Neue Studie beleuchtet die „dominante Rolle“ der Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken bei Klimaänderungen.

Kenneth Richard

Ungleichgewichte im Strahlungsantrieb werden vorwiegend durch Anomalien und Trends in der solaren Oberflächenstrahlung hervorgerufen, die durch Aerosole und die Albedo der Wolken moduliert wird.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass von 1750 bis heute über Südasien ein Netto-Strahlungsantrieb (RF) von insgesamt -10,95 W/m² an der Oberfläche herrschte. Dieses negative Strahlungsungleichgewicht – ein Kühleffekt – wurde in erster Linie auf Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken zurückgeführt.

Dieser Wert des Strahlungsantriebs an der Erdoberfläche beinhaltet einen Anstieg der kurzwelligen Absorption um +8,99 W/m² über diesen Zeitraum von 275 Jahren.

Die Studie unterstreicht somit die „dominante Rolle von Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen bei der Abkühlung sowohl an der TOA [Obergrenze der Atmosphäre] als auch an der Erdoberfläche“.

Vergleichen Sie diese RF-Werte, die mit Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen zusammenhängen, mit dem fünfmal geringeren Gesamtantrieb von +1,82 W/m², der angeblich auf den CO₂-Anstieg seit 1750 zurückzuführen ist. (Feldman et al., 2015).

Weltweit wurde der Anstieg der absorbierten Sonnenstrahlung aufgrund von Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen (Ohmura, 2009) für den Zeitraum von den 1920er bis zu den 1950er Jahren auf +12 W/m², für die 1950er bis 1980er Jahre auf -8 W/m² und für die 1980er bis 2000er Jahre auf +8 W/m² geschätzt.

Die Größenordnung dieser RF-Werte an der Erdoberfläche im Vergleich zu den für den CO₂-Antrieb angenommenen Werten unterstreicht die dominierende Rolle der dekadischen Trends der Sonneneinstrahlung an der Erdoberfläche bei der Gestaltung des Klimas.

Quelle: Ohmura, 2009

Link: https://notrickszone.com/2026/07/17/new-study-highlights-the-dominant-role-of-aerosol-cloud-interactions-in-shaping-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Japan gibt Klimaversprechen zugunsten der Energiesicherheit auf

Vijay Jayaraj

Tokio nimmt Kohlekraftwerke wieder in Betrieb und legt Ölvorräte an, während der Iran-Konflikt die Kosten des fanatischen Strebens nach Netto-Null offenlegt.

Noch vor nicht allzu langer Zeit versprach Japan der ganzen Welt, ein Vorbild für die Dekarbonisierung zu werden. Regierungsdokumente waren voll von Diskussionen über Wasserstoffkorridore, Offshore-Windparks und Subventionen für Elektrofahrzeuge. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]

Um den internationalen Klimalobbys gerecht zu werden, plante Japan jahrelang den Ausstieg aus der Kohle. Der Betrieb von Kohlekraftwerken wurde auf nur 50 % der Kapazität beschränkt.

Politische Entscheidungsträger sprachen feierlich von einer „moralischen Pflicht“, bis 2050 „Kohlenstoffneutralität“ zu erreichen, und versprachen eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 60 % bis 2035 und um 73 % bis 2040, jeweils gemessen am Stand von 2013.

Doch als die geopolitische Realität Einzug hielt, löste sich diese Haltung in Luft auf.

Mehr Öl für Japan und seine Nachbarländer

Japan gehört zu den fünf größten Ölimporteuren der Welt und bezieht mehr als 94 % seines Rohöls aus dem Nahen Osten. Als der Transit durch die Straße von Hormus unterbrochen wurde, waren die Auswirkungen sofort spürbar.

Die Regierung führte Subventionen ein, um zu verhindern, dass die Preise für Normalbenzin über ein erträgliches Maß hinaus steigen. Premierministerin Sanae Takaichi ordnete umgehend die Freigabe von 80 Millionen Barrel aus den Ölvorräten an, was etwa dem Inlandsbedarf von 45 Tagen entspricht.

Die Freigabe begann Mitte März an Standorten im ganzen Land. Ein Brennstoff, der in der Netto-Null-Rhetorik einst als Feind dargestellt wurde, wird nun geschützt, um wirtschaftliche Störungen zu verhindern.

Japan bereitet sich darauf vor, in einer überarbeiteten Strategie, die im August vorgestellt werden soll, eine neue „Energie-zuerst“-Haltung zu verankern. Der Sicherheit der Versorgung mit fossilen Brennstoffen wird dabei größeres Gewicht beigemessen.

Schon jetzt nehmen die Importe aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko, Mittel- und Südamerika, Afrika und anderen Teilen Asiens zu. Der Ministerpräsident geht davon aus, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gänzlich vermieden werden kann.

Zum ersten Mal ist Rohöl aus den Vereinigten Staaten direkt in Japan eingetroffen: Cosmo Oil hat kürzlich 910.000 Barrel US-Rohöl in die Bucht von Tokio gebracht.

Japan Petroleum Exploration plant, seine Öl- und Gasförderung in den nächsten zehn Jahren zu vervierfachen – bis 180.000 Barrel Öläquivalent pro Tag bis 2035 –, gestützt durch Explorations- und Förderausgaben in Höhe von 7,3 Milliarden US-Dollar, wobei über 50 % dieser Mittel in US-amerikanische Anlagen fließen sollen.

Tokio weigert sich zudem, auf die Versorgung mit fossilen Brennstoffen zu verzichten, die zwar politisch heikel, strategisch jedoch wertvoll sind. Obwohl Japan ein Verbündeter der USA ist, bezeichnet der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie Ryosei Akazawa sogar russisches Rohöl als „äußerst wichtig“ für die Sicherheit Japans.

Es gibt einen Grund, warum Tokio Geld in die Beschaffung von Rohöl investiert: Öl ist in allem enthalten.

Japans riesige petrochemische Industrie, deren Rückgrat von Giganten wie Idemitsu Kosan, JXTG Nippon Oil & Energy und Mitsui Chemicals gebildet wird, verarbeitet Rohöl zu synthetischen Fasern, Düngemitteln, Harzen, Farben und elektronischen Bauteilen.

Diese Produkte bilden die weitgehend unsichtbare Grundlage der modernen Fertigung. Jedes Smartphone, jedes Armaturenbrett und jedes Solarmodul ist auf petrochemische Produkte angewiesen. Ohne sie würde Japans Exportmotor zum Stillstand kommen.

Stoffe, die von Befürwortern der Netto-Null-Emissionsziele stark verteufelt werden, kommen bei der Herstellung von Halbleitern, Schiffsbeschichtungen und Batterien für Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

Über seine Grenzen hinaus unterstützt Japan die Erschließung von Ölvorkommen im Rahmen der neuen Initiative „Partnership on Wide Energy and Resources Resilience (POWERR) Asia“.

Tokio hat 10 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, um die Rohölbeschaffung zu unterstützen, strategische Reserven aufzustocken und die Logistik für importabhängige Länder in ganz Südostasien zu stärken.

Der verstärkte Einsatz von Kohle (Bild) und die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken werden 40 % der japanischen LNG-Importe aus der Hormuz-Meerenge ausgleichen. Screenshot.

Kohle ist nicht vergessen

Japan nimmt ebenso wie sein Nachbar Südkorea Kohlekraftwerke wieder in Betrieb, die einst als Relikte einer umweltschädlicheren Ära verurteilt worden waren. Energiebehörden führten „außergewöhnliche Versorgungsunsicherheiten“ als Begründung dafür an, den gleichen Brennstoff zu nutzen, aus dem auszusteigen sie versprochen hatten.

Vertreter des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) erklärten, dass die Ausweitung des Kohlebetriebs eine Sofortlösung zur Einsparung von Erdgas darstelle.

Die Behörde wies darauf hin, dass die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) die Regierung dazu zwinge, Notfallpläne zu entwickeln.

Premierministerin Takaichi erklärte, dass eine verstärkte Nutzung von Kohle in Verbindung mit der Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken etwa 40 % der LNG-Importe ausgleichen würde, die Japan zuvor über die Straße von Hormus bezogen habe.

Allein durch die Erlaubnis, ältere Kohlekraftwerke ohne politische Hindernisse zu betreiben, rechnet das METI mit massiven Einsparungen von 500.000 Tonnen LNG im Laufe des Geschäftsjahres.

Japans Tausende von Fabriken, Chemiewerken und Rechenzentren können nicht wegen bewölkter oder windstiller Tage, die Solar- und Windenergie so unzuverlässig machen, den Betrieb unterbrechen, und die Abhängigkeit von Importen lässt keinen Spielraum für Experimente.

Insgesamt zeigen die Entscheidungen zugunsten der Nutzung von Öl, Gas und Kohle ein unerschütterliches Bekenntnis zu bewährten, zuverlässigen Energiequellen. Japan weigert sich, Sicherheit zugunsten der Klimadiplomatie zu opfern.

Das japanische Volk blickt auf eine lange Tradition der Widerstandsfähigkeit, technischer Brillanz und industrieller Meisterschaft zurück. Heute steht das Land fest gegen Klimadogmen, um seine industrielle Zukunft mit den Kohlenwasserstoffen zu sichern, die seine Größe überhaupt erst begründet haben.

Mehr: CO2 Coalition

Link: https://climatechangedispatch.com/japan-ditches-climate-pledges-fossil-fuel-security/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nach acht Jahren verschwinden Marylands Klimaklagen still und leise in der Versenkung

Mandi Risko

Marylands oberstes Gericht wies die Klimaklagen ab, und das Schweigen lässt vermuten, dass die Aktivisten wissen, dass sie verloren haben.

Im Jahr 2018 lobten Klimaaktivisten die Klage von Baltimore gegen Energieunternehmen als „den nächsten Schritt in einer wachsenden Welle“ von Klimahaftungsklagen. Acht Jahre später ist diese Welle in Maryland gebrochen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]

Die übliche 90-Tage-Frist, um beim Obersten Gerichtshof der USA eine Überprüfung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Maryland vom 24. März zu beantragen, ist ohne großes Aufsehen abgelaufen, so dass die Abweisungen der Klimaklagen von Baltimore, Annapolis und Anne Arundel County rechtskräftig sind.

Für die Kampagne der Klimaklagen ist dieses Schweigen vielsagend.

Diese Klagen wurden einst als Teil einer koordinierten rechtlichen Strategie beworben, mit der Energieunternehmen über lokale Gerichtshöfe dazu gezwungen werden sollten, für den globalen Klimawandel aufzukommen.

Stattdessen fügte das oberste Gericht von Maryland der Kampagne eine ihrer bislang deutlichsten Niederlagen zu – indem es die Klagen von A bis Z in vollem Umfang abwies.

Ein großes Problem für die nationale Kampagne

Die endgültige Niederlage in Maryland kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt.

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat zugestimmt, eine Berufung gegen die Weigerung des Obersten Gerichtshofs von Colorado zu verhandeln, die Klimaklage der Stadt Boulder abzuweisen. Bei der Zulassung der Berufung forderte das Gericht die Parteien zudem auf, darzulegen, ob es in dieser Phase des Rechtsstreits für die Überprüfung des Urteils zuständig ist.

Die nun rechtskräftige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Maryland beantwortet diese Frage.

In der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Maryland haben die Richter ausdrücklich begründet, warum: Sie wollten dem Obersten Gerichtshof der USA „die Vorteile einer Analyse durch ein oberstes Gericht bieten, die sich von der unserer Kollegen an den obersten Gerichten von Colorado und Hawaii unterscheidet“.

Dadurch entstand eine klare Spaltung zwischen dem Obersten Gerichtshof von Maryland und den Obersten Gerichtshöfen der Bundesstaaten Colorado und Hawaii, die gegen die Unternehmen entschieden hatten.

Nun ist der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten eindeutig für die Überprüfung des Urteils des Obersten Gerichtshofs von Colorado zuständig und hat die Möglichkeit, der landesweiten „Lawfare“-Kampagne gegen die US-Energieindustrie ein Ende zu setzen.

Es zeichnete sich schon seit Längerem ab

Die Gesetzgeber in Maryland haben schon seit Langem erkannt, dass diese Klimaklagen rechtlich nicht stichhaltig sind. In Anbetracht dessen änderten sie ihren Kurs und schlossen sich New York und Vermont an, um die von Rockefeller finanzierten „Klima-Superfonds“-Initiativen voranzutreiben, bei denen Energieunternehmen rückwirkend für die Kosten von Klimaanpassungsprojekten zur Kasse gebeten werden.

Doch selbst diese Superfonds-Bemühungen in Maryland stießen auf Hindernisse. Marylands eigener Gesetzentwurf zum Klima-Superfund wurde angesichts parteiübergreifender Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Erschwinglichkeit von Energie auf eine Studie heruntergestuft.

Gouverneur Wes Moore lehnte zunächst sogar die abgeschwächte Fassung ab und weigerte sich aus Haushaltsgründen, den Gesetzentwurf zu unterzeichnen. Später änderte er seine Haltung und unterstützte die Studie, nachdem klar wurde, dass der Landtag bereit war, sein Veto zu überstimmen.

Dieser Kurswechsel offenbart das grundlegende Problem.

