Wir haben seit 50 Jahren eine „Klimakatastrophe“ – heute Heißzeit, früher Eiszeit

Vor zehn Jahren, als Springers Welt noch eine eindeutig konservativ-bürgerliche Zeitung war, wurden ökologische Betrügereien klar benannt. Schauen Sie sich doch einmal diesen Artikel von Ulli Kulke aus dem Jahre 2009 an – so etwas würde heute wahrscheinlich redaktionsintern als „AfD“ oder gleich „rechtsradikal“ bezeichnet. Der Philosoph Dushan Wegner hat ihn zum Glück ausgegraben und in seinem Blog verlinkt (danke von hier).

Gleich der erste Satz ist eine Ohrfeige für unsere heutigen Klimaschützer aus Redaktionen und Universitäten: „In den 70er Jahren war sich die Mehrheit der zuständigen Wissenschaftler und die Medien einig, vor einer neuen Eiszeit zu stehen, weil die globalen Temperaturen zuvor gesunken waren.“ Ein Facebook-Kontakt teilte mir dazu mit, daß Silvester 1980 mit -20°C derart kalt war, daß man dies sofort als „Beweis“ nahm. Hinzu kamen die „fünf Tage Eiszeit“ Anfang 1979, als die nördliche Hälfte der BRD und fast die ganze DDR unter Schneebergen begraben wurden.

Und: „Die erwarteten Folgen glichen denen, die heute im Zusammenhang mit der Erderwärmung diskutiert werden, wie ein Ei dem anderen.“ Also Hunger, Extremereignisse, Kriege (die CIA sogar erwartete dies), Dürren (!), Fluten, und so weiter und so fort. Nur die Klimaflüchtlinge fehlten meist; aber die Massenimmigration stand damals noch nicht auf der Agenda der westlichen Politiker. Eine weitere Parallele: Wir Menschen, wohl hauptsächlich „alte weiße Männer“, seien für den Klimawandel verantwortlich. Eine Bekannte erzählte mir, sich erinnern zu können, daß man damals sogar groteskerweise das CO2 für die Abkühlung verantwortlich machte. Es würde die Sonnenstrahlen zurück ins All reflektieren. Der geneigte Leser, der eine mediale Quelle dazu kennt, möge diese bitte in die Kommentare schreiben.

Man sieht: Nichts Neues unter der Sonne. Die Idee von Elitären, die Bevölkerung mit Angst und Panikmache zu kontrollieren, stammt nicht von George Orwell.

Im Welt-Artikel wird eine Meldung von Time zitiert, in der Klimatologen herausfanden, daß eine Verstärkung polarer Luftströme Dürren in Afrika verursachen die Ausbreitung der Sahara verursachen könnten (Time, 24.06.74).

Schon im Februar 1970 überlegte ein Murray Mitchell, Chefklimatologe der Environmental Sciences Services Administration, daß die von ihm gemessene mittlere Abkühlung seit 1950 auf Abgase und Wasserstoffbombentests zurückzuführen sein könne.

Mir stellt sich die Frage, ob die Katastrophisten alle eiskalte Zyniker sind, die zu Hause beim edlen Rioja vorm Kamin sitzen und sich darüber amüsieren, wie sie uns wieder hereingelegt und abkassiert haben. So funktioniert die menschliche Psyche aber nicht. Man verdrängt, betrügt sich selbst und wird so zu einem besseren Lügner. Intelligente Menschen können das sogar besonders gut, wie der Evolutionsbiologe Robert Trivers in seinem Buch Betrug und Selbstbetrug beschreibt.

Konformismus und Eitelkeit tun ein Übriges. So ist zu erklären, daß TV-Kinderarzt Eckart von Hirschhausen und sogar der große Biochemiker Linus Pauling (FAZ, 25.02.77) die jeweilige Klimakatastophe ihrer Zeit kritiklos akzeptiere(t)en und kommentier(t)en.

Der ehemalige Herausgeber von New Scientist, Nigel Calder, hielt die kommende Kaltphase für eine „Götterdämmerung“ und brachte sogar ein Buch mit „aktuellen Forschungsergebnissen“ heraus (SZ, 10.04.75).

Sogar die „Kipp-Punkte“ von Schellnhuber, Rahmstorf & Co. gab es bei den Eiszeitfreunden schon. Der Klimatologe RA Bryson von der Wisconsin-Universität befürchtete 1970, daß der turbinengetriebene Luftverkehr zwischen Nordamerika und Europa zu vermehrter Wolkenbildung führe und so die mittlere Temperatur um vier Grad senken könne. Irgendwann hätten die Flugzeuge derart viel Schmutz in die Atmosphäre geblasen, daß ein „Punkt ohne Umkehr“ erreicht wäre (Hamburger Abendblatt, 21.03.70). Da ist er, der Kipp-Punkt. Ob die PIK-Profs den Artikel eigentlich kennen? Wenn ja, wird es nichts nutzen. Die werden ihren Goldesel nicht schlachten. Nebenbei: Ein alter Dolmetscher Fidel Castros hatte berichtet, der Genosse Honecker und der kubanische Diktator hätten bei einem Treffen um 1980 davon gesprochen, daß der Sozialismus wirtschaftlich am Ende sei. Egal, weitermachen, solange es geht, sei die Antwort auf das Problem gewesen.

In klimapolitischen Diskussionen wird das Eiszeit-Argument gerne gebracht, um die aktuelle Heißzeit-Panikmache zu entlarven. Das gilt natürlich nur in den wenigen halbwegs fairen Diskussionen wie bei Markus Lanz neulich, an denen noch Kritiker der demokratischen Opposition teilnehmen können. Talkshow-Gäste wie Schellnhuber, Rahmstorf & Co. würden natürlich einen Teufel tun, die Eiszeit-Hysterie der 70er zu erwähnen. Nichtsdestotrotz hat die Klimalügnerszene das gefährliche Eiszeit-Argument auf dem Schirm. Man könnte damit in nicht-gesteuerten Debatten ordentlich auf die Nase fallen. Deswegen hat die akademische Heißzeit-Szene auf Wikipedia schon vorgesorgt. Im verlinkten Artikel gehen die Schreiber geschickt vor: Sie leugnen gar nicht die zahlreichen Publikationen der Eiszeit-Warner in Fachzeitschriften und Medien seit 1970, sondern stellen ihnen die angeblich weit größere Anzahl der Artikel von Heißzeit-Warnern, schon in den 70ern, entgegen. Ich kann nun nicht ad hoc sagen, ob die bei Wiki angegebenen Zahlen korrekt sind. Wegen der gern genutzten „97%“-Story, basierend auf der pseudowissenschaftlichen Studie von Cook et al., würde ich aber vermuten, daß die Heißzeit-Eiszeit-Zahlenvergleiche grob manipuliert sind.

Darüberhinaus sind jegliche Klimapanik-Artikel, wie der geneigte EIKE-Leser weiß, betrügerischer Mumpitz; gleich, ob vor dem kalten oder dem heißen Weltuntergang gewarnt wird.




Wissenschaftler: Globale Erwärmung ist vorbei, jetzt kommt Abkühlung

Einer dieser Klimaforscher ist Valentina Zharkova, Astrophysikerin an der Northumbria University im Vereinigten Königreich. Zharkova und ihr Forscherteam sagen, auf der Grundlage mathematischer Modelle der magnetischen Aktivität der Sonne, ist es wahrscheinlich, dass die Erde über einem Zeitraum von 33 Jahren abnehmende Magnetfelder erlebt, beginnend ab 2021.

[Mehr zum Thema Sonne und ihre Strahlen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung und Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.]

Zharkova ist nicht allein. Forscher des Physikalischen Meteorologischen Observatoriums Davos, des Eidgenössischen Wasserforschungsinstituts, der ETH Zürich und der Universität Bern haben 2017 ein Modell veröffentlicht, das eine Abkühlphase  „in 50 bis 100 Jahren“ projektiert. Zahlreiche andere Studien haben ähnliche Projektionen. Die Website NoTricksZone listet Hunderte von Peer-Reviewed-Studien [Die Sonne treibt das Klima], in denen argumentiert wird, dass Sonnenaktivität und Sonnenzyklen auf dekadischen, jahrhundertlangen und tausendjährigen Zeitskalen einen wesentlichen Einfluss auf den globalen Klimawandel haben. Einige dieser Papers untermauern sogar, dass Sonnenaktivität oft der dominierende Faktor für den Klimawandel ist.

Die Forscher sagen, dass verminderte solare magnetische Aktivität mit historisch kühlen Perioden in der Erdgeschichte in Verbindung gebracht werden konnten, wie das Maunder-Minimum, eine Periode niedriger magnetischer Aktivität, die mit der „Mini-Eiszeit“ von 1645 bis 1715 zusammenhängt. Während des Maunder-Minimums stürzten die Temperaturen so stark ab, dass die Londoner „Frostmessen“ auf der gefrorenen Themse veranstalteten.

Wegen Copyright nur hier der Link, zu Aufnahmen von niederländischen Darstellungen der “Kleinen Eiszeit” im staatlichen Museum in Berlin:
Auch sehenswert, Eiszeitbilder auf : Pinterest

Der Historiker Geoffrey Parker schrieb für die New York Times :

„In der ungewöhnlichen Kälte, die von den 1620er bis in die 1690er Jahre dauerte, war das Eis am Bosporus und an der Ostsee so dick, dass die Menschen von einer Seite zur anderen laufen konnten.“

Obwohl Zharkova sagt, dass die Genauigkeit ihres Modells bei 97 Prozent liegt, ist sie sich nicht sicher, wie einflussreich die niedrigere magnetische Sonnenaktivität sein wird, insbesondere weil man glaubt, dass es heutzutage mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre gibt als im 17. Jahrhundert, und es gibt auch Klimaforscher, die glauben, dass höhere CO2-Werte zusätzliche Erwärmung verursachen.

Viele von denen, die überzeugt sind, dass die Menschen für die höheren globalen Temperaturen verantwortlich sind, die im vergangenen Jahrhundert aufgezeichnet wurden, haben sie bereits begonnen, Zharkova und andere abzutun, die sagen, dass die globale Temperatur sich aufgrund der Sonnenaktivität bald abschwächen könnte. Michael Mann , Professor an der Pennsylvania State University, der den widerlegten „Hockeyschläger-Graphen“ kreierte, sagte der Washington Post in 2015, dass der Effekt der geringeren Sonnenaktivität im Vergleich zu den Kohlendioxidemissionen „ein Tropfen auf den heißen Stein“ wäre.

Wenn Mann und andere CO2 – Warmisten, falsch liegen und mit einer geringeren Sonnenaktivität sich auch das Klima abkühlt, dann könnten diese Ergebnisse katastrophal für die Kreuzzüge des Klimawandels in der Democratic Party, den Vereinten Nationen und anderen Ländern sein, die unbedingt CO2-Emissionsbeschränkungen, Strafen oder beides verhängen wollen –  das schließt alle auf der Welt ein, auch Sie. Eine Abkühlung würde nicht nur praktisch jedes einzelne Klimamodell unterminieren, welches auf eine stetige Erwärmung im nächsten Jahrhundert getrimmt ist, sondern es würde auch zeigen, wie schlecht die Mainstream-Klimawissenschaft geworden ist. Wenn Klimaaktivisten noch nicht einmal eine 33-jährige Abkühlungsdauer aufgrund der Sonnenaktivität nicht genau vorhersagen können, wieso sollte man dann darauf vertrauen, dass sie die globale Temperatur für 100 Jahre in der Zukunft vorhersagen können?

Im Gegensatz zu den schrecklichen Warnungen, die regelmäßig von linken Zeloten und Politikern wie Sen. Bernie Sanders (I-VT) ausgegeben werden, ist die Debatte über Ursachen und Folgen des Klimawandels noch immer sehr lebendig. Ironisch wäre es, wenn Zharkovas Theorie der reduzierten Sonnenaktivität sich als zutreffend erweist und Befürworter der Theorie, dass Menschen für den Klimawandel verantwortlich sind, darin Recht haben, das auch die Menschheit etwas zur Erderwärmung beiträgt.

Wenn die Klimaalarmisten Recht hätten, dann müsste der Planet heute viel kühler sein als er es ist, wenn der Mensch nie größere Mengen CO2 produziert hätte. Das bedeutet, dass die Kühlung, die sich aus der verringerten Sonnenaktivität ergibt, theoretisch ohne die CO2-Emissionen der Menschen viel extremer wäre. Das ist unglaublich wichtig, weil kühlere globale Temperaturen in der Vergangenheit tödlichere Lebensbedingungen für Menschen, Pflanzen und Wildtiere bedeutet hätten.

Wie Parker in der Times bemerkte:

Die tiefe Kälte in Europa und extreme Wetterereignisse [während der letzten kleinen Eiszeit] führten zu einer Reihe von Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfällen, die zu erzwungenen Wanderungen, Kriegen und Revolutionen [und zur Inquisition und Hexenverfolgung] führten.“

Die angesehene akademische Zeitschrift The Lancet veröffentlichte 2015 eine Studie, in der Gesundheitsdaten aus 13 Ländern berücksichtigt wurden. Die Untersuchung von 74 Millionen Todesfällen ergab, dass kaltes Wetter indirekt oder direkt 1.700 Prozent mehr Menschen tötet als warmes Wetter. Dies deutet stark darauf hin, dass, selbst wenn Menschen dafür verantwortlich sind, das globale Klima wärmer zu machen, sie in den nächsten 30 bis 40 Jahren viel besser dran sein werden, als sie es sonst in einem kälteren Klima wären, vorausgesetzt, Zharkovas Theorie ist richtig.

Zusätzliche Beweise zeigen auch, dass das wärmere Klima, über das Umweltaktivisten ständig lamentieren, zahlreiche Vorteile hat. Eine Studie, die im Jahr 2017 veröffentlicht wurde, fand rund 5 Mio km² Wälder, die bisher nicht gezählt wurden [Fläche der 28 EU-Mitgliedsländer 4,3 Mio km²], was laut Patrick Michaels vom Cato Institute ein starker Beweis dafür ist, dass die Erwärmung eine signifikante Ökologisierung verursacht hat.

In 2016 wurde in Nature Climate Change eine Untersuchung veröffentlich, dass es von 1982 bis 2009 eine erhöhte Begrünung gab, in 25-50 Prozent des globalen Vegetationsbereiches, während nur 4 Prozent des Vegetationsbereiches eine Dürre (Bräunung) erlebte. Die Forscher schätzen, dass 70 Prozent der Begrünung auf höhere Kohlendioxidemissionen zurückzuführen sind.

Wenn eine globale Abkühlperiode stattfinden würde, wie würden Klimaalarmisten reagieren? Wahrscheinlicher eher gar nicht, indem sie vorschlagen, dass die Abkühlphase der Menschheit die letzte Chance bietet, die Katastrophe der globalen Erwärmung abzuwenden, indem sie radikalere Energiepolitiken wie CO2-Handelssysteme oder CO2-Steuern anwendet.

Zharkova schlug dies im Dezember in einem Interview mit Sky News vor.

„Ich hoffe, dass die globale Warnung durch diesen Effekt [geringere solare magnetische Aktivität] außer Kraft gesetzt wird und der Menschheit und der Erde 30 Jahre Zeit gibt, um unsere Verschmutzung zu beseitigen. Wir müssen uns in dieser Zeit sammeln und alles auf der Erde für die nächste große Sonnenaktivität vorbereiten“.

Wenn Klimawissenschaftler nur halb so viel Zeit und Energie darauf verwenden würden, zu lernen mit einem sich verändernden Klima zu leben, anstatt zu versuchen, Vorhersagen darüber zu machen, was mit dem Klima der Erde in hundert Jahren sein könnte, wären wir alle viel besser dran. Natürlich gäbe es dann weniger dringende „Krisen“ und damit weniger Möglichkeiten, weit reichende Gesetze zu begründen, die jeden Aspekt des Lebens der Menschen kontrollieren.

