Acqua alta in Venedig – schuld ist der menschgemachte Klimawandel

Andersherum werden gerne altbekannte Phänomene als Ergebnis des aktuellen Weltuntergangs-Kultes dargestellt, um dieses zu propagieren: Fukuschima 2011, der Tsunami 2004, das energiepflanzen-bedingte Insektensterben, normale Trockenheit im Sommer…..

Aktuell gehen die Nachrichten herum, daß im schönen Venedig mal wieder Acqua alta ist, Hochwasser. Das ist in der Serenissima, der „durchlauchtigsten Republik von Sankt Markus“, die im Mittelalter auf Pfählen in eine Lagune gebaut wurde, nichts Neues. Schon in der Renaissance gab es deswegen städtische Kommissionen, die das Problem angehen sollten.

Da das Thema „Klimawandel“ Emotionen weckt und vor allem Steuergelder fließen läßt, führt nun auch der aktuelle venezianische Doge, Bürgermeister Luigi Brugnaro, die stärkste Flut seit 1966 auf die Erderwärmung zurück. Pikanterweise baut die Stadt seit Jahren an einer Art stählernem Deich mit Schutztoren, die die Serenissima vor Acqua alta schützen soll. Nur – wegen Korruptionaffären (Mafia?) kommt der Bau nicht schnell genug voran. Da hat der Doge vielleicht ein schlechtes Gewissen und will unbedingt ablenken. Dabei ist Hochwasser fast alltäglich bei den mehr als 100 Inseln, aus denen Venedig besteht.

Dazu ein Zitat aus „Venedig und die Unwissenheit der Klima Angstmacher“

Das Argument des Klimawandels wird weiter geschwächt, wenn man versteht, dass die Überschwemmung von 1966 bei Ebbe stattfand, im Gegensatz zu der Überschwemmung von 2019 bei extremer Flut. Darüber hinaus gibt es keine Korrelation mit der globalen Erwärmung, da die Überschwemmung im November 1966 stattfand, als Venedig die kältesten Temperaturen seit 1924 erlebte. Die jüngsten Temperaturen in Venedig liegen etwas unter den 1950er Jahren (Abbildung 2).

Und unser „Klimavatikan“, das PIK, es wäre nicht das PIK, wenn jemand wie Anders „gewinkeltes CO2“ Levermann nicht auch mal seinen Senf dazu gegeben hätte.

Venedig werden wir verlieren, das ist nicht umstritten. (…) Es kann Jahrhunderte dauern“, sagte der Spitzen-Physiker aus Potsdam schon letztes Jahr. Wie praktisch, da kann man ihn für Falschaussagen nicht mehr drankriegen. Sind die flachen Malediven eigentlich schon im steigenden Pazifik verschwunden? Ich glaube nicht, denn die bauen gerade einen neuen Flughafen. Und auch die Serenissima wird absehbar nicht in den Fluten wegen steigender Meeresspiegel verschwinden, sondern eher wegen faulender Bausubstanz, wenn überhaupt. Wenn die aktuelle Lagunenflut der von 1966 ähnlich ist, war dann damals auch schon das Klima verantwortlich? Oder treten Unwetter und Katastrophen statistisch ab und zu mal auf? Man stelle sich vor, Hamburg würde wie in den 60ern von einer Elbflut überspült. Ich wette, einige der Profiteure würden auch dann wieder das Leid der Menschen in der Stadt eiskalt ausnutzen, um ihre profitable Erzählung weiter zu spinnen, um noch mehr Geld, Einfluß und Aufmerksamkeit zu bekommen.

 




Statt 80 sind plötzlich 300 Millionen Küsten­bewohner vom Klima­wandel bedroht

Das Meer ist nicht gestiegen, der Strand wurde niedriger …

steht in einer Studie. Das gibt erst einmal nicht viel Alarm her. Also berichteten entsprechende „investigative“ Medien diese Feststellung als „Land unter“, um die gewünschte Wirkung zu erzeugen:
Klimareporter (und andere) am 02. November 2019: [1] Steigender Meeresspiegel Land unter
Der Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel bedroht Millionen Menschen in den Küstengebieten. Eine verbesserte Datenanalyse von Satellitenbildern zeigt nun, dass die Zahl der Betroffenen wohl dreimal so hoch ist wie bislang angenommen.
Und dann kommt es ganz schlimm: Es können sogar bald eine halbe Milliarde Betroffene werden:
[1]Laut der Studie mit dem Titel „Flooded Future“ (Überflutete Zukunft), die in dieser Woche in der Zeitschrift Nature Communications erschien, werden sehr viel mehr Menschen als bisher angenommen von regelmäßigen Überflutungen durch den Klimawandel betroffen sein.
Zu dem Ergebnis kommen die Studienautoren
Scott Kulp und Benjamin Strauss durch eine verbesserte Datenanalyse von Satellitenaufnahmen. Bisherige Modelle hatten sich nach Angaben der Forscher um mehr als vier Meter vertan, da die Satelliten Dächer und Baumkronen als Basis genommen hatten und dadurch die Küstenlinien nicht korrekt berechneten …

Niedrigerer Strand bedeutet: Würde der Meeresspiegel steigen, wären mehr davon betroffen

Den Meerespegel messen Satelliten trotz teils riesiger Wellen und bis zu 150 m tiefen „Gravitationslöchern“ (angeblich) auf Zehntel mm genau, bei Strandhöhen vertun sie sich leider um 4 m. Bisher ist das den vielen Forschern nicht aufgefallen. Aber unermüdlicher Fleiß, bekommt eben irgendwann auch seinen Preis: Forscher haben gerade noch rechtzeitig zum Klimagipfel auch diesen Fehler erkannt und korrigieren können.
Und als Folgerung kann leider nur herauskommen: Wenn der Strand im Hinterland um bis zu 4 m niedriger ist als bisher ermittelt, sind – falls der Meerespegel steil ansteigen würde -, selbstverständlich viel mehr Landflächen und damit auch Küstenbewohner betroffen. Berechnen kann man das jetzt endlich ganz genau:
[1]Mit ihrer verbesserten Analyse können Kulp und Strauss nun genauer beziffern, wie viele Menschen tatsächlich in den betroffenen Regionen leben – nämlich deutlich mehr als bislang geschätzt.
Nach der neuen Schätzung sind dreimal mehr Menschen akut gefährdet. Falls die CO
2-Emissionen nicht sinken und der Meeresspiegel bis zum Jahr 2050 weiter steigt, erleben demnach 300 Millionen Menschen in Küstengebieten durchschnittlich einmal im Jahr Überflutungen. Bisherige Schätzungen lagen bei 80 Millionen.
Im Jahr 2100 wären sogar mehr als eine halbe Milliarde Menschen betroffen – entweder von permanenter Überflutung ihres Landes oder von regelmäßigen Überflutungen.

In der Studie steht auch, dass nicht der Meerespegel schlimm steigt, sondern Städte über 160 mal schneller einsinken …

Man erinnere sich an das wirkliche Problem, welches viele angeblich „Klima-Pegelwandel-“bedrohten Küsten ausweist: Das rapide Versinken in ihren sumpfigen Untergrund:
[4] EIKE 18.06.2019: Küstenstädte versinken, (auch) weil das Geld stattdessen zur CO2-Reduktion hinausgeworfen wird
[5] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

In der „Studie“ listen die Autoren ganz konkret genau das (was der Bundestags-Klimavulnerabilitäts-Recherchekommission bei ihren von Wissen völlig unbelasteten Besuchen vor Ort penetrant nicht auffiel [6]) und das auch mit verblüffend ehrlichen Zahlen; immerhin geben sie für Jakarta eine Sinkrate von 25 cm/pa an, wogegen der Tidenpegel nur um ca. 1,5 mm/pa steigt. Das bedeutet ein Versinken der Stadt im Küstensumpf mit einer Rate, die über 160 mal so hoch ist, wie der Meerespegel-Anstieg!

[1]Doch nicht allein das macht der indonesischen Hauptstadt zu schaffen. Wie so oft ist es auch der nicht nachhaltige Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt, der zu einer Potenzierung der Probleme führt.
Seit Langem sackt die Stadt ab, weil zu viel Grundwasser entnommen wird. Um bis zu 25 Zentimeter pro Jahr sinkt stellenweise der Boden. Bereits heute liegen 40 Prozent des Stadtgebiets unter dem Meeresspiegel. Im Jahr 2050 könnte ein Viertel der Stadt überschwemmt sein.

Trotzdem bleibt der Gegner der Klimawandel. Denn wer mit 250 mm jährlich sinkt, dem machen 1,5 mm Anstieg ja viel mehr aus …

Und so fabuliert die Klimadialektik frisch und frei, was herauskommen muss:
[1]„Küstenregionen überall auf der Welt müssen sich auf eine sehr viel schwierigere Zukunft vorbereiten“, so die Autoren. Der Meeresspiegelanstieg werde weitreichende politische Konsequenzen haben – von schrumpfenden Steuereinnahmen in den betroffenen Regionen über wachsende Migration bis zu Konflikten um Fischereirechte und andere Ressourcen.

Würde man die Treibhausgasemissionen schnell und entschlossen senken, könnten die Gefahren durch den Meeresspiegelanstieg gemildert werden
… Aber auch für europäische Länder müssen die Zahlen laut Studie nach oben korrigiert werden. Bei ungebremst ansteigenden Emissionen sind etwa in Deutschland im Jahr 2050 1,6 Millionen Menschen betroffen

Für den angenommenen Pegelanstieg finden sich in dieser Pseudostudie leider keine direkten Zahlen. Allerdings ein Hinweis, dass Szenarien nach Kopp et al. 2014 verwendet werden.

Daraus Angaben zu Pegelprojektionen:
[3] Moderate emissions cuts (RCP 4.5), Kopp et al. 2014, median climate sensitivity

Bild 1 Pegelszenarien aus Kopp et al. 2014

Allerdings auch ein Hinweis, dass Pegelwerte auf die Studie [7] referenzieren. Und in dieser ist angegeben:

Bild 2 [7] Pegelszenarien
Alleine damit lässt sich nun beliebig spielerisch-kreativ simulieren und „Gefährdete“ wie am Fließband erzeugen.
Dazu der Hinweis, dass der bisherige Tidenpegel-Anstieg linear weitergeschrieben im Jahr 2100 zu +12 cm Pegelanstieg führt.
Wenn man nun das RCP 2.6 Scenario des IPCC nach Bild 2 anzieht, ist Jakarta in nur 2 Jahren (genauer: die letzten zwei Jahre) so tief gesunken, wie der gesamte Pegelanstieg zum Jahr 2100 ausmacht.
Diese Information kann man zwar mit etwas Einsatz im und über den Artikel von „Klimareporter“ erfahren, doch vermitteln will er es sicher nicht:
Klimareporter: [1] Steigender Meeresspiegel Land unter
Der Anstieg des Meeresspiegels durch den Klimawandel bedroht Millionen Menschen in den Küstengebieten …
… Wie viele Küstenstädte liegt Jakarta nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Wegen der steigenden Pegelstände durch den Klimawandel ist die Zehn-Millionen-Einwohner-Stadt in akuter Gefahr …

Wen wundert es? Die Protagonisten sind die gleichen, wie beim Vorgänger „Klimaretter“. Und auch hier sind ein Herr Grassl und Frau Prof. Claudia Kemfert als Kuratoriumsmitglieder gelistet. Und C. Kemfert ist genau die – unsere Politik beratende Professorin -, welche als hauptsächliche Reputation dafür nur die Eigenschaft hat, der Politik alles als machbar zu versprechen, was gewünscht ist.

Climate Central

Es erscheint nicht zufällig, dass diese (pseudo-)Studie von einem Herausgeber „Climate Central“ erschienen ist. Obwohl und weil dieses Institut von sich behauptet: An independent organization of leading scientists and journalists researching and reporting the facts about our changing climate and its impact on the public …
erkennt man schon daran, dass wie beim PIK weniger über Klima, sondern über Klimafolgen berichtet wird.

Ein Beispiel deckt es sofort auf. Und nicht zufällig ist die (Vorgänger-)Homepage von C. Kemfert wieder dabei:
Klimaretter, 09. November 2015: [2] Meeresspiegel bedroht Megastädte
Bis zu 800 Millionen Menschen könnten langfristig wegen Überschwemmungen ihre Heimat verlieren, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. Zu dem Ergebnis kommt ein am Montag veröffentlichter Report der US-amerikanischen Wissenschaftsorganisation Climate Central. Die Autoren des Berichts, der auf ihrer in der Fachzeitschrift PNAS erschienenen Studie aufbaut, gehen von einem Meeresspiegelanstieg von bis zu elf Metern im kommenden Jahrhundert aus, sollte sich die durchschnittliche globale Temperatur um vier Grad erhöhen – als Folge ungebremster CO2-Emissionen.

Kommt einem dieser Text nicht sehr bekannt vor? Das wesentlich Andere dieses älteren Artikels ist nur, dass ein Pegel von 11 m zum kommenden Jahrhundert angegeben ist.
Und noch etwas findet sich in dieser geradezu hirnrissigen Studie
[9] „Carbon choices determine US cities committed to futures below sea level, Benjamin H. Strauss, Scott Kulp, and Anders Levermann. PNAS November 3, 2015 112 (44) 13508-13513; first published October 12, 2015“,
Herr Professor A. Levermann vom PIK war daran beteiligt. Eine Person, die vor keiner Blamage zurückschreckt [8].

In dieser Studie [9] findet sich als Pegelangaben:
Analysis based on previously published relationships linking emissions to warming and warming to rise indicates that unabated carbon emissions up to the year 2100 would commit an eventual global sea-level rise of 4.3–9.9 m …

Bild 3 [9] Fig. 2. Projections of committed global SLR (Left) and municipalities where more than half the population-weighted area would be affected (Right), under different emissions scenarios and assumptions about West Antarctica. The years shown relate to emissions and associated commitments, not to the timing of ensuing SLR. The 66% CIs are shown for the baseline Antarctic case only.
Die im damaligen Artikel von Klimaretter genannten, 11 m möglicher Pegel fand der Autor in der Studie [9] nicht, er fand allerdings etwas ähnliches im darin zitierten Bericht von Climate Central [10]. Aber bei diesen Pegelangaben kommt es wirklich nicht mehr auf die letzten Meter an:

Bild 4 [10] Figure 2 illustrates the complete global distribution of long-term coastal threats from 4 °C warming and 2 °C warming, and the differences, across all nations. China has the most to lose from business as usual, with a median of 145 million citizens today on implicated land. China also has the most to gain from limiting warming to 2 °C, which would cut the total to 64 million. The six most at-risk nations, as measured by total 2010 population on threatened land (Table 2a), and 9 of the 10 most at-risk nations, as measured by percent of population in the same places (Table 2b), are in Asia. More broadly, 74% of the global population on implicated land live in Asia, a larger share compared to the 59% of global population inhabiting Asia overall.

Wie wahrscheinlich sind 11 m Pegelanstieg zum Jahr 2100?

Um diese Aussagen, unterstützt von einem leibhaftigen Professor vom PIK getätigt in einer Studie zu verdeutlichen, anbei Pegelprojektionen, mit dem Hinweis, dass um Platz zu sparen nicht die 11 m, sondern nur der niedrigere Wert aus den Bildern 3;4 mit 6,9 … 8,9 … 10,8 m eingetragen ist.

Zuerst das Bild mit Pegelprojektionen verschiedener Studien und Institute, unter anderem vom PIK (Schellnhuber und Rahmstorf):

Bild 5 Pegelprojektionen. Anm.: Schellnhuber und Rahmstorf sind vom PIK

Und nun die Pegelprojektion laut dem Artikel und der darauf basierenden Studie [10], an der Prof. Levermann vom PIK mitgearbeitet hat:

Bild 5 mit den in der Studie [10] (Bild 2) als möglich angegebenen, maximalen Meerespegeln
Mancher wird bei dieser Pegelprojektion etwas staunen. In der Statistik ist allerdings im Gegensatz zur Physik nichts unmöglich, es wird nur immer unwahrscheinlicher. Dass alle hier gelisteten „investigativen“ Seiten, Personen und der Professor vom Pik allerdings fernab jeglicher Seriosität agieren und die es ihre „Information“ lesen, hemmungs- und gnadenlos belügen mit absolut sicher nie so kommenden Pegeln in Panik treiben wollen, ist offensichtlich. Komischer Weise (oder gerade deshalb?) berät Frau Prof. Kemfert, die solche Informationspolitik mitträgt, unsere Regierung – und diese (und die Abgeordneten) duldet(n) es, unsere Medien glorifizieren sie weiterhin als sogenannte Fachperson; das ist der eigentliche Skandal.

Ausgerechnet beim Schreiben dieses Artikel meldet gerade unser Bundespräsident, Herr Steinmeier:
BR24, 08.11.2019: Fridays for Future: Steinmeier kritisiert Demokratie-Verständnis
„Apokalypse lähmt“

„Wir kommen aber nicht weiter, wenn wir jede Woche apokalyptische Bedrohungen beschreiben, die kaum zu bewältigen scheinen. Denn Apokalypse lähmt.“ Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Er sollte einfach an den wichtigen Stellen damit beginnen …

Fällt das sonst niemandem auf?

Doch, aber nicht Klima(folgen)wissenschaftlern und Politikberater*innen, sondern ganz normalen Redakteuren die ebenfalls sich noch eigenständiges Denken und den Mut zur Recherche bewahrt haben:
Achgut 08.11.2019: Meeresspiegelanstieg: Forscher vergaßen Deiche an der Nordseeküste
Eine vielbeachtete Studie der renommierten Princeton University, wonach es bereits in 30 Jahren an der deutschen Nordseeküste regelmäßig zu Überschwemmungen kommen könnte, ist durch eine aktuelle Meldung aus dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) relativiert worden. Laut einem Bericht der „Nordwest Zeitung“ haben die amerikanischen Forscher offenbar schlicht und einfach die Deiche als Küstenschutzmaßnahme ignoriert.
Die auf Satellitenmessungen basierenden Forschungsergebnisse hätten zudem keinen „Erkenntnismehrwert“, so Prof. Frank Thorenz vom NLWKN. In Niedersachsen würden bereits jetzt sehr viel genauere Höhendaten verwendet, was am Beispiel der Ostfriesischen Inseln sehr deutlich werde. In der US-Studie wurden sogar Dünengebiete mit Höhen von zum Teil mehr als 20 Metern als überflutungsgefährdet dargestellt, so Thorenz.
Anm.: Auf NWT-Online lautet es: Amerikanische Forscher rechnen mit regelmäßigen Überflutungen in unserer Region bereits in 30 Jahren. Doch in Niedersachsen wird mit viel genaueren Daten gearbeitet.

Nordsee

Zur Erinnerung, was die Autoren über Deutschland als Nordseeanrainer schrieben und die „investigativen“ Medien und angeblichen Fachpersonen skrupellos weiterleiteten:
[1]„Küstenregionen überall auf der Welt müssen sich auf eine sehr viel schwierigere Zukunft vorbereiten“, so die Autoren. Der Meeresspiegelanstieg werde weitreichende politische Konsequenzen haben …
… Aber auch für europäische Länder müssen die Zahlen laut Studie nach oben korrigiert werden. Bei ungebremst ansteigenden Emissionen sind etwa in Deutschland im Jahr 2050 1,6 Millionen Menschen betroffen …

Nun der Zustand direkt vor Ort, wie ihn der niedersächsische Küstenschutz beschreibt:
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz NLWKN: Küstenschutz Band 2, Mai 2010:
Zuerst ein Bild des Tidenpegelverlaufs aus dieser Publikation. Anstelle eines seit dem Beginn des besonders schlimmen Klimawandel um 1950 zunehmend steigenden Pegels zeigt es seitdem einen mit leichten Schwankungen abnehmenden:

Bild 6 Quelle: NLWKN Publikation. Schwarze Linien sind vom Autor zugefügt

Weil man schon dabei ist, noch Daten die Grafik der Sturmflutdaten aus der Publikation. Die schlimmsten Sturmfluten waren danach im Jahr 1967 und 1974. Eine stetige Zunahme ist nicht entfernt erkennbar, eher eine Abnahme.

Bild 7 Quelle: NLWKN Publikation

Dem Klimawandel konnten sich die Autoren nicht ganz „verschließen“, obwohl nach den eigenen Darstellungen nicht entfernt Anlass oder ein Beleg dazu besteht. Aber sie schreiben es in der Möglichkeitsform:
In den vergangenen 100 Jahren ist das mittlere Tidehochwasser an der niedersächsischen Küste um ca. 25 cm angestiegen …
Von zunehmender Bedeutung für den Küstenschutz auch auf den Inseln werden die Auswirkungen einer Klimaänderung in Form eines verstärkten Anstiegs des Meeresspiegels und einer Zunahme von Stürmen sein.
In Niedersachsen wird deshalb bereits heute ein Vorsorgemaß von 50 cm für die Bemessung von Küstenschutzanlagen …
Aufgrund von Studien des IPCC kann davon ausgegangen werden, dass ein verstärkter Anstieg des Meeresspiegels erfolgen wird. Deshalb werden für zukünftige Planungen und Maßnahmen des Küstenschutzes folgende Ansätze verfolgt:

  • als Vorsorgemaß für den Meeresspiegelanstieg und zukünftige Auswirkungen des Klimawandels wird bei der Ermittlung des Bemessungswasserstandes ein Wert von 50 cm in 100 Jahren berücksichtigt.

Nicht ein Sterbenswörtchen einer künftigen, schlimmen Gefahr ist im gesamten Dokument zu finden. Man geht davon aus, mit 50 cm zusätzlichem Höhenvorhalt alle Gefahren bis 2100 ausreichend gebannt zu haben.
Sind diese verantwortlichen Fachpersonen vor Ort vollkommen unwissend und bewusst fahrlässig? Mit Sicherheit nicht. Aber dann …

Fazit

Steinmeier könnte viel direkt in seinem Umfeld tun, wenn er wirklich wollte.

Quellen

[1] Klimareporter, 02. November 2019: Steigender Meeresspiegel Land unter

http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/20013-meeresspiegel-bedroht-megastaedte

[2] Klimaretter, 09. November 2015: Meeresspiegel bedroht Megastädte

[3] Climate Central, October 29th, 2019: Report: Flooded Future: Global vulnerability to sea level rise worse than previously understood

[4] EIKE 18.06.2019: Küstenstädte versinken, (auch) weil das Geld stattdessen zur CO2-Reduktion hinausgeworfen wird

[5] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

[6] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

[7] Scott A. Kulp & Benjamin H. Strauss, 29 October 2019: New elevation data triple estimates of global vulnerability to sea-level rise and coastal flooding

[8] EIKE, 12. Dezember 2018: Der Levermann Skandal im deutschen Bundestag

[9] PNAS November 3, 2015 112 (44) 13508-13513; first published October 12, 2015. Benjamin H. Strauss, Scott Kulp, and Anders Levermann: Carbon choices determine US cities committed to futures below sea level,

[10] Climate Central, November 2015: MAPPING CHOICES CARBON, CLIMATE, AND RISING SEAS OUR GLOBAL LEGACY




Gerade jetzt schlägt der Klimawandel noch viel schlimmer zu

Noch nie sah die Zukunft so düster aus

Tagesschau.de 25.09.2019: IPCC-Bericht vorgestellt Weltklimarat stellt düstere Prognose
Der Weltklimarat IPCC warnt in einem neuen Bericht vor einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels. Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht drastisch reduziert werde, drohten Küsten und Inseln unterzugehen.
Der Weltklimarat IPCC hat der Politik in seinem Report zur Eisschmelze und den Ozeanen ein verheerendes Zeugnis ausgestellt.

Eine besondere Gefahr könne die beschleunigte Eisschmelze in der Antarktis werden, falls das Eis einmal dauerhaft instabil werde. Das könnte den Meeresspiegel innerhalb von Jahrhunderten um mehrere Meter steigen lassen. Es sei noch unklar, ob und wann dies beginne. Nur eine starke Reduzierung der Treibhausgase …
Über die Formulierungen dieses Berichts hatten Delegierte der 195 IPCC-Mitgliedsstaaten in Monaco mehrere Tage lang bei der Konferenz des Weltklimarates debattiert und abgestimmt …
In Zeitungsmeldungen steht es nicht ganz so alarmistisch, wie im Zwangs-GEZ-finanziertem Fernsehen. Aber ein zusätzlicher Meter Meerespegel ist ja auch noch ganz schön hoch.
Zeit Online 25. Sept. 2019: Um bis zu 110 Zentimeter könnte das Wasser bis zum Jahr 2100 im globalen Durchschnitt ansteigen. Zumindest laut eines Szenarios ...

