Die Hitze ist politischer Natur

Joe Bastardi

Ich blockiere niemanden, es sei denn, ich gerate in Situationen, in denen meine Absichten verdreht werden, oder wenn ich das Gefühl habe, dass die Person nicht alle Fakten berücksichtigt.

Jedenfalls hat jemand kommentiert, ich würde die Hitze politisieren. Ich hätte ihn eigentlich ignoriert, aber da er mich mit einem nicht gerade schmeichelhaften Begriff bezeichnet hat, dachte ich mir, er sei einer der vielen Hasser, von denen ich weiß, dass sie mich drangsalieren wollen. Normalerweise schaue ich gar nicht hin, aber wenn mir zufällig etwas auffällt, reagiere ich manchmal doch darauf.

Aber es ist politisch – und ich habe es nicht so gemacht. Wieder einmal dringen sie in mein Haus ein, indem sie es politisieren. Das ist so, als würde man jemanden hereinbitten, nur damit dieser dann den ganzen Müll in deinem Wohnzimmer verteilt. Dieses Haus steht für Wetter und Klima.

Es fällt mir schwer, mir so etwas anzuhören, wenn ich weiß, dass die Leute, die das sagen, nichts anderes sind als das, was der verstorbene William Gray „Klimaprofiteure“ nannte – sie nutzen Wetter und Klima aus, um ihre eigene Agenda voranzutreiben, und beuten diejenigen aus, die keine Chance haben, das Gesamtbild zu erkennen.

Das habe ich vor einiger Zeit geschrieben, weil ich meiner Seite in dieser Klimadebatte klarmachen möchte: Diese Leute werden nicht einfach verschwinden. Hier kann man mehr darüber lesen.

Aber wenden wir uns dem Ausland zu, genauer gesagt der enormen Hitze in Europa, vor der ich versucht habe zu warnen, da ich wusste, dass die dafür verantwortlichen Faktoren – allesamt natürlichen Ursprungs – zusammenkommen würden.

Die Tatsache, dass sie es versäumt haben, ihre eigene Bevölkerung darauf vorzubereiten, zeugt von einer solchen Inkompetenz, dass ich zu dem Schluss gekommen bin, dass dies absichtlich geschah. Es handelt sich um eine bewusste Strategie, um eine verzerrte politische Agenda voranzutreiben, die fälschlicherweise Dinge verantwortlich macht, die nie die eigentliche Ursache des Problems waren.

Folgende Warnung habe ich ihnen am 6. Juni übermittelt habe:

Die Gründe dafür sind rein natürlicher Art, auf die ich jetzt nicht näher eingehen werde, aber was haben sie denn nicht verstanden, als sie den Sommer mit dem Jahr 2003 verglichen haben – etwas, das ihnen doch eigentlich untrennbar im Gedächtnis verankert sein müsste?

Lassen Sie mich also erklären, wie ihre Strategie aussieht: Es ist genau das, was wir derzeit in den Bundesstaaten mit diesen linken Klimapropagandisten beobachten.

Noch einmal: Nicht ich habe die Hitze politisiert – sondern diejenigen, welche die Kraftwerke stillgelegt haben.

Das sind die Vereinigten Staaten im Jahr 2026. Wir sollten keine Stromausfälle erleben, nur weil es drei Tage lang extrem heiß ist (was übrigens Anfang nächster Woche vorbei sein wird). Tatsächlich könnten die Temperaturen in New York City am Montag Nachmittag genauso weit unter dem Normalwert liegen, wie sie derzeit im Zentrum der Hitzewelle über dem Normalwert liegen.

Aber wenn man bewusst zuverlässige Kraftwerke auf dem Altar der erneuerbaren Energien opfert – Energiequellen, die bei großen Hitzewellen aufgrund von schwachem Wind oder Dunkelheit oft unzuverlässig sind und einfach noch nicht bereit sind, die Last zu tragen –, und dann genau jene Kraftwerke stilllegt, die früher dafür sorgten, dass Klimaanlagen zuverlässig liefen – wessen Schuld ist das dann? Es ist die Schuld derjenigen, die diese Politik vorangetrieben haben.

Schauen Sie sich Florida an. Dort leben mehr Menschen und der Bedarf ist höher, doch das Stromnetz bricht nicht jeden Tag zusammen, weil man dort die Kraftwerke nicht stillgelegt hat. Hätte New York noch immer die Erzeugungskapazität, über die es vor nur zehn Jahren verfügte, könnte es diese Hitzewelle problemlos bewältigen.

Steve Goreham warnt schon seit Jahren genau davor, und was gerade passiert, ist geradezu beängstigend. Anstatt uns anzupassen, schaffen wir Probleme, die die Menschen bestrafen und allgemeines Elend verbreiten. Das Schlimmste daran ist, dass das gar nicht passieren dürfte. Die Ursache ist nicht das Wetter – es ist ein politisches, nicht wetterbedingtes Ereignis: die Stilllegung von Kraftwerken.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dadurch sind die Schwächsten unter uns schutzlos ausgeliefert. Sie verursachen das Problem, schieben die daraus resultierende Hitze dem Klimawandel in die Schuhe und legen dann mit noch mehr Forderungen und Kontrollen nach. Gewöhnen Sie sich daran, denn die meisten Amerikaner haben keine Ahnung, in welchem Zustand sich unser Stromnetz tatsächlich befindet.

Die Bundesstaaten, die gut davonkommen werden, sind diejenigen, die gesunden Menschenverstand walten lassen, eine zuverlässige Stromversorgung aufrechterhalten und sich auf Anpassung statt auf Ideologie konzentrieren.

Die gleiche Art von politischem Wahnsinn sieht man auch in Frankreich. Und wissen Sie was? Für sie könnte es diesen Winter sogar noch schlimmer werden. Im vergangenen Winter, obwohl er überdurchschnittlich warm ausfiel, ging das Erdgas fast zur Neige. Es gibt einige El-Niño-Winter in Europa, die ziemlich kalt sind. Beispiel: 09–10

Der vergangene Winter war bei weitem nicht so kalt

Angesichts des zusätzlichen Bedarfs würden sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, sollten sie einen Winter wie 2009–10 erleben.

