Bremen ohne Kohle? Wie sich die „Kämpfer“ organisieren und vor allem finanzieren!

In Bremen haben sich unter‭ „‬Federführung‭“ ‬der Klimawerkstadt Bremen verschiedene Anti-Kohle-Bündnisse gebildet,‭ ‬die der Kohleindustrie den Kampf angesagt haben und eine Abschaltung aller Kohlekraftwerke forder.‭ ‬Am besten ab sofort.‭ ‬Wer steckt dahinter‭? ‬Das möchte ich hier einmal kurz beleuchten.‭

Die Bremer Klimawerkstadt

Im Jahr‭ ‬2012‭ ‬wurde in Bremen das Projekt Klimawerkstadt gegründet.‭ ‬Der Verein Sozialökologie e.V.‭ ‬und Ökostadt Bremen e.V.‭ ‬haben das Projekt im Juni‭ ‬2012‭ ‬ins Leben gerufen.‭ ‬Ziel des Projekts‭ „‬Bremer Klimawerkstätten‭“ ‬war es,‭ ‬Bremer Bürgerinnen und Bürger in ihrer Entwicklung hin zu zukunftsfähigen Lebensstilen zu unterstützen:‭ ‬klimafreundlich,‭ ‬ressourcenschonend,‭ ‬selbstbestimmt und kreativ.‭ ‬Dafür wurde das Projekt bereits‭ ‬2012‭ ‬vom Senator für Umwelt,‭ ‬Bau und Verkehr‭ (‬GRÜNE‭) ‬gefördert und wird heute noch vom grünen Umweltressort gefördert.‭ ‬Die Klimawerkstadt Bremen wird weiter vom Bundesministerium für Umwelt,‭ ‬Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.‭

Die Bremer Ortsgruppe Ende Gelände

Ende Januar‭ ‬2019‭ ‬wurde von der Klimawerkstadt Bremen die Ortsgruppe Ende Gelände Bremen ins Leben gerufen.‭ ‬Unter dem Motto,‭ „‬die Ergebnisse der Kohlekomission werden nicht unbeantwortet bleiben.‭ ‬Liebe Klimakämpfer*innen,‭ ‬das Jahr‭ ‬2018‭ ‬war ein großer Erfolg für die‭ ‬Klimagerechtigkeitsbewegung‭!‬ Immer mehr Menschen sehen,‭ ‬dass es so wie es ist nicht weiter gehen kann:‭ ‬die kapitalistische Produktionsweise zerstört unser aller Lebensgrundlage.‭ ‬Und dies geschieht trotz aller Versprechungen von Politik und Wirtschaft nicht langsamer sondern immer schneller.‭ ‬Doch‭ ‬2018‭ ‬hat uns auch Mut gemacht.‭ ‬Wir haben wieder gelernt,‭ ‬dass wir gemeinsam etwas bewirken können:‭ ‬tausende Menschen haben sich für den Erhalt des Hambacher Forsts gerade gemacht und mit Ende Gelände haben wir gezeigt,‭ ‬dass massenhafter ziviler Ungehorsam das vielleicht wirksamste Mittel gegen Klimawandel ist.‭ ‬Und so wollen wir‭ ‬2019‭ ‬auch weiter machen‭!“

 

Inzwischen hat sich unter Federführung der Klimawerkstadt Bremen,‭ ‬der Ende Gelände Ortsgruppe Bremen und Schülern,‭ ‬die jeden Freitag in Bremen an den Fridays for Future Demonstrationen teilnehmen ein Bündnis mit‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬gegründet.‭

Das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“

Das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬besteht aus verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen.‭ ‬Das Bündnis schreibt auf seiner Internetseite:‭ „‬Wir kämpfen für ein ‭ ‬Bremen in dem weder Kohle verbrannt wird noch finanzielle Mittel in die Kohleindustrie fließen.‭ ‬Wir ‭ ‬fordern daher unter anderem den sofortigen Kohleausstieg Bremens.‭ ‬Nachdruck verleihen wollen wir unseren ‭ ‬Forderungen vor allem mit Hilfe von ‭ ‬kreativen,‭ ‬öffentlichkeitswirksamen und wenn nötig auch störenden Aktionen.‭“

Es geht u.a.‭ ‬auch darum den Verkehr zu blockieren und mit Aktionen Aufmerksamkeit für die gemeinsame Sache zur erreichen,‭ ‬wie mir die Bündnisteilnehmer mitteilten.‭

Wer steckt hinter der Klimawerkstadt Bremen‭?

Die Interventionistische Linke Bremen ist Ansprechpartner der Klimawerkstadt Bremen.‭ ‬Alle Aktionen der Klimawerkstadt laufen unter der E-Mail-Adresse der‭ ‬Interventionistischen Linken Bremen.‭ ‬Diese organisiert jeden Mittwoch um‭ ‬20:15‭ ‬bzw.‭ ‬20:30‭ ‬Uhr Treffen in der‭ ‬KlimaWerkStadt Bremen/Neustadt‭ (‬Westerstraße‭ ‬58,‭ ‬28199‭ ‬Bremen‭)‬.‭ ‬Sitz der‭ ‬Interventionistischen Linken Bremen ist in der‭ ‬St.-Pauli-Str.‭ ‬10-12‭ ‬im Bremer-Viertel.‭

Aktivisten der IL sind zudem im Asta an der Universität Bremen zu finden (Ex-Hochburg der K-Gruppen in Bremen) und am Hochschulring am Unisee, wohin die Gartenbesetzer umgesiedelt sind nachdem im Findorff ein Neubaugebiet hochgezogen wurde.

Auch das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬hat den Sitz gemäß Impressum im Bremer-Viertel.

Das Bremer-Viertel

Das Bremer-Viertel ist bekannt für seine linke und grüne Szene.‭ ‬Rudi Dutschke trat dort schon‭ ‬1967‭ ‬in der Lila Eule auf,‭ ‬um die Weltrevolution zu propagieren.‭ ‬1967‭ ‬wetterte dabei der Soziologiestudent und Studentenführer in Bremen in der Lila Eule gegen das Establishment,‭ ‬gegen manipulierende Eliten und eine Lügenpresse.‭ ‬Auch der Roman/‭ ‬Film Neue Vahr Süd von Sven Regner spielt zum Großteil im Viertel von Bremen.‭

Wer ist die‭ ‬Interventionistische Linke‭ (‬IL‭)?‬

Die‭ ‬Interventionistische Linke‭ (‬IL‭) ‬ist eine linksradikale‭ ‬Organisation mit etwa‭ ‬850‭ ‬Mitgliedern.‭ ‬Sie wurde zum Jahreswechsel‭ ‬2005‭ ‬als Bündnis aus rund‭ ‬30‭ ‬deutschen und österreichischen Ortsgruppen sowie Einzelpersonen gegründet.‭ ‬Die Interventionistische Linke beschreibt sich selbst als‭ „‬multizentrische postautonome Organisation‭“‬,‭ ‬welche die‭ „‬Abschaffung aller Verhältnisse,‭ ‬in denen der Mensch ein erniedrigtes,‭ ‬ein geknechtetes,‭ ‬ein verlassenes,‭ ‬ein verächtliches Wesen ist‭“ ‬anstrebe und sich damit auf Karl Marx beruft.‭ ‬Bereits‭ ‬1999‭ ‬fanden erste Kooperationen der späteren Bündnispartner statt,‭ ‬mit dem Ziel,‭ „‬nach der misslungenen linksradikalen Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Köln‭“ ‬den‭ „‬Tiefpunkt‭“ ‬der radikalen Linken in Deutschland zu überwinden.‭

Nach einem mehrjährigen Diskussionsprozess veröffentlichte die IL‭ ‬2014‭ ‬das sogenannte‭ „‬Zwischenstandspapier‭“‬,‭ ‬in dem ihre Ziele genauer theoretisch bestimmt wurden.‭ ‬Demnach möchte die IL eine Linke sein,‭ ‬die‭ „‬selbstbewusst und sprechfähig in politische Kämpfe eingreift und fähig ist,‭ ‬auch außerhalb ihrer Subkulturen,‭ ‬Kieze und Freiräume zu agieren.‭“ ‬Das Zwischenstandspapier erklärt‭ „‬Patriarchat,‭ ‬Rassismus und Kapitalismus insgesamt‭“ ‬zu Gegnern der IL.‭ ‬Diese wolle man bekämpfen und‭ „‬immer wieder neue Allianzen‭“ ‬suchen und‭ „‬lieber Fehler machen und aus ihnen lernen,‭ ‬anstatt sich im Zynismus der reinen Kritik zu verlieren.‭“ ‬In der Wahl ihrer Mittel dazu sieht sich IL in der Tradition von Karl Marx.‭ ‬Sie setzt auf‭ „‬den revolutionären Bruch‭“‬,‭ ‬um‭ „‬alle Formen von Unterdrückung,‭ ‬Entrechtung und Diskriminierung‭“ ‬zu überwinden.‭

Zu den bundesweiten Hauptprojekten der IL gehörten bzw.‭ ‬gehören der G8‭ ‬Gipfel in Heiligendamm,‭ ‬Castor Schottern,‭ ‬Stopp Nato,‭ ‬Ende Gelände und Dresden Nazifrei.‭ ‬Die IL ist Mitglied im Bündnis Aufstehen gegen Rassismus,‭ ‬das sich gegen die AfD und Pegida wendet.‭

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang,‭ ‬dass das Attentat im Januar‭ ‬2019‭ ‬auf den Bremer AfD-Politiker Frank Magnitz unweit dem Büro der IL im Bremer-Viertel stattfand.‭ ‬Das Büro der IL ist nur‭ ‬150‭ ‬m weit vom Anschlagort am Bremer Goethetheater entfernt.‭

Neue Aktionen des Bündnis‭ “‬Bremen ohne Kohle‭”

Das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬hat gerade eine neue Aktion gestartet.‭ ‬Dabei wird dafür geworben das Licht für eine Minute auszuschalten,‭ ‬um Kohle einzusparen.‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬schreibt:‭ „‬Schalte auch du diesen Samstag um‭ ‬20‭ ‬Uhr dein Licht für eine Minute aus und schick uns ein Video davon.‭ ‬Denn jede Minute in der weiter Kohle verbrannt werden ist eine Minute zu viel‭!“

Wie sieht die Realität aus‭?

Bremen-CO2-Kohle

Bremens Energieversorgung‭ (‬Strom,‭ ‬Heizung,‭ ‬Verkehr‭) ‬basiert zu über‭ ‬50%‭ ‬auf Steinkohle und zu über‭ ‬90%‭ ‬auf konventionelle Energieträger wie Steinkohle,‭ ‬Erdöl und Erdgas.‭ ‬Nur ca.‭ ‬5%‭ ‬der Energieversorgung in Bremen kommt aus sogenannten Erneuerbaren Energien.‭ ‬Die Stromversorgung Bremens basiert auch nur zu‭ ‬12%‭ ‬auf Erneuerbaren Energien.‭ ‬Ein Ausbau ist auch nicht möglich,‭ ‬da Bremen schlichtweg die Fläche und das Geld dafür fehlt.

 

Fernwärmenetz Bremen

Rund‭ ‬50%‭ ‬der CO2-Emissionen Bremens produzieren die Stahlwerke Bremen.‭ ‬Nur ca.‭ ‬25%‭ ‬die Kohlekraftwerke Bremen Hafen,‭ ‬Farge und Hastedt.‭ ‬Die CO2-Emissionen in Bremen betragen im Jahr rund‭ ‬13‭ ‬Millionen Tonnen CO2‭ ‬und haben sich seit‭ ‬1990‭ (‬großteils unter rot-grüner Regierung‭) ‬kaum reduziert.‭ ‬Die Grünen‭ (‬Bau-‭ ‬und Umweltressort‭) ‬in Bremen planen bis‭ ‬2025‭ ‬alle Kohlekraftwerke in Bremen abzuschalten.‭ ‬Für die Stahlwerke Bremen sind keine großen Einsparungsmaßnahmen angedacht,‭ ‬nur ein Kraftwerksneubau,‭ ‬der wie bisher das bei der Stahlproduktion anfallenden Hüttengas zur Stromherstellung nutzt.‭ ‬U.a.‭ ‬für das Stahlwerk selbst und die Deutsche Bahn/‭ ‬Bahnstrom.‭

 

Das Kohlekraftwerk Hafen versorgt einen Großteil des Bremer Westens mit Strom und Fernwärme.‭ ‬Das Kohlekraftwerk Hastedt versorgt einen Großteil des Bremer Ostens mit Strom und Fernwärme.‭ ‬Diese Kraftwerke gedenken die Bremer Grünen bis‭ ‬2025‭ ‬abzuschalten,‭ ‬Ende Gelände und das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬möchten die Kraftwerke ab sofort abschalten.‭ ‬Damit gehen in Bremer Westen und Osten die Lichter und Heizungen aus,‭ ‬wenn man Bremen nicht aus dem Umland mit Strom und Wärme versorgt.‭ ‬Genau das fordert das Bündnis‭ „‬Bremen ohne Kohle‭“ ‬mit seinen Aktionen die durch die Grünen in Bremen und das Bundesumweltministerium über die verschiedenen Unterorganisationen mit gefördert werden.‭ ‬

Das Land Bremen und die Bundesregierung fördert somit mit die sofortige Abschaltung von Kohlekraft und somit von Strom und Wärme in Bremen.‭ ‬Und das geschieht nicht nur in Bremen,‭ ‬sondern bundesweit.‭ ‬Ziviler Ungehorsam wird gefördert,‭ ‬um die kapitalistische Produktionsweise der Energieversorger zu torpedieren.‭ ‬Das Kraftwerk Hafen und das Kraftwerk Hastedt gehören der swb,‭ ‬ehemals Stadtwerke Bremen.‭ ‬Die Stadtwerke Bremen wurden‭ ‬1999‭ ‬von der Freien Hasestadt Bremen veräußert und privatisiert.‭ ‬Nun möchte man die Kraftwerke den privaten Betreibern möglichst wieder entziehen,‭ ‬oder am besten ganz dicht machen.‭ ‬Hauptakteur dahinter ist die‭ ‬Interventionistische Linke‭ (‬IL‭) ‬Bremen.‭ ‬Dies dürfte auch der rot-grünen Regierung in Bremen bekannt sein. Allerdings dürfte der Mehrheit der Demonstranten nicht bekannt sein, für wen und was sie dort demonstrieren. Diese werden einfach instrumentalisiert.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceSceptical hier




Kindersoldaten der Linken

Zwar trete ihre Partei an der Klima-Demo «nicht sichtbar» auf, erklärte Maja Haus, Co-Präsidentin der Jungen Grünen, letzte Woche gegenüber SRF. Aber: «Wir haben unsere Mitglieder aufgerufen, in der ganzen Schweiz an diesen Protesten teilzunehmen.» Im Januar habe man bereits hundert neue Mitglieder anwerben können, frohlockte Haus, dreimal mehr als üblich. Welch ein Start ins Wahljahr.

Jonas Kampus, Gymnasiast aus Wetzikon ZH und einer der führenden Köpfe der Klimabewegung, mahnt derweil Zurückhaltung an. Zwar gehört auch Kampus den Jungen Grünen an. Doch das hängt er nicht an die grosse Glocke. Denn die Streiks und Demos sollen den Anschein eines spontanen, politisch unverdächtigen Aufstandes besorgter Jugendlicher vermitteln.

Doch auffallend viele der Wortführer, die via Medien den Klimafrevel anprangern, gehören den Jungsozialisten (Juso) oder den Jungen Grünen (JG) an. Meistens wird diese Bindung aber verschwiegen oder bestenfalls beiläufig erwähnt. Ob Gianna Strobel (Juso Biel), Lena Merz (JG Luzern), Leo Tinguely (Juso Freiburg), Miriam Rizvi (Juso St. Gallen), Gianna Catrina (JG Graubünden) oder Sandro Covo (Juso Aargau) – wenn die Grünschnäbel mit dem Megafon die Erwachsenen belehren und die klimatische Apokalypse beschwören, meiden sie die Erwähnung politischer Parteien.

Als sich am 30. Dezember 2018 rund 150 Klimaaktivisten in der Reitschule zu Bern trafen, um die nationale Demo vom vergangenen Wochenende zu organisieren, leitete die 21-jährige Nadia Kuhn die Versammlung. Nadia Kuhn ist Co-Präsidentin der Zürcher Juso. Womit nicht unterstellt sei, dass die Klimaaktivisten alle ferngesteuert wären. Ihre Radikalforderungen – Ausrufung des Klimanotstandes, Nullemission bis 2030 – wurden basisdemokratisch beschlossen.