Wenn Aktivisten die Gerichte nicht dazu bewegen können, eine umfassende Klimahaftung auf der Grundlage von Klagen wegen Belästigung, Hausfriedensbruch und unterlassener Warnung durchzusetzen, werden sie versuchen, die Gesetzgeber dazu zu bewegen, die gleichen Kosten unter einem anderen Namen aufzuerlegen.

Maryland zeigt jedoch, dass beide Wege mit erheblichen rechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Bedenken verbunden sind.

Unter dem Strich

Trotz der Versprechungen von Aktivisten haben sich die Klimaklagen aus Maryland still und leise in die wachsende Liste der gescheiterten Versuche eingereiht, die US-Energiebranche in den Bankrott zu treiben.

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs von Maryland kam zudem zum perfekten Zeitpunkt, da sich der Oberste Gerichtshof der USA darauf vorbereitet, die Argumente in einer ähnlichen Klimaklage aus Boulder anzuhören.

Mehr bei EID Climate

Link: https://climatechangedispatch.com/maryland-climate-lawsuits-quiet-death/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Befürworter von Netto-Null-Energie setzen ihre Hoffnungen auf Batterien, um die schwankende Wind- und Solarenergie auszugleichen, doch die Preise sind astronomisch.

Climate Change Dispatch, Kevin Killough

Befürworter erneuerbarer Energien behaupten oft, dass das Problem der intermittierenden Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie durch Batteriespeicher gelöst werden könne. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt]

In einem Meinungsbeitrag vom Freitag beispielsweise lobte ein Reuters-Kolumnist Batterien in höchsten Tönen als die Technologie, die zu „Netto-Null“ führen würde – also dazu, dass die verbrauchte Energiemenge durch die erzeugte Menge an erneuerbarer Energie ausgeglichen wird .

„In kaum mehr als drei Jahrzehnten haben sich Batterien von einem Nebenaspekt in Energiesystemen zu einer der prägenden Technologien des Übergangs weg von fossilen Brennstoffen entwickelt“,  schrieb Gavin Maguire, Kolumnist von Global Energy Transition .

Maguire erwähnt weder die Tatsache, dass die Welt den Verbrauch fossiler Brennstoffe exponentiell gesteigert hat – ein jahrzehntelanger Trend, der sich nicht umkehren lässt – noch erwähnt er, dass die in Batterien gespeicherte Energiemenge in Minuten gemessen wird.

Forscher des National Center for Energy Analytics wollten herausfinden, ob es möglich ist, das Stromnetz mit Wind-, Solar- und Batterieenergie zu versorgen.

Ihr am Donnerstag veröffentlichter Bericht lässt erhebliche Zweifel an dem Versprechen der Befürworter erneuerbarer Energien aufkommen, dass Batterien die Probleme der Unbeständigkeit von Wind- und Solarenergie lösen können.

„Diese Studie zeigt, dass eine Wind-Solar-Batterie-Strategie zur Deckung des Strombedarfs physikalisch unmöglich, zu kostspielig und angesichts der Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen nicht zu rechtfertigen ist“, so das Fazit des Berichts.

Enorme Kosten

Jonathan Lesser, Senior Fellow beim NCEA, und Mitch Rolling, Forschungsdirektor bei Always On Energy Research, nutzten das PJM Interconnection System , den größten Netzbetreiber des Landes, um die Kosten und die Machbarkeit eines Systems zu bewerten, das mit Wind-, Solar- und Batterieenergie betrieben wird.

  • Der Betreiber versorgt 67 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten und dem District of Columbia mit Strom.
  • Die Stromkunden würden über 20 Jahre 4 Billionen Dollar für ein klimaneutrales Stromnetz mit Batteriespeicher zahlen. Screenshot.

Die Forscher untersuchten drei verschiedene Szenarien.

  1. Eine Studie bewertete das PJM-Stromnetz, das mit Windkraft, Solarenergie, Batteriespeichern und bestehenden Kernkraftwerken betrieben werden könnte. In diesem Szenario würde die gesamte Kohle- und Erdgasverstromung eingestellt.
  2. Im zweiten Szenario werden Batterien zusammen mit neuen und bestehenden gasbetriebenen Generatoren sowie neuen Kernkraftwerken eingesetzt.
  3. Im letzten Szenario wird ein Batteriespeicher eingesetzt, um gasbetriebene Generatoren während der Spitzenlastzeiten zu ersetzen.

Um die Schwankungen der Wind- und Solarenergie im Szenario mit ausschließlich erneuerbaren Energien auszugleichen , müsste PJM laut der Analyse bis 2045 etwa das Zehnfache der gesamten Erzeugungskapazität hinzufügen, die im Szenario mit Erdgas und Kernenergie erforderlich wäre.

Diese zusätzlichen Kapazitäten würden nicht nur den täglichen und saisonalen Schwankungen von Angebot und Nachfrage gerecht werden, sondern auch Tage mit wenig bis gar keinem Wind oder Sonnenschein berücksichtigen .

Die Studie ergab außerdem, dass die von PJM versorgten Stromkunden in den nächsten 20 Jahren 4 Billionen Dollar aufbringen müssten , um dieses ideale Netto-Null-Stromnetz ohne neue Kernkraftwerke zu finanzieren.

Diese Zahl berücksichtigt die Einsparungen bei fossilen Brennstoffen.

Geringes Nutzen-Kosten-Verhältnis

Die Autoren weisen darauf hin, dass der Grundgedanke eines solchen Netzes darin besteht, dass es die zur globalen Erwärmung beitragenden Kohlenstoffemissionen reduziert. Die Studie schätzt die jährlichen Kosten vermiedener Emissionen auf 771 US-Dollar pro Tonne.

Aktuelle Schätzungen der sozialen Kosten von Kohlenstoff – der wirtschaftlichen Schäden, die durch die Emission von Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre verursacht werden – reichen von 180 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2025 bis 320 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2045.

Selbst im Hinblick auf die Emissionsreduzierung ist das Szenario, das ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert, teurer als der Nutzen, der dadurch entsteht, kommen die Forscher zu dem Schluss.

In den beiden anderen Szenarien sind die Kosten für die Gebührenzahler immer noch recht hoch.

Im Szenario mit Erdgas und Kernenergie müssten die Kunden von PJM in den nächsten 20 Jahren 668 Milliarden Dollar zahlen; im Szenario mit Batteriespeichern, die die gasbetriebenen Generatoren während der Spitzenlast ersetzen würden, müssten die Kunden von PJM in 20 Jahren 768 Milliarden Dollar zahlen.

Lesen Sie den Rest bei Just The News.

https://climatechangedispatch.com/wind-solar-battery-costs/

 




Neues von den Städtischen Wärmeinseln: Diese – und nicht der Klimawandel – treiben die Temperatur in Städten aufwärts

H. Sterling Burnett

Ein Artikel im Magazin „Governing“ macht den Klimawandel für die Hitze verantwortlich – übersieht dabei jedoch den tatsächlichen Auslöser.

„Governing“, eine seit fast 40 Jahren erscheinende Publikation, die sich auf die Information von politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Kommunalebene konzentriert, veröffentlichte einen Artikel, in dem der Klimawandel für die Zunahme extremer Hitze verantwortlich gemacht wird und in dem Maßnahmen für Stadtverwaltungen zur Bekämpfung der Hitze aufgezeigt werden. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]

Die Empfehlungen zur Minderung der Hitzebelastung der Menschen und zur Begrenzung von Schäden sind durchaus gut, doch der ungerechtfertigte Ausflug in die falsche Klimazuschreibung lenkt vom wertvollen Teil des Artikels ab.

Der Klimawandel verursacht nicht mehr Tage mit extremer Hitze, sondern die Ausweitung der städtischen Bebauung und der damit verbundene städtische Wärmeinseleffekt (UHI) lassen die Nachttemperaturen steigen und verursachen in einigen Fällen Probleme für ältere Menschen, Obdachlose und gefährdete Bevölkerungsgruppen mit Vorerkrankungen.

In dem Artikel „A Toolkit for Surviving Extreme Heat“ in der Zeitschrift „Governing“ schreibt der Autor Carl Smith: „Gefährliche Hitze breitet sich in mehr Teilen des Landes aus als je zuvor.“

„Extreme Hitze … fordert mehr Todesopfer unter den Amerikanern als jedes andere Wetterereignis – mehr als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen“, fährt Smith fort. „Sehr heiße Tage gehören in allen Bundesstaaten des Landes zum Alltag, doch in den letzten Jahren gab es immer mehr davon.“

Fast jeder Satz, den Smith in seinen einleitenden Absätzen geschrieben hat, ist falsch.

Reale von verschiedenen US-Behörden erfasste Daten zeigen, dass extreme Hitze in den letzten Jahren weder häufiger noch intensiver geworden ist (siehe Grafik unten). In „Climate at a Glance: U.S. Heatwaves“ wird das näher ausgeführt:

• Die Daten zeigen, dass Hitzewellen deutlich seltener und weniger heftig waren als in den 1930er Jahren.

• Die höchsten jemals gemessenen Temperaturen in den meisten Bundesstaaten wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichnet.

• Das genaueste landesweite Netz von Wetterstationen, eingerichtet im Jahre 2005 zeigt, dass es in den Vereinigten Staaten zumindest seit 2005 keinen anhaltenden Anstieg der täglichen Höchsttemperaturen gibt.

Abbildung 1. Die jährliche durchschnittliche Anzahl der Tage mit Tageshöchsttemperaturen von ≥35°, ≥38° und ≥40° an jeweils 828 NOAA-USHCN-Stationen, für die zwischen 1895 und 2023 tägliche Temperaturmessungen über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren vorliegen. Grafik von Chris Martz; Daten NOAA. [Temperaturstufen oben im Text umgerechnet vom Übersetzer]

Die Durchschnittstemperaturen in den USA sind leicht gestiegen, was auf höhere nächtliche Durchschnittstemperaturen zurückzuführen ist infolge des durch den städtischen Wärmeinseleffektes in wachsenden Städten und Vororten. Die Zahl der extrem heißen Tage nimmt nicht zu, ebenso wenig wie die Temperaturen an diesen Tagen.

Smiths Behauptung, dass „extreme Hitze … mehr Amerikaner tötet als jedes andere Wetterereignis – mehr als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen“, ist teilweise richtig, im Wesentlichen jedoch falsch.

Zwar sind hohe Temperaturen jedes Jahr für mehr vorzeitige Todesfälle verantwortlich als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen, doch liegt die Zahl der hitzebedingten Todesfälle nach wie vor weit unter der Zahl der Menschen, die in den Vereinigten Staaten und weltweit jedes Jahr durch extreme Kälte ums Leben kommen.

Untersuchungen belegen, dass kaltes Wetter jedes Jahr mehr Menschen tötet – je nach Studie 10- bis 17-mal mehr – als hohe Temperaturen (siehe die folgende Tabelle).


Kurz gesagt: Da die Temperaturen nicht extremer werden, kann der Klimawandel nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass „gefährliche Hitze … mehr Teile des Landes als je zuvor heimsucht“.

Trotz der grundlegenden Mängel bei der Zuordnung von extremer Hitze und hitzebedingten Todesfällen zum Klimawandel hat der Artikel doch einige positive Aspekte: vor allem die Empfehlungen, die er auf der Grundlage der Ratschläge der Federation of American Scientists (FAS) gibt.

Die FAS empfiehlt beispielsweise, eine Klimaanlage in Schulbussen vorzuschreiben und Kühlmaßnahmen zu verlangen, wenn bestimmte Schwellenwerte für die Innentemperatur überschritten werden, sowie für Kinderbetreuungseinrichtungen – und ich würde Pflegeheime und Rehabilitationseinrichtungen hinzufügen – Normen für die Innentemperatur und eine funktionsfähige, zugelassene Klimaanlage vorzuschreiben.

Die FAS empfiehlt den Städten außerdem, Kühlzentren zu betreiben, Gesundheitschecks durchzuführen und sicherzustellen, dass kritische Infrastrukturen wie Wasser-, Energie- und Verkehrseinrichtungen während Hitzewellen betriebsbereit sind.

Die Öffnung geeigneter öffentlicher Einrichtungen während Hitzeperioden, um Obdachlose, ältere Menschen, mittellose Personen und Menschen, die aufgrund vorbestehender Erkrankungen besonders anfällig für Hitzestress sind, mit Flüssigkeit zu versorgen, kann einen Teil der Schäden durch extreme Hitze mindern.


Einige Städte bemühen sich darum, mehr Unterkünfte für Obdachlose zu schaffen, was – sofern die neuen Unterkünfte klimatisiert sind – wesentlich dazu beitragen würde, die Zahl der hitzebedingten Todesfälle zu senken.

Der Punkt ist, dass extreme Hitze eine Tatsache des Lebens ist und immer war und dass sie vorzeitige Todesfälle verursacht und immer verursachen wird; der Klimawandel hat an dieser Tatsache nichts geändert.

Es gibt jedoch mittlerweile Möglichkeiten, die tägliche Belastung durch extreme Hitze zu minimieren und ihre Auswirkungen abzumildern, wobei Klimaanlagen und der öffentliche Zugang zu Trinkwasser die wichtigsten sind.

Auf Letzteres hätte sich „Governing“ beschränken sollen. Hätte das Magazin dies getan, hätten sich die Leser nicht erst durch falsche Klima-Narrative kämpfen müssen, bevor sie zum Abschnitt mit den „Empfehlungen“ des Artikels gelangten – was Letztere glaubwürdiger gemacht und die Wahrscheinlichkeit erhöht hätte, dass vielbeschäftigte Menschen den Artikel vollständig lesen.

