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Horst-Joachim Lüdecke: Energie und Klima - Chancen, Risiken, Mythen
Weitere Veröffentlichnunen von Horst Joachim Lüdecke hier
Mittwoch, 13.02.2013 07:09

Abkühlung kommt? Fakten zum Klimawandel seit der Kleinen Eiszeit

Die UN-Klimakonferenz 2012 in Katar ist Geschichte. Wieder wurde im Vorfeld eine globale Katastrophen-Erwärmung nebst drastischen Folgen verkündet, wurden durch die Medien unkritisch Horrormeldungen verbreitet. Diesen CO2–basierten apokalyptischen Klima-Szenarien sollen die Klimafakten, soll die Klimarealität gegenüber gestellt werden.

Der Meteorologe Prof. Dr. Horst Malberg

Die über den Klimawandel und seine primäre Ursache aussagekräftigsten Klima-/ Temperaturreihen finden sich in West- und Mitteleuropa. Dabei reichen die Beobachtungsdaten der Central England Temperatures (CET) bis ins 17. Jahrhundert, die der Mitteleuropareihe (Klimamittel aus Berlin, Basel, Prag, Wien) bis 1701 zurück. Bei der nachfolgenden Analyse ab 1671 wurden für die drei Dekaden 1671-1700 die Mitteleuropatemperaturen aus den CET-Daten abgeleitet (Reduktionsfaktor –0,5°C).

In den Beiträgen zur BWK SO 29/09 bzw. SO 37/09 war der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Klimawandel in Mittel- bzw. Westeuropa getrennt untersucht worden. Im ersten Fall konnte dadurch die Auswirkung des integralen solaren Effekts auf einen primär kontinental geprägten, im zweiten auf einen ozeanischen Klimabereich erfasst werden.

In Analogie zur Betrachtung des globalen Klimawandels, d.h. des Mittels aus primär ozeanischer Südhemisphäre und stark kontinental geprägter Nordhemisphäre, wird bei der vorliegenden Analyse eine Europa-Temperaturreihe als Mittel aus Central-England-Reihe und Mitteleuropareihe gebildet. Auf diese Weise wird eine repräsentative empirische Aussage über die integralen (direkten und indirekten) Auswirkungen solarer Aktivitätsänderungen auf den Klimawandel seit der Kleinen Eiszeit möglich.

Sonnenaktivität und Temperaturverhalten

In Abb.1 ist die mittlere Sonnenfleckenzahl je Sonnenfleckenzyklus als Maß für die solare Aktivität wiedergegeben. Deutlich sind sowohl die kurzzeitlichen Fluktuationen als auch die klimarelevanten langzeitlichen Änderungen der Sonnenaktivität zu erkennen. Dem solaren Aktivitätsminimum im 17.Jahrhundert, dem Maunder-Minimum, folgte eine Zunahme der Sonnenaktivität im 18.Jahrhundert: der „ruhigen“ Sonne folgte  eine zunehmend „aktive“ Sonne. Am Ende des 18.Jahrhunderts begann erneut eine Phase geringer Sonnenaktivität, das  sog. Dalton-Minimum. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte erneut eine anhaltende Phase zunehmender Sonnenaktivität ein. Diese hielt bis zum Ende des 20.Jahrhunderts an. Seither nimmt die Sonnenaktivität wieder deutlich ab.

In Abb.2 sind für denselben 330-jährigen Zeitraum die dekadischen Mitteltemperaturen in Europa dargestellt. Auch diese weisen eine hohe Fluktuation auf. Die Ursache dafür sind die vielfältigen kurzfristigen Einflüssen von Ozean (v.a. El Nino/La Nina), Biosphäre, Sonnenaktivität und Vulkanismus auf die Atmosphäre.

Der langfristige Klimaverlauf wird durch die Ausgleichskurve beschrieben. Dem Temperaturminimum der Kleinen Eiszeit im 17.Jahrhundert folgte ein Temperaturanstieg im 18. Jahrhundert. Am Ende des 18.Jahrhunderts setzte eine rapide Abkühlung ein. Erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts folgte erneut eine Erwärmung. Diese erreichte 1998 ihren Höhepunkt. Seither stagniert die Temperatur global bzw. weist einen Abkühlungstrend auf. Im Gegensatz zu der globalen Klimareihe seit 1850, die allein die letzte Erwärmung erfasst, also nur eine einzige Phase des Klimawandels der letzten Jahrhunderte, lässt die Europareihe eine Untersuchung des Klimawandels seit der Kleinen Eiszeit zu.    

