Dekadent: Zur Bekämpfung des Klimawandels sollen die Menschen keine Babys mehr bekommen

… Die antinatalistische Sache wird seit langem von radikalen Umweltschützergruppen wie Earth First! und „the Voluntary Human Extinction Movement“ (die freiwillige menschliche Aussterbungsbewegung) verfochten.  Earth First! ist eine Umweltschutzgruppe, die der Ansicht ist, dass alle Methoden , um den Planeten vor weiteren Schäden durch den Menschen zu bewahren, gültig sind und angewendet werden sollten, von Protesten bis zum freiwilligen Aussterben.

 

  • In ähnlicher Weise plädiert die Voluntary Human Extinction Movement dafür, dass alle Menschen sich der Fortpflanzung enthalten sollten und dass die vollständige Beseitigung der Menschheit, –nicht nur eine Verringerung ihres Bevölkerungswachstums – notwendig ist, um die Erde wirklich vor den schädlichen Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels zu schützen.
  • Der britische Musiker Blythe Pepino gründete Ende 2018 BirthStrike, eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, angehende Eltern davon zu überzeugen, keine Kinder zu bekommen, weil das „ökologische Harmagedon“ bevorsteht.
  • In den USA versucht Conceivable Future auch, das Bewusstsein für die Umweltauswirkungen von Kindern zu schärfen.

Conceivable Future kämpft für das, was es “ reproduktive Gerechtigkeit “ nennt:

Mission

Die Klimakrise ist eine Krise der reproduktiven Gerechtigkeit : Wie schützen Sie Ihre Gesundheit und Ihre Kinder in einer zunehmend gefährlichen und giftigen Umwelt? Wie entscheiden Sie, ob Sie ein Kind haben oder nicht, wenn eine gesunde und stabile Zukunft zunehmend gefährdet ist? Selbst mit dem Zugang zu Fruchtbarkeitsregulierungen trifft niemand ungehindert reproduktive Entscheidungen angesichts so vieler wirtschaftlicher und ökologischer Belastungen. 

…. Das Centre for Biological Diversity, eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz gefährdeter Arten durch rechtliche Schritte und Aktivismus verschrieben hat, hat über eine Million Mitglieder und kürzlich eine neue Strategie vorgestellt, um die Menschen davon zu überzeugen, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, um gefährdete Arten zu retten.

In einem neuen Projekt des Zentrums für biologische Vielfalt wurden spezielle Kondome zum Thema der vom Aussterben bedrohten Arten entwickelt. Die Kondome werden in Umhüllungen geliefert , die Ausdrücke wie „Vorsichtig einwickeln , Eisbär retten“ und „Nicht entblößen … Panther sind selten“ tragen, um die Menschen daran zu erinnern, dass sie jedes Mal, wenn sie eines der Kondome verwenden, eine vom Aussterben bedrohte Art retten indem wir keinen anderen Menschen in die Welt bringen. Das Zentrum für biologische Vielfalt arbeitet mit Museen und Zoos im ganzen Land zusammen, um diese Kondome bei Sonderveranstaltungen zu verschenken und die Menschen über die Umweltauswirkungen von Kindern aufzuklären.

… Population Action International ist eine weitere gemeinnützige Organisation, die sich ebenfalls für eine Reduzierung des Bevölkerungswachstums einsetzt. Wie das Kondomprojekt des Zentrums für biologische Vielfalt konzentriert sich PAI in erster Linie auf die Bereitstellung des Zugangs zur reproduktiven Gesundheitsversorgung und beschreibt seine Mission als „Population Action International setzt sich dafür ein, dass Frauen und Familien Zugang zu Verhütungsmitteln erhalten, um ihre Gesundheit zu verbessern, Armut zu verringern und zu schützen ihre Umwelt.

Unter diesem Link kann eine Karte der weltweiten Problemländer .pdf mit mangelnder Wasserversorgung und Problemen des Bevölkerungswachstums heruntergeladen werden.  Tatsächlich sind vor allem die afrikanischen und einige asiatische Staaten davon betroffen – das ist korrekt – nur, was sollen denn die Menschen in den Industrieländern dagegen machen?

Population Matters, eine britische Umweltorganisation, setzt sich auch für die schrittweise Reduzierung des Bevölkerungswachstums ein, indem der Zugang von Frauen zu Verhütungsmitteln verbessert wird. Prominente Sponsoren wie der bekannte Filmemacher und Umweltschützer David Attenborough und die Primatologin Jane Goodall haben daran teilgenommen.