Die vielen, schönen, aber doch so verletzlich niedrigen Atolle der Südsee – alle werden sie wohl bald endgültig für unsere Nachkommen verschwunden sein. Und haben die GRÜNEN dies nicht schon genau so, nur viel früher in einem geradezu epochalem Manifest verkündet (nach ausschließlich persönlicher Ansicht des Autors, mit eines der blödesten Dokumente der GRÜNEN, ist inzwischen auch von deren Homepage verschwunden):
[14] Wahlbrief von Bündnis 90/ Die Grünen „an die Bewohner der Carteret Inseln“ (Auszüge):

… Ihre Heimat ist ein Ort, von dem wir Deutschen träumen. Eine Südseeidylle mit weißen Palmenstränden, umgeben von türkisfarbenem Wasser, das funkelnde Unterwasserlandschaften birgt. Welche Wunder die Natur schaffen kann, das wussten Sie schon, als Sie Kinder waren.
Sie leben in diesem Paradies seit vielen Jahrhunderten. Doch nach der Landung der Europäer begann der Niedergang Ihres Landes. Hungersnöte, Übervölkerung und monokulturelle Landwirtschaft zwangen viele Ihrer Landsleute schon vor Jahren zur Flucht.
… Wir tragen die Verantwortung für diese Katastrophe. Nicht nur bei Ihnen, überall auf der Welt sind die Vorboten der Klimakatastrophe sichtbar: Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Unwetter werden schwerer, ganze Landstriche werden verwüstet. Am schlimmsten trifft es die Menschen in den Ländern, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Wie Sie …
Wir, der Norden, sind in der Pflicht, endlich zu handeln.
…. Ob Sie es glauben oder nicht: Während bei Ihnen der Meeresspiegel steigt, wollen eben diese beiden bei uns regierenden Parteien neue Kohlekraftwerke bauen – obwohl jeder weiß, dass nichts klimaschädlicher ist …
Nun wird bei uns ein neues Parlament gewählt. Wir Grüne versprechen Ihnen: Egal ob wir nach dieser Wahl regieren oder in der Opposition landen; wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür kämpfen, dass unser Land wieder Vorreiter beim Klimaschutz wird.

Geradezu ein Glück, dass die Flugscham es sowieso verbietet, wie bisher üblich, einfach dorthin zu fliegen. Man muss den GRÜNEN aber doch eine große, hellseherische Fähigkeit zugestehen: Das mit dem „Vorreiter beim Klimaschutz“ ist eingetroffen.

Tidenpegel-Messstationen können ja nichts von der schlimmen Zukunft wissen

Vor wenigen Monaten war erst eine „wissenschaftliche“ Delegation unseres Bundestags vor Ort und hat genau das erfahren, was sie erzählt haben wollten (für wichtige Information, auch wenn sie sich leicht googeln lässt, kennen Bundestags-Abgeordnete – sofern sie es nicht selbst bezahlen müssen – keine Flugscham, vor allem, wenn man auf einer solchen Reise in exotische und schöne Gegenden vor Ort als potenter „Dukatenesel“ so herrlich „bauchgepinselt“ wird). Nur sahen sie vor Ort keine Belege für den schlimmen Einfluss des Klimawandels:
EIKE 30. April 2019: [3] Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

Aber der IPCC hat selbstverständlich eine völlig andere Qualität und die (IPCC-)Meldung der Tagesschau verheißt ja wirklich Schlimmstes.

Was macht man am Besten in einem solchen Fall? Direkt am Tatort der schlimmsten Klimawandel-Einschläge nachsehen. Also schnell die aktuelle Pegelgrafik einer der als besonders gefährdet gemeldeten Atolle vom Pegel-Monitoringprogramm auf der Homepage der Australischen Regierung „geholt“.
Und ein erster Stein fällt vom Herzen: Die realen, ganz aktuellen Pegelmesswerte haben den gerade über den Ticker gemeldeten Untergang ebenfalls übersehen …

Bild 2 Tages-aktueller Verlauf des Seepegels von Fidji. Quelle: Australisches Sea-level Monitoring-Projekt. Grafik vom Autor um die horizontalen Linien ergänzt

Nun können Tidenpegel auch nach 30 Jahren Verlauf einen Laien immer noch täuschen. Also zusätzlich eine Fachperson befragen. Und zwar eine, die nicht im Studierstübchen historische und zukünftige Pegel simuliert, sondern zur Ermittlung wirklich vor Ort war. Solche gibt es. Ein recht bekannter ist der Pegelforscher N. A. Mörner. Und dieser hat zum Pegel von Fidji geschrieben:
[7] … Es stellte sich heraus, dass der Meeresspiegel bei den Fidschi-Inseln während der letzten 200 Jahre praktisch stabil geblieben ist. Allerdings wurden zwei geringe Änderungen beobachtet. Der Meeresspiegel schien Anfang des 19. Jahrhunderts um etwa 30 cm höher gelegen zu haben. Kurz nach dem Jahr 1950 fiel der Meeresspiegel um etwa 10 cm, was zum Absterben vieler Korallen führte, die bis zu ihrem Minimum-Niveau von 40 cm unter der Wasseroberfläche gewachsen waren. Während der restlichen 50 bis 70 Jahre kann nachgewiesen werden, dass der Meeresspiegel absolut stabil war, belegt durch Korallen, welche an vielen verschiedenen Stellen beobachtet gezwungen waren, sich horizontal auszubreiten in so genannte Mikro-Atolle.
Diese Dokumentation der Stabilität des Meeresspiegels während der letzten 50 bis 70 Jahre ist von fundamentaler Bedeutung, weil damit das gesamte Gerede über einen rapide steigenden Meeresspiegel als Falschinformation und Fake News entlarvt wird (importiert aus Modellanalysen).
… Wenn der Präsident von COP23, Premierminister der Fidschi-Inseln Frank Bainimarama feststellt, dass „der Klimawandel augenfällig“ ist und dass der „Anstieg des Meeresspiegels ein Faktum ist“, dann bezieht er sich in Wirklichkeit nicht auf wirklich stattfindende Vorgänge auf den Fidschi-Inseln, sondern auf Fake News, getrieben von bestimmten Agenden.
Was Klimawandel betrifft, so sind in Fidschi keinerlei Änderungstrends beobachtet worden.

Der zweite 1. April im Jahr ist immer vor dem Klimagipfel-Termin …

Wenn es kein Pegelproxi und keine Pegelmessstation vor Ort „bemerkt“, wie können die Inseln dann so plötzlich untergehen?
Ach ja: Der jährliche Ökozirkus „Welt-Klimagipfel“ naht wieder. Pünktlich vor dessen Termin geht die Welt jedes Jahr unter [6]. Das gelingt immer, denn irgendwann in 100, oder 1.000, oder 10.000 Jahren könnte es ja passieren. Man muss die Wahrscheinlichkeit nur immer weiter spannen, Simulationen rechnen dann konsequent.

Und wie man das passend publiziert, darüber haben (wieder) 195 politische – und nicht wissenschaftliche – IPCC-Gremienvertreter debattiert und abgestimmt. Deren „wissenschaftliches“ Niveau dürfte jeder Stammtisch erreichen, wenn man ihm ausreichend deutlich aufzeigt, dass ihre Mitgliedschaft (mit den damit verbundenen Annehmlichkeiten und Pfründen), sowie der Bestand des gesamten Vereins, vor allem auch das viele, viele Geld des Klimafonds für ihre Regierungen (die sie dorthin delegiert haben), wesentlich, wenn nicht sogar ganz, von ihren Aussagen abhängen.

Der Pegelanstieg im neuen IPCC-Sonderbericht

Im IPCC Pressetext steht zum aktuellen, immer schlimmer werdenden Meeres-Pegelanstieg :
… While sea level has risen globally by around 15 cm during the 20th century, it is currently rising more than twice as fast – 3.6 mm per year – and accelerating, the report showed ...
Das wären ca. 28 cm bis zum Jahr 2100 zuzüglich irgend einer Beschleunigung. Ansonsten steht viel von „Projektionen“ und „könnte“ bis zum Jahr 2100.
Nun ein Blick in den IPCC-Sonderreport selbst, also dem „the report showed“. Im für die Meerespegel „zuständigen“ Kapitel 4 steht zum Meeresspiegelanstieg:
Global mean sea level (GMSL) is rising (virtually certain1) and accelerating (high confidence2). The sum of glacier and ice sheet contributions is now the dominant source of GMSL rise (very high confidence). GMSL from tide gauges and altimetry observations increased from 1.4 mm yr–1 over the period 1901–1990 to 2.1 mm yr–1 over the period 1970-2015 to 3.2 mm yr–1 over the period 1993–2015 to 3.6 mm yr–1 over the period 2005–2015 (high confidence). The dominant cause of global mean sea level rise since 1970 is anthropogenic forcing (high confidence) (4.2.2.1.6, 4.2.2.5).

… The rate of sea level rise since the mid-19th century has been larger than the mean rate of the previous two millennia (high confidence). Over the period 1901 to 2010, global mean sea level rose by 0.19 [0.17 to 0.21] m (high confidence) (Church et al., 2013; Table SM1.1). Sea level rise continues due to freshwater added to the ocean by melting of glaciers and ice sheets, and as a result of ocean expansion due to continuous ocean warming, with a projected acceleration and century to millennial-scale commitments for ongoing rise (Section 4.2.3). In SROCC, recent developments of ice-sheet modeling are assessed (Sections 1.8, 4.3, Cross-Chapter Box 8 in Chapter 3) and the projected sea level rise at the end of 21st century is higher than reported in AR5 but with a larger uncertainty range (Sections 4.2.3.2, 4.2.3.3).

After an increase of sea level from 1–2 mm yr–1 in most regions over the past century, we now experience rates of 3–4 mm yr–1 that will further increase to 4–9 mm yr–1 under RCP2.6 and 10–20 mm yr–1 at the end of the century under RCP8.5.

Was man unschwer erkennt: Die aktuell gelisteten Pegeländerungen sind gar nicht so dramatisch, dramatisch sind die in die Zukunft projizierten. Die wurden höher projiziert, dafür aber unsicherer!

Das folgende Bild aus dem IPCC-Report zeigt, wie mit Projektionen und Wahrscheinlichkeiten jongliert wird. Es findet sich wirklich „für jeden“ ein „passender“ Pegel, zwischen ca. 30 cm und 5 m, wenn man sich irgendwo zwischen den Jahren 2100 … 2300 und den Szenarien RCP 2.6 … RCP 8.5 bewegt.
Die ARD brachte deshalb auch „mehrere Meter“, die Zeitungsmeldung sprach gnädig von „nur“ „110 cm“. Die niedrige, und beileibe nicht unwahrscheinliche RCP 2.6 Projektion mit ca. 30 cm wurde nicht erwähnt. Undenkbar, die 10 cm vom Meeresspiegelforscher Herrn Mörner jemals zu erwähnen. Nicht-Alarm vor einem Klimagipfel geht schließlich überhaupt nicht.

Bild 3 IPCC-Pegelprojektion im neuen Bericht

Immerhin ist diese aktuelle Pegel-Projektionsgrafik noch „konservativ“. Unser PIK simuliert seit Langem ganz andere Anstiegsdimensionen.

Bild 4 Pegel-Zukunfts-Projektionen aus verschiedensten Quellen. Vom Autor zusammengestellt

Wer sich mit der Pegelthematik auskennt, weiß, woher der „zunehmend steigende“ Pegelanstieg des neuen IPCC-Reports im Wesentlichen resultiert: Es sind die Satellitenmessungen, welche gegenüber den Küstenmessstationen diesen zu hohen Anstieg berechnen (Hinweis: Es kann aber auch teilweise durch eine Zyklik mit bestimmt sein).
Die Satellitenpegelmessungen mit ihren 3,3 mm/Jahr Anstieg sind trotz der Verdopplung zu den Tidenpegel-Werten immer noch nicht wirklich alarmistisch. Sie werden es nur, wenn man zusätzlich eine „Verstärkungen“ dazu addieren, möglichst quadrieren kann. Mit welchen Kunstgriffen genau das virtuos „gedreht“ wird, hat der Autor in einem Artikel zusammengetragen:
EIKE 06.03.2018: [2] Flashcrash Klimaalarm. Wer Klimaalarm posaunt, bekommt immer recht (Teil 1)

Daraus ein Bild der Satellitenpegel mit einer solchen – nachträglichen – Korrekturkurve.

Bild 5 [2] Darstellung der Satellitenpegel und eine nachträgliche „Fehlerbereinigung“ aus einer Studie. Grafik vom Autor zusammengestellt
Und selbst wenn diese Satellitenmessungen stimmen würden, stellt sich die Frage, ob eher die Küsten (für die gelten die Stationsmesswerte), oder Schiffe weit weg von den Küsten (für die würden die hohen Satellitenwerte gelten), vom steigenden Pegel betroffen sind.

Der Pegel und dessen (geringer) Anstieg, gemessen von den Küsten-Messstationen

Zum mittels Pegelstationen gemessenen Pegeltrend sagt der IPCC-Bericht in Kap. 4, S. 530, dass man ihn heute weniger genau weiß, als man es vor Jahren im AR5 verkündete:
… On this basis, we estimate that it is very likely that the long-term trend in GMSL estimated from tide gauge records is 1.5 [1.1–1.9] mm yr–1 between 1902 and 2010 for a total sea level rise of 0.16 [0.12–0.21] m (see also Table 4.1). This estimate is consistent with the AR5 assessment (but with an increased uncertainty range) and confirms that it is virtually certain that GMSL rates over the 20th century are several times as large as GMSL rates during the late Holocene (see 4.2.2.1). Over the 20th century the GMSL record also shows an acceleration (high confidence) as now four out of five reconstructions extending back to at least 1902 show a robust acceleration (Jevrejeva et al., 2008; Church and White, 2011; Ray and Douglas, 2011; Haigh et al., 2014b; Hay et al., 2015; Watson, 2016; Dangendorf et al., 2017). The estimates of the acceleration ranges between0.002–0.019 mm yr–1 over 1902-2010 are consistent with AR5.

Der IPCC-Bericht legt wenig Wert darauf, dass irgend Jemand aus dem Datenwust gleich auch eine informelle Zusammenfassung erhält. Ein Grund könnte sein, dass diese nicht alarmistisch ist und deutlich ausweist, wie unwahrscheinlich die Simulationsaussagen (Bild 3) sind.

Eigenes Nachrechnen ergibt daraus die folgenden Pegeldaten zum Jahr 2100:

Bild 6.1 Projektionen Tidenpegel zum Jahr 2100 (aus den IPCC-Angaben vom Autor berechnet)

In einer Untersuchung zu Pegeltrends hat auch der Autor die Werte der NOAA-Pegelstationen ausgewertet:
[14]aktuell 233 Pegelmessstationen und trägt die Änderungswerte grafisch auf, zeigt sich das Bild 6.2 und mit den folgenden Daten: Der Mittelwert des weltweiten Pegeltrends liegt bei 1,17 mm / Jahr (einfachstes Auswerteverfahren)

Bild 6.2 [14] (vom Autor) Aus der NOAA-Pegel-Messstationsliste abgeleitete Pegeltrends bezogen auf die Stations-Anzahl. Anzahl Messstationen: 233; daraus berechneter Pegelstations-Mittelwert 1,17 (grün); (zum Zeitpunkt der damaligen Veröffentlichung) publizierter, globaler Anstieg 3 mm / Jahr (rot), X-Achse: Messstations-Nr. nach absteigendem Pegeltrend sortiert
Die IPCC-Berichte listen anstelle konkreter Auswertungen oft als Erklärung und so etwas wie „Beleg“ eine Unmenge von Studien, oft hinter Bezahlschranken „versteckt“. Damit ist es Privatpersonen mindestens sehr schwer – wenn nicht unmöglich – gemacht, Aussagen nachzuvollziehen. Man kann davon ausgehen, dass dies bewusst so gewollt ist.

Doch lässt sich ein Beispiel aus einer im IPCC-Bericht, Kapitel 4 gelisteten Studie zu den Tidenpegeln zeigen: [1] Dangendorf et al., 2017.
Schon das erste Bild in der Studie „schreit“ geradezu nach einer zyklischen Betrachtung

Bild 7 Tidenpegel Anstiegsrate von 1900 – 2010 [1] vom Autor ergänzt
So etwas fällt nicht nur dem Autor als Laien auf, es gibt sehr wohl auch Fachleute, die es erkennen und publizieren:

Bild 8 [3] Pegelverlauf um Indien (und Bangladesch) nach einer Pegelstudie von N.A. Mörner
Die folgenden Grafiken finden sich in der „Supporting Information“ zur Studie [1]. Das Bild der weltweiten Tidenpegel-Stationsverteilung seit 1870 zeigt, dass eine „brauchbare“ Abdeckung erst so ab 1940 … 1960 vorhanden ist. Wenn man das weiß, fragt man sich natürlich, wie man den Globalpegel vor dieser Zeit so „genau“, wie oft publiziert kennen will.

Bild 9 Regionale Stationsverteilungen seit 1870. [1] Fig. S1. Spatial and temporal availability of tide gauges used in this study. (A) Spatial distribution of the tide gauges used in this study. Also shown are the six oceanic regions, which are used to build regional virtual stations. (B) Respective temporal availability of tide gauges for each region.
Das folgende Bild aus der Studie zeigt die „wahrscheinlichsten“ Tidenpegel-Verläufe, aufgeteilt nach Meeresregionen. Eine Trendverstärkung ließe sich nur im Bildteil (2) – Indien, Südpazifik – ablesen, genau die Region, der Prof. Mörner eine deutliche Zyklik (Bild 8) zuweist.

Bild 10 Weltmeere, Verlauf der regionalen Tidenpegel. [1] Fig. S6. Virtual stations for the six oceanic regions based on different stacking approaches and corrections. Shown are the individual tide gauge records corrected for VLM, TWS, ice melting, and GIA geoid (gray) or just GIA (light red) and their respective virtual stations based on two different stacking approaches: averaging after removing a common mean, and stacking first differences (also known as rate stacking; see legend for a description of the line colors). Both approaches are used to overcome the problem of an unknown reference datum of individual tide gauges. Also provided for each region are the medians of linear correlations between the virtual stations and individual tide gauge records from both approaches (black and blue R values).
Trotzdem kommen die Studienautoren zu dem Schluss, der Tiden-Pegelanstieg würde sich verstärken.
In der Studie [4] wird dies thematisiert. Im Bild 11 sieht man, woher ein Teil der Verstärkung resultieren soll: Der Pegeltrend war (angeblich) vor 1920 … 1940 schwächer. Nur ist das eine Globalrekonstruktion aus einer Zeitspanne, in der die Messstationen mangels Abdeckung noch gar keinen globalen Pegel messen konnten.

Bild 11 Globalverlauf Tidenpegel. [1] (nur Teilbild A) Fig. S7. Comparison of the reference GMSL in SODA to two different reconstructions. (A) Reference GMSL (black line) and reconstructions using either a common mean between individual tide gauges (red line, shaded area gives the 1σ uncertainty) or first differences (blue curve). (B) Differences between the reference GMSL and the two reconstructions.
Alle weiteren Alarme im neuen IPCC-Bericht zum Meerespegel resultieren daraus, dass eine (dank umfangreichster Fördermittel) personell überfrachtete Klimafolgen-Wissenschaft, weltweit in ihren Zimmern sitzt, das Klima für jeden Quadratkilometer in die Zukunft simuliert – in Simulationen die Antarktisgletscher fast schon explosionsartig sich ins Meer stürzen lässt (nur ein solches Szenario erzeugt einen signifikanten, zusätzlichen Pegelanstieg) – und so mittels geeigneter Parametrierungen eine immer neue – schlimmere – Klimazukunft fabuliert.

Eines zeigen die IPCC-Berichte auch (rein persönliche Ansicht des Autors): Es wird nach dem „Formulierprinzip Seehofer“ verfahren: „Stelle Inhalte so kompliziert dar, dass niemand sie versteht und dann … “ leite daraus im Summary ab, was gesagt werden soll (nicht was ermittelt wurde, denn kann fast niemand genau rekonstruieren). Ob es stimmen könnte, oder einfach politisch nur so sein muss, wird dabei mittels Abstimmen ermittelt.

Küstenpegel, wenn nicht vom IPCC nach „Abstimmverfahren“ bestimmt

Wer nicht nur im IPCC-Sonderbericht, sondern an anderen Stellen zum Meerespegel liest, bekommt den (beim IPCC oft fehlenden) Hinweis, dass lange Ozeanzyklen einen erheblichen Pegeltrendanteil bestimmen.

Was ist dann der Unterschied? Wenn dem so ist, ist die vom IPCC angegebene Trendbeschleunigung falsch und ein zyklischer Artefakt (siehe dazu die Bilder 7 und 8). Vor allem stimmen die IPCC-Zukunfts-Projektionen dann hinten und vorne nicht, schlimmer: Sind datentechnisch unzulässig!
DER WESTEN 2015: … Forscher der Uni Siegen sagen, der Ozeanzyklus habe auf den Meeresspiegel-Anstieg eine größere Wirkung als der vom Menschen verursachte Klimawandel
Wie dabei durch nicht Berücksichtigen der Zyklen (und anderem) getrickst wird, moniert auch eine Studie:
[4] AlbertBoretti 2019: A realistic expectation of sea level rise in the Mexican Caribbean
Rahmstorf [50] computes global rates of rise of the sea levels with a 30-year time window that have grown from the about 0.75 mm/yr. of the year 1870 to the latest value of about 3.6 mm/yr. of the year 2000. This translates in an average acceleration of +0.022 mm/yr2. The major issue with the reconstructions is that there are no real “global” measurements of sea levels and temperatures since 1870, only results for many individual locations that do not show any significant acceleration of the sea levels, or dramatically warming temperatures apart from the artefact of changes of land use or urban heat islands.
There are very few tide gauges in the world that have been recording since 1870, the most part of them is in North Europe, only two of them are in North America, not a single tide gauge covers the south hemisphere, and all the long-term trend tide gauges with more than 100 years of recorded data consistently show negligible acceleration
Because of the well-known multi-decadal natural oscillations of periodicity up to quasi-60 years Chambers et al., 2012Schlesinger and Ramankutty, 1994, not less than 100 years of continuous recording in the same location and without quality issues are needed to compute rates and accelerations by linear and parabolic fittings.
All the long-term-trend (LTT) tide gauges of the world consistently show a negligible acceleration since the time they started recording in the late 1800s/early 1900s, much less than the +0.022 mm/yr2.
The negligible acceleration of the LTT tide gauges of this world is well-known. As mentioned before, the lack of a significant sea level acceleration has been shown in many works

Bild 12 Figure 3. Acceleration and rate in the LTT tide gauges of the PSMSL database (www.psmsl.org) having a range not less than 100 years and no quality issues. Daten: www.sealevel.info.

Und das sind die Werte, welche sich anhand der Pegelmessstationen weltweit ergeben: Der Anstieg liegt zwischen 0,25 – 1,04 mm/Jahr:
A.Parker May 2016: Coastal planning should be based on proven sea level data
… Tide gauges provide the most reliable measurements, and best data to assess the rate of change. We show as the naïve averaging of all the tide gauges included in the PSMSL surveys show “relative” rates of rise about +1.04 mm/year (570 tide gauges of any length). If we consider only 100 tide gauges with more than 80 years of recording the rise is only +0.25 mm/year. This naïve averaging has been stable and shows that the sea levels are slowly rising but not accelerating

Beim Klima sollte man keine Betrachtung führen, ohne auch in die weitere Vergangenheit zurückzuschauen. Die aktuelle Hysterie relativiert sich dann oft alleine schon darüber. Über zu viel Wasser hätten sich alleine unsere näheren Vorfahren beschweren können, aktuell müssten die Bewohner des Süd-Pazifik dem Klima „danken“, dass es die Pegelhöhe zwischenzeitlich verringert hat.

Bild 13 Abbildung: Meerespegelentwicklung der Southern Cook Islands während der vergangenen 2500 Jahre. Quelle: Goodwin & Harvey 2008.

Es sei angemerkt, dass dieser Proxi-Pegelverlauf in der Südsee nicht mit dem der Nordsee (Bild 18) übereinstimmt. Entweder verliefen die Verläufe so gegensätzlich (mit dieser Differenz findet der Autor dies unwahrscheinlich), andererseits wäre es ein Beleg, wie falsch Pegelproxis sein können (und man danach niemals Klimasimulationen „kalibrieren“ kann).

Als Fazit bleibt:
Nicht einmal bei den gemessenen Tidenpegeln – also der einzige, welcher Küsten und Küstenstädte wirklich trifft -sind sich die Forscher einig. Ob die Pegel alarmistisch steigen, hängt wesentlich von der angewandten, statistischen Betrachtung ab! Man würde meinen, in der wissenschaftlichen Methodik gäbe es so etwas wie ein „richtig“. Doch muss man sich eben von Illusionen verabschieden: Das gewünschte Ergebnis bestimm vorwiegend, welche zu verwenden sind.
Aber eines zeigen alle trotzdem: Selbst die schlimmsten Tidenpegel-Projektionen zeigen keinen Alarmismus, der wirklich gemessene Pegel sowieso nicht.

Direkte, menschliche Einflüsse

Der IPCC Langbericht ist in Teilbeschreibungen auch informativ. Für das Nildelta wird beispielsweise eine besonders hohe Klimawandel-Vulnerabilität dargestellt:
… Nile Delta’s low elevation translates into high exposure to sea level rise (Shaltout et al., 2015), and the level of protection varies greatly from place to place …
Es wird aber auch beschrieben, warum das so ist: Es liegt nicht am Klimawandel, sondern direkt an den Menschen vor Ort:
The . Subsidence rates range from 0.4 mm yr–1 in the West Delta to 1.1 mm yr–1 in the Mid Delta and 3.4 mm yr–1 in the East Delta (Elshinnawy et al., 2010), although rates as high as 10 mm yr–1 near natural gas extraction operations are also reported … Future construction of Ethiopia’s Grand Renaissance Dam (GERD) (Stanley and Clemente, 2017) may heighten problems …
Genau dasselbe hatte der Autor auch schon festgestellt (dem mit dem damaligen Artikel kritisiertem, hoch gelobtem Rechercheinstitut viel es nicht auf):
EIKE 30. Oktober 2018: Zeugnisse vergangener Kulturen sind durch den Klimawandel in Gefahr. Die Bedrohung betrifft vor allem Weltkulturerbestätten im Mittelmeerraum Teil 1(2)

Aber klar: Wer sich das nicht im (1170 Seiten langen) IPCC-Hauptbericht im Detail durchliest und mit dem Mut und Verzweiflung der „Wissensgier“ versucht herauszuklamüsern, kann nur zu dem einen Schluss kommen: Das Hauptproblem ist und bleibt der Klimawandel.
Die 195 Delegierten des IPCC (politische Delegierte nach weltweitem, paritätischem Schlüssel und nicht entfernt nach Kenntnis zum Klima „ausgesucht“) kamen zu diesem Schluss … Unsere Medien schrieben es wohlwollend ab …

Können Bilder lügen Mängel haben?

