Klimafolgen-der Westen soll zahlen: Schadensersatz für alles!

Otmar Edenhofer im NZZ Interview 14.11.2010

Der Anfang ist gemacht. Nachdem in Cancun 2010 der Grundstein gelegt wurde, wie es der Vizechef des Potsdam Instituts für Klimaforschungsfolgen (PIK) Otmar Edenhofer ankündigte (Zitat rechts), wurde nun in DOHA die ersten Schritte zur angestrebten großen Umverteilung des Weltvermögens gemacht. Im heute erschienenen Leitartikel der Welt berichtet Ulli Kulke: „Der Durchbruch ist geschafft“, freute sich in Doha Martin Khor, Vertreter des South Center, ein Sprachrohr der Entwicklungsländer im Klimageschäft, „der Terminus ist aufgenommen im Dokument von Doha, als Nächstes kommt der Kampf um Cash“. Wir bringen weitere Auszüge daraus, lesen Sie selbst:


Schadensersatz für alles

Mit Hartnäckigkeit wollen manche Klimaforscher jede beliebige Naturkatastrophe auf den Schadstoffausstoß der Industrieländer zurückführen und diese zu Regresszahlungen verpflichten. Eine Kopfgeburt

von Ulli Kulke Die Welt

Es ist eine Idee mit finanzieller Sprengkraft. Das Verhältnis zwischen Nord und Süd soll neu geordnet werden. Es geht um nicht weniger als um eine zweite, eine neue Säule im Schuldverhältnis der Ersten gegenüber der Dritten Welt. Neben der bereits bestehenden Säule, nämlich den beklagten Spätfolgen des Kolonialismus. Und es geht um Ansprüche, die die Summen für die Entwicklungshilfe in den Schatten stellen könnten. Bei der Klimakonferenz im Dezember in Doha hat man sie zwar noch nicht ausformuliert. Aber als Modell wurde diese Säule schon akzeptiert im Abschlussdokument. Sie steht auf der Agenda der Klimadiplomatie.

Die Rede ist von unserer Schuld an der Zerstörung der Welt durch den Klimawandel und unsere nächste Pflicht zur säkularen Sühne, zur Einzahlung in einen neuen internationalen Fonds. "Loss and Damage" heißt das Konstrukt. "Verlust und Zerstörung", ein Begriff aus der Autoversicherungsbranche, wo Schäden mit ein paar Hundert oder Tausend Euro beglichen werden. Jetzt wird es um ein paar Hundert oder Tausend Milliarden Euro gehen. "Der Durchbruch ist geschafft", freute sich in Doha Martin Khor, Vertreter des South Center, ein Sprachrohr der Entwicklungsländer im Klimageschäft, "der Terminus ist aufgenommen im Dokument von Doha, als Nächstes kommt der Kampf um Cash". Erdacht wurde der Fonds übrigens in Deutschland, im Umfeld des in Bonn angesiedelten Framework Convention on Climate Change der UN, daran beteiligt waren insbesondere NGOs, Nicht -Regierungs-Organisationen.

Die Hartnäckigkeit, mit der hierzulande mancher Klimaforscher, um sich auf wohlfeile Art Gehör zu verschaffen, jede beliebige Naturkatastrophe auf den Ausstoß von Kohlendioxid zurückführt, dürfte uns bald teuer zu stehen kommen. Dürren, Sintfluten, Stürme, Hitzewellen, Kältewellen, was immer in den Ländern der Dritten Welt passiert, würde nach dem neuen Schema in verbindliche Schadensersatzforderungen an die Industrieländer umgemünzt. Zu erstatten aus dem steuerfinanzierten Füllhorn des"Loss-and-Damage"-Fonds. Wohlgemerkt, es wird dann nicht um die notwendige Katastrophenhilfe der reicheren Länder gehen…..

…Beispiel Sahel-Dürre: Nach jener neuen Weltsicht ist natürlich der Norden schuld und wird in Haftung genommen. Die Art und Weise, wie alle wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu ausgeblendet werden, lässt nichts Gutes vermuten. Es kümmert niemanden, dass sowohl Computersimulationen, paläontologische Forschungen als auch die Satellitenbeobachtung ergeben: Gerade eine Klimaerwärmung ließe die Sahelzone tendenziell eher ergrünen, die Bodenverarmung, die tatsächliche Erosion ist dagegen einer nicht nachhaltigen Landwirtschaft geschuldet….

….Erst im November erschien eine Studie von Justin Sheffield ("Little Change in Global Draught") in der wohl angesehensten naturwissenschaftlichen Zeitschrift, "Nature", laut der sich das weltweite Aufkommen von Dürren in den letzten 60 Jahren so gut wie gar nicht verändert hat. Und beim Starkregen, den Überflutungen, hat sich die Lage ebenfalls nicht dramatisiert, sondern sogar entspannt: Im Oktober war eine Forschungsarbeit eines australischen Teams um Fubao Sun und Michael L. Roderick in den "Geophysical Research Letters" zu lesen: Untersuchungen aus dem Zeitraum 1940 bis 2009 ergaben weniger extremen Regen: "Trockene Gebiete wurden etwas feuchter und besonders feuchte wurden trockener." Was das Aufkommen an Hurrikanen angeht, zeigten die letzten Jahre sogar eine eher unterdurchschnittliche Aktivität, sowohl in der Stärke als auch in der Anzahl. Der jüngst so viel zitierte Hurrikan "Sandy" war meteorologisch vergleichsweise schwach und alles andere als ein Zeichen menschengemachten Klimawandels. Auch zu diesem Thema erschien im Oktober eine neue Studie von Masato Sugi ("Decreasing trend of tropical cyclone frequency")….

…Die Tatsache, dass das fragwürdige Konzept des "Loss and Damage" auf deutschem Boden ausgebrütet wurde, lässt den Verdacht keimen, dass es dabei nicht nur um Altruismus geht, sondern manch Stratege und Lobbyist einer überhasteten Energiewende diese auch noch verteidigen will mit der Keule von Haftung und Strafzahlungen. Es ist nichts zu sagen gegen die Hilfe reicher Länder an die armen. Für Schadensersatzzahlungen aber gibt es keinen Anlass…

Lesen Sie den ganzen gut dokumentierten Beitrag hier

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52 Kommentare

  1. #50

    danke Herr Teufel für die Bestätigung, dass vor der Massenproduktion von EE die Lastabwurfschaltungen nicht erforderlich waren.

    Ob EE schwankend oder gleichmäßig ist, kann jeder selbst beurteilen, große grüne Tomaten vor den Augen sind dabei nicht hilfreich…

    über die Speicherung hat der entscheidende Satz gefehlt (#51)

  2. Nachtrag zu #49
    die gute bildhafte Darstellung über die notwendige Größenordnung von Pumpspeicherwerke ist mir entfallen: „Den Bodensee auf die Zugspitze pumpen“

    PG

  3. zu #49

    „Ich glaube, ohne es exakt zu wissen, dass Lastabwurfschaltungen erst mit der extensiven Ausbau der EE erforderlich geworden sind.“
    Gibt es seit den 70igern. Und wurden 2006 zum ersten und bisher einzigen Mal „getestet“.

    „Eine Windböe oder ein Wolkendurchzug verursacht hier ganz andere Schwankungen“
    Dem ist nicht so. Den auch Wolken ziehen gemächlich übers Land.

    „da die Natur den Großteil der Anlage in Form von Berg und Tal vorgebaut hat. Müsste alles aus Beton errichtet werden, würde sich diese Speicherform auch nicht rechnen.“
    Und Gas und Kolhe ist nur so gut, weil die Natur die … naja, ich denke, Sie erkennen Ihren Unsinn.

  4. #45

    Hallo Herr Müller,

    „…die Konstanz eher zu beschreiben wäre mit: „Dann, wenn man’s braucht“…“ Neben Konstanz und hoher Energiedichte fehlte bei mir noch die Anforderung der bedarfsorientierte Regelbarkeit. Die normalen Bedarfsschwankungen lassen sich an KW-Turbinen leicht kompensieren, in dem die Drehzahl mittels mehr oder weniger „Gas geben“ konstant gehalten wird. Ich glaube, ohne es exakt zu wissen, dass Lastabwurfschaltungen erst mit der extensiven Ausbau der EE erforderlich geworden sind. Eine Windböe oder ein Wolkendurchzug verursacht hier ganz andere Schwankungen, als die Kochherde zu Weihnachten. Und mit jeder neuen Anlage wird das Problem größer.

    Thema Speicherung, nicht einfach. Theoretisch die richtige Lösung, auch für die Regelbarkeit. Nun lässt sich aber Energie nicht einsperren, Handybatterien entladen sich, Zimmer werden im Winter immer kälter… So verhält sich jede Energieform. Nur chemisch gebunden oder als potentielle Energie (Wasser oben halten) lässt sich Energie lagern. Bei den Energieumwandlungsprozesse Strom – Gas – Strom gehen 70 – 80% der Energie zwangsläufig verloren, daher ist die „revolutionäre Idee“ der Gasspeicherung eine perfekte Energievernichtungsanlage. Pumpspeicherwerke sind nur deshalb eine rentable Form, da die Natur den Großteil der Anlage in Form von Berg und Tal vorgebaut hat. Müsste alles aus Beton errichtet werden, würde sich diese Speicherform auch nicht rechnen.

    Noch ein Punkt gegen die EE. Keine Verteufelung, sondern objektive Systemschwächen, die verantwortungsbewusste Politiker und Medienvertreter erkennen und entsprechen handeln müssen. Diese Spezies sind aber zu sehr mit der Jagd nach grünen Pluspunkten beschäftigt…

    Grüße

  5. Danke Herr Jensen für Ihre Klarstellung und weiteren Erläuterungen.

    „Mittelalterliche Kleinstaaterei“ ist vielleicht nur ein (für mich) missverständlicher Begriff für eine kleinbürgerliche Unabhängigkeits-, Selbstversorger- und Demokratieträumerei, wobei weder eine Selbstversorgung mit den dafür genutzten und erlaubten Methoden und den tatsächlichen technischen und finanziellen Möglichkeiten für 80 Millionen gegeben sind, noch der ab und zu hörbare Glaube durch eine Dezentralisierung der Energieversorgung eine natürlich als besser bewertete Demokratisierung und Machtteilhabe zu bekommen ist. Die viel gepriesene Unabhängigkeit von ist die Erfindung der an Beschränkung des freien Handels und Austauschs von Waren, Dienstleistungen UND Ideen interessierten Herrschenden und der das fordernden wie auch Vorteile daraus ziehenden Kreise.

    Was aber insgesamt systemtypisch für die bewusst mit der Energiewende wiederbelebten Wunschvorstellungen auszeichnet, ist der zum bescheidenen Ergebnis diametrale Kosten- und Materialaufwand, das damit in Kaufnehmen gesellschaftlicher Zerreiß- und Sprengsätze und das Negieren und Verneinen der Kehrseiten darüber.