Und das können wir sicher nicht, oder?

[hier bin ich mir nicht sicher, wie das gemeint ist: … dass die Wissenschaftler sich um Anpassung bemühen und weniger alarmistische Warnungen ausgeben – oder weniger knebelnde Gesetzgebung? – der Übersetzer]

Justin Haskins ist Chefredakteur und wissenschaftlicher Mitarbeiter und H. Sterling Burnett, Ph.D., ist Senior Fellow, beide am Heartland Institute.

Gefunden auf AmericanThinker vom 23. Oktober 2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://www.americanthinker.com/articles/2018/10/why_some_scientists_say_global_warming_is_out_and_global_cooling_is_in.html#ixzz5VKK1D85U 

 

Hinweis:

Die Einwirkung kosmischer Strahlen und ihre Auswirkung auf das Wettergeschehen der Erde, ist Forschungsthema von Prof. Dr. Henrik Svensmark, hier auf Eike schon öfter vorgestellt – und Gastredner auf der 12. Internationalen Klima- und Energiekonferenz in München




Globale Abkühlung: Ist man auf den realen Klimawandel vorbereitet?

Das große Frieren

Lastwagenladungen von Geldern der Regierung sind aufgewendet worden, um Ihnen den Beweis vorzugaukeln, dass Sie verantwortlich für die globale Erwärmung sind und dass wir – wie im Film – Jungfrauen opfern müssen, um die Wettergötter… Entschuldigung, falsches Zeitalter. Korrektur: Wir müssen für Al Gore unseren Lebensstandard opfern, um den Planeten in 100 Jahren zu retten. Dumm nur, dass diese Herrschaften lügen und man erwarten kann, das Milliarden von uns während der nächsten zehn Jahre sterben werden.

Die Wahrheit lautet, dass die globale Erwärmung im Jahre 1998 aufgehört hat. 2015 begann dann die globale Abkühlung. Und innerhalb nur weniger Jahre wird die Welt wahrscheinlich Ernten schädigende Extremwetter-Ereignisse erleben.

Im schlimmsten Falle könnten wir derzeit das Ende des gegenwärtigen Interglazials durchlaufen, bekannt auch unter der Bezeichnung Holozän, und den Beginn eines neuen Eiszeitalters. Der Mittelweg lautet, dass die solare Ruhephase genauso extrem ausfällt wie während der Kleine Eiszeit genannten Epoche. Diese begann um das Jahr 1645 und endete um das Jahr 1850.

Wie auch immer, das globale Klima wird sich gefährlich abkühlen. Dabei ist es nicht einmal die Kälte selbst, von der die Gefahr ausgeht, sondern das für die Jahreszeiten ungewöhnliche Wetter, welches sie mit sich bringt. In einigen Gebieten der Welt wie etwa an der US-Westküste, könnte es tatsächlich wärmer werden. Östlich der Cascades [= die in N-S-Richtung verlaufenden Gebirge im Mittleren Westen der USA] wird es vermutlich sehr viel kälter werden. Und mit zunehmender Häufigkeit werden die Wachstumszeiten auf der ganzen Welt unterbrochen werden durch Extremwetterereignisse wie große Schadfröste, Schnee, Hagel und Überschwemmungen zum Ende des Frühjahres oder zu Beginn des Herbstes. Derartiges dürfte Ernteausfälle und Verknappung von Nahrungsmitteln mit sich bringen. Das ist alles schon einmal geschehen, und es hat bereits angefangen, wieder zu geschehen.

Klimawandel-Leugner

Dies ist der reale Klimawandel, der genau jetzt im Gange ist. Es gibt keine Klimawandel-Leugner. Es gibt lediglich Skeptiker hinsichtlich der Behauptungen über eine vom Menschen verursachten globalen Erwärmung. In hitzigen Debatten oder erregten Vorträgen mag hin und wieder der Terminus fallen, dass es keinen Klimawandel gebe. Aber sie wissen es besser. Per Definitionem ändert sich das Klima, und niemand leugnet das.

Aber Klima verläuft genau wie Wetter in Zyklen. Die Traditionen von Indianerstämmen und Hörensagen spiegeln diese Tatsache. Wir wissen, dass alles zyklisch verläuft. Daher sollte es keine Überraschung sein, dass auch Klimawandel in regelmäßigen Zyklen stattfindet. All jene, welche mit Angriffen auf legitime Skeptiker der politischen Agenda einer globalen Erwärmung diese in die Nähe von Holocaust-Leugnern stellen, lenken die Aufmerksamkeit ab von der globalen Abkühlung, welche tödlich sein kann, wenn man nicht vorbereitet ist, und welche diejenigen ruhig stellt, welche uns davor warnen, dass das kalte Klima bereits im Kommen ist.

Ja, aber was ist mit sauberer Energie? Warum opponieren Skeptiker der globalen Erwärmung gegen saubere Energie? Das tun wir gar nicht. Die meisten der Leute, welche Behauptungen ablehnen, denen zufolge wir für die globale Erwärmung verantwortlich sind, sind nicht gegen saubere Energie. Aber wir wenden uns gegen die Behauptung, dass Kohlendioxid ein Verschmutzer ist. Was Sauerstoff für Tiere ist, ist Kohlendioxid für Pflanzen. Falls wir in der Lage wären, den atmosphärischen Kohlendioxid-Gehalt zu verzehnfachen, würden Wälder, Bauernhöfe und sogar Wüsten aufblühen, weil die Pflanzen dann weniger Wasser brauchen würden.

Aber ist Kohlendioxid nicht ein Treibhausgas? Ja, aber das ist Wasserdampf auch. Die Alarmisten der globalen Erwärmung wollen nicht, dass man das nicht weiß. Belegt wurde dieser Tatbestand durch die Dokumente, welche auf den Klima-Camps der Indianerstämme verteilt wurden, auf denen diese Tatsache nicht erwähnt war.

Quelle: „How Earth’s Climate System Works“ von Alex Bryan.

Sie verschwiegen, dass Wasserdampf bereits 95% der Treibhausgase ausmacht und für 75% des Treibhauseffektes in Frage kommt: wenn die Ozean-Temperaturen durch Erwärmung von der Sonne steigen, nimmt der Wasserdampfgehalt infolge Verdunstung zu, was die atmosphärischen Temperaturen noch weiter steigen lässt, was wiederum auch die Ozean-Temperaturen weiter steigen lässt, wodurch Kohlendioxid freigesetzt wird. Warmes Wasser kann nicht so viel Kohlendioxid aufnehmen wie kaltes Wasser. Davon kann sich jeder leicht selbst überzeugen, und zwar mit Mineralwasser: man stelle eine geöffnete Flasche in den Kühlschrank und die andere auf den Küchentisch. Das Mineralwasser auf dem Küchentisch wird bald schal werden, das im Kühlschrank nicht. Gleiches gilt für die Ozeane. Erwärmen sich diese, setzen sie Kohlendioxid frei. Mit anderen Worten, der atmosphärische Gehalt an Kohlendioxid steigt infolge global steigender Temperaturen und nicht umgekehrt. Außerdem ist Wasserdampf und nicht Kohlendioxid das primäre Treibhausgas.

Das Gegenargument hierzu lautet, dass erst der Kohlendioxidgehalt zunimmt, was die Ozean-Temperaturen steigen lässt, was wiederum den Wasserdampf-Gehalt erhöht und so weiter. Aber unabhängig von der Tatsache, dass dies implizieren würde, dass wir die Sonne eliminieren und die Erde mit Kohlendioxid heizen können, was natürlich absurd ist, ignoriert das auch die Minoische Warmzeit von 4000 Jahren sowie die Römische Warmzeit vor 2000 Jahren. In beiden Epochen war es deutlich wärmer als in der jetzigen Epoche. Da es damals natürlich noch keine Kohlendioxid ausstoßenden Automobile gab, sollte klar sein, dass die Sonne der primäre Treiber des Klimawandels damals war, und sie ist auch heute der primäre Treiber des Klimawandels.

Warum würden Regierungsagenturen diese Tatsachen in ihren Präsentationen weglassen? Warum heißt es in allen Berichten der Regierung, dass die globalen Temperaturen aufgrund menschlicher Kohlendioxid-Emissionen steigen anstatt aus natürlichen Gründen? Man folge dem Geld: Treibhausgas-Emissionen können mit Steuern belegt und die Kohlendioxid-„Verschmutzung“ mit Vorschriften reguliert werden.

Die E-Mails des Klimagate-Skandals der Jahre 2009 und 2011 haben offengelegt, dass einige Wissenschaftler absichtlich Daten manipuliert haben, um die Agenda der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung zu stützen. Während die Personen, die versuchen, diese Agenda zu widerlegen, dies meist aus eigener Tasche finanzieren, wendet die Regierung Milliarden Dollar auf, um diese Personen zu diskreditieren und um uns glauben zu machen, dass wir das Problem sind. Aber man folge dem Geld! Dann wird man herausfinden, dass es von der globalen Erwärmung zurückgeht auf Interessen, welche nicht unsere Interessen sind. Und wenn die kalte Realität des solaren Minimums schließlich ins Bewusstsein rückt, kann die Zahl der Todesopfer weltweit infolge Hunger und Unterernährung in die Milliarden gehen.

Viele Todesopfer durch Kälte und Hunger; viele weitere durch Panik

Zuallererst ist es wichtig zu verstehen, dass wir nicht über Berge von Eis reden, welche Kanada und die nördlichen USA unter sich begraben. Dies ist nicht das Ende der Welt. Aber es könnte zu einer Massenhysterie kommen infolge von Verknappung von Nahrungsmitteln wegen eines erst spät einsetzenden Sommers oder früher Wintereinbrüche oder Extremwetter mit daraus folgenden Ernteausfällen. Es geht also um in den Himmel schießende Preise für Nahrungsmittel und hungernde Menschen.

Wem kann man glauben?

Auf der einen Seite stehen Politiker, Regierungsagenturen und von der Regierung finanzierte Wissenschaftler, die uns vor einer globalen Erwärmung warnen infolge relativ kleiner Mengen Kohlendioxid, welche durch menschliche Aktivitäten freigesetzt werden. Sie sagen uns, dass die polaren Eiskappen schmelzen, deswegen die Eisbären verschwinden und dass zum Ende des 21. Jahrhunderts viele küstennahe Städte versunken sein werden, weil der Meeresspiegel aufgrund des schmelzenden Eises steigen würde.

Auf der anderen Seite stehen unabhängige Wissenschaftler, Ingenieure und hohe Regierungsbeamte im Ruhestand. Diese sagen uns, dass natürliche Prozesse weitgehend den atmosphärischen Kohlendioxid-Gehalt bestimmen, dass Kohlendioxid Pflanzenfutter ist, dass Wasserdampf eine viel stärkere Auswirkung auf Klima hat als Kohlendioxid, dass die Eiskappen nicht schmelzen, die Eisschilde von Grönland und der Antarktis anwachsen, dass es heute mehr Eisbären als vor 20 Jahren gibt, dass das Klima primär von der Sonne getrieben wird und dass die Sonne in eine zyklische Ruhephase eintritt, die nicht nur globale Abkühlung bringen wird, sondern uns sogar in eine neue Eiszeit bringen könnte.

Wie amerikanische Indianer wissen, sagen Politiker und Regierungsdienststellen immer die Wahrheit (Achtung – Witz!) Wem sollen wir also vertrauen? Den Politikern, die uns sagen, dass wir unseren Lebensstandard für Al Gore opfern müssen? Oder den Ingenieuren und Wissenschaftlern, die uns sagen, dass ein gefährlich kaltes Klima unmittelbar bevorsteht und es während der nächsten dreißig Jahre oder mehr zu ernsten Versorgungsengpässen kommt infolge Ernteausfälle durch nicht der Jahreszeit entsprechendes Extremwetter?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten, aber beide Seiten sind sich darin einig, dass Klimawandel zu Extremwetterereignissen führt. Und das ist etwas, auf das man sich vorbereiten kann.

Vorbereitung auf Extremwetter-Ereignisse

Was kann man tun, um sich auf derartige Ereignisse vorzubereiten? Das Offensichtlichste wäre die Einlagerung von Nahrungsmitteln. Das ginge mit dem breiten Angebot konservierter Lebensmittel mit einer langen Haltbarkeit.

Falls man Raum hat, überlege man sich ein Treibhaus. Entlang der US-Pazifikküste ist starker Regen im Frühjahr und Herbst eher ein Problem als Frost. Treibhäuser können davor schützen. Nahrungsknappheit kann Unruhen auslösen. Für Notfälle kürzerer Dauer ist der Vorrat von Wasser und ein kleiner Gasherd wichtig, um mindestens drei Tage abdecken zu können.

Und man sei darauf vorbereitet, sich verteidigen zu müssen. Wenn Nahrung knapp wird, nimmt die Kriminalität zu. Gute, vernünftige Menschen können in Verzweiflung geraten, und einem alten Sprichwort zufolge tun verzweifelte Menschen verzweifelte Dinge.

The Day After Tomorrow

Die ersten prominenten Stimmen, die Alarm schürten bzgl. einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung waren Margaret Thatcher und Al Gore. Beide sind Politiker. Die Leute, die Alarm schlugen bzgl. eines solaren Zyklus‘ als Ursache globaler Abkühlung sind Wissenschaftler und Ingenieure.

Sie sagen, dass die Eisschilde von Grönland und der Antarktis wachsen. Dr. Don Easterbrook, Professor der Geologie verurteilt Behauptungen eines 97%-Konsens‘ unter Wissenschaftlern bzgl. einer anthropogenen globalen Erwärmung als falsch, wenn es nicht sogar eine direkte Lüge ist. In seinem Buch Dark Winter umreißt John Casey die natürlichen Zyklen, welche sowohl globale Erwärmung als auch globale Abkühlung verursachen.

Es gibt tausende Wissenschaftler, die sagen, dass die Menschen globale Erwärmung verursachen. Aber die meisten von ihnen erhalten Geld von der Regierung. Im Gegensatz dazu gibt es keinerlei Förderung seitens der Regierung für Forschungen bzgl. globaler Abkühlung, so dass die meisten der Ingenieure und Wissenschaftler, die uns vor globaler Abkühlung warnen, diese Forschungen auf eigene Kosten durchführen.

Wenn die globalen Temperaturen wirklich sinken, würden die Menschen das nicht bald bemerken? Würden die Lügen der Globale-Erwärmung-Alarmisten nicht bloßgestellt? Würden nicht Milliarden erboster und hungriger Menschen nach Antworten verlangen? Was könnten die Globale-Erwärmung-Alarmisten darauf erwidern?

Antworten hierauf kann der Katastrophenfilm The Day After Tomorrow geben, in welchem eine neue Eiszeit beginnt, weil der Golfstrom zum Erliegen kommt infolge einer zu großen Eisschmelze wegen einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung. Dadurch nimmt der Salzgehalt des Ozeanwassers ab. Wenn sich die Wahrheit also herausstellt, wenn Millionen oder Milliarden Menschen leiden, werden sie für die globale Abkühlung die globale Erwärmung verantwortlich machen. Und einen selbst.

Um des Geldes und der Macht willen bemühten sich Politiker über ein Jahrzehnt lang, uns die Schuld in die Schuhe zu schieben. Während dieser zeit hätte man viel eher die Ressourcen der Nation mobilisieren sollen, um uns auf kaltes Klima und verheerende Extremwetter-Ereignisse vorzubereiten. Jetzt bleibt uns nur noch wenig Zeit, und der reale neue Klimawandel hat bereits begonnen.

