Erneuerbare Energien-Abzocke: Massive Subventionen machen Offshore-Windenergie am teuersten von allen

In Australien heult die von Labor unterstützte Baugewerkschaft darüber, dass sie vor der Küste von Victoria kein gewaltiges Offshore-Windprojekt in Betrieb nehmen können. Sie verachtet die Koalitionsregierung wegen mangelnder „Politiksicherheit“ und einer vermeintlichen Vendetta gegen erneuerbare Energien. Die beteiligten Anleger können die Heuchelei für die Bäume offenbar nicht erkennen. In einem Atemzug sagen sie uns, wie billig Windkraft ist, im nächsten zwitschern sie über die Notwendigkeit massiver Subventionen, bis das Erneuerbare Königreich kommt.

In Wahrheit gibt es absolut keine Hoffnung, dass das Projekt durchgeführt wird, einfach weil Offshore-Windenergie irrwitzig teuer ist.

Die Kapitalkosten für das Aufstellen dieser Dinger offshore, sind um ein Vielfaches höher, als wenn Windindustrieanlagen bei einigen dusseligen Landwirten auf die nahegelegenen Äcker gestellt werden. Durch die Rückerstattung dieser Kapitalkosten ist die Offshore-Windenergie 25-mal teurer als Kohle, Gas oder Atomkraft .

Die britische Windindustrie befindet sich seit Jahren auf See. Zum Fortsetzen der unfairen Praktiken, muss ein leichtgläubiges Publikum davon überzeugt werden, dass Offshore-Windenergie praktisch kostenlos ist und immer billiger wird.

Paul Homewood erklärt den Unterschied zwischen kostspieliger Tatsache und propagandistischer Fiktion.

 

Die Kosten des Offshore-Windstroms – Fakten vs Propaganda

Es gibt nicht viele Leute, die das wissen

Paul Homewood, 14. Februar 2019

Wie oft hören wir, dass sich die Kosten für Offshore-Windstrom halbiert haben (sollen)?

Ich sehe es oft in Kommentaren bei Telegraph online und anderswo und es ist nicht überraschend angesichts der vielen falschen Informationen, die offizielle Quellen, Medien und die Lobby der Erneuerbaren der Öffentlichkeit weismachen.

Das oben im Aufmacher gezeigte Plakat, Quelle GWPF ist eines der offensichtlichsten Beispiele, die von der „Erneuerbaren Lobby“, Greenpeace oder anderen ähnlichen Gruppen bezahlt wurde. Die Anzeige hing an der U-Bahnstation Westminster und wurde von Tausenden von Passagieren gesehen. Wie viele von ihnen werden jedoch wissen, dass die Behauptungen zurückgezogen wurden, nachdem die ASA sie für falsch erklärt hatte. [Advertising Standards Authority unabhängige Organisation zur Überwachung von Werbestandards]

Und nicht nur Greenpeace lügt. Nehmen Sie zum Beispiel diese grob irreführende Schlagzeile von Roger Harrabin:

Screenshot BBC News

Screenshot BBC News; https://www.bbc.co.uk/news/business-41220948

OK, der Artikel stellt dann klar, dass es sich nur um neue Offshore-Projekte handelt. Aber Millionen werden Schlagzeilen wie diese sehen, aber sie machen sich nie die Mühe, die Artikel durchzulesen.

Und dann gibt es noch Claire Perry, die diese Behauptung letztes Jahr in einem von ihr für Telegraph verfassten Artikel gemacht hat:

Heute stellen erneuerbare Energien fast ein Drittel unseres Stroms bereit, wobei Wind die Hälfte davon ausmacht und die Preise in nur wenigen Jahren um mehr als 50% fallen. https://www.telegraph.co.uk/business/2018/09/05/walney-extension-means-big-business-bigger-opportunity-uk/

Nur sehr wenige Menschen verstehen die Feinheiten erneuerbarer Subventionen und die meisten werden höchstwahrscheinlich glauben, dass die Kosten der Offshore-Windenergie jetzt halb so hoch sind wie noch vor nicht allzu langer Zeit. Dies ist immerhin die bewusste Absicht aller drei aufgeführten Beispiele.

Was ist die Wahrheit? Wie viel zahlen wir wirklich für Offshore-Windstrom?

 

Subventionen für Offshore-Windenergie werden über zwei Systeme (ROCs und CfDs) gezahlt:

 1) Renewable Obligation-Zertifikate (ROCs) [Zertifikate für „den Betrieb von“ Erneuerbaren]

Diese Regelung ist jetzt für neue Projekte geschlossen, aber Windparks, die bereits unter den ROCs qualifiziert sind, werden weiterhin Subventionen erhalten, solange sie weiter produzieren.

In den letzten vom BEIS [Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie] veröffentlichten Zahlen für 12 Monate (bis September 2018) erzielten die von der ROC abgedeckten Offshore-Windparks 21,3 TWh und erhielten 40,2 Mio. ROC. Der aktuelle Wert eines ROC beträgt 47,22 GBP, der Wert aller ROCs also 1.898 Mio. GBP. Dies entspricht £ 89 / MWh [rund 104 Euro]

Da diese Windparks auch den Preis für die (gelieferte) Stromerzeugung erhalten, ist der Wert der ROCs reine Subvention und wird den Stromrechnungen der Verbraucher aufgeschlagen.

2) Contracts for Difference (CfDs) [~ garantierte Abnahmepreise]

Im Jahr 2014 wurde ein neues Subventionssystem eingeführt, um die ROC schrittweise auslaufen zu lassen.

CfDs bieten erfolgreichen Antragstellern einen garantierten Abnahmepreis, der auf 15 Jahre indexiert ist (mit Ausnahme von Kernkraftwerk Hinkley Point C, der 35 Jahre gilt).

Die Basispreise werden über Auktionen vereinbart und sind im Laufe der Jahre gesunken, nicht zuletzt, weil die erste Tranche von Ed Davey willkürlich und nicht durch Auktion festgelegt wurde und wahrscheinlich viel zu hoch war.

Nachfolgend finden Sie die Liste der derzeit vergebenen CfDs. Einige der Projekte sind betriebsbereit, andere beginnen jedoch erst im Jahr 2024:

Preis in GBP MW
Beatrice 155.53 664
Burbo 166.59 258
Dudgeon 166.59 402
EA 133.29 714
Hornsea 155.53 1200
Hornsea Project 63.66 1386
Moray 63.66 949
Neart 127.21 448
Triton 82.75 860
Walney 166.59 660
Durchschnitt 116.93 7541

https://www.lowcarboncontracts.uk/

CfDs für Offshore-Windstrom werden für 15 Jahre garantiert und indexiert, so dass alle diese auch nach 2030 noch gut bezahlt werden.

Basierend auf der durchschnittlichen Gewichtung beträgt der durchschnittliche Abnahmepreis 116,93 £/kWh. Bei Marktpreisen von derzeit rund 55 £ / MWh entspricht dies einer Subvention von etwa 62 £ / MWh. [~ 72 Euro / KWH]

Zusammenfassung

Die damit abgesicherte Kapazität der ROCs beträgt rund 6200 MW. Wenn wir dies zusammen mit der CfD-Kapazität von 7.541 MW betrachten, erhalten wir eine gewichtete durchschnittliche Subvention von 74 £ / MWh und einen tatsächlichen Preis von 129 £ / MWh [~150 Euro / kWh]}

Dies ist natürlich weit mehr als das Doppelte des Marktpreises von 55 £ / MWh.

Bei einer Kapazitätsauslastung von 39% [ggü. Nenn-Anschlußleistung], werden obige Offshore-Windanlagen, sowohl operativ als auch geplant, 47 TWh erzeugen können. Dies bedeutet, dass die jährliche Subvention 3.478 Millionen Pfund betragen wird.

Denken Sie daran, dass diese Preise indexabhängig sind, so dass die [tatsächlichen Abnahmepreise] Subventionen jedes Jahr steigen!

Denken Sie auch daran, dass diese Subventionen bis in die 2030er Jahre ausgezahlt werden. Zwar werden in zukünftigen CfD-Auktionen auch neue Systeme hinzugefügt, diese Subventionen werden jedoch dem Verbraucher weiter zusätzlich belastet, auch wenn der Durchschnittspreis fallen sollte.

Behalten Sie das im Kopf, wenn Claire Perry, die BBC oder die Lobbisten der Erneuerbaren das nächste Mal versuchen, Sie davon zu überzeugen, dass wir mit Offshore-Wind einen guten Deal machen.

Not a Lot of People Know That

screenshot – NDR Besichtigungstour

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Besichtigungstour-im-Offshore-Windpark-Gode-Wind,hallonds44516.html

 

Gefunden auf Stopthesethings vom 02.03.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

Renewables Rip-Off: Massive Subsidies Make Offshore Wind Power Most Expensive Of All




KARNEVAL VORVERLEGT? Kohlekommission: Deutschland steigt aus der Vernunft aus

Die Kraftwerke standen bisher nahe an den Zentren, in denen der Strom gebraucht wurde. Er musste nicht verlustreich quer durchs Land transportiert werden. Überlandleitungen dienten als Ringversorgung, um Ausfälle auszugleichen. Das funktionierte hervorragend und zuverlässig, Strom war preiswert. Das soll nicht mehr sein.

Jetzt soll viel Geld verpulvert werden, um irgendetwas anderes zu machen. Was – ist noch nicht so ganz klar, aber neue Lösungen müssen her. Und Geld. Die Rede ist von 40 weiteren Milliarden, die den Milliarden für die Energiewende hinterhergeworfen werden sollen. Wo die künftig herkommen sollen, kann denen egal sein, die jetzt so groß von einer neuen Zukunft erzählen. Dann sind sie schon lange nicht mehr auf ihren Posten.

Stanislaw Tillich (CDU), Co-Vorsitzender der Kohlekommission, meinte, die Leute in den Regionen hätten nun Gewissheit und eine klare Perspektive und fügt im Klartext hinzu, dass sie allerdings auf die »Solidarität aller Deutschen angewiesen« seien. Sprich: Kohle her für Kohle weg.

Für RWE ist klar, dass dieser Beschluß einen »signifikanten Stellenabbau« bedeutet. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigt schon einmal Milliarden aus den Kassen an: »Wir sind bereit, einen sehr schnellen Start der Finanzierung zu machen. Dafür steht Geld im Bundeshaushalt zur Verfügung.«

Vorzeigeland? Nicht in Fragen der Logik

Heidewitzka, Herr Kapitän! klingts auch aus dem Munde von Finanzminister Olaf Scholz: »Wenn wir uns alle anstrengen und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren, können wir Deutschland zu einem energiepolitischen Vorzeigeland weiterentwickeln.«

Nur Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat – oje – ausgerechnet, dass Studien ihres Ministeriums ergeben hätten, dass »keineswegs« mit einem Preisanstieg zu rechnen sei.