Empirische Klimaanalyse

Wie schon der optische Vergleich von Abb.1 und Abb.2  belegt, weisen die langzeitlichen Kurvenverläufe der solaren Aktivität und der Europa-Temperatur seit 1671 unverkennbar ein synchrones Verhalten auf. Als „Klima“ definiert die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) das Integral über alle Wetter-/Witterungsereignisse, erfasst durch die Mittelwerte, in einem mindestens 30-jährigen Zeitraum. Entsprechend dieser Definition spiegeln daher nicht  kurzfristige Sprünge von Jahr zu Jahr oder Dekade zu Dekade, sondern allein die  Langfristverläufe den (wahren) Klimawandel wider. In der gegenwärtigen Klimadebatte wird aber  ständig gegen die WMO-Definition verstoßen. Wenn es in die Ideologie passt, werden einzelne Wetter-/Witterungsereignisse (Hurrikan „Sandy“, Überschwemmungen) oder einzelne Jahre/Jahreszeiten als Beleg für die anthropogene Erwärmungshypothese angeführt. Äußerungen dieser Art sind unseriös und zeugen von wenig meteorologischem Sachverstand.

Entsprechend der WMO-Klimadefinition wurde die Datenanalyse für Klimaperioden von 3 Sonnenfleckenzyklen  (im Mittel 33 Jahre) durchgeführt. Da der solare Klimaantrieb kontinuierlich auf unser Klimasystem wirkt, werden der Auswertung gleitende Klimaperioden von 3 Sonnenfleckenzyklen zugrunde gelegt.

  

In Abb.3 ist die Änderung der solaren Aktivität für den Zeitraum 1672-1999 wiedergegeben, in Abb.4 ist die Temperatur-/Klimaentwicklung im gleichen Zeitraum dargestellt. Unschwer zu erkennen ist zum einen, dass Klimawandel ein permanenter Prozess ist und nicht erst ein Phänomen des Industriezeitalters. Auch vor 1850 mussten die Menschen mit  nachhaltigen Erwärmungen und Abkühlungen leben. Besonders bemerkenswert ist, dass die Klimaerwärmung von der Kleinen Eiszeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts mit rund 1°C genau so groß war wie die aktuelle seit 1850. Die natürlichen Klimaprozesse sind somit auch ohne anthropogene „CO2-Hilfe“ jederzeit in der  Lage, nachhaltige Erwärmungen zu verursachen.    

Unverkennbar zeigt der Vergleich der beiden Abbildungen zum anderen das grundsätzlich synchrone Verhalten von solarer Aktivität und Temperatur/Klima. Der „ruhigen“ Sonne zur Zeit des Maunder- sowie des Dalton-Minimums entsprechen die beiden Kälteperioden. Der „aktiven“ Sonne im 18. und 20.Jahrhundert entsprechen die beiden Erwärmungsperioden.

 

In Abb.5 und Abb.6 sind die Anomalien, also die Abweichungen der solaren Aktivität bzw. der Temperatur vom Mittelwert dargestellt. Auf diese Weise werden die Zeiten mit über- bzw. unterdurchschnittlichen Verhältnissen sichtbar.

Für den Zusammenhang von Sonnenaktivität und Klimawandel ergibt sich folgendes Bild:

* Zeiten mit unterdurchschnittlicher Sonnenaktivität (ruhige Sonne) korrespondieren auf der Klimaskala mit unternormalen Temperaturperioden, also mit Abkühlungs-/Kältephasen.

* Zeiten mit überdurchschnittlicher Sonnenaktivität (aktive Sonne) korrespondieren auf der Klimaskala mit übernormalen Temperaturperioden, also mit Erwärmungen/Wärmephasen.

Die kritische Grenze zwischen den Wärme- und Kälteperioden liegt bei einer mittleren Sonnenfleckenzahl von rund 50 Sonnenflecken pro Zyklus, d.h. unterschreitet die mittlere Sonnenfleckenzahl diesen Grenzwert,  befindet sich das Klima auf dem Weg in eine kältere Periode. Überschreitet die Sonnenaktivität hingegen den kritischen Wert, befindet sich das Klima auf dem Weg in eine wärmere Periode (BWK SO 03/09).

Korrelationsanalyse

Die (lineare) Korrelation liefert bei den untersuchten Zeitreihen einen quantitativen Aufschluss, wie groß der Zusammenhang zwischen den zeitlichen Änderungen der solaren Aktivität und den gleichzeitigen Änderungen der Temperatur, also dem Klimawandel, ist.  Der Korrelationskoeffizient würde gleich Null (0,0), wenn kein Zusammenhang bestünde. Je näher er dem Maximalwert von +1,0 kommt, um so stärker muss der solare Einfluss auf den Klimawandel sein, um so stärker vermag die zeitliche Änderung der Sonnenaktivität die Varianz des zeitlichen Temperatur-/Klimaverlaufs zu erklären.

