Harald Lesch, die Claudia Roth des Klima­wandels: Glaubt einfach, was ich erzähle – Nach­prüfen schadet nur!

Bild 1 Screenshot aus dem Video: Frag den Lesch - Neues aus der Klima-Küche. Quelle: YouTube

Helmut Kuntz
Kleine Rezension zum Klimawandel-Video: Frag den Lesch – Neues aus der Klima-Küche
Professor Harald Lesch mutierte inzwischen zum Bayerischen Messias des anthropogenen Klimawandels und lässt wirklich keine Gelegenheit aus, dies in Talkshows, Vorträgen und Videos unter die Leute zu bringen. Zum Vortragen hat er inzwischen einen ganz eigentümlichen, schauspielerischen Gestus und Sprache entwickelt, um seine Thesen – zu denen er praktisch nie Fundstellen nennt, wodurch sie äußerst schwer – wenn überhaupt – nachprüfbar werden – als wahr erscheinen zu lassen und Widerspruch oder Kritik von vornherein als „unangebracht“ abzutun.

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Wie die bekannte Claudia Roth der GRÜNEN appelliert er, anstelle Belege zu bringen, vorwiegend an die „Betroffenheit“, die seine „unbezweifelbaren“ Aussagen erzeugen sollen, weshalb man ihn inzwischen synonym als klimatisches Pedant der GRÜNEN-Politikerin bezeichnen kann, obwohl ihm der bei den GRÜNEN sonst oft übliche (bei Frau Roth vorhandene) Studienabbruch fehlt.

Der Autor hat sich (wieder) die Mühe gemacht, Beispiele seiner inzwischen oft schon abstrus überzogenen Thesen zu sichten und darzustellen, dass Vieles einer Nachprüfung nicht Stand hält, oder zumindest wesentlich Klimawandel-unkritischer betrachtet werden kann.

Video: Frag den Lesch – Neues aus der Klimaküche

Video: [2] Frag den Lesch – Neues aus der Klimaküche 

Im Video geht es angeblich über das Neueste vom Klimawandel. Zumindest wird es in der Lesch-typischen, stammelnden und auslassungsreichen Vortragsweise so erzählt.

Einleitung

H. Lesch: … Neuigkeiten von den Klimamodellen … Klimawandel, das stimmt ja sowieso nicht …. denn dass der Mensch einen Einfluss auf das Klima hat, auf den Klimawandel, das ist eindeutig, übereindeutig. … in den 90er Jahren dachte man, da könnte noch eine gewisse Unsicherheit sein, das ist aber vorbei … die neuesten Entdeckungen, muss man leider sagen, aber auch Bestätigungen muss man leider noch mehr sagen, die zeigen ganz klar – wir sind dran schuld.

Und dann wird über eine ganz neue Entdeckung erzählt,

Biofilme auf Gletschern:

H. Lesch: … Neu herausgekommen ist ein Effekt … eine ganz neue Entdeckung …. warum schmelzen die Gletscher so viel schneller… Ruß und andere Staubteilchen regnen auf die Gletscher … diese bilden Biofilme aus .. dadurch, dass die unsichtbaren Biofilme auf der Oberfläche der Gletscher sind, wird ne ganze Menge Energie in den Biofilmen deponiert und dadurch schmelzen die Gletscher schneller. Die Biofilme sind etwas, das man vorher nicht kannte, aber jetzt weiß, aha das verstärkt nochmal den Effekt des Klimawandels, also der Erwärmung.

Der Autor ist dieser wichtigen Entdeckung, welche den Treibhauseffekt zusätzlich verstärkt, nachgegangen. Bei der Max Planck Gesellschaft findet sich dazu eine Pressemitteilung:

Bakterien heizen Gletschereis auf
Mikroorganismen siedeln sich auf dem Eis an Staubteilchen aus der Atmosphäre und lassen den Gletscher dadurch schneller schmelzen… Mikroben leben von Kohlenstoff aus Gletschern
Das nutzt auch der Klimaforschung, denn ein besseres Verständnis des Kohlenstoffspeichers in Gletschern und des Transports von Kohlenstoff in andere Ökosysteme kann dazu beitragen, aktuelle Klimamodelle zu verbessern. Es ist schon lange bekannt, dass organischer Kohlenstoff, der für Jahrtausende in Gletschern gespeichert war, beim Abschmelzen freigesetzt wird und Mikroorganismen als Nahrung dient. Die nun vorliegende Studie zeigt, dass auch durch die Fixierung von anorganischem Kohlenstoff durch Mikroorganismen auf Gletschern organischer Kohlenstoff entsteht, der rasch von benachbarten Organismen verbraucht wird.

Zur Pressemitteilung ist die Studie genannt, welche wohl auf einer Dissertationsarbeit beruht:
Heidi J: Smith et al.: [3] Biofilms on glacial surfaces: hotspots for biological activity
Leider steht in dieser Studie nirgends auch nur ein vager Hinweis zum quantitativen Einfluss auf das Klima oder die Gletscherschmelze. Auf Nachfrage des Autors beim Max Planck Institut kam dazu die folgende Antwort: … Tatsächlich gibt es bisher noch keine quantitativen Daten zu dieser Studie. Das wird sicher Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.

Was sagte Herr Lesch

Und nun vergleiche man diese Antwort mit Herrn Leschs Darstellung:

H. Lesch: „ … Die Biofilme sind etwas, das man vorher nicht kannte, aber jetzt weiß, aha, das verstärkt nochmal den Effekt des Klimawandels, also der Erwärmung… „.

