Die Geburt einer genialen Idee

Sie haben genug von dieser Klimaschutzpolitik? Wollen mit ihr nicht noch mehr traktiert werden? Kann ich verstehen. Dann lesen Sie jetzt nicht weiter. Sollte es aber neu für Sie sein, wie es zu dieser Politik gekommen ist und wie sie inszeniert wurde, dann ist das Folgende für Sie vielleicht doch wissens- und lesenswert. Denn gerade (29. November) agitieren schon wieder die irregeführten jugendlichen „Klimaschützer“ der Freitage-für-Zukunft-Bewegung, und das EU-Parlament, das es besser wissen müsste, hat in einer Resolution den „Klimanotstand“ ausgerufen – sie alle verrückt geworden durch eine geniale Geschäftsidee, die andere eiskalt erdacht haben und menschenverachtend betreiben.

Hartmut Bachmann und sein Buch Die Lüge von der Klimakatastrophe

Hartmut Bachmann lernte ich 2003 in Frankfurt kennen. Er machte mich mit der Klimaschutzlügerei vertraut. Wir trafen uns damals im Hotel Frankfurter Hof. Ich war, weil 65 geworden, aus der FAZ-Redaktion schon ausgeschieden, aber bis Ende 2003 noch Geschäftsführer der Fazit-Stiftung (Eigentümerin der FAZ GmbH). Bachmann hatte damals ein Buch mit dem Titel Die Reformverhinderer geschrieben*), das ich am 10. November 2003 in der FAZ vorgestellt habe (hier). 2007 folgte das Buch Die Lüge von der Klimakatastrophe.**) Dieses Buch wird demnächst überarbeitet in 7. Auflage im Frieling-Verlag (Berlin) erscheinen und 23,90 Euro kosten.

Ein bewegtes Leben

Hartmut Bachmann (Jahrgang 1924) hat ein bewegtes Leben hinter sich. Aufgewachsen ist er auf dem Gut des Großvaters am Rande Berlins. Das Gutsgebäude, ein Schloss, haben schon die Nazis enteignet, sie brauchten es als Gästehaus. Den Zweiten Weltkrieg mitmachen musste Bachmann von Mitte 1942 an. Als Jagdflieger überstand er ihn. Auch Segelflieger ist er gewesen. Fünf Jahre lang hat er Meteorologie und Aerodynamik studiert. Nach dem Krieg absolvierte er auch ein Studium an der Hochschule für Politik in Berlin, ließ sich ausbilden zum Molkereifachmann, war leitend in der Milchwirtschaft tätig, gründete Unternehmen in der Schweiz und den USA, war in Amerika Vorstandsvorsitzender (CEO) eines Klimageräteherstellers, später auch Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident eines amerikanischen Wirtschaftsinstituts. Wikipedia (hier). nennt ihn korrekt einen deutschen Manager und Wirtschaftspublizisten, verleumdet ihn aber als „Klimawandelleugner“ und Verschwörungstheoretiker, was er beides nicht ist. Lesen Sie daher lieber das, was Bachmann unterhaltsamer über sich selbst schreibt (hier).

Das allergrößte, je von Menschen erdachte Geschäft

Jenes amerikanische Wirtschaftsinstitut beschäftigte sich nach Bachmanns Darstellung mit den Auswirkungen von Wirtschaftsblöcken auf die Einzelvölker. Er schreibt: „In diesen meinen Aufgaben war ich präsent bei zahlreichen Meetings und Verhandlungen in den USA, welche die Geburt des IPCC, des späteren Weltklimarates zur Folge hatten. So kam ich dort an, wo im großen Amerika, in den USA, der größten Wirtschaftsmacht der Erde, beschlossen wurde, das allergrößte von Menschenhirn je erdachte Geschäft, das „Geschäft mit der Klimakatastrophe“ vorzubereiten.“