Die Befürworter des Umweltschutzes berufen sich häufig auf eine Studie aus Environmental Research Letters, die 2017 veröffentlicht wurde und zu dem Schluss kam, dass ein Kind weniger gleich die Äquivalenz von 58,6 Tonnen Kohlenstoffemissionen pro Jahr eliminieren würde. Zum Vergleich: Durch den Verzicht auf benzinbetriebene Fahrzeuge würden nur 1,6 Tonnen pro Jahr eingespart, durch den ausschließlichen Einsatz von Ökostrom 1,5 Tonnen und durch das Recycling nur 0,2 Tonnen. (RELATED: ‘End Of Discussion’: Bernie Sanders Says We’re Going To Stop Using Coal, Gasoline) („Ende der Diskussion“: Bernie Sanders sagt, wir werden aufhören, Kohle und Benzin zu verwenden)

… Politiker, die den Kampf gegen den Klimawandel zu einem wichtigen Teil ihrer Wahlkampfplattform gemacht haben, haben diese Bewegung ebenfalls beeinflusst. Die demokratische New Yorker Repräsentantin Alexandria Ocasio-Cortez brachte das Thema kürzlich während eines Live-Streams zu ihren fast 3 Millionen Instagram-Followern. „Es ist im Grunde genommen ein wissenschaftlicher Konsens, dass das Leben unserer Kinder sehr schwierig sein wird, und es führt dazu, dass junge Menschen eine berechtigte Frage haben: Ist es in Ordnung, noch Kinder zu haben?“.

Ocasio-Cortez ‚Äußerungen lösten einen Feuersturm in den Medien aus und brachten die antinatalistische Bewegung aus den Rändern der Debatte über den Klimawandel und direkt in den öffentlichen Diskurs. Nach dem Kommentar von Ocasio-Cortez veröffentlichten zahlreiche Medien Berichte über die wachsende Anti-Natalisten-Bewegung und widmeten den Gruppen, die sich derzeit dafür einsetzen, noch mehr Aufmerksamkeit, wobei die Gruppen BirthStrike und Conceivable Future besondere Aufmerksamkeit in den Medien fanden.

(RELATED: The Green New Deal Would Cause ‘Significant Environmental Damage,’ Report Finds) Zum Thema: Der Green New Deal würde zu erheblichen Umweltschäden führen.)

… Eine Umfrage der New York Times ergab , dass 11 Prozent der befragten Frauen aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Klimawandels verspätet Kinder bekommen.

Die wachsende anti-natalistische Bewegung in den Vereinigten Staaten hat begonnen, sich in den politischen Diskurs über den Klimawandel einzugliedern. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die rückläufige Geburtenrate der USA haben, von der das National Center for Health Statistics kürzlich berichtete, dass diese auf einem 32-Jahrestief liegt.

Den Beitrag habe ich hier gefunden (leider Bezahlschranke)

https://dailycaller.com/2019/08/26/groups-want-to-save-life-on-earth-except-humans/

Zusammengestellt und übersetzt durch Andreas Demmig




Klimawandel und CO2 erklärt – für Kinder und Erwachsene

Die Wissenschaftler haben die Ursachen des Klimawandels bislang so erklärt:

  • die Position unseres Sonnensystems in der Galaxie
  • der Neigungswinkel der Erdachse
  • die kosmische Strahlung
  • die solaren Zyklen von 1003, 463, 188 Jahren
  • die Aktivität der Sonnenflecken, 11 Jahre
  • die Oszillation der Ozeane, 70 % der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt
  • Wolkenbildung, Wasserdampf in der Atmosphäre
  • neu ist die Behauptung, CO2 verursache eine Erderwärmung.

Es konnte gezeigt werden, dass die Temperatur auf der Erde mit der Sonne korreliert, nicht aber mit dem CO2 – Gehalt der Atmosphäre. Die Luft setzt sich zusammen aus 20-21 % Sauerstoff, 76 % Stickstoff, 3 % Wasserdampf, 0,041 % CO2 entspricht 410 ppm, 0,045 % Edelgase.

Es gibt einen Kohlenstoffkreislauf zwischen Ozeanen und Atmosphäre: 97 % des CO2 in der Luft sind natürlichen Ursprungs, stammen aus Ozeanen, Gesteinen, (Calcium-Carbonate und Kalkstein), Böden, Vulkanen und Fauna. Die restlichen 3 % sind anthropogen, d.h. Menschen gemacht: 0,00123 %. Meerwasser enthält 50-fach höhere CO2-Werte als Luft, sind von Bedeutung für Korallenriffe, Muscheln, Schnecken. 1500 oberirdische und submarine aktive Vulkane setzen mehr CO2 frei als alle Technik der Menschen. Sieben Milliarden Menschen atmen jährlich circa 2,5 Milliarden t CO2 aus. Alle Autos dieser Welt produzieren nur 1,5 Milliarden t CO2 pro Jahr.

Früher gab es Zeiten, in denen es 1 bis 2° C wärmer war als heute. Auch der CO2– Gehalt der Luft war bis zu 17-mal höher als heute und erreichte 7.000 ppm.

Die Temperaturen der letzten 1.000 Jahre verliefen nicht gleich bleibend. Es gab Maxima wie die römische Warmzeit und das mittelalterliche Klima-Optimum. Dann gab es Minima wie die kleine Eiszeit, die 1850 endete. Seitdem ist die globale Temperatur um circa 1°C angestiegen, um uns in eine neue wärmere Periode zu führen. Der Erdboden erwärmte sich und auch die Meere, sie gasen CO2 in die Atmosphäre aus (ähnlich einer Sprudelflasche, die in der Sonne steht und wegen CO2-Ausgasungen explodieren kann).