Die gute Nachricht ist zweierlei: Erstens glaube ich nicht, dass dies derzeit passieren wird, und zweitens sind die Vereinigten Staaten – dank der unter Trump stark ausgeweiteten LNG-Exporte – in der Lage, ihnen noch mehr zu helfen.

Anstatt also den USA die Schuld für Probleme zu geben, die sie mit ihrer eigenen wahnwitzigen Klimapolitik selbst verursacht haben, sollten sie uns dafür danken, dass wir ihnen aus der Patsche helfen. Die Heuchelei dieser Leute kennt keine Grenzen.

Wenn sie wirklich wegen übermäßiger CO₂-Emissionen mit dem Finger auf jemanden zeigen wollen, sollten sie auf China schauen – nicht auf die Vereinigten Staaten –, das weitaus mehr CO₂ in die Atmosphäre pumpt.

Das sieht in Wirklichkeit nach einem gezielten Muster aus: Man schafft das Problem, zwingt den Menschen das Elend auf und gibt dann denjenigen die Schuld, die nichts damit zu tun hatten. Gleichzeitig sorgt man dafür, dass die Öffentlichkeit nie die ganze Geschichte erfährt, damit sie es stillschweigend hinnimmt.

Da Sie gerade hier lesen: Unsere Vorhersage zu den Auswirkungen von Hurrikanen enthält einen Bereich, der uns Sorgen bereitet, da dort eine überdurchschnittliche Aktivität zu erwarten ist – und das in einem Jahr, das insgesamt unterdurchschnittlich ausfallen wird.

Seit 1991 (Hurrikan Bob) hat in Neuengland kein Hurrikan mehr Land erreicht.

Der rote Faden, der sich durch die linke Klimaille zieht, ist pure Heuchelei – und der Senator von Rhode Island Sheldon Whitehouse praktiziert sie so gut wie kaum ein anderer. Er behauptet immer wieder, dass Hurrikane immer schlimmer werden, doch für Rhode Island gilt das Gegenteil: Von 1938 bis 1991 gab es in diesem Bundesstaat im Durchschnitt alle sieben Jahre einen Hurrikan, seitdem jedoch keinen mehr.

Obwohl er behauptet, sie würden schlimmer werden, setzt er sich aggressiv für Windkraftanlagen ein, die bei einem schweren Sturm zerbrechen könnten, wodurch unzählige scharfe Trümmerteile an die Strände im Süden Neuenglands gespült und der Fischerei sowie dem Tourismus Schaden zufügen würden. Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Lebensdauer einer Windkraftanlage nur 18–22 Jahre beträgt – und niemand eine gute Antwort darauf hat, wie man sie recyceln soll.

Wenn sich also die Bedenken von WeatherBell.com hinsichtlich des aktuellen Musters als richtig erweisen, wer wird dann als Erster „Klimawandel“ schreien?

Wie kann das nicht politisch sein?

Und die Solaranlagen, die Flächen ersetzen, die zuvor naturbelassen oder begrünt waren. Eine Sache über Parkplätzen oder auf Dächern. Aber schaut euch das hier in Brüssel an:

Von @Electroversenet

Die roten Hitze-Graphiken Europas zeigen den städtischen Wärmeinseleffekt, nicht den Klimawandel. Copernicus-Satelliten verzeichneten einen Unterschied in der Landtemperatur von etwa 23 °C zwischen städtischen Gebieten und nahegelegenen Wäldern. In Belgien erreichte die Stadt Brüssel 47,4 °C, während die Temperatur im angrenzenden Sonienwald bei etwa 24,5 °C lag:

Jede einzelne dieser Solarwüsten – es handelt sich dabei nicht um Solar-Parks – treibt die lokalen Temperaturen weit über das natürliche Niveau hinaus.

Hier ist ein anschauliches Beispiel (zwar nicht mit Solarwüsten, sondern mit grüner Vegetation), das zeigt, wie echte Grünflächen dazu beitragen, einen Hitzestau zu verhindern. Über diesen Solarwüsten können die Temperaturen bis zu 60 °C erreichen – an Orten, an denen es sonst 30–40 °C kühler wäre.

Was ist der gemeinsame Nenner?

Das hier: Eine politische Ideologie, die das Problem selbst verursacht, indem sie sich weigert, sich anzupassen, den Menschen Leid zufügt und dann die Schuld dafür etwas zuschreibt, das wohl kaum oder gar keinen Einfluss darauf hat.

Hätte es während der tödlichen Hitzewelle von 1911, bei der 41.000 Menschen ums Leben kamen, den gleichen Grad an städtischer Bebauung gegeben, wäre es wahrscheinlich genauso heiß – oder sogar noch heißer – gewesen.

Diese Leute werden nicht verschwinden. Sie agieren mit Täuschung, Verzerrung und Selbsttäuschung. Und in dieser „Soundbite“-Gesellschaft, in der die Medien irgendwie nie das Gesamtbild betrachten wollen, wissen sie genau, wie sie damit weitermachen können.

Gibt es eine Lösung?

Nach all den Jahren ist mir klar geworden, dass ich das nicht einfach als „Gewinnen“ oder „Verlieren“ betrachten kann. Ich kann nur versuchen, das Gesamtbild aufzuzeigen, und mich damit trösten, dass Sie – ob Sie mir nun zustimmen oder nicht – zumindest den größeren Zusammenhang erkennen. Ich hoffe, dass Sie sich von dort aus selbst weiter mit dem Thema beschäftigen werden.

Ich bin schon lange der Überzeugung, dass der Versuch der Linken, das Klima zu kontrollieren, der endgültige Sargnagel für die Freiheit ist. Ich glaube, sie wissen das ganz genau und sehen darin den Weg zur ultimativen Kontrolle. Und wie alle Fanatiker im Laufe der Geschichte, die in ihrer unüberwindbaren Ignoranz verhaftet sind, werden sie einfach noch einen draufsetzen.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/08/the-heat-is-political/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Autor Joe Bastardi ist synoptischer Meteorologe genau wie der Übersetzer.