Diese Kurz-Vita war vorauszuschicken, um zu zeigen, dass Bachmann kein Spinner ist. Und jetzt zitiere ich Hartmut Bachmann im Wortlaut, wie er in den USA das Entstehen der Geschäftsidee Klimaschutzpolitik miterlebt hat (An- und Abführungszeichen lasse ich weg, Schreibfehler habe ich korrigiert). Es stammt aus Bachmanns Brief (hier) mit Datum vom 10. März 2012 an Prof. Dr. Jochem Marotzke, der seit 2003 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg ist.***)   Beantwortet hat Marotzke den Brief nicht. Hier Bachmanns authentische Darstellung:

US-Senator Al Gore 1986 und ein Gespräch zwischen Rudolf Augstein und Bachmann

Wir befinden uns im Jahre 1986. Die USA werden regiert von Ronald Reagan. Ein bekannter und wichtiger Abgeordneter im Repräsentantenhaus ist Al Gore (AG). Er vertritt den Bundesstaat Tennessee. AG verfügte über außerordentliche Beziehungen zu Wirtschaft und Finanzen. Sonst wäre er auch nicht Senator der USA geworden. Seine Zukunft (zum Geldmachen) sah er in aktiver Beteiligung am modernen Umweltschutz. Am 11. August 1986 schickte Rudolf Augstein (RA) sein international bekanntes Magazin DER SPIEGEL auf die Weltreise. Titelbild und Bericht über den Untergang des Kölner Doms im Nordseewasser beinhalteten den Schocker über die anstehende „Klimakatastrophe“. Am 11. September 1986 telefonierte ich mit RA. Das Gespräch beinhaltete:

Ich: “Was hast Du Dir denn dabei gedacht?“

Augstein: „Aufwecken, munter machen.“

Ich: „Und Angst machen“.

Augstein: „Ohne Angst der Massen, keine Bewegung der Massen.“

Al Gore inszeniert eine Anhörung vor dem US-Kongress zur Klimasituation

Gores Bestrebungen gingen dahin, ein politisches Instrument zu schaffen, um mehr staatlich unterfütterten Einfluss zur Bekämpfung der fiktiven Klimakatastrophe zu erlangen. Ein solches Arrangement sollte über seine Beziehungen ein Instrument werden, das ihm Einkommen entsprechender Größenordung für lange Zeit gewährt. Dazu musste das Thema Umwelt-Klima nationalisiert werden. Ablauf: Gore inspirierte James Hansen (JH), Direktor des „Goddard Institute for Space Studies“ (GISS) in New York und Freund von ihm, seinen Einfluss als DER Klimaexperte der USA geltend zu machen. Der Plan: Eine Anhörung vor dem Kongress zur Frage „Hat die Klimasituation Einfluss auf die Entwicklung der USA?“ Colorados Senator Tim Wirth (TW), Freund von James Hansen, nimmt die Angelegenheit in die Hand.

Eine heiße Anhörung 1988 mit absichtsvoll ausgeschalteter Klimaanlage

Zur Anhörung vor dem Kongress in Washington, die mir rechtzeitig annonciert wurde, fliege ich mit einem Freund von Fort Lauderdale am 22. Juni 1988 nach Washington National Airport. Am nächsten Tage soll das „Open Hearing“, die Anhörung von Hansen, sein. Das Meeting selbst, vor den Senatoren der USA, ist keine Sensation. Gore und Tim Wirth sind anwesend. Der Sitzungssaal ist stickig und unglaublich warm und keine AC (Air Condition) funktioniert. Es sind die extra ausgesucht heißesten Tage des Jahres. Entsprechend lethargisch ist die Beteiligung und Befragung von Hansen. Hansen spult seinen Vortrag ab. Wie ich später von meinem Freund T.C. (Chefpilot der Air Force One) erfahre, wurde vor dem Hearing zwischen Al Gore und Tim Wirth vereinbart und angeordnet, alle ACs abzuschalten. Dies, damit die Anwesenden möglichst keinen Appetit auf Sitzungsverlängerung durch unangenehme Fragen entwickeln und Hansen ins Stottern geraten würde.