Auf unsere Atmosphäre wirken, wie zu Abb.2 beschrieben, zwar eine Vielzahl kurzfristiger Prozesse, doch klimarelevant sind allein die langfristigen Klimaantriebe. Durch die Korrelation von Klimaperioden von 3 Sonnenfleckenzyklen wird diesem Sachverhalt  Rechnung getragen. 

In Abb.7 sind die Korrelationskoeffizienten für den Zusammenhang der sich zeitlich ändernden Sonnenaktivität (Abb.3) und den gleichzeitigen Temperatur-/Klimaänderungen für die Klimaperioden der letzten Jahrhunderte wiedergegeben. Für die Erwärmung im 18. Jahrhundert nach der Kleinen Eiszeit berechnen sich stabile Korrelationskoeffizienten von +0,90 bis +0,94. Das heißt: Die integrale (direkte und indirekte) Klimawirkung der Sonne vermag bis zu 88% der klimarelevanten Temperaturvarianz in diesem Zeitraum zu erklären.

Für die rapide Abkühlung Ende des 18./Anfang des 19.Jahrhunderts errechnet sich ein Korrelationskoeffizient von +1,0. Offensichtlich waren in dieser Zeit andere Prozesse marginal.

Auch für die Zeit der Klimaerwärmung im 20.Jahrhundert berechnen sich hohe stabile Korrelationskoeffizienten. Für den Temperaturverlauf von 1860, 1870 bzw. 1883 bis zum Ende der  1990er Jahre, dem Ende der aktuell diskutierten globalen Erwärmung, beträgt die Korrelation +0,86, +0,87, +0,89, d.h. im Klimabereich von Europa sind rund 80%  der Erwärmung im  20. Jahrhundert auf die langfristige Zunahme der Sonnenaktivität zurückzuführen.  Für den anthropogenen Treibhaus-/CO2-Einfluss auf die Klimaerwärmung bleibt folglich nur ein Anteil von rund 20% übrig.

Von einer Dominanz des anthropogenen Treibhaus-/CO2-Effekts auf den Klimawandel kann folglich keine Rede sein. Damit widerlegen die Fakten die CO2-Hypothese und damit die als „Vorhersagen“ interpretierten Szenarien der Klimamodelle.   

Schlussbetrachtungen

Die durchgeführte Klimaanalyse belegt auf der Grundlage zuverlässiger Beobachtungsdaten mit hoher statistischer Sicherheit den dominierenden Einfluss der  Sonne auf den Klimawandel. Jede langfristige Änderung des solaren Klimaantriebs führte in den vergangenen Jahrhunderten zu einer Veränderung des Klimas in Europa.

Sonnenaktivität und Klimaverhalten weisen unverkennbar eine synchrone, rund 200-jährige Schwingung auf (De-Vries-Zyklus). Im Gegensatz zum solaren Effekt vermag das CO2  diesen sinusartigen Klimaverlauf seit 1670 nicht zu erklären. Zwischen 1670 und 1850 lag der CO2-Gehalt der Luft konstant bei 280 ppm, d.h. sein Einfluss auf den Klimawandel war in diesem Zeitraum gleich Null. Kleine Eiszeit, die nachfolgende Erwärmung im 18. Jahrhundert und der Temperatursturz zu Beginn des 19.Jahrhunderts vollzogen sich bei konstantem CO2-Gehalt allein als Folge natürlicher, primär solar angetriebener Klimaprozesse. 

Warum der integrale solare Klimaeffekt nach 1850 nur noch eine unbedeutende Rolle beim Klimawandel spielen soll, wie es das IPCC und seine Anhänger behaupten, entbehrt jeder Logik und muss nach den obigen Ergebnissen als nicht haltbar angesehen werden.

Jede Stagnation und jeder Rückgang der Temperatur ist ein elementarer Widerspruch zur angeblichen Dominanz des CO2-Effekts, denn nach der Hypothese vom dominierenden anthropogenen CO2-Klimaeffekt dürfte es nur noch Erwärmungen geben. Die Varianz des Temperaturverhaltens kann daher durch den CO2-Effekt nicht erklärt werden. Wenn aber Stagnation und Abkühlungen „naturbedingt“ sind, sollte die Natur auch heute in der Lage sein, bei Erwärmungen die  wesentliche Rolle zu spielen.  Alles andere wäre paradox.

