Klima-Fachgespräch im Deutschen Bundestag – Eine denkwürdige Veranstaltung mit einer Premiere!

Am 28.11.18 fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung statt, die, weil nur jede Fraktion einen „Sachverständigen“ einladen und befragen durfte, als „Fachgespäch“ deklariert wurde, obwohl ein solches in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen sei. Doch wenn die Grünen etwas wollen, dann beugen sich die Altparteien. Schließlich beginnt ja in der nächsten Woche die nächste Runde im Klimakonferenzzirkus, mit dem merkwürdigen Namen COP 24, die die Regeln festlegen soll, wie uns das Geld am effektivsten via Softlaw aus der Tasche gezogen werde soll, um dann als Sühne für den Klimawandel, an dem wir „schuld“ seien, in die Taschen korrupter Regime, vor allem in Entwicklungsländern, zu fließen. Wobei nicht vergessen werden darf, dass inzwischen auch jede Menge, vor allem staatlich gepäppelter, NGO´s sich auch an diesem Geldsegen laben wollen.

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Videoausschnitte des Statements und der Fragen und Antworten von Prof. Nir Shaviv anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Und ausschließlich darüber sollte gesprochen werden.

Doch anders als sonst, bestand die CDU/CSU diesmal darauf, auch kritische Stimmen zuzulassen. Daher stimmte auch die AfD zu. Und wie das heutzutage so ist in Deutschland, fing die Anhörung gleich mit einer technischen Panne an. Die Monitore, auf denen einige vorbereitete Folien hätten gezeigt werden sollten, funktionierten nicht. Die stattdessen schnell ausgedruckten, wenigen Exemplare der Folien,  zumal sie nur den Abgeordneten zur Verfügung gestellt worden waren, halfen nicht wirklich. Denn der große Kreis der interessierten Zuschauer bekam sie nicht zu Gesicht. Nun ja, große Dinge werfen auch zunächst kleine Schatten voraus. Deutschland baut wohl ab.

Und obwohl sechs Personen eingeladen waren, konnten eigentlich nur zwei Experten sich wissenschaftlich sachkundig zum Klimathema äußern. Die anderen vier beleuchteten ausschließlich die potentiellen volkswirtschaftlichen Folgen, bzw. forderten den Bundestag u.a. auf dafür zu sorgen, dass die hundert Milliarden, die u.a. für den Greeen Climate Fund vereinbart worden war, und noch vieles andere mehr – letztlich nur von uns – bezahlt werden.

Ihre gesammelten Äußerungen könnten von einem kritischen Beobachter so zusammengefasst werden:

Es hat alles zwar bisher nichts gebracht, war zudem extrem teuer, aber deswegen müssen wir nicht etwa innehalten und uns fragen, ob wir nicht auf dem Holzweg sind, sondern wir müssen das Ganze deutlich ausweiten und verfestigen. Damit würden alle Nutznießer „Planungssicherheit“ dafür erhalten, wie sie die 1,5 bis 2,3 Billiarden €, die es Deutschland etwa bis 2050 kosten würde -vom BDI Vertreter Lösch so beziffert- am Besten in die eigenen Taschen umleiten könnten.

Die Nutznießer und Umverteiler sahen das natürlich ganz anders, insbesondere wegen ihrer hohe moralischen Motive. Am deutschen Wesen muss diesmal wirklich die Welt genesen. Das schien mir einmal mehr das Motto zu sein.

Für die, die sich ein eigenes Bild machen wollen sei auf die  Website des Deutschen Bundestages verwiesen, dort finden Sie eine offizielle Kurzfassung dessen, was dort vorgetragen wurde.

So durfte neben KirchenverterInnen von Brot für die Welt, auch der Experte für Moral von German Watch etwas sagen, ebenso wie ein Politik-Wissenschaftler von der Uni Zürich und besagter Holger Lösch vom BDI. Zum Klimathema selber konnten nur zwei Experten sachverständig reden.