Die beiden politischen Aufgaben für das spätere IPCC

T.C. und ich, wir flogen am Wochenende nach Nassau zum Motorbootrennen. Dort erfuhr ich von ihm, der vorher Al Gore und James Hansen nach New York zurückflog, über die Hintergründe der „funktionsunfähigen“ Lüftungsanlage im Sitzungssaal. Als Ergebnis des Hearings wird von der Regierung angeordnet, die derzeitigen und künftigen Forschungsergebnisse zum Klima bei UNEP zu konzentrieren. UNEP ist der Umweltarm der UNO und wurde damals von den Rockefellers und ihrem Intimus und Finanz-Genie Maurice Strong, der wiederum bestens befreundet mit Al Gore war und meines Wissens noch heute Vorstand der Rockefeller Stiftung ist, geleitet. Es wird beschlossen, eine seitwärts der UNEP agierende neue Organisation, das spätere IPCC, zu schaffen. Die Organisation erhält, von Al Gore und Maurice Strong erarbeitet, zwei politische Aufgaben: Festzustellen, dass die Erde einer Klimakatastrophe entgegengeht und, dass die Klimakatastrophe Mensch-gemacht ist.

Passagen im IPCC-Bericht von 1997, die den menschlichen Einfluss auf das Klima verneinen, wurden entfernt

Bert Bolin, ein Vetter von mir, wird 1. Präsident des IPCC. IPCC liefert in unregelmäßigen Abständen seine Weltklimaberichte. Diese setzen sich wiederum aus statistischen Unterlagen zusammen, die von vier internationalen Instituten geliefert werden und mit fabrizierten Temperaturskalen und Zubehör gefüttert sind: dem GISS (J. Hansen), dem CRU (Teil der Universität Ostengland unter Phil Jones) und dem ESSC (Michael E. Mann), Director Earth System Science Center der University of Pennsylvania, sowie einem Wachhund der UNEP und des IPCC für Deutschland, dem in Kassel errichteten Klimainstitut (Center for Environmental Systems Research University of Kassel), mit seinem Chef Prof. Joseph Alcamo,  langjähriger Mitarbeiter bei UNEP und IPCC, bester Freund von Maurice Strong und Al Gore. Da der letzte (1997) fertige und unterzeichnete Weltklimabericht vom IPCC eine Reihe von Hinweisen darauf enthielt, dass Passagen, die ausdrücklich einen vom Menschen verursachten Klimawandel verneint hätten, wurden diese Kapitel von Ben Santer entfernt. Der somit im Sinne der Klimahierarchie des IPCC und der Länder gefälschte Weltklimabericht, ging damit als letzter Zustandsbericht des IPCC den Delegationen der Industrienationen, anlässlich der Weltklimakonferenz in Kyoto im Dezember 1997, zu.

Wo man hinfasst: Lüge und Betrug. Und alles wird vertuscht

Da dieser Bericht gefälscht und somit keine Unterschriften hatte, ordnete Alcamo aus Kassel per e-mail an seine Domestiken in Kyoto das Folgende an: „The media is going to say ‚1000 scientists signed’ or ‚150 signed’. No one is going to check if it is 600 with PhDs versus 2000 without. They will mention the prominent ones, but that is a different story. Conclusion „Forget the screening, forget asking them about their last publication (most will ignore you.) Get those names!“ So wurden die Unterschriften von 100en von Menschen erbeten und verwendet, die gerade erreichbar waren. Tellerwäscher aus den Nachbarlokalen, Schuhputzer von nebenan etc. Dieses inszenierten Ihre Kollegen, Herr Marotzke. Publiziert wurde dies natürlich nicht; genau wie das Desaster mit den Entdeckungen der Fälschungen für den Hockeystick, die Dokumentierung des Inhaltes von über 1.000 e-mails des CRU, voll von Klimadatenfälschungen. Überall, wo man bei der Kombination von Klima und CO2 hinfasst, Lüge und Betrug. Und alles wird vertuscht. Unter den Tisch. In Gemeinsamkeit beider Institutionen, Medien und Wissenschaft. Wie sagte Popper vor langer Zeit?: Sei ein Experte in Deinem Fach. Dann werden die anderen Dich schützen. Du musst sie dann natürlich auch schützen.