Alle Korrelationen zwischen Sonnenaktivität und Klimawandel sind nicht nur für die Zeit vor 1850, sondern auch für die Erwärmung im 20. Jahrhundert auf hohem Niveau statistisch signifikant. Es ist daher nicht nachvollziehbar, wenn von CO2-Anhängern behauptet wird, der integrale solare Effekt betrüge nur 10%, obwohl er 80% der klimarelevanten Temperaturvarianz der Erwärmung  (regional wie global) hochsignifikant erklärt. 

Der Einwand, Europa spiegele nicht den globalen Klimawandel wider, ist nicht stichhaltig. Aber selbst, wenn dem so wäre, wenn also die Änderungen der Sonnenaktivität nur in Europa klimabestimmend wären,  käme dem solaren Effekt eine grundlegende Bedeutung für die hier lebenden Menschen,  die Natur im allgemeinen und die Landwirtschaft im speziellen zu.

Doch ist der Einwand vor allem deswegen nicht stichhaltig, weil die Klimaerwärmung in Europa nach 1850 synchron zum globalen Temperaturanstieg verlaufen ist, d.h. der Klimawandel in Europa ist Teil des globalen/nordhemisphärischen Klimaverhaltens. So liegt die Korrelation zwischen dekadischem globalen Temperaturverhalten und dem Temperaturverlauf in Europa über +0,90, d.h. das Klima in Europa ist über die allgemeine atmosphärische und ozeanische Zirkulation in alle wesentlichen Veränderungen des globalen Klimas eingebunden.  

Ausblick:

Die Sonne ist derzeit am Beginn einer ruhigen Aktivitätsphase und wird voraussichtlich im aktuellen Zyklus bereits den kritischen Mittelwert von 50 Sonnenflecken erreichen bzw. unterschreiten, also den Grenzwert zwischen einer Wärme- und einer Kälteperiode. Analog zu den Klimabedingungen zur Zeit des Dalton-Minimums vor 200 Jahren gilt es daher, sich auf eine Klimaabkühlung in den kommenden Jahrzehnten einzustellen.

Allein die „launige“ Sonne wird über das grundsätzliche Ausmaß der zu erwartenden Abkühlung entscheiden und auch darüber, wann es mit der Temperatur allmählich wieder aufwärts geht. Letzteres ist voraussichtlich im Verlauf der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts zu erwarten, wenn die  Sonne wieder in eine aktivere Phase wechselt.

Sowohl der 200-jährige De-Vries-Zyklus als auch der 80-90-jährige Gleißberg-Zyklus der Sonnenaktivität deuten auf die bevorstehende Talfahrt der Sonnenaktivität hin mit allen Folgen für das globale Klima und die Welternährung.

Zum gleichen Ergebnis kommt auch I.Abdussamatov vom russischen Hauptobservatorium Pulkovo bei St.Petersburg (www.eike.eu). Auch nach seinen Ergebnissen wird das solare Minimum - und entsprechend der Höhepunkt der Abkühlung - während der Sonnenfleckenzyklen um 2055 zu erwarten sein.

Das CO2 wird nach den obigen Auswertungen weder Europa noch den Globus  vor der kommenden Abkühlung bewahren. Es kann den Temperaturrückgang höchstens etwas abmildern.

Seit 15 Jahren ist es global nicht mehr wärmer geworden. Die Globaltemperatur stagniert bzw. weist in jüngster Zeit eine fallende Tendenz auf, und zwar trotz jährlich kräftig weiter steigender CO2-Emissionen. (Warum wird die Öffentlichkeit von den Medien darüber nicht informiert?). Für den politisch motivierten „Weltklimarat“ (IPCC) und seine Anhänger ist es an der Zeit, das Dogma vom dominierenden CO2-Klimaeffekt aufzugeben und mit der Ausgrenzung bis Verketzerung der Klima-Querdenker aufzuhören. Nicht weil man dem main-stream angehört, hat man in der Wissenschaft automatisch die besseren Erkenntnisse.

Globale Erwärmungen von 4°C nebst apokalyptischen Folgen bis 2100 mittels CO2-dominierter Klimamodelle „vorherzusagen“, (Weltbank, PIK), sind reine Hypothesen. Wird der solare Effekt mit all seinen Wechselwirkungen unter- und der CO2-Effekt überschätzt, kann man keine realistischen Klimaaussagen erwarten.  