Das ändert nichts daran, dass der Aufstand von unten von langer Hand geplant war, und zwar von Profis. Eine führende Rolle spielte die so genannte Klima-Allianz Schweiz. Es handelt sich dabei um einen Verbund von 78 zum Teil finanzkräftiger und einflussreicher NGOs wie Greenpeace, Brot für alle, Fastenopfer, Public Eye, Solidar Suisse, WWF, VCS, Heks, Helvetas, Myclimate, dem auch die Gewerkschaften und alle Linksparteien angehören.

Wenn man sich das geballte Mobilisierungspotenzial der diskreten Einflüsterer vor Augen hält, erstaunt höchstens, dass am vergangenen Samstag nicht mehr als 30 000 oder – je nach Quelle und ideologischer Schlagseite – 65 000 der 8,5 Millionen Einwohner dieses Landes auf der Strasse protestierten. Jede mittelprächtige Flugschau mobilisiert mehr Menschen (aber natürlich nicht so viele Journalisten).

Der Einsatz von Kindersoldaten im Kreuzzug gegen den drohenden klimatischen Weltuntergang wurde im Ausland bereits ausgiebig erprobt. Die Ikone dieser Bewegung ist der schwedische Teenager Greta Thunberg, Stargast bei der Uno-Klimakonferenz in Kattowitz. Mit ihrem Motto «Ich will, dass ihr in Panik geratet» stahl sie beim Weltwirtschaftsforum in Davos den angereisten Wirtschafts- und Politgrössen die Show. Eine von den Juso organisierte und von der nicht mehr ganz so jungen Jungsozialistin Tamara Funiciello angeführte Demo (Motto: «System change, not climate change») stimmte in Davos schon mal auf das ein, was noch kommen würde.

Die Parteien und NGOs bestreiten zwar, dass sie direkt Einfluss auf die Klimajugend nehmen. Wie Juso-Klima-Aktivist Jonas Kampus dem Tages-Anzeigeranvertraute, begnügen sich die etablierten Kräfte damit, die Aktionen mit Aufrufen auf ihren Websites, logistischem Support und einem gelegentlichen Zustupf aus der Spesenkasse zu unterstützen. Mehr ist für einen Schulstreik oder eine Demo allerdings auch nicht nötig. Das Protestieren muss man den meisten Teenagern nicht beibringen.

Politik an der Schule

Tatsache ist, dass die Klimawarner in den Schulen schon lange still, aber effizient Einfluss nehmen. Federführend ist in dieser Disziplin die via Klimaabgabe auf Flugtickets auch indirekt mit Steuergeldern finanzierte NGO Myclimate. Allein letztes Jahr wies Myclimate im Budget 1,59 Millionen Franken für «Klimaerziehung» aus. Damit drillte die NGO gemäss eigenen Angaben 24 002 Schüler/-innen zu «Klimapionieren». Professionelle Klimaprediger von Myclimate schwärmen Tag für Tag in die Volksschulen aus. Mit sogenannten Impulslektionen führen sie schon Kindergärtlern den Frevel vor Augen, den ihre Eltern am Klima begehen und begangen haben.

Richtig politisch wird es dann im Gymnasium. So wandte sich etwa eine Aktionsgruppe der Kantonsschule Zürcher Oberland unter der Leitung von Geschichtslehrer Daniel Wiedenkeller im vergangenen Dezember via Mail an alle «Parlamentarier*innen des Kantons Zürich» mit dem Betreff: «Klimazusammenbruch bedroht elementare Menschenrechte und CO2-Gesetz». Die unfrohe Botschaft endete mit einer unverhohlenen Drohung: «Und denken Sie daran: Viele von uns werden nächstes Jahr zum ersten Mal wählen – und wir sind gut vernetzt . . .»

Zu den Klima-Aktivisten um Lehrer Wiedenkeller gehört übrigens auch der bereits erwähnte Juso-Politiker Jonas Kampus. Man stelle sich vor, die Junge SVP würde zusammen mit einem Lehrer einen derartigen Aufruf gegen die Überfremdung lancieren. Eine Debatte über den Missbrauch von Schülern zu politischen Zwecken wäre garantiert.

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)**  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der WELTWOCHE Zürich : Kindersoldaten der Linken | Die Weltwoche, Nr. 6 (2019)| 7. Februar 2019,  http://www.weltwoche.ch/

EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor ALEX BAUR  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme des Beitrages.

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Wissen­schaftler reagieren auf den Hype-Alarm im jüngsten natio­nalen Klima-Zustands­bericht

Der Astronom und Populär-Wissenschaftler Carl Sagan sagte: „Außerordentliche Behauptungen erfordern außerordentliche Beweise“. Allerdings ignorierten die Mainstream-Medien diesen klugen Ratschlag in ihrem atemlosen Bemühen, die apokalyptischen Projektionen im NCA 4 sofort zu veröffentlichen. Wie üblich plapperten die Mainstream-Medien die alarmierendsten Behauptungen nach, welche in der Summary und dem Overview des Reports aufgestellt worden sind. Ein Beispiel: Die Schlagzeile des Nachrichtenkanals CNN vom 26. November bzgl. des Reports lautete: „Klimawandel lässt die US-Wirtschaft schrumpfen und wird Tausende töten, warnt ein Report der Regierung“. Es ist unglaublich, aber die Medien ignorierten schlicht und ergreifend die Tatsache, dass Daten im Inneren des Reports den Katastrophen-Behauptungen bzgl. Hurrikanen, Dürren und Buschfeuern widersprechen. In der Analyse des NCA 4-Entwurfs seitens des Heartland Institute, veröffentlicht unter dem Titel [frei übersetzt] „Bewertung des NCA 4-Entwurfs“ wird belegt, dass Daten ignoriert, fragwürdige Verfahren durchgeführt und Szenarien oftmals auf absurden Hypothesen beruhend aufgestellt wurden, was zu nachweislich falschen Beschreibungen des gegenwärtigen Klimazustandes der Erde führte ebenso wie zu ängstigenden Prophezeiungen für die Zukunft. Im finalen NCA 4 wurden diese apokalyptischen Prophezeiungen mit Steroiden aufgeblasen.

Statt meiner persönlichen Kritik am NCA 4 möchte ich in diesem Beitrag Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, welche der Katastrophen-Kakophonie im NCA 4 nicht zustimmen. Zunächst hier das Votum von Jay Lehr, dem Wissenschafts-Direktor am Heartland Institute:

Ich habe noch nie derartig offensichtlich absurde Schlussfolgerungen gesehen, welche vollkommen aus mathematischen Modellen stammen, die nur eine begrenzte Anzahl von Variablen berechnen. Natürlich dient diese schäbige Wissenschaft seitens von Obama ernannten Bürokraten ihrem wirklichen Zweck: Erzeugung eines vorbestimmten politischen Ergebnisses, mittels welchem den UN mehr Macht und Geld zugespielt wird.

Die physikalischen Beweise zeigen eindeutig, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels nicht beschleunigt. Häufigkeit und Stärke von Hurrikanen sind seit Jahren rückläufig und nehmen nicht zu. Gleiches gilt für Tornados, Überschwemmungen und Waldbrände. Tatsächlich gibt es keinen einzigen Beweis dafür, dass eine weitere Zunahme von Kohlendioxid-Emissionen irgendwelche nachteiligen Auswirkungen auf den Planeten oder dessen Temperatur haben werden.

Dieser Report ist eine wissenschaftliche Blamage ohnegleichen.

In einem Interview mit mir für einen demnächst erscheinenden Beitrag in Environment & Climate News sagte Prof. David Legates, PhD. von der University of Delaware und ehemaliger staatlicher Klimatologe von Delaware:

Die Obama-Regierung ordnete den Gebrauch der extremen Szenarien an, damit die Auswirkung auf die breite Masse substantiell ist. Hier geht es nicht um Wissenschaft … falls das so wäre, würde es Diskussionen ob des einen oder anderen Szenarios geben sowie über die Unsicherheiten im Klimasystem und in den Modelle, welche diese Szenarien beschreiben. Dass selbst der IPCC-Report mit seinen globalen Bemühungen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen weitaus zahmer daherkommt als der NCA zeigt das Ausmaß, bis zu welchem Grad dieser Report selbst von der Aktivisten-Wissenschaft des IPCC abweicht. Man hat die schlimmstmöglichen Szenarien beschworen und so getan, als ob diese der erwarteten Norm entsprechen. Klimawissenschaft in diesem Lande ist mausetot.

Prof. Roger Pielke Jr., PhD. Von der University of Boulder nannte den Report „empörend“ und schrieb dazu eine Reihe von Tweets:

Wie kommt es, dass der NCA 4 2018 die Trends von auf das US-Festland übertretenden Hurrikanen nicht erwähnt oder übersehen hat, obwohl dieser Umstand doch in einem US-Klimabericht ziemlich bedeutsam sein dürfte?

Der Report ignorierte sogar einen seiner eigenen Experten-Begutachter, welcher geschrieben hatte: ,Die Daten des National Hurricane Centers bis zurück zum 19. Jahrhundert zeigen eindeutig einen Rückgang der dekadischen Rate von auf das US-Festland übertretenden Hurrikanen seit den 1960-ger Jahren … stattdessen dreht und wendet man alles zu diesem Thema so, dass es wie steigende Trends und mehr Zyklone klingt‘.

Halten wir fest, dass Hurrikane in diesem Report lang und breit diskutiert werden, und jeder diskutierte Hurrikan ist ein – auf das Festland übertretender Sturm. Das Ignorieren der Trenddaten von auf das Festland übertretenden Hurrikanen im NCA ist bemerkenswert. Glaubte man etwa, dass niemand das bemerken würde?

Hinsichtlich der Extrem-Szenarien in dem Report schrieb Pielke:

Folgende Quelle liegt der Schlagzeilen-Schlussfolgerung des NCA bzgl. eines Rückgangs des US-BIP um 10% zugrunde: Diese Zahl ist abgeleitet aus einer von Tom Steyer finanzierten Studie (Steyer ist ein milliardenschwerer Geldgeber der Demokraten und außerdem Klima-Aktivist). Der Temperaturanstieg um 8°C ist doppelt so hoch wie der anderswo im Report genannte Extremwert. (Der alleinige ,Editor‘ dieser Behauptung war ein Absolvent des Center for American Progress, welches ebenfalls von Tom Steyer finanziert wird).

Patrick J. Michaels, PhD., Direktor des Center for the Study of Science am Cato Institute schrieb eine ausführliche Kritik des NCA 4. Unter Anderem fand er heraus:

Der Entwurf des vierten „National Assessment“ (NA4) bzgl. Auswirkungen des Klimawandels ist systematisch fehlerhaft und erfordert eine vollständige Überarbeitung. NA4 zieht ein falsches Ensemble von Modellen heran, welche auf dramatische Weise die Erwärmung der unteren Troposphäre übertreiben mit sogar noch größeren Fehlern bzgl. der oberen tropischen Troposphäre.

Der vierte Nationale Zustandsbericht setzt die Tradition fort, welche durch die ersten drei etabliert worden ist. Im Ersten Nationalen Zustandsbericht (2000) wurden Modelle herangezogen, die schlechter waren als eine Tabelle mit Zufallszahlen, wenn man sie auf gleitende Mittel über zehn Jahre anwendet.

Im Vierten Nationalen Zustandsbericht werden die gleichen Modelle bemüht. Daraus folgt, dass falls diese Modelle wirklich auf signifikante Weise systematisch falsch sind, es unsachgemäß ist, diese für Projektionen der Auswirkungen des Klimawandels heranzuziehen, die sie prophezeien.

Es ist vielleicht unmöglich, die Ursachen dieser prophezeiten Super-Erwärmung zu ergründen, aber dessen Auswirkungen sind vielfältig. Falls diese Probleme nicht korrigiert werden können … sollte NA4 aus diesen und anderen Gründen in die Tonne getreten werden.

Dies ist lediglich eine Zusammenstellung von Kritiken am NCA4 seitens Klimaforschern, von denen ich noch viel mehr hätte befragen können. Interessenten können weitere wissenschaftliche Einschätzungen des Reports und der Politik dahinter bekommen, wie dieser Report entwickelt und von anderen Wissenschaftlern vorgestellt worden ist, und zwar bei den hier genannten Links:

Quellen: Fourth National Climate Assessment; CNN; The Heartland Institute; The Heartland Institute; Climate Depot; The Heartland Institute; Arizona Daily Independent;

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/scientists-respond-to-the-hype-alarm-in-the-recent-national-climate-assessment

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Zwickmühle in Polen

Prof. Richard Lindzen drückte es am 8. Oktober 2018 auf einem Vortrag bei der GWPF so aus: „Da also haben wir es! Eine implausible Vermutung, gestützt von falschen, aber ständig wiederholten Beweisen, wurde zur politisch korrekten ,Wahrheit‘ und wird herangezogen, um die industrielle Zivilisation zu stürzen“ (hier).

Die Konferenz der Parteien des UNFCCC – COP24 – wird diesem Ziel demnächst in Katowice in Polen erneut frönen. Tausende Delegierte und Aktivisten werden zu diesem jährlichen Ritual einfliegen. Die Kontrolle des menschlichen Einflusses auf das Klima des Planeten bleibt für sie das dringendste Anliegen unserer Zeit – und sei es auch noch so abwegig.

Man erwarte also einen Hauch von Millenarismus* in der oberschlesischen Luft, eine Verpflichtung, die Gesellschaft in ein nachhaltiges Utopia zu transformieren. Ein UN-Klima-Bürokrat drückte es Anfang 2015 so aus: „Wir geben uns selbst die Aufgabe, innerhalb einer festgelegten zeitlichen Periode, absichtlich das Modell der ökonomischen Entwicklung zu verändern, welches seit den letzten 150 Jahren vorherrschend war“.

[*Man schaue hier bei Wikipedia, was das ist – sehr treffender Ausdruck! Anm. d. Übers.]

Aber jetzt gibt es ein großes Dilemma, eine Klima-Zwickmühle [climate catch-22*]. In dem Roman von Joseph Heller aus dem Jahr 1961 sagte es der der B25-Bomberpilot John Yossarian so:

Es gab nur einen Catch, und das war Catch-22 … Er wäre dumm, noch weitere Missionen zu fliegen, und geisteskrank, wenn man es nicht tut; aber wenn man geistig gesund ist, müsste man sie fliegen (J Heller, Catch-22, 1961, p. 56, ch. 5) video.

[*Catch-22: noch einmal zu Wikipedia hier. Anm. d. Übers.]

Eine Klima-Zwickmühle ist ein ähnliches Dilemma. Es tauchte jüngst auf, zusammen mit der Erkenntnis, dass es finanziell unmöglich und technisch undurchführbar ist, einen vermeintlich gefährlichen anthropogenen Klimawandel oder globale Erwärmung zu verhindern. Es ist also etwas darin enthalten, was Lindzen als „unergründliche Dummheit“ bezeichnet, nämlich jedweder Versuch, ein atmosphärisches Phänomen zu modifizieren oder zu beseitigen.

Nach einer solchen Erleuchtung könnte man denken, dass eine Agentur dumm wäre, weitere Konferenzen abzuhalten, aber geistig gesund, wenn sie das katastrophistische Spiel aufgeben würde. Man mache sich klar: Eine Zwickmühle steht nicht auf der Agenda von COP24.

Man betrachte das erste Hindernis: die Finanzen. Man sagt uns, dass sehr viel Geld in den Green Climate Fund (GCF) der UN fließen müsse, und zwar dringlich – mindestens 100 Milliarden Dollar jährlich ab dem Jahr 2020.

Tatsächlich hat UN-Generalsekretär António Guterres vor einigen Wochen ein Ultimatum gesetzt. Er warnte am 30. September vor der „Bedrohung eines Runaway-Klimawandels“ – was immer das sein soll – bis zum Jahr 2020, falls nichts getan wird.

Irgendwer hat entschieden – nicht angeordnet – dass das Schreckgespenst unserer Tage sich „offenbar schneller bewegt als wir selbst“ – oder zumindest schneller als Dollars der entwickelten Ökonomien in den GCF fließen.