Das auf der Tagesschau-Info hinterlegte Bild 1 soll das vom Klimawandel verursachte Problem des schon stark gestiegenen Meerespegels belegen(1). Im Artikel: [2] EIKE 06.03.2018: Flashcrash Klimaalarm. Wer Klimaalarm posaunt, bekommt immer recht (Teil 1), hat der Autor dazu Hintergründe recherchiert. Und die lassen nur einen Schluss zu: Dieses Bild und die Beschreibung dazu sind ein Betrug Fake. Trotzdem wird es immer wieder gezeigt. Denn beim Darstellen der Probleme des schlimmen Klimawandels darf betrogen etwas übertrieben dargestellt werden. Für „Öffentlich-Rechtliche‘“ gilt es dann als besonders sorgfältig recherchiert [5].

Zurück, zum „untergegangenen“ Dorf.
Das ja nach Quelle „dem Untergang geweihte“, oder bereits „verschwundene“ Fischerdorf (besser: kleine Ansammlung von Hütten), liegt an der ungünstigsten Stelle der Insel. Die Lage entspricht keinerlei Verständnis und Rücksicht für natürliche Gegebenheiten und daraus resultierenden Problemen, sondern wesentlich der Faulheit der Bewohner, zum Fischen nicht weit zum Strand laufen zu müssen.

Bild 14 [2] Fidji, Vulkaninsel Ono mit bis zu 300 m Höhe. Dorf Narlkoso direkt am Strand auf einer Landzunge an einem Strömungskanal
Vom Strand aus fotografiert (Bild 15), sieht man das Problem: Die gezeigte Hütte liegt tief und der davor errichtete Damm ist gebrochen. Während erheblich höher platzierte Hütten sicher nicht zufällig auf Stelzen errichtet sind, ist diese tiefer platzierte ohne solche auf den Strandstreifen gesetzt. Scheinbar sieht auch niemand eine Not, den zum Schutz irgendwann einmal errichteten Damm zu reparieren. Wobei die Bezeichnung „Damm“ sicher übertrieben ist.

Bild 15 [2] Fidji Dorf Narlkoso. Hütten in einer Taifunzone direkt am Strand auf Meereshöhe errichtet. Quelle: giz
In [2] hat es der Autor wie folgt zusammengefasst: ... Aus Bequemlichkeit werden Häuser direkt am Strand an einem Strömungskanal errichtet, obwohl dahinter „beliebig“ Anhöhen zur Verfügung stehen. Schon eine kleine Veränderung der Strömung verlagert unweigerlich auch den Küstenstreifen und erklärt sofort, warum das (nicht, bis geringfügig steigende) Meer Land wegnimmt. Einzelne Hütten stehen praktisch auf Meeresniveau, und das in einem originären Taifungebiet, wo diese seit Urzeiten jedes Jahr neu mehrere Meter hohe Wellengebirge (bei einem sehr starken Taifun bis zu 5 m) ans Ufer werfen und seit Urzeiten sogar Felsen „abrasieren“ (Bild x).
Der Einheimische (in einem bei der GIZ verlinkten Video) „weiß“, warum nicht er, sondern „der Westen“ schuld ist und zeigt dabei deutlich, woher er sein „Wissen“ erhalten hat:

„ …
ich denke, das liegt am Nordpol. Das sagen sie, dass das Eis schmilzt. Wir sind wütend auf die anderen Länder, weil sie durch Luftverscmutzung dazu beitragen ... „
In diesem Artikel wird auch detailliert beschrieben, dass Landgewinnungsmaßnahmen und Dammbauten früherer Zeiten scheiterten und deshalb der Eindruck eines untergehenden Atolls entstehen kann.

An anderen Fundstellen findet es sich ebenfalls beschrieben: Spectrum der Wissenschaft, Juni 2015, S68 ff: [8] „Sind Inselstaaten akut gefährdet?
Zitat: … Tendenziöse Berichterstattung
… Die Medien vermitteln den Eindruck, Kiribati sei am Versinken, weil sie die Fakten einseitig wiedergeben. Fast jede Story über die Inseln bringt ein Foto oder Video von Bikenikoura, einem schmalen Sandstreifen mit Küstenmangrovenwald, der bei Hochwasserständen teilweise überflutet wird. Dorthin schickt die mit Anfragen überhäufte Regierung von Kiribati all die vielen Journalisten und Amtsinhaber wie UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon, die den Anstieg des Meeresspiegels „sehen“ wollen.
„Es ist unser Vorzeigeobjekt“ sagt Rimon. Die Besucher beobachten, wie das Wasser in die „Maneaba“, die Versammlungshütte der dortigen Gemeinde, kriecht, und kehren zurück mit der Geschichte von einem Land, das vom Meer verschluckt wird …

Die besagte – zum Klimawandel und seinen bereits schlimm sichtbaren Folgen – „forschende“ Bundestagsdelegation [3] war auch dort und hat es sich angesehen. Bei deren mitgebrachtem Bildbeleg soll könnte man auf die Idee kommen, das Dorf sei bereits vollständig untergegangen …

Bild 16 [3] Auszug aus der Bildfolge zum Bericht der Bundestagsdelegation
Eine Zusammenfassung solcher Falschdarstellungen, hier des ZDF, findet sich in einem Blog gut aufbereitet:
ScienceFiles September 23, 2019: Lügen als Geschäftsgrundlage: UNwahrhaftige lassen Meeresspiegel heftig steigen – ZDF lügt mit

Fazit
Wer durch die Berichterstattung zum jüngsten IPCC-Zwischenbericht aufgeschreckt wurde, darf sich vom Schreck erholen und wieder beruhigt zurücklehnen. Die Berichte ändern sich laufend, das Klima viel, viel weniger. Das gilt allerdings nur für das Klima.

Es gibt aber auch wirklich darum wissende und deshalb sehr, sehr besorgte Bürger

Wenn man als Rentner länger in einem Wartezimmer sitzt, greift man schon mal notgedrungen zu Postillen, die sonst nicht gelesen werden. So geschah es mit dem Stern.
Bereits nach wenigen Seiten bestätigte sich die latente Aversion auch zu diesem Blatt. Vor Kurzem ließ der Stern in einem Artikel die Nordseeküste wohl erneut untergehen. In der gerade vorliegenden Ausgabe Nr. 33 dazu auf der Artikel-Diskussionsseite der erklärende Leserbrief eines wohl besonders gut informierten Lesers:
Akute Gefahr … wenn man jetzt noch ergänzt, dass die führenden Wissenschaftler der in den Niederlanden von einer Erhöhung des Meeresspiegels der Nordsee in diesem Jahrhundert von ein bis drei Metern ausgeht, ahnt man, dass sich die ostfriesischen Inseln und viele Teile Niedersachsens und Schleswig-Holsteins in relativ akuter Gefahr befinden … Ich glaube, es bedarf noch vieler solcher Stern-Artikel, um Politik und Menschen wachzurütteln. Und vielleicht auch die Grafik eines Instituts, auf der zu sehen ist, was ein Anstieg von drei Metern bedeuten dürfte …

Das eigene „Google“ kann keine „führenden Wissenschaftler in den Niederlanden“ finden, die solche Aussagen getätigt hätten. Es finden sich aber welche in den USA und die bei jedem Klimaalarm vorne weg schreitenden vom PIK (Bild 4). Selbst das PIK kommt bis zum Jahrhundertende allerdings „nur“ auf maximal +2 m Pegelerhöhung. Aber es sind ja zwischen 1 … 3 m, ein bisschen Ungenauigkeit darf beim Simulieren ja schon sein.

Der Spiegel brachte einst einen Artikel über Pegelanstiege: [11] SPIEGEL ONLINE 24.02.2016: Meeresspiegel-Prognose Der Untergang Was würde geschehen, wenn die Klimaerwärmung ungebremst weiterginge? In Jahrtausenden käme es zu gewaltigen Fluten – das zeigen Simulationen.
Spiegel-Redakteur Bojanowsky – ab und zu ganz klimarealistisch -, war wohl genötigt, endlich auch wieder etwas Schlimmes zu schreiben, um seinen zu tiefen „Alarmschnitt“ ins Lot zu richten. In seiner Alarmierungsnot kam er auf die Idee (reine Vermutung des Autors), so übertrieben in der „Würde- und Könnte-Zukunftsform“ zu schreiben, dass es seiner Redaktion nicht auffällt, aber alle, welche sich auch nur ein bisschen Auskennen, den Sinn im Unsinn sofort sehen.
[11] … in 10.000 Jahren könnte das Meer weite Teile Mitteleuropas geflutet haben, sollten neueste Prognosen tatsächlich eintreten. Ursache wäre der ungebremste Ausstoß von Treibhausgasen aus Fabriken, Kraftwerken und Autos.
Zwar beruhen solche Berechnungen auf erheblichen Unsicherheiten. So ist unklar, wie stark der Treibhauseffekt überhaupt wirkt und wie viel Gas der Mensch noch in die Luft blasen wird. Auch die Menge an Schmelzwasser aus Grönland und der Antarktis, die eine weitere Erwärmung tauen und ins Meer befördern würde, lässt sich nur grob schätzen.
Gleichwohl gibt es derzeit eine regelrechte Inflation an Studien, die den Untergang ganzer Landstriche in Aussicht stellen.

Grund genug für die Geoforscher um Klaus Reicherter von der Universität Aachen, die Prognosen in einer Simulation zu veranschaulichen. Vorausgesetzt haben sie einen Anstieg des Meeresspiegels um zweieinhalb Millimeter pro Jahr für die nächsten Jahrtausende, derzeit steigen die Pegel sogar etwas schneller. Nach 10.000 Jahren ergibt sich so ein Hub von 25 Metern – ein Wert, den aktuelle Studien stützen …

Bis in 10.000 Jahren wird es also eine große Umsiedlungsaktion geben. Gut, dann sind im Norden der Erdhalbkugel auch riesige Landflächen mit heutigem Permafrost so warm geworden, dass man dort gut Leben und Weizen anbauen kann. Völkerwanderungen wegen schlechtem Klima gab es vor weit weniger als 10.000 Jahren ja auch schon einige. Und vor 12.500 … 10.000 Jahren endete gerade die letzte Eiszeit, zu der ein Großteil Europas unter mehreren 100 m dickem Eis begraben war. Damals hatte die Erde aber wenige Menschen als Bewohner, so dass diese zum Äquator hin genügend Restplätze hatten. Das simulierte Bevölkerungsproblem in 10.000 Jahren möchte sich der Autor nicht ausmalen. Da sitzt wohl jeder/jede nur noch in Käfigen wie heutige Legehennen ohne Bio.

Mit ziemlicher Sicherheit ist es anstelle dem heutzutage grundsätzlich simulierten „zu heiß“, dann allerdings wieder zu kalt geworden. Denn die seit einer Millionen Jahren regelmäßig kommenden Eiszeiten kennen die Klimasimulationen nicht, weil man die Gründe ihrer wirklichen Entstehung bisher nicht weiß. Alleine der allwissende Herr Schellnhuber weiß trotzdem ganz sicher, dass der Mensch die Natur der Eiszeiten „überlistet“ hat:
[12] EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!
Nimmt man dagegen die einfache Statistik des bisherigen Auftretens, dann kommt man ganz einfach zu einem vollkommen anderen Schluss: [13] EIKE 25.12.2016: Man sollte schon langsam an die nächste Eiszeit denken, denn wenn die neuesten Hypothesen sich als falsch erweisen, kann sie schnell da sein
Spätestens in 10.000 Jahren wird man wissen, welche Behauptung sich bewahrheitet hat.

Zurück zur Nordsee, die bereits in 80 Jahren um 1 … 3 m steigen soll.
Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Herrn Puls zeigte, dass die Nordsee keine Veranlassung sieht, „übertrieben“ zu steigen“: [9] EIKE 25. August 2019: Klima-Ruhe an der Nordsee

Bild 17 [9] Nordseepegel Norderney seit 1890
In einem anderen Bericht (vom Autor selbst) wurde gezeigt, wie mit den Pegeln gelogen jongliert wird, um alarmierende Darstellungen zu erzeugen. Wer sich dafür interessiert, weil er nicht glauben kann, wie offen und extrem offizielle „Rechercheinstitute“ Betrugsspiele mitmachen (und dafür gelobt werden), sollte die zwei Teile lesen: [10] EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)
Daraus ein Pegel-Langfristverlauf der südlichen Nordsee.

Bild 18 [10] Meerespegelverlauf der südlichen Nordsee in den letzten 7500 Jahren. Aus Behre (2004)
Das folgende Bild zeigt die globalen Tidenpegel-Änderungsraten seit ca. 1820 (dabei ist allerdings zu beachten, dass vor ca. 1950 keine ausreichende, weltweite Stationsabdeckung vorhanden war, alle Daten davor also eher grobe bis sehr grobe Schätzungen sind). Trotzdem zeigt es, dass es eher keine globale Tidenpegel-Beschleunigung gibt.

Bild 19 [10] Tidenpegel global, Pegel-Änderungsrate seit 1800
Nur, solche alarmistischen Leserbriefe wie der im Stern wirken – und das sollen sie ja auch.

Nachtrag

Man freut sich als Laie, wenn auch Fachpersonen zu den gleichen Ergebnissen kommen. Es zeigt, dass methodisches Vorgehen ohne ideologische Scheuklappen und dem Zwang, die „richtige Meinung“ haben zu müssen, trotz unterschiedlichen Vorgehensweisen (und Hintergrundkenntnissen) oft zu ähnlichen Ergebnissen führen.

Nach Abgabe dieser Kritik zum neuen IPCC-Zwischenbericht erschien auf kaltesonne ebenfalls eine kritische Darstellung dazu:
Kalte Sonne 4. Oktober 2019: Überlaufende Ozeane – Eine Frage sei erlaubt
Der Autor des darin zitierten Artikels machte sich genau die gleichen Gedanken zu den neuen Alarmdarstellungen und kam zum genau gleichen Ergebnis und Fragestellung wie der Autor, anbei ein Bild daraus:

Bild 20 Abb. 5:   Meeresspiegelanstieg für Brest / Frankreich – Atlantik; Anstiegsrate für Zeitraum 1900 – 2018: 1,5 mm/Jahr; 200-cm-Szenario, Anstieg ab Periode 1986 bis 2005. Quellen: siehe Abb. 1.

Und auch darin wird die Frage gestellt, wie die Leitautoren, bzw. das abschließende Entscheidungsgremium trotz der erdrückenden – gegen den von ihnen dargestellten Alarmismus – weisenden, realen Pegeldaten, zu ihren Aussagen kommt:
kaltesonne: Fazit: kein großer Unterschied zu den Abbildungen 1 bis 5, d.h. am ca. Faktor  20 oder 30 des Gradienten in 2100 ändert sich kaum etwas. Zum Schluss sei auf die im Titel des Artikels angekündigte Frage zurückgegriffen und zur Aussage, Zitat: „Allerdings sind auch Werte von rund zwei Metern möglich, je nachdem, wie sich die Dynamik der großen Eisschilde entwickelt.“
Haben sich die Regierungsbeauftragten bei der Marathon-Sitzung Ende September 2019 in Monaco nur die ihnen – von den 100 Wissenschaftlern gezeigten – passenden Parametrisierungen (Model-Tuning) der Computerprogramme ausgesucht? Wohlgemerkt, es sei nochmals betont, dass die in den oben gezeigten Abbildungen in der linken Hälfte schwarz gezeichneten Verläufe empirische, real gemessene Hydraulikdaten sind.

Quellen

[1] Sönke Dangendorf at al. May 2017: Reassessment of 20th century global mean sea level rise

[2] EIKE 06.03.2018: Flashcrash Klimaalarm. Wer Klimaalarm posaunt, bekommt immer recht (Teil 1)

[3] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

[4] Albert Boretti 2019: A realistic expectation of sea level rise in the Mexican Caribbean

[5] EIKE 24. April 2019: Kiribati versinkt wieder, das ist professionell recherchiert

[6] EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen

[7] EIKE: Änderungen des Meeresspiegels und Klima auf Fidschi: totale Falschinformationen von COP23

[8] Spectrum der Wissenschaft, Juni 2015, S68 ff: „Sind Inselstaaten akut gefährdet?“

[9] EIKE 25. August 2019: Klima-Ruhe an der Nordsee

[10] EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)

[11] SPIEGEL ONLINE 24.02.2016: Meeresspiegel-Prognose Der Untergang

[12] EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

[13] EIKE 25.12.2016: Man sollte schon langsam an die nächste Eiszeit denken, denn wenn die neuesten Hypothesen sich als falsch erweisen, kann sie schnell da sein

[14] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2




Eisschmelze und Meeresspiegel: IPCC-Klimaforscher schlagen schon wieder Alarm

Eigentlich dachte ich, daß die Katastrophenmeldungen zum Thema überschwappende Meere sich weitgehend erledigt hätten, da der größte Gletscher auf Grönland wächst, und seine Kollegen im Glacier-Nationalpark in Montana/USA es ihm gleichtun, was von der Qualitätspresse aber diskret verschwiegen wird. „Wissenschaftliche“ Publikationen wie die mit den ganz offiziell nur eingeschätzten Meeresspiegelanstiegen von exakt 2,34 Metern im Jahr 2100 und PIK-Levermanns wahnwitzige Idee mit den Schneekanonen in West-Antarktika tun ein übriges.

Denkt man; da aber Klimaprofs wie Harald Lesch mittlerweile sogar wieder das olle Waldsterben aus den 1980ern hervorkramen, darf man nicht hoffen, daß irgendein märchen sich mal abnutzt.

Aktuell warnt der Weltklimarat IPCC mal wieder davor, daß „Millionen Menschen“ ertrinken oder vor den ansteigenden Fluten fliehen werden. Angeblich steige der mittlere Meeresspiegel des Planeten (was ist das?) doppelt so schnell wie im 20. Jahrhundert, nämlich durchschnittlich 3,6 Millimeter per anno (ui! Millimeter!). Und der Anstieg beschleunige sich natürlich noch (dann Zentimeter?).

Bremsen könne man die Entwicklung nur – Sie ahnen es – durch drastische Reduktion der Treibhausgase. Sonst würden kleinere Gletscher in Europa bis 2100 80% ihrer Masse verloren haben. Lustig hierbei: 2100 wird der kälteste Punkt des tatsächlich anstehenden Shaviv-Svensmark-Warmzeit-Minimums erreicht sein. Unsere Gletscher werden bis dahin ordentlich zugelegt haben. Schade, daß die Klimawarner von heute dann nicht mehr befragt werden können.

Neben dem Gletscherverlust sei ein Meeresspiegelanstieg von 60 bis 110 cm zu befürchten (und die 2,34m?). Daher seien bei weiter steigendem CO2-Ausstoß ab 2050 in Küstenregionen „Wetterextreme“ zu befürchten (waren die nicht schon verneint worden?).

Angesichts solcher Horror-Szenarien betitelt eine WWF-Vertreterin die geplanten Maßnahmen des Klimakabinetts vom 20.9. als „Klimapäckchen“ und fordert, daß den „Erkenntnissen der Wissenschaft“ nun „Meilensteine in Politik und Wirtschaft“ folgten. Man sieht – unsere Politiker können die Infrastruktur ruinieren, wie sie wollen – die schnorrenden Profiteure werden trotzdem fordern, noch mehr Benzin ins brennende Haus zu schütten.

 

 




Klima-Ruhe an der Nordsee

Seit Jahren quellen die Medien über an Hunderten…Tausenden von Alarmmeldungen dieser Art :

„Klimaforscher Mojib Latif : „Starke Stürme nehmen zu“ [3] … oder :

„Nicht nur im Herbst: Sturmschäden in Deutschland nehmen zu“  [4].

Dazu schauen wir uns in Folgendem die säkularen Meßreihen an :

(1)  Wind und Sturm an der Nordsee

Bei genauem Hinsehen zu Langzeit-Statistikenin wissenschaftlich seriösen Publikationen bleibt von derartigen Alarmmeldungen dann nichts übrig [5] :

„Die meisten der Studien, die die letzten 100-1.000 Jahre betrachten, zeigen große, dekadische Schwankungen in der Anzahl der Stürme über dem Nordatlantik. Aus geostrophischen Windgeschwindigkeiten abgeleitete Sturm-Indizes (…) zeigen eine hohe Sturmaktivität in den frühen 1880er Jahren und einen anschließenden Abstieg bis in die frühen 1960er Jahre. Nach einem darauf folgenden Anstieg bis Mitte der 1990er zeigt sich weitere dekadische Variabilität.“

u.w.a.a.O. :

„Wenn jedoch längere Zeiträume betrachtet werden, mindestens 100 Jahre oder bis hin zu den vergangenen 1.000 Jahren, zeigen sich lediglich große Schwankungen auf einer Zeitskala von Jahrzehnten, die aber keinen Langzeittrend aufweisen (Fischer-Bruns et al. 2005; Ganske et al. 2016; Xia et al. 2013). [5]

Und selbst der Klimarat IPCC hat sich seit seinem Assessment-Report 2013/14 von den Stürmen verabschiedet: [6]:

“In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low.Likewise, confidence in trends in extreme winds is low,owing to quality and consistency issues with analysed data.”

u n d  [7] :

No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”

Diese „vernüchternden Aussagen“ des Klimarates IPCC hindern jedoch die deutschen Medien und die politischen Klima-Agitatoren nicht im Geringsten, unentwegt das Gegenteil zu verbreiten (vgl. auch w.o.) :

BILD [8]: „Nach Bundes-Bericht zu Sturmfluten: Grüne wollen mehr Küstenschutz … Land unter! Rund zwei Millionen Norddeutsche wären laut Umweltministerium von extremen Sturmfluten betroffen.“

D e m g e g e n ü b e r  :

Die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen eine säkulare Wind-Abnahme seit 1879 in der Deutschen Bucht :

Abb.1 : Jährliche Mittlere Wind-Geschwindigkeit

Seit 2004 – Wind-Meßsystem FINO [11]:

„Um Erkenntnisse über die Bedingungen für Windenergie-Nutzung auf See zu erlangen, werden auf drei Plattformen in Nord- und Ostsee Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt.“ 

Abb.2 : Windmessungen FINO [11]

… und wie steht’s an Land ?

DAS zeigt eine Auswertung von 25 DWD-Wetterstationen für Norddeutschland :

Abb.3  Abnehmende Windstärke in Nord-Deutschland [12]

(2) Sturmfluten an der Nordsee

Wo die Windstärke abnimmt, da kann es keine Zunahme von Sturmfluten geben. Dazu betrachten wir Pegel-Daten für die Deutsche Nordsee-Küste 1900-2019 :

Abb.4 : Sturmfluten an der Nordsee – 1900-2019 (nachzitiert nach B. Hublitz [13] )

Die Graphik zeigt zunächst ein recht unübersichtliches Geschehen: Ein AUF + AB, verwirrend, „chaotisch“. Das entspricht dem physikalisch-chaotischen Wetter- und Klima-System der Atmosphäre. Die Meteorologen sagen recht anschaulich: Die Atmosphäre hat unendlich viele Freiheitsgrade !

Für den objektiven Betrachter der Daten ist jedoch rasch erkennbar, daß an der Nordsee-Küste keine Zunahme von Sturmfluten zu finden ist, weder in der Summe noch bei „schweren Sturmfluten“.

Gibt es einen Trend ? … oder gar einen „Klima-Trend“?

Dazu muß man statistisch mit Regressionen und/oder Polynomen arbeiten. Eine  diesbezügliche Analyse für den 120-jährigen Gesamtzeitraum zeigt DAS :

Abb.5 : Daten wie Abb.4, mit 3er-Polynom

Daraus ist zu erkennen :

()  In er ersten Hälfte des 20.Jh. gab es einen Trend zu mehr Sturmfluten, bis etwa 1970 ;

()  Dieser Trend kehrte sich ab etwa 1970 um, die Sturmfluten nehmen seit 50 Jahren ab;

()  Irgend ein Gesamt-Trend oder gar ein „Klima-Trend“ ist nicht auf zu finden !

Verdeutlichen kann man das schließlich noch mit einer linearen Regression der Daten für die letzten 30 Jahre (1988-2018):

Abb.6 : Sturmfluten Norderney 1988-2018; Regression (gestrichelt, B. Hublitz)

30 Jahre – das ist nach WMO-Definition ein Klima-Zeitraum. Eine Abnahme von Sturmfluten über 30 Jahre – das bedeutet eine Abnahme im Klima-Maßstab !

Stürme und Sturmfluten sind jedoch nur zwei der vielen Angst-Keulen, welche die Klima-Alarmisten schwingen.

Eine andere gewaltige Alarm-Waffe ist ein angeblich sowohl dramatisch ansteigender als auch noch beschleunigender Meeres-Anstieg :

(3) Meeres-Anstieg an der Nordsee-Küste

Alarm-Posaunen dazu sind („exemplarisch“ eine von Hunderten) [9] :

„Meeresspiegel-Anstieg: Vor uns die Sinflut ? Der Meeresspiegel steigt, Küsten werden überflutet …“

Auch das sind – bei genauem Hinsehen(!) – nur Zukunfts-Spekulationen. In der Gegenwart ist davon bei den Messungen nämlich nichts zu finden [10]. Der seit Jahrtausenden währende Anstieg der Meere beschleunigt sich weder global noch regional, eher im Gegenteil.