Wie die früheren Klimaanalysen so lässt auch die vorliegende nur einen Schluss zu:  

Im Vergleich zum integralen solaren Klimaeffekt mit all seinen komplexen, nicht-linearen Wirkungsmechanismen (Ozean, Wolken, Albedo, Biosphäre, kosmische Strahlung,…) ist der anthropogene Treibhaus-/CO2-Effekt nur von untergeordneter Bedeutung. Auch der medienwirksame Versuch, singuläre Extremwetterereignisse auf einen anthropogenen Klimaeinfluss zurückzuführen, entbehrt jeden Beweises. Orkane, tropische Wirbelstürme, Tornados, Dürren, Überschwemmungen hat es, wie die Chroniken  belegen, in allen Jahrhunderten  infolge außergewöhnlicher synoptischer Konstellationen mal mehr und mal weniger  gegeben. Allerdings werden durch das anhaltende Bevölkerungswachstum auf  bald 7 Mrd. immer mehr Menschen sowie ihre Güter von den Naturkatastrophen betroffen.

An die Stelle eines überschätzten, ineffektiven Klimaschutzes sollten sich alle Anstrengungen auf einen weltweiten Umweltschutz konzentrieren: Saubere Luft, sauberes Wasser, unbelastete Böden und ein intaktes Ökosystem zählen zu den Grundrechten des Menschen. Auch sind wegen der Begrenztheit der fossilen Ressourcen und der Umweltbelastungen durch Verbrennungsprozesse Maßnahmen zur CO2-Reduzierung gut zu begründen. Der sog. Klimaschutz ist dagegen die ineffektivste aller Maßnahmen. Ein stabiles Klima hat es in der Klimageschichte nie gegeben, und wird es auch in Zukunft nicht geben.

 Prof. Dr. Horst Malberg,

Den Beitrag können Sie auch als pdf im Anhang herunterladen

Prof. Malberg war in seiner aktiven Zeit langjähriger Leiter des Meteorologischen Instituts der Freien Universität Berlin. 

Literatur

- Brohan, P., J.J. Kennedy, I. Haris, S.F.B. Tett and P.D. Jones: Uncertainty estimates in regional and global 

   observed temperature changes: a new dataset from 1850. J. Geophysical Research, 111, D12106, 

  doi:10.1029/2005JD006548 -- pdf

- BMBF  Herausforderung Klimawandel“. 2004: http://www.bmbf.de/pub/klimawandel.pdf

- Claußnitzer, A. Das Maunder-Minimum. Eine Modellstudie mit dem „Freie Universität Berlin Climate     

  Middle Atmosphere Model“ (FUB-CMAM). Diplomarbeit. 2003

- Cubasch, U. Variabilität der Sonne und Klimaschwankungen. Max-Planck-Forschung. Das Wissen-

  schaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft (2001)

- Eddy, J.A. „The Maunder Minimum“. Science 192. 1976

- EIKE: www.eike-klima-energie.eu

- Hennig, R. Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse –von den alten Zeiten bis zum Jahre 1800.

  Abh. Kgl. Preuß. Met.Inst.Bd.II/4 .1904

- Hoyt, D. V. and Schatten, K. H.: The role of the sun in climate change. New York-Oxford, Oxford Univer-

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- Jones, P.D., New, M., Parker, D.E., Martin, S. and Rigor, I.G., 1999: Surface air temperature and its varia-    

   tions over the last 150 years. Reviews of Geophysics 37, 173-199.

- Labitzke,K. and H. van Loon: The signal of the 11-years sunspot cycle in the upper troposphere-lower

Stratosphere. 1997

- Labitzke, K. On the solar cycle – QBO – relationship. J.A.A., special issue 67, 45-54. 2005

- Landscheidt, T. Solar oscillations, sunspot cycles, and climatic change. In: McCormac, B. M., Hsg.:

  Weather and climate responses to solar variations. Boulder, Ass. Univ. Press (1983) 

- Malberg,H. und G. Bökens: Änderungen im im Druck-/Geopotential- und Temperaturgefäl le zwischen Sub-

   tropen und Subpolarregion im atlantischen Bereich im Zeitraum 1960-90. Z.f.Meteor. N.F. (1993)

- Malberg, H.  Beiträge des Instituts für Meteorologie der Freien Universität Berlin/Berliner Wetterkarte:

- Über den Klimawandel in Mitteleuropa seit 1850 und sein Zusammenhang mit der Sonnenaktivität. SO 17/02 

- Die globale Erwärmung seit 1860 und ihr Zusammenhang mit der Sonnenaktivität. SO 27/02

- Die nord- und südhemisphärische Erwärmung seit 1860 und ihr Zusammenhang mit der Sonnenaktivität. SO

   10/03

- Der solare Einfluss auf das mitteleuropäische und globale Klima seit 1778 bzw. 1850. SO 01/07 (2007) –

   In Memoriam Prof. Richard Scherhag.

