Vier Millionen untergehende Häuser

Charles Rotter

Die zugrunde liegenden Niederschlagsdaten lassen keinen Trend zur Austrocknung erkennen. Die geologischen Verhältnisse in diesem Gebiet sind bereits seit der Zeit vor den Römern stabil. Und die Zahl, die in der Presse genannt worden war, stammte aus dem „Worst-Case-Szenario“.

[Hervorhebung im Original]

„Millionen Häuser in London, Essex und Kent sind mit der sich verschärfenden Klimakrise vom Versinken bedroht“, berichtete der Guardian. AOL griff die Meldung auf. Der Artikel machte die Runde in den üblichen Medien, die alle mit der gleichen Zahl aufwarteten: Mehr als vier Millionen britische Häuser seien bis 2070 vom klimabedingten Versinken bedroht. Die Quelle ist der British Geological Survey, eine seriöse Institution – oder zumindest war sie das einmal –, und genau das macht diesen Artikel lesenswert.

Paul Homewood hat bereits die Vorarbeit zu den Niederschlagstrends geleistet, und ich werde nicht alles wiederholen. Er hat die vom Met Office veröffentlichten Datenreihen zu den Frühjahrsniederschlägen bis ins Jahr 1840 und zu den Sommerniederschlägen in Südostengland bis ins Jahr 1875 zurückverfolgt, und kurz gesagt lässt sich feststellen, dass es keinen Trend gibt. Trockene Frühjahre waren vor einem Jahrhundert häufiger. Der letzte wirklich trockene Sommer im Südosten war 1995. Falls der Süden Englands austrocknet, hat man ihm das noch nicht mitgeteilt. Lesen Sie seinen Artikel, um die Grafiken zu sehen. Es sind genau die Grafiken, die jede Diskussion beenden.

Ich möchte hier die Grundlage erläutern, auf der die Zahl von vier Millionen beruht, denn wenn man sie einmal gesehen hat, kann man sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen – und genau diese Grundlage stützt die Hälfte der britischen Klimapolitik.

Die Zahl der BGS stammt aus einem Produkt namens „GeoClimate Shrink-Swell“-Datensatz. Schrumpfen und Quellen ist ein reales Phänomen. Lehmböden nehmen Wasser auf und quellen auf, trocknen dann aus und schrumpfen, wodurch sich der Boden bewegt und auf Lehm gebaute Häuser Risse bekommen. London liegt auf Londoner Lehm, der so stark schrumpft und quillt, wie Lehm es nur kann. Das war schon so, bevor es London überhaupt gab. Das ist der Grund, warum es schon zu Zeiten der Viktorianer und der Edwardianer Bodensenkungen gab und warum das Reihenhaus deiner Urgroßmutter in Camden einen Riss über der Haustür hat. Bodensenkungen werden durch das Gewicht von Gebäuden, durch Wasserentnahme und durch die großen Bäume verschlimmert, welche die Menschen unbedingt neben ihren Häusern pflanzen wollen. Nichts davon ist neu, und nichts davon hat mit dem Klima zu tun.

Um eine alte geologische Tatsache in eine Schlagzeile für das Jahr 2070 zu verwandeln, braucht man eine Prognose. Und um diese Prognose zu erhalten, hat das BGS seine geologischen Karten mit Klimaprognosen kombiniert. Konkret handelte es sich laut der eigenen Mitteilung des BGS um Klimadaten, die aus den UKCP18-Prognosen des Met Office abgeleitet worden waren.

Und da ist es also: UKCP18.