»Wir brauchen Ehrlichkeit«, mahnt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an. »Wenn wir aus der Kohle aussteigen, dann ist es automatisch, dass der Strompreis steigt. Er wird auf 35, 40 oder auch 50 Cent steigen.«

Ein paar Kilometer weiter in Tschechien kostet der Strom 15 Cent, in Frankreich 16 Cent und in Ungarn 11 Cent.

Spätestens in 20 Jahren soll das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Das hat die Kommission mit dem wohlklingenden Namen »Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung« als Handlungsempfehlung beschlossen. Sie wurde einberufen, »um einen breiten gesellschaftlichen Konsens über die Gestaltung des energie- und klimapolitisch begründeten Strukturwandels in Deutschland herzustellen.«

Der Abschlussbericht hält fest: »Die Mitglieder der Kommission stellen einen breiten Querschnitt der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteure dar. Das schafft die Grundlage für einen tragfähigen gesellschaftlichen Konsens, auf den sich alle Beteiligten in den kommenden Jahren verlassen können.« Genau das ist sie nicht. Sie ist eine manipulativen Einrichtung, die die Beschlüsse des Bundestags vorweg nehmen soll. Demokratie wird von oben verordnet und mit einer gefällig zusammengesuchten Kommission manipuliert.

Unter den 31 Mitgliedern der Kommission saß kein einziger Vertreter, der etwas mit der Energieversorgung eines Noch-Industrielandes zu tun hatte. CDU, SPD und grüne Politiker dominierten neben einem Geschäftsführer der Greenpeace NGO, die gern mal mit gelben Farbanschlägen Bürger in Berlin terrorisiert, daneben eine Aktivistin, die »seit über 12 Jahren bürgerschaftlich und klimabewegt als Netzwerkerin im Rheinischen Revier« aktiv ist, der unvermeidliche Ex-Potsdam Instituts-Mann Hans Joachim Schellnhuber, ein Bundesvorstandsmitglied des DGB (dass es den noch gibt, Gewerkschaft zählt jetzt für „Wirtschaft“), und ein Verdi-Mann. Sie haben alle Mühe, Gigawatt nicht mit Giga-byte zu verwechseln.

Vorbild: Jene unselige Kernenergie-Kommission, die 2011 den Ausstieg als ethisch geboten nachträglich rechtfertigen sollte und in der auch kein einziger Fachmann saß. Ein bewährtes Muster also für eine Regierung, sich Absolution zu holen, ohne das Parlament behelligen zu müssen. Nein, das ist keine Kommission, die einen breiten Konsens widerspiegelt, sondern mit einem klaren politischen Auftrag an die Sache ging. Die Vorsitzende Barbara Praetorius beispielsweise wird indirekt aus dem Bundesumweltministerium finanziert – Unabhängigkeit ist etwas anderes.

Historische Aufgabe: Ein Industrieland abschalten

Die Kommission mit Ronald Pofalla an der Spitze berauschte sich erkennbar an der Größe ihrer Aufgabe: »Die schrittweise Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung ist eine historische Aufgabe.«, schreibt sie in den Bericht.

Immerhin ist zu ihnen vorgedrungen, wie wichtig Kohle ist: »Seit Jahrzehnten ist die Kohle wesentlicher Bestandteil der sicheren Energieversorgung in Deutschland. Sie hatte so entscheidenden Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands zu einer weltweit führenden Industrienation.«

Verwundert schaut man aus dem Ausland auf den Haufen ›absurdes Theater‹ Spielender, die trunken ob ihrer »Vorbildfunktion« für teures Geld Stuss verbreiten: »Die für einen erfolgreichen Klimaschutz notwendige Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung kann nur dann erfolgreich und mit Vorbildfunktion gelingen, wenn eine Reihe von Anforderungen in Einklang gebracht werden.«

Letztlich ist es eine Umverteilung von Geld in irrsinnigen Dimensionen. Vorwand: Klimaschutz. »Die Folgen des Klimawandels sind in Deutschland bereits heute spürbar«, erzählt der Bericht. »Die Zahl extremer Wetterereignisse in Deutschland hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt.«

Dann müssen die Märchenerzähler aus Potsdam wieder herhalten: »Wissenschaftliche Studien zeigen, dass infolge der anthropogenen Erderwärmung Wetterextreme zunehmen, sowohl mit Bezug auf Trockenheit und Hitze, als auch auf Starkniederschläge.« (siehe hier, auf Seite 18)

Der Abschlssbericht lobt: »Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist mit einem Anteil von inzwischen gut 38 % am Brutto- Inlands-Stromverbrauch bereits stark vorangeschritten.«

»Der aktuelle Koalitionsvertrag formuliert das Ziel, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2030 auf 65 % steigt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll netzsynchron erfolgen. Die erneuerbaren Energien sind das zentrale Element des neuen Stromerzeugungssystems, um das vorhandene, auf fossilen Energieträgern basierende, zu ersetzen.«

An Sprache und Grammatik hapert es lesbar im Bericht, das ficht den Willen zur Veränderung nicht an.

Eine Monsteraufgabe

»Der Zubau installierter Leistung von erneuerbaren Energien allein reicht allerdings nicht aus, um die Nachfrage jederzeit zu decken. Daher ist eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen:

  • Erneuerbare Energien werden stärker Aufgaben konventioneller Kraftwerke übernehmen im Bereich netzdienlicher Systemdienstleistungen, beispielsweise Blindleistung.
  • Es werden ein rascher Netzausbau und optimierter Netzbetrieb sowie Fortschritte bei der Integration von Speichern und Sektorkopplung benötigt (vgl. Kapitel 4.4).
  • Gleichzeitig muss die Flexibilisierung der Nachfrage durch bessere Rahmenbedingungen vorangetrieben werden.«

»Für den Ausbau der erneuerbaren Energien auf 65 % ist eine ausreichende Flächenausweisung notwendig. Insbesondere müssen für Windenergieanlagen und Freiflächen-PV-Anlagen Flächen in relevanter Größe ausgewiesen, akzeptiert und genehmigt werden.«

Im Klartext: Die rund 30.000 Windanlagen, die millionenfach Vögel, Fledermäuse und Insekten umbringen und das Land verschandeln, reichen nicht. Und: „müssen akzeptiert werden“ – heißt das: Gegner der Landschaftsvernichtung werden verbal niedergeknüppelt, um das Phantasiestromland zu retten?

Irgendwie fällt der Kommission auch auf, dass ohne Leitungen kein Strom übertragen werden kann: »Im letzten genehmigten Netzentwicklungsplan (NEP 2017) war der Netzausbau auf einen Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von bis zu 52,5 % (Szenario B) ausgelegt.«

Nur klappt das mit dem Ausbau der Übertragungsnetze mit einer Gesamtlänge von 7.700 km nicht so recht: »Realisiert waren im 3. Quartal 2018 erst 950 km, davon 30 km im Jahr 2017, genehmigt sind 1.800 km, noch zu genehmigen 5.900 km (77 %), noch umzusetzen 6.750 km (88 %). Deshalb sind der weitere Ausbau und die Optimierung der Stromnetze sowie die weitere Flexibilisierung des Energiesystems Voraussetzung dafür, dass die Systemsicherheit auch künftig gewährleistet bleibt.«

Nur wer nach über 10 Jahren festen Glaubens an einen neuen Flughafen auf dessen Fertigstellung hofft, kann von einem Ausbau der Überlandleitungen in diesen Größenordnungen träumen.

Es fallen häufig die Hohlfloskeln »Modernisierung« und »Digitalisierung«, um die vorhandenen Netze besser zu nutzen, »innovative Netzbetriebsmittel« und »flexibler Betrieb fossiler Kraftwerke« ebenso wie das Zauberwort der »Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen«, mit der Windstrom aus dem Norden nach Süden geführt werden soll. Die gibt es noch nicht.

Die Staatssender klatschen jedenfalls begeistert Beifall: »Ein guter Kompromiss« meint eine Tagesschau-Kommentatorin, die Bundesregierung müsse »entschieden dafür einstehen und viel Geld lockermachen.« Klar, das Prinzip ist ihr bekannt, das Geld kommt von Zwangsgebühren.

Die Kraftwerke laufen weiter – nur woanders und mit Kohle

Dazu quillt immer wieder das totalitäre »Verpflichtung« auf: »Deutschland hat sich dazu im Rahmen der EU-Vereinbarungen für das Paris-Abkommen verbindlich verpflichtet.« Sogar verbindlich verpflichtet, ein einfaches »verpflichtet« reicht nicht.

Außer »Vorbild« fällt ihr nicht viel ein: »Es ist ein Kraftakt, wenn ein Industrieland aus Atom und Kohle aussteigt. Ob Deutschland damit gleich wieder »Klimavorreiter« und »Vorbild« für so viele andere werden kann, ist offen. Aber so groß wie jetzt war die Chance selten«, schwärmt sie.

Die stillgelegten Kraftwerke können einem anderen Geschäftsmodell dienen, das schon seit einiger Zeit erfolgreich praktiziert wird: Gebrauchte Kraftwerke abmontieren und nach China exportieren. Die Demontage der modernen Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund vor 15 Jahren markierte den Anfang eines neuen Industrie-zweiges, dem Export deutscher Spitzentechnologie. Jetzt sind noch fast neue Dieselautos dazugekommen.

Strom soll nur noch Reichen vorbehalten bleiben, hat sich die SPD auf die Fahnen geschrieben. Umweltministerin Schulze fügte bei Twitter hinzu: »Der Kohleausstieg ist übrigens nur EIN Teil dessen, was insgesamt beim Klimaschutz passieren muss. Auch in anderen Bereichen wie Verkehr oder Landwirtschaft brauchen wir Kompromissfähigkeit und Lösungswillen.« Und drohend: »Das werden wir mit einem Klimaschutz-Gesetz sicherstellen.«

Im Klartext: Verkehr und Landwirtschaft sollen als nächstes teuer gemacht werden.
Und Energiewende üben können jetzt schon mal die Schüler, deren Schule zur Zeit häufig ausfällt, weil zuvor die Heizungen ausgefallen sind. Sind die Kraftwerke weg, gibt es auch keine Fernwärme mehr.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier




Rettet den Strompreis!

Elektrischer Strom ist den Deutschen lieb – und vor allem teuer. Gerade hat der Haushaltspreis für eine Kilowattstunde die 30-Cent-Marke geknackt. Genau 30,8 Cent pro Kilowattstunde muss, laut McKinseys „Energie Index“ für das 2. Halbjahr 2017, der deutsche Bürger inzwischen zahlen, damit er kochen, seine Wohnung beleuchten, telefonieren, im Internet surfen oder Kühlschrank, Waschmaschine und zahlreiche andere Haushaltsgeräte betreiben kann. Das ist doppelt so viel wie Haushaltsstrom in Frankreich oder im Hochpreisland Schweiz kostet. Damit hat sich Deutschland eine Spitzenposition erarbeitet; nur die Dänen zahlen geringfügig mehr.