Rod Van Mechelen

Rod Van Mechelen is a Ron Paul Republican who lives and works in Olympia for the Washington State Health Care Authority as an Insurance Specialist. He served on the Cowlitz Indian Tribal Council from 2002 to 2012, was a Washington State delegate to the Republican National Convention in New York City in 2004, and founded The Backlash! @ backlash.com in 1995 to expose and oppose misandry and cultural Marxism. In between job, website and family activities, he continues to serve on tribal committees and publishes a bimonthly email newsletter for Cowlitz tribe members.

Link: https://www.iceagenow.info/global-cooling-are-you-ready-for-the-real-climate-change/




Die Erklärung des Klimawandels durch einen Ingenieur

Gastautor Ronald D Voisin

In diesem Aufsatz werde ich versuchen, eine Erklärung des Klimawandels zu beschreiben, die wahrscheinlich zu vielen (den meisten) Zeitskalen gehören kann. Aber bevor ich es tue, möchte ich einige Bemerkungen über die Eiskernanalyse machen – hervorstechende und signifikante Beobachtungen, die trotzdem nur geringe bis keine Aufmerksamkeit für einen sehr seltsamen Grund haben.

Beginnen wir mit einer vergletscherten Erde, während wir die Aufzeichnungen der Eis-Bohrkerne zum Beginn des Abschmelzens untersuchen. Was wissen wir über diesen globalen geschichtlichen Zustand? Nun … überall ist es kälter, an Land, in den Ozeanen und in der Atmosphäre. Die relativ kalten Ozeane haben reichlich atmosphärisches CO2 absorbiert. Die relativ kalten Ozeane geben weniger Wasserdampf in die Atmosphäre, während die kältere Atmosphäre weniger Wasserdampf halten kann. Die Ausdehnung des Gletscherschnees sorgt für eine signifikante positive Veränderung der irdischen Albedo (um mindestens einige Prozentpunkte). In solarbetriebenen Begriffen sind dies Big-Deals … sehr viel größer als die winzigen Solar-Strahlungsstörungen, die für die jüngste Erklärung des Holozäne-Klimawandels untersucht wurden.

Als Elektroingenieur nenne ich das einen hochverriegelten oder verriegelten, kalten Zustand. Es würde unbedingt etwas ungeheuer Mächtiges bedingen, um diesen Zustand zu ändern. D.h. zu einer Zeit, in der mehr einfallende Sonnenstrahlung in den Raum reflektiert wird, als an atmosphärisch-transparenter, hochenergetischer Strahlung durchkommt (die Albedo-Änderung); Und wenn dann weniger Infrarotlicht für die Absorption verfügbar ist; Und wenn dann weniger Green-house-Gase GHGs atmosphärisch verfügbar sind, um das verminderte Infrarotlicht zu absorbieren (sowohl CO2 als auch, weit wichtiger, der Wasserdampf). Es gab einen relativ großen Sonnen-Strahlungs-Antrieb, um diesen Kälte-Zustand kalt zu halten

[ – dieses ist mir unklar; der Übersetzer. Im Original: „…there is relatively huge solar-radiative forcing to keep this cold-state cold.” Wieso wird der Kältezustand kalt gehalten, bei großer Sonneneinstrahlung?]

Autor

Eine digitale Verriegelung, basierend auf logischen NAND Gatter, darunter die Impulsdiagramme

Aber diese Situation ändert sich erstaunlich plötzlich zu einer abrupten, warmen Zwischeneiszeit. Und das tut es jedes Mal in nur einem Beobachtungs-Taktzyklus. Das ist einfach außergewöhnlich.

WUWT, Autor

Hier die Eis-Kern-Aufzeichnung,  Temperaturverlauf und Eisdicke [Graph in Y-Richtung: wenig(er) Eis]

[englisch: deglaciation – Entgletscherung, ich habe mich für „Abschmelzung“ entschieden, der Übersetzer]

Die Erde verbrachte im Durchschnitt 800 Jahre mit einer steigenden Temperatur, bis die Albedo (wieder) mehr absorbierte; Und mehr vom einfallenden Sonnenschein wird in Wärme (Infrarot) umgewandelt; Und es gibt mehr atmosphärisches CO2 und Wasserdampf, um das erhöhte IR zu absorbieren. Also, was hat den Prozess des Temperaturanstiegs in diesen ersten 800 Jahren initiiert und aufrechterhalten?

Und was könnte diese Gletschersituation in nur einem Taktzyklus plötzlich ändern (zuletzt in weniger als 200 Jahren und soweit wir es wissen, vielleicht jedes Mal in weniger als 200 Jahren)? Wenn wir auf die frühesten Eis-Kern-Abschmelzungen vor etwa 618, 718 oder 818 tausend-Jahren zurückblicken, ist ein einziger Taktzyklus viele, viele Jahre lang (Tausende und dann 10-mal Tausende von Jahren). Dennoch ist die beobachtete Steilheit des Klimawandels geologisch extrem. Allerdings, wenn wir die jüngste Abschmelzung (vor 18.000 Jahren) untersuchen, ist ein Taktzyklus ziemlich kurz – vielleicht nur ein paar hundert Jahre oder noch kürzer. Aber trotzdem sehen wir einen außerordentlich abrupten Aufstieg aus der Vereisung … bei höherer Auflösung in einem zweistufigen Aufstieg … aber jeder der beiden Schritte innerhalb eines einzigen außerordentlich kurzen Taktes.

Aus technischer Sicht kann dieser hochverriegelte Kaltzustand nicht plötzlich durch die subtilen und nuancierten Solareinstrahlungen verändert werden, die so detailliert untersucht wurden. Es braucht einen ungeheuren Anlass – einen Klima- Hammer. Irgendwie ist ein viel mächtigerer Treiber ins Spiel gekommen.

Auf der anderen Seite der Abschmelzung haben wir ein ähnliches, aber etwas anderes Szenario. Der Rückstieg in die Vereisung ist langwieriger in langjährigen Stufen. Aber von Anfang an, ist auch hier ein verriegelter Zustand, vielleicht keine harte Verriegelung, die sich durch subtile Nuancen nicht leicht verändern kann. Das Land, die Ozeane und die Atmosphäre sind relativ warm. Die Albedo der Erde ist niedriger es wird viel mehr einfallende, sichtbare Sonnenstrahlung absorbiert und in IR umgewandelt. Die warmen Ozeane haben eine CO2- und wasserdampfreiche Atmosphäre zur Verfügung gestellt, um das verstärkte IR aufzunehmen. Wie kann bei all dieser Temperatur, die Temperatur plötzlich in Stufen abnehmen?

Aus Sicht der Elektrotechnik könnten alle unzähligen subtilen und nuancierten Ansätze einer Erklärung nur dann brauchbar sein, wenn sie durch instabile, enorm starke positive Rückkopplungen unterstützt werden – die aber einfach nicht existieren und bei einer langfristig stabilen Situation nicht existieren können. Es benötigt einen Klima-Hammer, um den Status zu wechseln.

Das folgende kann diese großen Temperaturänderungen für beide Richtungen erklären. Ich werde einen Klima-Hammer beschreiben … er heißt Massen-Erd-Resonanz.

WUWT hat vor kurzem hat einen Beitrag veröffentlicht, der ein sehr hochfrequentes, mit niedriger Amplitude stufiges Verhalten der aktuellen Erdtemperatur beschreibt:

„Ein bahnbrechendes neues Papier, das Klimamodelle auf den Test stellt, liefert ein unerwartetes Ergebnis – Schritte und Pausen im Klimasignal“ – siehe hier.

Das hat mich wieder auf einen Klimaantrieb gebracht, der in keinem allgemeinen Zirkulationsmodell enthalten ist, das ich kenne. Im Februar 2015 veröffentlichte WUWT einen weiteren Artikel über die Arbeit von Maya Tolstoi:

Unbequeme Studie: „Unterseeische Vulkanausbrüche können das Klima beeinflussen – die Klimamodelle sind falsch.“

Maya hat gezeigt, dass aktuelle, sehr kleine Gravitationsstörungen unterseeische vulkanische Aktivität modulieren. Maya Tolstoy auf TEDxCERN: https://www.youtube.com/watch?v=dhMoQrLEJe0

Um der Argumentation willen, nehmen wir an, dass die Erdmasse ein Resonanzmodi hat (eine wahrscheinlich sehr sichere Annahme); Dass das entsprechende Timing der Gravitationsstörungen dazu führen kann, dass die Erdmasse wie eine Glocke schwingt oder sich in Resonanz setzt; Und dann, dass die jüngste stufenweise Zunahme der Temperatur (obwohl die Temperatur während der aktuellen Periode abnimmt) aus schwach resonanten / nicht-resonanten Gravitationsstörungen resultiert, welche die intern erzeugte Wärmefreisetzung der Erde modulieren.

Mehrere Wissenschaftler haben die Gravitations gestörte Himmelsmechanik des Sonnensystems modelliert, die mit großer Genauigkeit und Präzision mehr als 800.000 Jahre (die Eis-Kern-Aufzeichnung) zurückreicht (ich denke hier an Willie Soon). Wenn der Frequenzbereich dieser Gravitationsstörungen untersucht wird, kann es gut sein, dass eine enge Korrelation zwischen Schwankungen der Erdtemperatur und der Erdmasse-Resonanz-Modi / Frequenzen während der instrumentalen Beobachtungsperiode aufgedeckt werden kann.

Diese gleichen Resonanzmodi / Frequenzen müssten dann über weit größere Zeitspannen untersucht werden … insbesondere etwa über 18.000 Jahre, wenn sich die jährliche Umlaufbahn der Erde der maximalen Exzentrizität nähert. Dies war eine Zeit, in der die Amplitude der Gravitationsstörung deutlich höher war als heute. Und wahrscheinlich haben sich die Resonanzmodi / Frequenzen der Erde in den letzten 18.000 Jahren nicht verändert.

Meine Hypothese: Vor etwa 20.000 Jahren nähert sich die jährliche Umlaufbahn der Erde der maximalen Exzentrizität (eine Zeit der wachsenden, relativ hohen Amplituden- und Gravitationsstörungen); Und das Timing vor 18.000 Jahren ergab Störungen mit starken Amplituden, die in Resonanz der Erdmasse konstruktive Interferenzen initiierten – ein Hammer. Die Erdtemperatur folgte daher schlagartig und übertraf den „harten“, verriegelten kalten Zustand. Doch bevor die Erde die Solar-Albedo-Hochtemperatur-Verriegelung erreichen konnte, war das Timing weitergelaufen und die anhaltenden Störungen liefen für eine Zeitspanne in zerstörende Interferenz (waren einfach nicht-resonant) Daher die jüngere Dryas Zeit [Jüngere Tundrazeit, 11.900 bis 13.000 Jahre zurück]. Später dauerte die konstruktive Störung fort und dauerte lange genug, sodass eine Verriegelung der Solar-Albedo aufgetreten sein könnte. Und dann folgte das Holozän.

[Mit dem Ende der Weichseleiszeit begann 11.000 Jahre vor heute das Holozän, eine Warmzeit, die bis heute andauert. Hier m.e. sehr gut erklärt: Link zur Freien Universität Berlin.]

Da die Erdumlaufbahn sich wieder von der maximalen Exzentrizität wegbewegt (und von der Gravitationsstörung mit hohen Amplituden), wird die konstruktive Resonanz (und destruktives oder einfach nicht-resonantes Verhalten) weiterhin die Erde beeinflussen, aber mit abnehmender Amplitude der Störung. So würde das dann erklären, warum innerhalb der Eis-Kerne die Abschmelze so plötzlich gekommen ist, während die Rückkehr zur Vereisung relativ langwierig und stufig ist.

(Eine Annahme hier ist, dass die Solar-Albedo-Hochtemperatur-Verriegelung eines Interglazials selbst nicht langfristig stabil ist. Wenn die Exzentrizität und die Gravitationsstörungen minimal sind, wird die innere Hitze der Erde weitgehend intern konserviert. Und dann wird die Solar-Albedo Hochtemperaturverriegelung schließlich scheitern, wenn nicht genügend Wärme vom Innern der Erde nachströmt.)

Meiner bescheidenen Meinung nach, ist der Haupt-Klima-Wandel (Zeitskala 100.000 Jahre) im Wesentlichen das Ergebnis gravitationsinduzierter Modulationen, die die intern erzeugte irdische Hitze freisetzen. Maya Tolstois Arbeit (Kolumbiens Universität Lamont-Doherty Earth Observatory) bringt dies hervor. Und wenn Sie diesem Gedanken folgen, werden Sie sehen, dass viele Details der Auswertung eines breiten Spektrums von früheren Klimabeobachtungen sich erklären und das über viele (vielleicht alle) Zeitskalen hinweg.

Ich sage voraus, dass eine starke Korrelation zwischen einer Aufzeichnung der jüngeren Tundrazeit „Fit / Start“ –Abschmelzungs-Temperaturkurve und einer durch die Bewegung der Himmelskörper induzierten Gravitationsstörungen aufgedeckt werden kann – weiter erhellt durch ein Verständnis der konstruktiven / destruktiven Interferenz / Stimulation der Resonanz der Erdmasse.

Schließlich, in dem Maße, in dem dieser Gedankengang Vorzüge aufweist (was wahrscheinlich ist *), würde er auf die Prognose der zukünftigen Klima / Erdbeben / vulkanischen Aktivität angewendet werden können. Die Amplitude und die konstruktive / zerstörerische Natur dieser Gravitationsstörungen könnten sehr genau in die nahe und ferne Zukunft modelliert werden. Die Erdumlaufbahn verläuft nun in Richtung einer 70 – 80 tausendjähriger, fast runder, räumlich schwankender Gravitationsstörung. Und sobald eine hinreichend lange Flaute der Erdmasse-Resonanz [die Erdmasse wird nicht angeregt] eintritt, werden wir den ersten Schritt von mehreren in Richtung der nächsten großen Vereisung nehmen.

 

* Hier ist eine passende Analogie: Stellen Sie sich die Erde vor, als eine große selbstaufladende Wärmebatterie mit verteiltem radioaktivem Zerfall und ggf. einem zentralen Kernspaltungs-Geo-Reaktor, alles von mehreren Kilometern thermisch isolierendem Gesteins umgeben. Auf einer Zeitskala von etwa 100.000 Jahren, wird diese thermische Erdbatterie 85.000 Jahre lang mit minimalen Verlusten aufgeladen. Aber dann, alle ~ 100.000 Jahre oder so, bekommt die Batterie einen gravitativ bedingten Resonanzstoß, der eine signifikante Entladung stimuliert.

Wahrscheinlich bereits in einem frühen Stadium dieser Entladung, bricht die Hölle aus, wie es bei jedem der letzten 60-70 Abschmelzungen einschließlich dieses frühen Holozäns der Fall war. Im Laufe der nächsten etwa 10.000 Jahre stabilisiert sich die Solar-Albedo „Verriegelung“ und hält die neue Zwischeneiszeit an Ort und Stelle, während die anfängliche Höllenhitze sich stetig beruhigt hat (die thermische Batterie ist deutlich entladen). Und dann, während des letzten Teils dieser jüngsten klimatisch stabilen Holozän-Zwischeneiszeit entwickelt sich die menschliche Intelligenz.

Erschienen auf WUWT am 09.04.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2017/04/09/an-engineers-explanation-of-climate-change/




Man sollte schon langsam an die nächste Eiszeit denken, denn wenn die neuesten Hypothesen sich als falsch erweisen, kann sie schnell da sein

FOCUS ONLINE: Menschgemachter Klimawandel Einmalig in der Erdgeschichte: Fällt die nächste Eiszeit aus?
Für die Forscher des Instituts für Klimafolgenforschung in Potsdam ist klar: Der Mensch ist zu einer geologischen Kraft geworden – und diese kann den Beginn der nächsten Eiszeit unterdrücken. Denn trotz geringer Sommer-Sonneneinstrahlung kündigt sich keine neue Eiszeit an. Daher untersuchten die Potsdamer Wissenschaftler die Mechanismen, die die letzten Eiszeitzyklen angetrieben haben.
Das Ergebnis: Die letzten acht Eiszyklen lassen sich durch die Sonneneinstrahlung auf die Erde und die CO2-Konzentration in der Atmosphäre erklären. Die Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass die Störung des natürlichen Kohlenstoffhaushalts durch den Menschen die nächste Eiszeit um 100.000 Jahre verschieben könnte – was bedeuten würde, dass wir einen kompletten Eiszeitzyklus überspringen. Die gegenwärtige Warmphase währt ohnehin schon lange.
Den Beginn einer neuen Eiszeit erwarten Forscher in etwa 50.000 Jahren – das allein ist schon eine ungewöhnlich lange Phase zwischen zwei Eiszeiten. Und diese könnte durch zusätzliche CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas sogar nochmals um 50.000 Jahre verlängert werden.

