zu nennen, das die Verbauchsspitzen kappt indem nicht alle Motore, Heizungen, Beleuchtungen gleichzeitig einschalten.
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Sehen Sie, und diese fehlt bei PV völlig. Im Gegenteil, alle schalten gleichzeitig ein und wieder aus. Ein bischen scheinen Sie ja schon zu Verstehen, nur die Zusammenhänge sind Ihnen noch nicht richtig klar.

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Sie glauben also, dass jeder der Millionen, in der Effizienz verbesserten Antriebe sich beim -zuständigen Kraftwerk- anmeldet.
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Sie glauben offensichtlich das sich Große Industriebetriebe sich einfach ans Stromnetz anklemmen können.

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50% von 79GW sind wie viel?
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Genug um sogar schon Ärger bei unseren europäischen Nachbarn zu verursachen. Tendenz steigend, das es im Moment gerade so noch funktioniert bestreitet ja niemand. Gewisse Reserven waren schon immer vorhanden. Und wir benötigen immer mehr davon, auf der anderen Seite werden diese Durch die gleichen Verursacher immer unrentabler. Wie wollen Sie diesess Paradox lösen? Mit noch mehr PV?

18

#287: S.Hader sagt:

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"Meinen Sie, dass ein Kraftwerksbetreiber ein lebenslanges Recht dafür besitzt, dass er ein Kraftwerk 8000 Stunden lang unter Volllast im Jahr betreiben kann?"
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Nein das meine ich nicht, das ist eine Verdrehung der Tatsachen durch Sie. Sie und Herr Gogo sind nur der Meinung, das die Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber die Kapazität solange zur Verfügung stellen um den Zappelstrom auszugleichen ohne dafür zahlen zu wollen.

Siehe auch herr Gogo: #290: "natürlich, dafür habe einen Netzanschluss und so solle es auch bleiben."

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"Was kümmert Sie es, wie viel Strom wann andere verbrauchen und welche Stromtarife die Anbieter ihren Kunden unterbreiten?"
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Die nächste Verdrehung. Das kümmert mich gar nicht, mich kümmert es das immer Weniger für die Kosten für Bereithaltung von Kraftwerken und Netz bezahlen müssen.

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#248: "Lieber Herr Stiller, wie viel Strom haben Sie an ihrer Steckdose erhalten, der nicht bedarfsgerecht war?"
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Keinen ich habe jeglichen Strom Bedarfsgerecht bekommen. Dafür bezahle Ich. Die Zappelstromerzeuger zahlen dafür eben nicht in dem Masse wie die anderen.

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Müssen denn Besitzer von konventionellen Kraftwerken für die "Kosten" anderer einspringen, wenn deren Anlage aus technischen Gründen nicht mehr liefern kann?
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Nein, eine gewisse Reserve war schon immer eingepreist und wurde von allen gleichmäßig bezahlt. Der neue Zappelstrom erhöht jetzt die Bereitstellung von Reservekraftwerken, beteiligt sich aber zu immer geringeren Kosten daran.

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Sehen Sie, genau das meinte ich mit unliberale Denkweise. Sie stören sich daran, wie andere ihren Strom verbrauchen.
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Wieder die gleiche Verdrehung. Ich störe mich nicht daran, das andere Ihren Strom selbst verbrauchen, sondern daran das Sie sich ungenügend an der Versorgungssicherheit beteiligen und die Kosten auf andere abwälzen.

Sie haben wieder einen Haufen Nebelkerzen geworfen und auf jede habe ich Ihnen eine Quasi fast gleich lautende Antwort gegeben. So wie immer. Ich denke es reicht langsam.

19

#271: Jürgen Wanninger sagt:
„Ich werde jetzt mal unsachlich,“

Aber Herr Wanninger, war das schon mal anders?

„Wenn Photovoltaik doch so toll ist und Photovoltaik-Dächer laut Gogo ja bald billiger werden als simples Ethernit oder Ziegel, dann kann man das EEG doch morgen abschaffen. Es rechnet sich doch alles angeblich so wunderbar und spart ja angeblich so viel.“

Die Idee ist alt wie die Photovoltaik zur Energiegewinnung. Ich erinnere mich an diverse Patentschriften eines PV Dachziegelsystemes mit integrierter Kontaktierung aus den 80er Jahren. Das waren Visionäre, nur war die Technik noch nicht weit genug entwickelt. Wer kannte damals schon PV.
Sie müssen sich noch ein wenig gedulden, bis das so weit ist. Solche Synergieeffekte sind immer wünschenswert.
Hauptproblem: Standardisierung (DIN, EN, ISO).

Wenn aber demnächst das installierte kWpeak für unter 500€ fertig installiert zu haben ist, dann wird sich selbst ein Dach aus Wellplatten anstrengen müssen.
Da kann man sich auf die Zukunft freuen.
Wärmeisolation, Stromproduktion und Regenschutz in einem.

Sie sollten nicht ständig wieder vergessen, dass das erst durch das gegenwärtige EEG möglich geworden ist.

Natürlich kann man das EEG in der heutigen Form 2033 auslaufen lassen. Doch bedenken Sie, die wirtschaftliche Produktion der kWh für rund 1ct ist nur durch das EEG möglich werden. So soll eine Subvention wirken. Sie darf jedoch auch effektiver sein. Bringen Sie Ihre Ideen ein.
Ich fürchte, dass 2033 schon ein neues EEG auf dem Weg sein wird und darüber werden wir vielleicht nicht mehr so humorvoll diskutieren können wie wir es derzeit tun.
Es sei denn es gelingt den Energiebedarf dramatisch zu senken, wenn dem Si-Zeitalter das Si&C Zeitalter folgt.

Gruss
Paul Gogo

20

#284: Holger Burowski sagt:

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Gut, wir machen jetzt folgendes, aber morgen darf keine PV-Anlage mehr Strom einspeisen, der Betreiber darf nur noch zum Eigenverbrauch produzieren. Würde das das von Ihnen aufgezeigten Probleme der Asozialität der PV-Anlagenbesitzer beseitigen? Denken Sie nach, bevor Sie antworten!
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Ich denke immer nach bevor ich Antworte.
Nein würde es nicht, denn er würde nach wie vor Schwankungen zwischen 0% und 100% erzeugen, die andere ausgleichen müssen und entsprechend Kraftwerke und Netzkapazitäten bereithalten, damit zu diesen Zeiten die Stromversorgung nicht zusammenbricht.

Wie ich schon gezeigt habe ist der monatliche Durchschnittsverbrauch eines Haushalts normalerweise fast gleich, aufgrund von Heizung und Beleuchtung schwankt das nur geringfügig zwischen Sommer und Winter:

http://tinyurl.com/nvm7xgl

Wenn sich PV Betreiber selbst Versorgen schwankt es nur stärker und bezahlen müssen es hauptsächlich andere. Das habe ich in #232 veranschaulicht. Wenn sie das nicht verstehen dann weiß ich nicht wie ich es Ihnen besser erklären kann.

Würde der PV Betreiber sich hingegen Speicher anschaffen, könnte er mit dem Überschuss im Sommer den Verbrauch im Winter kompensieren und somit die Schwankungen auch wieder reduzieren. Dann könnte der Netzausbau verhindert werden und Kraftwerke abgeschaltet werden. Das tut der PV Betreiber aber nicht , stattdessen vertraut er darauf das konventionelle Kraftwerke im Winter seinen bedarf decken. Für 100% Erneuerbare Energien ist das an sich schon ein moralischer verwerflicher Widerspruch.

Wenn die Netzkosten und die Bereitstellungskosten auf immer weniger Bürger umgelegt werden Steigen die Strompreise. Gleichzeitig fallen PV Module weiter.

Selbst wenn Sie dann im Sommer ihren PV Strom verschenken würden, würde ihn keiner mehr wollen, denn er müsste ja dann die Netzgebühren, Steuern und EEG abgaben bezahlen. Stattdessen werden weitere sich auch ein PV Anlage auf Ihr Dach machen um die Netzgebühren zu sparen. Mit der Folge das immer weniger das Netz finanzieren und die Preise weiter steigen.

Solange Sie diesen Zusammenhang nicht erkennen, können sie auch nicht verstehen warum ich das als asozial bezeichne.

Der Gesetzgeber wird letztendlich gezwungen sein, auch die Netzumlage, Steuern etc. auf den Eigenverbrauch umzulegen. Mit Smartmeter kommt gleich auch Stasi 2.0 damit Sie beim Eigenverbrauch nicht schummeln. Sie werden es sehen und ich hoffe das zu dem Zeitpunkt auch die Grünen Regierungsverantwortung tragen.

21

#282: L. Stiller sagt:
"Also belasten Sie doch das netz, spätestens wenn Sie "redundanz" benötigen, weil jede Nacht Ihre PV-Analge keinen Strom liefert."

Mein lieber Herr Stiller,
natürlich, dafür habe einen Netzanschluss und so solle es auch bleiben.
In den Stunden zuvor hatten wir tausende von Eisenbahnwagen mit Öl oder Kohle beladen eingespart. Erdumspannend lange Güterzüge mit Öl und Kohle beladen.
Glücklicherweise hebt das Herr Wanninger in seinen Beiträgen immer wieder hervor. Glauben Sie die Menge der Energieäquivalente in Tonnen Öl oder Kohle etwa nicht? Fragen sie Herrn Wanninger.

Und Herr Stiller, Sie kritisieren ja noch immer jeden, dessen neuer 24“ Flachbildschirm nur noch 18W Maximalleistung aufweist, statt der gewohnten 200W und der sich dann auch noch abschaltet, wenn niemand davor sitzt. Halten Sie das nicht für ein wenig überholt?
Mit dem sogenannten Stiller-Deckel werden wohl zukünftig die Lichtschalter abgedeckt und verplombt um absichtliches und unabsichtliches Ausschalten zu verhindern. Das würde die Grundlast erhöhen und den Ausbau der Netze fördern.

-2019 wird eine Einsparung von jährlich 325 TWh im Vergleich zu 2009 erwartet (Quelle: VDMA). Und 2019 wird noch kein Ende in Sicht sein.-
„Sie geben die Antwort ja schon selbst: 'jährlich'. Die Einsparungen sind nämlich einigermaßen konstant.“

Statistisch gesehen sind diese deutlich weniger konstant wie die eingespeiste EE-Energie, die jedes Jahr nahezu die gleiche Menge Energie liefert.
Schön, dass Sie mir hier zustimmen.

Die el. Leistungsabnahme in Deutschland schwankt täglich um etwa 50%. In diesem Zusammenhang ist das netzdienlich Verbrauchermanagement zu nennen, das die Verbauchsspitzen kappt indem nicht alle Motore, Heizungen, Beleuchtungen gleichzeitig einschalten.
Die Gleichzeitigkeit war in vielen Fällen unvorteilhaft, nur man konnte es nicht ungleichzeitig tun. Dank des Mooreschen Gesetzes kann man das heute mit zahlreichen Synergieeffekten so steuern.

Warum nehmen Sie nicht einfach an einer Führung durch einen Industriebetrieb teil?

„Ich hätte dann ein Problem damit, wenn die Einsparungen in dieser Größenordnung unvorhersehbar wären.“
Sie glauben also, dass jeder der Millionen, in der Effizienz verbesserten Antriebe sich beim -zuständigen Kraftwerk- anmeldet.
Die intensiv laufende Umstellung von Pneumatik / Hydraulik auf elektrische Antriebe dürfte Ihnen ein besonderer Dorn im Auge sein.

Im PKW hat man genau diese Art der Energieeinsparung bei der Servolenkung eingeführt.
Leistung dann, wenn man ohne Servo ein hohes Drehmoment am Lenkrad hätte.

"Es geht nicht darum das der Verbrauch um ein ein paar GE schwankt."

Der Leistungsbedarf schwankt im Winter täglich zwischen 100% und 50% und im Sommer zwischen 50% und 25%. Ohne EE! Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2000!
50% von 79GW sind wie viel?

Gruss
Paul Gogo

22

#278Hader: sie schrieben folgende Verdrehung:" Die "neuen Wettbewerber" machen den alten Hasen das Leben schwerer. Mir ist allerdings kein Fall bekannt, wo neue Wettbewerber Geld an alte Wettbewerber zahlen mussten, weil Letztere ihre Ware nicht mehr wie früher am Markt absetzen können. Meinen Sie, dass ein Kraftwerksbetreiber ein lebenslanges Recht dafür besitzt, dass er ein Kraftwerk 8000 Stunden lang unter Volllast im Jahr betreiben kann? Mir ist so ein solches Recht nicht bekannt. Auch keines, welches ihn entschädigen würde. "

das kann doch wohl nicht ihr ernst sein, dass sie nicht erkennen, dass die "zappelstromer"(guter Ausdruck aus der Diskussion hehe) regierungsgestützte marktzerstörer sind statt seriöse Wettbewerber und wir gut daran tun, die Abschaltung der nur künstlich und unehrlich unrentabel gewordenen grundlaststromer und gasKW zu verhindern. oder vielleicht gut, den Markt laufen zu lassen und den Blackout als tägliches Brot zu akzeptieren, nächszte Stufe: nur noch ab und zu strom anbieten, wenn wind und sonne und biogas reichen, mal was anzuschalten als verbraucher, am besten auch nachts waschen ?

23

Lieber Herr Wanninger, können Sie sagen, was #280 mit Stromspeicher zu tun hat? Oder meinten Sie ein anderes Posting?

24

Lieber Herr Stiller, mittlerweile türmen sich in unserer Diskussionen die Fragen auf, auf die Sie gar nicht angehen. Ich will nur mal die wichtigsten hier nennen:

#278: "Meinen Sie, dass ein Kraftwerksbetreiber ein lebenslanges Recht dafür besitzt, dass er ein Kraftwerk 8000 Stunden lang unter Volllast im Jahr betreiben kann?"

#278: "Wenn man nur Geld in die Forschung steckt, aber nicht in die Produktion, dann ist die Wirkung äußerst gering. Das zeigt die Erfahrung von Großunternehmen. Es gibt da praktisch niemanden, der bei einem Projekt sein Geld nur für die Forschung ausgibt. Warum wohl?"

#258: "Was kümmert Sie es, wie viel Strom wann andere verbrauchen und welche Stromtarife die Anbieter ihren Kunden unterbreiten?"

#248: "Lieber Herr Stiller, wie viel Strom haben Sie an ihrer Steckdose erhalten, der nicht bedarfsgerecht war?"

Noch zwei Anmerkungen zu Ihrem letzten Kommentar:

"Wenn er dadurch das Netz nicht destabilisiert bzw. er selbst für die Kosten aufkommt bzw. diese in seinem Tarif an Seine Kunden weiter gibt so das er also sich und seine Kunden bedarfgerecht bedienen kann und niemand anderes für ihn 'einspringen' muss spricht nichts dagegen."

Müssen denn Besitzer von konventionellen Kraftwerken für die "Kosten" anderer einspringen, wenn deren Anlage aus technischen Gründen nicht mehr liefern kann?

"-----------
Die Situation wäre aber dieselbe, viele PV-Anlagen-Besitzer würden nur sporadisch zu bestimmten Zeiten Strom aus dem Netz beziehen.
-----------
Genau das darf nicht passieren. Weil dann wieder andere enorme Spitzenkapazitäten bereithalten müssten, damit im Winter das Netz nicht zusammenbricht."

Sehen Sie, genau das meinte ich mit unliberale Denkweise. Sie stören sich daran, wie andere ihren Strom verbrauchen. Für mich kommt sowas an Spießigkeit direkt nach der Beschwerde, wie Nachbarn ihre Kehrwoche machen.

MfG
S.Hader und viel Spaß beim Beantworten.

25
Jürgen Wanninger

@#280, S. Hader:

Warum Sie hier jetzt so rumeiern, ist mir auch nicht ganz klar. Vor Tagen waren wir uns einig, dass Die Zappelstromerzeuger OHNE Speicher sinnlos bleiben. Sie selbst schrieben 'Ohne Speicher wird die Energiewende scheitern'.

Speicher zu ökonomisch vertretbaren Preisen sind weit und breit weder konzeptionell noch gar in Großserie verfügbar. Das haben Sie offenbar vergessen. Und mitllerweile haben Sie sich den Fundamentaloppositions-Monologen des Möchtegern-Ingenieurs Gogo angeschlossen und diskutieren auf dem gleichen unterirdischen Niveau weiter.

Was denn jetzt? Scheitern sie ohne Speicher oder nicht?

Kleine Erinnerungshilfe gefällig? Am letzten Freitag fehlte zur morgendlichen Lastspitze mal wieder richtig viel Strom von den Zappelstromerzeugern. Hier kann sich jeder über die aktuelle deutschlandweite Einspeisung von Wind- und Solarstrom informieren: http://tinyurl.com/3yk5esq und http://tinyurl.com/3xwsa63:

Freitag 28.9.2013 8 Uhr Deutschland braucht 70 GW Strom,
Wind produziert aber nur 1,8 GW, Sonne ebenfalls nur 1,8 GW, das sind 5,1% der benötigten Leistung. 94,9% mussten wie so oft folglich aus konventioneller Stromerzeugung produziert werden, damit überall in Deutschland die Lichter angehen konnten. Und das wird noch Jahrzehnte so bleiben, denn selbst bei zehnfachen Zappelstromausbau hätte die gerade mal die Hälfte des benötigten Stroms erzeugt!

26

#279: Paul Gogo sagt:

-----------
Das wäre ein Verlust an Synergie und Redundanz.
-----------
Ihr Beitrag ist auch wieder unnatürlich komisch. Halten Sei es eigentlich für selbstverständlich das Sie für die Bereitstellung der Redundanz die Sie jede Nacht benötigen nichts bezahlen?

27
Holger Burowski

Herr Stiller,

nur auf ein paar Argumente von Ihnen:
"Diejenigen für Die also das Netz ausgebaut werden, beteiligen sich an den Kosten am wenigsten, denn sie bezahlen ja nur für die Entnahme."

Wenn man 14 ct für die kWh bei der Einspeisung bekommt und 25 ct bei der Entnahme bezahlt, frage ich mich, was macht wer mit der Differenz?

"4000€ durch 3800KWh = 1,05€ pro KWh Strom."

Da wird es jemanden geben, der billgerer und näher am Verbraucher den Strom produziert und den Überschuss von PV und Wind gleich mit einsammelt. Sie haben zuwenig Vertrauen in die Marktwirtschaft. Die derzeitigen Rahmenbedingungen werden genau dazu führen, dass die Gigawatt-Kraftwerksblock-Epoche langsam aber sicher zu Ende gehen wird.

"Wenn der PVler fluktuierend einspeist und deshalb auch nur fluktuierend Strom entnimmt, verursacht er die Kosten an denen er sich über den Stromverbrauch nur zu dem geringen Teil beteiligt, den er auch wieder entnimmt (also ca. 30%)."

Gut, wir machen jetzt folgendes, aber morgen darf keine PV-Anlage mehr Strom einspeisen, der Betreiber darf nur noch zum Eigenverbrauch produzieren. Würde das das von Ihnen aufgezeigten Probleme der Asozialität der PV-Anlagenbesitzer beseitigen? Denken Sie nach, bevor Sie antworten! Und sein Sie vorallem ehrlich und konsequent in Ihrer Argumentation!

28
Andreas Demmig

#280

" vielleicht können Sie ... ja sagen, warum derzeit PV-Produzenten aus dem asiatischen Raum erfolgreicher als deutsche Unternehmen sind..."

Sehr geehrter Herr Hader,
weil sie das Produkt dem einfach viel preiswerter anbieten können.

- Die Vorprodukte kommen zu 80% (+/-) aus Deutschland, die Maschinen laufen in China nicht billiger
es bleiben also nur die Löhne (hier geschätzt: 10% Anteil) und vor allem die niedrigeren Energiekosten.
- und die Steuern und Abgaben. ( Zu den Subventions-Vorwürfen kann ich nichts sagen, sicherlich will die chinesische Regierung den Export stärken)

Eine gute Woche

29

#279: Paul Gogo sagt:

--------------
Das wäre ein Verlust an Synergie und Redundanz.
--------------
Also belasten Sie doch das netz, spätestens wenn Sie "redundanz" benötigen, weil jede Nacht Ihre PV-Analge keinen Strom liefert.

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Aber Herr Stiller, Sie kritisieren damit jeden, dessen neuer 24“ Flachbildschirm nur noch 18W Maximalleistung .....
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Das gleiche haben Sie schon in 161 geschrieben und ich habe Ihnen in 163 geantwortet. Leiden Sie an Demenz?

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2019 wird eine Einsparung von jährlich 325 TWh im Vergleich zu 2009 erwartet (Quelle: VDMA). Und 2019 wird noch kein Ende in Sicht sein.
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Sie geben die Antwort ja schon selbst: 'jährlich'. Die Einsparungen sind nämlich einigermaßen konstant. Ich hätte dann ein Problem damit, wenn die Einsparungen in dieser Größenordnung unvorhersehbar wären. Also heute Spart er 70GW leistung und morgen benötigt er sie plötzlich doch und die Ausgleichskosten für dieses ungleichmäßige 'Sparen' zahlen.
Es geht nicht darum das der Verbrauch um ein ein paar GE schwankt, sondern darum das er Größenordnungen um 70GW schwankt und deshalb das Netz noch ausgebaut werden muss.

30

#278: S.Hader sagt:

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Sie sprechen hier die Kosten an, die den Kraftwerkbesitzern entstehen, dass sie bestimmte konv. Kraftwerke mit weniger Volllaststunden betreiben und somit häufiger in einem ungünstigen Arbeitsmodus laufen.
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Ich spreche von kosten die Entstehen, das Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber dafür Sorgen müssen, das das Netz wegen den PV nicht zusammenbricht.

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Die "neuen Wettbewerber" machen
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Da EEG nichts mit Wettbewerb zu tun hat, ist der ganze Absatz und Ihr Airbus-Vergleich wieder nur eine Ablenkung.

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Okay, mal angenommen, es gebe keinen Einspeisezwang für PV-Strom mehr und jeder Besitzer ist selbst dafür verantwortlich, ob und wie er seinen Strom vermarktet,
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Wenn er dadurch das Netz nicht destabilisiert bzw. er selbst für die Kosten aufkommt bzw. diese in seinem Tarif an Seine Kunden weiter gibt so das er also sich und seine Kunden bedarfgerecht bedienen kann und niemand anderes für ihn 'einspringen' muss spricht nichts dagegen.

-----------
Die Situation wäre aber dieselbe, viele PV-Anlagen-Besitzer würden nur sporadisch zu bestimmten Zeiten Strom aus dem Netz beziehen.
-----------
Genau das darf nicht passieren. Weil dann wieder andere enorme Spitzenkapazitäten bereithalten müssten, damit im Winter das Netz nicht zusammenbricht.

-----------
Für die Netzstabilität sind in erster Linie die Betreiber der Verbundnetze zuständig. Das was dabei an zusätzlichen Kosten für Speicher und Infrastruktur anfällt, werden diese Betreiber an die Kunden weitergeben. Was auch sonst?
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Eben, und die PVler stören das Netz gewaltig durch die Fluktuierende Einspeisung und zahlen dürfen es die anderen, genau das was ich immer gesagt habe. Gut das Sie es bestätigen.

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Es gibt da praktisch niemanden, der bei einem Projekt sein Geld nur für die Forschung ausgibt.
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Davon habe ich auch nicht geschrieben. Sondern davon direkt 1mrd in Forschung zu stecken, statt erst 20 mrd in 'unfertige' Produkte zu investieren.
Z.B. direkt in Forschung in Hochschulen und die Patente können dann auch lizensiert werden.

31

Lieber Herr Heinzow, bzgl. #269, ich habe mich nie als Ökonom bezeichnet. Wenn Sie allerdings fachlich etwas zu meinen Aussagen sagen wollen, ich bin ganz Ohr und lerne gerne dazu.

Übrigens wenn wir schon beim Thema sind, vielleicht können Sie als Ökonom ja sagen, warum derzeit PV-Produzenten aus dem asiatischen Raum erfolgreicher als deutsche Unternehmen sind. Da würde mich wirklich mal Ihre Meinung interessieren.

32

#275: L. Stiller sagt:
„Wenn jeder mit einer PV Anlage das Netz nicht belastet warum sollte er dann angeschlossen sein?“

Lieber Herr Stiller,
es ist ein Unterschied, ob jemand das Netz nicht höher belastet, oder weniger belastet weil er Energie spart, oder wenn jemand vollständig autark ist. Letzteres will niemand. Das wäre ein Verlust an Synergie und Redundanz. Deshalb leben wir in einer Staatsgemeinschaft.

Aber Herr Stiller, Sie kritisieren damit jeden, dessen neuer 24“ Flachbildschirm nur noch 18W Maximalleistung aufnimmt und nach 3 Minuten Nichtstun in den Sleepmode schaltet, und dessen Beleuchtung jede Jahr 10% weniger konsumiert und die Heizungsumwälzpumpe mit nur noch 25% Energiebedarf und jeden der einen Lichtausschalter benutzt und Sie sich selbst mit Ihren LED Energiesparleuchtmittel.

Sie kritisieren die deutsche Industrie, weil die für ihre elektrischen Antriebe von 1999 bis 2009 jährlich 175 TWh an elektrischer Energie eingespart hat bei gleichzeitiger Funktionsverbesserung, und geringerer Wartung. Die mittlere Amortisationszeit für eine Antriebsregelung betrug 2 Jahre.
2019 wird eine Einsparung von jährlich 325 TWh im Vergleich zu 2009 erwartet (Quelle: VDMA). Und 2019 wird noch kein Ende in Sicht sein.
So werden z.B. Leerlaufzeiten der Motore durch Abschaltung der Motore ersetzt. Das hat zur Folge, dass mech. Kupplung und ggf. Getriebe entfallen können.

Mit derartigen temporären Abschaltung haben Sie aber ein Problem, obwohl ein Leistungsmesser nicht erkennen kann, ob der Energiebedarf wegen gesteigerter Effizienz der Antriebe zurückging oder wegen einer EE Einspeisung.
Glücklicherweise geschieht beides gleichzeitig, denn es gibt auch noch kluge Köpfe. Es wird weniger Energie für die Antriebe benötigt und es wird gleichzeitig eingespeist.
Das Mooresche Gesetz hat das ermöglicht.

„Amen.“

Das war Ihr treffenstes Wort im ganzen Thread. Es geht um Ihre Energie-Religion und es geht nicht um Energie.

Gruss
Paul Gogo

33

#270: "Falsch, das mit den Lieferverträgen war Ihre Idee ich habe in 232 darauf gesagt:'jeder soll für den Teil aufkommen den er Verursacht.' und damit meine ich insbesondere die Netzkosten/Regelkosten/Schattenkraftwerke die PV (zusätzlich) verursacht.
Welchen Tarif darf denn der Stromanbieter anbieten, bei dem der Kunde sich nicht an dem EEG und den Kosten für die Fluktuierende Einspeisung beteiligen muss? Der von Ihnen genannte Sommer/Winter Tarif ist es jedenfalls nicht. Nennen Sie doch einen Tarif der das könnte."

Lieber Herr Stiller, dürfen darf der Stromanbieter vieles. Es steht ihm auch völlig frei, seinen Kunden den Tarif anzubieten, der genau Ihre hier formulierten Forderungen enthält. Aber beschweren Sie sich beim Stromanbieter und nicht bei mir, wenn er es nicht tut.

"Aber er muss nicht dafür bezahlen, das er ungehindert fluktuierend Strom einspeist, den die Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber dann mit enormen Kostenaufwand ausgleichen müssen. Der PVler ist zu 100% für den Aufwand verantwortlich, beteiligt sich aber nur zu 30% an den Kosten. Es geht also darum die Kosten dort zu belassen wo sie entstehen und diese nicht auf andere zu verteilen, so wie sie es sehen."

Schon mal gut, dass Sie sich hier etwas verständlicher ausgedrückt haben. Das was Sie ansprechen ist Bestandteil des EEG. Ich finds okay, Sie nicht. Ist angekommen.

"Insofern ist es nämlich gar nicht möglich für die Stromanbieter einen Stromtarif zu erstellen, der die andern Kunden nicht an den Fluktuierenden Stromeinspeisungen beteiligt."

Sie sprechen hier die Kosten an, die den Kraftwerkbesitzern entstehen, dass sie bestimmte konv. Kraftwerke mit weniger Volllaststunden betreiben und somit häufiger in einem ungünstigen Arbeitsmodus laufen. Ich wiederhole das deshalb mal, weil mir vorher nicht wirklich klar war, worauf Sie eigentlich hinaus wollten. Tut mir leid, dass mir das nicht schon vorher klar war.

Nun, in der Tat ist es so, dass diese Kraftwerksbesitzer diese zusätzliche Kosten haben und diese an ihre Kunden verteilen, in dem Fall auf alle. Ich halte das aber für durchaus vertretbar. Die Konkurrenzsituation auf der Angebotsseite am deutschen Strommarkt hat erheblich zugenommen, was ja auch staatlich so gewollt war. Die "neuen Wettbewerber" machen den alten Hasen das Leben schwerer. Mir ist allerdings kein Fall bekannt, wo neue Wettbewerber Geld an alte Wettbewerber zahlen mussten, weil Letztere ihre Ware nicht mehr wie früher am Markt absetzen können. Meinen Sie, dass ein Kraftwerksbetreiber ein lebenslanges Recht dafür besitzt, dass er ein Kraftwerk 8000 Stunden lang unter Volllast im Jahr betreiben kann? Mir ist so ein solches Recht nicht bekannt. Auch keines, welches ihn entschädigen würde. Meinen Sie etwa, dass beispielweise Airbus an Boeing für deren zusätzlichen Kosten aufkommen, weil Letztere weniger Flugzeuge absetzen können als sonst? Ich halte das eine ziemlich merkwürdige Denkweise, dass Marktgewinner für die Kosten von Marktverlierern aufkommen sollen, nur weil sie wegen Ersteren weniger absetzen können. Aber nichts anderes fordern Sie hier!

"Wieder einer Ihrer rhetorischen Tricks. Ich habe es Ihnen nämlich schon zig mal erklärt. Wenn der PVler fluktuierend einspeist und deshalb auch nur fluktuierend Strom entnimmt, verursacht er die Kosten an denen er sich über den Stromverbrauch nur zu dem geringen Teil beteiligt, den er auch wieder entnimmt (also ca. 30%)."

Okay, mal angenommen, es gebe keinen Einspeisezwang für PV-Strom mehr und jeder Besitzer ist selbst dafür verantwortlich, ob und wie er seinen Strom vermarktet, hätten Sie dann immer noch ein Problem damit? Weil das dürfte bei der preislichen Entwicklung spätestens in 10 Jahren passieren, dass eine gesonderte Fördermaßnahme mit fester Einspeisevergütung und -vorrang nicht mehr notwendig ist. Die Situation wäre aber dieselbe, viele PV-Anlagen-Besitzer würden nur sporadisch zu bestimmten Zeiten Strom aus dem Netz beziehen. Könnten Sie mit dieser Situation trotzdem leben oder finden Sie das alles immer noch so schrecklich ungerecht.

"Würde er Seiner Verantwortung nachkommen (insbesondere wenn es mal 100% erneuerbare werden sollen) und den Strom Sommer wie Winter gleichmäßig zur Verfügung zu stellen, denn er selbst braucht ja auch im Winter mehr Strom, dann müsste er entsprechende Speicher bereithalten, die kosten natürlich Geld und deshalb ist es für Ihn einfacher, die Netzstabilität von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen. Das ist asozial."

Für die Netzstabilität sind in erster Linie die Betreiber der Verbundnetze zuständig. Das was dabei an zusätzlichen Kosten für Speicher und Infrastruktur anfällt, werden diese Betreiber an die Kunden weitergeben. Was auch sonst?

"Von einfach habe ich nichts gesagt, sondern günstiger. Die Gefahr das PV dann immer noch nicht wirtschaftlich ist, besteht dann immer noch. Statt 100MRd. in 5 Jahren haben wir dann aber nur 5Mrd. in den Sand gesetzt."

Wenn man nur Geld in die Forschung steckt, aber nicht in die Produktion, dann ist die Wirkung äußerst gering. Das zeigt die Erfahrung von Großunternehmen. Es gibt da praktisch niemanden, der bei einem Projekt sein Geld nur für die Forschung ausgibt. Warum wohl?

34

@ #273 P. Gogo

Machen Sie ruhig den Steinmeier und übersehen Sie die Tütelchen. Oder war es umgekehrt, daß ich nicht den Steinmeier mache und ein Zitat auch entsprechend kennzeichne.

Allerdings möchte ich Ihnen empfehlen sich nicht mit BWLern anzulegen. Da können Sie als Laie sich nur ne blutige Nase holen ... 😉

35

#274: Jürgen Wanninger:

Lieber Herr Wanninger,
danke für die Korrektur. So falsch wäre BMI auch nicht, betrifft es doch auch unsere Innenpolitik. Innere Sicherheit!

Was mir wirklich Sorgen macht nach Ihrer Antwort ist:
Hatte ich das I mit W verwechselt oder das W vergessen?

„Was berechnen Sie denn da für eine merkwürdige Amortisation für bedarfsgerechten Kohlestrom (moderne Kohlekraftwerke mit KWK erreichen 60% Wirkungsgrad?

Herr Wanninger, jetzt sind wir wieder dort, wo wir vor Wochen waren. An was liegt es. So viele haben so viel Aufwand betrieben um Ihnen das zu erklären. Es war für nix.

Sie rechnen EE grundsätzlich schlecht und sind bei Kohle ständig in PM-Gefahr (Perpetuum Mobile Gefahr). Und bezüglich der Fehlermöglichkeiten haben Sie sogar Murphy bestochen was sich sogar bis in den Aerodynamikbereich erstreckt.

KWK hat allgemein für die Stromerzeugung einen schlechteren Wirkungsgrad als ein Kraftwerk ohne Wärmeproduktion.
Und die Verluste beim Wämetransport sind um den Multiplikator 10 bis 20 höher als beim Stromtransport und um den Multiplikator 1000 teuerer als elektrische Leitungen.
Und bei einer Störung frieren die innerhalb 24h ein, wie Sie hier erklärt hatten.

Die Zahlen stammen aus dem Energiereport von 2010 unseres BMWi.

„Wie kommen Sie auf 0,015 Euro/kWh. „

Ganz einfach, aus der Quelle Ihres Freundes Ehlig. DIY ist unverständlicherweise nicht berücksichtigt, denn damit können die Kosten je kWh auf deutlich unter 0,01€ gesenkt werden. Electricity just for nothing.
Daraus können Sie H2 generieren. Ich will Ihre Nerven nicht zu sehr strapazieren angesichts des technischen Fortschrittes. Für 0,03€ je kWh in Form von H2 und damit entweder direkt oder über eine Brennstoffzelle kochen oder Auto fahren. Dann werden Sie für 0,6€ H2 (~20kWh) 100km weit mit Ihrem BMWi3hfc fahren (im Tank sind danach noch immer 900km) und an jeder Tankstelle könnten Sie nachtanken - zu einem etwas höheren Preis.
Die Sonne schickt keine Rechnung und Autofahren wird nur noch geringe Betriebskosten verursachen. Die KFZ-Steuer wird selbstverständlich nach den gefahrenen Kilometern abgerechnet.

Gruss
Paul Gogo

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#272: Paul Gogo sagt:
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p.s. und mit PV auf Ihrem Dach würde das Netz nicht belastet werden.
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Sehr gut, dann können wir ja endlich alle PV Analgen vom netz trennen. Wenn jeder mit einer PV Anlage das Netz nicht belastet warum sollte er dann angeschlossen sein? Er kann dann sogar so viel Strom verbrauchen wie er möchte und das jeden Tag. Amen.

#274: Jürgen Wanninger
Herr Gogo hat das Problem schon gelöst, denn mit PV-Anlage auf dem Dach wird das Netz nicht belastet. Vermutlich hat er sich schon vom Netz getrennt. Danke Herr Gogo, hoffentlich trennen sich auch bald alle übrigen PV Betreiber. Dann muss der Strom auch nicht mehr ins Ausland abgeleitet werden:

http://tinyurl.com/mdbax4c

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Jürgen Wanninger

@#272 Inschenijör und Sandmännchen Gogo:

Ist BMI Ihr persönlicher Body-Mass-Index, Ihr Brain-Mass-Index oder das Bundesministerium des Innern (doch was hat dieses mit Kraftwerken zu tun?).

Was berechnen Sie denn da für eine merkwürdige Amortisation für bedarfsgerechten Kohlestrom (moderne Kohlekraftwerke mit KWK erreichen 60% Wirkungsgrad Herr Inschenijör!) und ohne Kohle oder Gasbackup unverwendbaren Solarstrom?

Wie kommen Sie auf 0,015 Euro/kWh. Solarstrom ist für sich alleine nicht netztauglich. Das weiss inzwischen jedes Kind. Man braucht Speicher oder Backupkraftwerke zusätzlich. Die sind nicht umsonst.

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#269: T. Heinzow sagt:
"Um ein erfolgreiches Produkt zu bekommen, muss man auch in die Produktionsanlagen investieren und versuchen, eine möglichst hohe Stückzahl zu produzieren und abzusetzen. Nur so können Herstellungskosten massiv gesenkt werden,..."

Lieber Herr Heinzow,
volle Übereinstimmung, denn selbst manche Qualitäter wissen heute noch nicht, dass die Prüfbarkeit im Fertigungsprozess ein fast ausschliessliches Thema der Produktentwicklung ist!
Auch SPC muss durch Entwicklungsmassnahmen ermöglicht werden.

Ergänzen möchte ich noch, dass die Effizienz einer Fertigung (z.B. Personalaufwand, Energieeinsatz, Materialeinsatz, Halbfertigteile im Umlauf, Restmaterialmenge, Ausschuss) um so höher ist, um so grösser der Druck durch hohe Kosten und/oder Bedarfe (Löhne, Energie, Werkstoffe, Abfälle u.s.w) während der Planungs- und Entwicklungsphase war. Man kann sich über die Ausführung und Arbeitsweise von Produktionsstätten in Fernost, Fernwest, UK nur wundern. In machen Fällen ist selbst der Massstab eines Schrottplatzes durchaus angebracht.

Aus diesem Grund betreibt man auch vielfach geartete Vorserien Produktionen, da viele Schwachstellen erst in einem ausreichend grossen Kollektiv erkennbar werden.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Designänderungen eines Massenproduktes nach z.B. 6, 12 oder 24 Monaten.

„Wieviel Produktionsanlagen für Solarpanels etc. stehen da eigentlich im wilden Osten so ungenutzt rum?“

Eben, nicht ausreichend angepasst. Deshalb starben auch viele Arten aus. Das nennt sich Evolution.

Gruss
Paul Gogo
p.s. ob Sie nun ein guter oder schlechter Buchhalter sind, kann aus diesem Beitrag nicht abgeleitet werden. Da stehen sich die Möglichkeiten „ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“ dem einzigen Ausrutscher in Ihrem Leben gegenüber (Ihre Vergangenheit will ich mal löschen, jeder verdient eine 2. Chance.)

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#268: J. Ehlig sagt:
„1. Auch Leistungen z.B. von Behörden oder BWLern lassen sich in Energieverbrauch umrechnen"

Lieber Herr Ehlig,
dann fangen Sie mal mit einer Modellrechnung.
Und was wollen Sie damit beweisen? Wohl nicht die BWL.

„2. wenn sich der Solarstrom-Selbsterzeuger als Mittelpunkt der Stromnetzes sieht, kommt er nicht über den Gogo-Horizont hinaus.“

Herr Ehlig, Ihre Argumente werden nicht mehr und nicht besser wenn Sie mich persönlich angreifen. Geben Sie Ihre Konstrukte zum Besten.

„3. Wirkungsgrade von Kohlekraftwerken hat P.Gogo bestimmt 1965 in der Schule gelernt. 33% sind vielleicht zutreffend für die alten Kraftwerke,“

Waren es nicht 33,33%. Das ergab 3 x Unendlich. War eine eine unzulässige Vereinfachung zugunsten ganzer Zahlen. Ich bitte Sie um Entschuldigung, dass ich sie überschätzt hatte.

Nach dem Energiereport des BMI für das Jahr 2010 waren es 38% Wirkungsgrad. Das verkürzt die Amortisationszeit von 3 x Unendlich auf 2,63 x Unendlich!!

Danke für Ihren wichtigen Hinweis.

„4. Selbst bei einem historisch überholten Wirkungsgrad von 33% ist die Bedarfsstrom-Lieferung aus Kohlekraftwerken noch um ein Vielfaches billiger als Strom aus Wind oder gar Sonne.“

Gemäss Ihrer Quellenangabe muss das Kohlekraftwerk in 20 Jahren gegen maximal 0,015€/kWh antreten. Die Brennstoffkosten für ein modernes Kohlekraftwerk liegen heute um die 0,03€/kWh ab Kraftwerk. An Ihrer Steckdose sind es 20%. Damit liegen die Brennstoffkosten frei Ihrem Wohnzimmer heute bei 0,06€/kWh.

Gruss
Paul Gogo
p.s. und mit PV auf Ihrem Dach würde das Netz nicht belastet werden.

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Jürgen Wanninger

Ich werde jetzt mal unsachlich, weil das wochenlange Gelaber von Paul Gogo und S. Hader zum Himmel stinkt und vor Verdrehungen, Verfälschungen und Betrügereien nur so strotzt. Alles zigfach widerlegt.

Wenn Photovoltaik doch so toll ist und Photovoltaik-Dächer laut Gogo ja bald billiger werden als simples Ethernit oder Ziegel, dann kann man das EEG doch morgen abschaffen. Es rechnet sich doch alles angeblich so wunderbar und spart ja angeblich so viel.

Warum sind Sie und die ganzen Subventions-Abzocker nicht manns genug zu sagen, 'wir brauchen keine EEG-Subvention mehr. Die sind sowieso unsozial im Strompreis!' ?

Dann könnte man den Strompreis in einer Art novellieren, dass die reinen Leitungskosten in die Anschlussgebühr kommen und die reinen Erzeugungskosten der Energieversorger den Strompreis bestimmen. Und alle Alt-EEG-Förderungen kommen aus dem Strompreis heraus und werden künftig über das Steueraufkommen sozial veträglich bezahlt.

Ein Kompromiss-Vorschlag, mit dem eigentlich alle zufrieden sein könnten.

Diesen Kompromiss habe ich schon x-mal hier vorgeschlagen. Aber die Gogos und Haders wissen alles besser und müssen uns ihre Ideologien aufzwingen? Die Missionare Gogo und Hader müssen die dummen Wilden bekehren.

Deutschland war mal ein freies, marktwirtschaftliches Land. Das wussten die Grünen nachhaltig zu ändern.

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#266: S.Hader sagt:

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Sie sind derjenige, der sich darüber beschwert, welche Lieferverträge Stromanbieter und Stromkunden abschließen. Deshalb stelle ich Ihnen wiederholt die Frage, welches Problem haben Sie damit?
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Falsch, das mit den Lieferverträgen war Ihre Idee ich habe in 232 darauf gesagt:'jeder soll für den Teil aufkommen den er Verursacht.' und damit meine ich insbesondere die Netzkosten/Regelkosten/Schattenkraftwerke die PV (zusätzlich) verursacht.
Welchen Tarif darf denn der Stromanbieter anbieten, bei dem der Kunde sich nicht an dem EEG und den Kosten für die Fluktuierende Einspeisung beteiligen muss? Der von Ihnen genannte Sommer/Winter Tarif ist es jedenfalls nicht. Nennen Sie doch einen Tarif der das könnte.

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Jemand, der eine PV-Anlage auf sein Dach setzt, muss immer noch für den Strom bezahlen, den er aus dem Netz entnimmt. Er bezahlt wie andere Kunden eine Grundgebühr an den Stromanbieter.
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Aber er muss nicht dafür bezahlen, das er ungehindert fluktuierend Strom einspeist, den die Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber dann mit enormen Kostenaufwand ausgleichen müssen. Der PVler ist zu 100% für den Aufwand verantwortlich, beteiligt sich aber nur zu 30% an den Kosten. Es geht also darum die Kosten dort zu belassen wo sie entstehen und diese nicht auf andere zu verteilen, so wie sie es sehen. Insofern ist es nämlich gar nicht möglich für die Stromanbieter einen Stromtarif zu erstellen, der die andern Kunden nicht an den Fluktuierenden Stromeinspeisungen beteiligt.
Insofern ist das wieder nur eine Nebelkerze von Ihnen, den Ball den Stromanbietern zu zuwerfen.

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Noch mal, was haben Sie für ein Problem damit, dass man nicht zu 100% seinen Strombedarf aus dem Stromnetz deckt, sondern diesen selbst zum Teil selbst erzeugt?
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Wieder einer Ihrer rhetorischen Tricks. Ich habe es Ihnen nämlich schon zig mal erklärt. Wenn der PVler fluktuierend einspeist und deshalb auch nur fluktuierend Strom entnimmt, verursacht er die Kosten an denen er sich über den Stromverbrauch nur zu dem geringen Teil beteiligt, den er auch wieder entnimmt (also ca. 30%).
Würde er Seiner Verantwortung nachkommen (insbesondere wenn es mal 100% erneuerbare werden sollen) und den Strom Sommer wie Winter gleichmäßig zur Verfügung zu stellen, denn er selbst braucht ja auch im Winter mehr Strom, dann müsste er entsprechende Speicher bereithalten, die kosten natürlich Geld und deshalb ist es für Ihn einfacher, die Netzstabilität von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen. Das ist asozial.