Prognosen von Klimamodellen

Weiter geht es im Video:
H. Lesch: Es gibt jetzt klare Prognosen dafür, dass die Prognosen von Klimamodellen eintreten … Eine Vorhersage war in der Tat, dass durch die allgemeine Erwärmung sich die Wolkenbänder systematisch vom Äquator hinaus in Richtung nach Norden und nach Süden bewegen müssten. Und genau das ist nun entdeckt worden. Und eine weitere Vorhersage der Klimamodelle ist eingetreten: Sobald die Atmosphäre eine bestimmte Temperatur überschreitet, schießen die Wolken weiter nach oben … aber inzwischen sind nicht nur Gewitterwolken davon betroffen, sondern die gesamte Dynamik ist davon betroffen.

Wieder muss man Datenquellen raten. Doch könnte sich die Aussage auf die folgende Studie beziehen:

Juli 2016, [4] Evidence for climate change in the satellite cloud record,
deren Pressemitteilung vorwiegend im Englischsprachigen Raum publiziert wurde.
Doch WELT N24 hat auch darüber berichtet: Wegen des Klimawandels haben wir weniger Wolken
… Unklar waren bislang auch die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf den Wolken-Bedeckungsgrad. Das lag vor allem daran, dass Wettersatelliten die Veränderungen nur teilweise zuverlässig wiedergeben, unter anderem wegen verschiedener Umlaufbahnen, unterschiedlicher Kalibrierung und Veränderungen der Sensorenempfindlichkeit im Laufe der Zeit. Das Forscherteam analysierte nun die Datenreihen verschiedener Satelliten und rechnete störende Einflüsse heraus.
Die Auswertung über 27 Jahre zeigt, dass der Bedeckungsgrad vor allem der mittleren Breiten abnimmt – weil sich der subtropische Hochdruckgürtel ausdehnt und sich die Tiefdruckzone der mittleren Breiten – insbesondere über dem nördlichen Atlantik – polwärts verlagert. Dagegen stieg der Bedeckungsgrad etwa über dem Atlantik und Pazifik nördlich des Äquators. Zudem berichten die Forscher, dass die oberste Wolkenschicht höher reicht als früher.

Seit dem Jahr 1984 gibt es ein ISCCP Cloud-Cover Daten-Projekt. Und Studien, welche die Veränderungen der Wolken-Bedeckungsgrade über die verschiedenen Breiten analysieren und versuchen, mit den Simulationsergebnissen in Einklang zu bringen, gibt es wie Sand am Meer. Allerdings oft mit ernüchternden Ergebnissen, zum Beispiel,

dass zwischen Messungen und Simulationsergebnissen nicht nur große Abweichungen bestehen, sondern die Effekte schlichtweg noch nicht ausreichend verstanden sind. Dazu kommt, dass beispielsweise ein Projekt beim CERN ermittelte, dass die Wolkenbedeckung viel stärker als bisher angenommen von natürlichen Einflüssen abhängt, somit im vor-industriellen Zeitalter eventuell viel größer als bisher angenommen war und das aktuelle Verhalten somit weit mehr (als bisher angenommen) von natürlichem und weniger (als bisher angenommen) vom CO2-Forcing abhängt

Theorien und Annahmen gibt es also viele und die Ergebnisse erscheinen insgesamt etwas chaotisch, weshalb die Klimamodellierer bezüglich der Wolken immer noch ziemlich hilflos sind:
M. Calisto at al., 2014: Cloud radiative forcing intercomparison between fully coupled CMIP5 models and CERES satellite data (Anmerkung: CMIP5 „Coupled Model Intercomparison Project 5“ sind neue Klimamodellierungen)

We have found that none of the models are consistent with the CERES data for all four variables considered….
we can say that despite consistent improvements in complexity and resolution of the models, none of the CMIP5 models presented here fits perfectly to the satellite data. Most of the models show a large bias in sea-ice regions, the tropical Pacific, and subtropical stratocumulus regions (Figs. 5 and 6). An accurate representation of clouds and their radiative effects still remains a challenge for global climate modeling.

[Übersetzung von Chris Frey: Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass keines der Modelle konsistent ist mit den CERES-Daten für alle betrachteten Variablen … wir können sagen, dass trotz konsistenter Verbesserungen hinsichtlich Komplexität und Auflösung der Modelle keines der hier präsentierten CMIP5-Modelle genau zu den Satellitendaten passt. Die meisten Modelle zeigen einen großen Bias in Gebieten mit Meereis, dem tropischen Pazifik und subtropischen Stratocumulus-Regionen. Eine genaue Repräsentation von Wolken und deren Strahlungs-Auswirkungen bleibt nach wie vor eine große Herausforderung für die globale Klima-Modellierung.

Ende Übersetzung]

The Daily Star, May 27, 2016 : Scientists make news clouds which may lessen global warming
… Nobody knows just how cloudy skies were in the old days. Scientists have figured there were far fewer clouds than now, Kirkby said. But the discovery of a new natural route to cloud formation suggests that cloud cover was in fact greater than scientists had assumed.

If so, the way these simulations work, it would mean that greenhouse gases haven’t been quite as potent in producing warming so far as scientists thought. So, ton for ton, they may not be quite as potent in producing future warming either.
A new discovery about how clouds form may scale back some of the more dire predictions about temperature increases caused by man-made global warming. That’s because it implies that a key assumption for making such predictions is a bit off. „What this will do is slightly reduce and sharpen the projections for temperature during the 21st century,“ said researcher Jasper Kirkby.

[Übersetzung von Chris Frey: … Niemand weiß, wie wolkig es während der alten Tage war. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es weit weniger Wolken gegeben hatte als jetzt, sagte Kirkby. Aber die Entdeckung eines neuen natürlichen Weges der Wolkenbildung zeigt, dass die Wolkenbedeckung tatsächlich höher war als die Wissenschaftler vermutet hatten.