Mehr bei Climate Realism

Link: https://climatechangedispatch.com/urban-heat-island-climate-change-city-temps/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Treibhausgas Zertifikate – und die Abzocke der Verbraucher für CO2-Emissionen

Einleitung durch den Übersetzer:

Dieser Originalbeitrag über die Verhältnisse in den USA ist etwa doppelt so lang, wie die hier von mir gekürzte Version. Ich hoffe, ich habe unseren Lesern die wesentlichen Bestandteile trotzdem behalten.

Ich habe dann die aktuellen Informationen zum Zertifikate Handel in Deutschland für Sie recherchiert – Kurzfassung: Doppelt so teuer und noch kein Ende.  – unten angehängt


WuWT, Roger Caiazza

In den letzten Monaten habe ich hier mehrere Artikel veröffentlicht, in denen ich meine Bedenken hinsichtlich des jüngsten starken Anstiegs der Preise für Emissionszertifikate im Rahmen der Regionalen Treibhausgasinitiative (RGGI) seit der Ankündigung des Wiedereintritts Virginias in das Programm darlege. Ich habe argumentiert, dass

  • die RGGI-Zertifikatskosten eine regressive und intransparente Stromsteuer darstellen,
  • die Rechnungen erhöht,
  • das Stromnetz belastet
  • nicht die von Befürwortern versprochenen nachhaltigen Klima- oder Bezahlbarkeitsvorteile

Die Argumente der RGGI- Regional Greenhouse Gas Initiative Befürworter spiegeln eine einnahmenorientierte Denkweise wider, die steigende Auktionserlöse als „große Chance“ zur Ausweitung staatlicher Klima- und Förderprogramme betrachtet. In Zeiten, in denen die Bezahlbarkeit von Energie ein wichtiges Thema ist, ist es unangemessen, die Verbraucherkosten nicht zu schützen. Ein kürzlich erschienener Artikel in E&E News verdeutlicht diese Denkweise: Höhere Ausgaben für die Ziele der RGGI seien wichtiger als niedrige Stromkosten für die Verbraucher.

Hintergrund

RGGI ist ein marktorientiertes Programm zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Energiesektor. Es ist ein Kooperationsprojekt mehrer Bundesstaaten.

Laut der Programmbeschreibung von RGGI geben die Bundesstaaten CO₂-Zertifikate aus, … Die Erlöse werden anschließend in strategische Energie- und Verbraucherprogramme reinvestiert. …, saubere und erneuerbare Energien, … Hinzu kommen nicht berücksichtigte Verwaltungskosten, die die Vorteile von Rabattprogrammen sogar noch schmälern.

Zusätzlich zu den neun Artikeln über RGGI, die ich hier veröffentlicht habe, … zeigt meine Arbeit, … dass die meisten beobachteten Reduktionen auf den wirtschaftlichen Wechsel von Kohle und Öl zu Erdgas zurückzuführen sind. Emissionsreduktionen durch RGGI-Investitionen machen lediglich 8,7 % der beobachteten Reduktionen aus. Der jüngste Bericht über die Verwendung der RGGI-Einnahmen stellt fest, dass die RGGI-Auktionen über 4 Milliarden US-Dollar eingebracht haben und die Investitionen die jährlichen Emissionen um etwas mehr als 5 Milliarden Tonnen reduziert haben. Das entspricht einer CO₂-Kosteneffizienz von 800 US-Dollar pro Tonne. Bei diesem Wert reicht die aufgebrachte Summe bei Weitem nicht aus, um die RGGI-Emissionen gemäß den Anforderungen der dritten Programmüberprüfung zu reduzieren.  …

Klimageld oder versteckte Verbrauchersteuer?

Der Artikel in E&E argumentiert, dass die stark gestiegenen RGGI-Preise eine große Chance darstellen, da Auktionen nun Milliarden mehr einbringen, die die Bundesstaaten in Klimaprogramme und Steuerrückerstattungen investieren können, …

Meine Arbeit zeigt eine andere Realität. Höhere Strompreise sind kein geschenktes Geld; sie entstehen, weil Stromerzeuger mehr für die Produktion aufwenden und diese Kosten über die Großhandelsmärkte decken müssen. Was wie ein unerwarteter Geldsegen für die Staatshaushalte aussieht, ist in Wirklichkeit eine versteckte, regressive Steuer, die sich in höheren Rohstoffpreisen auf den Verbraucherrechnungen niederschlägt. Die entscheidende Frage ist, ob die versprochene geringe Gutschrift auf der Stromrechnung oder andere geplante Förderprogramme die unmittelbaren Mehrkosten für den einzelnen Kunden ausgleichen.

Was Rekordpreise wirklich bedeuten

Die jüngsten RGGI-Auktionen endeten bei etwa 35 Dollar pro Tonne – ein Rekordpreis, der durch steigende Kosten, den Wiedereintritt Virginias und Engpässe beim Ausbau erneuerbarer Energien getrieben wurde, nicht durch eine geordnete Dekarbonisierung. Bei den derzeitigen Emissionsmengen handelt es sich dabei nicht um eine marginale Anpassung, sondern um eine erhebliche Kostenverlagerung auf die Stromkunden. Darüber hinaus liegt der Preis auf dem Sekundärmarkt für RGGI-Zertifikate über 35 Dollar pro Tonne, sodass die künftigen Kosten sogar noch höher ausfallen werden als hier dargestellt.

Laut meiner Analyse für New York belaufen sich die direkten Zertifikatskäufe in New York derzeit auf etwa 0,7 bis 1,1 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Gesamtauswirkungen auf die Stromkunden – unter Berücksichtigung der gestiegenen Großhandelspreise – dürften sich auf 1,8 bis 3,2 Milliarden US-Dollar belaufen. …

E&E berücksichtigt lediglich die Auktionserlöse des ersten Halbjahres in den RGGI-Staaten in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar und bezeichnet diese als Klimagelder.  …

Erlös im Vergleich zu den Gesamtkosten

Das Kernproblem der Diskussion um „Klimagelder“ liegt in der Fixierung auf die Einnahmen unter Vernachlässigung der gesamten Systemkosten. Jedes Zertifikat, das ein Energieerzeuger erwirbt, erhöht den Preis auf den Energiemärkten. Da die Marktpreise pro Grenzkosteneinheit festgelegt werden, fließen diese CO₂-Kosten in den Abrechnungspreis ein und werden bei nahezu jeder verkauften Megawattstunde (MWh) vereinnahmt – auch bei emissionsfreien Anlagen, die keine Zertifikate erwerben, aber dennoch höhere Preise fordern.

… die Stromkunden tragen die gesamten Kosten, und nur ein Bruchteil davon kommt ihnen über Programme oder Gutschriften zurück. Der Rest verbleibt bei emissionsfreien Erzeugern oder wird für Verwaltung und bevorzugte Initiativen ausgegeben. Es gibt keine transparente Kostenaufstellung, die die Einnahmen den Gesamtkosten gegenüberstellt und die Nettoauswirkungen auf die Haushalte erklärt.

Die Behauptung der „Bezahlbarkeitsstrategie“

Um der politischen Kritik an den steigenden Stromrechnungen entgegenzuwirken, preist der Artikel die durch RGGI finanzierten Rabatte als „Strategie zur Senkung der Bezahlbarkeit“ an. … Befürworter argumentieren unter Berufung auf Modellrechnungen von Resources for the Future, dass höhere Preise letztendlich die Stromkosten der Haushalte senken können.

Das klingt verlockend, ist aber irreführend. In Virginia erhöhte RGGI die Stromrechnung eines durchschnittlichen Kunden zuvor um etwa 4 US-Dollar pro Monat; bei höheren Preisen belaufen sich die voraussichtlichen Kosten auf 10–13 US-Dollar pro Monat. …

Regressive und undurchsichtige Inzidenz

Der E&E-Artikel geht kaum darauf ein, wer zahlt und wer profitiert. Da die RGGI-Kosten über die Großhandelsabrechnung abgewickelt und nicht einzeln auf den Rechnungen ausgewiesen werden, sehen die Kunden einfach höhere Preise ohne klare Erklärung. Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für Strom ausgeben und weniger Anpassungsmöglichkeiten haben, zahlen mehr, erhalten aber keine Garantie auf eine proportionale Entlastung. …

Sind Effizienzgewinne ausreichend?

Ich habe die RGGI- Erlösberichte und die Behauptungen des Acadia Centers geprüft , wonach Milliardeninvestitionen noch höhere Einsparungen über die gesamte Laufzeit der Stromrechnungen erzielt haben sollen, als der E&E-Bericht ohne Skepsis akzeptiert. Effizienzprogramme und ähnliche Projekte, die durch RGGI finanziert werden, bringen zwar Vorteile, doch diese Schätzungen basieren auf Modellrechnungen, erstrecken sich über viele Jahre und stützen sich größtenteils auf Zeiträume mit deutlich niedrigeren Zertifikatspreisen und anderen Systembedingungen. Es ist außerdem wichtig anzumerken, dass die RGGI-Investitionen meiner Ansicht nach nicht kosteneffektiv sind (Tabelle 1).

Tabelle 1: Zusammenfassung der jüngsten RGGI- Kategorieinvestitionen und vermiedenen Emissionen der letzten 7 Jahre

Vergleicht man diese langfristigen, modellierten Einsparungen mit den realen, kurzfristigen jährlichen Kosten in Milliardenhöhe, die sich aus einem Preis von 35 US-Dollar pro Tonne angesichts steigender Nachfrage und stagnierender erneuerbarer Energien ergeben, ist die Kompensation deutlich weniger überzeugend. Befürworter nutzen eine unkritische Bewertung der historischen Entwicklung unter weniger angespannten Bedingungen, um die heutige, wesentlich höhere Steuerbelastung zu rechtfertigen. Das ist keine tragfähige Grundlage, um RGGI als Erfolg im Bereich der Bezahlbarkeit zu bezeichnen.

Verlagerung, Effektivität und Zuverlässigkeit

Der Artikel erwähnt kurz die Bedenken New Jerseys hinsichtlich der Emissionsverlagerung – also der Annahme, dass RGGI Emissionen eher verlagert als reduziert – … und legen nahe, dass RGGI möglicherweise nicht wie beabsichtigt funktioniert und die Netto-CO₂-Emissionen sogar erhöhen könnte, während gleichzeitig den Verbrauchern Milliarden  verloren gehen, sobald grenzüberschreitende Stromflüsse und Marktinteraktionen vollständig berücksichtigt werden. … Gleichzeitig sieht die aktualisierte Obergrenze jährliche Kürzungen der Zertifikate um mehr als 10 % des Budgets von 2025 zwischen 2027 und 2033 vor – … Der Strombedarf steigt; erneuerbare Energien stoßen auf Engpässe auf Bundes- und Landesebene; bedarfsgerechte thermische Kraftwerke bleiben unerlässlich. Rekordpreise sind in diesem Kontext sowohl ein Warnsignal für die Netzstabilität als auch ein Problem der Bezahlbarkeit. Der Artikel behandelt RGGI jedoch hauptsächlich als fiskalisches Instrument, ohne sich mit den Wechselwirkungen mit der Netzphysik und dem Kapazitätsbedarf auseinanderzusetzen. Höhere Zertifikatspreise, höhere Importe aus Nicht-RGGI-Staaten, höhere CO₂-Emissionen, Bedenken der Verbraucher hinsichtlich der Bezahlbarkeit und potenzielle Probleme der Netzstabilität sind die Folgen der aktuellen RGGI-Auslegung.

Zeit für RGGI-Änderungen

…  RGGI erweist sich als zunehmend unpräzise, ​​kostspielig und intransparent, um Klima- und Bezahlbarkeitsziele zu erreichen.

Wenn Staaten wirklich beides am Herzen liegt, sollten sie:

  • Auf transparente Finanzierungsmechanismen setzen, anstatt Kosten in den Großhandelspreisen zu verstecken.
  • Jeder CO2-Preis sollte an realistischen Emissionspfaden und Zuverlässigkeitsanforderungen ausgerichtet sein.
  • Schaffen Sie wirksame Schutzmechanismen gegen Emissionsverluste und messen Sie die Nettoemissionsergebnisse ehrlich.
  • Die gesamten RGGI-Kosten sollten explizit mit den Einnahmen verglichen werden, und es sollte eine Verpflichtung eingegangen werden, einen definierten Anteil der Nettokosten auf vorhersehbare Weise an die Gebührenzahler zurückzuzahlen.

… Ich bin der Ansicht, dass angesichts der Bedenken hinsichtlich der Bezahlbarkeit von Energie in den RGGI-Staaten und der mangelhaften Leistung dieses Emissionsreduktionsprogramms RGGI ausgesetzt, wenn nicht gar ganz aufgehoben werden sollte.