UKCP18 ist die Reihe der Klimaprognosen des Met Office für Großbritannien aus dem Jahr 2018, und ihr viel beachtetes High-End-Szenario basiert auf RCP8.5. Regelmäßige Leser wissen, worauf das hinausläuft, denn wir haben bereits ausführlich darüber berichtet. RCP8.5 ist der Emissionspfad, der von einer Verfünffachung des weltweiten Kohleverbrauchs bis 2100, dem Fehlen einer sinnvollen Klimapolitik und technologischer Stagnation ausgeht – allesamt Faktoren, die weder eintreten noch eingetreten sind. Mit dem neuen ScenarioMIP-Rahmenwerk für CMIP7, das im April dieses Jahres veröffentlicht worden ist, wurden RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 offiziell aus den Szenarien gestrichen, die in die nächste Bewertung des IPCC einfließen. Die Klimagemeinschaft selbst verwendet es nicht mehr. Wir haben in den letzten Wochen mehrere Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

Hier also der tatsächliche Aufbau des Gedöns‘ um die vier Millionen Haushalte: Das BGS nahm seine geologischen Daten, speiste sie in das UKCP18-Modell des Met Office ein – das auf dem Szenario RCP8.5 basiert, welches der IPCC vor drei Monaten als unplausibel verworfen hatte – und erstellte eine Prognose für das Jahr 2070.

Wäre dies nur eine einzelne übertriebene Pressemitteilung, würde ich mich nicht weiter darum kümmern. Was es jedoch lohnenswert macht, darüber zu schreiben ist, dass dies mittlerweile der typische Stil britischer Klima-Institutionen ist und dass diese Meldung in der gleichen Woche erscheint wie ein verwandtes Beispiel, das es wert ist, daneben gestellt zu werden.

Betrachten wir den Meeresspiegel, den anderen große Motor der britischen Untergangs-Prophezeiungen für die Küsten. Die These vom beschleunigten Meeresspiegelanstieg stützt sich fast ausschließlich auf die Satellitenaltimetrie-Daten, die 1993 begannen und nun etwa dreißig Jahre umfassen; sie wurden über mehrere Satellitenmissionen hinweg zusammengefügt, wobei jeder Übergang eine Kalibrierungsanpassung erforderte. Die Langzeit-Pegel, von denen einige seit weit über einem Jahrhundert in Betrieb sind, erzählen eine andere Geschichte. Der Pegel am Battery Park in New York verzeichnet seit 1856 einen stetigen Anstieg von etwa 2,8 bis 3 Millimetern pro Jahr, ohne dass sich über mehr als 160 Jahre hinweg eine statistisch signifikante Beschleunigung gezeigt hätte. Weil sich die kurzen Satellitenaufzeichnungen und die langen Pegelmessungen in ihrem Charakter unterscheiden, gibt es eine reale und lebhafte Debatte darüber, welcher der beiden Datensätze mehr Gewicht verdient – und es handelt sich dabei keineswegs um eine geklärte Frage, wie die Schlagzeilen vermuten lassen. David Burton dokumentiert seit Jahren auf sealevel.info geduldig, Pegel für Pegel, den Gezeitenpegel-Aspekt dieses Themas.

Die beiden Geschichten ähneln sich. In beiden Fällen zeigt eine lange, langweilige, direkt beobachtete Datenserie einen moderaten, annähernd linearen Trend, der schon so lange anhält, wie wir ihn messen. In beiden Fällen wird eine kürzere, modellbasierte Konstruktion herangezogen, um eine alarmierende Beschleunigung in die Zukunft zu prognostizieren. Und in beiden Fällen ist es die alarmierende Version, welche die Öffentlichkeit erreicht, mit einer politischen Maßnahme verknüpft wird und zu dem wird, was „jeder weiß“.

Was das soll

In der Ankündigung der BGS wird offen dargelegt, wozu der Datensatz dient. Er soll – wie es in der Ankündigung heißt – Kommunalbehörden, Bauträgern, Planern, Hypothekengebern und Versicherern dabei helfen, ihr Risiko im Zusammenhang mit klimabedingten Gefahren einzuschätzen. Mit anderen Worten: Er soll in Planungsvorschriften, Kreditentscheidungen, Versicherungsprämien und Immobilienpreise einfließen. Eine Prognose, die auf einem veralteten Emissionsszenario basiert, wird dazu herangezogen, um zu entscheiden, ob Ihre Bank Ihnen einen Kredit für ein Reihenhaus in Barnet gewährt.