Das haben sogar schon die Autoren auf Klimaretter in diversen Beiträgen erkannt.

Mittlerer weile gefährdet das sogar schon den Frieden mit unseren Nachbarn: http://tinyurl.com/mdbax4c

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Was hat das mit Planwirtschaft zu tun, wenn man sich in Zukunft als Kunde freier entscheiden kann, wie man seinen Strombedarf deckt und zu welchen Zeiten?
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Wieder eine Nebelkerze, denn das ist ja nicht so. Der Ist-Zusatnd ist, das einige einspeisen können was Sie wollen und andere für die Stabilität sorgen müssen.

#267 Herr Hader

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Lieber Herr Stiller, wenn es immer so einfach wäre, eine marktreife Technologie nur durch Forschung zu erzielen und auf Erstserien und neue Produktionsanlagen verzichten könnten,
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Von einfach habe ich nichts gesagt, sondern günstiger. Die Gefahr das PV dann immer noch nicht wirtschaftlich ist, besteht dann immer noch. Statt 100MRd. in 5 Jahren haben wir dann aber nur 5Mrd. in den Sand gesetzt.

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@ #267 S. Hader

Der selbsternannte ex-DDR-Spitzenökonom S. Hader gibt mal wieder seine Nullsätze zum Besten:
"Um ein erfolgreiches Produkt zu bekommen, muss man auch in die Produktionsanlagen investieren und versuchen, eine möglichst hohe Stückzahl zu produzieren und abzusetzen. Nur so können Herstellungskosten massiv gesenkt werden,..."

Kein Wunder, daß die "DDR" in die Staatspleite gehen mußte, bei soviel ökonomischer Kompetenz.

Wieviel Produktionsanlagen für Solarpanels etc. stehen da eigentlich im wilden Osten so ungenutzt rum?

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#262: Paul Gogo
1. auch Leistungen z.B. von Behörden oder BWLern lassen sich in Energieverbrauch umrechnen
2. wenn sich der Solarstrom-Selbsterzeuger als Mittelpunkt der Stromnetzes sieht, kommt er nicht über den Gogo-Horizont hinaus.
3. Wirkungsgrade von Kohlekraftwerken hat P.Gogo bestimmt 1965 in der Schule gelernt. 33% sind vielleicht zutreffend für die alten Kraftwerke, die die Betreiber stillsetzen wollen, aber staatlich verordnet weiter betrieben werden müssen wegen der Zappelstromerzeuger.
4. Selbst bei einem historisch überholten Wirkungsgrad von 33% ist die Bedarfsstrom-Lieferung aus Kohlekraftwerken noch um ein Vielfaches billiger als Strom aus Wind oder gar Sonne.

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#264: "Und wenn man das nicht schafft, nützen auch Ihre Subventionen nichts sondern waren raus geschmissenes Geld. Hätte man statt 20 Mrd. jährlich 1 Mrd. für Forschung ausgegeben, dann wären wir heute schon weiter ohne die Menschen durch unproduktiven Müll mit enormen Kosten zu belasten."

Lieber Herr Stiller, wenn es immer so einfach wäre, eine marktreife Technologie nur durch Forschung zu erzielen und auf Erstserien und neue Produktionsanlagen verzichten könnten, dann würden die Unternehmen für ihre Forschung und Entwicklungsabteilungen nicht mehr 5-10% ausgeben, sondern gleich 30% oder 50%. So einfach ist es aber nicht. Um ein erfolgreiches Produkt zu bekommen, muss man auch in die Produktionsanlagen investieren und versuchen, eine möglichst hohe Stückzahl zu produzieren und abzusetzen. Nur so können Herstellungskosten massiv gesenkt werden, Forschung alleine schafft das nicht. Deshalb reicht es eben nicht aus, wenn man öffentlich nur die Forschung fördert. Wenn sich die öffentlichen Investitionen lohnen sollen, dann muss man auch Geld für die Produktion bzw. für den Absatz in die Hand genommen werden.

"Schauen Sie sich mal an, was die Solar-Firmen in F&E gesteckt haben, das ist lächerlich."

Zu wenig, das kann man eindeutig sagen. Gerade die Forschungsförderungen für Stromspeicher, aber auch bei der Photovoltaik sind nicht ausreichend, um zumindest in dem Bereich in der Weltspitze zu bleiben. Und trotzdem, meine Berufserfahrung zeigt mir, obwohl ich seit vielen Jahren in der industriellen Forschung arbeite, nur durch Investitionen im F&E-Bereich kommt man nicht weiter. Es braucht beides, Investitionen in Forschung und in die Produktion. Große Unternehmen machen es tagtäglich vor.

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#260: "Herr Hader, wir produzieren mit PV komplett am Verbrauch vorbei und weil Sie das wissen kommen Sie mit einem Taschenspielertrick, mit höheren Tarifen im Winter und wollen das dann als "Gerecht" verkaufen."

Den Schuh mit der Gerechtigkeit bei Stromtarifen haben Sie sich selbst angezogen. Sie sind derjenige, der sich darüber beschwert, welche Lieferverträge Stromanbieter und Stromkunden abschließen. Deshalb stelle ich Ihnen wiederholt die Frage, welches Problem haben Sie damit?

"Das schlimme daran ist, das es noch nicht mal funktioniert, selbst wenn alle auf Ihren Trick hereinfallen würden und sich anpassen (was sie ohnehin nicht könnten) und den Strom im Sommer verbrauchen, ist das Netz ja trotzdem noch komplett nötig, nur dann halt im Sommer statt im Winter."

Hat irgendjemand behauptet, dass Stromnetze in nächster Zeit nicht mehr benötigt werden?

"Die PV Betreiber bedienen sich dann immer noch zu 70% selbst und zahlen nicht für das Netz."

Von was reden Sie da? Jemand, der eine PV-Anlage auf sein Dach setzt, muss immer noch für den Strom bezahlen, den er aus dem Netz entnimmt. Er bezahlt wie andere Kunden eine Grundgebühr an den Stromanbieter.

"Trotzdem wird es auch im Sommer tage geben, da werden auch die PVler den Kompletten bedarf benötigen. Wenn Sie dann alle umerzogen haben können Sie sich zurücklehnen und behaupten: 'Hey, was wollt Ihr denn, schaut doch mal Ihr verbraucht den ganzen Strom im Sommer und ich liefern den Strom dafür also ist doch gerecht das Ihr das Netz bezahlt'. Das ist Faktenverdrehung und Taschenspielerei erster Güte."

Noch mal, was haben Sie für ein Problem damit, dass man nicht zu 100% seinen Strombedarf aus dem Stromnetz deckt, sondern diesen selbst zum Teil selbst erzeugt? Ist es wegen der jetzigen Einspeisevergütung? Die sinkt für Neuanlagen mittlerweile schon monatlich. In 10 Jahren ist es sehr wahrscheinlich, dass die Preise für neue PV-Anlagen so weit gesunken sind, dass eine feste Einspeisevergütung nicht mehr notwendig ist und die Stromkunden mit dem Anbieter selbst aushandeln, ob und für wie viel er den zusätzlichen Strom annimmt.

"All die Leute die sich für eine Wärmepumpe entschieden haben steigen dann im Winter wieder auf ÖL/Gas um, weil der teure Strom die Wäremepumpe dann unrentbel macht. Folge: doch wieder mehr CO2 und Abhängikeit von ÖL und Gas, eines der Grünen Hauptargumente für das EEG, nicht das mich das jucken würde, aber wie schmeckt Ihnen und den anderen Alarmisten?"

Ich glaube kaum, dass sich private Kunden Wärmepumpen mit ZWEI Antriebsarten besorgen werden. Entweder sie entscheiden sich für eine mit Strom-Antrieb oder mit Gas oder Öl, weil sich der Brennstoff auf für die eigene Heizung und Küche nutzen lässt. In beiden Fällen spricht erst mal nix dagegen, die vorhandenen Technologien zu nutzen. Da Strom momentan zum großen Teil durch Kohlekraftwerke produziert wird, dürfte vermutlich die CO2-Bilanz bei einem Gasantrieb besser ausfallen. Also ich hab damit kein Problem, Sie etwa?

"Planwirtschaft führt halt zu weiter Planwirtschaft. Liegt wohl daran das manche Leute einfach nicht in der Lage sind einen Schritt weiter zu denken."

Was hat das mit Planwirtschaft zu tun, wenn man sich in Zukunft als Kunde freier entscheiden kann, wie man seinen Strombedarf deckt und zu welchen Zeiten? Sie sind hier derjenige, der seit gefühlten zwanzig Beiträgen sich darüber beschwert, dass Stromkunden immer mehr ihre Marktfreiheiten nutzen. Das was Sie hier demonstrieren ist in meinen Augen eine unliberale Denkweise, wenn sie persönliche Entscheidungen immerzu moralisieren. Sowas kenne ich eigentlich nur von übertriebenen Ökos.

MfG
S.Hader, der mal gespannt ist, wie viele Antworten er auf seine Fragen an Herrn Stiller bekommt 🙂

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Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken
- auch das hatten wir hier schon mehrfach

Frühjahr, Siemens KW in China - 45%
http://tinyurl.com/l5b5d7q

In Bau sind 46%
in Entwicklung 50%
http://tinyurl.com/lf6am86

Man stelle sich vor, was wir an Kohle und deren Transport sparen könnten, wenn wir die EEG Zwangsabgaben in solche Technik hätten umsetzen können - bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Preisen auf Basis 2000 gerechnet.

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#261: Paul Gogo sagt:

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Und die LED haben diejenigen --subventioniert--, welche die elektroniktypische Ausfallsicherheit in Signalanzeigen benötigten.
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Danke, jetzt habe ich es verstanden. Und ich dachte immer die wollten Ihre Produkte verbessern indem sie die Ausfallzeit verkürzen und somit die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Aber die wollten die LEDs subventionieren.

Das erklärt natürlich auch gleich mit, warum Computer mit Transistoren gebaut wurden. Es ging gar nicht darum, die Computer Kleiner, Stromsparender und ausfallsicherer gegenüber Röhren zu machen und sich somit einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen sondern um die Transistoren zu subventionieren.

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Hier vermischen Sie (bewusst?) 3 Dinge:
Subventionen, vernünftige Dinge und technische Daten.
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Ich vermische da gar nichts, das gehört unweigerlich zusammen. Produkte mit schlechten technischen Daten sind gegenüber Produkten mit guten Technischen Daten unvernünftig und deshalb nur mit Subventionen an den Mann zu bringen (oder man täuscht den Verbraucher und lügt die techn. Daten schön).

Sehen Sie, Photovoltaik gibt es schon seit 40 Jahren, genau wie LEDs und in Teilbereichen haben die sich auch schon Etabliert. Sie brauchen eigentlich keine Subvention. Und vielleicht in 20-30 Jahren schaffen die es durch Forschung auch alleine, z.B. wenn man es schafft die Haltbarkeit auf ca. 60 Jahre zu erhöhen und die Speicher ebenfalls, bei gleichem Preis versteht sich. Das halte ich nicht für unmöglich.
Und wenn man das nicht schafft, nützen auch Ihre Subventionen nichts sondern waren raus geschmissenes Geld. Hätte man statt 20 Mrd. jährlich 1 Mrd. für Forschung ausgegeben, dann wären wir heute schon weiter ohne die Menschen durch unproduktiven Müll mit enormen Kosten zu belasten.
Schauen Sie sich mal an, was die Solar-Firmen in F&E gesteckt haben, das ist lächerlich. Hier ging es nur um Lobbyismus und einige deren Firma jetzt insolvent ist, haben einen großen Reibach gemacht. Die haben mehr verdient als sie in F&E gesteckt haben.

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Sehr geehrter Herr Gogo,

ich lese Ihre Ansichten über elektrische Energieversorgung (Mooresches Gesetz für Energiesparlampen 😉 mit wachsender Erheiterung. Aber Sie wissen ja: Die Realität holt früher oder später jeden ein: http://tinyurl.com/ngeustc

Mit freundlichen Grüßen,

M. Stock

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#255: J. Ehlig sagt:
"Aber nur bei mind. 20% Sonneneinstralung bei ALDI einkaufen. Tiefkühlware nur bei wolkenlosem Himmel zwischen 11 und 13 Uhr."

Lieber Herr Ehlig,
damit haben Sie schon Ihr Niveau umfassend dargestellt. Danke.

„Ist ja schön, daß sie schon wieder 9 Güterzüge an Ihren virtuellen Zug hinten anhängen können, aber vorne wurden von Chinesen ein paar abgehängt - für die Produktion der Solaranlagen.“

Recherchieren Sie oder phantasieren Sie ruhig weiter. Die EPBT (energy pay back time) dürfen Sie, konservativ, bei PV mit 2 Jahren ansetzen. Tendenz weiter sinkend. Sollte die PV gleichzeitig die Dachhaut sein, dann verkürzt sich die EPBT um 50% bis 75%.
Bedenken Sie aber, nur bei EE haben Sie überhaupt ein EPB.

„Hoffentlich nicht mehr als 5, denn sonst wird die Energiebilanz immer negativer (Transport, Montage, Bank, Versicherung, Behörde, Statiker, Verkäufer, Wartung,“

Das was Sie aufzählen ist ganz normale BWL und trifft für jedes Produktions- bzw. Bauvorhaben zu. Glauben Sie das zahlt der Auftragnehmer? Empfehlung Google und BWL eingeben.

Oder glauben auch Sie, dass eine BWL, die nicht im Einklang mit der Physik steht, den Anspruch auf Gültigkeit und Wahrheit haben kann. Das ist dann BWL basierend auf Ihrer Ideologie.

„EEG-Vergütungsermittlung, Netzausbau und "Kapazitätsmarkt" anteilig).“

Der Aldi und hoffentlich bald auch dessen Wettbewerb kann die gewandelte Solarenergie in seinem Betrieb ohne äussere Leitung verbrauchen. Beleuchtung, Kühlanlagen, Klimaanlagen u.s.w.
Damit spart Aldi sogar Infrastruktur, die nun den Mitbürgern zur Verfügung steht.

Anmerkung:
Ein Kohlekraftwerk mit dem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 33,33% hat eine EPBT von etwas über 3 x Unendlich.
Bis der Strom an Ihrer Steckdose ankommt mit einem Wirkungsgrad von 20% beträgt die EPBT schon etwas über 5 x Unendlich.
In diesem Sinne wünsche ich Ihrer Steckdose einen guten Wirkungsgrad!

Gruss
Paul Gogo

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#257: L. Stiller sagt:
„Eine Berechnung der Einsparung auf Grund von bis zu 20-fachen Betriebsdauer ist reine Augenwischerei.“

Lieber Herr Stiller,
was Sie richtig ausführen, das soll auch nicht angefochten werden. Nur berichten Sie von einem Stand der Technik von vor etwa 20 Jahren. Sie wissen ja Mooresches Gesetz.

Auf dem Freien Markt darf man betrügen. BWL-mässig ist das in Ordnung. Falls auf der Verpackung Ihrer Energiesparlampe eine 5-jährige Super-Garantie vermerkt war, haben sie den Kassenzettel nach 3 Jahren noch? Auch damit kalkuliert der kluge BWLer. Wieviele dieser klugen BWLer spielen das Opfer in einem Tatort-Krimi? Null! Null Risiko!

„Es gibt sicher Situationen in denen eine Energiesparlampe, insbesondere eine Lechtstoffröhre Energie spart. Nämlich da wo Sie aus bestimmten Gründen fast ununterbrochen leuchtet.“

Mit einem heutigen EVG ist das Thema Schalthäufigkeit in 99.9% der Fälle Vergangenheit. Ebenso Dimmung und nachlassender Lichtstrom. Die Elektronik macht es möglich. 20 000h hält eine Leuchtstoffröhre heute allemal und das für 4€, bei sagen wir 25W Leistungsaufnahme, entsprechend einer 250W Glühlampe.
Haben sie schon mal die Terminologie betrachtet. Ist in dem Wort Kompaktleuchtstofflampe das Wort energiesparen enthalten?

„Aber das Problem löst sich von alleine.“Meine LEDs benötigen nur noch 50% der Energiesparlampen bei gleichbleibender Helligkeit direkt nach dem Einschalten.
Vernünftige Dinge brauchen eben keine Subventionen.“

Hier vermischen Sie (bewusst?) 3 Dinge:
Subventionen, vernünftige Dinge und technische Daten.
Es wäre sicher vernünftig, statt des Heizkessels im Keller ein Blockheizkraftwerk zu haben, mit dem man gleichzeitig Wärme- und elektrische Energie erzeugen könnte. Es gibt dieses Produkt nicht, obwohl es machbar wäre, weil kein geeignetes Unternehmen die 500 Mio € für die Entwicklung vorstrecken kann. Für weniger Geld entwickelt man Produkte im Prototypenstadium. Zwar funktionell, überdimensioniert und teuer.
Es wäre vernünftig einen Ölbrenner mit 4kW bis 8kW am Heizkessel zu haben, damit die Einschalthäufigkeit zurückgeht. Aber es gibt dieses Produkt nicht, obwohl es machbar wäre, weil kein geeignetes Unternehmen die 100 Mio € für die Entwicklung vorstrecken kann. Ohne Subventionen müssen wir warten bis zufällig ein paar Mitmenschen so etwas so etwas für sinnvoll erachten und die sich so etwas leisten könnten, es damit subventionieren.

Glauben Sie dass ohne Subventionen TV oder Telephon über Sat möglich gewesen wäre? Oder GNSS?
Und die LED haben diejenigen --subventioniert--, welche die elektroniktypische Ausfallsicherheit in Signalanzeigen benötigten. Es war nicht die Energieeinsparung, da war lange Zeit jede Glühbirne besser, und diejenigen welche das gesamte Farbspektrum darstellen mussten. Da hat man eben mal 300 LEDs in eine –Tischleuchte gebaut, mit 5€ nur für die Bestückungsarbeit.
Wegen diesen Subventionen wird zukünftig ein LED Leuchtmittel mit hoher Zuverlässigkeit und hoher Lichtausbeute zur Verfügung stehen. Ein paar Hürden sind da noch zu nehmen. Stichwort Verschmutzung und Kühlung.
Und wenn Sie glauben, dass die LED-Leuchtmittel nicht dieselben Kinderkrankheiten hatten, dann nur, weil Sie auf den Zug erst spät aufgesprungen sind. Zu heiss, verflüssigtes Lötzinn, geringe Lichtausbeute. Helligkeit und Lichtstrom sind unterschiedliche technische Grössen.
Der Freie Markt wehrt sich grundsätzlich gegen Neuland.

Gruss
Paul Gogo

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#259 u. #258: Herr Hader

Herr Hader, dann gehen Sie doch mit gutem Beispiel heran:

- Im Winter können Sie sparen indem Sie Ihren Computer liegen lassen, Sie können dann im Sommer wenn ich am See Liege gerne mit Ihrem Günstigen Tarif hier doppelt so viele Kommentare hier schreiben.
- Sie können sich auch jede Menge Klamotten kaufen, und diese dann nur im Sommer waschen, wenn genügend Zappelstrom da ist.
- Oder wenn Sie Ihren Arbeitgeber auch entlasten wollen können Sie ihm Vorschlagen nur im Sommer, dafür doppelt so viel zu arbeiten

Herr Hader, wir produzieren mit PV komplett am Verbrauch vorbei und weil Sie das wissen kommen Sie mit einem Taschenspielertrick, mit höheren Tarifen im Winter und wollen das dann als "Gerecht" verkaufen.

Das schlimme daran ist, das es noch nicht mal funktioniert, selbst wenn alle auf Ihren Trick hereinfallen würden und sich anpassen (was sie ohnehin nicht könnten) und den Strom im Sommer verbrauchen, ist das Netz ja trotzdem noch komplett nötig, nur dann halt im Sommer statt im Winter. Die PV Betreiber bedienen sich dann immer noch zu 70% selbst und zahlen nicht für das Netz. Trotzdem wird es auch im Sommer tage geben, da werden auch die PVler den Kompletten bedarf benötigen. Wenn Sie dann alle umerzogen haben können Sie sich zurücklehnen und behaupten: 'Hey, was wollt Ihr denn, schaut doch mal Ihr verbraucht den ganzen Strom im Sommer und ich liefern den Strom dafür also ist doch gerecht das Ihr das Netz bezahlt'. Das ist Faktenverdrehung und Taschenspielerei erster Güte.

Aber nicht nur das, Sie wollen Ihre Planwirtschaft mit einer weiteren Ungerechtigkeit schmücken.

All die Leute die sich für eine Wärmepumpe entschieden haben steigen dann im Winter wieder auf ÖL/Gas um, weil der teure Strom die Wäremepumpe dann unrentbel macht. Folge: doch wieder mehr CO2 und Abhängikeit von ÖL und Gas, eines der Grünen Hauptargumente für das EEG, nicht das mich das jucken würde, aber wie schmeckt Ihnen und den anderen Alarmisten?

Und wissen Sie was die Industrie dann macht? Die lässt im Winter zu teuren Stromzeiten einfach ein Paar Gas-Stromgenratoren laufen. Und im Sommer nimmt Sie dann Ihren Billigen Stromtarif Herr Hader und beteiligt sich dadurch noch weniger an den Netzkosten.

Planwirtschaft führt halt zu weiter Planwirtschaft. Liegt wohl daran das manche Leute einfach nicht in der Lage sind einen Schritt weiter zu denken.

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#253: ""Wenn der Anbieter der Ansicht ist, er möchte nur den reinen Verbrauch bezahlt haben, dann bietet er das vorher dem Kunden so an. Wenn der Anbieter der Ansicht ist, dass die Niedrigverbraucher anteilig mehr zahlen sollten, denn wird er das so im Tarif reinschreiben. Hier hat der Kunde die freie Wahl ...".
Wo leben Sie denn, Herr Hader? Solche Auswahl gibt es für den Normal(Klein-)Verbraucher nicht."

Lieber Herr Ehlig, mag sein, dass Sie meine Ausführungen missverstanden haben. Ich habe darauf hingewiesen, dass es Sache der Stromanbieter ist, welche Stromtarife sie anbieten und das es Sache der Stromkunden ist, welchen sie dann annehmen. Mich stört dabei die moralische Entrüstung eines Herr Stiller, der am liebsten an Stelle der Stromanbieter die Kunden für ihr Verbrauchsverhalten bestrafen will. Sorry, aber sowas finde ich mindestens so nervig, wie einen ständigen moralischen Zeigefinger der Ökos.

Aber wenn wir schon dabei sind, welche Angebote für Kunden gibt es nicht, Herr Ehlig? Der, wo anteilig nach reinen Verbrauch bezahlt wird oder der, wo Niedrigverbraucher relativ mehr zahlen?

"Natürlich wäre es richtig, wenn der Endkunde "MicheL" so wie gewerbliche Großverbraucher Termingeschäfte mit den Erzeugern abschließen könnte, aber da sitzen genug Verhinderer dazwischen: Netzbetreiber (wurde ja vom Erzeuger zwangsgetrennt zur "Liberalisierung" des Marktes), Stadtwerke/örtlicheVersorger und natürlich der Staat mit seinem EEG und anderen Knebelwerken einschl. Steuerpolitik."

Mehr Wahlfreiheit für die privaten Kunden, besser gesagt, mehr Wahlangebote, würde ich absolut begrüßen. Da liegt der Ball, wie Sie schon andeuteten, bei den Stromanbietern.

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#250: "Warum sollte man diejenigen bestrafen die sich normal verhalten damit andere ihr egoistisches Verhalten weiterführen können?"

Noch mal Herr Stiller, spezielle Stromtarife sind Sache der Stromanbieter und der Kunde kann selbst entscheiden, welchen er nun tatsächlich annimmt. Aus Sicht der Stromanbieter KANN es sinnvoll sein, dass er Anreize für seine Kunden anbietet, so dass sie sich mehr an der Produktionskurve der Kraftwerke annähern. Moralische Kategorien bei der Erstellung eines solchen Stromtarifs sind da wirklich fehl am Platze.

"Sie wollen normales Verhalten bestrafen und Leute zwingen, sich an den Zappelstrom anzupassen, damit Sie Ihren Zappelstrom kaufen und somit ihren Profit sichern."

Sie sind hier derjenige, der sich darüber beschwert, wenn Kunden ihre freie Wahl bei ihrer Stromversorgung nutzen. Was kümmert Sie es, wie viel Strom wann andere verbrauchen und welche Stromtarife die Anbieter ihren Kunden unterbreiten? Beantworten Sie doch mal wenigstens diese Frage, wenn sie schon alle anderen ignorieren.

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#256 Herr Gogo:

Haben Sie sich das Video überhaupt angesehen:

Es gibt sicher Situationen in denen eine Energiesparlampe, insbesondere eine Lechtstoffröhre Energie spart. Deswegen hat diese sich auch ganz von alleine dort durchgesetzt wo es Sinn macht. Nämlich da wo Sie aus bestimmten Gründen fast ununterbrochen leuchtet.

Selbst meine 'Qualitätslampen' für 9€ das Stück waren schon nach 3-4 Jahren durch das häufige ein und ausschalten kaputt. Eine Berechnung der Einsparung auf Grund von bis zu 20-fachen Betriebsdauer ist reine Augenwischerei. Aber das haben Sie ja schon so ähnlich beschrieben.

Hinzu kommt, das diese schon nach 1-2 Jahren deutlich an Leuchtkraft nachlassen, bzw. selbst neue nach dem Einschalten erst mal ungenügend licht zur Verfügung stellen. Wenn ich also schon nach dem einschalten eine Ausreichende Leuchtkraft benötige oder auch nach 2 Jahren noch genügend Leuchtkraft benötige, muss ich die Lampe schon von Anfang an großer dimensionieren. Auch das wird bei den Berechnungen kaum berücksichtigt. Wenn etwas verboten gehört, dann sind es die Kompakt Leuchtstofflampen. Aber das Problem löst sich von alleine. Meine LEDs benötigen nur noch 50% der Energiesparlampen bei gleichbleibender Helligkeit direkt nach dem Einschalten.
Vernünftige Dinge brauchen eben keine Subventionen.

Und zum them "Energiesparen" mit Kompakt Leuchtstofflampen empfehle ich Ihnen auch die Dokumentation "Bulp Fiction".

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#240: L. Stiller sagt:
„Das ist wie mit der Energiesparlampe. Die spart auch keine Energie sondern nur Kosten weil Sie nämlich einfach mit SEHR VIEL billiger Energie in China hergestellt wird.“

Lieber Herr Stiller,
ich meine es ist umgekehrt. Sie spart manchmal keine Kosten, aber sie spart mehr oder weniger viel Energie.
Die Energiesparlampe (Fluoreszenzleuchtmittel) lässt sich überall auf der Welt zu einem ähnlichen Preis produzieren. Ich sage ähnlich. Durch geringere Umweltanforderungen in Fernost mag da ein kleiner Vorteil vorhanden sein. Der Einkäufer von einem grossen Warenhaus in D nimmt die 0,01€ bis 0,05€ gerne mit, wenn er die 1 Million Leuchtmittel in China einkauft. Das sind 10 000€ bis 50 000€ just for nothing. Nur eine andere Adresse. Und ein Verlust für die Weltwirtschaft. Das Leuchtmittel muss 13000 km sinnlos transportiert werden.
Der Produktionsprozess der Fluoreszenz Leuchtmittel (meist fälschlich als Neonröhre bezeichnet) ist seit etwa 70 Jahren weltweit etabliert und weitgehend standardisiert. Seitdem werden diese Leuchtmittel in Milliardenauflage produziert. Es ist immer noch das Standardleuchtmittel.
Die Integration des Vorschaltgerätes wurde erst durch die Fortschritte in der Elektronik wirtschaftlich möglich. Leider können die Eigenschaften des Leuchtmittels ohne Zusammenbau mit der Leuchte nur teilweise bewertet werden. Wenn die Energiesparlampe mit integriertem Vorschaltgerät viel zu heiss zum Anfassen wird, dann geschieht das, was mit jeder heissen Elektronik geschieht. Sie geht schneller kaputt. Je 10°C Temperaturerhöhung halbiert sich die Lebenserwartung. Die Leuchte kann die Temperatur des Leuchtmittels erhöhen oder senken, je nach Konstruktion. Der Zusammenbau von Leuchtmittel und Vorschaltgerät ist bis jetzt technisch in Frage zu stellen.
Unserer Regierung muss man den Vorwurf machen, dass Sie nichts getan hat um dem Verbraucher zu ermöglichen die Guten von den Schlechten Energiesparlampen zu unterscheiden.

Gegenüber der Glühlampe verringert sich die el. Leistungsaufnahme je nach Leuchtmittelmodell bis auf 1/10.
Zudem ist die Lebensdauer im Vergleich zu einer Glühlampe bis zu 20-fach.

Die Energiebilanz ist zweifelsfrei.
Sollten Sie den Zeitpunkt des Glühlampenverbotes kritisieren, dann stimme ich Ihnen voll zu. Das LED Leuchtmittel war bereits am Horizont zu sehen, da hätte man noch warten können, zumal die Entwicklung und Markteinführung seit etwa 1999 sehr genau abzusehen war. In ein paar Jahren könnte ein wirklich brauchbarer Glühlampenersatz mit LEDs zur Verfügung stehen. Das Thema Made in China und der Umweltschutz ist damit aber nicht anders.
Bei Ihrer Kleidung ist das vermutlich ebenso.

Gruss
Paul Gogo

56

#251: Paul Gogo
Aber nur bei mind. 20% Sonneneinstralung bei ALDI einkaufen. Tiefkühlware nur bei wolkenlosem Himmel zwischen 11 und 13 Uhr.
Ist ja schön, daß sie schon wieder 9 Güterzüge an Ihren virtuellen Zug hinten anhängen können, aber vorne wurden von Chinesen ein paar abgehängt - für die Produktion der Solaranlagen. Hoffentlich nicht mehr als 5, denn sonst wird die Energiebilanz immer negativer (Transport, Montage, Bank, Versicherung, Behörde, Statiker, Verkäufer, Wartung, EEG-Vergütungsermittlung, Netzausbau und "Kapazitätsmarkt" anteilig).

57

#206
Herr Burowski, wenn der Strom aus dem Speicher des Ortsnetzes für 14ct zu haben sein soll, dann müssen Sie ihn vorher mit Strom füllen, den Sie an der Börse für einen negativen Preis von ungefähr -80 ct/kWh "ersteigern (ergaunern?)".
Ihre Mustergemeinde finde ich toll, aber sie kann nur ein Muster bleiben, weil es sich aus volkswirtschaftlichen Gründen absehbar nicht massenhaft vervielfältigt werden könnte, nicht heute und nicht innerhalb der Laufzeit von Krediten und EEG-Vergütungen.
Egal wer nun bezahlen muß und wer sich bereichert - wir können nicht viel mehr einsetzen, als unser Bruttosozialprodukt. Und das würde locker dabei draufgehen, ohne den Zusammenbruch der zentralen Stromversorgung zu verhindern.

58

#249 S. Hader>
" Wenn der Anbieter der Ansicht ist, er möchte nur den reinen Verbrauch bezahlt haben, dann bietet er das vorher dem Kunden so an. Wenn der Anbieter der Ansicht ist, dass die Niedrigverbraucher anteilig mehr zahlen sollten, denn wird er das so im Tarif reinschreiben. Hier hat der Kunde die freie Wahl ...".
Wo leben Sie denn, Herr Hader? Solche Auswahl gibt es für den Normal(Klein-)Verbraucher nicht.
Natürlich wäre es richtig, wenn der Endkunde "MicheL" so wie gewerbliche Großverbraucher Termingeschäfte mit den Erzeugern abschließen könnte, aber da sitzen genug Verhinderer dazwischen: Netzbetreiber (wurde ja vom Erzeuger zwangsgetrennt zur "Liberalisierung" des Marktes), Stadtwerke/örtlicheVersorger und natürlich der Staat mit seinem EEG und anderen Knebelwerken einschl. Steuerpolitik.

59

#249 Herr Hader

Nachtrag:
Und das Sie es offensichtlich für gut erachten, Verbraucher im Sommer zu mehr Stromverbrauch anzuregen, also in einer Zeit wo man naturgemäß etwas weniger Strom benötigt (weniger Beleuchtung, kein Strom für die Umwälzpumpe), zeigt nur welch Geistes Kind Sie wirklich sind.
Verbrauchen wir also im Winter wenn es nötig ist wenig Strom und dafür lassen wir dann im Sommer unötigerweise die Klimaanlage etwas mehr laufen, damit die Zappelstromanbieter das nicht selbst machen müssen oder auf Ihrem Überflussstrom sitzen bleiben. Danke Herr Hader für diese tiefe Einsicht in Ihren Geist.

Für mich erübrigt sich da jegliche weitere Diskussion.

60

#242: Jürgen Wanninger sagt:
„War übrigens gerade bei Aldi nachschauen“

Lieber Herr Wanninger,
das werte ich positiv, dass Sie um 1 Uhr nachts das --Wanninger Tablett-- bei Ihrem Aldi besucht haben.

Um das klarzustellen, der Aldi Vorschlag kam von Ihnen. Ich schäme mich auch, dass ich da nicht vor Ihnen darauf gekommen bin. Jedem die Ehre, dem sie gebührt. Allerdings war Aldi noch schneller.

Ich kaufe jetzt immer bei Aldi, denn das muss belohnt werden. Hoffentlich bauen die auf alle Ihre 4000 Filialen Photovoltaikanlagen.

Schon jetzt, wo erst 2,5% der Aldis damit ausgerüstet sind, beträgt das eingesparte Energieäquivalent im Jahr 456 Schüttgutwagen mit Kohle beladen. Das sind 9 Güterzüge mit maximaler Länge.
Wenn der Ausbau komplett ist, dann sind das 18240 Schüttgutwagen mit Kohle oder 364 Güterzüge jedes Jahr.

Also Lidl, Plus & Co ranhalten! Wenn alle Märkte mit Flachdach damit ausgestattet sind, dann sind das jedes Jahr um die 1000 virtuelle Güterzüge voll mit Kohle, die nicht fahren müssen.

Wieso verkauft der Aldi dieselben PV Panels, die er auf seinem Dach montiert hat, nicht in seinem Laden?
Dazu noch ein ausgereiftes Befestigungssystem! Das könnte Aldi sogar entwickeln lassen. Dazu noch ein Smartmeter System, wireless um die energieintensiven Verbraucher zuhause mehr auf PV-Strom zu trimmen (Kühlgeräte). Schon die alleine bezahlen die gesamte Anlage ab.

Gruss
Paul Gogo

61

#249 S. Hader:

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Das ist was anderes, als wenn man sagt, dass alle, die zur Höchstlast im Winter beitragen etwas draufzahlen sollen.
--------------

und

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Sommer den Strom preiswerter anbieten, um zu mehr Verbrauch anzuregen und entsprechend im Winter den Tarif teurer machen, so dass die Kunden ihren Verbrauch etwas einschränken.
---------------

Warum sollte man diejenigen bestrafen die sich normal verhalten damit andere ihr egoistisches Verhalten weiterführen können? Sehen Sie, der Durchschnittsverbrauch eine Haushalts ist jeden Monat gleich:

http://tinyurl.com/nvm7xgl

Sie wollen normales Verhalten bestrafen und Leute zwingen, sich an den Zappelstrom anzupassen, damit Sie Ihren Zappelstrom kaufen und somit ihren Profit sichern.
Genau das ist hochgradig asozial und noch dazu weit entfernt von freier Marktwirtschaft.

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#232: "Hab ich nicht gesagt, jeder soll für den Teil aufkommen den er Verursacht."

Nein, Herr Stiller. Sie wollten diejenigen zur Kasse bitten, die im Sommer kaum Strom verbrauchen, aber dafür im Winter. Das ist was
anderes, als wenn man sagt, dass alle, die zur Höchstlast im Winter beitragen etwas draufzahlen sollen. Nachzulesen unter #214.

Zu dem Rechenbeispiel, ich stimme dem in wirklich fast allen Punkten zu. Deshalb möchte ich gleich zu dem kommen, was ich anders sehe. Sie schreiben: "Der letzte Verbraucher zahlt nun für 2000KWh 2050€ und jeder der anderen 9 Teilnehmer zahlt nur 205€, obwohl diese der Grund dafür sind, das die Kraftwerke rund um die Uhr das Ganze Jahr weiter betrieben werden müssen. Der eine, der alles bezahlt, hat davon aber keinerlei Nutzen."

Ganz prinzipiell, wie diese Kosten auf die einzelnen Kunden umgelegt werden, ist erst mal Sache zwischen Stromanbietern und Stromkunden. Wenn der Anbieter der Ansicht ist, er möchte nur den reinen Verbrauch bezahlt haben, dann bietet er das vorher dem Kunden so an. Wenn der Anbieter der Ansicht ist, dass die Niedrigverbraucher anteilig mehr zahlen sollten, denn wird er das so im Tarif reinschreiben. Hier hat der Kunde die freie Wahl unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist sich den Tarif auszusuchen, der ihm am meisten zusagt. Was nun an der Preisgestaltung von Stromtarifen zwischen Anbietern und Kunden "hochgradig asozial" sein soll, können Sie gerne noch erläutern.

In der Praxis wird es eher in die Richtung laufen, dass die Konzerne durch Anreize versuchen werden, Ihre Kunden in ihren Verbrauchsverhalten zu bewegen, was ihrem eigenen Kraftwerkspark am nächsten kommt. Mit anderen Worten, wenn im Sommer nur 2 Kraftwerke laufen, im Winter aber 10 bereitgestellt werden müssen, dann wird er ggf. im Sommer den Strom preiswerter anbieten, um zu mehr Verbrauch anzuregen und entsprechend im Winter den Tarif teurer machen, so dass die Kunden ihren Verbrauch etwas einschränken.

Noch zu ihrer Antwort im Posting davor: "Bei Zappelstrom halten Sie das aber für eine Selbstverständlichkeit. Die Kraftwerksbetreiber aber nicht, die versuchen, Ihre Kraftwerke abzuschalten weil eben der durchschnittliche Bedarf nicht mehr ausreicht, um die Kosten des Kraftwerks zu decken. Das weiß auch die Bundesregierung, deshalb das Gesetz, dass Betreiber nicht mehr abschalten dürfen."

Das man ein Kraftwerk erst durch eine Genehmigung einer Behörde abschalten darf, ist kein neues Gesetz, sondern wird man praktisch in jeder nationalen Gesetzgebung wiederfinden. Es ist eine notwendige Regelung, um ein Stromnetz prinzipiell stabil zu halten. Das Stromkonzerne Wettbewerbsnachteile durch ihre konv. Kraftwerke bekommen, ist ja bekannt. Es gibt dahingehend auch Überlegungen, neben dem Spotmarkt auch einen Kapazitätsmarkt anzubieten, wo man die Leistungen von Backup-Kraftwerken gesondert anbieten kann, die eben nicht 8.000 sondern eher 2.000 Stunden im Jahr laufen.

63

#245: "Und was Solarzellen angeht hat es Herr Wanninger schon weiter oben in #174 erklärt:

"Deshalb interssiert nicht die Energiebilanz der im Lebenslauf des PV-Moduls an dessen Ausgang erzeugten Strommenge, sondern es interessiert die Energiebilanz bis nutzbarer Strom gleichmäßig und bedarfsgerecht an der Steckdose anliegt.""

Lieber Herr Stiller, wie viel Strom haben Sie an ihrer Steckdose erhalten, die nicht bedarfsgerecht war? Alle Kraftwerke speisen in das Stromnetz ein, der dann bedarfsgerecht beim Kunden ankommt. Alles andere wäre schlecht. Und die Mär vom angeblichen Muss der gleichmäßigen Stromproduktion wurde hier schon auseinandergenommen. Von daher würde ich es sehr begrüßen, wenn Sie auch mal sachgerecht auf die hier gestellten Fragen eingehen würden.

"Ihr Link zur solarlobby berücksichtig das nicht und deshalb ist die Rechnung dort schlicht falsch."

Wen meinen Sie, Ingenieur.de? Zeigen Sie doch bitte, was an der Rechnung falsch ist?

64

#228: "Sie vergessen, dass die Zappelstromerzeuger WInd- und Solarstrom schon bei Ihrer Herstellung sehr viel Energie verbrauchen. Sie brauchen dann zwar selbst keinen Brennstoff mehr, da sie aber so zappelig sind und nur zu 10% (Sonne) und 15% (Wind onshore) verfügbar sind, brauchen wir weiterhin den kompletten bisherigen Kraftwerkspark vollumfänglich, um die ständigen Defizite beim Zappelstrom auszugleichen. Das kostet Brennstoff, und zwar kaum wneiger, als wir 2000 verbraucht haben. Das sieht man schön an den Primärenergieimporten Deutschlands."

Sehr geehrter Herr Wanninger, dass ist in mehrfacher Hinsicht nachprüfbar falsch. Zunächst einmal, ein konv. Kraftwerk, welches unter Volllast arbeitet, hat einen höheren Brennstoffverbrauch, als eines, welches unterhalb der Volllast liegt. Der Wirkungsgrad ist unter Volllast am höchsten und deshalb ist es ökonomisch gesehen günstiger, permanent in diesem Modus zu fahren. Der absolute Verbrauch ist aber unter Volllast trotzdem höher. Des Weiteren kann man allein an den Steinkohleimporten nicht erkennen, wie viel tatsächlich verbraucht wurde. Der inländische Steinkohleabbau ist den letzten 20 Jahren von 70 Mio t (1990) auf 15 Mio t (2009) zurückgegangen, die Bedarfslücke wurde entsprechend mit Importen aufgefüllt.

"Und dass das so isz, sieht jeder Stromzahler, dass seine Stromrechnung st
ärker steigt, als seine Benzinkosten, als seine Heizölkosten oder als seine Erdgaskosten."

Und wieder geht es an der Realität vorbei. In den letzten 10 Jahren ist der Preis für Heizöl um mehr als das Doppelte gestiegen. Während der Wirtschaftskrise fiel der Preis auf unter 50 Euro/MWh, ist aber heute schon wieder bei 90 Euro und darüber angekommen. Zahlen die man schnell mit Google findet. Benzinpreise, bei Wikipedia nachlesbar: Dezember 2004 für Bleifrei 95 Oktan: 1,19 Euro, Februar 2013: 1,65 Euro. Eine Steigerung um 39% in gut 8 Jahren. Zum Vergleich der Strompreis: 2004 17,96 ct/kWh, 2012 25,89 ct/kWh, 44% Steigerung. Der Erdgaspreis stieg über den Daumen gepeilt in diesem Zeitraum von rund 50 Euro/MWh auf 70 Euro/MWh an, was auch 40% macht.

65

#244:Herr Hader

Nachtrag:

Zum Glück gibt es ja auch LED Leuchtmittel. Vernünftige Dinge setzen sich ganz von alleine durch und benötigen weder Gesetze noch Subventionen. Bei unvernünftigen Dingen wie PV ist das halt anders.
Deshalb habe ich auch alle Energiesparlampen entsorgt.

66

#244:

Wikipedia: "Der Energieverbrauch für den aufwändigen Entsorgungsprozess (bzw. das Recycling) bleibt allerdings in den meisten Aufrechnungen unberücksichtigt."

Und:

Und was Solarzellen angeht hat es Herr Wanninger schon weiter oben in #174 erklärt:

"Deshalb interssiert nicht die Energiebilanz der im Lebenslauf des PV-Moduls an dessen Ausgang erzeugten Strommenge, sondern es interessiert die Energiebilanz bis nutzbarer Strom gleichmäßig und bedarfsgerecht an der Steckdose anliegt."

Ihr Link zur solarlobby berücksichtig das nicht und deshalb ist die Rechnung dort schlicht falsch.

Wir drehen uns wieder im Kreis.

67

@L.Stiller,#240: "Das ist wie mit der Energiesparlampe. Die spart auch keine Energie sondern nur Kosten weil Sie nämlich einfach mit SEHR VIEL billiger Energie in China hergestellt wird. Genauso ist es leider bei den PV Modulen.
Deswegen sparen Sie keine Energie sondern die Energie wird nur woanders aufgewendet, nämlich in China."

http://tinyurl.com/orlez97
http://tinyurl.com/nequl6x

68

Gogo sagt in #239:

"Bei PV könnte zukünftig die Leistung bei -normiert bedeckten- Himmel die wichtigste Bezugsgrösse werden, wie von Herrn Peter Jensen unbewusst vorgeschlagen."

Falsch! Das hat der Herr Jensen nicht mal unbewusst vorgeschlagen. Aber Gogo weist ständig darauf hin, dass die Stromerzeugung mittels PV abhängig von den Naturgewalten ist. Und der Herr Jensen weist darauf hin, dass es einem Kohlekraftwerk egal ist, wie hoch die Sonne steht. Ein Vorteil, den viele PV-Fans noch gar nicht mitbekommen haben.
Deswegen ist die Rechnung, die die Sonne schickt, auch immer höher als die Rechnung aus dem Kohlekraftwerk!