  6. „Eine absolute Freiheitliche Gesellschaft wird es nie geben. Jede Freiheit, die ich mir herausnehme, kann und wird die Freiheit eines Anderen in Teilen einschränken.“

    Hallo Herr Müller, auch Sie verwechseln mit Ihrer Auslegung Freiheit mit Rücksichtlosigkeit und asozialen Verhalten. Mit dem Absolutheitsanspruch schlagen Sie sich zudem bereits im Ansatz den weiteren Gedanken an die Möglichkeit von Gemeinschaften freier Menschen tot. Freiheit ist ein Lebensrecht von Geburt an und nicht ein von Einzelnen oder einer Gruppe angemaßtes und auslegbares Privileg oder seitens einer Staatsbürokratie gewährtes, jederzeit widerrufbares und einschränkbares Grundrecht. Sich unter freien Menschen rücksichtslos und asozial zu verhalten, führt dazu, zur Rechenschaft gezogen zu werden, die Hilfe oder die Kooperationsbereitschaft zu verlieren. Deswegen gehört zur Freiheit untrennbar Verantwortung oder Selbstverpflichtung, die man im Laufe seines Heranwachsens und Lebens lernen kann.

    „Sie täuschen sich auch, wenn Sie Analogien zu sozialistischen Diktaturen ob nun Light oder nicht, ziehen bzw. unsere Gesellschaft dahin driften sehen.“ Vielleicht unterliegen Sie selbst der größten Täuschung in Ihrem Leben nämlich die hinsichtlich der Demokratie und deren Auswirkungen auf den Einzelnen und die davon betroffene menschliche Gemeinschaft?

    „Ausserdem wird ihr Eigentum in den seltensten Fällen vernichtet. Wenn Sie geschrieben hätten: enteignet, dann stimme ich zu, diese Tendenzen sind da.“ Was macht für einen ehm. Eigentümer der Unterschied zwischen vernichtet und enteignet?

    Gut, wörtlich genommen haben Sie natürlich Recht. Vernichten heißt zerstören, beseitigen, auflösen. Ent-eignen heißt stehlen, wegnehmen, Zugriff, Nutzung und Verwertung durch den rechtmäßigen Besitzers auf Zeit oder dauerhaft entziehend, zumindest stark einschränkend. Die Auslegungsgrenze ist dehnbar, Beispiel für Vernichten und Enteignen wenn Sie ein Haus in einem als Pumpspeicherwerk für EE-Strom vorgesehenen Tal haben und partout nicht weichen wollen. Beispiele für eine „nur“ Wert- und Nutzungsmindernde Enteignung – Feinstaubplakette, Energiebedarfsausweis, Zwangshypotheken „Lastenausgleich“ auf Immobilien, Mietpreisbindung, Steuern und Abgaben, durch staatliche Intervention ausgelöste Inflation.

    Ein Unterschied ist allerdings daraus erkennbar: Ihr Mieter kann Ihnen Ihr Haus fahrlässig abfackeln also vernichten und ist Ihnen gegenüber Schadensersatzpflichtig. Enteignen kann Ihnen Ihr Mieter Ihr Haus nicht. Er kann das nur als autorisierter Vertreter des Staates! Und ob der Staat Ihnen dann die Enteignung angemessen entschädigt, darauf können Sie zwar hoffen sollten es aber nicht erwarten wie uns auch die jüngere bundesdeutsche Geschichte lehrt.

    „Übrigens halte ich auch nicht das Mehrheitsprinzip für problematisch. Ich finde eher, wir haben eine Diktatur der Minderheiten. Das widerum liegt mit am Stellvertretersystem.“
    Das Mehrheitsprinzip ist solange für einen nicht problematisch solange man auf Seite der Mehrheit steht. Das kann sich in einer Demokratie jedoch sehr schnell und ständig ändern. Jede herrschende, zeitgeistig anerkannte oder lautstarke Minderheit (Ihre Diktatur der Minderheiten) braucht zumindest die duldende und stillhaltende Zustimmung der Mehrheit. Diktaturen funktionieren nicht nur durch Terror und der Macht des Waffen-Stärkeren sondern auch das durch Erkaufen des Stillhaltens von gesellschaftlichen Gruppen auf verschiedenster Weise, über Angstszenarien, Geschenke, Privilegien, Machtteilhabe um nur drei zu nennen.

    „Ich stimme zu, wenn Sie der Meinung sind, dass wir wichtige marktwirtschaftliche Positionen längst aufgegeben haben. „Systemrelevanz“ ist da das Stichwort -und das hat nichts mit Sozialismus zu tun.“
    Demokratie ist grundsätzlich kollektivistisch ausgelegt, wollen Sie das bestreiten? Sozialismus ist ebenso eine rein kollektivistische Ideologie, manifestiert in – Der Einzelne ist nichts, das Volk, die richtige Rasse, die richtige Klasse, die richtige Lebensweise jedoch alles. Um das zu durchzusetzen, muss zielführend alles durch die Regierung mit Hilfe der Staatsbürokratie und Helfer geregelt, geordnet, gesteuert und überwacht werden und Mittel der Einflussnahme sind neben Planwirtschaft Quoten und Vorgaben, Richtlinien und die dazu gehörenden Kontrollinstrumentarien, Zuckerbrot und Peitsche sowie Umerziehung über staatsnahe Medien und willfährige und überzeugte Rechtfertigungsvertreter.

    Das hat doch nichts mit unserer Demokratie und schon gar nichts mit Sozialismus zu tun, Herr Manz… wirklich?

    Sollen wir etwa nicht politisch korrekter, antidiskriminierender, muiltikulturiger, nachhaltiger, Ressourcen- und Energiesparender, hauszwangsdämmender, CO2-vermeidender, Klima- und was weiß ich schützender, vor allem gleicher und unbedingt gerechter werden? Um einige aber nicht alle der zeitgeistigen Phrasen zu benennen. Und sind das nicht etwa Merkmale unserer heutigen demokratischen Gesellschaft und absehbar in diesem Herbst wieder durch, eine zwar in Summe der Einwohner Minderheit aber dafür Mehrheit der Wähler bestätigt, Nuancen mal unberücksichtigt lassend?

  7. @#43

    Herr Manz,

    nun ja… ich will da durchaus in Teilen widersprechen:

    Eine absolute Freiheitliche Gesellschaft wird es nie geben. Jede Freiheit, die ich mir herausnehme, kann und wird die Freiheit eines Anderen in Teilen einschränken.

    Sie täuschen sich auch, wenn Sie Analogien zu sozialistischen Diktaturen ob nun Light oder nicht, ziehen bzw. unsere Gesellschaft dahin driften sehen.

    Ausserdem wird ihr Eigentum in den seltensten Fällen vernichtet. Wenn Sie geschrieben hätten: enteignet, dann stimme ich zu, diese Tendenzen sind da.

    Übrigens halte ich auch nicht das Mehrheitsprinzip für problematisch. Ich finde eher, wir haben eine Diktatur der Minderheiten. Das widerum liegt mit am Stellvertretersystem.

    Ich stimme zu, wenn Sie der Meinung sind, dass wir wichtige marktwirtschaftliche Positionen längst aufgegeben haben. „Systemrelevanz“ ist da das Stichwort -und das hat nichts mit Sozialismus zu tun.

  8. @#42

    Herr Georgiev, danke für die Antwort!
    ich glaube schon, Ihre Sicht zu verstehen.
    Vielleicht nur noch ein Gedanke zu Folgendem: „Konstanter Energiefluss mit hoher Energiedichte“. Genau das scheint mir das Problem -und damit vielleicht DER Ansatzpunkt. Wobei die Konstanz eher zu beschreiben wäre mit: „Dann, wenn man’s braucht“ will sagen, die benötigte Energiemenge muss auf Abruf bereitstehen, der Verbrauch selbst flukturiert (beim Einzelverbraucher) auch sehr stark. Was das Problem aber nicht kleiner macht.

    Speicherung und Energiemanagement haben da durchaus noch einiges an Potential, müsste man denken.

    Doch komischerweise sind da einfache -und sichere- Lösungen für z. B. eine „Lastabwurfschaltung“ von ein paar KW kaum zu haben, zumindest keine, die preiswert sind, selbst für den (kleinen) Industriebetrieb zur Lösung des Spitzenlastproblems.

  9. Hallo Herr Manz,

    mit Kleinstaaterei habe ich die Umsetzung und das Ergebnis der ökologischen Träume gemeint. Jeder ist sein eigener Energieerzeuger, jeder hat seinen Bauer des Vertrauens oder baut am besten selbst noch etwas Gemüse an und ne eigene Kuh, ein Schwein und ein paar Hühner wären doch auch nicht schlecht. „Da weiß man wenigstens, was drin ist. Nicht so wie bei den üblen Lebensmittelkonzernen, die unsere Nahrungsmittel ja quasi im Labor züchten.“

    Was die staatliche Großmannssucht angeht, haben Sie insofern Recht, dass der Staat uns dieses Modell aufzwingen will. Das Ergebnis ist dann „Kleinstaaterei“ in verschiedenen Bereichen. Den Begriff habe ich als Sinnbild verwendet und nicht in dem Sinne, dass sich der Staat etwa zurückziehen wollte aus unseren Angelegenheiten.

  10. Nein, Herr Müller, Sie haben es noch nicht verstanden und Sie sind damit nicht allein was allerdings kein Trost sondern eher trostlos ist.

    Wir diskutieren hier nicht im Rahmen einer
    wirklich freien Gesellschaft, die es jedem erlaubt mit seiner Freiheit und Eigentum das zu machen, was er für das Richtige hält (auch wenn er dabei mit und ohne EE auf die Schnauze fällt) solange dabei die Freiheit und das Eigentum der anderen gewahrt bleibt, sondern aus einer kollektivistischen, durch das Mehrheits- und Repräsentativ- und Stellvertreterprinzip bestimmten tendenziell Freiheitsabbauenden und Eigentum vernichtenden Gesellschaft.

    Man kann sagen angesichts der überbordenden Bürokratie, Gesetze, Verordnungen, Bestimmungen und Zuckerbrot- und Peitschenphilosophie – noch eine Lightversion der sozialistischen Diktaturen der Vergangenheit mit dem Tendenz zum Ebenbild derer zu werden.

    Gut, Sie können im Supermarkt aus 40 Käsesorten ratlos davorstehend auswählen, da gibt es auch ein großes BIO-Angebot. Sie können aber auch die billigsten rein künstlich gezauberten Produkte wählen. Eine vielspurige Käseautobahn mit Qual der Wahl, kurz Vielfalt statt Einfalt.
    Jo, das ist aber Freiheit, gell.

    Bei weitaus schwerwiegenderen Lebensgestaltungsfragen wie z.B. Hausbau und der Produktionsweisen, der Kindererziehung, der Bildung, der persönlichen Vorsorge, ja der Handlungs- und Entscheidungsspielräume für jeden Einzelnen wie auch Unternehmen reduziert sich die Käsevielspurigkeit dann ganz schnell auf vorgegebene, erlaubte, politisch korrekte , nachhaltigere, immer noch mehr energieeffizientere und damit engere Trampelpfade bis zur Sackgasse oder Abgrund.