In der „Eiszeit“-Literatur wird zwar überall festgestellt, dass man die Eiszeitzyklen immer noch nicht ganz versteht. Man glaubt zwar, eine Haupt-Ursache zu kennen (Milanković-Zyklen), doch trotzdem bleibt noch vieles ungeklärt. Vor allem der Zyklen-Zeitsprung vor ca. 900.000 Jahren, der Pegelsprung vor ca. 400.000 Jahren und viele Einzeleffekte, welche immer neu zeigen, dass viele Theorien zwar Teilaspekte erklären können, aber keine das gesamte Eiszeit-Erscheinungsbild abdeckt.
Doch dem PIK gelang plötzlich das „Erkenntniswunder“:
PIK: [4] Menschgemachter Klimawandel unterdrückt die nächste Eiszeit
Mit einem ausgeklügelten Computermodell des Erdsystems, in dem die Dynamik von Atmosphäre, Ozean, Eisschilden und der globale Kohlenstoffzyklus simuliert werden, haben die Wissenschaftler den Effekt menschgemachter CO2-Emissionen auf das Eisvolumen der Nordhalbkugel untersucht. „Weil Kohlendioxid in der Atmosphäre extrem langlebig ist, haben vergangene wie künftige Emissionen großen Einfluss darauf, wann ein neuer Eiszeitzyklus beginnt“, sagt Ko-Autorin Ricarda Winkelmann. „Unsere Analyse zeigt, dass schon geringe zusätzliche Kohlenstoff-Emissionen die Entwicklung der Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel wohl auf zehntausende Jahre beeinflussen würde, während künftige CO2-Emissionen von 1.000 oder 1.500 Gigatonnen Kohlenstoff die nächste Eiszeit um mindestens 100.000 Jahre verschieben könnten.“

So löst heutige (AGW-)Klima-Wissenschaft bisher unklärbare Fragen im Handumdrehen: Man nehme ein Simulationsprogramm (von denen keines das Wetter in 14 Tagen vorhersagen kann) und schon sind die Geheimnisse der letzten 2,6 Millionen Jahre gelöst – und das sogar noch rechtzeitig vor einem Klimagipfel. Und den Wissensbürgern wird es auch sofort als eine „Wahrheit“ dargestellt.

wiki Bildungsserver: Eiszeitalter
Die Warmzeiten dauerten zwischen 10 000 und 30 000 Jahre. Dazwischen lagen verschiedene Kaltzeiten wie die Weichsel-, die Saale- oder die Elster-Kaltzeit (Benennungen nach der norddeutschen Nomenklatur). Eine besonders lange Warmzeit von ca. 30 000 Jahren gab es vor etwa 400 000 Jahren. Auch für die jetzige Warmzeit ist unter natürlichen CO2-Bedingungen eine ähnliche Dauer berechnet worden. Bleibt der jetzige Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre über viele Tausend Jahre erhalten oder steigt sogar noch weiter an, könnte die nächste Kaltzeit ausfallen und das seit 2,6 Millionen Jahren andauernde Eiszeitalter beendet sein. Die Menschheit hätte dann möglicherweise eine neue Klimaepoche eingeleitet, das „Anthropozän„.

Klimaretter.Info war auch sofort davon begeistert, nur „kaltesonne“ brachte eine Kritik und wies auf eine große Ungereimtheit der Parametrierung hin: CO2 in der Atmosphäre ist nicht so extrem langlebig. Setzt man die Verweilzeit jedoch realistisch ein, „verpufft“ die „Eiszeit-Ausfall-Illusion“.
kaltesonne: „PIK warnt vor Ausfall der nächsten Eiszeit. Mojib Latif cool: “100 Jahre bleibt CO2 in der Luft

Die Eiszeiten ganz kurz gefasst

„Die Eiszeiten“ kennt jeder, die Daten dazu und was diese für die Zukunft bedeuten haben aber wohl wenige parat, deshalb anbei eine kurze Darstellung.

Zitat: Eiszeit – Zyklen dauern etwa 100 bis 125.000 Jahre, dazwischen liegende Interglaziale bzw. Warmzeiten nur etwa 15 bis 20.000 Jahre. Die letzte Eem-Warmzeit dauerte jedoch nur 11.000 Jahre. Der letzte Eiszeit-Zyklus ist vor etwa 11.500 Jahren zu Ende gegangen.
Wann waren Eiszeiten

WISSEN DIGITAL: Eiszeiten
Donau-Kaltzeit vor mehr als 600.000 Jahren – Günz-Kaltzeit um 550.000 – Günz-Mindel-Warmzeit um 500.000 – Mindel-Kaltzeit um 400.000 – Mindel-Riss-Warmzeit um 300.000 v.Chr. – Riss-Kaltzeit um 200.000 – Riss-Würm-Warmzeit um 100.000 – Würm-Kaltzeit um 80.000, mit zwei Erwärmungsperioden um 60.000 und 40.000 v.Chr. Ende der Eiszeit, von Süden nach Norden abklingend, um 15.000-12.000 v.Chr. Nach stärkerem Wärmevorstoß (Alleröd-Schwankung um 10.000 v.Chr.) erfolgte der Durchbruch zu gemäßigtem Klima um 8.000 v.Chr. (Boreal), doch wurde eine vorübergehende Warmperiode (Atlantikum) noch um 6.000 v.Chr. verzeichnet.

Das hört sich einfach an. Doch die Eiszeiten traten regional unterschiedlich und mit Zeitversatz auf. Selbst wenn sie zur gleichen Zeit waren, haben sie dann unterschiedliche Namen, die teilweise auch noch „veralten“ und durch neue ersetzt wurden. So hat Norddeutschland zum Beispiel drei „Kern-Eiszeiten“, während Süddeutschland (mit den Alpen) in der gleichen Zeit deren vier ausweist. Dazu kommen noch die „Kleinen“ von „Zwischendurch“. Will man eine Zeitzuordnung vornehmen, stellt man fest, dass diese zwischen den Publikationen ebenfalls deutlich voneinander abweichen.
Fazit: Will man sich mit solchen Datendifferenzen eine Zeittabelle (zum Rechnen) zusammenstellen, kann man verzweifeln.
Ein Auszug der letzten Großen Eiszeiten alleine für Deutschland sieht wie folgt aus:

Bild 1 [2] Die jüngeren Eiszeiten in Deutschland (Bildausschnitt), ©Institut für Länderkunde 2002Um es anschaulicher zu machen, hat der Autor im folgenden Bild des Temperaturverlaufs der letzten 450.000 Jahre die vier großen Eiszeiten der Alpen eingetragen. Dabei musste er feststellen, dass in der Literatur zwischen den Datierungsangaben Zeitdifferenzen von 50.000 – 100.000 Jahren „normal“ sind, die Zeiten selbst teils aber fast auf das Jahrtausend genau angegeben werden, Beispiele:

Lexikon der Geowissenschaften: Holstein Interglazial: … Entsprechend unsicher ist die Datierung. Es kommt bei einer Dauer von ca. 15.000 Jahre eine Zeitspanne von 180.000 bis 400.000 Jahre in Frage. In diesem Zeitraum hat es mehrere Interglaziale gegeben, so daß auch vom Holstein-Komplex gesprochen wird.
Universität Tübingen Geographisches Institut, M. Mattes: Das Holstein-Interglazial
Der Beginn des Holstein-Interglazials wird auf etwa 425.000 v. h. (= vor heute) datiert mit dem Höhepunkt um ca. 406.000 vor heute… weist das Holstein-Interglazial eine Dauer von rund 25.000 bis 30.000 Jahren auf …

Man beachte: Alleine zwischen diesen zwei Publizierungen ergibt sich eine Zeitspanne der Dauer des „Holstein-Interglazials“ zwischen 15.000 … 30.000 Jahren, von der Datierung, wann sie begann, gar nicht zu reden. Dabei ist gerade diese Warmzeit die wichtigste.
Der Autor ist sich somit nicht sicher ist, ob seine Zuordnungen stimmen. Da die Benennungen für die folgenden Betrachtungen unwichtig sind, wurde das Datierungsproblem jedoch nicht weiter vertieft.

Bild 2 Temperaturverlauf der letzten 450.000 Jahre. Quelle: climate4you.com – Ole Humlum – Professor, University of Oslo Department of Geosciences. Vom Autor um Angaben zu den letzten vier Eiszeiten der Alpen ergänzt

Bild 2 zeigt nur einen Ausschnitt der viel längeren Eiszeitgeschichte. Deshalb das folgende Bild inclusive der davor liegenden und unerklärlicher Weise nicht so warmen Zwischenzeiten. Was man zudem an diesem Bild bei genauerem Hinsehen zuätzlich sieht ist, dass die Warmzeitlängen deutlich von den verwendeten Rekonstruktionsproxis abhängen (im Bild sind es vier verschiedene).

Bild 3 [3] Eiszeiten der letzten 1 Millionen Jahre. Die rote Linie kennzeichnet die aktuelle Temperatur
Um einen ganz kleinen Eindruck der Zeit-Differenzen aufzuzeigen, hat der Autor aus Bild 2 und 3 Daten tabelliert:

Bild 4 Vom Autor aus den Bildern 2 und 3 entnommene Daten

Wann die aktuelle Warmzeit enden wird, weiß niemand

Daraus ergibt sich für die aktuelle Warmzeit in der wir uns befinden: Bei zyklischer Betrachtung kann der Zenit bereits überschritten sein. Und da die kommende Kaltzeit auch lokal begrenzt beginnen kann, ist ein Start (irgendo auf dem Nordteil des Globus) jederzeit möglich.

Mittelbayerische Zeitung: Warmzeit in der Eiszeit Nächste Kaltzeit in 10.000 bis 20.000 Jahren
… Wann genau die nächste Kaltzeit einsetzen wird, sei „sehr, sehr unsicher“, räumt Klages ein. Zu komplex ist das Gefüge und Zusammenspiel möglicher Ursachen für Kalt- und Warmzeiten …

Allerdings gibt es parallel die Theorie, dass man nach Ähnlichkeiten verfahren muss. Die aktuelle Warmzeit passt danach am besten zu der des Holstein-Interglazials vor über 400.000 Jahren, Beispiel:
Eberhard-Karls-Universität Tübingen Geographisches Institut, M. Mattes:
Das Holstein-Interglazial
Das besondere an der Holstein-Warmzeit ist, das zu dieser Zeit dieselben Orbitalparameter geherrscht haben wie heute. Deshalb ist sie am besten geeignet um Anhaltspunkte über die Dauer und den natürlichen Temperaturverlauf des jetzigen Interglazials zu erhalten (Wilson 2000, S. 156f). Im Gegensatz zur üblichen Dauer der Interglaziale von rund 11.000 Jahren (Wilson 2000, S.156) weist das Holstein-Interglazial eine Dauer von rund 25.000 bis 30.000 Jahren auf (Klotz 2005, S.41). Sollte also das Holozän analog zur Holstein-Warmzeit verlaufen, so würde das Holozän noch für einige Tausend Jahre andauern.
Allerdings ist unklar, ob der menschliche Einfluss auf das Klima nicht doch stark genug ist um eine „Neuausrichtung“ des Klimas, entgegen des „natürlichen“ Verlaufs zu bewirken (Wilson 2000, S. 156ff). Der Beginn des Holstein-Interglazials wird auf etwa 425.000 v. h. (= vor heute) datiert mit dem Höhepunkt um ca. 406.000 vor heute. Charakterisiert wird das Klima der Hostein-Warmzeit durch hohe Temperaturen der Oberfächenwasser, einer stabilen thermohalinen Zirkulation und einem um 20 m höher Meeresspiegel.
… Aus diesem System an Faktoren genaue Wirkungsbeziehungen herauszulesen, welche nicht nur die Klimaänderungen der Vergangenheit erklären, sondern auch zukünftige Klimaentwicklungen zuverlässig prognostizieren können ist sehr schwierig und die Forschung hat hier immer noch viel zu tun.

Daraus leiten diese Forscher ab, dass die aktuelle Warmzeit ebenfalls länger dauert, eventuell sogar ausfallen könnte.
Uni Heidelberg, Foliensatz Max Camenzind 3.2016:
Das Klima der Erde II. Paläoklima & Klimazyklen
Kernaussagen 1: Keine Eiszeit in den nächsten 100.000 Jahren, Auch ohne antropogene Einflüsse war das Klima in vergangenen Warmzeiten bis zu 8° C wärmer (!) und der Meeresspiegel bis zu 5m höher Schwingungen um die Gleichgewichtslage „Warmzeit“ arktisches Eis war geschmolzen! antarktisches nicht.

Andere sehen “nur” eine Verlängerung zwischen 20.000 … 50.000 Jahren, Expertenzitat: Dann könnte es so sein, weil die Situation heute ähnlich ist, dass wir auch eine lange Warmzeit haben.

Wie beim Klima üblich, nicht alle Experten sind der gleichen Meinung. Andere sagen, es könnte unter Bedingungen auch ganz anders kommen:
Nature Geoscience Tzedakis et al. 09 January 2012: Determining the natural length of the current interglacial
Assuming that ice growth mainly responds to insolation and CO2 forcing, this analogy suggests that the end of the current interglacial would occur within the next 1500 years, if atmospheric CO2 concentrations did not exceed 240±5 ppmv.
Man beachte den in der Klimawissenschaft nie fehlenden Vertrauensbereich. Zwar hat man den Eiszeitmechanismus noch nicht entschlüsselt (weshalb man mehrere in Kombinationen annimmt), die Simulation kann aber trotzdem auf +-5ppmv genau die Auswirkung berechnen. Ein Beleg für die Leistungsfähigkeit moderner Computer und deren Programmierer, eine Schande für die Statistiker, die solche Angaben ungeprüft verwenden.

Getroffen werden diese Aussagen trotz großer Streuungen der Datierungen (15.000 … 30.000 Jahre für das Holstein-Interglazial) und einen Zeitbereich der anderen Warmzeiten zwischen 1.500 … 15.400 Jahre. Man kann sich aber schon einmal merken: Wenn die Hypothese mit der Ähnlichkeitsbetrachtung falsch ist, kann die aktuelle Warmzeit anhand der Zyklik auch schon zu Ende sein.

Das PIK hat nun mit dem CO2-Forcing die Lösungsformel gefunden

Wiederholung:
PIK: [4] Menschgemachter Klimawandel unterdrückt die nächste Eiszeit
Mit einem ausgeklügelten Computermodell des Erdsystems, in dem die Dynamik von Atmosphäre, Ozean, Eisschilden und der globale Kohlenstoffzyklus simuliert werden, haben die Wissenschaftler den Effekt menschgemachter CO2-Emissionen auf das Eisvolumen der Nordhalbkugel untersucht. „Weil Kohlendioxid in der Atmosphäre extrem langlebig ist, haben vergangene wie künftige Emissionen großen Einfluss darauf, wann ein neuer Eiszeitzyklus beginnt“, sagt Ko-Autorin Ricarda Winkelmann. „Unsere Analyse zeigt, dass schon geringe zusätzliche Kohlenstoff-Emissionen die Entwicklung der Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel wohl auf zehntausende Jahre beeinflussen würde, während künftige CO2-Emissionen von 1.000 oder 1.500 Gigatonnen Kohlenstoff die nächste Eiszeit um mindestens 100.000 Jahre verschieben könnten.“

Dieses Institut stellt damit eine neue, zusätzliche These auf, indem es sich sicher ist, alleine mit dem CO2-(Simulations-) Verhalten eine Warmzeitzukunft berechnen zu können, womit die Dabatte der Warmzeiten gelöst sei.
Weil dies eine überaus positive Nachricht ist (zumindest der Autor würde ungern die Kälte einer Eiszeit durchleben müssen, auch wenn es den Neandertalern mehrmals gelang) sollte man diese Theorie zumindest als Laie nicht anzweifeln, sondern allerhöchstens grob plausibilisieren.