Genau DAS zeigen die Pegel-Messungen an der Nordseeküste über 125 Jahre sehr genau :

Abb.7 : Pegelmessungen Norderney 1890-2015

Diese Abschwächung des Meeres-Anstiegs über mehr als 30 Jahre – hier 125(!) Jahre – kann im Sinne der WMO-Definition ebenfalls als Klima-Trend bezeichnet werden :

Tendenz – abnehmend !

F a z i t  für die Nordsee :

()  Bei Wind und Sturm gibt es einen säkularen Abnahme-Trend

()  Sturmfluten zeigen einen seit Jahrzehnten abnehmenden Trend,

()  Der Meeres-Anstieg schwächt sich seit Jahrzehnten ab …

()  DAS ist inkonsistent mit den Klima-Modellen !

==>    !   Klima-Ruhe an der Nordsee  !   <==

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Q u e l l e n :

[1]  (1)  https://kaltesonne.de/phanologie-pflanzen-bestatigen-erwarmungs-hiatus-zu-beginn-des-21-jahrhunderts/  ; (2) https://kaltesonne.de/fritz-vahrenholts-sonnenkolumne-1218-die-sache-mit-der-%e2%80%9epause-oder-dem-%e2%80%9ehiatus/  (3) https://www.eike-klima-energie.eu/2019/04/09/klima-status-bericht-2018-19-klima-alarmisten-in-noeten/ (4) https://www.thegwpf.com/whatever-happened-to-the-global-warming-hiatus/

[2]  https://www.eike-klima-energie.eu/2019/04/09/klima-status-bericht-2018-19-klima-alarmisten-in-noeten/

[3]  https://www.berliner-zeitung.de/wissen/klimaforscher-mojib-latif–starke-stuerme-nehmen-zu–3060796

[4]  https://www.ruv.de/ratgeber/schaeden-vorbeugen/sturmschaeden

[5] Nachzitiert nach: http://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2018/11/Feser_Tinz.pdf

[6]  IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220, pdf-Seite 236

[7] IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216, pdf-Seite 232

[8]  https://www.bild.de/regional/bremen/bremen-aktuell/nach-bundes-bericht-zu-sturmfluten-gruene-wollen-mehr-kuestenschutz-63749214.bild.html

[9]  https://www.nationalgeographic.de/umwelt/meeresspiegel-anstieg-vor-uns-die-sinflut

[10]  https://www.eike-klima-energie.eu/2018/02/14/meeresspiegel-hysterie-spekulationen-vs-fakten/

[11]  https://www.fino-offshore.de/de/

[12]  https://www.eike-klima-energie.eu/2017/12/20/anno-2017-der-wind-spielte-verrueckt-ein-schwieriges-jahr-fuer-die-windenergie/

[13]  https://kaltesonne.de/bekommt-thor-den-anthropogenen-klimawandel-nicht-mit/

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Anlage: PDF mit besserer Bild-Qualität :

Puls.19.Nordsee.Wind+StFl+MSp

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Klima-Gaga: Sagt die Arktis nicht mehr die Katastrophe vorher, ist es jetzt eben die Antarktis

Wie wir berichteten, wachsen die Gletscher in Grönland wieder, was der Klimapanik-Fraktion gar nicht passte und daher mit wachsweichen Erklärungen bedacht wurde, die das Weltbild nicht gefährden.

Da der Meeresspiegel aber nur steigt, wenn die Eispanzer auf dem Land, und nicht die schwimmenden Eisberge, schmelzen, muß sicherheitshalber eine andere Katastrophenmeldung her, die das „klimaleugnerische“ Verhalten des Grönlandeises kompensiert. So meldet Julia Merlot von Spiegel online nun, daß das Abschmelzen der antarktischen Gletscher „gefährlich“ zunehme.

Ähnlich der angeblichen Situation im Norden habe 2017 das südliche Meereis die „geringste Ausdehnung seit 40 Jahren“. Ob das stimmt oder nicht – während eines natürlichen Wärme-Optimums schmilzt das Eis im Sommer nun mal.

Aber nun komme auch noch der kontinentale Eispanzer hinzu. Ein Team vom Georgia Institute of Technology (GIT) habe über Jahrzehnte einige Gletscher, darunter den Florida-großen Thwaites, beobachtet und festgestellt, daß diese heute im Vergleich zu 1990 „fünf mal so schnell“ Eis verlören. Wenn dieser Trend sich fortsetze, wäre bald einer der berühmten Horror-Kipp-Punkte erreicht, nach dem die Gletscher auf jeden alle abschmelzten, auch wenn der menschgemachte Klimawandel gestoppt würde.

Dieser Umschlagpunkt würde aber nicht wie bei Greta in elf oder zwölf Jahren schon erreicht sein, sondern erst in 150 Jahren (beim Thwaites). Wie praktisch, da sind die GIT-Forscher lange tot und können nicht mehr belangt werden. Abgesehen davon: Was denken Sie, lieber kritischer Leser? Wie geht der Trick der Klima-Illusionisten diesmal? Ich würde sagen, es liegt am Vergleichszeitpunkt 1990. Hätte man ein irgendein anderes Vergleichsjahr gewählt, zum Beispiel 1980 oder 2010, sähe die gigantische Abschmelzrate wahrscheinlich weniger dramatisch aus. Außerdem: wie immer, Klima-Optimum, Gletscher schmelzen nun einmal….

Interessanterweise hat die NASA diesmal beim Panikmachen geholfen: Eine Forscherin  meint, dass nur das Abschmelzen von Thwaites den Meeresspiegel um einen halben Meter erhöhen würde. Würde der Westen des Antarktika-Kontinentes komplett abschmelzen, würde sich der Meeresspiegel sogar um fünf Meter heben. Aber wo? Vor Antarktika, oder überall?

Im Artikel steht auch, wie die Klimaforscher zu ihren Ergebnissen gekommen sind. In „500 verschiedenen Modellen“ habe man die Thwaites-Schmelze über maximal 800 Jahre simuliert und kam „auf immer andere Werte“, nach denen dem Gletscher noch 200 bis 600 Jahre blieben. Oder so.

Ich erspare mir einen eigenen Kommentar zu solch konkreten und exakten Aussagen und lasse lieber meinen Lieblingskabarattisten Vince Ebert sprechen:

„Dazu muß man wissen, dass die Klimaforschung alles andere als eine exakte Wissenschaft ist. In der Fachwelt gelten die Klimaforscher son bißchen als die Homöopathen. Beweisführung, Methoden, Modelle, das ist alles son bisschen huschi-pfuschi.“

 




Küsten­städte versinken, (auch) weil das Geld statt­dessen zur CO2-Reduktion hinausge­worfen wird

Es soll das Klima sein. Im Bericht kommt aber die wirkliche Ursache

Auf dem Öko-Propagandasender ARTE liegt in der Mediathek wieder eines der typischen Öffentlich-Rechtlichen Klimakatastrophen-Propagandavideos. Diesmal eine erschütternde Reportage über die vielen, flutgefährdeten Megacities in Asien.

[1] ARTE: Unter Wasser: Megacitiys in Gefahr
Seit einigen Jahrzehnten häufen sich die Klimakatastrophen auf unserem Planeten. Besonders stark haben die Flutkatastrophen in großen Städten zugenommen – der Meeresspiegel steigt, während die Städte absinken. Viele Städte, darunter New York, sind unzureichend geschützt. Weltweit machen Forscher, Ingenieure, Ökonomen und Stadtplaner gegen diese globale Bedrohung mobil … Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts häufen sich die Klimakatastrophen auf unserem Planeten. Besonders stark haben in den vergangenen Jahren die Flutkatastrophen in den großen Küstenmetropolen zugenommen. Erst vor kurzem zeigte sich am Beispiel von New York, Bangkok und New Orleans, wie schutzlos die 130 Megacitys dieser Welt den Launen des Meeres ausgesetzt sind …

Erschütternd erklärt der Vorspanntext und die Startsequenzen, welchen schlimmen Einfluss das Klima weltweit an den Küsten zeigt. Und wie vor wenigen Jahren New York, sind auch die vielen, riesigen Küstenstädte in Asien davon betroffen: Sie gehen reihenweise sprichwörtlich „wegen dem Klima unter“, so die traurige Botschaft. Der Text und die Startsequenzen zeigen jedem, wer als Verursacher anzusehen ist, das Wort dafür wird aber sorgfältig vermieden. Warum, erfährt man im Video.

Der Meerespegel steigt um ca. 2 mm pro Jahr. Die Städte versinken aber mit 10 … 20 cm pro Jahr. Seht, so schlimm wirkt „das Klima“ schon

Es ist immer neu verblüffend, wie in solchen Öffentlich-Rechtlichen Propagandavideos oft hemmungslos das Gegenteil von dem suggeriert wird, was dann die Bilder zeigen.
Obwohl die gesamte Reportage [1] fast ausschließlich zeigt und beschreibt, dass die vielen Küsten-Megastädte in Asien durch eigenes Verschulden – weil sie das Grundwasser abpumpen und die Küstenlinien zerstören – mit teils riesigen Sinkraten von bis zu 20 cm im Jahr, demnach bis zu 100 mal schneller als der natürliche Pegelanstieg – in ihren nachgebenden Sumpfböden versinken, wird suggeriert, der Schuldige wären die ca. 1 bis 2 mm natürlicher Pegelanstieg, den angeblich der Mensch mit seinem CO2 zu verantworten hat.

Zum Beleg Passagen aus dem Video:
Arte Video: [1] 13:02 … in welchen Großstädten besteht eine besonders hohe Überschwemmungsgefahr? Und was macht diese Städte so verletzlich? Robert Nickels, ein angesehener Experte für die Dynamik der Küstenregionen, wartet mit neuen Forschungsergebnissen auf …(er hat) 136 Küstenstädte betrachtet, die 2005 mehr als eine Millionen Einwohner hatten und über einen Hafen verfügten … (betroffen sind ca.) 140 Millionen Einwohner. Jeder 10. davon lebt in flutgefährdetem Gebiet … in einigen Städten waren die Überschwemmungsgebiete besonders groß: … Schanghai, Bangkok, Jakarta. Gefährdet sind also vor allem asiatische Städte.
Bei seinen Recherchen hat Nickels eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Dass so viele Menschen von Überschwemmungen bedroht sind, liegt nicht nur an den Naturkatastrophen. Es gibt noch einen weiteren Risikofaktor:
rund ein Viertel dieser Städte senkt sich ständig weiter ab und zwar um 10 bis 20 cm pro Jahr, oder einen Meter alle 5 – 10 Jahre.
… Bangkok ist hier ein typisches Beispiel:
Das Zentrum der Stadt ist im Laufe des 20.Jahrhunderts um 2 bis 3 Meter abgesunken und damit heute viel stärker von Überschwemmungen bedroht.

Dann kommen detaillierte Ausführungen zu Bangkok: …. seit drei Jahrzehnten eine regelrechte Bauwut. Diese beschleunigt ihr Absinken … seit den 80er Jahren ist die Einwohnerzahl von 4 auf 14 Millionen gestiegen. …. noch vor 30 Jahren konnte man das Regenwasser bedenkenlos in jedem Haushalt sammeln. Heute ist es nicht mehr trinkbar oder im Haushalt verwendbar (Umweltverschmutzung).
Deshalb haben die Leute begonnen, große Mengen Wasser aus dem Untergrund zu pumpen und damit begannen die Probleme. Die dadurch verursachte Landsenkung hinterlässt in den Straßen Bangkoks zahlreiche Narben. … vielerorts ist der Boden im Laufe der Jahre um über einen Meter abgesunken …

Bild 2 ARTE-Video: Die blauen Bereiche sind die Stadtgebiete Bangkoks, die heute unter dem Meeresspiegel liegen, weil in der Vergangenheit zu viel Grundwasser abgepumpt wurde.

Arte Video: [1] Die starken Überschwemmungen, die Bangkok 2011 erlebte, waren in diesen Vierteln (den abgesenkten) besonders verheerend. Aufgrund eines starken Monsunregens waren ganze Viertel überflutet. … im Gebiet von Bangkok fließen alle Flüsse Thailands zusammen, um in dessen Golf zu fließen. Und dabei überschwemmen sie die Stadt – nicht das Meer ist das größte Problem – …. in Südostasien wird diese Situation noch durch den Klimawandel verschärft. Der natürliche Monsunzyklus ist zunehmend gestört. Das Muster der Regenfälle hat sich verändert, so dass sie schwerer vorhersehbar sind. … So steigt Jahr für Jahr das Überschwemmungsrisiko, während Bangkok immer weiter absinkt. Schlimmer noch: als Folge der Bauwut ist die Stadt nicht mehr in der Lage, das überschüssige Wasser abzuleiten. Der Grund ist, dass die Bebauungen das ursprünglich gut funktionierende Abflussnetzwerk aus Kanälen blockiert, beziehungsweise es teilweise ganz verschwunden ist.

Nach diesen Sequenzen kommt eine Betrachtung, wie hemmungslos gewaltige Hochauszentren gebaut werden, ohne irgendeine hydrologische Analyse anzustellen. Folgen:
Arte Video: [1]damit kann das jährliche Überschwemmungsrisiko von 1 bis 2 % auf 10 … 20 % steigen. … am Verschwinden der Abflusskanäle sind unter anderem die Flächennutzungspläne schuld. Die Subsidenz ist also auf die unkontrollierte Bauwut zurückzuführen. Glücklicherweise ist inzwischen das Abpumpen von Grundwasser verboten, so dass sich das Sinken von ursprünglich, durchschnittlich 10 cm, auf 3 cm pro Jahr verringert hat. Doch das Problem hat sich nur verlagert. Die Fabriken sind von der Stadt heraus an die Küste gezogen. Dadurch sinkt jetzt der Küstenstreifien ab und das Meerwasser dringt jetzt ins Landesinnere vor. Das Meer überschwemmt immer mehr Land. und die Küsten des Golfs von Thailand erodieren. Die schützenden Mangrovenwälder werden von Menschenhand beseitigt oder durch Erosion zerstört. In den letzten 40 Jahren konnte das Meer so 5 km weit ins Landesinnere vordringen ….
Zum Schluss (des Reportageteils Bangkok) folgt noch: Ein Experte erklärt, dass es ein Menetekel sei und dass das Meer bis Bangkok City vordringen wird „… und es wäre nun Zeit, über Schutzmaßnahmen nachzudenken ...“

Bild 3 ARTE-Video: Diese Landzunge vor Bangkok war ursprünglich hinter der Küstenlinie. Auf der Landzunge ein Tempel, der im damaligen Dorf stand.

Diese Kenntnis ist nicht neu. Nur bis es Öffentliche zeigen, dauert es eben. Und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, ist noch „verboten“

Schon oft wurde recherchiert und gezeigt, dass die berichteten Probleme gerade in „besonders Klimawandel-bedrohten“ Gebieten von Parteien, NGOs und Medien bewusst falsch dargestellt werden und wie einfach es ist, das zu belegen. Ein dafür ganz typisches Beispiel absoluter Faktenignoranz – beziehungsweise, der strikten Ablehnung, Fakten wissen zu wollen – zeigte jüngst eine Bundestags-(Pseudo)„Experten“-Kommission bei der Suche nach Klimawandel-Opfern, denen der Deutsche Bürger (nach Meinung der Parlamentarier) wegen der dem Westen eigenen Ökoschuld selbstverständlich ohne Wenn und Aber einen CO2-Ablass zu bezahlen haben:

[2] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

Einzige „Entschuldigung“ für solche Pseudoexperten ist, dass sie ja nur nach Beweisen fragen, um ihre Doktrin Meinung zu bestätigen. Andere Fachpersonen und sogenannte investigative Organisationen machen doch genau das Gleiche.
[3] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag
[4] EIKE 30.12.2017: Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen
[5] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
[6] EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)

Seit dem berühmt-berüchtigten „Stern-Report“ gilt eisern die Doktrin: Den Klimawandel zu verhindern wäre billiger, als sich gegen Probleme direkt zu schützen

Nun nehme man diese Beispiele der versinkenden Städte und überlege, ob diese Doktrin nicht grundlegend überdacht werden sollte. Denn das Klima mag sich wie schon oft in der Erdgeschichte ändern, vor allem jedoch wird das Wetter wie schon immer, unberechenbar und höchst extrem bleiben.
Durch die ungehemmt weiter zunehmenden Besiedelungsdichten und –Ausweitungen nehmen nicht naturgemäß [7], sondern geografisch bedingt, bei gleichen Extrem-Ereignissen die Schadenshäufigkeiten und –Umfänge zu.

Dabei geht es hierbei im Kern gar nicht um den Klimawandel, sondern die Tatsache, dass ehemals kleine Fischerdörfer gerade so tragender Schwemmland-Küstensumpf eben keine Megastädte trägt.
Die betroffenen Kommunen würden (neben vielem anderem) für Lösungen auch Geldmittel benötigen. Das bekommen sie vom Westen aber nur (dann allerdings äußerst spendierfreudig), wenn ihr selbst verursachtes Absinken als klimawandel-bedingtes Überflutungsproblem „umgedeutet“ wird. Wie man so etwas erfolgreich macht, zeigt die kürzliche Reise der nach Klimaopfern – und solche, die es (um auch unser Geld zu bekommen) werden wollen – suchenden Parlamentarier“Kommission“ [2].

Einziges Dilemma: Das Meiste des erhofften Geldes schmeißt der schon fast von einem „Spendierwahn“ befallene Westen für eine, das Klima fast nicht (falls überhaupt) und zur Lösung solcher – wie hier gezeigten Probleme – mit Sicherheit vollkommen nutzlosen CO2-Reduzierung sprichwörtlich in die Luft. Aber etwas aus dem Klimaschaden-Fond gibt es dann halt doch. Und selbst dafür lohnt sich noch die Deklaration als Klimaschaden.
Unsere Regierung in Berlin ist felsenfest davon überzeugt: CO2-Reduzierung ist am Wichtigsten. Ein „kleiner“ Nebeneffekt ist auch nicht zu verachten: Die dazu erforderlichen Ausgleichszertifikate werden demnächst einen wahren Regen an Steuereinnahmen einbringen. Und es ist das Erste Mal in der Geschichte, dass eine enorme, zusätzliche Steuerbelastung von dafür hüpfenden Schulkindern gefordert wird und deren Eltern freudig den von ihren Kindern geforderten Zusatzausgaben zustimmen.

Nun stellt sich die Frage, gibt es denn niemanden mit noch etwas Restvernunft?

Leider ist die Antwort eine Enttäuschung: Nein gibt es (bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen) nicht.
So wie das angeblich investigative Recherchebüro correctiv.org mit Studienaussagen zu angeblichen Klimawandeleinflüssen an der Grenze zum Betrug entlangjongliert, weil wichtige (Gegenteiliges belegende) Angaben „vergessen“ werden [5] [6], die Tageszeitung des Autors aber genau mit diesem gerne zusammenarbeitet, weil es so neutral und korrekt sei, sieht auch unsere unfehlbare Kanzlerin keinen Anlass, für Zweifel. Sie will wohl bald in internationalen Gremien „unterkommen“ und weiß, das gelingt nur, wenn sie die dort „erwartete“ Klimawandeldoktrin absolut unkritisch gutheisst und unterstützt. Also besucht und „informiert“ sie sich nur dort, wo sie sicher sein kann, dass die gewünschte Doktrin bestätigt wird:
[8] EIKE: Die Kanzlerin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)! CO2-Steuern geplant!

Im Winter braucht man sich nicht mehr warm anziehen. Davon ist Professor H. Lesch fest überzeugt

Von der Wissenschaft braucht man nichts irgendwie klimakritisches mehr erwarten: Professor Lesch ist ein beredtes Beispiel, wie schnell und konsequent man zur Karikatur eines Wissenschaftlers werden kann, der nur noch ideologische Phrasen von sich gibt und das selbst nicht einmal mehr bemerkt [12].
13.06.2019 Bei Illner, Videomitschnitt: SPD kopflos, CDU planlos
Ab 54:30, Prof. H. Lesch: …Sie müssen sich nicht mal mehr warm anziehen im Winter, so warm wird’s.
… müssen wir von den Kohlenstoffemissionen herunterkommen. Wenn das nicht gelingt, brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen, wie die politischen Verhältnisse in absehbarer Zeit sein werden, denn die klimatischen Verhältnisse werden so drastisch werden, dass wir uns also wirklich nicht mehr warm anziehen müssen. Denn es wird so warm werden …
Einwurf von Frau Illner: Und die Zeit zur Verfügung ist immer kürzer (Publikum klatscht laut). Das ist interessant. In dem Video von Rezo sagt er: Was ist schon 1 % Arbeitslosigkeit, wenn die Welt sowieso untergeht. Ist das so? (Diese Frage richtete sie an Frau Sophie Passmann, Studium: Politikwissenschaft und Philosopie, interviewte schon Frank Walter Steinmeier und ist Buchautorin von: Alte, Weiße Männer) und diese beantwortet die Frage mit: Ja.
Kleine Rezension dazu:
Tichys Einblick 13.06.2019: Bei Illner: Parteien-Pillepalle & Wintervorhersage von Lesch

Bild 4 Video Talkrunde Illner: SPD kopflos, CDU planlos: YouTube

So lange der von Frau Merkel inszenierte (und von den etablierten Parteien und ihren Abgeordneten im Bundestag einvernehmlich unterstützte) Niedergang der Wissenschaft in Deutschland anhält, werden die „untergehenden Städte“ so wie der durch Behördenschlamperei verursachte Bruch einer Talüberquerung in Simbach [9] dem für alles verantwortlichen, schlimmen Klimawandel zugewiesen und solche Probleme „zukunftsträchtig“ weiter durch sinnlose, CO2-Reduzierung und Bepreissung „gelöst“.
Wie es die „Expertenkommission des Bundestags – und die Massen von angeblichen Experten auf Klimaveranstaltungen – immer neu belegen, interessiert unbequeme Datenwirklichkeit nicht nur niemanden, es ist in solchen Kreisen eher sogar verboten, solche anzusehen [7] [10] [11]. Ausschließlich, was Computer an Klimauntergängen simulieren, darf richtig sein. Leider wird dies, wie es der Autor immer neu erlebt, von den Meisten inzwischen auch geglaubt.

Bild 5 FAZ.net: Klimawandel bedroht thailändische Hauptstadt

Schönes Thailand – Infos & News, 3. September 2018: Klimawandel lässt Bangkok bald im Meer versinken
Während sich Bangkok darauf vorbereitet, Gespräche über den Klimawandel zu führen, wird die weitläufige Stadt mit mehr als 10 Millionen Einwohnern selbst von der Umwelt belagert und bedroht. Laut den furchterregenden Prognosen von Experten, die darauf aufmerksam machen, dass die Hauptstadt selber in etwas mehr als einem Jahrzehnt teilweise untergehen könnte.
Am Dienstag beginnt in der thailändischen Hauptstadt ein Vorbereitungstreffen für die nächste UN-Klimakonferenz, ( einen Krisengipfel in Polen Ende 2018 ), um die Regeln für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen festzulegen und um benötigte Hilfsgüter für gefährdete Länder bereitzustellen.

Quellen

[1] ARTE: Unter Wasser: Megacitiys in Gefahr

[2] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

[3] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

[4] EIKE 30.12.2017: Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen

[5] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

[6] EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)

[7] EIKE 12.06.2019: Die Wissenschaftler bewiesen, dass Klimawandel kein Extremwetter verursacht – also gingen Politiker zum Angriff über

[8] EIKE: Die Kanzlerin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)! CO2-Steuern geplant!

[9] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[10] EIKE 15.05.2018: Früher war hier der Strand …

[11] EIKE 04.11.2016: Tuvalu versinkt mal wieder– rechtzeitig zum Klimagipfel in Marrakesch

[12] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?




Kriging: Anstieg des Meeresspiegels

Ergebnisse

Hier die Rekonstruktion von 1900 bis 2017:

Abbildung 1: Kriged Rekonstruktion des Meeresspiegels von 1900 bis 2017. Schwarz: Trend seit 1900, rot: Trend seit 1960

Der allgemeine lineare Trend beträgt 2,3 (2,2 bis 2,4) mm pro Jahr. Der Trend ab 1960 beträgt 2,5 (2,4 bis 2,6) mm pro Jahr. Der lineare Trend seit 1993 beträgt 2,5 (2,3 bis 2,7) mm pro Jahr. Das ist signifikant weniger als der Trend von 3,3 mm pro Jahr, geschätzt aus Altimeter-Daten von Satelliten. In keiner Regression findet sich eine signifikante Beschleunigung oder Verlangsamung.

Der SLR über das 20. Jahrhundert betrug etwa 23 cm. Die Prognose für das 21. Jahrhundert beläuft sich auf 22 cm und 26 cm, wenn man jeweils die fortlaufende quadratische Regression ab 1900 bzw. ab 1960 heranzieht.

Die rekonstruierten Werte können hier eingesehen werden.

Verfahren

Zunächst wurden die Tiden-Messdaten abgelesen aus dem Permanent Service for Mean Sea Level (PSMSL). Besonders der Annual Revised Local Reference (RLR)-Datensatz wurde herangezogen. Mit einem Qualitäts-Fähnchen versehene Stationen und solche, bei denen die Qualität fraglich erschien, wurden ausgesondert.

Die Tiden-Messpunkte wurden dann an die nächstgelegenen GPS-Stationen angepasst, die in der vertical land velocity-Tabelle von SONEL gelistet sind. Die kombinierten Daten wurden gefiltert, so dass nur Tiden-Messpunkte mit einem GPS-Punkt innerhalb eines Radius‘ von 80 km darum herum betrachtet wurden.