    Ich muss Herrn Jensen insofern widersprechen- nicht Kleinstaaterei ist das Problem sondern die Großstaatssucht gepaart mit Kleingeistigkeit und einer auf Energieeffizienz und Machbarkeits- und Regelungswahn reduzierten Lebensauffassung.

  11. #38 – #40

    Sehr geehrter Herr Müller,

    dass Sie keine NGO vertreten ist nicht überraschend, da Sie nicht ideologisch, sondern pragmatisch denken und für echten, ressourcenschonenden Naturschutz eintreten. Welche Technologien am ehesten dahin führen, da gehen allerdings die Meinungen auseinander. Da Sie neben naturwissenschaftliche auch manchmal dunkelgrüne Positionen vertreten, passen Sie in keiner Schublade.

    Lassen Sie sich nicht zu sehr provozieren, die meisten der EIKE-Gemeinde wollen in erster Linie helfen, (grünen) Unsinn aufzudecken.

    Ich akzeptiere Ihr Naturschutzverständnis, dass kein Gramm Chemie den Boden belasten soll. Sie könnten aber meines, dass nicht so weit entfernt ist, auch verstehen lernen: Möglichst jeden Quadratmeter Natur vor jeden menschlichen Zugriff bewahren, also auch vor „einheitlichen Kulturbepflanzung“. Im Klartext: Lieber mit einem Kilo Chemie den Ertrag soweit steigern, dass man ein Quadratmeter Agrarland der Natur zurückgeben könne. Unter objektiven Kriterien verstehe ich, um beim Beispiel zu bleiben, eine ideologiefreie naturwissenschaftliche Feststellung, mit wie viel welcher Chemie wie viel Land gespart werden kann und welche Alternative für die Natur besser ist. Zum Schluss könnten Sie Recht behalten. Nun, eine Reportage einer tiefgrünen Filmemacherin halte ich nicht für objektiv, positive Ansätze mit eingeschlossen.

    Verantwortungsbewusster Ressourcenumgang als Grundlage des Naturschutzes – absolut richtig. Nur was ist das? Es ist ein flächendeckender Irrglaube, dass Wind und Sonne frei rumliegende Ressourcen sind, die es nur aufzuheben gilt. Für eine effektive ressourcenschonende Energiegewinnung ist ein gleichmäßiger Energiestrom von hoher Energiedichte erforderlich, den stellt die Natur nun mal so nicht zu Verfügung, also muss man Kohle, Gas etc. zu Hilfe nehmen. Respekt, dass Sie nicht auf Subventionsjagd sind, sondern die Windmühle zu Selbstversorgung nutzen wollen, geht aber nicht. Da es Quatsch ist, die Schleuderumdrehungszahl oder die Herdstufe nach der Windstärke zu regeln, funktioniert Ihre Windmühle nur im Verbund mit den europäischen Kraftwerk- und Netzbetreiber. Bei einer Windböe landet Ihr selbstgemachter Windstrom überflüssigerweise irgendwo oder erwärmt einfach nur die Stromleitungen, und wenn Sie den Herd anmachen, liefert das nächste Kraftwerk mehr Energie. Ressourcensparender wäre auf die Windmühle zu verzichten. Es ist mindestens wesentlich komplexer als die Parolen „dezentral statt zentral“ und „die Sonne schickt keine Rechnung“

    MfG

  12. Zu # 40, H. Müller

    H. Müller, ich glaube Ihnen sogar fast, dass sie nicht für das EEG sind oder an die globale Erwärmungskatastrophe glauben.
    Aber Sie vertreten dieselbe Meinung, wie viele andere, die es eigentlich glauben, gut zu meinen, wenn sie von lokalen oder regionalen Konzepten reden.
    Meiner Meinung handelt es sich dabei jedoch um mittelalterliche Kleinstaaterei. Jeder macht sein Ding und keiner macht es aber richtig. Die Entwicklung der modernen Industriegesellschaften hat uns aber gezeigt, dass gerade die Überwindung dieser „Kleinstaaterei“ und die Schaffung von freien und größeren Märkten inklusive einer Arbeitsteilung der bessere Weg zu Wohlstand und Freiheit waren.
    Ich kann wirklich keinen Vorteil darin erkennen, dass jeder jetzt plötzlich sein eigener Energieversorger werden soll. Ich bin kein Energieversorger, ich habe davon wenig Ahnung und es gibt Firmen, die sich ausschließlich damit beschäftigen. Genauso wie ich mir nicht mein Brot selbst backe, meine Kleidung nicht selbst nähe und mir auch nicht ein Auto selbst zusammenbaue.
    Ich denke, Sie hängen da einer romantischen Idee hinterher, die nur auf den ersten Blick sympathisch und sinnvoll ist. Spezialisierung und Arbeitsteilung sind aber der bessere Weg für eine Industrienation. Und dass gilt gerade und vor allem bei der Energieversorgung.

  13. @36, reiner manz

    „…dass Sie das noch nicht verstanden haben.“

    Keineswegs. Ich habe das verstanden, nirgens habe ich dem EEG das Wort geredet.

    „…Maxime, die dann aber auch bedeutet, die Kosten der EE selbst zu tragen und nicht zwangsweise …“

    Dem stimme ich (fast) vorbehaltlos zu.

    Sie und andere scheinen mir vorzuwerfen, dass ich nicht pauschal in die Verteufelung der EE einstimme, sehen wohl meine Meinung als Täuschungsmanöver oder Einfallstor für den politisch korrekten mainstream also pro AGW.

    So ist das aber nicht. Der Grund liegt, grob gesagt, darin: Ich sehe als Voraussetzung für effektiven Natur- und Umweltschutz tatsächlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Aus verschiedenen Gründen besteht nach meiner Meinung die Notwendigkeit, von globalen Prozessen wieder auf lokale, besser: regionale Konzepte umzusteuern, Kreislaufwirtschaften. Beim durchdenken solcher Konzepte kommen sie an der Notwendigkeit der Nutzung von vor Ort vorh. Energieformen (erneuerbar) nicht vorbei. Umwelt und Naturschutz findet vor Ort statt. „Klimaschutz“ ist für mich schon aus dem Grund eine Schimäre, dass ein „Globalklima“ nicht geben kann.

    Mir ist klar, dass diese Ausführungen noch einiger Erläuterungen bedürften, aber Romane will ich nicht schreiben.

    mfG
    H. Müller

    PS: Nein, irgendeine NGO steht auch nicht hinter mir. Meine gedanken scheinen in kein Konzept zu passen.

  14. @#32 und #34

    Über solche Kommentare freue ich mich ganz besonders. Da es jedoch keine Antwortpflicht gibt, lasse ich sie beide jetzt allein.

    ( ziemlich schwierig hier…) 😉

  15. @#37, p. Georgiev

    Ich mache es kurz: das die von mir genannte Autorin den gleichen Preis wie die Frau vom kühnen Ast bekommen hat, wusste ich nicht mal… Das scheint mir auch fast irrelevant. Man muss ohnehin versuchen, die fast jedem medialen Beitrag innewohnende Ideologie auszublenden.

    Es gibt durchaus denkenswerte Ansätze zu entdecken.
    Naturverständnis, egal, wie Nährstoffe bereitgestellt werden: Das scheint, nein, das ist ein verbreitetes Missverständnis, das quasi darin gipfelt, den Boden nur noch als Wurzelverankerung für die Pflanze zu sehen. Nährstoffe etc werden chem zugeführt, genügt doch?

    Genügt nicht. Ich führe das jetzt nicht weiter aus, ich möchte nur folgende Analogie bemühen: Nahrung sollte uns egal sein, wir können doch ganz gut mit Magensonde und intravenös gegebenen Elektrolyten leben. ????

    Der Preis für Nahrungsmittel ist KEIN Gradmesser. Stichwort Subventionen.

    Tatsächlich wäre für mich eine Landwirtschaft ohne jegl. Chemie der anzustrebende Zustand. wissen Sie, die althergebrachten Pflanzenschutzmittel waren schon schlimm, neben der Anopholesmücke waren dann auch andere Populationen platt. Die heutigen, angebl. „Schonendere“ Mittel sind es umso mehr. Neonicotinoide als Stichwort, Nervengifte, tatsächliches Teufelszeug, bienenschädlich unterhalb der Nachweisgrenze -und keiner gibt es zu. Stehen übrigens auch in Verdacht, Alzheimer zu begünstigen.

    Ansnsten können Sie sicher sein, wenn ich mir eine WK oder PV- Anlage aufbaue, wird die ausschließlich der Eigenversorgung dienen. ich hättegenug zu heizen… Und sei es ein Gewächshaus. Denn wie werden Subventionen bezeichnet? Goldene Zügel. Ich lasse mich nicht gern führen.
    Zu der in anderem Beitrag wiederholten Behauptung Pfropfveredlung=Gentechnik sage ich nichts mehr.

    Das Thema ist jetzt sowieso OT, und ich würde es beenden.

  16. Sehr geehrter Herr Müller,

    erst mal Anerkennung sowohl für den unaufgeregten Beitrag #26 als auch für Ihre gesunde Skepsis und Suche nach logischen Zusammenhängen.

    In weiten Teilen habe ich allerdings eine gegenteilige Meinung, bin mir aber bewusst, das niemand das absolute Wahrheitsmonopol hat.

    Ich habe mir die Mühe gemacht, nach „wir pflanzen die Zukunft“ zu suchen, obwohl mich der Name schon gewarnt hat. Die Zukunft kennen nur Hellseher und Charlatane. Schon bei der Autorin Marie-Monique Robin, auch Autorin von „mit Gift und Gene“ und Trägerin des Rachel-Carson-Preises neben Renate Künast und diverse Klimaforscher, habe ich abgewunken. Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber Grüne-Khmer-Ideologieloblieder stehe ich nicht würgefrei durch.

    So wie ich Sie verstehe, ist eine der wichtigsten Säulen Ihres Naturschutzverständnis, analog der Grünen Partei-Ideologie, dass kein Gramm Chemie und Gentechnik in den Boden kommt. Nach meinem Naturverständnis ist es der Pflanze egal, ob die Nährstoffe und Schutz biologisch, biochemisch, chemisch oder gentechnisch hergestellt sind, Hauptsache diese sind ausreichend vorhanden. Für den essenden Menschen sind nur die Kriterien gesund und preiswert wichtig. Über „gesund“ ist keine ideologiefreie Debatte möglich, also lassen wir es. Dafür ist preiswert eindeutig, in jeden Supermarkt sind es die konventionellen, die Bioprodukte sind immer die Teuren. Wenn Sie Bioprodukte mögen, sich diese leisten können, und diese als große Errungenschaft betrachten, da hat keiner etwas dagegen.