- Über den dominierenden solaren Einfluss auf den Klimawandel seit 1701. SO 27/07

- El Nino, Vulkane und die globale Erwärmung seit 1980. SO 34/07              

- El Niño und der CO2-Anstieg sowie die globale Erwärmung bei  C11/09O2-Verdopplung. SO 02/08

- Die unruhige Sonne und der Klimawandel. SO 20/08

- Über die kritische Grenze zwischen unruhiger und ruhiger Sonne und ihre Bedeutung für den Klimawandel. SO

   03/09

- La Nina - El Nino und der solare Einfluss – Der Klimawandel 1950-2008. SO 11/09

- Über das Stadtklima und den Klimawandel in Deutschland seit 1780. SO 18/09

- Langfristiger Klimawandel auf der globalen, lokalen und regionalen Klimaskala und seine primäre Ursache:

   Zukunft braucht Herkunft. SO 29/09 (2009)

- Der solare Einfluss auf den Klimawandel in Westeuropa seit 1672. SO 37/09 (2009)

- Rekonstruktion des Klimawandels seit 1860 bzw. 1672 aufgrund solarer Aktivitätsänderungen, SO 11/10

   (2010)

- Kurzperiodische und dekadische Klimavariabilität im Zeitraum 1980-2009. SO18/10 (2010)

- Über scheinbare und tatsächliche Klimaerwärmung seit 1850. SO 26/10 (2010)

- Analyse des solaren Effekts und des langfristigen Klimawandels seit 1680 sowie des gegenwärtigen

 urzperiodischen Klimaverhaltens SO 09/11 (2011) 

- Über sprunghafte Anstiege von CO2 und globaler Temperatur –SO 05/12 (2012)

- Malberg, H. Klimawandel und Klimadiskussion unter der Lupe. Z. f. Nachhaltigkeit 5. 2007

- Malberg, H. Klimawandel und Klimadebatte auf dem Prüfstand. Verh. Ges.Erdkunde zu Berlin. 2007

- Malberg, H. Der solare Einfluss auf den Klimawandel. Jahrbuch der Freunde und Förderer der TU Bergakade-

   mie Freiberg, 2010

- Matthes, K., Y. Kuroda, K. Kodera, U. Langematz: Transfer of the solar signal from the stratosphere to the

   troposphere: Northern winter. J. Geophys. Res., 111.2005

- Matthes, K., U. Langematz, L. L. Gray, K. Kodera   Improved 11- year solar signal in the Freie Universität

   Berlin climate middle atmosphere model. J. Geophys. Res., 109. 2003 

- Negendank, J.W. Gehen wir einer neuen Kaltzeit entgegen? Klimaänderungen und Klimaschutz.TU-

   Cottbus.2007  

- Pelz, J. Die Berliner Jahresmitteltemperaturen von 1701 bis 1996, Beilage Berl. Wetterkarte, 06/1997

- Scafetta; N. and B.J. West: Is Climate Sensitive to Solar Variability. Physics today. (2008)

- Scherhag, R.          Die gegenwärtige Abkühlung der Arktis. Beilage Berliner Wetterkarte SO31/1970

- Svensmark, H. Cosmic rays and earth‘s climate. Space Science Rev. 93 (2000)

- Svensmark, H. Cosmic Climatlogy – A new theory emerges. A&G, Vol. 48 (2007)

- Svensmark, H., Friis-Christensen, E. Reply to Lockwood and Fröhlich – The persistent role of the Sun in

  Climate forcing. Danish Nat.Space Center. Scientific Report 3/07 (2007)

- Wehry, W. Einige Anmerkungen zu meteorologischen Messungen und Datenreihen. Beiträge BWK SO 22/09

- Winkler, P. Revision and necessary correction of the long-term  temperature series of Hohenpeissenberg,

   1781–2006- Theor. Appl. Climatol. 75 (2009)

Daten

Den Temperaturdaten von Basel und Wien liegen die Klimareihen von F. Baur zugrunde, die im Rahmen der „Berliner Wetterkarte“ fortgeführt wurden.

Die Temperaturdaten von Prag wurden der Internet-Veröffentlichung www.wetterzentrale .de/Klima/ entnommen, erweitert durch Werte, die von der Station Prag direkt zur Verfügung gestellt wurden.