Roger Caiazza bloggt auf Pragmatic Environmentalist of New York über Energie- und Umweltthemen in New York . Die komplexen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen des RGGI-Programms machen es Betroffenen oft schwer, sich zu den grundlegenden Problemen des Programms zu äußern. Er ist seit Beginn des Programms in den RGGI-Prozess eingebunden und unterliegt daher keinerlei Einschränkungen bei der Beschreibung der Details . Seine Beiträge spiegeln seine persönliche Meinung wider und nicht die seiner früheren Arbeitgeber oder anderer Unternehmen, mit denen er verbunden war.

https://wattsupwiththat.com/2026/07/15/rggi-cheerleaders-and-the-consumer-carbon-cash-grab/

 

Deutschland

(Zusammengestellt mit Hilfe von Google KI)

In Deutschland hängt der CO2-Preis stark vom jeweiligen System ab. Im nationalen Emissionshandel (nEHS) für Wärme und Verkehr gilt 2026 ein gesetzlicher Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Im europäischen Emissionshandel (EU-ETS 1) für Industrie und Energiewirtschaft liegt der Preis an der Börse aktuell bei 75 bis 90 Euro pro Tonne.

Der CO2-Preis wird in verschiedene Kategorien und Systeme unterteilt:

  1. Nationaler Emissionshandel (nEHS für Gebäude & Verkehr)

Für Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas gilt ein schrittweise ansteigender Festpreis, der seit 2026 in Auktionen versteigert wird.

  • Preisrahmen 2026: Der CO2-Preis liegt zwischen 55 Euro und 65 Euro. [1]
  • Preisaufschläge an der Zapfsäule/Heizung (gegenüber dem Vorjahr):
  • Benzin: ca. +2,8 bis +3,7 ct/Liter
  • Diesel & Heizöl: ca. +3,2 bis +4,1 ct/Liter
  • Erdgas: ca. +0,22 bis +0,28 ct/kWh

Ausblick: Ab 2027 wird der nationale Markt voraussichtlich in den neuen europäischen Handel (EU-ETS 2) integriert, wodurch die Preise Angebot und Nachfrage überlassen werden und Prognosen zufolge deutlich ansteigen könnten.

https://www.zew.de/das-zew/aktuelles/die-meisten-sind-auf-diese-preise-nicht-vorbereitet

  1. Europäischer Emissionshandel (EU-ETS für Industrie & Energie)

Große Industrieunternehmen und Kraftwerke müssen für jede Tonne ausgestoßenes CO2 sogenannte EU-ETS-Zertifikate abgeben. Diese werden an der Börse gehandelt.

  • Aktueller Preis: Die Preise schwankten zuletzt zwischen 75 Euro und 90 Euro pro Tonne.
  • Genaue aktuelle Kursdaten und Realtime-Charts finden Sie beim Börsenportal der Deutschen Börse.
  1. Freiwilliger Kompensationsmarkt

Unternehmen, die ihre Emissionen freiwillig ausgleichen möchten, erwerben Zertifikate von Klimaschutzprojekten. Die Preise variieren hier extrem je nach Art des Zertifikats (z.B. günstige Emissionsvermeidung vs. teure technische CO2-Entnahme).

  • Preise: Die Spanne reicht von 15 Euro bis über 1.000 Euro pro Tonne.
  • Lokale oder dauerhafte Speicherungszertifikate aus Deutschland (z.B. aus der Moorrenaturierung oder Pflanzenkohle) werden hier oft mit einem deutlichen Aufpreis gehandelt.

https://www.senken.io/de/academy/verstandnis-des-co2-kompensationsmarktes/co2-zertifikate-preise

Ausführliche Erklärungen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen, Versteigerungsterminen und genauen Aufschlägen bietet das offizielle Portal der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt).

Zum Abschluss:

Interview WiWo:

Herr Professor Wambach, 2025 steigt der CO2-Preis für Wärme und Verkehr von aktuell 45 Euro pro Tonne auf 55 Euro. Ab 2027 soll dann der europäische Zertifikatehandel greifen und der CO2-Preis wird frei gehandelt. Sie erwarten einen Anstieg auf bis zu 200 Euro pro Tonne. Was bedeutet das konkret für Verbraucher?

Das wären für einen Liter Benzin rund 60 Cent mehr. Ein Vier-Personen-Haushalt, der noch mit Gas heizt, müsste mit rund 1000 Euro höheren Heizkosten pro Jahr rechnen.

Ist die Entwicklung hin zu höheren CO2-Preisen unumkehrbar?

Eigentlich schon. Selbst eine neue Bundesregierung könnte das nicht ändern. Dafür bedürfte es einer Änderung der europäischen Gesetzgebung.

https://www.zew.de/das-zew/aktuelles/die-meisten-sind-auf-diese-preise-nicht-vorbereitet




Die dunkle grüne Lobby, über die niemand spricht

Marcel Crok

Es gibt in Europa eine äußerst einflussreiche Lobbygruppe mit Sitz in Den Haag, von der Sie noch nie gehört haben: die European Climate Foundation. Mit einem Jahresbudget von mehreren hundert Millionen Euro, finanziert von amerikanischen Milliardären, setzt sie sich erfolgreich für Klimaneutralität in Europa ein. Dennoch hüllen sich die Medien in ohrenbetäubendes Schweigen, wenn es um diese Gruppe geht.

Als Direktor der Clintel Foundation werde ich wöchentlich in den sozialen Medien mit Vorwürfen bezüglich unserer Finanzierung bombardiert. Wir würden angeblich von der Ölindustrie bezahlt, um Falschinformationen zum Thema Klima zu verbreiten. Diese Darstellung wurde der Welt kurz nach der Gründung von Clintel im Jahr 2019 geschickt verkauft – von den Rechercheteams von „Follow The Money“ und der Fernsehsendung „Pointer“, die uns zudem zwei Folgen widmeten, weil wir ihrer Meinung nach trotz unserer kurzen Geschichte „so einflussreich“ seien. Googeln Sie einfach „Follow The Money Clintel Guus Berkhout Shell“, und das ist das KI-Ergebnis:

Eine Untersuchung von Follow the Money“ und Pointer hat eine finanzielle „Ölspur“ aufgedeckt, die von der fossilen Brennstoffindustrie zu Guus Berkhouts klimaskeptischer Plattform „Clintel“ führt. Berkhout erhielt Millionen von Dutzenden Ölkonzernen, darunter Shell, für sein „Delphi Consortium“, von denen ein Teil zur Finanzierung klimaskeptischer Aktivitäten verwendet wurde.

Eine „finanzielle Ölspur“ – das muss man den Journalisten von Pointer und FTM lassen: Sie verstehen es, Sprache wirkungsvoll einzusetzen, um das „richtige“ Bild zu beschwören. In ihrer zweiten Sendung im Jahr 2022 behauptete Pointer unbekümmert, Clintel werde von der Ölindustrie finanziert. Ich hatte die Lügen von Pointer satt und reichte mit einem minimalen Budget eine Klage gegen Pointer ein, die (mit öffentlichen Mitteln) von zwei Anwälten aus dem Amsterdamer Geschäftsviertel Zuidas verteidigt wurde. Der Richter wies Pointer in diesem Punkt zwar zurecht, doch Clintel verlor den Prozess dennoch, da der Richter entschied, dass unsere vorgeschlagene Richtigstellung unzureichend sei. Für viele Menschen macht das jedoch keinen Unterschied; „von der Ölindustrie finanziert“ bleibt der einfachste Weg, uns beiseite zu schieben.

Die European Climate Foundation

Das Gesamtbudget von Clintel schwankte in den letzten Jahren zwischen 200 und 250.000 pro Jahr. Es stammt fast ausschließlich von privaten Spendern. In der Welt des Fundraisings sind das keine Summen, die jemanden aufhorchen lassen würden. Selbst wenn die Ölindustrie uns finanzieren würde (was sie nicht tut), würde sie dafür nur sehr wenig ausgeben. In den Niederlanden verfügt allein Milieudefensie über ein Jahresbudget von rund 30 Millionen Euro, von denen fast 3 Millionen Euro direkt von der Regierung stammen.

Heute möchte ich jedoch über eine andere Organisation sprechen, die European Climate Foundation (ECF), die 2008 in Den Haag gegründet wurde und dort ihren Sitz hat. Fragt man zehn zufällige Passanten auf der Straße, ob sie diese Organisation kennen, lautet die Antwort fast immer „nein“. Genau das ist die Absicht. Diese Organisation dient als Vermittler für Lobbygelder, die hauptsächlich von amerikanischen Philanthropen stammen. Wie viel Geld? Eine ganze Menge! Laut ihrer eigenen Steuererklärung im Rahmen ihres ANBI-Status erhielt die ECF im Jahr 2023 nicht weniger als 275 Millionen (!) Euro an Mitteln von anderen gemeinnützigen Organisationen. Hier ist eine Übersicht über Organisationen, die Millionen an sie spenden, entnommen von ihrer eigenen Website:

Es gibt eine Reihe sehr großer amerikanischer Stiftungen wie den Rockefeller Brothers Fund (Gesamtvermögen ca. 1,4 Milliarden Dollar, jährliche Ausgaben in Höhe von rund 80 Millionen Dollar), die William and Flora Hewlett Foundation (Vermögen von 14,2 Milliarden Dollar, jährlich 625 Millionen Dollar für Fördermittel) und Bloomberg Philanthropies, geleitet vom Milliardär Michael Bloomberg (geschätztes Vermögen ~12,1 Milliarden Dollar, geschätzte jährliche Spenden in Höhe von rund 3,7 Milliarden Dollar weltweit). Aber auch die Laudes- und die Porticus-Stiftung, die beide im Besitz der Familie Brenninkmeijer (der Bekleidungskette C&A) sind, sind vertreten. Ganz zu schweigen von der niederländischen Nationalen Postcode-Lotterie.

Desmog

Die Mission der European Climate Foundation ist ganz klar. Auf ihrer eigenen Website heißt es:

„Wir befähigen Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft, eine klimaneutrale Welt zu schaffen. Wir sind Europas größter Klimafonds. Gemeinsam mit Hunderten von Partnern treiben wir Klimaschutzmaßnahmen voran und bauen ein sicheres, widerstandsfähiges und demokratisches Europa auf.“

Wie erfolgreich sind sie? Laut dem Artikel „Revealed: Ed Miliband and the shady funding of net zero“ in der britischen Zeitung The Spectator sind sie äußerst erfolgreich: „Sie war erstaunlich erfolgreich darin, die Politik zu beeinflussen, die Debatte zu steuern und gewählte Regierungen vor Gericht zu überstimmen. Sie hat die Öl- und Gasförderung in der Nordsee verhindert, die Energiepreise hoch gehalten und uns immer abhängiger von chinesischer Technologie gemacht.“ In diesem Fall bezieht sich „sie“ nicht nur auf die European Climate Foundation, sondern auf ein breiteres Netzwerk ähnlicher eng miteinander verflochten Stiftungen.

Um zu verstehen, wie das funktioniert, betrachten Sie das folgende Beispiel: Die britische Website Desmog ist eine „journalistische“ Plattform, die praktisch jeden Klimaskeptiker weltweit kritisch im Blick behält (oder vielmehr versucht, ihn zu diffamieren). Wer noch nicht bei Desmog erwähnt wurde, zählt sozusagen einfach nicht als Klimaskeptiker. Daher erregt Clintel Aufmerksamkeit, und zwei niederländische Journalisten schrieben einen ausführlichen Artikel über die Clintel-Konferenz in Roelofarendsveen im Jahr 2024. Desmog wird unter anderem vom Joseph Rowntree Charitable Trust (einer großen britischen Stiftung, die in den letzten Jahren mehrere Förderungen in Höhe von über 400.000 £ gewährt hat), der Polden Puckham Charitable Foundation, der Climate Emergency Collaboration Group und der Minor Foundation (einer norwegischen philanthropischen Stiftung, die Klimajournalismus unterstützt) finanziert. Auf den ersten Blick gibt es also keine Finanzierung durch die European Climate Foundation. Doch wer steht hinter der Climate Emergency Collaboration Group (CECG)? Die CECG ist selbst ein Konsortium bedeutender, auf den Klimaschutz ausgerichteter philanthropischer Organisationen, darunter die IKEA Foundation, der Rockefeller Family Fund und der Rockefeller Brothers Fund, die ihrerseits auch die European Climate Foundation (ECF) finanzieren. Die ECF finanziert zudem die britische Journalismusplattform „Carbon Brief“, die ausführliche Artikel zu Klimawissenschaft und Klimapolitik veröffentlicht. Dort heißt es: „Wir sind dankbar für die Unterstützung durch die European Climate Foundation und die Meliore Foundation, die uns mit philanthropischen Mitteln ausstatten. Im Interesse der Transparenz legen wir freiwillig offen, dass sich diese Mittel im Jahr 2025 auf insgesamt 1.892.421 £ beliefen.“

Carbon Brief gehört somit zu den mehr als 700 Organisationen, die Fördermittel von der ECF erhalten, und ist auf jeden Fall wesentlich transparenter als die ECF selbst. Die ECF legt weder offen, wie viel Geld sie von welchen Spendern erhält, noch wie viel Geld für welche Zwecke verwendet wird.