    Aber Ressourcen sparen über Biolandwirtschaft sehe ich anders. Mag sein, dass Ihre 3-10 cal stimmen, ist aber nicht relevant. Der ehrlichste Ressourcenverbrauchsmesser ist der Preis (siehe Supermarkt). Über den Landschaftsverbrauch urteile ich auch anders. Seitdem es Bioanbau gibt, bringen sich die Menschen gegenseitig für das beste Stück Land um, zuletzt massiv „ein Volk ohne Land“ mit dem Ziel „Lebensraum im Osten“. Ob manchmal wegen objektiver Landknappheit oder Größenwahn einzelner will ich jetzt nicht vertiefen. Auf jeden Fall war der Hunger nach Land immer da und verschwand mit der Industrialisierung der Landwirtschaft. Da man auf der gleichen Fläche viel mehr Nahrung rausholt.

    Also zusammengefasst, die persönlichen Kriterien für Naturschutz können sehr unterschiedlich sein. Mein Ansinnen in #10 und früher war, dass wir die „Natur fragen sollten“, d.h. ideologiefreie naturwissenschaftlich geprägte Kriterien für den Naturschutz finden sollten. Ich glaube aber nicht so recht, dass es in absehbarer Zeit hier möglich wäre. Zu tief sitzt die Gleichsetzung der Grünen Ideologie der Ablehnung der modernen Industriegesellschaft (Auto/Atom/Gen/Industrielandwirtschaft) incl. Verherrlichung der mittelalterlichen Technologien (Windmühlen/Biolandbau) mit dem Umweltschutz. Auch bei Ihnen, bei allem Respekt vor Ihrer teilweisen Skepsis und berechtigten Kritik an die Einheitsmedien.

    Zu #31: Wenn es Ihnen (Subventions)geld bringt, ist der Wunsch berechtigt. Nach meinen Naturschutzkriterien ist es Ressourcenverschwendung (Material und Energie für die Herstellung der Mühle sinnlos verschwendet, Schattenkraftwerk unabdingbar). Schon sind wir wieder beim Thema.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Georgiev

  17. Werter Herr Herr Müller,
    grundsätzlich halte ich Ihre Differenzierung in Klima- und Umweltschutz für richtig, da wir verantwortlich mit unserer Lebenswelt umgehen sollten, dabei aber das Klima weder schützen können noch zu schützen brauchen.

    Zur Thematik wie ernähren wir 7 Milliarden Menschen ist Ihre angefachte Debatte über konventionelle und biologische Landwirtschaft und was besser davon sei angesichts der allein durch die Nachfrage in unseren Landen und daher erforderlichen globalen Massenproduktion auch bei Bioware bereits sehr fragwürdig. Man kann natürlich darüber philosophieren, ob es jetzt Trauben aus Chile sein müssen oder es auch das aus der Mode gekommene eingeschlagene Sauerkraut im dazu nicht mehr geeigneten Keller tun würde. Ich kaufe z.B. keine Trauben aus Chile, habe aber auch kein Sauerkrautfass im Keller (obwohl das noch ginge). Nur sollten wir uns ab und zu daran erinnern, dass auch unsere lieben Vorfahren vor Generationen schon begehrlich auf Waren aus fern entlegenen Gegenden waren, wie uns die Archäologie belegen kann. Auch hier wäre deswegen Differenzierung angebracht insbesondere angesichts des Lebensrechts jedes Menschen. Und dazu gehört auch die Möglichkeit ausreichend essen und trinken zu können und dem dient die konventionelle wie auch biologische Landwirtschaft und auch die Genetik gleichermaßen.

    Ihre Frage >Warum sollten wir nicht diese Ressourcen nutzen? < und weitere Ausführungen sind für die Problematik der EE eine falsche, leider durchaus übliche Sichtweise. Es geht doch nicht darum, ob Sie sich eine Klein-WKA in den Garten stellen wollen und sich das leisten können. Jeder sollte unter der Maxime der Nichtbeeinträchtigung der nahen wie fernen Nachbarn gerne EE nutzen, wenn er das will und sich leisten kann. Es können sich gar viele dazu freiwillig zusammenschließen. Alles wäre möglich unter der Maxime, die dann aber auch bedeutet, die Kosten der EE selbst zu tragen und nicht zwangsweise die nahen und fernen Nachbarn daran beteiligen zu wollen (über den Staat als gesetzgebendes und überwachendes Organ und die dazu genötigten Energieversorger als Eintreiber) gepaart mit jener politisch ideologischen Rechtfertigungstheologie, die nur dazu dient, die mangelnde Wirtschaftlichkeit, ja überhaupt fehlende EE-Notwendigkeit im großen Maßstab, und die dennoch absehbar fatalen Folgen für die gesamte Gesellschaft zu kaschieren. Sie geben mit Ihren Äußerungen daher nur zum Besten, dass Sie das noch nicht verstanden haben.

  18. Lieber Herr Fischer
    Eines sollte alleine aus elementarster Moral und elementarstem Rechtsverständnis unbestritten sein: Wer Schäden behauptet muss sie auch nachweisen. Bei keiner Versicherung können sie einen fiktiven Schaden abrechnen nur weil er entstehen könnte. Dieser Nachweis fehlt vollständig.
    Keine einzige Insel ist abgesoffen. Bangladesh ist um 400 qkm gewachsen. Die Sahara schrumpft. Von 50 Mio Klimaflüchtlihgen ist kein einziger aufgetaucht. Wo bitte ist der Schaden?
    Kommen Sie jetzt bloss nicht mit Sandy. Das war das normale Wetter eines Hurricanes der untersten Stufe, daran war nichts menschengemacht. Weisen Sie erst mal einen Schaden nach bevor Sie angebliche Verursacher in Haftung nehmen. Ohne Schaden keine Haftung!
    Michael Weber

  19. #30: H. Müller sagt:am Mittwoch, 09.01.2013, 11:13

    Herr Müller,
    es sieht so aus das sie der jenige sind der sich auf Grund mangels Fachwissen nicht in die Sichtweise von Herrn Hofmann einlassen kann.
    Das einzige was sie halbherzig aufgreifen konnten war der Vergleich Gentechnik/Pfropfung. Da hat Herr Hofmann recht, denn bei der Pfropfung schleuse ich auch fremde Gene in die Pfropfunterlage.
    Ihnen scheint einfach unverständlich zu sein , dass alles was wir heute essen durch Zucht entstanden ist. Auch ist Ihnen nicht bewusst was Biolandbau bedeutet. Biolandbau erfordert eine extensive Bewirtschaftung um gleiche Mengen an Nahrungsmitteln erzeugen zu können, Wälder würde es nicht mehr geben.

    MfG

    P.Große

  20. @H.Müller #31
    Wenn Sei autark und damit vom öffentlichen Netz unabhängig ihren Strom (Energie) per Windkraft erzeugen lassen wollen, dann habe ich nichts dagegen. Aber sobald Sie ins öffentliche Netz einspeisen, obwohl es keinen Abnehmer für ihren Strom in gibt, werden Sie, über die EEG-Einspeisevergütung zum Abzocker/Schmarotzer.
    Die staatliche garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre hat nichts mehr mit einem fairen Marktpreis zu tun. Dies ist reine Abzocke an der Allgemeinheit des Stromendverbraucher.
    Ich könnte mir sowohl eine PV-Anlage wie auch eine kleine Windmühle aufstellen. Aber ich mache es nicht, weil dieses Schneeballsystem auf staatlichen Subventionen (Steuer-und Zwangsabgaben) basiert und damit früher oder später uns als Gesellschaft und damit wieder jedem Bürger (egal ob jetzt EE-Betreiber oder EEG-Zwangsabgabenzahler) doppelt und dreifach auf die Kostenfüsse fällt.

  21. @H.Müller #30
    Ich will es von ihnen lesen und nicht von irgendeinen Dritten. Sagen Sie es selbst in ein bis drei Sätzen, was der große Vorteil am Biolandbau sein soll…selbst denken regt evtl. auch das nachdenken an.
    Sie müssen aber immer bei ihrer Betrachtung die kostengünstige und zuverlässige Versorgung eines 80 Millionen Wohlstandsvolk, wie es Deutschland (noch) ist mit einbeziehen.
    Bei Ihrer Betrachtung müssen Sie sich immer an den Ärmsten der Armen in einer Gesellschaft richten.
    Das ist nicht nur beim Essen oder beim Wasser so, sondern erst recht bei der Energie (Strom).

  22. Noch ein Nachsatz zur Windkraft/EE

    Warum sollten wir nicht diese Ressourcen nutzen?

    Gleichwohl sehe ich die derzeitigen Éntwicklungen kritisch, sie sind halt nicht auf tats. Bedarf, sondern auf Abfassen von Subventionen ausgelegt.

    Gesetzt den Fall, Sie hätten ein windhöffiges Grundstück und die Möglichkeit für, sagen wir, 3000€ (Eigenbau, Eigenleistung, WKA typ „kukate“)eine Klein- WKA mit ca. 10kW dort hinzusetzen. Würden Sie es tun? Ich ja. Ich darf aber (noch) nicht.

    Und ja: Tws. ist die Naturschutzpolitik von BUND u.a. auch heuchlerisch, keine Frage.

  23. @ #29
    Herr Hofmann,
    ss gibt eigentlich wenig dazu zu schreiben, wenn Sie Gentechnik und Pfropfveredlung (fast) gleichsetzen. Sie sind halt nicht gewillt, sich auch einmal -und sei es theoretisch- auf die Sichtweise der „anderen Seite“ einzulassen.

    Meinen Links sind Sie auch nicht gefolgt, sonst wären Ihnen die Unterschiede wenigstens ansatzweise offenbar geworden.

    mfG
    H. Müller

  24. @H.Müller #26
    In dem Sie die Gentechnik als etwas negatives Brandmarken, müssen Sie auch in Zukunft auf das „Veredeln“ bzw. das „Aufpfropfen“ bei Pflanzen verzichten. Die jahrhunderte alte Technik des Veredeln bzw. Aufpfropfen ist nämlich nichts anderes als der menschliche Eingriff in die natürliche Zustand einer Pflanze.
    Wenn ich konsequent weiterdenke, dann dürft ich zum Schluss keine Landwirtschaft (Landbau) betreiben. Zum Schluss greife ich damit als Mensch immer in die vorgefunde Natur ein. Unsere Vorfahren hätte keine Waldrodungen vornehmen dürfen um dadurch die Natur für uns Menschen überlebensfähiger (Fortschritt) zu machen.

    Sie schreiben von Fruchwechsel. Diesen Fruchtwechsel gibt es auch beim konventionellen Anbau! Sie schreiben von Humus als natürlichen Dünger. Auch im konventionellen Anbau gibt es Gülle/Pferdemist als natürlichen Dünger!
    Beim Mischfruchtanbau müssen Sie mehr individuelle (auf die Pflanzensorte abgestimmte) Technik zum Einsatz bringen. Außer Sie gehen davon aus alles mit Hand zu bewirtschaften. Auch ist bei einem Mischfruchtanbau auf die Ernte-Wachstums- bzw. Aussaatzeiten der unterschiedlichen Pflanzen zu achten und abzustimmen. Sehr Aufwendig in Zeit und Organisation. (Kostenfaktor!)