Nun stellt sich die Frage nach dem Treibhauseffekt. Es gibt einen physikalischen Treibhauseffekt im Gewächshaus und in einem geschlossenen Auto durch die Sonneneinstrahlung. Das CO2 ist daran nicht beteiligt. Es gibt keinen atmosphärischen Treibhauseffekt. Agrarlandwirte leiten künstlich CO2 in ihre Gewächshäuser ein, um den CO2-Gehalt auf 700-900 ppm zu erhöhen, weil dann die Nutzpflanzen um bis zu 50% besser wachsen. Über 700 ppm CO2 bedeutet ein Optimum für Pflanzenwachstum. Unter 280 ppm, entspricht 0,028 %, wachsen Pflanzen schlechter. Unter 180-210 ppm CO2 – Gehalt in der Luft kommt das Pflanzenwachstum zum Erliegen. Das gilt für C3 -Pflanzen wie Weizen, Roggen, Hafer, Reis und für C4 – Pflanzen wie Mais, Zuckerrohr, Hirse und Gräser.
Was bedeutet das für uns? Wir dürfen auf keinen Fall den CO2 – Gehalt in der Atmosphäre absenken durch Decarbonisierung (CO2-Entzug), sonst wird die Ernährung der Weltbevölkerung gefährdet.

CO2 ist zudem unsichtbar, geruchlos, ungiftig, gasförmig und gleichmäßig in der Luft verteilt. Ein CO2-Molekül befindet sich in 2439 Luftmolekülen. In knapp 10.000 (9.756) Luftmolekülen sind nur 4 CO2-Moleküle. Um sich diese geringe Menge mal vorzustellen, lassen Sie circa 10.000 z. B. rote Luftballons in den Himmel steigen und 4 weiße, die den CO2-Anteil symbolisieren sollen. Die 4 weißen Ballons werden in der Masse verschwinden und kaum zu sehen sein, diese stellen aber den Gesamtgehalt an CO2 in der Atmosphäre dar.

Um ein Glukosemolekül zu bilden, müssen die Blätter 6 CO2-Moleküle aus fast 15.000 (14.634) Luftmolekülen herausfiltern.

6 CO2 plus 6 H2O gleich C6 H12 O6 (Glukose) plus 6 O2

Dieser Prozess heißt Photosynthese und findet unter Sonneneinstrahlung auf den grünen Blattfarbstoff Chlorophyll (Zentralatom Magnesium) in den Chloroplasten statt. Die Pflanzen nehmen aus der Luft das CO2 durch die Spaltöffnungen an den Unterseiten der Blätter auf und produzieren mithilfe von Wasser daraus ein Glukosemolekül, den Grundbaustein für Kohlenhydrate und geben Sauerstoff an die Umgebung ab. CO2 als essenzieller Nährstoff für die Pflanzen ist so wertvoll, dass der Gehalt in der Luft/Atmosphäre unbedingt von 410 ppm auf besser 550 ppm steigen sollte, gerade im Hinblick auf die Nahrungsproduktion einer steigenden Weltbevölkerung.




Scenen des weltweit organisierten Klimaprotests aus Washington

Bericht Shelby Talcott Reporter des Daily Caller

Aktivisten blockierten am Montagmorgen wichtige Verkehrsknotenpunkte in der Hauptstadt der USA, was zu „stehendem“ Verkehr in ganz Washington DC führte.

Sam Sweeney, ein Reporter von WJLA, twitterte :

Die Polizei begann am Montagmorgen mit der Festnahme von Demonstranten. Die Demonstrationen werden voraussichtlich den ganzen Tag dauern.

Die Polizei in DC fragt jetzt Klimaaktivisten nach ihren Absichten und ob sie vorbereitet sind, verhaftet zu werden. Polizei Transporter fahren auf. Die Beamten sagen, dass sie vor Festnahmen mehrere Warnungen aussprechen. Der Verkehr über Washington DC ist blockiert.

Auf dem Banner steht: Green New Deal Now – der Wunsch nach 10 Billionen Dollar nutzlosen Schaden

UPDATE: Brennender Müllcontainer Mass Ave , Photo by Kelsey

https://www.popville.com/2019/09/climate-change-protest-starting-to-shutdown-streets/

Auf der Massachusetts Avenue haben Demonstranten eine Kreuzung geschlossen und mitten auf einer Straße liegt ein umgestürzter und in Flammen stehender Müllcontainer.

(RELATED: The Movement To Stop Having Babies To Fight Climate Change Is Going Mainstream, And AOC Might Be Getting On Board) (Die Bewegung, keine Babys mehr zur Bekämpfung des Klimawandels zu bekommen, setzt sich durch und AOC könnte dabei mitmachen.)

Politiker, die den Kampf gegen den Klimawandel zu einem wichtigen Teil ihres Wahlkampfs gemacht haben, haben diese Bewegung ebenfalls beeinflusst. Die demokratische New Yorker Repräsentantin Alexandria Ocasio-Cortez brachte das Thema kürzlich während eines Live-Streams zu ihren fast 3 Millionen Instagram-Followern. „Es ist im Grunde genommen ein wissenschaftlicher Konsens, dass das Leben unserer Kinder sehr schwierig sein wird, und es führt dazu, dass junge Menschen eine berechtigte Frage haben: Ist es in Ordnung, noch Kinder zu haben?