Geheimnis-Krämerei

Die Geheimhaltung rund um diese Organisation weckte auch das Interesse von Florence Autret, einer in Brüssel ansässigen französischen Journalistin. Sie bat um ein Interview mit der Geschäftsführerin der ECF, der Französin Laurence Tubiana, die ein geschätztes Jahresgehalt von 500.000 Euro bezieht. Sie wird oft als Architektin des Pariser Klimaabkommens bezeichnet, das 2015 geschlossen wurde und den Grundstein für die aktuelle „Netto-Null“-Politik bis 2050 legte. Nach monatelangen Bemühungen wurde ihr mitgeteilt, dass ein Interview nicht in Frage komme. Dennoch gelang es Autret, in einer Reihe von ausführlichen Artikeln auf ihrer Website (wohlgemerkt nicht in einer Mainstream-Zeitung!) ein klares Bild der ECF zu zeichnen. Der belgische Blog „Firebreak“ übersetzte ihren umfangreichen Beitrag in fünf ausführliche Artikel. Der erste Artikel beginnt mit folgender Zusammenfassung: „In den letzten zehn Jahren hat eine mysteriöse Organisation, die von einer Handvoll philanthropischer Milliardäre kontrolliert wird, die europäische ‚Zivilgesellschaft‘ übernommen. Mit anderen Worten: Sie haben die Europäische Union übernommen.“ In ihren Artikeln hebt Autret die enorme Lobbymacht der ECF hervor. Eine Grafik aus einem von der ECF finanzierten Bericht taucht innerhalb weniger Wochen wortwörtlich in einem Bericht der Europäischen Kommission selbst wieder auf – allerdings ohne jeglichen Quellenverweis.

Zu den Hauptempfängern von ECF-Zuschüssen gehört das Europäische Umweltbüro (EEB), selbst ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen und eine der größten Lobbyorganisationen in Brüssel. Das EEB verfügt über ein Jahresbudget von 5,6 Millionen Euro und nicht weniger als 32 akkreditierte Aktivisten im Europäischen Parlament. Zum Vergleich: CEFIC, der Branchenverband, der die gesamte europäische Chemieindustrie vertritt, hat 39. Akkreditiert zu sein bedeutet, dass man das Parlament frei betreten, an allen öffentlichen Sitzungen teilnehmen, durch die Flure der Büros der Europaabgeordneten und ihrer Assistenten gehen sowie die Cafés und Kantinen nutzen kann. Es ist zudem eine Voraussetzung, um ein Treffen mit einem Beamten, einem EU-Kommissar oder einem Mitglied des Kabinetts der Europäischen Kommission zu beantragen.

Ein weiterer wichtiger Empfänger von ECF-Fördermitteln ist CAN Europe, der europäische Zweig des Climate Action Network. Diese Dachorganisation spielt während der jährlichen Klimakonferenzen der Vereinten Nationen (COPs) eine Schlüsselrolle in der „Zivilgesellschaft“. CAN Europe gibt an, 1.500 Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen und 47 Millionen Bürger zu vertreten. Die ECF ist mit Abstand der größte Geldgeber: Im Jahr 2021 steuerte sie 2,5 Millionen Euro zu einem Gesamtbudget von 4,5 Millionen Euro bei. Sowohl CAN Europe als auch das EEB verfügen über zwei der größten Lobbying-Budgets innerhalb der EU, vergleichbar mit denen großer Finanz- und Industrieverbände sowie der „Big Tech“-Unternehmen.

Shell

In den Niederlanden haben sich die traditionellen Medien zur European Climate Foundation in ohrenbetäubendes Schweigen gehüllt. „Follow The Money“ erwähnte die ECF jedoch Ende letzten Jahres einmal in einem Kasten zu einem Artikel mit dem Titel [übersetzt] „US-Unternehmen und Milliardäre beeinflussen die EU-Politik über Thinktanks“.

In dem Artikel heißt es: „‚Die Höhe der aus den USA kommenden Geldsummen ist schockierend. Es handelt sich tatsächlich um strukturelle ausländische Einmischung, und das schon seit Jahrzehnten‘, sagt der Politikwissenschaftler Inderjeet Parmar, der umfangreiche Forschungen zu Thinktanks betrieben hat.“

Der Artikel beschränkt sich auf die Rolle von Thinktanks, und die Verweise auf die ECF sind so kurz, dass das Ausmaß des Einflusses dieser Organisation den FTM-Lesern zweifellos entgangen ist. Zudem sind wir in den Niederlanden auf die „alternativen“ Medien angewiesen. Wouter Roorda verfasste für „Wynia’s Week“ zwei ausführliche Beiträge über die European Climate Foundation und CAN Europe. Der Finanzjournalist Arno Wellens kritisierte die ECF einmal scharf wegen einer von ihr finanzierten TNO-Studie, in der das Kochen mit Gas aufgrund von Feinstaubemissionen als äußerst gefährlich eingestuft worden war.

In dem Artikel über Clintel macht „Follow The Money“ eine große Sache daraus, dass Guus Berkhout von 1965 bis 1971 für Shell tätig war (anschließend war er 40 Jahre lang an der Technischen Universität Delft beschäftigt). Was jedoch die European Climate Foundation betrifft, scheint „Follow The Money“ sich darüber überhaupt keine Gedanken zu machen. Der Gründer und erste Geschäftsführer der ECF ist nämlich Jules Kortenhorst. Nach seinem Wirtschaftsstudium an der Erasmus-Universität in Rotterdam arbeitete er zunächst acht Jahre lang bei Shell, war dann zwei Jahre lang als Abgeordneter der CDA im Repräsentantenhaus tätig und gründete unmittelbar danach, im Jahr 2008, die European Climate Foundation.

Eine noch junge Clintel-Organisation mit einem bescheidenen Budget war für die niederländischen Medien Grund genug, mehrere Journalisten mit der Berichterstattung darüber zu beauftragen. Ein schon viel länger etabliertes dunkles grünes Lobby-Netzwerk hingegen – das jährlich über Hunderte Millionen Euro verfügt, hauptsächlich aus den USA, und das erheblichen Einfluss auf die Klima- und Energiepolitik in Europa ausübt –, findet in den gleichen Medien absolut keine Beachtung. Dieser Einführungsartikel macht eines deutlich: Die Abwesenheit der ECF in den niederländischen Medien ist eine verpasste Chance. Ich fordere „Follow The Money“ auf, ein Team von Journalisten mit dieser Geschichte zu beauftragen. Ich werde der Erste sein, der das Buch kauft, das daraus entstehen könnte.

This article originally appeared in Dutch on Indepen.eu on 13 July 2026.

Eine ausführliche Biographie des Autors Marcel Crok findet sich im Original. A. d. Übers.

Link: https://clintel.org/european-climate-foundation-lobby/

 




Die Forschung zum Klimakonsens ist die schlechteste und unhaltbarste Forschung, die jemals in Fachzeitschriften veröffentlicht worden ist!

Valid Science von José Duarte, PhD

Und „Sozialwissenschaftler“ nutzen dies, um die Teilnehmer in die Irre zu führen.

Betrachten wir den fesselnden Zeitschriftenartikel „An alternative carrier solvent for fingermark enhancement reagents“ [etwa: Ein alternatives Trägerlösungsmittel für Reagenzien zur Sichtbarmachung von Fingerabdrücken], veröffentlicht in „Forensic Science International“.

Er wurde von Lynas et al. (2021) als Teil des angeblichen 99-prozentigen wissenschaftlichen Konsens‘ über den vom Menschen verursachten Klimawandel gewertet.

Es handelt sich um eine Arbeit über Lösungsmittel zur Sichtbarmachung von Fingerabdrücken. Sie hat nichts mit Klimawissenschaft oder der konkreten empirischen Fragestellung nach dem Beitrag des Menschen zur beobachteten Erwärmung zu tun. Warum wurde sie einbezogen?

Er wurde aufgenommen, weil in seiner Zusammenfassung die globale Erwärmung erwähnt wurde. Das ist kein Scherz und deutet offensichtlich auf ein tiefer liegendes Problem hin. Warum sollte ein Zeitschriftenartikel überhaupt als Teil eines „Konsens’“ gezählt werden (da die Einheit des Konsens‘ Menschen sind, nicht Artikel), warum ist die Zusammenfassung relevant, wen interessiert es, ob in einer Zusammenfassung die globale Erwärmung erwähnt wird, und wie konnte eine Arbeit über Lösungsmittel für Fingerabdrücke überhaupt berücksichtigt werden? (Die Zusammenfassung können Sie im Anhang unten nachlesen.)

Das ist kein Einzelfall. Hier sind einige weitere Artikel, die als relevante „klimawissenschaftliche“ Arbeiten gewertet und in die falsche 99-Prozent-Schätzung einbezogen worden sind [alle Titel übersetzt]:

• „Klimagerechtigkeit, kleine Inselentwicklungsstaaten und kultureller Verlust“. Hierbei handelt es sich um eine Abhandlung zur politischen Philosophie, die das linke Konstrukt der „Klimagerechtigkeit“ anwendet und von einem beliebigen Dozenten für politische Theorie in Irland verfasst wurde.

• „Kalziumauswaschung aus Stahlschlacke: Bedeutung der Chemie des Sickerwassers und Auswirkungen auf die Mineralogie der Schlackekörner“. Dies ist eine Abhandlung über die Kalziumauswaschung aus Stahlschlacke.

• „Eigenschaften und Korrosionsverhalten von Weichstahl in Biodiesel-Diesel-Gemischen“. Dies ist eine Arbeit über Stahl.

• „Vergleich des Energiebedarfs von Kühlhäusern mit R-717 und R-507 unter Verwendung des eQUEST-Modells“. Dies ist eine Arbeit über einen Kältemittelvergleichstest in einem Lagerhaus in Cincinnati.

Keine dieser Arbeiten hat irgendetwas mit Klimawissenschaft zu tun. Einige davon haben überhaupt nichts mit Wissenschaft zu tun. Was ist hier passiert?

Diese Studie zum Konsens über den Klimawandel wurde von linken Aktivisten durchgeführt, die Folgendes taten:

1. Da sie nicht wussten, wie man eine Literaturrecherche oder eine systematische Übersicht zu relevanten klimawissenschaftlichen Fragen durchführt, durchsuchten sie die wissenschaftliche Literatur einfach nach den Stichwörtern „Klimawandel“, „globaler Klimawandel“ und „globale Erwärmung“.

2. Sie wählten eine Zufallsstichprobe von 3.000 der gefundenen Artikel aus und ließen ihr Team aus Laienaktivisten die Abstracts lesen – ausschließlich die Abstracts.

3. Ihr Team aus Aktivisten bewertete die Abstracts danach, ob sie zu der vom Menschen verursachten Erwärmung Stellung nahmen und inwieweit sie die These unterstützten, dass der Mensch die Erwärmung verursacht.

4. Anschließend zählten sie die Artikel bzw. Abstracts, die sie als Befürworter dieser These einstuften, und teilten diese Zahl durch die Gesamtzahl derjenigen, die ihrer Meinung nach zu diesem Thema Stellung nahmen. Den sich daraus ergebenden Prozentsatz bezeichneten sie als den „wissenschaftlichen Konsens“ zum vom Menschen verursachten Klimawandel.

Warum sollte jemand so etwas tun? Es handelt sich nicht um eine wissenschaftlich anerkannte Methode, und sie hat keinen Namen. Es ist keine auch nur im Entferntesten valide Methode, um einen Konsens zu irgendeinem Thema zu messen. Es ist eine unsinnige Freizeitbeschäftigung ohne epistemischen Wert – sie sagt überhaupt nichts aus. Als „Forschung“, die in einem von Fachkollegen begutachteten Zeitschriftenartikel veröffentlicht wurde, ist sie völlig absurd und markiert einen beispiellosen Zusammenbruch wissenschaftlicher Standards.

Uns interessieren die subjektiven Bewertungen von Abstracts hinsichtlich der Ansichten der Autoren zu einem Thema überhaupt nicht. Das ist nichts. Angesichts der Tatsache, dass Lynas und seine Freunde eine Arbeit über Fingerabdruck-Lösungsmittel und mehrere Arbeiten zur Stahlherstellung als relevante klimawissenschaftliche Forschung gewertet haben, fehlt ihnen die Intelligenz, ihr ungültiges Verfahren überhaupt richtig anzuwenden. Aber selbst wenn man sich auf relevante Arbeiten zur Zuordnung des Klimawandels beschränken würde, wäre ihr Verfahren immer noch ungültig – es wäre immer noch eine unseriöse Freizeitbeschäftigung, die in einer von Fachkollegen begutachteten Fachzeitschrift nichts zu suchen hat.

Wir können einfach nichts mit einer Anzahl von Artikeln anfangen, die auf der persönlichen Einschätzung ihrer Abstracts, auf einer Stichwortsuche oder auf nachfolgenden Unterteilungen oder anderen rechnerischen Vorgängen basiert. Das ist nichts. Dennoch wurde diese Studie von traditionellen linken Medien wie the Guardian propagiert:

Diese Aktivisten haben sich das nicht selbst ausgedacht. Sie haben die Methode aus der berüchtigten 97-Prozent-Konsens“-Studie von Cook et al. (2012) übernommen, die nicht nur ungültig, sondern auch betrügerisch war. Es war Cook, der auf die abwegige Idee kam, von zu Hause aus arbeitetende linke Laienaktivisten (darunter auch der Gründer der Gepäckmarke Timbuk2) die Abstracts von Tausenden irrelevanter Fachartikel bewerten zu lassen, die sie nicht verstanden, und zwar auf der Grundlage von Übereinstimmungen mit dem Stichwort „Klimawandel“. Cooks 97-prozentiger „Klimawissenschaftskonsens“ umfasst eine Abhandlung über Schweißtechnik von Volvo-Ingenieuren, mehrere andere Abhandlungen zur Stahlherstellung, mehrere Abhandlungen über Durchfall, einen Artikel über die Nutzung von Kochherden usw. (mehr dazu hier). Aber auch hier ist das tiefer liegende Problem, dass die Kernmethode der Bewertung und Zählung von Abstracts irreparabel ungültig ist.