Um was geht es? Nur um gigantische Geschäfte

Übrigens: Al Gore wurde der erste Karbon-Milliardär. Von jedem CO2-Zertifikat bekam und bekommt er über den Emissionsrechtehandel seine Provision. Bei jeder Bewegung, egal ob vor oder zurück, muss auf Umwegen mit dem Nobelpreisträger abgerechnet werden. Klever, nicht wahr? Klima – CO2? Um was geht es? Nur um gigantische Geschäfte. Was meinen Sie, wann und von wem es arrangiert und speditiert wurde, dass Griechenland in die EU kam und den Euro nutzen durfte? Wenn Sie erfolgreich schnüffeln, kommen Sie zu den gleichen Figuren, die das IPCC, die UNEP, die Öl- und Baumwoll- und Kupferpreise etc. kontrollieren.

Kein Volk teilt die inszenierte CO2-Angst so wie der deutsche Michel

Jede Menge Energie steht den Winzlingen, den Menschen auf der Erde zur Verfügung. Gerade in Rumänien, im Schwarzen Meer, in Polen im Schiefergebirge, in Mozambique, vor Israel, Vietnam etc. gefunden und annonciert. Weswegen 40.000 oder mehr hässliche Windmühlen? Schleswig-Holstein, Land der Horizonte. Weswegen eine wirtschaftlich total abwegige Solarnutzung? Geld, Geld, Geld. Sir Nicholas Stern, früherer Chefvolkswirt bei der Weltbank und Mitaufbereiter von Geschäften ums Klima + CO2, deswegen auch von der britischen Königin geadelt, forderte 2006 noch 5 Billionen Euro Subventionen (des Bürgers) zur Reparatur des Klimas. Connie Hedegaard, Klimakommissarin der EU, erhöhte vor wenigen Monaten auf 11 Billionen. Man sieht: Das Geschäft funktioniert. Am besten in Deutschland, denn: Kein Volk der Welt teilt die künstlich inszenierte CO2-Angst so wie der Michel. Machen Sie weiter mit? Beim Geldscheffeln für den Staat? Mittels CO2? Für jeden fürs Klima unnötig rausgeschmissenen Euro. 19 % MWST. Nettoooooooo. Auch nach Kenntnisnahme dessen, wie und wozu IPCC geschaffen wurde? Besser wäre es, Sie eiferten Vahrenholt nach.

Wenn der Staat diktiert, muss in jedem Gehirn die Alarmglocke klingeln

Wenn die Bearbeitung der Bevölkerung zur Akzeptanz eines Diktums komplett in der Hand des Staates liegt, muss in jedem Gehirn die Alarmglocke klingeln. Erstens deswegen, weil ein Staat, dessen hierarchische Strukturen das Gemeinwesen dermaßen verschuldeten, wie geschehen, zum Überleben dieser Strukturen in praxi jeden Euro benötigt, der sich auftreiben lässt. Zweitens, weil in einer solchen Situation “zum Geldkassieren“ gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Das Instrument, das generell allen verschuldeten sogenannten entwickelten Staaten via UNO, UNEP, IPCC, Abkommen von Kyoto überreicht wurde, nennt sich „Bekämpfung von AGW = Menschgemachte Klimaerwärmung.