Die Central England Temperatures (CET) basieren auf den Werten des Climatic Research Unit, UK.

(www.cru.uea.ac.uk/cru/data)

Die Temperaturreihe von Berlin entspricht den von J. Pelz auf Berlin-Dahlem reduzierten Werten ab 1701.

Die globalen Temperaturdaten basieren auf den Werten des Climatic Research Unit, UK.

(www.cru.uea.ac.uk/cru/data)

Die Sonnenfleckenzahlen ab 1749 entstammen den Veröffentlichungen von NOAA

(ftp:/ftp.ngdc.noaa.gov/STP/SOLAR_Data/Sunspot­_Numbers/Monthly/)

Die Sonnen vor 1749 wurden verschiednen Quellen entnommen (u.a.Waldheimer,M.:The sunspot activityin the years 1610-1960 (Zürich 1961), Schove, D.J.:Snspot cycles (Hutchinson Stroudsburg 1983), Schönwiese,C.D. Klimatologie (UTB 1994)

 

 


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11 Kommentare:
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#1: Alfred Schlohr sagt:

am Mittwoch, 13.02.2013, 11:06

Ein sehr schöner Beitrag, Ähnliches ist im Buch "Die Kalte Sonne" von Vahrenholt und Lüning zu lesen, allerdings nicht so kurz und knapp wie hier.

Nun bin ich auf die Entgegenhaltungen und die Schlammschlacht der CO2-Klima-Katastrophiker gespannt. Bitte nicht vergessen: Eine CO2-freie Welt, wie sie von einigen übereifrigen Politikern gefordert wird, würde das Ende jeglichen uns bekannten "höheren" Lebens auf der Erde bedeuten.

 

#2: E. Thomas sagt:

am Mittwoch, 13.02.2013, 13:34

Interessante Arbeit.
Aber schon allein wenn man die Temperaturen aus den Eisbohrkernen mit der Sonnenaktivität(Be10) vergleicht, sieht man, dass wir heute keinen Klimawandel/Klimaerwärmung durch CO2 haben. Und wenn, dann nur sehr minimal. Haupttreiber ist in den letzten 4000 Jahren die Sonne gewesen, auch in den letzten Jahren.

Hier schön zu sehen:
http://tinyurl.com/c8l5w3a

 

#3: M.Gruss sagt:

am Mittwoch, 13.02.2013, 16:24

Wieder ein echter Malberg. Unangenehm für seine Kritiker ist die wohlverständliche Stringenz der Gedanken und die fachlich-logische Synoptik all seiner Abhandlungen. Vielleicht sollte er an der GEZ-Funk-Akademie wenigstens in Teilzeit em.Tutor h.c. für Wetterfrösche werden?! Allerdings müsste Guido dann versprechen, 'Hitlers Helfer' nicht um das Kapitel "Berliner Sonnenkultler" zu ergänzen.

 

#4: Oliver Hartmann sagt:

am Mittwoch, 13.02.2013, 18:09

Aktienkurs von Solarworld:

http://tinyurl.com/bw4hwgb

[url]http://tinyurl.com/bs8pocf[/url]

:haha: Die schwer angeschlagene Solarworld AG bereitet sich angesichts der schwierigen Marktbedingungen auf drastische Maßnahmen vor, ... :haha:

Kommentar:

Bitte unbedingt URL Verkürzer wie tinyurl verwenden.
mfG
Admin

 

#5: T. Heinzow sagt:

am Mittwoch, 13.02.2013, 18:46

" das Klima in Europa ist über die allgemeine atmosphärische und ozeanische Zirkulation in alle wesentlichen Veränderungen des globalen Klimas eingebunden."

Wie sollte es denn anders sein?

"Auch sind wegen der Begrenztheit der fossilen Ressourcen und der Umweltbelastungen durch Verbrennungsprozesse Maßnahmen zur CO2-Reduzierung gut zu begründen."

Schöne Worte, vor allem PC, aber leider falsch. Nur mit Waffengwalt wird man - wer immer das auch ist - die Menschen daran hindern können, die fossilen Brennstoffe (oder Ressourcen - wie z.B. die Wälder in Griechenland, Italien und Phoenizien während der Antike) zu nutzen.

Wenn die Menschheit mit ihrem derzeitigem Wohlstand langfristig überleben will, wird sie nicht umhin kommen, die Kernfusion zur Serienreife zu entwickeln, und die Kernenergie (Thoriumreaktor) zu nutzen.