Beide Artikel wurden in der gleichen Fachzeitschrift – „Environmental Research Letters“ – veröffentlicht.

Um den Konsens über die vom Menschen verursachte Erwärmung zu messen, würden wir relevanten Klimawissenschaftlern intelligente, gezielte und gut formulierte Fragen vorlegen: zur menschlichen Ursachen, zum wahrscheinlichen Ausmaß eines menschlichen Beitrags, zur Zuverlässigkeit verschiedener Zukunftsprognosen und Szenarien sowie zur Zuverlässigkeit von Auswirkungen auf nicht mit der Erwärmung zusammenhängende Variablen wie Extremwetterereignisse, Hurrikane usw. Die Einheit des Konsens‘ sind Menschen, nicht wissenschaftliche Arbeiten – diese können aus mehreren offensichtlichen Gründen nicht herangezogen und schon gar nicht von linken Laienaktivisten bewertet werden (und schon gar nicht nur anhand ihrer Abstracts!).

So würde man den Konsens in der Klimawissenschaft messen. Es gibt keine andere grundlegende Methode – man muss die relevanten Wissenschaftler direkt befragen. Solche Umfragen werden am besten von Nicht-Linken durchgeführt, von Menschen, die sich der wissenschaftlichen Genauigkeit verschrieben haben. Beachten Sie, dass wir dennoch einen Grund bräuchten, uns für dieses Thema und einen etwaigen Konsens darüber zu interessieren…

Verkleinern

Sich um einen „Konsens“ zu irgendeinem Thema zu kümmern ist optional, und wir benötigen einen umfassenderen erkenntnistheoretischen Rahmen, um eine fundierte Haltung zur Frage des Konsens‘ einzunehmen und zu entscheiden, in welchen Kontexten wir ihn berücksichtigen würden. Der Verweis auf einen Expertenkonsens ist eine autoritäre Heuristik, und Heuristiken benötigen wir nur in Notfällen oder wenn substanzielle, rationale Methoden nicht zur Verfügung stehen. Die jüngste Geschichte ist voll von falschen wissenschaftlichen Erkenntnissen als Konsens, insbesondere wenn sie von linker Ideologie getrieben sind, zum Beispiel, dass die Abschaffung der Verwendung von Testergebnissen bei der Hochschulzulassung in Ordnung wäre, dass die Sterilisierung und Verstümmelung von Kindern, die sich als trans identifizieren, durch fundierte Beweise gestützt wird¹, verschiedene Behauptungen über Rassismus bei der Polizeiarbeit, Behauptungen, dass COVID-Impfstoffe Infektionen und Übertragungen verhindert hätten, sowie die Behauptung, es gäbe fundierte Belege dafür, dass das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit die Ausbreitung von COVID verringert habe (es ist unklar, warum diese willkürlichen empirischen COVID-Positionen zu einem linken Dogma wurden, obwohl sie zum autoritären Charakter der Linken passen).

Sich um den Klimawandel zu kümmern, ist ebenfalls optional. Gemessen an der etwas abstrakten und rechnerisch komplexen Kennzahl „globale mittlere Oberflächentemperatur“ (GMST) hat sich die Erde in 150 Jahren um etwa 1,5 °C erwärmt, was wahrscheinlich zumindest teilweise auf die vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen zurückzuführen ist. Ein moderates IPCC-Szenario könnte bis 2100 eine weitere Erwärmung um 1 °C prognostizieren, was einem Durchschnitt von etwa 0,01 °C pro Jahr entspricht. Man kann sich darüber Gedanken machen, wenn man will, aber weder Sie noch irgendein anderer Zweibeiner könnte dies im Laufe seines Lebens bemerken – selbst wenn Sie 70 Jahre lang in der gleichen Stadt leben würden und dort der gleiche Anstieg wie bei der GMST zu verzeichnen wäre (ein Umzug würde viel größere Schwankungen nach oben oder unten mit sich bringen und das Signal eines „Klimawandels“ zunichte machen). Die Medien können Ihnen das Gefühl vermitteln, Sie würden es bemerken, aber das ist nur die Wirkung von Bildern einer „in Flammen stehenden Erde“ und von Propaganda. Mit Klimawandel-Propaganda bombardiert zu werden, ist für den Menschen eine völlig neue Art zu leben, und es lohnt sich, über deren Auswirkungen nachzudenken. Die Erwärmung ist lediglich eine (leichte) Veränderung, und wir haben keinen offensichtlichen Grund, die Ausgangswerte des 19. Jahrhunderts als optimal anzusehen oder uns besonders um eine komplexe globale Durchschnittstemperatur zu kümmern (man lebt nun einmal dort, wo man lebt), und Kälte ist für den Menschen viel tödlicher als Wärme.

Hier kommen Sozialpsychologen ins Spiel

Der linke Aktivist und Professor für Sozialpsychologie an der NYU Jay Van Bavel leitete eine Studie, in der versucht wurde, die Teilnehmer dazu zu verleiten, eine linke ideologische Perspektive zum Thema „Klimawandel“ einzunehmen. Die Forscher wollten insbesondere den Aktivismus für zwingende linke Maßnahmen wie CO₂-Steuern und sogar die Besteuerung von Fleisch und Milchprodukten anregen (was der Gesundheit schaden würde). Forschung, die darauf abzielt, Teilnehmer dazu zu verleiten, linker zu denken, ist in der Sozialpsychologie weit verbreitet – Linke dominieren dieses Fachgebiet, und Aktivismus ist ein explizites Ziel vieler Forscher und Organisationen.

Wie ging die Studie dabei vor? Sie konfrontierte die Teilnehmer mit Propaganda wie dieser:

„Wussten Sie, dass 99 % der Klimaexperten sich einig sind, dass sich die Erde erwärmt und der Klimawandel stattfindet, hauptsächlich aufgrund menschlicher Aktivitäten (zum Beispiel der Verbrennung fossiler Brennstoffe)? [Myers et al., Environmental Research Letters; Lynas et al., Environmental Research Letters; Doran und Zimmerman, EOS]“

Ja, sie haben tatsächlich die völlig unhaltbare Lynas-Studie zitiert – jene, die Artikel über Fingerabdruck-Lösungsmittel und Stahlherstellung als Belege für einen Konsens in der Klimawissenschaft gewertet hat.

Van Bavel und seine Kollegen machten sich nicht die Mühe, diese Fachartikel sorgfältig zu lesen. Sie gingen einfach davon aus, dass sie stichhaltig und wahr seien, was bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein großer Fehler ist. Aber natürlich sind sie Wissenschaftler und werden Fachartikel wohl kaum mit der nötigen objektiven Intelligenz und Strenge betrachten – insbesondere solche, die ihre politische Ideologie stützen.

Sie haben ihre Teilnehmer in die Irre geführt, indem sie eine falsche Studie (Lynas), eine manipulierte Studie (Myers) und eine alte Studie zitierten, in der gefragt wurde, ob menschliche Aktivitäten ein „signifikanter“ Faktor für die Erwärmung seien, nicht aber, ob die Erwärmung hauptsächlich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sei (Doran und Zimmerman, 2009).

Und sie haben keine der qualitativ hochwertigeren Studien zum Klimakonsens zitiert, die niedrigere Schätzwerte lieferten als diese drei gezielt ausgewählten Arbeiten. Wie ich hier bereits berichtet habe, ergaben hochwertige Studien von professionellen Umfrageforschern einen Konsens von 78–84 %. Van Bavel und Kollegen zeigten weder wissenschaftliche Sorgfalt noch echtes Interesse an dem Thema, da sie die weitaus fundierteren Arbeiten von Farnsworth und Lichter (2012), Bray und von Storch (2014) oder Stenhouse et al. (2014) nicht zitierten und deren Schätzwerte anstelle der 99 % verwendeten.

Entscheidend für diese Zahlen war die Frage, ob menschliche Aktivitäten für den Großteil oder die gesamte beobachtete Erwärmung verantwortlich seien. In diesem Fall lagen die Ergebnisse bei 78–84 %. Wurde lediglich gefragt, ob menschliche Aktivitäten ein Faktor oder ein wesentlicher Faktor seien, lagen die Ergebnisse im hohen 90er-Bereich, wie bei Doran und Zimmerman.

An dieser Stelle spielt das vielleicht keine Rolle mehr. In dem Jahrzehnt seit den Studien mit den 78–84 % sind die Klimaforscher, die sagen würden, dass menschliche Aktivitäten zwar ein Faktor, aber nicht der einzige oder wichtigste Faktor sind, wahrscheinlich aus dem Fachgebiet verdrängt worden oder in den Ruhestand getreten, so dass es mich nicht überraschen würde, wenn eine hochwertige Umfrage im Jahr 2026 zu einer Schätzung von 95 % oder mehr führen würde.

Man beachte, dass Van Bavel vorgibt, „Fehlinformationen“ zu untersuchen, und dennoch seine Teilnehmer in die Irre geführt hat, indem er eine absurde Studie zitierte, die Fingerabdruck-Lösungsmittel und philosophische Abhandlungen als Maßstäbe für den Konsens in der Klimawissenschaft behandelte. Wie jeder akademische „Fehlinformationsforscher“ verbreitet er eine bemerkenswerte Menge an Fehlinformationen in seiner Gastgesellschaft. Ich bin hier auf einige seiner anderen falschen Behauptungen eingegangen, und der Sozialpsychologe Nathaniel Bork hat meine Arbeit überprüft.

Zoom

Das Lynas-Team besteht aus Aktivisten einer Nichtregierungsorganisation namens „Alliance for Science“ …

Ja, leider haben wir uns daran gewöhnt, dass Linke alle Dinge genau umgekehrt zu ihrer wahren Natur benennen. Folgendes hatte die „Alliance for Science“ zum Thema „Fehlinformationen“ zum Klima zu sagen:

Das zweite Thema im Zusammenhang mit Falschinformationen betraf die Behauptung, der anhaltende Klimanotstand sei „vorgetäuscht“, da die Erwärmung bislang „mild“ gewesen sei und „das Leben auf der Erde florierte (und weitaus grüner war), als die CO₂-Konzentrationen mindestens fünfmal höher waren als heute“.

Sie bezeichnen „den anhaltenden Klimanotstand“ als unbestreitbare Tatsache. Ob eine Erwärmung um 1,5 °C in den letzten 150 Jahren einen Notstand darstellt, ist eine subjektive Beurteilung, eine Meinung zu einer Frage, über die man geteilter Meinung sein kann. Das linke Dogma ist voll von dieser Umwandlung subjektiver Einschätzungen zu komplexen Themen in unbestreitbare Tatsachen, und diese Einschätzungen lauten oft, dass etwas ein „Notstand“ oder eine „Krise“ sei.

Sie wandeln nicht nur neurotische Meinungen zu Meinungsfragen in Tatsachen um. Sie behandeln diese abweichenden Meinungen als „Fehlinformationen“ und versuchen dann, sie zu zensieren – unter Einsatz von Regierungen, Social-Media-Unternehmen usw.

Dass diese Organisation so argumentiert, entlarvt ihre Behauptung, es gehe ihr um „Wissenschaft“. Das ist Ideologie, keine Wissenschaft. Man kann den Klimawandel als Notfall betrachten oder als geringfügig – das ist eine Meinung, eine Einschätzung, und es handelt sich nicht um eine wissenschaftlich geklärte Frage. Die Art und Weise, wie verschiedene Menschen an diese Frage herangehen, wird variieren, einschließlich des Ausmaßes, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse eine Rolle spielen, und der Frage, auf welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sich diese beziehen.

Lynas sagte außerdem: „Die Debatte darüber, ob der Klimawandel real ist, ist endgültig vorbei und spielt mittlerweile fast ausschließlich in den Randgruppen der Verrückten eine Rolle.“

Das ist eine bekannte Formulierung der Linken – dass „der Klimawandel real ist“. Auch Van Bavel bedient sich dieses Satzes und scheint zu glauben, dass die Aussage „der Klimawandel ist real“ etwas Wichtiges aussagt und als Argument für das gesamte linke totalitäre Politikpaket dient, von der Besteuerung von Energie bis hin zur Besteuerung oder zum Verbot von Lebensmitteln, die Linke seit langem ins Visier genommen haben, insbesondere Fleisch.

Der Klimawandel ist real? Okay … Ja, ich bin real, du bist real, Komodowarane sind real, und der Klimawandel ist real. Und nun?

Das Klima hat sich schon immer verändert und wird sich immer verändern. Na und? Fassen wir es zusammen: Ich nehme an, sie meinen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel real ist.

Sicher, auch wenn das eine etwas umständliche Formulierung ist und der Begriff „Klimawandel“ zu weit gefasst und vage ist. Formulieren wir es doch so: Menschliches Handeln hat zur jüngsten Erwärmung um ≈ 1,5 °C seit dem 19. Jahrhundert beigetragen.