Gibt es in der AGW-Klimawissenschaft auch nur eine Hypothese, in der Einigkeit besteht oder ein eindeutiger Nachweis gelingt? Kaum. Und so ist es auch bei dieser (simulierten) Hypothese. Wie so oft: Würde das Eine stimmen (CO2 ist der Antrieb der Eiszeiten), widerspricht es den “sicheren” Angaben, dass der CO2-Anteil in der Atmosphäre zu vorindustriellen Zeiten noch nie so hoch war wie aktuell:
kaltesonne:
Die tatsächliche Klimawirksamkeit von CO2 liegt deutlich unter 1,0 Grad pro Verdoppelung des atmosphärischen CO2-Gehaltes
Ein natürlicher CO2-Antrieb für den Temperaturverlauf des Paläoklimas hätte also mindestens eine Schwankung des atmosphärischen CO2-Gehaltes zwischen etwa 65 und 460 ppm erfordert, was die gemessenen CO2-Gehalte der Paläoatmosphäre mit etwa 180 bis 300 ppm CO2 aber nicht abbilden; plausiblere Werte für die Klimasensitivität von CO2 unter 4,5 [°C/2xCO2] würden die erforderliche Schwankungsbreite für einen rechnerischen CO2-Klimaantrieb sogar noch deutlich erhöhen.

Damit kann also CO2 eindeutig nicht der natürliche Paläo-Klimaantrieb sein, wie uns die politisierte Klimawissenschaft ständig einzureden versucht.

Wieviel Einfluss könnte der Mensch auf die Eiszeiten haben

Nach dem PIk bestimmt er diese. Allerdings musste dessen Computer(Programm) diese Vorhersagefähigkeit noch nie belegen. Sehen wir an, wie viel der Mensch bisher wirklich am Klima “drehen” konnte. Auf WUWT gibt es dazu eine kleine Animation, anbei Screenshots daraus.

Bild 5.1 Globaltemperatur seit 1400 n. Chr. Animationsbild. Quelle: [5]
Bild 5.2 Globaltemperatur seit 800 n. Chr. Animationsbild. Quelle: [5]
Bild 5.3 Globaltemperatur seit 8000 v. Chr. Animationsbild. Quelle: [5]

Bild 5.4 Verlauf der bisherigen Warmzeit (seit ca. 17.000 Jahren). Quelle: C3 Headlines Climate Conservative Consumer

Bild 5.5 Globaltemperatur seit ca. 45.000 Jahren. Animationsbild. Quelle: [5]
Bild 5.6 Zeitbereich der jüngeren Eiszeiten. Animationsbild. Quelle: [5]
Wenn man sich diese Änderungsverhältnisse ansieht, kommen vielleicht auch manchem Leser Zweifel, ob es den Simulationen (und damit den Menschen) wirklich gelingen wird, die seit mehreren Millionen Jahren eisern ablaufenden Eiszeitzyklen auszuhebeln.

Ein dazu immer wieder vorgetragenes Argument ist die „Einmaligkeit“ der aktuellen Situation:
PIK, Rahmstorf: [6] ... Wir kennen in der Erdgeschichte auch keine so rasche globale Erwärmung wie die, die wir derzeit verursachen. Bei der Erwärmung aus der letzten Eiszeit stieg die globale Temperatur um ca. 5 °C innerhalb von 5.000 Jahren, das sind 0,1 °C pro Jahrhundert. Wir reden jetzt von 2, 3 oder 4 °C im 21. Jahrhundert, je nach Erfolg der Klimapolitik.
Diese Argumentation sollte man jedoch mit den gezeigten Bildern vergleichen und bewerten. Das „Hockey-Stickchen“ geht im Rauschen unter. Aber nicht nur in den bisherigen Bildern, sondern auch im Datenchaos der Temperatur-Rekonstruktionsversuche. Weil man mit diesen Daten nichts wirklich anfangen kann, geht man inzwischen so weit, diese zu simulieren und zu behaupten, damit die „richtigen“ ermitteln zu können! – mit Algorithmen, welche anhand der Chaosdaten „kalibriert“ wurden.

Bild 6 Proxirekonstruktionen der Temperatur der letzten 1200 Jahre. Quelle: Frank Lansner: Holocene, historic and recent global temperatures from temperature proxies

Bild 7 Proxirekonstruktionen der Temperatur der letzten 12.000 Jahre. Quelle: Frank Lansner: Holocene, historic and recent global temperatures from temperature proxies


Bild 7 Proxirekonstruktionen der Temperatur der letzten 12.000 Jahre. Quelle: Frank Lansner: Holocene, historic and recent global temperatures from temperature proxies

Beten, damit die Kälte früher kommt

Unter diesen Gesichtspunkten ist es fast schon unheimlich, wie massiv sich die Kirche vom AGW-Klimawandel vereinnamen lässt, anstelle ein neutrale Position einzunehmen, zumindest, bis die Klimawissenschaft wieder zu einem wissenschaftlichen Charakter zurückgefunden hat.
EIKE: Papst warnt Trump: Ziehen Sie sich nicht aus dem UN-Klima-Pakt zurück – ruft eine ,Krise des Klimawandels‘ aus
… Der Papst verlangt nach Gebeten zur Annahme des UN-Klimavertrages! Er drängt die Gläubigen „Gott um ein positives Ergebnis“ für das Paris-Abkommen zu bitten .
William M. Briggs: The Pope Is Wrong About Global Warming
Man stelle sich vor, der Globus und die Kreisbahnzyklen setzen sich doch weiter durch, die neuen Hypothesen basieren auf Datenfehlern, und die Gebete beschleunigen damit zusätzlich den Weg in die nächste Eiszeit.
Gar nicht so selten In der Geschichte haben „verwirrte“ Gläubig versehentlich ihren eigenen Untergang „herbeigebetet“, natürlich in der festen Überzeugung, das Richtige zu tun. Vom Papst wurde es bisher nicht
„ex cathedra“ (unfehlbar) ausgesprochen, womit es nicht mehr Gewicht als das jedes sonstigen (Klima-)Laien hat. Falls der Papst sich darin als Privatmann täuscht (er hat es als Privatmann ausgesprochen, also ohne göttliche Eingebung), bleibt es nur eine der vielen Fußnoten in der Kirchengeschichte, würde aber ein großes Problem für die Menschheit.

Fazit

Was wurde gelernt: Die eisigen Zeiten sind das Normale und die darin nur für eine verdammt kurze Zeit heraus ragenden Warmzeiten das Seltene. Und gegen diese nur für eine kurze Zeit gegönnte Wärme kämpft die Menschheit in einem kollektiven „Untergangswahn“ an, alleine mit der Begründung, Computersimulationen hätten dies angeordnet.

Es wird spannend werden, wer Recht behält: Der seit 2,6 Millionen Jahre währende Zyklus oder die speziellen CO2-Rechenmodelle des PIK.
Der Autor ist inzwischen aber auch in der Lage, eine präzise Aussage zur nächsten Eiszeit zu tätigen: Sie beginnt bereits aktuell, oder zwischen den nächsten 1.500 … 50.000 Jahren, dass sie ganz ausfällt, glaubt er persönlich nicht.

In ca. 50.000 Jahren weiss man dann ziemlich sicher, wer heute recht hat. Entweder ist dann der kälteste Zeitpunkt der Eiszeit erreicht, oder sie ist ausgefallen. Leider wird es keiner mehr erleben, selbst wenn die nächste Eiszeit vielleicht doch schon begonnen hätte. Da der Weg in die Kälte nicht ganz so steil (wie der in die Wärme) verläuft, wird man den Beginn lange Zeit gar nicht bemerken, sondern mit Freude als Ergebnis der CO2-Vermeidung feiern.
Was wieder auffällig ist:
Die moderne Klimawissenschaft behauptet (anhand ihrer Ergebnisse), dass selbst katastrophalste Ungenauigkeiten bezüglich der Datierungen für ihre Simulation(-Erkenntnisse) kein Problem darstellen. Und sie behauptet, dass diese damalige Warmzeit unserer aktuellen so ähnlich sei, dass sie als Korrelationspaar dienen könne, obwohl der Meeresspiegel 20 m höher lag und heute um Zehntel mm / pa jährlichem Anstieg gerungen wird.
Es passt argumentativ einfach zu Vieles nicht zusammen.

Quellen

[1] EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/faellt-die-naechste-eiszeit-aus-pik-chef-schellnhuber-behauotet-ja-so-sicher-wie-das-amen-in-der-kirche/

[2] Herbert Liedtke: Deutschland zur letzten Eiszeit
[3] ScienceSkepticalBlog: Der Klimaberater der Kanzlerin HJ Schellnhuber verkündet, die nächste Eiszeit in 60.000 Jahren fällt durch Menschenhand aus
http://www.science-skeptical.de/klimawandel/der-klimaberater-der-kanzlerin-hj-schellnhuber-verkuendet-die-naechste-eiszeit-in-60-000-jahren-faellt-durch-menschenhand-aus/0014656/

[4] PIK: Menschgemachter Klimawandel unterdrückt die nächste Eiszeit
https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/menschgemachter-klimawandel-unterdrueckt-die-naechste-eiszeit

[5] WEB-Animation: Alley, R.B. 2004 GISP2 Ice Core Temperature and Accumulation Data. IGBP Pagges/World Data Center for Paleoclimatology, Boulder CO, USA
https://wattsupwiththat.files.wordpress.com/2009/12/noaa_gisp2_icecore_anim_hi-def3.gif

[6] EIKE: Das Golfstromsystem. Rahmstorf vs. Krüger. Und er versiegt doch!
http://www.eike-klima-energie.eu/2016/12/12/das-golfstromsystem-rahmstorf-vs-krueger-und-er-versiegt-doch/




Die heraufziehende Bedrohung einer globalen Abkühlung!

Es gab während der letzten Eiszeit und den 10 000 folgenden Jahren zahlreiche abrupte, kurzfristige Wärme- und Kältephasen, viel intensiver als die gegenwärtige Erwärmung/Abkühlung, von denen keine einzige mit Änderungen des CO2-gehaltes in der Atmosphäre erklärbar ist, geschahen sie doch vor dem starken  Anstieg des CO2 um das Jahr 1945. Diese Studie dokumentiert die geologischen Beweise für diese plötzlichen Fluktuationen des Klimas, die eine bemerkenswerte Konsistenz über Dekaden, Jahrhunderte und Jahrtausende aufweisen.

Eine der großen Überraschungen bei der Analyse von Sauerstoffisotopen in Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis war die Erkenntnis von sehr plötzlichen Klimaänderungen in sehr kurzer Zeit. Die Aufzeichnungen aus den Eisbohrkernen zeigen, dass diese abrupten Klimaänderungen umfassend, sehr schnell und global synchron vor sich gingen. Klimaverschiebungen bis etwa zur Hälfte des Unterschieds zwischen Eis- und Zwischeneiszeiten ereigneten sich teils während nur weniger Jahrzehnte. Die Graphik in Abbildung 1 zeigt die Variation der Temperatur, abgeleitet aus Änderungen von Sauerstoffisotopen aus dem Eiskern GISP aus Grönland, dem weltweiten Standard für die Untersuchung vergangener Epochen der Klimaänderungen. Die Temperatur ist in Abhängigkeit von der Zeit aufgetragen, genauestens abgelesen aus den jährlichen Staubschichten im Eis. Perioden plötzlicher, intensiver Erwärmungen sind in rot dargestellt, solche mit Abkühlungen in blau. Zehn große, intensive Perioden abrupter Klimaänderungen zeigen sich während der letzten 15 000 Jahre, zusammen mit 60 anderen kleineren, aber ebenso plötzlichen Änderungen während der letzten 5000 Jahre.

Das Ausmaß und die Plötzlichkeit dieser klimatischen Fluktuationen sind erstaunlich. Immer wieder stieg oder fiel die Temperatur um 5 bis 10 K innerhalb eines Jahrhunderts oder weniger. Die Temperatur stieg um 5 K innerhalb von 30 Jahren und um 9 K in nur 40 Jahren während der abrupten Erwärmung vor etwa 11 500 Jahren.

  

Abbildung 1: Temperaturänderungen der letzten 17 000 Jahre aus Änderungen von Sauerstoffisotopen im GISP Eisbohrkern aus Grönland.

Die eingekreisten Nummern in der Abbildung beziehen sich auf die plötzlichen Klimaänderungen, die im Folgenden aufgelistet werden:

1.    Vor 15 000 Jahren: eine plötzliche, intensive Klimaerwärmung um etwa 12 K verursachte das dramatische Abschmelzen riesiger kontinentaler Gletscherschilde aus der voran gegangenen Eiszeit in weiten Gebieten von Nordamerika, Europa und Asien.

2.    Ein paar Jahrhunderte später fiel die Temperatur wieder um etwa 11 K, und die Gletscher kamen wieder.

3.    Vor 14 000 Jahren stieg die Temperatur global rapide um etwa 4,5 K, und die Gletscher zogen sich zurück.

4.    Vor 13 400 Jahren fiel die Temperatur um etwa 8 K, und die Gletscher stießen wieder vor.

5.    Vor 13 200 Jahren gab es erneut einen starken Temperaturanstieg um etwa 5 K, verbunden mit einem starken  Gletscherrückzug.

6.    Vor 12 700 Jahren fiel die Temperatur in kürzester Zeit um etwa 8 K, gefolgt von einer 1000-jährigen Periode einer Rückkehr zur Eiszeit, dem jüngeren Dryas.

7.    Vor 11 500 Jahren gab es einen genauso scharfen Temperaturanstieg um etwa 12 K, die das Ende der Kälteperiode des jüngeren Dryas markiert.

8.    Vor 8200 Jahren unterbrach eine plötzliche Abkühlung die Warmzeit der vergangenen 10 000 Jahre und endete mit einer abrupten Erwärmung 150 Jahre später. Wie in der Abbildung gezeigt, liegt das Level der Temperatur nahezu während der gesamten vergangenen 10 000 Jahre über dem Level der gegenwärtigen Temperaturen, was darauf hindeutet, dass es die meiste Zeit während der letzten 10 000 Jahre wärmer war als heute.

9.    Die Jahre 900 bis 1300 – Das mittelalterliche Klimaoptimum war eine Zeit globaler Erwärmung, in der die Temperaturen etwas höher lagen als heute.

10.  Vom Jahr 1300 bis zum vergangenen Jahrhundert – die Kleine Eiszeit war eine Zeit kühleren Klimas, in der sich die Gletscher signifikant vorschoben und die zu großen Hungersnöten in Europa führte.

Die Kaltzeit des jüngeren Trias vor 12 800 bis 11 500 Jahren

Das dramatische Abschmelzen der kontinentalen Eisschilde in Nordamerika, Europa und Asien, das vor 15 000 Jahren einsetzte, wurde durch eine plötzliche Abkühlung vor 12 800 Jahren unterbrochen, welche die Welt zurück in eine Eiszeit katapultierte. Weltweit stellten die Gletscher ihr Zurückweichen ein, und kontinentale wie auch die alpinen Gletscher stießen wieder einmal vor. Die Periode des jüngeren Dryas dauerte 1300 Jahre und endete mit einer plötzlichen, abrupten Erwärmung vor 11 500 Jahren. Das Klima in Grönland erwärmte sich um etwa 5 K innerhalb von 30 und um etwa 7 K innerhalb von 40 Jahren.

