Beobachtung von Wetter­schwankungen, Über­sehen der Klima­schwankungen

Das Erdklima ist niemals konstant, sondern es ändert sich immer – mit langfristigen Trends, mittelfristigen Umkehrungen und kleinen Oszillationen. Der Menschheit dienen jene am besten, die sich normaler wissenschaftlicher Standards bedienen beim Studium von Geologie, Astronomie und Klimageschichte auf der Suche nach Hinweisen auf Klimatreiber sowie nach den zugrunde liegenden natürlichen Zyklen und Trends, die sich hinter kurzfristigen Wetter-Fluktuationen verbergen.

Während der letzten 10.000 Jahre hat sich die Erde im Interglazial des Holozäns eingenistet, welches die jüngste von vielen Warmzyklen innerhalb der Eiszeit des Pleistozäns ist. Es gibt kleine Warm- und Kalt-Zyklen innerhalb des Holozäns. Derzeit erfreuen wir uns des Modernen Warm-Zyklus‘ (welcher etwa im Kalenderjahr 1900 begonnen hatte). Er folgte der Kleinen Eiszeit mit ihrem Tiefpunkt um das Jahr 1750.

Was hält nun die Zukunft bereit? Die Vergangenheit gibt darüber Aufschluss.

Während jeder Warmzeit ziehen sich Gletscher zurück, schmelzen Eisschilde und steigt der Meeresspiegel. Küstenlandstriche, Häfen und Ansiedlungen werden davon betroffen, aber Tundra, Grasland und Wälder breiten sich aus. Einige Korallen wachsen genauso schnell wie der Meeresspiegel steigt, aber andere können nicht mithalten und gehen ein. Die Wärme lässt die Ozeane mehr CO2 ausgasen, Pflanzen blühen auf, Wüsten schrumpfen und Menschen können sich besser ernähren.

Dann nimmt die Sonnen-Intensität ab, der solare Orbit ändert sich, weniger Sonnenenergie fällt auf die großen nördlichen Landmassen, und die warme Erde strahlt mehr Wärme in den Weltraum ab. Es setzt Abkühlung ein.

Tritt die Erde in eine Kaltphase ein, schmilzt der Winterschnee im Sommer nicht mehr vollständig ab. Der zusätzliche Schnee reflektiert mehr Sonnenstrahlung, was zu noch kälteren Wintern führt. Schnee- und Baumgrenze sinken, Passstraßen werden geschlossen, und vordringende Gletscher bedrohen Bergdörfer. Das Meereis dehnt sich aus, Eisschilde wachsen, Seen und Flüsse sind gefroren, der Meeresspiegel sinkt und Korallenriffe tauchen aus dem Meer auf. Die sich abkühlenden Meere absorbieren das lebensspendende Kohlendioxid aus der Atmosphäre und Ernten fallen aus; Wüsten breiten sich aus, die Menschen leiden unter Armut und Hunger, Siedlungen werden aufgegeben, Weltreiche fallen und einige Spezies sterben aus.

Das alles ist schon oftmals früher geschehen und wird vermutlich wieder geschehen.

Aber es gibt Hinweise auf die nächste Große Phase des Erdklimas.

Die Erde hat zwei natürliche globale Thermometer, welche kurz- und langfristige Trends anzeigen können – Vordringen und Rückzug von Gletschern sowie Anstieg und Sinken des Meeresspiegels.

Falls Gletscher wachsen, Eisschilde sich ausdehnen und dicker werden, ist dies ein Hinweis darauf, dass die globale mittlere Temperatur sinkt.

Kein Gletschereis ist älter als 4000 Jahre

Glaziologen haben viele der heutigen Gletscher angebohrt und analysiert. Sie haben zu ihrer Überraschung festgestellt, dass außerhalb der Antarktis und von Grönland kein Gletschereis älter als 4000 Jahre zu finden war. So ist beispielsweise der Fremont Gletscher in Wyoming, auf halber Strecke zum Äquator gelegen, nur ein paar hundert Jahre alt.

Einige dieser neuen Gletscher schmelzen und schrumpfen auf natürliche Weise während längerer Perioden warmen Wetters, aber die bloße Existenz heutiger Gletscher, von denen kein einziger vor 3000 Jahren während des Höhepunktes der Erwärmung im Holozän existierte, bestätigt die Ergebnisse anderer Studien – die Erde kühlt sich graduell ab hin zum nächsten Glazial-Zyklus.

Greenland Ice Core Project (GRIP): Temperatur-Rekonstruktion zeigt seit 3000 Jahren fallende Tendenz. Quelle: „ The Inconvenient Skeptic” S. 115 von John Kehr 2011 (hier).

Das zweite natürliche Thermometer ist der sich ändernde Meeresspiegel aufgrund von Fluktuationen des Eisvolumens und des Schnees auf dem Festland sowie Ausdehnung oder Kontraktion des Meerwasser-Volumens bei dessen Erwärmung bzw. Abkühlung. Küstengebiete zeigen viele Hinweise auf Änderungen des Meeresspiegels in der Vergangenheit und derzeit. Während warmer Perioden schmelzen Gletscher und Eisschilde, Meerwasser dehnt sich aus, der Meeresspiegel steigt und Korallenriffe gehen unter. Dann ist der Höhepunkt der Warmzeit vorüber, Eis akkumuliert sich wieder auf dem Festland, sich abkühlendes Meerwasser zieht sich zusammen und der Meeresspiegel sinkt.

Sogar ein moderates Abkühlungsereignis wie die Kleine Eiszeit war schon ausreichend, um den Meeresspiegel sinken sowie Hafenstädte und Strände über den Meeresspiegel steigen zu lassen.

Ein „gestrandeter“ Strand – nämlich an der Küste östlich von Prawle Point, South Devon, England – zeigt einen ehemaligen Strand, der in zwischen weit oberhalb des gegenwärtigen Meeresspiegels liegt (© Copyright Tony Atkin and licensed for reuse under this Creative Commons Licence).

Die natürlichen Thermometer der Erde zeigen jetzt eine Warnung der Stufe gelb

Die langfristigen Trends deuten auf wachsende Gletscher und sinkenden Meeresspiegel. Diese Anzeichen warnen uns, dass die warme, feuchte und fruchtbare Holozän-Ära ihren Höhepunkt bereits durchlaufen hat. Das nächste Kapitel der Erdgeschichte wird eine lange, von Hunger und Eis gekennzeichnete Ära sein. Nur Menschen, die gute Jäger und Sammler sind oder die leicht Zugang zu Kernkraft und Kohlenstoff-Energie haben, werden überleben.

Temperatur-Rekonstruktionen aus Sediment-Bohrkernen aus der Tiefsee (Raymo 2005). Quelle: „ The Inconvenient Skeptic” S. 42 von John Kehr 2011 (hier).

Menschen, die versuchen, aus Extremwetter-Ereignissen oder kurzfristigen Klima-Fluktuationen (wie dem derzeitigen Modernen Warm-Zyklus) eine „Klima-Krise“ zu konstruieren, sind wie Lord Nelson – sie halten ihr Teleskop an das blinde Auge. Sie zeigen auf die bewegte See durch Sommerstürme oder hinter Schiffen, erkennen aber nicht den sich nähernden Blizzard am Horizont.

(Im Original findet sich an dieser Stelle ein sehr treffender Cartoon von Steve Hunter, der hier aus unklaren Copyright-Gründen nicht übernommen worden ist. Anm. d. Übers.)

In Einem hatte Al Gore recht – Warmzyklen fallen zusammen mit einem hohen Gehalt von Kohlendioxid in der Atmosphäre. Die Wärme brachte das CO2 dorthin, und die danach sich abkühlenden Ozeane entfernten es wieder aus derselben. Kohlendioxid-Variationen sind die Folge – und nicht die Ursache – von Klimaänderungen.

Aber noch niemals zuvor, über elf Warmzyklen während der letzten Million Jahre hinweg, haben jene hohen Niveaus atmosphärischen Kohlendioxids den nächsten Glazial-Zyklus verhindert.

„Kohlendioxid verursacht globale Erwärmung, genau wie nasse Straßen Regen verursachen“.

Der Versuch, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen oder auch nur zu begrenzen, ist eine sinnlose und kostspielige Maßnahme. Selbst wenn sie von Erfolg gekrönt sein würde, hieße das, den Nährstoff für Pflanzen zu entfernen, und dies würde das Elend der bevorstehenden kalten, hungrigen Ära nur noch verstärken.

Es mögen noch ein paar warme Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte vor uns liegen. Aber selbst wenn noch im Herbst eine Hitzewelle eintritt, kommt der Winter trotzdem.

„Der Sommer ist vorbei, der Herbst geht zu Ende … und der Winter? Der Winter kommt!“

Quelle: „ The Inconvenient Skeptic” von John Kehr 2011 (hier).

Link: https://www.iceagenow.info/watching-weather-waves-but-missing-climate-tides/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Jüngste Studie mit der Prophe­zeiung „könnte noch viel schlimmer sein als prophe­zeit“ ist massen­haft heiße Luft

Der Artikel wird eingeleitet durch Doyles charakteristisches „Das Ende ist nahe herbeigekommen“ – Banner mit den Worten „Kollabierende polare Eiskappen, eine grüne Sahara, ein Meeresspiegelanstieg um 20 Fuß“ [ca. 6 Meter].