69
Jürgen Wanninger

@#236 Paul Gogo:

War übrigens gerade bei Aldi nachschauen:

0 Watt Einspeiseleistung und das seit 8 Stunden.

Glücklicherweise hat Aldi auch einen Anschluss ans Stromnetz. Kohlekraftwerke wie im Artikel von Herrn Müller beschrieben, sorgen gerade dafür, dass das Tiefkühlgut nicht bis morgen früh antaut. Denn vor 9:00 Uhr wird es keinen brauchbaren Solarstrom geben. Und wenn es nebelig wird, wie angesagt, könnte es bis Nachmittag dauern, bis aus der Photovoltaik Zählbares herauskommt.

70
Jürgen Wanninger

@#236, @#238 Paul Gogo:

Sie lesen zuviel P.M. und haben ansonsten eine wenig soziale Einstellung. Aber das hat Ihnen ja Herr Stiller schon vorgerechnet.

Dass sich das PV-Dach für Aldi rechnet, ist kein Geheimnis. Die anderen Stromzahler bezahlen es ja. Deshalb ist der deutsche Strom, hauptsächlich durch PV ja so teuer, dass alle politischen Kräfte nach 'Strompreisbremsen' rufen.

Immmer wenn etwas besonders teuer ist, ist es auch energieineffizient! Und das sieht jeder an seiner Stromrechnung. Anstieg auf 260% in 15 Jahren in 'Öko'-Deutschland - in Frankreich sind's gerade mal 120%.

Streuen Sie weiter, Sandmännchen Gogo. Und vergessen Sie nicht ein Gewerbe anzumelden. Mit Ihrer genialen Nachführung werden Sie noch reich werden, zumindest bis das erste Dach bei Ihren Kunden abhebt.

P.S. Warum eigentlich eine Nachführung? Vor Wochen hattenn Sie uns doch noch erklären wollen, dass es ziemlich egal sei, wie das Solarmodul ausgerichtet wird.

71

#238: Paul Gogo sagt:

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Der Brennstoffbedarf geht zurück
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Der Brennstoffbedarf in dem Kraftwerk wohlgemerkt. Dafür müssen Sie mit einem enormen Energiebedarf die PV Module und Stromspeicher herstellen. Das ist wie mit der Energiesparlampe. Die spart auch keine Energie sondern nur Kosten weil Sie nämlich einfach mit SEHR VIEL billiger Energie in China hergestellt wird. Genauso ist es leider bei den PV Modulen.
Deswegen sparen Sie keine Energie sondern die Energie wird nur woanders aufgewendet, nämlich in China.

Und wenn Strom weiter immer teurer wird, wird es nicht mehr lange dauern bis sich die Ersten Dieselgeneratoren in den Keller stellen.

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Das ständige anpassen der Kraftwerksleistung hat grundsätzlich nichts mit EE zu tun. Das basiert auf der ausschliesslich bedarfsgerechten Energiebereitstellung.
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Richtig und deswegen lesen Sie dazu einfach meinen Kommentar(#231) an Herrn Burowski. EE ist nämlich gar nicht in der Lage Energie bedarfsgerecht bereitzustellen. Das hatten wir aber schon in #194. Wir drehen uns im Kreis Herr Gogo. Ich denke es besser das hier zu beenden.

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Und wenn Sie kochen wollen und die Herdplatte wird heiss, dann kann es Ihnen doch egal sein, woher die Energie stammt.
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Das ist mir auch egal, es geht hier um die Kosten, und die sind mir nicht egal.

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Das Smart Meter macht es möglich und Sie merken es nicht einmal.
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Richtig, davon merke ich rein gar nichts. Und auch Ihr Smart meter kann nicht verhindern, dass Sie im Winter bei Dunkelheit ohne Wind den ganzen Kraftwerkspark inkl. Stromnetz bereithalten müssen und die kosten dafür auf immer weniger Schultern verteilt werden. Sie können mit Ihren Smart Metern un PV Anlagen alles machen was Sie wollen, aber bitte machen Sie es autark, damit nicht alle anderen für Ihre Ideologie bezahlen müssen. Lesen Sie dazu einfach #232.

72

#198: Alfred Casimir sagt:
„Mein lieber Herr Gogo,
bitte treiben Sie die Leute nicht zum Wahnsinn,
in Ihren Argumenten ist viel brauchbares drin, aber wer kann denn zwischen den Zeilen lesen, dass Sie die PV-Module autark vom Stromnetz betreiben wollen.
Wenn diese Variante erst einmal begriffen ist, vergeht auch die Aufregung, da0 dieses schöne Stromnetz kolabiert.
Dann erkennt man in Ruhe die Vorteile für die Zukunft.“

Lieber Herr Casimir,
wenn Sie schon wieder mit Komplimenten kommen......PV, völlig autark, das steht nicht zwischen den Zeilen, das wäre dann –spätrömische Kübelware-.
Ehrlich Herr Casimir: schämen Sie sich nicht auch ein wenig wegen unserer Mitbürger und freuen Sie sich nicht (ein ganz klein wenig) über deren Wahnsinn?
O.K. noch einen Schwamm drüber, vielleicht habe ich das auch falsch verstanden und tue Ihnen unrecht.

Es ist mir bewusst, dass einige intellectual properties nun vorweggenommen sind.
Um aber Ihre Unaufgeregtheit und Ruhe umzukehren:
1. Es geht nirgendwo um ein stand alone system, sondern nur um eine eingeschränkte temporäre Autarkie. Sollen wir den Vorteil des Zufalls verschenken?
2. Wenn mein System ausfällt, dann laufen die Systeme meiner Millionen Nachbarn weiter und mein Staat sorgt für eine sichere Infrastruktur – wie auch immer.
3. Weshalb soll welches Netz kollabieren? Wir schreiben das Jahr 2013. Sie auch? Dank Moores Law kann jede Energieinsel je nach energetischen Möglichkeiten sich vom Netz lösen und sich wieder problemlos in das Netz eingliedern wie das auch meine Klolampe macht. Eine hightech USV ist ein Synthesizer für Spannung und Frequenz. Beide Grössen sind an jedem Ort der Welt auf die µs genau bekannt, und eine Centisekunde genügt. In der hoffentlich DC-versorgten letzten Meile spielt die Zeit praktisch keine Rolle mehr. Dann wird PV richtig einfach.
4. Die Meldungen aus der Energiespeicher Entwicklung lassen schon hoffen. Es ist wie bei den PV Panels ein Vereinbarungsthema welche Kenngrösse als Bezugsgrösse verwendet wird.
500 000 Lade-Entladezyklen sind kein Problem. Nur eine Frage der Definition. Da kann der Bleiakku durchaus einen Supercap schlagen, der das 50-fache kostet.
Es scheint inzwischen auch ein Akkuinnenleben zu geben, das 20000 mal eine 80% Entladung schafft. Ein wenig dauert es noch.
Selbst ein leicht modifizierter –automobiler- Bleiakku mit der richtigen Technologie mit 2kWh bis 5kWh kann die sonnenlose Zeit in 90% aller Fälle 5 Jahre lang wartungsfrei abdecken. Das ist Stand der Technik!
Ein Akku kann durchaus mit austauschbaren Verschleissteilen ausgestattet sein! Wir sprechen viel zu viel über Recycling anstatt über Instandsetzung.
Bei PV könnte zukünftig die Leistung bei -normiert bedeckten- Himmel die wichtigste Bezugsgrösse werden, wie von Herrn Peter Jensen unbewusst vorgeschlagen. Ppeak ist eigentlich nur eine temporäre monetäre Grösse.

Trotzdem, das alles hat das EEG auf den Weg gebracht.

Gruss
Paul Gogo
p.s. von H2 haben wir noch gar nicht gesprochen

73

#220: L. Stiller sagt:
--Wenn EE eingespeist wird, dann geht der Brennstoffbedarf zurück.--

„Der Brennstoffbedarf ist aber nicht der Kostenfaktor“

Lieber Herr Stiller,
na endlich, jetzt haben Sie es doch noch begriffen. Der Brennstoffbedarf geht zurück – leider ist Ihnen das egal! Mir nicht.

Es geht um den Energie- Nichtbedarf. Die meisten technischen Systeme funktionieren nur deshalb in der gegenwärtigen (zufriedenstellenden?) Art und Weise, weil der Energiebedarf zum Verrichten einer bestimmten Aufgabe gesunken ist (Rationalprinzip). Ein Auto, ein Flugzeug, ein Schiff, ein Rechner, ein Bildschirm. Eine kleine LED, mit der Helligkeit einer 100W Glühbirne und derselben schlechten Lichtausbeute würde kaum machbar sein. Zu heiss!

--Ihr Beispiel spart natürlich wieder jeder Menge Energie. Ihre Zahlen entsprechen über 17 000t Öläquivalent--

„Nur nach Ihrer Milchmädchenrechnung. Wären Sie ehrlich, müssten diese Mengen Strom ja irgendwo gespeichert werden und diese Speicher müssten durch Einsatz von Energie und Rohstoffen erst mal geschaffen werden.“

Ich bin ganz ehrlich, nur Sie sehen die Speicher nicht. Das ist keine Milchmädchen Rechnung, sondern technische Realität. Aber wenn Sie unbedingt den Speicher hier einführen wollen, dann nehmen sie doch die 17000t Öl in den Kesselwagen. Ist das ein Energiespeicher oder nicht? Das Öl ist noch vorhanden, obwohl der el. Strom, zu dessen Produktion das Öl vorgesehen war, bereits in mechanische oder thermische Energie verwandelt wurde***. Noch schlauer ist es, dieses Öl vorerst dort zu belassen (speichern) wo es war. Nämlich unter der Erde.
Aus Öl kann man auch was anderes herstellen.

Das ständige anpassen der Kraftwerksleistung hat grundsätzlich nichts mit EE zu tun. Das basiert auf der ausschliesslich bedarfsgerechten Energiebereitstellung. Es gibt zweifellos technische Zwänge für eine bedarfsgerechte Energiebereitstellung. Nur „ich will Strom verbrauchen wann ich will“ hat wiederum damit nichts zu tun. Das ist nur eine sinnlose Killerphrase. Wenn der Satz lauten würde, --ich will kochen wann ich will--“, dann wäre darin Sinn enthalten, auch wenn die Aussage irrelevant ist, denn Sie können ja kochen wann Sie wollen. Es geht nur darum eine Funktion sicherzustellen. Und wenn Sie kochen wollen und die Herdplatte wird heiss, dann kann es Ihnen doch egal sein, woher die Energie stammt. Aus einem wärmeelektrischen Kraftwerk, oder von der Sonne, oder weil gerade ein zeitunkritischer Nachheizvorgange eines Warmwasserbereiters temporär unterbrochen wurde.
Das Smart Meter macht es möglich und Sie merken es nicht einmal.
Mein Rechner hat diese Kollisionen unterschiedlicher Zielvereinbarungen die ganze Zeit. Wenn er Email holt, dann läuft ein Download langsamer. Hätte ich ohne entsprechendes Monitoring nie gemerkt.

Gruss
Paul Gogo
p.s. *** Willi Michl, Blues goes to the Mountain, Entropie Song: Drah di net um, de Energie is futsch fia Euwei).

74

#236: Paul Gogo sagt:

-----------
Damit benötigt dieser Aldi in der Spitzenverbrauchszeit kaum elektrische Energie.
-----------
Und beteiligt sich somit auch kaum noch an den Netzkosten, obwohl er es im Winter zu 100% benötigt. Das dürfen andere Zahlen. Vielen Dank ALDI.

75

#224: Jürgen Wanninger sagt:
„Ich habe keine Fragen,
Photovoltaik ist Energievernichter.“

Sie sollten schon Fragen haben, denn begründen können Sie Ihre Aussage nicht oder reichen Ihnen die 10 Güterzüge für das Energieäquivalent eines einzigen Tages in Kohle nicht. All das muss nicht verheizt werden – dank der Sonne
und die schickt keine Rechnung.
Ein etwas geringer Wirkungsgrad, um den Energieregler zu betreiben ist bereits in meiner Rechnung berücksichtigt.

Gerade bin ich bei einem Aldi vorbeigefahren und habe dort eine PV Anlage auf dem Dach gesehen.
Die haben Ihre Empfehlung wahrgemacht und eine PV-Anlage auf das Dach gebaut. Um 1400 wandelten die bei bedeckten Himmel (Tendenz zu Niederschlägen) die Strahlung in 7,5kW el. Energie um.
Vor 1400 hatten die schon 35kWh eingesammelt.
Damit benötigt dieser Aldi in der Spitzenverbrauchszeit kaum elektrische Energie.
Das fügt sich bestens in die Applikation.
Rechnen Sie mal das Energieäquivalent in Kohle aus!
Sie können stolz sein auf Ihren Vorschlag.
Aldi hat das schon gewürdigt und das digitale Life-Energy-Display „Wanninger Tablett“ genannt.
PV lohnt sich, jetzt sind sie unsterblich.

Gruss
Paul Gogo
„P.S: Ich segle in der Tat, wie kommen Sie denn da drauf? Beaufort ist ja nun keine allgemein unbekannte Einheit.“

Das weiss ich, deshalb wundert mich, dass Sie die Wirbelerzeuger auf dem Dach nicht kennen. Solarpanels in einem Nachführsystem können die Windkräfte in das Dach während eines Sturmes verringern.
Auch da sind die Bäume wieder einen Schritt voraus. Millionen Blätter bieten dem Wind die Stirn und der Baum bleibt trotzdem stehen. Viele Blätter, viele verschiedene Kraftvektoren zu unterschiedlichen Zeiten, viel Masssenträgheit in der Baumstruktur. Das lernen die in der Baumschule.
Ich habe mir erlaubt Sie dort anzumelden.

76

Hier noch ein schöner Artikel:

http://tinyurl.com/eeg-kollaps

Zitat: "Mit dem weiteren Ausbau regenerativer Energien werde der Bedarf an flexibler gesicherter Leistung wachsen."
Und wer zahlt dafür? Natürlich nicht die Verursacher, sondern diejenigen, die keine Solaranlage haben.

Zitat: "Schreibt man den derzeitigen Trend fort, werden sowohl die Exportüberschüsse als auch die Stunden mit extrem niedrigen oder negativen Börsenstrompreisen weiter zunehmen und langfristig zu einem unüberwindbaren Systemkonflikt führen"

Ganz genau, denn wenn der Strompreis erst mal bei 30-50ct KWh liegt, werden immer mehr auf eigenen PV Strom zu setzen. Die Probleme und Schwankungen werden immer größer und die Gruppe derer, die dann noch das Netz und die nötigen Ausgleichs-Kraftwerke finanzieren wird dann immer kleiner.

Offensichtlich kennen sich die Wissenschaftler vom Fraunhofer Institut nicht aus, sollten sie doch lieber mal bei Hader, Gogo, Burowski und Co nachfragen, die wissen Bescheid!

77

#225: Jürgen Wanninger sagt:
„Ganzjährig wird Regelenergie für Wind- und Solarstrom in der Größenordnung 50 bis 100% benötigt.“

Lieber Herr Wanninger,
die Werte sind ohne EE und stammen aus dem Jahr 2000:
Winter 100% bis 50% und im Sommer 50% bis 25%.

Sie meinen also, dass die Energiebranche im Jahr 2000 noch so doof war und hat alle Kraftwerke voll durchlaufen lassen, ohne ein Gramm an Brennstoff zu sparen.
Parallelregelung!.

Gruss
Paul Gogo

78

#230: Peter Jensen sagt:

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Herr Wanninger und Herr Stiller u.a... vielleicht sollten wir wirklich einfach mal Hader und Gogo und Jng und Burowski mit Missachtung würdigen,
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Ne, das geht gar nicht. Sie wissen doch, wenn der klügere nachgibt, regieren die dummen. Und die billigen inkorrekten Beispiele und Argumentationen einiger Schreiber hier sind ja nun nicht schwer zu widerlegen.

79

#227: S.Hader sagt:
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Lieber Herr Stiller, im Winter nutzen wir alle den ganzen Kraftwerkspark. Warum soll also nur ein Teil für die gesamten Kosten aufkommen?
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Hab ich nicht gesagt, jeder soll für den Teil aufkommen den er Verursacht.

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Wenn Sie aber wollen, das allgemeine Kosten wie die Wartung des ganzen Kraftwerkparks auf einzelne abgeschoben werden, dann verstehe ich Ihre ganze Logik nicht.
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Nehmen wir an, wir bräuchten in Deutschland 10 Kraftwerke, weil wir in der Spitze die Leistung von 10 Kraftwerke benötigen. Insgesamt verbrauchen 10 Verbraucher zusammen 20000KWh im Jahr. Jede KWh davon kostet der Einfachheit halber 20ct. 18ct für Kraftwerk und Netz, 2 ct für die Ressource Kohle.

Jeder Verbraucher entnimmt 2000KWh a 20ct = 400€ Im Jahr Strom. Bzw. 4000€ für alle 10 Verbraucher zusammen. Jeder Verbraucher zahlt also 360€ für Kraftwerke, Netzentgelt etc. und 40€ für den Brennstoff. In der Spitze, wenn alle Teilnehmer Mittag essen, benötigen wir aber die volle Leistung der 2 Kraftwerke und das Netz, denn darauf wurde es ausgelegt. Jetzt steigen 9 Verbraucher um auf Solarstrom und beziehen nur noch 10% des Strom aus den Kraftwerken, also 200KWh.

Wir haben jetzt 1 Verbraucher der benötigt nach wie vor 2000KWh, weil er kein eigenes Haus mit PV Anlage hat.
9 Verbraucher die 200KWh verbrauchen ergibt 1800KWh.

Macht nur noch 3800KWh Gesamtbedarf. Als noch alle Teilnehmer Strom verbraucht hatten, waren die Kraftwerke und Netzbetreiber mit 4000€ von 10 Teilbnehmern rentabel. Bei 3800KWh würden die Betreiber bei einem Strompreis von 20ct nur 760€ einnehmen. Das reicht nicht mehr um die Kosten von 10 Kraftwerken zu decken, also würde er gerne 8 davon schließen, weil diese unrentabel werden. Das geht nun leider nicht, denn im Winter PV keinen Strom liefert, brauchen die 10 Verbraucher trotzdem die Leistung der insgesamt 10 Kraftwerke. Der Gesetzgeber beschließt deshalb, das Kraftwerke nur noch mit Genehmigung stillgelegt werden dürfen. Die Kraftwerksbetreiber beschließen nun, die Kosten auf die KWh umzulegen um eine Insolvenzu zu vermeiden.

4000€ durch 3800KWh = 1,05€ pro KWh Strom.

Der letzte Verbraucher zahlt nun für 2000KWh 2050€ und jeder der anderen 9 Teilnehmer zahlt nur 205€, obwohl diese der Grund dafür sind, das die Kraftwerke rund um die Uhr das Ganze Jahr weiter betrieben werden müssen. Der eine, der alles bezahlt, hat davon aber keinerlei Nutzen.

Das ist es, was passiert und sich langsam aber immer weiter verschärft wird.

Das ist hochgradig asozial, und wenn Sie das nicht erkennen, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Ist halt ein kompliziertes System und nicht einfach zu erkennen, ausser an der immer stärker steigenden Stromrechnung der übrigen Verbraucher.

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#221: Holger Burowski sagt:

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In ein Stromnetz mus immer investiert werden, nur ist es dieses Mal an anderer Stelle
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Und vor allem zusätzlich

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Kommen Sie einfach mal von der Gigawatt-Denke weg.
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Ja? Brauchen sie Im Winter plötzlich keine GW-Listung mehr, nur wiel Sie im Sommer PV Strom nutzen können?

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Ich habe einen Stromanschluss 3*16A, d.h., ich kann eine Leistung vom max. 11 kW entnehmen. Ob der Strom nun in mein Haus reinfließt oder rausfließt ist für die Dimensionierung gleichgültig.
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Sie sind ja ein Spezialist. Erklären Sie das mal denen:
http://tinyurl.com/eegnetz
Zitat: "ZUSÄTZLICH zu ihren normalen Netzinvestitionen investiert der Netzbetreiber in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro alleine in den EEG bedingten Ausbau ihrer Netze. "

Das ist nur ein Beispiel. Eine andere Gemeinde hat den Bau von PV Anlagen nicht genehmigt, weil sonst das Netz für Millionen ausgebaut werden müsste.

Diejenigen für Die also das Netz ausgebaut werden, beteiligen sich an den Kosten am wenigsten, denn sie bezahlen ja nur für die Entnahme.

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Den Unsinn Ihrer Argumentation in diesem Punkt merken Sie sicher auch an folgendem Beispiel. A macht 30 Dienstreisen im Jahr, alle mit dem Flieger, B macht auch 30 Dienstreisen, nutzt aber nur 5* das Flugzeug, weil er 25* mit dem Mietauto fahren will - und jetzt kommt die Fluggesellschaft und verlangt von B einen höheren Ticketpreis für den selben Flug, weil er ja nur 5* im Jahr fliegt, aber die Fluggesellschaft die Logistik zu 100% vorhalten muss.
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Der Unsinn liegt auf Ihrer Seite. Sie berücksichtigen nämlich nicht, das der Dienstreisende seinen Flug vorher anmelden muss. Macht er das kurzfristig, z.b. weil morgen schlecht Wetter ist, dann muss er sehr wohl deutlich höhere Preise zahlen. Wenn er Pech hat, bekommt er gar keinen Flug mehr. Hätten alle Teilnemer des Flugverkehrs das Recht auf einen kurzfristigen Flug, müsste die Fluglinie jederzeit enorme Überkapazitäten bereithalten.

Bei Zappelstrom halten Sie das aber für eine Selbstverständlichkeit. Die Kraftwerksbetreiber aber nicht, die versuchen, Ihre Kraftwerke abzuschalten weil eben der durchschnittliche Bedarf nicht mehr ausreicht, um die Kosten des Kraftwerks zu decken. Das weiß auch die Bundesregierung, deshalb das Gesetz, dass Betreiber nicht mehr abschalten dürfen. Die unrentablen Netze hingegen werden weiter von immer weniger Leuten getragen, die nicht dafür verantwortlich sind. Würden die PV-LEr sich autark bewegen, könnten die Netze nämlich an den verringerten Lastbedarf angepasst werden.

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Nun, werte Zappelfreunde, wo zappelt es denn nun mehr, bei Verbraucher oder bei PV/Wind?
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Sie beweisen mal wieder eindrucksvoll, dass Sie wirklich keine Ahnung haben. Das eine sind Verbraucher, das andere Erzeuger. Die Verbraucher benötigen Strom und sind aufgrund langjähriger Erfahrung gut vorhersehbar. Zum Ausgleich wurden dafür bisher konventionelle regelbare Kraftwerke benötigt.
Jetzt kommt dazu der Zappelstrom, der nicht in der Lage ist, die Schwankungen auszugleichen sondern sogar noch das Gegenteil bewirkt und die Schwankungen vergrößert und unvorhersehbarer macht. Den Scheiss dürfen dann die Anderen bezahlen.

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Das ist Unsinn, andernfalls herrscht auch erst wieder Gleichheit, wenn alle dasselbe Auto haben, denn der der weniger verbraucht, braucht aber aber trotzdem zu 100% die Logistik der Kraftstoffversorgung.
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Falsch, das wäre nur der Fall wenn es so laufen wprde wir bei den EEG:

Der Staat bezuschusst die eigene Herstellung von Benzin, verlangt dafür aber keine Steuern und Gebühren für den Teil, den die Leute selber verbrauchen und für das überschüssige Benzin aus dem Sommer, das nicht speicherfähig ist, wird mit 1,5€ vergütet. Benzin ist aber speicherfähig, schon daher hinkt Ihr Vergleich. Weil wenn das Benzin aus Ihrem Beispiel nicht speicherfähig ist, können die Tankstellen in Deutschland nicht reduziert werden. Diese Nichtreduzierung wird dann umgelegt auf die übrigen Verbraucher. So müsste Ihr Beispiel lauten, um es mit dem EEG zu vergleichen.

81

Hader und Burowski verdrehen wieder mal die Realität!

Seit mehr als 50 Jahren haben sich die Energieversorger nach dem Bedarf aller Verbraucher gerichtet. So, wie es sein soll. Mit Grund-, Mittel und Spitzenlastkraftwerken, zu einem akzeptablen Preis für den Industriestandort Deutschland.

Jetzt soll sich der Verbraucher mittels Smart-Meter und Verbrauchsreduzierung an den Zappelstrom aus Sonne und Wind anpassen, sich also abhängig machen vom "Versorger". Und da stellt dann Burowski die dämliche Frage: was zappelt mehr, Verbrauch oder Sonne/Wind?

Burowski, auf diesen Vergleich kommt es nicht an! Sie stellen wieder mal die falschen Fragen, als Nebelbombe. Der Verbrauch zappelt. Ich würde sagen, er schwankt. Das trifft die Realität besser! Kohle, Gas und Atom sind in der Lage, diese Schwankungen auszugleichen. Erzeugung folgt dem Bedarf! Zappelstrom aus Sonne und Wind kann das nicht, weil die Zappelei nicht kongruent zum Bedarf ist.

Von mir aus nennen wir auch den Verbauch "Zappeln". Aber im Gegensatz zu Sonne und Wind können Kohle, Gas und Atom genau im selben Rhythmus "zappeln".

Herr Wanninger und Herr Stiller u.a... vielleicht sollten wir wirklich einfach mal Hader und Gogo und Jng und Burowski mit Missachtung würdigen, solange die nicht in der Lage oder bereit sind, ernsthafte Diskussionen zu führen und ganz offensichtlich nur Volksverdummung betreiben?

82
Jürgen Wanninger

@#226 Holger Burwoski:

Nachdem Sie Sich vor drei Wochen im Blog EEG bemerkenswert blamiert haben (siehe http://tinyurl.com/of4ou7g #217 und #259, 30 GW Sonnenpeakleistung an einem Wintertag, haha ),
sind Sie erst mal für drei Wochen untergetaucht und kommen jetzt wieder mit den gleichen ollen Kamellen.

Dass der Strombedarf der Verbraucher schwankt, ist leider nicht zu ändern. Dass man aber unwirtschaftliche wetterabhängige Stromerzeuger verwendet, die so wie Solarstrom für die Wintermonate sogar fast ganz ausfallen, kann man schon ändern.

Leute, die noch rational denken könnne, wie die tschechische Regierung, erkennen die problematische Realität und haben die Solarstromförderung nun völlig gekippt. Gibt es überhaupt noch ein Land, dass nicht längst wieder aus der kontraproduktiven Förderung des dämlichen Solarstroms ausgestiegen ist?

Nur der ideologische deutsche Michel kämpft wieder bis zum letzten Soldaten gegen die physikalische Realität. Wie ähnlich sich Braune und Grüne doch sind.

83
Jürgen Wanninger

#226, S. Hader sagt:

'...Da werfen Sie wieder einige Begriffe bunt durcheinander. Natürlich sparen Wind- und Solarstrom Primärenergie ein, denn alles was dort produziert wird, muss von keinem anderen erzeugt werden...'

Leider versehjen Sie die Zusammenhänge nicht: Ihre EInsparung ist nur vordergründig.

Sie vergessen, dass die Zappelstromerzeuger WInd- und Solarstrom schon bei Ihrer Herstellung sehr viel Energie verbrauchen. Sie brauchen dann zwar selbst keinen Brennstoff mehr, da sie aber so zappelig sind und nur zu 10% (Sonne) und 15% (Wind onshore) verfügbar sind, brauchen wir weiterhin den kompletten bisherigen Kraftwerkspark vollumfänglich, um die ständigen Defizite beim Zappelstrom auszugleichen. Das kostet Brennstoff, und zwar kaum wneiger, als wir 2000 verbraucht haben. Das sieht man schön an den Primärenergieimporten Deutschlands. Und dadurch wird die Energiebilanz der Energiewende NEGATIV.

Und dass das so isz, sieht jeder Stromzahler, dass seine Stromrechnung stärker steigt, als seine Benzinkosten, als seine Heizölkosten oder als seine Erdgaskosten.

Sie können das noch eine Weile leugnen und die Menschen weiterhin belügen, das Resultat auf der Stromrechnung wird immer unübersehbarer.

84

#214: "Ich habe nichts dagegen,
Wenn einzelne nur im Winter Strom benötigen und wegen diesen Leuten dann der ganze Kraftwerkspark und das Stromnetz dafür ausgelegt werden muss, dann sollen diese auch für die Sonderbehandlung zahlen und nicht die Allgemeinheit. Aber das lernen Sie nie, oder?"

Lieber Herr Stiller, im Winter nutzen wir alle den ganzen Kraftwerkspark. Warum soll also nur ein Teil für die gesamten Kosten aufkommen? Ich kann ja schon irgendwie verstehen, dass es Ihnen nicht gefällt, wenn spezielle Kosten der Energiewende auf die Allgemeinheit abgewälzt wird. Wenn Sie aber wollen, das allgemeine Kosten wie die Wartung des ganzen Kraftwerkparks auf einzelne abgeschoben werden, dann verstehe ich Ihre ganze Logik nicht.

Sie machen doch hier nichts anderes, als einzufordern, dass jeder bitte schön einen gleichmässigen Stromverbrauch über das Jahr verteilt haben soll, damit den Unternehmen nicht so hohe Belastungen entstehen. Also wer soll sich nach wem ausrichten, die Verbraucher nach den Stromkonzernen oder umgekehrt?

85

#211: "Ich habe Ihren Chef schon verstanden. Sie aber nicht."

Schön Herr Wanninger, das Sie meinen, meinen ehemaligen Chef besser als ich zu kennen, obwohl sie nicht die geringste Ahnung haben, um wen es sich handelt und was ich beruflich mache. Das sind ja auch die besten Voraussetzungen, die Deutungshoheit für die Zitate meines Chefs für sich zu beanspruchen. 😉

#223: "Wind- und Solarstrom sparen keine Primärenergie ein. Um Wind- und Solarstrom ins Netz zu integrieren, wird mehr Regelenergie verbraucht, als Wind- und Solarstromerzteuger selbst erzeugen."

Da werfen Sie wieder einige Begriffe bunt durcheinander. Natürlich sparen Wind- und Solarstrom Primärenergie ein, denn alles was dort produziert wird, muss von keinem anderen erzeugt werden. Regelenergie ist wieder etwas anders. Der Bedarf an positiver und negativer Regelenergie beträgt in Deutschland weniger als 10 TWh pro Jahr und liegt deutlich unter der Energiemenge, die Wind und Solar produzieren.

86
Jürgen Wanninger

@#218 Paul Gogo sagt:

'...Die bedarfsgerechte Produktion elektrischer Energie muss mit und ohne EE vorhanden sein. Im Winter zwischen 100% auf 50% und im Sommer zwischen 50% auf 25%...'

Ist wieder Märchenstunde bei Zugführer und Inschenijör Gogo? Oder sind Sie gar das Sandmännchen und streuen uns nur Sand in die Augen?

Ganzjährig wird Regelenergie für Wind- und Solarstrom in der Größenordnung 50 bis 100% benötigt. Das sieht jeder Laie, wenn man sich das Einspeisediagramm von Professor Helmut Alt von der FH Aachen von 2012 anschaut http://tinyurl.com/cako5lr
Wie kleicht zu sehen, fallen in jedem Monat die addiert eingezeichnete Wind- und Solarstromeinspeisung bis nahe 0 GigaWatt. Wie ebenfalls leicht zu sehen, erreicht die Summenleistung nie die Hälfte der in 2012 installierten 62 GW. Deshalb muss weiterhin auch nach 13 Jahren Energiewende der gesamte herkömmliche Kraftwerkspark mitlaufen. Heute etwas weniger Kernenergie, dafür mehr neue Gaskraftwerke. Es wird heute kaum weniger Brennstoff verbraucht, als vor 2000.

Die Energiewende ist tatsächlich kontraproduktiv! Sie verbraucht mehr Energie, als sie erzeugt! Das sieht man daran, dass der Strompreis seit 2000 weitaus stärker gestiegen ist, als der Preis für Primärenergie!

Wer rechnen und Diagramem lesen kann, ist klar im Vorteil, Sandmännchen Gogo.

87
Jürgen Wanninger

#218 Paul Gogo sagt:

'...Wenn Sie noch Fragen haben, dann beantworte ich diese gerne...'

Ich habe keine Fragen, Photovoltaik ist Energievernichter, das sieht man an der Strompreisentwicklung im Vergleich zur Primärenergie.

Aber wenn die restliche Photovoltaikindustrie so dämlich ist, dass Sie Ihre Erkenntnisse in 15 Jahren noch nicht erlangt hat, dann sollten sie hier dringend unternehmerisch tätig werden, Herr Inschenijör.

P.S: Ich segle in der Tat, wie kommen Sie denn da drauf? Beaufort ist ja nun keine allgemein unbekannte Einheit.

88
Jürgen Wanninger

@#218 Paul Gogo:

Leider verbreitet Herr Gogo wieder Märchen:

Wind- und Solarstrom sparen keine Primärenergie ein. Um Wind- und Solarstrom ins Netz zu integrieren, wird mehr Regelenergie verbraucht, als Wind- und Solarstromerzteuger selbst erzeugen.

Da sieht jeder Bürger an seiner Stromrechnung:

Der Strompreis ist in den letzten 15 Jahren deutlich stärker gestiegen, als der Preis der Primärenergie. Das beweist ganz eindeutig, dass unsere Stromerzeugung heute erheblich uneffektiver ist, als vor 15 Jahren.

89
Holger Burowski

#217:J.Wanninger
"1. Nun, wie Sie am Ende des Blog zum EEG ganz offensichtlich nach Dutzenden von Beiträgen und Gegenargumenten endlich verstanden hatten, dass Solarstrom im Winter nur einen ganz geringen Beitrag zur Stromversorgung leisten kann,.."

Siehe an, Sie verstehen langsam, dass es nicht um Leistung, sondern Energie geht.

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"...und wir auch geklärt haben dürften, dass auch Wind oft für Tage ja bis zu Wochen weitgehend ( kleiner 5%) ausfällt,...."

Es gibt solche Orte, aber wochenlang ohne Wind und ab wann definieren wir "ohne Wind"?

##################################
...dass eine Versorgung aus konventionellen Kraftwerken vollumfänglich erhalten werden muss - solange es keine Stromspeicher gibt. Das wird wohl noch für die nächsten mindestens 20 - 30 Jahre so sein."

Ja also zaubern kann ich nicht; es wird über Jahre noch eine parallele Struktur geben, wobei ich weder "vollumfänglich" noch "20-30 Jahre" unterschreibe. Das ist bei einem Technologiewechsel aber nun mal nicht anders möglich. Das letzte Mal, dass in einem Land in Europa ein Technologiewechsel nur einen Tag gedauert hat, war am 3.9.1967. Heute völlig unmöglich, da die PdB (Partei der Bedenkträger) im Bundestag garantiert die aboslute Mehrheit hätte.

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"2. Somit muss die bisherige Strominfrastruktur vollumfänglich erhalten bleiben."

Nein, sie wird sich schrittweise verändern.

################################################"3. Wenn sich die reicheren Mitbürger aus der Solidargemeinschaft der kollektiven Stromversorgung durch teilweise Eigenversorgung verabschieden, dann müssen Sie doch Ihren Obolus zu dieser Stromversorgung beitragen, wenn Sie bei Mangel an Solar- oder Windstrom von dieser teilweise bis fast vollumfänglich wieder versorgt werden."

Dann, wenn sie das Netz brauchen, bezahlen Sie es auch zu 100%, wenn nicht nicht. Die Bahn kann von mir auch nicht mehr Geld verlangen, nur weil ich weniger, als andere, damit fahre, aber die Infrastruktur immer zu 100% vorgehalten werden muss.

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"1) Das EEG wird für alle Neuanlagen abgeschafft, ebenso der Einspeisevorrag"

Wie organiseren Sie dann die Einspeisung?

################################################"3) Die Netzentgelte werden aus dem Strompreis herausgerechnet und in die Anschlussgebühr überführt"

Das ist die ungerechteste und unsozialste Lösung, die es überhaupt gibt.
Wer wenig Strom verbraucht, also das Netz wenig nutzt, bezahlt pro kWh mehr Netzentgelt, als der der mehr verbraucht und somit das Netz mehr nutzt. Das halten Sie für gerecht und sozial???

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"Eine Frage hätte ich aber einmal Herr Burowski:
Sie stehen ja nun sicherlich dem Gedankengut der grünen Partei sehr nahe."
Glauben dürfen Sie viel, wenn der Tag lang ist.

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"Bei der Mobilität wollen Sie keinerlei Individualisierung, es soll möglichst nur noch öffenliche Transportmittel geben, Individualverkehr (vom Fahrrad wie im China der 60iger Jahre abgesehen) ist nach der Kernkraft das Feinbild Nummer 1."

Bei 25 000 km Fahrstrecke/Jahr im privaten PKW dürften Sie hier um mindestenes 100% daneben liegen. Aber Sie sind in guter Gesellaschaft - kommunistische Parteisekretäre hatten auch Ihr Argumentationsmuster, um Personen, gegen die sie argumentativ nicht ankommen, gering zu schaätzen. Ich habe mir da ein dickes Fell zugelegt - lasse sie dummschwätzen. irgendwann ist ihre Zeit abgelaufen; wie wahr!

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"Warum ausgerechnet soll ein derart komplexes System wie die Stromversorgung eines Landes praktisch unkontrollierbar individualisiert werden?"

Da ist nichts unkontrollierbar, die technischen Rahmenbedingungen sind vorgegeben, diese sind einzuhalten und werden es auch. Und komplex, da gibt es wesentlich komplexere, individualisierte Systeme, siehe Telekommunikation.

90
Holger Burowski

#214: L.Stiller
"--------------
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass meine Netzentgelte wesentlich sinken, wenn mein Strom nur über 10 km transportiert wird und nur einmal auf 10 kV und dann wieder auf 230 V transformiert wird?
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1. Nein, das beweist schon der nötige massive Ausbau im lokalen Stromnetz"

In ein Stromnetz mus immer investiert werden, nur ist es dieses Mal an anderer Stelle

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"2. Warum sollte der Austausch von z.B. Biblis gegen ein Speicherkraftwerk etwas an der Länge der Transportwege ändern?"

Kommen Sie einfach mal von der Gigawatt-Denke weg.

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"4. Die EE sind der Grund dafür das überhaupt das Stromnetz so ausgelegt werden muss, das es auch eine massive Einspeisung von kleinerzeugern ausshält."

Ich habe einen Stromanschluss 3*16A, d.h., ich kann eine Leistung vom max. 11 kW entnehmen. Ob der Strom nun in mein Haus reinfließt oder rausfließt ist für die Dimensionierung gleichgültig. Alle anderen Hausanschlüsse in meiner Umgebeung haben denselben Anschlußwert, wo bitte ist jetzt ihr Problem? Kommen Sie mir jetzt nicht mit Blindstrom - Wechselrichter können Blindleistung erzeugen, andernfalls sind Sie fachlich nicht up to date.

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Das hat mit Marktwirtschaft schon lange nichts mehr zu tun, wenn es so wäre müssten diejenigen die nur 30% aus dem Netz nehmen dieses anteilig trotzdem zu 100% mitfinanzieren, denn im Winter Ohne Solarstrom benötigen und belasten Sie das Stromnetz ja auch zu 100%."

Das geht nur auf, wenn alle zur gleichen Zeit gleich viel Strom dem Netz entnehmemn. Wenn mein Nachbar 3* mehr Strom braucht als ich, warum soll ich dann 3* mehr Netzentgelt bezahlen?
Den Unsinn Ihrer Argumentation in diesem Punkt merken Sie sicher auch an folgendem Beispiel. A macht 30 Dienstreisen im Jahr, alle mit dem Flieger, B macht auch 30 Dienstreisen, nutzt aber nur 5* das Flugzeug, weil er 25* mit dem Mietauto fahren will - und jetzt kommt die Fluggesellschaft und verlangt von B einen höheren Ticketpreis für den selben Flug, weil er ja nur 5* im Jahr fliegt, aber die Fluggesellschaft die Logistik zu 100% vorhalten muss. Was halten Sie von diesem Lösungsansatz? Das entspricht doch genau Ihrer Denkweise.

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"Ich verbiete das niemandem, aber man kann den leuten Sehr wohl verbieten diesen Zappelstrom...."

Mal ein paar Zahlen für die Zappelstromfreunde aus dem Jahr 2012
Anteil
Schwankung MW/h Verbraucher % PV/Wind %
0 0,00 0,81
250 0,77 15,39
500 1,58 20,95
750 2,35 13,95
1000 3,12 9,42
1250 3,87 6,38
1500 4,46 5,25
1750 4,83 4,12
2000 5,14 3,32
2250 5,31 2,86
2500 5,37 2,62
2750 5,30 2,57
3000 5,20 2,18
3250 5,06 1,94
3500 4,94 1,92
3750 4,80 1,34
4000 4,62 1,68
4250 4,39 1,13
4500 4,13 0,78
4750 3,85 0,65
5000 3,56 0,28
5250 3,24 0,46
5500 2,92 0
5750 2,59 0
6000 2,25 0
6250 1,91 0
6500 1,57 0
7000 1,23 0
7250 0,88 0
7500 0,53 0
7750 0,21 0
8000 0,00 0

Nun, werte Zappelfreunde, wo zappelt es denn nun mehr, bei Verbraucher oder bei PV/Wind?

##############################################
"Ich nicht. Obwohl PV-ler das Netz an Tagen ohne Sonne zu 100% benötigen und belasten, beteiligen Sie sich nur noch zu ca. 30% an dessen kosten. Es herrscht erst wieder Gleichheit wenn alle anderen auch eine PV-Anlage auf dem Dach haben."

Das ist Unsinn, andernfalls herrscht auch erst wieder Gleichheit, wenn alle dasselbe Auto haben, denn der der weniger verbraucht, braucht aber aber trotzdem zu 100% die Logistik der Kraftstoffversorgung.

91

#218: Paul Gogo

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Wenn EE eingespeist wird, dann geht der Brennstoffbedarf zurück.
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Der Brennstoffbedarf ist aber nicht der Kostenfaktor sondern Bau, Betrieb der Kraftwerke und des Stromentzes. Sie können im Sommer ja schlecht die ganze Belegschaft im Sommer in Urlaub schicken wann kapieren Sie das eigentlich? Bei PV ist ja auch nicht die Sonne die die Rechnung macht, sondern auch Bau, Betrieb Wartung der Anlage und des Netzes. Und weil PV nicht das ganze Jahr verfügbarist, müssen sie die Kraftwerke zusätzlich bereit halten.
Und da durch das ständige rauf und runterregeln wegen des Zappelstroms mehr Brennstoff verbraucht wird, als wenn das Kraftwerk im optimalen Wirkungsgrad läuft ist die Einsparung auch sehr gering bis nicht vorhanden.

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Die bedarfsgerechte Produktion elektrischer Energie muss mit und ohne EE vorhanden sein
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Ganz genau. Der unterschied: Bei konventionellen Kraftwerken reicht es Konventionelle Kraftwerke bereitzuhalten. Bei PV reicht es leider nicht nur PV Bereitzuhalten. Bei PV müssen Sie zusätzlich noch andere Kraftwerke bereithalten.

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Ihr Beispiel spart natürlich wieder jeder Menge Energie. Ihre Zahlen entsprechen über 17 000t Öläquivalent
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Nur nach Ihrer Milchmädchenrechnung. Wären Sie ehrlich, müssten diese Mengen Strom ja irgendwo gespeichert werden und diese Speicher müssten durch Eeinsatz von Energie und Rohstoffen erst mal geschaffen werden.

#219: Paul Gogo sagt:
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Glauben Sie mir, PV ist gut.
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Glauben ist was für religoöse Menschen. Ich glaube Ökopredigern wie Ihnen gar nichts, sondern halte mich lieber an Fakten und vertraue auf meinen eigenen gesunden Menschenverstand. Fakten können Sie nicht bringen.

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Die energiereiche Zeit kann zur Ladung von vielfältig vorhandenen Speichern verwendet werden.
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Vielfältig vorhanden .... na dann brauchen wir die ja gar nicht mehr....

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Das erhöht die Effizienz von PV ....
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Das speichern von PV Strom erhöht dessen Effizienz Alles klar. Wenn ich also PV Strom für bspw. 15cent/KWh Einspeisevergütung für 8ct/KWh Speicher + 15ct/KW Netzentgelte bin ich bei 38ct/KWh (verluste beim Speichern noch ncith berücksichtigt). Wissen Sie was PV-Strom wirklich effizient macht? Überflüssigen PV-Strom Wegschmeissen und in einem Konventionellen Kraftwerk neu erzeugen: Ergibt: 15ct/KWh PV (Einspeisevergütung für den weggeschmissenen Zappelstrom) + 4ct/KWh Konventionell + 15ct/KWh Netzentgelt = 34ct /KWh

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So ein Baum lebt ganz wesentlich davon.
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Richtig, ein BAUM. Kohle aber nicht. Und da ein Baum das ganz alleine macht, kann uns das völlig Egal sein. Wir müssen uns dafür keine technische Lösung überlegen.