Pof. Shaviv tat dies auch, in schneller, aber sachlicher Rede, sein Gegenpart Prof. Levermann tat dies hingegen nicht. Offensichtlich meinte er der überraschenden Tatsache, dass er nun nicht mehr allein seine Panik-Beschreibungen als Folge des menschgemachten Klimawandels verkaufen konnte, entgegen wirken zu müssen, und dachte wohl es sei eine gute Idee, mal eben den Kollegen zu beleidigen.Denn der PIK Experte Levermann fiel sofort aus der Rolle und zeigte, dass er keine Kinderstube hatte, Er bezeichnete pauschal und mehrfach die Ausführungen seines Kollegen Shaviv als „Quatsch“. In einer Entgegnung blieb Shaviv hingegen sachlich und betonte er verzichte darauf den größten Teil der Rede seines Kollegen Levermann ebenso als Quatsch zu bezeichnen, obwohl es nach Lage der Dinge so sei.

Hier können Sie den „Quatsch“ von Professor Shaviv in Englisch und in Deutsch nachlesen. (shaviv-Schreiben Umweltausschuss deutsch ; 3-minute-presentation-Bundestag-Nov2018Statement_for_Bundestag_Committee_Nov20183-minute-presentation-Bundestag-Nov2018 , Shaviv-statement Deutsch ) Die deutsche Version weicht geringfügig – es gilt eh das gesprochene Wort- vom englischen Original ab, weil wir eine frühere Version übersetzt hatten.

Zurück zu Professor Levermann. Er brachte im weiteren nur hochgerechnete Erzählungen z.B. über „die Eisschmelze“ in der Westantarktis vor, die – wenn ungebremst- irgendwann einen Anstieg des Meeresspiegels von satten 3 ½ m zur Folge hätte. Wann das eintreten würde sagte er aber nicht. Nur noch, dass dann auch Hamburg bedroht sein würde. Und mit dieser und anderen -durch nichts belegte- Prophezeiungen begründete er seine Forderung in den kommenden dreißig Jahren die weltweiten Emissionen unbedingt auf Null zu senken. Nur damit sei die Welt noch vor dem Hitzetod zu retten. Abschließend hinzu, seine und andere Erkenntnisse über die Ursachen des Klimawandels stünden auf dem Boden der Physik und seien deshalb so sicher, wie ein Kugelschreiber, wenn man ihn loslässt, mit Sicherheit zu Boden fällt. Ob er dabei vielleicht an Pinocchio gedacht hatte? Denn außer unüberprüfbaren Behauptungen und einer Grafik mit ansteigender Mitteltemperatur hatte er nichts relevantes anzubieten.

Die Runde war trotzdem pflichtgemäß, und immer wieder aufs Neue, gebührend beeindruckt. Man ließ den „Skeptiker“, zuvor als Quatsch erzählend vom Levermann verunglimpft, zwar reden, doch das war es denn auch schon. Seinem in schnellem Englisch vorgetragenen Rede konnte sowieso kaum jemand im Auditorium direkt folgen, da nur die Abgeordneten über Kopfhörer für die Simultanübersetzung verfügten. Deren Qualität jedoch war, wie das Video oben zeigt, gut bis sehr gut.

In  den anschließenden Fragerunden befragten alle anderen Fraktionen nur ihre „Experten“, natürlich um ihre Meinung bestätigt zu sehen. Doch weil die Anwesenheit eines renommierten skeptischen Klimawissenschaftlers doch einige zu verunsichern schien – z.B Frau Dr. Scheer von der SPD und  ihren Kollegen von den Linken Beutin, wurde bevorzugt auch Levermann befragt. Das tat dann auch die AfD.

Eigentor des Anders Levermann

Dabei merkte Levermann nicht, dass er mindestens ein Eigentor schoss, als er auf die Frage des AfD Abgeordneten Dr. Kraft(1) nach der Mitteltemperatur der Erde in vorindustriellen Zeiten antwortete, diese betrüge ziemlich genau ungefähr 15 °C und sie bezöge sich auf das Jahr 1850.