Und genau das sollte diejenigen beunruhigen, denen die Klimapolitik eigentlich egal ist. UKCP18 wurde nicht zurückgezogen. Das Met Office stellt es nach wie vor auf seinen Webseiten zur Verfügung. Das BGS hat nun auf dieser Grundlage ein Produkt zur Bewertung von Immobilienrisiken entwickelt. Das zugrunde liegende Szenario wurde von der Stelle, die es entwickelt hat, als unplausibel eingestuft, und die britische institutionelle Reaktion bestand darin, so weiterzumachen, als wäre nichts geschehen, weil die Prognosen tragende Säulen sind. Sie stützen die politische Architektur der Netto-Null-Ziele, und man kann das unterste Szenario nicht herausnehmen, ohne dass die oberen Ebenen nervös werden.

So hat der British Geological Survey, eine Organisation mit einer wahrhaft herausragenden Geschichte in der Kartierung der tatsächlichen Gesteinsformationen unter dem tatsächlichen Großbritannien, eine Prognose von vier Millionen absinkenden Häusern veröffentlicht, die auf einem Klimaszenario basiert, das die Klimagemeinschaft bereits im April verworfen hat. Die zugrunde liegenden Niederschlagsdaten zeigen keinen Trend zur Trockenheit. Die zugrunde liegende Geologie ist seit der Zeit vor den Römern stabil. Und die Zahl, die die Presse veröffentlichte, stammte aus dem verworfenen Szenario.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Hätte ein Doktorand so etwas eingereicht, hätte der Betreuer es zurückgegeben. Aber es wurde nicht von einem Doktoranden eingereicht. Es wurde vom BGS veröffentlicht, vom Guardian abgedruckt und wird nun irgendwo in Whitehall still und leise in die Argumentation für eine Politik eingebunden, die schon lange vor der Zählung der Häuser beschlossen wurde.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/17/four-million-sinking-homes/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Bodensenkungen führen zu hohen Messwerten beim Anstieg des Meeresspiegels

H. Sterling Burnett

Der Meeresspiegel steigt, wie dies seit dem Ende der letzten Eiszeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Fall ist. Tatsächlich ist er in den letzten 12.000 Jahren weltweit im Durchschnitt um mehr als 120 Meter gestiegen.

Obwohl es keinen einheitlichen Trend beim Meeresspiegel gibt – wobei die an Pegelmessstationen gemessenen Werte an einigen Orten relativ konstant bleiben, an anderen steigen und an wieder anderen sogar sinken –, zeigen die Daten im Allgemeinen, dass der Meeresspiegel um etwa 2bis 30 mm pro Jahrzehnt steigt, je nachdem, ob Satellitenmessungen (und welche Satellitendatensätze) oder Pegelmessdaten verwendet werden. Kürzlich hat eine neue Reihe von Satelliten eine geringe Beschleunigung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegelanstiegs gemessen. Abgesehen von der Frage, ob dieser leichte Anstieg – sofern er tatsächlich vorliegt und kein Artefakt einer Änderung im Satellitenmesssystem ist – außerhalb der Norm des historischen Meeresspiegelanstiegs liegt (was nicht der Fall ist) oder unkontrollierbar ist (was ebenfalls nicht der Fall ist), bleibt die Frage: Worauf ist der jüngste Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen?

Eine Studie in „Nature“ kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Kombination aus menschlichen und natürlichen Faktoren handelt und dass eine der anthropogenen Ursachen unterschätzt wird und möglicherweise eine größere Rolle spielt als die globale Erwärmung.

Ein internationales Team aus 11 Forschern von Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten, UK, Deutschland, Kanada und China stellt fest, dass die Rolle und die Ursachen von Landabsenkungen oder vertikalen Bodenbewegungen (VLM), die oft mit dem Anstieg des Meeresspiegels verwechselt werden, kaum untersucht wurden, aber einen großen Anteil am gemessenen Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels haben.

Das Team untersuchte Daten aus 65 Prozent der Küstenstädte, darunter auch Delta-Städte in Südostasien, die in der Forschung zum Anstieg des Meeresspiegels an den Küsten üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Sie stellten fest, dass die Küstenbevölkerung von 1995 bis 2020 einen doppelt so starken Anstieg des Meeresspiegels erlebte als auf Faktoren wie die globale Erwärmung zurückgeführt werden könnte. Tatsächlich deuten ihre Daten darauf hin, dass 71 Prozent der Küstenbevölkerung in Gebieten mit gravierenden Problemen durch Bodensenkungen leben.