Falls wir unseren Kurs bis zum Jahr 2020 nicht ändern, riskieren wir, den Punkt zu überschreiten, an welchem wir noch einen Runaway-Klimawandel verhindern können, mit katastrophalen Folgen für die Menschen und alle natürlichen Systeme, die uns erhalten … wir rasen auf den Rand des Abgrunds zu. Noch ist es nicht zu spät für eine Kursänderung. Aber jeder Tag, der vergeht bedeutet, dass die Welt sich ein wenig mehr aufheizt und dass die Kosten unserer Inaktivität steigen.

Irgendwer muss auch die vielen Tausend bezahlen, die in diese Zeit- und Geldverschwendung involviert sind, einschließlich all jener, die kreative Wege der Bezahlung entwickeln. Im vagen Jargon des UN-Klimasprech‘ ist der Begriff „Rebadging“-Projekt [etwa: Umgestaltungs-Projekt] populär. Darunter kann man fast alles verstehen: vom Auswechseln von Kochherden in Bangladesh bis zum Sponsoring „gendergerechter“ Trinkwasser-Unternehmungen in Äthiopien.

Man stelle sicher, dass man einen „Klima-sicheren“ Ansatz in seinem Finanzierungsantrag geltend macht. Man sei auch optimistisch. Wie thematisch weit entfernt von seinem Projekt die atmosphärische Turbulenz auch sein mag, ob es nun anthropogener Natur ist oder einfach ein Zufalls-Akt irgendeiner Gottheit – man hat dann immer eine Chance auf Genehmigung.

Und wer könnte leugnen, dass eine wachsende Anzahl der „ärmsten und verundbarsten Menschen“ in der Welt schon jetzt hässliche Klima-Auswirkungen verspüren? Oder dass sie dringend Hilfe brauchen, um gegen „dieses Problem anzugehen, das sie nicht verursacht“ haben?

Warum also all das Theater, wenn die Lösung so einfach ist? Um das globale atmosphärische Gleichgewicht wieder herzustellen und den Entwicklungsländern eine stärkere „Klima-Widerstandsfähigkeit“ zu verpassen, ist alles, was die entwickelte Welt tun muss, eine guten Anteil von „Klima-Reparationen“ in den GCF einzuzahlen und den Elefanten im Porzellanladen zu ignorieren.

Jetzt betrachte man das zweite Hindernis. Billige, auf fossilen Treibstoffen beruhende Energie – ein entscheidender Faktor des heutigen Wohlstands – soll dem IPCC zufolge durch Erneuerbare ersetzt werden – innerhalb eines Jahrzehnts! Mehr dazu weiter unten.

Anfang Dezember kann man in Katowice wettermäßig tägliche Temperaturen zwischen 0°C und 10°C sowie gelegentlich Regen, vielleicht auch mal Schnee erwarten. Im Sitzungssaal wird es natürlich wärmer sein, vermutlich konsistent mit einem Runaway-Klimawandel.

Das Entscheidende bei dem Treffen ist es, die Implementierungs-Richtlinien des Pariser Klima-Abkommens zu übernehmen. Das ist deswegen entscheidend, weil es das wahre Potential des Paris-Abkommens freisetzen kann einschließlich der Verstärkung von Klima-Maßnahmen, damit das zentrale Ziel des Abkommens erreicht werden kann, nämlich die globale mittlere Temperatur nicht stärker als um 1,5°C steigen zu lassen.

Was kann nobler sein als die Hoffnung zu propagieren, dass eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlicher Expertise und beiderlei Geschlecht die Aufgabe übernehmen kann, den globalen Thermostaten von russischen Hackern zu manipulieren und ein Goldlöckchen-Klima für jedermann zu erzeugen, überall und für immer? Und doch ist nicht einmal das IPCC in der Lage zu bestätigen, ob Gaia sich versteckt hat in einer Höhle auf der Südinsel von Nowaja Semlja, irgendwo in Belutschistan oder in einem Pausenraum in Genf.

Don Quichotte attackierte nur Windmühlen in Spanien. Er hat nicht versucht, sie zu bauen. Dennoch, die Perspektive „Klima-Maßnahmen zu verstärken“ mit dem Geld anderer Menschen, um die Menschheit zu retten, hätte ihn sicher dazu gebracht, die Spinnweben von seinem Speer zu wischen und mit den Kohlenstoff-Cowboys zum nächsten Deal zu reiten.

Ein Vierteljahrhundert ist schon ein ziemlicher Zeitraum. Da ist es keine Überraschung zu hören, dass jede UNFCCC-Konferenz eine einheitliche Signatur, ein einheitliches Thema oder einen einheitlichen Schlachtruf anstrebt – wie etwa „wir können die Welt retten“. Das für Beziehungen zu den Medien zuständige Team der Agentur bringt allgemein etwas entsetzlich Banales fertig und arbeitet es um in etwas entsetzlich Manipulatives.

Im Dezember 2009 beispielsweise hat man „HOPE in Hopenhagen“ gedroschen (Kopenhagen 2009, COP15). Zwölf Monate später wiederholte sich das, diesmal auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko. Über 15.000 Personen drängelten sich in das Moon Palace Hotel für ein Eröffnungsfest mit tropischen Drinks, Salsa, Karaoke, Gitarrenklänge, Stelzenläufer mit Sombreros und natürlich Tequila. Sie tanzten die Nacht hindurch zum Titelsong von COP16 – „Lasst uns das CAN in Cancun dreschen!“

In Katowice wird es vermutlich etwas kleinlauter zugehen. Die Stimmung ist heute düsterer. Falls es einen Titelsong gibt, wird der vermutlich nicht lauten „lasst uns mehr COAL in Katowice dreschen!“. Ob Europas größter Kohle-Erzeuger sich grün färbt, ist unklar, aber vermutlich hat sich das UNFCCC für diesen Ort entschieden, weil es will, dass man das glaubt – oder umgekehrt.

Jedes Entwicklungsland hat sein Ruder in irgendeinem Stadium in den Klimawandel-Jauchegrube gesenkt. Sie alle wollen nämlich ein des versprochenen Zauber-Puddings. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, wie ein Treffen des GCF-Gremiums Anfang Juli dieses Jahres gezeigt hat.

Die Pazifikinseln haben lange Zeit in dieser Grube kräftig gerührt. Sie alle sind Mitglied in der Allianz kleiner Inselstaaten. Diese alarmistische Gruppe macht etwa 20% des UN-Stimmenanteils aus. Als die Allianz im Jahre 1945 gegründet worden war, waren es 51 Mitglieder, heute sind es 193. Tuvalu, das viertkleinste Land der Welt (26 km²) mit etwa 11.000 Einwohnern, hat das gleiche Stimm-Gewicht wie China.

Auch Fidschi wird beim COP24 in Erscheinung treten. Es wird die „hochrangige politische Phase“ seines Talanoa Dialogs für Klima-Ambitionen anführen. Talanoa ist ein Wort aus der Fidschi-Sprache, welches „einen Prozess eines umfassenden und transparenten Dialogs mittels des Austausches von Stories und Gedanken beschreibt“. Viel Glück dabei!

Mit vielen Militärputschen, rassischen Spannungen und periodischen Einschränkungen der Pressefreiheit hat Fidschi zu einem solchen Prozess viel beizutragen. Er wird sich auf drei Fragen konzentrieren: „Wo sind wir? Wohin wollen wir gehen? Wie kommen wir dorthin?“ Ja – wie bloß?

Inzwischen verschwende man einen Gedanken an die 91 Autoren des IPCC-Sonderberichtes 15 (SR15). Man hat es fertig gebracht, ein Dokument hervorzuzaubern, dessen schwülstige Komplexität nur noch von der Schwere übertroffen wird, mit der die kontroversen Schlussfolgerungen darin der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Vorbereitet für für COP21 des UNFCCC im Dezember 2015 lautet der vollständige Titel von SR15 [übersetzt]:

Globale Erwärmung um 1,5 Grad: Ein IPCC-Sonderbericht über die Auswirkungen einer globalen Erwärmung von 1,5°C über das vorindustrielle Niveau und damit im Zusammenhang Leitlinien zu globalen Treibhausgas-Emissionen im Zusammenhang mit der globalen Verstärkung von Maßnahmen gegen die Bedrohung durch Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und Bemühungen zur Auslöschung von Armut.

Es ist unklar, wann die UN erstmals ein erhellendes Momentum hatten. Man wusste vermutlich in einem bestimmten Stadium, dass man ein großes Kaninchen aus dem Hut zaubern musste, um sicherzustellen, dass der Zug weiter fährt. Man musste auch den Talanoa Dialog von Cop24 anbieten mit einer Rechtfertigung, warum man den Druck auf die entwickelten Länder bzgl. Finanzierung erhöhte. Falls dieses Kaninchen der SR15 war, dann sind wir die Hasen.

Wie auch immer dem sei, von allen Zeremonien, die es in der Welt gibt, sind nur einige sehr wenige weniger inspirierend als ein IPCC-Meeting, um die jüngsten Ergebnisse abzusegnen. Man betrachte hierzu beispielhaft die 48. Sitzung, abgehalten im vorigen Monat in Incheon, Koreanische Republik. (Video; Erföffnungsrede).

Das Schicksal der bewohnbaren Welt steht offenbar auf der Kippe, und doch bemüht man sich darum, es aus dem Verhalten der Delegierten abzuleiten. Vielleicht war es der Jetlag oder man war der Apokalypse müde. Vielleicht schlagen sie sich immer noch mit dem Geschwafel der SR15-Computermodelle herum wie etwa MAGICC and FAIR.

Das IPCC verlangt von uns, dessen Prämisse zu akzeptieren: dass nämlich nur dessen Aufgebot von Tausenden die Geheimnisse von „Klimawandel“ enthüllen kann. Wenn der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee fortfährt, sich darüber auszulassen, wie viele Beiträge (42.000) in drei Arbeitsgruppen und viele Entwürfe er für seine Eröffnungsrede erhalten hat (ab der 8. Minute) impliziert er, dass uns dieser verworrene Prozess der Wahrheit näher bringt. Je mehr, desto trübseliger. Wahrheit in der Wissenschaft ist eine verzwickte Sache. Allgemein jedoch hängt sie mehr von den Naturgesetzen ab als von einem Handzeichen. Zu viele Köche neigen dazu, den Brei zu verderben.

Eine Presseerklärung des IPCC vom 8. Oktober verkündete, was stets eine vollendete Tatsache ist: Regierungen haben die Veröffentlichung der SR15-Summary für Politiker abgesegnet (hier).

War das all die Mühe wert? Nach drei Jahren der Analysen von hunderten Wissenschaftlern, hat Jim Skae, Leiter der Arbeitsgruppe III, vorige Woche dieses freimütige Eingeständnis abgegeben:

Die grundlegende Nachricht lautet, dass wir die globale Erwärmung nicht unter 1,5°C halten können. Im Rahmen der chemischen und physikalischen Naturgesetze ist das zwar möglich. Aber es bedarf dafür gewaltiger Transitionen in allen Arten von Systemen – Energie, Landverbrauch, Transportwesen. Aber was der Report erreicht hat ist, eine deutliche Botschaft an Regierungen auszusenden des Inhalts, dass es physikalisch möglich ist. Es liegt jetzt in ihrer Hand zu entscheiden, ob sie diese Herausforderung annehmen wollen. Video link (26 Sekunden)

Die Gesetze der Physik und der Chemie? Was ist mit den Gesetzen der Politik, der Wirtschaft, der Selbstinteressen, des Überlebens und so weiter? Hat Mr. Skae nicht seine eigene Frage beantwortet? Es ist physikalisch möglich, aber praktisch unmöglich.

In der Presseerklärung wurden nicht die dunklen Geheimnisse der alarmistischen Hinterzimmer erwähnt. Hier folgt eine aus dem Report:

Unsicherheiten in den Projektionen eines zukünftigen Klimawandels nebst dessen Auswirkungen stammen aus einer Vielfalt unterschiedlicher Quellen, einschließlich der Hypothesen, die aufgestellt wurden hinsichtlich zukünftiger Emissions-Leitlinien (Moss et al. 2010), der inhärenten Grenzen und Vermutungen der Klimamodelle, welche für die Projektionen herangezogen worden waren, darunter Grenzen bei der Simulation der regionalen Klima-Variabilität (James et al., 2017) (SR15, page 61)

Dr. John Constable, für Energie zuständiges Mitglied der GWPF, führte eine eindrucksvolle Analyse des SR15 durch. Er kam zu dem Ergebnis:

Liest man SR15 sorgfältig, sollte der Report die Politiker zu der Einsicht bringen, dass die Hindernisse bzgl. einer Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C oder sogar mehr nicht einfach willkürliche Blockierungen sind wie Felsen auf einer Straße, die entfernt werden müssen, sondern es sind fundamentale und strukturelle Probleme angesichts der gegenwärtig verfügbaren politischen Optionen. Diese zeitigen mit Sicherheit viel schlimmere Folgen als der Klimawandel, den sie abschwächen sollen.

As for the global renewable energy outlook, Constable made the following observation.

Er äußerte auch vernichtende Kritiken hinsichtlich bestimmter Klauseln. Die Zahlen beziehen sich auf die headline statements im SR15.

C2.6 untersucht die Größenordnung der auf Energie bezogenen Investitionen, um das 1,5°C zu erreichen. Die Autoren nennen eine Summe von Investitionen, die im Mittel 900 Milliarden US-Dollar mit einer Spannbreite zwischen 180 und 1800 Milliarden jährlich ausmachen, und zwar im Zeitraum 2015 bis 2050. Der Verweis auf die Hauptstudie selbst (S. 2 bis 84) zeigt die relevante Glasur: „Schätzungen und Vermutungen aus Modellierungen zeigen eine wesentliche Verschiebung der Investitions-Muster und enthalten ein finanzielles System, welches effektiv den Abschwächungs-Herausforderungen Rechnung trägt (hohes Vertrauen)“

Übersetzung: Die Finanzen der gesamten Welt müssen der Klima-Abschwächung gewidmet werden, und das ist unwahrscheinlich.

Beide UN-Agenturen scheinen sich des gegenwärtig prekären Zustandes der globalen Finanzmärkte gar nicht bewusst zu sein, wobei einige Experten eine ernste Krise bis zum Jahr 2020, wenn nicht noch eher prognostizieren.

Was dir globalen Aussichten bzgl. erneuerbarer Energie betrifft, beobachtete Constable Folgendes:

Übersetzung: Selbst unter den günstigsten Annahmen hinsichtlich Erneuerbarer und Energie-Speicherung ist der erforderliche globale Übergang im Stromsektor nach wie vor nicht mehr als eine theoretische Möglichkeit.

Eine von Constable nicht beantwortete Frage ist, wie es das UN-Team Klima fertig gebracht hat, die Realität so falsch darzustellen. Haben die Schöpfer von MAGICC und FAIR einige schlechte Tage in ihren Büros gehabt? War die SR15-Übung scharfsinnig erdacht worden, als ein Auftakt-Signal für COP24 zu fungieren wie oben angemerkt?

Der neue Nobelpreisträger William Nordhaus, ein Klima-Ökonom, kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 2°C über das so genannte vorindustrielle Niveau ist ökonomisch und praktisch unmöglich. Auch er macht geltend, dass der SR15-report die Kosten drastisch unterschätzt, welche beim Übergang zu Null-Emissionen anfallen würden.

In einem bestimmten Stadium im Lebenszyklus einer Bürokratie kann dessen Verewigung wichtiger werden als die Aufgabe, die zu lösen sie vor Jahren, Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten geschaffen worden war.

In einigen Instanzen weiß man, wann es genug sein muss. Andere werden zum Rücktritt gezwungen aufgrund von Wettbewerb oder wegen Scheiterns am Markt. Es wird jedoch immer einen Markt für Katastrophismus und der Verheißung der Erlösung geben.

Dennoch besteht der Zeitgeist – einschließlich eines großen Teils der politischen Kaste der Welt – darauf, dass der COP-Zirkuns weitergehen muss – zumindest bis das Geld ausgeht oder die Menschheit dem Pommes-Frites-Schicksal erlegen ist, welches uns unermüdlich angedroht wird, wenn wir keine dringenden „Klima-Maßahmen“ ergreifen.