Matt Whitlock, ein hochrangiger Berater des National Republican Senatorial Committee, bemerkte, dass Demonstranten die Straße „vermüllen“. Er fragte, ob es der Umwelt hilft „wenn Tausende von Autos gezwungen werden im Stau (im Leerlauf) zu stehen“.

Twitter : #ClimateStrikedc

„Busse müssen in der Innenstadt im Leerlauf stehen, um die wissenschaftlichen Leugner zu eliminieren“, schrieb er in einem weiteren Tweet. „Viele große Lastwagen mit 18 Rädern mussten einfach da stehen und untätig bleiben, während Millennials (und Protestierende mittleren Alters in Kostümen) auf den Straßen über das Klima tanzen. Galaktische Gehirnerweichung «, fügte Whitlock hinzu.

Videomaterial von Twitter zeigte auch Demonstranten, die mitten auf der Straße in der Nähe des US-Kapitols zu Musik tanzten. Nach mehreren Warnungen begannen die Polizisten, Demonstranten an einigen Orten zu verhaften, schrieb Sweeney und twitterte Fotos von Personen, denen Handschellen angelegt wurden.

Klimaprotestierende blockieren die Mass Ave in der Nähe der Union Station im Schatten des US-Kapitols.

DC-Polizei verhaftet studentische Klimaaktivisten in ganz DC, die wichtige Kreuzungen blockieren.

Andere Straßen wurden gesperrt, nachdem ein Segelboot mitten auf einer Straße platziert worden war. Die Demonstranten ketteten sich an das Boot und die Polizei musste Sägen verwenden, um sie freizubekommen, wenn sie den Verkehr umleiteten. „Rebel for Life“ wurde auf dem Boot geschrieben.

„Die Polizei musste eine Säge benutzen, um die Verbindungen zu trennen, mit denen sich die Demonstranten am Boot befestigt haben. Sie haben diesen Leuten schwer entflammbare Decken gegen die Funken gegeben. Und Gehörschutz “, twitterte Alejandro Alvarez, ein Reporter von WTOP. @WTOP @WTOPtraffic #ShutDownDC

Er fügte hinzu, dass die Polizei „über eine Stunde später“ immer noch versuchte, zwei der Demonstranten aus dem Boot zu befreien.

Diese Kreuzung einen Block nördlich des Weißen Hauses ist völlig blockiert. Ich bin Zeuge einer spontanen Blockparty mit maskierten „Eisbären“ zum Thema Klima. Ein paar Dutzend Polizisten versammeln sich in der Nähe.#ShutDownDC

Angehörige des Gesundheitswesens und von Black Lives Matter richteten eine „kostenlose Klinik für Gesundheitsvorsorge und Blutdruck“ in Unabhängigkeit und Washington ein, schrieb Adam Greenberg, ein SustainUS-Mitarbeiter. Demonstranten wurden auch gesehen, wie sie mit einem Schild mit der Aufschrift „Kapitalismus tötet den Planeten“ Straßen blockierten.

„Es gibt kein zwingendes Argument für Rechtsstaatlichkeit, Menschen während der morgendlichen Hauptverkehrszeit mitten auf der Straße zu blockieren. #ShutDownDC #ClimateStrikedc #DCisatoilet “, schrieb Kevin McLaughlin, Executive Director des National Republican Senatorial Committee, am Montag morgen.

Gefunden auf The Daily Caller News Foundation vom 23.09.2019

Übersetzt und zusammengefummelt von Andreas Demmig – die Videos auf Twitter habe ich hier nicht hinein bekommen, bitte im Original anschauen – danke

https://dailycaller.com/2019/09/23/scenes-dc-climate-protest/




Klima-Indoktri­nation an Ober­schulen mittels AP-Umwelt­lehrbüchern*

Ich bin eine von neun gewählten Direktoren im Direktorat der Schulbehörde im Hollidaysburg Area School District im zentralen Pennsylvanien. Neben anderen Zuständigkeiten haben diese Behörden die Aufgabe, die Lehrbücher und Lehrpläne an den Schulen in unserem Distrikt zu genehmigen. In den meisten Fällen erhalten die Bücher den Stempel „genehmigt“ seitens der Behörde.

Zu was ist es aber nütze, Bücher zu genehmigen, wenn man sie gar nicht liest? Man kann sonst was untergejubelt bekommen. Deshalb tat ich mein Bestes, die Bücher zu lesen.

Als die Genehmigung des Buches mit dem Titel Exploring Environmental Science for AP auf der Agenda unserer nächsten Sitzung stand, war mir klar, dass die Wähler in meinem Distrikt wollen, dass ich weiß, wofür ich meine Stimme abgebe. Also warf ich einen Blick hinein. (In dem Buch gibt es ein Formular, in das man sich eintragen muss, bevor man das Buch zur Hand nimmt. Einen Tag vor der Sitzung war mein Name der einzige auf der Liste, obwohl das Buch 30 Tage zur Ansicht ausgelegt worden war).

Da ich nun keine Zeit habe, ein 500 Seiten starkes Buch an einem Nachmittag zu lesen, nahm ich mir nur die Abschnitte vor, die ich am problematischsten ansah – das heißt, die ideologisch gefärbt waren.

Was habe ich gefunden?