Dutzende Artikel auf ClimateRealism.com haben darauf hingewiesen, welche Rolle Landabsenkungen beim gemessenen Anstieg des Meeresspiegels spielen, was die Unterscheidung zwischen dem Beitrag natürlicher Faktoren – einschließlich des Klimawandels – und anderen vom Menschen verursachten Faktoren erschwert.

Intensive Bebauung auf weichen Küstenböden führt zu Verdichtung; die Kanalisierung von Flüssen für den Schiffsverkehr und zur Verringerung von zufälligen Überschwemmungen verhindert die historische Bodenablagerung; die Trockenlegung von Feuchtgebieten für Bebauungszwecke führt zu stärkeren Überschwemmungen und steigenden Gezeiten; und die Entnahme von Grundwasser zur Deckung des Wasserbedarfs der wachsenden Küstenbevölkerung verursacht direkte Bodensenkungen. All dies sind schwerwiegende menschliche Faktoren, die zu einer erheblichen VLM führen.

„Beobachtungen zeigen, dass VLM die aktuellen absoluten Veränderungen des Meeresspiegels […] in anfälligen Gebieten, wie globalen Flussdeltas und insbesondere in Küstenstädten, die in Flussdeltas liegen, um eine Größenordnung (oder mehr) übersteigen kann“, schreibt das Forschungsteam. „Durch Grundwasserentnahme bedingte Bodensenkungsraten von 10 mm/Jahr haben zu deutlich höheren [relativen Meeresspiegelanstiegs-]Veränderungen als im globalen Durchschnitt in Flussdeltas, wie beispielsweise im Mekong-Delta …, oder in Städten beigetragen, die auf tief liegenden Delta- und Küstenebenen errichtet wurden, wie Bangkok, Manila oder Jakarta.“

Obwohl die an dieser Studie beteiligten Forscher nicht andeuten, dass sie bezweifeln, dass der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, deuten ihre Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der zunehmenden Bebauung von Küstengebieten der VSL bei den relativen Veränderungen des Meeresspiegels eine größere Rolle spielt als der Klimawandel, als allgemein anerkannt wird, und an vielen Orten vielleicht sogar eine größere Rolle als der Klimawandel.

Quellen: Nature; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/, dritte Meldung

Anmerkung des Übersetzers: Während es den Klimawandel schon immer gab, ebenso wie tektonische vertikale Landbewegungen, ist nur das mit der Besiedlung und der Bewirtschaftung neu. Das heißt, dass „Änderungen der Veränderung“ des Meeresspiegels wohl tatsächlich anthropogenen Ursprungs sind!




Weist der globale Meeresspiegelanstieg eine sinusförmige Schwankung auf? – Teil 1

Eine Untersuchung anhand von Gezeitenpegel-Daten – Teil 1: Vorläufige Analyse

Dr. Alan Welch FBIS FRAS

Einführung

Die Frage „Warum weist der globale Meeresspiegelanstieg eine sinusförmige Schwankung mit einer Periode von etwa 26 Jahren auf?“ wurde 2023 in den Kommentaren zu einer meiner Veröffentlichungen gestellt. In meiner Antwort wies ich darauf hin, dass die Satellitenabdeckung nur 95 % betrug und daher möglicherweise die Ereignisse in den übrigen 5 % relevant sein könnten. In meinem Folgeartikel „Measuring and Analysing Sea Levels using Satellites during 2023 – Part 2“ [etwa: Messung und Analyse des Meeresspiegels mit Satelliten im Jahr 2023 – Teil 2] analysierte ich die Ergebnisse von Gezeitenmessern in 9 Häfen in den nördlichen Regionen des Atlantischen Ozeans und bis hinauf zum Arktischen Ozean. Die Analyse war sehr vereinfacht, aber vielversprechend, sodass nun eine detailliertere Analyse unter Verwendung neuerer Verfahren durchgeführt wird.