Video nicht mehr verfügbar
 

Videoausschnitte der Aussagen von Prof. Levermann zur Bezugstemperatur  um 1850 mit „ziemlich genau im Bereich von 15 °C“  mit dem Hinweis des Abgeordneten Hilse, dass die „höchste jemals „gemessene“ Temperatur 2016 offiziell mit 14,8 ° angegeben wurde.  O-Ton Levermann: „Alles was Herr Shaviv gesagt hat ist Quatsch“ Die Aufnahmen entstanden anlässlich des Fachgespräches des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Mit Dank an FMD’s TV-Channel

Der Abgeordneten Karsten Hilse wies Levermann und die Runde dann auf den eklatanten Widerspruch hin, der darin besteht, dass das Jahr 2016, vor kurzem noch mit dem Titel „hottest year ever“, u.a. von WMO und NOAA mit 14,8 ° C ausgewiesen worden wäre. Das seien doch in 2016 immerhin 0,2 °C weniger als die genannten 15 ° C für 1850. Das wäre doch eine Abkühlung!

MoMa Wetterfrosch Benjamin Stöwe verkündet im ZDF MoMA die höchste Ø Temperatur (2016) seit Ende des 19. Jhh. mit 14,8 °C

Eine Erklärung für diesen offensichtlichen Widerspruch wusste nun auch Levermann nicht. Und wenn doch, behielt er sie für sich. Auch die Runde nahm dies wortlos hin, obwohl die Ausschussvorsitzende Frau Kottig-Uhl erklärte, sie hätte verstanden, was gemeint sei. Wer weiß was sie und all die andern wirklich verstanden haben?

Doch einmal mehr konnte, nun auch im Deutschen Bundestag, der Öffentlichkeit aufgezeigt werden, dass die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel auf sehr tönernen Füßen steht. Und allein das war es wert.

Was aber Ausschussmitglieder der Altparteien erwartbar nicht daran hinderte, diese Erkenntnisse ebenso mit Schweigen zu übergehen, wie die Tatsache, dass renommierte echte Klimawissenschaftler sofern sie anderer Ansicht sind, öffentlich diffamiert werden.

(1) in einem abschließenden kleinen Wortgefecht zwischen Prof. Levermann und Dr. Rainer Kraft (Chemiker) hatte Levermann behauptet, dass das CO2 Molekül wie das H2O Molekül wie Dreieck geformt sei. Weil „wir verstehen Klimawandel, wir verstehen wie das CO2 Molekül, wie das Wassermolekül (und formte dann jeweils mit beiden Händen ein Dreieck) ..funktioniert“, so O-Ton Levermann. Kraft wies ihn dann darauf hin, dass das CO2 Molekül linear, und nur das H2O Molekül „gewinkelt sei. Levermann bestand auf seiner Version. Sie ist jedoch genau so falsch wie viele seiner Klimaaussagen. Hier nimmt Dr. Kraft ihn deswegen auf die Schippe




Klima: Erstmals kritisches Fachgespräch im Bundestag zur Klimakonferenz

In weniger als zwei Wochen beginnt die UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz. Der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat deshalb beschlossen, am 28.11., 11-13 Uhr, ein öffentliches Fachgespräch zu diesem Thema durchzuführen.

Erstmalig werden auf diesem Termin kritische Töne zu hören sein, denn viele Wissenschaftler sind keineswegs davon überzeugt, dass der Klimawandel menschengemacht ist, sie kommen jedoch im öffentlichen Diskurs so gut wie nicht vor. Aus den Sachstandsberichten des „Weltklimarats“ (IPCC) lässt sich nämlich keineswegs eindeutig ableiten, dass der CO2-Ausstoß von uns Menschen einen Einfluss auf das Klima hat. Tatsächlich schreibt das Mandat des IPCC auch einseitig vor, sich in der Forschung auf menschliche Ursachen zu beschränken.