Falls das so ist, die Funktionsweise dieser Simulationen, würde das bedeuten, dass Treibhausgase nicht in der Lage gewesen wären, eine den Vermutungen der Wissenschaftler entsprechende Erwärmung zu erzeugen. Eine neue Entdeckung darüber, wie sich Wolken bilden, kann einige der düsteren Prophezeiungen hinsichtlich der vom Menschen verursachten Erwärmung abschwächen. Und zwar deswegen, weil es impliziert, dass eine grundlegende Hypothese für derartige Prophezeiungen ein wenig abwegig ist. „Das Ergebnis hiervon wird sein, dass die Projektionen der Temperaturen im 21. Jahrhundert etwas reduziert werden“, sagte der Forscher Jasper Kirkby.

Ende Übersetzung]

Einer Studie, der es auf einmal gelang, aus längst bekannten, teilweise aber ungeeigneten Satellitendaten
[4] „this is because observational systems originally designed for monitoring weather have lacked sufficient stability to detect cloud changes reliably over decades unless they have been corrected to remove artefacts ,
durch „Herausrechnen störender Einflüsse“ plötzlich einen „genauen“ Wolkenverlauf zu rekonstruieren und dann durch geeignet angepasste
[4] „Here we show that several independent, empirically corrected satellite records exhibit large-scale patterns of cloud change between the 1980s and the 2000s that are similar to those produced by model simulations of climate with recent historical external radiative forcing
Simulationsläufe nachzuvollziehen, ist jedenfalls mit äußerster Vorsicht zu betrachten. Es entsteht leicht der Eindruck der typischen “Beweisführung” in der Klimakunst: Nachträglich Messdaten zu “erzeugen”, dann Simulationen so lange anzupassen (es wurden wohl die CO2- und Aerosol-Forcinwerte so lange verändert, bis die zurückgerechneten Kurvenverläufe ungefähr passten), bis diese Daten wenigstens im Ansatz in einer Rücksimulation herauskommen und dann zu behaupten, damit ist die Qualität der Simulationen belegt (die das Ergebnis allerdings weder vorhersagen, noch ohne nachträgliche “Anpassung” zurückrechnen konnten).

Auf kaltesonne kam dazu jüngst eine größere Zusammenfassung:
kaltesonne, 27. August 2016: Wolken – die großen Unbekannten im Klimasystem
Lange Zeit hatten uns die Klimawissenschaftler vorgegaukelt, es gäbe nur noch i-Punkte in den Klimagleichungen zu setzen. Heute wissen wir, dass dies ein schwerer Fehler war. Noch immer gibt es viele große Unbekannte in den Klimamodellen. Im Februar 2015 räumte das Deutsche Klimakonsortium (DKK) ein:
Wolken – die großen Unbekannten im Klimasystem
[…] Wolken sind für systematische Messungen nicht nur schwer zugänglich, sie unterliegen auch ständiger und schneller Veränderung, sind in Form, Entstehung, Zusammensetzung und Höhenvorkommen unterschiedlich und haben deshalb verschiedene Auswirkung auf die Energiebilanz in der Atmosphäre. So wirken Wolken in tieferen Atmosphärenschichten kühlend, weil sie Sonnenstrahlen reflektieren und weniger Energie die Erdoberfläche erreicht. Hohe Eiswolken, Zirren genannt, wirken hingegen eher wärmend, da sie die Wärmeabstrahlung der Erde nicht in die Atmosphäre entlassen, sondern wieder Richtung Erdoberfläche reflektieren. […] Frank Stratmann untersucht im weltweit einzigartigen Leipziger Wolkensimulator (Leipzig Aerosol Cloud Interaction Simulator, LACIS) die Wechselwirkungen zwischen Aerosolpartikeln und Wolkentropfen: Im Kleinen wird die Wolkenbildung simuliert, die sich normalerweise bis zu einer Höhe von 15 km über der Erdoberfläche abspielt. […]
In Stratmanns Vortrag heißt es:
Was ist der Stand:
Wolken in Klimamodellen werden in der Regel nicht im Detail modelliert weil:
a) es teilweise an grundlegendem physikalischem Verständnis mangelt
b) eine Prozessmodellierung numerisch zu aufwändig ist
c) es ein grundsätzliches Skalenproblem gibt
(Wolken – Kilometerskala, Modellauflösung – Hundertkilometerskala)
d) Wolken werden in parametrisierter Form behandelt
Klimamodelle müssen anhand von Messwerten validiert werden
kaltesonne: Im Mai 2015 brachte auch proplanta.de Klimarealimus:
Forscher nehmen Wolken ins Visier
Wie beeinflussen die Wolken den weltweiten Klimawandel? Forscher haben darauf noch keine umfassenden Antworten.
Klar sei nur eines, sagt Professor Thomas Leisner, Klimaforscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): «Wenn sich das Klima ändert, ändern sich auch die Wolken – und umgekehrt». Doch in welchem Maße? Und in welche Richtung? In der deutschlandweit einzigartigen Wolkenkammer «Aida» versuchen Leisner und seine Mitarbeiter, Antworten zu finden. Zwei zentrale Fragen stellen sich:
Werden die Wolken im Klimawandel mehr kühlend oder mehr erwärmend wirken?

Das Max Plank Institut umschreibt die Problematik recht umständlich, aber mit ähnlichem Ergebnis: Wo liegen die Grenzen der Vorhersagbarkeit des Erdsystems?
… Anderes ist jetzt erst möglich geworden, wie etwa das Ersetzen der Wolkenparametrisierung durch konvektionsauflösende Modelle, wodurch die Simulationen eine deutlich stabilere konzeptuelle Grundlage erhalten.
Um unsere Modelle zu evaluieren und zu initialisieren, benutzen wir in zunehmendem Maße Beobachtungsdatensätze, aus denen wir grundlegende,
neue Einsichten in das sich ändernde Erdsystem gewinnen: von der Vertikalstruktur der Wolken über die zunehmende Wärmeaufnahme des Ozeans bis hin zu den immer genauer werdenden Beschreibungen der Landbiosphäre. Die globalen Beobachtungen werden durch eine neue Generation von Messkampagnen ergänzt, zum Beispiel für die Wolkendynamik in den Subtropen oder die meridionale Umwälzbewegung im Ozean.