Vor zwei Jahrzehnten sah das noch anders aus. 1998 – der Strom kostete damals umgerechnet 14 Cent pro Kilowattstunde – liberalisierte die Bundesregierung den Strommarkt. Verbraucher konnten den Stromlieferanten frei wählen, Stromerzeuger durften überregional ihre Leistungen anbieten. Zunächst fiel der Strompreis. Ein Drei-Personen-Haushalt zahlte 1998 pro Monat durchschnittlich 50 Euro, im Jahr 2000 nur noch 40 Euro.

Das war’s dann aber auch. Im neuen Jahrtausend ging es mit dem Preis wieder kräftig aufwärts. 1999 brachte die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder eine „ökologische Steuerreform“ ein. Dazu gehört eine Stromsteuer, die den Strom um knapp über zwei Cent pro Kilowattstunde verteuert und dem Bund jährlich etwa sieben Milliarden Euro bringt. Ein Jahr später folgte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das dem Ökostrom eine komfortable Vorzugsbehandlung garantiert: Unabhängig vom Bedarf muss er vorrangig ins Netz eingespeist werden. Vergütet wird er in einer Höhe, die deutlich über den Gestehungskosten von Strom aus konventionellen Quellen liegt. Diese Vergütung, ein Festpreis, wird für die Dauer von zwanzig Jahren garantiert und vom Verbraucher bezahlt.

„Das EEG ermächtigte die Ökoindustrie, allen Bürgern zwangsweise das Geld aus der Tasche zu ziehen.“


Das EEG war, aus grüner Sicht, ein geniales Konstrukt. Es ermächtigte die Ökoindustrie, allen Bürgern mit einem alltäglichen, lebensnotwendigen Produkt zwangsweise das Geld aus der Tasche zu ziehen, und zwar an Marktgesetzen und demokratischer Kontrolle vorbei. Anstatt neue Energieformen aus dem Bundeshaushalt zu fördern, so kritisierte der Ökonom Prof. Carl Christian von Weizsäcker schon vor zehn Jahren 1, nehme „der Staat dem Bürger am Haushalt vorbei Geld ab“. Das sei „nicht verfassungsgemäß“.

Aber erfolgreich. Mit Hilfe dieses Gesetzes hat die Ökoindustrie inzwischen reichlich Kasse gemacht und Hunderte von Milliarden kassiert. 2 Kritiker des EEG wurden damals beruhigt: Subventionieren wolle man Windräder und Photovoltaik nur bis zur „technisch-industriellen Reife“ (diese ist schon lange erreicht, aber gefördert wird noch immer). Legendär die Aussage des Grünen Jürgen Trittin, damals deutscher Umweltminister: Die Förderung erneuerbarer Energien, so verkündete er 2004, werde einen Haushalt nur einen Euro im Monat kosten – „so viel wie eine Kugel Eis“.

Zwei Jahre nach dem EEG folgte die KWK-Umlage. Damit fördert der Verbraucher Strom aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das macht etwa zwei Cent pro Kilowattstunde. Die Offshore-Haftungsumlage für Windparks in Nord- und Ostsee kam 2013. Sie soll Schadensersatzkosten decken, die durch verspäteten Anschluss der Anlagen an das Landstromnetz oder durch Netzunterbrechungen entstehen. Diesen Dilettantismus zahlt auch der Verbraucher, ebenso wie die 2014 eingeführte AbLa-Umlage. Damit werden Industriebetriebe für (freiwillige) Lastabwürfe zur Stabilisierung des Netzes entschädigt.

Abbildung 1: Zusammensetzung des durchschnittlichen Strompreises für Haushaltskunden (3500 kWh Jahresverbrauch) in Deutschland 2017 (Quelle: strom-report.de).

Abgaben und Umlagen machen bei Haushaltskunden inzwischen 55 Prozent des Strompreises aus (siehe Abbildung 1). Seit der Liberalisierung 1998 hat sich dieser Kostenblock mehr als verdoppelt. Stromerzeugung und Vertrieb – das eigentliche Produkt – machen hingegen nur noch ein Fünftel des Gesamtpreises aus.

Steigende Netzkosten

Geliefert wird Strom über ein Übertragungs- und Verteilnetz mit einer Länge von 1,8 Millionen Kilometern. Vier große Betreiber (Amprion, 50 Hertz, TransnetBW und Tennet) sind für die Hochspannungsübertragung zuständig, eine größere Zahl von Firmen verteilt den Strom in der Fläche. Für die Nutzung des Netzes, für Errichtung, Instandhaltung und Betrieb, zahlt der Kunde ein Entgelt. Am wenigsten zahlen Großabnehmer, die ans Hochspannungsnetz angeschlossen sind. Am teuersten ist das Niederspannungsnetz für die Verteilung vor Ort, zumal diese Leitungen überwiegend unter der Erde verlegt sind. Netzentgelte sind inzwischen größter Bestandteil des Strompreises. Kostentreiber sind vor allem Windräder und Photovoltaik-Anlagen. Zwar erzeugen sie Strom mittlerweile deutlich preiswerter als zuvor, aber jede neu ans Netz gehende Anlage erhöht die Netzkosten. Tausende Kilometer an neuen Leitungen müssen gelegt, alte ertüchtigt werden. Und neue, kostenträchtige Probleme ergeben sich aufgrund der Volatilität von Wind- und Photovoltaik-Strom.

„Die unstete Leistungseinspeisung durch Windräder und Solaranlagen macht das Netz instabil.“


Die konventionelle Elektrizitätsversorgung, wie sie bis zur Jahrhundertwende vorherrschte, war robust. Stromausfälle waren extrem selten, verursacht zumeist von äußeren Einflüssen, von Stürmen, Gewittern, von Schnee und starkem Frost, welche die Stromleitungen unterbrachen. Heute sitzt der Feind im Inneren des Netzes: Die unstete Leistungseinspeisung durch Windräder und Solaranlagen macht das Netz instabil. Netzbetreiber haben täglich alle Hände voll zu tun, um das Netz aufrecht zu erhalten.

So müssen sie immer häufiger die Leistung von Grundlastkraftwerken anpassen. Bei diesem sogenannten „Redispatch“ werden konventionelle Kraftwerke bei Stromüberschuss gedrosselt und bei Mangel an Wind und Sonnenschein hochgefahren. Außerdem halten die Übertragungsnetzbetreiber inzwischen einige Gigawatt an Reservekraftwerken vor, die bei hohem Strombedarf und gleichzeitigem Ausbleiben von Wind- und Solarstrom gestartet werden – wie etwa bei der Dunkelflaute vom Januar 2017. Das alles bringt erhebliche Kosten mit sich, die natürlich der Verbraucher zahlt.

Dazu kommen noch Zahlungen für nicht geleistete Arbeit. Wenn zu viel Ökostrom zur Unzeit ins Netz drängt, müssen vor allem Windräder zeitweise heruntergeregelt werden. Diese „Ausfallarbeit“ ist von etwa 100 Gigawattstunden im Jahr 2010 auf 4700 Gigawattstunden im Jahr 2015 angestiegen. Dafür wurden die Erzeuger mit 315 Millionen Euro „entschädigt“.

Beim Betreiber Tennet, so der Chef Urban Keussen, trieben vor allem die „netzstabilisierenden Notmaßnahmen“ die Kosten in die Höhe. „Nur fünf Prozent sind durch den Netzausbau begründet.“ Für 2017 rechnet Keussen mit einem Anstieg der Netzkosten um etwa 80 Prozent. Bei TransnetBW in Baden-Württemberg werde der Anstieg bei rund fünf Prozent liegen. Der Grund liegt auf der Hand: Im Ländle gibt es nur wenige Windräder und Photovoltaik-Anlagen, während Tennets Netz mit einem hohen Anteil volatiler Stromerzeuger gesegnet ist.

„In den vergangenen Jahren sind die Kosten für die Netzstabilisierung stetig angestiegen.“


In den vergangenen Jahren sind die Kosten für die Netzstabilisierung stetig angestiegen (siehe Abbildung 2). Sie werden weiter steigen, wenn, wie geplant, die Zahl von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen weiterhin wächst. Dazu kommen weitere Ausgaben, um die Gebrechen volatiler Stromquellen abzufangen: neue Überlandleitungen, Smart Grids, Speicher … all das kostet.

2011 2012 2013 2014 2015
Kosten für die Abregelung nicht verwendbaren Stroms aus erneuerbaren Energien (Einspeisemanagement) 33,5 33,1 43,8 183,0 478,0
Kosten für die regionale Verlagerung von Kraftwerkseinsätzen (Redispatch) 41,6 164,8 113,3 185,4 402,5
Netzreserve für den Fall, dass in Deutschlands Süden zu wenig fossile Kraftwerke am Netz sind 16,8 25,7 56,3 66,8 168,0
Insgesamt 91,8 223,6 213,3 435,2 1.048,5

Abbildung 2: Kosten für die Netzstabilisierung 2011-2015 (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 04.12.2016).

Im schon erwähnten „Energie-Index“ von McKinsey werden für 2020 Netzkosten von 27 Milliarden Euro angesetzt (davon 3 Milliarden für Netzeingriffe), für 2025 sind es 31 Milliarden Euro, inklusive 4 Milliarden Euro für Netzeingriffe. Ob es dabei bleibt, ist fraglich. Die Diplomingenieure Herbert Niederhausen und Andreas Burkert sehen weitaus höhere Aufwendungen für das Netz voraus, will man die Energiewende umsetzen. Die Politiker, so schreiben sie in ihrem Buch3, müssten endlich sagen, dass es nicht mit „dem Bau von zusätzlich 1000 Kilometern oder 3600 Kilometern Freileitungsstrecke“ getan sei. Die Autoren schätzen vielmehr, dass es etliche zehntausend Kilometer an Übertragungsleitungen und, je nach Ausbau von Windkraft und Photovoltaik, mehrere hunderttausend Kilometer Leitungen im Verteilnetz erfordern würde. Kostenschätzung: bis zu zwei Billionen Euro!

Derart hohe Beträge scheinen sehr unwahrscheinlich zu sein. Allerdings zeigen Erfahrungen mit der Energiewende, dass ihre Befürworter stets nach dem Prinzip vorgehen „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Aufwendungen für die Energiewende werden erst einmal kleingeredet. Stillschweigend werden dann später die vielfach höheren Kosten übernommen. Den Finanzminister freut es in jedem Fall. Er „verdient“ kräftig mit, jährlich über zehn Milliarden Euro. Auf die Stromlieferung einschließlich aller Umlagen und Abgaben kommt die Umsatzsteuer von 19 Prozent. Selbst die Stromsteuer wird versteuert.

Subventioniertes Ökostromdumping

Warum zahlen die Haushalte so hohe Strompreise obwohl Solar- und Windstrom an der Leipziger Strombörse Tiefstpreise erzielt? Ganz einfach, so erzählen die Ökos, die großen Stromkonzerne geben diese nicht an die Verbraucher weiter. Das ist Unsinn. Tatsächlich ist die Preisgestaltung eine vertrackte Geschichte, bei der es nur einen Gewinner gibt: die Betreiber von Ökostromanlagen.