    Und wenn Sie die Verindustriealisierung unserer Naturlandschaft durch Windmühlen für etwas gutes halten, dann bezweifel ich mal sehr starken Ihren wahren Natur-/Landschaftsschutzgedanken!
    Mit einer Erneurbaren Energieerzeugungsinfrastruktur vernichten Sie mehr und mehr Landschafts- und Naturräume in Deutschland! Es werden durch diese Energiegewinnungsform keine weitern Naturschutzgebiete geschaffen. Im Gegenteil! Es werden sogar die Naturschutzgesetze umgangen nur um in Naturschutzgebieten mit Höhenlage die Industrie via Winmühlen/Zufahrtswegen einzug zu gewähren. Das nenne ich mal einen heuchlerischen Naturschutz, den der B.U.N.D und wie sie alle heißen vertretten!!!

  25. Herr Fischer schreibt im Zusammenhang mit dem modernen und nun staatsübergreifend ausgedachten Klima-Ablasshandel:
    „Eines sollte alleine aus elementarster Moral und elementarstem Rechtsverständnis unbestritten sein: Wer Schäden verursacht, muss für diese geradestehen.“

    Was ist das für ein gedankliches Zurechtbiegen des Rechtsverständnis zwischen natürlichen und auch juristischen Personen auf eine, nun auf Völker und deren Staaten erweiterte angemaßte Kollektivschuld – Ihr (also wir 1. Welt) verursacht vermeintlich den Klimawandel also zahlt für die vermeintlichen Schäden bei uns (Dritte Welt).

    „Klar ist, dass man auf absehbare Zeit niemals ein Extremwetterereignis kausal dem Klimawandel wird zuordnen können. Und selbst wenn dies möglich wäre, wäre dies absurd, da sinnvolle Anpassung ja vor der Wetterkatastrophe beginnen sollte, und nicht danach.“ Eigentlich schwingt hier bereits die Falllösung mit, die Herr Fischer der dafür ungeeigneten Politik zuschanzt. Ungeeignet deswegen, weil Nichtmachen als eigentliche Lösung in diesem Falle nicht das was ist Politiker und die lautstark fordernden Interessenvertreter wollen.
    Wenn sich etwas nicht eindeutig zuordnen lassen kann, gilt das (zunehmend ausgehebelte) alte Rechtsprinzip – im Zweifel für den Angeklagten oder wo keine Schuld beweisbar ist, folgt auch keine Strafe sondern Freispruch. Jegliches anderes Rechtsverständnis und Handeln entspringen totalitärer Willkür und ist auch so zu bewerten, ob nun staatlich oder nur persönlich initiiert!

    Auch wenn Herr Fischer das für absurd halten will, genau das „Präventive“ in seiner weiteren Annahme könnte wegen der politischen Gestaltungsgier gepaart mit ideologischer Rechtfertigungstheologie der Standard werden. Im vorpreschenden und klimawahnsüchtigen DL sind schließlich unter dem Schlagwort GEZ jahrzehntelange „positive“ Erfahrungen gesammelt worden, mit dass man es könnte begründet allein die Zahlpflicht. Und der böse Erste Welt-Mensch „kann doch“, oder nicht?
    Was ist denn eine „sinnvolle Anpassung“ im Vorfeld von Wetterextremen? Ist das so zu verstehen – damit ich als Erstweltmensch keine Schäden woanders verursache qua meiner privilegierten Geburt und meiner Lebensweise wäre es am besten, ich wäre gar nicht erst geboren worden? Das würde zumindest als Erklärungsversuch für die sinkenden Geburtenraten hierzuland taugen…

    „Mal schauen, wie die Politik diese Probleme lösen wird.“ Wie „löst“ Politik? – Gib mir Dein Geld, gibt mir noch mehr Dein Geld, gib mir noch viel mehr… zum Umverteilen! Garniert mit überbordenden, sich teils widersprechenden Gesetzen, Vorschriften, Verboten … für Dich als Dank und Mahnung zugleich.
    Und es gibt tatsächlich Leute und leider davon viel zu viele, die das noch richtig geil finden. Also genau die passende Rechtfertigung für die – wie neulich gerade gelesen- autoritären, etatistischen, regelungsverliebten Kleinbürger! (schichtmäßig wohl die Mehrheit auch hier, mich eingeschlossen)
    Schlicht übersetzt heißt das im Ergebnis – Politik löst keine Probleme, vielmehr schafft sie beim Lösungsversuch stets neue zu den alten dazu. Alles versprechend von Wahl zu Wahl ständig demokratisch hetzend.

    Dabei haben die tatsächlich schwerwiegenden Probleme (nicht nur) in der Dritten Welt mit zum „Juden“ gestempelten CO2 gar nichts zu tun. Volltreffer, das ist aber politisch unkorrekt. Ja – aber bezeichnend und beschämend ob der Analogie der mit CO2-Hype verbundenen menschenverachtenden Ideen und bereits laufenden und noch möglichen Schandtaten wie zwangsweiser Verteilung von Wohlstand: Weil jegliche zwangsweise Umverteilung von Eigentum und Vermögen, war, ist und bleibt Diebstahl. Und das gilt in jede Richtung.

    Wer einen Schaden verursacht, hat dafür geradezustehen. Ja – immer richtig. Dazu bedarf es entweder die freiwillige Einsicht des Schädigers und die akzeptierte Wiedergutmachung beim Geschädigten oder den Beweis einer Schädigung im Streitfall durch unparteiische und zur Beurteilung in der Lage fähige Dritte in unklaren und strittigen Fällen. Nur – allein das Letzte wäre im Falle von allseits behaupteten und trotzdem oder deswegen umstrittenen, im großen Maßstab durch Millionen Menschen verursachte Extremwetterereignisse auf der Erde richtig. Dazu fehlen uns bis auf weiteres die unparteiischen Dritten aus den Tiefen des Universums… wir sollten vielleicht endlich ein Stargate suchen und finden…

    Fern dieser Phantasie bestätigt Herr Fischer als lebendes Beispiel für mich das Gefangensein in einer vermeintlichen absoluten Gewissheit garniert mit einer anzutreffenden arroganten Überheblichkeit manifestiert in „…dass die restliche Welt (inklusive der politischen Führer der Staaten) von der wissenschaftlichen Basis ausgeht“

    Unverblümt und gleichfalls arrogant überheblich gesagt: Da ist Hopfen und Malz verloren.
    Meine Hoffnung liegt daher bei all denen die noch suchen und sich beim Finden die Demut bewahren, um nie in diese Absolutheitsfalle zu tappen.

  26. ….übrigens unterliegt Edenhofer einer Täuschung, in Bezug auf das obige Zitat:

    Sinngemäß war der O- Ton des CEO eines der größten Kohlekonzerns der USA auf die Frage eines Journalisten, wie man mitden geplanten Co2- Zertifikaten zurechtkommen würde, folgende:
    „Wir haben Spielräume und werden unsere Position verteidigen, eng werden könnte es für unsere kleineren Konkurrenten“
    d
    Soll es so laufen?

  27. @#22, P. Georgiev, @#23, M. Hofmann

    vorab: Für Namen gibt es keine Rechtschreibregeln, und einen Vertipper nehme ich mir ab und zu heraus.

    einseitige Betrachtungsweise: bezüglich Ressourcenverbrauch allgemein ist konventionelle industrielle Landwirtschaft ziemlich schlecht gestellt. Für eine Kalorie Nahrungsmittel setzen wir 3-10 cal. fossile Brennstoffe ein. Mehrverbrauch an Land tritt ein, wenn der biologische Anbau nach dem Prinzip „Verzicht auf Dünger und Schutzmittel“ und „Abwarten und Hoffen“ geplant und praktiziert wird und ansonsten kein Unterschied gemacht wird (siehe: M. Hofmann.). DAS ist einseitig.

    Deshalb mein Verweis auf Friedrich Wenz: Kein chem. Dünger, keine Pestizide, aber Humusaufbau, Fruchtwechsel, Mischfruchtanbau, angepasste Landtechnik für Direktsaat u.a. Methoden. Ergebnis: Kosteneinsparungen UND vergleichbare Erträge in Menge und Qualität wie konv. Landbau.

    Großteil der Welternährung basiert auf konventionellem Landbau: Zahlen?
    Unbestreitbar ist, dass die höchsten Erträge im intensiv- gärtnerischen Landbau erreicht werden und gerade in dichbesiedelten Ländern wie China ist diese (Land)Wirtschaftsform gang und gäbe.
    (siehe auch Beitrag am Ende von „wir pflanzen die Zukunft“ über einen japanischen Gärtner)

    Gentechnik scheint auch keine (dauerhafte) Lösung: Resistenzprobleme, ausbleiben von dauerhaften Ertragsteigerungen, Preis Saatgut nur als Stichpunkte.

    Den Flächenverbrauch für ein Kohlekraftwerk samt Grube halte ich für geringer als den für die adequate Menge an Windkraftanlagen (leider Gottes braucht man erstere ja trotzdem), wobei für mich diese Energieform trotzdem die zweitbeste der „Erneuerbaren“ darstellt, nach der Wasserkraft.

    Die Problematik des Vogelschlages bei WKA halte ich für medial aufgebauscht -je nach Interessenlage. Die Anzahl der Greifvögel, die ich plattgefahren auf der Autobahn liegen sehe, übertrifft jedenfalls die unter den 6 großen WKA 2km von meinem Haus entfernt (ich selbst noch gar keinen, ein Bauer hat jedenfalls etwa 400 m entfernt mal einen Rotmilan gefunden)

    Warum ich das schreibe und auch noch in diesem Blog? Hat das was mit Klima, Klimawandel zu tun? Ich meine ja, und zwar deshalb:

    In Beitrag 16 von Helmut Kunz klingt es an: Dort wird beschrieben, wie die Probleme des Kaffeeanbaues dem Klimawandel angelastet werden. Solche Beispiele sind Legion, erst vor Kurzem in der „Zeit“: Das Ende der Pasta. Das Anlasten dieser zunehmenden Schwierigkeiten der antropogenen Erwärmung von Seiten der AGW- Verfechter läuft für mich auf das gleiche hinaus wie Ihre Sichtweise: Die wahren Ursachen will keiner wissen.

    Gerade die Probleme mit der Desertifikation sind zum allergrößten Teil der bisherigen, konventionell- industriellen Landwirtschaft anzulasten und haben mit menschgemachtem Klimawandel nichts zu tun. Das Gleiche gilt für andere hydrologische Probleme: z. B. in Pakistan, wo die Galeriewälder des Indus natürliche Überflutungsflächen darstellten, wird heute jede größere Niederschlagsmenge zum Problem -diese Galeriewälder sind in den letzten 80 Jahren bis auf 4% gerodet. Klimawandel? Eher nicht. Menschgemacht? Sehr wohl.