„Passive Sonnenenergie [?] ist extrem effizient“. Nun, technisch stimmt das. Aber das ist nicht alles bzgl. „Effizienz“, oder? Was ist mit sinkenden Steuereinnahmen durch Steuervorteile, die den Verbrauchern gewährt werden, welche Solarpaneele kaufen? Das wird nicht erwähnt, weil es eine ökonomische und politische Frage ist, um die es da nicht geht (mehr dazu später!)

Was ist mit Kernkraft? Eine sehr saubere und effiziente Energiequelle? Eine Empfehlung in dem Buch für den Lehrer über die „Lehre“ der Kernkraft lautete, die Studenten ein Video über die Tschernobyl-Katastrophe anschauen zu lassen. Gibt es einen besseren Weg, die Studenten hinsichtlich der Entwicklung und dem Verbrauch von Kernenergie zu ängstigen? Stellt dies den Verbrauch von Kernkraft in einen ordentlichen Zusammenhang? Und doch handelt es sich hier um ein empfohlenes Wissenschaftsbuch.

Die Beschreibung des hydraulischen Brechens in dem Buch – allgemein „Fracking“ genannt – war ebenfalls mit Beschreibungen, deren Ziel es war, den Leser zu ängstigen. Es wurde die ach so gefährliche Natur der Chemikalien erklärt, welche in der Fracking-Flüssigkeit enthalten sind. Es gab keine ausgeglichene Sprache, die erforderlich wäre, um die revolutionäre Entwicklung dieses Verfahrens zu erklären, das man sich noch vor 100 Jahren gar nicht hat vorstellen können.

Uns wurde während der letzten 100 Jahre immer wieder gesagt, dass uns am Ende der Lebensspanne unserer Kinder die fossilen Treibstoffe ausgehen. Fracking hat es der Welt ermöglicht, Zugang zu einer völlig neuen Reserve viel zur Verfügung stehender und sauberer Energie zu verschaffen. Ich hätte gedacht, dass vernünftige Leute diese Entwicklung feiern, anstatt die Menschen zu ängstigen mit einem künstlich erdachten Alptraum-Szenario über Fracking-Flüssigkeiten.

In einem Abschnitt der Ausgabe für Lehrer wird festgestellt, dass die Ziele des Abschnitts darin bestehen, den Studenten verständlich zu machen, dass „Menschen eine signifikante Rolle bei der Änderung des Klimas“ spielen, und „der inzwischen unvermeidliche Klimawandel kann nur verlangsamt werden, wenn man drastische Reduktionen von Treibhausgasen umsetzt“. Natürlich finden die unzähligen Millionen, welche durch einen signifikanten Entzug ihres verfügbaren Einkommens durch steigende Energiepreise leiden würden, wobei die notwendigen Steuererhöhungen noch hinzukommen, keinerlei Erwähnung.

Am Anfang eines Kapitels steht dieses Zitat: „Schornsteine von Kohlekraftwerken, welche die Luft verschmutzen und das Klima verändern, werden ersetzt durch Solarpaneele auf unseren Dächern und durch Windturbinen, die sich graziös in der Ferne drehen“. Klingt das wie etwas, das in ein Wissenschaftsbuch gehört?

Die Fakten, meine Dame, nichts als die Fakten!

Im Buch werden die hohen Kosten des Wechsels zu erneuerbarer Energie als unsere primäre Energiequelle angesprochen, die durch Steuererhöhungen aufzufangen empfohlen wird. Zur Erinnerung, dies ist ein Wissenschaftsbuch und keines über Politik oder Ökonomie! Nicht angesprochen in dem Buch werden Steuererhöhungen, um Ziele zu erreichen, die vielen vernünftigen Menschen als von zweifelhaftem Wert erscheinen. Der Eindruck ist eindeutig: Erneuerbare = gut, fossile Treibstoffe = schlecht. Wie steht es mit der gegenteiligen Ansicht: Erneuerbare = begrenzter Wert, fossile Treibstoffe = beispielloses Aufblühen und die beste Gesundheit der Menschen weltweit.

Das ist keine Wissenschaft. Das ist Propaganda verkleidet als Fakten für leicht zu beeindruckende Gehirne von Teenagern.

Nachtrag von CFACT: Lois war ein amtierendes Mitglied des Direktoriums, die sich darum bewarb, bei den jüngsten Wahlen im Juni wiedergewählt zu werden. Die Lokalzeitung druckte zwei Tage vor der Wahl eine Titelstory bzgl. ihrer Gegnerschaft zu dem AP-Lehrbuch, offenbar um das normale Volk davon abzuhalten, sie zu wählen. Sie wurde mit der höchsten Stimmenzahl aller Mitbewerber wiedergewählt.

Link: https://www.cfact.org/2019/06/13/high-school-climate-indoctrination-using-ap-environment-textbooks-2/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Schweden: Kinder als Klima-Experten

Das staatliche schwedische Fernsehen zeigte sie am Rednerpult bei einem leidenschaftlichen Plädoyer für drastische Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas. Greta wandte sich anscheinend an die im Saal versammelte Creme de la Creme der Klima-Politik. Doch ein am folgenden Tag im Fernsehen gezeigter kurzer Video-Ausschnitt offenbarte, dass Greta in Wirklichkeit in einem fast leeren Saal sprach. Die meisten Delegierten hatten die Konferenz bereits verlassen. (Wir haben darüber berichtet.)