Die kombinierten Daten wurden auch gefiltert, um Stationen auszuschließen, an denen die Vertikalgeschwindigkeit außerhalb der Bandbreite der Standardabweichung derselben lagen (+/- 5 mm pro Jahr) oder falls die damit verbundene Unsicherheit größer als 0,5 mm pro Jahr war. Damit sollten Beobachtungen von einem möglicherweise instabilen Grund ausgeschlossen werden. Hier folgt eine Karte mit den verbleibenden Tiden-Messpunkten:

Abbildung 2: Betrachtete Tiden-Messpunkte

Aus der Karte wird die ungleichmäßige Verteilung ersichtlich. Diese Ungleichheit wird noch größer bei Berücksichtigung der zeitlichen Abdeckung. Beim Kriging wird den Stationen nicht das gleiche effektive Gewicht beigemessen. Stationen ohne große Überlappung sind signifikanter. Zum Beispiel wird isolierten Stationen im Südpazifik ein relativ hohes Gewicht beigemessen relativ zu den Leichtgewichten im dichten Netz von Messpunkten im Nordatlantik.

Der Unterschied zwischen aufeinander folgenden Jahren wurde dann für die verbleibenden Beobachtungen übernommen und an vertikale Landbewegungen angepasst. Dies wurde dann noch einmal gefiltert, um ausschließlich Werte zu bekommen, welche innerhalb von zwei Standardabweichungen des Mittels eines jeden Jahres lagen. Mittels dieser Daten wurde das folgende Variogramm erzeugt:

Abbildung 3: SLR-Variogramm. Schwarz: sphärischer Fit, rot: exponentieller Fit

Dieses Variogramm ist tatsächlich ein Mittel von vier Jahren mit Beobachtungen aus jüngerer Zeit (2013 bis 2016). Der sphärische Fit wurde nachfolgend angebracht, um die Rekonstruktion dem Kriging zu unterziehen. Dies zeigt, dass die Beobachtungen zwischen benachbarten Stationen hoch korreliert sind. Die Beobachtungen zeigen eine relative Prognose-Fähigkeit bis zu einer Breite von rund 2150 km. Die maximale Distanz für das Kriging wurde auf diese Bandbreite limitiert.

Ein Grund für die Wahl der „GPS innerhalb von 80 km“-Regel war, dass jenseits dieses Wertes leichter Messfehler erkannt werden konnten.

Ursprünglich sollte sich dieser Beitrag um ein Variogramm drehen, das aus Aviso-Satelliten-Altimeterdaten abgeleitet worden ist. Dieser Gedanke wurde aber verworfen, nachdem das folgende Variogramm erzeugt worden war, welches wiederum ein Mittel von vier Jahren aus jüngerer Zeit ist:

Abbildung 4: Pazifisches SLR-Variogramm nach Aviso. Schwarz: sphärischer Fit, rot: exponentieller Fit.

Der relativ hohe Nugget-Wert deutet auf einen großen Messfehler in den Beobachtungen. Vielleicht liegt das an der rauen Ozean-Oberfläche wegen des Wellengangs. Vielleicht gleicht die große Zahl der Beobachtungen dieses Beobachtungs-Rauschen aus? Anzumerken ist, dass ein exponentielles Fit für diesen Datensatz am Besten geeignet ist.

Die Aviso-Daten wurden herangezogen, um ein 5×5-Gradnetz von Ozean-Gitterpunkten zu berechnen. Dies war eine Version mit geringerer Auflösung des angebotenen 0,25 Grad-Netzes. Das Ergebnis sieht so aus:

Abbildung 5: 5×5 Ozean-Gitternetzpunkte

Dieses Netz sieht sehr geeignet aus für das Kriging-Verfahren. Es gibt eine Reihe von Anomalien (Kaspisches Meer, Nordpol), aber nichts, was die Ergebnisse materiell beeinflussen würde.

Dann wurde das Kriging-Verfahren durchgeführt mittels der gefilterten Beobachtungen, des sphärischen Fits und des Netzes. Zusätzlich zu der am Anfang dieses Beitrags gezeigten Rekonstruktion wurde hier auch die Anzahl der Beobachtungen für jedes Jahr und für den Prozentanteil der Ozeane in Übereinstimmung gebracht:

Abbildung 6: Anzahl der Beobachtungen pro Jahr

Abbildung 7: Prozentsatz der Ozeane für das Kriging-Verfahren

Anzumerken ist, dass die Anzahl der Beobachtungen einem glatteren Trend folgt als der Prozentsatz der kriged Ozeane. Dies ist ein Hinweis der Auswirkung von Stationen mit hoher Wichtung, wenn Beobachtungen verfügbar oder nicht verfügbar sind. Zusätzlich erklären die geringen Stichproben-Mengen zu Beginn des Zeitrahmens das damit verbundene Rauschen in der Rekonstruktion.

Schlussfolgerung

Dieser Beitrag stellt das Narrativ in Frage, dem zufolge sich der SLR beschleunigt. Er zeigt, dass es möglich ist, eine lineare Zeitreihe zu erzeugen mittels Anwendung eines geeigneten Verfahrens und vernünftiger Auswahl von Parametern. Dies kann auch erklären, warum viele Tidenmessungen keine Beschleunigung zeigen.

Natürlich wurde in dieser Analyse viel willkürlich ausgewählt, so dass der Bestätigungs-Bias ein Problem ist. Infolge der verschiedenen Filterungen wurde nur ein Viertel aller PSMSL-Beobachtungen betrachtet, meistens deswegen, weil keine geeignete Anpassung an eine GPS-Station gefunden werden konnte.

Ein Beispiel dafür, wie eine Auswahl die Ergebnisse beeinflussen kann, besteht darin, welcher Wert dem maximalen Entfernungs-Parameter für das Kriging-Verfahren zugeordnet wird. Diese Rekonstruktion verwendete die Bandbreite aus dem Variogramm-Fit (~2150 km), weil dies als die maximale prognostische Distanz angesehen wurde, welche eine Beobachtung relativ zu anderen Beobachtungen hat. Variiert man diesen Parameter, wird deutlich, wie sich dies auf den prognostizierten SLR des 21. Jahrhunderts auswirkt:

Abbildung 8: prognostizierter SLR im 21. Jahrhundert based on 1960 onward regressions given different values of maxdist parameter used in krige() function.

Dies zeigt, wie sensitiv die Prognose auf den Wert dieses Parameters reagiert, und es wirft die Frage auf, welcher Wert der geeignetste ist. In diesem Beitrag geht es aber nicht um diese Frage. Es wird einfach dargelegt, dass die Auswahl der Parameter signifikant die Ergebnisse beeinflussen kann. Dies ist möglicherweise ein Faktor in jedweden SLR-Rekonstruktionen aus Tidenmessungen.

The R source code and Intermediary files can be found here

References

  1. Permanent Service for Mean Sea Level (PSMSL), 2019, “Tide Gauge Data”, Retrieved 01 Apr 2019 from http://www.psmsl.org/data/obtaining/.
    Simon J. Holgate, Andrew Matthews, Philip L. Woodworth, Lesley J. Rickards, Mark E. Tamisiea, Elizabeth Bradshaw, Peter R. Foden, Kathleen M. Gordon, Svetlana Jevrejeva, and Jeff Pugh (2013) New Data Systems and Products at the Permanent Service for Mean Sea Level. Journal of Coastal Research: Volume 29, Issue 3: pp. 493 – 504. doi:10.2112/JCOASTRES-D-12-00175.1.
  2. SONEL: Santamaría-Gómez A., M. Gravelle, S. Dangendorf, M. Marcos, G. Spada, G. Wöppelmann (2017). Uncertainty of the 20th century sea-level rise due to vertical land motion errors. Earth and Planetary Science Letters, 473, 24-32.
  3. Aviso: The altimeter products were produced by Ssalto/Duacs and distributed by Aviso+, with support from Cnes (https://www.aviso.altimetry.fr).

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/06/02/kriged-sea-level-rise/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Kiribati versinkt wieder, das ist professionell recherchiert

Kiribati ist DER Beleg für einen Klimawandel-bedingten Untergang …

vermitteln die Macher des SWR-Videos (oben) …

… garniert mit einer schauerlichen Klimawandel-Geschichte im Erklärtext: [2] ... „Hier war früher ein großes Dorf mit 70 Familien“, sagt Kaboua und deutet auf die leere, öde Fläche um ihn herum. Nur ein paar Palmenstümpfe erinnern daran, dass hier einmal Leben möglich war. Mittlerweile kann man den Ort nur bei Ebbe betreten, bei Flut steht alles unter Wasser. „Der Meeresspiegel steigt kontinuierlich und frisst unser Land. Die einzige Option für uns ist auszuwandern. Aber wir wollen hier in unserer Heimat bleiben.“ Das Inselreich Kiribati mitten im Südpazifik zwischen Australien und Hawaii bildet den weltweit größten, nur aus Atollen bestehenden Staat. Nach Prognosen der Vereinten Nationen droht Kiribati aufgrund des Klimawandels im Meer zu versinken …
Nur: Stimmen diese schauerlichen Geschichten der laut Erklärtext von den Vereinten Nationen (einem reinen Lobby- und „höher Geborene*innen“-Posten-Versorgungsverein) prognostizierten, unaufhaltsamen – wegen des vom Menschen emittierten CO2 – Untergänge wirklich?

Nun hatte der Autor die Angaben in diesem Video vor ca. zwei Jahren nach-recherchiert und sein Ergebnis auf EIKE eingestellt. Es viel vernichtend aus:
EIKE 12.06.2017: [1] Fake News: Zuerst der SWR, nun der BR: Ein Südseeparadies versinkt im Meer. Öffentlich-Rechtliche Klimawandel-Agitation in Endlosschleife
… Wer wieder sehen möchte, wie westliche Klima-Agitatoren konsequente Klimaschuld-Propaganda verbreiten und unsere öffentlichen Medien dies kritiklos, willfährig unterstützen, findet im Film des Regisseurs Markus Henssler über Kiribati ein Beispiel.

Und kurz davor gab es bereits eine Reportage über Kiribati aus anderem Anlass:
EIKE 15.04.2017: [3] Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert
Daraus das folgende Pegelbild dieser Atollgruppe:

Bild 2 [3] Pegelverlauf von Kiribati, Christmas Island II. Daten vom Autor 2017 vom PSMSL-Viewer geladen und als Diagramm umgesetzt
Nun sind diese Sichtungen bereits zwei Jahre alt. Und wie jeder weiß, schreitet der alles zerstörende Klimawandel immer schneller voran. Es könnte sich in der Zwischenzeit also doch noch Schlimmes ereignet haben: Hat es aber nicht, wie der Autor vor ca. einem halben Jahr nachgesehen hat. Ereignet hat sich nur eine Erhöhung der Aggressivität angeblich Betroffener, wenn man nach Belegen hinterfragt:
EIKE 17. Oktober 2018: [4] SAMOAS Premier: Wir wollen Klimareparationszahlungen sehen. Wer deshalb nach Betroffenheitsbelegen fragt, gehört weggesperrt

Mit diesem „Wissen“ von Amateurrecherchen bewaffnet, getraute sich der Autor, den viel größeren „Intelligenzpool“ der Bayerischen Sendeanstalt nach ihrer Einschätzung der Reportagequalität im Video zu fragen.

Die von Ihnen angesprochene Berichterstattung zu Kiribati ist professionell recherchiert und entspricht unseren Qualitätskriterien

Also ein Mail getippt und an den Bayerischen Rundfunk adressiert:
An die Verantwortlichen der Rubrik „Länder-Menschen-Abenteuer“ beim Bayerischen Rundfunk
Information und Nachfrage zum Film „Kiribati – Ein Südseeparadies versinkt im Meer“
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit etwas Verwunderung sehe ich, dass der Film „Kiribati – Ein Südseeparadies versinkt im Meer“ aktuell wieder in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks gezeigt wird.
Dieser Film beschreibt angeblich den vor Ort erkennbaren Untergang dieser Atolle aufgrund des ominösen, angeblich vom Menschen verursachten Klimawandels. Ich habe die im Film gezeigten Angaben mit den Daten, welche sich darüber aus Quellen ermitteln lassen verglichen. Dabei bin ich damals zu dem Schluss gekommen, dass der Film keinerlei Wert auf Fakten legt und in Summe Unwahrheiten über die Ursachen der gezeigten Probleme und den Einfluss von Klimaveränderungen vermittelt. Ich traue mich dabei zu behaupten, dass es sich um ein aktivistisches Propagandawerk handelt.
Meine Recherche habe ich damals als Rezension auf einem klimakritischen Portal publiziert. Diese Publizierung anbei als .pdf
(Anmerkung: Es handelte sich dabei um den Artikel [1]).
Ich frage deshalb die Verantwortlichen der Rubrik, ob sie unter diesen Gesichtspunkten diesen Film weiter in der Mediathek belassen wollen. Dazu möchte ich anmerken, dass ich Ihre Antwort auf dem Portal veröffentlichen möchte.
xx.04.2019
Mit freundlichem Gruß
Ein klimawandelkritisch eingestellter Bürger
xxxxxxx

Schon nach wenigen Tagen kam die Antwort des BR:
Sehr geehrter Herr xxx,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte wenden Sie sich hierzu an die für die genannte Sendung verantwortliche Sendeanstalt SWR:
https://www.swr.de/
Mit freundlichen Grüßen
Bayerischer Rundfunk
Zuschauerservice
BR Fernsehen …

Das geht nun allerdings gar nicht. In Zeiten, da jeder für die Inhalte seiner Homepage direkt verantwortlich ist und bald sogar vorbeugend filtern muss, damit ja keine nicht vollständig gesetzeskonformen Inhalte dargestellt werden (können), einfach die Verantwortung für die Mediathekinhalte ablehnen, fordert zum Widerspruch auf. Und so geschah es:

Sehr geehrte Verantwortlichen für die Rubrik beim BR,
auf ihre abwehrende Antwort die folgende Fragestellung:
Die „Reportage“ des SWR wird in Mediathek des BR gezeigt. Damit übernimmt der BR doch hoffentlich eine Mitverantwortung für den Inhalt dieser Reportage, die man anscheinend für so gut befunden hat, dass man sie den auch BR-Zuschauern zeigen möchte.
Oder übernimmt der BR vollkommen blind und ungesichtet jede fremd gelieferte Information? Wozu benötigt er dann den enormen Mitarbeiterstab?
Vielen Dank für eine Antwort
xxx

Und die Antwort kam. Sie wird (leicht gekürzt, Hervorhebung durch den Autor) ohne Kommentar hier eingestellt:
Sehr geehrter Herr xxxx,
sollten Sie bisher noch nicht in Kontakt mit der für die genannte Sendung zuständigen Sendeanstalt SWR getreten sein, beachten Sie bitte die folgende Antwort der verantwortlichen Redaktion:

„Sehr geehrter Herr Kuntz,
vielen Dank für Ihr Interesse an der SWR-Produktion „Kiribati-Ein Südseeparadies versinkt im Meer“.
Es geht um den von Ihnen angesprochenen Anstieg des Meeresspiegels, der – so gering er scheinbar ist – große Risiken birgt. Besonders für Kiribati, aber auch z.B. für die Niederlande, die sich ebenfalls darauf vorbereiten.
Unsere Kollegen haben vor Ort mit Regierungsmitgliedern, Experten und Einwohnern gesprochen und ihr Ringen um die Zukunft begleitet. Das dokumentieren die Bilder und Interviews. Feldforschung und gelebte Erfahrung ergeben eine Evidenz, die von Wissenschaftlern im Allgemeinen sehr geschätzt wird. Maßnahmen gegen die Risiken, die sich aus dem Klimawandel für Kiribati und andere Inseln ergeben, werden u.a. von den UN auf Grund wissenschaftlicher Untersuchungen gefordert und gefördert.
Die von Ihnen angesprochene Berichterstattung zu Kiribati ist professionell recherchiert und entspricht unseren Qualitätskriterien, d.h. unter anderem, dass sie objektiv und unabhängig ist.“ …
Mit freundlichen Grüßen
Bayerischer Rundfunk
Zuschauerservice
BR Fernsehen …

Das sitzt. Wie kann ein Laie sich auch anmaßen, eine Dokumentation, welche einfach alles erfüllt, was professionelle Fachpersonen einer Rundfunkanstalt an Niveau und Qualität erwarten: „professionell recherchiert und entspricht unseren Qualitätskriterien, d.h. unter anderem, dass sie objektiv und unabhängig ist“, zu kritisieren, gar Mängel auszuweisen.

Schon die Fürsten zu „alten Zeiten“ hat solche Anmaßung ihrer Untertanen aufgeregt:
„Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“
Konter gegen Widerrede, frei nach Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Heute sind es fürstlich bezahlte Mitarbeiter in Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten.

Der Autor könnte nun beginnen, diese Fachpersonen über ihre das Video erweiternde „Argumentationskette“ zu den Niederlanden „abzufragen“. Denn auch darüber – mit dem gleichen Ergebnis wie zu Kiribati – wurde schon recht umfassend recherchiert:
[5] EIKE 14.05.2017: Land unter im Norden ab 2050 – oder: Pünktlich zur Tagung des UN-Klimasekretariats in Bonn steigt der (simulierte) Meeresspiegel verstärkt
[6]
EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)
[7] EIKE 01.06.2017: Der Meerespegel steigt drei Mal so stark an – ohne dass sich an dessen Verlauf etwas verändert hat

Die Nordseeanrainer bereiten sich natürlich auf einen steigenden Meerespegel vor. Denn diese Küste wächst mangels Korallenriff nicht automatisch mit einem natürlich steigenden Pegel mit in die Höhe. Doch untergehen – oder auch nur die Gefahr dazu – sehen die (fachlich) Verantwortlichen an der Nordsee nicht.

Was nicht bedeutet, dass es zum Beispiel auf dem bis zum Jahr 2014 regelmäßig stattfindenden Extremwetterkongress quasi regelmäßig simuliert und vorhergesagt wurde:
[8] taz: Im Norden steigt Normalnull
ExtremWetterKongress in Bremerhaven: Erhöhter Meeresspiegel und Starkwinde werden Nordsee-Sturmfluten bis Ende des Jahrhunderts extremer machen. Den Küstenschutz schätzen die Experten als sicher ein – zumindest bis 2030
Dabei fällt gar nicht mehr auf, dass die schlimmste Flut (neben der noch viel schlimmeren „Grote Mandränke“ im Mittelalter) vor Beginn des „schlimmen, menschengemachten Klimawandels“ stattfand.
[9] taz: … Es war die schlimmste Sturmflut aller Zeiten an der Ostsee. Vom 11. bis 13. November 1872 drückte ein Nordost-Orkan zwei Tage lang das Wasser in die Lübecker Bucht, die Flutwelle erreichte eine Höhe von 3,50 Metern. Das Gebiet der heutigen Ostseebäder Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand wurde weitflächig verwüstet. 271 Menschen starben, 654 Schiffe wurden beschädigt oder zertrümmert, fast 3.000 Häuser verschwanden vom Erdboden, Zehntausende Stück Vieh ertranken. Etwas Ähnliches gab es nie wieder an der deutschen Ostseeküste, etwas Ähnliches allerdings kann jederzeit wieder passieren.
Denn die Meeresspiegel werden schneller als bisher befürchtet steigen. Um mindestens 26 Zentimeter, im ungünstigsten Fall um 82 Zentimeter würden die Pegel an Nord- und Ostsee bis zum Ende des Jahrhunderts sich erhöhen, hat der Weltklimarat in seinem am Freitag in Stockholm vorgelegten Bericht errechnet.

Quellen

[x]

[1] EIKE 12.06.2017: Fake News: Zuerst der SWR, nun der BR: Ein Südseeparadies versinkt im Meer. Öffentlich-Rechtliche Klimawandel-Agitation in Endlosschleife

[2] BR Mediathek 15.04.2019: Länder-Menschen-Abenteuer | Reise-Doku Kiribati – Ein Südseeparadies versinkt im Meer

[3] EIKE 15.04.2017: Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert

[4] EIKE 17. Oktober 2018: SAMOAS Premier: Wir wollen Klimareparationszahlungen sehen. Wer deshalb nach Betroffenheitsbelegen fragt, gehört weggesperrt

[5] EIKE 14.05.2017: Land unter im Norden ab 2050 – oder: Pünktlich zur Tagung des UN-Klimasekretariats in Bonn steigt der (simulierte) Meeresspiegel verstärkt

[6] EIKE 07.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2)

[7] EIKE 01.06.2017: Der Meerespegel steigt drei Mal so stark an – ohne dass sich an dessen Verlauf etwas verändert hat

[8] taz: Im Norden steigt Normalnull

[9] taz: Sturmflut-Vorsorge Der Norden mauert sich ein. Wissenschaftler warnen vor steigenden Meeresspiegeln und höheren Sturmfluten. Das Gegenmittel: höhere Deiche und Dämme




Klimarettung mit Professor Lesch: Alle für das Klima täglich eine Stunde stillstehen

Wenn Klimafurcht sich in den Gehirnen festfrisst …

… scheint zu schnell der Grad erreicht zu sein, ab dem eine psychische Selbstrettung nicht mehr gelingt. Da die Meisten sich dann helfenden Therapien strikt verweigern, sondern im Gegenteil, sich immer mehr in eine Psychose steigern, ist eine Rettung aus dieser Klimaangst-Psychose wenn überhaupt, dann in weiter Ferne.
Dabei ist eine Therapie so einfach: Jemand müsste in einer solchen Runde nur konkret fragen, wie die wirkliche Datenbasis zum Klima aussieht und aus welchen (wenigen) (Ur-)Quellen die unerschöpflich sprießenden Kassandrarufe stammen. Sofern jemand die Zeit bekäme, darüber etwas zu sagen, käme nämlich schnell heraus:
In der realen Natur wirkte das sich zum Glück seit der letzten, bitteren Kaltzeit wieder erwärmende Klima im Wesentlichen positiv aus. Die postulierten, schlimmen Auswirkungen (zum Beispiel, Extremereignisse nähmen zu), sind nicht belegbar und alle Zukunfts-Horrorszenarien stammen ausschließlich aus Simulationen.

Man macht es aber nicht. Stattdessen durfte Professor Lesch hemmungslos und ausführlichst seinen geballten Katastrophen-Alarm- und Club-of Rome Untergangs-Unsinn von sich geben:
Prof. H. Lesch: „
.. was ich genau glaube … endlich anzuerkennen, das Thema Klimakatastrophe ist das Thema schlechthin … Klimakatastrophe ist … die Bedrohung für die Menschheit mit der größten Wirkung, mit der größten Wahrscheinlichkeit … “,
der im Vorschlag gipfelte, zur Klimarettung solle sich die Republik (Prof. H. Lesch:) „
einmal am Tag eine Stunde lang gar nicht bewegen“ (im Originalvideo bei 28:40). Gut, früher musste man für theologische „Er-Rettungen“ immer genau am Stück die zahlenmystisch vorgeschriebenen 40 Tage in die Wüste gehen. Bei der Klimatheologie reduziert es Herr Lesch dem moderneren, bequemeren Zeitgeist angepasst, gnädig auf eine Stunde pro Tag.
Reiner Haseloff – CDU-Ministerpräsident von Sachsen–Anhalt – fiel dazu ergänzend ein, dass solch wichtige Information unbedingt zu besserer Sendezeit für das noch nicht vollkommen desinformierte Volk (damit meinte er explizit auch seine Kinder) zu senden sei. Seiner Überzeugung nach müssen auch die technisch und physikalisch orientierten Schulfächer endlich „klimapolitisch sensibilisiert“ werden (als ob sie das nicht schon wären). Obwohl er sich als Physiker outete, beschränkte sich sein Wissen über das Klima auf die Formel: CO2 = Klimagift und muss mit allen Mitteln verhindert werden. Einzige Einschränkung: Ihn darf es aber keine Wählerstimmen kosten.

Normal kann man bei H. Lesch einfach abschalten, oder erst gar nicht einschalten. Als Klimaberater der Bayerischen Landesregierung trägt er jedoch sicher mit zum inzwischen schlimmen Befall der CSU mit dem Klima-Schreckensvirus bei.
Nach einem (der vielen) Vorträge von Herrn Lesch kam erwartungsgemäß – wie zufällig – ein Einspieler, der seine schlimmsten Vorahnungen bestätigte „ …
Polareis und Gletscher schmelzen. Extremwetterlagen, Überschwemmungen und Dürren nehmen zu. Der Meeresspiegel stieg in den letzten Jahren noch stärker als in den Jahren zuvor. Lebensräume verschwinden (dazu Eisbären im Video) … “ (Anmerkung: durch welchen Kunstgriff der Meeresspiegel plötzlich (wieder) „schlimm“ ansteigt, ist im Anhang kurz gezeigt1).
Und eine 19jährige, klimaaktive Studentin (will von Informatik auf politische Wissenschaften und Soziologie wechseln), durfte angstvoll verkünden, wie wenig Sinn ihr doch noch so junges Leben hätte, seitdem sie vom schlimmen Klimawandel erfahren hat. Irgendwie scheint sie auch davon überzeugt zu sein, die 16jährige Schwedin würde ihre Statements und Aktionen selbst texten und (er)finden. Die wirklichen Probleme des Globus schienen ihr dagegen ziemlich unbekannt und unwichtig zu sein. Kein Wunder, haben ihr die vielen, steil in den Himmel ragenden Kurven aus Klimasimulations-Horrorszenarien wohl wichtige Zentren im Gehirn wundgestoßen.
Robert Habeck glaubt nicht, dass der ganz große Rest der Welt Deutschland mit seinem Ökoenergiewahn alleine im Regen stehen lässt. Er ist davon überzeugt: Wenn man ihn mal ordentlich in die Welt hinaus lässt, wird überall „gewendet“. Seine Bemerkung und Minenspiel auf die Information, wie (extrem) viele Kohlekraftwerke weltweit neu gebaut und geplant werden, verriet es. Er findet es auch ganz schlimm, dass Politiker sagen (dürfen): „
Klimaschutz darf nicht zu einer Deindustrialisierung und nicht zu einem Verlust von Wohlstand führen“. Schließlich kann das einem mit lebenslangem, inflationsgesichertem Pensionsanspruch sowieso nie passieren.