Was sagte Herr Lesch

Die Aussage: „ H. Lesch: Es gibt jetzt klare Prognosen dafür, dass die Prognosen von Klimamodellen eintreten.“
ist damit auf jeden Fall nicht belegt und entspringt eher einem Wunschdenken. Zudem ist eine solche Aussage auch Unsinn, doch trotzdem entlarvend typisch „ … es gibt Prognosen, dass die Prognosen eintreten …“.
Beim Klima-Simulieren werden viele verschieden parametrierte Simulations-Läufe gemacht und dann „ermittelt“, welcher der „richtigste“ sein könnte. Irgend eine Prognose tritt dadurch irgendwann immer ein. Nur ist in der Regel vorher nicht bekannt, welche es werden wird. Anders herum werden die Simulationen rückwirkend den wahren Verläufen angepasst und dazu verkündet: „hätte man es damals so parametriert, wären die heutigen Ergebnisse herausgekommen“.
Wer die himmelschreienden Ungenauigkeiten nicht glaubt, sehe sich das in den vielen Vulnerabilitätsstudien mit ihren Simulationsläufen an:
EIKE: Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren

Wie schwierig es ist, Ursache und Wirkung zu unterscheiden, lässt sich am folgenden Verlaufsbild der tropischen Wolkenbedeckung ahnen.

Bild 3 Tropische Wolkenbedeckung und Temperatur seit 1983 (Wolken: ISCCP) Quelle: WUWT, Blogbeitrag

Meeresspiegel

Weiter geht es bei Herrn Lesch mit dem Meeresspiegel:
H. Lesch: … und warmes Wasser braucht mehr Platz … und schon ist man beim Meeresspiegelanstieg: Da gibt es ebenfalls neue Daten und die sagen uns ebenfalls nichts Gutes. … Zumal sich eben auch die Kontinente noch anheben z.B. genau dann wenn die Gletscher verschwinden die … wenn das Eis verschwindet …
Wie hoch ist tatsächlich der Meeresspiegelanstieg … Man hat Modelle benutzt und hat lokale Messstationen deren Wasseranstieg, deren Meeresanstieg zu rekonstruieren. Dann macht man das mit zwei, drei, vieren . ist eine Evolution von Modellen. … auf diese Art und Weise ist es gelungen, eine klipp und klare Aussage darüber zu machen, dass die Meere in den letzten 100 Jahren so stark angestiegen sind wie in den letzten 3000 Jahren nicht mehr …
und das ist klar, klipp und klar

Wieder muss man Datenquellen raten, aber es finden sich dazu passende Fundstellen, wie:
[1] Temperature-driven global sea-level variability in the Common Era
Wie so oft, hat ein Studienteam ganz neu festgestellt, dass man die Daten der Vergangenheit bisher falsch interpretiert hat und mit den „richtigen“, statistischen Methoden berechnet, die Zukunft viel schlimmer (als bisher publiziert) werden wird. Und wie so oft, wenn eine schlimme Klimaapokalypse zu verkünden ist, war auch Herr Rahmstorf (PIK) im Team dabei.
Die Studie kommt auch im EIKE-Artikel: Anstieg des Meeresspiegels: Nur Fakten, vor, doch soll hier auf eine Besprechung auf scinexx eingegangen werden.
scinexx.de:
[6] Meeresspiegel: Schnellster Anstieg seit 3.000 Jahren Bisher vollständigste Berechnung der klimabedingten Veränderungen des globalen Meeresspiegels
Jetzt ist es amtlich: Der globale Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert schneller angestiegen als jemals zuvor in den letzten 3.000 Jahren. Von 1900 bis 2000 stiegen die weltweiten Pegel um 14 Zentimeter. Gäbe es dagegen den anthropogenen Klimawandel nicht, wäre der Meeresspiegel vielleicht sogar gleichgeblieben, wie Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten. Zudem wären allein den US-Küsten 4.000 Überschwemmungen seit 1950 erspart geblieben.
Dass die Meeresspiegel durch die globale Erwärmung ansteigen, ist mittlerweile sattsam bekannt. Unter anderem deshalb prognostizieren Klimaforscher zunehmende Überschwemmungen und selbst in den USA gehen schon die ersten Inseln unter.
Zudem wurde lange Zeit mit
falschen Basiswerten gerechnet, so dass sich erst kürzlich herausstellte, dass der Anstieg doch steiler ist als gedacht.
„Eine statistische Herausforderung“
Robert Kopp von der Rutgers University und seine Kollegen haben es nun dank komplexer Analysen erstmals geschafft, die Entwicklung des Meeresspiegels in den letzten 3.000 Jahren zu rekonstruieren. „Kein lokaler Pegelstand liefert uns den globalen Meeresspiegel“, erklärt Kopp. „Denn an jedem Standort wird der Wert von zahlreichen Prozessen beeinflusst, die ihn vom globalen Mittel abweichen lassen. Hieraus das globale Signal zu isolieren – das ist die statistische Herausforderung“
Wie sensibel der Ozean auf Klimaveränderungen reagiert, zeigt ein weiteres Ergebnis:
Zwischen den Jahren 1000 und 14000 sank der Meeresspiegel um rund acht Zentimeter ab, wie die Forscher feststellten. Diese Entwicklung trifft mit einer Phase zusammen, in der sich globale Klima um 0,2 Grad Celsius abkühlte. „Es ist erstaunlich, dass wir diese Pegelveränderungen sogar bei einer so schwachen Abkühlung sehen“, sagt Kopp.