Nur werden diese Tevhnologien erst dann zum Zug kommen, wenn die durch die Verbrennung der fossilen Primärenergieträger bereitgestellte Sekundärenergie teurer ist, als die per Kernfusion bzw. als Übergangslösung per Thoriumbrutreaktor.

Alles andere an überteuerter in sinnloser Techniknutzung (Windmühle & Co) muß per Zwang durchgesetzt werden, siehe EEG.

 

#6: Hofmann,M sagt:

am Donnerstag, 14.02.2013, 09:11

Bin mal gespannt, wie es unsere grün ideologisierten Bundestagspolitiker dem Volk vermitteln wollen, dass dieses in Zukunft, bei zunehmender Kälte, kein CO2 mehr verbrauchen dürfen.
CO2-´Redurzierung heißt automatisch Energieeinsparung. Und jeder, der mal einen Arktischen Winter erleben durfte, der weis, was eine Energieeinsparung zur Folge hat.
Ausgekühlte Wohnung. Eisblumen am Fenster, Nahrungsmangel usw. usw.
Neue schöne Öko-Ideologie-Welt kann man dazu nur noch sagen...Kriegs- und Mangelzeiten kehren wieder zurück mit dieser CO2-Energie-Einsparungsverordnung ala deutschen ökosozialistischen Wahndiktatur.

 

#7: S.Hader sagt:

am Donnerstag, 14.02.2013, 10:18

@E.Thomas: "Aber schon allein wenn man die Temperaturen aus den Eisbohrkernen mit der Sonnenaktivität(Be10) vergleicht, sieht man, dass wir heute keinen Klimawandel/Klimaerwärmung durch CO2 haben. Und wenn, dann nur sehr minimal. Haupttreiber ist in den letzten 4000 Jahren die Sonne gewesen, auch in den letzten Jahren."

Das CO2 kann auch kein Hauptreiber des Klimas der letzten 4000 Jahre gewesen sein, weil es sich bis auf die letzten 100-150 Jahre praktisch kaum verändert hat. Wenn man ein Größe in einem System die ganze Zeit konstant hält, dann hat es auch keine Änderungswirkung auf das System. Sollte eigentlich einleuchten. Ich denke auch mal, dass niemand ernsthaft eine Wirklung der Sonne auf unser Klima abstreitet. Die Meinungsunterschiede bestehen höchstens, welche Wirkungsstärke wirklich vorliegt.

 

#8: S.Hader sagt:

am Donnerstag, 14.02.2013, 10:22

#5: "Wenn die Menschheit mit ihrem derzeitigem Wohlstand langfristig überleben will, wird sie nicht umhin kommen, die Kernfusion zur Serienreife zu entwickeln, und die Kernenergie (Thoriumreaktor) zu nutzen."

Also nur mal rein interessehalber, Herr Heinzow, wie könnte eine weltweite Versorgung von Strom mittels Kernfusion aussehen? Eine grobe Skizzierung würde mir schon genügen.

 

#9: Tyron Booker sagt:

am Freitag, 15.02.2013, 11:30

Sehr geehrter Herr Hader
Nur ganz kurz.
Zu den einzelnen Wärmeperioden hat es immer eine um 800 Jahre verzögerte Reaktion (Anstieg) von CO2 gegeben. Auch das läßt sich aus den Eisbohrkernen ablesen.
Und für eine Vernetzung der weltweiten Versorgung durch Kernfusion....?
Strom aus Kernfusion ist auch nicht heißer als aus anderen Energiequellen. Die Netze existieren somit schon.

 

#10: Klaus Konejung sagt:

am Freitag, 15.02.2013, 23:10

Hallo Herr Booker,
die Netze existieren, aber Sie brauchen auch den Strom aus der Kernfusion. Seit 50 Jahren dauert es noch 20 Jahre, bis die Kernfusion wirtschaftlich nutzbar ist.

 

#11: H. Urbahn sagt:

am Samstag, 16.02.2013, 16:32

Sehr geehrter Herr Professor Mahlberg,
ein wirklich hochinteressanter und ausgezeichneter Artikel. Allerdings ist es doch wohl so, daß Eisbohrkerne keine zuverlässigen Speicher für den CO2-Gehalt der Atmosphäre sind, so daß der Wert von 280 ppm CO2 allenfalls eine untere Grenze für den von Ihnen betrachteten Zeitraum darstellt. Die aufgrund der Stomataöffnungen von Pflanzen bestimmten CO2-Gehalt zeichnen daher auch ein ganz anderes Bild des CO2-Gehalts der Atmosphäre mit Werten zwischen 300 und 400 ppm
MfG
H. Urbahn

 
 
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