Bei keinem der Teilnehmer*Innen war auch nur im Ansatz eine Kenntnis über die Aussagen des IPCC zu Extremereignissen (dass sie gar nicht belegt sind) und aktuelle zur (ganz, ganz leise publizierten) Reduzierung der CO2-Klimasesitivität zu ahnen, die inzwischen eine Spanne von 0,15 und 6 Grad pro CO2-Verdopplung ausweist, wobei die Tendenz deutlich zu den niedrigeren Werten weist [2] [3] und das „zulässige“ CO2-Budget immer weiter erhöht [5] [6].
Das war auch nicht gewollt. Denn ahnt es jemand wirklich und würde es in solch einer Runde sagen, wäre es mit Sicherheit seine letzte Einladung im Öffentlich-Rechtlichen gewesen.

Die Klima- und Debattier-Gruselrunde

Eine vollständige Rezension zu dieser Klima-Gruselrunde der zusammengeballten Hysterie, lässt sich nachlesen bei:
TICHYS EINBLICK: [1] Anne Will: Klimatherapie mit Prof. Lesch: Eine Stunde stillstehen
und recht kurz gefasst, EIKE: Vorläufiger Höhepunkt des Klimazirkus: Hochamt bei Anne Will

Wer nicht glaubt, dass unsere „Intelligenz“ zu so viel Unsinn in der Lage ist und was 16Jährige inzwischen auch mental bei Erwachsenen anrichten können, sollte sich unbedingt die Talkshow selbst ansehen.
Ein gekürztes Video der Talkrunde mit eingeblendeten Kommentaren findet sich bei YouTube hier.

Wer es sich zumuten will, findet auch die vollständige Sendung:


Bild 2 Screenshot vom Original-Video. YouTube-Link: Video

Anhang zum plötzlich (wieder) schlimm ansteigenden Meerespegel

1Dabei wurde erkennbar auf den WMO-Bericht Bezug genommen. Wer diesen gelesen hat (wie der Autor), stellt fest, dass darin (bewusst) nicht das langfristige Klima im Kontext betrachtet sondern vorwiegend die letzten, wenige Jahrzehnte „herausgeschnitten“ wurden und davon ausschließlich alarmistische „Hinweise“.
Warum der Satellitenpegel-Verlauf und der aus Tidenpegeln ermittelte von Anbeginn an auseinanderdriften [4], bleibt darin allerdings weiterhin ungeklärt.
Zum Beispiel resultiert die Aussage: „Der Meeresspiegel stieg in den letzten Jahren noch stärker als in den Jahren zuvor …“ darin, dass wenige Jahre verglichen wurden. Dadurch, dass die anfänglichen Satellitenpegel schon wieder „zu den wahrscheinlicher gewesenen Messwerten“ korrigiert wurden (die Pegelwerte entstehen erst nach vielen, vielen Datenkorrekturen und Kalibrierungen, die sich inzwischen verblüffend oft rückwirkend „ändern“) ergibt sich plötzlich eine zuvor unbekannte, (leicht) quadratisch ansteigende Pegel-Verlaufsfunktion (Bilder 3, 4).


Bild 3 Satelliten-Pegeldaten. Offiziell: AVISO (grün), „richtig korrigierte“ ESA climate change inititative. Zwei Bilder vom Autor im gleichen Maßstab übereinander kopiert


Bild 4 Korrektur der anfänglichen Satellitenpegel (gestrichelte Anfangslinie). Dadurch ergibt sich die (leicht) quadratisch ansteigende Pegelkurve


Bild 5 Verlaufsbild Satellitenpegel global (Referenzwert) im AVISO Viewer


Bild 6 Verlaufsbild Satellitenpegel Nord-Hemisphäre im AVISO Viewer

Anbei die (bereits gemittelt und geglätteten) Pegel-Messdaten der verschiedenen Satelliten. Es ist nicht möglich, daraus für einen Zeitraum von wenigen Jahren eine messtechnisch signifikante Tendenz zu ermitteln. Der WMO-Bericht macht es trotzdem. Bild 8 zeigt ungemittelte und rohe Messwerte der letzten Jahre bis aktuell im offiziellen Viewer. Man braucht mehr als Phantasie, um daraus die gemeldete, schlimme Erhöhung des Pegelanstiegs in den letzten Jahren abzuleiten.

Bild 7 Verlaufsbild der verschiedenen Satelliten-Messwerte im AVISO Viewer

Bild 8 Jüngste Pegelmesskurven zweier Satelliten ohne Mittelung im AVISO Viewer

Quellen

[1] TICHYS EINBLICK: Anne Will: Klimatherapie mit Prof. Lesch: Eine Stunde stillstehen

[2] EIKE 29.04.2017: CO2 neutral in die Zukunft der Armut zurück segeln

[3] EIKE, 26. Februar 2019: Traue keiner Darstellung, die du nicht selberstatistisch „aufbereitet“ hast. Alternativ: Wie Klimaalarme erzeugt werden Teil 1 (2)

[4] EIKE 16.07.2016: Falsche Satelliten-Altimetrie? 225 Tidenmessstationen zeigen einen nur um 1,48 mm steigenden Meeresspiegel pro Jahr … weniger als die Hälfte der von Satelliten gemessenen Werte

[5] kaltesonne 24.02.2018: CO2-Klimasensitivität im Sinkflug: Neues aus der Fachliteratur

[6] EIKE 22. Februar 2019: Weltklimarat IPCC zum CO2 : „Alles halb so schlimm!“




12. IKEK am 23. und 24.11.18 Nils-Axel Mörner Das Kattegat u.a. als Testgebiete für die Höhe des Meeresspiegels

Video des Vortrags von Prof. Nils-Axel Mörner anlässlich der 12. IKEK am 23. und 24.11.2018 in München

 Der tatsächliche ozeanische Anstieg könne hier in den letzten 125 Jahren moderat mit 0,9 mm pro Jahr angesetzt werden. Die Aufzeichnung der Gezeiten von Stockholm sei die zweitlängste in Europa; die mittlere langfristige Veränderung des Meeresspiegels sei ein Rückgang von 3,8 mm pro Jahr. Das Land selbst steige um 4,9 mm pro Jahr aufgrund des postglazialen Aufstiegs der kontinentalen Landmasse. Die Differenz – 1,1 mm/Jahr – ist die wahre ozeanische Komponente der Ostsee. Neben den europäischen Schauplätzen erforscht Mörner auch den Indischen Ozean und den Pazifik. Er ist gerade aus dem Gebiet der Insel Ouvéa vor Neuschottland zurückgekehrt. Im 17. Jahrhundert war der Meeresspiegel um 70 cm höher, wie unverrückbare geomorphologische Fakten belegten. Damals herrschte in den Alpen die „Kleine Eiszeit“ mit größeren Gletschern (wie Professor Patzelt zeigte). Wie konnte mehr flüssiges Wasser zur gleichen Zeit im Äquatorbereich vorhanden gewesen sein? Das Phänomen beweise somit, dass der Weltklimarat falsch liegt; in warmen Zeiten steigt der Meeresspiegel nicht global an. Der Grund dafür sei die sogenannte Rotations-Eustasie des Planeten: Im Norden steige die Wasservolumen etwas an, am Äquator bleibe es ungefähr gleich. Auch andere Inseln oder Küstenregionen wiesen einen Verlauf des Meeresspiegels auf wie die Insel Ouvéa, so die Fidschi-Inseln, die Malediven und Goa in Indien. Auch hier sanken die Ozeane um 1700, stiegen um 1800 an und sanken nach 1950 wieder. Die Veränderungen des globalen Meeresspiegels folgten den Gezeiten-Superzyklen des Mondes, die wiederum auf die großen Sonnenzyklen zurückzuführen seien. Die Sonne beeinflusst auch den Golfstrom im Nordatlantik, der Wärme nach West- und Nordeuropa bringt. Bei maximaler Sonnenaktivität fließt der Golfstrom in Richtung Nordosten und der Meeresspiegel steigt. Während eines solaren Minimums fließt der Golfstrom von Osten nach Südosten und der Meeresspiegel fällt im Norden ab. Mörner betonte, dass die Sonnenzyklen und die Schwerkraft unserer benachbarten Planeten, der Sonnenwind und der Mond unser Klima und unsere Umwelt bestimmten. Der Kohlendioxid-Treibhauseffekt habe dabei keinen Platz. Mit seinem Vortrag in München wollte der Referent eine Nachricht an die Weltklimakonferenz COP24 in Kattowitz/Polen senden, die kurz nach der EIKE-Konferenz stattfand: „Einige Ihrer Aussagen fallen in den Bereich des anti-wissenschaftlichen Unsinns. Das Polareis schmilzt nicht so schnell und der Meeresspiegel steigt nicht in kurzer Zeit.“ Für das Verfahren zur Bestimmung des Meeresspiegels empfiehlt Mörner, die physikalischen Gesetze und die Beweise in der Natur zu beachten



Meeresspiegel und effektives N

Ich erwiderte:

Brandon, FALLS es eine solche Beschleunigung gibt, ist sie vernachlässigbar gering. Ich kann nirgendwo einen statistisch signifikanten Beweis dafür finden, dass er real ist. Allerdings „leugne“ ich überhaupt nichts*. Ich stehe lediglich nicht hinter den entsprechenden Statistiken.

[*Eschenbach drückt sich im Original etwas drastischer aus. Anm. d. Übers.]

Brandon antwortete:

,Falls es eine solche Beschleunigung gibt‘: Es gibt sie, Willis! Und ich zeige es dir gleich. – ,sie ist vernachlässigbar gering‘ Wenn du ein besseres Modell hast, wie das Klima abläuft, dann kannst du mit mir über relative Größenordnungen von Auswirkungen sprechen.

Brandon unterstrich seine nicht gestützten Behauptungen mit der folgenden Graphik der Lufttemperatur, wobei ich nicht so genau weiß warum … ich glaube, er griff hastig nach der erstbesten Graphik und verwechselte diese mit Meeresspiegel.

Nun habe ich kürzlich einen Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels geschrieben mit dem Titel „Inside The Acceleration Factory” [etwa: innerhalb der Beschleunigungs-Maschinerie]. Allerdings geht das Problem hinsichtlich von Behauptungen über den Meeresspiegel tiefer. Es besteht darin, dass die entsprechenden Daten in sehr hohem Maße autokorreliert sind.

„Autokorreliert“ im Zusammenhang mit einer Zeitreihe wie Meeresspiegel oder Temperatur bedeutet, dass die Gegenwart mit der Vergangenheit korreliert ist. Mit anderen Worten, Autokorrelation bedeutet, dass heiße Tage wahrscheinlicher heiße Tagen als kühle Tagen folgen, und umgekehrt. Gleiches gilt für warme und kalte Monate oder warme und kalte Jahre. Erstreckt sich eine solche Autokorrelation über lange Zeiträume, Jahre oder Jahrzehnte, nennt man das oft „langzeitliche Persistenz“ oder LTP.

Und Trends sind sehr verbreitet in LTP zeigenden Datensätzen. Eine andere Art, dies zu beschreiben, findet sich in einem Beitrag im Magazin Nature aus dem Jahr 2005 mit dem Titel „Nature’s Style: Naturally trendy“. Das kommt ziemlich genau hin. Natürliche Datensätze neigen dazu, Trends verschiedener Länge und Stärke zu zeigen aufgrund von LTP.

Und diese langzeitliche Persistenz LTP führt zu großen Problemen, wenn man zu bestimmen versucht, ob der Trend in einer gegebenen Zeitreihe statistisch signifikant ist oder nicht. Um dies zu erläutern, möchte ich das Abstract von „Naturally Trendy“ diskutieren. Die Ausschnitte daraus sind kursiv gesetzt. Es beginnt so:

Hydroklimatologische Zeitreihen zeigen oftmals Trends.

Stimmt. Zeitreihen von Durchflussmenge in Flüssen, Regenmenge, Temperatur und so weiter haben Trends.

Während die Größenordnung von Trends ziemlich genau bestimmt werden kann, ist die korrespondierende statistische Signifikanz, welche manchmal zur Untermauerung wissenschaftlicher oder politischer Argumente herangezogen wird, weniger sicher, weil die Signifikanz entscheidend abhängt von der Null-Hypothese, welche wiederum subjektive Dinge reflektiert darüber, was man zu sehen erwartet.

Halten wir hier mal kurz an. Über jedwedes vorgegebene Zeitintervall befindet sich jede wetterbezogene Zeitreihe, sei das nun Temperatur, Regenmenge oder welche Variable auch immer, in einem von zwei Zuständen:

Aufwärts oder

Abwärts.

Die relevante Frage für einen gegebenen Wetter-Datensatz lautet also niemals „zeigt sich ein Trend?“. Der zeigt sich immer, und wir können dessen Größe messen.

Die relevante Frage lautet vielmehr: ist ein vorhandener Trend ein UNGEWÖHNLICHER Trend oder spiegelt er einfach nur die natürliche Variation?

Nun haben wir Menschen einen gesamten großen Bereich der Mathematik erstellt, genannt „Statistik“, um genau diese Frage zu beantworten. Wir sind Spekulanten, und wir wollen die Möglichkeiten ausloten.

Allerdings stellt sich dann heraus, dass die Frage nach der Ungewöhnlichkeit eines Trends etwas komplizierter ist. Die wirkliche Frage lautet: ist der Trend UNGEWÖHNLICH – im Vergleich zu wem oder was?

Die gute alte mathematische Statistik beantwortet die folgende Frage: ist der Trend UNGEWÖHNLICH im Vergleich zu Zufallsdaten? Und das ist eine sehr nützliche Frage. Sie ist auch sehr genau für wirkliche Zufalls-Spielerchen wie etwa würfeln. Nehme ich einen Würfelbecher mit zehn Würfeln darin und bekomme beim Würfeln zehnmal die Augenzahl drei, würde ich sonstwas darauf wetten, dass die Würfel gezinkt sind.

ALLERDINGS – und das ist ein sehr großes allerdings – wie sieht es aus, wenn die Frage lautet, ob ein gegebener Trend ungewöhnlich nicht im Vergleich zu einer Zufalls-Zeitreihe ist, sondern zu einer autokorrelierten zufälligen Zeitreihe ist? Und im Besonderen, ist ein gegebener Trend ungewöhnlich im Vergleich zu einer Zeitreihe mit langzeitlicher Persistenz (LTP)? Sie fahren in ihrem Abstract fort:

Wir betrachten statistische Trends hydroklimatologischer Daten beim Vorhandensein von LTP.

Sie führen eine Reihe von Trend-Tests durch, um herauszufinden, wie gut diese sich im Vergleich zu Zufalls-Datensätzen mit LTP machen.

Monte Carlo-Experimente mit FARIMA-Modellen zeigen, dass Trend-Tests ohne Berücksichtigung von LTP die statistische Signifikanz beobachteter Trends mit LTP erheblich überschätzen.

Einfach gesagt, reguläre statistische Tests, die LTP nicht berücksichtigen, zeigen fälschlich signifikante Trends, obwohl diese in Wirklichkeit einfach nur natürliche Variationen sind. Im Hauptteil der Studie liest man dazu:

Noch wichtiger ist, wie Mandelbrot und Wallis (1969b, S. 230-231) beobachteten, „eine wahrnehmbare markante Charakteristik fraktionalen Rauschens ist, dass deren Beispielfunktionen eine erstaunliche Vielfalt von ,Besonderheiten‘ aller Art zeigen, einschließlich Trends und zyklischer Schwingungen mit unterschiedlichen Frequenzen“. Man kann sich leicht vorstellen, dass LTP verwechselt werden kann mit Trend.

Das ist eine sehr wichtige Beobachtung. „Fraktionales Rauschen“, also Rauschen mit LTP, enthält eine Vielfalt von Trends und Zyklen, die natürlich und im Rauschen inhärent sind. Aber diese Trends und Zyklen haben keinerlei Bedeutung für irgendetwas. Sie tauchen auf, dauern eine Weile an und verschwinden wieder. Es sind keine fixierten Trends oder permanente Trends. Sie sind die Folge der LTP und nicht extern angetrieben. Sie sind auch nicht diagnostisch – man kann nicht davon ausgehen, dass die Gegenwart von etwas, das wie ein 20-Jahre-Zyklus aussieht, ein konstantes Merkmal der Daten ist, und er kann auch nicht herangezogen werden als ein Mittel zur Vorhersage der Zukunft. Er könnte einfach ein Teil von Mandelbrots „erstaunlicher Vielfalt von Besonderheiten“ sein.

Der gebräuchlichste Weg, mit LTP umzugehen, ist der Gebrauch von etwas, was „effektives N“ genannt wird. In der Statistik „repräsentiert N die Anzahl der Datenpunkte. Haben wir also z. B. zehn Jahre mit monatlichen Datenpunkten, heißt das N = 120. Je mehr Datenpunkte man hat, desto stärker im Allgemeinen die statistischen Schlussfolgerungen … aber wenn LTP präsent ist, wird die statistische Signifikanz erheblich überschätzt. Und mit „erheblich“ kann mit regulären statistischen Verfahren leicht eine Überschätzung der Signifikanz um 25 Größenordnungen herauskommen …

Ein allgemeines Verfahren zur Berücksichtigung dieses Problems ist die Berechnung der Signifikanz derart, als ob es sich um eine viel kleinere Anzahl von Datenpunkten handelt, also ein kleineres „effektives N“. Dann führen wir die regulären statistischen Tests noch einmal durch.

Ich selbst verwende jetzt das Verfahren von Koutsoyiannis, um das „effektive N“ zu berechnen. Das hat mehrere Gründe.

Erstens, man kann es mathematisch aus bekannten Grundsätzen ableiten.

Zweitens, es ist abhängig von genau gemessenen Persistenz-Charakteristika des analysierten Datensatzes, sowohl lang- als auch kurzfristig.

Drittens, wie im Link oben schon diskutiert, war das von mir unabhängig davon entwickelte Verfahren zu diesem Zweck genau das, welches Demetris Kousoyannis schon gefunden hatte. Er wird oft erwähnt in der Studie „Naturally Trendy“.

Damit als Prolog komme ich jetzt zurück zur Frage nach dem Anstieg des Meeresspiegels. Es gibt ein paar Rekonstruktionen dieses Anstiegs. Die grundlegendsten davon stammen von Jevrejeva sowie Church und White und auch aus den TOPEX/JASON-Daten. Hier folgt eine Graphik aus dem oben erwähnten Beitrag. Sie zeigt die Daten von Tiden-Messpunkten nach Church und White:

Nun habe ich in meinem anderen Beitrag schon darauf hingewiesen, dass sich … komischerweise … mit genau dem gleichen Startpunkt wie die Satelliten-Aufzeichnungen, also 1992, der Trend in den Tiden-Daten von Church und White mehr als verdoppelt hat.

Und während diese Änderung des Trends an sich schon bedenklich ist, gibt es ein noch größeres Problem. Das zuvor erwähnte „effektive N“ ist eine Funktion von etwas, das man den „Hurst-Exponenten“ nennt. Der Hurst-Exponent ist eine Zahl zwischen Null und +1, welche die Größe der LTP anzeigt. Ein Wert von ein-halb bedeutet keine LTP. Hurst-Exponenten von Null bis ein-halb zeigen negative LTP (Wärme gefolgt von Kälte usw.) und Werte über ein-halb zeigen die Existenz von LTP (warm gefolgt von warm usw.) Je näher der Hurst-Exponent bei 1 liegt, umso mehr LTP zeigt sich in dem Datensatz.

Und wie groß ist nun der Hurst-Exponent im oben gezeigten Datensatz von Church und White? Nun, er beträgt 0,93, also fast schon 1 … ein sehr, sehr hoher Wert. Teilweise schreibe ich dies der Tatsache zu, dass jedwede globale Rekonstruktion das Mittel aus Aberhunderten Tiden-Aufzeichnungen ist. Führt man eine großräumige Mittelung durch, kann die LTP im resultierenden Datensatz verstärkt werden.

Und wie groß ist nun das effektive N, also die effektive Anzahl von Datenpunkten, in den Daten von Church und White? Beginnen wir mit „N“, also der tatsächlichen Anzahl der Datenpunkte (in unserem Fall hier Monate). In den Meeresspiegel-Daten von C&W umfasst die Anzahl der Datenpunkte 1608 Monate mit Daten, also N = 1608.

Weiter, das effektive N (normalerweise abgekürt als „Neff“) ist gleich:

N (Anzahl der Datenpunkte) hoch 2*(1 – Hurst-Exponent))

Und 2* (1 – Hurst-Exponent) ist gleich 0,137. Daraus folgt:

Neff = N(2 * (1 – Hurst-Exponent)) = 16080,137 = 2,74

Mit anderen Worten, die C&W-Daten enthalten so viel LTP, dass sie sich im Endeffekt so verhalten, als ob es nur drei Datenpunkte gäbe.

Reichen nun diese drei Datenpunkte aus, um einen Trend in den Daten bzgl. Meeresspiegel zu finden? Nun, fast, aber nicht ganz. Mit einem effektiven N von drei beträgt der p-Wert des Trends in den C&W-Daten 0,07. Dies liegt etwas oberhalb dessen, was in der Klimawissenschaft als statistisch signifikant gilt; das ist ab einem Wert von 0,05 der Fall. Und hätte man ein effektives N von vier anstatt von drei, wäre es tatsächlich statistisch signifikant mit einem p-Wert kleiner als 0,05.

Hat man jedoch nur drei Datenpunkte, reicht das noch nicht einmal aus, um zu erkennen, ob die Ergebnisse verbessert werden durch Hinzufügen eines Beschleunigungs-Terms in die Gleichung. Das Problem hierbei ist, dass man mit einer zusätzlichen Variable jetzt drei regelbare Parameter für die Berechnung kleinster Quadrate hat bei nur drei Datenpunkten. Dies bedeutet, dass man Null Freiheitsgrade hat … das funktioniert nicht.

„Leugne“ ich also, dass sich der Meeresspiegel-Anstieg auf signifikante Weise verstärkt?

Aber nein, ich leugne gar nichts. Stattdessen sage ich, dass wir nicht über die Daten verfügen, die wir brauchen, um die Frage zu beantworten, ob sich der Anstieg beschleunigt.

Gibt eine Lösung für das LTP-Problem in den Datensätzen? Nun, ja und nein. Es gibt in der Tat Lösungen, aber den Klimawissenschaftlern scheint es vorbestimmt, diese zu ignorieren. Ich kann nur vermuten, dass der Grund hierfür darin zu suchen ist, dass viele Behauptungen bzgl. signifikanter Ergebnisse zurückgezogen werden müssten, falls man die statistische Signifikanz korrekt berechnen würde. Noch einmal zu der Studie „Nature’s Style: Naturally Trendy“:

In jedem Falle gibt es aussagekräftige Trend-Tests zur Bestimmung der LTP.

Es ist daher überraschend, dass in fast jeder Abschätzung einer Trend-Signifikanz bei geophysikalischen Variablen während der letzten paar Jahrzehnte eine angemessene Berücksichtigung der LTP nicht vorhanden ist.

In der Tat, das ist überraschend, besonders wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die Studie Naturally Trendy bereits vor 14 Jahren veröffentlicht worden ist … und die Lage hat sich seitdem nicht verbessert. LTP wird nach wie vor nicht angemessen berücksichtigt.

Noch einmal zu der Studie:

Diese Ergebnisse haben Implikationen sowohl für die Wissenschaft als auch für die Politik.

Beispiel: Hinsichtlich der Temperaturdaten gibt es überwältigende Beweise, dass sich der Planet über das vorige Jahrhundert erwärmt hat. Aber ist diese Erwärmung der natürlichen Dynamik geschuldet? Angesichts dessen, was wir über die Komplexität, langzeitlicher Persistenz und Nicht-Linearität des Klimasystems wissen, scheint die Antwort Ja! zu sein.

Ich bin sicher, dass man die Probleme sieht, welche eine derartige statistische Ehrlichkeit einem viel zu großen Teil der Mainstream-Klimawissenschaft bereitet …

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/02/20/sea-level-and-effective-n/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Alarm-Sirenen unter Wasser !

Ausgerechnet im Lande des global größten CO2-Emittenten China entdeckt man jetzt [1] :

„Die Weltmeere heizen sich immer schneller und immer stärker auf. Das geht aus einem Bericht der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in der Fachzeitschrift „Science“ hervor.“

Das hörte sich doch vor wenigen Jahren noch ganz anders an [2] :

Klimaforscher rätseln über Meereskälte Die Erde erwärmt sich. Aber das Meer? Klimaforscher vermuten, daß sich die Ozeane seit sieben Jahren nicht mehr erhitzen…“.

Nun plötzlich – wenigen Jahre später – ist alles ganz anders (?) [1] :

„Laut der Untersuchung habe die Temperatur der Ozeane in einer Tiefe von bis zu 2000 Metern zwischen 1971-2010 um 0,1 Grad Celsius zugenommen.“

Wie bitte, haben wir das richtig verstanden (?) :

In 40(!) Jahren hat die Temperatur der Meere um 0,1 Grad(!) zugenommen ? … in Worten: um „Null-Komma-Eins“ Grad !?