Der Vorgang ist Folgender: Die vier Übertragungsnetzbetreiber stehen immer wieder vor der Frage, wie sie große Mengen an erneuerbarem Strom loswerden. Ablehnen können sie ihn nicht, da er per Gesetz mit Vorrang eingespeist wird. Die Autoren Niederhausen und Burkert sehen das deutsche Stromnetz deshalb nicht mehr als Versorgungs-, sondern als Entsorgungsnetz an. Entsorgen lässt sich der grüne Überschussstrom nur durch den Verkauf zu Mindestpreisen an der Leipziger Strombörse. Und je mehr grüner Strom erzeugt wird, desto niedriger liegt der Verkaufspreis. 2016 betrug er im Jahresschnitt rund drei Cent pro Kilowattstunde. In den Wintermonaten liegt er höher; da scheint die Sonne nur kurz und bei ruhigem Winterwetter pausieren auch die Windräder manchmal tagelang. Dafür fällt der Preis in den Sommermonaten, da dann kurzzeitig große Mengen an Ökostrom ins Netz drängen.

„40 Millionen Euro mussten die Netzbetreiber zahlen, damit Kunden den zur Unzeit gelieferten Strom überhaupt abnahmen.“


Selbst negative Preise sind möglich. Der Netzbetreiber zahlt Großkunden Geld, wenn diese ihm Strom abnehmen. So geschehen am Sonntag, dem 30. April dieses Jahres, als über 40 Gigawatt Ökostrom auf einen niedrigen Feiertagsverbrauch trafen. Der Verkaufspreis sank zeitweise auf minus 10 Cent pro Kilowattstunde. 40 Millionen Euro mussten da die Netzbetreiber zahlen, damit Kunden den zur Unzeit gelieferten Strom überhaupt abnahmen. All diese Beträge landen letztlich auf der Stromrechnung der Haushalte.

Für drei Cent pro Kilowattstunde wird der Strom an der Börse verramscht, dank des zeitweise reichlich vorhandenen Ökostroms. Der Verbraucher aber zahlt weiterhin das Zehnfache. Wo ist der Pferdefuß? Dass daran die Stromkonzerne schuld seien, ist die größte Lüge der Ökolobby. Richtig ist, dass Strom aus Wind und Sonne einfach nicht mehr wert ist, da er dem Netz nicht bedarfsgerecht aufgedrängt wird. Richtig ist aber auch, dass die grünen Erzeuger davon keinen Nachteil haben. Sie erhalten stets die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die praktisch immer über dem Verkaufspreis liegt. Die Differenz zwischen Vergütung und Marktpreis (die EEG-Umlage) zahlt der Verbraucher.

Das ist Dumping. Man verkauft weit unter dem Herstellungspreis, um die Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. Wenn eine Firma so etwas macht, braucht sie viel Geld in der Hinterhand, denn auch sie macht Verluste. Einfacher geht es mit dem „subventionierten Dumping“ der Ökostromproduzenten. Sie greifen auf das Geld des Millionenheers von privaten und gewerblichen Stromverbrauchern zu, das inzwischen jährlich über 20 Milliarden Euro an EEG-Umlage zahlt. Am meisten profitieren Besitzer von Photovoltaikanlagen, deren Zahl ab 2008 dramatisch zugenommen hat. Damals lagen die Vergütungen des Solarstroms noch zwischen 30 und 45 Cent pro Kilowattstunde – garantiert für 20 Jahre. Der Erzeuger kann also beruhigt seinen Strom für drei Cent pro Kilowattstunde verkaufen, denn er weiß: 27 Cent pro Kilowattstunde erhält er später dazu.

„Das fossil-nukleare Elektrizitätssystem kommt problemlos ohne die Ökostrom-Trittbrettfahrer aus. Umgekehrt aber gilt dies nicht.“

Dieses Dumping mit Öko-Label schädigt nicht nur Stromkunden, sondern das gesamte konventionelle Elektrizitätssystem. Kern- und Braunkohlenkraftwerke, welche die Grundlast liefern, haben Stromgestehungskosten von drei bis vier Cent pro Kilowattstunde. Börsenpreise um drei Cent pro Kilowattstunde führen dazu, dass Betreiber diese „auf Verschleiß“ fahren. Und neu gebaute Kraftwerke benötigen für einen wirtschaftlichen Betrieb Stromverkaufspreise zwischen fünf und acht Cent pro Kilowattstunde und lassen sich unter diesen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich betreiben.

Bei Verfechtern der Energiewende dürfte diese Entwicklung mehr als nur „klammheimliche Freude“ auslösen. Allerdings übersehen sie, dass ohne die stabile Grundlage durch konventionelle Kraftwerke die volatile Einspeisung des Ökostroms das Netz sofort zusammenbrechen lassen würde. Das fossil-nukleare Elektrizitätssystem kommt problemlos ohne die Ökostrom-Trittbrettfahrer aus. Umgekehrt aber gilt dies nicht.

Hält man trotzdem an der Energiewende fest, sind weitere Strompreistreiber vorprogrammiert. Dann müssen konventionelle Kraftwerke subventioniert werden, damit sie Windräder und Photovoltaik-Anlagen am Leben erhalten. So macht die Energiewende das, was sie am besten kann: neue Subventionen erzeugen. Und damit den Strompreis nach oben treiben.

Dieser Artikel ist zuerst bei Novo erschienen.




Frank Hennig im Interview mit kernenergie.de über Energiewende

In der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage nach den Kosten der Energiewende vom Dezember 2017 wird ausgeführt, dass diese nicht berechnet werden können. Was ist Ihre Einschätzung hinsichtlich der Kosten?

Die Antwort der Bundesregierung ist ein Eingeständnis der mangelnden Übersicht und Kontrolle über die weltweit einzigartige und nationalstaatlich angelegte Energiewende. Es gibt keinen Masterplan, somit keine Kostenkalkulation und -kontrolle. Professor Fratzscher vom DIW bezeichnete die Energiewende als „Experiment“ und hat damit eine meines Erachtens sehr treffende Bezeichnung gefunden. Nach der Methode des „Trial-and-Error“ tastet sich die Bundesregierung staatsplanerisch voran und hofft auf Erfolg. Experimenten ist allerdings eigen, dass ihr Ausgang offen ist.

Bei der im Grunde nur begonnenen Stromwende dürfte es in der Tat äußerst schwierig sein, alle Kostenbestandteile umfänglich zu erfassen. Neben den vergleichsweise leicht ermittelbaren Posten wie EEG-Umlage und Redispatchaufwand sowie Kosten für Netzstabilitätsanlagen, Reservekraftwerke und Sicherheitsbereitschaften gibt es weitere indirekte Kosten, die schwer zu erfassen sind.

Da ist zunächst die Fülle nicht überschaubarer direkter Subventionen und Förderungen auf allen Ebenen von der EU bis zu den Kommunen, von Förderprogrammen aus Brüssel bis hin zu Agenda-21-Zahlungen in Städten und Gemeinden für den Einsatz regenerativer oder emissionsarmer Energieanlagen. Die Auflistung KfW-geförderter Maßnahmen für den Einsatz von Ökoenergien ist umfangreich. Finanzspritzen für Ökoindustrieanlagen gibt es fast immer.

Die indirekten Kosten der Energiewende sind vielfältig und nicht in ihrer Gesamtheit darstellbar. Die Frage beispielsweise, welcher Netzausbau ohnehin erforderlich gewesen wäre und wie weit der Zubau dezentraler volatiler Erzeugung den Ausbau insbesondere der Mittel- und Niederspannungsebene zusätzlich erforderlich macht, ist nicht seriös zu beantworten. Ebenso die Bewertung der Verluste kommunaler Stadtwerke durch den verfallenen Börsenstrompreis und Investitionen von Kommunen und Bürgerenergiegesellschaften in Windindustrieparks, die in etlichen Fällen defizitär sind. Unterbliebene Investitionen in die konventionelle Energiebranche wie auch in der energieintensiven Industrie (siehe Abwanderung der Karbonfaserproduktion) sind ebenso monetär nicht erfassbar.

Betroffen vom niedrigen Großhandelspreis beim Strom sind die großen Versorger mit noch nicht abgeschriebenen Wärmekraftwerken und insbesondere Gaskraftwerken, die auf Grund des hohen Brennstoffpreises am Markt nicht mehr bestehen können. Dies ist aus Sicht der Emissionen kontraproduktiv, aber durch den Markteingriff des EEG logische Folge. Auch die verminderten Steuereinnahmen von Unternehmen der konventionellen Energiewirtschaft sind indirekte Kosten der Energiewende. Die deutschen Industrie- und Gewerbestrompreise für nicht umlagebefreite Kunden sind die zweithöchsten in Europa und kosten Wachstum und Beschäftigung.

Hinzu kommen die Wertverluste an Immobilien im ländlichen Raum, die nur noch unter Verlust oder gar nicht mehr verkäuflich sind, weil manche Gemeinden von Windkraftanlagen umzingelt sind.

Auch drastische Fehlsteuerungen des EEG, zum Beispiel die nach Überförderung 2012 geplatzte Solarblase, kosten Geld. Nicht zuletzt sind die Kosten des Kernenergieausstiegs für den Steuerzahler durch grobe handwerkliche Fehler der Bundesregierung im Rahmen des Atommoratoriums 2011 auf noch nicht bezifferbare Höhe gestiegen. Desweiteren könnten Kosten für den Steuerzahler daraus entstehen, dass Abschalttermine von Kernkraftwerken nicht mit den im Atomkompromiss 2002 vereinbarten Reststrommengen übereinstimmen.

Zudem gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich die Bundesregierung bemüht, die Endlagerkosten zu begrenzen.

Absehbar ist, dass im weiteren Verlauf der Energiewende die Kosten, direkte wie indirekte, weiter steigen werden. Wie schnell und wie weit, wird auch die Bundesregierung nicht vorhersagen können. Fakt ist: Wind und Sonne schicken keine Rechnung, sind aber nicht kostenlos – nach deutscher Energiewendemethodik nicht mal kostengünstig.

Für das Jahr 2017 melden deutsche Netzbetreiber zum Teil stark steigende Kosten für Noteingriffe ins Stromnetz. Was sind die primären Ursachen für diese Kosten und wie lassen sie sich aus Ihrer Sicht reduzieren?

Die steigenden Kosten für die Netzeingriffe sind verursacht durch die fehlende Koordinierung des Zubaus volatiler Erzeuger mit dem Netzausbau. Auch hier fehlt der Masterplan, der die 16 Energiestrategien der Länder mit der Bundesstrategie und den Netzausbauplänen zusammenführt.

Die Eigentümer regenerativer Anlagen müssten zeitnah unternehmerische Verantwortung und entsprechendes Risiko übernehmen. Bisher gilt: „Build and forget“, das heißt, nach dem Bau der Anlagen folgt das Kassieren. Um Ableitung, Vermarktung, Verkauf und Abrechnung des Stroms, inklusive der nötigen Netzdienstleistungen müssen sich andere kümmern. Und selbst bei netztechnisch nötigen Außerbetriebnahmen von Anlagen werden Einspeisevergütungen weitergezahlt. Dies ist ein krasser Webfehler im EEG, der dringend behoben werden muss.