 




Klimaanlagen vs. Klima-Aktivismus: Gegenwind für UK/EU

Robert Bradley Jr. from MasterResource

„Falls ich zur Präsidentin gewählt werde, werde ich ein groß angelegtes Programm zur Installation von Klimaanlagen auf den Weg bringen, beginnend an Orten mit den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.“ – Marine Le Pen, Vorsitzende der Partei „Rassemblement National“ (Französische Nationalversammlung)

Es ist nicht leicht, „grün“ zu sein. „Grüne“ Energie ist kaum wirklich grün (man denke nur an die Industrialisierung von Wind-, Solar- und Batterietechnik), und praktisch jeder Aktivismus zur Eindämmung des Klimawandels hat negative Auswirkungen auf Verbraucher, Steuerzahler und die Freiheit. Dies ist weniger das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen als vielmehr ein Angriff der „Deep Ecology“ auf das moderne Leben und die menschliche Weiterentwicklung.

Springen wir in den Sommer 2026. Wie schon lange vorhergesagt, erfordert eine sich erwärmende Welt (natürlich und anthropogen bedingt) Anpassungsmaßnahmen. Das bedeutet Klimaanlagen, Nebelmaschinen und die Erzeugung immer größerer Mengen an Eis, um den Höchstbedarf im Sommer zu decken. Doch die Aktivisten verachten solche grundlegenden Anpassungsmaßnahmen mit der Begründung, dass ein höherer Strombedarf mehr Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen aus bestehenden oder neuen Kapazitäten erfordern würde. Aber der Pragmatismus wird sich sicherlich durchsetzen, wenn die Anpassungsmaßnahmen die verbraucher- und komfortfeindliche Klimaschutzpolitik überholen.

Ohne Klimaanlage

„Klimaanlagen haben schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit“, so eine Quelle, „obwohl das nicht das einzige Problem bei Klimaanlagen ist.“ Zu den „zahlreichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt selbst“ zählen der Energieverbrauch, FCKW-/HFC-Emissionen sowie die Verwendung von Stahl oder nicht biologisch abbaubarem Kunststoff bei der Herstellung.

Vor fünfundfünfzig Jahren bezeichnete Paul Ehrlich die Klimaanlage als ein großes Übel der Gesellschaft. Klimaanlagen könnten „weitgehend abgeschaltet werden“, außer „dort, wo Menschen in der Nähe heiß laufender Maschinen arbeiten müssen“ oder wo wärmeempfindliche Elektronik zum Einsatz kommt. Kein Grund zur Sorge – „die Sommerhitze lässt sich von den meisten von uns auf viele andere Arten bewältigen (so wie sie noch vor zwei oder drei Jahrzehnten von uns allen bewältigt werden musste!)“. Ehrlich (und sein Co-Autor Richard Harriman) empfehlen daraufhin eine 20-Stunden-Woche, um „alle arbeitslosen Klimaanlagen-Reparateure“ wieder in Arbeit zu bringen. [1]

Der empfohlene „klimafreundliche“ Temperaturbereich von 26 °C im Sommer und 20 °C im Winter steht im Gegensatz zu den Komfortwerten, die für die meisten Menschen das ganze Jahr über bei etwa 22 °C liegen. Seien Sie in dieser Hinsicht vorsichtig mit „intelligenten Stromzählern“ – und vergessen Sie nicht Jimmy Carters „Thermostatpolizei“ aus den 1970er Jahren. Zunächst empfahl er eine Höchsttemperatur im Winter von 20°C oder weniger. Einen Monat später wies er an, dass in Bundesgebäuden die (Winter-)Temperaturen tagsüber auf höchstens 18°C und nachts auf höchstens 13°C eingestellt werden sollten. Präsident Reagan beendete Carters 22-monatiges Programm Anfang 1981.

Die Hitzewelle in EU/UK

Die aktuelle Hitzewelle in Europa sorgt für Schlagzeilen. Der Klimawandel sei dafür verantwortlich, heißt es. Aber was ist mit dem Großteil der übrigen Welt, der ganz normale Sommer erlebt? Extreme treten immer irgendwo auf.

Doch noch wichtiger: Welche Rolle spielt der Klimaalarmismus bzw. -aktivismus bei den Beschwerden der Menschen und sogar bei Todesfällen infolge von Hitzewellen? Ein aktueller AP-Artikel [Titel übersetzt] „Europas extreme Hitze wäre ohne den Klimawandel unmöglich, sagen Wissenschaftler“ – wirft genau diese Frage auf. Wo bleibt die Studie bzw. der Bericht „Europas Hitzekrise wird durch die Klimapolitik verschärft“? Wie sich herausstellt, ist der Mangel an Klimaanlagen (usw.) aufgrund hoher Strompreise und sogar staatlicher Vorschriften das Hauptproblem.

Inmitten der Hitze-Misere ist ein Ansturm auf kleine Klimaanlagen im Gange. Doch einige politische Entscheidungsträger, die sich von Klimasorgen leiten lassen, lassen solche Maßnahmen zur Selbsterhaltung nicht zu. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire (Parti Socialiste) will nur öffentliche Kühlung für die Schwächsten, nicht die „Plage“ privater Klimaanlagen. „Um uns gemeinsam anzupassen“, sagte er, „müssen wir unsere Lebensweise ändern.“

Das derzeitige „grüne“ Dilemma

Bill McKibben hat in einem kürzlich erschienenen, 2.150 Wörter langen Beitrag das Thema Klimaanlage kein einziges Mal erwähnt. Eine Woche später schrieb er: „Es gab viel sinnloses Hin und Her in den sozialen Medien über Klimaanlagen in Europa, die wir natürlich jetzt brauchen“, schrieb er und fügte in Klammern hinzu: „In Asien, Südamerika und Afrika brauchen wir sie sogar noch dringender.“

Vielleicht hat dieser zwischen McKibbens beiden Beiträgen erschienene Artikel in der New York Times seine Aufmerksamkeit erregt. Der Artikel von Michael D. Shear und Jeanna Smialek mit dem Titel [übersetzt] „Während Europa schwitzt, sprechen einige Politiker von Klimaanlagen statt von Klimaschutzmaßnahmen“ (26. Juni 2026) begann wie folgt:

Hitzebedingte Todesfälle und Beeinträchtigungen des Alltags zwingen Politiker dazu, sich auf unterschiedliche Weise mit der raschen Erwärmung unseres Planeten auseinanderzusetzen … Die Antwort rechter Politiker besteht zunehmend darin, sich auf eine kurzfristige Lösung zu konzentrieren, deren Notwendigkeit fast alle anerkennen – die Installation von Klimaanlagen in europäischen Haushalten, Schulen, öffentlichen Gebäuden und Krankenhäusern …

In Frankreich hoffen rechtsextreme Politiker, die sich für die Streichung von Initiativen zur Netto-Null-Emissions-Ziele ausgesprochen haben, von der Hitzewelle zu profitieren, indem sie der Regierung vorwerfen, das Land nicht widerstandsfähiger gemacht zu haben, aber auch, um dies als kulturelles Argument gegen die extreme Linke zu nutzen, die sich aus Umweltgründen oft gegen den Einsatz von Klimaanlagen ausgesprochen hat. „Wenn ich zur Präsidentin gewählt werde, werde ich ein umfangreiches Programm zur Installation von Klimaanlagen auf den Weg bringen“, versprach Marine Le Pen, die Vorsitzende der Partei „Rassemblement National“, am Freitag, „beginnend an Orten mit den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.“

The climate campaigners are in a difficult spot, the Times article continues.

Die Klimaschützer befinden sich in einer schwierigen Lage, heißt es in dem Artikel der „Times“ weiter.

Vor dem Hintergrund des traditionell milden, gemäßigten Klimas in Nordeuropa haben sich einige linke und grüne Parteien gegen Klimaanlagen ausgesprochen und stattdessen die Sanierung von Gebäuden mit architektonischen Maßnahmen befürwortet, um diese bei Hitze kühl zu halten. Doch die Gesundheitsrisiken, die von der Hitzewelle dieser Woche ausgehen, setzen diese Sichtweise zunehmend unter Druck – und führen zu einem Umdenken.

Als Reaktion auf den Aufruf eines Kommunalpolitikers an die Einwohner, Ventilatoren zu nutzen und einen neuen Baum zu pflanzen, antwortete ein Politiker:

Es ist absurd, dass alle Regierungen unseres Landes unter dem Druck von links-grünem Geschwätz vom Einsatz von Klimaanlagen abraten. Dabei ist das doch die effizienteste und beste Lösung. Wie viele Todesfälle hat die Regierung mit solchen absurden Ratschlägen wohl schon auf dem Gewissen?

Das ist doch ein gutes Schlusswort.

[1] Paul Ehrlich und Richard Harriman, How to Be a Survivor, Ballantine Books, 1971), pp 73–74.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/03/air-conditioning-vs-climate-activism-uk-eu-face-the-music/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Vatikan-Zeitung schädigt „Begegnung von Glaube und Vernunft“ mit Falschmeldungen zum Klima

Frits Byron SoepyanFrom the CO2 Coalition 

Mit der Berichterstattung über die sensationellen Behauptungen von UNICEF schließt sich die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ der Panikmache der Klimaalarmisten an, deren Glaubwürdigkeit unter einem Mangel an wissenschaftlichen Fakten leidet.

Unter Berufung auf den UNICEF-Bericht „The Children’s Climate Risk Report 2026“ behauptet der Artikel auf der Titelseite der Ausgabe vom 16. Juni mit dem Titel „Emergenze climatiche: Il cielo sopra i bam (Klimanotstände: Der Himmel über den Kindern)“, dass die Hälfte aller Kinder weltweit „täglich“ von „extremen Klimaereignissen“ bedroht sei. Der Artikel nennt die Reduzierung der Treibhausgasemissionen als eine Möglichkeit, „Klimarisiken“ zu mindern. Der UNICEF-Bericht drängt zudem auf den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zugunsten „erneuerbarer“ Energien.

Aber sind Kinder – oder überhaupt irgendjemand – wirklich durch eine Klimakrise gefährdet? Schauen wir uns einmal an, was die Daten sagen.

Die EM-DAT-Datenbank des Zentrums für Katastrophenepidemiologie der Universität Louvain bestätigt, dass Naturkatastrophen ab etwa dem Jahr 2000 nicht häufiger geworden sind. Vor dieser Zeit befand sich das System zur Katastrophenmeldung noch im Aufbau. Das bedeutet, dass der Anstieg der gemeldeten Katastrophenzahlen im 20. Jahrhundert eher auf eine verbesserte Berichterstattung durch mehr Stationen zurückzuführen ist als auf eine Zunahme der Katastrophenhäufigkeit.

So ist beispielsweise der weltweite Anteil der von Dürre betroffenen Landfläche seit 1950 rückläufig. In den Vereinigten Staaten erreichten Hitzewellen ihren Höhepunkt in den 1930er Jahren, und die Schwere sowie die Häufigkeit von Waldbränden gingen von 1926 bis 2025 deutlich zurück. Die jährlich durch Waldbrände zerstörte Fläche ist seit ihrem Höchststand im Jahr 1930 um etwa 90 % zurückgegangen.

Laut weltweiten von Dr. Ryan N. Maue zusammengestellten Daten nehmen weder die Heftigkeit noch die Häufigkeit von tropischen Stürmen und Hurrikanen zu. Seit den 1920er Jahren ist die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen pro Jahrzehnt bis in die 2010er Jahre um mehr als 90 % zurückgegangen.

Da weder die Schwere noch die Häufigkeit von Naturkatastrophen zugenommen hat und die durch Katastrophen verursachte Sterblichkeit drastisch gesunken ist, gibt es schlichtweg keine Grundlage für die Sensationsmache der Vatikanzeitung.

Zwar sind in den letzten Jahrzehnten die Konzentrationen verschiedener Treibhausgase in der Atmosphäre gestiegen, darunter Kohlendioxid (CO₂), Methan und Lachgas, doch können diese nicht für „Klimanotstände“ verantwortlich gemacht werden, weil es diese gar nicht gibt.

Tatsächlich fördert CO₂ als lebenswichtiges Gas das Pflanzenwachstum umso mehr, je höher seine Konzentration in der Atmosphäre ist. Pflanzen werden größer, produzieren mehr Nahrung und nutzen Wasser effizienter, wodurch sie Dürren besser widerstehen können. Die NASA hat bestätigt, dass die Erde seit Jahrzehnten immer grüner wird, wobei höhere CO₂-Konzentrationen für 70 % des neuen Wachstums verantwortlich sind.

Angesichts dieser Vorteile ist es töricht zu versuchen, den Kohlendioxidgehalt zu senken. Wenn überhaupt, wird mehr davon benötigt.

Es ist zudem ironisch, dass extreme Hitze zu den „extremen Klimaereignissen“ gezählt wird, da zwischen 2000 und 2019 mehr als neunmal so viele Menschen durch Kälte ums Leben kamen wie durch Hitze.

Vielleicht noch ironischer ist der Aufruf von UNICEF zu einem „gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien“, während die Organisation behauptet, für die Rechte der Kinder zu kämpfen – vor dem Hintergrund, dass beim Abbau der für die Herstellung von Elektrofahrzeugen benötigten Metalle Kinderarbeit eingesetzt wurde und wird.

Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, hat der Abbau der für Wind- und Solarenergieanlagen sowie Elektrofahrzeuge benötigten Metalle zu Umweltzerstörung geführt: Wildtiere wurden durch den Betrieb von Wind- und Solaranlagen getötet; der Ausfall dieser äußerst unzuverlässigen Energiesysteme in Zeiten hoher Stromnachfrage hat Menschenleben gekostet; und giftige Chemikalien wurden durch explodierende Batteriespeicheranlagen, die für „erneuerbare“ Systeme gebaut wurden, sowie durch von Unwettern beschädigte Solarmodule freigesetzt.

Die Vatikanzeitung zählt die „Begegnung zwischen Glaube und Vernunft“ zu ihrem redaktionellen Auftrag, trübt diese Begegnung jedoch mit irrationalen Übertreibungen.

Hugh Owen, Direktor des Kolbe Center for the Study of Creation sagte, dass Religion und Wissenschaft „nur dann im Widerspruch zueinander stehen, wenn falsche Informationen entweder von Seiten der Wissenschaft, von Seiten der Religion oder von beiden Seiten ins Spiel kommen“. Leider hat „L’Osservatore Romano“ falsche Informationen von Seiten der Wissenschaft in seinen redaktionellen Inhalt aufgenommen.

Originally published at American Greatness, June 25, 2026.

Link: https://climaterealism.com/2026/07/vatican-newspaper-taints-encounter-of-faith-and-reason-with-climate-falsehood/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Teil 2: Über den gesellschaftlichen Wert unserer steueralimentierten Wissenschaft

von Uli Weber

Teil 1 finden Sie hier

Was wir hier und heute live im medialen und politischen Klimawahn miterleben, ist ein intellektueller Rückfall ins religiöse Mittelalter und eine Rückabwicklung der abendländischen Aufklärung. Die hoch komplexe moderne „Wissenschaft“ hat dabei für eine selbstbestimmt MINT-ferne Mehrheit die Funktion des mittelalterlichen Kirchenlateins übernommen, das den einstmals mündigen Bürger zum gläubigen CO2-Ablaßzahler verdammt.

Die institutionelle Wissenschaft verwaltet und verteidigt inzwischen den Glaubenskatechismus der globalen Klimakirche. Sie ist aus ihrer Rolle als Motor der bürgerlichen Aufklärung und vor ihrem eigenen strengen Wahrheitsanspruch desertiert und hat sich zum alimentierten Hofnarren dieses wirtschaftlich erfolgreichen klimareligiösen Ablaßhandels zurückentwickelt. Und hier befindet sie sich in tiefgläubiger Eintracht mit der Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 auf dem Weg der Großen Transformation in ein dekarbonisiertes mittelalterliches Paradies.

Die Durchführung von geplanten Projekten ist auch immer ein ökonomisches Problem, denn am Ende kann man nur jenes Geld ausgeben, auf das man Zugriff hat. An der Ostseeküste werden aktuell immer noch beschädigte Deiche von der Ostsee-Sturmflut aus Oktober 2023 repariert und ertüchtigt. Im Ergebnis dieser Jahrhundertflut hatten die Landesschutz­deiche der Sturmflut standgehalten, aber von 35 Regionaldeichen versagten insgesamt 8, an 10 Regionaldeichen traten mittlere bis starke Schäden auf und an 20 Regionaldeichen wurden Wiederherstellungsmaßnahmen erforderlich (widersprüchliche Zahlenangaben aus der Originalquelle). Küstenschutz ist auch immer ein ökonomisches Problem, denn während das Land Schleswig-Holstein seine Landesschutzdeiche für ein solches Jahrhundertereignis aufgerüstet hatte, war das den kleinräumig strukturierten Wasser- und Bodenverbänden nicht in gleichem Umfang möglich gewesen.

Die ökonomische Betrachtung einer Problemlösung kann aber auch in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen, indem sich computergestützte Glaskugelalarme für die ferne Zukunft plötzlich als heiße Luft erweisen, wie das gerade mit dem IPCC-Höllenszenario RCP 8,5 als Grundlage für die Große Transformation in ein CO2-freies Mittelalter geschehen ist.

Die Erfahrung sagt, dass die Überführung eines organisch gewachsenen IST-Zustands (=0%) in eine neue Struktur (=100%) ganz grob in 4 Veränderungsphasen eingeteilt werden kann. Die 1. Phase umfasst etwa 10% Veränderung und besteht lediglich in einer zukunftsweisend optimierten Strukturierung des vorgegebenen IST-Zustands. Es folgen drei weitere Phasen zu jeweils 30%, in deren Abfolge sich die Kosten jeweils verdoppeln. Die letzte Phase 4, also 70-100%, kostet erfahrungsgemäß mehr als die drei vorangegangenen Phasen zusammen. Der Rückzug des Klimavatikans IPCC aus seinem Höllen-Szenario RCP 8,5, der von internen Wissenschafts­dissidenten erzwungen worden war, greift nun unmittelbar in die Phase 4 der Großen Transfor­mation zu einer CO2-freien globalen Zukunft ein. Im Ergebnis der vorstehend beschriebenen Erfahrungswerte reduziert sich damit die bisherige Zielsetzung auf etwa 70%, wodurch sich wiederum die Kosten für eine Zielerreichung schlagartig halbieren würden.

Erstaunlicherweise hatte diese Meldung des IPCC aber in der Politik kaum und in den „Qualitäts­medien“ nur sehr wenig Echo erzeugt.

Da die Netto-0-Politik, also die globale Dekarbonisierung, auf dem gestrichenen Höllen-Szenario RCP 8,5 aufbaut ist es völlig unverständlich, dass dadurch keinerlei gesellschaftspolitische Diskussion angestoßen worden ist. Noch viel unverständlicher ist allerdings, dass eine solche Diskussion nicht einmal aus der institutionellen Wissenschaft als Interessenvertreter wissenschaftlicher Wahrheit und der sie alimentierenden Bürger gefordert wird. Und aus den Reihen der Judikative, deren wegweisende Klimaurteile ebenfalls auf dem untergegangenen Höllen-Szenario aufbauen, konnte ebenfalls keine Reaktion festgestellt werden.

Also wird der einmal eingeschlagene Weg verbissen weiter verfolgt, auf dem kontinuierlich steigende Dekarbonisierungskosten bei immer weiter sinkender industrieller Wertschöpfung direkt in ein vorindustrielles Mittelalter führen müssen, wie das Titelbild aus dem 1. Teil beweist:

Abbildung: Screenshot SMARD – Bearbeitung U. Weber

Und was soll uns das nun sagen? Nun, die Stromversorgung in unserem Land besitzt die Qualität einer kaputten Uhr, denn die zeigt 2x am Tag die richtige Zeit an – und genauso kreuzt die solare Erzeugungsspitze 2x am Tag die Lastlinie des Stromverbrauchs, mit der sie eigentlich deckungsgleich verlaufen müsste. Der regelmäßige Zukauf fehlender elektrischer Energie und die regelmäßige kostenpflichtige Verklappung von unnötig erzeugter elektrischer Energie über den 24h-Tag kosten uns regelmäßig einen Haufen Geld. In einer Gesellschaft der Aufklärung und Selbstbehauptung hätte man einen solchen wirtschaftlichen Selbstmord bereits bei allerersten Anzeichen unterbunden. Aber um die planwirtschaftliche Energiewende ins vorindustrielle Mittelalter erfolgreich voranzubringen, plant die auf unser Land vereidigte Bundesregierung statt dessen eine Verdoppelung dieses Solarpeaks bis 2030 und bis 2045 sogar eine Vervierfachung.

Nach Wegfall des IPCC-Höllen-Szenarios RCP 8,5 hätte ein Staat, dessen Entscheidungsträger von Verantwortung, Wissenschaft, Recht und Lauterkeit getragen werden, solche überhöhten Ziele einfach den neuen Erkenntnissen angepasst und die Zukunftskosten für unsere Nachkommen halbiert – und genau das ist nun einmal nicht geschehen.

Es gibt nur einen erfolgversprechenden Analyseweg für eine konkrete Problematik, nämlich vom IST-Zustand hin zur Lösung. Beim Klimawahn besteht die Problematik vorgeblich in der Veränderung dieses IST-Zustands durch die fortlaufende anthropogene Nutzung von fossilen Energieträgern und den dadurch erzeugten CO2-Ausstoß hin zu einem Hitzekollaps der Erde. Zielsetzung ist dort eine Kontinuität des IST-Zustands durch den vollständigen globalen Ersatz fossiler Energieträger, also:

Präventiver Handlungsstrang: Problemstellung => Maßnahmenkatalog => erwünschtes Ergebnis

Mit dem Wegfall des Höllen-Szenarios RCP 8,5 hat sich die Zielsetzung „vollständiger Ersatz fossiler Energieträger“ verändert. Diese Veränderung müsste jetzt also aktuell nachgesteuert werden und ein darauf aufbauender reduzierter Maßnahmenkatalog den bisherigen ersetzen. Ein solcher Prozess wurde jedoch gar nicht erst eingeleitet, sondern alle beteiligten Regierungen und Organisationen machen einfach leise pfeifend weiter wie bisher und erheben den Wegfall von RCP 8,5 zum Ergebnis all ihrer vorherigen erfolglosen Anstrengungen. Ein solches Verhalten lässt Raum für jede beliebige Verschwörungstheorie, also auch für die nachfolgende:

Wenn ein bestehender Maßnahmenkatalog nicht an eine Reduzierung der ursächlichen Problematik angepasst wird, kann es sich durchaus um einen typischen Zielkonflikt handeln, bei dem das erwünschte Ergebnis bereits vordefiniert war, und der vorlaufende Maßnahmenkatalog mit seiner Begründung willkürlich darauf abgestellt worden ist. Denn selbstverständlich kann man die Pfeile in dem oben dargestellten Handlungsstrang auch umkehren:

Manipulativer Handlungsstrang: Problemstellung <= Maßnahenkatalog <= erwünschtes Ergebnis

Das nennt man dann „vom Ende her denken“, wobei der zeitliche Ablauf natürlich weiterhin von links nach rechts verläuft. Im Ergebnis entwickelt sich ein präventiver Handlungsstrang also parallel zum zeitlichen Ablauf, während ein manipulativer Handlungsstrang entgegengesetzt zum zeitlichen Ablauf „vom Ende her“ konstruiert wurde. Und um nun im globalsozialistischen Klimawahn dieses gewünschte Ziel auch wirklich zu erreichen, kann man natürlich nicht auf Veränderungen der als ursächlich definierten Problemstellung eingehen. Wie so ein manipulatives Konstrukt „vom Ende her“ in die Realität eingebracht wird, hatte einst ein superschlauer Insider ausgeplaudert:

Ein Selbstdarsteller verrät die Blaupause für die Große Transformation in eine CO2-freie Welt

Und das geht so:

(1) „Der erste Schritt ist das Hervorbringen von Ideen durch Thinktanks, Forschungsnetze und Interessenvertretungen – unterstützt durch strategischere Visionen seitens der Geldgeber.“

(2) „Dann kommt die wirkungsvolle Verpackung dieser Ideen – zum Beispiel eine andere Art der Einordnung von Umweltproblemen, indem man sich stärker auf Wirtschaftsideen konzentriert. Dadurch wird es möglich, positivere Geschichten über Arbeit, Lebensstil und die Zukunft zu erzählen.“

(3) „Diese Verschiebungen bei der Ideenfindung und Verpackung der Kommunikation führen dann zum dritten Schritt, in dem es um eine bessere Abstimmung der derzeit zersplitterten politischen Netzwerke geht, so dass unterschiedliche Organisationen ähnliche Ideen an ihre eigenen Interessengruppen weitergeben können.

(4) „Im letzten Schritt wird diese stärkere Einheit der Ideen zur wirtschaftlichen Umgestaltung in öffentlichen Druck umgewandelt, der von politischen Entscheidungsträgern und Parteien aufzunehmen ist.“

Wir haben in beiden alternativen Handlungssträngen also das Problem der terrestrischen Selbstverbrennung, dem mit der Dekarbonisierung der Welt abgeholfen werden soll, um in Zukunft ein mittelalterliches Klimaparadies zu errichten. Die fehlende Reaktion auf den Wegfall des Höllen-Szenarios RCP 8,5 stellt dabei eine starke Indikation für einen „vom Ende her“ gedachten manipulativen Handlungsstrang dar.

Damit aber wäre die Klimareligion lediglich das Opium fürs Volk, unter dessen mentalem CO2-Schleier eine mittelalterliche Art von globalem Sozialismus eingeführt werden soll.

Die westlichen Industrienationen werden also weiterhin ausgeplündert, deren wirtschaftliche Grundlage – günstige und jederzeit verfügbare Energie – wird weiterhin zerstört und deren Infrastruktur wird weiterhin auf Verschleiß gefahren. Die Bevölkerung des globalen Südens wird auch weiterhin mit fremdem Geld von einer eigenständigen Entwicklung ferngehalten, und weiterhin werden dort Urwälder abgeholzt und Plantagen für die „klimaneutralen“ Ersatzrohstoffe der Industrieländer angelegt. In beiden globalen Welten wird die Natur durch das Abgreifen sogenannter „erneuerbarer Energien“ großflächig zerstört und damit das Trümmerfeld für die nächste finanzielle UN-Ablassinitiative vorbereitet: Nach Aussage des „UN-Weltbiodiversitätsrates“ (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services – IPBES) zur weltweiten Artenvielfalt war nämlich bereits im Jahr 2019 die Zahl von 1.000.000 (in Worten: Eine Million) Arten auf unserer Erde vom Aussterben bedroht – und der geplante Flächenverbrauch für zusätzliche Vogelschredder, Solarbeschattungen und Industrieplantagen bis zur vollständigen Dekarbonisierung der Welt ist da anscheinen noch nicht einmal enthalten.

Vielleicht erinnern Sie Sich noch an den Club of Rome. In seinem Buch „The First Global Revolution“ (1991) von Alexander King (CoR-Präsident 1984-1990) und Bertrand Schneider (erster CoR-Generalsekretär) heißt es auf Seite 70, Zitat als GOOGLE-Übersetzung:         

Das Bedürfnis nach Feinden scheint ein gemeinsamer historischer Faktor zu sein. Einige Staaten haben versucht, innenpolitisches Versagen und interne Widersprüche dadurch zu überwinden, dass sie externen Feinden die Schuld geben. Der Trick, einen Sündenbock zu finden, ist so alt wie die Menschheit selbst: Wenn es zu Hause zu schwierig wird, lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Abenteuer im Ausland. Bringen Sie die geteilte Nation zusammen, um sich einem äußeren Feind zu stellen, entweder einem echten oder einem zu diesem Zweck erfundenen.“

Und weiter heißt es dort auf Seite 75, Zitat als GOOGLE-Übersetzung:         

Auf der Suche nach einem gemeinsamen Feind, gegen den wir uns vereinen können, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die Folgen der globalen Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und dergleichen genau das Richtige wären. In ihrer Gesamtheit und ihren Wechselwirkungen bilden diese Phänomene einen roten Faden, dem sich alle gemeinsam stellen müssen. Aber wenn wir diese Gefahren als Feinde bezeichnen, tappen wir in die Falle, vor der wir unsere Leser bereits gewarnt haben, nämlich Symptome mit Ursachen zu verwechseln. All diese Gefahren entstehen durch menschliche Eingriffe in natürliche Prozesse und können nur durch veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen überwunden werden. Der wahre Feind ist die Menschheit selbst.“

Es soll ja angeblich prophetische Bücher geben, die, von der Masse der Mitläufer ignoriert, rechtzeitig vor späteren Entwicklungen gewarnt hatten, ohne dass hinterher irgendwer davon irgendwas gewusst haben will. Ist die vorstehend zitierte CoR-Saga vielleicht eines davon?

 




Es ist an der Zeit zu fragen, wer für die Schäden der „Klimakrise“ zur Rechenschaft gezogen werden sollte.

WuWt, Anthony Watts,

(von ihm ursprünglich veröffentlicht im The Western Journal)

Jahrelang wurde den Menschen erzählt, dass wir vor einem existenziellen Klimanotstand, der sogenannten „Klimakrise“, stünden. Diese Behauptung hat die öffentliche Politik verändert, das Bildungswesen umgestaltet, enorme öffentliche und private Investitionen umgelenkt und weitreichende staatliche Eingriffe in nahezu jeden Wirtschaftssektor gerechtfertigt.

Wenn die Öffentlichkeit irregeführt wurde, sei es vorsätzlich oder durch rücksichtslose Missachtung von Beweisen, ist es an der Zeit, eine schwierige Frage zu stellen: Wer sollte zur Rechenschaft gezogen werden?

Seit fast einem Jahrzehnt führen Klimaaktivisten unter dem Motto #ExxonKnew Klagen gegen Energiekonzerne und argumentieren, dass diese für die angebliche Irreführung der Öffentlichkeit über den Klimawandel finanziell haftbar gemacht werden sollten. Das wirft eine naheliegende Frage auf.

Was wäre, wenn für alle Menschen der gleiche Rechtsstandard gelten würde?

Wenn Rechenschaftspflicht der Maßstab ist, dann sollte sie gleichermaßen für jede Institution gelten, die das öffentliche Verständnis des Klimawandels geprägt hat.

Wenn es Beweise dafür gibt, dass Institutionen wissentlich Risiken übertrieben, sich auf unplausible Szenarien gestützt und diese als wahrscheinliche Ergebnisse dargestellt haben, widersprüchliche Beobachtungsdaten ignoriert oder die Unterscheidung zwischen wissenschaftlicher Forschung und politischer Interessenvertretung verwischt haben, dann verdienen sie die gleiche kritische Prüfung, die sie von anderen verlangt haben.

Diese Überprüfung sollte sich auch auf Universitäten, Forscher, Interessengruppen, das öffentliche Bildungswesen, Akteure im Bereich erneuerbarer Energien, Politiker und Medienorganisationen erstrecken, die die Grenze zwischen Berichterstattung und Interessenvertretung verwischt haben.

Die größten Kosten wurden jedoch nicht in den Bundeshaushalten gemessen. Sie wurden in den Klassenzimmern gemessen.

Einer ganzen Generation von Kindern wurde beigebracht, dass die Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch stehe und sie aufgrund des Klimawandels möglicherweise nie eine stabile Zukunft genießen könnten. Schulen, Dokumentationen, soziale Medien und Nachrichtenberichte präsentierten die extremsten Prognosen des RCP-8.5-Szenarios routinemäßig als zu erwartendes Ergebnis und nicht als Worst-Case-Szenario. Selbst nachdem führende Forscher zu dem Schluss gekommen waren, dass dieses Szenario keine plausible Grundlage mehr darstellte, blieb es in Lehrbüchern, Klassenzimmern, Regierungsberichten und den populären Medien präsent.

Studien belegen mittlerweile eine zunehmende Klimaangst unter jungen Menschen . Viele glauben, die Menschheit sei dem Untergang geweiht oder stellen die Frage, ob sie überhaupt Kinder haben sollten. Die Darstellung eines immer unwahrscheinlicheren Worst-Case-Szenarios als erwartete Zukunft hat Konsequenzen.

Die finanziellen Folgen waren ebenfalls enorm.

Allein seit 2021 hat der Kongress durch das parteiübergreifende Infrastrukturgesetz und das Gesetz zur Inflationsbekämpfung Hunderte Milliarden Dollar für Klimaschutz und saubere Energie bereitgestellt. Letzteres wird voraussichtlich über seine gesamte Laufzeit mehr als eine Billion Dollar kosten. Energieversorger und Verbraucher haben zusätzlich Milliarden an Kosten im Zusammenhang mit der Netzsanierung, den Vorgaben für erneuerbare Energien, dem Netzausbau und ähnlichen Maßnahmen getragen.

Auch nachdem viele Forscher zu dem Schluss gekommen waren, dass das RCP8.5- Szenario realitätsfern war und kein plausibles Szenario für die Zukunft darstellte, investierten Bundesbehörden Milliarden von Dollar in die Klimaforschung. Dennoch bildete es weiterhin die Grundlage für staatliche Bewertungen, Klimaklagen, Finanzstresstests, Lehrmaterialien und Tausende von wissenschaftlichen Publikationen.

Wenn die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Behauptungen übertrieben werden, wenn Worst-Case-Szenarien wiederholt als wahrscheinlichste Ergebnisse dargestellt werden oder wenn sich die Interessenvertretung nicht mehr von objektiver Wissenschaft unterscheidet, dann sollte dies zur Rechenschaft gezogen werden.

Diese Rechenschaftspflicht sollte mit Untersuchungen des Kongresses und unabhängigen wissenschaftlichen Gutachten beginnen. Sie sollte Prüfungen von Bundesförderprogrammen, mehr Transparenz bei der Forschungsfinanzierung und eine sorgfältige Untersuchung der Art und Weise umfassen, wie die Klimawissenschaft politischen Entscheidungsträgern, Pädagogen, Journalisten und der Öffentlichkeit vermittelt wurde.

Sofern die Beweislage es zulässt, sollten auch zivilrechtliche Prozesse, einschließlich Sammelklagen, in Betracht gezogen werden.

Allein die Entdeckung könnte sich als unschätzbar wertvoll erweisen. Interne E-Mails, Förderanträge und die Kommunikation zwischen Forschern, Interessenverbänden, Regierungsbehörden, Stiftungen, Pädagogen und Medienorganisationen könnten aufdecken, ob wissenschaftliche Unsicherheiten ehrlich kommuniziert oder im Streben nach politischen, finanziellen oder institutionellen Zielen bewusst heruntergespielt wurden.

Klimaaktivisten haben einen wichtigen Grundsatz aufgestellt: Wer die Öffentlichkeit wissentlich in die Irre führt, kann für den daraus resultierenden Schaden rechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Wenn dieses Prinzip stichhaltig ist, darf es nicht nur für Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie gelten. Es muss gleichermaßen für jede Institution gelten, die das öffentliche Verständnis geprägt und die öffentliche Politik beeinflusst hat.

Die Wissenschaft schreitet voran, indem sie Annahmen hinterfragt und Fehler korrigiert. Behauptungen weiterhin zu vertreten, nachdem ihre Schwächen deutlich geworden sind, insbesondere wenn diese Behauptungen Gesetzgebung, Gerichtsverfahren, Unterricht und die öffentliche Meinung beeinflussen, verdient sorgfältige Prüfung.

Sollte die Beweisaufnahme in den #ExxonKnew -Klagen das Ziel verfolgen, aufzudecken, wer was wann wusste, dann hat die Öffentlichkeit ein Anrecht auf dieselbe Transparenz von den Institutionen, die das Narrativ des Klimanotstands aufgebaut und verbreitet haben. Interne Kommunikation, Förderanträge, politische Diskussionen und Medienstrategien sollten derselben kritischen Prüfung unterzogen werden, die Aktivisten von der Energiewirtschaft gefordert haben.

Verantwortlichkeit sollte nicht von Politik abhängen. Sie sollte auf Beweisen beruhen.

Wenn der Rechtsstandard besagt, dass die wissentliche Irreführung der Öffentlichkeit Konsequenzen hat, dann ist es an der Zeit, nicht nur zu fragen, ob Exxon es wusste, sondern auch, wer sonst noch es wusste, was sie wussten, wann sie es wussten und warum die Öffentlichkeit nicht informiert wurde.

Nur dann können wir damit beginnen, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen, auf dem sowohl Wissenschaft als auch Journalismus beruhen, und sicherstellen, dass die Klimawissenschaft wieder die öffentliche Politik prägt und nicht der Klimaalarmismus sie bestimmt.

https://wattsupwiththat.com/2026/07/05/its-time-to-ask-who-should-be-held-accountable-for-the-damages-of-the-climate-crisis/