    Die heutige Art der industriell- konventionellen Landwirtschaft ist gerade auf den armen Böden der Entwicklungsländer (Humusbestandteile werden z. B. in den Tropen auch auf Grund ganzjährig höherer Temp. schnell mineralisiert) ein Desaster -allerdings auch schon bei uns, z. B. der Weizenanbau in den ehemaligen Prärien Nordamerikas. In diesem von großer Niederschlagsvariabilität geprägten Gebiet wird er nur möglich durch intensive Nutzung der Grundwasservorräte -tws. das 25- fache der Neubildungsrate. der größte Grundwasserleiter dort ist schon bald leer (Ogalala- Aquifer). Die Wind- Erosionsprobleme dort sind unübertroffen und gaben der Gegend den Namen „Dust bowl“.
    Die nach der großen Dürre in den 1930-er Jahren *angeleierten* Maßnahmen „shelter belt“ und „strip farming“ gerieten schnell in Vergessenheit, als man vermehrt das Grundwasser nutzen konnte.

    Umwelt- und Naturschutz -siehe Präambel hier bei Eike- MUSS bei der Landwirtschaft und zwar in Form von Schutz des Bodens beginnen. Eine evtl. Erwärmung ist DANN kein Problem.

    Ich weiss, dass solche ökologische Gedanken gerade bei den „Klimaskeptikern“ generell verdächtig sind, genauso wie das Nichteinstimmen in den Alarmismus der „Befürworter“.

  28. Herr Fischer schreibt im Zusammenhang mit dem modernen und nun staatsübergreifend ausgedachten Klima-Ablasshandel:
    „Eines sollte alleine aus elementarster Moral und elementarstem Rechtsverständnis unbestritten sein: Wer Schäden verursacht, muss für diese geradestehen.“

    Was ist das für ein gedankliches Zurechtbiegen des Rechtsverständnis zwischen natürlichen und auch juristischen Personen auf eine, nun auf Völker und deren Staaten erweiterte angemaßte Kollektivschuld – Ihr (also wir 1. Welt) verursacht vermeintlich den Klimawandel also zahlt für die vermeintlichen Schäden bei uns (Dritte Welt)?
    Ist doch wieder klar, dass dieses Gedankengut wohl nur aus dem bundesdemokratischen DL kommen kann, wo eine Kollektivschuld öffentlich mental überzogen zementiert ist, oder? Weil diese speziell deutsche Variante seit Jahrzehnten als stete und sprudelnde Einnahmequelle vielfältiger Organisationen national und international und Staaten funktioniert, warum daher das Bewährte nicht auch beim sogenannten menschenverursachten Klimawandel aufgreifen, mögen sich wohl die wohl tonangebenden deutschen Schreibtischtäter gedacht haben, oder? Man könnte es glatt glauben.
    „Klar ist, dass man auf absehbare Zeit niemals ein Extremwetterereignis kausal dem Klimawandel wird zuordnen können. Und selbst wenn dies möglich wäre, wäre dies absurd, da sinnvolle Anpassung ja vor der Wetterkatastrophe beginnen sollte, und nicht danach.“

    Eigentlich schwingt hier bereits die Falllösung mit, die Herr Fischer der dafür ungeeigneten Politik zuschanzt. Ungeeignet deswegen, weil Nichtmachen als eigentliche Lösung in diesem Falle nicht das was ist Politiker und die lautstark fordernden Interessenvertreter wollen.
    Wenn sich etwas nicht eindeutig zuordnen lassen kann, gilt das (zunehmend ausgehebelte) alte Rechtsprinzip – im Zweifel für den Angeklagten oder wo keine Schuld beweisbar ist, folgt auch keine Strafe sondern Freispruch. Jegliches anderes Rechtsverständnis und Handeln entspringen totalitärer Willkür und ist auch so zu bewerten, ob nun staatlich oder nur persönlich initiiert!
    Auch wenn Herr Fischer das für absurd halten will, genau das „Präventive“ in seiner weiteren Annahme könnte wegen der politischen Gestaltungsgier gepaart mit ideologischer Rechtfertigungstheologie der Standard werden. Im vorpreschenden und klimawahnsüchtigen DL sind schließlich unter dem Schlagwort GEZ jahrzehntelange „positive“ Erfahrungen gesammelt worden, mit dass man es könnte begründet allein die Zahlpflicht. Und der böse Erste Welt-Mensch „kann doch“, oder nicht?
    Was ist denn eine „sinnvolle Anpassung“ im Vorfeld von Wetterextremen? Ist das so zu verstehen – damit ich als Erstweltmensch keine Schäden woanders verursache qua meiner privilegierten Geburt und meiner Lebensweise wäre es am besten, ich wäre gar nicht erst geboren worden? Das würde zumindest als Erklärungsversuch für die sinkenden Geburtenraten hierzuland taugen…

    „Mal schauen, wie die Politik diese Probleme lösen wird.“
    Wie „löst“ Politik? – Gib mir Dein Geld, gibt mir noch mehr Dein Geld, gib mir noch viel mehr… zum Umverteilen! Garniert mit überbordenden, sich teils widersprechenden Gesetzen, Vorschriften, Verboten … für Dich als Dank und Mahnung zugleich.
    Und es gibt tatsächlich Leute und leider davon viel zu viele, die das noch richtig geil finden. Also genau die passende Rechtfertigung für die – wie neulich gerade gelesen- autoritären, etatistischen, regelungsverliebten Kleinbürger! (schichtmäßig wohl die Mehrheit auch hier, mich eingeschlossen)

    Schlicht übersetzt heißt das im Ergebnis – Politik löst keine Probleme, vielmehr schafft sie beim Lösungsversuch stets neue zu den alten dazu. Alles versprechend von Wahl zu Wahl ständig demokratisch hetzend.

    Dabei haben die tatsächlich schwerwiegenden Probleme (nicht nur) in der Dritten Welt mit zum „Juden“ gestempelten CO2 gar nichts zu tun. Volltreffer, das ist aber politisch unkorrekt. Ja – aber bezeichnend und beschämend ob der Analogie der mit CO2-Hype verbundenen menschenverachtenden Ideen und bereits laufenden und noch möglichen Schandtaten wie zwangsweiser Verteilung von Wohlstand:
    Weil jegliche zwangsweise Umverteilung von Eigentum und Vermögen, war, ist und bleibt Diebstahl. Und das gilt in jede Richtung.

    Wer einen Schaden verursacht, hat dafür geradezustehen. Ja – immer richtig. Dazu bedarf es entweder die freiwillige Einsicht des Schädigers und die akzeptierte Wiedergutmachung beim Geschädigten oder den Beweis einer Schädigung im Streitfall durch unparteiische und zur Beurteilung in der Lage fähige Dritte in unklaren und strittigen Fällen. Nur – allein das Letzte wäre im Falle von allseits behaupteten und trotzdem oder deswegen umstrittenen, im großen Maßstab durch Millionen Menschen verursachte Extremwetterereignisse auf der Erde richtig. Dazu fehlen uns bis auf weiteres die unparteiischen Dritten aus den Tiefen des Universums… wir sollten vielleicht endlich ein Stargate suchen und finden…

    Fern dieser Phantasie bestätigt Herr Fischer als lebendes Beispiel für mich das Gefangensein in einer vermeintlichen absoluten Gewissheit garniert mit einer anzutreffenden arroganten Überheblichkeit manifestiert in „…dass die restliche Welt (inklusive der politischen Führer der Staaten) von der wissenschaftlichen Basis ausgeht“

    Unverblümt und gleichfalls arrogant überheblich gesagt: Da ist Hopfen und Malz verloren.
    Meine Hoffnung liegt daher bei all denen die noch suchen und sich beim Finden die Demut bewahren, um nie in diese Absolutheitsfalle zu tappen.

    Möge diesen Menschen EIKE und ab und zu einer der vielen Kommentare dabei helfen.

  29. #23: Hofmann,M sagt:am Dienstag, 08.01.2013, 11:40

    @H.Müller
    Das mit dem Biolandbau ist so eine Sache….
    Was unterscheidet sich den zwischen Biolandanbau und konventionellen Anbau?
    Wasser, Erde, CO2 benötigen ALLE Pflanzen um zu gedeihen. Egal ob jetzt Bio oder Konventionell angebaut. Desweiteren werden bei beiden Formen des Anbaus Maschinen zum Einsatz kommen (Traktoren,Sotiermaschinen usw.) Der einzige Unterschied beschränkt sich doch lediglich auf die „Schutzmaßnahmen“ der zu erntenden Nahrungspflanzen.

    ##### ##### ###

    Sehr geehrter Herr M.Hofamnn,

    Ihre Kenntnisse in der Agratechnik sind ähnlich profund wie in der Phsyik, wo sie eine der 4 Grundkräfte (Gravitation) in die Esoterik stecken.

    Nein, ich verfolge Ihre Beiträge nicht – ich schaue nur danach, wenn ich mal wieder eine Erheiterung nötig habe.

    Captcha : Ausfall: Lacher nummer 2

  30. @H.Müller
    Das mit dem Biolandbau ist so eine Sache….
    Was unterscheidet sich den zwischen Biolandanbau und konventionellen Anbau?
    Wasser, Erde, CO2 benötigen ALLE Pflanzen um zu gedeihen. Egal ob jetzt Bio oder Konventionell angebaut. Desweiteren werden bei beiden Formen des Anbaus Maschinen zum Einsatz kommen (Traktoren,Sotiermaschinen usw.) Der einzige Unterschied beschränkt sich doch lediglich auf die „Schutzmaßnahmen“ der zu erntenden Nahrungspflanzen.
    Der konventionelle Anbau versucht sich mit einfachen ´chemischen Stoffen von Ernteausfällen durch Ungeziffer zu schützen. Der Biolandbauer will dies nicht in Anspruch nehmen und geht den aufwendigen und risikoreicheren Weg des Abwartens und Hoffen. Außerdem muss er sein Feld so bestellen, dass er durch die Vielfalt von Pflanzen auf seinen Acker nur wenig Ertrag einer Pflanzengattung hervorbringen kann.
    Biolandbau ist zwar schön und gut aber für eine industriebasierende Wohlstandsgesellschaft wie die USA,China,Europa,Russland einfach nicht mehr zeitgemäß. Für Biolandbau wird es Nischenregionen geben aber der Großteil der Weltnahrung basiert schon längst auf konventionellen Landbau. Und dies wird auch so bleiben! Alles andere würde zu einem Zusammenbruch der industriebasierenden Wohlstandgesellschaft führen! Dies würde nichts anderes bedeuten als Bevölkerungsreduzierung durch Preissteigerung. Nahrung wird zum Luxusgut und damit für viele unbezahlbar. Und wer sich keine Nahrung mehr leisten kann, der muss eben mit dem Mangel zurechtkommen.
    Nahrung ist für den Menschen genauso Lebenswichtig wie der Strom für unsere industriebasierende Wohlstandsgesellschaft. Beides muss durch Menge/Masse/Produktivität und gesetzlichen Rahmenbedingungen bei den Endverbraucherkosten niedrig gehalten werden.
    In Deutschland sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf einen Kostenanstieg bei Energie und Nahrung gestellt! Das EEG ist und bleibt dabei die Speerspitze der „sozialen“ Wohlstandsvernichtung.
    Sie können natürlich auch sagen, was brauchen wir 80 Millionen Bürger in Deutschland. Es langen doch schon 80.000 deutsche Bürger. Damit brauchen wir weniger Nahrung und weniger Strom in Deutschland. Dann sollte man dies aber auch der übrigen Bevölkerung mitteilen, dass man in nächster Zeit politisch vor hat eine Massenvernichtung an Ihnen, dem deutschen Bürger, zu begehen.

  31. #19

    Sehr geehrter Herr Müller,

    ich würde es begrüßen, wenn Sie Namen richtig schreiben lernen…

    Durch den Überschuß von Nahrungsmittel können wir uns Biolandbau im gewissen Umfang leisten, ich halte es auch nicht für ein echtes Problem. Wird aber komplett der konventionelle Anbau auf Bioanbau ersetzt, müssen mehr Ressourcen, vor allem Land verbraucht und diese der Natur entzogen werden. Das ist die Kehrseite des Biolandbaus. Aus Ihren Beitrag entnehme ich, dass Sie überwiegend die typische einseitige Betrachtung vertreten. Wollen Sie auch bestreiten, das Windmühlen Vögel töten und Landschaft verbrauchen?

    Aus unseren kurzen Schriftwechsel können wir auf jeden Fall lernen, wie schwierig es ist, objektive Kriterien zu bestimmen und durchzusetzen. Ich möchte auch keineswegs die Erfolge, beispielsweise in Bezug auf bessere Luft- und Wasserqualität in Abrede stellen. Aber die Klima- und Energiedebatte wäre einfacher bis überfüssig, wenn es dem Volke bewusst wäre, dass Kernkraft und Gentechnik u.a. positive Aspekte für die Naturerhaltung haben, die typisch „grüne“ Technologien auch deutlich negative.

    MfG
    PG

  32. #12: Norbert Fischer sagt:
    „Sie müssen halt damit leben, dass die restliche Welt (inklusive der politischen Führer der Staaten) von der wissenschaftlichen Basis ausgeht und nicht von ihrer. Erscheint mir sehr vernünftig ;-)“

    Wußt ich es doch: Herr Fischer ist immer für einen Lacher gut

  33. @ # 10

    Objektive Kriterierien? Naturschutz versus ökologischer Landbau? Flächenverbrauch?

    Googeln Sie nach den Methoden von Friedrich Wenz.

  34. @#10, Peter Goergiev

    Ihre angeblich objektiven Naturschutzkriterien sind die bits nicht wert, die Sie hier verschleudern.
    Wo ich selbst in Bezug auf die Kernkraft noch in kleinen Teilen mitgehe, sind die anderen Verweise schon fast hanebüchen.
    Die Verweise hier auf Eike in Bezug auf die Dinge der Klimadebatte, die die falsche Richtung nehmen, sollten nicht dazu führen, wichtige Entwicklungen der Ökologie zu diskreditieren.
    Wenn Sie sich vielleicht über Methoden biologischen Nahrungsmittelanbaues mit Erträgen die dem konventionellem Anbau gleichwertig sind informieren wollen, dann googeln Sie nach Friedrich Wenz oder schauen sich die Arte- Produktion „Wir pflanzen die Zukunft“ an.

    Meine Meinung ist die, dass die Debatte um das Klima, bzw die sog antropogene Klimawandlung losgelößt von Umweltschutz, Umweltverschmutzung betrachtet werden MUSS.

    Die Gleichsetzung ist ein semantischer Trick (ähnlich: Co2=Umweltgift), mit der durchaus ehrenwerte und notwendige ökologische Bestrebungen diskreditiert werden (sollen?). Ein Einschwenken auf diesen Kurs macht es u. A. auch denen umso schwerer, die Änderungen des Ökosystems nicht im Klimawandel, sondern unserer derzeitigen Über- und Falschnutzung sehen und Änderungen herbeiführen wollen.

  35. @ N. Fischer und alle Anhänger der Klimakirche
    Was Sie immer an „Studien“ bringen, hat meist nichts mit seriöser Wissenschaft zu tun.
    Aufschlussreicher sind da Grafiken, die durch Weglassen wichtiger Informationen zur Lüge werden – siehe Temperaturkurve Hohenpeißenberg:

    Herr Limburg: hier können keine Grafiken eingebunden werden. Haben Sie eine Möglichkeit? Ich schicke Ihnen die Grafiken per Mail mit dem Betreff Hohenpeißenberg

  36. #12: Norbert Fischer

    „Sie müssen halt damit leben, dass die restliche Welt (inklusive der politischen Führer der Staaten) von der >> wissenschaftlichen Basis ausgeht

  37. Die „Vorsorge“ zum geplanten Klimafond ist schon im Gang.

    Letztens geisterte die folgende Meldung durch die üblichen Gazetten „Klimawandel bedroht wilden Arabica-Kaffee .. Wärme und Trockenheit gefährden den wilden Arabica-Kaffee: Würde die Klimaerwärmung fortschreiten, könnten die Pflanzen bis 2080 aussterben, warnen Forscher. Darunter würde auch anderer Kaffee leiden…. Beim schlechtesten Szenario, einer Erwärmung bis 2100 um bis zu 6,4 Grad, verschwanden 99,7 Prozent der für den Kaffee geeigneten Standorte.
    ……Der Klimawandel werde sich in einigen Regionen aber schon deutlich früher bemerkbar machen, vermuten die Wissenschaftler. Im Südsudan beispielsweise werde es schon 2020 keinen wilden Arabica-Kaffee mehr geben. Bei einem Besuch dieser Region im April 2012 hatten die Forscher bereits erste Vorboten der Entwicklung ausgemacht: Viele Kaffeepflanzen seien krank oder schon abgestorben, neue Keimlinge gebe es kaum, schreiben sie“.

    Neben dem, dass die angeblichen Forscher wie bei AGW-Belegführungen oft üblich, nicht wirklich geforscht, sondern einfach mal wieder mit einer AGW-positiv-Shareware am Computer alte IPCC-Temperaturszenarien eingegeben und damit die bekannten Hochrechnungs-Schreckensszenarien berechnet haben – und sich trauen, solches zu veröffentlichen -, ist es interessant, die Hintergründe zu googeln.

    Zuerst fragt man sich, wie hat die Kaffepflanze die Millionen Jahre bis heute überlebt, wenn sie bereits bei den heutigen Temperaturen, welche niedriger sind als die im Mittelalter und zur Römerzeit, angeblich sichtbare AGW-Erschöpfung zeigt.
    Liest man dazu in etwas älteren Berichten (z. B. beim Bundesministerium für Bildung und Forschung) nach, ahnt man, welche Probleme die (wilde) Kaffepflanze in Äthiopien (und der Südsudan kann nicht besser sein) bedrohen:
    „…Doch die natürliche Umgebung des Wildkaffees, die Bergregenwälder, ist stark geschrumpft – und sie schrumpft weiter. Es gibt nur noch kleinste Flächen tatsächlich unberührten Regenwalds. Dieser fällt der landwirtschaftlichen Nutzung einer unaufhaltsam die Wälder dezimierenden, enorm schnell wachsenden Bevölkerung zum Opfer, einer Bevölkerung, die allerdings kaum eine andere Alternative hat.
    Der Schutz der Bergregenwälder
    Zum Schutz der letzten Wälder wurden deshalb in einigen Waldgebieten den letzten Jahren Schutzzonen eingerichtet, die von der Nutzung der Wälder in den Randbereichen bis zu Verbot des Betretens in den Kernzonen reichen. Da die lokale Bevölkerung jedoch wenig über Sinn und Zweck dieser Schutzzonen aufgeklärt ist, sind die erwünschten Effekte dieser Maßnahmen in Frage zu stellen.“
    In anderen Berichten ist dann noch zusätzlich von Korruption und unfähigen Regierungen usw. die Rede.

    Komischerweise findet sich in keiner Tageszeitung ein Artikel darüber.

    Allerdings ahnt man nun, warum die Regierungen dieser Zone eine „Forschergruppe“ gesucht (und gefunden) haben, welche zur richtigen Zeit die „richtigen“ Problemursachen „erkennt“, um den künftigen AGW-Weltrettungsfonds anzapfen zu können.
    Und dass das Prinzip der Umschreibung problemlos funktioniert, zeigen die nun massenhaften Publizierungen in den Zeitungen. Wir werden sicher in naher Zukunft noch viele solcher modernisierten Expertisen bekommen.

  38. Hallo Herr Hahn,
    ich muss Sie leider enttäuschen.
    Apophis wird die Erde 2029 nicht reffen, sondern erst 2037. Wenn überhaupt. Und dann ist ist er viel zu klein um der Menschheit gefählich zu werden. Der reicht höchstens für ne Millionenstadt (leider).
    Die einzige Chance wäre Yellowstone oder ein anderer grosser Supervulkan……
    Mfg. H. Dankert

    P.S.:wie konnte es anders sein….
    dem Herrn Fischer geht es mit der Umverteilung nicht schnell genug…….
    aber bei der „Todesliste“ des bekloppten Profs. hält er sich vornehm zurück…….
    typisch AGW-Troll.

  39. Ich weiß schon, warum ich hoffe, daß Apophis in 2029 oder der Supervulkan unterm Yellowstone dem ganzen Hickhack ein Ende machen sollen. An diesen ökofaschistischen Massenmördern vergreifen sich nicht mal die Terroristen, also soll lieber die Natur die Menschheit auslöschen und was anderes versuchen…

  40. Zur Rechtslage:

    Schadensersatz gibt es nur bei nachgewiesener Schuld – also Vorsatz oder Fahrlässigkeit.

    Da bereits der natürliche Treibhaus-Effekt unbeweisbar ist, ist auch die anthropogene Verstärkung unbeweisbar. Also trägt niemand die Schuld an Klimaveränderungen und niemand ist schadensersatzpflichtig.
    Man müsste schon die Beweislast umkehren.

  41. Lieber Hr. Hüttner

    „Wenn es also gar keinen Zusammenhang zwischen einer marginalen Temperaturerhöhung und einer
    zunehmenden aber harmlosen CO2-Konzentration in der Atmosphäre gibt, wie kann dies Schäden verursachen?“

    Sie müssen halt damit leben, dass die restliche Welt (inklusive der politischen Führer der Staaten) von der wissenschaftlichen Basis ausgeht und nicht von ihrer. Erscheint mir sehr vernünftig 😉

  42. #4
    „Eines sollte alleine aus elementarster Moral und elementarstem Rechtsverständnis unbestritten sein: Wer Schäden verursacht, muss für diese geradestehen.“

    Welche Schäden Herr Fischer?