92

#196: Peter Jensen sagt:
'...PV hat den grossen Vorteil, dass auch dann noch Energie umgewandelt wird, wenn die Sonne mit einem relativ kleinen Einfallswinkel auf das Panel scheint.
Ja sogar wenn die Sonne nicht direkt auf das Panel scheint.
Das ist für viele Interessenten und Skeptiker gleichermassen neu, dass sogar an einer senkrechten Wand mit Nordausrichtung zur besten Tageszeit noch knapp 20% der Peakleistung umgewandelt wird!...'

„Zugführer Gogo, was ist denn das für ein Vorteil? Vorteil ggü wem oder was?“

Lieber Herr Jensen,
Sie haben ja noch immer Zweifel.
Glauben Sie mir, PV ist gut.
Nicht nur wenn die Sonne richtig drauf brennt, auch dann wenn die Sonne sich anstellt langsam unterzugehen.
Sie schliessen jetzt daraus, dass die Sonne sich um die Erde dreht.......Macht nichts.

Nicht 900h, sondern die Vierfache Zeit der Energielieferung, rund 3500h im Jahr. Die energiereiche Zeit kann zur Ladung von vielfältig vorhandenen Speichern verwendet werden.
Das erhöht die Effizienz von PV und die trocknet Ihre „feuchte Semmel“ total aus.
Mit Nachführsystemen geht noch etwas mehr.

„Kohle ist es scheißegal, in welchem Einfallswinkel die Sonne auf die Erde trifft, oder ob das Kraftwerk nach Norden, Süden, Osten oder Westen ausgerichtet ist.“

Nein Herr Peter Jensen, das ist nicht richtig! Man erkennt sofort, dass sie nicht in der Baumschule waren, denn dort hätten Sie gelernt, dass es wichtig ist für die Bäume die Sonnenkollektoren (Blätter) nach dem Licht auszurichten. So ein Baum lebt ganz wesentlich davon. Wären die Bäume damals aber so dumm gewesen wie die PV-Gegner heute, dann hätten wir heute nicht mal Kohle.

Der Nutzungsgrad der Solarenergie für die Produktion von Kohle wäre dann nicht bei guten ~ 0,000 000 02 gelegen, sondern bei 0,000 000 000 02 (ohne Baumschule).

Gruss
Paul Gogo

93

#190: Jürgen Wanninger sagt:
Lieber Herr Wanninger,
ich finde Ihre Beiträge trotz aller technischen Unverträglichkeiten für sehr engagiert.

1. Wenn EE eingespeist wird, dann geht der Brennstoffbedarf zurück. Das ist halt so.
Ein Automobil konsumiert, wenn es ganz leicht bergab fährt auch weniger als wenn es waagrecht dahinfährt, obwohl der Motor mit einem mehr oder weniger geringeren Wirkungsgrad arbeitet. Und darauf kommt es an.

2. Die bedarfsgerechte Produktion elektrischer Energie muss mit und ohne EE vorhanden sein. Im Winter zwischen 100% auf 50% und im Sommer zwischen 50% auf 25%.

3. Dieser „sonnige 23. September“ brachte es in Nürnberg auf etwas über 2h Sonne. In Köln war es unter 1h und in München waren es über 8h.
In wessen Auftrag fälschen Sie die Wetterberichte?

Zu Ihren EE-Daten am 23..
„10 Uhr 19%
12 Uhr 27,9%
14 Uhr 29,4%
16 Uhr 18,8%“

Ihr Beispiel spart natürlich wieder jeder Menge Energie. Ihre Zahlen entsprechen über 17 000t Öläquivalent, was über 265 Kesselwagen der Bahn entspricht
Oder 5 Güterzüge voll mit Öl beladen oder 10 Güterzüge mit Kohle beladen.
Auf das kommt es an!

Wie hier schon öfter angemerkt, ist das kWpeak eine standardisierte Bezeichnung, nur ein Nominalwert, nicht mal ein Nennwert. Die höchste eingespeiste PV Leistung lag in diesem Jahr bei etwa 23 GW!

„Den Blödsinn mit der Nachführung verbreiten Sie auch wieder. Fragen Sie mal einen Baustatiker, was er beim nächsten Sturm davon hält, wenn Sie Tragflächen und Segel aufs Dach montiert haben! Hat sich der Herr Gogo noch nie gefragt, warum 99,9% aller PV-Module auf Satteldächern in der Dachebene liegen?“

Und ich erinnere mich dunkel, dass Sie sagten Segler zu sein. Und da dachte ich Sie wären mit den Windkräften auf Du und Du. Wahrscheinlich meinten Sie eine Boje mit einem Wimpel drauf.
Sie könnten auch einen Golfball betrachten mit den vielen Turbulatoren.
Die zum Dach parallelen Panels macht man deshalb, weil das die billigste Art der Befestigung ist. Leider kennen die Dächer Ihre persönliche Aerodynamik nicht, denn die flache Dächer sind oft sturmgefährdeter als Steildächer. Bei einem F5 Wirbelsturm mag das allerdings bedeutungslos sein.

Eine Nachführung, bei der die PV Panels aus der Dachebene herausgeschwenkt werden, hat den Vorteil, dass die laminare Strömung gestört wird und sozusagen in viele kleine Wirbel bzw. Teilkräfte zerlegt wird. Die Kräfte an den kleinen umströmten Einzelelementen wird viel zu gering damit nenneswerte Kräfte entstehen können. Zudem wird es statistisch unwahrscheinlich, dass alle Kräfte gleichzeitig und in die gleiche Richtung wirken.

Hatte ich Ihnen nicht schon über Landeklappen bei Segelflugzeugen berichtet. Die haben diese Störklappen von der PV Nachführung abgeschaut:-).
Vorausgesetzt wird natürlich, dass das Nachführsystem auch sinnvoll konstruiert wird. Eine abgewandelte eines Feuerleitsystemes halte ich für etwas zu aufwendig.

Noch ein Vorteil der Nachführung. Wenn die PV Panele bei Hagel nahe senkrecht gestellt werden, je nach Dachneigung, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Hagelschadens stark reduziert.
Hier sind die Versicherungen gefordert.

Deshalb haben die Fahrzeugsegel eine relativ geringe Krümmung und eine grosse Profiltiefe.

Wenn Sie noch Fragen haben, dann beantworte ich diese gerne.

Gruss
Paul Gogo

94
Jürgen Wanninger

#206 Holger Burowski sagt:

'...Warum wollen Sie den Menschen verbieten, selber Strom zu erzeugen? Und wenn der Speicher leer ist und keine Sonne scheint, müssen alle, die Energie zu 50ct bezahlen, es sei denn, ich habe in einen privaten Speicher investiert. Was ist an Privatinitiative verwerflich?...'

Das verstehen Sie völlig falsch! Niemand der hier gegen EEG und Zappelstrom Diskutierenden will etwas verbieten. Wir sind liberal denkende Menschen. Wir wollen, dass sich die Stromversorgung frei, nach marktwirtschaftlichen Bedingungen möglichst effizient entwickelt, ohne durch von rot-grünen technischen Laien entwickelte Subventionen verzerrt zu werden!

Kein Mensch hat etwas gegen Eigeninitiative wenn diese eigenverantwortlich praktiziert wird!

Was heisst das?

1. Nun, wie Sie am Ende des Blog zum EEG ganz offensichtlich nach Dutzenden von Beiträgen und Gegenargumenten endlich verstanden hatten, dass Solarstrom im Winter nur einen ganz geringen Beitrag zur Stromversorgung leisten kann, und wir auch geklärt haben dürften, dass auch Wind oft für Tage ja bis zu Wochen weitgehend ( kleiner 5%) ausfällt, ebenfalls dutzendfach belegt und nun hoffentlich akzeptiert, werden auch Sie nicht mehr bestreiten, dass eine Versorgung aus konventionellen Kraftwerken vollumfänglich erhalten werden muss - solange es keine Stromspeicher gibt. Das wird wohl noch für die nächsten mindestens 20 - 30 Jahre so sein.

2. Somit muss die bisherige Strominfrastruktur vollumfänglich erhalten bleiben.

3. Wenn sich die reicheren Mitbürger aus der Solidargemeinschaft der kollektiven Stromversorgung durch teilweise Eigenversorgung verabschieden, dann müssen Sie doch Ihren Obolus zu dieser Stromversorgung beitragen, wenn Sie bei Mangel an Solar- oder Windstrom von dieser teilweise bis fast vollumfänglich wieder versorgt werden.

Ich sehe da nur eine für alle faire Lösung:

1) Das EEG wird für alle Neuanlagen abgeschafft, ebenso der Einspeisevorrag

2) Die vertraglich garantierte Förderung der Altanlage wird aus dem Strompreis entnommen und komplett aus dem Steueraufkommen des Staates bezahlt. Damit wird die Efizienzveringerung unserer Stromversorgung, die der rot-grüne Staat verursacht und massiv befördert hat, auch auf den Verursacher wieder zurückgeführt

3) Die Netzentgelte werden aus dem Strompreis herausgerechnet und in die Anschlussgebühr überführt

4) Aus den vorgenannten Forderungen verändert sich der Strompreis beispielsweise wie folgt: Aus heute Anschlussgebühr 120 Euro Anschlussgebühr plus 26ct je kWh wird 400 Euro Anschlussgebühr plus 15ct je kWh. Die 6,5 ct / kWh EEG übernimmt der Bundeshaushalt. Dort gehören sie ohnehin hin.

Diese Strompreisänderung ist aufkommensbeutral, entlastet endlich die sozial schwächeren Haushalte von der asozialen Finanzierung der Solardächer der reicheren Haushalte und ließe jedem frei, seine Strom nach Gutdünken eben wie bisher zu beziehen oder selbst herzustellen, ohne seine Nachbarn zu zwingen, sein Hobby und dessen Unwirtschaftlichkeit finanzieren zu müssen.

Eine Frage hätte ich aber einmal Herr Burowski:
Sie stehen ja nun sicherlich dem Gedankengut der grünen Partei sehr nahe. Bei der Mobilität wollen Sie keinerlei Individualisierung, es soll möglichst nur noch öffenliche Transportmittel geben, Individualverkehr (vom Fahrrad wie im China der 60iger Jahre abgesehen) ist nach der Kernkraft das Feinbild Nummer 1. Warum ausgerechnet soll ein derart komplexes System wie die Stromversorgung eines Landes praktisch unkontrollierbar individualisiert werden?

95

Burowski sagt:

"Warum muss das Energienetz einer Ortschaft einem fernen Energierversorger gehören? Warum kann das nicht der Gemeinde gehören?"

Diese Frage zeigt deutlich die kleingeisstige, reaktionäre und nationalistische Denke der grünen Weltverbesserer.
Man könnte auch sagen: "Was will denn der Fremde hier?" Und da ist es nicht mehr weit bis zu dem Satz: "Deutschland den Deutschen!"...

Grüne sind wie Melonen: grüne Schale, rotes Fleisch und braune Kerne!

96
Jürgen Wanninger

HALLO ADMIN !! Bitte korrigieren !!

meine Antwort auf #206 wurde in #209 und #210 gekürzt abgedruckt! Bitte korrigieren! Nachfolgend der vollständige Text:

#206 Holger Burowski sagt:

'...Warum wollen Sie den Menschen verbieten, selber Strom zu erzeugen? Und wenn der Speicher leer ist und keine Sonne scheint, müssen alle, die Energie zu 50ct bezahlen, es sei denn, ich habe in einen privaten Speicher investiert. Was ist an Privatinitiative verwerflich?...'

Das verstehen Sie völlig falsch! Niemand der hier gegen EEG und Zappelstrom Diskutierenden will etwas verbieten. Wir sind liberal denkende Menschen. Wir wollen, dass sich die Stromversorgung frei, nach marktwirtschaftlichen Bedingungen möglichst effizient entwickelt, ohne durch von rot-grünen technischen Laien entwickelte Subventionen verzerrt zu werden!

Kein Mensch hat etwas gegen Eigeninitiative wenn diese eigenverantwortlich praktiziert wird!

Was heisst das?

1. Nun, wie Sie am Ende des Blog zum EEG ganz offensichtlich nach Dutzenden von Beiträgen und Gegenargumenten endlich verstanden hatten, dass Solarstrom im Winter nur einen ganz geringen Beitrag zur Stromversorgung leisten kann, und wir auch geklärt haben dürften, dass auch Wind oft für Tage ja bis zu Wochen weitgehend (

97

#206: Holger Burowski Sgt:

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Sehr guter Beitrag, ich sehe, Sie sind lernfähig.
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Das schreibe ich schon immer son, Sie ziehen nur immer noch die falschen Schlüsse daraus. Wie folgt:

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Sind Sie nicht auch der Meinung, dass meine Netzentgelte wesentlich sinken, wenn mein Strom nur über 10 km transportiert wird und nur einmal auf 10 kV und dann wieder auf 230 V transformiert wird?
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1. Nein, das beweist schon der nötigre massive Ausbau im lokalen Stromnetz
2. Warum sollte der Austausch von z.B. Biblis gegen ein Speicherkraftwerk etwas an der Länge der Transportwege ändern?
3. Das gilt bestenfalls für einen kleinen Teil,z.B. wenn Sie die ganzen Windräder im Norden abschalten, die benötigen die längsten Stromnetze
4. Die EE sind der Grund dafür das überhaupt das Stromnetz so ausgelegt werden muss, das es auch eine massive Einspeisung von kleinerzeugern ausshält.

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Problematisch wird die Sache nur dann, wenn ich insgesamt mehr Strom abliefere, als ich vom "Speicher" wieder beziehe.
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Eben.

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Richtig, so wird es werden und da werden sich die Großenergieversorger etwas einfallen lassen müssen, um konkurenzfähig zu bleiben.
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Man kann nur in einem freien Markt konkurrenzfähig sein. DSer Kampf ist also schon verloren. Es wird darauf rauslaufen die Bürger weiter zu belasten um Versorgungssicherheit herzustellen.

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Nein, das ist kein Teufelskreislauf, dass nennt sich Marktwirtschaft.
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Das hat mit Marktwirtschaft schon lange nichts mehr zu tun, wenn es so wäre müssten diejenigen die nur 30% aus dem Netz nehmen dieses anteilig trotzdem zu 100% mitfinanzieren, denn im Winter Ohne Solarstrom benötigen und belasten Sie das Stromnetz ja auch zu 100%.
Wie wäre es wenn Sie mal versuchen etwas zu lernen. Das Thema hier hat schon über 200 Kommentare, aber der Lerneffekt bei Ihnen ist immer noch gleich null.
Machen Sie sich autark, und klemmen Sie sich sich vom netz ab, dann belasten Sie es auch nicht zu 100%. Dann kann man es kleiner machen und kosten sparen.

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Warum muss das Energienetz einer Ortschaft einem fernen Energierversorger gehören? Warum kann das nicht der Gemeinde gehören?
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Welches Problem löst das denn? Beteiligen Sie sich doch an den Aktien dieser Firmen, wenn Sie irgendwo investieren wollen. Aber von mir aus, hab ich da auch nichts dagegen. Ich glaube aber nicht das es dadurch billiger wird. Die Wartung und Instandhaltung fällt dann trotzdem nicht an. Ich sehe jedenfalls nicht das es irgend ein Problem löst. Hier geht es eher um ein Gefühl der Menschen das Marktwirtschaft böse ist und die Energiekonzerne schuld sind an den hohen Preisen, denn der Börsenpreis sinkt ja bekanntlich und blablabla. Wird denen ja alles von den Grün-Linken eingebläut. Ich frag mich wie wir es Weltweit mit der bösen Marktwirtschaft überhaupt zu so viel wohl stand bringen konnten. Das muss wohl in der DDR alles besser gewesen sein und ich habs nur nicht gemrkt.

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Warum wollen Sie den Menschen verbieten, selber Strom zu erzeugen?
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Ich verbiete das niemandem, aber man kann den leuten Sehr wohl verbieten diesen Zappelstrom in ein Netz einzuspeisen das von anderen Bezahlt wird. Das wird auch gemacht. Es gibt schon Gemeinden, die das nicht mehr tragen konnten und deshalb weitere Anlagen nicht genehmigt haben weil dies sonst zu millionenschweren Investitionen auf Kosten der Gemeinde geführt hätte.
Ich habe nichts dagegen,
Wenn einzelne nur im Winter Strom benötigen und wegen diesen Leuten dann der ganze Kraftwerkspark und das Stromnetz dafür ausgelegt werden muss, dann sollen diese auch für die Sonderbehandlung zahlen und nicht die Allgemeinheit. Aber das lernen Sie nie, oder?

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Ich finde diese Lösung sehr gerecht.
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Ich nicht. Obwohl PV-ler das Netz an Tagen ohne Sonne zu 100% benötigen und belasten, beteiligen Sie sich nur noch zu ca. 30% an dessen kosten. Es herrscht erst wieder Gleichheit wenn alle anderen auch eine PV-Anlage auf dem Dach haben.

98

Ich meinte natürlich Herrn Burowski und nicht Herrn Stiller. Sorry, Herr Stiller!

99

Herr Stiller sagt:

"Wissen Sie Herr Stiller, ich habe 1989 meinen Kopf hingehalten, damit genau das, die eigene Initiative, die eigene Verantwortung wieder das Primat hat und jetzt kommen Sie und wollen mir das schon wieder verbieten!"

Na Herr Stiller, wenn sie 1989 dafür ihren Kopf hingehalten haben, selbst Strom produzieren zu dürfen, waren sie damals wahrscheinlich der einzige. Die anderen DDR-Bürger, die ihren Kopf hingehalten haben, haben das für wichtigere Dinge getan. "Selbst Strom erzeugen" habe ich auf keinem Plakat damals gelesen. Machen sie sich mal nicht lächerlich. Und werten sie mal nciht die Millionen DDR-Bürger herab, die damals für wirklich wichtige Dinge auf die Straße gegangen sind.

Und merken sie eigentlich nicht, dass die sog. Energiewende genau das ist, was die DDR damals zum Ende gebracht hat? Nämlich kolektivistische Planwirtschaft! Staatlich festgelegte Preise. Der Staat gibt etwas vor und alle machen mit. Es gibt auch wieder Kollektive. Man nennt das jetzt Bürgergenossenschaften oder so. Tolles Neusprech! Es sind ncihts anderes als sozialistische Produktionskollektive.

Herr Stiller, wenn sie sich aus Privatinitiaitve eine PV-Anlage auf's Dach schrauben wollen, bitte schön. Hat hier niemand was dagegen. Aber bezahlen sie das dann bitte auch selbst. Und verschonen sie den Rest am Netz mit dem Zappelstrom. Machen sie das bitte rein privat! Und nehmen das Risiko aber auch allein auf sich. Tragen sie selbst die Verantwortung dafür!
Bin mal gespannt, wenn Häuser mit PV-Anlage mal vererbt oder verkauft werden und der neue Eigentümer das Ding auf seinem Dach nicht haben will. Dann fällt mal eben ein "Kraftwerk" in der Umgebung weg. Hoffentlich gibt es dann genügend andere. Und was machen wir eigentlich, wenn jeder so eine PV-Anlage hätte? Dann produzieren ja alle Überschussstrom. Wer soll denn den dann abnehmen. Ihre Nachbarn haben ja alle selbst genug.

Was hier bei der "Energiewende" gerade läuft, ist ein ideologischer Großversuch, der jeden technischen und organisatorischen Fortschritt, der sich über Jahrzehnte entwickelt hat, zurückdreht. Es geht bei Energieerzeugung gar nicht mehr darum, günstig und stabil Energie zu erzeugen. Nein, es geht um die Rettung der Welt und das Klima und gegen böse Konzerne.
Und warum denn bei der Energie aufhören, Herr Stiller?
Machen sie sich unabhängig vom bösen Bäcker um die Ecke oder Karstadt oder von ALDI oder Mercedes.
Backen sie selbst, nähen sie selbst, bauen sie eigenes Gemüse an und halten ihr eigenes Schwein oder ihre Kuh, schrauben sie sich selbst ein Auto zusammen.
Die Hersteller all dieser Dinge wollen sie doch eh nur abzocken! Wehren sie sich! Werden sie völlig unabhängig vom Rest der Welt! Hoffentlich kommen sie bei dem ganzen Aufwand noch dazu, arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen, um ihren Autarkietraum auch bezahlen zu können!

100
Jürgen Wanninger

#207 S. Hader sagt:

'...Ja, "nur" ist gut. Das reale Leben zeigt uns ständig, Herausforderungen, die man nicht richtig angeht oder sogar völlig ignoriert, entwickeln sich irgendwann zu einem echten Nachteil. Mein Chef wollte mit seinem Spruch vor allem ausdrücken, dass Probleme nicht perse zum Nachteil führen, sondern erst dann, wenn man keine adäquate Lösung findet...'

Ich habe Ihren Chef schon verstanden. Sie aber nicht. Ihr Chef hat nämlich nicht gesagt, dass man sich neue Probleme schaffen muss, um an den Herausforderungen zu wachsen.

Wir haben Probleme genug in Deutschland. 2.200 Milliarden Schulden plus über 600 Milliarden Haftungsrisiken für die sogenannte Euro-Rettung müssen wir nicht noch eine weit über die Altmaier'sche Billion teuren Umbau einer funktiopnierenden Stromversorgung in eine unglaublich ineffiziente, naturfeindliche (Biomasseanbau) und flächenvernichtende (Windspargel) draufsatteln.

'...Ich sprach hier genau wie Sie in #192 vom Energieaufwand und nicht von der Kostenentwicklung.'

Wenn Sie niemanden finden, der an der Energiewende überproportional verdient, dann ist die Kostenexplosion nichts anderes als Beweis dafür, dass die Energiewende kontraproduktiv ist. Wir setzen heute erheblich mehr Primärenergie zu unserer Stromherstellung ein als vor 15 Jahren!

101
Jürgen Wanninger

#206 Holger Burowski sagt:

'...Warum wollen Sie den Menschen verbieten, selber Strom zu erzeugen? Und wenn der Speicher leer ist und keine Sonne scheint, müssen alle, die Energie zu 50ct bezahlen, es sei denn, ich habe in einen privaten Speicher investiert. Was ist an Privatinitiative verwerflich?...'

Das verstehen Sie völlig falsch! Niemand der hier gegen EEG und Zappelstrom Diskutierenden will etwas verbieten. Wir sind liberal denkende Menschen. Wir wollen, dass sich die Stromversorgung frei, nach marktwirtschaftlichen Bedingungen möglichst effizient entwickelt, ohne durch von rot-grünen technischen Laien entwickelte Subventionen verzerrt zu werden!

Kein Mensch hat etwas gegen Eigeninitiative wenn diese eigenverantwortlich praktiziert wird!

Was heisst das?

1. Nun, wie Sie am Ende des Blog zum EEG ganz offensichtlich nach Dutzenden von Beiträgen und Gegenargumenten endlich verstanden hatten, dass Solarstrom im Winter nur einen ganz geringen Beitrag zur Stromversorgung leisten kann, und wir auch geklärt haben dürften, dass auch Wind oft für Tage ja bis zu Wochen weitgehend (

102
Jürgen Wanninger

#206 Holger Burowski sagt:

'...Warum wollen Sie den Menschen verbieten, selber Strom zu erzeugen? Und wenn der Speicher leer ist und keine Sonne scheint, müssen alle, die Energie zu 50ct bezahlen, es sei denn, ich habe in einen privaten Speicher investiert. Was ist an Privatinitiative verwerflich?...'

Das verstehen Sie völlig falsch! Niemand der hier gegen EEG und Zappelstrom Diskutierenden will etwas verbieten. Wir sind liberal denkende Menschen. Wir wollen, dass sich die Stromversorgung frei, nach marktwirtschaftlichen Bedingungen möglichst effizient entwickelt, ohne durch von rot-grünen technischen Laien entwickelte Subventionen verzerrt zu werden!

Kein Mensch hat etwas gegen Eigeninitiative wenn diese eigenverantwortlich praktiziert wird!

Was heisst das?

1. Nun, wie Sie am Ende des Blog zum EEG ganz offensichtlich nach Dutzenden von Beiträgen und Gegenargumenten endlich verstanden hatten, das Solarstrom im Winter nur einen ganz geringen Beitrag zur Stromversorgung leisten kann, und wir auch geklärt haben dürften, dass auch Wind oft für Tage ja bis zu Wochen weitgehend (

103

#205: "Genau da liegt aber der nächste Hund begraben. Diese Speicher dürften inkl.Strom nicht mehr als 3-4ct pro KWh kosten. Warum?

Wenn die Kosten höher wären, wären die Speicher ja wieder nicht konkurrenzfähig zu konventionellen Kraftwerken."

Sehr geehrter Herr Stiller, entscheidend ist nicht, ob Stromspeicher preisgünstiger als konv. Kraftwerke arbeiten, sondern ob eines Tages das Gesamtsystem EE+Stromspeicher diese Grenze knacken kann. Die Stromspeicher sollen ja nicht unseren ganzen Strombedarf decken, sondern nur einen gewissen Teil. Der allergrößte Teil des Bedarfs würde ja direkt von den EE abgedeckt werden.

Würde Ihre Argumentation übrigens wirklich stimmen, dann hätten Pumpspeicherwerke nie rentabel betrieben werden können, weil deren Gestehungskosten im Durchschnitt(!) über denen von konv. Kraftwerken liegen. Der entscheidende Punkt ist, dass ein Speicher dann seine Energie abgeben kann, wenn es ökonomisch am sinnvollsten ist und ansonsten lange Zeit ruhen kann.

"Schon heute können Schweizer Pumpspeicherwerke kaum noch rentabel betrieben werden, wegen Deutschem Solarstrom. Diese erwirtschaften bestens zu Spitzenzeiten in denen die KWh ca. 8ct kostet einen Gewinn."

Das ist doch auch der Sinn von Pumpspeicherwerken, dass sie zu Zeiten der Spitzenlast ihren Strom wieder verkaufen, weil genau dann auf dem Strommarkt der Preis am höchsten ist.

"Ich bin echt gespannt was die Leute mit Ihrem PV-Strom machen, wenn die Subventionen auslaufen."

Allein durch die jetzige Preisentwicklung lohnt sich schon heute für viele PV-Besitzer, verstärkt ihren Strom selbst zu verbrauchen. Zudem sind auch immer mehr Haushaltsgeräte plus intelligente Steuerungen für den Hausgebrauch gefragt, die zeitversetzt betrieben werden können.

"Es wird dann irgendwann Millionen von PV Anlagen-Besitzern geben, die vielleicht nur an wenigen Tagen im Winter Strom aus dem Stromnetz benötigen, dafür aber nach wie vor die volle Leistung, so dass auch dann noch das Komplette Netz und der Kraftwerkspark zur Verfügung stehen müssen."

Das ist jetzt echt lustig. Die ganze Zeit beschwert man sich über neue Stromtarifkonzepte, die die Nutzer "zwingen" würden, zu bestimmten Uhrzeiten den meisten Strom zu verbrauchen und meinen, das sei eine Gängelung des Stromkunden. So, und heute sind viele Menschen endlich in der Lage, etwas autarker vom öffentlichen Stromnetz zu leben und da ist es Ihnen auch nicht recht, weil sich dann die Bedarfskurve ändern wird. Ja, was dann nun? Wollen Sie nun eine weitgehende Wahlfreiheit der Stromkunden oder ist das jetzt auch wieder nicht gut? Schon heute würde sich eine PV-Neuanlage bei langer Laufzeit für einige Kunden selbst ohne Stromeinspeisung oder zu Marktpreisen rentieren, weil die Betriebskosten unter den Privatkundenstromkosten gesunken sind. Neue Kleinanlagen können heute schon unter 15 ct/kWh produzieren.

104

#201: "Sehen Sie irgendwo ernsthafte Anstrengungen, etwas zu entwickeln, also ein ökonomischer großtechnischer Stromspeicher, das bei etwas plausiblem Nachdenken gar nicht möglich ist?"

Klare Antwort, Herr Wanninger, ja.

#203: "Ich will die Gedasnken Ihres Chefs mal fortführen. Wenn wir morgen die Straßen nicht mehr reparieren, ist das nach dieser Logik auch kein Problem - nur eine Herausforderung."

Ja, "nur" ist gut. Das reale Leben zeigt uns ständig, Herausforderungen, die man nicht richtig angeht oder sogar völlig ignoriert, entwickeln sich irgendwann zu einem echten Nachteil. Mein Chef wollte mit seinem Spruch vor allem ausdrücken, dass Probleme nicht perse zum Nachteil führen, sondern erst dann, wenn man keine adäquate Lösung findet.

"Sie behaupten '...eine Windkraft- oder Solaranlage produziert in seiner Betriebszeit mehr Energie als man für deren Fertigstellung aufbringen muss. Selbst mit der Berücksichtigung von Backupkraftwerken ist die Bilanz positiv...'

Das ist jedoch falsch! Der überproportional gestiegene Strompreis beweist, dass wir heute Strom weniger effizient herstellen als vor 15 Jahren!"

Ich sprach hier genau wie Sie in #192 vom Energieaufwand und nicht von der Kostenentwicklung.

105

#205: L.Stiller
Sehr guter Beitrag, ich sehe, Sie sind lernfähig.

"Genau da liegt aber der nächste Hund begraben. Diese Speicher dürften inkl.Strom nicht mehr als 3-4ct pro KWh kosten. Warum?"

Das ist Unsinn, mein Zähler hängt nicht am Transformator beim Kraftwerk, sondern hängt bei mir im Keller und der zählt 25ct/kWh. Ich bezahle etwa 8ct Netzentgelt/kWh, weil mein Strom über hunderte Kilometer transportiert wird, mehrfach rauf- und wieder runtertransformiert wird. Sind Sie nicht auch der Meinung, dass meine Netzentgelte wesentlich sinken, wenn mein Strom nur über 10 km transportiert wird und nur einmal auf 10 kV und dann wieder auf 230 V transformiert wird?

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"Und selbst wenn es gelingt einen Speicher mit 4ct/KWh zu speichern, müssten die PV Besitzer den Strom für 0ct /KWh abgeben."

Genauso ist es. Wenn ich jemanden habe, der meinen Überschuss aufkauft und speichert und ihn mir später wieder verkauft, ist es am günstigsten, ich schenke ihn den Strom. Anderenfalls schlägt er mir den Einkaufspreis, den er an mich bezahlt hat, bei Verkauf wieder drauf. Genau dasselbe Prinzip wendet z.B eine Lohnmosterei an. Ich bekomme nichts für mein Obst, bekomme aber ein Äquivalent Saft, abzüglich des Materialpreises (abgeliefertes Obst). Problematisch wird die Sache nur dann, wenn ich insgesamt mehr Strom abliefere, als ich vom "Speicher" wieder beziehe.

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"Ich bin echt gespannt was die Leute mit Ihrem PV-Strom machen, wenn die Subventionen auslaufen. Ein Teil wird sicher versuchen den Eigenverbrauch zu erhöhen, was natürlich wieder zu lasten der übrigen Teilnehmer Stromnetz geht.
Es wird dann irgendwann Millionen von PV Anlagen-Besitzern geben, die vielleicht nur an wenigen Tagen im Winter Strom aus dem Stromnetz benötigen, dafür aber nach wie vor die volle Leistung, so dass auch dann noch das Komplette Netz und der Kraftwerkspark zur Verfügung stehen müssen."

Richtig, so wird es werden und da werden sich die Großenergieversorger etwas einfallen lassen müssen, um konkurenzfähig zu bleiben.

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"Wenn dann die (Netz-)Kosten weiter auf die verbliebenden umgerechnet werden, und die KWh dann 50ct kostet werden immer mehr auf PV umsteigen. Das wird ein Teufelskreis."

Nein, das ist kein Teufelskreislauf, dass nennt sich Marktwirtschaft. Es kann mir niemand verbieten, selber Strom zu produzieren, wenn ich es als günstiger betrachte. Genauso gut, könnte mich die Bahn ja auch zwingen, eine ICE-Fahrkarte gibt es nur, wenn ich vom nächstgelegenen Bahnhof mit dem Bummelzug anreise und nicht mein viel schnelleres Auto nutze.

Warum muss das Energienetz einer Ortschaft einem fernen Energierversorger gehören? Warum kann das nicht der Gemeinde gehören? Sie können sicher sein, irgendwann stellt sich, reguliert durch die Marktwirtschaft, der Zustand ein, dass jemand auf die Idee kommt, den überschüssigen Strom aus der Gemeinde einzusammeln und danach wieder abzugeben. Für 25ct/kwh ist das heute kein allzugroßeses Problem mehr und dazu brauche ich nur das Ortsnetz und nicht irgendeine ferne 380kV-Leitung.

Ich kann also aus drei Quellen Strom beziehen
- vom eigenen Dach (0ct)
- aus dem PV/Wind-Anlagen Ortsnetz (10 - 14ct, derzeitige Einspeisevergütung für PV und Wind, + 2 ct Netz)
- aus dem Speicher des Ortsnetzes (14ct)
- vom fernen Großkraftwerk (50ct)
Da das alles unterschiedlich teuer ist brauche ich was - ein Smartmeter. Ich finde diese Lösung sehr gerecht. Wer in die eigene Stromversorgung investiert, wird am meisten entlastet. Warum wollen Sie den Menschen verbieten, selber Strom zu erzeugen? Und wenn der Speicher leer ist und keine Sonne scheint, müssen alle, die Energie zu 50ct bezahlen, es sei denn, ich habe in einen privaten Speicher investiert. Was ist an Privatinitiative verwerflich? Wissen Sie Herr Stiller, ich habe 1989 meinen Kopf hingehalten, damit genau das, die eigene Initiative, die eigene Verantwortung wieder das Primat hat und jetzt kommen Sie und wollen mir das schon wieder verbieten!

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"Dann wird man nicht umhin kommen, Strom zu speichern und dahingehend müssen die heutigen Anstrengungen gehen, großkapazitäre Stromspeicher zu entwickeln und zu bauen."

Genau da liegt aber der nächste Hund begraben. Diese Speicher dürften inkl.Strom nicht mehr als 3-4ct pro KWh kosten. Warum?

Wenn die Kosten höher wären, wären die Speicher ja wieder nicht konkurrenzfähig zu konventionellen Kraftwerken. Schon heute können Schweizer Pumpspeicherwerke kaum noch rentabel betrieben werden, wegen Deutschem Solarstrom. Diese erwirtschaften bestens zu Spitzenzeiten in denen die KWh ca. 8ct kostet einen Gewinn. Zu anderen Zeiten kommen die Konventionellen zum Zug.
Und selbst wenn es gelingt einen Speicher mit 4ct/KWh zu speichern, müssten die PV Besitzer den Strom für 0ct /KWh abgeben. Das wird aber keiner machen. Stattdessen werden die Leute sich lieber sagen, bevor ich den Strom verschenke, lass ich im Sommer noch einen Klimaanlage laufen.
Das hiest ohne neuere Subventionen oder 'Vorschriften' wie eine Vorrangeinspeisung von Speichern wird so schnell niemand in Speicherkraftwerke investieren.
Ich bin echt gespannt was die Leute mit Ihrem PV-Strom machen, wenn die Subventionen auslaufen. Ein Teil wird sicher versuchen den Eigenverbrauch zu erhöhen, was natürlich wieder zu lasten der übrigen Teilnehmer Stromnetz geht.
Es wird dann irgendwann Millionen von PV Anlagen-Besitzern geben, die vielleicht nur an wenigen Tagen im Winter Strom aus dem Stromnetz benötigen, dafür aber nach wie vor die volle Leistung, so dass auch dann noch das Komplette Netz und der Kraftwerkspark zur Verfügung stehen müssen.

Wenn dann die (Netz-)Kosten weiter auf die verbliebenden umgerechnet werden, und die KWh dann 50ct kostet werden immer mehr auf PV umsteigen. Das wird ein Teufelskreis. Dann müsste man die Netzkosten auf den Anschluss umlegen und die KWh günstiger machen, wie Herr Wanniger schon sagte. Das ist aber auch nicht so einfach, denn viele Menschen werden dann schimpfen das dies ja nur eine Subvention für die Strom-intensive Industrie sei.
Ich bin wirklich gespannt.

107
Jürgen Wanninger

#202 S. Hader sagt:

'Wenn ... wird die Energiewende scheitern...'

Genau! Klug erkannt!

Nur wird bis dahin Geld in der Größenordnung 500 Milliarden Euro verbrannt worden sein.

108
Jürgen Wanninger

@#199 S. Hader:

Ich dachte Sie können selbst so weit denken und wusste nicht, dass ich es explizit ausführen muss:

Das Wesentliche meiner Aussager war, dass schon wenige üblicheweise 100-200 Probanden JEDES der VERBRAUCHERMUSTER Handwerk, Handel öffentlichem Dienst, Privathaushalte und Industrie ausreichen, um den Strombedarf von ganz Deutschland (Halt! Genauer formulieren, sonst verstehen Sie es wieder falsch) bzw. jeweiligen Regionen im Voraus bis auf wenige Prozente zu kennen und dem ist der Kraftwerkspark angepasst.

Ich will die Gedasnken Ihres Chefs mal fortführen. Wenn wir morgen die Straßen nicht mehr reparieren, ist das nach dieser Logik auch kein Problem - nur eine Herausforderung. Dann fahren wir übermorgen eben alle enegriefressende Geländewagen. Eine hübsche Analogie, die sehr gut zur Energiewende passt.

Sie behaupten '...eine Windkraft- oder Solaranlage produziert in seiner Betriebszeit mehr Energie als man für deren Fertigstellung aufbringen muss. Selbst mit der Berücksichtigung von Backupkraftwerken ist die Bilanz positiv...'

Das ist jedoch falsch! Der überproportional gestiegene Strompreis beweist, dass wir heute Strom weniger effizient herstellen als vor 15 Jahren!

Wenn Sie die gigantischen Umweltschäden (Windspargel, unzählige Hektar Biomasseanbau) noch dazurechnen, müssten die angeblichen Naturschützer 'eigentlich' Sturm gegen diese einzigartige Energievernichtung 'Energiewende' laufen.

109

@Jürgen Wanninger, #189: "Jetzt schauen wir uns exemplarisch mal den 13. und 14. September an, dann schauen wir auf das Bild 1 des Artikels von Herrn Mueller und dann sagen Sie mir, wo Sie den solaren und windigen Zappelstrom am besten unterzubringen gedenken."

Wenn man mehr von diesem "Zappelstrom" unterbringen will, dann geht das nur mit dem gleichzeitigen Herunterfahren von konv. Kraftwerken. So wird es auch heute schon gemacht. Dafür muss man sich nichts neues einfallen lassen. Spannender ist die Frage, was man macht, wenn zeitweise Wind und Solar den gesamten Bedarf abdecken und darüber hinaus geht. Dann wird man nicht umhin kommen, Strom zu speichern und dahingehend müssen die heutigen Anstrengungen gehen, großkapazitäre Stromspeicher zu entwickeln und zu bauen.

"Und wenn die Speicher so wichtig sind, wäre es dann nicht vorsringlich, SOFORT bezahlbare Speicher zu entwickeln und den Weiterbau des Zappelstropms solange auszusetzen und ganz zu stoppen, wenn es gar keine einigermaßen bezahlbare Speicher geben wird und KANN?"

Ich bin absolut dafür, verstärkt in Speicher zu forschen, entwickeln und investieren. Man kann auch den weiteren Ausbau von Wind- und Solaranlagen mehr koordinieren und an dem Stand des Netzausbaus und der Stromspeicher koppeln. Für völlig kontraproduktiv halte ich es, den EE-Ausbau zeitweise zu stoppen. Zum einen brechen mit einem Schlag Aufträge für eine schon geschwächte Branche weg. Zum anderen ist es bei solche Großprojekten normal, dass an vielen "Baustellen" gleichzeitig geschafft wird. Kurz gesagt, eine bessere Koordinierung von Anlagen- und Netzbau, sowie die Entwicklung von Stromspeichern würde ich absolut begrüßen. Eine serielle Vorgehensweise nach dem Motto, zuerst bauen wir Stromspeicher und danach die Netze und zum Schluss die Kraftwerke, halte ich für unsinnig. Der Bau von Stromspeichern muss auch einigermaßen ökonomisch gerechtfertigt sein, und das wäre es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, wenn noch kein wirklicher Bedarf besteht. Ein Haus baut man auch nicht Stein auf Stein, sondern da wird massiv parallel geschafft, soweit die Prozesse nebenläufig sind.

"Und so wird das noch auf Jahrzehnte hin nur mal eine Versuchsanlage hier und dann mal wieder eine mit anderem Verfahren dort geben."

Wenn es so kommen sollte, wird die Energiewende scheitern. Klare Antwort von mir.

MfG
S.Hader

110
Jürgen Wanninger

#197, S. Hader sagt:

'...Wenn es so kommen sollte, wird die Energiewende scheitern. Klare Antwort von mir...'

Sehen Sie irgendwo ernsthafte Anstrengungen, etwas zu entwickeln, also ein ökonomischer großtechnischer Stromspeicher, das bei etwas plausiblem Nachdenken gar nicht möglich ist?

111

#192: "Das ist schon richtig Herr Hader, aber selbst wenn Sie nur ein kleines Kollektiv, sagen wir mal ein Dorf mit 100 Häusern nehmen, dann können Sie beobachten, dass schon dieses kleine Ensemble sich ähnlich verhält, wie der Stromverbracuh von ganz Deutschland. Die Lastkurve ist deshalb für jeden Wochentag und dei Jahreszeiten recht gut bekannt. Der Kraftwerkspark wurde dementsprechend angepasst und ist optimiert - äh war optimiert."

Sehr geehrter Herr Wanniniger, da sage ich mal ganz klar: jein. Der Stromverbrauch von Privathaushalten sieht im wesentlichen anders aus, als für ganze Industriekomplexe. Allein schon der Wochentagverlauf gestaltet sich zu Hause ganz anders als bei Unternehmen, die innerhalb der Arbeitswoche 2 oder 3 Schichten fahren. Aber ich weiß schon was Sie meinen, es gingen Ihnen sicherlich mehr um die Vorhersagbarkeit vom Stromverbrauch. Auch da stimme ich Ihnen nur teilweise zu, aber das im Detail zu erläutern führt hier zu weit. Das Wesentliche wurde schon dazu in #183 und #188 gesagt.

"Und jtzt kommt als totale Störung zufälliger, wetterabhängiger Strom, auch noch mit Einspeisevorrag dazu. DAS ist das Problem."

Mein ehemaliger Chef meinte mal, es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen. 😉 Ja, die wetterabhängigen Stromproduzenten sind eine Herausforderung für das heutige und für zukünftige Stromnetze. Aber sie sind auch keine KO-Kriterien, soweit waren wir auch schon.

"Dieses Problem ist lösbar - das ist alles nur eine Frage des Geldes und der zuräzulichen Energie, die wir zu seiner Lösung dazuführen. Das Problem liegt dann aber darin, dass Wind- und Solarstrom zum Selbstzweck werden! Sie dienen nicht mehr der Stromerzeugung, sondern wir müssen tatsächlich mehr Energie aufwenden, um diesen Strom aus ideologischen Gründen im Netz zu implementieren."

Das ist definitiv falsch. Sie können ja gerne bemängeln, dass das alles viel zu aufwendig und zu teuer ist, Wind- und Solarstrom in die jetzigen Stromnetze einzuspeisen. Da würde ich Ihnen zwar auch nicht zustimmen *g*, aber es gebe zumindest Argumente, die dafür und welche, die dagegen sprechen. Eines ist aber technisches geklärt, eine Windkraft- oder Solaranlage produziert in seiner Betriebszeit mehr Energie als man für deren Fertigstellung aufbringen muss. Selbst mit der Berücksichtigung von Backupkraftwerken ist die Bilanz positiv.

112
Jürgen Wanninger

#198 Alfred Casimir sagt:

'...Dann erkennt man in Ruhe die Vorteile für die Zukunft...'

Welche wären das?

Nun, wenn Herr Gogo seine eigene Stromversorgung bauen will ohne auf Subventionen zurückzugreifen, kann er das gerne tun. Da wird kein Mensch etwas dagegen haben. Wenn er aber das öffentliche Netz weiterhin benötigt, muss er sich entsprechend daran beteiligen, d.h. die Anschlussgebühren müssen für die Teilselbstversorger deutlich steigen, dafür sinkt der Preis der öffentlichen kWh. Das wäre ein liberales (und marktwirtzschaftliches) Modell, das allen gereht wird.

Aber PV wird niemals in der Lage sein, einen Haushalt energetisch (und das heisst auch ökonomisch) effizient zu versorgen. Warum nicht? Nun, ganz einfach - Stromversorgung durch PV geht völlig am Bedarf vorbei. Sie ist auf die Mitagsstundne konzentriert. Bevor nicht ein Quantensprung in der Energieeffizienz der Stromspeichertechnik gelingt, wird man selbst nur einen Teil (je nach Lebensumfeld und Anpassung der Geräte) 20-60% vielleicht des selbsterzeugten Stroms nutzen können. Vor allem aber, selbst wenn ein Quantensprung beim Speichern von elektrischer Energie für bis zu einer Woche gelingt, vergessen alle Freunde des Traums von der Strom-Autarkie ständig, dass Solarstrom für praktisch 4 Monate nahezu komplett ausfällt. Der Dezember 2012 erwirtschaftete 10% der Strommenge des Mai 2012, wie das die Dezember eben so an sich haben.