Auf der 41. IPCC-Sitzung Anfang 2015 wurde die Entscheidung getroffen, einen weiteren Zustandsbericht zu erstellen. In der ersten Hälfte des Jahres 2022 soll AR6 fertig gestellt sein.Vermutlich werden weitere Berichte folgen – bis zum Erbrechen: Catch-22.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/11/19/climate-catch-22-in-poland/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Biobauern sind vom Klimawandel bei weitem nicht so stark betroffen …

Da der Interviewer und Herr Hofreiter ausschließlich gleicher Meinung sind …

…lohnt es sich eigentlich nicht, solche Artikel zu lesen. Das führt jedoch zu einer einseitigen Urteilsbildung. Also ist man zur Wahrung der Vielfalt gezwungen, solche offensichtlichen Tendenzartikel zumindest zu überfliegen.
Der (überlange) Artikel lautete: „Mit Öko-Anbau gegen die Heißzeit“, der Untertitel: „Grünen-Fraktionschef Toni Hofreiter zur Klima-Krise und zur Affäre um Hans Georg Maaßen.
Natürlich war das „Interview“ reine Wahlwerbung der Redaktion zur Bayerischen Landtagswahl für die in ihren Augen einzige, richtige Partei. Entsprechend gab der Redakteur der Lokalzeitung Herrn Hofreiter die Fragen so vor, dass dieser nicht mehr zu beantworten, sondern nur noch zuzustimmen brauchte:
Redakteur: „Der Sommer, der nicht enden wollte, gilt vielen als der Beginn einer neuen Heißzeit. Die Bauern leiden darunter – wie kann es denn mit der Landwirtschaft weitergehen?
Hofreiter: „Letztes Jahr stand das Wasser auf den Feldern, heuer vertrocknet alles. Wichtig ist der Umstieg auf die ökologische Landwirtschaft. Je humusreicher der Boden ist, desto besser kommen sie mit den Klimaveränderungen klar. Bio-Bauern sagen, dass ihre Ernten bei weitem nicht so stark betroffen sind. Aber noch immer stellen so wenig Landwirte um, weil es dazu zu wenig finanzielle Unterstützung gibt, damit man die Umstellungsphase überlebt. Wir müssen den Landwirten dabei helfen … “

Wie betroffen sind Ernten von Biobauern durch das bei uns typische, wechselhafte Wetter?

Welche Biobauern Herr Hofreiter die positive Nachricht gesagt haben, fragte der Redakteur nicht nach. Andere, die doch nachgefragt hatten, berichteten allerdings auch Gegenteiliges:
BR 08.08.2018 : Trockenheit in Bayern Wie Biobauern unter der Dürre leiden
Biobauern leiden besonders unter der Dürre. Weil ihr Vieh vor allem von dem Futter auf dem Hof lebt, wird es in diesen Wochen knapp. Die Wiesen rund um den Maierhof bei Kulmbach sind alle braun und vertrocknet … Bei Biolandwirten gilt der Grundsatz: Das Futter soll von den eigenen Flächen oder von Partnerlandwirten nebenan kommen. Das wird heuer schwierig. „Das Problem haben die konventionellen Landwirte aber genauso: Keiner wird jetzt Futter hergeben. Und ich kann mein Grundfutter ja nicht aus Israel oder China kommen lassen.“
ökolandbau.de 31.07.2018: Landwirtschaft, Trockenheit & Klimaveränderungen
Besonders betroffen von den extremen Wetterbedingungen sind die Biobäuerinnen und -bauern.
… Die anhaltende Trockenheit belastet vielerorts die Bio-Höfe … Grund dafür sind Ernteausfälle bei Bio-Futterpflanzen – nicht nur beim Grünfutter, sondern auch bei Getreide und Körnerleguminosen in Deutschland und anderen europäischen Ländern. In dieser Situation müssen Bio-Betriebe verstärkt auf das Futter zugreifen, das von Betrieben erzeugt wird, die noch in der Umstellung auf Ökologische Landwirtschaft sind …

Eine Politikerin in Regierungsverantwortung meint ebenfalls, eher doch Probleme erkannt zu haben. Deren Lösung sieht allerdings eher schon skurril aus:
Mahlzeit, 02.03.2018: Pflanzenschutzmittel Konventionelle Pestizide auf dem Bioacker?
Die designierte Agrarministerin Julia Klöckner fordert, dass Biolandwirte künftig punktuell auch konventionelle Pflanzenschutzmittel einsetzen dürfen.
… Frau Julia Klöckner – Agrarministerin in spe – tat kürzlich in einem Interview kund:
„Um ihre Ernte zu sichern, würden viele Ökolandwirte gerne punktuell auf konventionelle Pflanzenschutzmittel zurückgreifen. Dürfen sie aber nicht. Manchen Bauern kostet das die Existenz.“ Das stimmt absolut! Es ist die offizielle Bankrott-Erklärung der geplanten Agrarwende.
… Als Politikern und Winzertochter hat Frau Klöckner eine bauernschlaue Lösung im Sinn: „Wir müssen Ökolandwirten in schlechten Phasen den Gebrauch konventioneller Pflanzenschutzmittel erlauben können.“ Denn das Verbot, so Klöckner, hielte viele „davon ab, den Weg in den Ökolandbau zu wagen“. Natürlich bräuchte man auf dem Weg dorthin mehr Forschung.

taz 22.08.2018: Staatsgeld für Turbobauern

Blogeintrag: Wie meldet doch der Bio-Dachverband BÖLW am: 31.07.2018: „Besonders betroffen von den extremen Wetterbedingungen sind die Biobäuerinnen und -bauern.“ Da geht es zwar vornehmlich ums Handaufhalten, auf das sich der BÖLW besser als der DBV versteht, aber das ist auch tatsächlich so, denn die am schwersten geschädigte Feldfrucht ist das Gras und Biobetriebe haben anteilig viel mehr Grünland&Klee (67%) als die Konvibauern (29%), die notfalls Kunstdünger haben statt Gülle. Bio geht ohne Viehdung schlecht. Wenn die Biobetriebe die Dürre so viel besser als die Konvibetriebe überstanden hätten, könnten sie ja mit Kuhfutter bei den Konvibetrieben im Zeichen der Solidarität aushelfen, aber in der Realität ist es andersrum, per Ausnahmegenehmigung dürfen die Biobetriebe Konvifutter verfüttern.

Dazu noch ergänzend: Nicht alles was alt ist, ist besser:
Deutschlandfunk Kultur 12.09.2018: Schlechte Kartoffelernte 2018 … Die alten Sorten sind anfälliger
… Dabei komme es vor allem auf robuste Sorten an, die Krankheiten und den Auswirkungen des Klimawandels besser trotzen könnten. „Gerade für den Bio-Anbau brauchen wir robuste Sorten, wenn man keine chemischen Bekämpfungsmittel einsetzt.“
Und wie steht es mit den vielbeschworenen alten Sorten? Bei denen versuche man, bestimmte vorteilhafte Gene herauszuholen und weiterzuzüchten. Er baue auf seinem Hof auch alte Sorten an, die über 200 Jahre alt seien, aber: „Die leiden nach meiner Erfahrung viel mehr unter den Klimaschwankungen als die neuen Sorten. Die Züchtung hat da schon Fortschritte gemacht in den letzten 200 Jahren.“
So seien etwa die alten Wildkartoffeln anfällig für eine bestimmte Art der Fäule – durch Einkreuzung günstiger Eigenschaften neuer Kartoffelsorten versuche man dieses Problem zu bekämpfen.

Das Märchen der „armen“ Biobauern

Hofreiter: [1] … Aber noch immer stellen so wenig Landwirte um, weil es dazu zu wenig finanzielle Unterstützung gibt … Wir müssen den Landwirten dabei helfen … “

Für beständiges, gekonntes „Jammern“ sind schon die konventionellen Landwirte „berühmt“. Entsprechend dienen 30 % des EU-Haushalts alleine zur Subventionierung der Landwirtschaft (1985 waren es allerdings noch 70 %) [7].
Doch obwohl die Biobauern erheblich niedrigere Ernteerträge als die konventionellen „einfahren“:
EIKE 19.09.2016: [5] Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht …
müssen diese auf keinen Fall – wie von Herrn Hofreiter berichtet – darben. Die erheblichen Ernteverluste werden vom Staat sehr wohl ausgeglichen. So umfassend, dass sie keine Erzeuger im klassischen Sinn mehr sind, sondern eher vom Staat bezahlte Landschaftspfleger zur Beruhigung des GRÜNEN Gewissens:

[6] EIKE 27.07.2016: Biobauern darben ohne Klimawandel (und extremen Subventionen) Bei der normalen Landwirtschaft hängt es von der Veranstaltung ab
Novo Argumente: [5] „90 Prozent des Gewinns eines Ökobetriebs stammen aus staatlichen Transferleistungen“
… Kapitel 2.3.4. des Agrarberichts zeigt zum Beispiel, was in vergleichbaren Bio- und konventionellen Betrieben erwirtschaftet wird. Konventionelle Landwirte kommen auf knapp 40.000 Euro Einkommen im Jahr, ihre Öko-Kollegen liegen 5000 Euro, also 13 Prozent, darunter. Besonders interessant: Der Gewinn der Öko-Bauern beträgt nach der amtlichen Statistik rund 650 Euro pro Hektar. An Subventionen erhalten diese Landwirte 600 Euro pro Hektar. 90 Prozent ihres Gewinns stammen damit aus staatlichen Transferleistungen. Zwar bekommen auch die konventionellen Landwirte durchschnittlich 400 Euro pro Hektar aus öffentlichen Kassen; die Subventionen machen bei ihnen aber nur die Hälfte des Gewinns aus.

Inzwischen ist die Subventionierung bereits so hoch, dass Biobauern teils mehr Geld als konventionelle Landwirte in der Tasche haben.
topagrarONLINE 14.01.2018: Öko-Bauern wirtschaften derzeit rentabel
... Die Einkommenssituation der ökologisch wirtschaftenden Betriebe in Niedersachsen ist erfreulich und derzeit besser als bei den konventionellen Landwirten … Deren Unternehmensergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr auf hohem Niveau stabilisiert und liegt jetzt bei 85.000 Euro. „Unsere Bio-Betriebe erreichen damit ein Niveau, das wir uns für alle bäuerlichen Familienbetriebe wünschen,“ kommentierte Kammerpräsident Gerhard Schwetje die aktuellen Zahlen. Den Wert für die konventionellen Betriebe bezifferte er für den gleichen Zeitraum mit 61.400 Euro.
Als Ursache für die Einkommensdiskrepanz nannte Schwetje neben den höheren Preisen für Öko-Produkte auch die staatlichen Transferleistungen, die an Bio-Betriebe zusätzlich gezahlt werden. „Diese
Subventionen entsprechen rechnerisch zu einem überwiegenden Teil dem Einkommensunterschied zwischen beiden Wirtschaftsformen“, so der Kammerpräsident.

Nun war dieser Trockensommer wirklich extrem, doch selbst in der deutschen Klimageschichte nicht einzigartig

Redakteur: „Der Sommer, der nicht enden wollte, gilt vielen als der Beginn einer neuen Heißzeit.
Hofreiter: „Über den Sommer haben die Menschen die Dürre in unserem Land erlebt, die klarmachte, dass der Klimawandel … auch uns massiv. … „

Zum Glück wurde und wird es nach der für die Landwirtschaft desaströßen, vorindustriellen Kaltzeit wieder wärmer. Man blicke nur zurück, welche Angst um 1975 herrschte, als die Klimafachleute unisono den Beginn der überfälligen Eiszeit verkündeten.

Gerade der Niederschlag ist selbst in unseren gemäßigten Breiten allerdings extrem variabel. Trotzdem gibt es keinerlei belegbaren Trend zu mehr Extremen, weder zu mehr Nässe, noch zu verstärkter Trockenheit. Und vor allem gibt es nirgendwo einen schlimmen, durch einen AGW-Klimawandel „erzeugten“, negativen Trend. Ausgerechnet um die Jahre 1970 … 80, als von allen Experten die kommende Eiszeit ausgerufen wurde, gab es vergleichbare Extremereignisse, wie sie aktuell erwärmungsbedingte Folge sein sollen:
EIKE 04. September 2018: Sommerhalbjahres-Niederschlag 2018

Wer das nicht glaubt, kann es beim DWD direkt einsehen:

Bild 1 Deutschland, Sommerniederschlag 1881 – 2018. Quelle: DWD Klimaatlas-Viewer

Bild 2 Deutschland, Winterniederschlag 1881 – 2018. Quelle: DWD Klimaatlas-Viewer

Bild 3 Deutschland, Jahresniederschlag 1881 – 2017. Quelle: DWD Klimaatlas-Viewer

Doch Fakten haben GRÜNE noch nie beeinflusst.
Interview: Hofreiter: „Über den Sommer haben die Menschen die Dürre in unserem Land erlebt, die klarmachte, dass der Klimawandel nicht nur ein paar kleine Inseln betrifft, sondern auch uns massiv. … „

Warum eine statistisch extreme, aber trotzdem normale und keinen Klimatrend ausweisende Dürre in Nordeuropa kleine Inseln im Südpazifik betrifft, ergibt sich nur aus Herrn Hofreiters ausschließlich ideologischer Betrachtung. Einmal stellt sich die Frage, welche „paar kleine Inseln“ Herr Hofreiter meint. Wenn es etwas Globales sein sollte, müsste es ja alle „kleinen“ Inseln betreffen und was er damit wirklich meinte.
Der Autor vermutet, es handelt sich um eine Anspielung auf den „berühmten“, gefährlichen AGW-Pegelanstieg, zu dem es weiterhin keine messbaren Belege gibt:

EIKE 02.10.2018: Der Meeresspiegelanstieg
EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)
EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)
EIKE 11. September 2017: Neues vom Meeresspiegel: Anstieg deutlich langsamer als in der Vergangenheit
Der zur Aufrechterhaltung des AGW-Schreckens jedoch so wichtig ist, dass sich keine*r der ca. 25.000 doch so klimasachkundigen Teilnehmer an den jährlichen Klimagipfeln traut, die wahren – entlastenden – Daten zu googeln:

EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen
Von einem Zeitungsredakteur kann man das sowieso nicht erwarten.

Hat konventionelle Landwirtschaft wirklich nicht ausreichend Humus?

Hofreiter: [1] … Je humusreicher der Boden ist, desto besser kommen sie mit den Klimaveränderungen klar …
Das stimmt. Nur die Weiterführung: Humus hätten vorwiegend nur Ökobauern, stimmt nicht. Aber es klingt halt so einleuchtend „natürlich“. Konventionell ist per se schädlich und Öko grundsätzlich gut. Dass das frühere „Öko“ die Welt an den Rand einer latenten Hungerkatastrophe gebracht hat, wie es Malthus gegen 1798 mit seinem „Bevölkerungsgesetz“ beschrieb und mit der gleichen „Sicherheit“, wie Fachpersonen heute den Klimauntergang vorhersagen und erst die moderne Landwirtschaft diesen Teufelskreis durchbrach, ist vergessen, eher unterdrückt.

Und warum auch sollten konventionelle Landwirte ihre Böden kaputt machen, welche auch ihre Erwerbsgrundlage darstellen? Es ist einfach nur GRÜNE Meinung, weil es ihre Ideologie so fordert. Wirkliche Beobachtungen stehen dem allerdings konträr:
[4] Gutachten der Wissenschaftlichen Beiräte für Agrar- und Waldpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium.
Alles nicht so sicher
Friedhelm Taube, Bioexperte der Universität Kiel und Mitautor des Gutachtens, sagte aber der taz: „Es gibt in der weltweiten Literatur keine generelle evidenzbasierte Aussage, dass Ökolandbau höhere Humusgehalte sicherstellt. Das wird vielmehr durch Standort und Fruchtfolge beeinflusst.“ Zu dem Thema sei schon ausführlich geforscht worden. Im Gutachten heißt es auch, dass die Effekte des Ökolandbaus auf die Humusbildung „nicht eindeutig“ seien: In Bio-Ackerbaubetrieben ohne Viehhaltung sind sie Taube zufolge tendenziell sogar niedriger als in vergleichbaren konventionellen. In einer Analyse von Pilotbetrieben, mit der Biolobbyist Löwenstein argumentiert, habe der Humusaufbau extrem stark geschwankt. „Das lässt keine Aussage zu: Ökolandbau ist grundsätzlich günstiger für den Humusgehalt.“

Auch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten konnte anhand von Messungen nur geringste Unterschiede zwischen konventionell und ökologisch bearbeiteten Böden feststellen [3].