Bevor wir fortfahren, könnte eine weitere Frage lauten: „Na und?“ Die Kurve ist im Grunde genommen fast linear (R² = 0,99), wobei quadratische oder sinusförmige Anpassungen nur sehr wenig dazu beitragen. Im Jahr 2018 veröffentlichten Nerem et al. jedoch ihre Arbeit, in der sie sich auf eine quadratische Kurve konzentrierten und den kleinen quadratischen Koeffizienten als repräsentativ für eine Beschleunigung verwendeten. Hätten sie sich auf die Daten beschränkt, wäre alles akzeptabel gewesen, aber sie extrapolierten über 80 Jahre und veröffentlichten ihre Arbeit. Die Arbeit wird immer noch jeden Monat in vielen Arbeiten als Referenz verwendet. In den letzten 8 Jahren wurde sie verwendet, um dramatische Szenarien von überfluteten Städten zu entwerfen und alle Kinder zu erschrecken. Die Untersuchung einer Sinuskurve hat versucht, ein ausgewogenes Bild zu zeichnen. Ein Punkt, der bei der Verwendung der quadratischen Kurve übersehen wurde ist, dass die Berechnungen, wenn sie 2008 begonnen hätten, jetzt eine Verlangsamung zeigen würden. Welche Arbeit würden Nerem et al. dann schreiben?

Der Beitrag besteht aus zwei Teilen.

Teil 1 enthält vorläufige Analysen, in denen jeder Gezeitenmesser bis zur Stufe der Spektralanalyse verarbeitet wird.

Teil 2 führt eine Kurvenanpassung durch, bei der die Residualwerte (Ist-Werte minus Werte auf einer Best-Fit-Kurve) anhand einer Kurve beurteilt werden, die aus zwei oder drei Sinuskurven unter Verwendung der aus den Spektralanalysen abgeleiteten Spitzenperioden besteht.

Vorläufige Analyse

Diese Studie nutzt eher Daten von Gezeitenmessern als Daten der NOAA, verwendet jedoch Spektralanalysen.

Die 9 Standorte sind Reykjavik – Island, Torshavn – Färöer-Inseln, Aberdeen – Schottland, Lerwick – Schottland, Bergen – Norwegen, Barentsberg – Spitzbergen, Narvik – Norwegen, Murmansk – Russland und Tiksi – Russland.

Nur Aberdeen und Bergen verfügen über Datensätze, die mehr als 100 Jahre umfassen, während Torshavn nur etwa 50 Jahre abdeckt.

Vor der Analyse dieser 9 Häfen werden die Ergebnisse für Brest untersucht, da diese über 210 Jahre umfassen, obwohl es einige größere Lücken in den Daten gibt. Diese Arbeit wurde bereits früher durchgeführt, aber einige Aspekte sind von Interesse. Die Daten sind in Abbildung 1 dargestellt:

Abbilduing 1

Die übliche Kurvenanpassung wird wie in Abbildung 2 dargestellt durchgeführt. Auch hier wurde möglicherweise eine übermäßige Genauigkeit verwendet, um auf der sicheren Seite zu sein. Dies dient nicht dazu, eine genaue Anpassung anzuzeigen, sondern aufgrund möglicher hoher Werte auf der „x“-Achse könnten die Leistungsterme diese zusätzliche Genauigkeit erfordern.

Abbildung 2

Eine Spektralanalyse wurde an den Daten durchgeführt, und die Abbildungen 3 und 4 zeigen die Ergebnisse für lange und kurze Zeiträume:

Abbildung 3

Abbildung 4

Abbildung 3 zeigt einen Spitzenwert (kaum erkennbar) bei einer Periode von 1429 Jahren. Die meisten anderen Gezeitenmessgeräte zeigen viel höhere Perioden, aber es wäre interessant zu sehen, wie Sinuskurven mit Perioden im Bereich von 1000 Jahren mit der quadratischen Anpassung verglichen werden könnten.

Die Kurvenanpassung wurde für Kurven mit Perioden von 1000, 1100 und 1200 Jahren durchgeführt. Die Gleichungen werden im Excel-Format angezeigt.