Nehmen wir uns mal Doyles Müll vor, Punkt für törichten Punkt:

Kollabierende polare Eiskappen: Doyle hat vergessen zu erwähnen, dass sich bis auf die letzten Jahre das antarktische Meereis ausgeweitet hat, oder das sowohl in der Antarktis (die 90% der weltweiten Eismasse besitzt) als auch in Grönland (5%) eine auffallende Korrelation zwischen Gebieten mit untermeerischer Vulkanaktivität und Gebieten mit Eisverlust besteht, oder dass in der Antarktis jüngst ein neuer globaler Kälterekord gemessen worden ist.

Eine grüne Sahara: Irgendwie hat es Doyle fertig gebracht, ebenfalls nicht zu erwähnen, dass die Ergrünung einer Wüste (bereits 1981 gab es erste Berichte über eine Ergrünung der Sahara, das ist also nichts Neues) etwas Gutes ist, ebenso wie ein Rückgang des Permafrostes in Russland und Nordkanada etwas Gutes ist, würden sich dadurch doch riesige neue Flächen für den Ackerbau erschließen.

Ein Meeresspiegelanstieg um 20 Fuß: Direkt gesagt, die Welt langweilt sich immer mehr durch diesen ,kalten Kaffee‘. Das IPCC hat uns Anstiege des Meeresspiegels um 20 Fuß seit Jahrzehnten eingehämmert, aber niemand kümmert sich noch darum, weil der Meeresspiegel mit 8 Inches [ca. 20 cm] pro Jahrhundert und nicht mit 20 Fuß steigt. Sogar noch in Al Gores Science-Fiction-Horrorkomödie A Profitable Fiction wurde diese idiotische 20-Fuß-Berhauptung erhoben. Aber genau in jenem Jahr, als Gore den Film drehte, kaufte er sich eine Villa im Wert von 4 Millionen Dollar auf – Moment – richtig, Fisherman’s Wharf, San Francisco, nicht einmal einen Meter entfernt vom vermeintlich steigenden Ozean. Folge dem Geld, geliebter Doyle!

Eine Weltkarte in Falschfarben-Darstellung: Immer wieder – das haben wir doch alles schon gesehen:

In der Bildinschrift heißt es: „Diese Karte zeigt die globale mittlere Temperatur der Erde von 2013 bis 2017 im Vergleich zur Referenzperiode 1951 bis 1980 und ist eine Analyse des GISS der NASA. Gelbe, orange und rote Regionen waren wärmer als die Referenzperiode“.

Aber ja doch, schon gut. Färben wir die Karte einmal anders ein: Neue Bildinschrift: Grüne Regionen sind die Gebiete, in denen die Welt von dem geringfügig wärmeren Wetter profitiert hat“.

Mit ermüdender Impertinenz betont Doyle, dass die „globale Erwärmung zweimal so stark ausfallen könnte als die Klimamodelle prophezeien“. Oder es könnte aber auch halb so schnell eintreten als die Modelle prophezeien – genau wie es seit den siebziger Jahren der Fall war – nur das Doyle das unter den Tisch fallen lässt. Ich komme gleich noch einmal auf diesen Punkt zurück.

Des Weiteren sagt Doyle: „Auch die Rate der Erwärmung ist bemerkenswert: Die Änderungen, die wir heute sehen, gehen viel schneller vonstatten als irgendwann sonst in der Erdgeschichte. Ausgedrückt als Änderungsrate bewegen wir uns in fremden Gewässern. Das sagte die Mitautorin der Studie Katrin Meissner von der University of New South Wales in Australien“.

Und zeigte er ihr – oder den wenigen, noch bei USA Today verbliebenen Lesern – die folgende Graphik der Temperaturaufzeichnung von Zentral-England CET) über den Zeitraum 1694 bis 1733? Äh, nein. Die CET-Aufzeichnung ist eine ziemlich respektable Proxy für globale Temperaturänderungen, und sie zeigt – wie viele andere Beweislinien vom Ende der Kleinen Eiszeit an – dass 40 Jahre lang die Änderung äquivalent war zu 4,33 K pro Jahrhundert – das war etwa zweimal so schnell als die höchste Rate, die jemals in einem 40-Jahre-Zeitraum aufgetreten war, seit der Mensch im Jahre 1950 begann, das Klima zu beeinflussen[?].

Doyle gräbt noch weiter in die Tiefe: „Dies könnte bedeuten, dass der Eckpfeiler Pariser Klima-Abkommen – welcher verlangt, die globale Erwärmung auf 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen – nicht ausreichen könnte, um die Katastrophe abzuwenden“.

Wie jedoch die jährliche statistische Übersicht von BP für das Jahr 2018 zeigt, ist das Wachstum des BIP und des Energieverbrauchs ein gutes Stück stärker als in den Nicht-OECD-Ländern, auf die der „Eckpfeiler“ Paris-Abkommen nur in wenigen Fällen zutrifft. In den OECD-Ländern gilt es dagegen allgemein.

Und sagt Doyle seinen Lesern, dass nach 20 Jahren politisierter Berichterstattung durch Leute wie ihn der Anteil der Kohle an der globalen Energieerzeugung 38% ausmacht und damit genau so hoch liegt wie vor 20 Jahren? Nein, sagt er nicht!

Einer plappert dem langweiligen Doyle noch langweiliger nach: „Selbst mit nur 2 Grad Erwärmung – und potentiell 1,5 Grad – sind bedeutende Auswirkungen auf die Erde tiefgreifend“, sagt der Mitautor der Studie Alan Mix, ein Wissenschaftler an der Oregon State University. „Wir können erwarten, dass der Anstieg des Meeresspiegel unaufhaltbar für Jahrtausende wird, was einen Großteil der Erdbevölkerung, Infrastruktur und Ökonomie betreffen würde“.

Prof. Nils-Axel Mörner, welcher den Meeresspiegel seit nunmehr einem halben Jahrhundert studiert und über 650 Studien hierzu geschrieben hat, sagt, dass der mittlere Anstieg des Meeresspiegels im vorigen Jahrhundert 8 Inches [ca. 20 cm] betragen hatte und in diesem Jahrhundert 6 Inches [ca. 15 cm ±2 cm] betragen wird. Vieles des offensichtlichen „Meeresspiegel-Anstiegs“ in den offiziellen Aufzeichnungen ist künstlich hinein expediert worden mittels Bearbeitungen wie etwa der fiktiven „glazialen isostatischen Adjustierung“ (siehe Diagramm oben).

Und jetzt zu diesem „schlimmer als wir dachten“-Narrativ: „Der Leitautor der Studie Hubertus Fischer von der University of Bern in der Schweiz und sein Team fanden heraus, dass unsere derzeitigen Klima-Prophezeiungen die langfristige Erwärmung um einen Faktor bis zu zwei unterschätzen könnten“, sagt Katrin Meissner. „Klimamodelle scheinen bzgl. kleinen Änderungen vertrauenswürdig wie etwa bei Szenarien geringer Emissionen über kurze Zeiträume wie etwa die nächsten Jahrzehnte bis zum Jahr 2100. Aber mit der immer größer werdenden Änderung … scheint es so, als ob sie den Klimawandel unterschätzen“.

Hat Doyle irgendetwas von diesem Unsinn gecheckt, bevor er es einfach nachplapperte? Natürlich nicht! Alles was er gecheckt hat war, ob diese „Ergebnisse“ der Parteilinie folgten. Und das war es dann.

Wir haben bereits gesehen, dass das Statement von Doyle, die jüngste Erwärmung sei beispiellos, absoluter Quatsch ist. Schauen wir jetzt einmal auf seine Wiederholung der Aussage, dass „gegenwärtige Klima-Prophezeiungen die langfristige Erwärmung um einen Faktor bis hin zu zwei unterschätzen könnten“.

Wir wollen dieses Statement in zwei Richtungen unter die Lupe nehmen: erstens, geht die gegenwärtige Erwärmung über bestehende Prophezeiungen hinaus, und zweitens, ob es wahrscheinlich ist, dass sich die Erwärmung viele Male beschleunigen wird, um den neuen „Schlimmer-als-wir-dachten“-Prophezeiungen zu folgen.

Das sehr große Intervall der IPCC-Prophezeiungen aus dem Jahr 1990 wird markiert durch die gelbe Fläche in der Graphik oben. Die hellblaue Trendlinie ist der Trend der linearen Regression kleinster Quadrate des Mittels der globalen Temperatur-Anomalien der Datensätze von NCEI und UAH im Zeitraum 1990 bis Mai 2018. Die beobachtete Rate der globalen Erwärmung liegt vollständig unter den Original-Prophezeiungen des IPCC und nicht viel über der Hälfte von dessen mittelfristiger Prophezeiung.

Um über doppelt so hoch zu werden wie die mittelfristige Prophezeiung des IPCC müsste die Erwärmungsrate um mehr als das Dreifache zunehmen, von 1,55 K pro Jahrhundert auf ein Äquivalent zu 5,55 K pro Jahrhundert.

Was ist mit den Computermodellen? Im CMIP5-Ensemble beträgt die mittlere Schätzung der Gleichgewichts-Sensitivität bei einer CO2-Verdoppelung 3,35 K (abgeleitet von Andrews 2012). Dieser Wert liegt nahe demjenigen, der sich ergibt, wenn man die Erwärmung im 21. Jahrhundert bei Verbrauch aller vom Menschen genutzten Quellen schätzt. Um die mittlere Rate der CMIP5-Modelle zu verdoppeln, müsste sich die Erwärmungsrate mehr als vervierfachen, nämlich von 1,55 K pro Jahrhundert auf ein Äquivalent von 6,7 K pro Jahrhundert.