Bild 4 Gemessene Unterschiede der Humusqualität. Quelle [3]
Bild 5 Gemessene Unterschiede von organisch gebundenem Kohlenstoff in Ackererde. Quelle [3]
Wenn eine GRÜNE Doktrin „Volksgut“ geworden ist und die Chance von Wählerstimmen verspricht, springen inzwischen alle anderen Parteien auf und übernehmen die Idee. Da man sich dann doch etwas absetzen muss, lässt man vielleicht begründende „Informationen“ ganz weg und pauschaliert. Damit fällt dann der Unsinn gar nicht mehr auf, wie die Behauptung, dass man ausgerechnet in Bayern, wo die Landwirtschaft mit Sicherheit gegenüber vielen SPD-regierten Bundesländern noch am „gesündesten“ ist, zur Rettung derselben SPD wählen sollte.
Kein Wunder, dass diese Partei dort einen solch hoffnungslosen (Wahl-)K(r)ampf führt.

Bild 6 Wahlplakat der SPD Bayern. Vom Autor fotografiert

Für Jeden der – wie der Redakteur – mir blind glaubt, muss die Folgerung klar sein

Hofreiter: „Ich hoffe, dass wir die richtigen Ideen zur richtigen Zeit haben … Klimakrise … –vielen Leuten ist klar, dass unsere Ideen die besten sind für die Lösung der Probleme. Und das zeigen wir.“

Ob es die Besten sind, mag jeder Leser selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist es Größenwahn, wie ihn in Deutschland scheinbar jede Politikgeneration entwickelt, um mindestens einmal die Welt vor irgend etwas zu retten und das sauer erarbeitete Geld der zu fleissigen und erfolgreichen Untertanen irgendwie, aber konsequent, zu vernichten.

Deshalb noch eine Anmerkung zum Welt-Klimavertrag (aus einem EIKE-Blogbeitrag entnommen):
Die Developed country parties sind die zahlenden und die Developing country parties sind die empfangenden Nationen. Zu den Empfängerländern gehören auch Indien und China, weshalb beide Nationen freudig zugestimmt haben, jedoch unter der Bedingung, nichts vom Agreement anzuwenden, was dem Wohlstand der Bürgerschaften schaden würde. Als Putin feststellte, dass Russland auch zahlen soll, stoppte er die Ratifizierung. Dito für Erdogan.
Mit Russland, der Türkei, mit Indien, China und den USA gehören Nationen mit rd. 3 Mrd. Menschen von insgesamt 7,5 Mrd. Erdenbewohnern de facto
nicht zur Gemeinde der „Klimaschützer“. Leider reden unsere Wahrheitsmedien darüber nicht.
Als Trump ankündigte, Obamas Präsidenten-Dekret zum Agreement zurücknehmen zu wollen, sprang sofort Frau Merkel vor die Kameras und verkündete ohne zu zögern, dass Deutschland in diesem Falle die Anstrengungen erhöhen müsse. Es gelte schließlich, den Globus vor Überhitzung zu bewahren und in diesem Theaterstück könne der Wohlstand von Deutschlands Bürgerschaft natürlich keine Rolle spielen …

Da alle schlimmen Zukunftsvisionen des AGW-Klimawandels ausschließlich auf Simulations-Spielereien mit von Menschen programmierten Klimaszenarien beruhen, anbei ein Beispiel zu deren „Genauigkeit“. Dazu beachten, dass es sich um das niedrigste CO2-Emissionssszenario A1B (Bedingung: alle Länder der Welt halten den Klimavertrag ein) handelt. Die schlimmeren von RCP4.5 bis zu RCP8.5 stellt der DWD nicht dar. Vielleicht, weil dann die Darstellungen so hirnrissig daneben liegen, dass die völlige Unbrauchbarkeit der „unbezweifelbar genauen“ Klimasimulationen selbst „normalen“ Bürgern deutlich würde.

Bild 7 Messwerte und Simulation der Anzahl Tropennächte Deutschland. Quelle: DWD Klimaatlas

Auch dies ist nicht alleinige Meinung des Autors, sondern bekannter Sachstand:
EIKE 02. Oktober 2018: Computer-Klimasimulationen sind gerade kollabiert
EIKE 19. Februar 2018: Der Fluch der Simulationen

Was nicht verhindert, dass das PIK meistens mit dem schlimmsten Szenario RCP8.5 (und „selbsterfundenen“, noch extremeren) simuliert und dann „um sich schlägt“, weil deren Algorithmen nach solchen Eingaben oszillieren.
kaltesonne: Großer Quatsch in der Augsburger Allgemeinen am 19. August 2018 (Anmerkung des Autors: Eine Zeitung, welche so konsequent dem Klimaalarmismus frönt, dass ein Fachmann sogar eine Webseite „dagegen“ errichtet hat: Der Klimarealist):
Klimaforscher Schellnhuber: “Wird wohl nie wieder eine Eiszeit geben”
… Vor zwei Wochen ist eine internationale Studie veröffentlicht worden, an der auch Sie beteiligt waren. Da war von einer Heißzeit die Rede. Klingt ebenfalls dramatisch …
Schellnhuber: Ist es auch. Auf der Erde haben sich Eis- und Warmzeiten für Millionen Jahre abgewechselt. Wir haben in Studien nachgewiesen, dass die Industriegesellschaft mit ihren historischen Treibhausgasemissionen diesen Zyklus bereits unterbrochen hat und es wohl nie wieder eine Eiszeit geben wird. Meine Kollegen und ich haben daher die Frage aufgeworfen: Lässt sich unser Klimasystem im gegenwärtig herrschenden Warmzeitzustand auch stabilisieren, oder setzen wir planetare Prozesse in Gang, die uns in eine Heißzeit treiben? Der Unterschied ist, grob gesagt, der Weiterbestand der uns vertrauten Zivilisation. Bei einem langfristigen Anstieg der Temperatur um fünf oder sechs Grad und des Meeresspiegels um 60 Meter wird diese sich nicht aufrechterhalten lassen.
kaltesonne: Ein echter Spaßvogel, der Professor Schellnhuber. Glaziale und Interglaziale operieren auf Zeitskalen von zehntausenden Jahren. Die Verweildauer des CO2 in der Atmosphäre beträgt aber nur 100 Jahre. Spätestens nach einigen hundert Jahren wäre das CO2 also wieder auf dem vorindustriellen Niveau. Ob sich Schellnhuber das schonmal klargemacht hat? Da diesen Zeitpunkt von uns sowieso niemand erleben wird, kann er aber munter drauflos in die Zukunft fabulieren. Zum Totlachen. Siehe auch unseren Beitrag PIK warnt vor Ausfall der nächsten Eiszeit. Mojib Latif cool: “100 Jahre bleibt CO2 in der Luft”

Was es mit der laut Herrn Schellnhuber mit Sicherheit ausfallenden, nächsten Eiszeit auf sich hat, wurde schon einmal berichtet:
EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

Nur ganz Wenige folgen nicht

Während Joe Kaeser (wie auch Herr Zetsche und die CEOs vieler Versorger) sich vorbeugend dem pseudoökologischen und angeblich „christlichem“ ethischem Mainstream verschrieben haben, gibt es nur wenige Mutige, welche noch ein paar vom Merkel- und Allparteien-Mainstream abweichende Verlautbarungen von sich geben:
dpa Sonntag, 30. September 2018: Bayer-Chef: Scharfe Kritik an Umweltschützern
… «Sie nützen die Größe und Prominenz des Produkts für ihr Geschäftsmodell», sagte Baumann der «Bild am Sonntag». Nur so bekämen Umweltschützer die nötige Aufmerksamkeit, um möglichst viele Spenden zu erhalten. Bio-Landbau sei nicht pauschal die nachhaltigere Anbaumethode …
Da es dabei um Glyphosat ging, wird der Bayer Chef kaum Gehör finden. Zudem kommt er mit dieser Darstellung etwas arg spät, nachdem dessen Verteufelung mit aktivster Unterstützung von SPD-Umweltministerinnen längst gelaufen ist. Der Glyphosat-Unterstützer der CSU wurde damals (im Vorspann, wie mit Herrn Maaßen umgegangen wurde) entsprechend sofort politisch mundtot gestellt und dann „entsorgt“.

Und noch etwas wagte diese Bayer-Chef zu zusagen:
… Baumann lobte zudem US-Präsident Donald Trump, den er als «einen sehr aufmerksamen, zugewandten und auch sehr gut informierten Gesprächspartner» erlebt habe …
Vielleicht ist der „Mut“ auch nur entstanden, weil das Geschäft schon zu arg beeinflusst wurde.

Zum Schluss noch ein kurzer, zum Thema passender Essay:
The European: Was erlauben Diesel?

Quellen

[1] nordbayerische Nachrichten, lokale Printausgabe vom 22.09.2018: Mit Öko-Anbau gegen die Heißzeit

[2] nordbayerische Nachrichten, lokale Printausgabe vom 19.09.2018: Kann Hightech Welternährung sichern?

[3] Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF): Humus und Landwirtschaft – Humusqualität bayerischer Äcker im Vergleich

[4] taz 13.09.2016: Bio-Landwirtschaft und Klimaschutz Öko macht auch Dreck

[5] EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht

[6] EIKE 27.07.2016: Biobauern darben ohne Klimawandel (und extremen Subventionen) Bei der normalen Landwirtschaft hängt es von der Veranstaltung ab

[7] EU Haushalt




Durchgesickerte Information zeigt Googles Willen zur politischen Einflussnahme

Auf WUWT wurde bereits darüber gesprochen, wie Google Klimaskeptiker aktiv unterdrückt unter Druck setzt.

Das Geschäftsmotto für Google war einmal: „Sei nicht böse ! „, Siehe unten, wie von der Wayback Machine am 21. April 2018 archiviert :

„Sei nicht böse.“ Die Googler wenden diese Wörter im Allgemeinen darauf an, wie wir unseren Nutzern dienen. Aber „Sei nicht böse“ ist viel mehr als das. Ja, es geht darum, unseren Nutzern unvoreingenommenen Zugang zu Informationen zu bieten, sich auf ihre Bedürfnisse zu konzentrieren und ihnen die bestmöglichen Produkte und Dienstleistungen zu bieten. Aber es geht auch darum, das Richtige allgemein zu tun – dem Gesetz zu folgen, ehrenvoll zu handeln und Kollegen mit Höflichkeit und Respekt zu behandeln.

Der Google-Verhaltenskodex ist eine der Methoden, mit denen wir „Sei nicht böse“ in die Praxis umsetzen. Es basiert auf der Erkenntnis, dass alles, was wir in Verbindung mit unserer Arbeit bei Google tun, an den höchstmöglichen Standards ethischen Geschäftsverhaltens gemessen wird und gemessen werden sollte. Wir setzen die Messlatte sowohl aus praktischen als auch aus aufsichtsrechtlichen Gründen hoch: Unser Engagement für höchste Standards hilft uns, großartige Mitarbeiter einzustellen, großartige Produkte zu entwickeln und loyale Nutzer zu gewinnen. Vertrauen und gegenseitiger Respekt zwischen Mitarbeitern und Nutzern sind die Grundlage unseres Erfolgs und müssen täglich verdient werden.

Dann, in erstaunlicher Wendung ihrer selbst, entfernten sie den Satz von ihrer Website und gaben sich selbst eine Lizenz, der dunklen Seite zu folgen.

Vielleicht haben Sie schon von dem internen „privaten“ Google-Video (das direkt nach der Präsidentschaftswahl 2016 entstanden ist) erfahren, das zu Breitbart gelangt ist. Es war nie beabsichtigt, dass die Öffentlichkeit es sieht, wir haben es jedoch. Nachdem Trump die Wahl gewonnen hat, zeigt das Video, wie das Google-Managementteam sich gegenseitig tröstet, umarmt, Tränen vergießt und darüber klagt, wie Trump gewonnen hat und Hillary Unrecht getan wurde.

Es ist ziemlich aufschlussreich. In dem Video haben wir den Chief Executive Officer, den Chief Financial Officer, zwei Vizepräsidenten und die beiden Männer, die 1998 Google gegründet haben. Sergey Brin und Larry Page.

In diesem durchgesickerten Video von 2016 können wir die Bestürzung der Google-Führung über die Ergebnisse der US-Wahlen sehen und hören, wie sie ihre Verschwörung diskutieren, um einer Partei „Sachdienstleistungen“ für ihre politische Bemühungen zu ermöglichen, das Ergebnis zu beeinflussen.

Die in diesem Video geäußerten Meinungen sind meiner Meinung nach empörend. Im Grunde genommen halten die Google-Manager die amerikanischen Wähler, die Trump gewählt hatten, als irrational, ausländerfeindlich, faul und dumm an. Brin vertritt die Meinung, dass Trump-Wähler aus „Langeweile“ gehandelt haben, was, wie er sagt, in der Vergangenheit einer der Faktoren war, die zu Faschismus und Kommunismus führten.

Google hat später eine Entgegnung veröffentlicht , in der es heißt, dass (in dem Video) nur einige Mitarbeiter und Führungskräfte ihre persönliche Meinung zum Ausdruck brachten: “ Seit 20 Jahren kann bei Google jeder seine Meinung frei äußern.

In ihrer Entgegnung behauptet Google, dass nichts, was diese Führungskräfte in diesem Video sagten, eine politische Voreingenommenheit in ihren (Google-) Produkten nahelegt.

Das nehme ich ihnen nicht ab, nicht ein bisschen.

Die Google Finanzchefin in diesem Video, Ruth Porat, ist ein perfektes Beispiel. Sie wird hoch emotional, ihr kommen die Tränen und sie redet über den Moment, als sie realisierte, dass die Wahl „… in die falsche Richtung “ ging und dann erkannte sie das erste Mal “ WIR werden verlieren. Es ist wie eine „tonnenschwere Last“.

Später in dem Video fragt der Google-Mitbegründer Sergey Brin, was er tun kann, um eine „bessere Qualität der Regierungsführung und der Entscheidungsfindung“ zu.


Einschub: Google HAT NICHTS MIT REGIERUNGSENTSCHEIDUNGEN ZU TUN. Wenn Brin vorschlägt, dass sie eine „bessere Qualität“ sicherstellen müssen, ist das eine stillschweigende Anerkennung ihrer Voreingenommenheit, in einer Weise zu agieren, die sie für richtig halten.


Hier einige Auszüge aus der Geschichte von Breitbart:

THE GOOGLE TAPE: Google Co-Founder Sergey Brin ‘Deeply Offended’ by Trump’s Election
[Google-Mitbegründer Sergey Brin ist „tief beleidigt“ durch die Wahl von Trump]

Allum Bokhari, Breitbart

Sergey Brin, Mitbegründer eines der einflussreichsten Unternehmen der Welt:

„Als Einwanderer und Flüchtling finde ich diese Wahl zutiefst beleidigend, und ich weiß, dass viele von Ihnen das auch tun.“

Walker sagt, dass Google kämpfen sollte, um sicherzustellen, dass die populistische Bewegung – nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt – nur ein „Pieps“ und ein „Schluckauf“ in einem historischen Bogen bleiben, der sich dem Fortschritt zuwendet.

CEO Sundar Pichai erklärt, dass das Unternehmen maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz entwickeln wird, um gegen das vorzugehen, was ein Angestellter als „Fehlinformation“ bezeichnete, die von „informationsarmen Wählern“ geteilt wird.

Der Mitbegründer bezieht sich an anderer Stelle im Videoclip auf den internen Thinktank „Jigsaw“ des Unternehmens, das Tools entwickelt hat, um Nutzer von „extremistischen“ Inhalten in den Suchergebnissen sowohl in der Google-Suche als auch auf YouTube abzulenken.


Eine weitere Geschichte

Powerline: It’s Official, Google Is a Democratic Party Front
[Es ist offiziell, Google ist eine Front der Demokratischen Partei]

Powerline:

Alle Redner drücken ihre Trauer über Donald Trumps Wahl aus. Alle Sprecher gehen davon aus, dass jeder Google-Mitarbeiter ein Demokrat ist und erstaunt und entsetzt ist, dass Hillary Clinton – der schlimmste und korrupteste Präsidentschaftskandidat der modernen Geschichte – verloren hat. Es gibt viele Diskussionen darüber, was Google tun kann, um die durch die Brexit- und Trump-Wahlen veranschaulichte weltweite Widrigkeit umzukehren. Die wahnsinnige Doktrin des „weißen Privilegs“ erhebt ihren Kopf.