Nehmen wir mal an, die Effizienz kW/Euro von PV ließe sich derart steigern, dass man sein Solardach dann einfach entsprechend dem Winterbedarf ausrichtet, und in den Sommermonaten wirft man dann einfach 90% des erzeugten Stroms weg. Wäre dann aber nicht auch davon auszugehen, dass bei derartiger Effizienzsteigerung der Stromerzeugungsart PV andere Stromerzeugungsarten für ganze Ensembles (Kraftwerke eben) nicht ebenfalls erhebliche Effizienzsteigerungen erleben würden?

Gestatten Sie mir eine Anmerkung zum Schluss: Ich glaube der ganze Traum und Wahnsinn nach der Photovoltaik ist in einer (nicht unberechtigten) Sorge der ideologischen Protagonisten des Solarstroms begründet, dass man die unweigerliche Rückkehr der Kernenergie befürchtet und hier nun versucht, endgültige Tatsachen zu schaffen. Warum wird Autarkie ausgerechnet in der Stromversorgung gesucht? Genausogut könnten wir Autarkie in der zunächst viel wichtigeren Ernährung suchen. Oder wir dezentralisieren die Mobiltät der Menschen. Unsere Transportmittel werden künftig wieder in einer Dorfschmiede zusmmengehämmert statt in großen (und damit rationmellen) Fabriken. Warum ausgerechnet soll ein so unverzichtbares Gut wie elektrischer Strom wenig rationell in Einzelstücken statt rationellen großen Ensembles hergestellt werden? Haben wir Menschen nicht die Gesellschaft mit Arbeitsteilung und Geld als Verrechnugnsmittel als wesentlich effizienter erkannt aks die Agrarkulturen der Vorzeit? Jeder zurück in seine Höhle mit PV?

113

#182 Paul Gogo

Mein lieber Herr Gogo,
bitte treiben Sie die Leute nicht zum Wahnsinn,
in Ihren Argumenten ist viel brauchbares drin, aber wer kann denn zwischen den Zeilen lesen, dass Sie die PV-Module autark vom Stromnetz betreiben wollen.
Wenn diese Variante erst einmal begriffen ist, vergeht auch die Aufregung, da0 dieses schöne Stromnetz kolabiert.
Dann erkennt man in Ruhe die Vorteile für die Zukunft.

captcha lecks me , hätte ich fast verkeht verstanden!!!

114

@Jürgen Wanninger, #189: "Jetzt schauen wir uns exemplarisch mal den 13. und 14. September an, dann schauen wir auf das Bild 1 des Artikels von Herrn Mueller und dann sagen Sie mir, wo Sie den solaren und windigen Zappelstrom am besten unterzubringen gedenken."

Wenn man mehr von diesem "Zappelstrom" unterbringen will, dann geht das nur mit dem gleichzeitigen Herunterfahren von konv. Kraftwerken. So wird es auch heute schon gemacht. Dafür muss man sich nichts neues einfallen lassen. Spannender ist die Frage, was man macht, wenn zeitweise Wind und Solar den gesamten Bedarf abdecken und darüber hinaus geht. Dann wird man nicht umhin kommen, Strom zu speichern und dahingehend müssen die heutigen Anstrengungen gehen, großkapazitäre Stromspeicher zu entwickeln und zu bauen.

"Und wenn die Speicher so wichtig sind, wäre es dann nicht vorsringlich, SOFORT bezahlbare Speicher zu entwickeln und den Weiterbau des Zappelstropms solange auszusetzen und ganz zu stoppen, wenn es gar keine einigermaßen bezahlbare Speicher geben wird und KANN?"

Ich bin absolut dafür, verstärkt in Speicher zu forschen, entwickeln und investieren. Man kann auch den weiteren Ausbau von Wind- und Solaranlagen mehr koordinieren und an dem Stand des Netzausbaus und der Stromspeicher koppeln. Für völlig kontraproduktiv halte ich es, den EE-Ausbau zeitweise zu stoppen. Zum einen brechen mit einem Schlag Aufträge für eine schon geschwächte Branche weg. Zum anderen ist es bei solche Großprojekten normal, dass an vielen "Baustellen" gleichzeitig geschafft wird. Kurz gesagt, eine bessere Koordinierung von Anlagen- und Netzbau, sowie die Entwicklung von Stromspeichern würde ich absolut begrüßen. Eine serielle Vorgehensweise nach dem Motto, zuerst bauen wir Stromspeicher und danach die Netze und zum Schluss die Kraftwerke, halte ich für unsinnig. Der Bau von Stromspeichern muss auch einigermaßen ökonomisch gerechtfertigt sein, und das wäre es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, wenn noch kein wirklicher Bedarf besteht. Ein Haus baut man auch nicht Stein auf Stein, sondern da wird massiv parallel geschafft, soweit die Prozesse nebenläufig sind.

"Und so wird das noch auf Jahrzehnte hin nur mal eine Versuchsanlage hier und dann mal wieder eine mit anderem Verfahren dort geben."

Wenn es so kommen sollte, wird die Energiewende scheitern. Klare Antwort von mir.

115

#182 Paul Gogo sagt:

'...PV hat den grossen Vorteil, dass auch dann noch Energie umgewandelt wird, wenn die Sonne mit einem relativ kleinen Einfallswinkel auf das Panel scheint.
Ja sogar wenn die Sonne nicht direkt auf das Panel scheint.
Das ist für viele Interessenten und Skeptiker gleichermassen neu, dass sogar an einer senkrechten Wand mit Nordausrichtung zur besten Tageszeit noch knapp 20% der Peakleistung umgewandelt wird!...'

Zugführer Gogo, was ist denn das für ein Vorteil? Vorteil ggü wem oder was?
Es ist eine Eigenschaft, die nur bei Sonne als Energieträger auftritt. Kohle, Öl, Gas und Uran ist es scheißegal, in welchem Einfallswinkel die Sonne auf die Erde trifft, oder ob das Kraftwerk nach Norden, Süden, Osten oder Westen ausgerichtet ist.

Was sie uns hier als Vorteil verkaufen wollen, ist ökologisches Neusprech! Die negative Eigenschaft, dass die Energieausbeute bei niedrigem Sonnenstand geradenoch 20% beträgt, verkaufen sie hier als Vorteil.
Haben sie eine feuchte Semmel im Kopf?
Ein etwa gleichwertiger Vorteil, den viele "Fossilgegner" nicht kennen, wäre, dass man ein Braunkohlekraftwerk schön weiß anmalen kann und dann eine geschlossene saubere weiße Fläche sieht. Man kann auch große Bilder drauf malen. Man könnte sogar Bäume direkt davor pflanzen, damit man das Kraftwerk nicht sieht.
Das geht mit Solar- und Windanlagen nicht!

Das war jetzt ungefähr das Niveau, dass sie uns hier anbieten, Herr Zugführer Gogo.
Gute Fahrt!

116

Hader sagt: Da widerspreche ich Ihnen überhaupt nicht. 🙂 Ist ja schon mal gut, dass man sich darauf einigen konnte, dass nicht jedes Kraftwerk grundlastfähig sein muss.

Herr Hader einigt sich wieder mal auf Dinge, die gar nicht in Frage stehen und "denkt" dabei wieder am eigentlichen Knackpunkt vorbei. Solar- und Windenergie sind weder Grund- noch Mittel- noch Spitzenlast. Es müsste also eine neue Kategorie Kraftwerke eingeführt werden. Zufallslast-Kraftwerke. Die Abkürzung wäre ZK und würde bei grün-linken Weltverbesserern feuchte Hosen verursachen.
Und Herr Hader, Überraschung: alle konventionellen Kraftwerke sind grundlastfähig. Ob sie aber in Grund-, Mittel- oder Spitzenlast gefahren werden, hängt nicht vom verfügbaren "Brennstoff" ab, sondern von finanziellen Aspekten.
Aber wie gesagt, es ist überhaupt nicht wichtig, ob etwas grund-, mittel- oder spitzenlastfähig ist. Das sind eh nur technische Einsortierungen. Wichtig ist eine permanente, bedarfsgerechte Versorgung. Denn auch Spitzenlast muss über einen besstimmten Zeitraum "permanent" bedient werden. Und dazu eignen sich Sonne und Wind prinzipiell nicht. Nur unter Nutzung zusätzlicher Erzeugungs- und Speicherkapazität, die mehrfach teurer wird als die bestehende Stromversorgung.

Und dann vernebelt Herr Hader weiter die Diskussion:
"An manchen Stunden fällt der Bedarf auf bis zu 50% von der Spitzenlast runter."

Was soll das denn heißen? Dass wir an manchen Stunden einen Lastbedarf haben, der 50% unter der Spitzenlast liegt?
Richtig.
Oder soll das heißen, dass von einer auf die andere Stunde der Lastbedarf von 70 oder 80 GW auf 35 bis 40 GW absackt?
Falsch!
Diesen Abrutsch müsten sie mir mal zeigen. Wenn sie doch einen finden sollten, dann wird das eine große Ausnahme sein. Bei Solarenergie ist ein plötzlicher Anstieg und Abfall um Größenordnungen ganzer Kraftwerke im 15-Minutentakt fast die Regel. Und zwar völlig unabhängig vom Bedarf. Aber das wissen sie sicher alles schon. Deswegen sind ihre Einlassungen hier wie immer nur wieder wie ein lästiges Jucken am Arsch. Niemand braucht es. Aber es nervt doch so, dass man kratzen muss. Manchmal...

117

#188: S.Hader sagt:

---------
Sehr geehrter Herr Stiller, wieso erkennen Sie nicht, das genau das ein Widerspruch ist.
---------

Wieso Widerspruch? Wenn PV z.B. mal tagsüber schwankend(ungleichmässig) 50-70 GW produziert, dann deckt es den Bedarf der vielleicht nur bei 40GW liegt. Der Bedarf ist gedeckt, aber die Schwankungen müssen ausgeglichen werden.
Nacht wenn PV 0GW liefert, dann ist das zwar konstant gleichmäßig, aber leider nicht bedarfsgerecht.

Und das ist es, was die Grundlast-KW können: gleichmäßig Strom produzieren, wenn gleichmäßiger Strom gefordert wird und diesen bei Bedarf anpassen, wenn sich dieser ändert. Zappelstrom kann das halt nicht.
Es geht nicht darum, Kraftwerke zu haben die nur gleichmäßig produzieren sondern die Gleichmässigekeit herzustellen wie her Wanniger gesagt hat:

"... Energiebilanz bis nutzbarer Strom gleichmäßig und bedarfsgerecht an der Steckdose anliegt."

Der Strom muss gleichmäßig an der Steckdose anliegen, und das bedarf selbstverständlich eine Regelung der Kraftwerke und diese Gleichmäßigkeit herzustellen. Zappelstrom stellt aber Ungleichmäßigkeit her, was zu Spannungs-und Frequenzschwankungen führt. Und das verkürzt gerne mal die Lebensdauer der angeschlossenen Verbraucher oder schlimmeres.

Haben Sie in der Schule auch so schlecht aufgepasst wenn der Lehrer etwas vorgetragen hat oder warum versuchen Sei immer das gesagt zu verdrehen?

118

Herr Gogo nun wieder...

Erst versucht er sich erfolglos in Psychoanalyse und dann wirft er wieder Nebelbomben. Können sie mal genau erklären, was die Zahl 3.500 eigentlich bedeuten soll? Und in welchem Zusammenhang steht diese Zahl mit den 3.500 kWh eingesparter Energie am Ende ihres letzten verwirrten Beitrags.

Herr Gogo, das modernste Solarkraftwerk Deutschlands, bei Templin, geht von einem spezifischen Ertrag von 932 kWh/kWp aus. Das heißt, dass je installierte kW unter optimalen Bedingungen 932 kWh Strom produziert werden können. Also entweder 932 h mit Vollast oder eben mehr Stunden mit Teillasten. Die Verteilung überlasse ich ihnen.

In Deutschland wird als Sonnenscheindauer die Zeit definiert, ind er die Sonneneinstrahlung mindesten 120 W/qm beträgt. Darin enthalten ist also alles von wolkenlosem Himmel bis neblig trüb. Starke Bewölkung ist darin nicht erfasst. Aber bei nstarker Bewölkung ist auch keine Solarstromproduktion möglich.
Die Sonnenscheindauer in Deutschland liegt im Schnitt bei 1550h. Da sind also die Stunden mit trübem Nebel schon enthalten. Also im Pronzip alle Stunden, in denen theoretisch Solarstromerzeugung möglich ist. Nochmal: 1550h. Und sie prusten hier pauschal mal eben 3.500 h raus. Die meisten Sonnenstunden in Deutschland, also Stunden mit fast wolkenlosem Himmel hatte in 2012 der Darß mit 2.158 h.

Also bitte Zugführer Gogo: lassen sie mehr Sorgfalt bei ihren Recherchen walten oder nehmen sie das ideologische Brett vor'm Kopf weg. Egal, was sie hier zum Besten geben... es ist immer falsch. Genauso wie ihre Umrechnung von Sonnenenergie in eingesparte Öl- oder Kohleäquivalente. Diese Milchmädchenrechnung würde nicht mal ein Milchmädchen machen, wenn es sich nur ein wenig mit der Materie befasst hätte.
Gute Fahrt, Zugführer Gogo!

Passendes captcha für Gogo: komik

119
Jürgen Wanninger

#188 S. hader sagt:

'...Sehr geehrter Herr Stiller, wieso erkennen Sie nicht, das genau das ein Widerspruch ist. Der Strombedarf im Netz ist nie konstant...'

Das ist schon richtig Herr Hader, aber selbst wenn Sie nur ein kleines Kollektiv, sagen wir mal ein Dorf mit 100 Häusern nehmen, dann können Sie beobachten, dass schon dieses kleine Ensemble sich ähnlich verhält, wie der Stromverbracuh von ganz Deutschland. Die Lastkurve ist deshalb für jeden Wochentag und dei Jahreszeiten recht gut bekannt. Der Kraftwerkspark wurde dementsprechend angepasst und ist optimiert - äh war optimiert.

Und jtzt kommt als totale Störung zufälliger, wetterabhängiger Strom, auch noch mit Einspeisevorrag dazu. DAS ist das Problem.

Dieses Problem ist lösbar - das ist alles nur eine Frage des Geldes und der zuräzulichen Energie, die wir zu seiner Lösung dazuführen. Das Problem liegt dann aber darin, dass Wind- und Solarstrom zum Selbstzweck werden! Sie dienen nicht mehr der Stromerzeugung, sondern wir müssen tatsächlich mehr Energie aufwenden, um diesen Strom aus ideologischen Gründen im Netz zu implementieren.

120

Herr Gogo,

keine Ahnung ob Sie ihren Garten unter Wasser stellen wollen, aber mit scheint Ihr kleines Bastelobjekt reichlich überdimensioniert (aber das ist ja häufig ein Problem der Solartechnik. Entweder reicht der Strom nicht oder es ist zu viel da, wie die Einspeisung ins Stromnetz ja heute schon beweist).

Das Sie ja mal wieder nicht fähig waren, eine eigene Rechnung zu präsentieren, kann ich ja nur mit den wenigen Daten rechnen die Sie geschickt haben.
Eine 12v Wasserpumpe mit ca 8l pro minute braucht zwischen 12-18w also rechnen wir mal mit einen schnitt von 15 Watt. In einer Stunde verbrauchen sie also 15 Wattstunden und können damit 60 Minuten lag 8 Liter Wasser in Ihren Garten Pumpen, also runf 489l Wasser pro Stunde. Keine Ahnung ob das sinnvoll ist.
Da mit IHR eigenes Beispiel nicht ganz so bekloppt wird, lass ich das Solarpanel einfach mal weg und kaufe nur einen mit 10w und einen 12 Akku mit 20Wh und nehme einfach mal an der ist an den Tagen geladen an denen Sie bewässern wollen.
Den Akku (mit Überladeschutz und Tiefentladeschutz) setze ich mal mit 10€ an. Für 10 € bekommen sie bei einem Preis von 25ct/KWh 40KWh das sind 40000Wh. Ihr Pumpe Benötigt in einer Stunde Betrieb 15Wh. Mit 40000Wh könnten Sie Ihre Pumpe 2660 Stunden mit Konventionellem Strom betreiben. Ein Jahr hat 200 Regentage, selbst wenn Sie an allen 150 anderen tagen bewässern, benötigen Sie 2660/150 = 15 Jahre nur um die Kosten für den Akku wieder raus zu bekommen (welcher vermutlich schon vorher kaputt ist)! Ich persönlich muss meinen Garten höchstens an 10 Tagen im Jahr bewässern.

Viele Spass mit Ihrer Spielerei und wenn Sie das nächste mal mit Beispielen kommen, dann bitte mit vernünftigen.

121
Jürgen Wanninger

#182 Paul Gogo sagt:

'...PV hat den grossen Vorteil, dass auch dann noch Energie umgewandelt wird, wenn die Sonne mit einem relativ kleinen Einfallswinkel auf das Panel scheint.
Ja sogar wenn die Sonne nicht direkt auf das Panel scheint.
Das ist für viele Interessenten und Skeptiker gleichermassen neu, dass sogar an einer senkrechten Wand mit Nordausrichtung zur besten Tageszeit noch knapp 20% der Peakleistung umgewandelt wird!...'

Da braucht man gar keine 'Solar-Rechner'. Die Strombörse zeigt uns REAL an der tatsächlichen Einspeiseleistung, wieviel, pardon wiewenig Prozent PV erzeugt, wenn nicht mehr die maximale Einstrahlung um die Mittagszeit stattfindet. Die Strombörse zeigt uns auch, wioe stark die Leistung zwischen Tagen varriert und vor allem wie stark die Einspeiseleitung zwischen den Jahreszeiten variiert.

Beispiel gefällig (siehe http://tinyurl.com/3xwsa63 ):

Der sonnige 23. Sep 2013:

6 Uhr 0% von deutschlandweit installierten 34 GW
ein Großteil der Bevölkerung steht auf oder ist schon bei der Arbeit und hat keinen Strom
8 Uhr 5,3%
10 Uhr 19%
12 Uhr 27,9%
14 Uhr 29,4%
16 Uhr 18,8%
18 Uhr 3,5%

Zitat: 'Photovoltaik erzeugt Strom, auch wenn die Sonne nicht direkt auf das Modul scheint.' Wie jeder Mitleser nachvollziehen kann gibt es morgens um 6 Uhr gar keinen Strom und abends um 18 Uhr noch schlappe 12% der im September schon mickrigen Mittags-Leistung an einem deutschlandweit sonnigen September. Bloß, was macht man mit 12%? Genau, sammeln. Da können 12% der Haushalte noch 10 Minuten lesen, die anderen gehen eben sofort ins Bett.

Den Blödsinn mit der Nachführung verbreiten Sie auch wieder. Fragen Sie mal einen Baustatiker, was er beim nächsten Sturm davon hält, wenn Sie Tragflächen und Segel aufs Dach montiert haben! Hat sich der Herr Gogo noch nie gefragt, warum 99,9% aller PV-Module auf Satteldächern in der Dachebene liegen?

Richtig! Im Gegensatz zu Flachdächern liegen Satteldächer nur mit ihrem Eigengewicht auf dem Haus. Googeln Sie mal das Boyle-Marriott'sche Gesetz, Herr Inschenijör Gogo, dann sehen Sie was mit den Sparren eines Satteldachs bei 50 Quadratmeter Photovoltasik auf dem Dach und 7 Beaufort Wind passiert!

122
Jürgen Wanninger

@#186 S. Hader:

Schön, dass Sie uns über allgemein bekannte Banalitäten aufklären. Wo gehören denn Solar- und Windstrom Ihrer Ansicht nach hinein, wenn nicht zur Grundlast?

Vielleicht werfen Sie mal ein Blick auf die StromeinspeisungsREALITÄT hier http://tinyurl.com/3yk5esq und hier http://tinyurl.com/3xwsa63 .

Jetzt schauen wir uns exemplarisch mal den 13. und 14. September an, dann schauen wir auf das Bild 1 des Artikels von Herrn Mueller und dann sagen Sie mir, wo Sie den solaren und windigen Zappelstrom am besten unterzubringen gedenken.

Sehen Sie, es ist völlig wurscht. Er passt nämlich nirgendwo.

Hatten wir uns nicht vor kurzem auch deshalb darauf geeinigt, dass Stromspeicher unverzichtbar sind und Sie lenken eigentlich nur wieder vom Konsens ab. Und wenn die Speicher so wichtig sind, wäre es dann nicht vorsringlich, SOFORT bezahlbare Speicher zu entwickeln und den Weiterbau des Zappelstropms solange auszusetzen und ganz zu stoppen, wenn es gar keine einigermaßen bezahlbare Speicher geben wird und KANN? Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es nämlich so aus, dass die Speicher ein Vielfaches der Zappelstromerzeuger kosten werden. Und genau deshalb hört man in der Öffentlichkeit kaum etwas darüber. Und so wird das noch auf Jahrzehnte hin nur mal eine Versuchsanlage hier und dann mal wieder eine mit anderem Verfahren dort geben.

123

#181: "Beides! Gleichmäßig also nicht fluktuierend (wenn z.B. mal eine Wolke kommt) so das das 50Hz Stromnetz Stabil bleibt. und Bedarfsgerecht, das heißt wenn 40GW benötigt werden, das auch 40GW da sind.
Ist das so schwer?"

Sehr geehrter Herr Stiller, wieso erkennen Sie nicht, das genau das ein Widerspruch ist. Der Strombedarf im Netz ist nie konstant, also muss man die Stromproduktion immer wieder dieser Bedarfskurve anpassen. Wenn man einen Park aus nur gleichmäßig produzierenden Kraftwerken hätte, kann man damit keine schwankende Bedarfskurve bedienen.

Wenn Sie sagen, dass 40 GW benötigt werden, dann müssen auch 40 GW geliefert werden, haben Sie vollkommen Recht. Aber dieser Bedarf zählt immer nur für einen kurzen Zeitabschnitt. Wenn Sie die Bedarfskurve an einem Tag sehen, dann sehen sie dort auch ein Gezappel und eine erhebliche Dynamik. An manchen Stunden fällt der Bedarf auf bis zu 50% von der Spitzenlast runter. Mit gleichmäßig produzierenden Kraftwerken decken Sie das nicht ab.

#183: "Niemand sagt das JEDES Kraftwerk grundlastfähig sein mus."

Schön. Wenn dem so ist, dann ist es auch kein KO-Kriterium, dass man im Stromnetz auch nicht-grundlastfähige Kraftwerke hat.

"Da PV/Windenergie aber nicht grundlastfähig sind müssen entsprechend andere Kraftwerke vorgehalten werden die das eben können. Sonst könnten wir ja entsprechend Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke einfach alle abschalten uns Speicher bräuchten wir dann auch nicht, oder?"

Da widerspreche ich Ihnen überhaupt nicht. 🙂 Ist ja schon mal gut, dass man sich darauf einigen konnte, dass nicht jedes Kraftwerk grundlastfähig sein muss.

124
Jürgen Wanninger

@#179, s. Hader:

Werfen Sie doch mal einen Blick auf Bild 1 des obigen Artikels. Haben Sie diesen sehr schönen Artikel überhaupt schon gelesen?

125

Herr Hader schmeißt mal wieder Nebelbomben und beantwortet Fragen, die keiner gestellt hat.

Kein Mensch sagt, dass alle Kraftwerke grundlastfähig sein müssen. Es gibt Grundlast, Mittellast und Spitzenlast. Das hat sich in Jahrzehnten als best practice erwiesen und muss immer nur sinnvoll und step by step verbessert werden. Solar- und Windstrom sind NICHTS von alldem. Da wird einfach drauflos Strom produziert oder eben nicht. Völlig unabhängig vom Bedarf. Manchmal passt eben zufällig die Produktion zum Bedarf. Es bleibt trotzdem zufälliger, teurer Zappelstrom, den eigentlich niemand braucht, außer den asozialen Abzockern des EEG.

126

@#179 S. Hader

"Ja, was denn nun, Herr Wanninger? Gleichmäßige Stromproduktion oder bedarfsgerecht? Das ist nicht das Gleiche. Und wer bitte schön sagt, dass in einem Stromnetz jedes Kraftwerk grundlastfähig sein muss?"

Nö, muß sie ja auch nicht.
Wir haben Kohlekraftwerke, die diese Aufgabe gerade zuverlässig und preiswert erfüllen.

127
Jürgen Wanninger

@#180 L. Stiller:

Ich denke, dass sich vor allem die Industrie zunehmend von dem ganzen Gerümpel abklemmen und mit passenden Dieselgeneratoren oder BHKW eigenversorgen werden. Das erhöht weiter die Kosten für Haushalte, Handel, Handwerk und öffentlichen Dienst.

128

#179 Herr Hader:

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Und wer bitte schön sagt, dass in einem Stromnetz jedes Kraftwerk grundlastfähig sein muss?
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Niemand sagt das JEDES Kraftwerk grundlastfähig sein mus. Da PV/Windenergie aber nicht grundlastfähig sind müssen entsprechend andere Kraftwerke vorgehalten werden die das eben können. Sonst könnten wir ja entsprechend Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke einfach alle abschalten uns Speicher bräuchten wir dann auch nicht, oder?

129

#172: Peter Jensen sagt:
„Herr Gogo, in welchem Land leben sie denn, wo mehr als 3500 h im Jahr die Sonne scheint? Wen wollen sie denn mit diesen Zahlen verarschen? Wieder ein Beispiel, dass man sie nicht ernst nehmen kann und dass sie genau das sind, was sie anderen hier vorwerfen: ein Ideologe.
Es ist so einfach, diese Information zu googlen.“

Lieber Herr Jensen,
ein paar Mausklicks und Sie hätten sich diesen Beitrag sparen können.
Ausserdem hatten wir dieses Thema erst kürzlich.
Die 3500 Sonnenstunden hat offenbar Ihr ideologisches Überich aus meinem Beitrag heraus erfunden.
Für Sie ganz speziell Herr Peter Jensen, wiederhole ich das gerne:

PV hat den grossen Vorteil, dass auch dann noch Energie umgewandelt wird, wenn die Sonne mit einem relativ kleinen Einfallswinkel auf das Panel scheint.
Ja sogar wenn die Sonne nicht direkt auf das Panel scheint.
Das ist für viele Interessenten und Skeptiker gleichermassen neu, dass sogar an einer senkrechten Wand mit Nordausrichtung zur besten Tageszeit noch knapp 20% der Peakleistung umgewandelt wird!

Diese Information ist, wie Herr Peter Jensen richtig sagt, ganz leicht im Netz zu googeln.
Dort gibt es diverse PV-Rechner. Die Seitenbetreiber haben unterschiedliches Kompetenzniveau. Neben Herstellern und Verkäufern sind es etliche Universitäten mit sehr schönen Dissertationen. Und auf den Seiten von z.B. Kyocera oder Panasonic sind diverse Kennfelder der PV-Module zu finden. Da wird Ihnen sofort auffallen, dass die el. Spannung bis zu geringen Einstrahlleistungen herab, relativ konstant bleibt (der Strom muss natürlich zurückgefahren werden). Ein intelligentes NEG berücksichtigt das und nützt noch das letzte Tageslicht aus.
So weit wollte ich gar nicht gehen, denn sonst kämen wir auf über 4500h.
Manche Wandler aus China für kleine Leistungen sind wirklich grosse Klasse für wenig Geld. Anzumerken ist, dass die meisten chinesischen Hersteller nur für den dortigen Markt produzieren und interessante Produkte oft nur durch Zufall zu uns gelangen.

Noch eindrucksvoller ist es, wenn Sie sich eine PV-Zelle kaufen, z.B. bei Conrad und ein paar Versuche durchführen. Bessser ist natürlich ein Modul mit 20Wpeak bis 50Wpeak. Kostet bei Ebay deutlich unter 1€/W für 1 Stück. Hinterher können sie damit den Garten bewässern oder einen Wohnwagen versorgen. Auf Überladung von Batterien achten! Die Energiemenge ist unglaublich viel.

Für ein Grundlastdeckung tagsüber von z.B. 200W bis 400W Leistungsbedarf über 3500h ist selbstverständlich eine höhere Peakleistung installiert.
Trotzdem geht keine Energie verloren, denn fast jeder Haushalt hat heute einen Warmwasserbereiter.
Der Energieüberschuss wird zur Warmwasserbereitung verwendet (Elektrischer Tauchsieder im Festeinbau).
Sommer wie Winter. Bemerkenswert auch Herr Jensen, dass die max. Intensität der Sonnestrahlung im Winter fast so hoch wie im Sommer ist.
Sollten Sie Herr Peter Jensen ein Nachführsystem haben: Wenn die Module bei bedeckten Himmel nicht dorthin ausgerichtet sind, wo Sie die Sonne vermuten, so ist das wahrscheinlich kein Fehler in der Anlage, sondern der Sensor positioniert die Panels so, damit die grösstmögliche el.Leistung zur Verfügung steht. Wir Menschen haben dafür keinen Sensor.

Allen DIY PV Freunden kann man nur empfehlen so zu rechnen. Das ist ein Paradigmenwechsel. Mit Eigenversorgung kann man das meiste Geld einsparen (verdienen).
Jeder möge seine eigene Charakteristik der Panels definieren.

Gruss
Paul Gogo
p.s. Die 3500 kWh eingesparter el Energie entsprechen einem Öläquivalent von 1,4t Öl bzw. 2,8t Kohle im Jahr. Und das nur durch ein paar qm PV.

130

#179 Herr Hader:

Beides! Gleichmäßig also nicht fluktuierend (wenn z.B. mal eine Wolke kommt) so das das 50Hz Stromnetz Stabil bleibt. und Bedarfsgerecht, das heißt wenn 40GW benötigt werden, das auch 40GW da sind.
Ist das so schwer?

131

@#178 Herr Wanninger

Auf jeden Fall. Eigentlich müsste die Regierung schon jetzt die Notbremse ziehen, was natürlich nicht geschehen wird. Nächstes Jahr wird Strom noch teurer durch die EE. Dadurch wird natürlich die 'teilweise' Eigenversorgung attraktiver und der PV Ausbau würde weitergehen mit dem Effekt das sich noch weniger am Stromnetz und Kraftwerkspark beteiligen während gleichzeitig die unkontrollierte Einspeisung weiter erhöht. Das wiederum wird die Strompreise für die übrigen weiter verteuern und weitere werden versuchen ihren Strom (teilweise) selbst zu erzeugen. Dann wird PV zum selbstläufer bis die übrigen nicht mehr in der Lage sind die Kosten für das Netz zu stemmen und der von Ihnen genannte Fall tritt ein. In ein Paar Jahren sind wir dann bei 100GW Zappelstrom und dann wird es sehr spannend.

132

#174: "PV ist nicht grundlastfähig! Deshalb interssiert nicht die Energiebilanz der im Lebenslauf des PV-Moduls an dessen Ausgang erzeugten Strommenge, sondern es interessiert die Energiebilanz bis nutzbarer Strom gleichmäßig und bedarfsgerecht an der Steckdose anliegt."

Ja, was denn nun, Herr Wanninger? Gleichmäßige Stromproduktion oder bedarfsgerecht? Das ist nicht das Gleiche. Und wer bitte schön sagt, dass in einem Stromnetz jedes Kraftwerk grundlastfähig sein muss?

133
Jürgen Wanninger

@#177 L. Stiller:

Es muss und ich hoffe es wird letztlich darauf hinauslaufen, dass der Anschlusspreis plus Zähler drastisch steigen und die Kilowattstunde fällt. Aber seit Planwirtschaft und dumme Politiker die Energieversorgung mit irrsinnigen Subvetionierungsbeträgen steuern, muss man mit allem rechnen...

134

#174: Jürgen Wanninger

Vollkommen richtig und solange die PV noch am öffentlichen Netz hängt müsste auch die "Wartungsenergie" für die Instandhaltung des Netzes etc. hinzugerechnet werden (an der will sich Herr Gogo aber auch nicht so richtig beteiligen, das Netz und die Kraftwerke haben einfach nur vollumfänglich da zu sein wenn er es braucht, das können ja andere Bezahlen er speist ja nur ein bzw. benötigt es ja nur für ca. 30% seines Stroms).

Ein anderer Weg die Energiebilanz zu errechnen, wäre, das PVler sich komplett autark verhalten und entsprechend für 5-6 Monate Speicher bereit halten. Mal sehen wie die Energiebilanz dann ausfällt. Dann könnte er Kraftwerke und Netze zu recht weglassen.

135

#170 Jürgen Wanninger

Also werter Herr Wanninger, die Gogos und Lowinskis sind weder Demagogen noch Propagandisten. Dazu bedarf es einer gehörigen Portion Grips und somit sind derartige Attribute ein zuviel an Aufwertung. Damit wird dem unbedarften Leser ja gar so etwas wie eine "ökologistische Souverenität" vermittelt.:))) Nein, im Gegensatz zu Gogo & Co. kennt der Demagoge seine Bärchen. Der weiß, was er seinem Mitmenschen aufzubinden versucht. Paul Gogo ist dagegen jemand, der sich jeden Bären aufbinden läßt. Eben der typische Mietling aus dem kleinbürgerlichen Milieu. Die Macher und Vorbeter haben den auf Bausparvertrag, Sparbuch und Lebensversicherung beschränkten Horizont dieses Typus eben um das - dem Klimaschutzbären sei's gedankt - EEG erweitert. Und diese Horizonterweiterung lassen wir uns doch vom technisch versierten Wanninger, dem lieben Petrus oder gar der Physik nicht wieder wegnehmen. Wo käme man auch hin?

Ach so, lento. Apropos jeden Bären aufbinden: Paulchen Panther schwadroniert wieder von "Peak Oil" und "in den nächsten 40 Jahren knapp werdender Energie". Ja, liebes Paulchen, da hast mich nun an der Backe. Grüne kloppen leichtgemacht. Ich warte immer noch auf einen neuen Anlauf in Sachen Peak Oil und Energieverteuerung. Aber jetzt zieht er wahrscheinlich wieder ganz artig und ohne Zuhilfenahme des Smart Grids den Stecker an seiner Tastatur.

136
Jürgen Wanninger

@#171, Paul Gogo:

Hahahahahaha!!!!!

Jetzt ist der Gogo'sche Kreisel endlich komplett!!!!!

Jetzt sind wir genau wieder da, da wo wir vor drei Wochen im Blog zum EEG schon einmal waren.

Herr Gogo träumt wieder von seiner Rundum-Stromversorgung mit Photovoltaik obwohl er nicht eine müde kWh wirtschaftlichen Speicher hat! Ich schätze mal, Sie sind einfach nur Verkäufer von diesem PV-Zappelstrom-Zeug oder arbeiten bei irgendeinem Solar-Lobby-Laden.

Jetzt schauen wir einfach nochmal auf die schönen Jahreseinspeisediagramme des Prof. Helmut Alt von der Fakaltät für Elektrotechnik, FH Aachen: http://tinyurl.com/cako5lr

Die bringen die Schwächen des Solarstroms so schön übersichtlich zu Tage! Und was sehen wir denn da? Gewaltige Schwankungen zwischen der täglich eingespeisten Strommenge von Tag zu Tag! Und was sehen wir noch? Das schien der Herr doch nach tagelanger Überzeugungsarbeit endlich kapiert zu haben und jetzt hat er es schon wieder ganz vergessen! Demenz? Blöde Frage von mir, sorry. Der demente selbst merkt es ja nicht! Zurück zum Diagramm: Wir haben noch viel dramatischere Schwankungen zwischen den Jahreszeiten. Im November, Dezember, Januar, Februar wird fast gar kein Solarstrom erzeugt! Im Dezember typischerweise 10% eines Sommermonats! Ja sowas! Unser Haushaltsstrom fällt in den Wintermonaten dann wohl vom Gogo'schen Smartmeter-Himmel? Oder noch besser: Der Gogo'sche Scmartmeter sorgt dafür, dass wir im Sommer schon mal sämtlichen Stromverbauch für die Wintermonate vorverbrauchen!

Wie kann ein einzelner Mensch nur so blöde sein!

137
Jürgen Wanninger

@#169, Paul Gogo:

'...Wenn sich PV nach allerlängstens 4 Jahren amortisiert hat...'

Entweder lesen Sie Antworten an Sie erst gar nicht - oder sie verstehen diese Antworten einfach nicht - ich vermute Letzteres.

PV ist nicht grundlastfähig! Deshalb interssiert nicht die Energiebilanz der im Lebenslauf des PV-Moduls an dessen Ausgang erzeugten Strommenge, sondern es interessiert die Energiebilanz bis nutzbarer Strom gleichmäßig und bedarfsgerecht an der Steckdose anliegt. Strom aus Kohle, Gas, Wasserkraft, Kernenergie und Biomasse ist sofort grundlastfähig. Bei Wind- und Solarstrom aber werden große Mengen Regelenergie benötigt. Für die Gesamtenergiebilanz kommt also die zusätzliche Regelenergie inklusive dem Bau der Erzeugungaanlagen der Regelenergie hinzu. Und da wird dann die Gesamtenergiebilanz beim Solar- und beim Windstrom eben NEGATIV, als wenn man die Regelenergieanlagen ausschließlich zur Stromerzeugung nutzt.

Und das käme sofort schonungslos zum Vorschein, wenn man das EEG mitsamt dem Einspeisevorrang sofort abschaffte.

Bauen Sie einen güstigen Stromspeicher und Sie werden sehen, wie Solar- und Windstrom auf einen Schlag attraktiv werden und sich ganz ohne irgendeine Subventionen ganz von alleine durchsetzen würden. Nur ist der weder technisch noch gar ökonomisch bezahlbar auf Jahrzehnte hin in Sicht!

Und selbst wenn der Super-XXL-Stromspeicher morgen für 'umme' verfügbar wäre. Beim Windstrom bliebe die unglaubliche Landschaftsverschandelung. Noch haben wir erst 7,5% - für 60% Windstrom bräuchte man rund 200.000 Windräder über ganz Deutschland verteilt! Einmalig bescheuert! Und die Protagonisten dieses Unsinns nennen sich selbst Naturschützer! Lachhafte Idioten! Vielleicht sollten wir löangsam anfangen, die Natur vor den
selbsternannten naturschützern zu schützen!

Kommen wir mal zur Subvention zurück, damit Sie das endlich verstehen:

Ein Verfahren, das ohne Subvention nicht wirtschaftlich ist, ist (wenn man gesamtwirtschaftliche und gesamtenergetische Zusammenhänge versteht) auch energetisch uneffizienter, als bewährte wirtschaftliche Verfahren. Und deshalb haben Sie nicht einen einzgen Güterzug Energieträger mit dem deutschen Solar- und Windstrom eingespart. Das ist das 1 x 1 eines Wiwis. Und weil das, im Gegensatz zu Ihnen, viele wissen und verstehen, werden plötzlich Kosten erfunden. Co2, das Grundnahrungsmittel aller Pflanzen, wird plötzlich zum 'Schadgas' und man muss Kohle unbedingt meiden. Dabei ist ein schönes modernes, sauberes Kohlekraftwerk die billigste und zuverlässigste Stromversorgung, die man sich momentan nur denken kann.

Peak Oil ist ein nettes Märchen, mit dem man offensichtlich noch immer reichlich Menschen dazu manipulieren kann, jeden Blödsinn (wie PV OHNE Speicher) zu befördern. Peak Oil gibt es seit 1946, da sollte das Öl in den 70iger Jahren enden, dann 2000, dann 2030, dann 2050 usw. usw. Komischerweise sind wir heute weiter vom Peak Oil entfernt, als jemals zuvor.

138

#171: Paul Gogo sagt:
---------
PV ist vorhanden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang! Über 3500h im Jahr!
---------

Na klar. Selten so gelacht. Und in der anderen Hälfte ist es nicht vorhanden und dann erwarten Sie ja wie geschrieben das andere Kraftwerke für Sie einspringen.
Für Sie muss also der Kraftwerkspark bereitgehalten werden. Jemand der ein Stromsparendes Gerät einsetzt, setzt dieses das ganze Jahr ein. Natürlich kommt es da auch zu Schwankungen, diese sind aber nicht so stark und außerdem planbar. Wenn Sie also Energiesparende Geräte kaufen, welche zu Zeiten mit Spitzenlast betreiben einsetzen, dann wird die Spitzenlast generell gesenkt. Das ist gut. Bei PV aber nur an ein paar Tagen und an den anderen Tagen ist die spitzenlast so hoch wie eh und je.

139

Herr Gogo, in welchem Land leben sie denn, wo mehr als 3500 h im Jahr die Sonne scheint? Wen wollen sie denn mit diesen Zahlen verarschen? Wieder ein Beispiel, dass man sie nicht ernst nehmen kann und dass sie genau das sind, was sie anderen hier vorwerfen: ein Ideologe.
In 2011 hieß der sonnenreichste Ort Deutschlands Scheidegg. Mit 2304 Sonnenstunden.
Das sonnenreichste Bundesland ist M-V mit durchschnittlich 1.648 h.

Die Quelle spare ich mir hier. Es ist so einfach, diese Information zu googlen.

140

#163: L. Stiller sagt:
„Völlig falsches Beispiel, denn Stromsparen entlastet tatsächlich die Netze und die Kraftwerke. Wenn weniger verbracuht wird, braucht man auch weniger Kraftwerk. PV-Strom hingegen ist mal da und mal nicht da, wenn Sie Keinen Stromliefert wird trotzdem der Ganze Kraftwerkspark benötigt (und bezahlt werden).“

Eben, und dank PV benötige ich weniger el. Energie von einem konventionellen Kraftwerk.
PV ist vorhanden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang! Über 3500h im Jahr!
Das Kraftwerk kann nicht erkennen, ob ich meine Heizungsumwälzpumpen, meine Kühlgeräte, meinen PC und mein Licht ausgeschaltet habe oder ob diese Geräte laufen – mit Sonnenenergie.
Wo ist das Problem?
Sie haben nur vergeblich versucht ein Problem zu konstruiert - aus ideologischen Gründen.
Da sind sie mit den Wanningers , Casimirs usw. in bester Gesellschaft.

„Ihr Beispiel wäre nur dann gültig wenn der Verbraucher zwei identische Geräte hätte, die das gleiche können, das eine aber 70% Sparsamer ist. Der Verbraucher entschiedet sich dann willkürlich dafür, mal das eine Gerät und mal das andere zu benutzen, ohne objektiven Grund (beide Geräte gleichen Sich also bis auf den Stromverbrauch). Würde das ein vernünftiger Mensch tun? Nein!“

Aber er darf doch jedes der Geräte ausschalten um Energie zu sparen.
Ich lasse es eingeschaltet, und betreibe es mit der Sonne – je nachdem was mein Smart Meter vorschlägt.

Gruss
Paul Gogo

141
Jürgen Wanninger

@#168 Paul Gogo:

Wollen Sie leugnen, dass die Nazis erst durch entsprechende Propaganda neue 'Wahrheiten' und damit die schlimmen Stimungen in der deutschen Bevölkerung schuf?

Oder denken Sie, dass Ihre Beiträge etwas anderes seien, als pure Propaganda?

Dutzendfach wurde Ihnen mit Sachargumenten Ihre ständig neuen Behauptungen und 'Rechnungen' widerlegt, so dass Sie sich zum Schluss nur noch auf dumpfes Wiederholen Ihrer 'Güterzüge eingesparter Energie' verstiegen haben.

Sie sind ein übler Demagoge, der die ganzen Probleme von Solar- und Windstrom ignoriert, und als solcher muss man Sie auch darstellen, auch wenn Sie immer wieder versuchen, zwischendurch das Inschenijörskittelchen anzuziehen. Das ist Ihnen aber drei Nummern zu groß.

Ihre Aussagen zu Wind- und Solarstrom haben die gleiche Qualität wie die sachlich völlig inhaltsleere Webseite der Grünen mit ihrer selbst herbeigeredeten 'Kompetenz' zur Energiewende. Tatsächlich geben da nur ahnungslose aber besserwissende Soziologen und abgebrochene Theologinnen ihre technische Inkompetenz, medial und propagandistisch bestens aufbereitet, zum Besten.

142

#164: Jürgen Wanninger sagt:
"Solar- und Windstrom sind gesamtenergetisch betrachtet NEGATIV!"

Aber Herr Wanninger,
Sie sind 30 Jahre zurück.
Das EPB ist kürzer als bei jedem anderen Kraftwerk.
Wenn sich PV nach allerlängstens 4 Jahren amortisiert hat, dann können die Energiekosten zur Produktion doch nicht höher sein als die Anschaffungskosten der PV.

Das durch EE eingesparte Energieäauivalent an fossilen Brennstoffen entspricht einem fast erdumspannenden Güterzug. Allein in Deutschland in einem Jahr!
Für mich ist das genug Motivation auf PV zu setzen, denn damit kann ich selbst einen Beitrag leisten, z.B. als Nachbarschaftshilfe bei der Projektierung einer PV-Anlage.
Bis jetzt waren noch alle über die Effektivität der Anlagen überrascht.

"Da war Strom noch günstig."
An hohe, bis astronomische Energiekosten werden Sie sich gewöhnen müssen, denn die Energie wird in den nächsten 40 Jahren sehr knapp werden.
Peak Oil!
Mit Geröll aus der Sahara wird weniger spekuliert werden als mit Öl.
Davon gibt es reichlich und die Nachfrage ist gering.
Denken Sie an 1 Milliarde Autos zusätzlich in Asien und Afrika.
Zudem sind Sie auch noch gegen effiziente Automobile mit mechatronischen Antrieb.