Selbst allerschlimmste Fehler fallen einer Fachredaktion nicht auf

Im scinexx-Artikel steht (hier extra als screenshot, damit man es glaubt, sofern es doch noch von der Redaktion korrigiert werden sollte), dass der Meeresspiegel zwischen den Jahren 1.000 und 14.000 um rund 8 cm sank:

Bild 4 Screenshot aus dem scinexx Artikel [6] zur Studie [1]
Diese Textstelle liest sich in der Studie allerdings wie folgt:

[1] „ … with a notable decline over 10001400 CE coinciding with 0.2 °C of global cooling

Der Redakteur hat (sicher versehentlich) aus den richtigen 1.400 CE in der Studie falsche 14.000 CE getippt. Das kann jedem mal passieren. Nur lag der Meerespegel vor 14.000 Jahren wie allgemein bekannt um 80 m (und nicht 8 cm) tiefer und die Temperatur ebenfalls um fast 20 Grad (und nicht 0,2 Grad). Dass dieser – fast schon jedem Klimalaien sofort ins Auge springende – Fehler niemandem in der Redaktion aufgefallen ist (und keinen Leser zur Reklamation veranlasste), zeigt, welcher krasse Unsinn beim Klimawandel publiziert werden kann, ohne „anzuecken“.

Bild 5 Pegel- und Temperaturverlauf seit ca. 25.000 Jahren. Quelle: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, ZAMG

Im Studienteam müssen wahre Rekonstruktionsgenies gewesen sein

Im scinexx Artikel steht: „Der globale Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert schneller angestiegen als jemals zuvor in den letzten 3.000 Jahren“. In der Studie selbst findet sich dazu das folgende Bild:

Bild 6 Die erste (angeblich) wirklich genaue Rekonstruktion des Meeresspiegelverlaufs seit 2400 Jahren. Quelle: [1]
Dieser „endlich ganz genaue berechnete Verlauf“ zeigt seit den letzten 2400 Jahren (bis ca. 1900) eine Spanne von gerade einmal ca. 15 cm.

Nun hat der Autor historische Pegelrekonstruktionen schon einmal in einer kleinen Analyse gesichtet und ist dabei zum Ergebnis gekommen, dass die Pegel-Änderungsspanne um Dimensionen höher ist, und schlimmer, aufgrund der katastrophalen Proxi-Ungenauigkeiten gar kein „wirklicher“ Global-Verlauf mit brauchbarer Genauigkeit rekonstruiert werden kann:
EIKE 07.04.2016: [5] Der Verlauf des Meeresspiegels im Holozän und seit 2.000 Jahren

Daraus eine Proxy_Rekonstruktion (Bild 7), welche dem IPCC AR5 entstammt. Die Proxys überstreichen in diesem Zeitraum eine Spanne von mindestens 100 cm. Vor allem aber sind sie regellos verteilt (Verdacht, dass sie teils Zufallswerte darstellen). Jedenfalls lässt sich kein „wahrscheinlicher“ mittlerer Kurvenverlauf daraus berechnen, weil die notwendigen, statistischen Basisannahmen nicht erfüllt sind. Natürlich kommt im Rechner immer eine Mittelwert-Kurve heraus – nur stimmt sie nicht.

Bild 7 IPCC Proxibild der vergangenen 3000 Jahre (gestrichelte Linien durch den Autor ergänzt). 0 = Jahr 1950

Original-Bildtext: Figure 13.3 (a) Paleo sea level data for the last 3000 years from Northern and Southern Hemisphere sites

Der folgende Verlauf eines Proxys der Malediven, indischer Ozean (Bild 8) soll zeigen, wie leicht die Annahme, einen so steilen Pegelanstieg wie aktuell hätte es die letzten 3000 Jahre noch nie gegeben, auch falsch sein kann. Es fällt aber kaum auf, da die schnellen Änderungen in den vielen Mittelungen verschwinden.

Bild 8 [5] Fig. 1. Sea level curve for the last 5000 years for the Maldives.
Nun eine Tabelle mit den Pegeländerungen weltweit verteilter Proxis aus dem EIKE-Artikel (Bild 9). Die Pegel-Spannweiten der letzten 2000 Jahre liegen zwischen -1,4 … +3,2 m. Laut der ganz neuen Studie will man daraus mittels ganz moderner Statistik heraus bekommen haben, dass der globale Mittelwert in diesem Zeitraum um nicht mehr als 15 cm geschwankt hätte. Das ist mehr als absolut unglaubwürdig. Bei den katastrophal streuenden Daten lässt sich auch mit noch so viel „Statistik“ kein wahrer Mittelwertverlauf mit dieser Genauigkeit bestimmen, beziehungsweise belegen.

Bild 9 [5] Meerespegel-Verlaufsrekonstruktionen aus weltweit verteilten Pegelproxys (ohne Pegel Mittelmeer)
Zum angeblich so alarmistischen, jüngeren Pegelanstieg noch ein Link:

EIKE: Anstieg des Meeresspiegels: Nur Fakten
Nur weil der Meerespegel eben nicht alarmistisch ansteigt, wird mit immer neuen „bahnbrechenden, statistischen Analysen“ versucht, einen zu konstruieren.

Was sagte Herr Lesch

Die Aussage: H. Lesch: „ … auf diese Art und Weise ist es gelungen, eine klipp und klare Aussage darüber zu machen, dass die Meere in den letzten 100 Jahren so stark angestiegen sind wie in den letzten 3000 Jahren nicht mehr … und das ist klar, klipp und klar,
darf man bedenkenlos anzweifeln, da sie sich auf eine Studie bezieht, welche unseriöse und vielen anderen Analysen deutlich widersprechende Ergebnisse präsentiert. Klipp und klar ist nur, dass damit gar nichts klar ist.