Hier ist eine andere Geschichte aus dem Powerline Blog

Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. Nach dem einstündigen  Stoßzeufzer -OK, um fair zu sein, es gibt auch ein großes Element von Schadenfreude und Sie werden viel davon genießen – wahrscheinlich werden Sie mehrere Reaktionen verspüren:

  1. Diese Leute mögen bestimmte wertvolle technische Fähigkeiten haben, aber sie sind nicht sehr intelligent und zeigen ungewöhnlich wenig Selbsterkenntnis.
  2. Es ist bemerkenswert, dass sie eine solch außergewöhnliche Monokultur in einer Organisation mit Tausenden von Mitarbeitern erreichen können. Es erfordert eine kräftige Durchsetzung des richtigen Denkens.
  3. Es ist leicht zu erkennen, wie diese einheitlich linken Roboter / Menschen nahtlos zum Widerstand gegen die ordnungsgemäß gewählte Trump-Administration umgewandelt wurden.

Das Video:


Also was können Sie tun?

Vermeiden Sie Google. Vermeiden Sie Google Mail und die Suche über Google

Zum Suchen empfehle ich DuckDuckGo und Mojeek . Von den beiden ist Mojeek meiner Meinung nach das bessere Tool, da es keine Google-orientierte Indexierungsbibliothek verwendet.

Update:

Eine E-Mail, die exklusiv von „Tucker Carlson Tonight“ erhalten wurde, zeigt, dass ein leitender Google-Mitarbeiter die Ressourcen des Unternehmens einsetzte, um die Wahlbeteiligung so zu erhöhen, dass Clinton die Wahlen gewinnen könnte.

Gefunden auf WUWT vom 13.09.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2018/09/13/google-video-leak-proves-they-are-evil-after-all/

 


Auf Eike fanden Sie dieses Thema u.a. im Oktober 2017, auch von WUWT

https://www.eike-klima-energie.eu/2017/10/07/googles-such-einstellung-gegenueber-konservativen-news-seiten-wurde-quantifiziert/

 

Vorankündigung:

Zu dem oben beklagtem Problem mit den Suchmaschinen, habe ich mir einen kleinen Test überlegt.

  • In Kürze berichte ich Ihnen davon gerne.

Andreas Demmig

 




Plutonium Vernichtung in den USA! Notbremse gezogen?

Die Vorgeschichte

Bereits vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion setzte ein gewaltiges Abrüstungsprogramm zwischen den USA und Russland ein. Letztendlich wurden im Rahmen des ersten Vertrages zur Verringerung strategischer Waffen (START I) tausende Raketen und Sprengköpfe auf beiden Seiten vernichtet. Damit saß jeder der beiden Vertragspartner auf zig Tonnen waffengrädigem Materials, aus dem man zehntausende von neuen Sprengköpfen hätte bauen können. Im Zeitalter des aufkeimenden Terrorismus eine äußerst unbehagliche Situation, zumal die Sowjetunion in Auflösung begriffen war.

Die Mengen an hochangereichertem Uran stellten nur ein kleines Problem dar: Sie wurden mit abgereichertem Uran auf die Gehalte für Brennstoff verschnitten und nach und nach in Kernkraftwerken zur Stromerzeugung verbraucht. Gleichwohl waren die Mengen so gewaltig, daß für Jahre der Markt für Natururan nahezu zusammenbrach. Für sich genommen schon ein gewaltiger Schaden für die Uranbergwerke.

Ganz anders verhielt es sich mit dem Plutonium. Jeder der beiden Vertragspartner verfügte nun über einen Überschuß von 34 to waffengrädigem Plutoniums, der irgendwie aus der Welt geschafft werden mußte. Um zu verstehen, warum das gar nicht so einfach ist, muß man sich etwas näher mit Plutonium beschäftigen.

Das besondere Plutonium

Plutonium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 94 (94 Protonen im Kern), welches faktisch nicht in der Natur vorkommt. Es kann zwar in verschiedene chemische Verbindungen mit verschiedenen chemischen Eigenschaften überführt werden, nicht aber auf chemischen Wegen wieder aus der Welt geschafft werden. Es kommt in zahlreichen Isotopen (unterschiedliche Anzahl von Neutronen im Kern) — von Pu236 bis Pu244 — mit jeweils eigener Halbwertszeit und eigenem Einfangquerschnitt für Neutronen vor. Die einzige Möglichkeit es wieder aus der Welt zu schaffen, ist es mittels Neutronen zu spalten oder wenigstens in andere Isotopen um zu formen.

Schon in den Anfängen der Entwicklung von Kernwaffen hat man erkannt, daß Pu239ein idealer Kandidat für den Bau von Kernwaffen ist. Es ist recht einfach und preiswert in „speziellen Reaktoren“ in beliebigen Mengen aus Natururan herstellbar und es besitzt ein Optimum aus „Lebensdauer“ und Einfangquerschnitt im auftretenden Energiespektrum einer Kernexplosion.

Jede Kernwaffe altert durch spontane Zerfälle. Je kürzer die Halbwertszeit des Materials ist, desto schneller ist die Kernwaffe unbrauchbar. Jeder Kern, der schon zerfallen ist, steht für die Kettenreaktion im Ernstfall nicht mehr zur Verfügung. Dies ist leicht einsichtig. Jeder Spontanzerfall löst aber eine ganze Kette weiterer radioaktiver Produkte aus. Jedes Glied hat eigene, energieabhängige Einfangquerschnitte. Vereinfachend gesagt, viele verbrauchen nur Neutronen, die für eine Kettenreaktion nicht mehr zur Verfügung stehen können. Im Extremfall bricht die „Explosion“ sehr schnell in sich zusammen.

Der Zweck einer Kernwaffe ist Zerstörung (Druckwelle, Feuerball und Strahlung). Dafür braucht man eine hohe Leistung (Energie pro Zeiteinheit). Mit einfachen Worten: Man muß möglichst viele Kerne (ungefähr 200 MeV pro Spaltung) in nahezu „Null Sekunden“ spalten. Das Geheimnis des Bombenbaues liegt nun in der Beherrschung der Kettenreaktion: Mit jeder Spaltung werden weitere Neutronen frei, die von Generation zu Generation (jeweils etwa Verdoppelung) immer noch mehr Kerne spalten könnten — wenn sie nicht parasitär weggefangen werden oder den Ort des Geschehens einfach mit hoher Geschwindigkeit verlassen würden ohne überhaupt jemals einem spaltbaren Kern begegnet zu sein. Insbesondere für diesen „Verlust von Neutronen durch Austritt“ ist die schnelle Ausdehnung des Spaltmaterials durch die entstehende Hitze verantwortlich.

Waffengrädiges- oder Reaktorplutonium?

Von „Atomkraftgegnern“ wird immer wieder behauptet, man könne auch aus Reaktorplutonium „Bomben bauen“. Man möchte damit Plutonium aus der Wiederaufbereitung von Brennelementen aus Leichtwasserreaktoren gefährlicher erscheinen lassen, als es in Wirklichkeit ist. Bestenfalls steckt dahinter Wortklauberei. Natürlich kann man mit großem Aufwand unter Laborbedingungen auch mit Reaktorplutonium eine Kettenreaktion auslösen — bloß bringt man damit keine Fensterscheibe zum wackeln. Deshalb ist auch noch keiner so bescheuert gewesen, mit gewaltigem Aufwand eine „Atombombe“ aus Reaktorplutonium zu bauen, die trotzdem nur einem Knallfrosch gleicht, wenn er mit geringstem Aufwand aus Natururan waffengrädiges Plutonium erzeugen kann.

Damit ist auch ein Weg aufgezeigt, wie man „altes Bombenplutonium“ dauerhaft und sicher beseitigen kann. Setzt man es als Brennstoff in Leistungsreaktoren ein, wird dadurch ein erheblicher Teil der Ursprungsmenge „verbrannt“ und gleichzeitig der Rest durch die Bildung von anderen Isotopen verdorben. Denn nicht jeder Kern Pu239 wird durch das Einfangen eines Neutrons gespalten, sondern wird teilweise bloß in ein anderes Isotop (Pu240, Pu241 usw.) umgewandelt. Man kann das mit dem vergällen von trinkbarem Alkohol vergleichen: Der Zusatz von geringen Mengen ähnlicher Stoffe macht aus einer großen Menge Genussmittel einen für Menschen giftigen Industriealkohol. Der Trick ist der Gleiche: Der Aufwand zur Trennung wäre um ein vielfaches höher, als die erneute Herstellung von Trinkalkohol.

Grundsätzlich kann man „überschüssiges Bombenplutonium“ in schnellen Reaktoren oder in konventionellen Leichtwasserreaktoren einsetzen. Effektiver ist der von Rußland eingeschlagene Weg der Herstellung von Brennstoff für einen natriumgekühlten Reaktor mit schnellen Neutronen: Man kann größere Anteile (schnelle Reaktoren über 20%, LW bis rund 8%) verwenden. Dies vereinfacht schon mal die notwendige Überwachung bei der Produktion. Durch eine angepaßte Fahrweise (nicht die Energieerzeugung steht im Vordergrund, sondern die Erzeugung ungeeigneter Isotope) kann man recht schnell große Mengen Plutonium für eine Waffenproduktion dauerhaft unbrauchbar machen. So gibt es beispielsweise ein Konzept — bestehend aus zwei PRISM-Reaktoren — innerhalb von nur zwei Jahren alle Überschussbestände in Großbritannien für eine Waffenproduktion unbrauchbar zu machen. Elektrische Energie könnten diese Reaktoren mit diesem Plutonium dann trotzdem noch viele Jahrzehnte weiter produzieren.

Der Weg über MOX

Üblicherweise setzt man in Kernkraftwerken einen Brennstoff aus (nur) angereichertem Uran ein. Man kann aber auch einen Brennstoff aus einer Mischung aus Uranoxid und Plutoniumoxid verwenden. Keine neue Erfindung. Bereits 1972 wurde in Deutschland (!) erfolgreich ein Mischoxid in einem Reaktor verwendet. Heute sind rund 5% aller verwendeten Brennelemente weltweit vom Typ MOX. Führend in dieser Technologie ist mit großem Abstand Frankreich. Ursprünglich wollte man damit den Verbrauch von Natururan strecken. Es war daher nicht abwegig, über diese Schiene auch das „Überschuß-Plutonium“ aus der Rüstung vernichten zu wollen. Nur mußte aus politischen Gründen (Proliferation und Verträge mit Rußland) in USA erst einmal eine neue Anlage gebaut werden. Und damit nahm das Verhängnis seinen Lauf…

Wenn man eine verfahrenstechnische Großanlage in Auftrag gibt, sollte man vorher wissen, welches Produkt man eigentlich herstellen will, welche Vorschriften im eigenen Land gelten und welchen Rohstoff man genau einsetzen muß. Ganz offensichtlich für Politiker (per Eigendefinition Alleskönner) und öffentliche Verwaltungsapparate (zumindest, wenn sie sich auf einem neuen Gebiet bewegen sollen) eine unlösbare Aufgabe. Wie immer, wurde erst einmal — im Bewußtsein kein eigenes Geld, sondern das Geld der Steuerzahler zu verschwenden — eine Anlage für den Durchsatz von 3,5 to Plutonium pro Jahr bei Areva für 2,7 Milliarden Dollar in Auftrag gegeben. Baubeginn war 2007 mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2016.

Nachdem der Baubeginn bereits erfolgt war, stellte man fest, daß der spezielle Eingangsstoff — besagtes Waffenplutonium zur Vernichtung in Leichtwasserreaktoren — anders, als das übliche Plutonium — Plutonium aus französischer Wiederaufbereitung von Kernbrennstoff— war. Flugs mußte noch ein kompletter zusätzlicher Verfahrensschritt zur Entfernung von Verunreinigungen eingeführt werden. Die Anlage — fast genau so groß, wie die bereits im Bau befindliche — wurde verniedlichend „Aqueous Polishing“ genannt. Die geplante Fertigstellung verschob sich auf 2019 und die geplanten Kosten schossen auf 4,9 Milliarden Dollar hoch.

Im Jahre 2012 führte man eine Untersuchung durch und aktualisierte die Kostenschätzung auf 7,7 Milliarden. Eine weitere Untersuchung im Jahre 2016 ergab eine Kostenschätzung von 17,2 Milliarden und eine Inbetriebnahme nicht vor 2025. Wie bei öffentlichen Projekten üblich — wir kennen das vom Flughafen BER in Berlin — wurschtelt man weiter vor sich hin. Jährlich versickerten zwischen 350 und 500 Millionen Dollar aus diversen Haushaltstiteln in diesem Sumpf. Ein schönes Auftragsvolumen, für das man schon etwas für die Politik tun kann.

Die Programmkosten

Mit dem Bau der Anlage ist es aber noch nicht getan. In einer Marktwirtschaft muß man auch noch Kunden für das Produkt finden. In diesem Fall, wegen der geltenden Abrüstungsverträge, ausschließlich in den USA. Die Kernkraftwerke in den USA müssen aber Genehmigungen für den Betrieb mit MOX-Brennelementen besitzen. Sie müssen geprüft und umgebaut werden. Mit anderen Worten, im Moment würden die Betreiber die Brennelemente nicht einmal geschenkt nehmen. Lange Rede, kurzer Sinn, das Energieministerium schätzt die Gesamtkosten für das Programm auf 50 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Preis von über 1,4 Millionen Dollar für jedes Kilogramm Waffenplutonium. Selbst wenn man die Anlagen noch für andere Zwecke nutzen kann, ist das ein Irrsinn.

Dieser Vorgang zeigt sehr schön, was geschieht, wenn man Politikern solche komplexen technischen Herausforderungen überläßt. Man muß nur so ein verrücktes Programm starten und erschließt sich damit eine sprudelnde Geldquelle: In diesem Fall mit ursprünglich „etwa 1 Milliarde für ein tolles Abrüstungsprogramm“ oder einer „Eiskugel für eine Energiewende“ bei uns. Sind erstmal genug Laiendarsteller auf den Zug aufgesprungen, kann man sie beliebig ausquetschen. Der Politiker steht vor der Alternative: Ich verbrenne weiterhin das Geld fremder Leute (sprich unsere Steuern) oder gebe zu, gar nicht allwissend zu sein, was das Ende der eigenen Karriere bedeutet. Solche „Steuergelder-Verbrennungsanlagen“ werden erst gestoppt, wenn Kräfte an die Regierung kommen, die bisher nicht im etablierten Machtapparat tätig waren. Dies geschah mit der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA, der schon in seinem Wahlkampf lieber vom „Sumpf“ sprach und ungern das etablierte Synonym „Washington“ benutzte.

Wie geht’s weiter

Allerdings ist mit dem Baustopp der Anlage noch lange nicht das Problem beseitigt. Dabei ist das Plutonium selbst das geringste Problem: Es schlummert weiterhin in den Tresoren vor sich hin. Was drückt, sind die Abrüstungsverträge mit Russland. Im Moment herrscht ein seltsames gegenseitiges „Wegsehen“: Die USA kommen nicht mit der Vernichtung ihres „Überschussplutonium“ voran, dafür regt man sich nicht sonderlich über den Bruch des Abrüstungsabkommens über Mittelstreckenwaffen (Landgestützte Cruise missile mit „Atomsprengköpfen“) durch Putin auf.

Es muß also eine Lösung her. Zumindest über einen weiteren Ansatz, wird hier demnächst berichtet…

Der Beitrag erschien zuerst bei NUKEKLAUS hier




Klimawandel macht nichts, aber kaltes Wetter kann sehr tödlich sein

In Großbritannien und anderswo war das Gegenmittel bisher bezahlbare Energie. Allerdings hat die Besessenheit an massiv subventionierter, wetterabhängiger Windenergie genau das außerhalb der Reichweite von allzu vielen mit geringem Einkommen entfernt; besonders alte Menschen.

In den letzten Sommermonaten haben die Australier beobachtet, dass ältere Menschen leiden und zugrunde gehen. Sie konnten es sich nicht leisten, Klimaanlagen bei heißem Wetter zu betreiben. Das heißt natürlich, wenn Strom gerade überhaupt verfügbar war.

Trotz der oft beschworenen Klimaerwärmung, sind Temperaturen unter Null viel tödlicher, wie James Delingpole berichtet.