Abbildung 2: Temperaturkurve abgeleitet aus Sauerstoffisotopen aus dem GISP Eiskern aus Grönland, die die Dauer und Intensität der Kaltzeit des jüngeren Dryas zeigt, die vor 12 800 Jahren begann und vor 11 500 Jahren zu Ende ging.

Während dieser Kaltzeit haben sich die Gletscher nicht nur signifikant ausgedehnt, sondern zeigten auch wiederholte Fluktuationen, mancherorts bis zu neun mal (Abbildung 3)

Abbildung 3: Neun Vorstöße und Rückzüge des Eisschildes der Kordilleren im Nordwesten der heutigen USA im Endstadium der letzten Eiszeit. Das Alter auf der rechten Seite des Diagramms stellen ‚Kohlenstoffisotop-Jahre [C14]‘ dar, die mit dem Zeitraum vor 11 500 bis etwa 13 000 Kalenderjahren korrespondieren.

Das Klima im Holozän

Die Temperaturen während des größten Teils der letzten 10 000 Jahre lagen um Einiges höher als heute, bis vor etwa 3000 Jahren (Abbildung 4). Während der letzten 700 Jahre kam die Erde aus der Kleinen Eiszeit und erwärmte sich allgemein mit alternierenden Perioden von Warm- und Kaltzeiten.

Abbildung 4: Die Temperaturen lag während der letzten 10 000 Jahre generell über den heutigen Werten, bis vor etwa 3000 Jahren.

Klimafluktuationen während der letzten 5000 Jahre

 

Abbildung 5: Klimaerwärmung und –abkühlung während der vergangenen 5000 Jahre. Rote Bereiche stehen für Erwärmung, blaue für Abkühlung. Quelle: Daten aus dem GISP Eiskern.

Das Mittelalterliche Klimaoptimum und die Kleine Eiszeit

Sowohl das Mittelalterliche Klimaoptimum als auch die Kleine Eiszeit sind seit Langem bestätigt und dokumentiert mit eindeutigen geologischen Beweisen. Georef nennt 485 Studien zu diesem Klimaoptimum und 1413 zur Kleinen Eiszeit. Als Mann et al. 1998 behaupteten, dass es beide Perioden gar nicht gegeben und das Klima der letzten 1000 Jahre sich überhaupt nicht verändert hatte (der unsägliche Hockeyschläger), haben Geologen das folgerichtig nicht ernst genommen. Sie dachten, dass (1) die Baumringdaten, die sie für ihre Klimarekonstruktion nutzten, nicht klimasensitiv waren oder (2) die Daten in unzulässiger Weise bearbeitet wurden. Abbildung 6 zeigt einen Vergleich zwischen dem ‚Hockeyschläger‘ von Mann et al. Und drei Beispiele aus zahlreichen anderen, die belegen, wie gut die Temperaturänderungen des Mittelalterlichen Klimaoptimums und der Kleinen Eiszeit definiert sind.

 

Abbildung 6: Vergleich des Mann’schen Hockeyschlägers (1998; oben links) mit den Wassertemperaturen des Sargasso-Meeres, die aus dem Verhältnis von Isotopen in maritimen Organismen abgeleitet wurden (oben Links; Keigwin 1996), rekonstruierten Paläoklimatemperaturen ohne Baumringdaten (unten links; Loehle 2007) und Wassertemperaturen im Sommer bei Island (unten rechts; Sicre et al. 2008).

Wie die drei Beispiele in Abbildung 6 ebenso wie etwa 1900 andere Studien belegen, gab es das Mittelalterliche Klimaoptimum und die Kleine Eiszeit mit Sicherheit tatsächlich, und der Mann’sche ‚Hockeyschläger‘ ist unsinnig und ohne jeden glaubhaften Beweis.

Abfolge von Erwärmung und Abkühlung während der letzten 500 Jahre

Die Analyse der Sauerstoffisotope im GISP Eiskern von Grönland zeigt einen bemerkenswerten Wechsel von warmen und kalten Perioden. Die vertikalen blauen Linien im unteren Teil visualisieren die Zeiträume zwischen jeder Warm-/Kaltperiode. Im Mittel dauerte ein solcher Zeitraum 27 Jahre. Dies entspricht dem gleichen Zeitraum,  wie im Pazifischen Ozean warme und kühle Perioden im Zuge der Pazifischen dekadischen Oszillation wechseln (siehe unten).

 

Abbildung 7: Die Temperaturänderungen nach dem GISP Eiskern von Grönland zeigen ein regelmäßiges Muster von alternierenden Erwärmungen und Abkühlungen mit einer Periode von 25 bis 30 Jahren während der letzten 500 Jahre. Dies ähnelt sehr stark dem Alternieren der Pazifischen dekadischen Oszillation.

Der Vergleich von Warm-/Kaltzeiten mit solaren Veränderungen

Die vielleicht bekannteste Verbindung zwischen einer Klimaänderung und solaren Veränderungen ist das solare Maunder-Minimum zu Beginn der Kleinen Eiszeit. In der Zeit zwischen den Jahren 1650 und 1700 wurden fast keine Sonnenflecken beobachtet (Abbildung 8), und das Klima wurde kalt, was zu massenhaften Hungersnöten wegen wiederholten Missernten in Europa führte.

Abbildung 9 zeigt den Zusammenhang vieler anderer solarer Minima mit einer Klimaabkühlung vor und nach dem Maunder-Minimum. Das Sporer-Minimum, das dem Maunder-Minimum vorausging, war ebenfalls eine Zeit der Abkühlung. Weitere Abkühlungen, die mit solaren Minima zusammenfielen, waren das Dalton-Minimum (1790 bis 1820), das Minimum von 1880 bis 1915 sowie das von 1945 bis 1977.

Abbildung 8: Sonnenflecken während des solaren Maunder-Minimums. Von 1650 bis 1700 wurden fast keine Sonnenflecken beobachtet, und die damit zusammenhängende Klimaabkühlung führte zu verheerenden Hungersnöten in Europa.

 

Abbildung 9: Zusammenhang zwischen solaren Veränderungen und klimatischer Abkühlung. Dem gut bekannten Maunder-Minimum sowie dem vorangegangenen Sporer-Minimum folgte das Dalton-Minimum (1790 bis 1820) sowie den solaren Minima von 1880 bis 1915 und von 1945 bis 1977. Alle solaren Minima waren mit Klimaabkühlung verbunden.

Den Zusammenhang zwischen solarer Aktivität und der Wassertemperatur in Ozeanen zeigt sehr gut Abbildung 10. Der Southern Oscillation Index SOI folgt nahezu exakt dem solaren magnetischen Index (AP) [?].

 

Abbildung 10: Zusammenhang zwischen dem SOI und solarer Aktivität.

Historische Fluktuationen

Die globale Erwärmung ist real, begann aber nicht 1945, als die CO2-Emissionen stark zunahmen. Im 20. Jahrhundert gab es zwei Perioden mit globaler Erwärmung (1915 bis 1945 und 1977 bis 1998) sowie zwei Perioden mit einer globalen Abkühlung, nämlich von 1880 bis 1915 und 1945 bis 1977. Die CO2-Emissionen begannen nach dem 2. Weltkrieg stark zu steigen, wurden aber von einer globalen Abkühlung anstatt einer Erwärmung der folgenden 30 Jahre begleitet. Die frühere Periode der Erwärmung von 1915 bis 1945 ereignete sich vor dem rasanten Anstieg des CO2 in der Atmosphäre.

Abbildung 11: Temperaturverlauf des vergangenen Jahrhunderts.

Während jeder der beiden Erwärmungsphasen zogen sich die alpinen Gletscher zurück, um in den beiden Perioden mit Abkühlung jeweils wieder vorzustoßen. Der zeitliche Verlauf der Gletschervorstöße und –rückzüge entspricht nahezu perfekt den globalen Temperaturänderungen und mit den Wassertemperaturen im Pazifik (PDO).

 

Abbildung 12: Zusammenhang zwischen den Fluktuationen der Gletscher auf dem Mt. Baker im US-Bundesstaat Washington mit der globalen Temperatur und der PDO.

Die pazifische dekadische Oszillation PDO

Der Pazifische Ozean hat zwei Zustände (Modi), einen warmen und einen kalten, die regelmäßig wechseln in einem Zyklus, der etwa 25 bis 30 Jahre dauert. Dies ist bekannt unter dem Begriff Pazifische Dekadische Oszillation PDO. Befindet sich die PDO im Warmmodus, erwärmt sich das Klima, befindet sie sich im Kaltmodus, kühlt sich das Klima ab. Man weiß, dass Fluktuationen von Gletschern durch Klimaänderungen hervorgerufen werden, die wiederum durch die Wassertemperaturen (PDO) angetrieben werden, aber der zugrunde liegende Mechanismus der PDO ist noch nicht sicher verstanden. (Abbildung 13).

 

Abbildung 13: Gletschervorstöße und –rückzüge, die durch die Wassertemperatur der Ozeane beeinflusst werden. Es scheint Beweise dafür zu geben, dass die Temperatur der Ozeane durch die solare Variation beeinflusst werden, aber das muss noch näher untersucht werden.

Beispiele für die beiden PDO – Zustände zeigt Abbildung 14. Im Kaltmodus der PDO sind die Temperaturen im Ostpazifik niedrig (dargestellt in blau). Dies war typisch für die globale Abkühlung von 1945 bis 1977. Der abrupte Wechsel vom kühlen in den warmen Modus innerhalb eines einzigen Jahres (1977) wurde „die große pazifische Klimaverschiebung“ genannt [Great Pacific Climate Shift]. Die Graphik im unteren Teil der Abbildung zeigt, wie der Wechsel zwischen den beiden Modi im vergangenen jahrhundert erfolgt war. Es zeigt sich eine direkte Korrelation zwischen dem Modus der PDO und der globalen Temperatur.

 

Abbildung 14: Beispiele für die Kaltphase der PDO (1945 bis 1977) und der Warmphase (1977 bis 1998).

Die Phasenänderung der PDO von warm nach kalt im Jahre 1999

Die Wassertemperatur im Ostpazifik vor der nordamerikanischen Küste war warm im Jahre 1997 (Abbildung 15). 1999 ging die Warm- in die Kaltphase über und verharrte seitdem in diesem Zustand, wie die Teilbilder von 2001, 2007, 2009 und 2010 zeigen (Abbildungen 15 und 16).

Abbildung 15: NOAA – Satellitenbilder mit Aufnahmen, die zeigen, wie die PDO 1999 von der Warm- in die Kaltphase übergegangen war. Orange und gelbe Töne repräsentieren wärmeres und blaue Töne kühleres Wasser.

 

Abbildung 16: NOAA – Bilder der Wassertemperatur in 2009 und 2010.

Aussichten für die kommenden Jahrzehnte

Die Extrapolation des Verhaltens der PDO des ersten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts für das restliche Jahrhundert zeigt interessante Verhältnisse. Die Warmphase von 1915 bis 1945, die Kaltphase von 1945 bis 1977, die Warmphase von 1977 bis 1998 und die erneute Änderung von warm nach kalt 1999 passen allesamt zu globalen Klimaänderungen und lassen mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgendes vermuten:

  1. Die PDO weist einen regelmäßigen Rhythmus auf mit einem Wechsel von warm nach kalt und umgekehrt alle 25 bis 30 Jahre.

  2. Die PDO passte genau zu jeder einzelnen Klimaänderung im vorigen Jahrhundert und kann als ein Instrument zur Vorhersage (Prädiktor) genutzt werden.

  3. Seit dem jüngsten Wechsel von warm nach kalt im Jahre 1999 lagen die Temperaturen nie mehr höher als 1998, dem Höhepunkt der letzten Warmphase.

  4. Jedes Mal, wenn die PDO von einem Modus in den anderen gewechselt hatte, blieb sie in diesem Modus für 25 bis 30 Jahre. Daraus folgt, dass sie nach dem Wechsel in die Kaltphase 1999 zweifellos noch einige Jahrzehnte in der Kaltphase verharren wird (Abbildung 17).

  5. Da die PDO also wohl noch mehrere Jahrzehnte in der Kaltphase verharrt, kann man genauso viele Jahrzehnte einer globalen Abkühlung erwarten.

 

Abbildung 17: Veränderungen der PDO im vergangenen Jahrhundert. Weil die PDO 1999 in die Kaltphase gewechselt hat, deutet die logische Extrapolation der Graphik darauf hin, dass sich die globale Abkühlung verstärkt und noch einige Jahrzehnte anhalten wird.

Im Jahre 2000 hat das IPCC eine globale Erwärmung um 0.5 K pro Jahrzehnt und eine globale Erwärmung um 5 K bis zum Jahr 2100 vorhergesagt. Die rote Linie in Abbildung 18 zeigt die Vorhersage des IPCC von 2000 bis 2050. Man beachte, im Jahre 2010 sollte es bereits 0.5 K wärmer sein als 2000. Dies war aber nicht so, und die Rechnungen des IPCC lagen schon bei der Berechnung der ersten 10 Jahre daneben.

Die blauen Kurven der angenommenen globalen Abkühlung in Abbildung 18 basieren auf den vergangenen Verhältnissen der PDO und auf dem Temperaturverlauf der letzten 500 Jahre. Drei mögliche Szenarien werden gezeigt: (1) globale Abkühlung ähnlich wie in den Jahren 1945 bis 1977, (2) globale Abkühlung ähnlich der Jahre 1880 bis 1915, (3) globale Abkühlung ähnlich dem Dalton-Minimum von 1790 bis 1820.

Abbildung 18: Angenommene Temperaturentwicklungen bis 2050. Die rote Kurve zeigt die IPCC-Rechnung aus dem Jahr 2000. Blaue Kurven zeigen den Temperaturverlauf basierend auf den Variationen der PDO im vergangenen Jahrhundert und dem Temperaturverlauf der letzten 500 Jahre.

Die Aussicht, dass die Temperatur bis auf ein Niveau ähnlich dem Dalton-Minimum zurückgehen könnte, basiert auf der kürzlichen Änderung der solaren Aktivität von einem solaren Großen Maximum zu einem solaren Minimum ähnlich wie im Dalton-Minimum. Der ungewöhnlich lange Sonnenzyklus 23 und dessen magnetischer Index lassen die Möglichkeit dass ein solches Minimum ähnlich wie zur Zeit des Dalton-Minimums sehr wahrscheinlich ist.  Eine vierte Möglichkeit besteht darin, dass wir uns einem Minimum vom Typ des Maunder-Minimums nähern mit einer weiteren Kleinen Eiszeit. Die Zeit wird zeigen, welche Kurve der Realität entspricht.

Auswirkungen einer globalen Abkühlung

Dass die globale Erwärmung vorbei ist, zumindest für die nächsten Jahrzehnte, scheint eine Erleichterung zu sein. Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass eine globale Abkühlung viel schlimmere Folgen für die Menschen hat als eine globale Erwärmung und ein Grund für noch größere Sorgen ist, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Einer jüngeren Studie zufolge kommen durch extreme Kälte doppelt so viele Menschen ums Leben wie durch extreme Hitze.
  2. Globale Abkühlung hat auf die Produktion von Nahrungsmitteln infolge kürzerer und kälterer Wachstumsphasen sowie schlechtes Wetter während der Ernte einen sehr negativen Effekt. Dies ist jetzt schon im Mittleren Westen der USA, in China, Indien und anderen Orten in der Welt der Fall. Am härtesten wird es die Staaten der sog. Dritten Welt treffen, die jetzt schon vielfach Hunger leiden.
  3. Zunahme des Energieverbrauchs pro Kopf, besonders zu Heizzwecken.
  4. Verschlechterung der Möglichkeiten, mit der Bevölkerungsexplosion umzugehen. Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf 9 Milliarden Menschen wachsen, eine Zunahme um 50%. Dies bedeutet eine substantielle Zunahme des Bedarfs an Nahrung und Energie, und zwar in einer Zeit, in der beides wegen des sich abkühlenden Klimas immer weniger zur Verfügung steht.