Fazit

Herr Lesch hat inzwischen mehrere Vorträge zum Klimawandel „gedreht“. Es ist (für jemand dazu kritisch eingestellten) wirklich eine Qual, sich seine Darstellungen dazu anzusehen und zu hören. Man merkt dabei auch, wie wenig „Wissenschaftsvorträge“ nutzten, wenn keine Quellen bekannt gegeben werden.
Im Kern sind seine Vorträge dazu inzwischen zur reinen Agitation und Kanzelpredigt, moderner: Vermittlung einer Message, verkommen. Mit „Wahrheitsvermittlung“ haben sie jedenfalls rein gar nichts mehr zu tun. Vor Kurzem verkündet er inzwischen, beim Klimawandel gäbe es überhaupt keine Zweifel, was die (alarmistischen) Studien schreiben, wäre einfach „wahr“ und somit gäbe es dazu auch keinen Dissens mehr (die Rezension zu einem seiner Videos, in welchem er vor großem Publikum genau dies konkret sagt, erscheint noch).
Es fragt sich nur: Was treibt einen Professor dazu, sich sein Renommee selbst so konsequent kaputt zu machen? – Und, warum unsere Fernsehanstalten solche Ökokirchen-Predigersendungen als „Wissenschaft“ bringen.

Quellen

[1] R. E. Kopp et al. (mit S. Rahmstorf): Temperature-driven global sea-level variability in the Common Era

[2] ZDFHD, Video: Frag den Lesch – Neues aus der Klimaküche Quelle: YouTube, Veröffentlicht am 28.11.2016

[3] npj, Heidi J Smith at al., 8 June 2016: Biofilms on glacial surfaces: hotspots for biological activity

[4] Joel R. Norris at al., 11 July 2016: Evidence for climate change in the satellite cloud record

[5] EIKE 07.04.2016: Der Verlauf des Meeresspiegels im Holozän und seit 2.000 Jahren

[6] scinexx.de: Meeresspiegel: Schnellster Anstieg seit 3.000 Jahren

[7] ScienceScepticalBlog: Die Top 5 Lügenmärchen der Klimaforscher
http://www.science-skeptical.de/klimawandel/die-top-5-luegenmaerchen-der-klimaforscher/0015719/

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34 Kommentare

  1. B. Geyer 29. Dezember 2016 um 12:02     

    Ich kann im Video bei 11:30 sehr wohl heraushören, dass die Reduzierung der Indianer an der kleinen Eiszeit schuld ist. Und dazu gibt es wie immer auch eine Studie, in der es von „Klimawissenschaftlern“ als „eine mögliche Ursache“ vemutet wird. Wie halt immer, wenn man keine plausible Erklärung (und eine CO2-Änderung von angeblich nur 30 ppm) hat.
    Ich würde mich jedoch niemals trauen, diese Studie auf EIKE als irgendwie sinnvollen Beitrag zur Klimawissenschaft einzustellen, Herr Lesch hat jedoch keine Hemmungen, es in einem Video zu tun.

     

    • Der natürliche Kohlenstoff-Input der Atmosphäre beträgt 190 GT/anno.  Der aktuelle anthropogene Input ~  5.5 GT/anno (also lediglich ~ 3%!) (Quelle: ROEDEL, 2000). Und da soll der Anteil einer Steinzeitkultur vor 500 Jahren in Amerika so bedeutend gewesen sein, dass ihr Verschwinden in Europa eine kleine Eiszeit ausgelöst haben soll!!? Das ist absoluter Blödsinn und nur wieder eine soziologische Schuldzuweisung an den bösen weißen Mann der schon vor 500 Jahren das Klima bedrohte. Und ein „Wissenschaftler“ Lesch plappert das im Deutschen Qualitätsfernsehen nach! Wie gesagt, die Irren haben die Leitung der Anstalt übernommen….  

    • Vielleicht hat ja die Kleine Eiszeit zum verschwinden der “Hochkulturen” in Nordamerika geführt. Korrelation und Kausalität sind für manche „Wissenschaftler“ schwer auseinanderzuhalten.

       

  2. Das ZDF hat eigentlich nur 2 Optionen:

    1. Sie lassen die Sendung als „Leschs Märchenstunde“ laufen

    oder

    2. Sie klassifizieren die Sendung als das, was sie ist, nämlich „Satire“ – wobei mir da „Die Anstalt“ um Welten besser gefällt.

  3. Neulich sah ich mir im Internet (auf ZDF- Info war das, wenn ich mich noch recht erinnere) ein Video des Herrn Lesch an, in dem er auf die Frage antwortete, ob es wegen der nachlassenden Sonnenaktivität um 2030 eine kleine Eiszeit geben werde. Nein, antwortete Herr Lesch, die Sonnenaktivität habe keinen Klimaeinfluss. Und nun kommt der Clou, wie er die kleine Eiszeit vor 400 Jahren begründete: Schuld sei die Dezimierung der Indianer in Amerika gewesen. Dadurch hätten sich landwirtschaftlich genutzte Flächen bewaldet, und diese Wälder entzogen der Luft CO2, so dass es abkühlte. Auf den engen langfristigen Zusammenhang von Sonnenfleckananzahl und Lufttemperaturen ging Herr Lesch nicht ein- so etwas verschweigt er gekonnt. Herr Lesch- die Claudia Roth des Klimawandels? Nein, der ist noch viel schlimmer, etwa so wie ein gewisser Hinkefuß, der im Deutschland der 1930er und 1940er Jahre die Massen verdummte. Da sehnt man sich nach Joachim Bublath zurück, dessen Wissenschaftssendungen, auch die über Astronomie, waren wesentlich niveauvoller und objektiver.

    • Ich habe dieses Video gefunden und dort wird mit keinem Wort die Indianer erwähnt.