Einleitung auf StopTheseThings vom 01.05.2018

https://stopthesethings.com/2018/05/01/deaths-icy-grip-climate-change-wont-kill-granny-but-climate-change-policies-do/

 

48.000 Briten starben in diesem Winter an Kälte; Die Britische Regierung lobt ihre Klimapolitik, die ihnen dabei geholfen hat

Breitbart; James Delingpole, 9. April 2018

Großbritannien durchlitt gerade seine schlimmste Wintersterblichkeit seit 42 Jahren.

Es wird geschätzt, dass zwischen Dezember und März 2018, 20.275 Briten mehr als im Durschnitt der letzten Jahre durch Erfrieren starben.

Aufgrund der kalten Bedingungen werden allein zwischen dem 23. und 31. März weitere 2000 Todesfälle angenommen, wie die durchschnittlichen Sterberaten dieses Winters anzeigen.

Bürgerrechtler haben die Todesfälle als eine „nationale Tragödie“ bezeichnet, da Opfer von zu kaltem Wetter, vor allem bei älteren Menschen, hätten verhindert werden können.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Office of National Statistics) sind jeweils einer von 10 Kaltwetter-Todesfällen sowohl bei den unter 65-Jährigen wie auch bei den 65-75-Jährigen zu beklagen, aber bei acht von 10 Todesfällen bei den über 75-Jährigen.

Das Gesundheitsministerium erklärte auch, dass kalte Bedingungen Erkrankungen wie Grippe, Lungenentzündungen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz verschlimmern.

Zusammengezählt bedeutet das, dass dieser Winter aufgrund des kalten Wetters mindestens 48.000 Todesfälle haben wird – was sich auf durchschnittlich einen Todesfall alle dreieinhalb Minuten errechnet.

Aber was noch schockierender ist, die britische Regierung – die sich als konservativ bezeichnet – prahlt tatsächlich noch mit der katastrophalen Politik, die geholfen hat, arme Menschen zu töten.

Hier ist das, was Energieministerin Claire Perry zum zehnten Jahrestag des Klimaschutzgesetzes von 2008 sagte – der ruinösesten und sinnlosesten Gesetzgebung in der jüngsten britischen Parlamentsgeschichte – die weitgehend dafür verantwortlich ist, Energie so teuer zu machen, dass die Armen und Schwachen es nicht können leisten, ihre Häuser zu heizen.

Die Dynamik des Klimaschutzes nimmt im Vereinigten Königreich an Fahrt auf. Der Klimawandel ist nicht mehr nur eine Phrase von ideologischen Umweltschützern und Wissenschaftlern, er ist Teil der alltäglichen Propaganda. Dies ist nicht nur der Moment für globale Bemühungen, unseren CO2-Ausstoß zu reduzieren, sondern auch für das Wachstum grüner Industrien und für die internationale Zusammenarbeit im Klimabereich.

Der Klimawandel überschreitet parteipolitische Grenzen und respektiert keine Landesgrenzen. Diese parteiübergreifende Unterstützung für den Klimaschutz und die Führungsrolle des Vereinigten Königreichs wurde 2008 mit der Einführung des historischen Climate Change Act [Klimaschutzgesetzes] demonstriert, das ein ehrgeiziges rechtsverbindliches Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf 80% des Niveaus von 1990 bis 2050 vorsieht.

Obwohl das Klimaschutzgesetz unter einer Labour-Regierung verabschiedet wurde, wurde es von fast der gesamten konservativen Opposition unterstützt, angeführt von David Cameron – der später als Premierminister fortfuhr, sich zu rühmen, die „grünste Regierung aller Zeiten“ anzuführen.

Das Klimaschutzgesetz wurde vor einem ganzen Jahrzehnt verabschiedet. Seitdem hatten die Konservativen mehr als genug Zeit, um die Beweise zu prüfen und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Nach der Schätzung des Department of Energy (Energieministerium –Schätzung ist vermutlich jetzt veraltet) wird das Gesetz, wie von Großbritannien verlangt, seine Wirtschaft um unmögliche 80 Prozent dekarbonisieren und den Steuerzahler bis 2050 insgesamt 734 Milliarden Pfund gekostet haben.

Was genau erhalten die Britten als Gegenleistung für all das ausgegebene Geld?

Nun, wenn Sie der erwähnten „konservativen“ Ministerin Claire Perry glauben, ist eines der Dinge die sie erhalten, die moralische Überlegenheit.

10 Jahre später und im Jahr 2015 war das Vereinigte Königreich maßgeblich an der Umsetzung des Pariser Abkommens beteiligt und verpflichtete über 175 Länder, die Welt vor einer katastrophalen Erwärmung zu schützen.

Vor drei Jahren haben das Vereinigte Königreich und andere Industrieländer in Paris einen gemeinsamen Beitrag von 100 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung der ärmsten und am meisten gefährdeten Menschen in der Welt beschlossen, um dem zunehmenden Risiko von Dürren und Überschwemmungen und dem Zugang zu sauberer Energie zu begegnen. Wir sollten stolz sein, dass das Vereinigte Königreich für seine Klimaschutzmaßnahmen sowohl in Übersee als auch zu Hause so hoch angesehen ist.

Allerdings, wie wir wissen, ist das Flickschusterei. Den wirklich großen Kohlendioxid-Emittenten – wie China und Indien – ist es gleichgültig, ob Großbritannien einseitig wünscht, seine Wirtschaft im Namen der „Rettung des Planeten“ zu dekarbonisieren. Der Beitrag Großbritanniens zur globalen Dekarbonisierung, sei es in Bezug auf die Führungsposition oder insgesamt gesehen, ist daher vernachlässigbar.

Wie Christopher Booker im Sunday Telegraph anmerkt:

Das Vereinigte Königreich wird Billionen ausgeben, um die C02-Emissionen zu reduzieren, während die größten Emittenten wenig tun.

Es gibt kein besseres Beispiel dafür, wie gleichgeschaltetes Denken immer weiter die gewünschte Realitätsverdrängung vorantreibt, als ein Statement von Claire Perry, unserer neuen Staatsministerin für Energie.

Hat Frau Perry jemals die Zahlen betrachtet, um zu sehen, wie weit der Rest der Welt tatsächlich in unsere Fußstapfen getreten ist? Es stimmt, dass das Vereinigte Königreich im letzten Jahrzehnt laut dem letzten BP Statistical Review of World Energy seine Emissionen um 28 Prozent reduziert hat, vor allem durch die Schließung der Kohlekraftwerke, die bis 2015 noch 30 Prozent unserer Elektrizität lieferten, so tragen wir jetzt noch kaum ein Prozent zur globalen Summe der CO2 Emissionen bei.

Aber China, der größte CO2-Emittent der Welt, der 27 Prozent der Gesamtmenge beisteuerte, hat im gleichen Zeitraum seine Emissionen um 24 Prozent erhöht und plant bis 2030, diese Emissionen zu verdoppeln. Indien, der drittgrößte Emittent, hat sie um 54 Prozent erhöht und will sie verdreifachen. Deshalb ist unsere Energieministerin der Meinung, dass wir der Welt weiterhin ein Beispiel geben sollten, indem wir „Billionen“ dafür ausgeben, ein Ziel zu erreichen, das nur durch die Schließung praktisch unserer gesamten Wirtschaft erreicht werden kann, während der Rest der Welt nicht die geringste Notiz davon nimmt.

Also, wenn nicht nur die moralische Überlegenheit, was hat Großbritannien im Gegenzug noch für diese 734 Milliarden Pfund an Ausgaben bekommen?

Abgesehen von den verschiedenen Fledermaus und Vogel schreddernden Öko-Kruzifixen, die die Landschaft zerstören und den Solarzellen, die Ackerland in etwas aus schlechten 70er Jahre Filme verwandeln, ist das einzig greifbare, was mir einfällt, all die extra Toten in Leichensäcken.

Im Gegensatz zu den meisten Dingen, um die sich Klimaaktivisten sorgen, sind diese toten Menschen keine theoretischen Projektionen, die von zweifelhaften Computermodellen abgeleitet sind. Das sind echte Menschen – Brüder, Schwestern, Großeltern, Urgroßeltern -, die vielleicht noch ein paar Jahre länger gelebt hätten, wenn die Kosten für die Beheizung ihrer Häuser nicht künstlich durch die Regierungspolitik erhöht worden wären.

Kälte ist für Menschen ein viel größerer Killer als Hitze.

 

Wie Harry Wilkinson bei Conservative Woman feststellt :

Die Energiepreise müssen sinken, um kältebedingte Todesfälle zu senken

Dies entsprach nicht dem Drehbuch in der Ära von Klimahype und -Alarm; Uns wurde gesagt, dass in England nie wieder schneereiche Winter erwartet werden und dass sogar alpine Skigebiete schneefrei werden können. Als die Realität der natürlichen klimatischen Variation offensichtlich wurde, änderte sich die Melodie. Jetzt wird uns gesagt: „Der Schnee draußen zeigt, wie die globale Erwärmung aussieht“. Für Guardianistas (Leser des Guardians, eine Zeitung ähnlich wie die SZ oder NN) ist Wetter jeglicher Art, immer ein weiterer Beweis für einen alarmierenden Klimawandel.

Im Science Daily wird eine Studie angesprochen, die eindeutig Kälte als die tödlicheren Umstände feststellt:

Kaltes Wetter tötet mehr Menschen als heiße Tage

Weltweit sterben zwanzig Mal mehr Menschen an der Kälte als an der Hitze, wie eine Studie feststellt, in der 74 Millionen Todesfälle an 384 Orten in 13 Ländern analysiert wurden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Todesfälle aufgrund von mäßig heißem oder kaltem Wetter wesentlich über denen von extremen Hitzewellen oder Kälteperioden liegen.. Dies ist genau der Fall in Großbritannien, wo die kältebedingte Sterblichkeit 61 Todesfälle pro 100.000 ausmacht, eine der höchsten Raten in Europa. Dies steht im Vergleich zu nur drei Todesfällen pro 100.000 für die wärmebedingte Sterblichkeit.

Menschen mögen die Kälte einfach nicht und wir sind bereit zu zahlen, um sie zu vermeiden. Für die Vereinigten Staaten ergab eine Stanford-Studie von 1996, dass 2,5 Grad Celsius mehr, Erwärmung die Zahl der Todesfälle pro Jahr um 40 000 senken würde und dass die Arbeitnehmer bereit wären, zwischen 30 bis 100 Milliarden Dollar ihres Einkommen auszugeben, für einen Temperaturanstieg von 2,5 ° C.

Hier in Großbritannien gingen die kältebedingten Todesfälle im letzten Jahrhundert zurück, aber in den letzten zehn Jahren sind diese Fortschritte ins Stocken geraten. Der Trend könnte sogar umgekehrt werden, wenn die Stromkosten weiter steigen, um unzuverlässige erneuerbare Technologien zu unterstützen.

Die Temperatur von zentral beheizten Wohnungen ist ebenfalls gesunken, was darauf hindeutet, dass die steigenden Energiekosten die Menschen davon abhalten, ihre Häuser angemessen zu heizen. Dies ist umso überraschender, als Verbesserungen bei der Isolierung zu wärmeren, nicht kälteren Häusern führen sollten.

Sie irren wenn Sie meinen, dass die Politik der britischen Regierung ein nationaler Skandal wäre und die Zeitungen voll davon. Auch regen sich diese eifrigen konservativen Hinterbänkler nicht über die entsetzliche Zerstörung von Leben auf. Offenbar ist das Gewissen der Regierung nicht befleckt und die Konservativen kommen ihrem früherem Ruf als die Partei der Anständigkeit und des gesunden Menschenverstandes nicht mehr nach. Und die Opposition der Labour Party [~Arbeiter Partei] sieht keine Veranlassung sich energisch gegen die unverschämten Kosten zu stemmen, die den Energieabrechnungen der Verbraucher durch grüne Abgaben hinzugefügt werden.

Stattdessen lässt das grüne gleichgeschalteten Denken es zu, dass die Regierung einfach so davon kommt: Im Namen der Rettung der Umwelt werden ihre eigenen Leute getötet.

Und fast niemand macht irgendetwas, um das aufzuhalten.

Übernommen von Breitbart vom 09.04.2018

* * *

Alles übersetzt durch Andreas Demmig




Akzeptanz der Windenergie in Brandenburg steigern?

Zur Anhörung LT Brandenburg am 18.4.8  

von Michael Limburg VP EIKE

Im Antrag wird die Frage gestellt: „Wie könnte die Akzeptanz der Windenergie erhöht werden?“.. das bedeutet ganz klar- auch die fast hilflos zu nennenden Vorschläge meiner Vorredner, lassen diese Deutung zu, dass

..die Akzeptanz der Windenergie in Brandenburg offensichtlich an ihrem Ende angekommen ist.

Denn anders lässt sich dieser Antrag der Grünen nicht erklären.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Sie sind jedoch keinesfalls darin zu suchen, dass die betroffenen Bürger nicht ausreichend informiert wurden, oder dass bei den vorausgehenden Planungen zu wenig „Transparenz“ herrschte,

..oder dass die Bürger  nicht darüber Bescheid wüssten, wer die Profiteure –Sie nennen Sie „Akteure“- sein werden, und wie sie ggf. selber in den Genuss solcher Profite kommen können.

…Oder, dass zu wenig Werbung für die Windkraft gemacht wurde.

Die hier geladenen Experten der Windkraftindustrie belegen just das Gegenteil, denn sie tun – Tag für Tag für Tag– nichts anderes als das.

Nein!  Die Gründe liegen allein darin,

  • ..dass die Nutzung der Windenergie unermesslichen Schaden über die betroffenen Bürger gebracht hat.
  • …Schaden, der sich in großflächiger Landschaftszerstörung äußert,
  • ..Schaden am Eigentum der Bürger, deren Immobilien in der Nähe solcher Anlagen dramatisch an Wert verloren haben,
  • ..Schaden an der Gesundheit der betroffenen Bürger, die durch den ständigen Infraschall, erzeugt durch diese Industriegiganten, oft dauerhaft beeinträchtigt wird. Und letztendlich direkter..(hinzugefügt: Details dazu hier ; mit Dank an Infraschallexperten Sven Johannsen von GusZ)
  • ..Schaden am Geldbeutel aller Bürger, der durch die extrem hohen Stromkosten – Deutschland hat inzwischen die höchsten in Europa und Brandenburg steht ganz vorne auf der Liste- per Zwangsumlagen und Steuern verursacht wird.

Das sind die wahren Gründe für die mangelnde Akzeptanz.

Und alle die hier sitzen wissen das, oder müssten es wissen.

Insofern ist der Antrag der Grünen eigentlich an Zynismus nicht zu überbieten. Da sollen mit unwahren Behauptungen -ich werde im zweiten Teil meiner Rede darauf ausführlicher eingehen- mit Steuergeldern alimentierte Planstellen geschaffen werden, deren einzige Aufgabe darin besteht, die gebeutelten Bürger zu spalten

  • zu spalten in
  • Profiteure
  • und Opfer-
  • um dann über die Profiteure noch mehr von diesen, in jeder Hinsicht, unsinnigen unnützen und teuren, Anlagen aufzustellen.
  • und die Opfer dieser Politik sollen das auch noch von ihren Steuergeldern bezahlen.

Ein wahrhaft zynischer Plan!

Lassen Sie mich nun zu Begründung des Antrages der Grünen vom 5.12.17 kommen, dazu muss ich etwas grundsätzlicher werden…

Darin heißt es dazu ganz am Anfang:

Der weitere Ausbau der Windenergie auf 2 % der Landesfläche in Brandenburg ist zur Umsetzungder Pariser Klimaschutzzielenotwendig.

Diese Begründung könnte falscher nicht sein. Zunächst einmal deswegen, weil es bisher – trotz vieler milliardenschwerer Forschung – koordiniert durch den sog. Weltklimarat IPCC – keinerlei Hinweise, schon gar keine Beweise, dafür gibt, dass das menschgemachte CO2, auf irgendeine mysteriöse Weise die Temperatur der Atmosphäre dieses Planeten erwärmt.  Es gibt nur Klimamodelle, die weder die Klimavergangenheit, noch die bereits vergangene Klimazukunft korrekt berechnen können.

Auch wenn viele -als Beweisersatz- behaupten, – dass 97 % aller Wissenschaftler der Überzeugung wären, dass der moderne Mensch mit seinen CO2 Emissionen daran schuld sei, ändert das nichts an den genannten Fakten.