Eine sinnvolle Lösung wäre die Abschaffung des EEG und die Verabschiedung eines Folgegesetzes, das Forschung fördert und grund- und regellastfähige Einspeisung anreizt.

Der steigende Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland scheint darauf hinzudeuten, dass die Energiewende in ihrer jetzigen Form erfolgreich sein könnte, trotz der voraussichtlichen Zielverfehlung hinsichtlich der Reduktion der Treibhausgase zum Jahr 2020. Würden Sie diese Deutung teilen?

Nein. Ich halte es für einen Trugschluss, auf der Basis zugebauter installierter Leistung den Trend einfach hochzurechnen bis zu 100 Prozent. Es wird vergessen, dass dazwischen ein Systemwechsel liegt. Bisher wird der volatile Strom in ein vorhandenes, durch konventionelle Erzeugung stabilisiertes Netz eingebettet und mit Netzdienstleistungen versehen. Künftig müssen diese Leistungen auch von den Erneuerbaren kommen, wobei weder technisch noch regulativ Entwicklungen in diese Richtung zu beobachten sind.

Der größte Teil erneuerbarer Einspeisung ist volatil und bringt etwa 35 Prozent an elektrischer Arbeit im Jahresdurchschnitt, schwankend zwischen etwa zehn bis fast hundert Prozent. Dies macht ein dauerhaftes Backup-System erforderlich. Der weitere unkoordinierte Ausbau volatiler Einspeiser würde zeitweise zu erheblichem Überangebot führen, das Backup aber nicht überflüssig machen. Bei Windstille ist die Anzahl stehender Windkraftanlagen uninteressant.

Die Finanzierung der Fixkosten beider Systeme ist ein volkswirtschaftlicher Ballast, der auf diese Weise nicht zu vermeiden ist und im Trend weiter steigen wird. Sollten konventionelle Kraftwerke künftig durch riesige Speicherkapazitäten ersetzt werden können, fallen auch für diese erhebliche Kosten an.

In jedem Fall besteht dringend die Aufgabe, die regenerativen Erzeuger an die Regelfähigkeit und die Erbringung von Netzdienstleistungen heranzuführen – schließlich sollen sie dereinst vollversorgen. Wann das soweit sein wird, sollte man nüchtern an Hand der weiteren Entwicklung bewerten und nicht von Wunschdenken geleitete Termine setzen.

Der Beitrag erschien zuerst auf Kernenergie.de




Wirtschaftsflüchtlinge müssen sich demnächst umorientieren, Kambodscha wird durch die Klimaerwärmung weit dynamischer als die USA

„Studien, die sehr hohe Schätzungen der wirtschaftlichen und sozialen Kosten des projizierten Klimawandels liefern, während die Möglichkeit der Anpassung ignoriert oder heruntergespielt wird und die Ungenauigkeit der zugrunde liegenden Annahmen verschleiert werden, sind eindeutig nicht hilfreich“, schrieb Oren Cass vom Manhattan Institute in einem Bericht vom März 2018.

Cass untersuchte die Modelle und Annahmen, die in den wichtigsten ökonomischen Studien zur Erderwärmung verwendet wurden, darunter zwei, auf die sich die US EPA und der amerikanische Rechnungshof berufen hatten, um die Schäden bis zum Ende des Jahrhunderts abzuschätzen.

Mangelhafte Annahmen in diesen Studien, die die Temperatur mit dem Wirtschaftswachstum in Verbindung bringt, führt zu Projektionen, dass die Erderwärmung die Mongolei, Finnland und Island in die reichsten Länder der Welt auf Pro-Kopf-Basis verwandeln würde.

„Die Ergebnisse sind mehr als nur fragwürdig. Korrekt verstanden, bieten Temperaturstudien keinerlei brauchbaren Vorhersagen über die zukünftigen Kosten eines projizierten, vom Menschen verursachten Klimawandels„, schrieb Cass in einer am Montag veröffentlichten Ausarbeitung, und fügte hinzu „dass diese Studien, obwohl mangelhaft, schnell verbreitet wurden und nun für die Behauptung von überwältigend, hohen Kosten für Klimaerwärmung hergenommen werden.“

Besonders nahm sich Cass einer Studie aus dem Jahr 2015 an, die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde und die voraussagte, dass die globale Erwärmung das Brutto-Weltprodukt pro Kopf bis zum Jahr 2100 um 23 Prozent reduzieren könnte.

Mit anderen Worten, die Studie prognostizierte, dass jede Person in der Welt bis zum Ende des Jahrhunderts um 23 Prozent ärmer wäre. Fieberhaft berichteten die Medien die Ergebnisse der Studie. Sie warnten die „Millennials (die Generation der Jahrtausendwende), dass diese „Billionen von Dollars an Lebenseinkommen verlieren könnten, wegen der vom Menschen verursachten Erwärmung“.

Climate change could cost millennials trillions of dollars in lifetime income

Maria Gallucci, Mashable•August 22, 2016

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„Die globale Erwärmung könnte die größte Bedrohung für das Leben einer einzelnen Generation darstellen“, sagte Tom Steyer, Milliardär und Aktivist der Klima-Initiative und Gründungspräsident von NextGen, am 14.Mai 2016 auf einer Pressekonferenz.

Der NextGen-Bericht definiert Millennials, als alle Amerikaner im Alter von 18 bis 34 im Jahr 2015, was die gleiche Definition ist, die das Pew Research Center verwendet.

NextGen (Tom Steyer) hat auf die Politik der Demokratischen Partei großen Einfluss.

NextGen ist ein NGO, die vom NextGen Climate Action Committee finanziert wird, einem Super-PAC, das laut OpenSecrets.org im Jahr 2014 74 Millionen Dollar für die Unterstützung demokratischer Kandidaten im Senat und für Gouverneursrennen ausgegeben hat.

[de.Wiki: Ein Political Action Committee (PAC) ist in den USA die Bezeichnung für eine Lobbygruppe, die sich darauf konzentriert, Abgeordnete oder gewählte Beamte der Regierung zu unterstützen oder zu bekämpfen.]

Klimaaktivist Tom Steyer unterstützte Hillary Clinton im Juni 2016 offiziell, [damals] die demokratische Präsidentschaftskandidatin], bei ihrem Versprechen, sich der globalen Klimakrise zu stellen und die USA zu einer „sauberen Energie-Supermacht des 21. Jahrhunderts“ zu machen.

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Cass stellte jedoch auf einige eklatante Probleme mit den zugrunde liegenden Annahmen und der Modellierung der Studie heraus.

Vorerst prognostiziert die 2015 Studien den Aufschwung der Mongolei als eine globale Wirtschaftsmacht bis zum Ende des Jahrhunderts und schätzt sie auf ein pro-Kopf-Einkommen von 390.000 $, was zu diesem Zeitpunkt viermal höher als in Amerika wäre.

Weiterhin werden die Isländer in der Projektion dieser Studie zu den reichsten Menschen der Welt. Island hätte dann ein Pro-Kopf-Einkommen von 1,5 Millionen Dollar, mehr als doppelt so viel wie jedes andere Land, außer Finnland (860.000 Dollar), das ein jährliches Wirtschaftswachstum von über 5 Prozent erreichen soll und noch mehr ansteigend „, schrieb Cass.

Kanadas Wirtschaft wächst bis zum Ende des Jahrhunderts, weltweit die zweitgrößte hinter den USA. Unwahrscheinlicher weise wird geschätzt, dass Kanadas Wirtschaft sieben Mal so groß  ist wie die chinesische. Indien wird umgekehrt bis 2100 zum ärmsten Land der Welt.

Cass wies darauf hin, dass „man glauben soll, dass ein allmählicher Anstieg der Durchschnittstemperatur von 0°C auf 5°C Island und die Mongolei zu den führenden Volkswirtschaften des 21. Jahrhunderts machen wird“ , was nicht nur höchst unplausibel, sondern auch höchst unlogisch ist, um wirtschaftliches Wachstum zu erreichen.

Die Studie in Nature legt nahe, dass „die kambodschanische Wirtschaft [deren Index der menschlichen Entwicklung 0,563, USA = 0,920] weit mehr dynamischer ist als ihr amerikanisches Gegenstück und nur durch ihren Breitengrad von der Weltherrschaft zurückgehalten wird“, sagte Cass und bemerkte in der Schlussfolgerung, dass Reaktionen auf große, graduelle Temperaturänderungen qualitativ anders sind, als auf kleinere Temperaturschwankungen.“

Ralf / pixelio.de, Markttag in Kambodscha – Ein Land, kurz vor der Weltherrschaft

Mit anderen Worten, die Natur-Studie hat gravierende Mängel.

Oran Cass, Studie – wie oben angeführt

Erschienen auf The Daily Caller am 12.03.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2018/03/12/overheated-models-global-warming-manhattan-institute/

 

Oran Cass, Zusammenfassung

Aktuelle Studien, die die Kosten des vom Menschen verursachten Klimawandels vorhersagen, stützen sich auf statistische  Analysen der Auswirkungen von Temperaturschwankungen. Diese Korrelation basiert auf Temperatur-Wirkungs-Studien – im Folgenden als Temperatur-Studien bezeichnet – und beginnt mit heutigen Beziehungen zwischen Temperaturen und Ereignissen wie Mortalität oder Wirtschaftswachstum. Sie extrapolieren aus diesen Beziehungen eine proportional größere Reaktion auf langfristig projizierte Klimaerwärmung und weisen Dollar-Werte aus, für sehr große Auswirkungen, die sich abzeichnen könnten.

Oran Cass_Hitzebedingte Todesfälle_ Südliche (wärmere) vs Nördliche (kälterer) Städte

Diese Abhandlung (Studie von Cass) untersucht eine Reihe solcher Studien, die von der U.S. EPA (Umweltschutzbehörde) und dem Rechnungshof – noch aus der Obama Ära, angezogen werden, um die Kosten des vom Menschen verursachten Klimawandels bis Ende des 21. Jahrhunderts für die USA abzuschätzen. Die Kosten beziffern Todesfälle durch extreme Hitze, verlorene Arbeitsstunden bei extremer Hitze und Todesfälle durch Hitze verursachte Luftverschmutzung. Die Abhandlung untersucht auch eine weitere, in Nature veröffentlichte Studie, die die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels auf die globale Wirtschaftsproduktion als Thema hat.

 https://www.manhattan-institute.org/sites/default/files/R-OC-0318.pdf




Schweiz: Das dicke Ende der Energiewende

Sie sei «schon etwas baff» über gewisse Gegenargumente, sagte Doris Leuthard letztes Jahr vor der Abstimmung über das neue Energiegesetz. «Manche Behauptungen sind einfach Unsinn», so die Bundesrätin. Es ging damals um das erste Paket zur Umsetzung der Energiestrategie 2050, die der Bund nach dem AKW-Unfall in Fukushima aufgegleist hatte. Nebst dem Verzicht auf die Atomkraft sieht die Strategie vor, den Energiekonsum pro Kopf um satte 43 Prozent zu reduzieren.