Schlussfolgerungen

Zahlreiche, abrupte, kurzlebige Warm- und Kaltphasen, viel intensiver als die gegenwärtige Erwärmung/Abkühlung, ereigneten sich während der letzten Eiszeit, von denen keine einzige durch Änderungen des atmosphärischen CO2-Gehaltes ausgelöst wurde.

Klimaänderungen in geologischen Aufzeichnungen zeigen ein regelmäßiges Muster von Erwärmung und Abkühlung mit einer Periode von 25 bis 30 Jahren während der letzten 500 Jahre.

Starke Korrelationen zwischen Änderungen der solaren Strahlung, der PDO, Gletschervorstößen und –rückzügen und das globale Klima gestatten es, ein konsistentes Muster in die Zukunft zu extrapolieren.

Die angenommene Abkühlung während der nächsten Jahrzehnte basiert auf Mustern der PDO im vorigen Jahrhundert und des Temperaturverlaufs der letzten 500 Jahre. Drei mögliche Szenarien lassen sich ableiten: (1) globale Abkühlung ähnlich wie in den Jahren 1945 bis 1977, (2) globale Abkühlung ähnlich der Jahre 1880 bis 1915, (3) globale Abkühlung ähnlich dem Dalton-Minimum von 1790 bis 1820.

Zu erwarten ist eine globale Abkühlung der nächsten 2 bis 3 Dekaden, die weit schlimmere Folgen haben wird als es eine globale Erwärmung je hätte.

Kommentar des Übersetzers zu diesem Text

Obwohl es sich hier eindeutig um eine hoch seriöse wissenschaftliche Studie handelt, so fehlt doch jede Wortschwurbelei. Die Aussagen sind allgemein verständlich, klar, präzise und werden auch noch schlüssig nachvollziehbar hergeleitet. Diese Studie sollte auch Nichtfachleuten gut verständlich sein.

Behandelt wird das Verhalten der PDO durch die Jahrhunderte, was dann in Beziehung gesetzt wird zur Klimaentwicklung. Die gerade begonnene Kaltphase der PDO sollte zu einer Abkühlung führen. Erst am Schluss kommt der Autor auf den zeitlichen Zusammenhang mit den sehr schwachen solaren Aktivitäten, die für sich allein in der Vergangenheit ja ebenfalls Kaltphasen des Klimas zur Folge hatten. Nun trifft also beides zusammen – für den Übersetzer ist dies der zentrale Punkt dieser Studie. Der Autor weist am Ende auch auf die negativen Folgen kälteren Klimas hin. Es ist eine Schande (a travesty!), dass weder Politik noch Medien diese Bedrohung auch nur ansatzweise ernst nehmen, und dass es immer noch Institutionen gibt, die das längst vielfach wissenschaftlich widerlegte Gespenst der globalen Erwärmung kolportieren!

Prof. Dr. Don Easterbrook

Übersetzt und kommentiert von Chris Frey EIKE




Gletscherrückgang in den Alpen – Außergewöhnliche Bedrohung oder natürliche Schwankung?

Wer kennt sie nicht, die Meldungen und Hiobsbotschaften über die alpinen Gletscherrückgänge, wodurch ganze Ökosysteme vom Untergang bedroht wären, die Wasserversorgung von abertausenden von Menschen in Frage gestellt wird und dem Touristikzweig der Wirtschaft, den Garaus machen würde. Meist wird als Vergleich des Gletscherrückgangs die Gletscherausdehnung von 1850, oder 1970 herangezogen (wenn, wie bei den Himalaya-Gletschern traurige Gewissheit wurde, nicht gänzlich schlampig gearbeitet wird). Dies nicht ohne Grund. 1850 lag am Ende der kältesten Epoche der letzten 2.000 Jahre, die in der Wissenschaft unter dem Namen “Kleine Eiszeit“ bekannt ist. Sie begann im 15. Jahrhundert und dauerte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Für unser kulturelles Leben hat sie eine Vielzahl von Highlights in der Dichtung (Fallersleben), Malerei (Bruegel) und Musik hervorgebracht. So verdankt die Außergewöhnlichkeit der Stradivarigeige der “Kleinen Eiszeit“ ihre Existenz. Aufgrund der kalten Jahreszeiten hatte das Holz eine andere Wachstumscharakteristik, was ihm andere Eigenschaften verlieh und den Musikinstrumenten ihre Einzigartigkeit gab. Da heute dieses Holz nicht mehr in der gleichen Art wächst, lässt sich eine Stradivarigeige auch nicht nachbauen.

Die Abbildung 1 zeigt exemplarisch zwei Gemälde, in denen die Künstler die Kleine Eiszeit festhielten.

 

"Winterlandschaft", Pieter Bruegel der Ältere 1565 und rechts, A. Hondius, Thames-1677, London Museum

Zurück zur Gegenwart, die folgende Abbildung zeigt den alpinen Gletscherrückgang, bezogen auf die Vergleichsjahre 1850 und 1970. Es ist schon bemerkenswert, mit welchen Tricks vorgegangen wird, um eine überproportionale Gletscherschmelze zu belegen. Wie bereits geschildert, lag 1850 maximale Eisentwicklung für die letzten Jahrtausende vor und auch 1970 lag in einer Kaltphase mit ausgiebiger Gletscherentwicklung, wie die Abbildung 3 belegt. Die Älteren unserer Leser kennen noch aus den 1970-Jahren den wissenschaftlichen und politischen Wirbel um die anstehende drohende Eiszeit. Sie haben richtig gehört, damals glaubte Politik, Wissenschaft und Medien (http://www.mcculloughsite.net/stingray/photos/the_cooling_world_newsweek_2-thumb-500×646.jpg) nicht an eine drohende Erwärmung, sondern an eine drohende Eiszeit für die nächsten Jahrzehnte und teilweise die selben Wissenschaftler, die heute die Tageszeitungen mit ihren Horrorszenarien schmücken, warnten damals vor der drohenden Eiszeit.

 

Die Abbildung 2 zeigt den prozentualen alpinen Gletscherrückgang für die Jahre 1970 und 2000, bezogen auf das Jahr 1850, Quelle: Geographisches Institut der Universität Zürich, Dr. Michael Zemp, 2006.

Anmerkung:

Vielfach wird angenommen, dass die heutigen Gletscher der Alpen oder Skandinaviens Überbleibsel der letzten Eiszeit sind. Dies ist aber falsch. Europa war auf dem Höhepunkt der Nacheiszeit (Holozän) vor ca. 7.000 Jahren völlig eisfrei. Die meisten europäischen Gletscher sind erst danach entstanden und somit ziemlich jung und höchstens 6.000 Jahre alt. Ihr Umfang schwankte in den letzten Jahrtausenden zudem stark.

Und dazu die Temperaturentwicklung der letzten 1.100 Jahre.

Die Abbildung 3 zeigt den Temperaturverlauf der letzten 1.100 Jahre, ergänzt nach Sunday Telegraph (Lord Christopher Monckton) vom 05.11.2006.

Die Schwankungen der Temperatur lassen erwarten, dass auch die alpine Gletscherentwicklung zyklischen, natürlichen Schwankungen unterliegt und genau dies, hat der Gletscherforscher, Prof. Slupetzky (Uni Salzburg) durch seine Untersuchungen der österreichischen Gletscher herausgefunden, was die Abbildung 4 belegt. Zu dessen Untersuchungsergebnis habe ich Ihnen die zyklischen Schwankungen der AMO (Atlantic Multidecadal Oscillation), einer Schwankung der atlantischen Oberflächentemperaturen, durch die unser Wetter in Mitteleuropa maßgeblich bestimmt wird, weil sie u.a. die Verdunstungsrate über dem Atlantik und den Energietransport bestimmt, aufgetragen, sowie die atmosphärische CO2-Entwicklung nach Mauna Loa.

Die Abbildung 4 zeigt die zyklische Entwicklung der österreichischen Gletscher von 1890 – 2002. Es ist gut erkennbar, dass der derzeitige Rückzug auf einen längeren Eisvorstoß*) folgt und das es in den Jahren von 1930 bis in die 1960-Jahre, ähnlich geringe Eisbedeckungen gab, wie heute. Der Gletscherzyklus zeigt weiter sehr starke Ähnlichkeiten mit der AMO und keine mit einem CO2-Atmosphärenpegel (kleines Bild).

*) Bevor hier anhand einzelner Gletscher eingewendet wird, diese wären seit 100 Jahren kontinuierlich geschrumpft – alpine Gletscher werden in vier Kategorien eingeteilt:

A: >10 km

B: 5 bis <10 km

C: 1 bis  5 km

D < 1km

Die Gletscher Kategorie D sind relativ stationär. Es gibt zwar Jahre, in denen sie Verluste erleiden, sie stoßen aber immer wieder vor und behalten ihre Größe bei. Würden die IPCC-Vorhersagen zutreffen, müsste sie zuerst verschwinden. Es ist deshalb auch unsinnig, von einem alpinen Gletschersterben zu sprechen. Dieses findet nicht statt.

Gletscher der Kategorie A, wie z.B. der sehr gut untersuchte Großer Aletsch in der Schweiz, folgen auf Grund Ihrer Größen- also Massenträgheit zeitverzögert Warm- bzw. Kaltphasen („glätten“ sozusagen Dekaden-Warm-, bzw. Kaltphasen) und zeigen somit seit Beginn der wärmeren Periode ab dem Ende der Kleinen Eiszeit um 1850 eine schrumpfende Tendenz, während die massenärmeren Gletscher Temperaturentwicklungen schneller folgen. Aber auch bei Gletschern der Kategorie A ist der Gletscherschwund im 20. Jahrhundert nichts Außergewöhnliches, wie die Untersuchungen von Wilfried Haeberli und Hanspeter Holzhauser (Uni Zürich) zeigen.

Die Abbildung 5 zeigt die Gletscherentwicklung Großer Aletsch für die letzten 2.000 Jahre. Erklärung: Rote Balken stehen für Rückzug und blaue für Vorstoß. Unten = Rückzug, Oben = Vorstoß. Die rechte Skala zeigt die Gletscherbewegung in Metern und die linke die zugehörigen Jahreszahlen des aktuellen Gletscherrückgangs. Geglättet wurde über 50 Jahre. Deutlich ist zu erkennen, dass es Zyklen gibt, in denen der Gletscher wächst und schrumpft. So gab es in den letzten 2.000 Jahren drei in etwa gleich starke Minima: Heute, im 8. und im 1. Jahrhundert (dieses gar noch stärker als heute). Der heutige Rückzug begann um 1850.

Zurück zur Abbildung 4

Da die AMO in direkter Weise von der Sonnenaktivität abhängt, ist es nicht verwunderlich, dass die alpine Gletscherentwicklung der Intensität der Sonneneinstrahlung folgt. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der ETH Zürich, die die Arbeiten von Prof. Slupetzky, 2005 untermauern (http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/091214_gletscherschwund_su). “Rasante Gletscherschmelze in den 1940ern“. Die Untersuchungen zeigen, dass in den 1940-Jahren die Schweizer Gletscher stärker schmolzen, als dies gegenwärtig der Fall ist. Als Datenquelle dienten den Forschern die seit fast 100 Jahren (die Messungen begannen im Jahr 1914) vorliegenden durchgehenden Messungen an den Gletschern, Claridenfirn, Großer Aletsch und dem Silvretta.

In ihrer Studie geben die Forscher der Sonneneinstrahlung den maßgeblichen Anteil am Gletscherrückgang. Dabei dienten ihnen die seit 1934 vorliegenden Messungen der Sonneneinstrahlung in Davos. Während die ETH-Wissenschaftler die verstärkte Sonneneinstrahlung auf die alpinen Gletscher auf die geringere Aerosolkonzentration der Atmosphäre zurückführen (Aerosole reflektieren direkt das Sonnenlicht, bzw. dienen über chemische Reaktionen als Kondensationskeime für Wassertropfen und beeinflussen somit maßgeblich die Wolkenbildung), sind direkte solare Aktivitätssteigerungen und damit verbundener geänderter Wetterlagen und höherer Temperaturen ebenso ausschlaggebend für die Periode der Gletscherrückgänge, die die vorherige Abbildung zeigt.

Die ETH-Forscher ermittelten eine um 18 W/m2 höhere solare Einstrahlung als in den vergangenen 10 Jahren bis heute, was, angesichts dem Strahlungsantrieb von ca. 1,5 W/m2, welcher das IPCC dem CO2 in seinen Klimamodellen zubilligt, ganz enorm ist. Die erhöhte Sonneneinstrahlung in den 1940-Jahren deckt sich mit den Messungen der Globalstrahlung auf der “Säkularstation Potsdam Telegrafenberg“ und in Stockholm. Es war demnach in weiteren Teilen Europas eine erhöhte Solarstrahlung zu messen.

 

Die Abbildung 6 (http://wattsupwiththat.com/2009/06/) zeigt die bodennahe solare Einstrahlung in Stockholm seit 1923. Die blaue Linie die geglättete 5-Jahreskurve.

Die Abbildung 7 zeigt die Änderung der Globalstrahlung auf der “Säkularstation Potsdam Telegrafenberg“ seit 1940. Der Rückgang ist verbunden mit der Phase des Global Cooling und der Wiederanstieg in den 1980-Jahren mit dem Anstieg der bodennahen Temperaturen. Seit 1980, dem Zeitpunkt, als die Temperaturen zu steigen begannen, ist demnach ein 10%iger-Anstieg der Globalstrahlung zu verzeichnen.

Anhand der Abbildung 8 möchte ich Ihnen die solare Aktivität im Vergleichzeitraum, sowie die Durchlässigkeit der Atmosphäre zeigen.

 

Die Abbildung 8 links, Quelle: British Geological Survey, zeigt die magnetische- und Fleckenaktivität der Sonne im Zeitraum von 1867 – 2007. Im Zeitraum von 1930 – 1960 (grün hinterlegt) ist ein deutlicher Anstieg in der magnetischen, als auch in der Fleckenaktivität der Sonne erkennbar, was mit dem Zeitraum der positiven AMO und des mit ihr in Verbindung stehenden Gletscherrückgangs (Abbildung 4, übereinstimmt. Die Abbildung 8 rechts zeigt den SO2-Aerosolgehalt in der Atmosphäre im Zeitraum von 1880 bis 2000, Quelle: David Ian Stern, Australian National University, Centre for Resource and Environmental Studies.

Für die atmosphärische Aerosolentwicklung ist der atmosphärische Schwefeldioxid-, bzw. Sulfat-Gehalt (bildet sich über Wasser und SO2) wesentlich. Der unter dem Begriff “Global Cooling“ bekannte Temperaturrückgang durch zusätzliche Partikel in der Atmosphäre basiert auf SO2 und Rußpartikel. Den Einfluss von SO2 auf die globalen Temperaturen zeigen die Auswirkungen des Vulkanausbruchs Pinatubo in 1991, durch den große Mengen SO2 in die Atmosphäre gelangten, wodurch die globalen Temperaturen für 2 Jahre um ca. 0,6°C zurückgingen.

In der Abbildung 8 rechts ist darüber hinaus die Epoche des Global Cooling (rot umrundet) festgehalten – Anstieg der Aerosolpartikel (vorrangig SO2 und Rußpartikel) mit deutlich zurückgehender Sonnenaktivität – einem schwachen solaren 20. Zyklus. Auch in der Phase des Global Cooling, die Prof. Stern in die Zeitspanne von 1940 – 1980 definierte, wurde der Abkühlung durch die beiden starken solaren Zyklen 18 und 19, gegen Ende der 1940- und 1950-Jahre gegen gewirkt, wie die Abbildung 9 zeigt.