Wer ist Greta? Ihrem Alter entsprechend, geht sie noch zur Schule. Sie blieb dem Unterricht aber seit nun schon fast einem Jahr aus Protest jeden Freitag fern, um für die Rettung des Planeten zu demonstrieren. Sie und ihre Eltern halten das vermutlich für wichtiger, als Mathematik und Physik zu lernen. In diesen Fächern ist das Niveau in Schweden, wie die PISA-Tests ausweisen, ohnehin kaum hoch zu unterbieten.

Gretas Vater ist der Promotor. Er kooperiert mit der Firma WeDontHaveTime AB, die ihr Geld mit dem Verkauf von Klima-Informationen und CO2-Zertifikaten, das heißt einer modernen Form des Ablass-Handels verdient. Greta ist offenbar Teil dieser Ablass-Industrie. Am vergangenen Freitag, dem 18. Januar, abends räumte ihr das schwedische Fernsehen im Rahmen des Skvalan-Programms ganze 18 Minuten Sendezeit ein. Ohne durch kritische Fragen unterbrochen zu werden, konnte Greta hier ihr naives Weltrettungs-Glaubensbekenntnis ableiern.

Gretas Mutter Marlene Ernman ist eine bekannte Opern-Sängerin und Links-Aktivistin. Sie hat ein Buch über ihre Tochter veröffentlicht. Darin erfährt man, dass diese vom Asperger-Syndrom, einem mentalen Handikap, betroffen ist. Asperger-Patienten neigen bekanntlich zum Schwarz-Weiß-Denken. Das macht sich die Klima-Ablass-Industrie wohl gerne zunutze. So wird Greta nun in der ganzen Welt herumgereicht, um kleine und große Kinder für die lukrative Weltrettung zu begeistern. Sie sollen auf Fliegen und Autofahren verzichten oder wenigstens dafür CO2-Zertifikate erwerben. Das erinnert sehr an den propagandistischen Kindesmissbrauch durch Kommunisten und Nazis.

In dieser Woche wird Greta beim Treffen der „Welt-Elite“ in Davos erwartet. Und da die Räthische Bahn zurzeit wegen zu viel Schnee und Lawinengefahr nicht fährt, wird Greta wohl wie die geladenen Konzern-Chefs und Spitzenpolitiker mit dem Helikopter anreisen müssen. Ihr Vater wird ihr dafür sicher genug CO2-Zertifikate besorgen. Von Davos wird Greta weiterreisen nach Rom, um Papst Franziskus zu treffen. So schließt sich der Kreis, denn auch der Petersdom wurde bekanntlich über den Ablass-Handel finanziert.




Das juristische Verfahren der Kinder gegen die Kinder

Ich überlasse zahlreiche juristische Angelegenheiten den Anwälten, obwohl die Frage, wie genau dieser widerliche Hansen zum „Wächter“ über zukünftige Generationen geworden ist, ebenso faszinierend wie beklemmend ist. Viel entscheidender ist es zu erkennen, dass erstens die diesem Verfahren zugrunde liegende Politik-Hypothese – wir können dafür sorgen, dass es den „Kindern“ besser geht, indem wir sie ärmer machen – grotesk ist.

Allgemeiner gesagt, das Verfahren ist ein unverhohlener Versuch, demokratische Verfahren zu umgehen, und zwar sowohl die Zuständigkeit des Kongresses bei politischen Entscheidungen als auch die Autorität des Präsidenten, die beschlossenen Gesetze zu implementieren.

Klimapolitik – also die Vorschrift zu Reduktionen von Treibhausgas-Emissionen – ist im Großen und Ganzen Energiepolitik, und in der Verfassung steht nichts darüber, auf welche Weise eine derartige Politik den Interessen zukünftiger Generationen dient oder dem angemessenen Verhältnis zwischen den Interessen der „Kinder“ und der Erwachsenen, die hier und jetzt leben.

Dies sind politische Fragen, und dieser Versuch, Richter dazu zu bringen, sich in die legislative Zuständigkeit des Kongresses einzumischen, ist zutiefst destruktiv hinsichtlich unserer verfassungsgemäßen Institutionen. Sollten sich die „Kinder“ nicht viel eher darüber Gedanken machen? Warum klagen die „Kinder“ nicht, sagen wir mal, gegen den nationalen Schuldenberg?

Zweitens, die Behauptung bzgl. „wesentlicher Anliegen der Öffentlichkeit“ läuft auf die Behauptung hinaus, dass Kohlendioxid ein „Verschmutzer“ ist. Nein, ist es nicht: Eine gewisse minimale atmosphärische Konzentration ist unabdingbar für das Leben selbst. (Man schaue auf der entsprechenden NASA-Website nach den Foto-Animationen, welche die Ergrünung der Erde während der letzten 30 Jahre zeigen). Das mit Abstand wichtigste Treibhausgas ist Wasserdampf; behauptet irgendjemand, dass dieser ein „Verschmutzer“ ist? Offensichtlich nicht, und der Grund ist nicht, dass die Verdunstung aus den Ozeanen ein natürlicher Prozess ist, genauso wenig wie Vulkanausbrüche, und die massiven, von Vulkanen emittierten Feststoffe sind in jeder Hinsicht Verschmutzer.