Hartmut Bachmann 2011 in einem Vortrag

Soweit der Text, den Hartmut Bachmann an Professor Marotzke 2012 schrieb, um ihn darüber aufzuklären, wie es zu der katastrophalen Klimaschutzpolitik gekommen und wie sie inszeniert worden ist. Ich gebe ihn wieder, um auch andere aufzuklären. Im Vortrag vom 8. November 2011 über „Die Geburt der Klimalüge“ können Sie Hartmut Bachmann auch direkt erleben (hier). Auf Bachmann und seine Darstellung vom Entstehen der Klimaschutzpolitik als Geschäftsmodell hat im Februar 2019 auch Urs Gassmann auf seiner Blog-Seite hingewiesen (der ganze Beitrag hier) und so begonnen:

Hartmut Bachmann als Insider und Zeuge

„Alle Welt  maßt sich an, das  Welt­klima zu kon­trol­lie­ren.  Bis es so­weit ge­kom­men ist,  brauchte es dafür eine mas­sive Pro­pa­gan­da, ein so­ge­nann­tes Bran­ding,  wie sie nur  äußerst star­ken Fi­nan­ciers mög­lich ist.  Ein Au­gen- und Oh­ren­zeu­ge, Hart­mut Bach­mann,  wur­de  in falscher Ein­schät­zung sei­ner Per­sön­lich­keit ein­ge­la­den zu einer Kon­fe­renz, ein­be­ru­fen durch die US-a­me­ri­ka­ni­sche​ Hoch­fi­nanz, wo die Re­so­lu­tion ge­trof­fen wur­de,  mit der Er­der­wär­mung ein Ge­schäft zu ma­chen. Dem zum  In­si­der ge­wor­de­nen Bach­mann miss­fiel diese Ab­sicht, wes­halb er sich zur Auf­klärung  ent­schloss. Bachmanns Darstellungen sind durchaus plausibel, doch Gehör bei den zuständigen Schaltstellen findet er nicht. Wikipedia reiht ihn sogar in den Dunstkreis der Verschwörer ein, obwohl er nichts anderes tut, als einen Zeugenbericht abzugeben.“

Fritz Vahrenholt: Wir haben keinen Klimanotstand

Es gibt nicht viele Mainstream-Medien, die kritische Stimmen mit Argumenten gegen die Klimaschutz-Hysterie zu Wort kommen lassen. Das Hamburger Abendplatt zum Beispiel hat es getan und Fritz Vahrenholt interviewt, veröffentlicht am 7. Oktober 2019. Die Überschrift zu diesem Gespräch lautet „Fritz Vahrenholt: Wir haben keinen Klimanotstand“. Sie finden das ganze Interview hier. Zitat Bachmann (Züricher Weltwoche vom 2. Juli 2009): „Der einfache Mensch wird stets die einfache Lüge als Wahrheit akzeptieren, hingegen die komplizierte Wahrheit nicht glauben.“

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*) Hartmut Bachmann: Die Reformverhinderer. Parteien- und Beamtendiktatur in Deutschland. Frieling & Partner GmbH, Berlin 2003. 328 Seiten. 15 Euro.

**) Buch Die Lüge von der Klimakatastrophe. Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht. Frieling Verlag, Berlin 2007. 254 Seiten. 17,80 Seiten. ISBN 978-3-8280-2521-9

***) Der Anlass für das Schreiben von Hartmut Bachmann Professor Marotzke waren dessen Rezensionen des Bachmann- Buches Die Lüge der Klimakatastrophe und „sogar mit gleichem Text“ des Buches Die kalte Sonne Fritz Vahrenholt. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet. Hoffmann und Campe, Hamburg 2012. ISBN 978-3-455-50250-3.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors hier




„Eine Lüge oft genug wiederholt wird zur Wahrheit“ – Vorsicht, wenn sich 97 Prozent aller Wissenschaftler einig sind …

Vorsicht ist geboten, wenn sich wieder mal alle einig sind. Das geht für diejenigen selten gut aus, die nicht bei der trauten Einigkeit dabei sind.

Bei Honecker seinerzeit waren sich 98,85 Prozent einig. Heute sollen sich 97, manchmal auch 98 Prozent aller Wissenschaftler einig darüber sein, dass die Sache mit dem menschengemachten Klimawandel wahr sein muss. »Wir«, also die Menschheit, stehen am Abgrund und müssen sofort »das Ruder rumwerfen«.
Das sei einhellige Meinung nahezu aller Wissenschaftler. Also nahezu aller, damit sie nicht gleich 100 Prozent sagen müssen. Das klingt denn doch zu undemokratisch.