Die Abbildung 9 zeigt die aus Baumringdaten rekonstruierte Tempe

raturkurve bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, nach den Daten von Briffa, in der archivierten und publizierten (abgeschnittenen) ­Version (schwarz) und der komplette Datensatz (rot). Es ist die Temperaturreihe, die durch die Manipulationen von Jones (Climategate) Berühmtheit erlangte. Hier in der ungekürzten Fassung. Man erkennt deutlich den Temperaturrückgang, der versteckt werden sollte, Quelle: Rudolf Kipp – EIKE. Deutlich ist erkennbar, dass die starken solaren Zyklen 18 und 19 (blaue Linien, vgl. mit Abbildung 7 links) einen Temperaturpeak nach oben auslösten und dem um ca. 1940 beginnenden Rückgang der Temperaturen entgegenwirkten.

Auch hier, wie beim Temperaturanstieg mit der verbundenen Gletscherschmelze, setzte der Temperaturrückgang erst in Verbindung mit der Sonnenaktivität ein und zwar mit der deutlich nachlassenden Sonnenaktivität im 20. Sonnenzyklus, als in den 1970-Jahren das Gespenst der drohenden Eiszeit umherging und dieselben Forscher, die seinerzeit grandios danebenlagen, wie z.B. Prof. Stephen Schneider (Schneider S. & Rasool S., "Atmospheric Carbon Dioxide and Aerosols – Effects of Large Increases on Global Climate", Science, vol.173, 9 July 1971, p.138-141), heute einer der einflussreichsten IPCC-Leadautoren, die passend zur solaren Temperaturentwicklung, wieder die abenteuerlichsten Hypothesen aufstellen, diesmal in Verbindung mit anthropogenen Treibhausgasen, die eine Erwärmung herbeiführen würden. Seinerzeit gingen die Herren der These nach, es gäbe eine globale Abkühlung – es drohe eine kommende Eiszeit!

Erst als die solare Aktivität in den 1960-Jahren zurückging und in den 1970-Jahren niedrig blieb, „rauschten“ die Temperaturen deutlich in den Keller, um mit Beginn der solaren Aktivität um 1980 (hoher 21. Sonnenzyklus), erneut anzusteigen. Wie wir heute wissen, dauerte der Temperaturanstieg bis ca. 2003, synchron zur solaren Aktivität. In 2003 hatte der Hauptsonnenzyklus, der im Mittel 208-jährige de Vries/Suess-Zyklus sein Maximum (http://wetterjournal.wordpress.com/2009/07/14/). Die Presse war seinerzeit voll mit Meldungen über sog. Hitzetote.

Einige werden einwenden, dass anhand einschlägiger Sonnenaktivitätskurven die Sonnenaktivität in den letzten 30 Jahren nicht zugenommen hätte. Dies ist jedoch falsch. So meldete z.B. die Max Planck-Gesellschaft in 2004 “Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute.“ Für die solare Aktivität wird international meist der sog. TSI (Total Solar Irradiance) herangezogen (Abbildung 10).

Die Abbildung 10 zeigt den TSI im Zeitraum 1979 bis Januar 2010 (Quelle: http://www.pmodwrc.ch/pmod.php?topic=tsi/composite/SolarConstant). In der Zeile oben sind die verschiedenen Messsysteme, mit denen der TSI aufgenommen wird (wurde) genannt. So steht z.B. ACRIM für Active Cavity Radiometer Irradiance Monitor. Es ist zu sehen, dass im Messbereich des TSI keine Aktivitätssteigerung der Sonne im Betrachtungszeitraum erkennbar ist, wohl aber in der Abbildung 11 und der Abbildung 8 links.

Beim TSI handelt es sich denn auch um eine Mogelpackung, bzw. um eine irreführende Bezeichnung, da das Messsystem des Satelliten, mit dem der TSI aufgenommen wird, lediglich den Wellenlängenbereich des solaren Energiespektrums von 200 nm – 2.000 nm, also UVB – Infrarot aufnimmt (dafür sensibilisiert ist). Von “Tatal“ kann also keine Rede sein! Der überwiegende spektrale Sonnenanteil wird gar nicht aufgezeichnet, insbesondere nicht der Anteil, der zwischen solarem Minimum und solarem Maximum am meisten variiert. So variiert die solare Aktivität im sichtbarem Bereich lediglich um <1%, im UVB-Bereich (205 nm) um ca. 7%, bei 150 nm bereits um 15%, im EVU (<150 nm) sogar um 35% und im Röntgenbereich gar um das 100-fache. Über die kosmische Strahlung*) (Svensmark-Effekt) und die Stratosphäre, übt die Sonne jedoch auch in dem nicht aufgezeichneten Energiebereich indirekt, bzw. direkt Einfluss auf das irdische Wettergeschehen und somit auf das Klima.

*) Die solare Aktivität im Hauptsonnenzyklus, dem de Vries/Suess-Zyklus lässt sich denn auch nicht im TSI erkennen, sondern am 14C-Gehalt der Pflanzen (Abbildung 11).

 

Die Abbildung 11 zeigt über die letzten 1.200 Jahre den de Vries/Suess-Zyklus und die mittelalterliche Warmperiode, sowie die Kleine Eiszeit mit dem Wolf- Spörer- und Maunder-Minimum, Quelle: (http://www.co2science.org/articles/V11/N23/EDIT.php).

In der Abbildung 12 habe ich Ihnen die Maxima im de Vries/Suess-Zyklus zu der aus 14C gewonnenen Proxy-Temperaturkurve eingetragen.

Die Abbildung 12 zeigt die Kälteperioden der letzten 1.100 Jahre (ergänzt nach Quelle: United States Geological Survey). Die Maxima der Warmperioden fallen jeweils mit dem Maximum des de Vries/Suess-Zyklus zusammen und die Kälteperioden, wie z.B. das Spörer Minimum mit dessen Minimum.

Nicht nur die Gletscherentwicklung der Alpen, sondern auch die arktische Eisbedeckung wird durch den Hauptsonnenzyklus, den de Vries/Suess-Zyklus moderiert, wie die Abbildung 13 zeigt.

Natürliche Schwankungen auf die Meeresströmungen im Nordatlantik und somit auf den Golfstrom, zeigt die Abbildung 13, Quelle: Dr. Axel Mörner, “Keine Gefahr eines globalen Meeresspiegelanstiegs“ (http://www.solidaritaet.com/fusion/2008/1/fus0801-klima.pdf). Zu sehen ist die arktische Eisentwicklung in Verbindung mit den vorherrschenden Meeresströmungen in Relation zum Hauptsonnenzyklus (de Vries/Suess-Zyklus). Sowohl die arktische Eisbedeckung, als auch das Muster der Meeresströmungen folgt dem im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus. Bei Sonnenminima erlebten Nordwesteuropa, der Nordatlantik und die Arktis Kaltphasen.

Hohe solare Aktivität, verbunden mit geringer Aerosolbildung (klare Luft) sind demnach die Ursachen für den starken Gletscherrückgang in den 1940-Jahren. Da die Gletscher im Zeitraum davor wuchsen und die Luft noch klarer war, bleibt für den Gletscherrückgang in den 1940-Jahren einzig (in Bezug der davor herrschenden Gletscherausdehnung) die starke solare Aktivität übrig, sowie wir dies bis zu den letzten Jahren ebenfalls hatten.

Wie bereits eingangs erwähnt, waren die Alpen in früheren Jahren weitgehend eisfrei. Dies belegen Holzfunde in heutigen Gletscherregionen der Alpen von Dr. Christian Schlüchter. Dr. Schlüchter ist Professor für Quartär- und Umweltgeologie an der Universität Bern und Lehrbeauftragter der ETH Zürich.

Er fand in den Hochflutablagerungen eines Gletscherbaches im unmittelbaren Vorfeld des Unteraargletschers im Berner Oberland 30 bis 60 Zentimeter dicke Holzstücke und Überbleibsel eines Moors. Baumreste wurden einem Arvenstamm (alpenländischer Nadelbaum) zugeordnet und auf 4.920 ± 60 Jahre vor heute datiert. Die Moorreste datieren auf 2.100 ± 50 Jahre vor heute. Die Fundstücke sind außergewöhnlich, da es Bäume und insbesondere ein Moor nur an Stellen gegeben haben kann, wo kein dauerhaftes Eis vorhanden ist und die Baumgrenze deutlich höher lag als heute. Aus den vorgenommenen Datierungen ergab sich, dass in den letzten Jahrtausenden etwas mehr als 50% der Zeitspanne die Gletscher deutlich kürzer als waren als heute.

Prof. Schlüchter: “Vor 1900 bis 2300 Jahren lagen die Gletscherzungen mindestens 300 Meter höher als heute. So wurden in der Römerzeit die Gletscher kaum als solche erlebt, aus dem einfachen Grund, weil sie weitab von den damals benutzten Alpenübergängen lagen und somit auch nicht als Hindernis empfunden wurden.“ Dies erklärt auch, warum in den sonst sehr detaillierten Beschreibungen der römischen Chronisten kaum ein Wort über die Gletscher zu finden ist. Als Hannibal 218 v.Chr. mit seinen Kriegselefanten (im Winter!!) die Alpen überquerte und ins römische Kernland einfiel, waren die Alpenpässe weitgehend eisfrei. Es war die Zeit des römischen Klimaoptimums. Die Abbildung 14 links zeigt, wie es nach Rekonstruktionen seinerzeit dort ausgesehen hat.

Die Abbildung 14 links zeigt den Sustenpass (Passhöhe 2.224 ü. d. M.), wie er nach den Untersuchungen von Schlüchter zur Römerzeit vor etwa 2.000 Jahren ausgesehen hat. Der Steigletscher hat sich auf die Höhe der Tierberglihütte (2.795 m) zurückgezogen, die Baumgrenze lag deutlich höher als heute. Quelle „Die Alpen“/ Zeichnung Atelier Thomas Richner nach Vorlage Christoph Schlüchter. Kopiert aus ETH-Zürich, Grüne Alpen statt ewiges Eis“, 14.02.2005 (http://archiv.ethlife.ethz.ch/articles/tages/gruenealpen.html). Die rechte Abbildung zeigt den Gletscher um 1993 und seine Ausdehnung 1856 (nach der “Kleinen Eiszeit“) und 1922.

Anhand der Abbildung 15 wird deutlich, dass die Torf- und Holzfunde mit der Temperaturentwicklung im Holozän (bezeichnet die Zeitspanne seit ca. 11.000 Jahren, kleine Abbildung) synchron verlaufen und es Zeiten gab, in denen es wesentlich wärmer war als heute, Quelle: (http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/09/gletscherfunde2.jpg) nach Joerin et al. 2006 (Uni Bern).

Die beiden folgenden Bilder in der Abbildung 16 zeigen, wie ein Alpendorf im 19. Jahrhundert von sich ausbreitenden Eismassen begraben wird, dass Klima davor also zyklisch milder war (vgl. mit Abbildung 4), Quelle: ZDF, "Klima – Das Risiko", Joachim Bublath, 22.10.2003 (http://www.solarresearch.org/zdf_bublath_20031022.htm).

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der heutige Gletscherrückgang in den Alpen nichts Außergewöhnliches darstellt und die Gletscherentwicklung zyklischen Phasen unterliegt, die von der Sonne gesteuert werden. Ein Einfluss von Treibhausgasen wie z.B. CO2 oder menschliche Einflüsse sind nicht vorhanden.

 Raimund Leistenschneider – EIKE

Related Files




Klimawandel: CIA-Studie sagte neue Eiszeit voraus!

Im Jahre 1977 erschien in den Vereinigten Staaten das SachbuchThe Weather Conspiracy: The Coming of the New Ice Age. Darin behaupteten 18 Autoren, innerhalb von vier bis fünf Jahrzehnten werde sich die Erde deutlich abkühlen. Im Anhang des Buches fanden sich zwei komplette CIA-Studien über die prognostizierte künftige Abkühlung der Erde (die CIA-Studien wurden im Jahre 1974 erstellt und 1977 veröffentlicht).

In einer der beiden CIA-Studien hieß es: »The weather we call normal is in fact highly abnormal. … There is growing consensus among leading climatologists that the world is undergoing a cooling trend … excellent historical evidence exists from areas on the European plains …« Vorausgesagt wurde ein Trend der »klimatischen Abkühlung«.

Auch die Zeitung Washington Post berichtete in den siebziger Jahren unter der Überschrift »U.S. Scientist Sees New Ice Age Coming« über die kommende Erdakühlung. In dem Artikel bestätigte der NASA-Wissenschaftler James E. Hansen, der am Institute for Space Studies(Goddard Space Flight CenterNational Aeronautics and Space Administration) arbeitet, dass die Menschheit wegen der Treibhausgase nur noch wenige Jahre Zeit haben werde, um eine Erdabkühlung zu verhindern – die Schadstoffe würden die Sonneneinstrahlung verringern. Und dann werde es eiskalt. Um bis zu 6 Grad werde die Durchschnittstemperatur auf der Erde bis 2021 fallen.  Nochmals: James E. Hansen sprach in den siebziger Jahren ausdrücklich im Namen des zur NASA gehörenden Goddard Institute for Space Studies. Fast vier Jahrzehnte später propagiert das gleiche Goddard Institute for Space Studies nun den gegenteiligen Kurs – und zwar den von der Regierung vorgegebenen Kurs der drohenden Erderwärmung.  

Nun weiß man nicht so recht, was und wem man Glauben schenken kann: Der CIA-Studie aus den siebziger Jahren? Oder der NASA – und dann entweder mit den damaligen oder vielleicht doch besser mit den heutigen  Aussagen?

Joe Bastradi ist einer der bekanntesten Meteorologen der Vereinigten Staaten. Er hat nun passend zur neuen aktuellen, weltweiten Kältewelle ein Video ins Web gestellt, in dem er die Zuschauer völlig verwirrt: Der Mann prognostiziert der Erde … eine neue Eiszeit … Sehen Sie es selbst …

Das Klima der Welt hat sich schon immer im Wandel befunden. Eine gleichmäßige und längere Entwicklung des Weltklimas hat es nie gegeben. Die Welt hat immer wieder Eiszeiten durchgemacht. Von den großen und kleinen Eiszeiten haben wir alle als Schüler gehört. Auch von den Dinosauriern und Mammuts, die heute nicht mehr existieren.

 

Jene amerikanische Behörde, die weltweit die Schneehöhen und die Dicke des Eises misst (US National Snow and Ice Data Centre in Colorado) hat gerade erst bekannt gegeben, dass das Eis der Arktis seit 2007 um 26 Prozent zugenommen hat. Jene, die behauptet hatten, der Nordpol werde spätestens 2013 eisfrei sein, können schon jetzt damit beginnen, sich zu schämen. Denn die führenden Wissenschaftler der Welt auf dem Gebiet der Klimakunde sagen uns derzeit für die nächsten 20 bis 30 Jahre eine Abkühlung der Jahresdurchschnittstemperaturen voraus, Sie können es hier nachlesen. Es ist genau das, was die CIA schon in den siebziger Jahren voraussagte.

Paul Watson, Mitbegründer von Greenpeace, hat einmal gesagt: »Es spielt überhaupt keine Rolle, was die Wahrheit ist, wichtig ist nur, was die Leute glauben, dass es wahr ist.« 

Und in Deutschland passiert jetzt was? Die GRÜNEN fordern öffentlich einen verstärkten Kampf gegen die Erderwärmung …

von Udo Ulfkotte mit freundlicher Genehmigung des Kopp Verlages. Das Original finden Sie hier.