Drittens, man denke einmal an ein Menschenbaby, welches vor zehntausenden von Jahren in einer Höhle geboren worden ist, in einer Welt, in der die Umwelt noch völlig unbeeinflusst von Menschen war. Jenes Kind hatte bei seiner Geburt eine Lebenserwartung in der Größenordnung von zehn Jahren. Hätte es eine Wahl gehabt, hätte es wohl liebend gerne ein wenig Umweltqualität aufgegeben zugunsten einer besseren Wohnung, für bessere Nahrung, Wasserversorgung, medizinische Versorgung, Sicherheit usw. Das heißt, dass Menschen gerne ein wenig Umweltqualität aufgeben im Austausch für ein längeres Leben und mehr Wohlstand.

Mit anderen Worten, die Klage der Kinder steht im Widerspruch zu den wirklichen Interessen zukünftiger Generationen, fußt die Klage doch auf der offensichtlich zugrunde liegenden Hypothese, dass zukünftige Generationen die reinste mögliche Umweltqualität vorziehen würden. Das ist falsch: Zukünftige Generationen wollen den wertvollsten möglichen Kapitalbestand in all seinen Myriaden von Dimensionen erben. Umweltqualität ist darunter eine wichtige Komponente – neben vielen anderen, und bei allen Komponenten gibt es Zielkonflikte, die unvermeidlich sind.

Ist es der Standpunkt der die „Kinder“ repräsentierenden Anwälte, dass die Verteuerung von Energie anstatt deren Verbilligung eindeutig besser ist für zukünftige Generationen? Damit zukünftige Generationen den wertvollst möglichen Kapitalbestand übernehmen können, muss die jetzige Generation produktivst Ressourcen verbrauchen und in diese investieren.

Falls Vorschriften und andere, von der jetzigen Generation durchgeführte politische Maßnahmen jetzt weniger Wohlstand mit sich bringen und einen geringeren Kapitalbestand für zukünftige Generationen, dann wären ein größerer Ressourcenverbrauch und höhere Emissionen aus der Sicht jener zukünftigen Generationen zu bevorzugen.

Dies ist nur der Anfang der problematischen tatsächlichen Behauptungen und Hypothesen, welcher der Klage der Kinder zugrunde liegen. Die messbaren Auswirkungen zunehmender Treibhausgas-Konzentrationen sind weitaus geringer als die Computermodelle uns glauben machen wollen. Das Ausmaß, bis zu welchem der Mensch für die jüngste Erwärmung verantwortlich war, ist in der wissenschaftlichen Literatur völlig umstritten, und das IPCC hat in seinem 5. Zustandsbericht (AR 5) die geschätzte Bandbreite der Auswirkungen bei einer Verdoppelung der Treibhausgas-Konzentrationen reduziert, und zwar von 2,0 bis 4,5°C auf 1,5 bis 4,5°C.

Tatsächlich gibt es derzeit keine Beweise starker Auswirkungen auf das Klima durch zunehmende Treibhausgas-Konzentrationen hinsichtlich Meeresspiegel, Meereis in Arktis und Antarktis, Tornado-Aktivität, tropische Zyklone, Waldbrände, Dürren und Überschwemmungen. Das IPCC äußert sich im AR 5 sehr zweifelnd über zukünftige Auswirkungen steigender Konzentrationen (siehe Tabelle 12.4 über die verschiedenen ernsten hypothetisierten zukünftigen Auswirkungen).

Wenn man vermutet, dass die einer Klage zugrunde liegenden Fakten konsistent sein sollten mit dessen zentralen Behauptungen, würde man in diesem Falle falsch liegen. Und nochmals falsch, falls man annimmt, dass die Objektive der Politik tatsächlich einen Unterschied machen würde: Das Paris-Abkommen mit voller US-Beteiligung würde die Temperaturen bis zum Jahr 2100 um 17 Hundertstel Grad reduzieren. Der US-Beitrag würde 15 Tausendstel eines Grades ausmachen. Man addiere ein weiteres Hundertstel Grad, falls man glaubt, dass das Pseudo-Abkommen von Obama mit China bedeutsam ist (das ist es nicht).

Was genau versucht also die Klima-Klage der Kinder zu erreichen? Es kann nicht der Schutz der Prinzipien unserer Verfassung sein oder der Schutz zukünftiger Generationen oder umweltliche Verbesserungen. Es bleibt eigentlich nur Eines: Die Klage ist Teil der schon seit Langem angestrengten Bemühungen der Umwelt-Linken, alle möglichen Mittel zu nutzen, um Kontrolle auszuüben über das Eigentum anderer Menschen, über deren Lebensweise und deren ökonomisches Verhalten. Die Anwälte der Kläger sind glücklich, an Rechtsstreitigkeiten teilhaben zu können, in welchen die „Kinder“ irrelevant sind.