Die Gegner der «Energiewende» hatten vor jährlichen Zusatzkosten von über 3000 Franken pro Haushalt und vor «staatlicher Umerziehung und Bevormundung» gewarnt. Die Energieziele seien nur mit Verzicht und Einschränkungen umzusetzen. Solche Aussagen entbehrten jeglicher Realität, entgegnete Stefan Batzli vom Verein «Schweizer Wirtschaft für die Energiestrategie 2050» in Übereinstimmung mit Leuthard. Das Volk hiess das Energiegesetz im Mai schliesslich mit 58 Prozent Ja gut

Zwei Millionen Franken pro Jahr

Vor wenigen Tagen hat nun eine Gruppe von Psychologen, Ökonomen und Marketingforschern ein sogenanntes Weisspapier veröffentlicht, in dem sie Empfehlungen geben, wie der Energiekonsum von Haushalten durch gezielte Beeinflussung der Bevölkerung verringert werden kann. Es handelt sich um eine Publikation des Competence Center for Research in Energy, Society and Transition. Der Bund finanziert dieses Kompetenzzentrum mit mehr als zwei Millionen Franken pro Jahr. Gezeichnet haben das Papier 14 Professoren, Dozenten und Assistenten von Schweizer Hochschulen unter der Leitung von Paul Burger, Leiter des Fachbereichs Nachhaltigkeitsforschung der Universität Basel.

Ob Energieministerin Leuthard angesichts der Empfehlungen dieser Arbeitsgruppe erneut «baff» ist, ist nicht bekannt. Anlass zu Stirnrunzeln geben die Tipps aber auf jeden Fall. «Die bisher unternommenen Bemühungen zur Effizienzsteigerung reichen (…) nicht aus, um eine substanzielle Reduktion des Energieverbrauchs zu erzielen», halten die Autoren eingangs fest. Der Weg, um den Energiekonsum bis 2050 um 43 Prozent pro Kopf zu reduzieren, sei «noch immer lang und steinig».

Den angestrebten Zielen stünden das Wachstum der Bevölkerung, die Zunahme von Einpersonen-Haushalten und der Einsatz von immer mehr elektrischen Geräten im Weg. Zudem existierten in der Bevölkerung «wichtige Barrieren zur Realisierung von Effizienzpotenzialen», wie etwa «schwierig aufzubrechende Routinen, fehlendes Wissen, Werthaltung oder Emotionen». Um die Ziele der Energiestrategie zu erreichen, seien darum Anstrengungen notwendig, «die weit über diejenigen hinausgehen, die bisher im Gesetz formuliert sind». Die Schweiz müsse auf «Reduktionsprogramme» setzen, wird im Papier gefordert. Es werden Möglichkeiten diskutiert, um die Bevölkerung zu manipulieren, damit sie Energie spart.

Mit der Reduktion des Verbrauchs verringere sich «nicht zwingend» die Lebensqualität, schreiben die Autoren. Ein Drittel der Energie in Haushalten werde heute ohne Nutzen verbraucht, etwa wegen der Standby-Funktionen von Geräten oder dem Beheizen unbenutzter Räume. Zudem zeige die Forschung, «dass ein Mehr an monetärer bzw. materieller Ausstattung ab einem gewissen Niveau die Menschen nicht wirklich glücklicher macht». Es gebe «Grenzen» punkto individueller Lebensweisen, denn die Energieversorgung sei «wenigstens partiell ein öffentliches Gut». Das legitimiere den Staat, auf eine Reduktion des Energieverbrauchs in den Haushalten hinzuwirken, steht im Papier.

«Die Menschen nutzen oft (…) vereinfachte Denkstrategie», stellen die Autoren mit paternalistischer Attitüde fest. Unter anderem seien Werte, soziale Normen und Emotionen der Grund für inkonsequentes Energieverhalten. Im Weisspapier empfehlen sie darum einerseits «zielgruppenspezifische Massnahmen». Die Bevölkerung sei in «Segmente» zu unterteilen, etwa punkto Alter, Einkommen, Charakter oder sozialer Gruppen, und diese Segmente müssten gezielt angesprochen werden….

 

Weiterlesen bei der Basler Zeitung hier

 




Umfrage: Südaustralier wollen grüne Energie, nur billiger

Die Say-Umfrage zeigt, dass den Südaustraliern ihre Stromrechnungen wichtiger sind, als die Bekämpfung des Klimawandels.

Paul Starick, Sonntag Mail (SüdAustralien), 9. Dezember 2017

 SÜD Australier verzichten auf Reduzierung der CO2-Emissionen für eine Bekämpfung des Klimawandels, zugunsten einer bezahlbaren und zuverlässigen Stromversorgung. Trotzdem wollen sie die weitere Entwicklung der Branche für erneuerbare Energien.

Die Ergebnisse der Umfrage waren wichtig, für die Festlegung der Agenda zu den Landtagswahlen im März, mehr als 3.500 Befragte wählten mit überwältigender Mehrheit die Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit als die wichtigsten Komponenten der Stromversorgung.

Die Frage zur Branche für erneuerbare Energien war bei den Befragten sehr beliebt und zeigte Unterstützung für Solar-, Wind- und Batterien.

Dies deutet auf eine klare öffentliche Unterscheidung zwischen den [propagierten] Vorteilen von erneuerbaren Energien und den Kosten für die Reduzierung der CO2-Emissionen.

 Die Unterstützung für die Entwicklung erneuerbarer Energien war am stärksten bei Frauen und Menschen unter 25 Jahren. Dies ist ein Hinweis auf Zustimmung für Herrn Weatherils Entscheidung, engere Beziehungen mit dem Technologiegiganten Elon Musk einzugehen, dessen Firma Tesla in der Nähe von Jamestown die weltweit größte Lithium-Ionen-Batterie installiert hat.

 In Folge zum landesweiten Stromausfalls im vergangenen Jahr hat Herr Weatherill im März einen Energieplan in Höhe von 550 Millionen US-Dollar angekündigt, um in diesem Sommer verheerende Blackouts zu verhindern, die sich auf seine Wiederwahl desaströs auswirken könnten. Seine Pläne konzentrieren sich auf eine Batterie zur Speicherung erneuerbarer Energien und ein staatliches Kraftwerk.

 Im nördlichen Adelaide-Kernland von Labour sind die Bemühungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen nicht sehr beliebt, was in der östlichen Vorstadt auch bei den Liberalen auf Zustimmung stößt.

Allgemein war aber in den östlichen und westlichen Vororten die Befürwortung der Entwicklung einer Branche für erneuerbare Energien bei den Befragten am beliebtesten.

Bezahlschranke! >Lesen Sie mehr: http://www.adelaidenow.com.au/news/south-australia/sunday-mail-your-say-sa-survey-finds-south-australians-abandoning-support-for-tackling-climate-change / news-story / 19bab78c2ccf2f9cba60d8551c1435f2<

Update (EW): Nick Stokes weist darauf hin, dass die Umfrage hinter einer Bezahlschranke ist – das hatte ich nicht bemerkt, da ich den vollständigen Artikel ohne Bezahlschranke über die Google-Suchergebnisse gesehen habe. Die Aufschlüsselung der ersten Frage der Umfrage ist unten:

adelaide-advertiser-survey

Frage 1:

Was sind die größten Probleme, denen sich Südaustralien gegenüber sieht?

  • Arbeitsplätze und –sicherheit
  • Umbau unserer Wirtschaft
  • Politische Führung
  • Unternehmerische Führung
  • Gesundheitsreform
  • Bildungssystem
  • Lebenshaltungskosten
  • Geschäfts- und Verbrauchervertrauen
  • Bezahlbare Wohnungen
  • Energieversorgung und Kosten

 

Diese Umfrage ist aus mehreren Gründen faszinierend (vollständige Umfrage unter dem obigen Link).

Menschen unter 25 Jahren sind die stärksten Befürworter erneuerbarer Energien, obwohl sie sich mehr Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit machen. Ich vermute, das liegt daran, dass viele von ihnen keine Energierechnungen bezahlen. Nach einem Jahrzehnt selbstverschuldeten nationalen wirtschaftlichen Elends und himmelhohen Immobilienpreisen entscheiden sich viele junge Erwachsene aus Australien, ihr Elternhaus nicht zu verlassen, in manchen Fällen sogar bis zu 30 Jahren.

Der Rückgang der Unterstützung unter den linksgerichteten Labour-Wählern ist interessant. Mein persönlicher Eindruck beim Lesen linker Seiten und beim Anschauen einiger Video-Reden ist, dass viele Linke grüne Richtlinien unterstützen, weil grüne Erzählungen leicht in die linke Geschichte der unverantwortlichen Unternehmensverantwortlichkeit passen. Da viele Linke bereits glauben, dass Konzerne egoistisch, gierig und arrogant sind, sind sie sehr bereit zu glauben, wenn Grüne Aktivisten behaupten, dass Unternehmen auch den Planeten und die Zukunft ihrer Kinder gefährden.

Diese selbstgefällige linke Anfeuerung zur Beschimpfung von Unternehmen scheint sich aufzulösen, als die Unternehmen unter dem Druck Arbeitsplätze abbauen und die Linken plötzlich merken, dass die Jobs der Leute auf dem Spiel stehen – was in letzter Zeit in South Australia viel passiert ist.

Die Umfrage legt nahe, dass Südaustralier [im Bundesstaat Südaustralien] fest davon überzeugt sind, dass andere Australier auf sie herabblicken – sie haben eine sehr negative Sicht darauf, wie Außenseiter Südaustralien wahrnehmen.

Trotz allem scheinen Südaustralier ihren Glauben nicht völlig verloren zu haben. Wohlhabende Südaustralier, die sich die hohen Strompreise leisten können, unterstützen nach wie vor erneuerbare Energien. Eine beträchtliche Minderheit der Südaustralier betrachtet grüne Arbeitsplätze als entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft des Staates.

Ich vermute, dass die Grünen immer noch an Zugkraft gewinnen werden und alle anderen für Arbeitsplatzverluste, erneuerbare Strompreiserhöhungen und Stromausfälle verantwortlich machen. Trotz der Arbeitsplatzverluste, der Fabrikschließungen und der schmerzhaften Kosten der Preissteigerungen für den Lebensunterhalt, denke ich, dass die Südaustralier weiterhin glauben werden, dass sie die grünen Lügen für den unmöglichen Traum von einer erneuerbaren Zukunft noch eine lange Zeit verfolgen können.

 

Gefunden auf WUWT vom 10.12.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2017/12/10/survey-south-australians-fed-up-with-unreliable-expensive-green-power/




Der Beginn der Offen­barung – Das EEG wird 2 Billionen EUR kosten (erst mal als Anfangs­budget)

Zwei Billionen für die Energiewende

FRANKFURTER ALLGEMEINE 15.11.2017: Um Klimaziele zu erreichen: Zwei Billionen Euro für die Energiewende
… haben Technikwissenschaftler die Voraussetzungen für die politisch unstrittige „Dekarbonisierung“ bis zur Mitte des Jahrhunderts und ihre Folgen für Deutschland beleuchtet. Das Ergebnis liegt seit Dienstag auf 100 Seiten vor. Demnach dürfte sich der Stromverbrauch aus regenerativen Quellen bis 2050 womöglich verdoppeln. „Als Folge müsste die Kapazität der Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf ein Fünf- bis Siebenfaches anwachsen.“
Auch die potentiellen Kosten haben die Wissenschaftler abgeschätzt. Je nach Höhe des Reduktionsziels von 70 oder 85 Prozent CO2-Minderung gegenüber 1990 dürften sie „im Bereich von 1000 bis
2000 Milliarden Euro liegen“. Auf die nächsten 33 Jahre heruntergebrochen, seien das jährlich 30 bis 60 Milliarden Euro oder 1 bis 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, heißt es in der Studie, die die drei Wissenschaftsakademien Leopoldina, Acatech und Union gemeinsam vorgelegt haben. Da das Minderungsziel der Politik allerdings bei 80 bis 95 Prozent liegt, dürften die Kosten mit zwei Billionen Euro deutlich unterschätzt sein.

Damit bestätigt sich wirklich alles, was bisher auf EIKE (und den vielen anderen, kritischen Portalen) zum EEG berichtet und vorhergesagt wurde. Sogar dass die GREEN-Lieferanten nicht zuverlässig liefern können, haben diese Fachleute inzwischen nach vielen EEG-Jahren und langwieriger Recherche herausgefunden:
FRANKFURTER ALLGEMEINE: … Zudem brauche man Reservekapazitäten, um die Versorgung abzusichern, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Dafür setzen die Technikfachleute einen Umfang an, der „etwa dem heutigen konventionellen Kraftwerkspark entspricht“. Konkret rechnen sie mit 100 Gigawatt konventioneller Kraftwerksleistung – das sind fast 20 GW mehr, als heute gebraucht werden und die Grünen aktuell als ausreichend für die Versorgungssicherheit erachten.

Fachpersonen und Vorhersagen

Einer C. Kemfert, welche unermüdlich in ihrem Blog und vielen Talkshows und Interviews das Mantra des billigen EEG erzählt, müsste die Diskrepanz langsam auffallen:
PROTEO SOLUTIONS: Claudia Kemfert (Kolumne): Energiewende – Wahnsinn?
Die Öko- Energien müssen als Sündenbock für unverhältnismäßige Preissteigerungen herhalten. Der Strompreis könnte schon heute stabil bleiben, wenn auch die preissenkenden Faktoren an die Stromkunden weiter gegeben werden würden.
… Es geht darum, von fossilen Energien wegzukommen und gezielt auf das Energiesparen zu setzen. Dann werden die Bürger in Deutschland auch mittelfristig nicht mehr be- sondern entlastet …
[1] … Wenn man die ältesten und ineffizientesten Braunkohlekraftwerke sofort vom Netz nähme, würde man den Überschussstrom, den wir in Deutschland haben, vermindern. Das senkt die Kosten, da Netzengpässe und System-Inflexibilitäten abnehmen. Auch die EEG-Umlage könnte sinken, weil sich der Börsenstrompreis stabilisiert. Strompreise sind aber nicht alles, wichtig ist vor allem der Energieverbrauch
… in Deutschland ist es anders. Hier zeigen Umfragen, dass die Deutschen in der Tat bereit sind, Geld für die Energiewende zu bezahlen

Lieber erzählt sie als Ökonomin jedoch, dass, wer keine Energie benötigt, mit deren steigenden Preisen auch keine Probleme hat – dies eigentlich aber unwichtig sei, da „die Deutschen“ ja gerne bereit sind, bald auch bei den Strompreisen den Europameister (aktuell steht nur noch Dänemark davor) anzustreben.
Agora, komischer Weise als Think-Tank bezeichnet, in Wirklichkeit eher ein Lobbyverein, kam vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls zu ganz anderen Schlüssen, auch solchen, welche sich bereits ein halbes Jahr später als falsch erwiesen (Siemens baut nicht nur in der konventionellen Kraftwerkssparte ab, sondern hat auch in seinem Windkraftsektor massivste Probleme [2]):
PV Magazine 30. Juni 2017: Agora Energiewende skizziert das große Bild
… Die stark gesunkenen Kosten für Photovoltaik und Windkraft hebt Graichen hervor…
„Die gute Nachricht lautet: Die notwendigen Technologien für den Schritt bis 2030 sind alle kostengünstig vorhanden.
Damit lasse sich der volkswirtschaftliche Nutzen der Energiewende maximieren und die Kosten minimieren. „Die Energiewende ist aufgrund der stark gesunkenen Kosten für erneuerbare Energien und Batterien inzwischen auch zu einem Wettbewerbsthema zwischen den Volkswirtschaften geworden“, erklärt Graichen weiter.

Die Vorhersagen der EEG-Erfolge mit immer niedrigeren Preisen zeigen sich inzwischen als das, was sie immer schon waren: Ideologischer Müll.

Das EEG als deutsche Mustervorlage zur Weltrettung darf aber nicht aufgegeben werden, deshalb …

ist jede Diskussion zu diesen Erkenntnissen obsolet.
Leider verfallen auch die Experten im Bericht der F.A.Z. danach sofort wieder in das ihnen von der Politik vorgegebene Denkmuster:
Die Wende muss gelingen, da sie zur Rettung der Welt erforderlich ist. Kosten spielen deshalb keine wirkliche Rolle. Damit der Bürger sie leichter akzeptiert, darf jedoch nichts mehr billiger erscheinen. Und dazu ist es am Einfachsten, bisher Bewährtes und Billiges so teuer zu machen, bis das wirklich Teure billig erscheint. Eine Denkweise, mit der sich Politiker schon immer anfreunden konnten.
FRANKFURTER ALLGEMEINE: … Als zentrales Steuerungselement für die Energiewende raten die Experten zu einem einheitlichen, wirksamen CO2-Preis. Dafür schlagen sie zwei Wege vor: Entweder müsse der europäische Emissionshandel neben Energie und Industrie auch auf Sektoren wie Gebäude und Verkehr ausgeweitet und mit einem Mindestpreis versehen werden, oder die Emissionen von Kohlendioxid müssten mit einer Steuer bepreist und verteuert werden. Eine nationale CO2-Steuer könnte das europäische System des Emissionshandels sinnvoll ergänzen.

Als einziges beim EEG sind die steigenden Kostenschätzungen stabil

Es ist davon auszugehen, dass unsere Politiker diesen Vorschlag annehmen und es zur erwarteten Explosion der Kosten für den Bürger kommt, der bald sein Haus, seine Heizung, sein Auto umbauen, den Strom selbst erzeugen, ihn in Flautezeiten selbst speichern und zusätzlich noch auf alles CO2-Steuern bezahlen muss.
Was natürlich noch nicht ausreicht. Denn für die, welche es nicht mehr bezahlen können, muss er es ja auch noch übernehmen. In den Jamaika-Verhandlungen forderten es die Grünen schon einmal vorsichtshalber unter dem Begriff „faire Wärme“, zum Start erst einmal nur mit läppischen 11 Milliarden EUR [3].

Frau C. Kemfert schlägt zurück

Eine Fachperson, deren einzige Reputation in der Unterstützung der Klima- und CO2-Minderungshysterie besteht, kann den Vorwurf, die Kosten nur schön zu reden, nicht auf sich sitzen lassen.
Deshalb sandte sie eine Redakteurin aus ihrem Klimaretter-Blogfundus zum Klimaaktivisten James Hansen zur Befragung. Schließlich wusste man, welche Antworten dieser liefern würde. Und wirklich, auch dieser (Klimaaktivist) ist sich sicher, dass alles nichts kostet:
KLIMARETTER.INFO, Samstag, 18. November 2017: [4] Wir haben längst den Notstand erreicht
Der bekannte US-Klimaforscher und Aktivist James Hansen sieht die Welt noch immer auf einem schlechten Weg im Kampf gegen die Erderwärmung. … Die Tragödie der gesamten Klimawandelgeschichte ist, dass die erforderlichen Maßnahmen nichts kosten würden!
Im Interview erklärt er – beziehungsweise wiederholt das bekannte Statement -, warum das so sein wird: Wenn die Energie durch CO2-Abgaben so teuer gemacht wird, dass sie keiner mehr bezahlen kann, wird man keine mehr benötigen und sofort ist alles billiger. Man erinnert sich, es ist genau die gleiche Ökonomendialektik, der auch Frau Kemfert anhängt, womit sich C. Kemfert als herausragende Energiewissenschaftlerin bestätigt (fühlt).
James Hansen: [4] Wir haben das technologische und wissenschaftliche Potenzial für die Energiewende, aber die schaffen wir nur mit einer Abgabe oder Steuer auf CO2. Das wäre der Anreiz für Ingenieure, saubere Energien zu entwickeln, und der Öffentlichkeit bietet es einen Anreiz, auf ihren CO2-Fußabdruck zu achten.
Herr Hansen ist ebenfalls davon überzeugt, dass mehr Steuerlast generell nützlich ist, weil es „beflügelt“ und die Politiker solche Zusatzeinnahmen ihren Untertanen zurückgeben.
James Hansen: [4] … Ökonomische Studien zeigen, dass es die Wirtschaft beflügelt, wenn man Öl, Gas und Kohle mit einer grenzüberschreitenden Abgabe belegt. Denn das bringt Geld ein, das die Regierung an die Allgemeinheit zurückgeben kann.

Leider ist Herr J. Hansen ein Befürworter der Atomkraft

Man muss es dem Klimaretter-Blog zugutehalten, dass er auch den zweiten Teil des Interviews voll veröffentlicht. Denn darin outet sich Herr Hansen als ein vehementer Atomkraft-Befürworter:
[4] Redakteurin: Sie befürworten Atomkraftwerke als Teil des Kampfes gegen den Klimawandel. Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, weil eine Bewegung über mehrere Jahrzehnte vor der Gefahr durch radioaktive Verseuchung gewarnt hat.
J. Hansen: … Wenn Deutschland keine Atomkraftwerke haben will, muss es keine haben. Aber sie haben nicht das Recht, das den anderen 195 Staaten reinzuwürgen – Deutschland hat vor etwa anderthalb Jahrzehnten auf einem Klimagipfel dafür gesorgt, dass sich Atomenergie nicht als Maßnahme zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen finanzieren lässt. Sie behaupten, dass Atomenergie nicht sauber wäre.
Redakteurin: Ist sie ja auch nicht – die Gesundheitsgefahr durch radioaktive Strahlung ist doch unbestritten.
J. Hansen: … In Deutschland ist eine Quasi-Religion entstanden, die nicht auf Fakten basiert. Mehr als 10.000 Menschen sterben am Tag aufgrund der Partikel, die durch die Verbrennung von fossilen Stoffen entstehen. Die Weltgesundheitsorganisation hat mehrfach darauf hingewiesen und ihre jüngste Schätzung ist sogar noch höher. Das sind mehr als in der Geschichte der Atomenergie.