= CONST + AMP * SIN(((SHIFT + 2 * A1)/PERIOD) * PI()) (Gleichung 1)

Die Abbildungen 5, 6 und 7 vergleichen die quadratische Kurve mit den drei Sinuskurven und stellen dabei Steigung und Beschleunigung gegenüber:

Abbildung 5

Abbildung 6

Abbildung 7

Der nächste Teil könnte gutes Querdenken sein oder ein bisschen mehr La La Land!

Wenn man die 1200-Jahres-Kurve verwendet und von 500 v. Chr. bis 2500 n. Chr. extrapoliert, erhält man folgendes Ergebnis:

Abbildung 8

Die angegebenen Zeiträume sind möglicherweise umstritten. Ich war überrascht, dass die letzte Thames Ice Fair erst 1814 stattfand. Eine beunruhigendere Interpretation dieser Grafik, sofern sie überhaupt aussagekräftig ist wäre, dass der Meeresspiegel (und die damit verbundenen Temperaturen) erst um 2450 ihren Höchststand erreichen. Könnten die Ereignisse wirklich so schlimm werden? Wie warm war es während der römischen und der mittelalterlichen Warmzeit?

Schließlich zeigt Abbildung 9 die Residuen, d. h. die tatsächlichen Werte abzüglich der Werte auf der quadratischen Kurve, und Abbildung 10 die Spektralanalyse dieser Residuen:

Abbildung 9

Abbildung 10

Die Perioden der Spitzenwerte weichen von denen der vollständigen Spektralanalyse ab, und auf Abbildung 9 ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, dass es möglicherweise eine dekadische Schwankung von etwa 93 Jahren gibt. Dies wurde

untersucht, indem Datendateien mit Zufallswerten erstellt wurden, wobei ein Satz als einfache Zufallswerte und ein Satz als Zufallszahlen mit einer Standardabweichung festgelegt wurde. Es wurden viele Fälle durchgespielt, und die Abbildungen 11 und 12 zeigen jeweils einen Fall aus jeder Reihe:

Abbildung 11

Abbildung 12

Der erste Eindruck ist etwas beunruhigend, da er Kurven mit Perioden im Bereich von 10 bis 100 Jahren anzeigt, aber bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass diese alle eine geringe Amplitude (in diesen Diagrammen mit „Theta” bezeichnet) von etwa 2 haben, während sie in den tatsächlichen Gezeitenmessdiagrammen zwischen 10 und 30 für die Residuen liegen. Diese Theta-Werte sind relative Werte und geben keine tatsächlichen physikalischen Werte an.

(Möglicherweise habe ich den Prozess nicht klar und korrekt beschrieben, daher wäre ich für jede Hilfe sehr dankbar.

Wenden wir uns nun den 9 Datensätzen der Gezeitenpegel zu, die wir beginnend mit dem längsten Messzeitraum und dann in etwa in der Reihenfolge abnehmender Zeiträume betrachten werden. Bevor wir jedoch fortfahren, zeigen die folgenden 9 kleinen Abbildungen das Ergebnis der früheren Kurvenanpassung einer 26-Jahres-Kurve an die Diagramme der Residualwerte, d. h. der tatsächlichen Werte abzüglich des Wertes der quadratischen Anpassung. Während eine Kurve mit einer Periode von etwa 26 Jahren an vielen Stellen passt, gibt es Hinweise auf andere, in der Regel längere Periodenkomponenten, wie aus dem Diagramm für Aberdeen ersichtlich ist, wo eine größere Schwankung von etwa 85 Jahren offensichtlich ist. Die größeren Spektralanalyse-Peaks beziehen sich auf Primärmodi, während die kürzeren andere Primärmodi oder Sekundärmodi sein können. Ein Problem bei diesen 9 Analysen war, dass die dargestellten Daten ein gleitender Durchschnitt basierend auf 101 Datenpunkten sind. Ohne Unterbrechungen in den Daten entspricht dies etwas mehr als 8 Jahren, aber da es mehrere Lücken in den Daten gibt, kann dies zu Verzerrungen führen. Durch die Mittelwertbildung werden die meisten kurzfristigen Frequenzen entfernt, wodurch die allgemeine Form leichter zu erkennen ist.