Und lassen Sie uns den Gedanken zu Ende führen, indem wir sagen, dass wir bis zum Jahr 2100 eine weitere Erwärmung erleben werden, vielleicht um weitere 1,0 °C, und dass diese teilweise oder größtenteils durch menschliche Aktivitäten verursacht wird.

Alles klar? Und wie geht es nun weiter?

Warum sollte uns die Erwärmung interessieren? Nun, sie könnte uns interessieren, wenn 1) sie uns oder die Menschheit im Allgemeinen in erheblicher, schädlicher Weise beeinträchtigen würde und 2) wir diese zukünftigen Schäden verhindern oder bereits eingetretene Schäden rückgängig machen könnten.

Schon Punkt 1 allein entfaltet sich zu einem komplexen, höchst variablen Thema. Ich selbst kann keine Klimaschäden nennen. Das heißt, mir sind keine Schäden bekannt, die mich betreffen oder jemanden, den ich kenne. Ich erwarte auch keine. Linke ordnen zunehmend jedes schlechte Wetter, Stürme, Hurrikane und sogar Waldbrände dem vom Menschen verursachten „Klimawandel“ zu, aber das ist wissenschaftlich nicht fundiert und in vielen Fällen schlichtweg falsch.

Selbst wenn ich das wollte, wäre ich nicht in der Lage, irgendwelche Auswirkungen auf mein Leben festzustellen, etwa 0,2 zusätzliche extreme Wetterereignisse pro Jahr an meinem Wohnort. Ich weiß nicht, wie ich so etwas bemerken sollte, und der linke Lebensstil, täglich Klimawandel-Propaganda zu konsumieren, die so viele zufällige Klimaphänomene einem „anhaltenden Klimanotstand“ zuschreibt, ist zutiefst irrational, unwissenschaftlich und ungesund.

Was Punkt 2 angeht, müssten wir davon überzeugt sein, dass es etwas gibt, was wir tun könnten, um den schädlichen Klimawandel zu verhindern oder umzukehren. Ich bin mir nicht sicher, warum wir das glauben sollten. Beachten Sie, dass diese These weit über die Kernthese hinausgeht, für die es einen dokumentierten Konsens von 78–84 % gibt – nämlich dass menschliche Aktivitäten der Haupttreiber der beobachteten Erwärmung sind.

Angenommen, Ihnen liegt ein Konsens unter Wissenschaftlern aus den relevanten Fachgebieten am Herzen: Mir sind keine veröffentlichten Konsensumfragen zu Fragen bekannt, ob wir beispielsweise eine weitere Erwärmung um 1 °C durch bestimmte politische Maßnahmen verhindern könnten oder Ähnliches.

Die Wissenschaft der Klimaschutzmaßnahmen ist äußerst komplex, und wir benötigen einen fundierten epistemologischen Rahmen, der es ermöglicht, die Klimawissenschaft sowie ihre langfristigen Prognosen und Modelle zu bewerten. Einen solchen Rahmen haben wir nicht. Das heißt, wir verfügen über keine validierte Methode, um die Klimawissenschaft auf dieser Ebene der Stringenz zu bewerten. Es mag zwar Klimawissenschaftler geben, die behaupten, dass wir die Erwärmung durch eine bestimmte Reduzierung der CO₂-Emissionen eindämmen können, aber wir haben keine Möglichkeit, solche Behauptungen zu bewerten. Als Gesellschaft agieren wir noch nicht auf diesem Niveau an Genauigkeit und Intelligenz, und auch die Klimawissenschaft selbst arbeitet möglicherweise nicht mit der erforderlichen Genauigkeit, um einem solchen epistemischen Rahmen gerecht zu werden.

Hätten wir nun den notwendigen exogenen Rahmen und die entsprechenden Instrumente, würde dies logischerweise keine Unterstützung für die totalitäre Politik der Linken bedeuten. Niemand muss irgendetwas unterstützen. Man könnte es beispielsweise für unangemessen oder unethisch halten, Fleisch zu verbieten oder zu besteuern, um den Anstieg der globalen mittleren Temperatur (GMST) von 1 °C auf 0,5 °C zu senken. Oder Energie aus dem gleichen Grund zu verteuern. Energie ist lebenswichtig.

Vielleicht haben Sie alle möglichen Werte, Prinzipien und Anliegen, die für Sie wichtiger sind als die globale Mitteltemperatur (GMST), der Meeresspiegel oder die Anzahl der Stürme. Das ist Ihr gutes Recht als empfindungsfähiges Wesen. Niemand ist verpflichtet, ein klimafokussierter Utilitarist oder Totalitarist zu sein. Vielleicht halten Sie die Optimierung des Klimas im Jahr 2100 nicht für eine legitime Aufgabe der Regierung, oder Sie halten die Prämisse, dass eine um 1–2 Grad kühlere Welt tatsächlich optimal sei, für unbegründet, oder Sie halten sogar die Idee einer optimalen globalen mittleren Temperatur (GMST) für ungültig. Vielleicht ist Ihnen auch bewusst, dass die Klimapropaganda voller falscher und von Natur aus unglaubwürdiger Szenarien ist, wie das kürzlich zurückgezogene RCP8.5, das viele etablierte/linke Medien als seriöse Wissenschaft präsentierten, ohne dessen absurde Annahmen und Methodik offenzulegen.

Linke sind sich der unzähligen triftigen Gründe nicht bewusst, warum jemand dem Klimawandel keine Bedeutung beimessen oder ihre auf Zwang ausgerichtete politische Agenda nicht unterstützen könnte. Ihre Haltung zu diesem Thema beschränkt sich auf eine Handvoll einfacher Formulierungen wie „der Klimawandel ist real“ und „Klimanotstand“, gepaart mit der Bereitschaft, jede noch so weit hergeholte Behauptung zu glauben, dass der Klimawandel {Schaden einfügen} verursacht. Nichts wird zurückgewiesen, und keine Schadensbehauptung wird ernsthaft hinterfragt. Die etablierten Medien verbreiten regelmäßig falsche Behauptungen über die Klimawissenschaft, angefangen bei der Propagierung oder falschen Darstellung von Unsinn wie RCP8.5 und der Lynas-Studie zum 99,9-Prozent-Konsens bis hin zur Bezeichnung von Menschen, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, als „Klimaleugner“.

Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen wie die Konsensstudien von Cook (2012) und Lynas (2021) – bei denen der Konsens gemessen wird, indem politisch gegensätzliche Aktivisten die Abstracts irrelevanter Zeitschriftenartikel aus einer amateurhaften Stichwortsuche lesen, gefolgt von wirrer Arithmetik. Unsere Gesellschaft sollte doch eine wissenschaftliche Zivilisation sein, und das hier kommt dem Herausholen eines Ouija-Bretts und von Kristallen gleich. Dieses ganze Thema schreit geradezu nach einer umfassenden epistemischen und wissenschaftlichen Aufwertung.

Joe Duarte grew up in small copper mining towns in Southern Arizona, earned his PhD in social psychology, and focuses on political bias in media and academic research. You can find him on X here and contact him at gravity at protonmail.com.

Anhang: „Das Fingerabdruck-Lösungsmittel“

Hier ist die Zusammenfassung des Artikels „Ein alternatives Trägerlösungsmittel für Reagenzien zur Sichtbarmachung von Fingerabdrücken“:

Solstice® Performance Fluid (PF), trans-1-Chlor-3,3,3-trifluorpropen, wird als Alternative zu HFE7100 (Methoxy-Nonafluorbutan) als Trägerlösungsmittel in einer Reihe von chemischen Formulierungen zur Sichtbarmachung latenter Fingerabdrücke angeboten. Die Versorgung mit HFE7100 könnte aufgrund einer kürzlich erlassenen Verordnung der Europäischen Union zur Eindämmung der globalen Erwärmung gefährdet sein. Laborversuche mit Split-Depletion-Verfahren und ein pseudo-operativer Versuch mit 1.000 porösen Proben haben gezeigt, dass Solstice® PF eine brauchbare Alternative zu HFE7100 für die chemischen Formulierungen von Ninhydrin und 1,2-Indandion darstellt. Andere vorläufige Versuche haben zudem gezeigt, dass Solstice® PF als Trägersolvent für die Zinktonung von mit Ninhydrin gefundenen Spuren sowie für die α-Naphtholflavon-Fixierlösung bei mit Jod entwickelten Spuren verwendet werden kann. Die Ergebnisse des pseudo-operativen Versuchs zeigen, dass die Anzahl der mit Ninhydrin- und 1,2-Indandion-Formulierungen für jedes Trägersolvent nachgewiesenen Spuren vergleichbar ist. Im Vergleich zu HFE7100 zählen zu den Vorteilen von Solstice® PF ein sehr geringes Treibhauspotenzial und eine kurze Verweildauer in der Atmosphäre sowie ein höherer Benetzungsindex und geringere Kosten. Diese Studie liefert zudem eine Validierungsstudie, die den potenziellen Ersatz von DFO durch 1,2-Indandion untermauert.

Das Lynas-Team las diese Zusammenfassung und war der Ansicht, dass sie als Beitrag zum wissenschaftlichen Konsens über den vom Menschen verursachten Klimawandel zu werten sei. Darin werden lediglich EU-Vorschriften zur globalen Erwärmung erwähnt und das geringere „Treibhauspotenzial“ eines neuen Lösungsmittels für Fingerabdrücke angepriesen – einer Produktkategorie, die unmöglich einen nennenswerten Einfluss auf die Temperatur der Erde haben kann. Diese Arbeit hat nichts mit Klimawissenschaft oder der Zuordnung des Klimawandels zu tun, aber selbst wenn dies der Fall wäre, sind die Meinungen einzelner Personen zu dieser Zusammenfassung für die Einschätzung eines klimawissenschaftlichen Konsens‘ irrelevant.

1) Als ob die Frage, ob wir Kinder chemisch sterilisieren und/oder chirurgisch verstümmeln sollten, eine legitime wissenschaftliche Frage wäre und nicht vielmehr eine ethische, die sich sofort beantworten lässt. Siehe meinen Bericht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/14/climate-consensus-research-is-the-worst-most-invalid-research-ever-published-in-journals/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wissenschaft statt Klimarhetorik: Dr. Matthew Wielicki übernimmt die Leitung der amerikanischen Klimaforschung

From Legal Insurrection

Die Ernennung von Dr. Matthew Wielicki signalisiert eine Kurskorrektur hin zu echter wissenschaftlicher Strenge und weg von einem narrativ geprägten Klimaalarmismus.

Ich bin schon seit Langem ein Bewunderer von Dr. Matthew Wielicki, der die Hochschulwelt aufgrund von Initiativen zu Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion an den Universitäten verlassen hat.

Ich habe 2023 über seine Flucht aus diesem toxischen akademischen Umfeld berichtet:

Dr. Matthew M. Wielicki ist Assistenzprofessor für Geologie an der University of Alabama.

Oder besser gesagt: war es, bis er es leid war, gegen die ideologische Vereinnahmung der Geologie und Klimatologie anzukämpfen.

… Dieser Mann ist ein talentierter, leidenschaftlicher Pädagoge und Forscher. Sein Weggang ist wahrscheinlich nur einer von vielen ähnlichen Verlusten im ganzen Land, da talentierte Männer und Frauen sich dafür entscheiden, etwas zu verfolgen, das nicht so zermürbend ist wie der Versuch, in der „woke“-Akademiewelt seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Letztendlich wird unsere Nation dadurch ärmer, weniger wohlhabend und weniger sicher sein.

…auf denen sie gegründet wurden. Dies sind keine Orte mehr, an denen die Freiheit des Gedankenaustauschs gepflegt wird, sondern Orte, an denen diejenigen bestraft werden, die gegen die vorherrschende Erzählung verstoßen. Obwohl ich von klein auf darauf hingearbeitet hatte, einen Doktortitel zu erwerben und wie mein Vater Professor zu werden, habe ich das Gefühl, dass der Beruf… — Dr. Matthew M. Wielicki (@MatthewWielicki) am 23. Januar 2023

Er bezeichnet sich selbst als „Professor im Exil“. Seitdem hat er sich zu einer führenden Stimme im Widerstand gegen die von Propaganda geprägte Wissenschaft entwickelt, betreibt einen Blog namens „Irrational Fear“ und hat in den sozialen Medien eine beträchtliche Anhängerschaft gewonnen.

Wielickis Streben nach wissenschaftlicher Qualität erregte die Aufmerksamkeit der Trump-Regierung. Nun wurde er zum Direktor des „United States Global Change Research Program“ ernannt.

Herzlichen Glückwunsch an @MatthewWielicki – den neuen Leiter des „United States Global Change Research Program“. Ich freue mich auf politische Maßnahmen, die auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, reproduzierbaren Daten und rationalen, risikobasierten Bewertungen beruhen. pic.twitter.com/vGJFsN28qT Leslie Eastman ☥ (@Mutnodjmet) 10. Juli 2026

Am stärksten betroffen sind Progressive, Globalisten und Anhänger des Klimakults. So berichtete „Politico“ über diese Entwicklung und versuchte dabei, Wielicki als „Klimakritiker“ zu verhöhnen.

Die Trump-Regierung hat ein regierungsweites Programm wieder ins Leben gerufen, das verfolgt, wie der Klimawandel das Land verändert, nachdem sie es im vergangenen Jahr im Rahmen einer Säuberungsaktion gegen Programme, die nicht mit ihrer Weltanschauung übereinstimmten, praktisch zunichte gemacht hatte.

Das „U.S. Global Change Research Program“ wird nun von Matthew Wielicki geleitet, einem ehemaligen Geochemiker der University of Alabama, wie aus seinen öffentlichen Beiträgen in den sozialen Medien hervorgeht und von einer zweiten Person bestätigt wurde, die mit dem Programm vertraut ist und aus Angst vor Repressalien anonym bleiben möchte.

…Wielicki, der auf X um Vorschläge dazu gebeten hatte, was er in die nächste Version der Bewertung aufnehmen sollte, erklärte am Telefon, er würde gerne über seine Arbeit sprechen, jedoch nur, wenn das Weiße Haus dies zulasse. Das Weiße Haus stellte ihn nicht für ein Interview zur Verfügung, sandte jedoch eine Stellungnahme.

„Viel zu lange wurde das USGCRP als Instrument für politische Agenden statt für fundierte Wissenschaft genutzt“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses in einer Stellungnahme. „Wir freuen uns darauf, das USGCRP wiederherzustellen und sicherzustellen, dass es seinen gesetzlichen Auftrag erfüllt.“

Die Trump-Regierung hat beschlossen, das US-amerikanische Global Change Research Program neu aufzustellen, das die National Climate Assessments erstellt. Mein guter Freund Dr. @MatthewWielicki wurde zum Direktor dieses Programms ernannt.

Ich habe großes Vertrauen, dass die nächste NCA-Bewertung, pic.twitter.com/wVgVRaiRoV

Chris Martz (@ChrisMartzWX) 10. Juli 2026

Leser von „Legal Insurrection“ erinnern sich vielleicht an meine früheren Beiträge zum US-amerikanischen Global Change Research Program (USGCRP), das 1990 ins Leben gerufen wurde. Es koordiniert die Klima- und Umweltforschung auf Bundesebene über mehr als ein Dutzend Behörden hinweg. Es ist verantwortlich für die Erstellung des „National Climate Assessment“ (NCA), eines umfassenden Berichts, der alle vier Jahre veröffentlicht wird und detailliert beschreibt, wie sich der Klimawandel auf die amerikanische Infrastruktur, die öffentliche Gesundheit, die Bodenproduktivität, die Wasserressourcen, das Hochwasserrisiko und die Wirtschaft im Allgemeinen auswirkt.

Dieses Dokument bildet die Grundlage für einen Großteil der Politik, und vor etwa einem Jahr hat die Trump-Regierung 400 „Klimakultisten“ entlassen, die an dieser Bewertung beteiligt waren. Sie wurden durch fünf glaubwürdigere Fachleute ersetzt.

Anstatt bis 2027 zu warten, gab Energieminister Chris Wright einen neuen Klimagutachtenbericht mit dem Titel [übersetzt] „Eine kritische Überprüfung der Auswirkungen von Treibhausgasemissionen auf das Klima der USA“ in Auftrag. Es handelt sich um eine fundierte, ausgewogene Arbeit, die sowohl die wissenschaftlichen als auch die wirtschaftlichen Aspekte des „Klimawandels“ beleuchtet. Das Dokument verweist zudem auf Studien, die darauf hindeuten, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der durch Kohlendioxid verursachten Erwärmung möglicherweise weniger gravierend sind als von den Medien und aktivistischen „Klimawissenschaftlern“ dargestellt wird, und stellt fest, dass aggressive Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels möglicherweise mehr Schaden als Nutzen anrichten könnten. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass von den politischen Maßnahmen der USA nur minimale Auswirkungen auf das globale Klima zu erwarten sind.

Und das Beste daran? Das gesamte Dokument wird von einem fünfköpfigen Team verfasst, darunter: Dr. John Christy (Klimatologe), Dr. Judith Curry (Klimatologin), Dr. Steven Koonin (Theoretischer Physiker), Dr. Ross McKitrick (Ökonom) und Dr. Roy Spencer (Meteorologe und Klimawissenschaftler).

Das ist ein kleiner Sieg für die Wissenschaft und ein großer Sieg für das amerikanische Volk. https://t.co/mbGHODzaxo

Leslie Eastman ☥ (@Mutnodjmet) 31. Juli 2025

Ich schließe mich der Meinung von Energieminister Chris Wright an: Ich begrüße die neue Ära, in der Daten – und nicht Rhetorik – über die Wahrheit entscheiden.

Matt Weilicki ist ein ehrlicher Wissenschaftler, der den Daten folgt, wohin sie auch führen mögen. Genau darum geht es in der Wissenschaft. Er wird unsere Bemühungen leiten, die empirischen Klimadaten ehrlich darzustellen, um den politischen Entscheidungsträgern Orientierung zu geben.

Leider hat sich ein zu großer Teil der etablierten Klimagemeinschaft auf eine Angst erzeugende Propaganda konzentriert, die nicht mit den tatsächlichen Klimadaten übereinstimmt, und damit so viele in die Irre geführt, wie beispielsweise die Reporter bei Politico.

Ich begrüße die neue Ära, in der Daten – und nicht Rhetorik – der Maßstab für die Wahrheit sind. Der Ausbau des Staates, steigende Energiepreise und das Einschüchtern von Kindern werden nicht länger das Ziel sein. Die Wissenschaft wird das Ziel sein.

Matt Weilicki ist ein ehrlicher Wissenschaftler, der den Daten folgt, wohin sie auch führen mögen. Genau darum geht es in der Wissenschaft. Er wird unsere Bemühungen leiten, die empirischen Klimadaten ehrlich darzustellen, um den politischen Entscheidungsträgern Orientierung zu geben.

Leider hat sich ein zu großer Teil der etablierten Klimagemeinschaft auf ein…

— Energieminister Chris Wright (@SecretaryWright) am 9. Juli 2026

Wielickis Ernennung signalisiert eine Kurskorrektur hin zu echter wissenschaftlicher Strenge und weg von narrativem Alarmismus.

Wenn das USGCRP zu seinem gesetzlichen Auftrag zurückkehrt, dessen Schwerpunkt auf einer objektiven Bewertung auf der Grundlage transparenter Daten und reproduzierbarer Analysen liegt, wird dies dem amerikanischen Volk weitaus besser dienen, und das Vertrauen der Öffentlichkeit in Wissenschaftler könnte sich allmählich wieder erholen.

Echte Klimawissenschaft scheut keine kritische Prüfung, und unter Wielickis Führung wird dies endlich auch nicht mehr nötig sein.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/13/science-over-climate-narrative-dr-matthew-wielicki-to-lead-americas-climate-research/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kohlendioxid hat sehr viele Vorteile

H. Sterling Burnett

Sowohl die Trump-Regierung als auch die britische Regierung sind in Bezug auf die sozialen Kosten von Kohlenstoff (SCC) – also die vermeintlichen Kosten für die Gesellschaft, die durch eine Tonne Kohlendioxid entstehen, die durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre ausgestoßen wird – ehrlicher als es die Biden-Regierung war.

Präsident Donald Trump hat die SCC-Berechnung der Biden-Regierung aufgehoben und keine neue an ihre Stelle gesetzt, so dass die US-Bundesregierung nun keine SCC-Berechnungen mehr für Umweltverträglichkeitsprüfungen, Überprüfungen, Infrastrukturplanungen oder im Rahmen von behördlichen Überprüfungen vorgeschlagener Vorschriften verlangt.

Der Wissenschaftsautor Matt Ridley beleuchtet in einem Beitrag auf der Website der Rational Optimist Society die zwielichtige Geschichte der SCC und erklärt, dass sie von Regierungen beiseitegeschoben wurde, um teure Klimabeschränkungen zu rechtfertigen. Warum? Weil bei einer ehrlichen Berechnung der SCC – unter Verwendung angemessener Diskontsätze und unter Berücksichtigung der enormen Vorteile von Kohlendioxid für das Pflanzenwachstum (insbesondere bei Nutzpflanzen) – die Vorteile die Kosten bei weitem überwiegen. Keine vernünftige SCC-Berechnung könnte die von verschiedenen Regierungen vorangetriebenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels rechtfertigen: Sie haben durchweg mehr Schaden angerichtet, als sie verhindert haben.

In Bezug auf die Entscheidung der britischen Regierung, die SCC über Bord zu werfen, schreibt Ridley:

Die britische Regierung ist zwar vom Thema Kohlenstoff besessen, schätzt oder berücksichtigt jedoch die gesellschaftlichen Kosten des Kohlenstoffs überhaupt nicht mehr. Ihr offizieller Standpunkt lautet: „Bei der Kohlenstoffbewertung für politische Entscheidungen werden die gesellschaftlichen Kosten des Kohlenstoffs nicht mehr herangezogen.“

Warum? Ganz einfach: Weil Wissenschaftler und Ökonomen den Wert einfach nicht hoch genug ansetzen konnten, um die Kosten für die Emissionsminderung zu übersteigen. Die Ökonomen Sir Nicholas Stern und Joseph Stiglitz schrieben in einer aktuellen Studie: „Die von der Interagency Working Group (IAWG) ermittelten vorläufigen Werte für die sozialen Kosten von CO₂ reichen von 62 US-Dollar bis 2030 bis zu 85 US-Dollar im Jahr 2050 (unter der Annahme eines durchschnittlichen Diskontsatzes von 3 %) – Werte, die weit unter denen liegen, die erforderlich wären, um die Erwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen oder bis 2050 Netto-Null zu erreichen.“

Ein ehemaliger hochrangiger britischer Beamter sagt dazu: „Es war peinlich. Wir konnten nämlich keine Klimaschutzmaßnahme finden, deren Kosten auch nur annähernd den sozialen Kosten entsprachen, geschweige denn darunter lagen.“ Maßnahmen, die mehr kosten als der Schaden, den sie beheben sollen, machen keinen Sinn.

Studien haben durchweg gezeigt, dass die Erde aufgrund des CO₂-Düngungseffekts grüner wird. Das steht außer jedem vernünftigen Zweifel. Was für die Pflanzenwelt im Allgemeinen gilt, trifft ebenso auf Nutzpflanzen im Besonderen zu.

Eine Metaanalyse des Wirtschaftswissenschaftlers Dr. Ross McKitrick von der University of Guelph, in der 1.722 Studien zu den Reaktionen von Nutzpflanzen auf CO₂ ausgewertet wurden bestätigte, dass sich CO₂ deutlich positiv auf Nutzpflanzen auswirkt und dies auch dann der Fall bleiben dürfte, wenn die globale Durchschnittstemperatur um 5 °C steigt.

Mehr als 260 Beiträge auf „Climate Realism“, die sich mit den Auswirkungen von CO₂ auf Nutzpflanzen befassen, bestätigen diese Tatsache unter Verwendung von Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Die Daten belegen durchweg, dass die Pflanzenproduktion und die Erträge in der modernen Ära der moderaten Erwärmung regelmäßig neue Rekorde aufgestellt haben, was größtenteils auf die positiven Auswirkungen des erhöhten CO₂-Gehalts auf die Produktivität und Gesundheit der Pflanzen sowie auf verbesserte Wachstumsbedingungen zurückzuführen ist.

Die globale Erwärmung verlängert die Vegetationsperioden, verringert das Auftreten von Frost und macht mehr Land für den Ackerbau geeignet. Zudem wirkt Kohlendioxid als Luftdünger für Pflanzen. Ob man nun die Produktion und Erträge von Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Obst und Nüssen, Hülsenfrüchten oder weniger wichtigen, aber dennoch weit verbreiteten Kulturen wie Kaffee und Kakao betrachtet – weltweit zeigt sich das gleiche Bild: steigende Erträge und Produktionsmengen.

Zu den zahlreichen Regionen, in denen laut „Climate Realism“ Rekordernteerträge und -produktionsmengen verzeichnet werden, gehören beispielsweise Afrika (hier, hier und hier), der Nahe Osten (hier und hier), Lateinamerika (hier, hier und hier), Asien (hier, hier und hier) sowie Nordamerika (hier, hier, hier, hier und hier).

Dieser Anstieg der Nahrungsmittelproduktion hat sich vollzogen, obwohl sowohl die Bevölkerungszahl als auch die für den Ackerbau genutzte Fläche zurückgegangen sind. Weniger Menschen, die weniger Land bewirtschaften und höhere Erträge erzielen, sind Ausdruck einer steigenden Produktivität, die seit 1990 weltweit zu einem Rückgang der Zahl hungernder Menschen um zwei Milliarden geführt hat.

Dies sowie die Zahl der vermiedenen vorzeitigen Todesfälle – bedingt durch einen erheblichen Rückgang der Todesfälle, die auf nicht optimale Temperaturen zurückzuführen sind – machen den enormen sozialen Nettonutzen von CO₂ aus, nicht die Kosten.

Für Regierungen scheint die Lösung darin zu bestehen, einfach auf die Verwendung von Daten zu verzichten und die Vorschriften trotzdem durchzusetzen, wenn die Daten eine Ausweitung des staatlichen Eingreifens nicht stützen und man die Zahlen nicht einfach frisieren kann, wie es die Biden-Regierung versucht hat. So viel zum Thema „der Wissenschaft folgen“.

Quellen: The Rational Optimist Society; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-584-they-knew-impossible-climate-model-scenario-widely-used-despite-known-flaws/, zweite Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE