Teure Öko-Irrtümer: Gasverbrauch steigt dramatisch wegen Förderung „Erneuerbarer“ Energien

In einem Artikel berichtete die Zeitung „Die Welt“ in der Ausgabe vom 12.5.09 über die „Ökobranche, welche die Avancen der Kernkraftlobby zurückweist“. Die Ökoenergie-Branche warnte vor „falschen Freunden, die uns mit vergifteten Geschenken lähmen wollen“. Unflexible Großkraftwerke erfüllten die Anforderungen einer immer stärker auf erneuerbaren Energien basierenden Stromversorgung nicht, sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, Dietmar Schütz. Prof. Alt hat diese Behauptungen untersucht und in einem Leserbrief vom 20.5.09 die Fakten klargestellt.

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Um die Stromversorgung in Deutschland ohne Kernkraftwerke ebenso sicher zu machen wie derzeit mit den 17 deutschen Kernkraftwerken, sind nicht nur, wie unser Umweltminister Gabriel oder die Herren Schütz und Albers ohne jede Sachkunde irrtümlich meinen, zusätzliche Windenergieanlagen erforderlich, sondern mindestens 34 neue Erdgaskraftwerke zu je 500 MW Leistung. Der Erdgasbedarf dieser Kraftwerke beträgt dann jährlich rund 225 Mrd. kWh, der zusätzlich aus Russland importiert werden muss – zu Kosten von mindestens sieben Milliarden Euro jährlich -. sofern Herr Medwedew die Gaspreise nicht erhöht. Gabriels Parteifreund Gerhard Schröder wird das als Aufsichtsrat von Gazprom sicher freuen.

Hinzu kommen die Errichtungskosten fur diese Kraftwerke von mindestens zehn Milliarden Euro, zusätzlich die Kosten für den Gasnetzausbau. Dazu werden der Atmosphäre zusätzlich rund 50 Millionen Tonnen CO2, anvertraut, offenbar ist das für Herrn Gabriel kein Problem, wenn das CO2 aus der Erdgasverbrennung stammt. Die Subvention der erneuerbaren Energien durch die Stromverbraucher beträgt derzeit bereits jährlich über sieben Milliarden Euro mit weiter steigender Tendenz.
Es ist einfach unverständlich, ja verantwortungslos, dass unser Umweltminister derartige Tatsachen ignoriert und die Menschen derartig in die Irre führt. an unseren Hochschulen werden diese Tatsachen glücklicherweise vermittelt.

Prof Dr.-Ing. Helmut Alt.
FH Aachen. Aachen

Zur Abbildung Die rote Fläche liefern die 20.000 Windkraftwerke die über ganz Deutschland verteilt arbeiten wenn der Wind weht, die grüne Fläche muss durch Erdgaskraftwerke abgedeckt werden, falls die Kernkraftwerke nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Strompreis wird dann ganz erhebliche höher sein müssen, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche!

Den Weltartikel finden Sie hier:

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2 Kommentare

  1. Hi,
    wer Kann mir Doofen mal einer den Begriff „Erneuerbare Energie“ erklären- ich habe immer dem Energieehaltungssatz geglaubt.

    Was Sigmar Gabriel angeht: Ich erinnere mich an seinen Spruch, dass uns unsere Enkel noch verfluchen werden, wenn wir unser Verhalten nicht entsprechend der CO2- Gefahr ändern . Kurze Zeit später flog er wegen einer Unterschrift fein solo mit einer Bundewehrmaschine von Mallorca
    (Ballermann??) nach Berlin und zurück. Kosten:
    55000 €, vom CO2 gar nicht zu reden…
    Wasser predigen, Wein saufen- typisch … (… Aus redaktionellen Gründen gestrichen / Dr. Gerhard Stehlik)
    Gruss Yogi

  2. Wer an den sogenannten Klimaschutz glaubt, muß für eine verläßliche Stromversorgung die Kernenergie nehmen, wer eine teure Stromversorgung will, muß erneuerbare Energien plus Gaskraftwerke nehmen. Erneuerbare Energien alleine reichen nicht aus. Dann ist er aber abhängig von Rußland mit einem ‚umweltfreundlichen‘ Gasanschluß nach Sibirien und anderen Gaslieferanten der Zukunft.
    Wer eine dauerhafte und verläßliche Stromversorgung ohne Klimaschutzwahn haben will, kann sich auf die heimische Kohle zurückbesinnen. Die haben wir noch für Jahrhunderte. Alanka

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