Das wird sicher nicht geschehen – oder, falls doch, wird der winzige Einfluss des Menschen auf das Klima nicht dafür verantwortlich sein. Um dem arithmetisch unbedarften Doyle aufzuzeigen, warum die globale Erwärmung weniger als halb so hoch anstatt doppelt so hoch sein wird wie prophezeit, wollen wir mal die Mathematik für ihn durchgehen.

Aus Andrews 2012 geht hervor, dass der Strahlungsantrieb eines verdoppelten CO2-Gehaltes etwa 3,464 W/m² beträgt. Der Planck’sche Sensitivitäts-Parameter beträgt 0,299 K pro Watt pro m² (Schlesinger 1985). Folglich beträgt die Referenz-Sensitivität bei CO2-Verdoppelung vor Berücksichtigung der Rückkopplung das Produkt aus beidem: also 1,035 K.

Da die Differenz zwischen der Referenz- und der Gleichgewichts-Sensitivität allein durch den Rückkopplungs-Faktor zustande kommt (d. h. dem Bruchteil der Gleichgewichts-Temperatur, der durch Rückkopplung bestimmt wird), müssen wir lediglich jenen Rückkopplungs-Faktor herausfinden. Das ist der Heilige Gral der Studien zur Klimasensitivität.

Das IPCC erwähnt „Rückkopplung“ [feedback] über 1000 mal in seinem 5. Zustandsbericht 2013, hat aber keinerlei Ahnung über dessen wahren Wert. Warum nicht? Weil Hansen bei der NASA im Jahre 1985 einen haarsträubenden physikalischen Fehler gemacht hat, welchen Klimatologen seitdem immer wieder sehr profitabel kopiert haben.

James Hansen, Ex-Chef des NASA GISS, hätte man vielleicht verhaften sollen wegen schlechter Wissenschaft.

Nach Lacis et al. 2010 beträgt die Albedo beim Fehlen von Treibhausgasen 0,418 verglichen mit dem heutigen Wert von 0,293. Die Einstrahlung beträgt derzeit 1364,625 W/m² (Mekaouni et al. 2010). Hierzu sollten wir den direkten Antrieb von etwa 38,6 W/m² aus der Existenz nicht kondensierender Treibhausgase addieren. Mit diesen Daten sagt uns die grundlegende Gleichung des Strahlungstransports, dass die Emissionstemperatur, welche auf der Oberfläche beim Fehlen von Treibhausgasen herrschen würde, 254,3 K betragen würde vor irgendwelcher Berücksichtigung von Temperatur-Rückkopplungen.

Allerdings betrug die Oberflächen-Temperatur im Jahre 1850 vor irgendeiner anthropogenen Beeinflussung 287,55 K (HadCRUT4). Aus diesen Werten können wir direkt den bislang schwer fassbaren Rückkopplungs-Faktor ableiten. Er beträgt einfach 1 – 254,3/287,55 oder 0,116. Und nicht die von den üblichen Verdächtigen ins Spiel gebrachten 0,6 bis 0,9. Seit Hansens katastrophaler Studie aus dem Jahr 1984 hat die Klimawissenschaft im Endeffekt eine Gleichung zur Repräsentation des Einflusses von Rückkopplungen auf die Temperatur benutzt, die – obgleich nicht falsch – unvollständig ist und die daher den Rückkopplungs-Faktor gar nicht korrekt bestimmen kann.

Wie die offizielle Klimatologie die Sonne fälschlich hinaus expedierte und hinsichtlich der globalen Erwärmung falsch lag. Dessen Variante ist die Differenz zwischen zwei Gleichgewichts-Zuständen der vollständigen Mainstream-Gleichung.

Die falsche Variante der System-Erhaltungs-Gleichung [system-gain equation] der Klimatologie, welche in der Kontroll-Theorie allgemein ist – das Studium von Rückkopplungen in dynamischen Systemen (Systeme, die ihren Zustand mit der Zeit ändern) – ist im Grunde die Differenz zwischen zwei Gleichgewichts-Zuständen in der vollständigen Mainstream-Gleichung.

Da die Emissionstemperatur in allen Gleichgewichts-Zuständen die Gleiche ist, subtrahiert Hansens Anwendung einer Gleichung, welche diese Differenz beschreibt, die Sonnenwärme hinaus – der grundlegende Input, von welchem die Rückkopplungs-Reaktion abhängt. Darum ist der Rückkopplungs-Faktor bis jetzt um das Sechsfache und die Klima-Sensitivität um das Vierfache übertrieben worden.

Wie hat sich alles nun verändert seit dem Jahr 1850? Nun, es gab 2,29 W/m² gesamt-anthropogenen Antrieb (IPCC 2013, Abb. SPM.5). Man multipliziere diesen Wert mit dem Planck-Parameter 0,299, um die Referenz-Erwärmung von 1850 bis 2011 zu erhalten, welche dem Menschen zugeordnet werden kann: etwa 0,7 K. Aber es gab eine Erwärmung um 0,75 K von 1850 bis 2011 (wieder HadCRUT4), und dazu können wir noch 0,25 K addieren, so dass sich insgesamt 1 K ergibt, um dem „Strahlungs-Ungleichgewicht“, das man sich vorgestellt hat (und das vielleicht imaginär ist) von 0,6 W/m² über diesen Zeitraum, Rechnung zu tragen.

Also beträgt der Rückkopplungs-Faktor für das Jahr 2011 1 – (254,3 + 0,7) / (287,55 + 1,0) = 0,116. Das ist genau der gleiche Wert wie im Jahre 1850. Bis auf drei Dezimalstellen handelt es sich also um den gleichen Rückkoplungs-Faktor wie 1850. Warum nur so eine geringe Änderung? Der Grund ist, dass die Referenz-Erwärmung von 0,7 K durch den Einfluss des Menschen so winzig ist im Vergleich zu den 254,3 K Beitrag durch die Sonne und durch die schon immer vorhandenen Treibhausgase.

Da wir jetzt den Rückkopplungs-Faktor kennen, können wir die Gleichgewichts-Sensitivität bei einer Verdoppelung der CO2-Konzentration ableiten. Es ist einfach das Verhältnis der Referenz-Erwärmung von 1,035 K bei einer CO2-Verdoppelung auf (1 – 0,116), welche weniger als 1,2 K ausmacht. Es sind mit Sicherheit nicht die vom IPCC prophezeiten 1,5 bis 4,5 K und auch nicht die von den CMIP5-Modellen prophezeiten 2,1 bis 4,7 K – und mit Sicherheit nicht die 6,7 K, auf denen Doyles dummer, extremistischer Artikel fußt. Die Parteilinie kann die Mathematik nicht ersetzen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/09/latest-paper-predicting-global-warming-could-be-far-worse-than-predicted-is-so-much-hot-air/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimawandel und Dinner Parties

In der Tat wird jedes Ungewöhnliche- oder Extremwetterereignis fast immer von einem wissenden Nicken und dem Verweis auf den Klimawandel begleitet.

Der Glaube an die globale Erwärmung ist selbst zur Quasi-Religion geworden und man steht vor der offensichtlichen Wahl zwischen erleuchteter Bestätigung oder „anti-wissenschaftlichem“ Unglauben. Für diejenigen, die nicht bereit sind, sich an diese binäre Zwangsjacke zu halten, gibt es hier eine Liste von vernünftigen Positionen, die man bei jeder Party oder geselliger Zusammenkunft von mäßig gut informierten Leuten vertreten kann. Betrachten Sie es als Ihre Möglichkeit für eine intelligente, höfliche Konversation, während Sie dem fairen Betrachten eines schwierigen und komplexen Problems treu bleiben.

 

  • „97% können nicht falsch liegen“

Dies ist die vielleicht irreführendste Aussage, die von den Klimawandel-Alarmisten gemacht wird. Uns wird ständig gesagt, dass es einen „Konsens“ der wissenschaftlichen Meinung gibt, dass Klimaänderungen vom Menschen verursachte werden und dass radikale Veränderungen in Politik und Verhalten erforderlich sind. Ein klassisches Beispiel ist der Tweet von Präsident Obama: „Siebenundneunzig Prozent der Wissenschaftler sind sich einig: Der Klimawandel ist real, vom Menschen gemacht und gefährlich.“ Die Botschaft ist offensichtlich: „Wer kann da anderer Meinung sein?“.
Also, in was genau stimmen die Wissenschaftler überein?

Die Antwort lautet, dass Klimawissenschaftler eine Vielzahl von Meinungen vertreten, angefangen von „Das Klima ändert sich schon immer“ und „Menschen haben einen gewissen Einfluss auf das Klima“ bis hin zu „Wir werden einen katastrophalen Klimawandel haben, wenn wir nicht alle fossilen Brennstoffe ersetzen.“  Die meisten Klimawissenschaftler würden den ersten beiden Aussagen zustimmen, während sie bei  der dritten ernsthafte Vorbehalte, wenn nicht starke Meinungsverschiedenheiten ausdrücken.

Wenn man also auf das „97% -Konsens“ Argument stößt, wäre es das beste Gegenmittel, zuerst die Zustimmung zum Offensichtlichen auszudrücken und gleichzeitig eine nüchterne Reflexion über die Frage „Was soll man machen?“ zu fordern.  Angemessene politische Maßnahmen müssen alle wirtschaftlichen Kostennachteile und erreichbare Vorteile und die Verteilung der Belastungen auf die Bevölkerung berücksichtigen. Ihre Dinner-Begleiter können Ihnen diese vernünftige Position nicht vorwerfen.

 

  • Extremes Wetter: Ich habe es Ihnen gesagt.

Kaum eine Woche vergeht in diesen Tagen ohne Medienberichte über extreme Wetterereignisse und ihre angebliche Verbindung zur Erderwärmung. Es gibt jedoch wenig oder keine Beweise, die bestimmte Wetterereignisse mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Dies ist die Position nicht nur vieler seriöser Wissenschaftler, sondern auch der großen Gruppe von Wissenschaftlern, die am Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) beteiligt sind. Nach dem IPCC:

„Insgesamt gibt es keine Beweise dafür, dass extreme Wetterereignisse oder Klimaschwankungen im 20. Jahrhundert weltweit zugenommen haben …“.

Das Wetter und der Klimawandel sind zwei verschiedene Phänomene, ein nicht vorher bestimmbares  und kurzfristiges, das andere kumulativ (statistisch) und langfristig (über 30 Jahre). [Das Wetter erlebt man täglich und kann es nur für wenige Tage voraussagen, das Klima ergibt sich ausschließlich aus der statistischen Zusammenfassung aufgezeichneter, d.h. vergangener Wetterdaten]

Die Verbindungen zwischen den beiden sind dürftig und Kausalität ist nach unserem derzeitigen Wissensstand schwer zu beweisen. Das Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ erinnert nicht nur Ihre Mitgäste an diese grundlegende Weisheit, sondern zeigt auch Ihre literarische Neigung.

 

  • Die Achse des Bösen: Kohle, Öl und Gas

In diesen Tagen, wenn „Grün“ ein Maß für die eigene Tugend ist, und alle Unterstützung (auf Kosten der Steuerzahler) für Sonnen- und Windenergie eine erleuchtete Position darstellt, ist die Wahrheit viel weniger bequem. Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation ist auch eine Geschichte der Entwicklung fossiler Brennstoffe.  Von der ursprünglichen Verwendung von Holz, Stroh und Kuhdung hat das außerordentliche Wachstum fossiler Brennstoffe, angefangen mit dem Kohleabbau und der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, billige und zuverlässige Energie für die Bedürfnisse der Menschen auf der ganzen Welt bereitgestellt. Die Verwendung von fossilen Brennstoffen hat Wälder wieder zurückgebracht und mühsame Anstrengungen der Menschen gemildert, indem es einen höheren Lebensstandard auch für die einfachen Leute ermöglicht hat, die glücklich sind, sich zuverlässige Energie leisten zu können.

Der leitende Wirtschaftsberater der indischen Regierung, Arvind Subramanian, stellte kürzlich fest, dass Indien, wie andere Entwicklungsländer, es nicht zulassen kann, dass die Behauptungen des „Kohlenstoffimperialismus“ einer realistischen Planung im Weg stehen. Letzteres würde beinhalten, die beste Technologie bei der Nutzung billiger Kohle für die Stromerzeugung einzusetzen, die Verwendung sauberer fossiler Brennstoffe wie Erdgas zu erhöhen und die versteckten Kosten der intermittierenden Technologien wie Wind- und Solarenergie anzuerkennen.

Nach den gewaltigen Investitionen Deutschlands in diese neuen Technologien im Zuge des Atomausstiegs, hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ eine Geschichte über die Energiearmut des Landes mit dem Untertitel “How Electricity Became a Luxury Good”. [„Luxus Strom“ von 2013 liegt hinter einer Bezahlsperre]. Dieses Beispiel wird nützlich sein, wenn Sie mit einem Gast aus einem westlichen Industrieland sprechen. Sie werden deutlich gemacht haben, dass nicht nur die Entwicklungsländer eine legitime andere Perspektive haben könnten, sondern sogar unter den OECD-Ländern gibt es ernsthafte ungelöste Probleme, die es verhindern, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch zu reduzieren.

 

  • Das Ende der Welt: „Was ist mit unseren Kindern?“

Emotionale Erpressung bei Benefizveranstaltungen ist keine Seltenheit, und diese Linie wird oft von den Alarmisten benutzt. Aber Ihr Party-Gesprächspartner kann sich nicht hinter einer pauschalen Anklage wegen „Katastrophe“ verstecken. Die besten aktuellen Modelle, die den Klimawandel mit wirtschaftlichen Auswirkungen verbinden, werden bis zum Jahr 2100 und darüber hinaus Kosten von 10% oder weniger des globalen Bruttoinlandsprodukts verursachen. John Cochrane von der University of Chicago meint: „Das ist eine Menge Geld, aber das sind auch viele Jahre“. Bis zu diesem Zeitpunkt könnte es klüger sein, ein hohes Wirtschaftswachstum anzustreben und ausreichende Forschung und Entwicklung – Budgets für neue Technologien zur Anpassung an den Klimawandel sicherzustellen.

Nicht nur der Klimawandel ist die Quelle von Armageddon-Szenarien [~ das Jüngste Gericht] Was ist bei einem Atomkrieg durch einen Schurkenstaat, einem super-kolossalen Vulkanausbruch oder einer globalen Pandemie, wenn Antibiotika im Kampf gegen sich ständig verändernde Bakterien verlieren? „Schließen Sie eine Versicherung ab“, könnte Ihr Gegenüber auf der Dinner Party vielleicht mit einem Grinsen widersprechen. Nun, wie jeder mit einem begrenzten Budget wissen wird, wird der Abschluss einer Versicherung zu hohen Prämien für alle möglichen katastrophalen Risiken dazu führen, dass Ihnen bald das Geld ausgeht. Ihr Freund auf der Dinner Party wird daran erinnert werden müssen, dass die Politik der globalen Erwärmung um knappe Ressourcen konkurrieren muss, um andere glaubwürdigere und realere Bedrohungen für das menschliche Wohlergehen wie Malaria, schmutziges Wasser und Unterernährung von Kindern zu mildern, die den menschlichen Zustand schon jetzt bedrohen.

Inzwischen werden Sie Ihre Gespräche als vernünftiger Beobachter der Debatte über den Klimawandel in einem unaufgeregten  Kontext geführt haben. Sie werden einigen Ihrer mehr aufgeregten Party-Freunden die dringend benötigte Mäßigung vermitteln. Wer weiß, vielleicht bekommen Sie sogar ein Date, oder wenn Sie schon verheiratet sind, wird Ihr Partner Sie noch mehr für Ihren feinen (meteorologischen) Geist lieben.

Gastbeitrag von Tilak K. Doshi

Dr. Tilak K. Doshi ist Berater für Energiewirtschaft und Autor von „Singapur in einer Post-Kyoto-Welt: Energie, Umwelt und Wirtschaft“, veröffentlicht vom Institut für Südostasiatische Studien (Singapur, 2015).

Eine frühere Version dieser Geschichte wurde ursprünglich in der Asia Times am 29. September 2017 veröffentlicht: 
http://www.atimes.com/dinner-parties-climate-change-guide/ 

Gefunden auf WUWT vom 15.07.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig




Experimentelle Verifikation des Treibhauseffektes

Dieser Treibhauseffekt wird vor allem von der Temperatur der Aerosol-Platte, die stellvertretend für Wolken oder Aerosole steht, gesteuert. Dabei muss die Aerosol-Platte mindesten 5 °C kälter als die Erd-Platte sein, um einen messbaren Temperatur-Anstieg zu erreichen. Die Experimente präsentieren eine Fülle von überraschenden und z.T. unbekannten Facetten des Treibhauseffektes. Wenn keine zusätzliche Wärme von außen einwirkt, verursacht CO2 eine Erwärmung der Erd-Platte, ohne den Wärmetransport zur Aerosol-Platte oder die Lufttemperatur zu verändern. Der Treibhauseffekt wird überwiegend durch die natürlichen CO2-Konzentrationen bestimmt, wobei CO2 in unmittelbarer Nähe zur Erd-Platte die größte Wirksamkeit zeigt. Eine möglicherweise vom Menschen verursachte Zunahme der atmosphärischen CO2-Konzentration kann daher nur noch im geringen Umfange zur Erderwärmung beitragen.

Einführung

In der ersten Mitteilung (1) wurde eine neuartige Apparatur vorgestellt, die flexibel einsetzbar ist und unterschiedliche Aspekte des Treibhauseffektes experimentell überprüfen kann. In den ersten beiden Publikationen ging es um die wechselseitige Beeinflussung von Wolken, Aerosolen und Treibhausgasen. Es konnte nachgewiesen werden, dass es einen eigenständigen Treibhauseffekt gar nicht gibt, sondern dass die Auswirkung der Treibhausgase von den sichtbaren und unsichtbaren Aerosolen des Himmels abhängt. Mit den Formeln von Ångström und anderen Forschern wurde errechnet, dass Wasserdampf (als stärkstes Treibhausgas) bei klarem Himmel rund 30 % und bei Bewölkung sogar nur 5 % zum Treibhauseffektes beiträgt (2). Diese Befunde sind eine ernstzunehmende Kritik an der in Deutschland betriebenen CO2-Hysterie und erklären, warum diese Mitteilungsreihe bei EIKE publiziert wird.

Die vorliegende Mitteilung beschäftigt sich mit der Frage, ob die Temperaturerhöhung der Erde durch CO2 experimentell nachweisbar ist und eventuell als Demonstrationsversuch für Schüler oder Studenten verwendet werden kann.

Im Internet findet man eine ganze Reihe von Schülerexperimenten zur Demonstration des Treibhauseffektes. Wozu also noch ein weiterer Vorschlag? Kein vom Autor analysiertes Experiment entsprach den natürlichen Bedingungen einer Erde mit einer Durchschnittstemperatur von 15 °C und Atmosphäre, die von einem Temperatur-Gradienten charakterisiert ist. Vor allem Versuche, den Treibhauseffekt anhand einer Erwärmung der CO2-haltigen Luft zu demonstrieren erwies sich ein Missverständnis, dieses Effektes (3), (4). Auch wurden die Messungen nicht vor einem kalten Hintergrund durchgeführt. So wurde auch nicht die Beeinflussung des Treibhauseffektes durch Wolken und Aerosole erkannt. Die eigene Konzeption, die sich an den natürlichen Temperaturen von Erde und Atmosphäre orientiert, führte zu Labor-Experimenten, die wahrscheinlich zum ersten Mal den wahren, erdnahen CO2-Treibhauseffekt sichtbar und begreifbar macht. Da sich diese Mitteilung an die breite Öffentlichkeit wendet, wird im Folgenden der umgangssprachliche Ausdruck „Wärmestrahlung“ mit infraroter (IR) Strahlung gleichgesetzt.

In der ersten Mitteilung (1) wurde eine Apparatur vorgestellt, die die erdnahe Atmosphäre als Modell nachahmt. Sie enthält anstelle der Erdoberfläche eine sogenannte Erd-Platte und in einem großen Abstand eine Aerosol-Platte, die stellvertretend für eine Wolkenschicht unterschiedlicher Temperatur (Höhe) steht. Die wichtigste Erkenntnis war, dass der Treibhauseffekt von der Temperatur der weit entfernten Aerosol-Platte abhängt (2). Es konnte gezeigt werden, dass Treibhausgase und Wolken/Aerosole Strahlungskonkurrenten sind, die sich gegenseitig beim Treibhauseffekt behindern. Diese Zusammenhänge wurden durch schrittweise Abkühlung der Aerosol-Platte gewonnen („Abkühlungs-Modus“).
Um eine mögliche Erwärmung der Erd-Platte nach Zugabe von CO2 zu erkennen, sollten die anderen Flächen der Apparatur (Wand und Aerosol-Platte) während eines Versuches eine möglichst konstante Temperatur haben. Für diese Aufgabe bietet sich der „Konzentrations-Modus“ an, bei dem nur die Konzentration des CO2 variiert wird. Insbesondere ist für eine konstante elektrische Heizung der Erd-Platte (QE) zu sorgen, die durch ein spezielles Labornetzgerät (Korad KA3005D) erreicht wird.
Die Luft-Temperatur zwischen Erd- und Aerosol-Platte ist bei diesen Experimenten von besonderer Bedeutung. Geht es doch um die Frage, ob die grundsätzliche These eines angeblichen „CO2-Treibhauseffektes“ eine Verletzung physikalischer Gesetze ist. Nach den Vorstellungen einiger Fundamental-Skeptiker sollte CO2 nicht zur Erderwärmung beitragen können, da das CO2 der Atmosphäre kälter als die Erdoberfläche ist und Wärme grundsätzlich nur von einem warmen zu einem kalten Körper fließt.
Zur Überprüfung dieser These ist die flexible Einsetzbarkeit der Apparatur von großem Nutzen, da auch solche Szenarien simuliert werden können. Die Lufttemperatur im Inneren der Röhre lässt sich unabhängig von der Temperatur der Erd-Platte durch die thermostatisierte Wasserheizung der Aluminium-Röhre regulieren. Dadurch wird ein Versuchsaufbau realisiert, der durch drei Temperatur-Zonen charakterisiert ist. Die Erd-Platte hat die höchste Temperatur, gefolgt von dem Luftraum für die potentielle CO2-Zugabe, der 0 – 15 °C kälter ist, und am Ende befindet sich als kältester Pol die Aerosol-Platte, 20 °C kälter als die Erd-Platte.

Sollten die Skeptiker Recht behalten, würde die Erd-Platte sich nicht erwärmen, wenn CO2 zu einem Luftraum gegeben wird, der kälter als die Erd-Platte ist. Hierzu wurden zwei Versuchsreihen mit einer 40 °C bzw. 20 °C warmen Erd-Platte durchgeführt, vergleichbar mit einer tropischen bzw. gemäßigten Klimazone der Erde. Bei beiden Versuchsreihen wurde CO2 in 7 bis 10 Schritten (bis maximal 55 Vol.-%) zu der vorher getrockneten und CO2-armen Innenluft der Apparatur zugesetzt. Nach jeder CO2-Zugabe wurde die Temperatur an sieben Stellen der Apparatur abgelesen (Abb. 4) und protokolliert.
Bei der ersten Versuchsreihe (Erd-Platte = 40 °C) wurde das CO2 bei vier verschiedenen Temperaturen des Luftraumes ≤ 40 °C zugegeben um festzustellen, ob die Erd-Platte auch durch kälteres CO2 erwärmt wird.

Bei der zweiten Versuchsreihe (Erd-Platte = 20 °C) wurden vier Experimente mit verschiedenen Temperaturen der Aerosol-Platte durchgeführt, um den möglichen Einfluss der Wolken-Temperatur nachzuweisen (In dieser Reihe wurde CO2 bis maximal 12 Vol.-% zugegeben).

Bei allen acht Experimenten wurde bei schrittweiser Zugabe von CO2 eine fortschreitende Erwärmung der Erd-Platte beobachtet, selbst wenn das CO2 deutlich kälter als die Erd-Platte war (Abb. 1 und 2). Die Experimente zeigen, dass CO2 grundsätzlich, unter bestimmten Voraussetzungen, die Erd-Temperatur erhöhen kann! Der Mechanismus dieses sogenannten Treibhauseffektes wird in Kapitel 2 ausführlich erläutert. Soviel sei bereits verraten, mit einem Wärmefluss vom kalten CO2 zur warmen Erde hat der Treibhauseffekt nichts zu tun.

CO2 und Luft haben unterschiedliche spezifische Wärmeleitfähigkeiten (Kap. 4, Tab. 1). Um auszuschließen, dass die gemessenen Temperatur-Erhöhungen der Erd-Platte tatsächlich durch den Treibhauseffekt und nicht durch Veränderungen der Wärmeleitung verursacht werden, wurden zwei weitere Experimente mit Helium und Argon anstelle von CO2 durchgeführt. Diese Edelgase zeichnen sich ebenfalls durch unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten gegenüber Luft aus. Da sie IR-inaktiv sind, d.h. sie erzeugen keine Wärmestrahlung, beeinflussen sie in der Apparatur nur die Wärmeleitung. Eine denkbare Verfälschung der Ergebnisse der o.g. acht Experimente durch Wärmeleitung lässt sich eindeutig ausschließen, da bei beiden Kontroll-Versuchen die Temperatur der Erd-Platte unverändert blieb. Eine ausführliche Beschreibung dieser Versuche findet sich im Kap. 4.

Abbildung 1: Erwärmung der 40°C warmen Erd-Platte nach Zugabe von CO2 bei unterschiedlichen Lufttemperaturen TpCO2 TpE = Temperatur der Erd-Platte, TpA = Temperatur der Aerosol-Platte, TpCO2 = Temperatur der CO2-haltigen Luft

Abbildung 2: Erwärmung der 20°C warmen Erd-Platte TpE nach Zugabe von CO2 bei unterschiedlichen Temperaturen der Aerosol-Platte TpA

Beide Versuchsreihen (Abb. 1 und 2) zeigen unterschiedliche Temperatur-Erhöhungen der Erd-Platte und lassen folgende Schlüsse zu: Demnach hängt der Treibhauseffekt sowohl von der Temperatur der CO2-Schicht (Abb. 1) als auch von der Temperatur der Aerosol-Platte ab (Abb. 2).

Umso wärmer das CO2 und umso kälter die Aerosol-Platte desto stärker die Erwärmung der Erd-Platte.

Der Einfluss der CO2-Temperatur (Abb. 1) spiegelt sich in den Ergebnissen der Satelliten-Messungen wieder, die über dem Äquator den größten Treibhauseffekt feststellen. Über dem Südpol wurde jedoch gefunden, dass CO2, wegen einer Temperatur-Inversion, die Antarktis sogar abkühlt, also einen negativen Treibhauseffekt hat (5). Ein in der Öffentlichkeit wenig bekannter Fakt, der erklärt, warum es in der Antarktis keine Erd-Erwärmung gibt. Die nachweisliche Erwärmung des Nordpols wird demnach nicht von CO2 sondern vom Ruß der Schifffahrt verursacht.

Anmerkung: Wasser und Eis beanspruchen nach dem Gesetz von Gewicht und Auftrieb das gleiche Volumen in einem beliebigen Gefäß (beliebte Frage im Schulunterricht, schmelzendes Eis erhöht nicht den Wasserspiegel). Dadurch hat das Abschmelzen des Eises auf dem Nordpol keinen Einfluss auf den Meeresspiegel, da es sich hier um schwimmendes Eis handelt.

Die eigentliche Kritik an der offiziellen Klima-Hysterie leitet sich vom Einfluss der Aerosol-Platte auf den Treibhauseffekt ab (Abb. 2). Die Versuchsreihe zeigt, dass der CO2-Treibhauseffekt maßgeblich von der Temperatur der Aerosol-Platte (die für Wolken/Aerosole steht) gesteuert wird! Die Temperatur-Erhöhung der Erd-Platte (Treibhauseffekt) kann sogar ganz ausbleiben, wenn sich die Temperaturen von Aerosol- und Erd-Platte annähern, wie in Abb. 2 (TpA = 14,9 °C) zu sehen ist. Die 20°C-Versuchsreihe simuliert Temperaturen, die typisch für die Erde unter tief liegenden Wolken sind. Damit wird experimentell ein weiteres Mal die Abhängigkeit des Treibhauseffektes von der Temperatur der Wolken und Aerosole nachgewiesen (1), (2).

  1. Der Mechanismus des erdnahen CO2-Treibhauseffektes

Man kann nicht behaupten, dass der Treibhauseffekt leicht zu verstehen ist. Allein schon der erbitterte Streit gestandener Wissenschaftler zeigt, dass es hier um ein komplexes Thema mit vielen Wendungen und Einflüssen geht.
Die verwendete Apparatur von rund 1 m Länge imitiert nur die ersten rund 3000 m der Atmosphäre. Es wird angenommen, dass sich in dieser Höhe eine geschlossene Wolkendecke befindet. In 3 km Höhe ist die Luft im Durchschnitt 18 °C kälter als die Erdoberfläche (0,6 °C pro 100 m), wonach die Temperatur der Aerosol-Platte ausgewählt wurde. Bezüglich der CO2-Menge ist die imitierte Schichtdicke der Atmosphäre jedoch viel kleiner und hängt von der Konzentration des zugesetzten CO2 ab. Man erhält die imitierte Schichtdicke einer Atmosphäre mit 400 ppm CO2, indem die CO2-Versuchskonzentration (in Vol.-%) durch 0,04 geteilt wird. Bei einer Konzentration von 12 Vol.-% werden demnach 300 m und bei 55 Vol.-% 1375 m einer Atmosphäre mit 400 ppm CO2 nachgebildet.

Sämtliche Betrachtungen zu den Wärmeströmen beim Treibhauseffekt beziehen sich auf den Energietransport ausschließlich durch Wärmestrahlung. Der Treibhauseffekt wird deshalb als ein idealisiertes, abgeschlossenes System behandelt. Beeinflussung des Treibhauseffektes durch andere Energieströme der Atmosphäre würde sich grundsätzlich mit der Apparatur realisieren lassen, war aber kein geplantes Ziel der vorliegenden Untersuchungen.

Im genannten Abschnitt der Atmosphäre wird neben der Wärmestrahlung auch noch Energie durch den Wasserkreislauf und durch Luftbewegungen transportiert. Diese Wärmeströme beeinflussen die Temperatur dieser Luftschichten und damit auch den CO2-Treibhauseffekt. Ein einfaches Schüler-Experiment wird durch diese Komplikationen überfordert. Auch die Relativierung der CO2-Strahlung durch die Wasserdampf-Strahlung kann wegen des hohen Siedepunktes von Wasser nicht untersucht werden.

Um den Treibhauseffekt zu verstehen, muss man sich zunächst klarmachen, dass jeder (feste und flüssige) Körper unserer natürlichen Umgebung (auch die Aerosole der Atmosphäre) ständig Wärmestrahlen, ein unsichtbares Licht, aussendet. Wie auch bei einer Glühlampe wird hierzu Energie benötigt. Im Gegensatz zur Glühlampe ist aber eine äußere Energiequelle nicht zwingend notwendig. Die Energie für die Wärmestrahlung kann auch aus der inneren Energie des Körpers, aus der kinetischen und potentiellen Energie seiner Atome oder Moleküle, ihren inneren Schwingungen und Rotationen entnommen werden. In diesem Falle müsste sich der Körper durch ständigen Verbrauch von Energie abkühlen. Das passiert i.d.R. aber nicht, da der Körper auch Wärmestrahlung aus seiner Umgebung empfängt, so dass (nach einiger Zeit) alle Körper in einem geschlossenen Raum die gleiche Temperatur haben (Gesetz nach Kirchhoff).
Wir können diesen Austausch an Wärmestrahlung nicht sehen, da dieses infrarote Licht (IR-Strahlung) für unsere Augen unsichtbar ist. Die fehlende Wahrnehmung dieser Strahlung ist wahrscheinlich der Grund, dass viele Menschen allein schon mit dem Begriff „Strahlung“ Probleme haben und eher an Fukushima oder Tschernobyl als an ihre natürliche Umwelt denken. Wärmestrahlung lässt sich aber erfahren, wenn man z.B. seine Hand einem sehr heißen Gegenstand nähert oder eine Wärmebild-Kamera nutzt. Die Größe dieser Strahlung (Strahlungsdichte = Energie pro Fläche) wird nach der Gleichung von Stefan und Boltzmann anhand der Temperatur (T hoch 4 Gesetz) für einen idealen, sogenannten „schwarzen“ Körper berechnet. Die warme Erd-Platte erzeugt danach bei 20 °C eine Wärmestrahlung von 419 W/m2 und bei 40 °C sind es 545 W/m2. Wäre die Erd-Platte isoliert im Weltall, weit weg von anderen Himmelskörpern, würde sie sich abkühlen und ihre Temperatur würde sich nach einiger Zeit dem absoluten Nullpunkt (- 273,15 °C) nähern und zwar ausschließlich nur durch Strahlungskühlung (Abgabe von Energie durch Wärmestrahlung).
In der Apparatur ist das anders, da die Erd-Platte auch Empfänger einer Wärmestrahlung ihrer Umgebung ist. Diese sogenannte Gegenstrahlung wird hauptsächlich von der Aerosol-Platte erzeugt. Wegen der geringeren Temperatur der Aerosol-Platte ist die Gegenstrahlung jedoch kleiner als die Wärmestrahlung der Erd-Platte. Unterm Strich bleibt also eine gewisse Differenz von gesendeter und empfangener Strahlung übrig, die den Wärmeverlust (Strahlungskühlung) der Erd-Platte definiert. Genau diese Menge an Wärmeverlust wird im Experiment durch die elektrische Heizung QE geliefert, wodurch Energie-Abgabe und -Aufnahme der Erd-Platte gleich groß sind und ihre Temperatur konstant bleibt.
Im Gegensatz zu festen und flüssigen Körpern können nur bestimmte, sogenannte IR-aktive Gase, wie z.B. CO2, eine Gasstrahlung erzeugen (6). Dabei ist die CO2-Strahlung keine thermische Strahlung (Wärmestrahlung) sondern eine Linien-Strahlung ausgewählter Wellenlängen. Füllt man CO2 in die Apparatur, nimmt das Gas die Temperatur der warmen Aluminiumwand an und erzeugt eine Gasstrahlung, die (im Wellenlängen-Bereich der CO2-Emissionsbanden) größer ist als die der (kälteren) Aerosol-Platte. Die Gegenstrahlung wird dadurch erhöht, wodurch sich die Strahlungskühlung der Erd-Platte verringert. Strahlungskühlung und Heizung der Erd-Platte QE sind nicht mehr im Gleichgewicht, wenn die Heizung QE konstant blieb. Es kommt zu einem Wärmestau, wodurch sich die Erd-Platte erwärmt. Durch die höhere Temperatur kann nun die Erd-Platte (nach dem Gesetz von Stefan-Boltzmann) mehr Wärme ausstrahlen, wodurch auch wieder die Strahlungskühlung ansteigt bis letztendlich Wärmeverlust und Heizung der Erd-Platte wieder gleich sind, d.h. die Strahlungskühlung erreicht wieder ihren alten Wert.

Solange keine äußere Energie in den Austausch von Strahlungswärme eingreift ist der Wärmeverlust der Erd-Platte identisch mit dem Wärmetransport von der Erd- zur Aerosol-Platte. Mit anderen Worten, die Heizwärme QE wird unverändert durch Wärmestrahlung auf die Aerosol-Platte übertragen. Andere denkbare Wärmeströme zwischen Erd- und Aerosol-Platte wie z.B. Konvektion oder Diffusion sind durch die Art der Konstruktion der Apparatur ausgeschlossen (1). Somit lässt sich für den „reinen“ Treibhauseffekt formulieren:

In einem geschlossenen System bewirkt CO2 eine Erwärmung der Erd-Platte ohne den Wärmetransport zur Aerosol-Platte zu verändern.

CO2 verliert zwar Energie durch den Strahlungsaustausch mit der kälteren Aerosol-Platte, aber gewinnt auf der anderen Seite eine gleich große Menge an Energie von der Erd-Platte durch ihre, von CO2 verursachte, gesteigerte Wärmeausstrahlung. In einem geschlossenen System sind Absorption und Emission der CO2-Moleküle gleich groß. Alles andere wäre eine Verletzung des Energieerhaltungssatzes von Julius Robert Mayer. In Übereinstimmung damit wurde bei den oben genannten Experimenten gefunden, dass die Lufttemperatur bei einem konstanten Wärmetransport durch CO2 nicht verändert wird. Somit lässt sich ein weiterer Lehrsatz formulieren:

Die Lufttemperatur zeigt nicht den Treibhauseffekt, sondern Veränderungen des Wärmetransportes an.

Diese Anpassung der Luft-Temperatur an den Wärmestrom wird durch die stärkere Temperatur-Abhängigkeit der CO2-Emission gegenüber seiner Absorption ermöglicht. Für diese These gibt es experimentelle Beweise. Wird z.B. die Erd-Platte durch eine Rotlichtlampe ersetzt, steigt die Luft-Temperatur bei Zugabe von CO2 an, da hier der Wärmestrom zunimmt und CO2 eine höhere Temperatur für eine adäquate Emission benötigt (3). Beispiele für einen konstanten Wärmestrom und konstante Lufttemperaturen sind die hier vorgestellten Experimente, insbesondere Versuch Nr. 5/3 (Tab. 12, ohne Wandheizung). Bei anderen Experimenten, die demnächst publiziert werden sollen, wurde die Heizung QE während eines Versuches gesenkt, um eine konstante Temperatur der Erd-Platte zu bekommen. Hier wurde sogar eine Abkühlung der Luft nach Zugabe von CO2 beobachtet.

Diese Erkenntnis erklärt, dass alle bisherigen, angeblichen Demonstrations-Versuche des Treibhauseffektes den falschen Effekt untersucht haben. Ob sich die Luft-Temperatur nach Zugabe von CO2 ändert, hängt in erste Linie von den Prozessparametern ab. Damit lässt sich erklären, warum beim bekannten Al-Gore-Experiment eine Erwärmung der Luft auftrat, aber bei einer Überprüfung durch Anthony Watts eine Abkühlung gefunden wurde.

Al Gore hatte keine detaillierten Angaben zu den Versuchsbedingungen gemacht, so dass Watts nur auf Vermutungen angewiesen war. Je nach Versuchsbedingungen wurde von Watts entweder keine Erwärmung oder sogar eine Abkühlung festgestellt (4).

  1. Der von CO2 beeinflusste Wärmetransport

Bei den o.g. Experimenten wird der Wärmetransport in der Apparatur von Peltier-Elementen registriert. Die Peltier-Elemente sind fest mit der Aerosol-Platte verbunden. Sie messen sowohl Wärmestrahlung als auch Wärmeleitung, die auf die Aerosol-Platte einwirken.
Bei Zugabe von CO2 im Bereich kleiner CO2-Konzentrationen kam es zu einem starken Anstieg des Wärmetransportes, um bei hohen Konzentrationen zu stagnieren (Abb. 3). Ist damit die These eines konstanten Wärmetransportes widerlegt? Nein, diese Regel gilt nur für sehr kleine CO2-Konzentrationen (wie in der Atmosphäre) und für geschlossene Systeme (ohne äußere Energieeinwirkung). Das sind Voraussetzungen, die bei den o.g. Experimenten nicht erfüllt waren, da hohe CO2-Konzentrationen eingesetzt werden müssen, um eine Atmosphäre von rund 1500 m simulieren zu können. Auch durch die Wandheizungen wurde unbeabsichtigt Energie zugeführt, so dass kein geschlossenes System vorlag.

Peltier-Elemente erzeugen eine Spannung im millivolt-Bereich wenn ihre Oberseite wärmer als ihre Unterseite ist. Da ihre Unterseiten fest mit der kalten Aerosol-Platte verbunden sind, zeigen die in Reihe geschalteten Peltier-Elemente bereits vor Zugabe von CO2 den Wärmetransport innerhalb der „leeren“ Apparatur durch eine Spannung bis zu 100 mV an. Setzt man diesen Anfangswert gleich null, lässt sich so der Einfluss von CO2 auf den Wärmetransport anhand der veränderten Spannungen der Peltier-Elemente dUA erkennen. Im Folgenden wird der Einfachheit halber der Wärmetransport mit der Spannungsänderung dUA gleichgesetzt.

Abbildung 3: Zunahme des Wärmetransportes bei den Versuchen Nr. 8/3 und 34/3

Der Wärmestrom der kalten Aerosol-Platte zur angrenzenden warmen Luft (im Bereich von Tp4) wird auch von der Wärmeleitfähigkeit der Luft-CO2-Mischungen beeinflusst. Da CO2 eine kleinere spezifische Wärmeleitfähigkeit als Luft hat (Tab. 1), verringert sich die Wärmeleitung der CO2-haltigen Luft nach jeder Zugabe von CO2. Damit müsste sich die Spannung der Peltier-Elemente dUA verringern. Tatsächlich wurde ein Anstieg von dUA gefunden, der also nicht von der CO2-Wärmeleitfähigkeit, sondern nur von der CO2-Gasstrahlung verursacht sein kann. Die dUA-Werte wären sogar noch größer, wenn man den Einfluss der CO2-Wärmeleitung beachten würde.
Die CO2-Gasstrahlung weist eine logarithmische Abhängigkeit von der CO2-Konzentration auf. Die Wärmeleitung für CO2-Luft-Mischungen verringert sich aber linear bei steigen CO2-Konzentrationen. Ab einer bestimmten CO2-Konzentration erreichen die entgegengesetzten Effekte die gleiche Wirkung, so dass der Wärmetransport dUA stagniert (Abb. 3). Diese Erklärungen konnten durch Zugabe von Helium und Argon (anstelle von CO2) experimentell bestätigt werden (Kap. 4).

Die von der Wärmeleitung verursachte Mess-Störung lässt sich durch einen experimentellen Trick zumindest teilweise umgehen. Hierzu wird die Apparatur vor Zugabe von CO2 vollständig mit Argon, das eine ähnliche Wärmeleitfähigkeit wie CO2 hat, gefüllt. Bei Zugabe von CO2 verändert sich jetzt die Wärmeleitung der Gasphase nur noch geringfügig, was einen deutlichen Einfluss auf den Wärmetransport hat. In der nächsten Mitteilung soll hierzu ein Beispiel gegeben werden.

Die Zunahme des Wärmetransportes bedeutet, dass durch CO2 mehr Wärme auf die Aerosol-Platte übertragen wird. Wo ist aber diese zusätzliche Energie hergekommen? Die Antwort findet man in der wassertemperierten Aluminiumwand, die nach folgendem Mechanismus die CO2-haltige Luft mit zusätzlicher Wärme versorgt:
CO2 strahlt in Richtung Aerosol-Platte mehr Energie ab, als es von dieser kalten Platte zurückbekommt. Also müsste sich die CO2-haltige Luft abkühlen, was die Seitenwand jedoch verhindert. Durch die gut wärmeleitende Aluminiumwand fließt der Innenluft Wärme aus der Wandheizung zu. Dieser versteckte und variable Wärmefluss erklärt die Zunahme des Wärmetransportes dUA bei den acht Experimenten (Abb. 3, Kap. 5 und Tabellen 2 bis 9).

Abbildung 4: Schematische Darstellung der Messstellen TpE, TpA, Tp0 bis Tp4, der Kopfheizung und der Wandheizung WH1 bis WH3

Diese These konnte experimentell durch schrittweises Abschalten der Wandheizungen 1 – 3 nachgewiesen werden. Um die Versuche zu verstehen, muss man sich zunächst mit den konstruktiven Details der Apparatur vertraut machen (1). Abb. 4 zeigt schematisch die Anordnungen der drei Wandheizungen WH1 bis WH3 und den Sitz der Temperatur-Messstellen Tp0 bis Tp4.
Die drei Wandheizungen lassen sich unabhängig mit Wasser definierter Temperatur versorgen. Dabei bedeutet „WH=nil“, dass keine Wandheizung angeschaltet war und „WH1-3“, dass alle drei Heizbereiche mit dem 40 °C warmen Thermostaten verbunden waren (Abb. 5).

Abbildung 5: Einfluss der Wandheizungen auf die Luft-Temperaturen (Tp0 – Tp4) und Temperaturanstieg der Erd-Platte dTpE

In Abb. 5 (linkes Bild) sind die Start-Temperaturen der Messstellen Tp0 bis Tp4 angegeben. Die Abbildung zeigt, wie die Luft-Temperaturen durch die Wandheizungen beeinflusst werden. Eine nahezu gleiche Temperatur aller Messstellen Tp0 bis Tp4 lässt sich erreichen, wenn alle drei Segmente geheizt werden (blaue Linie).
Die sukzessive Abschaltung der Wandheizungen (beginnend mit WH3) führt zu einer Abkühlung in den entsprechenden Heizbereichen. Versuch 5/3 ohne Wandheizung (WH=nil) widerlegt die weitverbreitete Auffassung, dass CO2 zu einer Erwärmung der Luft führt. Weder die Durchschnitts-Temperatur der Luft (Ø von Tp1 bis Tp4) noch die Temperatur am Messpunkt Tp4 zeigte eine signifikante Temperatur-Änderung nach Zugabe von CO2 (Abb. 6, linkes Bild und Kap. 5.3, Tab. 12).
Da die CO2-Gasstrahlung auch von der CO2-Temperatur abhängt (Kap. 1, Abb. 1), verringert die sukzessive Abschaltung der Wandheizungen auch den CO2-Treibhauseffekt (die Erwärmung der Erd-Platte). Die letzte Abschaltung (WH=nil) verursacht jedoch einen deutlich größeren Temperatur-Sprung (violette Linie) als die ersten Abschaltungen (Abb. 5, rechtes Bild).

Eine sehr wichtige Beobachtung, die zeigt, dass der CO2-Treibhauseffekt eine sehr kurze Reichweite hat. Der CO2-Treibhauseffekt hängt nicht nur von der CO2-Temperatur und –Konzentration sondern auch vom Abstand zur Erd-Platte ab. Dabei hat das, in der Nähe zur Erd-Platte befindliche CO2 hat den größten Anteil an ihrer Erwärmung.

Abbildung 6: Konstante Luft-Temperaturen (Øtp1-4) und Veränderungen des Wärmetransportes dUA in Abhängigkeit von der Wandheizung

Jede weitere Abschaltung eines Heizbereiches verringerte den Wärmetransport dUA und führte tendenziell zu den erwarteten konstanten Wärmetransport (Abb. 6, rechtes Bild).
Von besonderer Bedeutung ist das Experiment 5/3 „WH=nil“ (ohne Wandheizung), das einem geschlossenen System sehr nahe kommt. Hier zeigt der Wärmetransport einen leicht negativen Verlauf (Abb. 6, violette Linie). Ein Kontroll-Versuch mit Argon anstelle von CO2 (Kap. 5.4.2.) hat einen fast identischen negativen Trend (Abb. 6, gelbe Linie). Da Argon keine Wärmestrahlung erzeugt, sondern nur die Wärmeleitung beeinflusst, wird hiermit nachgewiesen, dass der negative Verlauf ausschließlich durch Wärmeleitung und nicht durch Wärmestrahlung verursacht wird.
Wird die von CO2 veränderte Wärmeleitung berücksichtigt, könnte das Experiment als Beweis für einen konstanten Wärmetransport beim CO2-Treibhauseffekt gewertet werden. Diese These birgt eine gewaltige Brisanz, denn seit den Wetterbeobachtungen durch Satelliten wird behauptet, dass CO2 die Wärmeabstrahlung in das Weltall reduziert! (6). Ließe sich diese These experimentell eindeutig widerlegen, hätte das IPCC große Probleme, „Global Warming“ mit CO2 gleichzusetzen.