Die Geschichte geht auf den Kognitionspsychologen John Cook zurück. Der wertete 2013 knapp 12.000 Studien zum Thema globale Erwärmung aus. Die ZEIT zitierte das Ergebnis folgendermaßen: »97 Prozent derjenigen, die sich zum Klimawandel positionierten, waren sich einig, dass der Klimawandel auch menschengemacht ist.« Und sie wusste: »Es sind Lobbygruppen der fossilen Industrie, die seit Jahrzehnten bewusst Zweifel an diesem wissenschaftlichen Konsens streuen.«

Cook und seine Kollegen hatten knapp 12.000 Beiträge aus den Jahren 1991 bis 2011 gesammelt. Die sollten in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, welche »Haltung« sie zum Klimawandel einnehmen. Weil auch 12.000 Arbeiten eine Menge Leseaufwand bedeuten, haben das »Bürger« in einem »citizen science project« getan. Wer genau, wie und nach welchen Kriterien, ist nicht bekannt.

Dann werfen sie jene Beiträge in den Papierkorb, die keinen Einfluss des Menschen sehen. Das sind rund 66 Prozent jener 12.000 Beiträge. Die willkürlich übrig gebliebenen 4.014 Beiträge teilen sie dann in eine pro und contra Kategorie. Sie finden nur 118 Arbeiten in der contra-Kategorie. Macht jene berühmten 97,06 Prozent.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama jubelte per Twitter: »97 Prozent der Wissenschaftler stimmen überein: Klimawandel ist eine Tatsache, menschengemacht und gefährlich.« Er berief sich auf diese auf merkwürdige Weise zustande gekommene Studie. Das Problem ist allerdings: Der Konsens der Wissenschaftler ist ein anderer, als Obama suggeriert.

Der Spiegel hat das damals, in seinen glanzvolleren alten Tagen, so gesehen und erzählte selbst, wie diese Fake-News-Nummer aufkam:

»Die Studie belegt also lediglich eine Banalität: Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass der Mensch zur Klimaerwärmung beiträgt. Selbst hartgesottene Kritiker der Klimaforschung zweifeln nicht an dem physikalischen Grundsatz, dass Treibhausgase aus Autos, Fabriken und Kraftwerken die Luft wärmen.

Zu den eigentlich entscheidenden Fragen jedoch mache die Cook-Studie keine Aussage: Wie groß ist der menschengemachte Anteil am Klimawandel? Und wie gefährlich ist der Klimawandel? Die bedeutendsten Fragen der Umweltforschung sind weitaus schwieriger zu beantworten – und hier gehen die Meinungen der Wissenschaftler weit auseinander.

Warum erwecken die 97 (%) Forscher mit ihrer Kampagne den gegenteiligen Eindruck? Die Öffentlichkeit, so begründen die Autoren die Idee zu ihrer Studie, zögere bei der Unterstützung des Klimaschutzes aus Unwissenheit über den Wissenschaftlerkonsens.«

In den USA würden viele bezweifeln, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Das ist schlecht für die Spendenkassen der vielen Panik-NGOs, die fett daran verdienen. Die sind mittlerweile zu einer unüberschaubaren Masse herangewachsen und tönen alle dasselbe. Die 97-Prozent-Kampagne sollte entsprechenden Druck ausüben. Doch die Kritik daran bezieht sich darauf, dass solche vereinfachenden Kampagnen den »Argwohn« stärken würden.

Der Spiegel zitierte damals noch den Meteorologen Victor Venema von der Universität Bonn, der fünf Gründe auflistet, warum Forscher den Konsens über den Klimawandel nicht mögen. «Über die meisten Fragen der Klimaforschung herrsche keine Einigkeit … Die Kampagne schaffe zudem zwei Lager, die Hauptgruppe und die Sonderlinge. Solch ein Gegensatz widerspreche der Widerspruchskultur der Wissenschaft.«.