    Beenstock et al. haben die Korrelation zwischen Treibhausgasen und der Temperatur statistisch untersucht. Das Resultat lautet:
    „Therefore, greenhouse gas forcing, aerosols,
    solar irradiance and global temperature are not polynomially cointegrated, and the perceived relationship between these variables is a spurious regression phenomenon.“

    Wenn es also gar keinen Zusammenhang zwischen einer marginalen Temperaturerhöhung und einer
    zunehmenden aber harmlosen CO2-Konzentration in der Atmosphäre gibt, wie kann dies Schäden verursachen?

  43. #7

    Sehr geehrter Herr Moß,

    Sie haben zwar völlig recht, dass objektive Kriterien für den Naturschutz gelten sollten. Ist aber hier unmöglich, da die Öko-Ideologie der „grünen Khmer“ als Umweltschutz pur eingetrichtert und wahrgenommen wird. Naturwissenschaftlich begründeter Schutz von Flora und Fauna ist fast allen unlogisch und suspekt. Objektiv sind folgende Naturschutzkriterien:

    Kernkraft verringert den Kohle/Erdölverbrauch (CO2 Reduktion kommt noch dazu, nach strengen naturwissenschaftlichen Kriterien eher Nebensache), schont damit den Abbau natürlicher Ressourcen (positiv).

    Windanlagen töten Vögel und verbrauchen Landschaft (negativ).

    Gentechnik verringert den Pestizidenverbrauch (positiv).

    Ökolandbau ist landschaftsverbrauchintensiv (negativ).

    Gegensätzlicher können die naturwissenschaftlich begründete Naturschutzkriterien und die ökoideologische Umweltschutzkriterien in entscheidenden Bereichen nicht sein. Da der „anerkannte Maßstab für Umweltschutz“ sich gegen die eigenen Entlarvung mit Hilfe der Medien durchsetzen wird, wird es nie objektive Kriterien geben. Zumindest ich werde es nicht erleben. Leider!

    Mit freundlichen Grüßen

    Peter Georgiev

    PS. Ich hatte hier schon mal angeregt, eine dritte Rubrik neben Klima und Energie einzurichten (Was ist Naturschutz?). Hat die Mehrheit in Deutschland den echten Naturschutz verstanden, haben sich alle andere Probleme erledigt und die Grünen sind auf ihre 4% Chaoten zusammengeschrumpft. Ich denke aber, dass die Zeit dafür noch nicht reif ist und für die wichtigere Energieproblematik wahrscheinlich kontraproduktiv. Daher ertrage ich Umweltschutz statt Klimaschutz. Lieber wäre mir Naturschutz statt ideologischer Umweltschutz.

  44. Herr Fischer,

    „Der Durchbruch ist geschafft und jetzt kommt der Kampf ums Cash“

    ist doch klar und verständlich, nirgendwo eine konkrete Zusage von Geldern oder Verteilungsmodus.

    Sie prangern schon wieder ins Blaue hinein an.
    „Kritik“ formulieren, auch ohne Basis.

    Und warum „hier“ bei Eike ?
    so wie es aussieht hat Herr Kulke von „die Welt“ damit angefangen.
    Eike zitiert, auch wenn es Herrn Kulkes Ansicht teilt.

    Und welche Extremwetterereignisse ?
    Solche, die es schon immer gegeben hat und jetzt statt Unwetter Extremwetter heißen ?
    Die Studie, und nicht nur diese, der letzten 60 Jahre zeigt doch auf wie extrem die Extremwetterereignisse wirklich sind.

    Und Anpassungen vor der Wetterkatastrophe ? könnte man dann soweit gehen Sie würden zustimmen sich einem möglichen Klimawandel anzupassen, als dem Menschen die Schuld daran zu geben und ihn zu bekämpfen ?

    Ihre Aussage zeugt also nicht davon, dass Sie verstanden haben was Herr Martin Khor euphorisch von sich gab und Herr Edenhofer aussagte.

  45. An alle EIKE-Wissenschaftler:
    Wir brauchen ein geeignetes Maß für Umweltveränderungen.
    Bisher werden Umweltveränderungen nur in CO2-Ausstoß angegeben. Deshalb schneiden z.B. Windkraftanlagen und Solarzellen besser ab, als Kohlekraftwerke. Andere Parameter, wie z.B. Flächenverbrauch oder Einfluss auf Flora und Fauna müssen aber ebenfalls mit berücksichtigt werden. Deshalb brauchen wir dringend ein Umwelt-Maß, das alle Einflussgrößen berücksichtigt und das aus möglichst vielen relevanten Parametern besteht. Diese Art von Umwelt-Einheit müsste ausgearbeitet und dann anderen Wissenschaftlern, Politikern und eigentlich der ganzen Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Dann sagt man beispielsweise: Eine Kilowattstunde dieser Energietechnik fordert 5,3 Umwelteinheiten. Ihr müsst eine Arbeitsgruppe bilden, um dieses Umwelt-Maß zu entwerfen.
    Ich weiß nicht, ob ich mich klar genug ausgedrückt habe, manchmal humple ich ein wenig mit meinen Argumenten und viele Leute wissen nicht, wovon ich rede. Aber jedem muss doch klar sein, dass es falsch ist, alle Umweltveränderungen einzig mit der Menge des CO2-Ausstoßes anzugeben. Also tut euch zusammen und arbeitet was aus. Ich habe mich selbst auch schon daran versucht, aber es ist nichts Brauchbares dabei raus gekommen. Ich bin nur Chemielaborant und mir fehlt es (noch) am nötigen Wissen. Aber ihr könnt das schaffen. Und es ist wichtig!

  46. @ #4
    „Eines sollte alleine aus elementarster Moral und elementarstem Rechtsverständnis unbestritten sein: Wer Schäden verursacht, muss für diese geradestehen.“
    Und zwar unabhängig vom Einkommen ! Ich schlage eine Abschlagszahlung von 2 k€ vor – fällig sofort und von jedem Bürger. Der anschließende Aufschrei spült die Weltverbesserer da hin, wo sie hergekommen sind.

  47. Klimafonds GCF ziehen demnächst dem Steuerzahler jährlich 100 Milliarden Euro aus der Tasche für unbewiesenen Klima-Schwindel der Alarmisten-Fälscher
    Toll!

    Zitat:

    100 Milliarden Euro gegen den Klimawandel

    Er soll den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel finanzieren: Der Green Climate Fund. Vor seinem Start sind noch einige Streitpunkte zu klären. Selbst die wichtigste Frage ist offen: Woher kommt das Geld?

    Zwar gibt es unzählige Ansätze und Ideen, wie das Klima geschützt werden kann, doch gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern fehlt es dafür oft an Geld. Daran soll es in Zukunft nicht mehr scheitern: 100 Milliarden Euro im Jahr will die internationale Gemeinschaft ab dem Jahr 2020 für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel ausgeben.

    Zitat-Ende, Quelle:

    http://www.dw.de/100-milliarden-euro-gegen-den-klimawandel/a-16035494

    Dabei beteiligen sich nur nicht mal die ganze EU, Australien und Neuseeland, gerade ein mal 7,6% der Weltbevölkerung bzw nur 14,3% des von denen verursachten CO2-Ausstoßes!

    http://diggingintheclay.files.wordpress.com/2011/08/edmh2.png

    Alle anderen wollen kassieren, und unser Dirk Niebel verkündet schon stolz das deutsche Wesen, an dem das Klima wird genesen!

  48. Hier ist man aber schnell: Auch nach Doha existieren noch keine konkreten finanziellen Zusagen, auch der Modus der Verteilung der Gelder (falls eines Tages vorhanden) ist noch längst nicht geklärt.

    Eines sollte alleine aus elementarster Moral und elementarstem Rechtsverständnis unbestritten sein: Wer Schäden verursacht, muss für diese geradestehen.

    Spannend dürfte die Frage des Verteilungsmodus werden: Klar ist, dass man auf absehbare Zeit niemals ein Extremwetterereignis kausal dem Klimawandel wird zuordnen können. Und selbst wenn dies möglich wäre, wäre dies absurd, da sinnvolle Anpassung ja vor der Wetterkatastrophe beginnen sollte, und nicht danach.

    Mal schauen, wie die Politik diese Probleme lösen wird.

  49. Die Besitzer von Oel und Kohle kümmert es einen Dreck! Es sind wir deutschen Endverbraucher, Bürger, die diese polititsch gewollte Energiekostentreiberei zu spüren bekommen. UNSER WOHLSTAND in Deutschland wird in die „Dritte Welt“ oder sollte man sagen in mafiösen Abzockerkanäle versickern!
    Wenn ich der „Dritten Welt“ auf die Beine helfen will, dann muss erstmal das korrupte und von Warlord regierde „Dritte-Weltland“ gesäubet und strukturiert werden. Wirtschaftlich und mit einem politischen und bürokratischen Steuersystem usw. ausgerichtet werden. Danach ist für eine ausreichende und günstige Energieversorgung und verteilung sorge zu treffen. Es müssen Kohle- oder auch Gaskraftwerke gebaut werden. Dadurch kann Industrie entstehen. Dadurch können import und export entstehen. Dadurch können gut bezahlte Arbeitsplatze entstehen. Dadurch kann dann endlich der Teufelskreislauf der ständigen Armut durchbrochen werden.
    Angewandter Wissenstransfer ist das Beste für ein armes Land. Dieses Wissen ist besser als jedes korrupte Kapitalflusssystem von der !.Welt zur 3.Welt!

  50. Eigentlich ähnelt die Schuldzuweisung an uns alle inzwischen schon einer Religion und mit dem Dogma der Erbschuld sollen vor allem Macht ausgeübt, Vorschriften durchgesetzt und Vermögen umverteilt werden, wie der Artikel schön vorführt.

    Und eigentlich ist das schon seit den Angstszenarien des Club of Rome bekannt und jeder weiss, wer die Nutzniesser jener Geschäfte sind, die mit dieser Angst gemacht werden.

    Schönes Beispiel: Die völlig sinnfreie Zähluhr ‚The Carbon Counter‘ der Deutschen Bank auf dieser Website rechts oben. Wie soll man denn sowas noch ernst nehmen?

  51. Genau wie es Schellnhuber schon 2009 verkündet hat. – Klimahaftung heißt die Devise !
    Vielleicht…aber auch nur vielleicht werden die Medien jetzt endlich wach und erahnen zumindest was da ablaufen soll. Das ist „der“ Anschub für den weltweiten Emissionshandel, alles was bislang da gelaufen ist, war Kinderkram !
    Jetzt beginnt für Abzockerbanden der Handel mit heißer Luft erst richtig. Wird dies im Sinne dieser „Vollidioten“ durchgezogen, stehen wir in Kürze vor dem Zusammenbruch unserer Wirtschaften
    und die jetzt hoffnungsfrohen Entwicklungsländer brechen vollkommen zusammen. Dagegen wird die jetzige Krise ein Klacks sein ! Es ist der Anfang vom Ende -vermutlich mit der Folge eines 3. Weltkrieges !

    Erich Richter
    (s. auch Kasten mit Otmar Edenhofer…)

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