      Als erster Grund für die „kleine Eiszeit“ wurden die erhöhte Vulkantätigkeit genannt und als zweites die gesteigerte Bioaktivität in Nordamerika. Und diese wird wohl primär durch den Rückgang der Dürren verursacht worden sein als durch den Rückzug der Indianischen Bevölkerung (der durch den Zuwachs der Einwanderer sicherlich mehr als ausgeglichen wurde).

      • Lieber Herr Geyer, eventuell haben Sie ein anderes Video angeschaut, denn ab Minute 11:40 wird explizit die Dezimierung der Indianerstämme als Grund für die kleine Eiszeit angegeben.

        Eine wirklich abenteuerliche Behauptung, denn erstens erfolgte eine stärkere Dezimierung der Indianer erst ab ca 1700, da war die kleine Eiszeit schon längst im Gange, zweitens wuchs die Bevölkerung insgesamt durch die Einwanderung, wodurch die Wälder keinesfalls zunahmen, drittens hatte der Waldbestand in Europa stark abgenommen, was nach Leschs Theorie eigentlich eine Erwärmung hätte bewirken müssen, usw. usw.

        Also Unsinn hoch 10, den Lesch da mal wieder in seinem Klimawahn zelebrierte.

        Ihm fehlt inzwischen jegliche wissenschaftliche Distanz zu diesem Thema.

      • Sie brauchen nur auf meinem Link zu klicken und ab der 10.ten Minute zuzuhören! Wenn Sie dann die Aussage bezüglich Indianer und Klimawandel nicht hören können, rate ich dringend zu einem Arztbesuch.

  4. > Selbst allerschlimmste Fehler fallen einer Fachredaktion nicht auf
    > Im scinexx-Artikel steht (hier extra als screenshot, damit man es glaubt, sofern es doch noch von der Redaktion korrigiert werden sollte), dass der Meeresspiegel zwischen den Jahren 1.000 und 14.000 um rund 8 cm sank:
     

    Einen Typo in einem Fachartikel zum Anlass zu nehmen über die fachliche Eignung eine Magazins herzufallen ist unterste Schublade. Jeder halbwegs ehrliche Wissenschaftler/Forscher/… würde – auch wenn er fachlich anderer Meinung ist – dem Autoren die Chance geben den Schreibfehler zu korrigieren.

     

     

    • Herr Kuntz hat dem Redakteur ausdrücklich das Recht auf Schreibfehler zugebilligt. Allerdings hätte so ein dicker Fehler den Fachredakteuren und/oder Korrektoren sofort auffallen müssen. Das passierte aber nicht. Insofern ist Ihre Kritik unberechtigt, und die unterste Schublade gehört Ihnen.

      • Ein solcher Schreibfehler wird auch einer guten Korrekturleser mal durchgehen. Vor allem diese Art des Fehlers ist prädestiniert auch 10 maligen Korrekturlesen überlesen zu werden.

        Der folgende Abschnitt zeigt aber nur das Herr Kuntz sein „Das kann jedem mal passieren“ nur deshalb eingefügt hat um in Folgenden das überlesen dieser fehlerhaften Zahl genüsslich auszuschalten un die Redaktion von scinexx als fachliche Idioten darstellen zu können.

        Aber gut nur das EIKE sowas NIEMALS passiert.

  5. In nur einer Sendung bringt Harald Lesch das Dilemma der Klimazunft auf den Punkt. Seit Klimaforscher in den 70er Jahren eine bevorstehende neue Eiszeit (!) prophezeit haben, lauten die Meldungen fast täglich, zumindest in unseren Qualitätsmedien:

    „Neuigkeiten von den Klimamodellen; das ist eindeutig; Unsicherheit, das ist aber vorbei; neueste Entdeckungen zeigen ganz klar; neu herausgekommen ist ein Effekt; eine ganz neue Entdeckung; jetzt weiß man, aha das verstärkt nochmal den Effekt des Klimawandels; etwas, das man vorher nicht kannte; es gibt jetzt klare Prognosen; neue Daten und die sagen uns nichts Gutes; eine Evolution von Modellen; eine klipp und klare Aussage; das ist klar, klipp und klar!“

    So wird seit über 50 Jahren die Botschaft unters Volk gebracht, jetzt aber hätte man die endgültige, quasi göttliche Wahrheit gefunden. Nur Kurz lässt sich die Zunft der Klimaauguren verunsichern. Als u.a. der Spiegel am 18.01.2013 meldete: „Nasa-Forscher belegen, dass der Temperaturanstieg seit 15 Jahren eine Pause macht“, war die folgerichtige Reaktion von Klimaaposteln, es sei nicht schlimm, dass es diese Pause gibt, schlimm sei, dass wir nicht wissen, warum sie existiert. Aber das macht nichts, denn Modelle sind geduldig und sehr flexibel. Mit mehr als zwei Ausgleichsfaktoren geht auch ein Kamel durchs Nadelöhr. Gelobet sei Gaia, die Klimagöttin. Halleluja!

  6. Auch ein Hr. Lesch wird es noch lernen, dass die „Kälte“ unser ständiger Begleiter und die „Wärme“ ein flüchtiger Geselle ist.

    Die „Kälte“ ist das, was man Universum nennt. Die „Wärmeinsel“ in diesen eiskalten Universum sind unsere Sterne oder eben die Planeten, wie die Erde, die meiner Meinung aus den Stern, durch das entstehen des Sonnensystem, selbst heraus entstanden (rausgelöst) worden ist.

    Die Planeten unseres Sonnensystem sind nichts anders als Teile des Stern, den wir Sonne nennen. Die Erde als glühender Batzen Masse, der sich aus der Sonne (Stern) gelöst hat und sich mit der Zeit von der Sonne ins eiskalte Weltall verabschiedet hat. Mit der Zeit ist diese heiß-glühende Masse immer weiter abgekühlt und der Rest dieser heißen Sterne Masse ist in unseren Erdkern zu finden.