In der Wissenschaft werden Erkenntnisse eben nicht mit Mehrheitsabstimmungen verabschiedet. Im Gegensatz etwa zum Fußball, wo 97 Prozent aller Fans der Meinung sind, dass Jogi Löw kein guter Bundestrainer ist; leider interessiert das wenig. Ein ›Wir stimmen ab, ob sich die Sonne um die Erde dreht oder doch umgekehrt‘ gibt es nicht. Bisher jedenfalls nicht.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier

Weiterführende Literatur zur Erfindung von „Konsens“ in der Klimawissenschaft finden sie ua. auch hier:

Was stimmt nicht mit der Behaup­tung, „97% aller Klima­wissen­schaftler“ stimmen hinsicht­lich AGW überein?

 

 




Fake News: Diesmal Harald Lesch im Magazin GEO, 11.Mai 2017

In seinem im Magazin GEO gegebenen Interview (siehe auch die GEO-Aktion) sind gleich vier amüsante Fakes aufzufinden, zwei davon vielleicht schon rechtlich grenzwertig:

Fake 1

Harald Lesch (im Folgenden HL) behauptet „Die populistischen Strömungen machen allesamt diesen Fehler. Dass sie aus auf den ersten Blick unerfindlichen Gründen meinen, einen Klimawandel könne es nicht geben.“ Wo mag er wohl diesen Unsinn herhaben? Da sich das Klima wandelt, seit die Erde besteht, gibt es niemanden mit einigermaßen klarer Birne, der den Klimawandel abstreitet – nicht einmal D. Trump oder eine „populistische Strömung“. Anmerkung: populistisch stammt von populus, lateinisch das Volk. Was hat HL gegen das Volk? Wir wissen es nicht, vielleicht erfahren wir es im nächsten moma (Morgenmagazin ARD) mit HL.

Fake 2

HL behauptet „Es ist ja erschütternd, dass die Menschheit nicht hinreichend wahrgenommen hat, dass 34.000 referierte Publikationen auf der einen Seite 34 auf der anderen gegenüberstehen.“ Erschütternd ist nur der sachliche Unsinn dieses Satzes. Zunächst einmal ist ein Zahlenvergleich von Publikationen unwissenschaftlich. HL weiß als Wissenschaftler sehr gut, dass Wissenschaft nicht auf Konsens beruht, sondern auf dem genauen Gegenteil. Wissenschaft lebt von Abweichlern, Revolutionären und Ketzern. Nobelpreise werden nicht für das Nachplappern einer Mainstream-Meinung vergeben sondern für Neues, das dem Mainstream zuwiderläuft.

Aber auch die von HL angegebenen Zahlen sind falsch. Ein maßgebender Klimaeinfluss des Menschen ist bis dato noch von keiner begutachteten Fachpublikation auch nur annähernd beweiskräftig nachgewiesen worden. Falls ja, wären wir für einen entsprechenden Hinweis dankbar. Kein Wunder, denn die rezente Wärmephase ist nicht unnatürlich, sie liegt weit innerhalb des natürlichen Klima-Schwankungsbereichs – in Stärke und in Schnelligkeit. Ein Klimasignal des Menschen kann man infolgedessen nicht erkennen. Vergessen hat HL die mehr als 1000 referierten Fachpublikationen sowie weltbekannte Fachkollegen, die den jüngsten Klimawandel aus natürlichen Ursachen herleiten (hier, hier).