Jeder, der sich schon mal mit Messungen verschiedener    Meßinstrumente beschäftigt hat, der weiß: Genau in diesem Bereich liegt die Fehlergrenze jedweder Temperatur-Meßinstrumente!

Doch damit nicht genug [1] :

„Die starke(!?) Erhitzung der Ozeane lasse den Meeresspiegel weiter ansteigen, so die Forscher in dem „Science“-Beitrag. Der Grund dafür liegt in der wärmebedingt stärkeren Ausdehnung des Meereswassers. Allein dieser Effekt führe zu einem Anschwellen des Meeresspiegels um bis zu 30 Zentimeter.“ …

„Außerdem führt die Erwärmung des Meerwassers zu einer weiteren Zerstörung der Korallenriffe und reduziert den Sauerstoffgehalt in den Ozeanen.“

Darf man in einer „auf Klima-Katastrophe gleich geschalteten Welt“ überhaupt noch konkret nachfragen, ob das alles durch Messungen verifiziert ist (?) :

==>  WENN denn die Meere sich derart erwärmt hätten über 40(!) Jahre mit den publizierten Folgen [1] [3], dann „müßte/sollte“ man d a s doch wohl in den Meßwerten der Pegel und Satelliten über die genannten „40 Erwärmungsjahre“ wieder finden – oder ?

Wir schauen uns das in Folgendem kurz + knapp anhand von Meßwerten und Graphiken an:

(1) Nordsee-Pegel

(2) Globale Pegel

Eine Übersicht und Auswertung der global 1.200 Küsten-Pegel sowie der SAT-Daten kommt zu diesem Ergebnis [4] : 

„Zahlreiche Auswertungen von Küsten-Pegel-Messungen über 200 Jahre sowie neuerdings von Schwere-Messungen der GRACE-Satelliten ergeben immer wieder einen Meeres-Anstieg von etwa 1,6 mm/yr. Dagegen stehen die seit 1992 publizierten Altimeter-Messungen mit den Satelliten-Systemen TOPEX/POSEIDON/JASON mit doppelt so hohen Werten von 3,2 mm/yr. Die erhebliche Diskrepanz ist bis heute ungeklärt. Dabei stimmen jedoch immerhin die Trends überein: Der Meeres-Anstieg verläuft seit wenigstens 100 Jahren linear, es gibt keine Beschleunigung des Anstieges. Ein Signal durch anthropogenes CO2 (AGW) ist nirgends erkennbar. Das alles steht in krassem Widerspruch zu den Verlautbarungen und insbesondere zu den alarmistischen Prognosen des Klimarates IPCC und einiger Klima-Institute.“

Diese Arbeit [4] enthält zahlreiche Daten und Graphiken, eine mag hier genügen:

Meeres-Trend 1807-2009; 1277 Pegel [5]

In dieser Graphik ist zwar von den Autoren weder eine Regressions-Gerade eingefügt noch ein Polynom, aber auch so ist „durch Augenschein“ gut erkennbar:

()  In der ersten Hälfte des 19. Jh. ist der Meeresspiegel um ca. 15 cm abgesunken;

()  Seit ca.1860 steigt der Meeresspiegel wieder – wie schon vor 1800 über die Jahrtausende ;

()  Seit 1860 sind dekadale Phasen rascheren und verlangsamten Anstieges erkennbar, eine Trend-Beschleunigung über den Gesamtzeitraum seit 1860 ist nicht erkennbar.

Daher steht im Abstract der Arbeit [5] :

„The new reconstruction suggests a linear trend of 1.9 ± 0.3 mm/yr during the 20th century, with 1.8 ± 0.5 mm/yr since 1970.“

Daraus folgt:

Die mittlere jährliche Anstiegsrate für den Teil-Zeitraum ab 1970 ist geringer als die Anstiegsrate für das gesamte 20. Jahrhundert! Es hat folglich eine Verlangsamung des Anstieges im 20. Jahrhundert bis heute statt gefunden.

(3) Satelliten-Messungen

Auch die Satelliten-Messungen zeigen keine Beschleunigung beim Meeres-Anstieg :

F a z i t :

Alle diese realen vieljährigen Meßwerte sind im WEB verfügbar, für jeden einsehbar – auch für die deutschen Medien: An der deutschen Nordsee-Küste zeigen die Pegel eine säkulare Verlangsamung des Meeres-Anstieges. Auch zahlreiche Auswertungen von 1200 Pegeln global sowie der Satelliten-Daten zeigen keine Beschleunigung des Meeres-Anstieges. Für die von der Chinesischen Universität prognostizierten Folgen einer angeblich über 40 Jahren währenden Meeres-Erwärmung (0,1 Grad) gibt es keine Anzeichen in den weltweiten Messungen des Meeres-Anstieges.

Das hindert die geballte, freiwillig auf „Klima-Katastrophe geschaltete“ Medien-Landschaft nicht daran, die zitierte „Null-Komma-Eins-Katastrophe“ ungeprüft in die Welt zu blasen.

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)1 Aktueller Nachtrag :

Wie hatten wir doch gleich w.o. eingangs gesagt (?):

Mit den aktuellen Schnee-Lawinen in Deutschland und Österreich in diesem Januar 2019 läßt sich die anthropogene Erwärmungs-Katastrophe derzeit wohl nicht überzeugend unters Volk bringen.

Welch ein Irrtum unsererseits, den das PIK in bewährtem Schulterschluß mit den Medien soeben offen legt [6] [7] [8] :

FAZ-net [6] :

Winterlicher Klimawandel“ … „Tatsächlich läßt sich im Schnee inzwischen nicht nur sehr viel über die Konsequenzen der beschleunigten Erderwärmung erfahren…“

FOCUS-online [7] :

„Erst der Klimawandel führt zur Schnee-Zange, die Deutschland im Griff hat“.

Und nochmals Müller-Jung in FAZ-net [6] :

„Eigentlich sind die Luftmassen für den Januar viel zu warm …“.

DAS werden die betroffenen Menschen in den Schneegebieten wohl anders beobachten und empfinden [7] :

„Auch im übrigen Europa hatten die Menschen mit dem ungewöhnlichen Winterwetter zu kämpfen. …. In Griechenland herrschen Temperaturen von minus 20 Grad Celsius. Weiße Flocken sanken auf die Athener Altstadt samt der Akropolis. In Rumänien sank das Thermometer sogar bis auf minus 24 Grad.“

Und so sanken auch die Temperaturen auch in den deutschen und österreichischen Schneefallgebieten zeitweise unter minus 10 Grad.

Am 11.01.2019 ist auf ScienceScepticalBlog [8] von Michael Krüger eine meteorologisch kompetente Kritik publiziert, zu dem PIK- und Medien-Unfug. Dort [8] ist u.a. zu lesen :

„Neue Schreckensnachrichten aus Potsdam vom PIK. Das Schneechaos in den Alpen soll eine Folge des Klimawandels sein.“ …

PIK: „…wir hatten neun Monate von April an, die überdurchschnittlich warm waren. Das hat die Ozeane stärker als normal erwärmen lassen“, sagte Hoffmann“.

Dagegen (KRÜGER a.a.O.):

„Sowohl im Sommer, als auch im Herbst war es im Nordatlantik besonders kalt.“

Sein F a z i t :

„Mit der globalen Erwärmung hat das alles folglich nicht viel zu tun. Zumal der Klimafolgenforscher Stefan Rahmstorf vom PIK immer wieder auf einen sich abschwächenden „Golfstrom“ und eine Abkühlung über den Nordatlantik vor Grönland hinweist. Der Nordatlantik, also unsere Wetterküche, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht erwärmt, sondern eher abgekühlt und kühlt sich in den Klimaprojektionen von Stefan Rahmstorf auch weiter ab.

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Es sollten also bei uns weniger Niederschläge fallen, welche die Tiefs über den kalten Nordatlantik im Herbst und Winter mit sich bringen. Das PIK hat also wieder mal eine Kehrtwende um 180° gemacht. Einmal wird erzählt, der Nordatlantik hat sich abgekühlt und wird sich weiter abkühlen und das hängt mit einen sich abschwächenden „Golfstrom“ zusammen. Natürlich infolge des Klimawandels. Nun wird erzählt, die Ozeane werden wärmer, auch in unserer Wetterküche, die warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und bringt mehr Niederschläge und auch Schnee mit sich. Natürlich auch als Folge des Klimawandels. Gemäß dem Motto: Ich mach mir die Welt, widewidewitt, wie sie mir gefällt.“

So gilt denn längst ein ehernes Gesetz bei den Alarmisten :

Ob WARM oder KALT; ob TROCKEN oder FEUCHT; ob REGEN, SONNE oder SCHNEE –

stets ist es der mensch-gemachte Klimawandel. Hätte es noch eines Beweises bedurft – PIK und die Medien legen ihn vor!

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Q u e l l e n :

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-ozeane-heizen-sich-immer-schneller-auf-a-1247512.html

[2] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/phaenomen-fehlende-waerme-klimaforscher-raetseln-ueber-meereskaelte-a-694719.html

[3] https://www.pnas.org/content/early/2019/01/04/1808838115

[4] https://www.eike-klima-energie.eu/2015/08/28/globale-ueberschwemmung-vor-paris-oder-eben-200-jahre-spaeter-oder-eben-nie/

[5] JEVREJEVA, S., et al.: Global Sea Level Behavior of the Past Two Centuries; Global and Planetary Change 113: 11-22; (2014); http://kaares.ulapland.fi/home/hkunta/jmoore/pdfs/Jevrejevaetal2013GPChange.pd

[6] https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/schneechaos-in-den-alpen-winterlicher-klimawandel-15977471.html

[7] https://www.focus.de/wissen/klima/was-den-extremwinter-beschert-erst-der-klimawandel-fuehrt-zur-schnee-zange-die-deutschland-im-griff-hat_id_10173974.html

[8] (a) http://www.science-skeptical.de/klimawandel/das-potsdam-institut-fuer-klimafolgenforschung-pik-schliesst-einen-zusammenhang-zwischen-den-aktuellen-schneemassen-in-den-alpen-und-dem-klimawandel-nicht-aus/0017346/ (b) https://www.eike-klima-energie.eu/2019/01/12/das-potsdam-institut-fuer-klimafolgenforschung-pik-schliesst-einen-zusammenhang-zwischen-den-aktuellen-schneemassen-in-den-alpen-und-dem-klimawandel-nicht-aus/

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PDF im Anhang dieses Beitrages verfügbar :

Puls.MSp.2019.Tx(X)kpl




Klimaalarm für Katowice: Tages­schau liefert pünktlich zum UN-Klima­konferenz­start

Pünktlich zum Konferenzstart kramte die Tagesschau Klimaalarm aus dem armen Indien hervor, der einerseits das biblische Bild der Sintflut bedient, andererseits auch die Idee fördert, dass der reiche Westen durch ungezügelte Exzesse den armen Ländern das Leben zur Hölle macht. Die Tagesschau.de berichtete am 2.12.2018:(hier die gesicherte Version)

Folgen des Klimawandels: Die Insel, die im Meer versinkt

Die indische Insel Ghoramara ist knapp fünf Quadratkilometer groß – noch. Denn Ghoramara ist von den Folgen des Klimawandels unmittelbar betroffen. Seit den 1980er-Jahren ist sie um die Hälfte geschrumpft. Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, wird es eng für die Bewohner der kleinen Insel Ghoramara vor der indischen Küste im Golf von Bengalen. Schon jetzt werden ihre Felder und Häuser bei Stürmen und heftigem Regen regelmäßig überflutet.

Ein Bewohner erläutert, dass er sein Haus bereits mehrfach von der Küste weg ins Inland habe umsetzen musste, da der alte Platz bei Stürmen überflutet worden sei. Auslandskorrespondent Bernd Musch-Borowska vom ARD-Studio Neu-Delhi lässt keinen Zweifel daran, wer hier der Schuldige ist, nämlich letztendlich der Tagesschau-Zuschauer selber. Das meint er als studierter Politologe ganz genau zu wissen:

Das Leben auf der kleinen Insel südlich der Millionen-Stadt Kalkutta, ist sehr spartanisch und genau genommen ökologisch vorbildlich. Ohne Strom und ohne Autos tragen die Inselbewohner kaum zum CO2-Ausstoß in die Atmosphäre bei – und doch sind sie die Leidtragenden des Klimawandels.

Die Verkleinerung der Insel hat auch dazu geführt, dass sich die Inselbevölkerung in den letzten zehn Jahren halbiert hat. Es würden dringend höhere Deiche gebraucht. Kurioserweise werden dann Wissenschaftler zitiert, deren Expertise mehr im Bereich Erneuerbare Energien als auf bei Küstendynamik oder Klimawandel liegt:

Auch Wissenschaftler halten eine Umsiedlung der Bewohner von Ghoramara für unausweichlich. Die Regierung tue zu wenig, klagt Suruchi Bhadwal, vom Institut für Energie- und Entwicklungsforschung TERI in Delhi, das sich mit erneuerbaren Energiequellen befasst. “Diese Inseln wird es irgendwann nicht mehr geben. Die sind ja nur knapp eineinhalb Meter hoch. Und für die Menschen, die dort leben, man muss sich schnell etwas überlegen. Man muss sie umsiedeln. Die Regierung muss sich jetzt wirklich damit befassen”, fordert Bhadwal.

Das TERI-Institut wurde lange vom IPCC-Vorsitzenden Rajendra Pachauri geleitet, der wegen sexueller Belästigungs-Vorwürfe zurücktreten musste. Zu Beginn des Korrespondentenbeitrags wird der Meeresspiegelanstieg als einziger Faktor genannt. Dies wird am Ende des Beitrags von Musch-Borowska wie folgt ergänzt:

Der Golf von Bengalen, mit Küstenabschnitten in Indien, Bangladesch und Myanmar, gehört nach Einschätzung der Vereinten Nationen zu den Regionen, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffenen sein werden. Hier könnten Millionen Menschen ihren Lebensraum verlieren, sagt Peteri Taalas, der Generaldirektor der UN-Organisation für Meteorologie.

Merken Sie es auch: Verwendung des Futur (“betroffen sein werden”) und Konjunktiv (“könnten”). Inwiefern ist die Verkleinerung der Insel nun wirklich ein bereits eingetretener Klimawandelschaden? Musch-Borowska schreibt:

[Peter Taalas] findet den Begriff Erderwärmung etwas irreführend. Denn “die größten Auswirkungen des Klimawandels werden die Veränderungen bei den weltweiten Niederschlägen sein, mit Überflutungen und Dürreperioden. Und das wiederum wird sich auf die Lebensmittelproduktion auswirken”. Vor allem für die Küstenregionen mit ihren Millionenstädten stelle der Anstieg des Meeresspiegels eine Gefahr dar. Insbesondere in Indien und China, wo selbst große Städte davon betroffen seien, so Taalas.

Clever. Da die Erwärmung sich in den letzten 15 Jahren stark verlangsamt hat, will man von der “Klimaerwärmung” lieber erst mal nicht mehr hören. Stattdessen werden “Fluten” und “Dürren” angedroht. Soweit der ARD-Beitrag. Interessant ist dabei vor allem, was NICHT im Beitrag stand. Zunächst die Lage der Insel. Wikipedia weiß:

Ghoramara liegt 150 km südlich von Kalkutta im indischen Bundesstaat Westbengalen, in den Sundarbans im Golf von Bengalen. Die Insel liegt im Mündungsbereich des Flusses Hugli, einem Mündungsarm des Ganges. Sie liegt nur einen Meter über dem Meer und hat eine Fläche von rund 4,7 km².

Ein Blick auf Google Maps (Zoom-Ansicht hier) reicht, um den Charakter der Insel zu erkennen: Inseln in Flussdeltas unterliegen ständigen Veränderungen. Strömungen ändern sich, Erosion setzt den Inseln zu, an anderer Stelle entstehen neue Inseln. Es herrscht eine extrem hohe natürliche Küstendynamik in solchen Gebieten. Insofern hätten die Bewohner gar nicht erst auf dem flachen ständig gefährdeten Eiland siedeln dürfen. Nachzulesen z.B. auf Jana et al. 2012:

Studie morphologischer Änderungen von Ghoramara Island in Ostindien mittels Multi-Temporal-Satellite-Data

Ghomara Island liegt etwa 18,36 nautische Meilen von der Küste Ostindiens entfernt. Es handelt sich um eine wie ein Rhombus geformte Insel mit einer Fläche von etwa 4,8 km² mit einer etwa 8,5 km langen Küstenlinie. Dieses dünn besiedelte Ökosystem ändert seine Morphologie rapide infolge extensiver Küstenerosion an der nordwestlichen Küste und marginaler Landzunahme auf der südöstlichen Seite. Der Abbau des Systems infolge natürlicher und anthropogener Gründe führt insgesamt zu einem Landverlust der Insel. Es gibt große Verluste an landwirtschaftlichen Flächen und von Fischgründen. Die beiden Inseln Lohachara und Suprihanga südwestlich von Ghoramara sind bereits verschwunden. Um die Verwundbarkeit und Stabilität der Insel machen sich die Bewohner größte Sorgen. In dieser Studie wurden hochauflösende Satellitenbilder mit verschiedenen Zeitabständen des Landsat-Satelliten herangezogen, um die Verteilung von Erosion und Landzuwachs der Insel während der letzten vier Jahrzehnte (1972 bis 2010) zu verstehen. Die Rate der Änderungen der Küstenlinie wurden abgeschätzt mittels statistischer linearer Regression und anderer Verfahren. Es konnte gezeigt werden, dass die Insel mit der Zeit fortwährend kleiner wird und bereits 50% seiner Landfläche verloren hat.

Bereits Ghosh et al. 2003 haben Satellitenbilder ausgewertet und prognostizierten, dass sich die Insel allmählich nach Osten verlagert und in mittlerer Zukunft mit dem Festland verschmelzen wird:

Es wurde nachgewiesen, dass ohne Schutzmaßnahmen die Ostküste während der nächsten 25 Jahre mit dem Indischen Festland verschmelzen wird, während der westliche Teil vollständig erodiert werden wird.

Ähnliche Prozesse spielen sich übrigens an der deutschen Nordseeküste ab. Die Ostfriesischen Inseln sind ständig in Bewegung und verlagern sich, angetrieben von Strömungen und Sandumlagerungen.

Dazu kommt im Fall von Ghoramara noch die Subsidenz. Deltagebiete sind dafür bekannt, dass sie durch die allmähliche Verfestigung ihrer Sedimente – die sogenannte Kompaktion – absinken. Diese Kleinigkeit hat n24 doch glatt ausgelassen. Dabei hatte Nature India zwei Jahre zuvor explizit am 30. April 2013 darauf hingewiesen, dass die Überflutung nicht allein durch den Klimawandel verursacht wird:

Sieben Jahre nach dem ersten Report über die „verschwindenden Inseln“ von Sundarban hat Subhra Privadarshini das fragile Delta in der Bucht von Bengalen erneut untersucht und dabei festegestellt, dass es nicht der Klimawandel ist, welcher die Existenz dieses Welt-Naturerbes mit seinen Mangroven-Wäldern entlang der Grenze zwischen Indien und Bangladesh gefährdet. … Während der letzten 25 Jahre erreichte die Rate des Relativen Meeresspiegel-Anstiegs fast 8 mm pro Jahr, was signifikant höher ist als die Rate von 3,14 mm pro Jahr im Jahrzehnt zuvor. In einem kürzlich erstellten Report, den er als Ko-Autor für den World Wide Fund for Nature (WWF) mitgestaltet hat, sagt Hazra, dass trotz der globalen Erwärmung und der daraus resultierenden thermischen Ausdehnung von Wasser das ziemlich rasche Absinken des Benga-Deltas (2 bis 4 mm pro Jahr), die Verdichtung von Sedimenten und andere lokale Ursachen verantwortlich sein dürften für die außerordentlich hohe Rate des Relativen Meeresspiegel-Anstiegs im Gebiet der indischen Sundarban-Inseln.

Die Wissenschaft hat das Absenkungsproblem bereits intensiv studiert, umso seltsamer, dass die Tagesschau kein Wort über die Ergebnisse verliert. So berichtete 2013 der Geologe Till Hanebuth über Ergebnisse aus dem Deltabereich Bangladeschs. Sein Team fand natürliche Absenkungsraten von mehr als 4 Millimeter pro Jahr. Diese Rate ist deutlich höher als der klimatisch-bedingte Meeresspiegelanstieg. In der Ergebnisbeschreibung des Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft heißt es:

Abschätzung des jüngsten Absinkens des zentralen Küstendeltas von Bangladesh mittels Datierung der versunkenen Salinen

Das dicht besiedelte und tief gelegene Ganges-Brahmaputra-Delta ist hoch gefährdet durch den globalen Meeresspiegel-Anstieg. Um das Absinken des Deltas abzuschätzen, untersuchten wir versunkene Salz erzeugende Stätten an den küstennahen Sundarbans. Diese Salinen wurden unmittelbar über dem Niveau der hohen winterlichen Springflut eingerichtet, liegen jedoch derzeit ~155 cm unter dem korrespondierenden Niveau von heute. Einer optisch angeregten Lumineszenz-Datierung zufolge wurden die Salinen vor rund 300 Jahren von einer Katastrophe betroffen und die Salzgewinnung beendet. Die Katastrophe erfasste die Salinen auf unterschiedlichen Niveaus und Orten. Andere Datierungsverfahren bestätigten die OSL-Daten. Auf der Grundlage der Seehöhe und es Alters ergibt sich eine mittlere Absinkrate über 300 Jahre des Äußeren Deltas von 5,2 ± 1,2 mm pro Jahr, einschließlich 0,8 mm pro Jahr eustatischen Meeresspiegel-Anstiegs. Es liegt nahe anzunehmen, dass die Absinkrate sich während der nächsten paar Jahrzehnte nicht ändern wird, und es muss von der Schätzung des gegenwärtigen Meeresspiegel-Anstiegs von 1,8 bis 3,0 mm pro Jahr oder 2,7 bis 7,1 mm pro Jahr ausgegangen werden, ebenso wie von einem Anstieg des Relativen Meeresspiegels um 6,4 ± 1,7 mm pro Jahr bzw. 8,9 ± 3,3 mm pro Jahr.

Ähnliche Absenkungsbeträge fanden übrigens auch bereits auch Stanley & Hait (2000). Durch den Bau von zahlreichen Staudämmen im Ganges-Einzugsbereich ist die Sedimentfracht des Flusses gesunken, so dass weniger Material im Delta ankommt, was die dortigen Inseln ebenfalls destabilisiert. Eine Studie von Syvitski et al. 2009 beschreibt die wichtigsten Facetten des Problems:

Absinkende Deltas infolge menschlicher Aktivitäten

Viele der weltgrößten Deltas sind dicht besiedelt und werden intensiv landwirtschaftlich bewirtschaftet. Dennoch werden viele Bewohner derselben zunehmend verwundbar durch Überschwemmungen und Verschwinden ihres Landes im Ozean. Die Verwundbarkeit ist die Folge von Sediment-Verdichtungen infolge der Extraktion von Öl, Gas und Wasser aus den Sedimenten unter den Deltas, das Zurückhalten von Sedimenten in Wasserreservoiren flussaufwärts nebst deren Bewirtschaftung in Kombination mit dem steigenden globalen Meeresspiegel. Hier beschreiben wir eine Abschätzung an 33 Deltas, die für alle derartigen Gebiete weltweit repräsentativ sein sollen. Wir stellen fest, dass im vergangenen Jahrzehnt 85% der Deltas Schauplatz massiver Überschwemmungen waren, was zu einem zeitweiligen Verlust von 260.000 km² Landfläche führte. Wir schätzen konservativ, dass die Fläche bzgl. Verwundbarkeit von Überschwemmungen von Deltas unter den gegenwärtig projizierten Werten des Meeresspiegel-Anstiegs um 50% zunehmen können. Diese Zahl könnte noch steigen, falls das Zurückhalten von Sedimenten flussaufwärts so weitergeht und das Wachstum der Deltas verhindert.

Der Blog Ek Sparsh schilderte 2015 konkrete nichtklimatische anthropogene Gefahren für die Insel Ghoramara:

Dr. Sugarto Hazra, ein Ozeanograph an der University von Calcutta sagt, dass das Problem mehr als nur eine Ursache hat. „Das Abholzen der Mangroven, welche die Insel überzogen, um Platz für Landwirtschaft zu gewinnen, zerstörte die Ökologie. Die Mangroven hielten den Mutterboden fest. Jetzt wird er hinweg gespült. Die Landwirte haben außerdem Gräben zur Süßwasser-Gewinnung angelegt, um ihre Reisfelder zu bewässern. Aber mit der Zeit leerten sich die unterirdischen Reservoire, um anschließend zu kollabieren. Zusätzlich zu all dem steigt der Meeresspiegel hier wie überall als Reaktion auf globale Erwärmung. Das Land sinkt also ab, während gleichzeitig der Meeresspiegel steigt“.

Inselbewohner haben die schützende Mangroven abgehackt, um Ackerland zu gewinnen. Dadurch war der Boden den Sturmwellen schutzlos ausgeliefert. Zudem haben die Bewohner wohl die Grundwasserlinse unter der Insel so stark ausgebeutet, so dass es zu zusätzlicher Subsidenz und Landsenkung kam.