Denn erstens ist dem nicht so:

Es gibt unzählige Studien, die zu genau gegenteiligen Erkenntnissen kommen und

zweitens

zählen demokratische Mehrheiten in der Wissenschaft nicht die Bohne.

Weder dreht sich die Sonne um die Erde, trotzdem die Mehrheit der Wissenschaftler über tausende von Jahren dieser Ansicht waren,

..noch sind beispielsweise die Kontinente fest auf der Oberfläche des Globus verankert.  Auch das war mal eine Mehrheitsmeinung der Wissenschaftler!  Sogar von hundert Prozent von ihnen.

Im Gegenteil…sie driften. Wenn auch sehr langsam.

Erst Alfred Wegener klärte Anfang des 20. Jahrhunderts diesen fundamentalen Irrtum auf und wurde dafür ausgelacht.

Und diese Aufzählung ließe sich beliebig verlängern.

Aber auch dann, wenn man an die Irrlehre vom menschgemachten Klimawandel glaubt, und die Delegierten in Paris taten so, als ob sie es glaubten,

….objektiv sind Windkraftanlagen weder für den „Klimaschutz“

…noch für die Einsparung von „Ressourcen“,

….noch für Versorgung eines Industrielandes mit elektrischer Energie tauglich.

Das ist naturgesetzlich bedingt und könnte nur umgangen werden, – bei weiterer riesengroßer Kostenerhöhung-

…wenn es ausreichend Speicher für die so erzeugte Elektroenergie im großtechnischen Maßstab gäbe.

Die gibt es aber nicht und sie sind auch nirgendwo, auch nur ansatzweise, in Sicht.

Deshalb kann die geforderte Erhöhung der „Akzeptanz“ also nur dem Zweck dienen, die Bürger über die wahren Sachverhalte und unter Einsatz von Steuermitteln weiter grob zu täuschen.

Aber es gibt noch andere, schwerwiegende Gründe, die dagegen sprechen:

Zu ihnen gehört, dass es keinen Mangel an billigen, konventionellen Energieträgern gibt! Im Gegenteil, sie sind im Überfluss vorhanden.

Gerade wieder meldet Bahrein[1], die Entdeckung eines der größten Öl- und Gasfeldes der Welt. Es enthält eine Menge an fossilen Energieträgern (> 80 Mrd. Barrel) die gleich groß ist, wie die Vorräte der gesamtem russischen Föderation.

Selbst Deutschland könnte seine, im Vergleich zu anderen Ländern, knappen fossilen Energieträger u.a. mittels Fracking und dem Weiterlaufen, voll betriebsfähiger – mit Abstand sichersten-  Kernkraftwerke der Welt- nutzen, um das Land voll mit sicherer, billiger, stets verfügbarer elektrischer Energie zu versorgen.

Aber damit nicht genug. Auch die zusätzliche Installation eines zweiten, – aus unserer Sicht- völlig überflüssigen, aber sehr teuren Stromerzeugungssystem aus „Erneuerbaren“ ist in jeder Hinsicht inakzeptabel. Denn der Markt wird dadurch ja nicht größer!

Nur das Angebot wird es.

Allein deswegen muss ja der so erzeugte Strom per Zwang über die Vorrangeinspeisung in die vorhandenen Leitung gepresst werden.

Und deshalb ist es nutzlos, viel zu teuer, gefährlich für die Bürger, mit allen negativen Folgen und zerstörerisch für unsere Landschaft und deren Flora und Fauna.

Eine Akzeptanzerhöhung wäre daher nur kontraproduktiv.

Auch die Antrags-Begründung gemäß dem Pariser Abkommen ist falsch:  Richtig falsch! Warum?

Brandenburgs CO2Emissionen  betrugen 2017 rd. 59 Mio t  CO2p.a.[2]. 2006 – also 11 Jahre zuvor- waren es 60,2 Mio t. Sie bleiben also defacto unverändert. In dieser Zeit hat sich aber installierte Leistung der WKA von 3.128 MW auf 6.776 MWmehr als verdoppelt [3].

Eine Wirkung auf die CO2Emissionen ist demnach nicht eingetreten. Die blieben praktisch konstant. Damit gab und gibt es auch keinen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele. Dafür sind die Kosten explodiert.

Im Bund sieht es nicht anders aus. Die Emissionen blieben ebenso stabil wie 10 Jahre zuvor. Also hat Brandenburg auch nicht anteilig geholfen die Bundesemissionen zu senken. Nichts, nada, niente, zero, null!

Trotzdem zahlten die Verbraucher in 2017  rd. 30 Mrd. € über die Netzbeitreiber an die Erzeuger dieses Stroms

Und wg. der hohen Netzkosten werden die Verbraucher Brandenburgs noch mal zusätzlich zur Kasse gebeten. Denn der Wind wird ja nicht dort erzeugt, wo er gebraucht wird, sondern ganz woanders.

 

Und es gibt noch einen Grund, den niemand wegdiskutieren kann. Brandenburgs Anteil am Weltklimageschehen ist kleiner als mikroskopisch. Denn selbst dann, wenn man die CO2Emissionen hierzulande auf nahe oder ganz Null senken könnte, und, das wäre die einzige Folge – bei Inkaufnahme der völligen Verarmung der Bevölkerung- würde der Anteil Brandenburgs an der durchschnittlichen Temperaturabsenkung des „Weltklimas“ lediglich [4]0,000042 K betragen.

Das sind vier Nullen nach dem Komma und dann erst die Zahl!

Nochmals winzige:

4, 2 hunderttausendstel ° C (K)!!.

Daher mein Fazit: Die Grünen wollen mit ihrem Antrag die Profite der Windkraft Profiteure erhöhen und das zu Lasten der Bevölkerung. Und diese auch noch über ihre Steuern (per Landesmittel) zur Kasse bitten. Das ist nutzlos aber teuer und nur als zynisch und unlauter zu bewerten und daher abzulehnen.

[1]Quelle  Shale Revolution 3.0: Bahrain Hits (Black) Gold With Biggest Shale Discovery In World
The Times, 5 April 2018

[2]Quelle http://www.lfu.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.296595.de

[3]Quelle: https://www.foederal-erneuerbar.de/landesinfo/bundesland/BB/kategorie/wind/auswahl/180-installierte_leistun/versatz/0/#goto_180)

[4]nach der Formel 3,0 x ln(Calt/Cneu)/ln2 = Dabei ist der Faktor 3,0, der sog. ECS Wert, Caltdie CO2 Konzentration vor der Absenkung, Cneudie CO2 Konzentration nach der Absenkung. Von dieser Menge verbleibt max. die Hälfte in der Atmosphäre. Und ln das Kurzzeichen für den natürlichen Logarithmus. Die Formel unterstellt eine Erhöhung von 3 K bei Verdopplung. (ECS Wert). Die Forschung geht inzwischen aber von 0,3 bis 1,1 K aus. CO2in der Atmosphäre (Calt) rd. 3000 Gt, das sind 3.000.000 Mio. t, Brandenburg emittiert 2017 59 Mio. t. Davon verbleibt max. die Hälfte in der Atmosphäre. D.h. nach Absenkung enthält die Atmosphäre rd. 3.000.000 Mio. t minus 29,5 Mio. t = 2.999.970,5 Mio t.

Diese Rede kann auch hier unter Anhörung LT Brandenburg Wirkung V4-5 und hier Anhörung 18.4.18 EE Einspeisung & CO2 V1 heruntergeladen werden. Ein link zu den Vorträgen der andern Experten wird – unmittelbar nach Vorlage- nachgereicht.




STICKOXIDE und der DIESELMOTOR (2)

Reinhard Marx

Wir betrachten wieder die Verbrennung von Cetan mit einem Luftüberschuß von 40 %, λ = 1,4, wie in meinen Beitrag Stickoxide und der Dieselmotor (1)“ bereits gezeigt.

Das Abgas enthält:

_______________________________________________________

75,3 %vol Stickstoff 73,4 %gew N2 1,251 g/l

  5,6 %vol Sauerstoff 6,3 %gew O2 1,429 g/l

  9,2 %vol Kohlendioxid 14,1 %gew CO2 1,977 g/l

  9,8 %vol Wasserdampf 6,1 %gew H2O 0,894 g/l

  0,08 %vol Stickstoffmonoxid 0,08 %gew NO 1,34   g/l

         100,0 %            100,0 % 1,22   g/l

_______________________________________________________

Seine Menge beträgt 18,1 Nm3/kg Kraftstoff oder 15,2 Nm3/l; es kann mit einer Dichte von ρ = 1,22 g/l bei Normalbedingungen (0°C und 760 Torr) gerechnet werden, allerdings ohne Wasserkondensation.

Wenn jetzt die Betrachtungsweise einer spezifischen Emission von CO2 und NO je Kilometer eingeführt wird, wie es leider üblich geworden ist, müssen zunächst Fahrbedingungen festgelegt werden.

Das Fahrzeug habe einen Verbrauch von 6.000 ml/100 km, dann werden je km 60 ml ( ̴50 g) verbrannt; diese ergeben eine Abgasmenge von 15,2 dm3/ml x 60 ml/km = 912 dm3/km, also einen knappen Kubikmeter, der 1,1 kg wiegt. Entsprechend den oben angeführten Gewichtsanteilen ergibt sich nun eine spezifische Emission je Kilometer von 156 g CO2 und 890 mg NO. Letzteres würde sich allerdings in der Kälte zu NO2 oxidieren, wodurch das Gewicht auf 1365 mg/km anwüchse. Das entspräche einer Emissionskonzentration von 1.230 ppm NO2 oder 800 ppm NO, wovon ja die Betrachtung ausgegangen war. Die Zahlen ändern sich entsprechend, wenn mehr oder weniger Kraftstoff je Fahrstrecke verbraucht wird.

Bei dieser Rechnung wurde also angenommen, dass das Abgas bei 700°C etwa die 800 ppm NO enthält; die Angaben des TÜV-Essen sprechen aber von 600-800 ppm, was sowohl über- als auch unterschritten werden könnte. Ähnlich ungenau sind dann auch die obigen Angaben.

Was bisher aber noch gar nicht berücksichtigt wurde, ist die Tatsache, dass NO mit abgefangenem Ruß im Partikelfilter des Abgassystems reagiert, denselben zu CO2 oxidiert, das Filter dabei reinigt und selbst zu Stickstoff wird – die Größenordnung dieses Einflusses ist mir momentan nicht bekannt. Wohl aber weiß man, dass die Harnstoffeinspritzung nach dem Partikelfilter (bei > 180°C) zu einer weiteren starken Herabsetzung des NO-Gehaltes führt; man kann nach einer solchen Behandlung mit 100-300 mg NOx/km rechnen. Die weitere Entwicklung der Harnstoffbehandlung lässt auf noch geringere Werte in der Zukunft hoffen, die in der Größenordnung von 50 mg/km liegen könnte (Prof. Koch, TH Karlsruhe).

Statt 1230 ppm hätten wird nun also noch ca. 180 ppm und liegen damit um den Faktor 7 unter dem unbehandelten Abgas; dieser wird sich nochmals um das Vierfache verbessern lassen, so dass sich letztlich eine praktisch 30-fache Erniedrigung ergeben wird.

Wenn zur Erreichung des vorgeschriebenen Immissionswertes von 40 µg/m3 früher eine Verdünnung um den Faktor 25.000 als erforderlich errechnet war, wird es jetzt nur noch etwa das 800-fache sein. Da die geforderte Immission bisher nur maximal um den Faktor 2 überschritten wurde, dürften die geplanten Nachrüstungen mit Hardware mehr als genug sein – die Verbesserung nur durch eine optimierte Software bestehender Motore wäre wahrscheinlich auch bereits ausreichend.

Soviel zur Emission eines Dieselmotors.

Es sei nun etwas zu den festgesetzten maximalen Grenzkonzentrationen der Schadstoffe gesagt.

Der Immissionswert für NO2 von 40 µg/m3 wurde schon in meinem ersten Bericht als übertrieben tief bezeichnet.

In der Zwischenzeit sind andere Berichte veröffentlicht, die die Gefährlichkeit von Stickoxiden (und auch Feinstaub) in der genannten Höhe in keiner Weise bestätigen und hundertfache (!) Konzentrationen noch für unbedenklich erachten (Prof. Köhler, Lungenfacharzt, vormals Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie). Damit käme man in den Bereich der für NO2 aufgestellten MAK- oder, wie es jetzt heißt, AGW-Werte. Dieser betrug in Deutschland für NO2 bis zum Jahr 2004 noch 9.500 µg/m3. Die Bearbeitungskommission für solche Grenzwerte befürwortete damals, den Wert um eine Zehnerpotenz zu erniedrigen, also 950 µg/m3 zu fordern; allerdings war diese Zahl lange Jahre noch nicht rechtsverbindlich, erst 2014, also 10 Jahre später, erfolgte diese Einstufung endgültig – die Kommission hat es sich also nicht leicht gemacht und lange daran geforscht.

In der Schweiz gilt immer noch ein hoher Grenzwert für MAK von NO2: 6.000 µg/m3.

In den USA hat das EPA eine Immissionskonzentration von 100 µg/m3 festgelegt, wobei vereinzelte Stundenwerte bis zu 190 µg/m3 auftreten dürfen – auch in Deutschland sind kurzzeitige Erhöhungen bis 200 µg/m3 erlaubt. Insgesamt ist dort aber generell das 2½-fache gegenüber Deutschland erlaubt; das bedeutet, hätten wir auch diesen Grenzwert, gäbe es überhaupt kein Problem mit den Dieselabgasen in unserem Land !

Ich hatte in meinem ersten Bericht gesagt, dass das unverdünnte und unbehandelte Abgas mit 0,08vol % NO und 9,2 %vol CO2 absolut toxisch sei, wenn man es einatmete. Ein Leser fand diese Bemerkung übertrieben – ich möchte dazu noch etwas ausführen:

Ein Gehalt von 0,08 % NO würde in der Tat bei kurzer Exposition kaum gefährlich sein, wenn man den früher sehr hohen MAK-Wert und die Bewertung von Herrn Professor Köhler betrachtet. Anders ist es mit dem CO2; das aus der Lunge ausgeatmete Gas enthält etwa 4 % davon. Eine eingeatmete Luft mit 8 % CO2 wirkt in kurzer Zeit tödlich („erstickend“), so dass unsere 9,2 % wirklich sehr gefährlich sind, das Abgas muss schnell verdünnt werden, um in erträgliche Konzentrationen zu kommen. Diese liegen bei 9 g/m3 oder 0,7 %gew in Deutschland (MAK-Wert), so dass eine mehr als 10-fache Verdünnung schnell erfolgen muss, was aber kein praktisches Problem darstellt.

Wenn in einem kleinen, unbelüfteten Raum sich viele Personen längere Zeit aufhalten, entsteht „dicke Luft“, man sagt, es fehle Sauerstoff und belüftet. Der Sauerstoff fehlt aber gar nicht, sondern es ist das ausgeatmete CO2 der Anwesenden, das das Wohlbefinden beeinträchtigt, und wird dann durch die Belüftung ausgetrieben.

Könnte es nicht auch sein, dass in unseren Großstädten mit viel Verkehr und bei Windstille die „schlechte Luft“, die ja wirklich zu bemerken ist, mehr dem CO2 als allen anderen Beimengungen zuzuschreiben ist ?? Das CO2 riecht zwar nicht, was von anderen Verbrennungsrückständen aber doch zu sagen ist, auch wenn sie in unschädlichen Mengen vorkommen. Und CO2 kommt gleichermaßen von allen Verbrennungsmotoren, nicht nur vom Dieselmotor !

Manche Verwaltungen von Großstädten, in denen die geographische Lage und eine ungünstige Wettersituation zu gesundheitlichen Problemen geführt hat, halfen sich dadurch, dass Fahrverbote dergestalt verhängt wurden, dass täglich abwechselnd Fahrzeuge mit geraden oder ungeraden Zulassungsnummern fahren durften – unabhängig von der Art und Größe ihres Antriebsmotors.

Schluß-Bemerkung

Armes Kohlendioxid !

Erst schreit die halbe Welt, dass Du das Klima schlecht machst – Du seist ein „Klimakiller“ (eine Unmöglichkeit per se),

 im Gegenteil, Du ermöglichst das Pflanzenwachstum und beschleunigst es – und jetzt hänge ich Dir noch an, Du würdest die Luft in den Städten ungenießbar machen!