Aberdeen .. Bergen .. Narvik

Reykjavik .. Murmansk .. Barentsburg

Lerwick .. Tiksi .. Torshavn

Jeder der 9 Gezeitenmesser wird nun unter Berücksichtigung der Ausgangsdaten von der NOAA-Website, der verarbeiteten Daten mit der am besten passenden quadratischen Kurve, der Residuen (tatsächlicher Wert minus Wert auf der am besten passenden Kurve), der Spektralanalyse-Diagramme und der Ergebnistabellen betrachtet. Die Tabellen enthalten im Wesentlichen Werte aus der ursprünglichen Verwendung der Software, nämlich der Analyse variabler Sterne. Die erste Spalte enthält die Frequenz

(1/Periode) in Zyklen pro Jahr. Die Zeit ist die Periode, in der diese Frequenz in Jahren auftritt. Theta wird in diesem Artikel als Amplitude bezeichnet.

In dieser Phase wurde keine Kurvenanpassung durchgeführt, da in den meisten Fällen zwei oder mehr Peaks vorhanden sind. Die bei der Spektralanalyse verwendeten Amplituden (amp) und die Amplituden der Sinuskurven (AMP) wurden für bekannte Mehrfach-Sinuskurven untersucht, und es wurde festgestellt, dass die Amplituden für ein Kurvenpaar, 1 und 2, durch die folgende Gleichung miteinander in Beziehung stehen:

AMP2 = AMP1 * SQRT(amp2/ amp1) (Gleichung 2)

Damit lässt sich die relative Dominanz jeder in den Spektralanalyse-Diagrammen dargestellten Kurve abschätzen.

Aberdeen:

Bergen:

Narvik:

Narvik (reduzierter Datensatz):

Die Daten vor 1947 wurden aufgrund der großen Lücke in den Messwerten und der verdächtigen Anfangswerte nahe dem Beginn der Datenreihe verworfen.

Reykjavik:

Murmansk:

Barentsburg:

Lerwick:

Tiksi:

Torshavn:

Demnächst:

Nachdem die Spektralanalyse auf eine Reihe von Gezeitenmessgeräten angewendet wurde, werden in Teil 2 die Ergebnisse zur Ableitung von Sinuskurven verwendet.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/02/does-the-global-sea-level-rise-have-a-sinusoidal-variation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Trends von 1880–2020 bei der Wärmeaufnahme der Ozeane und deren thermische Ausdehnung stellen Behauptungen zum anthropogenen Einfluss in Frage

Kenneth Richard

Grundlegende Annahmen in Prognosen zu einer alarmierenden, durch CO₂ verursachten globalen Erwärmung in den kommenden Jahrzehnten werden durch eine neue langfristige Energiebilanz-Analyse widerlegt.

In einer neuen Studie haben Wissenschaftler erkannt, dass die modellierten Annahmen zur Vorhersage der Reaktion der Natur auf die vermutete, vom Menschen verursachte Strahlungswirkung auf die Wärmeaufnahme der Ozeane, die thermische Ausdehnung und den Anstieg des Meeresspiegels nicht gut mit den Beobachtungen der letzten Jahrzehnte übereinstimmen.

In deutscher Übersetzung (Google Translate):

Die offensichtliche Diskrepanz ist besonders ausgeprägt im Zeitraum 2000–2020 (Abb. 2 im Bild), da der angenommene Anstieg der Strahlungsantriebe (angeblich eine Folge der steigenden CO₂-Emissionen des Menschen) nicht mit einem starken Anstieg des Energieungleichgewichts der Erde (EEI) einherging. Stattdessen liegen die angenommenen Antriebswerte um 50 % über den EEI-Schätzungen für diesen Zeitraum.

Betrachtet man den gesamten Zeitraum von 1880 bis 2020, so fällt auf, dass der Anteil des Antriebs, der Wärmeenergie an die Erde abgibt, in den letzten Jahrzehnten (deutlich) geringer war als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, obwohl die angenommene Ursache des Antriebs (menschliche CO₂-Emissionen) seit etwa 1980 um ein Vielfaches größer ist.