ZUSAMMENFASSUNG:
Die schrumpfende indische Insel Ghoramara liegt in einem Mündungsarm des Ganges. Wie üblich in solchen Deltas, verursachen die Strömungen eine ständige Verlagerung und Umgestaltung der Inseln. Der Bau von Staudämmen im Flussoberlauf des Ganges führte zu einer Redution der im Delta zur Verfügung stehenden Sedimentmenge. Zudem hat die Zerstörung der Mangrovenvegetation die Insel anfällig gegen Bodenerosion während Stürmen gemacht. Die exzessive Entnahme von Grundwasser ließ die Insel absinken, was zur regionalen Bodenabsenkung im Deltabereich dazu zu addieren ist. Die Absenkungsraten sind dabei höher als der globale Meeresspiegelanstieg. Im Tagesschau-Beitrag wird dagegen fälschlicherweise suggeriert, dass der Meeresspiegelanstieg das Hauptproblem sei. Richtig ist vielmehr, dass das Schrumpfen der Insel Ghoramara eine Vielzahl von Ursachen hat, die in natürliche, nicht-klimatisch anthropogene und klimatisch anthropogene unterschieden werden können.

Link: http://diekaltesonne.de/schrumpfende-indische-inseln-fur-klimaalarm-instrumentalisiert-tagesschau-lasst-wichtige-ursachen-unter-den-tisch-fallen/

Anmerkung: Dieser Beitrag ist erstmals im Blog „Die Kalte Sonne“ erschienen.Übersetzung der englischen Passagen von Chris Frey EIKE




ARTE Reportage Klimafluch und Klimaflucht: Propaganda vom Feinsten und hemmungslos

Massenmigration, die wahre Umweltkatastrophe

Ein Herr Thomas Aders (Studium: Geschichte, Politik und Philosophie), laut WIKIPEDIA ARD-Korrespondent, drehte wohl im Auftrag des SWR eine Reportage über die „wahre“ Umweltkatastrophe, den (AGW-)Klimawandel und welchen Einfluss diese auf Migration hat. Auf ARTE wurde diese Reportage [4] kürzlich gezeigt.

Bild 1 [4] Eingebettetes Video (YouTube). Der Link dazu: YouTube Klimafluch
Der Autor hat sich diese Reportage „angetan“. Sein Fazit dazu lautet: Eine offensichtlichere und die Zuschauer schlimmer verhöhnende Propaganda unter Vorspiegelung von Information ist selten zu sehen, außer, man schaut in der Deutschen Geschichte um viele Jahrzehnte zurück.

Schlimmste „Klimafolgen“-Darstellungen“, keine Belege, und (betont freundlich formuliert) fragwürdigste Ursachenzuweisungen

Unsere „Öffentlich-Rechtlichen“ sind inzwischen vollkommen hemmungslos geworden, wenn es darum geht, den Untertanen auf politische Order hin die richtige, ideologiekonforme Meinung aufzuzeigen (Auszug):
EIKE 12.06.2017: Fake News: Zuerst der SWR, nun der BR: Ein Südseeparadies versinkt im Meer. Öffentlich-Rechtliche Klimawandel-Agitation in Endlosschleife
EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)
EIKE 11. August 2017: ARTE-Film zum Senegal: Eine Insel versinkt – und mit ihr (wieder) jegliche Glaubwürdigkeit der Klimawandel-Berichterstattung
EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana

Allen diesen angeblichen Reportagen ist gemeinsam, dass zu den berichteten – meistens „schlimmsten Klimawandelbedrohungen“ – keinerlei Belege erscheinen, außer man ist fest davon überzeugt, dass Interviewaussagen von in der Regel einheimischen „Klimawandel-Betroffenen“, oder dabeistehenden Aktivisten ausreichende wären [6].

In der aktuellen Reportage auf ARTE wird so verfahren. Allerdings werden die „Belege“ durch jeweils einige Sätze von sogenannten Wissenschaftlern ergänzt, wie man es typisch von BBC-Infoserien kennt. Diese bringen zwar auch keine Belege, aber alleine die Listung im Untertitel als „Fachperson*in“ gilt in solchen Dokumentationen dafür.

Dieses Vorgehen ist sicher nicht zufällig. Nachdem der IPCC AR5-Langbericht ehrlich informiert, dass es für (AGW-)klimawandelbedingt zunehmende Bedrohungen keine messbaren Ausweisungen gibt [1] und dies im kürzlich herausgekommenen IPCC-Nachtragsreport SR1.5 ebenfalls zwischen den Zeilen lesbar ist [2], kommt man zur Begründung wesentlicher Passagen des (im Wesentlichen auf Deutschlands Veranlassung hin) durchzupeitschenden UN-Migrationspaktes nicht darum herum, es es eben doch tun zu müssen.
Seitens der EU wurde dies zentral jahrelang vorbereitet (Beispiel IOM) und soll nun seine Früchte tragen.

Klimawandelfolgen-Beispiel Indonesien

Der Autor rezensiert diesmal nicht das ganze Video (vollständige Rezensionen lassen sich in den im vorherigen Absatz gelisteten Artikeln lesen), sondern wenige Beispiele daraus.

Beispiel Indonesien. Dieses Inselland wird als Hotspot des Klimawandels präsentiert.
ARTE Video: [4] … ausgerechnet dort liegt einer der am dichtesten besiedelten Ballungsräume weltweit: Jakarta.
(dort erlebt man) … immer häufiger Überschwemmungen. (im Slum:) sie beobachten das bedrohliche Wasser. Mindestens ein Mal im Monat steigt es bis zu den Knien an. Mal bleibt es zwei Tage, mal eine ganze Woche.
Einheimischer: … kurz nach dem Jahr 2000 war es das erste Mal überschwemmt. Zuerst nur ein paar Zentimeter. Aber seit 2010 ist das Wasser sehr gestiegen. Immer höher und höher. So wie dieses Jahr, war es aber noch nie.
Sprecher: je näher an der Küste, desto gefährdeter sind die Stadtviertel der Indonesischen Hauptstadt. Slums wie …. werden die ersten sein, aus denen die Bewohner umgesiedelt werden müssen. Wie ein breiter Gürtel ziehen sich die gefährdeten Armenviertel durch Jakarta … erläutert Städteplaner Marco.: „Die Überschwemmungen finden nicht nur an der Küste selbst statt, sondern auch im Stadtzentrum von Jakarta. (Der Leiter eines Städtischen Planungsbüros) … er und seine Mitarbeiter versuchen, die schlimmsten Klimaprobleme zu lösen.
Sprecher: … besonders verwundbar sind alle, die am Meer wohnen …

Nur nebenbei kommt im Video ein Hinweis (nicht durch den Sprecher, der sonst alles Schlimme weiß, sondern weil es ein Einheimischer sagt und es nicht herausgeschnitten wird), dass der Untergrund von Jakarta wegen der extremen Wasserentnahmen im Eiltempo im Meer versinkt.
Wie schlimm das auch etwas außerhalb der Hauptstadt schon ist, kann man im Video anhand des Ortes Pantai Bahia sehen (Bild). Auch zu diesem vermittelt das Video, es wäre der vom Westen verursachte, CO2-Klimawandel. Dass es ebenfalls der Untergrund ist, wird dazu ganz verschwiegen.
Video: [4] Pantai Bahia: „ … Slumbewohner, deren Wellblechhütten im Meer versinken und die Einwohner kleiner Ortschaften wie Pantai Bahagia. Auch hier ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Einwohner vor dem steigenden Wasser fliehen müssen …“

Bild 2 Indonesien, Pantai Bahia. Quelle: ARTE Video (Screenshot)

Jakarta versinkt infolge exzessiver Wasserentnahmen im Jahr um bis zu 20 cm. Der Klimawandel sei aber das Problem …

Manche Leser mögen sich an einen Artikel erinnern:
EIKE 13.08.2017: [4] Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
Das Gleiche passiert mit Jakarta, nur noch viel, viel schlimmer: Jakarta Is Sinking Faster Than Any City In The World

Die Grundwasserentnahmen führen bei der 30Millionen-Stadt inzwischen zu Landsenkungen von bis zu 30 … 200 mm, allerdings pro Jahr. Aber der mit 1 … 2 mm/Jahr natürlich steigende Meerespegel soll die wirkliche Gefahr sein, wird im Video berichtet.
Dabei findet man wirklich überall die Wirklichkeit beschreibende Darstellungen:
[3] TODAY 07 March, 2018: Sinking shoreline threatens coastal communities in Indonesia
Experts say Pantai Bahagia, or „Happy Beach“, and scores of other villages and towns along the shoreline are being inundated because of a grim combination of man-made environmental destruction and climate change … At the same time, he said, the extraction of groundwater for use in big cities like the capital, Jakarta, is causing the subsidence of land along the coast … Roughly 40 per cent of Jakarta is below sea level and a new sea wall has had to be built in a bid to hold back the waves.
Und wie so oft auch über die destruktiven Verhaltensweisen dortiger Regierungen und Bevölkerungen:
[3] TODAY 07 March, 2018: BENEFITS OF MANGROVES
Indonesia, an archipelago of thousands of islands, has about 81,000 km of coastline, making it particularly vulnerable to climate change. It is also home to more than a fifth of the world’s mangrove forests, which naturally help keep the tides out. But only three million hectares of mangroves remain, down from nearly double that three decades ago, according to Wetlands International.
For years, coastal communities have chopped down the mangrove forests to clear the way for fish and shrimp farms, and for rice fields. In some places, hundreds of metres of coast that used to be lined with mangroves have now been swallowed up by the sea.

Seepegel historisch

Bei den Meerespegeln ist die Datenlage wie so oft (Erfahrung aus jahrelangen Pegelrecherchen) zu „besonders Klimawandel-gefährdeten Zonen“, auch bei Indonesien katastrophal schlecht. Es gibt fast keine Langzeitpegel, weshalb man solche aus etwas entfernteren Stationen nehmen muss.

Doch zuerst eine Grafik mit dem historischen Pegelverlauf. Wie es andere Weltgegenden ebenfalls ausweisen, ist der aktuelle Meerespegel auch bei Indonesien eher niedrig als hoch. Es sind demnach noch mehrere Meter „natürliche Luft“ nach oben, ohne dass irgend ein menschlicher Einfluss daran Schuld haben müsste.

Bild 3 Indonesien. Meerespegelverlauf seit 8.000 Jahren. Seit dem Hoch nach der letzten Eiszeit ist der Meerespegel aktuell am Minimum

Nun aktuelle Pegelverläufe. Der im Video berichtete, schlimme Anstieg „ … immer höher und höher … so wie dieses Jahr war es aber noch nie … „ findet sich in den Pegelmessdaten nicht.
Wo die Küste mit teils bis zu 20 cm pro Jahr sinkt, mag der subjektive Eindruck allerdings schon so sein. Wer ein reines Propagandavideo dreht, lässt sich so etwas dann auch gerne erzählen.

Bild 4 Indonesien. Meerespegelverlauf 2006 … 2018

Bild 5 Indonesien. Meerespegelverlauf 2009 … 2018

Bild 6 Pegelverlauf bei Singapur (Jurong, Raffles light house). Meerespegelverlauf 1970 … 2017. Pegel vom Autor aus zwei Zeitreihen zusammengesetzt

Bild 7 Pegelverlauf Singapur

Die wirkliche Bedrohung sind regelmäßige, teils schlimmste Erdbeben und Tsunamis

Wie es inzwischen jahrelange Pegelrecherchen immer neu zeigen, gibt es weder weltweit, noch bei Indonesien einen aktuellen, „übernatürlichen“ Meerespegel-Anstieg. Auch wie im Video von einem Einheimischen berichtet – gerade in den letzen Jahren wäre der Meerespegel besonders stark gestiegen – widerspricht den Stationsmessdaten.
Dass Indonesiens Küsten durch die geologischen Gegebenheiten oft aus tiefen Sümpfen/Mooren bestehen, auf denen wegen der massiven Überbevölkerung Millionenstädte (Jakarta: 30 Millionen Einwohner) errichtet werden, deren Einwohner dazu noch das tragende Grundwasser abpumpen, kann nicht Schuld vom Westen emittiertem CO2 sein.
Und dass die wirklich, wesentliche Bedrohung an den dortigen Küsten regelmäßige, schwerste Erdbeben und Tsunamis sind, erfährt er in der ARTE-Reportage ebenfalls nicht. Die NGOs und unsere Medien machen den westlichen Bürgern konsequent weis, dass die Bedrohung alleine das vom Westen emittierte CO2 wäre, denn nur damit lassen sich die eingeleiteten (und ersehnten) Klimareparationszahlungen begründen und aufrecht erhalten.

03.10.2018 Erdbeben in Indonesien : Ein Monster aus flüssiger Erde
Das Phänomen der Bodenverflüssigung erscheint merkwürdig, ist aber nicht unbekannt. Es war etwa bei dem Erdbeben im neuseeländischen Christchurch im Jahr 2011 aufgetreten. Auch in Japan gab es bereits Fälle. Voraussetzung dafür ist offenbar ein lockerer Sandboden, der durch die Reibung der Sandkörner eigentlich tragfähig ist. Durch die Erdbebenwellen verlieren die Körner durch das Wasser dazwischen  den Kontakt. Der Boden wird flüssig. Am häufigsten soll sich die Verflüssigung in Gebieten ereignen, die nah am Meer liegen und in denen deshalb der Grundwasserspiegel hoch ist. Neben dem Tsunami an der Küste der Stadt Palu war die Verflüssigung des Erdreichs die wohl schwerste Folgekatastrophe des Erdbebens.

Liste von Erdbeben in Indonesien: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Erdbeben_in_Indonesien
Warum gibt es so viele Erdbeben in Indonesien?
Es ist kein Zufall, dass es in Indonesien immer wieder zu Erdbeben kommt. Denn das größte Inselreich der Welt liegt im Bereich einer seismisch besonders kritischen Zone, dem sogenannten Pazifischen Feuerring.
Dieser zieht sich entlang der Seiten des Pazifischen Ozeans und sorgt besonders dort für Erdbeben, wo die Pazifische Platte auf andere Platten trifft. Deswegen kommt es auch in 
Japan oder der Westküste der USA immer wieder zu Erdbeben.
Im Fall von Indonesien schiebt sich außerdem die 
Indisch-Australische Platte unter die Eurasische Platte, sodass Indonesien von den Plattenbewegungen gleich mehrere Platten betroffen ist.
Das Tsunami Museum in Banda Aceh
In Banda Aceh im Norden von Sumatra gibt es ein Tsunami Museum, indem du dich ausführlich über die Entstehung von eine Tsunami informieren kannst. Das Tsunami Museum befindet sich in einem Schiff, welches von dem Tsunami 2004 bis tief ins Landesinnere gespült wurde. Die Geschichte der Stadt ist unglaublich traurig. Die Stadt lag nach dem Seebeben 2004 und den daraus resultierenden Tsunami  in Trümmern. Die an der Küste gelegenen Stadtteile wurden fast vollständig vernichtet. Es sollen über 25.000 Menschen ums Leben gekommen sein.

Nichts davon thematisiert das ARTE-Video, denn viel schlimmer ist ja der Klimawandel..

Der Tschadsee ist immer für ein Klimawandel-Menetekel zu missbrauchen

ARTE Video: [4] … Der Tschadsee in der Sahelzone ist seit den 60er Jahren wegen der zunehmenden Hitze bereits um 90 Prozent geschrumpft. Im Laufe dieses Jahrhunderts wird er vermutlich ganz verschwunden sein. Die ca. 40 Millionen Menschen, die noch immer von ihm leben, werden gezwungen sein, weiter in Richtung Süden zu migrieren, dorthin, wo es noch mehr Regen gibt. Eine Katastrophe mit Ansage.
Es wurde immer heißer und trockener, so dass Mohammed Ibrahim entschied dort hinzugehen, wo die Temperaturen nicht so unmenschlich waren und es noch ein wenig Wasser gab: Vom Niger hinüber in den Tschad und dann immer weiter Richtung Süden. Über mehrere Jahre, mit seiner Frau, seinen Kindern und seinen 70 Kamelen. Die Hitze verfolgte Mohammed und seine Tiere, von denen immer mehr verdursteten. Jetzt lebt er mit seiner Familie in einem Flüchtlingscamp nahe des Tschadsees und nur sieben Kamele sind ihm geblieben. Mohammed Ibrahim ist einer der ungezählten Menschen in der Sahelzone, die ihre Heimat verlassen haben. Nicht wegen Kriegen und Krisen, sondern wegen der hohen Temperaturen.
Er ist ein Klimaflüchtling. Migration hat es immer gegeben, als Anpassungsstrategie an eine sich verändernde Umwelt. Doch die Zahl derer, die ausschließlich wegen des Klimawandels zur Migration gezwungen werden, hat sich etwa seit den 90er Jahren drastisch erhöht. Es ist eine doppelte Ungerechtigkeit: Die Industriestaaten, die auf Kosten anderer Länder reich geworden sind, schädigen mit ihren Emissionen die Atmosphäre und lassen ein zweites Mal die Bewohner der ärmeren Regionen zu Opfern werden. Wie viele Menschen werden bis zur Mitte unseres Jahrhunderts gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen? Dieser Frage geht die Dokumentation „Klimafluch und Klimaflucht“ nach: in der Sahelzone, in Indonesien und in der russischen Tundra, sogenannten Hotspots des Klimawandels.

Dabei ist gerade diese Gegend nicht als Beleg für einen schlimmen AGW-Kliimawandeleinfluss geeignet.
EIKE 09.09.2017: [5] Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?
Die heutige, geringe Ausdehnung des ursprünglich riesigen Binnensees ist eine klimatische Auswirkung über die letzten 6.000 Jahre. Als es damals wärmer war! war der See um Dimensionen größer. Heute behaupten „Klimafachpersonen“, er würde durch die Wärme sinken.
Dass er bei der heutigen, verschwindend niedrigen, verbliebenen Fläche heftig schwankt, ist neben der zunehmenden Wasserentnahme vom See und von seinen Zuflüssen) ein natürlicher Vorgang.

Bild 8 [5] Tschad See, Verlauf der Seehöhe (A) seit ca. 15.000 Jahren. Anmerkung: Links ist die aktuelle Zeit. Teilbild, vom Autor zusammengesetzt und ergänzt
Man muss leider feststellen, dass diese Gegend eher ein Beleg für etwas ist, was von unseren NGOs und Medien sorgfältig verschwiegen wird, weil es so gar nicht in das ideologisch vorgegebene Schema passt:
Tschad: Einwohnerzahl 1950: ca. 2,5 Mio; 2015: ca. 14 Mio. Bei den anderen Ländern im Sahelgürtel sieht es nicht besser aus. Vor Ort Einsicht in das Problem: Nicht im Entferntesten:
EIKE 09. Juli 2018: Überbevölkerungsprobleme bekämpfen wir ganz aktiv – durch noch mehr CO2-Reduktion
… Mütter mit 15 Kindern keine Seltenheit. Der Dorfälteste führt Männer mit drei Ehefrauen und 20 bis 30 Kindern herbei. „Für uns gibt es keine Grenzen. Inschallah, so Gott will … Verhüten? Kommt nicht in Frage …
„Reich ist, wer viele Kinder hat. Kinder verschaffen den Eltern Respekt“ …
Der Hauptgrund für das starke Bevölkerungswachstum liegt in Afrika. Derzeit leben etwa 1,25 Milliarden Menschen auf dem Kontinent … Mitte des Jahrhunderts 2,5 Milliarden – doppelt so viel wie heute … im Nahen Osten sieht es nicht besser aus … Im Niger, wo heute etwa 21 Millionen Menschen leben, dürfte man im Jahr2050 bei 66 Millionen angekommen sein. Die meisten müssen auswandern, oder sie werden an Hunger oder durch Krankheiten sterben …

Gerade auch hierbei erkennt man die Inkompetenz und Verlogenheit unserer Politik. Weil man wirkliche Kernprobleme aus politischen und religiösen Gründen nicht lösen kann – aber etwas „getan werden muss“ – sollen die westlichen Bürger eben CO2 vermeiden und die horrenden Kosten bezahlen (neben den Klima-Reparationszahlungen). Es geht nicht darum, ob und wie viel es wirklich hilft, sondern um die „mentale Beruhigung“ unserer für wirkliche Lösungen unfähigen Politik-„Elite“.
Achgut 30.11.2018: Ist die Forderung nach Familienplanung Rassismus?

Wie auch die Sahelzone

ARTE Video: [4] … nördliches Kamerun
Sprecher: … Überall Spuren menschlicher Verzweiflung. Früher, so sagen die Alten, flossen unmengen Wasser in den Fluss und dann in den Tschadsee. Doch das war einmal, es regnet immer weniger …
Es gibt kein Wasser mehr Der Brunnen ist 6 Kilometer entfernt … im Laufe der letzten 10, 15 jahre hat sich die Lage extrem verschlechtert … …in der Sahelzone wandert diese Trennungszone immer mehr in den Süden … In Afrika die niederschmetternde Dürre … dazu noch der Terror von Boko Haram … die führt zu Klimaflüchtlingen ..
.

Wieder stellt sich die Frage wie im vorhergehenden Kapitel: Stimmt das, was da berichtet wird? Eindeutig kann man sagen: Nein. Auf jeden Fall ist auch dazu ziemlich sicher, dass die Ursache der geschilderten Probleme nicht vom Westen emittiertes CO2 ist.
Der Autor hat selbst im „Öffentlich Rechtlichen“ eine Reportage im „Öffentlichen“ gesehen, in welcher ein NGO-Mitarbeiter vor Ort seine Verwunderung äußerte, wie grün der Sahel gegenüber früher geworden ist. Allerdings mit dem Hinweis, dass die „üblichen“ Probleme dieses Kontinents: Rasante Überbevölkerung, Überweidung (viel zu viele Herden, die Prestigeobjekte darstellen), Abholzung, behördliches Missmanagement – dies zunichte machen.

Jedenfalls führt „der Klimawandel“ ausgerechnet im Sahel zu mehr Niederschlag. Dort sogar in Klimasimulationen. Und das nicht als seltene Einzelmeinung:
kaltesonne 18.12.2017: PIK: In Afrikas Sahelzone könnte es plötzlich viel mehr regnen
kaltesonne 21.7.2016: Der Klimawandel bringt der Sahelzone mehr Niederschlag
kaltesonne 05.05.2016: Feuerbauern im südlichen Afrika schneiden sich selber den Regen ab
kaltesonne 01.03.2016: Der ergrünende Sahel: Neues aus der afrikanischen Dürrekunde
kaltesonne 26.06.2015: Neue Arbeit in Nature Climate Change: Regenmengen im Sahel nehmen seit den 1980er Jahren wieder zu
kaltesonne 20.8.2014: Klimamodelle des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie geben Grund zur Hoffnung: Große Teile des Sahels werden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ergrünen
kaltesonne 06.08.2014: Satellitenbildauswertung der Universität Bayreuth: Vegetationsdichte im westafrikanischen Sahel hat in den letzten 30 Jahren zugenommen

Die weiteren Beispiele im Video darf sich jeder selbst ansehen. Es lohnt nicht, sie hier nochmals zu rezensieren (die in diesen „Öffentlich-Rechtlichen“ Klimawandel-Katastrophenreportagen in Endlosschleife wiederholten, immer gleichen Bedrohungsszenarien wurden bereits vielfach auf EIKE rezensiert).

Ein Politikwissenschaftler trifft Vorhersagen zur Klimamigration

ARTE Video: [4] … was sagt die Wissenschaft
Francois Gemenne: ... Meiner Meinung nach 2 … 3 Milliarden Menschen die (Klima-)Migranten sein werden …
Dieser im Video solche Aussagen machende „Klimawissenschaftler“ forscht zumindest nicht zum Klima:
Francois Gemenne: He holds a joint doctorate in political science from Sciences Po Paris and the University of Liege (Belgium). He also holds a Master in Development, Environment and Societies from the University of Louvain, as well as a Master of Research in Political Science from the London School of Economics.

Man war für dieses Vide sowieso nicht bemüht (eher vermied man es sorgfältig), wirkliche Forscher mit Kenntnissen zu engagieren. Die „wissenschaftliche Beratung“ erfolgte laut Listung durch eine Frau Susanne Melde von der internationalen Organistion für Migration. Diese Organisation „IOM“ forscht. Aber vorwiegend, wie Migranten zu helfen und zu unterstützen sind:
IOM’s Strategic Focus: To provide secure, reliable, flexible and cost-effective services for persons who require international migration assistance. To enhance the humane and orderly management of migration and the effective respect for the human rights of migrants in accordance with international law.
IOM is committed to the principle that humane and orderly migration benefits migrants and society.

Fazit
Es scheint so, dass man beim Zwangsgebührenfernsehen seine Aufstiegsschancen verbessert, wenn man bereit ist, solche Propagandafilme zu erstellen.

Und die Endlosschleife dreht sich weiter

In wenigen Tagen beginnt der Klimagipfel. Da müssen die Bürger in die richtige „Stimmung“ gebracht werden. Schließlich will man von dessen Geld immer mehr in die Welt hinausschmeissen und ihn selbst mit immer stärkeren Repressionen belasten. Material ist dazu genug vorhanden, denn auch der Film „SOS Südsee“ unterscheidet sich wenig vom ARTE-Video (siehe die folgende Rezension):
EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)
EIKE 26. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 1)

Bild 9 Screenshot von der 3sat Mediathek mit dem Film „SOS Südsee“

Quellen

[1] EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt

[2] EIKE 19. Oktober 2018: Panne beim Weltklimarat: Neuer IPCC-Spezialbericht zum 1,5°C-Ziel blendet natürlichen Klimawandel komplett aus

[3] TODAY 07 March, 2018: Sinking shoreline threatens coastal communities in Indonesia

[4] ARTE Filmdokumentation (Ursprung: SWR): Klimaflucht – Massenmigration – Die wahre Umweltkatastrophe

[4] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

[5] EIKE 09.09.2017: Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?

[6] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel