Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war

Jo Nova

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Die großen Sonnenstürme von 1201 bis 1204 könnten die ältesten historischen Aufzeichnungen über extremes Weltraumwetter sein.

Es stellt sich heraus, dass die Sonne während des warmen Spätmittelalters weitaus aktiver war, als wir dachten – was für die Klimamodellierer ziemlich peinlich ist, müssen sie doch glauben, die Sonne sei nur ein irrelevanter Lichtball ohne Einfluss auf das Wetter auf der Erde. Wenn hohe Sonnenaktivität mit der Erwärmung auf der Erde korreliert (was der Fall zu sein scheint), können die Modellierer die Sonne nicht länger ignorieren.

Der springende Punkt ist: Wenn sie mehr solare Faktoren einbeziehen, könnten die Modelle versehentlich tatsächlich funktionieren, ohne dass CO₂ benötigt wird. Das wäre eine Katastrophe (für die Modellierer).

Am 21. und 23. Februar 1201 n. Chr. berichtete ein japanischer Dichter, er habe in der Nähe von Kyoto auffällige rote Polarlichter gesehen. Jemand in der Nähe beschrieb Gleiches am 22. Februar, was darauf hindeutet, dass es sich um einen intensiven dreitägigen Sonnensturm handelte. Also begannen Forscher, in vergrabenem Holz in Nordjapan nach Kohlenstoff-14 zu suchen, und siehe da, sie fanden einen enormen Anstieg des Kohlenstoff-14-Gehalts, der auf ein „sub-extremes solares Protonenereignis“ hindeutet. Sie schätzen, dass dies „etwa 20 % des Miyake-Ereignisses von 774/775, einem legendären Sonnensturm,“ entspricht.

Die Kohlenstoff-14-Daten waren so detailliert, dass sie drei Sonnenzyklen von 1190 bis 1220 rekonstruieren konnten. Das bedeutet, dass die Sonnenzyklen damals nur 7–8 Jahre lang und extrem aktiv waren. In der heutigen Zeit wissen wir, dass längere Zyklen langsamer und ruhiger verlaufen. Während der Kleinen Eiszeit dauerten die Zyklen bis 16 Jahre, und es gab lange Zeiträume, in denen es überhaupt keine Sonnenflecken gab.

Graphik: Verlauf des Sonnenmodulations-Parameters für das vergangene Jahrtausend, ermittelt anhand von Kohlenstoff-14-Daten (Brehm et al., 2021).1)

Das Team entdeckte einen völlig neuen Sonnenzyklus, der seinen Höhepunkt im Jahr 1204 erreichte und von dem wir bisher nichts wussten.

Aus dieser Schrift stammen Beschreibungen zahlreicher Sonnenbeobachtungen, die vor 800 Jahren aufgezeichnet worden waren:

So finden sich beispielsweise im „Meigetsuki“, dem Tagebuch von Fujiwara no Sadaie, einem für seine Dichtkunst bekannten japanischen Höfling, Beschreibungen, die auf das Auftreten von roten Polarlichtern in niedrigen Breitengraden in Kyoto am 21. und 23. Februar 1204 hinweisen.6) Die Sichtung einer roten Aurora ist auch für den 22. Februar in einem anderen historischen Dokument verzeichnet, nämlich dem Omuro Soshoki, das sich in Kyoto befindet. Dies deutet darauf hin, dass der intensive Magnetsturm drei Tage in Folge dauerte, was ihn zu einem der ältesten extremen Weltraumwetterereignisse macht, die in historischen Aufzeichnungen dokumentiert sind. Während dieser drei Tage wurden rote und weiße Streifen in Richtung Norden und Nordosten beobachtet. Dieses Ereignis könnte mit dem Auftreten eines großen Sonnenflecks von der Größe einer Dattelpalme in Verbindung stehen, wie es in einem chinesischen Dokument vom 21. Februar 1204 verzeichnet ist.³) Es gibt auch Aufzeichnungen über die Sichtung von Polarlichtern im folgenden Monat im „Meigetsuki“ sowie in einem chinesischen Dokument²⁾ und einem französischen Dokument.⁸⁾ In Meigetsuki findet sich eine Beschreibung, wonach drei Nächte lang Polarlichter zu sehen waren,7) obwohl es sich dabei um Hörensagen am kaiserlichen Hof handelte.

Dies deutet darauf hin, dass die Sonnenaktivität während der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) länger und stärker war, als wir bisher angenommen haben. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sonnenaktivität mit den globalen Temperaturen korreliert.

Es ist bemerkenswert, wie viele Weltraumwetterereignisse dokumentiert sind:

‡Hörensagen am kaiserlichen Hof.

REFERENCE

Hiroko MIYAHARA, Ryuho KATAOKA, Kazuaki YAMAMOTO, Fuyuki TOKANAI, Toru MORIYA, Mirei TAKEYAMA, Hirohisa SAKURAI, Motonari OHYAMA, Kazuho HORIUCHI, Hideyuki HOTTA. Extremely active Sun from 1190 to 1220 in the Medieval Period: Intercomparison of historical records and tree-ring carbon-14. Proceedings of the Japan Academy, Series B, 2026; 102 (4): 156 DOI: 10.2183/pjab.102.011

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/deadly-red-skies-800-years-ago-suggest-sun-was-extremely-active-in-the-medieval-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die WHO macht es wieder: Der Klimawandel wird als Gesundheitsnotstand neu verpackt

Tilak Doshi, From Tilak’s Substack

Der ehemalige niederländische Gesundheitsminister Ernst Kuipers erklärte letzte Woche in seiner Eigenschaft als Mitglied der Paneuropäischen Kommission für Klima und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind enorm … so enorm, dass man ihnen wirklich nicht entkommen kann.“ Diese Aussage, die in einer scharfsinnigen Analyse hervorgehoben wurde, die Marcel Crok vom Netzwerk Climate Intelligence (CLINTEL) am Samstag veröffentlichte, fasst die derzeit von der WHO verfolgte rhetorische Strategie perfekt zusammen.

Die WHO und ihr nahestehende Medien wie „The Lancet“ stellen den Klimawandel erneut als „internationalen Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ dar, komplett mit düsteren Warnungen vor hitzebedingten Todesfällen, Extremwetterereignissen und der Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Doch wie Crok akribisch dokumentiert, laufen diese Behauptungen auf „schamlose Klimapropaganda“ hinaus, die geflissentlich leicht zugängliche Daten ignoriert, die einen dramatischen Rückgang der wetterbedingten Sterblichkeit belegen und zeigen, dass weitaus mehr Menschen an Kälte als an Hitze sterben.

Der Zeitpunkt ist bezeichnend. Gerade als sich der IPCC bei den Vorbereitungen für seinen Siebten Sachstandsbericht still und leise von seinem extremsten RCP8.5-Szenario entfernt hat, wird die Gesundheitspanik-Maschinerie auf volle Lautstärke hochgefahren.

Das COVID-19-Modell

H. L. Mencken, jener scharfsinnige Beobachter der demokratischen Torheiten seiner Zeit, bemerkte bekanntlich, dass das eigentliche Ziel der praktischen Politik darin bestehe, die Bevölkerung in Angst zu versetzen – und sie so dazu zu bringen, lautstark nach Führung in die Sicherheit zu verlangen –, indem man ihr mit einer endlosen Reihe von Schreckgespenstern droht, die alle nur Einbildung sind. Man fragt sich, was Mencken wohl von der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2026 gehalten hätte, einer Institution, welche die Kunst des Schreckgespenstes in einem Maße perfektioniert hat, das selbst den dreistesten Propagandisten des 20. Jahrhunderts erröten lassen würde.

Nach COVID-19 waren es zuletzt die Vogelgrippe und Affenpocken, in den vergangenen Wochen dann das Hantavirus und Ebola, und jedes dieser Ereignisse wird in den etablierten Medien stets mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Diese Woche erklärte die Pan-Europäische Kommission für Klima und Gesundheit (PECCH) der WHO – ein Gremium, das von der WHO-Regionalbüro für Europa einberufen wurde und dessen Vorsitz die ehemalige isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir innehat –, dass der Klimawandel in Europa als „internationaler Gesundheitsnotstand“ behandelt werden müsse. Der am 17. Mai 2026 veröffentlichte Aufruf zum Handeln der Kommission fordert die Regierungen nachdrücklich auf, die WHO dazu zu bewegen, den Klimawandel offiziell zu einem „Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit von internationaler Tragweite“ zu erklären.

Die von der WHO in den Jahren 2020–21 ausgerufene COVID-19-Pandemie bot den perfekten Nährboden, um Ängste vor einer Klimakatastrophe in Aussagen zur öffentlichen Gesundheit umzuwandeln. Die epidemiologische Kontrolle über die Gesellschaft stellte die „letzte Grenze“ für Klimapanikmacher dar, die darauf abzielten, weitreichende Verhaltens- und Wirtschaftskontrollen von orwellschem Ausmaß zu rechtfertigen.

Dr. Vanessa Kerry – Tochter von John Kerry, dem Sonderbeauftragten für Klimafragen der Biden-Regierung – wurde im Juni 2023 zur ersten Sonderbeauftragten für Klimawandel und Gesundheit der WHO ernannt. In ihrer Grundsatzrede anlässlich des ersten Tages, der bei einer UN-Klimakonferenz (COP) dem Thema Gesundheit gewidmet war, erklärte Dr. Kerry: „Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Und sie bringt uns um.“

Im Dezember 2024 erklärte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus vor dem Internationalen Gerichtshof, der Klimawandel sei „im Grunde eine Gesundheitskrise“, die bereits „verheerende Auswirkungen“ auf die menschliche Gesundheit habe und die Gesundheitssysteme weltweit überfordere. Das eigene Informationsblatt der WHO zu Klimawandel und Gesundheit beginnt mit der Feststellung, dass der Klimawandel „direkt zu humanitären Notlagen durch Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen, tropische Stürme und Hurrikane beiträgt“.

Katastrophe, Krise, Notfall – das Vokabular der Panik, eingesetzt mit bürokratischer Präzision und verstärkt durch die Mainstream-Medien, die als Stenographen fungieren. Nichts schärft den Verstand – oder beeinflusst Wähler – so sehr wie die Angst vor Seuchen, Hungersnöten oder Pest. Die Verknüpfung von CO₂-Emissionen mit persönlichen Gesundheitsrisiken war von vornherein ein wirkungsvolles Instrument für Politiker, Bürokraten und ihre zahlreichen Verbündeten in den von linken Milliardären finanzierten NGOs. Auffällig ist Mitte 2026, wie wenig sich das Drehbuch geändert hat, trotz unbequemer Entwicklungen im Bereich der Klimamodellierung.

Die Angst-Kampagne der WHO nimmt Fahrt auf

In den letzten Monaten hat Tedros den Klimawandel wiederholt als „im Grunde genommen eine Gesundheitskrise“ bezeichnet. Die paneuropäische Kommission für Klima und Gesundheit der Organisation hat dazu aufgerufen, ihn als Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu behandeln, während eine neue Lancet-Studie zu hitzebedingten Todesfällen in Europa vielfach zitiert wurde, um die Dringlichkeit zu unterstreichen. Ausbrüche wie das Wiederaufflammen von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo und Hantavirus-Fälle in Teilen Südamerikas wurden in der Berichterstattung der Mainstream-Medien opportunistisch mit klimabedingten ökologischen Veränderungen in Verbindung gebracht.

Die Botschaft ist klar: Die Klimakrise macht uns krank, und nur ein koordiniertes globales Vorgehen unter der Führung der WHO und in Zusammenarbeit mit den zuständigen UN-Organisationen und multilateralen Institutionen (wie dem WEF, der Weltbank und den übrigen von Interessengruppen vereinnahmten Institutionen) kann uns retten.

Das ist nicht gerade subtil. Die WHO betont die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse, während sie Erfolge bei der Anpassung herunterspielt. Bjørn Lomborg hat die jüngsten „Lancet“-Studien zu Hitzetoten zu Recht als „klimatische Täuschung wie aus dem Lehrbuch“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass die beobachteten Anstiege größtenteils durch die alternde Bevölkerung Europas und nicht durch eine marginale Erwärmung erklärt werden. Die gleichen Lancet-Artikel, für die die WHO wirbt, schätzen an anderer Stelle weltweit etwa fünf Millionen Todesfälle pro Jahr aufgrund suboptimaler Temperaturen – wobei die Zahl der kältebedingten Todesfälle die der hitzebedingten um fast das Zehnfache übersteigt (und, was für viele überraschend erscheinen mag, in Regionen wie Afrika noch weitaus höhere Verhältnisse aufweist). Unterdessen sind die Todesfälle durch extreme Wetterereignisse (Hurrikane, Überschwemmungen, Dürren) seit den 1920er Jahren um mehr als 97 % zurückgegangen, obwohl Bevölkerung und Wohlstand gewachsen sind. Das bevölkerungsbereinigte Risiko ist um über 99 % gesunken.

Institutionale Ambitionen und Einflüsse

Das Engagement der WHO für den Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit ist untrennbar mit ihren allgemeinen institutionellen Anreizen und finanziellen Gegebenheiten verbunden. Nachdem die Vereinigten Staaten im Januar 2026 ihren Austritt aus der WHO offiziell vollzogen hatten – unter Berufung auf den mangelhaften Umgang der Organisation mit COVID-19, fehlende Reformen und politische Einflussnahme –, wurde die Finanzierungslücke teilweise durch private Akteure geschlossen.

An erster Stelle steht dabei die Bill & Melinda Gates Foundation. Die Stiftung hat der WHO zwischen 2000 und 2024 Zuschüsse in Höhe von über 5,5 Milliarden US-Dollar gewährt und ist damit insgesamt einer der größten Geldgeber der Organisation und eine maßgebliche Kraft bei der Festlegung globaler Gesundheitsprioritäten, insbesondere bei Impfstoff- und Infektionskrankheits-Programmen. Über GAVI, die Impfstoffallianz – die Gates mitbegründet und massiv finanziert hat – übt die Stiftung enormen Einfluss auf die internationale Impfpolitik und die Lieferketten aus. Jüngste Zusagen, darunter 1,6 Milliarden US-Dollar für GAVI zum Ausgleich von Kürzungen bei den staatlichen Mitteln unterstreichen, wie Gates’ Philanthropie in die Lücke getreten ist, die der Ausstieg der USA hinterlassen hat.

Kritiker weisen schon seit langem darauf hin, dass eine derart konzentrierte private Finanzierung die Agenda der WHO beeinflussen könnte. Nach dem Rückzug der USA gewinnen die von Gates vertretenen Prioritäten – die sich oft auf technokratische und pharmazeutische, „expertengesteuerte“ Lösungen konzentrieren, die natürlich stets gewinnbringend sind – noch mehr Einfluss. Dies ist besonders relevant, da die WHO das „One Health“-Konzept vorantreibt, das Klima, Umwelt, Tier- und Menschengesundheit nahtlos in einen einzigen orwellschen Governance-Bereich integriert. Im Mai 2023 sagte der Europaabgeordnete Mislav Kolakušić (Kroatien): „Die Weltgesundheitsorganisation will, dass alle Länder ein Abkommen unterzeichnen, mit dem sie die Befugnis zur Ausrufung einer Pandemie sowie zur Beschaffung von Impfstoffen und Medikamenten abgeben. Es wäre für die Menschheit gesünder und sicherer, ein Abkommen mit dem kolumbianischen Drogenkartell zu unterzeichnen.“

Verstärkt werden diese Bedenken durch den nachweislichen Einfluss Chinas auf die Führung der WHO. Tedros sicherte sich 2017 die Wahl zum Generaldirektor dank starker Unterstützung durch China und eine Gruppe afrikanischer und asiatischer Staaten. Berichten zufolge arbeitete Peking hinter den Kulissen daran, seine Kandidatur gegenüber Konkurrenten wie dem Briten David Nabarro zu fördern. Kurz nach seinem Amtsantritt bekräftigte Tedros öffentlich seine Unterstützung für das „Ein-China-Prinzip“. Zu Beginn des Covid-19-Ausbruchs lobte er Chinas Reaktion in den höchsten Tönen und verzögerte entscheidende Maßnahmen – ein Vorfall, der weit verbreitete Vorwürfe über unangemessenen chinesischen Einfluss schürte. Während Tedros Behauptungen über einen „Deal“ zurückgewiesen hat, wurde das Muster der Annäherung von aufmerksamen Beobachtern festgestellt.

Der gescheiterte Griff nach der Macht während der Pandemie

Diese Dynamik ist von Bedeutung, da die WHO ihre Bestrebungen nach mehr Autorität nicht aufgegeben hat. Jahrelang drängte sie auf ein Pandemievertrag, von dem viele befürchteten, er würde die nationale Souveränität untergraben, indem er der Organisation weitreichende Befugnisse in den Bereichen Gesundheitspolitik, geistiges Eigentum und Notfallmaßnahmen bei künftigen Krisen einräumte. Intensive Verhandlungen und der Widerstand von Regierungen, die sich vor einem Kontrollverlust fürchteten, führten letztendlich zu einem abgeschwächten Text, der die nationale Souveränität weitgehend bewahrte. Der jüngste Versuch der WHO, die globale Gesundheitspolitik zu zentralisieren, verfehlte weitgehend das Ziel, die weitreichenden Befugnisse zu erlangen, die sich die globalistischen Insider erhofft hatten.

Covid und der Klimawandel sind die beiden großen Hysterien unserer Zeit, die beide auf denselben Taktiken beruhen: der Schürung von Angst, durch unzuverlässige Modelle ausgelöste Panik, der Unterdrückung abweichender Meinungen und der Rechtfertigung außergewöhnlicher Maßnahmen im Namen der öffentlichen Gesundheit. Die Verknüpfung von Klima und Gesundheit ist nur die jüngste Ausprägung dieses uralten Musters, bei dem Autoritäre sich auf Expertenwissen berufen, um das Leben der Menschen auf den Weg in die Knechtschaft zu lenken.

Beweise für den Fortschritt der Menschheit

Nichts von diesem Schwarzmalerei passt zu den allgemeinen empirischen Erkenntnissen über das Wohlergehen der Menschen. „Our World in Data“ dokumentiert außergewöhnliche Fortschritte: Die weltweite Lebenserwartung hat sich seit 1900 in etwa verdoppelt; die extreme Armut ist von fast 40 % im Jahr 1980 auf heute einstellige Werte gesunken; der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, Strom und Gesundheitsversorgung hat stark zugenommen; und die Zahl der Todesfälle durch übertragbare Krankheiten ist drastisch zurückgegangen.

Diese Verbesserungen fanden parallel zu Klimaschwankungen statt und wurden durch Wirtschaftswachstum, technologische Innovationen und erschwingliche Energie angetrieben – größtenteils aus fossilen Brennstoffen. Indur Goklanys umfangreiche wissenschaftliche Arbeit, darunter „The Improving State of the World“, zeigt, wie der durch fossile Brennstoffe ermöglichte Wohlstand der größte Befreier aus den Malthusianischen Fallen war. Ein besserer Zugang zu Energie fördert eine bessere Landwirtschaft, Kühlung, Klimatisierung, Infrastruktur und Katastrophenresilienz – genau die Faktoren, welche die klimabedingte Sterblichkeit senken.

Paul Ehrlichs Vorhersagen in „The Population Bomb“ über Massenhungersnöte und den Zusammenbruch der Zivilisation (berühmt illustriert durch seine apokalyptischen Visionen von Kalkutta aus dem Fenster eines Taxis) lagen aus dem gleichen Grund spektakulär daneben: Der menschliche Erfindungsreichtum und der Überfluss an Energie widersetzten sich der neo-malthusianischen Logik. Doch der Geist des Umweltkatastrophismus à la Ehrlich lebt in den heutigen Narrativen über Klima und Gesundheit weiter.

Der Präzedenzfall Malaria bleibt aufschlussreich. Einst in Europa und Nordamerika weit verbreitet, wurde die Krankheit dort durch Entwässerung, Insektizide, wirtschaftliche Entwicklung und öffentliche Gesundheitsinfrastruktur ausgerottet – nicht durch eine „Abkühlung des Planeten“, was auch immer das bedeuten mag. In ärmeren Ländern besteht heute die Gefahr, dass die Einschränkung erschwinglicher Energie im Namen von Klimazielen die hart erkämpften Gesundheitsgewinne weitaus stärker zunichte macht als die bescheidene Erwärmung selbst.

Kobolde und menschliches Gedeihen

Sowohl Klimaschwankungen („natürliche Variabilität“) als auch menschliche Aktivitäten mögen zum Klimawandel beigetragen haben, doch die Daten geben keinen Aufschluss darüber, in welchem Umfang dies der Fall ist, wie der Physiker Steve Koonin überzeugend dargelegt hat. Eine umsichtige Anpassung – widerstandsfähige Infrastruktur, verbesserte Gesundheitssysteme, technologische Innovationen in den Bereichen Energie und Landwirtschaft – ist absolut sinnvoll.

Was keinen Sinn ergibt, ist die unerbittliche Kampagne, jedes Gesundheitsproblem als ein weiteres Symptom der „Kohlendioxidkrise“ darzustellen, selbst wenn der IPCC von seinen apokalyptischsten Szenarien abrückt und Daten aus der realen Welt zeigen, dass die Menschheit gegenüber Umweltextremen weitaus widerstandsfähiger wird.

Die Führungsrolle der WHO bei diesen Bemühungen, die nach dem Rückzug der USA durch einflussreiche Geldgeber wie die Gates-Stiftung noch verstärkt und von früheren Kontroversen über den Einfluss Chinas überschattet wird, lässt auf Gruppendenken und institutionelle Anreize schließen. Gesundheitsängste rechtfertigen wachsende Budgets und politischen Einfluss. Sie lenken zudem von den bewährten Triebkräften für bessere Gesundheitsergebnisse ab: Wohlstand, bezahlbare Energie und praktische Technik. Gesundheit und menschliches Gedeihen werden nicht durch globale Ziele erreicht, die von „Experten“ und „Philanthropen“ wie Gates oder von Philosophinnen wie der nicht gewählten Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen festgelegt werden, die die neuesten Impfstoffe, Zensur in den sozialen Medien und Initiativen für digitale Ausweise vorantreiben.

Wie Mencken erkannte, ist die Gefahr für die Gesundheit das mächtigste Schreckgespenst. Doch die Daten zeichnen ein weitaus optimistischeres Bild. Die Menschheit ist gesünder, wohlhabender und besser gerüstet für die Bewältigung ökologische Herausforderungen als jemals zuvor in der Geschichte (abgesehen von den Schocks für das globale Wohlergehen der Menschen durch die Covid-Lockdowns und zuletzt durch die Blockade der Straße von Hormus). Echte Fortschritte im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind schon immer durch technologische Innovationen und Wirtschaftswachstum erzielt worden, nicht durch ständige Klimapanikmache, die von uns verlangt, die Entwicklung zu opfern, um abstrakte planetarische Ziele zu erreichen. Politiker und Bürger sollten auf evidenzbasierten Ansätzen bestehen, die das Wohlergehen der Menschen über die neueste Inkarnation des Schreckgespenstes „Klima und Gesundheit“ stellen.

This article was first published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/05/26/the-who-is-at-it-again-climate-change-repackaged-as-a-health-emergency/

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/27/the-who-is-at-it-again-climate-change-repackaged-as-a-health-emergency/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Absolut richtig, New York Post, aufgrund falscher klimawissenschaftlicher Erkenntnisse wurden Milliarden verschwendet!

Linnea Lueken, ClimateREALISM

Ein kürzlich erschienener Artikel der New York Post (NYP) mit dem Titel {übersetzt] „Milliarden wurden für die Lügen der UNO zum Klimawandel verschwendet“ beschreibt, wie weltweit Milliarden, wenn nicht sogar Billionen Dollar ausgegeben worden sind, um zu versuchen, den extremen Klimawandel, wie er von den fehlerhaften, aber weit verbreiteten Prognosen des Computermodells RCP 8.5 vorhergesagt wird, zu verlangsamen oder zu stoppen. Die NYP hat absolut Recht. Die zukünftigen Klimabedingungen, die im RCP 8.5-Szenario mit hohen Emissionen beschrieben und anschließend in Hunderten von Artikeln zitiert worden waren, die vor möglichen katastrophalen Folgen warnten, hätten niemals eintreten können, und alle Investitionen in die Klimapolitik waren und sind reine Verschwendung.

RCP 8.5 wurde von den offiziellen Klimaforschern des IPCC offiziell aus den Überlegungen gestrichen. Der Kolumnist Jonathan Lesser schreibt, dass der IPCC „für die ‚Klimakatastrophe‘ verantwortlich ist und „die Welt brennt“-Szenarien, die Umweltschützer, Wissenschaftler und viele Politiker propagiert haben, um den Amerikanern kostspielige, zwingende Energiepolitiken aufzuzwingen“, die „sich auf Wissenschaftler stützten, deren Karrieren davon abhingen, RCP 8.5 und mehrere andere Worst-Case-Szenarien zu nutzen, um alles Mögliche vorherzusagen – vom Niedergang französischer Weine über das Ende der Pasta bis hin zur Zerstörung der Erde durch Außerirdische. (Nein, wirklich.)“

In den letzten zehn Jahren haben das Heartland Institute und Climate Realism Dutzende von Artikeln veröffentlicht, in denen sie Studien widerlegen, die von verschiedenen Medien sklavisch propagiert wurden und sich stark auf computergestützte Emissionsszenarien wie RCP 8.5 und SSP5-8.5 stützten. Die Geschichten sind bekannt, auf die sich Lesser hier bezieht: die angebliche Zerstörung des französischen Weines (oder dessen Überproduktion!), von Pasta und von Aliens anderer Art – all das wurde bereits ausführlich behandelt, und noch vieles mehr.

RCP 8.5 wurde herangezogen, um zu behaupten, Gila-Monster [?] würden durch den Klimawandel dezimiert, der Klimawandel würde tödliche Pilzausbrüche weltweit verbreiten, der Klimawandel würde einen dramatischen Anstieg der Todesfälle aufgrund eines sitzenden Lebensstils verursachen, und die Daily Mail ging sogar so weit, KI-generierte apokalyptische Bilder der Zukunft der Welt zu erstellen, die allesamt auf RCP-8.5-Prognosen basierten.

Seit einiger Zeit schon sehen Wissenschaftler davon ab, RCP 8.5 als „Business-as-usual“-Szenario zu propagieren. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat es schon vor Jahren aufgegeben, dennoch wurde es weiterhin regelmäßig als realistisches Emissionsszenario am oberen Ende der Skala in Hunderten von Artikeln verwendet, die in renommierten Fachzeitschriften wie Nature veröffentlicht worden sind. Es war nie realistisch. Es war immer unglaubwürdig und wahrscheinlich unmöglich, selbst unter der Annahme eines raschen, starken und anhaltenden Anstiegs des Kohleverbrauchs – ein Szenario, das fünfmal mehr Kohle erfordern würde, als wir tatsächlich an Reserven überhaupt haben.

Der Klimawissenschaftler Roger Pielke Jr. erklärt in einem Substack-Beitrag: „Ein Szenario, welches das Fünffache der nachgewiesenen Kohlereserven voraussetzt, ist nach jedem Maßstab unplausibel.“ Er weist zudem darauf hin, dass dieses Szenario einen verstärkten Einsatz von Kohleverflüssigung anstelle von Erdöl erforderte und dass andere Technologien stagnieren würden. Nichts davon war realistisch, selbst zu dem Zeitpunkt, als das Szenario erstmals entworfen worden war.

RCP 8.5 war schon immer Unsinn, und obwohl einige Wissenschaftler dies bereits vor einigen Jahren eingeräumt hatten, nutzten andere es weiterhin, um in Fachzeitschriften veröffentlichte Schreckensszenarien zu entwerfen. Die Mainstream-Medien waren nur allzu bereit, diese zu verbreiten, komplett mit Schlagzeilen, welche die nächste wissenschaftlich belegte Katastrophe ankündigten, die bald eintreten würde.

Der Artikel der NYP listet wirtschaftspolitische Maßnahmen auf, die von der Klimapanik beeinflusst waren, insbesondere in New York und im Nordosten der Vereinigten Staaten, wie beispielsweise Fracking-Verbote, die „Stilllegung“ aller mit fossilen Brennstoffen betriebenen Stromerzeuger im Bundesstaat sowie die Förderung eines utopischen Stromversorgungssystems aus Wind-, Solar- und Batteriestrom in Verbindung mit „steuerbaren emissionsfreien Kraftwerken“, die mit „grünem“ Wasserstoff betrieben werden.

Natürlich behaupten viele prominente Klimaforscher nun, dass die Abkehr von RCP 8.5 auf die Bemühungen von Netto-Null-Initiativen zurückzuführen sei, aber auch das ist Unsinn.

Der weltweite Kohleverbrauch ist gestiegen, und der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre nimmt weiter zu. Auch hier waren die wirtschaftlichen Annahmen, die dem RCP 8.5 zugrunde lagen, von vornherein absurd. Pielke erklärt dies beispielsweise wie folgt:

Was nach der Veröffentlichung der RCPs im Jahr 2011 geschah – Paris, die Revolution der erneuerbaren Energien, der Ausbau der US-Schieferölförderung – ist die sich entfaltende Geschichte der Welt, die sich weiterhin nicht plausibel durch RCP 8.5 charakterisieren lässt. Das Szenario wurde nicht erst unplausibel. Die Beweise dafür, dass es unplausibel war, wurden einfach unbestreitbar, als sich die reale Welt und die RCP-8.5-Welt immer weiter voneinander entfernten.

Präsident Trump feiert nun die Aufgabe von RCP 8.5 und erklärt zu Recht und überschwänglich, dass die Prognosen des UN-Klimarats schon immer „FALSCH! FALSCH! FALSCH!“ waren.

Endlich ist er weg! Richtig, Herr Präsident!

Und ein großes Lob an die „New York Post“ für die Veröffentlichung von Lessers Artikel, der deutlich macht, dass unrealistische, Panik schürende Studien die Politik beeinflusst haben, was den Menschen geschadet hat. Sie hat ihnen die Wahlfreiheit genommen und ihre Kosten für Transport, Energie und alle energieverbrauchenden Produkte und Dienstleistungen in die Höhe getrieben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/22/spot-on-new-york-post-billions-have-been-wasted-based-on-fake-climate-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Und immer noch machen Deutschland und die EU weiter mit dieser Politik! Wer kann sie stoppen?!




John Clauser, Lutz Niemann, Henrik Svensmark, Nicola Scafetta, Willie Soon, William Happer, Stefan Kröpelin – die Elite der Klimaskeptiker..

..spricht auf der 17. EIKE- Klima- und Energiekonferenz am 26. und 27. Juli in Halle!

NEU-IKEK-17 Programm EIKE Klimakonferenz Halle 2026 B




Ist Wikipedia ein Netzwerk von Klima-Aktivisten?

Daß ein grüner Kandidat und Sohn von EE-Ausrüstern namens „Andol“ die Wikipedia mit seiner Meinung zur Klimapolitik vollschreibt, ist schon 2019 durch die Weltwoche publiziert worden.

Aktuell taucht ein weiterer schöner Beweis für die politische Schlagseite der „Enzyklopädie“ Wikipedia auf: Der Twitterer „Künstliche Intelligenz“ vergleicht einen Eintrag (Lemma) von Wikipedia mit dem entsprechenden in Elon Musks Grokipedia:

Spannend. Piers Corbyn erklärt in einem Video, warum das Klimawandel-Narrativ aus seiner Sicht falsch ist. Wer diesen Herrn nicht kennt, wird nun auf einer Plattform nachsehen. Aber auf welcher?

Der Vergleich des Eintrags auf Grokipedia und Wikipedia zeigt, wie sehr Wikipedia in der Hand von Klimaaktivisten ist, die zu unliebsamen Personen Framing betreiben, um sie zu diskreditieren. Man vergleiche die ersten Sätze zum Artikel „Piers Corbyn“:

Grokipedia: „Piers Richard Corbyn (born 10 March 1947) is a British astrophysicist and meteorologist who founded and directs WeatherAction, a company specializing in long-range weather and climate forecasting using the Solar-Lunar-Action-Technique (SLAT), which emphasizes solar particle and magnetic activity alongside lunar phases over conventional atmospheric models. He holds a first-class honours degree in physics from Imperial College London and an MSc in astrophysics from Queen Mary College, with research experience in superconductivity, cosmology, and galaxy formation.”

Wikipedia: „Piers Richard Corbyn (born 10 March 1947 is a British weather forecaster, anti-vaccine activist, conspiracy theorist, and former politician. Corbyn was born in Wiltshire and raised in Shropshire wherein he attended Adams‘ Grammar School. He was awarded a first class BSc degree in physics from Imperial College London in 1968 and a postgraduate MSc in astrophysics from Queen Mary College, University of London, in 1981.”

Quelle Wikipedia

Quelle Wikipedia

Übersetzung: DeepL.com

Grok: „Piers Richard Corbyn (geb. am 10. März 1947) ist ein britischer Astrophysiker und Meteorologe, der WeatherAction gegründet hat und leitet, ein Unternehmen, das sich auf Langzeit-Wetter- und Klimaprognosen unter Verwendung der Solar-Lunar-Action-Technique (SLAT) spezialisiert hat, bei der neben den Mondphasen auch die Sonnenpartikel- und Magnetaktivität gegenüber herkömmlichen atmosphärischen Modellen im Vordergrund stehen. Er hat einen First-Class-Honours-Abschluß in Physik vom Imperial College London und einen MSc in Astrophysik vom Queen Mary College sowie Forschungserfahrung in den Bereichen Supraleitung, Kosmologie und Galaxienentstehung.“

Wiki: „Piers Richard Corbyn (geboren am 10. März 1947) ist ein britischer Wettermoderator, Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und ehemaliger Politiker. Corbyn wurde in Wiltshire geboren und wuchs in Shropshire auf, wo er die Adams’ Grammar School besuchte. Er erwarb 1968 einen Bachelor of Science (BSc) in Physik mit Auszeichnung am Imperial College London und 1981 einen Master of Science (MSc) in Astrophysik am Queen Mary College der University of London.“

Fazit: Grok(ipedia) bleibt bei harten Fakten, Wikipedia wartet schon im ersten Satz mit Einschätzungen, Unterstellungen und Diffamierungen auf. 

Hier das Gegengift zum Klimaschwindel, mit Nobelpreisträger! https://eike-klima-energie.eu/2026/04/29/jetzt-anmelden-internationale-klima-und-energiekonferenz-ikek-17-in-halle-an-der-saale/




Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 




Immer breiterer Rückzug aus RCP8.5

Cap Allon

Der RCP8.5-Rückzug ist nicht mehr nur auf Fachkreise im Klimabereich beschränkt. Die politischen und medialen Auswirkungen setzen ein, und die Ausreden werden bereits vorbereitet.

RCP8.5 und sein späterer Ableger SSP5-8.5 waren jahrelang die Grundlage für düstere Klimaprognosen. Sie lieferten den Stoff für die schlimmsten Schlagzeilen: außer Kontrolle geratene Erwärmung, versunkene Städte, tödliche Hitzewellen, Ernteausfälle, Massenflucht und wirtschaftlicher Zusammenbruch. Sie wurden wiederholt als „Business as usual“ behandelt und dann durch Journalismus, Aktivistenberichte, Unternehmensrisikomodelle, Gerichtsverfahren und Regierungspolitik durchgesetzt.

Nun wurde dieses Szenario verworfen.

Bryan Walsh von Vox hat zugegeben, dass RCP8.5 „eineinhalb Jahrzehnte des Klimajournalismus geprägt hat“, einschließlich seiner eigenen Arbeit, als er beim Time Magazine über den Klimawandel berichtete. „Ich wusste nicht immer – und habe auch nicht immer kommuniziert –, dass das Szenario hinter den apokalyptischsten, aufmerksamkeitsstärksten Erkenntnissen größtenteils ein Versuch war, sich vorzustellen, wie schlimm es werden könnte, und keine echte Prognose. Aber ich war nicht allein. RCP 8.5 war eine häufige Hintergrundgröße im Klimajournalismus.“

In Deutschland hat das Thema Einzug in die Politik gehalten.

Am 20. Mai erzwang die AfD eine Bundestagsdebatte über die Streichung des RCP8.5 aus dem nächsten zentralen Klimaszenario-Rahmenwerk. Karsten Hilse bezeichnete den Pfad als ein unglaubwürdiges Horrorszenario, das dazu diene, Panik zu schüren und kostspielige Klimamaßnahmen zu rechtfertigen.

Die Reaktion der anderen Parteien war vorhersehbar. RCP8.5, so behaupteten sie, sei nur deshalb unrealistisch, weil die Klimapolitik funktioniert habe.

Das ist die Ausrede.

Aber auch sie bricht beim Kontakt mit der Realität, mit den Daten, in sich zusammen.

Wind- und Solarenergie machen nach wie vor nur einen kleinen Bruchteil der weltweiten Primärenergie aus. Fossile Brennstoffe dominieren weiterhin (~86 %). Die weltweiten CO₂-Emissionen sind nicht gesunken. Sie sind weiter gestiegen. Die Welt hat RCP8.5 nicht vermieden, weil das Pariser Abkommen die Zivilisation gerettet hat oder weil erneuerbare Energien das globale Energiesystem ersetzt haben.

Das ist eine Lüge. Und durch nur eine Grafik wird sie aufgedeckt:

RCP8.5 ist gescheitert, weil es nie realistisch war.

Doch genau diesen Punkt weigert sich das Establishment einzuräumen.

Wenn das Szenario von vornherein unplausibel war, dann beschränkt sich das Problem nicht auf einen einzigen verworfenen Pfad. Es reicht zurück über Jahre hinweg durch wissenschaftliche Arbeiten, Schlagzeilen, juristische Argumente, Schulmaterialien, Risikobewertungen und Regierungspolitik, einschließlich CO₂-Steuern.

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Die oben erwähnte Aussage von Bryan Walsh hat er hier bei WUWT genauer ausgeführt.

 




Die „Durchschnittstemperatur“

Von Peter Clack

Seit vierzig Jahren wird uns gesagt, der Planet habe eine einzige „globale Durchschnittstemperatur“ – eine erfundene Zahl, die als glaubwürdiger gilt als das Wetter vor deinem eigenen Fenster. Der große Fehler daran ist, dass es wirklich kein einziges Temperaturszenario gibt, das auf irgendeinen geographischen Punkt irgendwo auf der Erde zutrifft. Nicht so, wie die Leute es sich vorstellen, nicht mehr als es eine einzige „globale Stimmung“ oder „ein Gefühl für Ironie“ gibt. Wenn du sagst: „Die Durchschnittstemperatur des Planeten beträgt 15 °C“, bedeutet das absolut nichts für eine Person, die durch das von Frost gezeichnete Sibirien stapft oder an einem schwülen Sommerabend in Brasilien einen Piña Colada schlürft. Es ist sinnlos für die menschliche Geographie und Politik. Statistisch kannst du die Temperatur einer Polkappe und der Sahara-Wüste mitteln, aber die resultierende Zahl beschreibt einen Ort, der nicht existiert.

Sie existiert nicht innerhalb der realen Welt.

Es ist ein Computermodell – keine Realität. Das Konzept einer einzigen globalen Temperaturmetrik ergibt nur Sinn aus kosmischer Entfernung. Es ist eine planetare Metrik, die für Satelliten gedacht ist, nicht für menschliches Leben oder Geographie. Wenn internationale Gremien sich ausschließlich darauf konzentrieren, einen einzigen globalen Durchschnitt um 0,1 °C zu verschieben, behandeln sie die Erde als ein thermodynamisches Legoland-System.

Bild

Klimazonen der Erde nach Köppen

Aber der Planet erlebt das Klima nicht auf diese Weise. Das Klima der Erde ist in mehrere unterschiedliche Klimazonen zerbrochen (grob 14 separate Szenarien), basierend auf gelebten Erfahrungen. Alle sind vollständig regional, bestimmt durch lokale Topographie, Ozeanströmungen, Vegetationsdecke und atmosphärische Drucksysteme.

Hawaii hat 10 Klimazonen

Tourismuswerbung vermarktet Hawaii als idyllisches, einheitliches tropisches Paradies. Aber jeder, der wirklich dort war, weiß, dass die Insel etwa 10 der 14 unterschiedlichen Klimazonen der Welt enthält, von ständig feuchten tropischen Regenwäldern bis zu ariden Wüsten und sogar alpiner Tundra auf dem Gipfel des Mauna Kea, wo es schneit. Internationale Institutionen ziehen sich leise von ihren extremsten „Kollaps“-Szenarien zurück. Der gesamte Apparat wurde auf einer fehlerhaften Prämisse aufgebaut – dem Versuch, die Welt basierend auf einem einzigen, aggregierten Temperaturmarker zu regieren, den kein Mensch je tatsächlich erlebt. Die Hawaii-Analogie zeigt, wie lokale Realität einheitliche Narrative zerstört. Die wahre Gefahr ist nicht eine geringfügige Verschiebung eines globalen statistischen Durchschnitts, sondern die zivilisatorische Lähmung, die entsteht, wenn zentrale Bürokratien die Realität durch Ideologie ersetzen. Wenn ein immenser institutioneller und bürokratischer Apparat um eine spezifische Reihe von Zahlen, Zielen und Narrativen herum aufgebaut wird, entwickelt er eine enorme strukturelle Trägheit. Er hält nicht einfach an oder dreht sich auf einen Knopfdruck um, nur weil sich die zugrunde liegenden Annahmen verschieben. Wir haben stark verarbeitete, kontinentengroße Schätzungen zu einer Heiligen Schrift erhoben und dann trillionenschwere Politikhebel in die Hände von Leuten gelegt, die jede Infragestellung der Schätzung als Ketzerei behandeln. Es stellt sich heraus, dass es keinen Thermometer gibt, der groß genug ist, um „die Erde“ zu messen.

Der Originalartikel erschien bei x auf dem Blog vom Peter Clack

 

 




Sonnenzyklus 25 ist keine Rückkehr zur Sonne des 20. Jahrhunderts

Cap Allon

Im Vergleich zu den großen Zyklen des 20. Jahrhunderts erweist sich der 25. Sonnenzyklus als sehr schwach. Geomagnetische Stürme waren in der Mitte und gegen Ende des 20. Jahrhunderts weitaus häufiger und intensiver, sodass der aktuelle Zyklus im Vergleich dazu eher harmlos wirkt.

Die lange Kp-Aufzeichnung des GFZ Potsdam verdeutlicht diesen Unterschied:

Der Sonnenzyklus 25 hat bisher 17 Tage der Stufe G4 oder G5 hervorgebracht.

Bis zum Ende des Zyklus‘ wird die Gesamtzahl wahrscheinlich bei etwa 25 liegen, vielleicht auch etwas höher.

Der Sonnenzyklus 23 brachte 43 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 22 brachte 47 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 18 brachte 54 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 19 brachte 81 Tage hervor.

Die Sonnenaktivität des 20. Jahrhunderts war etwa zwei- bis dreimal so hoch wie heute. Lediglich im Jahr 2024 entstand kurzzeitig der Eindruck, dass der Sonnenzyklus 25 in diese Kategorie fallen könnte, doch selbst dieses Jahr blieb weit hinter den Spitzenwerten aktiverer Zyklen zurück.

Der Hauptgrund, warum manche den Sonnenzyklus 25 als aktiv bezeichnen, liegt darin, dass der Sonnenzyklus 24 so schwach war. Vor diesem eingebrochenen Maßstab sieht alles aktiv aus. Im Vergleich zur breiteren historischen Datenreihe liegt SC25 jedoch immer noch deutlich unter den großen modernen Zyklen (dem Grand Modern Maximum).

Die Sonnenfleckendaten erzählen eine ähnliche Geschichte. Im Mai gab es einen späten Anstieg, wobei der Monatsdurchschnitt nun bei etwa 100 liegt. Der Anstieg hängt teilweise mit der ehemaligen riesigen Region auf der Rückseite zusammen, die sich nun in separate aktive Regionen auf der der Erde zugewandten Scheibe aufgelöst hat:

Auf der der Erde zugewandten Seite befinden sich derzeit (27. Mai) neun Sonnenfleckengruppen, von denen die meisten schwache C-Flares erzeugen. [NASA/SDO]

Dieser Ausbruch ändert jedoch nichts am Gesamtbild.

Der Sonnenzyklus 25 erreichte seinen Höhepunkt um das Jahr 2024 und befindet sich seit mehr als einem Jahr im Abklingen. Auf dem Weg nach oben übertraf er die ursprüngliche Prognose von NOAA/NASA/ISES, doch auf dem Weg nach unten verläuft er nun deutlich unterhalb der durchschnittlichen Sonnenzykluskurve, die bis ins Jahr 1750 zurückreicht.

Er stimmt auch weiterhin mit einer nach vorne verschobenen Version der McIntosh-Leamon-Egeland-Prognose überein, was darauf hindeutet, dass der Zyklus möglicherweise einfach vorzeitig eingetreten ist, anstatt in eine neue Ära hoher Aktivität überzugehen.

Ein kurzlebiger Aufschwung im Mai kann die Zahlen dieses Monats anheben. Er kann den allgemeinen Abwärtstrend jedoch nicht auslöschen.

All dies schließt größere Ereignisse nicht aus. Auch in abklingenden Phasen kann es noch zu starken Sonneneruptionen, kräftigen koronalen Massenauswürfen und schweren geomagnetischen Stürmen kommen. Ein ruhigerer Zyklus ist kein harmloser Zyklus. Es bedeutet lediglich, dass das Hintergrundniveau niedriger ist und große Ereignisse seltener auftreten.

Die größere Frage ist, was als Nächstes kommt.

Wenn der Sonnenzyklus 26 wieder die Stärke von SC19, SC21 oder SC22 erreicht, wird er im Vergleich zu SC25 heftig erscheinen. Wenn SC26 jedoch, wie ich erwarte, erneut nachlässt, werden SC24 und SC25 weniger als Ausnahmen und eher als erste Schritte eines längeren Abschwungs angesehen werden.

Genau hier liegt die Frage nach dem Großen Solaren Minimum.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-keeps-nipping-california-nasas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Energiewende doch erfolgreich? Deutschland im ersten Quartal 2026 wieder Nettostromexporteur

Sie nutzen jeden Strohhalm: Spiegel, Zeit und andere Organe feiern, daß Deutschland im ersten Quartal 2026 wieder Nettostromexporteur war.

Der Spiegel textet:

Vor allem Windenergie: Deutschland erstmals seit 2023 wieder Strom-Nettoexporteur. Deutschland hat im ersten Quartal wieder mehr Strom ins Ausland verkauft. Und erneuerbare Energien spielen dabei eine große Rolle.

In der EIKE-Redaktionskonferenz fiel gerade der Satz „Fakten spielen beim Klima keine Rolle“. Ja – geht es um Geld & Macht, wird gelogen und gedreht – und die Berufs-Herolde verteidigen ihr Programm bis zur Grenze des Grotesken. Diese Abbildung zeigt klar, was in der Realität tatsächlich geschieht:

Die lila Balken zeigen den grenzüberschreitenden Stromhandel, negative Werte bedeuten, daß Deutschland Strom exportierte. (Vor der Abschaltung der Kernkraftwerke exportierte Deutschland regelmäßig große Strommengen.)
Die kleinen negativen lila Balken rechts in den ersten drei Monaten von 2026 werden vom Spiegel als Beweis der gelingenden Energiewende gefeiert.

Die Windstrommenge (blaßgrün) war aktuell hoch, aber niedriger als in vielen Monaten vergangener Jahre.
Das ganze Bild: Verstromtes Gas (orange) lag mit 11,4 TWh im Januar auf zweithöchstem Wert aller Zeiten, nur der Januar 2017 war höher.

Nachhaltig war das Ganze auch nicht: Im April und Mai sind wir wieder Stromimporteur.