Bis heute konnte außerdem keiner erklären, auf welche Ausgangstemperatur sich das Ziel der maximalen Erhöhung um 2 Grad Celsius („2-Grad-Ziel“) bezieht, das ja auch von unserer Bundesregierung geflissentlich übernommen wurde. Auch mit solchen Fragen sollte sich die Expertenrunde beschäftigen.

Es wird also spannend, wenn  am 28. November Fachleute aus beiden Lagern diskutieren. Die  Forscher aus dem Kreis des IPCC müssen sich endlich den ernsthaften Argumenten und kritischen Fragen ihrer Kollegen stellen.

Hier ein Ausschnitt aus der öffentlichen Ankündigung von der Website des Deutschen Bundestages

Öffentliches Fachgespräch zum Thema:
COP24 in Katowice – Ein weiterer Meilenstein für einen globalen Klimaschutz
am Mittwoch, 28. November 2018, 11 bis 13 Uhr im PLH, Sitzungssaal: E.700

Allgemeine Information:

Zur Information über einen Gegenstand seiner Beratung kann der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit nach § 70 der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages öffentliche Anhörungen von Sachverständigen, Interessenvertretern und anderen Auskunftspersonen vornehmen.

An einer öffentlichen Anhörung interessierte Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich unter Angabe von Name, Vorname sowie Geburtsdatum zwei Werktage vor der Sitzung unter der E-Mailadresse umweltausschuss@bundestag.de anzumelden. Die Polizei beim Deutschen Bundestag führt für Besucher und Gäste, die aufgrund einer Anmeldung Zutritt zu den Liegenschaften des Deutschen Bundestages erhalten, auf Grundlage des § 2 Absatz 6c der Hausordnung des Deutschen Bundestages eine Zuverlässigkeitsüberprüfung insbesondere durch Einsichtnahme in das Informationssystem der Polizei beim Deutschen Bundestag und in das Informationssystem der Polizei (INPOL) durch. Die bei der Anmeldung übermittelten personenbezogenen Daten (Name, Vorname und Geburtsdatum) werden nach Beendigung des Besuches gelöscht beziehungsweise vernichtet.

Bitte haben Sie Verständnis, dass keine Bestätigungsmail für Ihre Anmeldung versandt wird. Interessenten, die auf Grund der begrenzten Platzzahl keinen Platz mehr im Anhörungssaal erhalten, werden per E-Mail informiert. Ggf. können Sie sich über die Anhörung im Internetauftritt des Deutschen Bundestages unter Mediathek informieren.

Hier die offzielle Liste der Sachverständigen

Öffentliches Fachgespräch am Mittwoch, 28. November 2018 11:00 bis 13:00 Uhr im PLH, Sitzungssaal: E.700

Stand: 21. November 2018

Holger Lösch

Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)

Prof. Dr. Anders Levermann

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e. V. (PIK)

Prof. Nir Shaviv

Hebräische Universität Jerusalem, Racah Institut für Physik

Dr. Axel Michaelowa

Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft (UZH) Perspectives Climate Group

Sabine Minninger

Brot für die Welt (BfdW)

Lutz Weischer

Germanwatch e. V.

 

 

Hier die offizielle Tagesordnung – öffentliche Ausschussberatung

 

Öffentliches Fachgespräch zum Thema

COP24 in Katowice – Ein weiterer Meilenstein für einen globalen Klimaschutz

Selbstbefassung 19(16)SB-51 unter Einbeziehung der folgenden EU-Dokumente:

19. Wahlperiode Seite 1 von 3

 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat

Die EU und das Pariser Klimaschutzübereinkommen:

Bestandsaufnahme der Fortschritte bei der Klimakonferenz in Kattowitz

(gemäß Artikel 21 der Verordnung (EU) Nr. 525/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2013 über ein System für die Überwachung von Treibhausgasemissionen sowie für die Berichterstattung über diese Emissionen und über andere klimaschutzrelevante Informationen auf Ebene der Mitgliedstaaten und der Union und zur Aufhebung der Entscheidung Nr. 280/2004/EG)

KOM(2018)716 endg.; Ratsdok.-Nr. 13696/18

Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2018 in Kattowitz (Polen) (COP 24)

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 25. Oktober 2018 zu der Klimakonferenz der Vereinten Nationen 2018 in Kattowitz (Polen) (COP 24) (2018/2598(RSP))

P8_TA-PROV(2018)0430




Anmerkungen zum Fachgespräch der Grünen: „Das Interesse am Zweifel!…“

Update 15.3.11
Eine Veranstaltung, in der man gegenteilige Auffassungen diskutieren kann, ist eine gute Sa­che. Michael Limburg, Vizepräsident von EIKE, folgt der Einladung und meldet sich als Kli­maskeptiker an – mit dem Angebot, sich vom Podium aus mit einem Beitrag an der Diskus­sion zu beteiligen. Aber so hatte man sich das bei Bündnis 90/Die Grünen nicht gedacht und teilt mit, als Hörer möge er teilnehmen, weitere Podiumsredner seien nicht vorgesehen. Fak­ten-basierte Meinungen sind folglich unerwünscht. Um dem Publikum und vor allem den Be­suchern von EIKE im Internet das Verständnis der unterschiedlichen Positi­onen zu erleichtern bzw. diese zu begründen, wird im folgenden eine Zustandsbeschreibung angeboten. Betreff: Arbeitsgruppe Energie und Klima.

Der technische und medizinische Fortschritt der letzten Jahrhunderte basiert auf den Erkennt­nissen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, und ihre Arbeitsergebnisse beeinflussen ent­scheidend die weitere Entwicklung – nicht mehr wie anfänglich für nur eine Milliarde Men­schen, sondern jetzt für ca. sieben und bald schon für neun. Die Parlamentarier sind mit dem Dilemma konfrontiert, für ihre Entscheidungen eine Welt verstehen zu müssen, die den aller­meisten von ihnen fremd ist, denn nur wenige sind dafür ausgebildet und verfügen gar über praktische Erfahrungen in relevanten Tätigkeitsfeldern. Das ist in allen Fraktionen so, am meisten aber wohl bei Bündnis90/die Grünen, denn nur sehr wenige ihrer Abgeordneten haben natur- oder ingenieurwissenschaftliche Lern- oder Praxiserfahrungen, während Juristen, Poli­tologen, Pädagogen, So­ziologen, Betrieb- und Volkswirte etc. dominieren. Das bliebe uner­heblich, würden sie nicht trotz ihrer natur- und ingenieurwissenschaftlichen Inkompetenz au­ßerordentlich weitreichende Forderungen für die technologische Umgestaltung unserer Ge­sellschaft stellen. Man strebt grundlegende Änderungen an, obwohl man wegen weitgehender Unkenntnis und Unerfahrenheit mit der Praxis weder die Realisierbarkeit noch das Ergebnis beurteilen kann. Wäre es nicht so wichtig und bitter ernst, man könnte schallend lachen!

Lenin verordnete 1917 seiner Revolution in Russland das Gebot: „Alle Macht den Räten“. Das furchtbare Ergebnis ist bekannt: wer auf Erden den Himmel errichten will, landet in der Hölle. In Russland war das so, und wir sollten daraus lernen. Das ist wegen der sehr weitge­henden Änderungswünsche von Bündnis 90/Die Grünen einerseits und ihrem Mangel an Beurteilungskompetenz andererseits dringend erforderlich. In Analogie zu Lenins Gebot, den schlimmen Auswirkungen des Bolschewismus und in Anbetracht der Radikalität von Bündnis 90/Die Grünen wird hier die Frage gestellt:

Alle Macht den Laien ??

Veranlassung

Bündnis 90/Die Grünen veranstalten im Bundestag ein Fachgespräch über die Klimaskepti­ker und deren Zweifel am Klimawandel und laden dazu ein. Es sollen die Strategien erläutert und erkannt werden „wer dahintersteht“. In der Einladung wird beklagt, dass ihre „…anfangs auf Internet-Foren beschränkte Tätigkeit …..den Bundestag erreicht“  hat, wo „Politiker von CDU/CSU und FDP…den unseriösen und unwissenschaftlichen Thesen …ein Forum geben“.