Gruss
Paul Gogo

143

#164: Jürgen Wanninger sagt:
„Auch das ständige Weiderholen falscher Behauptungen war aber schon bei den Nazis eine beliebte Methode, das öffentliche Bewusstsein zu manipulieren:“

Lieber Herr Wanninger,
danke für Ihre –neue- Sachlichkeit.

Gruss
Paul Gogo

144

#159 Hans Diehl:

Herr Diehl, wenn Sie an einer detailierten Darstellung ihrer Erkenntnisse liegt, sollten wir uns über Eike kurzschliessen.
1. Dieser Thread wird in Kürze geschlossen.
2. Ich komme mir momentan vor , wie beim Tontaubenschiessen.

info@eike-klima-energie.eu

Ich freue mich

145

#165: Jürgen Wanninger sagt:

-------
Es ist unglaublich, entweder sind die Gogos, Haders und Diehls derart in Ihre Ideologien verstrickt, dass sie den ganzheitlichen Blick verloren haben ...
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Der 'ganzheitliche Blick' ist genau das Problem. Erst predigen insbesondere die Grünen das Strom nicht teurer geworden und als beweise nehmen Sie die gesunkenen Preise der Strombörse her. Als das nicht so richtig klappt, sind es jetzt die bösen Ausnahmen von der EEG Umlage. Irgendwann wird es sich dann aber trotzdem herumsprechen, das die Unternehmen welche nicht befreit sind, die höheren kosten letztendlich auf die Verbraucher umschlagen (oder mangels Konkurrenzfähigkeit entweder abwandern oder insolvenz anmelden).
Und die Solarunternehmen lassen sich ja sogar selbst von der EEG Umlage befreien und jammern trotzdem noch über den Kostendruck Chinesischer Hersteller, während Sie gleichzeitig nicht müde werden zu betonen, das Solarenergie immer billiger wird. Ich bin dafür das in D gefertigte Module ausschließlich mit PV-Energie gebaut werden dürfen (inkl. Aufbau auf den Dächern, förderung der Rohstooffe etc, Abrechnung durhc den Netzbetreiber). Dann werden wir ja sehen ob PV weiter billiger wird oder immer teurer.

146
Jürgen Wanninger

@#163 L. Stiller:

Ja, Sie haben vollkommen Recht!

Es ist unglaublich, entweder sind die Gogos, Haders und Diehls derart in Ihre Ideologien verstrickt, dass sie den ganzheitlichen Blick verloren haben, wenn sie überhaupt einmal einen solchen besessen haben. Dann kommen Sie von den Grünen, dem BUND oder Greenpeace.

Oder aber sie sind einfach nur ganz üble Lobbyisten, die die Sachzusammenhänge verdrehen, um ihre Sache zum eignene Vorteil zu befördern. Dann gehören Sie zu einem Solarmodul- oder Windradhersteller oder einem Interessenverband dieser Firmen.

147
Jürgen Wanninger

@#156, Paul Gogo:

Auch das ständige Weiderholen falscher Behauptungen macht diese nicht richtiger, war aber schon bei den Nazis eine beliebte Methode, das öffentliche Bewusstsein zu manipulieren:

Solar- und Windstrom sind gesamtenergetisch betrachtet NEGATIV! Damit der wenige zappelnde Wind- und Solarstrom im Netz überhaupt genutzt werden kann, wird derart viel zusätzliche konventionelle Energie benötigt, dass die Gesamteenrgiebilanz negativ wird. Der deutsche Solar- und Windstrom spart nicht einen einzigen Güterwagen Kohle ein:

Deutschland hatte VOR der Energiewende 100 GW konventionelle Kraftwerke und erzeugte 600 TWh Strom im Jahr. Da war Strom noch günstig.
Heute hat Deutschland weiterhin vollumfänglich benötigte 100 GW konventionelle Kraftwerke und dazu weitere 66 GW Wind- und Solarstromanlagen und erzeugt immer noch rund 600 TWh Strom im Jahr, 530 TWh konventionell und 70 TWh mit WInd und Sonne.
Die 66 GW Wind- und Solarstromanlagen haben bei Ihrer Herstellung mehr Energie verbraucht, als sie Brennstoff zur unwirtschaftlicheren Erzeugung der 530 TWh konventionellen Stroms einsparen.

Das sieht jeder Bürger auf seiner Stromrechnung - ist doch logisch!

148

#161: Paul Gogo sagt:

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Die Fertigung der PV in Fernost hatte ich hier schon oft kritisiert.
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Genau, sollen die nur noch hier produziert werden. Mit teurem Solarstrom, das macht die PV dann noch teurer. Was wiederum den Strom teurer macht und das wiederum die PV usw.

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Mit dieser emotionalen Aussage haben Sie bei den EEG Gegnern ein Alleinstellungsmerkmal. Diese Entlastung der Netze vermeidet zusätzlichen Ausbau und spart dadurch Infrastrukturkosten.
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Welche Entlastung? Es sind 4000KM neue Stromleitungen nötig.

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Aber Herr Stiller, Sie kritisieren damit jeden, dessen neuer 24“ Flachbildschirm nur noch 18W Maximalleistung aufnimmt und nach 3 Minuten Nichtstun in den Sleepmode schaltet, die Beleuchtung jede Jahr 10% weniger konsumiert und die Heizungsumwälzpumpe nur noch 25% Energie benötigt und jeden der einen Lichtausschalter benutzt.
-----------
Völlig falsches Beispiel, denn Stromsparen entlastet tatsächlich die Netze und die Kraftwerke. Wenn weniger verbracuht wird, braucht man auch weniger Kraftwerk. PV-Strom hingegen ist mal da und mal nicht da, wenn Sie Keinen Stromliefert wird trotzdem der Ganze Kraftwerkspark benötigt (und bezahlt werden).
Obwohl das hier auf EIKE rauf und runter kommuniziert wird, kommen Sie mit so einem blöden Vergleich, das zeigt das Sie es wirklich nicht verstanden haben. Ihr Beispiel wäre nur dann gültig wenn der Verbraucher zwei identische Geräte hätte, die das gleiche können, das eine aber 70% Sparsamer ist. Der Verbraucher entschiedet sich dann willkürlich dafür, mal das eine Gerät und mal das andere zu benutzen, ohne objektiven Grund (beide Geräte gleichen Sich also bis auf den Stromverbrauch). Würde das ein vernünftiger Mensch tun? Nein!

149
Jürgen Wanninger

@#155 S. Hader:

1998 hat kein Mensch 17ct/kWh Strom bezahlt, höchstens ein Gartenbesitzer für sein Schrebergartenhaus, wo man nur 50 kWh Strom im Jahr bezogen und Kleinverbaucher entsprechde Tarife hatte. Meine eigene Stromrechnung, eine stinknormale Durchschnittshaushaltsrechnung, war 1998 20 Pfennige / kWh plus Anschluss- und Zählergebühren. Und heute bezahle ich 26 ct / kWh plus Anschluss und Zählergebühren, alles jeweils inklusive Mehrhwertsteuer. Das ist eine Teuerung auf 255% - weit über den Preisantiegen der restlichen Primärenergie, Kohle, Öl, Gas! Und daran sieht man ganz einfach, dass die Effizienz in der Stromvesogung drastisch gefallen ist. Lügen hilft da nicht. Jeder Bürger sieht schließlich diese Realität auf seiner Stromrechnung!

Schön, dass wir bei der unverzichtbaren Notwendigkeit der Stromspeicher einer Meinung sind. Merkwürdig nur, dass bei der selbsternannten Oberlehrern in Sachen Energiewende, der Grünen Partei also, nirgendwo auch nur ein einziges Wörtchen namens Speicher auftaucht. Wir sind dann also beide übereinstimmend der Meinung, dasss die Grüne Partei alles andere als kompetent in Sachen Energiewende ist, wenn ein derart zentraler Punkt nicht einmal erwähnt wird. Vemrutlich sind die Soziologen, Juristen, Schul -und Studienabbrecher mit teils merkwürdigen pädophilen Ansichten und Verstrickungen technisch einfach nur inkompetent!

Leider betrachten Sie EE nicht differenziert. Das ist schlecht und verdeckt den Blick auf wichtige Probleme! Die 20-25% EE wie Sie behaupten setzen sich aus zwei Teilen zusammen. Das muss man verstehen, Herr Hader. Da gibt es aber technisch GEEIGNETE Stromerzeugung wie Biomasse und Wasserkraft (ca. 11%) Und technisch denkbar UNGEEIGNETE Stromerzeugung wie Solarstrom und Windstrom, die zusätzliche Backup-Kraftwerke braucht. Sie machen 12% der EE aus.

Da wir uns einig sind, dass Speicher unverzichtbar sind, ist es doch wohl logisch, dass man als nächstes endlich an die UNVERZICHTBAREN Dinge geht, bevor man dumpf ideologisch weiter Solar- und Windstrom ausbaut. Das Beispiel mit dem Rad müssten Sie doch eigentlich verstanden haben.

Wenn Ihre Arbeitgeber bisher mit Ihrer selbständigen Bearbeitung eigenverantwortlicher Themen zufrieden war, dann können Sie ja Vordringliches von weniger Vordringlichem unterscheiden. Dann blamieren Sie sich doch hier nicht weiter, bei Ihrem 'Lieblingsthema' zeigen Sie nämlich keine Lösungskompetenz. Der weitere Ausbau von Wind- und Soalrstrom ist pure Geld- und damit Energievernichtung!

P.S. Für ganz Genaue:
Bei der Energiewende wird natürlich physikalisch gesehen keine Energie vernichtet. Sie wird einfach nur in dem menschlichen Zugriff verlorene Wärmeenergie überführt.

150

#158: L. Stiller sagt:
„Also kauft er sich PV aus China, hergestellt unter unmenschlichen, umweltfeindlichen Bedingungen mit "dreckigem" Kohlestrom oder "tödlicher" Kernenergie.“

Sehr geehrter Herr Stiller,
es ist nicht nur aus der Sicht eines Grünen, Sie outen sich mit obiger Aussage als solcher, sehr löblich diese Seite des EEGs und die Globalisierung an sich anzuprangern.

Wenn Sie schon im EEG Mängel aufdecken, denn dürfen Sie als deutscher Staatsbürger auch Nachbesserungsvorschläge einbringen.
Die Fertigung der PV in Fernost hatte ich hier schon oft kritisiert. Auch die geringe Berücksichtigung der Weiterentwicklung im EEG.
Die unmenschlichen Bedingungen in Fernost sind Ihnen aber allgemein doch ziemlich egal – oder etwa nicht. Haben Sie keinen PC, keinen Bildschirm keine braune Ware, kein Mobiltelefon, keine Textilien, kein Auto. Wo glauben Sie denn, dass die Komponenten gefertigt werden, die man billiger bei gleicher Qualität aber unter Verwendung schädlicher Substanzen ohne umweltfreundliche Entsorgung produziert. Sie müssen gar nicht so weit gehen. Südeuropa, Nordafrika und UK sind heisse Tips.

„Das alles um 50-70% seines Stroms(eigenverbrauch) etwas billiger zu bekommen.“
Die Haushalte beziehen zwar nur 25% der gesamten elektrischen Energie, aber dort kann jeder Staatsbürger etwas Nachhaltiges tun.
Wenn man von 5000kWh etwa 3500kWh nicht beziehen muss und nach der Amortisation nach 4 Jahren die kWh für ca. 0,01€ bekommt, dann ist das lukrativ und umweltfreundlich. Hat mit dem EEG übrigens nichts mehr zu tun. Das war nur die Anschubfinanzierung für diesen technischen Fortschritt.
Wenn Sie 50% bis 70% der Stromkosten als Peanuts bezeichnen – um was geht es Ihnen? Nur um Ihre Ideologie.

„Vor lauter blinder Ideologie vergisst er dann aber, das er die letzten 30-50% aus dem Stromnetz nehmen muss.“

Mit dieser emotionalen Aussage haben Sie bei den EEG Gegnern ein Alleinstellungsmerkmal. Diese Entlastung der Netze vermeidet zusätzlichen Ausbau und spart dadurch Infrastrukturkosten.
Gerade der angeblich notwendige Netzausbau wird doch kritisiert. Mit PV, Nano-BHKW, Solarthermie und durch das Smart Meter wird dieser Netzausbau weitgehend vermieden.
PV hat gerade ein Alleinstellungsmerkmal, weil sie wenig Infrastruktur benötigt und die PV-Kraftwerke umso einfacher werden, je kleiner sie sind. Das gibt es sonst nirgendwo.

„müssen die Kosten immer mehr auf die letzten 30%-50% zwangsläufig aufgeschlagen werden.“

Aber Herr Stiller, Sie kritisieren damit jeden, dessen neuer 24“ Flachbildschirm nur noch 18W Maximalleistung aufnimmt und nach 3 Minuten Nichtstun in den Sleepmode schaltet, die Beleuchtung jede Jahr 10% weniger konsumiert und die Heizungsumwälzpumpe nur noch 25% Energie benötigt und jeden der einen Lichtausschalter benutzt.

Gruss
Paul Gogo

151

@ S. Hader # 155
Sie schreiben: „Bis heute waren großkapazitäre Stromspeicher auch nicht notwendig, um den EE-Anteil auf 20-25% hochzuheben. Aber um trotzdem Ihren Vergleich heranzuziehen, in der Entwicklung von neuen Industrieprodukten ist es nicht unüblich, dass man Parallelentwicklungen von bisher nicht existierenden Komponenten betreibt. Da gibt es Projektpläne, wo die Fertigstellung von neuen Komponenten schon eingeplant ist und deren Verzögerung auch das gesamte Projekt in die Länge ziehen. Aber das gehört auch zum unternehmerischen Risiko dazu, dass man Dinge einplant, die bisher nur als Idee in der Schublage existieren. Es ist bei weiten nicht so extrem wie mit ihrem Räder-Beispiel. Aber nehmen Sie nur mal das NASA-Programm zur bemannten Mondlandung. Was war vom dem schon real vorhanden, als man Anfang der 60er Jahre damit begann?.“

Herr Hader, die Mondlandung war damals eine Vision, also etwas, das möglich, aber eben noch nicht realisiert war. Sie war also von den vorhandenen bzw. bekannten technologischen und wissenschaftlichen Grundlagen her realistisch konzipierbar. Man musste vor allem genug Geld in die Hand nehmen, um bekannte Prinzipien zur Praxisreife weiterzuentwickeln. Wirtschaftliche Aspekte spielten keine Rolle. Das hat Kennedy nach dem Sputnik-Schock in die Wege geleitet, und letztlich hatten die USA damit auch Erfolg. Im Vordergrund stand jedoch die Ideologie, nicht ein einfaches Produkt wie kWh zu vertretbaren Kosten

Anders verhält es sich bei Utopien. Das sind Dinge, die wissenschaftlich und/ oder kaufmännisch den Rahmen des sinnvoll Realisierbaren sprengen. Sie können z.B. keinen Motor mit 120 % Wirkungsgrad bauen, dem steht die Physik entgegen. Und ein Produkt, das in der Herstellung 1 € kostet, können Sie nicht für 0,5 € vermarkten. Punkt.

Die Speicherung von elektrischer Energie im Gro?ma?stab ist vom Grundsatz her und unter vertretbaren energetischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Zeit nur in Pumpspeicherkraftwerken möglich. Selbst dann sind die Kosten recht hoch. Batterien, Wasserstoff, Power to gas etc. halten dagegen nach jetzigem Stand von Wissenschaft und Technik einem echten Faktencheck einfach nicht stand. An solchen Konzepten wurde schon Anfang der 70er Jahre geforscht, man bekam zumindest damals von den beteiligten Wissenschaftlern noch ehrliche Antworten. Heute trifft man fast nur noch Quacksalber, die einem das Blaue vom Himmel herunter versprechen, wenn man ihnen nur genug Forschungsgelder in den Rachen schmei?t. Wer an diesen Themen Interesse hat, dem empfehle ich http://www.energie-fakten.de/

Und vergessen Sie bitte das Geschwätz über angebliche „Batterien Europas“ in der Schweiz, Österreich oder Norwegen. Das ist noch nicht einmal hei?e Luft, das ist arktisch kalte Luft.

152

@Alfred Casimir hat geschrieben
Was Sie hier in einem der Kommentare vorgebracht haben in Bezug auf die Spotpreise für Strom aus „Erneuerbaren“ zu Überangebotszeiten ist einen separaten Artikel wert.
Das sollte man dann aber auch dort diskutieren.
In diesem Artikel geht es um die Groß-Kraftwerke im Deutschen Stromnetz.
Zugegeben etwas technisch.

@Herr Casimir
Da haben Sie natürlich Recht, in diesem Thread geht’s um die Groß-Kraftwerke.
Die Technik ist nur in sofern mein Ding, dass ich sage wir brauchen noch eine ganze Weile Groß-Kraftwerke, vorwiegend flexible Gaskraftwerke. Auf der einen Seite werden die natürlich wegen dem Merit Order Effekt durch EE Strom unrentabel , und auf der anderen Seite drückt der EE Strom den Börsenpreis immer mehr nach Null, was auch nicht funktionieren kann.. Deshalb würde ich als Außenstehender ( hobbymäßiger Beobachter der Energiewende ) auf den Börsenpreis ein oder zwei Cent draufschlagen und damit einen Kapazitätsmarkt finanzieren, sprich Gaskraftwerke am Leben halten.

Alfred Casimir hat geschrieben
Herr Diehl,
Ein redlicher Abgabepreis für konventionellen Strom beträgt im Durchschnitt 5,32 ct/kWh.
Die Erlöse für Strom aus „Erneuerbaren“ sind in jedem Fall höher.
Da können Sie rechnen wie Sie wollen,es wird nicht preiswerter.
Diese von der Bundesnetzagentur freigegebenen Preise werden auf das EEG – Umlagekonto gebucht und mit Jahresverzug als EEG – Umlage den betroffenen Kunden mit dem aktuellen Stromverbrauch verrechnet.

@Herr Casimir
Mit dieser Ihrer Aussage komme ich nicht zu recht.
Lassen Sie mich mal die Umlagenermittlung darstellen, vielleicht können Sie mir sagen warum ich nicht klar komme.
Mir geht es um die Differenzkosten, sprich EEG Umlage. Die ist doch der Indikator wenn es darum geht die Kosten für die EE darzustellen.
Diese Differenzkosten werden ermittelt zwischen Erlöse an der Börse ( Börsenpreis ) und der Vergütung für Anlagenbetreiber. Der EEG Strom senkt den Börsenpreis, schadet sich also selbst, in dem er den Abstand zur Vergütung vergrößert, und somit die Umlage erhöht.
An der Börse wird aber nicht nur EEG Strom gehandelt, sondern auch konventioneller Strom.
Nennen wir sie mal Grün und Graustrom, die an der Börse in einen Topf kommen, um in den Handel zu gelangen. Auf der Handelsebene erfährt dieser Mix dann eine Aufwertung, sprich Kalkulationspreis.Jetzt kommt der Punkt. Während für den Handel beide Stromarten aufgewertet werden, bleibt der Grünstrom für die Ermittlung der Differenzkosten auf dem Börsenpreis sitzen, und bewirkt eine hohe Umlage. Ich gebe Ihnen Recht wenn Sie sagen es wird für den Kunden nicht preiswerter, aber die Umlage spiegelt dann tatsächlich nur noch die EEG Mehrkosten, und die „Milliardenrechnung“ für dasEEG würde wesentlich freundlicher ausfallen..

153

#156 Paul Gogo:

"Der technische Fortschritt ist bei PV noch längst nicht abgeschlossen, aber PV wird schon zum Selbstläufer."

Klar, weil der Michel zu doof ist zu kapieren, das der Strom teurer ist wegen den EE, insbesondere Photovoltaik. Also kauft er sich PV aus China, hergestellt unter unmenschlichen, umweltfeindlichen Bedingungen mit "dreckigem" Kohlestrom oder "tödlicher" Kernenergie. Der gleiche mensch kettet sich dann hier an die Castor Transporte. Ich lach mich schlapp.

Das alles um 50-70% seines Stroms(eigenverbrauch) etwas billiger zu bekommen. Vor lauter blinder Ideologie vergisst er dann aber, das er die letzten 30-50% aus dem Stromnetz nehmen muss. Da aber durch weiteren Zubau immer weniger für Netze, Stromzähler etc. Zahlen. müssen die Kosten immer mehr auf die letzten 30%-50% zwangsläufig aufgeschlagen werden.

Anstatt das zu kapieren freut sich dann der Dumme Michel über seine Solaranlage und sagt sich "Toll, das ich mir die gekauft haben, wenn ich sehe wie teuer Strom geworden ist...".

154

#153

Herr Wanninger, danke für die klaren Worte.
Den Spass am frühen Morgen, konnte ich in Schriftform nicht rüberbringen.

Die Gaskraftwerke wurde parallel mit dem Zubau von Erneuerbaren wortwörtlich in den Sand gesetzt.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Das hat viel Geld gekostet, wenn es auch vorerst von privater Hand verschleiert wird.

5ct/kWh werden berechnet für die Netzbetreiber
5ct/kWh werden berechnet für die Energieerzeuger

In diesen Mitteln sind die Aufwendungen für Ersatzbeschaffung mit enthalten.
Von diesen Geldern sind diese Kraftwerke gebaut worden. Und von diesen Geldern werden auch die Zinsen für die Kredite bezahlt.
Das sollte als Information rüberkommen.

Das Wort Aktivist ist in der Vergangenheit unterschiedlich interpretiert und verwendet worden.
Daher verstehe ich die Aufregung.
Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft, die sich Gedanken für das Bewahren des aktuellen Wohlstands machen.
Alle Menschen, die sich außerhalb der Parlamente dafür einsetzen und ehrlich nachvollziehbar argumentieren und in der Öffentlichkeit wirken, sind in meinen Augen AKTIVISTEN.

Diese Meldung kam heute morgen in den Nachrichten.
„Neue Kraftwerke werden nur noch gebaut, wenn der Kohlendioxd- Anteil die Hälfte beträgt.“

http://tinyurl.com/l4ly67s
Dieser Redakteur hat den Schwachsinn der Forderung erkannt und eine Lösung parat.
So kann man aber nicht die Welt retten.
Wenn Politker dieser Qualität , Forderungen in der Öffentlichkeit verbreiten, kann man nur ahnen was hinter verschlossenen Türen geredet wird.

155

#150 + #151: Jürgen Wanninger sagt:
„Subventionieren muss man immer Dinge, die sich am Markt nicht durchsetzen können, weil sie unwirtschaftlich sind.

Subventionen machen aber nur Sinn, wenn Dinge in absehbarer Zeit Marktreife erlangen, sprich wirtschaftlich werden oder anders ausgedrückt einen ähnlichen energetischen Wirkungsgrad erreichen, wie Konkurrenzprodukte bzw. -verfahren.

Lieber Herr Wanninger,
wer bezahlt Sie?

Den virtuellen Güterzug mit Kohlewagen, der fast den Umfang der Erde erreicht und der das Energieäquivalent der durch EE eingesparten Energie eines Jahres in Deutschland eindrucksvoll zeigt, wollte ich nochmals hinweisen. Tendenz länger werdend.
Gerade die PV zeigt, dass die ursprüngliche Planung bereits deutlich überholt wurde. Die Kosten für eine PV kWh liegen um 30% bis 50% unter der Einspeisevergütung und 50% bis 70% unter den Stromkosten eines Privathaushaltes. Da haben sich glücklicherweise Bürger gefunden, die diese Technik auch für Sie testen.
Der technische Fortschritt ist bei PV noch längst nicht abgeschlossen, aber PV wird schon zum Selbstläufer.

Es gibt Produkte, die so viel Image, Status, Nutzen aufweisen, dass diese Produkte von einem kleinen wohlhabenden Klientel gekauft wurden. Vor ca. 30 Jahren wurden CD-Player zum 1000-fachen des heutigen Preises verkauft. Da haben die HiFi- und Technik- Freaks diese Entwicklung -subventioniert-. Oder ein GNSS oder ein Satellitentelefon. Glauben Sie, dass zivile bzw. private Anwender es in den 80er Jahren des letzten Jahrtausend geschafft hätten dutzende von Satelliten für ein paar Navigationsgeräte für 20 000.-DM das Stück zu installieren. Es waren letztlich militärische Anwendungen und da zählt die Funktion und nicht der Preis -Subventionierung-.
Das fehlte bei PV und deshalb waren und sind die Subvention richtig und erfolgreich.
Für 333€/kWpeak (nur Panele) bekommen Sie ~ 1000 kWh /a.
Die Anlagenkosten sind eit etwa 2000 auf 1/10 gesunken!

Gruss
Paul Gogo
p.s. wer bezahlt Sie?

156

@Jürgen Wanninger, #154: "1. Wenn Sie keinen Wind und keine Sonne abends um 18:00 Uhr haben, können Sie noch 1 Million km Netze dazubauen, sie versenken nur weitere Unmengen Kapital und gewinnen keine einzige kWh verfügbaren Strom! Unsere Stromkosten haben wir in 15 Jahren schon verzweieinhalbfacht, obwohl sich Primärenergie im gleichen Zeitraum nicht annähernd so verteuert hat. Klasse Energievernichtungswende."

Deshalb brauchen wir auch Stromspeicher, weil man sonst den Anteil an Wind und Solar nicht mehr wesentlich erhöhen kann. Zu den Stromkosten, für den privaten Endkunden lag der Preis 1998 bei 17,1 ct/kWh, heute ist man bei ca. 28,7 ct/kWh. Eine heftige Steigerung um 68%, aber auch nicht so hoch wie die behaupteten 150%. Die Steinkohlepreise hatte ich schon mal veröffentlicht, die haben sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt. Wenn man übrigens den Strom für Industriekunden heranzieht, so ist deren Anstieg weit geringer ausgefallen. In den letzten 5 Jahren ist er sogar nahezu konstant geblieben.

Ich hab übrigens nichts dagegen, dass Sie Strom aus Biomasse weitgehend gut finden. 🙂 Gehört aber auch zu den EE, darüber muss man sich nicht streiten. Man hat es ebenfalls in die Einspeisevergütung mit aufgenommen, weil der Einstieg in den Markt bei den ersten Anlagen kaum möglich gewesen wäre. Zu dem Punkt 3. wiederhole ich das schon gesagte, ohne Stromspeicher wird es nicht funktionieren, auch darüber braucht man sich nicht streiten.

"4. Statt der 180% Überversorgung, können Sie aber auch Speicher bauen. Nette Vision, die Sie da schildern. Funktioniert vielleicht auch und ist graoßtechnisch in vielleicht 30 Jahren verfügbar. Ob das annähernd wirtschaftlich sein wird, denn der Speicher kommt zu den Windmühlen und Solardächern ja noch hinzu, steht in den Sternen!! Vor allem gibt es in 30 Jahren die heutigen Windmühlen und Soalrdächer gar nicht mehr!"

...dafür Anlagen der nächsten Generation. Mag ja sein, dass in der politischen Wahrnehmung das Thema Stromspeicher fast immer nebensächlich behandelt wird, aber es ist nicht nur in meinen Augen ein zentraler Baustein, wenn man den EE-Anteil im Stromsektor wesentlich noch ausbauen will.

"5. Haben sie persönlich schon einmal irgendwo berufliche Verantwortung getragen? Ich wage zu behaupten - nein! Zusammenhängendes Denken und simple Analyse sind Ihnen fern!"

Dann müssen das wohl meine bisherigen Arbeitgeber immer anders gesehen haben. 😉 Deren Einschätzung bzgl. meiner Fähigkeiten halte ich zudem für maßgebender als ihre persönliche Einschätzung. Sie werden das hoffentlich verstehen. 🙂

"Überlegen Sie einmal: Vielleicht sollte man erst das Rad erfinden und einigermaßen zur Serienreife gebracht haben, bevor man anfängt riesige Subventionen auszuloben (das EEG) und damit Millionen von Autos herzustellen, die dann infolge fehlender Räder jahrzehntelang als Sänften von 20 Menschen durch die Gegend getragen werden müssen. Eine schöne, aber volkswirtschaftlich typisch-destriktive ABM-Maßnahme wäre es allerdings. Vor allem, wenn man selbst IM Auto sitzt - gelle!"

Bis heute waren großkapazitäre Stromspeicher auch nicht notwendig, um den EE-Anteil auf 20-25% hochzuheben. Aber um trotzdem Ihren Vergleich heranzuziehen, in der Entwicklung von neuen Industrieprodukten ist es nicht unüblich, dass man Parallelentwicklungen von bisher nicht existierenden Komponenten betreibt. Da gibt es Projektpläne, wo die Fertigstellung von neuen Komponenten schon eingeplant ist und deren Verzögerung auch das gesamte Projekt in die Länge ziehen. Aber das gehört auch zum unternehmerischen Risiko dazu, dass man Dinge einplant, die bisher nur als Idee in der Schublage existieren. Es ist bei weiten nicht so extrem wie mit ihrem Räder-Beispiel. Aber nehmen Sie nur mal das NASA-Programm zur bemannten Mondlandung. Was war vom dem schon real vorhanden, als man Anfang der 60er Jahre damit begann?

157
Jürgen Wanninger

#152 S. Hader sagt:

Lesen Sie eigentlich, wenn ich Ihnen eine Antwort schreibe? Wir können auch gegenseitig Monologe führen...

'...Das alles sind jetzt keine Zukunftsvisionen, sondern hat real stattgefunden. Die schwankende Produktion von Wind und Solar, die Sie immer wieder ansprechen, bestreitet niemand. Entscheidend ist hier, wie sich das Gesamtsystem verhält. Wenn man verstärkt die Vernetzung ausbaut und endlich großkapazitäre Stromspeicher umsetzt (vorgestern ging übrigens ein Windpark mit Wasserstoffspeicher in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb) können diese Produktionsschwankungen ausgeglichen werden. Für die Stromkunden ist die Verfügbarkeit des Stromnetzes mitentscheidend. Die ist nach wie vor sehr gut im europäischen und amerikanischen Maßstab...'

1. Wenn Sie keinen Wind und keine Sonne abends um 18:00 Uhr haben, können Sie noch 1 Million km Netze dazubauen, sie versenken nur weitere Unmengen Kapital und gewinnen keine einzige kWh verfügbaren Strom! Unsere Stromkosten haben wir in 15 Jahren schon verzweieinhalbfacht, obwohl sich Primärenergie im gleichen Zeitraum nicht annähernd so verteuert hat. Klasse Energievernichtungswende.

2. Warum ich Biomasse und Wasserkraft gut finde - Biomasse nur, wenn sie keinen Anbau von Lebensmitteln verdrängt - habe ich Ihnen oben geschrieben. Lesen Sie halt mal meine Antworten und drehen Sie deren Sinn in Ihren Beiträgen nicht um! Was prinziell geeignet ist, braucht nicht subventioniert zu werden. Hat es dann keine Marktchance, braucht man es auch nicht. Eine solche Technik verbraucht dann nämlich mehr Energie bei der Stromerzeugung, als andere Vefahren. Marktwirtschaft (der Sie offensichtlich tief misstrauen) bringt Effizienzmängel schonungslos zu Tage.

3. Leider können Wasser und Biomasse in Spitzenzeiten, also tagsüber, keinen Ausfall von Wind- und Solarstrom übernehmen. Warum nicht? Im Energieszenario der Zukunft deckt Wind 60%, Sonne 20%, Biomasse 15% und Wasser 5%. Korrekt? OK!
Wenn nun 80% wie dutzendfach belegt nahezu komplett ausfallen, wie sollen dann die 20% Biomasse und Wasserkraft, die ja ebenfalls komplett eingeplant sind und vollumfänglich gebraucht werden, die fehlenden 80% oder sagen wir mal 75% Wind- und Solarstrom ersetzen?
Wenn also Wind und Sonne 80% übernehmen sollen und nachweislich häufig ausfallen, brauchen wir in Zukunft eine Stromversorgung mit 180%, wobei die 'Überleistung' aus nicht-volatilen Stromerzeugern kommen muss! Da blieben dann ja nur noch Biomasse und Wasserkraft. Die liegen mit 15% bzw. 5% aber schon am geschätzten oberen Limit. Wie soll das funktionieren? Egal wieviel Netze Sie noch bauen wollen? Hier erbitte ich dringend eine KONKRETE Antwort, nicht das übliche Ideologen-Geschwätz !!!!!

Vielleicht kapiern Sie jetzt beim Formulieren der erbetenen Antwort in welcher Sackgasse Sie stecken und noch ein ganzes Land hineinmanövrieren wollen!!!
Das ist doch nicht so schwwer!!!

4. Statt der 180% Überversorgung, können Sie aber auch Speicher bauen. Nette Vision, die Sie da schildern. Funktioniert vielleicht auch und ist graoßtechnisch in vielleicht 30 Jahren verfügbar. Ob das annähernd wirtschaftlich sein wird, denn der Speicher kommt zu den Windmühlen und Solardächern ja noch hinzu, steht in den Sternen!! Vor allem gibt es in 30 Jahren die heutigen Windmühlen und Soalrdächer gar nicht mehr!

5. Haben sie persönlich schon einmal irgendwo berufliche Verantwortung getragen? Ich wage zu behaupten - nein! Zusammenhängendes Denken und simple Analyse sind Ihnen fern!

Überlegen Sie einmal: Vielleicht sollte man erst das Rad erfinden und einigermaßen zur Serienreife gebracht haben, bevor man anfängt riesige Subventionen auszuloben (das EEG) und damit Millionen von Autos herzustellen, die dann infolge fehlender Räder jahrzehntelang als Sänften von 20 Menschen durch die Gegend getragen werden müssen. Eine schöne, aber volkswirtschaftlich typisch-destriktive ABM-Maßnahme wäre es allerdings. Vor allem, wenn man selbst IM Auto sitzt - gelle!

158
Jürgen Wanninger

@#148 Alfred Casimir:

Wenn man Fehler erkennt und mit Sachargumenten belegen kann, soillte man dagegen vorgehen. Jemand, der mit Sacharguemnten zu überzeugen sucht, würde ich nicht als Aktivisten bezeichnen. Das passt eher auf Leute, die unter Weglassung von Fakten falsche Sachzusammenhänge darstellen. Schaun Sie mal auf die Grüne Webseite zum Thema Energioewende. Da steht eigentlich nur ungreifbarer teils völlig falscher Schwachsinn. So etwas sehe ich als Aktivismus.

Was verstehen Sie unter 'Deckmantel' Erneuerbare brauchen Unterstützung? Das hört sich danach an, dass Sie wie Herr Gogo, glauben Wind- und Soalrstrom bräuchten keine Unterstützung. Dann sind Sie aber eider schief gewickelt.

'...Neue Kraftwerke werden nur noch gebaut, wenn der Kohlendioxd- Anteil die Hälfte beträgt...'

Als Politiker kann man viel fordern. Ob das umsetzbar ist, ist eine andere Frage. War es nicht der US-Bundesstaat Indiana, in dem Politiker in den 1890igern eine Gesetzesvorlage einbrachten, die Zahl PI für praktischeres Rechnen auf 3,0 zu definieren?

Und natürlich haben Sie recht, dass wir dezentrale Großkraftwerke über das Land verteilt bnrauchen. Ein Wildwuchs von Windmühlen und Krähenspiegeln hilft nur denne, die sich an diesem staatlichen Zwangssystem bedienen können.

159

Sehr geehrter Herr Wanninger, nochmal zu #132. Für mich gehören Wasserkraft und Biomasse auch zu den EE. Die Wasserkraft ist in den letzten Jahren nicht wesentlich ausgebaut wurden, da besteht auch kaum zusätzliches Potential. Biomasse wurde hingegen erheblich ausgebaut. Zusammen mit Wind und Solar gab es über das Jahr verteilt mehr Energie, welche in die Strommärkte geflossen sind. Dort wo Strom gehandelt wird, sind logischerweise die Preise gefallen, weil das Angebot zugenommen hat, die Nachfrage aber kaum gestiegen ist. Logisch, dass durch die erhöhte Konkurrenz eine Reihe von konv. Kraftwerken es jetzt schwerer haben und die Besitzer über eine Stilllegung nachdenken. Das ist auch schon geschehen, ohne das die Versorgungssicherheit gefährdet ist. Wäre sie gefährdet, würde die Bundesnetzagentur der Stilllegung nicht zustimmen. Z.B. wurden in den letzten Jahren einige Blöcke im Kraftwerk Staudinger in Hessen schon abgeschaltet.

Das alles sind jetzt keine Zukunftsvisionen, sondern hat real stattgefunden. Die schwankende Produktion von Wind und Solar, die Sie immer wieder ansprechen, bestreitet niemand. Entscheidend ist hier, wie sich das Gesamtsystem verhält. Wenn man verstärkt die Vernetzung ausbaut und endlich großkapazitäre Stromspeicher umsetzt (vorgestern ging übrigens ein Windpark mit Wasserstoffspeicher in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb) können diese Produktionsschwankungen ausgeglichen werden. Für die Stromkunden ist die Verfügbarkeit des Stromnetzes mitentscheidend. Die ist nach wie vor sehr gut im europäischen und amerikanischen Maßstab.

160
Jürgen Wanninger

@ Paul Gogo,

ergänzend:

Subventionieren muss man immer Dinge, die sich am Markt nicht durchsetzen können, weil sie unwirtschaftlich sind.

Subventionen machen aber nur Sinn, wenn Dinge in absehbarer Zeit Marktreife erlangen, sprich wirtschaftlich werden oder anders ausgedrückt einen ähnlichen energetischen Wirkungsgrad erreichen, wie Konkurrenzprodukte bzw. -verfahren.

Solarstrom kann also überhaupt keine Energie einsparen - sonst müsste man ihn nicht per EEG PLUS Einspüisevorrang-Verpflichtung subventionieren.

Denken Sie einfach mal darüber nach - ich bin mir sicher, Sie werden das noch begreifen. Den Unterschied zwischen el. Leistung und el. Energie haben Sie nach mehreren Erklärungsanläufen von mir ja auch begriffen.

161
Jürgen Wanninger

@#147 Paul Gogo,

der Herr Gogo lebt in einer eigenen Welt. Er will partout nicht einsehen, dass Solarstrom und Windstrom total ausfallen können. Dabei sieht man das ganz leicht. man schaut nur auf die öffentlich verfügbaren Einspeisedaten, hier http://tinyurl.com/3yk5esq und hier http://tinyurl.com/3xwsa63. Da ruft man dann zum Beispiel letzte Woche 13.9.2013 oder 14.9.2013 auf und sieht, wie stundenlang die Einspeiseleistung von Solarstrom plus Windstrom für viele Stunden bei ein paar hundert MW rumdümpelte, während 66.000 MW installiet sind und tagsüber durchweg so nahe 70.000 MW im Netz gebraucht werden. 1 oder 2% kann man einem Totalausfall gleichsetzen.

Aus diesem Grund muss weiterhin die gesamte konventionelle Kraftwerkskapazität kurzfristig verfügbar bleiben. Wir ich Ihnen schon mehrfach erklärt habe, vielleicht lesen einfach auch mal den hervorragenden Artikel oben von Herrn Mueller, kann man Kraftwerke (ausgenommen teure Gas-KW) nicht mal so schnell ein- und ausschalten. Sie müssen also permanant mit mehr oder minder Teillast durchlaufen. Dies führt leider dazu, dass Solar- und Windstrom kaum Brennstoff einsparen.

Vor allem aber reicht das bisschen eingesparter Brennstoff nicht, um die Energie einzusparen, die zur Herstellung der Solar- und WIndstromerzeuger zusätzlich verbraucht wurde. Deshalb sparen Sie keinen einzigen Güterzug Kohle, Öl oder Gas ein, sondern das genaue Gegenteil ist der Fall. Wind- und Solarstrom verschwenden Energie!

Das sieht man ganz deutlich daran, dass unser Strom in nur 15 Jahren auf das Zweieinhalbfache teurer wurde. Primärenergie ist in dieser Zeit aber deutlich weniger gestiegen. Und diese Die Differenz entsteht ganz einfach dadurch, dass PV- und Windstrom mehr Energie verbrauchen bis ihr Strom an der Stechdose verfügbar ist, als sie selbst produzieren. Und deshalb muss man sie auch mit Subventionen weit über Stromewrzeugungspreisen subventionieren.

162

Herr Wanninger, Sie entpuppen sich als brauchbarer Aktivist.
Schauen Sie mal auf diesen Link :
http://tinyurl.com/mmyrunr

Da sehen Sie was unter dem Deckmantel „Erneuerbare Energien brauchen Unterstützung und Vorsorge“ Vor oder Weggehen, alles schon gebaut, oder im Bau ist.

Die neueste Losung kommt jetzt aus Amerika:

Neue Kraftwerke werden nur noch gebaut, wenn der Kohlendioxd- Anteil die Hälfte beträgt.

Bei fossilen Energieträgern geht dann das Feuer aus.
Versuchen Sie mal nur jedes zweite Mal zu atmen.

Sehen Sie Herr Wanninger, darum brauchen wir die Groß-Kraftwerke, die das Netz schützen.

capchta wollige Haut isoliert sehr gut mäh!!

163

@#124: S.Hader sagt:

", die Enttäuschung kann ich Ihnen leider nicht ersparen, aber ich bin kein Befürworter von Kernenergie, höchstens als Übergangstechnologie."

Da kann ich Ihnen voll zustimmen Herr Hader. 5000 Jahre Übergang von Uran zu Thorium und dann 50.000 Jahre Übergang von Thorium zur kontrolierten Fusion. So sehe ich das auch.

164

#138 Wanninger
„Alle alten Kraftwerke sind weiterhin am Netz, verbrauchen fast genausoviel Brennstoff wie früher, dazu kommt die enorme Energiemenge zur Herstellung der Windmühlen und PV.“

Lieber Herr Wanninger,
Sie wollen hoffentlich das Energieäquivalent in welcher fossilen Art auch immer nicht bestreiten wollen. Güterzüge sind eine gut begreifbare Dimension.
1 Güterzug so lang wie der Erdumfang, Kohle beladen, jedes Jahr, zeigt die durch EE eingesparte Energiemenge!

Falls Sie das Energieäquivalent noch immer bestreiten, dann würde es dümmer nicht mehr gehen wie jemand in diesem Formum sagte.
Das wäre etwa so als würden sie ihre Ölheizung im Herbst einschalten und mit Nennleistung bis zum nächsten Sommer durchlaufen lassen, mit z.B. 10kW. Der Ventilantrieb, welcher jetzt die Heizkörper steuert, würde die Fensteröffung steuern. Je wärmer im Raum, um so weiter das (Ventil) Fenster (Ventil) geöffnet (also invertiert zu dem wie Sie es jetzt haben).
Das wäre eine Parallelregelung. Nicht dass eine Parallelregelung grundsätzlich schlecht regeln würde, nur wenn die Energie durch das offene Fenster fliesst, dann wird es unökonomisch.

Wenn unsere Energieversorgung tatsächlich die Energie, quantifiziert durch die Güterwagen voller Kohle, nicht einsparen könnte, dann kann es sich nur um eine solche Parallelregelung handeln. Pfeift da der Dampf gleich aus dem Schornstein, oder werden tatsächlich die Gewässer und / oder das Erdreich beheizt? Sie werden mir zustimmen, dass die Entwickler in der Energiebranche nicht so dumm sind. Sonst würde man jeden Tag rund 25% des Energiebedarfes einfach vernichten – und das ohne Einfluss von EE. Das Thema Energieflussänderung ist nicht neu.
Zudem werden zukünftig sekundenschnell die Smartmeter (wo immer die sind und wie immer die aussehen und was immer die beeinflussen)zeitunkritische Verbraucher mit Speichercharakterik zuschalten. Zu meiner Überraschung werden in Haushalten 30% der el. Energie für die Warmwasserbereitung (ohne die Kaffemaschine) aufgewendet. Das sind etwa 7% der gesamten erzeugten el. Energie in Deutschland.

In naher Zukunft wird noch el.Power to H2 eine wichtige Rolle spielen. Hoher Wandlungswirkungsgrad und universell anwendbar. Das hat Ludwig Bölkow schon vor 30 Jahren prognostiziert.
Die Elektrolysegeräte migrieren bereits von industriellen Applikationen in den Konsumgüterbereich.

Die Angaben über das EPB für die PV reicht derzeit von 6 Monaten bis 24 Monaten je nach Ausführung und betrachteten Umfang. Und wenn Sie das mit einem konventionellen Kraftwerk vergleichen:
PV kann 3 Tage später el. Energie liefern, und die monetäre und energetische Amortisation läuft. Ein Kraftwerk plant und baut man in 5 Jahren bis 10 Jahren und das kostet von der ersten Minute an Geld und Energie. Nach frühestens 5 Jahren (Annahme) beginnt die Amortisation. Dann benötigt das Kraftwerk noch Energie und zusätzlich noch ein wenig Glück, dass nicht zuviel kaputt geht. Nicht alle Ersatzteile sind auf Lager - im Gegegensatz zu PV. Ein Kraftwerk ist eine ewige Baustelle.
Wenn PV in Standardformen in die Haut eines Gebäudes integriert werden kann, dann ist die PV-Aussenhaut bereits billiger als Dachziegel-Aussenhaut. Das ist doch ein schöner Synergieeffekt.

Gruss
Paul Gogo

165

Herr Diehl,

Ein redlicher Abgabepreis für konventionellen Strom beträgt im Durchschnitt 5,32 ct/kWh.

Die Erlöse für Strom aus „Erneuerbaren“ sind in jedem Fall höher.

Da können Sie rechnen wie Sie wollen,es wird nicht preiswerter.

Diese von der Bundesnetzagentur freigegebenen Preise werden auf das EEG – Umlagekonto gebucht und mit Jahresverzug als EEG – Umlage den betroffenen Kunden mit dem aktuellen Stromverbrauch verrechnet.

Was Sie hier in einem der Kommentare vorgebracht haben in Bezug auf die Spotpreise für Strom aus „Erneuerbaren“ zu Überangebotszeiten ist einen separaten Artikel wert.

Das sollte man dann aber auch dort diskutieren.
In diesem Artikel geht es um die Groß-Kraftwerke im Deutschen Stromnetz.
Zugegeben etwas technisch.
Wenn Sie über dieses Thema einen Textbetrag haben , o.K. !!
Wenn nicht, versauen Sie sich Ihren Ruf.

166

#136 Fred Mueller:

Entschuldigung für die manchmal unverständliche Ausdrucksweise.

Was ich wissen wollte haben Sie in ihrer ehrlichen Art doch beantwortet.
Unter Fahrplan – Fahrbetrieb verstehe ich den prognostizierte Tagesgang in Absprache mit der Lastverteilung zu realisieren.
Morgens so schnell hochfahren wie man kann und darf, dann die Last halten.

Bei den Mittellastkraftwerken fahren einige mit dem Tagesgang bis auf Vollast.
Andere fahren bis auf 50% oder 70 % und bedienen die Sekundärregelung.

Die Zielrichtung meiner Frage bezog sich auf die Geschäftsmodelle für neue Gaskraftwerke.

Wegen der besseren Verbrennung und wegen der Flexibilität im Konzert der „Erneuerbaren“

Diese Dinger stehen jetzt nutzlos herum, da sich erwiesen hat , die Wind- und Solarparks auch preiswerter in den Griff zu bekommen.

Wo wir beide wahrscheinlich nicht gleicher Meinung sind, ist meine Einschätzung, dass diese Entwicklung vorhersehbar war.
Diplomatischer kriege ich es nicht hin.

Die Steinkohlekraftwerke sind im Verbund sehr flexibel, und keine Trägstromproduzenten.

Kapazität Steinkohle 2014 25000 Megawatt
Kapazität Gas 2014 18400 Megawatt

max.Leistung aus Steinkohle
am 20.09.2012 ca. 10000 Megawatt

max.Leistung aus Gas
am 20.09.2012 ca. 2600 Megawatt

167
Jürgen Wanninger

@#141: S.Hader:

Schade, dass Sie nicht aufs Wesentliche eingehen.

Aber zu Ihrer Nebelkerze:

Ich bin kein Dogmatiker und nicht aus Prinzip für oder gegen etwas. Auch nicht aus Prinzip gegen regenerative Energieerzeugung.

Wasserkraft und Biomasse sind aus physikalischer Sicht prima zur Grundlaststromerzeugung geeignet. Und deshalb brauchen die auch keine EEG-Förderung.

Solar und Windstrom aber sind denkbar ungeeignet weil ständig schwankend. Immer brauchen Sie Kohle- oder Gasstrom zur Unterstützung. Sie schwanken sogar so stark, zappeln sozusagen, dass sie auch heute noch bei 66.000 MW installiert, stunden- ja manchmal tasgelang fast total ausfallen können!

Das hatte ich Ihnen ob Ihrer falschen Stellungnahme schon oben widerlegt. Den Respekt, Ihren Irrtum zuzugeben, haben Sie jedoch nicht. Wer hätte das auch erwartet. Einfach die nächste Nebelkerze werfen, Diskussion breitziehen. Früher hatten Sie mehr Niveau.

168

Lieber Herr Weißenborn, sind Sie nun in der Lage, die Frage aus #123 zu beantworten?

169

@ #137

"In Zukunft lassen Sie um diese Tageszeit besser die Finger von der Tastatur."

Welche Tageszeit? Herr Hader ist in SFO und schaut sich den America's Cup an. Auf dem Hinweg hat er kontrolliert, ob die Nordwest-Passage tatsächlich unpassierbar ist.

170

#132: "Sie können bis heute nicht auf ein einziges MW konventioneller Stromerzeugung (Wasser und Biomasse rechne ich zu konv. hinzu) verzichten!"

Da geht es ja schon mal los. Aus meiner Sicht gehört die Biomasse nicht zu den konventionellen Kraftwerken. Sie gehört zu dem Bündel an Technologien, die man über das EEG gefördert hat.

171

@ Diehl # 124

Herr Diehl, es ist mir ziemlich egal, ob Sie sich hier für Polizistenschläger, Befürworter von Unzucht mit Kindern oder Professorinnen stark machen, die anscheinend bewusst falsch rechnen. Ihre Argumentationslinie ist unredlich, wie Sie hier wieder einmal selbst beweisen:

Ich habe Hr. Poggendorf wie folgt zitiert: „Zur Zeit (werden) 24 Cent je kWh vergütet.“ Das betrifft selbstverständlich den Durchschnitt aller Anlagen, also auch den Altbestand, für den teils sogar noch mehr als 50,- ct./ kWh gezahlt wird. Der genaue Wert ist zwar schwierig zu berechnen, die Zahlenangabe ist jedoch plausibel: Eigene Berechnungen auf Basis der EEG-Prognosen für 2012 ergaben sogar noch 29,5 ct./kWh.

Wen wollen Sie eigentlich hinters Licht führen, wenn Sie statt dieser durchschnittlichen Zahlungen lediglich die aktuellen Tarife für Neuanlagen präsentieren? Hier in diesem Forum können Sie mit solchen billigen Taschenspielertricks jedenfalls nicht landen.

Mein Fazit bleibt: Technische Argumente prallen an Ihnen ebenso ab wie kaufmännische. Sie haben offensichtlich nie Ergebnisverantwortung tragen müssen. Die Fachleute in den Kraftwerken, die uns alle mit Strom versorgen müssen, dagegen schon. Mit Ihrer Haltung und Ihrer Faktenresistenz sind Sie aus meiner Sicht für eine Diskussion nicht qualifiziert.

172
Jürgen Wanninger

#135: L. Stiller sagt:

'...Die letzten beißen die Hunde, wenn nämlich das neu Gesetz dem nächsten verbietet sein Kraftwerk zu schlissen...'

Auch das braucht die Großen nicht zu jucken. Statt ein Schrecken ohne Ende, lagert man so einen Teilbereich als eigenständige Tochter-GmbH aus und die geht dann eben pleite.

So werden die ökosozialistischen Polit-Profi-Schwachköpfe wieder ausgetrickst und der Bürger ist der Depp. Die große Energieerzeuger werden sich zwangsläufig anderweitig orientieren.

Aber wir werden nicht vergessen, wer diesen Irrsinn verantwortet hat. Auch das wird mit deutscher Grüündlichkleit aufgearbeitet werden und so manche Studie' vor einem Richter landen.

Warum fällt mir jetzt gerade das korrupte Fraunhofer Institut SE ein?

173
Jürgen Wanninger

@#131, S. Hader:

Das sehen Sie doch am Strompreis. Heute 23ct netto zu 9ct netto vor 15 Jahren sind 255%. Das ist weit über dem Preisanstieg der Primärenergie.

Preise sind ein Maß für die Energie, die in einem Produkt steckt. Das wissen Sie sicher. Und Da niemand exorbitant im Strommarkt verdient, nicht mal die Solardachgbesitzer (100% Gewinn sind keine besondere Rendite für eine 20jährige Investition bei doch ein paar Restrisiken wie Ersatz defekter Module pleitegeganger Modulhersteller), ist ganz offensichtlich der Einsatz von Primärenergie heute höher, um 1 kWh Strom zu erzeugen.

Das ist, was der Gogo nicht kapieren will. Alle alten Kraftwerke sind weiterhin am Netz, verbrauchen fast genausoviel Brennstoff wie früher, dazu kommt die enorme Energiemenge zur Herstellung der Windmühlen und PV. Deshalb sind sie ja so teuer. Und dann kommt demnächst noch unheimlich viel Energie zum eigentlich unnötigen Netzausbau hinzu.

Sehen Sie, und deshalb sind Wind- und Solarstrom gesamtenergetisch betrachtet Energievernichter!

Ist doch nicht so schwer zu verstehen.

174
Dirk Weißenborn

#123 S. Hader

S. Hader sagt:

"Ahja, und welche Weltmärkte meinen Sie da zum Beispiel? Und sagen Sie jetzt Erdgas-Weltmarkt."

Ihr zweiter Satz ist bezeichnend für Ihre mangelhafte Sprach- und Denkfähigkeit. Was wollen Sie damit aussagen? Wenn der letzte Satz eine Aufforderung gewesen sein sollte, hätten Sie doch ein Ausrufungszeichen anfügen können.

Es gibt aktuell keinen Erdgas-Weltmarkt.

Ihr Posting fand zu später Stunde statt (23:59 Uhr). Wahrscheinlich war Ihnen schon der Geist des Herrn Schelmhuber erschienen. In Zukunft lassen Sie um diese Tageszeit besser die Finger von der Tastatur.

175

@ Alfred Casimir # 130
Sie schreiben: „Die Charakteristik der Ganglinie riecht nach Fahrplan- Fahrweise ohne Ende.“

Ehrlich gesagt weiss ich nicht so recht, was Sie damit konkret meinen. Das ist doch der Normalfall. So gut wie jeder Betreiber regelbarer Kraftwerke fährt diese nach einem Fahrplan, der sich aus der vorab verkauften Strommenge ergibt. Nur Spitzenlastkraftwerke arbeiten anders. Was man bei den Tagesganglinien oft gut sieht, ist die Tatsache, dass die Grund- und Mittellast von Kohle und Kernkraft so durchgefahren wird, dass man den EEG-Betreibern (zwangsläufig) die Bereiche überlässt, die früher durch Spitzenlastkraftwerke abgedeckt wurden. Deswegen werden letztere ja jetzt nach und nach wegen Unwirtschaftlichkeit vom Netz genommen.

Sie schreiben: „Die Antwort zu den Beweggründen der Investoren sind Sie mir noch schuldig.“

Nun, bei Gaskraftwerken müssen Sie zwischen GUD-Kraftwerken und reinen Gaskraftwerken unterscheiden. GUD-Kraftwerke sind vergleichsweise träge und deshalb für die Mittellast konzipiert, man rechnet bei der Kalkulation mit etwa 4000 Betriebsstunden/ Jahr. Der hohe Gaspreis wird durch den hohen Wirkungsgrad kompensiert und sie lassen sich flexibler an Lastwechsel anpassen als Kohlekraftwerke.
Reine Gaskraftwerke sind Schnellstarter, die man wegen ihrer hohen Kosten meist schnell wieder vom Netz nimmt. Da Spitzenlaststrom teuer ist, rechneten sich schon weniger als 1000 Betriebsstunden/ Jahr. Gebaut haben solche Kraftwerke übrigens nicht nur die „Grossen Vier“, sondern auch Stadtwerke.
Die zugrundeliegenden Geschäftsmodelle sind in den letzten Jahren ziemlich eingebrochen. Das liegt daran, dass konventionelle Kraftwerke Planungs- und Betriebszeithorizonte von mehr als 40 Jahren haben, es dauert allein bis zu 15 Jahre, bis ein Grosskraftwerk realisiert werden kann, und dann muss es mindestens 30 Jahre laufen, damit sich die Investition rechnet. Soll heissen, die netten Typen, die hier den Kraftwerksbetreibern grossmäulig vorwerfen, sie hätten die „Entwicklung am Markt verschlafen“, haben vermutlich noch ihre Windeln vollgemacht, als unser heutiger Kraftwerkspark exakt auf die Bedürfnisse des Landes hin geplant und realisiert wurde. Damals waren weder das EEG noch der plötzliche Atomausstieg überhaupt absehbar. Jetzt ist Deutschland dabei, seinen Kraftwerkspark zu reduzieren. Und so schnell werden keine neuen gebaut werden, geht gar nicht bei den Unsicherheiten und den langen Planungszeiträumen. Soll heissen, wenn sich nicht bald etwas in Sachen EEG-Abschaffung tut, gehen wir „interessanten Zeiten“ entgegen, wie der Chinese so sagt. Die „Grossen Vier“ werden sich nicht noch einmal vorführen lassen, und die Belegschaften haben alle die Faust in der Tasche. Ich bin gespannt…
Mit freundlichen Grüssen
Fred F. Mueller

176

#122 Herr Hader:

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Interessant ist ja, Herr Mueller, dass die Kritiker des EE-Ausbaus sagten, man könne damit gar keine konventionellen Kraftwerke einsparen, allenfalls deren Brennstoffverbrauch etwas reduzieren.
---------------
Können Sie auch nicht, RWE ist nur so schlau, die schon mal Kraftwerke zu schließen, solange es noch andere gibt (z.B. im Ausland) welche Reservekraftwerke haben. Die letzten beißen die Hunde, wenn nämlich das neu Gesetz dem nächsten verbietet sein Kraftwerk zu schlissen. Heer Hader was meinen Sie, warum es eines solchen Gesetzes überhaupt bedarf? Die Regierenden wissen genau, das es für einige unrentabel wird und sie deshalb ihren Kraftwerkspark verkleinern müssen. Und die wissen auch genau das man all diese Kraftwerke im Winter brauch. Was denken Sie für was es die Reservekraftwerke gab? Natürlich kann man mal ein Paar Kraftwerke abschalten solange es noch Reservekraftwerke gibt und auch die anderen Kraftwerke noch Reserven haben (auch wenn diese dann nicht mehr mit optimalen Wirkungsgrad betrieben werden).

Wenn RWE erst mal seine Abschaltung durch hat, wird halt mehr Reserve benötigt. Das kann RWE aber egal sein.

177

@Casimir #93
""""Wenn sie nach Insidern suchen, die aktuell im Geschäft sind, werden Sie lange warten.
Ein Wort, und die Seele wird gesund bei Hartz4 nach 18 Monaten.""""

Dem Manne kann geholfen werden, denn demnächst stehen wohl 3000 RWE Mitarbeiter auf der Straße, da wirds sich doch einer finden lassen, der sein Frust hier mal raus lassen kann.

@Öko-Lobbyisten
Die Sonne schickt keine Rechnung........aber wir Netzbetreiber bald euch. Demnächst ist Schluss damit, das ihr wie die Maden im Speck unsere Netze nutzt um eure hoch subventionierten Zufallsströme zu verscherbeln.
Ihr werdet zahlen.....und das nicht zu knapp.
Ihr werdet demnächst aber keine Ausgleichzahlungen mehr bekommen, weil wir euch abschalten müssen, wenn ihr uns zu viel vom überflüssigen Saft schicken wollt, ihr werdet genauso, wie jedes andere schnöde Kraftwerk am Stromverbrauch angepasst.......und wenn diese Maßnahmen kommen, könnt ihr eure Rendite in den Wind blasen.

Ähm, und alles nur, weil die Physik euch demnächst eure Grenzen aufzeigen wird.
Ich freu mich drauf......Ihr auch?

Onkel Heinz.....lügt euch ruhig weiter die Energiewende schön, ick hab bereits Cola und Poppkorn bereitgelegt, wenn bei euch das große Heulen und Zähneklappern beginnt

178
Jürgen Wanninger

@#125 Hans Diehl:

Ihre verlinkte 'Studie' führt auf die Startseite eines Solarfördervereins! Wollen Sie uns hier verulken?

179
Jürgen Wanninger

#122, S. Hader sagt:

'...etzt ist der EE-Ausbau soweit vorangeschritten, dass es sich tatsächlich für einige konv. Kraftwerke nicht mehr rentiert, sie weiter zu betreiben und man sie herausnehmen kann, ohne das ein Blackout droht. Aber das ist den Kritikern auch nun wieder nicht Recht, weil das Sonderabschreibungen und Verluste für die großen Stromunternehmen bedeutet...'

Leider irren Sie hier ganz gewaltig, Herr Hader!
Machen Sie sich bitte einmal die Mühe und schauen Sie sich die Einspeiseleistung von Wind- und Solasrstrom vergangenen Donnerstag 13.9. und Freitag 14.9. an, siehe http://tinyurl.com/3yk5esq und http://tinyurl.com/3xwsa63 . Da werden Sie feststellen, dass jeweils für viele Stunden zur Spitzenlastzeit morgens und abends WENIGER als 1.000 MW bei geschätzt benötigten 70.000 MW solar und windig erzeugt wurde! Sie können bis heute nicht auf ein einziges MW konventioneller Stromerzeugung (Wasser und Biomasse rechne ich zu konv. hinzu) verzichten! Und das, obwohl bis heute Solar- und Windstromerzeuger für über 200 Milliarden Euro installiert wurden.

Zappelstrom heisst nicht ohne Grund so!

180

#128: "Es lässt sich ganz schnell zeigen, dass PV + Reservekohlekraftwerk mehr Co2 bedeuten als das Kohlekraftwerk alleine!"

Ja Herr Wanninger, dann zeigen Sie mal ganz schnell. 🙂

181

Herr Müller hat geschrieben
am Donnerstag, 19.09.2013, 22:31
@ Diehl # 116
Also Hr. Diehl, Sie machen jetzt einen auf die Methode Ignorieren wesentlicher Zusammenhänge und Trommelfeuer mit unwesentlichen Nebenaspekten. Das kenne ich noch von den frühen Jahren der linken Studentenbewegung, als ein gewisser Joschka Fischer noch als Polizistenschläger unterwegs war. Es war erstaunlich, wie eloquent manche Leute damals auf alles eine Antwort hatten, nachdem sie nur kurz in ihrem kleinen roten Büchlein geblättert hatten.

@Herr Müller, Die Masche mit dem Joschka Fischer als Polizeischläger, erinnert mich eigentlich eher an Talkshows, wo Kontrahenten die Argumente ausgehen

Herr Müller hat geschrieben
Konventionelle Kraftwerke erzeugen Strom für 3-5 ct. pro kWh, die EE-Erzeuger bekommen dagegen gesetzlich garantiert für Strom aus Biomasse zwischen 10,23 und 7,8 Cent, für Windenergie an Land 9,02 und auf See ( Off-Shore ) bis zu 19 Cent je kWh. Die Preise für die Einspeisung von Solarstrom betrugen zu Beginn der Förderung 50,62 Cent; im Zuge der im EGG vorgesehenen Degression werden zur Zeit 24 Cent je kWh vergütet (nachzulesen u.A. im Artikel von Poggendorf hier bei EIKE).

@Herr Müller, gegenwärtig 24 Cent für Solarstrom??? Wenn Ihre Zahlen alle so genau sind, wundere ich mich nicht, dass Sie auf solche Milliarden für die Gesamtkosten kommen.
Schauen Sie mal hier:
http://einspeiseverguetung-photovoltaik.de/
Für die einzelnen Anlagengrößen.
Ab 01.06.2013
14,63* / 15,37**
13,88* / 14,58**
12,38* /

10,13* / 10,64**

Herr Müller hat geschrieben
Die Gesamtkosten der Energiewende lassen sich berechnen, darüber habe ich auch schon geschrieben. http://preview.tinyurl.com/psucl3y
Zu den bereits aufgelaufenen rund 370 Mrd. € an direkten Zahlungsverpflichtungen bis 2013 müssen Sie noch die bis 2015 zusätzlich auftretenden Kosten (danach ist hoffentlich Ende mit Energiewende), Steuern wie Stromsteuer, MWSt, die indirekten Kosten auf diversen Ebenen von Staat, Netzbetreibern und allen möglichen sonstigen Institutionen rechnen, nicht zu vergessen.

@Herr Müller, warum haben Sie nur die indirekten Kosten, und nicht die indirekten „vermiedenen“ Kosten in Ihrer Rechnung. Hier nur ein Beispiel, was schon 2007 im Auftrag des BMU eine Studie über 8760 Stunden ergeben hat
http://tinyurl.com/cqtls5
Quantifizierung der Einsparungen
Für jede Stunde des Jahres ergeben sich andere Angebote und Nachfrageverhältnisse, unterschiedliche Börsenpreise und unterschiedliche Entlastungen durch die Einspeisung von Wind- und Solarstrom.
Zur endgültigen Beurteilung, wie stark Wind- und Solarstrom den Strompreis entlasten, ist deshalb eine Untersuchung aller 8760 Stunden des Jahres erforderlich. Eine Untersuchung des IfnE (Ingenieurbüro für neue Energien) vom November 2007 im Auftrag des Bundesumweltministeriums ergab eine Senkung des Großhandelspreises durch alle Erneuerbaren Energien für das Jahr 2006 mit einem Volumen von bis zu 5 Mrd. Euro. Zieht man davon die gesamte Einspeisevergütung nach EEG für den Windstrom und alle anderen Erneuerbaren Energien ab, so ergibt sich immer noch eine Netto-Ersparnis von ca. 2 Mrd Euro.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nach Abzug der Vergütungen noch 2 Milliarden eingespart.

 
 

182

#117 Fred Mueller:
auf der Homepage von EEX sieht man die Produktion des Vortages.
am 17.9.2013 schwankte die Leistung zwischen 1000 MW um 4 Uhr morgens bis 2100 MW über den Tag.
Die Charakteristik der Ganglinie riecht nach Fahrplan- Fahrweise ohne Ende.
Die Antwort zu den Beweggründen der Investoren sind Sie mir noch schuldig.

183

#118 Stefan Steger:
)( Regelventile im Normalfall 3 teilig
pro Regelzone ca.500 MW
pro Kraftwerk ca.50 MW

184
Jürgen Wanninger

@#108 Uwe Klaßen:

Zwischen den Zeilen steht viel Vernünftiges. Setzte man dies um, hieße das morgen Ausbaustopp für volatile Erzeuger.

Es steht mir aber zuviel Co2 und Vermeidung udesselben. Da bin ich immer etwas zickig. Und es finden keine Energie- bzw. Co2-Bilanzen statt. Da wird mal schnell behauptet, PV spart Co2 ein. Davon abgesehen, dass das eigentlich völlig wurscht ist, falsch ist es auch noch.
Es lässt sich ganz schnell zeigen, dass PV + Reservekohlekraftwerk mehr Co2 bedeuten als das Kohlekraftwerk alleine! PV und Windstrom in der Grundlaststromerzeugung sind Energievernichter! Da es Energie ohne Co2 (man denke an die Staumauer eines Wasserkraftwerks oder den Beton einer Windmühle) nicht gibt, sind sie also Co2-Erzeuger!

185
Jürgen Wanninger

@#119, Fred F. Mueller:

Eine perfekte Zusammenfassung!

186
Jürgen Wanninger

#114 Alfred Casimir sagt:

'...Soviel Anwendungsmöglichkeiten ganzjährig sehe ich im großen Rahmen nicht...'

Wenn Sie ein GuD-Kraftwerk mit Chemischer Industrie kombinieren, können Sie Prozesswärme ganzjährig nutzen.

Auch für Fernwärme erreicht Vattenfall im Kohlekraftwerk Hamburg-Moorberg offensichtlich die volle Nutzung ganzjährig. Hier wurde der Neubau des Kohlekraftwerks mit dem bestehenden Fernwäremenetz und einem altersschwachen Fernheizwerk kombiniert. Das ist bestimmt an vielen Orten möglich.

187

#104: "schön, dass Sie endlich Kernenergie befürworten."

Lieber Herr Glatting, die Enttäuschung kann ich Ihnen leider nicht ersparen, aber ich bin kein Befürworter von Kernenergie, höchstens als Übergangstechnologie. Ich versuche nur die gesamte Thematik von der pragmatischen Seite zu sehen und verstehe deshalb nicht, warum Befürworter so permanent gegen die e-Mobilität schießen, statt es als Chance zu verstehen.

188

@Dirk Weißenborn,#103: "Und das - neben den postulierten Klimaeffekten - wichtigste Standardargument, die fossilen Energieträger würden ja auch ständig teurer, kann in dieser banalen und plakativen Form auch nicht mehr aufrechterhalten werden, wie die Entwicklung an den Weltmärkten zeigt."

Ahja, und welche Weltmärkte meinen Sie da zum Beispiel? Und sagen Sie jetzt Erdgas-Weltmarkt.

189

#112: "RWE dünnt Kraftwerkssparte aus
RWE macht der massive Preisverfall an den Strombörsen zu schaffen. Die Essener reagieren darauf mit dem Rotstift und planen den Abbau Tausender Stellen. Zudem legt sich RWE mit den Gewerkschaften an, weil drei Jahre lang Löhne und Gehälter eingefroren bleiben sollen."

Interessant ist ja, Herr Mueller, dass die Kritiker des EE-Ausbaus sagten, man könne damit gar keine konventionellen Kraftwerke einsparen, allenfalls deren Brennstoffverbrauch etwas reduzieren. Lange Zeit hatte man mit dieser Aussage Recht. Jetzt ist der EE-Ausbau soweit vorangeschritten, dass es sich tatsächlich für einige konv. Kraftwerke nicht mehr rentiert, sie weiter zu betreiben und man sie herausnehmen kann, ohne das ein Blackout droht. Aber das ist den Kritikern auch nun wieder nicht Recht, weil das Sonderabschreibungen und Verluste für die großen Stromunternehmen bedeutet.

Billige Strompreise haben wollen und gleichzeitig sollen keine Arbeitsplätze in der Energiebranche verloren gehen, das passt nur begrenzt zusammen. Das ist ungefähr so, als wenn man die Milch für weniger als 50 Cent das Liter im Geschäft haben will, aber gleichzeitig soll es allen Milchbauern gut gehen. Das funktioniert auch nicht wirklich. Es war abzusehen, dass die Energiewende für die großen Vier bedeuten würde, dass sie Marktanteile an kleinere Unternehmen, die neu investiert haben, verlieren werden. Und für Konzerne, die die Wirkung der EE vollkommen unterschätzt haben, wird es doppelt bitter werden. Marktwirtschaft heißt eben auch, sich vorausschauend den neuen Gegebenheiten anzupassen.

190

@#116, Herr Diehl,
ich weiß nicht, welches Kraut Sie rauchen, aber Sie sollten mal was Anderes konsumieren.
So eine Faktenverdrehung kommt mir nur selten unter.

191

#118 nochmal:
Zuerst etwas Theorie zur Regelleistung:
Für die Primärreglung halten die Kraftwerke einige Prozent ihrer Erzeugungsleistung als Reserve frei. Sie wird durch schnelles Verändern der Steuerklappen (unter 30s) im Dampfkreislauf der Turbine aktiviert und ist netzfrequenzgesteuert. Die Sekundärregelung (unter 5min) wird nur vom Regelzonenbetreiber veranlasst, in dem der vermehrte Verbrauch entstanden ist. Hierzu werden in der Regel Pumpspeicherwerke oder Gasturbinenkraftwerke eingesetzt; alternativ wird bei größeren Abweichungen auch noch Redispatch gemacht.

Die EVUs "früher" installierten diese Gasturbinen weil sie ihre originäre Aufgabe darin sahen, das Netz zu stabilisieren.
Gasturbinen können teure Lastspitzen abfahren und waren damit trotz geringer Einsatzzeiten rentabel. Auch die Notwendigkeit des Netzausbaus konnten sie verringern, weil sie oft an kritischen Stellen platziert wurden und die lokale Spannungshaltung und auch die Schwarzstartfähigkeit sicherstellten.
Durch die Auftrennung zwischen Netz- und KW-Betreibern ("Unbundling") und die maßlose Subventionierung der EE ist das Alles schwieriger geworden.

192

@ Diehl # 116
Also Hr. Diehl, Sie machen jetzt einen auf die Methode Ignorieren wesentlicher Zusammenhänge und Trommelfeuer mit unwesentlichen Nebenaspekten. Das kenne ich noch von den frühen Jahren der linken Studentenbewegung, als ein gewisser Joschka Fischer noch als Polizistenschläger unterwegs war. Es war erstaunlich, wie eloquent manche Leute damals auf alles eine Antwort hatten, nachdem sie nur kurz in ihrem kleinen roten Büchlein geblättert hatten.

Konventionelle Kraftwerke erzeugen Strom für 3-5 ct. pro kWh, die EE-Erzeuger bekommen dagegen gesetzlich garantiert für Strom aus Biomasse zwischen 10,23 und 7,8 Cent, für Windenergie an Land 9,02 und auf See ( Off-Shore ) bis zu 19 Cent je kWh. Die Preise für die Einspeisung von Solarstrom betrugen zu Beginn der Förderung 50,62 Cent; im Zuge der im EGG vorgesehenen Degression werden zur Zeit 24 Cent je kWh vergütet (nachzulesen u.A. im Artikel von Poggendorf hier bei EIKE). Das sind die eigentlichen Ursachen für die Kosten der Energiewende, nicht irgendwelche sekundären Transaktionen an der Energiebörse. Dass Sie dies einfach ignorieren beweist, dass Ihre Argumentationslinie zutiefst unredlich ist.

Die Gesamtkosten der Energiewende lassen sich berechnen, darüber habe ich auch schon geschrieben. http://preview.tinyurl.com/psucl3y
Zu den bereits aufgelaufenen rund 370 Mrd. € an direkten Zahlungsverpflichtungen bis 2013 müssen Sie noch die bis 2015 zusätzlich auftretenden Kosten (danach ist hoffentlich Ende mit Energiewende), Steuern wie Stromsteuer, MWSt, die indirekten Kosten auf diversen Ebenen von Staat, Netzbetreibern und allen möglichen sonstigen Institutionen rechnen, nicht zu vergessen auch die Gehälter, die manche Leute dafür beziehen, dass sie auf Internetforen herumtrollen. Mit dazurechnen muss man auch unnötige Netzausbaukosten usw. Ich denke, dass ich mit 500 Mrd. da noch eher auf der konservativen Seite liege.

EE-Überschüsse entstehen dann, wenn die EE-Anlagen dann Strom produzieren, wenn er nicht gebraucht wird. Konventionelle Kraftwerke als Kollektiv lassen sich bedarfsgerecht regeln, Wind und Sonne nicht, die knallen einfach rein. Diese Überproduktion lässt sich nicht vernünftig speichern und drückt daher die Börsenpreise. Das kann sogar Lieschen Müller leicht begreifen, warum scheint es da bei Ihnen zu haken?

Mein Fazit: Technische Argumente prallen an Ihnen ebenso ab wie kaufmännische. Sie haben offensichtlich nie Ergebnisverantwortung tragen müssen. Die Fachleute in den Kraftwerken, die uns alle mit Strom versorgen müssen, dagegen schon. Mit Ihrer Haltung und Ihrer Faktenresistenz sind Sie aus meiner Sicht daher für eine weitere Diskussion nicht qualifiziert.

Und wissen sie, was ich bei Diskussionen mit Leuten wie Ihnen am meisten bedauere? Dass die Allgemeinheit gezwungen ist, Ihnen zuverlässig Strom zu liefern, damit Sie warm und gemütlich sitzen, während Sie gleichzeitig alles dafür tun, unsere sichere Stromversorgung kaputtzumachen. Ich bin allerdings überzeugt, dass sich selbige Allgemeinheit eines schönen Tages auch bedanken wird.

193

@#14, Herr Casimir,

Zuerst etwas Theorie zur Regelleistung:
Für die Primärreglung halten die Kraftwerke einige Prozent ihrer Erzeugungsleistung als Reserve frei. Sie wird durch schnelles Verändern der Steuerklappen (

194

@ Alfred Casimir # 114
Sehr geehrter Hr. Casimir,
Bezüglich Ihrer Frage nach Gaskraftwerken: Das sind schon speziell für die Stromerzeugung hergestellte Systeme und keinesfalls Flugzeugturbinen. Einsatzgebiet sind Länder, wo Gas billiger ist als bei uns (der Gaspreis bei uns ist ein politischer Preis), oder Spitzenlastkraftwerke, die innerhalb von Minuten hochfahren können (das ist mit Kohlekraftwerken nicht möglich).

Zu Ihrer Frage nach Regelung: Gaskraftwerke werden für die Sekundärregelung eingesetzt, siehe die Website von Amprion. Dort steht: Unvorhergesehene Schwankungen zwischen der Einspeisung und Entnahme des Stroms im Netz werden kurzfristig ausgeglichen, indem die Lieferanten der so genannten Regelenergie kurzfristig Kraftwerksleistung erhöhen oder senken. Es wird zwischen den Regelenergiearten Primärregelleistung, Sekundärregelleistung und Minutenreserve unterschieden. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Aktivierungs- und Änderungsgeschwindigkeit. Primär- und Sekundärregelleistung werden vom Übertragungsnetzbetreiber automatisch aus regelfähigen Kraftwerken abgerufen und werden quasi ständig in unterschiedlicher Höhe und Richtung benötigt. Minutenreserve wird durch telefonische Anweisung vom Übertragungsnetzbetreiber an den Lieferanten angefordert.
Hierbei muss Primärregelleistung innerhalb von 30 Sekunden und Sekundärregelleistung innerhalb von 5 Minuten im jeweils erforderlichen Umfang vollständig bereitgestellt werden. An der Primärregelung sind sehr viele Kraftwerke im deutschen Verbundnetz beteiligt. So kann auch ein großer Lastwechsel, von den vielen Kraftwerken schnell aufgefangen werden. Für die Primärreglung halten die Kraftwerke einige Prozent ihrer Erzeugungsleistung als Reserve frei. Gleichzeitig mit der Primärregelung startet die Sekundärreglung. Sie wird nur von dem Regelzonenbetreiber veranlasst, in dem der vermehrte Verbrauch entstanden ist. Hierzu werden in der Regel Pumpspeicherwerke oder Gasturbinenkraftwerke eingesetzt. Quelle: http://preview.tinyurl.com/oquxlmt

@: Tyron Booker#115
Sehr geehrter Hr. Booker,
im Prinzip ist Ihre Charakterisierung schon richtig. Dennoch versuche ich, stets auch auf angesprochene Sachaspekte einzugehen, weil es eben auch viele Teilnehmer gibt, die sich für die aufgeworfenen Fragen interessieren und denen ich hoffentlich Argumente für ihre eigenen Diskussionen liefern kann. Wenn jemand natürlich nur provoziert und beleidigt oder Blödsinn endlos wiederholt, dann ziehe ich irgendwann die Reissleine, aber selbst dann versuche ich noch, sachlich zu bleiben. Es gibt immer einen gewissen Prozentsatz von Lesern, die nicht unbedingt in allen Punkten meiner Meinung sind, und da spielt der Unterschied im Stil meines Erachtens schon eine Rolle.
Mit freundlichen Grüssen
Fred F. Mueller

195

Herr Müller hat geschrieben
Herr Diehl, Sie haben sich da aufs Glatteis führen lassen. Und die WAZ ist in solchen Fragen als Informationsquelle sowieso ungeeignet.

@Herr Müller, Sind Sie der Meinung die 170 Millionen die der RWE Finanzchef mit Hilfe der niedrigen Börsenpreise gut gemacht hat wären von der WAZ erfunden ???

Herr Müller hat geschrieben
Die Kosten der Erneuerbaren liegen bei rund 500 Mrd. €, und zwar zunächst weitgehend unabhängig von dem, was an der Strombörse vor sich geht.

@Herr Müller
Haben Sie für diese 500 Milliarden eine Quelle, oder ist das von Ihnen geschätzt.

Herr Müller hat geschrieben
An der Börse landet der EE-Strom vor allem auf dem sogenannten Spotmarkt, weil diese Produktion nicht langfristig planbar ist, im Gegensatz zu Kraftwerken, die ihre Produktion in der Regel Monate bis Jahre im Voraus (am sogenannten Terminmarkt) verkauft haben. Der nicht planbare EE-Überschuss drängt deshalb auf den Spotmarkt und auf den Intradaymarkt und macht dort die Preise kaputt.

@Herr Müller was heißt Preise kaputt Den Verbrauchern erzählt man aber EEG Strom treibt die Preise nach oben.

Herr Müller hat geschrieben
Ein erheblicher Teil des EE-Überschusses landet übrigens zu teilweise negativen Preisen (auf Deutsch: Es wird noch draufgezahlt, damit jemand den Kram abnimmt)

@Herr Müller, wie kommen Sie auf EE-Überschuss, haben wir denn schon 100% EE- Strom.
Nach Gesetzeslage entsteht der Überschuss dadurch, weil konventionelle Kraftwerke, warum auch immer, nicht abgeregelt werden.

Herr Müller hat geschrieben.
RWE und Konsorten machen dagegen im Endeffekt wegen der EE-Erzeugung riesige Verluste.

@Herr Müller, das ist nun mal die Konsequenz der Energiewende.
In den Vier großen Konzernen, hat man die Zeit verschlafen. Man hat Jahrelang genau so wie hier im Forum, überheblich und abwertend die Realität verdrängt.
EnBW scheint es noch am schnellsten in den Griff bekommen zu wollen.
Zitat: Spiegel Online:
Konzernumbau: EnBW will Milliarden in Wind- und Solarenergie stecken

Herr Müller hat geschrieben
Über den Nebenaspekt „Gewinne an der Strombörse“ hat die WAZ lauthals gekräht und Sie haben den Köder samt Haken und Schnur geschluckt.

@Herr Müller ich weiß nicht wo ich da einen Haken geschluckt haben soll. Ich hab doch schon geschrieben, dass ich gegen die Geschäfte als solche gar nichts einzuwenden habe. Meine Kritik ist dahingehend, dass das alles auf der Basis eines niedrigen Börsenpreises ausgetragen wird, und somit auf dem Rücken der EE, sprich hohe Umlage für die Endverbraucher.
Wenn Sie die Gewinne - erzielt mit den niedrigen Börsenpreisen - wenigstens den EE noch zu Gute rechnen würden, hätten wir wieder einige Milliarden EE-Gesamtkosten weniger.
Schauen Sie mal was, der Überschuss den Sie meinen verschenken zu müssen noch eingebracht hat.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/04/PD13_125_51pdf.pdf?__blob=publicationFile
Mit der Handelsware Strom erwirtschaftete Deutschland 2012 einen Überschuss von
1,4 Milliarden Euro.
Die Meldung ist nicht von der WAZ wohlgemerkt.

Herr Müller hat geschrieben.
Der Hauptaspekt sind jedoch die Gesamtkosten aufgrund der chaotischen EEG-Erzeugung, und die müssen alle zahlen, unabhängig davon, ob RWE an der Börse ab und zu auch einmal einen kleinen Gewinn mitnehmen kann. Klar soweit?

@Herr Müller, wenn Sie an den Gesamtkosten, die vermiedenen Kosten abziehen, ist ihr „Hauptaspekt“ um ein ganzes Stück abgespeckt.

196

Lieber Admin, liebe Mitdiskutanten
Wäre es möglich, Leute wie Diehl, Hader, Gogo und Konsorten in Zukunft einfach öfters mal mit Mißachtung zu belegen?
Es bringt kein Spaß mehr, hier diese Gespräche mit Leuten zu verfolgen, deren geistiger Horizont sich auf Höhe eines Badeschwammes bewegt. Man läßt sich auf endlose, und auch erfolglose Diskussionen mit diesen lieben Mitbürgern ein und raubt anderen, die sich für das Thema ehrlich intessieren, die Nerven. Es sind einfach Forentrolle und als solche auch zu behandeln.

197

Sehr geehrter Herr Mueller,
ihre Ausarbeitung über die Großkraftwerke zur stabilen Energieumwandlung habe ich bereits gewürdigt.
Ich bin ohne Einschränkung für die sofortige Abschaffung des EEG.
Jetzt würde ich aber mal gerne die Situation der normalen Gaskraftwerke, wie Sie schreiben ,detailierter diskutieren.
Diese sogenannten „Gasturbine ist nichts anderes als ein Rolls- Royce Triebwerk aus einem Flugzeug.
Diese Kraftwerke wurden doch ausschliesslich von den großen EVU's geplant und gebaut.
Kennen Sie die Hintergründe, so einen Schwachsinn auf den Weg zu bringen?

In Ihrem Artikel haben Sie darauf hingewiesen, dass diese Kraftwerke für den Regelbetrieb vorgesehen sind. Wissen Sie ob da Primär- oder Sekundärregelung gemeint war ?

Diese Kraftwerke in Verbindung mit einer Dampfturbine macht auch nur Sinn, wenn die Prozesswärme sinnvoll eingesetzt wird.
Soviel Anwendungsmöglichkeiten ganzjährig sehe ich im großen Rahmen nicht.

Das Musterbeispiel für innovative Gaskraftwerke sollte ja zur Versorgungssicherheit beitragen.

198
Jürgen Wanninger

@#105 Hans Diehl:

Sie scheinen prinzipiell ein Problem damit zu haben, wenn Unternehmen Geld verdienen. Das scheint ein in Deutschland weit verbreiteter sozialistischer Virus zu sein.
Jammern Sie auch für RWE, wenn die irgendwo auch mal ein schlechtes Geschäft machen? Nein, das wäre aber konsequent!

Oder wenn Sie persönlich durch einen günstigen Umstand etwas über Preis, sagen wir vielleicht in Ebay veräußern, geben Sie dann auch die Hälfte des Erlöses zurück?

Kleiner verkappter Sozialist, ja?

Aber die dicken EEG-Vergütungen für nutzlosen Zappel-Strom verteidigen!

199

@ Diehl # 105

Und ganz frisch weil von heute noch folgende Meldung zu genau diesem Thema:

RWE dünnt Kraftwerkssparte aus
RWE macht der massive Preisverfall an den Strombörsen zu schaffen. Die Essener reagieren darauf mit dem Rotstift und planen den Abbau Tausender Stellen. Zudem legt sich RWE mit den Gewerkschaften an, weil drei Jahre lang Löhne und Gehälter eingefroren bleiben sollen.
Der Energiekonzern RWE will nach Medieninformationen rund 3000 Stellen in seiner Kraftwerkssparte abbauen. Mit den Einschnitten reagiere der Konzern auf den drastischen Preisverfall an den Strombörsen, berichteten das "Handelsblatt" und die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" übereinstimmend. Das Unternehmen gab keinen Kommentar zu den Berichten ab.
Laut "WAZ" soll der Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Das Dax-Unternehmen setze vor allem auf Altersteilzeitmodelle. Der Konzernvorstand habe den zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem Management der Sparte ausgearbeiteten Sozialplan aber noch nicht abgesegnet, hieß es im "Handelsblatt".
Die Kraftwerkssparte des Essener Energieriesen leidet unter dem durch Solar- und Windenergie ausgelösten drastischen Verfall der Preise im Stromgroßhandel. Das hinterließ bereits im ersten Halbjahr deutliche Spuren in der Bilanz. Finanzvorstand Bernhard Günther hatte deshalb bereits im August signalisiert, es zeichne sich ab, dass das Unternehmen "künftig deutlich weniger Mitarbeiter" beschäftigen werde. Siehe http://preview.tinyurl.com/nhplkyd
Heisser Tipp: Stellen Sie sich mit Ihren Thesenpapierchen am besten nicht zum Schichtwechsel vor den Personalausgang eines RWE-Kraftwerks, es könnte für Sie ungesund werden.

200

@ Diehl # 105
Sie schreiben: „Nein Herr Müller gerade die Kosten interessieren mich, und da ganz besonders der Anteil den man dem EEG Strom mit Hilfe der „Nebelkerze“ EEG Konto unterjubelt. Oder wie man mit niedrigen Börsenpreisen über eine Hohe Umlage auf Kosten der Verbraucher Geschäfte machen kann“.

Herr Diehl, Sie haben sich da aufs Glatteis führen lassen. Und die WAZ ist in solchen Fragen als Informationsquelle sowieso ungeeignet.

Die Kosten der Erneuerbaren liegen bei rund 500 Mrd. €, und zwar zunächst weitgehend unabhängig von dem, was an der Strombörse vor sich geht. Das müssen wir auf jeden Fall bezahlen, denn die ganzen netten Menschen, die sich Windparks oder Solardächer angeschafft haben, bekommen das Geld der Bürger unabhängig davon, was an der Börse vor sich geht. Wissen Sie, was allein die z.Zt. 65.000 MW Kapazität an Wind und Solar an Investitionskosten verursacht haben, von den laufenden Kosten ganz zu schweigen?

An der Börse landet der EE-Strom vor allem auf dem sogenannten Spotmarkt, weil diese Produktion nicht langfristig planbar ist, im Gegensatz zu Kraftwerken, die ihre Produktion in der Regel Monate bis Jahre im Voraus (am sogenannten Terminmarkt) verkauft haben. Der nicht planbare EE-Überschuss drängt deshalb auf den Spotmarkt und auf den Intradaymarkt und macht dort die Preise kaputt. Da es neben dem langfristigen Strombedarf eben auch immer einen gewissen kurzfristigen Bedarf gibt, überlegt es sich auch eine RWE, ob sie bei plötzlichen Lastspitzen kurzfristig ein teures Gaskraftwerk anwerfen oder lieber günstig zukaufen, aber das sind Peanuts im Vergleich zu den Verlusten, die sie selbst über das Jahr gesehen durch das Chaos der EE-Erzeugung und durch den Verfall der Preise am Spotmarkt erleiden. Deshalb werden in Deutschland ja auch keine Gaskraftwerke mehr gebaut und bereits vorhandene inzwischen stillgelegt. Leidtragende sind neben den vier „Grossen“ übrigens auch zahlreiche Stadtwerke, die in Gaskraftwerke investiert hatten und jetzt mit Verlusten zu kämpfen haben. Aus dem gleichen Grund werden auch keine Pumpspeicherkraftwerke mehr geplant.