Link: http://icecap.us/index.php/go/joes-blog vom 15. Januar 2018

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Was der Autor hier beschreibt, ist schon schlimm genug. Den wesentlichen Punkt dahinter spricht er jedoch nicht direkt an – nämlich auf welche unsäglich infame Weise die Ideologen, die im Grunde nichts Anderes als die Vernichtung des Lebens auf unserer Erde im Sinn haben, vor nichts zurückschrecken, nicht einmal davor, sich Kinder gefügig zu machen!




Super-Idee: Aussterben fürs Klima!

„Kinderwunsch streichen, Klima retten“. So ist ein Beitrag auf Spiegel-online überschrieben, der immerhin den Warnhinweis trägt „provokante These“. Und die lautet schlicht: Stellt die Fortpflanzung ein, um die Menschheit zu retten. Und dann kommen Sätze wie diese:

„Eine US-amerikanische Familie, die auf ein Kind verzichtet, spart genauso viel Emissionen ein wie 684 Teenager, die für den Rest ihres Lebens strikt recyceln“, schreiben Wynes und Nicholas. Ein Kind weniger, das entspricht in der Studie dem Einsparen von 58,6 Tonnen Kohlendioxid im Jahr (die Emissionen anderer Treibhausgase wie Methan wurden entsprechend umgerechnet und sind enthalten). Ohne Auto leben: 2,4 Tonnen jährlich. Recyceln: weniger als 0,2 Tonnen jährlich.“

Diesen Fragen seien Seth Wynes von der Universität Lund, Schweden, und Kimberly Nicholas von der University of British Columbia im kanadischen Vancouver nachgegangen. Erstaunlich ist, dass SPIEGEL-ONLINE diese zutiefts anti-humanistischen Thesen ernsthaft diskutiert.

Das Ganze ist nämlich ein totalitäres Déjà-vu. Solche Aussagen haben eine lange und unsägliche Tradition. Alexander King, einer der Gründer des Club of Rome und Initiator der Studie „Die Grenzen des Wachstums“ , meinte einst zum Thema der Malariabekämpfung: „Mein Problem ist, dass es die Überbevölkerung verstärkt.“ Der Verhaltensforscher und Umweltaktivist Konrad Lorenz bekannte in einem seiner letzten Interviews: „Gegen Überbevölke­rung hat die Menschheit nichts Vernünftiges unternommen. Man könnte daher eine gewisse Sympathie für Aids bekommen.“ Und er fügte hinzu: „Es zeigt sich, dass die ethischen Menschen nicht so viele Kinder haben und sich die Gangster unbegrenzt und sorglos weitervermehren.“

Der Biologe Paul Ehrlich veröffentlichte 1968 sein berühmtes Buch mit dem Titel „The Population Bomb“, dessen Geist vielfach heute noch weht.  Das Titelbild zeigt eine Bombe mit Zündschnur kurz vor der Explosion. Ehrlich beklagte darin die rasante Zunahme der Kinderzahl und sagte voraus, dass die Hälfte der Menschheit verhungern würde.  Sabine Höhler von der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaft der Universität Hamburg nennt Ehrlichs Publikation ein Beispiel für die „Radikalität des Umwelt- und Bevölkerungsdiskurses der 1960er- und 1970er-Jahre“. Ehrlich stellt das Bevölkerungswachstum als eine unmittelbar bevorstehende Katastrophe dar, seine Vorschläge zur Abwendung sind schlicht menschenverachtend (hier ist der inflationierte Ausdruck tatsächlich einmal angebracht).  Was als fürsorglicher Vorschlag zum Umgang mit dem Planeten daher kommt, entpuppt sich bei näherer Analyse oft als brachialer Anti-Humanismus.

Ehrlich verlangte, die Familienplanung als erfolglose, individualistische Form der Geburtenkontrolle durch eine übergreifende Bevölkerungskontrolle abzulösen. So sollte sich die Zahl der Menschen nach einem kontrolliertes Massensterben („die-back“) bei etwa zwei Milliarden einpendeln: „Kennzeichnend für die damalige Bevölkerungsdebatte ist es, dass Ehrlich Geburtenraten ausschließlich nach verursachten gesellschaftlichen Kosten bewertete“, schreibt Sabine Höhler dazu, „Familien mit mehr als zwei Kindern bezichtigte er der Verantwortungslosigkeit“. Sie hätten ihre finanziellen Belastungen künftig selbst zu tragen, etwa durch „Luxussteuern“ für Babyausstattungen. „Nötigung? Vielleicht aber zum Wohle der Genötigten“, rechtfertigte Ehrlich seine Vorschläge, schließlich ginge es um das schiere „Überleben“ der Menschheit auf einem begrenzten Globus.

Heutzutage formuliert man das lediglich ein wenig sensibler. Die Autoren der von Spiegel-online vorgestellten Studie sagen:  „Uns ist klar, dass dies zutiefst persönliche Entscheidungen sind“, meint Studienautorin Kimberly Nicholas. Aber wir dürften nicht ignorieren, welchen Einfluss aufs Klima unser Lebensstil tatsächlich habe. „Wir hoffen, dass diese Information eine Diskussion auslöst und Menschen hilft, Entscheidungen zu treffen.“ Und wenn sie diese Entscheidungen nicht freiwillig treffen, kann man ja ein wenig nachhelfen.

Zuerst erschienen bei ACHGUT hier

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