    Meine ganz persönlich Theorie von der Entstehung unseres Sonnensystem, Erde und das Leben auf der Erde. Alle Zutaten sind in einen Stern/Sonne zu finden. Und in der richtigen Umgebung (Weltall entsprechende Entfernung zum Stern) kann das Leben aufblühen. Selbst das Element Wasser bringt ein Stern mit. Wärme (Stern) und Kälte (Weltall) und der richtige Standort…mehr benötigt es nicht, für das Entstehen von Leben.

    Die Lebensformen (Evolutionsverläufe) sind wiederum von der Masse (Größe, Gewicht), der Bewegung (Energie) und der Dichte  (Atmosphäre) und deren chemischen Zusammensetzung geprägt.

    Jetzt schweif ich etwas ab. Möchte es auch erstmal dabei belassen.

     

  7. Noch nicht aufgefallen?
    Die Sendezeiten für „Frag den Lesch“ werden immer später. Mittlerzeile kommen die um 2.00 Uhr in der Nacht, und später.
    Wer schaut denn um diese Uhrzeit noch „Wissensfernsehen“, wenn man diesen Lala-Kram noch als solchen bewerten kann? Sogar die Fernsehverantwortlichen glauben offenbar, dass es besser ist, dass so wenig Menschen wie möglich diesen Klimaquatsch am TV sehen. Die meisten Interessierten schauen es sich doch am Internet an.
    In den 1990ern sah ich den Lesch noch gerne, wie er Physik auf BR-Alpha erklärte. Er ist leider sehr tief gesunken.

  8. Sobald die Atmosphäre eine bestimmte Temperatur überschreitet, schießen die Wolken weiter nach oben

    Der Mann erzählt das, was die US-Amerikaner umgangssprachlich mit bullshit bezeichnen.

    Das hier ist natürlich auch von der Sorte:

    aber inzwischen sind nicht nur Gewitterwolken davon betroffen, sondern die gesamte Dynamik ist davon betroffen.“

    Dieser Typ wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wissen, was der Thermische Wind ist.

    Mir sind nun einmal zwangsläufig viele Professoren begegnet. Bei einigen schlief ich regelmäßig ein, bei anderen war der Fluchtimpuls nicht mehr beherrschbar. Besonders schlimm sind die Zeitgenossen, wo man an den Mißbrauch des Feuermelders denkt. Oder sich im Flugzeug einen Schleudersitz mit Fallschirm und Schlauchboot wünscht … .

    Man kann sich nur fragen, wer diese Zeitgenossen auf die Menschheit losgelassen hat. Lesch erfüllt sogar zwei der vier Kategorien.

  9. Ja, der Lesch, wundert mich, dass er erst jetzt sich als Klimahysteriker outet.

    Ist wohl den öffentlich rechtlichen geschuldet.

    Keinen, dieser Untergangspropheten, scheint entgangen zu sein, dass unsere Erde einem kontinuierlichen Klimawandel unterworfen ist.

    Auf der Nordhalbkugel , einen Temperatursturz von über 80 Grad C, und das nur in

    3 Monaten!

    Gab es scheinbar früher nie – passiert ja nur in tausenden von Jahren.

    Wie verblödet ist unsere Gesellschaft ?

     

     

  10. Prof. Lesch ignoriert die stratosphärische Kompensation. Richtig ist zwar, dass nach einer Erwärmung an der Erdoberfläche mehr Wasserdampf in die Atmosphäre gelangt und dieser aufsteigt, aber danach strahlt dieser Wasserdampf – oder die daraus entstehenden Wolken – auch mehr in den Weltraum ab. Dieses Prinzip nennt man stratosphärische Kompensation und ist auf der Web-Seite der Bergischen Uni Wuppertal (für Prof. Lesch: übrigens keine Skeptiker-Seite) erklärt. Damit ist aber auch völlig klar (man kann auch sagen: klipp und klar), dass die Erde ihre Wärme immer wieder los wird und es keine Klima-Katastrophe geben wird.

    Insgesamt ist das, was Prof. Lesch macht, unanständig, denn er nimmt die Meinung, die ihm passt und erklärt sie zur alleinigen Wahrheit, ohne auf andere Meinungen einzugehen. Vielleicht ist das schon ein Vorgeschmack auf das Wahrheitsministerium, was es ja nächstes Jahr geben soll.

  11.  
    Frag den Lesch – Neues aus der Klima-Gerüchteküche
    Ich hatte mir den Auftritt von Lesch vor einiger Zeit angeschaut und auch bis zum Ende durchgehalten. Schrecklich.
    Mit obiger Überschrift wären die Theaterstückchen wenigstens zum Schmunzeln und das ZDF würde andeutungsweise eine Tendenz in Richtung Glaubwürdigkeit zeigen. Die Sendungen müssten nur von der Rubrik Wissenschaft in die Rubrik Herumalberei verschoben werden. So könnte Prof. Dr. Harald Lesch, unter Anerkennung von allen, zur Volksbelustigung beitragen.
    Ja, ja, es ist alles eine Frage des Blickwinkels. 🙂
     

  12. Ich möchte noch auf einen kleinen Widerspruch hinweisen:

    Da das Holozän-Temperaturmaximum einige tausend Jahre zurück liegt haben wir seitdem auch einen – wenn auch nur leichten- fallenden Meeresspiegel.

    In der Grafik Nr. 5 ist jedoch fälschlicherweise ein weiter-steigender Meeresspiegel dargestellt.

    Richtige Darstellung in Nr. 7 und in  Mörners Grafik Nr. 8.

    Langfristig Fallend.

    Zickzackförmig fallend.

    zZ kurzfristig mal steigend, aber nur ca. 20 cm.

    Dann wieder fallend, wenn es demnächst in die nächste KleineEiszeit runter geht.

     

     

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  1. NN

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