Man beachte, dass die CO₂-Emissionen des Menschen von 1910 bis 1945 relativ konstant bei ~1 GtC/Jahr blieben, dann aber bis 1990 auf ~6 GtC/Jahr und bis in die 2010er Jahre auf fast 10 GtC/Jahr stiegen. Trotz dieses dramatischen Anstiegs der angenommenen Strahlungsantriebe durch CO₂-Emissionen waren die Wärmeaufnahme (Abb. 1 und S6), die thermische Ausdehnung (Abb. S17) und die Anstiegsraten des Meeresspiegels (Abb. S17) in den Jahren 1910–1945 fast genauso ausgeprägt wie in den Jahren 1980–2010. Tatsächlich kam es zwischen 1945 und 1975 zu einem Rückgang der Wärmeaufnahme, der thermischen Ausdehnung und der Meeresspiegel-Anstiegsraten, obwohl in diesem Zeitraum gleichzeitig ein starker Anstieg der CO₂-Emissionen zu verzeichnen war.

„Wir stellen zwei unterschiedliche Phasen im globalen Energiehaushalt fest. In den Jahren 1880–1980 folgte das Energieungleichgewicht der Erde weitgehend dem Strahlungsantrieb. Nach 1980 stieg das Energieungleichgewicht der Erde jedoch langsamer als der Strahlungsantrieb; in den Jahren 2000–2020 betrug das Ungleichgewicht weniger als 50 % des Strahlungsantriebs.“

Da fast alle Prognosen zu katastrophaler globaler Erwärmung, Wärmeaufnahme der Ozeane und durch thermische Ausdehnung bedingtem Anstieg des Meeresspiegels auf der Annahme beruhen, dass ein dramatischer Anstieg des Strahlungsantriebs durch steigende CO₂-Emissionen zu einem deutlichen Anstieg des EEI führen wird, weisen Wissenschaftler nun darauf hin, dass wir diese Prozesse möglicherweise nicht ausreichend verstehen und daher weitere Untersuchungen in Betracht ziehen müssen.

„Da die globale Energiebilanz vor und nach 1980 eine sehr unterschiedliche globale Erwärmung in der Zukunft impliziert, sind weitere Studien erforderlich, um die Ursache dieser historischen Schwankungen besser zu verstehen.“

In deutscher Übersetzung (Google Translate):

Link: https://notrickszone.com/2025/11/25/1880-2020-trends-in-ocean-heat-uptake-thermal-expansion-challenge-human-forcing-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimaforschung verdreht? Nicht die Meeresspiegel steigen – die Küste sinkt! Klimaschau 236

Eine aktuelle Studie der Rutgers-Universität in New Jersey mit dem Titel (übersetzt) „Der moderne Anstieg des Meeresspiegels beendet die 4.000-jährige Stabilität im Südosten Chinas“ von Yucheng Lin und seinem Team rekonstruiert die Höhe des Meeresspiegels an der Küste Chinas und kommt zu dem Schluß, daß er bis Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend stabil gewesen sei. Erst um 1850, mit dem Ende der 400jährigen Kleinen Eiszeit, steige er wieder an. Der Artikel von Lin erschien im Oktober 2025 im Fachblatt Nature. In den Massenmedien wurde die Nature-Studie sofort begierig aufgegriffen und erstaunlich einseitig zitiert.

So titelte der MDR „1,51 Millimeter pro Jahr. Stärkster Meeresspiegel-Anstieg seit 4.000 Jahren“. Die ZEIT schreibt: „Der Meeresspiegel vor China ist in 120 Jahren so schnell gestiegen wie seit Tausenden Jahren nicht. Grund sind die Ausdehnung wärmerer Meere und schmelzende Gletscher.“ Aber stimmen diese Behauptungen? Wenn man nur die Zusammenfassung des Artikels durchliest, erhält man die gegenteilige Aussage, worauf der Wissenschaftsblog „Sciencefiles“ aufmerksam machte.