Ein erheblicher Teil des EE-Überschusses landet übrigens zu teilweise negativen Preisen (auf Deutsch: Es wird noch draufgezahlt, damit jemand den Kram abnimmt) in Holland. Dort hat man eigenes Nordsee-Erdgas und deshalb viele Gaskraftwerke. Die Niederländer waren schon immer geschickte Kaufleute und nehmen solche Geschenke aus Germany gerne und mit Kusshand und lassen dafür ihre Gaskraftwerke mal Pause machen.

RWE und Konsorten machen dagegen im Endeffekt wegen der EE-Erzeugung riesige Verluste. Da sie im Stromgeschäft auf ganzer Bandbreite tätig sind, können sie einen kleinen Teil davon an der Strombörse wieder auffangen, und sie wären dumm, wenn sie diese Gelegenheiten nicht nutzen würden. Per Saldo zahlen sie jedoch drauf.

Über den Nebenaspekt „Gewinne an der Strombörse“ hat die WAZ lauthals gekräht und Sie haben den Köder samt Haken und Schnur geschluckt. Der Hauptaspekt sind jedoch die Gesamtkosten aufgrund der chaotischen EEG-Erzeugung, und die müssen alle zahlen, unabhängig davon, ob RWE an der Börse ab und zu auch einmal einen kleinen Gewinn mitnehmen kann. Klar soweit?

201

@100 Herr HAder:

Das wird doch auch versucht (Natürlich nicht hier in D). Googlens Sie doch einfach mal nach Small Modular Nuclear Reactor oder Mini Reaktor.
Bill Gates hat sich auch schon dafür strak gemacht.

Fürs Auto vielleicht noch zu groß, aber in Ubooten gibt es das ja auch schon. Aber wenn die so einen für unter 10000€ inkl. Rohstoff, fürs Auto bauen, warum nicht 😉

202

@#105. Herr Diehl,

Zuammenfassung Ihres Beitrages:

Sie sind also für die ersatzlose Abschaffung des EEG´s?
Keine Umlage - keine Preistreiberei!

203

Nun meldet sich der BDI mit einem eigenem Konzept zur sogenannten Energiewende.

Textauszug:
"Energiewende ganzheitlich denken
Handlungsempfehlungen des BDI für ein zukunftsfähiges Marktdesign"

Quelle: http://tinyurl.com/obwbe7l

204
Jürgen Wanninger

So von gestern fehlt noch der Stromwetterbericht für Herrn Diehl. Der kann die Zähler ja nur ablesen, wenn viel drauf steht. Vermutlich ist er stark kurzsichtig. Da verschmilzt der Zeiger in Nullstellung mit dem Gehäuse:

18.09.2013, 17:00 haben wir
4GW (von 32GW = 12,5%) vom zappeligen Windstrom (siehe http://tinyurl.com/3yk5esq" rel="dofollow" target="_blank">http://tinyurl.com/3yk5esq ) und
3GW (von 34GW = 8,8%) vom zappeligen Solarstrom (siehe http://tinyurl.com/3xwsa63" rel="dofollow" target="_blank">http://tinyurl.com/3xwsa63 )

Da hatten wir zum Feierabend schlappe 7GW Zappelstrom bei ca. 70 GW Lastbedarf. Zappelstrom deckte gestern abend 10% des deutschen Stroms. Ohne Kohle, Gas und Kernenergie (grünes Wahlprogramm bis 2030) hätten wir heute abend ZEHNmal mehr Zappelstromerzeuger gebraucht.

und heute nacht?

19.09.2013, 0:00 hatten wir
4GW (von 32GW = 12,5%) vom zappeligen Windstrom (siehe http://tinyurl.com/3yk5esq" rel="dofollow" target="_blank">http://tinyurl.com/3yk5esq ) und
0GW (von 34GW = 0,0%) vom zappeligen Solarstrom (siehe http://tinyurl.com/3xwsa63" rel="dofollow" target="_blank">http://tinyurl.com/3xwsa63 )

Da hatten wir in der Nacht mickrige 4GW Zappelstrom bei ca. 50 GW Lastbedarf. Zappelstrom deckte heute nacht 8% des deutschen Stroms. Ohne Kohle, Gas und Kernenergie (grünes Wahlprogramm bis 2030) hätten wir heute nacht ZWÖLFeinhalbmal mehr Zappelstromerzeuger gebraucht.

Jeder Wähler möge sich überlegen, welche Parteien diese Politik der Energiewende zu zappeligem Wind und Solarsrom verfolgen. In der vergangene Woche schwankte die Unterdeckung durch Zappelstrom zwischen 5fach (wie gestern) und 50fach (wie vom 13.9. bis 14.9 durchgehend). Allerdings wäre die Energiewende selbst bei Ver50fachung der Wind- und Solarstromanlagen nicht zu Ende. Für noch längere Flauten bei meist bedecktem Himmel haben wir mit aktuell 40GWh Pumpspeicherkapazität nur Strom für 30 Minuten. Bei den immer vor allem im Winter wiederkehrenden Windflauten müsste die heutige Speicherkapazität mindestens ver500facht werden.

All das fordert diese unsägliche Energiewende noch von uns und sie wird noch mehrere Billionen Euro kosten, die es nirgendwo mehr gibt. Für diese Energiewende stehen zuallererst die Grünen mit dümmlichen und populistischen Politikern wie Trittin, Roth, Kretschmann, Özdemir und vielen mehr, aber auch SPD, CDU und FDP. Einzig die Alternative für Deutschland bekennt sich zu einer Abkehr von diesem Irrsinn Energiewende zu Zappelstrom und Abschaffung des EEG für Neuanlagen.

205
Jürgen Wanninger

#95: Paul Gogo sagt:

'...Lieber Herr Wanninger,
haben Sie die Heizungsverrohrung aussen angebracht?
Oder fehlen die Fensterscheiben?...'

Weder - noch.

Vielleicht erinnern Sie sich an 2012, Februar, Sie wissen die zwei richtig kalten Wochen, als es kaum Wind- und trotz schönen Wetters prinzipiell auch kaum Solarstrom gab.

Da gab es - ganz ohne Stromausfall - nur weil die Leute sparen wollten, haufenweise Heizungsrohrschäden. I in den 14 Tagen mit Non-Stop -15 Grad und kälter.

Die Leute haben natürlich nichts gespart, sondern eher das Hundertfache verschwendet. Das ist so ähnlich wie mit derm Solarstrom, da denken manche auch, wir sparen was und tatsächlich ist es gesdamtwirtschaftlich nur Vermögensvernichtung.

Leider hat nicht jeder so ein schönes neues Haus wie Sie. Manche sind leider schon zwanzig Jahre alt oder älter. Wir reissen die jetzt aber nicht ab - nur wegen Ihnen. Und Vollwärmeschutz, den wir in 20 Jahren weil giftig und brennbar wieder runterreissen und als Sondermüll entsorgen dürfen, kommt mir auch nicht drauf.

206

Herr Müller hat geschrieben.
Das Thema Kosten ist Ihnen offensichtlich auch schnuppe. Anscheinend kümmert es Sie wenig, wenn wir für den ganzen EE-Kram bereits jetzt um die 500 Milliarden ausgegeben haben. Sie wollen das drei- bis vierfache? Das können Sie haben, bei 15 bis 20 ct. EEG-Zuschlag. Aber dann würde ich mir an Ihrer Stelle überlegen, ob ich in der Kneipe an der Ecke noch ein Bier serviert bekomme, wenn ich solche Ansichten unbedacht von mir absondere. Es gibt in diesem Land eine ganze Menge Menschen, die es nicht so dicke haben, wie das bei Ihnen der Fall zu sein scheint. Oder zahlt bei Ihnen etwa noch der Papa?

Nein Herr Müller gerade die Kosten interessieren mich, und da ganz besonders der Anteil den man dem EEG Strom mit Hilfe der „Nebelkerze“ EEG Konto unterjubelt.
Oder wie man mit niedrigen Börsenpreisen über eine Hohe Umlage auf Kosten der Verbraucher Geschäfte machen kann.

Schauen Sie mal, was ich dem Herrn Lanvoigt dazu geschrieben habe.

@Martin Landvoigt
Für den oberflächlichen Betrachter erscheint das erst mal schlüssig zu sein was Sie schreiben.
Die Realität sieht allerdings anders aus.

Ich zitiere diesbezüglich mal aus der WAZ wie folgt:
http://stromsparen-revierkohle.de/energiepolitik/item/73-rwe-kauft-strom-lieber-billiger-an-[..]

lieber günstiger einkaufen als teuer produzieren"
Das scheint das neue RWE-Motto zu sein, um trotz Wirtschaftskrise und Nach-fragerückgangs gute Geschäfte zu machen. Der größte deutsche Stromkonzern hatte seine gesamte Elektrizitätsproduktion für das Jahr 2009 schon vor Beginn der Wirtschafts-krise zu einem späteren Lieferzeitpunkt verkauft. Da vor der Krise der Strompreis deutlich über den aktuellen Börsennotierungen lag, konnte der Konzern mit dem Verkauf einen großen Reibach machen. Finanzvorstand Rolf Pohlig jubelte, die Kunden ärgerten sich.

Das die Strompreise an der Börse weiter gesunken sind, nutzte RWE ebenfalls aus, in dem die Kraftwerke gedrosselt wurden, um Brennstoffkosten zu sparen. Der benötigte Strom wurde lieber billiger an der Börse dazugekauft. Das Kosteneinsparpotential summierte sich daduch auf 170 Mio. EUR, weil durch die Drosselung weniger C02-Zertifikate zum Betrieb der Kraftwerke gekauft werden mußten.
vgl. hz.a. WAZ vom 14.11.09      Zitat Ende

Fazit: Man hat langfristige Verträge mit Festpreisen - während ihrer Laufzeit - mit billigen Börsenpreisen,bedient, die sich in Folge der Wirtschaftskrise ( weniger Nachfrage ) ergeben haben. Erster Absatz oben
Diese Erfahrung macht man sich weiterhin zu eigen, in dem man die- wegen des EEG Stroms – niedrigen Börsenpreise nutzt um Geld zu verdienen. Der Zweiite Absatz im Zitat.
Bis dahin ist noch nichts einzuwenden, und zeugt von einem geschäftstüchtigen RWE Finanzchef.
Das Paradoxon dabei ist die Tatsache, dass diese Geschäfte auf dem Rücken des EEG Stroms und zu Lasten der Verbraucher gemacht werden.
Der niedrige Börsenpreis kommt nämlich erst durch das Angebot von EEG Strom zu Stande.
Der niedrige Börsenpreis wiederum erhöht den Abstand zu den EEG Vollkosten, sprich Umlage.
Somit bezahlen die Verbraucher die lukrativen Geschäfte mit dem billigen Börsenstrom, und der EEG Strom wird in der Öffentlichkeit als Preistreiber gebrandmarkt, obwohl er dafür sorgt, dass der RWE Finanzchef so clevere Geschäfte machen kann..
Was das EEG Konto betrifft, da wird das Ganze hier geschilderte geschickt verschleiert..

207

@#100: S.Hader,

schön, dass Sie endlich Kernenergie befürworten. Wenn Sie jetzt noch lernen, dass es KKW und nicht AKW heißt, dann haben Sie hier im Forum wirklich was gelernt.

208
Dirk Weißenborn

Gut ausgedrückt, Herr Mueller! (#99)

Der Ausbau der Stromerzeugung durch die "Regenerativen" wird ohnehin meist nur nur von bestimmten saturierten und gutverdienenden Aposteln propagiert. Diesen Menschen scheint die existenzsichernde Kaufkraft breiter Bevölkerungsschichten völlig schnuppe zu sein.

Und das - neben den postulierten Klimaeffekten - wichtigste Standardargument, die fossilen Energieträger würden ja auch ständig teurer, kann in dieser banalen und plakativen Form auch nicht mehr aufrechterhalten werden, wie die Entwicklung an den Weltmärkten zeigt.

209

@L.Stiller #97
Diese 5000 E-Autos sind zum großen Teil auch nur Vorführ-EE-Autos, die an die entsprechenden Autohäuser ausgeliefert worden sind.

210

Nachfrage - wieviele kleine Anlagen Photovoltaik kleiner 10KWp gibt es denn und wieviel tragen diese zur gesamten installierten Leistung bei - schätzen wir mal 50% - Alle mir persönlich bekannten Betreiber, die solche Anlagen auf dem Dach haben sind im Durchschnitt 50 Jahre alt, nach Ablauf der Subvention dann wohl im Schnitt 70. Glaubt irgendwer, dass auch nur eine dieser Anlagen nach 20 Jahren wieder ersetzt wird. Zumal das eine komplette Neuinstallation werden wird, samt Entsorgung der alten Anlage. Und dann?

211

#97: "Interressant wie die EE-Jünger immer wieder auf das E-Auto setzen."

Herr Stiller, interessant finde ich eher, dass beispielsweise AKW-Befürworter nicht auf das Konzept der e-Mobilität setzen. Denn das wäre eine Komponente, wo man Atomenergie nicht nur für die Stromerzeugung nutzen könnte, sondern auch verstärkt in der Mobilität einsetzbar wäre. Die globale Bilanz der Atomenergie bei der Primärenergie ist ja deshalb so dürftig, weil man immer nur Konzepte umgesetzt hatte, die sich nur auf die Stromerzeugung beschränkten. Eine wirklich verpasste Gelegenheit.

212
Fred F. Mueller

@ Diehl # 77 etc.
Sie schreiben: „Mein lieber Herr Jensen, wenn ich die Realität wahrnehme, stelle ich fest, dass hier im Forum diese Wahrnehmung zu wünschen übrig lässt. Sie vergleichen hier zwei Systeme, das eine alt eingesessen, und das andere im Anfangsstadium.Sie haben mir doch die Frage gestellt, was mit dem Strom am Wochenende passiert, wenn wir noch das Drei und Vierfache an Zubau hätten. Bis das soweit ist, haben wir auch die E-Autos. Die Folgende „Realität“ hat Sie leider weniger interessiert“

Es gibt jedoch neben Wunschträumen (wollen/ können unsere Bürger wirklich 35.000,- € für einen besseren Elektrofahrstuhl zahlen?) auch beim Strom noch ein paar technische und Kostenaspekte. Wer die ausblenden möchte, lebt als EE-Befürworter natürlich glücklich.

Kurz und knapp: Unsere Stromnetze sind bereits jetzt an der Grenze, was Netzstabilität angeht. Haben Sie schon mal etwas von Regelenergie oder Schwarzstartfähigkeit gehört? Das können nur Gro?kraftwerke, weder Solar noch Wind. Bei mehr als 30 % Wind und Solar wird es langsam kritisch, ab vermutlich 35-40 % richtig interessant. Und dann sollten Sie mit Ihren frisch-fromm-fröhlich-freien Ansichten nicht gerade an einen Industriearbeiter geraten, der soeben seinen Job verloren hat, weil seine Firma mit indischen Verhältnissen bei der Stromversorgung nicht zurechtkommt.

Das Thema Kosten ist Ihnen offensichtlich auch schnuppe. Anscheinend kümmert es Sie wenig, wenn wir für den ganzen EE-Kram bereits jetzt um die 500 Milliarden ausgegeben haben. Sie wollen das drei- bis vierfache? Das können Sie haben, bei 15 bis 20 ct. EEG-Zuschlag. Aber dann würde ich mir an Ihrer Stelle überlegen, ob ich in der Kneipe an der Ecke noch ein Bier serviert bekomme, wenn ich solche Ansichten unbedacht von mir absondere. Es gibt in diesem Land eine ganze Menge Menschen, die es nicht so dicke haben, wie das bei Ihnen der Fall zu sein scheint. Oder zahlt bei Ihnen etwa noch der Papa?

Das, Herr Diehl, sind harte, handfeste Realitäten, die nicht wahrnehmen zu wollen Gefahren für andere heraufbeschwört. Aber vielleicht wollen Sie ja auch Deutschland als Industrienation abschaffen?

213

@Diehl
Was wollen Sie denn mit einen E-Auto???!
Ein E-Auto ist wirtschaftlich und technischer Unfug!
Besonders wenn dieses E-Auto auch nur Strom aus Photovoltaik tanken. Stichwort "Solar-Carport-Dach"!
In den letzten Tagen hätte das E-Auto zwangsstehen müssen, weil die Sonne keine Lust gehabt hat.
Sie träumen sich da eine Phantasiewelt von E-Autos und EE-Versorgung zusammen, da graust es einen Techniker und Kaufmann! Jeder Vernunft und Verstand Mensch lässt das E-Auto im Schaufenster stehen und investiert sein Geld lieber in Aktien von Süßigkeitherstellern.

214

Interressant wie die EE-Jünger immer wieder auf das E-Auto setzen. Da steckt natürlich ein riesiges Potential, aber nur wenn demnächst Elektroautos vom Arbeitsamt bezahlt werden.
Die die wenig verdienen werden sich das wohl kaum leisten können und die die Gut verdienen fahren scheinbar lieber SUV wie die Verkaufsstatistiken belegen 🙂

Aber immerhin ca. 5000 neue E-Autos dieses Jahr, bei dem Tempo haben wir bestimmt schon in 100 Jahren genügend mobile Stromspeicher. Ach ne, nach 10 Jahren sind die Batterien ja vermutlich hin. Und in ein 10 Jahre altes Auto würde auch keiner auf die Idee kommen einen neuen Motor für 7000€ einzubauen.

215

#82: Peter Jensen sagt:
"Dass die Wärmeentwicklung des aktuellen Akkus noch stark verbesserungswürdig ist, darauf deutet auch seine schlechte Ladeeffizienz hin ...als würde beim Tanken ein Drittel des Kraftstoffs gebraucht, um die Zapfpistole zu betreiben."

Sehr geehrter Herr Jensen,
28,4% beiben in der Zapfpistole stecken.
Das haben die bisherigen Akkus so an sich.
In 20 Jahren wird die Abwärme schon deutlich weniger sein. Vielleicht sogar dramatisch weniger.

Es soll auch noch 500 Millionen Autos auf Ihrem Planeten geben, bei denen über 80% des getankten Treibstoffes, wie Sie es nennen, in der Tankpistole stecken bleiben.
Und die haben noch dazu eine installierte Nennleistung, welche die Lenker so gut wie nie abrufen können.
Trotzdem wird diese vielfach als Bemessungsgrundlage für Kosten herangezogen.

Dann gibt es noch ein Versorgungsnetz für elektrische Energie in das 100% eingespeist wird und nur 50% ankommt. Es sieht so aus als würde die Hälfte des Kraftstoffs gebraucht, um die Zapfpistole (Steckdose) zu betreiben.

Mit PV auf dem eigenen Dach oder dem Dach der Firma wäre das nicht passiert. Hier sprechen wir von vielleicht 1% bis 5%.

Gruss
Paul Gogo
p.s. deshalb benötigen wir das EEG, denn die Sonne schickt keine Rechnung.

216

#64: Jürgen Wanninger sagt:
"Sie werden vielleicht lachen, aber ich habe alles vorbereitet, um im Bedarfsfall, so nach 24 Stunden Stromausfall villeicht, das Waser ganz schnell aus der Heizungsanlage ablassen zu können.
Das ist schnell gemacht und auch schnell wieder aufgefüllt - geplatzte Heizungsrohre aber wären der absolute Horror."

Lieber Herr Wanninger,
haben Sie die Heizungsverrohrung aussen angebracht?
Oder fehlen die Fensterscheiben?

Ich würde in einem solchen Fall einfach heizen. Tagsüber, 1qm PV genügt. 25W für die Umwälzpumpe.

Interessant wird es, wenn Ihr Haus innen -18°C hat und Sie die Heizung wieder auffüllen möchten.

Gruss
Paul Gogo
p.s. es geht nichts über PV selbst die 25W heizen mit.

217

#88 Hans Diehl:
Gut, das Sie die Zwickmühle nicht verstehen.
Sonst würden Sie richtig zornig !!

218

#67: Fred F. Mueller sagt:
Ich wollte dem Herr Eng nicht vorgreifen.
Mich hat ernsthaft gewundert, dass der Moderator alle Artikel kommentarlos durchgereicht hat.
Jetzt mach ich mir mal meinen eigenen Reim.

Wenn sie nach Insidern suchen, die aktuell im Geschäft sind, werden Sie lange warten.
Ein Wort, und die Seele wird gesund bei Hartz4 nach 18 Monaten.
Meine Glanzleistung waren mal 28 MW auf der Nachtschicht ins Netz gedrückt, weil der Kessel geklemmt hat.
Die Erneuerbaren Energien sind alle registriert.
Wo wirksamer Handlungsbedarf besteht, gibt es generell eine Automatische Abschaltung.
Die neueren Anlagen fliegen kaskadenförmig zwischen 50,15 Hz und 50,25 Hz raus.
Wenn der Betreiber die Nachrüstung verpasst hat, brennt im schlimmsten Fall das Trafohäuschen um die Ecke.

219

#77 Hans Diehl:
Nein Herr Diehl, da macht selbst Paul Gogo nicht mehr mit.
Herr Diehl glauben Sie mir mal, soweit wird es nicht kommen.
Der flächendeckende Traum vom E-Auto wird nicht kommen. Nicht in 20 Jahren und auch nicht früher !!!

220

#78 Peter Jensen:
Ich war im Urlaub am Bodensee.
Da hab ich mir mal vorgestellt, wie es wäre , wenn
die wirklich auf die Idee kommen mit dem Leerpumpen anzufangen.
Eine Flasche Rotwein brachte mich Gott sei Dank auf andere Gedanken.
capcha arznei

221

#76 M. Hoffmann:
So lange brauchen sie nicht zu warten um zu lachen.
Die Wartungs- und Reparaturkosten bringen diese Schlaumeier schon vorher zur Vernunft.
Die hätten sich besser einen Staubsauger an der Tür andrehen lassen sollen.
Aber nur so lernt man.

222

#68 Herr Diehl:
Technik geht Ihnen nicht so gut von der Hand.
Ihr Fachwissen über die inneren Strukturen an der Börse sind dagegen aller erste Sahne.
Auf dem Rücken des EEG betrügen uns die grossen EVU und verschleiern das geschickt in dem EEG Ausgleichskonto.
Dafür verdienen Sie einen Orden von mir.
Das ist ernst gemeint.
Schreiben Sie bitte einen allgemeinverständlichen Artikel über diese Sauerei.
Die Redaktion wird den veröffentlichen. da bin ich mir sicher.
Wenn nicht schreien sie um Hilfe

223

Peter Jensen hat geschrieben
Außerdem sind sie wieder einmal unredlich. Sie picken sich einen Einzelfall verbotener Preisabsprachen heraus und diffamieren damit ein gesamtes System. So etwas passiert in jeder Branche immer wieder mal und dafür gibt es Kartellbehörden.

@Peter Jensen
Nein mache ich nicht. Ich reagiere lediglich auf Ihre Feststellung ein bestens fuktionierender Strommarkt wäre durch die EE durcheinander gebracht worden. Ich würde es wie folgt formulieren, er ist an die Leine gelegt worden. Unerlaubte Preisabsprachen, wie im erwähnten Fall vermutet, können deshalb nicht mehr stattfinden, weil das für den Börsenpreis verantwortliche konventionelle Kraftwerk in der Merit Order Kurve nun von dem vorrangigen EEG Strom Angebot bestimmt wird.

224

@ J. Ruckelshausen (#80)

🙂
🙂
🙂

225

Achso, wohnt vielleicht einer der Leser in Mainz, um mal an der Mercedes-NL vorbeizuschauen und zu checken, wieviele Mitarbeiter dort ihr Auto während der Arbeitszeit an der Solaranlage "volltanken"? Nach Herr Diehl's Glauben müssten es ja mindestens 72 sein. 🙂
Oder Herr Diehl, wollen sie vielleicht mal hinfahren?

226

Herr Diehl sagt in #81:

"Jetzt kommt da noch eine weitere „Übermarktmacht“ dazu, und zwar vorrangig und ohne Grenzkosten an der Börse. Die treibt allerdings den Preis nicht nach oben, sondern nach unten."

Na sowas, wieso ist dann der Strom heute teurer als damals? Übrigens führten 8,2 Mrd. Euro Gewinn zu erheblichen Steuereinnahmen. Und das war ja nur einer der Versorger.
Wieviele Steuern haben eigentlich die großen Solarkonzerne in den letzten Jahren so gezahlt?

Außerdem sind sie wieder einmal unredlich. Sie picken sich einen Einzelfall verbotener Preisabsprachen heraus und diffamieren damit ein gesamtes System. So etwas passiert in jeder Branche immer wieder mal und dafür gibt es Kartellbehörden.
Im Gegensatz dazu ist das EEG eine staatlich genehmigte Preisabsprache und Abzocke! Da gibt es keinen, der die Täter zur Verantwortung zieht.

227
Jürgen Wanninger

@#78 Peter Jensen:

Sie haben natürlich recht! Es ist ja nur hypothetisch gedacht. Um die volle Leistung zu erreichen, könnte man ja theoretisch zusätzliche Fallrohre und Turbinen einbauen.

228
Jürgen Wanninger

#77, Hans Diehl sagt:

'...Die Tanken ihre Autos während der Arbeitszeit...'

OK - dann fahren die Leute an Pfingsten also zur Arbeitstelle und machen Ihren Ausflug dahin.

Also was mir überhaupt nicht in den Kopf will, ist warum die E-Auto-Protagonisten nicht auf die Idee kommen, es mal mit einem Batteriewechselsystem zu probieren. Wenn die etwas Denken könnten, wäre das ja wohl das Naheliegendste.

Blöd, wenn man sein Denken nur von den Ergüssen solcher Technik-Laien wie den Trittins oder Roths speist.

229

Herr Diehl, nun suchen sie doch nicht das Haar in der Suppe! Wir hatten bereits letzte Pfingsten mehr Solarstrom, als wir in Deutschland gebraucht haben. Also ganz ohne Verdrei- oder -vierfachung der Anlagenanzahl. Da hätten schon viele Pendler ihre E-Autos an's Netz hängen können. Wieviele waren es? Zwei oder sogar drei?

Und ihr "Beispiel" mit Mercedes Benz kannte ich schon. Und? Da steht eben ein Solarpark, an dem auch Autos aufgeladen werden können. Wo ist die Info? Vielleicht ist die Info, dass man theoretisch mit der produzierten Strommenge 72 Smart electric drive aufladen und 15.000 km fahren lassen kann. Das wären 208 km pro smart und Jahr. Oder sollte etwa jeder smart 15.000 km fahren?
Nun, da wären wir aber wieder bei dem alten Problem, welches grüne Öko-Jünger nicht verstehen, weil sie keine Ahnung von Physik haben, nämlich beim Unterschied zwischen installierter Leistung oder auch der zufällig erzeugten Leistung und dem tatsächlichen Strombedarf! Heute würden wahrscheinlich alle Pendler in Mainz auf Arbeit bleiben müssen oder die Bahn nehmen, um nach Hause zu kommen. Die smarts würden nämlich vergeblich darauf warten, dass ihnen die Sonne "den Tank voll macht".
Gibt es überhaupt schon 72 elektrische smarts in Mainz?
Herr Diehl, wieso bemängeln sie eigentlich nicht die Größe der Anlage? Da hätte man doch klotzen sollen statt nur zu kleckern und eine doppelt oder dreifach so große Anlage bauen können. Dann könnten 150 bis 200 elektrische Smarts dort fahren. Theoretisch, jedenfalls, denn wenn sie mal einen Autotest über den Smart gelesen hätten, dann könnten sie sich denken, dass dieser Wagen nicht die bevorzugte Wahl eines Pendlers gewesen wäre.
Lesen sie mal hier:

"Außerdem interessiert die eingeschränkte Reichweite von batterieversorgten Elektroantrieben den Zweisitzer nur am Rande. Er ist das typische urbane Zweit- oder Drittauto, das nur seltenst sein Heimatterrain verlässt. Smart verspricht 135 Kilometer Reichweite nach dem NEFZ-Zyklus, der auch zur Ermittlung des EU-Normverbrauchs dient. Auf der gemischten Landstraßen- und-Stadtstrecke der auto motor und sport-Runde schaffte der kleine Stromer noch 103 Kilometer. Etwas zügiger gefahren, wenn man bei maximal 30 Kilowatt Leistung davon reden darf, sind es nur 75 Kilometer. Der Winter ist für Elektroautos eine bittere Zeit: Die Batterie büßt in der Kälte deutlich an Kapazität ein, und die Heizung muss bollern. Dafür setzt im Sommer die Klimaanlage dem Aktionsradius zu. Mit rund drei Kilowatt zieht sie ein beträchtliches Maß an Leistung."

Oder hier:

"Dass die Wärmeentwicklung des aktuellen Akkus noch stark verbesserungswürdig ist, darauf deutet auch seine schlechte Ladeeffizienz hin. Um den 16,5 Kilowattstunden großen Stromspeicher zu füllen, müssen 23,3 Kilowattstunden hineingesteckt werden. Fast sieben davon versiegen also beim Laden, so als würde beim Tanken ein Drittel des Kraftstoffs gebraucht, um die Zapfpistole zu betreiben."

Das war ein Test aus 2011. Damals betrug der Preis nur für den Akku schon 16.000 Euro. Das Auto drumherum gab es dafür noch nicht. Und die Karre brauchte auch 8h am Netz, um wieder vollgeladen zu sein. Na da können alle Pendler nur auf sonnige Zeiten hoffen, ansonsten muss Mutti zuhause mit dem Essen warten. Wobei, auch egal, denn warmes Essen gibt's ja auch nicht. Schien ja keine Sonne.

Viel Spaß heute nacht wieder beim Träumen!

230
Johannes Ruckelshausen

Zitat:
"Genau! Wieviel Pendler hocken wohl bei schönem Pfingsten daheim und laden ihr Auto."

Die Nachtschicht vom Kohlekraftwerk!

231

Peter Jensen hat geschrieben.
Es ist schon eine Frechheit, wie sich die Akteure und Proiteure des EEG benehmen. Überschwemmen auf Kosten aller einen funktionierenden Markt und verlangen, dass diejenigen, die den Markt bisher bestens organisiert haben, sich an die neuen zufälligen "Produkte" anzupassen haben.

@Hallo Herr Jensen
Wenn man der Presse glauben darf, scheint der Strommarkt vor den EE tatsächlich anders funktioniert zu haben.
Schauen Sie mal hier:
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2007/03/12/a0139
Zitat:
Es rieche nach Absprachen auf der Leipziger Strombörse, bemängeln Kritiker schon lange. Doch niemandem ist es bisher gelungen, die vier marktbeherrschenden Stromkonzerne in Deutschland auf frischer Tat zu ertappen. Das könnte sich nun ändern: Eine anonyme E-Mail, über die der Spiegel berichtet, lüftet das "bestgehütete Geheimnis der Strombörse": Sie listet minutiös jedes Stromgeschäft auf der Leipziger Strombörse EEX vom 1. März 2005 bis zum 31. Dezember 2006 auf.
Mit den Zahlen könnten Fachleute nun detailliert belegen, was auch die EU-Kommission massiv kritisiert: Die vier großen Stromkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW nutzen ihre Marktmacht gezielt aus, um den Preis in die Höhe zu treiben. Nach Angaben des Bundeskartellamtes beherrschen die vier Konzerne etwa 90 Prozent des Marktes der Stromerzeugung in Deutschland - und verdienen damit glänzend: Allein der Eon-Konzern machte im vergangenen Jahr 8,2 Milliarden Euro Gewinn. Zitat Ende.

Jetzt kommt da noch eine weitere „Übermarktmacht“ dazu, und zwar vorrangig und ohne Grenzkosten an der Börse. Die treibt allerdings den Preis nicht nach oben, sondern nach unten.

232

Hallo Jürgen und Fred
Danke für eure Mühe.....und ja, Ihr beide liegt tendenziell voll in der richtigen Richtung.
Und ja.....an der konsequenten Nichbeachtung meiner Frage, durch die in diesen Forum rumgrölenden EE-Lobbyisten, zeigt mir eins ganz genau......die labern nur, können aber nicht selbstständig denken.
Zitiermaschinen ihrer Auftraggeber.....um noch so viel Anlagen wie möglich an den Mann/Frau/Kommune zu verkaufen...aber mit Physik ham se nicht das geringste am Hut.

Ich fasse einfach mal zusammen, da ja von Denen eh nix zum Thema kommt......die glorreichen 25% EE, die wir ja angeblich schon im Netz haben, funktionieren heute nur deshalb, weil wir in großen Maßstab das europäische Verbundnetz als Strom-Müllhalde benutzen oder unsere Defizite ausgleichen lassen.
Deutschland autark......hätte die Mängel der E-Wende schon vor Jahren offensichtlich werden lassen.
Ach, kleiner Nebeneffekt.....die ganzen tollen "Öko-Stromhändler" könnten dann nicht mal theoretisch Strom aus Norwegen oder Österreich beziehen, so das deren verlogenes Geschäftsmodell wie eine Blubberblase platzen würde.

Aber nee......statt dessen beharken se sich hier darüber, wieviel Zappelstrom mal temporal im Stromnetz rumlungert oder wie böse Kapitalisten die Strombörse missbrauchen, mehr geht geistig anscheinend nicht.

Solange keiner begreift wo die physikalischen Fallstricke der Energiewende aufgestellt sind, solange werden se sich weiter um Kopp und Kragen reden, bis dann das Internet tot ist, weil Strom gerade ausverkauft ist.

Lernen durch Schmerz.......das bleibt mir als Fazit übrig, traurig für eine gebildete Industriegesellschaft.

Onkel Heinz......resignierter Rückzug

233

Peter Jensen hat geschrieben.

Und was ihr "Beispiel" mit den Elektroautos angeht... haben sie da von ihrem Traum aus letzter Nacht erzählt? Alle Pendler hätten ihr E-Auto am Netz? Wieviele Pendler hatten denn letztes Pfingsten ihr Auto am Netz? Einer oder zwei? Und die mussten dann auch leider auf ihren Pfingstausflug verzichten, weil das Auto ja laden musste.
Es macht mir fast schon Sorgen, wie sie die Realität wahrnehmen oder ggf. verfälschen.

@Mein lieber Herr Jensen, wenn ich die Realität wahrnehme, stelle ich fest, dass hier im Forum diese Wahrnehmung zu wünschen übrig lässt. Sie vergleichen hier zwei Systeme, das eine alt eingesessen, und das andere im Anfangsstadium.Sie haben mir doch die Frage gestellt, was mit dem Strom am Wochenende passiert, wenn wir noch das Drei und Vierfache an Zubau hätten.
Bis das soweit ist, haben wir auch die E-Autos.
Die Folgende „Realität“ hat Sie leider weniger interessiert

http://www.juwi.de/presse_termine/presse/detail/juwi_baut_solarcarport_fuer_die_mercedes_benz_niederlassung_in_mainz.html Startseite

juwi baut Solarcarport für die Mercedes-Benz-Niederlassung in Mainz
Die Tanken ihre Autos während der Arbeitszeit

234

Herr Wanninger sagt in #66:

"Für längere Flauten bei meist bedecktem Himmel haben wir mit aktuell 40GWh Pumpspeicherkapazität nur Strom für 30 Minuten."

Hallo Herr Wanninger, so kann man das nicht ausdrücken. Denn die 40 GWh liegen nicht sofort an. Die installierte Leistung der PSKW beträgt 7 GW. Die 40GWh ergeben sich kumuliert über einen Zeitraum von mehreren Stunden aus dem Fassungsvermögen der Speicherseen. Tatsächlich können diese PSKW zu jedem Zeitpunkt aber nur max 7 GW erzeugen, in einer Stunde eben 7 GWh. Bei einem durchschnittlichen Bedarf von 70GWh könnten wir also 10% des Bedarfs decken. Und das für etwa 6 bis 7 Stunden. Die restlichen 90% des Bedarfs müssen aus anderen Quellen kommen. Jede Minute und jede Stunde.

Um unseren Strombedarf überhaupt vollständig decken zu können, müsste also erst einmal die installierte Leistung in PSKW auf 70 bis 80 GW erhöht werden. Dazu kommen muss entsprechendes Fassungsvermögen der Speicherseen, um genug Wasser zu haben, diese Nennleistung auch über mehrere Stunden erzeugen zu können.

Schon an dieser simplen tatsache wird die sog. Energiewende irgendwann scheitern, denn kein Mensch kann diese Speicherkapazitäten bezahlen, von den fehenden geologischen Voraussetzungen in Deutschland mal abgesehen. Und andere Speicher sind derzeit nur im sehr kleinen Maßstab verfügbar. Für ein modernes Industrieland völlig vernachlässigbar!

235

@L.Stiller #70
Der Exodus der PV-Anlagenbetreiber und Windmühlenbetreiber wird schon weit vor den gesetzlich garantierten 20 Jahren erfolgen.
Und zwar genau ab dem Zeitpunkt, an dem die Betriebsdauer der PV-und Windmühlen abgelaufen ist. Und die liegt im Schnitt zwischen 10 und 15 Jahren. Der jetzige PV-Anlagen und Windmühlenbetreiber wird nach der "rentablen" Betriebsdauer nicht mehr reinvestieren. Weil es dafür dann keine subventionierte Einspeisvergütung vom Staat mehr geben wird.
Die sog. Erneuerbaren Energien sind und bleiben ein sauteures politisch gewolltes Subventions-Strohfeuer (max.20 Jahre).

Auf Kosten der zuverlässigsten und billigsten Stromerzeugungsinfrasturktur von Kohle- Gas- und Kernkraftwerken die Deutschland der Welt voraus war!
Auf Kosten der wohlstandsschaffenden deutschen Industriearbeitsplätze!
Auf Kosten der zukünftigen staatlichen Infrastruktur Instandhaltung!
Auf Kosten des hart erarbeitenden deutschen Bürgerwohlstand!
Auf Kosten unserer zuküftigen Generatioen!
Auf Kosten der europäischen Bürger!

236

Öko-Pater Diehl predigt:

"Das Paradoxon dabei ist die Tatsache, dass diese Geschäfte auf dem Rücken des EEG Stroms und zu Lasten der Verbraucher gemacht werden.
Der niedrige Börsenpreis kommt nämlich erst durch das Angebot von EEG Strom zu Stande.
Der niedrige Börsenpreis wiederum erhöht den Abstand zu den EEG Vollkosten, sprich Umlage.
Somit bezahlen die Verbraucher die lukrativen Geschäfte mit dem billigen Börsenstrom, und der EEG Strom wird in der Öffentlichkeit als Preistreiber gebrandmarkt, obwohl er dafür sorgt, dass der RWE Finanzchef so clevere Geschäfte machen kann.."

Und wieder mal die Welt auf den Kopf gestellt. Herr Diehl, die Energiewende und das EEG werden auf dem Rücken der Verbraucher und der Industrie durchgepeitscht. Die Industrie versucht auf ihre Weise, irgendwie damit klarzukommen. Der Verbraucher hat diese Möglichkeit nicht. Aber das haben alle Profiteure einkalkuliert. Der Profit wird auf dem Rücken aller Verbraucher gemacht.

Es ist schon eine Frechheit, wie sich die Akteure und Proiteure des EEG benehmen. Überschwemmen auf Kosten aller einen funktionierenden Markt und verlangen, dass diejenigen, die den Markt bisher bestens organisiert haben, sich an die neuen zufälligen "Produkte" anzupassen haben.
Das wäre so, als wenn jeder Führerscheinbesitzer in Deutschland eine Umlage für Car-Sharing zahlen müsste und wenn er mal fahren muss, sich immer erst um einen car-sharing-Wagen bemühen muss. Erst wenn er keinen bekommt, darf er das eigene Auto benutzen. Die Umlage zahlt er trotzdem weiter. Und damit das ganze dann auch noch ökologisch korrekt ist, gibt's beim car-sharing nur E-Autos.

Diehl und Gogo und wie die ganzen grünen dubiosen Subjekte alle heißen sind die Totengräber Deutschlands! Naja, jedenfalls nur bis zur Wahl am nächsten Sonntag. Dann schauen wir mal weiter! Leider kann man diese asozialen Abzocker nicht für den entstandenen Schaden zur Rechenschaft ziehen.

237
Jürgen Wanninger

@#70 L. Stiller:

Auf den Punkt gebracht!

Dass plausibles und zusammenhängedes Denken so schwer ist.

238

L. Stiller (#69), nein, Herr Diehl reflektiert überhaupt gar nicht. Er übernimmt einfach das Gesabbel von "experten" wie Kemfert, Asbeck oder Tritt-ihn und sabbelt das dann in die Welt hinaus.

Übrigens, Herr Diehl: 14:01 Uhr und es sind 6,7 GW in ganz Deutschland.

239
Jürgen Wanninger

@#65, Peter Jensen:

Genau! Wieviel Pendler hocken wohl bei schönem Pfingsten daheim und laden ihr Auto. Völlig weltfrtemd diese Gogos, Diehls, Lowinowski, Burowskis, Haders und wie diese 'Energiezukunftswahrsager' noch so alle heissen mögen.

240

@51: Hofmann

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Wann springen die Bürger-Energie-Erzeuger vom Zug ab. Wen es sich nicht mehr rechnet! Und dann? Ein großes Stromnetz und keine EE-Einspeiser mehr. Die großen Kraftwerke wurden vom Markt gedrängt und haben schon längst ihren Betrieb eingestellt.
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Korrekt, darauf bin ich ja schon mal gespannt, was passieren wird, wenn in 20 Jahren massenhaft die PV-ler keine Einspeisevergütung bekommen und dann komischer weise immer wenn die 'eigene' Solaranlage gerade schön produziert der Börsenpreis bei null liegt. Da bin ich auf die ersten Reaktionen gespannt z.B. 'Das kann ja nicht stimmen, die Börse wird von den Großen Konzernen manipuliert! Wenn ich aber gerade nicht selbst produziere wollen die 50ct von mir für eine KWh'

Dann werden die ersten Anfangen Speicher zu bauen, um den Eigenverbrauch auf 95% zu bekommen. Die Netzbetreiber werden dann darauf regieren müssen und die Netzgebühren und Zählermiete auf die übrigen 5% umlegen und das wird der Solaranlagenbetreiber dann gar nicht verstehen, warum er für 5% (200KWh) trotzdem 300€ im Monat zahlen muss.

Ich könnte mir jederzeit auch eine Solaranalge kaufen. Ich hab das Haus und ich hab das Geld dafür, aber ich bin 100% davon überzeugt das es langfristig kein gutes Investment für mich und meine Kinder ist, da ich langfristig auch meinen eigenen Strom teurer mache. Es ist einfach zu kurz gedacht zu sagen ich kaufe mir eine Solaranlage, weil ich damit 70% meines Stromes günstiger bekomme als beim Energieerzeuger. Der strom ist nämlich nur deshalb günstiger, weil Solaranlagen und das EEG den Strom für die restlichen 30% teurer machen.

241

Herr Diehl, heute um 13:45 etwa 6,5 GW. Ganz toll!

242

#58: Hans Diehl sagt:

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Wie von Ihnen empfohlen stelle ich mir gerade vor wir hätten das Drei oder Viefache am Netz, und dann ein knalliger Sonntag wie Pfingsten letztes Jahr. Welch ein Segen für die Pendler, die hätten dann nämlich alle ihr E-Auto am Netz und billig ihren Tank voll.
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Um 13 Uhr hatten wir alleine 13,5 GW Sonnenstrom. Das hat den Einkäufern an der Strombörse wieder ein lukratives Geschäft beschert. Leider nicht für die normalen Endverbraucher.
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Reflektieren Sie eigentlich auch mal was Sie da vom besten geben? Sehen sie nicht den eigenen Widerspruch?

Stellen Sie sich doch mal vor, der Börsenpreis wäre der Preis, den auch die Erzeuger des Erneurbaren Stroms bekommen würden, also wenn Sie viel Produzieren kostet der Strom vielleicht nur 3ct/KWh an der Strombörse. Das wäre schon zu wenige um Windkraftanlagen oder Solaranlagen wirtschaftlich zu betreiben. Jetzt stellen Sie sich vor, es wird noch 5 mal so viel EE-Analegen gebaut, dann sinkt der Börsenpreis immer weiter und häufiger gegen 0ct/Kwh.

Damit EE annähernd ohne Subventionen funktionieren könnten, müsste der Börsenpreis auf 15ct-20ct pro KWh steigen und nicht weiter sinken.

Das kann in einer Marktwirtschaftlichen Energiebörse nicht passieren, denn auch andere Teilnehmer (Kohle, Kernkraft und Gas vor allem auch aus dem Ausland) bieten ja Ihren Strom auf der Börse an und zwar für deutlich unter 15ct-20ct.

Mehr EE bedeutet aber mehr Zappelstrom. Jeder versucht den irgendwie an der Börse loszuwerden, weil keiner Ihn braucht und die Preise brechen kurzzeitig ein um dann später wieder auf ein normales Marktniveau zu steigen.