Für das Fachgespräch sind im ersten Teil Vorträge von Bärbel Höhn MdB, der Stellvertreten­den Fraktionsvorsitzenden, Dr. Dieter Plehwe, im Nebenberuf Vorstand bei LobbyControl und vom Steuerzahler besoldet im Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) angestellt, der Medienmanager Tim Nuthall  von CAN Europe einer internationalen Lobbygruppe zur Bekämpfung des Klimawandels , und Prof. Dr. Stefan Rahmsdorf, „Potsdam Institut für Klimafolgenfor­schung“ (PIK) vorgesehen. Die anschließende Podiumsdiskussion mit den vorgenannten Refe­renten wird  von Dr. Hermann Ott MdB, beurlaubt vom linken Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie moderiert.

Mit Ausnahme von Stefan Rahmsdorf, der als Physiker Klimaforschung betreibt, haben die anderen Referenten fachfremde Berufe: Frau Höhn ist Mathematikerin, Herr Plehwe (vermut­lich) Sozial­wissenschaftler und Herr Ott Jurist. Dieses Fachgespräch von Bündnis 90/Die Grünen wurde vermutlich von Frau Höhn und Herrn Ott initiiert und konzipiert.

Zweck des Fachgesprächs

In dem Fachgespräch sollen „die Hintergründe der derzeitigen Aktivitäten der Klimaskepti­ker“ beleuchtet werden.  Das kann nicht gelingen, wenn nur Klimawandel-Propagierer vor­tragen und die Podiumsdiskussion bestreiten. Wenn man sich nur gegenseitig die eigenen Überzeugungen vorträgt und erörtert und unter sich bleibt, kann man nichts Neues erfahren. Bestenfalls versichert man sich gegenseitig, auf dem rechten Wege zu sein. Vermutlich soll aber die Veranstaltung auch vor allem nach innen wirken und verhindern, dass eigene Leute in der Auseinandersetzung mit Gegenargumenten auf ketzerische Gedanken kommen.

Diskussion am Runden Tisch ?

Wollte man die gegensätzlichen Auffassungen der Klimarealisten wirklich kennen lernen, um sich damit in der Sache auseinander zu setzen, wäre ein Runder Tisch eigentlich das geeignete Forum. Allerdings würde es in diesem Falle nicht helfen: Wann immer man Ver­tretern von Bündnis90/Die Grünen, u.a. Herrn Özdemir, Herrn Dr. Ott und Herrn Ströbele, Tempe­ratur­kurven geschickt hat, die den Temperaturverlauf in bis zu 3 ½ Jahrhunderten an­zeigen, erken­nen sie diese nicht an und bewei­sen damit, dass sie die auf Messungen beruhen­den Fakten nicht akzeptieren. Dabei demonstrieren diese Darstellungen unbezweifelbar, dass außer unbe­deutenden Temperaturschwankungen kein wirklicher Klima­wandel stattgefunden hat. Die Absurdität dieser Faktenresistenz lässt sich mit einem Ver­gleich verdeutlichen: auf dem Bo­den liegende Scherben einer herabgefallenen Vase wür­den sie nicht als Beweis für die Exis­tenz der Schwerkraft ansehen.

Die Möglichkeit, dass Vertreter von Bündnis90/Die Grünen mangels Fachwissen  unfähig sind, Temperaturganglinien zu interpretieren, ist zwar unwahrscheinlich, in Anbetracht der Berufe – Herr Ott und Herr Ströbele sind Juristen – jedoch nicht einfach auszuschließen. Noch erstaunlicher ist, dass selbst Herr Rahmstorf nicht nur die Aussage solch’ überzeugen­der Basisfakten, wie sie Temperaturkurven darstellen, leugnet, sondern auch bewusste Falschdarstellungen der Globalen Mitteltemperatur durch IPCC oder GISS in Form überhöh­ter Maßstäbe nicht zur Kenntnis nimmt.