Quellen

[1] ntv: Montag, 13. November 2017: Interview mit Claudia Kemfert „Der Industriestandort ist nicht gefährdet

[2] msn Nachrichten 09.11.2017: In der Sparte Power & Gas, der die Energiewende zu schaffen macht, brach das Ergebnis von Juli bis September um 40 Prozent ein. Aber auch mit erneuerbaren Energien läuft es nicht: Der spanisch-deutsche Windanlagenbauer Siemens Gamesa schrieb sogar Verlust. Erst vor wenigen Tagen kündigte Gamesa die Streichung von 6000 Arbeitsplätzen an. In der Siemens-Kraftwerkssparte wird zudem der Abbau von mehreren tausend Stellen erwartet.

[3] TYCHIS EINBLICK 20. November 2017: FDP: Merkel hat nur grüne Forderungen erfüllt

[4] KLIMARETTER.INFO, Samstag, 18. November 2017: Wir haben längst den Notstand erreicht




Aktivisten zwingen der Umweltbehörde durch Klagen ihren Willen zu Lasten der Wirtschaft auf

Das mitte-rechtsorientierte amerikanische Aktionsforum (AAF) stellte fest, dass sich aus erhobenen Klagen, die im Vergleichswege beigelegt wurden, 23 Vorschriften ergaben, die zu einer Gesamtkostenbelastung von 67,9 Milliarden US-Dollar bei 26,5 Milliarden US-Dollar jährlicher Kosten führten.

[[ Aus dem Report der amerikanischen Handelskammer, Seite 3,

Was bedeutet „sue and settled“ ?

(„anklagen und vergleichen“)

Sue und Settle tritt auf, wenn eine Agentur absichtlich auf den gesetzlichen Ermessensspielraum verzichtet, durch die Annahme von Rechtsstreitigkeiten außenstehender Gruppen, die effektiv die Prioritäten und die Pflichten der Agentur bestimmen, durch rechtsverbindliche, gerichtliche Einigungen, die hinter verschlossenen Türen ausgehandelt werden – ohne Beteiligung anderer Betroffener oder der Öffentlichkeit.

Als Ergebnis des Sue and Settle-Prozesses hat die Agentur sich absichtlich von einem unabhängigen Akteur der eigenen Ermessensspielraum hat, um seine Aufgaben in einer Weise zu erfüllen, die dem öffentliche Interesse am besten dient, verwandelt – zu einem Akteur, der nach den verbindlichen Bedingungen von Vergleichsvereinbarungen und mit vom Kongress genehmigten Budget,  den Erreichung der Anforderungen spezifischer externer Gruppen dienstbar ist.

Dieser Prozess erlaubt auch den Agenturen, den normalen Schutz zu vermeiden, der in den Prozess der Gesetzesformulierung und Erlass von Gesetzen vorgesehen ist – Überprüfung durch das Office of Management und Budget und durch die Öffentlichkeit und Übereinstimmung mit der Rechtsverordnung, in dem kritischen Moment, in dem der Agentur die neue Verpflichtung entsteht

]]

AAF betrachtete 23 wesentliche Regulierungen, die durch die EPA in den Jahren 2005 bis 2016 erlassen wurden und fand heraus, dass diese zu heftigen wirtschaftlichen Belastungen führten. Einigungen mit den klagenden Umweltgruppen, die während der Bush- und Obama-Regierung erreicht wurden, führten zu einigen der kostspieligsten Regeln in den Büchern.

„Angesichts wirtschaftlicher Kosten in Höhe von mehreren Milliarden Dollar ist es sinnvoll, die Verfolgungs- und Regulierungsregeln eingehender zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie den grundlegenden Anforderungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes und den gesunden Kosten-Nutzen-Prinzipien entsprechen„, schrieb Dan Bosch in einem neuen Bericht . „Die Richtlinie von Administrator Pruitt bietet die Möglichkeit zu prüfen, ob die regulatorischen Ergebnisse solcher Bestimmungen verbessert werden können“.

Die Schätzung von AAF kann das untere Niveau der Kosten sein. In einer Studie der US-amerikanischen Handelskammer aus dem Jahr 2013 wurden zwischen 2009 und 2012  71 Verfahren nach „sue and settled“ abgehandelt wurden, die zu mehr als 100 neuen Bestimmungen führten – von denen viele zu mehr als 100 Millionen US-Dollar pro Jahr zusätzliche Belastung der Wirtschaft führten.

Mitte Oktober hat Pruitt eine Richtlinie erlassen , um die Anzahl der Zustimmungsverordnungen, die von Gruppen, vor allem Umweltgruppen, eingeklagt wurden, einzudämmen. Unter der vorherigen Regierung einigte sich die EPA oft mit Aktivisten, die die Agentur wegen fehlender gesetzlicher Fristen verklagten.

Die Konservativen haben bereits lange darauf hingewiesen, dass die daraus resultierenden Einigungen EPA dazu zwingen, neue Vorschriften zu erlassen, ohne dass dies von den Bundesstaaten verlangt oder Stellungnahmen der regulierten Industrien eingeholt wurden. Die Hinterzimmer-Einigungen geben Umweltschützern im Wesentlichen die Kontrolle über die Agenda der EPA.

„Die Tage der Regulierung durch Rechtsstreitigkeiten sind vorbei“, sagte Pruitt. „Wir werden nicht länger mehr hinter verschlossenen Türen gehen und Einverständniserklärungen und Vergleichsvereinbarungen zur Klärung von Klagen gegen die Agentur durch spezielle Interessengruppen verwenden, wo dies den vom Kongress festgelegten Regulierungsprozess umgehen würde“.

Pruitt wird verlangen, dass EPA alle Klagen von Bürgern und Einigungen online veröffentlicht, damit die Öffentlichkeit sie sehen kann. EPA wird auch begrenzen, welche Arten von Einigungen es mit Aktivisten machen darf. Und die Beamten der EPA  müssen sich an Bundesstaaten und andere Dritte wenden.

Umweltschützer sind mit Pruitts Anweisung nicht sehr zufrieden. Aktivisten argumentierten, dass sie die EPA verklagen, weil sie die Vorschriften für die öffentliche Gesundheit, die zu Milliarden von Dollar an Leistungen führen, nicht aktualisieren.

Aktivisten argumentieren auch, EPA spart das Geld der Steuerzahler durch die Einigung vor Gericht und vermeidet dadurch einen ausgefeilten und kostspieligen Prozess in Fällen, in denen sie sowieso verlieren.

„Pruitt macht nichts anderes, als über ein nicht existierendes Problem und politische Fiktion zu reden“, sagte John Walke, ein Anwalt des aktivistischen Natural Resources Defense Council, über die Richtlinie. „Seine Zielsetzung auf rechtliche Regelungen, insbesondere dort, wo die EPA keine Verteidigung gegen die Gesetzesübertretung hat, wird nur Verletzungen des Gesetzes erlauben, zusammen mit den Beeinträchtigungen der Amerikaner“

Erschienen auf The Daily Caller am 24.10.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/10/24/report-common-obama-era-legal-tactic-resulted-in-at-least-70-billion-in-new-regulations/




Das US-Umweltbundesamt will veröffentlichen, wie sehr eigene Vorschriften Arbeitsplätze beeinflussen

Die EPA veröffentlichte am 25.10.2017 einen Bericht über ihre Bemühungen, die regulatorische Belastung für die US-Energiebranche zu verringern. Dieser Bericht enthielt auch die Aussicht, wie die [neuen] Regularien die Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen beeinflussen werden.

Außerdem wurden die Pläne zur Überprüfung der Vorschriften für die Genehmigung von Kraftwerksanlagen und zur Festlegung nationaler Luftqualitätsstandards durch die Agentur beschrieben, wobei insbesondere die Zusammenarbeit der EPA mit den Bundesstaaten im Mittelpunkt stand.

„EPA engagiert sich für die Agenda von Präsident Trump“, sagte EPA-Administrator Scott Pruitt. „Wir können sowohl pro-Arbeitsplätze als auch umweltfreundlich sein.

Wir bei der EPA arbeiten daran, unnötige und doppelte regulatorische Belastungen einzudämmen, die nicht dem amerikanischen Volk dienen – und weiterhin mit Bundesstaaten, Stämmen und Interessengruppen zusammenarbeiten, um unsere Luft, unser Land und unsere Gewässer zu schützen“.

Vor etwa vier Monaten hatte ein Bundesgericht entschieden, dass EPA keine gesonderte Studie darüber abschließen muss, wie sich ihre Vorschriften auf den Steinkohlenbergbau auswirken.

Dieses Urteil hob das vorhergehende Urteil eines untergeordneten Bundesgerichts von 2016 auf, dass EPA eine Analyse von Vorschriften zu erstellen hat, wie diese der Kohleindustrie schaden. Eine Gruppe von Kohleunternehmen aus West Virginia bat das Gericht, die EPA zu zwingen, diesen Bericht zu veröffentlichen.

Nun wird EPA diese Bewertungen sowieso durchführen. EPA sagte, dass fünf Umweltgesetze eine Bewertung erfordern, wie diese Regelungen die Wirtschaft beeinflussen.

„Der Kongress hat seine Absicht bekundet, dass die EPA fortlaufende Bewertungen potentieller Verluste oder Verlagerung von Arbeitsplätzen durchführt, die sich aus der Umsetzung dieser Satzung ergeben könnten“, schrieb die EPA in ihrem Plan zur Förderung der „Energieunabhängigkeit.

Die Agentur hat diese Bewertungen in der Vergangenheit jedoch nicht durchgeführt. Dementsprechend beabsichtigt die EPA, diese Bewertungen im Einklang mit den Statuten durchzuführen.“

Umweltschützer argumentieren, die EPA-Vorschriften könnten hohe Preisschilder haben, denn diese Vorschriften bedeuten viel mehr Vorteile für die öffentliche Gesundheit aufgrund weniger Todesfälle und Krankheiten.

Die Umweltschützer stützen sich auf einem Bericht der [vorherigen Obama] Regierung von 2015, danach wurden für den Zeitraum zwischen 2004 und 2014 schätzungsweise $ 45,4 Milliarden für EPA -Vorschriften  aufgewandt, denen aber $ 787,7 Milliarden an Nutzen für die öffentliche Gesundheit gegenüberstehen. Dem Bericht nach liegen Vorteile [vor allem] in der Reduzierung von Feinstaub.

Erschienen auf The Daily Caller am 25.10.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/10/25/epa-will-issue-reports-on-how-its-own-regulations-are-killing-jobs/

 

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Zum Thema Feinstaub und der gesundheitlichen Auswirkung, finden Sie u. mehrere Ausarbeitungen:

Teil 1: Die Hexenjagd auf die Grundfesten unserer Gesellschaft, oder was an der Feinstaub-Hype und dem Dieselgate dran ist

Teil 2: Feinstaub   Die Pest des 21. Jahrhunderts, oder nicht!

Teil 3: Scharlatane in Zeiten der Feinstaub-Hype

Teil 4: Nachgefragt: Feinstaub Hype – können Dieselemissionen Krebs auslösen?

Feinstaub – eine Posse