Und nun zu den etwas härteren, rechtlich bereits grenzwertigen Fakes von HL:

Fake 3

HL’s Bemühungen mit EIKE in Kontakt zu kommen lassen in unserem gem.e.V. EIKE bereits die Tränen des Bedauerns fließen. HL sagt in GEO „Ich bin dann mal nach Jena gefahren, zum Sitz des Instituts. Aber da steht kein Institut. Da ist nur ein Briefkasten.“  HL persönlich nach Jena gefahren, nur um bei EIKE anzuklopfen – ehrlich?. Donnerwetter und Respekt, wer’s glaubt, wird selig. Und weiter fragt GEO „Haben Sie mit jemandem sprechen können?„. Antwort HL: „Ich habe es versucht, habe jemandem auf den Anrufbeantworter gesprochen. Aber der hat sich dann nicht mehr gemeldet.“ Wir sind tief erschüttert und teilen daher HL höflich an dieser Stelle zuerst erst einmal mit, dass der Sitz von EIKE mit genauer Postanschrift auf der Hauptseite unter „Über uns“ + „Impressum“ zu finden ist. Auf Mails an EIKE wird geantwortet, zumindest, wenn solch ein großer Medien-Star und eminenter Welterklärer Kontakt mit uns wünscht. Briefe werden geöffnet und gelesen. Da er diese Unwahrheit schon einmal im letzten August in der Süddeutschen Zeitung von sich gab, hatte EIKE Vizepräsident Michael Limburg versucht ihn telefonisch zu kontaktieren und eine Richtigstellung zu verlangen. Ergebnis: Weder im ZDF Studio Unterföhrung noch an seinem Lehrstuhl ließ er sich sprechen. Auch ein erbetener Rückruf blieb aus. Von HL bislang keine Spur. Logischerweise muss einer die Unwahrheit sagen, HL oder EIKE.

Fake 4

Vielleicht mag diese letzte Frage folgender Gang der Dinge erhellen. Wir verstanden HL’s Interview-Aussage dahingehend, dass er mit EIKE ins Gespräch kommen wolle. Aber gerne doch! Auch wir wollen es. Es wird Zeit miteinander und nicht übereinander zu reden. Immerhin hatten sowohl HL als auch wir von EIKE mehrfach Gesprächswünsche ausgedrückt und publiziert. HL insbesondere bereits früher schon einmal – gleichlautend wie in GEO – in der Süddeutschen Zeitung. Dort las man

Es seien meist die gleichen Leute, die „den Auftrag haben, Moderatoren, die Glaubwürdigkeit genießen, als unglaubwürdig hinzustellen“. Vertreter des Eike-Vereins seien dies vor allem, selbsternannte Kämpfer gegen den Klimaschutz, die sich einer sachlichen Diskussion verweigerten. „Ich habe denen hinterhertelefoniert und gesagt: Reden Sie mit mir! Aber da kommt nichts.“

Nun wäre eine solche Gesprächsverweigerung ja wirklich schlimm. Unglücklich über den Misserfolg des so geschätzten Kollegen HL mit EIKE ins Gespräch zu kommen, sah sich der Verfasser dieser Zeilen zu einer eigenen Initiative veranlasst. Um ganz sicher zu gehen, dass nicht wieder ein postalischer Fehler oder sonstiges den Informationsweg versperrt (die Postboten sind vielleicht  heute auch nicht mehr das, was sie mal waren, man weiß ja nie), griff er zum sicheren Mittel des Einschreibens, welches zusätzlich als Kopie auch noch als normaler Brief an HL abging – sicher ist sicher. Eine Kopie dieses Einschreibens mit Beleg der Post zeigt die folgende Abbildung (der Postbeleg verdeckt die private Anschrift des Verfassers, der Empfänger HL bekam diese persönlichen Daten natürlich zu sehen)

Bild: Einschreiben des Autors an Harald Lesch

Da wieder keine Antwort von HL kam, darf der Leser dieser Zeilen sich nun seinen eigenen Reim über die Affaire Lesch vs. EIKE machen. „Swap the real for the false, and vice versa“? Selbstredend stehen wir für das von HL gewünschte Gespräch bzw. für eine Fach-Diskussion immer noch unverrückbar zur Verfügung. Wie wär’s, wenn die Süddeutsche Zeitung oder GEO diese Fachdiskussion vermitteln und durch ihre Journalisten begleiten würde, wir werden sie von dieser Fake-News hier in Kenntnis setzen. Würde der Glaubwürdigkeit dieser beiden Presseorgane auf die Sprünge helfen.