Bündnis 90/Die Grünen  kritisieren, dass Klimarealisten zweifeln und dass ihre Thesen un­wissenschaftlich seien. Dass sie zweifeln, ist richtig, denn dazu sind sie bis zum eindeutigen Beweis des Gegenteils verpflichtet. Dass ihre Thesen unwissenschaftlich sein sollen, ist eine Verleumdung und dient der Indoktrination. Es ist erforderlich, sich mit den Anklagen zur Sa­che und den Argumenten zum Gesamtkomplex auseinander zu setzen. Das soll zunächst im fol­genden mit einer Analyse und Kommentierung des Einladungstextes geschehen und an­schlie­ßend mit einer Diskussion der wesentlichen Aspekte.

Wissenschaft lebt vom Zweifel 

Bündnis 90/Die Grünen kritisieren, dass man bezweifelt, ob wir Menschen tatsächlich die Verursacher des Klimawandels sind, und dass die Klimarealisten deshalb zu klären versu­chen, was wirklich statt ge­funden hat. Von der in der Wissenschaft üblichen Verpflichtung zur Prü­fung von noch unbewiesenen Hypothesen scheint man bei Bündnis 90/Die Grünen noch nichts ge­hört zu haben. Das ist erstaunlich, denn:

  • * Weiß denn bei Bündnis 90/Die Grünen keiner, dass das Modell vom anthropogen ver­ursachten Klimawandel noch nie bewiesen wurde und lediglich auf Szenarien be­ruht?
  • * Weiß denn bei Bündnis 90/Die Grünen keiner, dass Zweifel die Grundlage jeder Wis­senschaft sind? Kennt keiner Galileo, der bezweifelte, dass die Erde den Mittel­punkt des Weltalls bildet und die Sonne uns umkreist?
  • * Erkennt denn bei Bündnis 90/Die Grünen keiner, dass diese Unsicherheit  jeden der Wahrheit verpflichteten Wissenschaftler zum Zweifeln verpflichtet und antreiben muss, nach der Wahrheit zu suchen?
  • * Weiß denn bei Bündnis 90/Die Grünen keiner, das beispielsweise Klaus Töpfer, nicht eben als Klimarealist bekannt, in seinen Vorträgen unter Berufung auf Karl Pop­per die Notwendigkeit der Falsifizierung von Glaubenssätzen betont?

 

Obwohl die Initiatoren des Fachgespräches offensichtlich die grundlegende Bedeutung der Zweifel für die Wissenschaft nicht kennen und in den relevanten Disziplinen keine Fachkom­petenz für sich in Anspruch nehmen können, haben sie keine Hemmungen, Forschungsergeb­nisse als unwissenschaftlich zu verfemen. Dabei ist längst bewiesen, dass die Voraussagen der Klimainstitute nicht zutreffen. ……lesen Sie den gesamten Text in der pdf Anlage

 Prof. Dr. F-K. Ewert EIKE

Hier die Kontaktdaten:

Update 15.3.11 von der Website der Grünen

Wichtiger Hinweis

Aufgrund der tragischen Ereignisse in Japan wird das Fachgespräch nicht wie geplant am 18.3.2011 stattfinden, sondern auf einen späteren Termin verschoben. Den neuen Termin werden wir rechtzeitig bekanntgeben.

Das Interesse am Zweifel – Die Strategien der sog. Klimaskeptiker und wer dahintersteht

Veranstaltungsdetails
Veranstaltungsart    Fachgespräch
Datum, Uhrzeit    18.03.2011, 13:30 – 17:00
Ort    Deutscher Bundestag, Jakob-Kaiser-Haus, Raum 1.302
Anschrift    Dorotheenstraße 100
10117 Berlin
VeranstalterInnen    Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
Kontakt    AK 2 Koordinationsbüro
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
T. 030/227 59406, F. 030/227 56208
E-Mail    ak2@gruene-bundestag.de

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