Hier stößt das Experiment in seiner jetzigen Ausführungsform jedoch an die Grenzen einer experimentellen Beweisführung. Auch wenn es keinen Zweifel an einem konstanten Wärmetransport in einem geschlossenen System geben kann, so lässt sich zu Recht anführen, dass das Experiment nicht eindeutig ist. Zum einem werden hier nur Temperaturen der erdnahen Atmosphäre untersucht und zum anderen hat die Erd-Platte einen kleineren Durchmesser als die Aluminiumröhre (mit ihren Treibhausgasen). Dadurch verringert sich die Strahlungsdichte der Wärmestrahlung der Erd-Platte bei ihrer Ausbreitung in Richtung Aerosol-Platte. Dadurch kann das CO2 durch seine größere Strahlungsfläche überhaupt eine Zunahme des Wärmetransportes zur Aerosol-Platte bewirken, obwohl CO2 etwas kälter als die Erd-Platte war. Allerdings sind das auch glückliche Umstände, denn sonst hätte man eine CO2-bedingte Zunahme des Wärmetransportes gar nicht gesehen.

Die kleinere Erd-Platte war eine Konsequenz der damals größten, kommerziell verfügbaren Heizfolie. Sollten die Experimente einmal professionell wiederholt werden, wäre eine gleichgroße Erd- und Aerosol-Platte zur Klärung des fraglichen Wärmetransportes empfehlenswert. Der Treibhauseffekt ist von den ungleichen Plattengrößen nicht betroffen, da es hier um Bestrahlung und nicht um Ausstrahlung der Erd-Platte geht.

Die Experimente mit der vorgestellten Apparatur werden deshalb nur als Demonstrations-Versuche vorgeschlagen. Hiermit können die genannten Phänomene und Zusammenhänge des CO2-Treibhauseffektes Schülern und Studenten vorgeführt werden und den einen oder anderen CO2-Mythos als Irrtum entlarven. Darüber hinaus lässt sich demonstrieren, dass es einen eigenständigen CO2-Treibhauseffekt gar nicht gibt, da zu viele andere Faktoren die Wirkung von CO2 relativieren.

  1. Der Einfluss von Helium und Argon auf die Wärmeleitung

Es sollte festgestellt werden, ob die gefundenen Ergebnisse zum CO2-Treibhauseffekt von der CO2-Wärmeleitfähigkeit beeinflusst wurden. Hierzu wurden, wie im Kap. 1. angeben, zur „leeren“ Apparatur die IR-inaktiven Edelgase Helium und Argon zugesetzt. Diese Edelgase können keine Wärmestrahlung erzeugen, aber zeichnen sich durch sehr unterschiedliche spezifische Wärmeleitfähigkeiten im Vergleich zu Luft aus (Tab. 1).

Tabelle 1: Spezifische Wärmeleitfähigkeit einiger Gase

Die Erd-Platte hatte bei diesen Experimenten eine Temperatur von 25 °C. Die Aerosol-Platte wurde auf -10 °C abgekühlt, um einen möglichst hohen Wärmestrom durch Wärmeleitung zu ermöglichen. Die Wandheizungen WH1-2 wurden mit 25 °C warmen Wasser aus einem Thermostaten versorgt. WH3 wurde nicht benutzt, um den Einfluss der Edelgase auf die Luft-Temperatur und Wärmetransport im Messbereich von Tp4 zu erkennen.

Die Edelgase hatten keinen Einfluss auf die Temperatur der Erd-Platte TpE (Abb. 7, linkes Bild). Damit wurde nachgewiesen, dass die Temperatur-Erhöhungen dTpE nach Zugabe von CO2 ausschließlich durch den Treibhauseffekt und nicht durch Wärmeleitung verursacht wurden!

Die Temperatur-Konstanz der Erd-Platte ist ein typisches Merkmal der Versuchs-Apparatur. Die Erd-Platte befindet sich in einer Art Wärmeglocke, gebildet von der Kopfheizung und der Wand-Heizung WH1, wodurch eine Umgebung ähnlicher Temperaturen entsteht. Die unterschiedliche spezifische Wärmeleitfähigkeit der Test-Gase macht sich hier nicht bemerkbar, da letztlich der körperliche Wärmestrom (Wärmeleitung) auch von der Temperatur-Differenz der Erd-Platte und ihrer unmittelbaren Umgebung abhängig ist, die hier sehr klein ist.

Allerdings hatten die Edelgase einen großen Einfluss auf den Wärmetransport zur Aerosol-Platte, wie an der Spannungsänderung dUA der Peltier-Elemente zu erkennen war (Abb. 7, rechtes Bild). Wie schon in Kap. 3 erklärt, registrieren diese Sensoren nicht nur die Wärmestrahlung sondern auch die Wärmeleitung. Es ist zu beachten, dass die Aerosol-Platte wesentlich kälter als die benachbarte Aluminiumwand ist. Durch die große Temperatur-Differenz gibt es hier einen starken Wärmestrom von der warmen Wand (im Bereich von Tp4) zur kalten Aerosol-Platte, der von den Edelgasen beeinflusst wird.
Da Argon (genau wie CO2) ein schlechterer Wärmeleiter als Luft ist, wird bei Zugabe von Argon weniger Wärme auf die Peltier-Elemente übertragen, wodurch diese Elemente eine geringere Spannung erzeugen. In Abb. 7 zeigt sich dieser „Argon-Effekt“ durch einen negativen, fast linearen Rückgang des Wärmetransportes dUA (rechtes Bild, grüne Linie). Theoretisch müsste dadurch die Temperatur Tp4 bei Zugabe von Argon leicht ansteigen (linkes Bild, grüne Linie), was von den Thermometern aber nicht angezeigt wurde. Die geringe Genauigkeit der Thermometer für die Wand-Temperatur von ± 0,1 °C ist hierfür die Ursache.

Abbildung 7: Temperatur- und Wärmetransport-Änderungen durch Helium und Argon.

Die Differenz der spezifischen Wärmeleitfähigkeit zu Luft ist beim Helium viel größer als beim Argon. Dadurch verändert sich die Wärmeleitung beim Versuch mit Helium viel stärker als beim Argon. Dazu hat Helium noch einen umgekehrten Effekt. Die Zugabe von Helium vergrößert die Wärmeleitung der Luft, wodurch der Wärmetransport dUA ansteigt (Abb. 7, rote Linie). Dabei wird dem nicht beheizten Bereich (Tp4) so viel Wärme entzogen, dass hier sogar ein Temperatur-Rückgang von 19,0 auf 18,2 °C bei Zugabe von Helium entsteht. Dieser Temperatur-Rückgang ist der Grund, dass der Wärmetransport dUA beim Helium nicht linear verläuft und bei hohen Helium-Konzentrationen sogar rückläufig ist.

  1. Experimenteller Teil

Die äußeren Teile der Apparatur (Wärmeisolierung, Kopfheizung und Kühlaggregat) wurden im Verlauf der Untersuchungen zur experimentellen Verifikation des Treibhauseffektes mehrfach geändert. Bis April 2018 wurden insgesamt 495 Experimenten durchgeführt. Das mag übertrieben sein, aber neue Wege brauchen eben ihre Zeit. Ein umfangreicher Datenvorrat erschien notwendig, Vertrauen aufzubauen, dass die sehr kleinen Treibhauseffekte real sind und ausreichend genau und reproduzierbar bestimmt wurden.
Die in diesem Bericht vorgestellten Experimente stammen hauptsächlich aus dem Jahre 2015. In dieser Zeit befanden sich die Schläuche für die Kopfheizung, anders als in (1) angegeben, auf einer Styroporplatte oberhalb des Doms (Abb. 4).
Um den Einfluss von CO2 studieren zu können, muss vor Beginn eines Experimentes die Treibhausgase Wasserdampf und CO2 aus dem Innenraum der Apparatur fast vollständig entfernt werden, um einen definierten Anfangswert zu bekommen. Hierzu wird die Innenluft der Apparatur mit einer Luftpumpe für Aquarien bis zu 24 Stunden über feste Natronlauge geleitet, bis eine CO2-Konzentration << 100 ppm erreicht ist. Die Heizung QE der Erd-Platte wird solange variiert bis die gewünschte Temperatur dieser Platte erreicht ist. Danach wurde die Spannung für eine konstante Heizung QE nur noch geringfügig verändert (der ohmsche Widerstand der Heizdrähte ist von der Temperatur der Erd-Platte abhängig!). Die Heizleistung QE wird aus dem Produkt der gemessenen Spannung und Stromstärke, bezogen auf eine fiktive Erd-Platte von 1 m2, errechnet.
Die Aerosol-Platte wird an ein Glykol/Wasser Bad angeschossen, das von einem Kühlaggregat auf die entsprechend Temperatur abgekühlt wird. Ein elektrischer Heizstab in diesem Bad erlaubt eine Feinregulierung für eine konstante Temperatur der Aerosol-Platte während eines Versuches. Die Heizung der Seitenwand ist in drei gleichgroße Segmente WH 1 – 3 eingeteilt, die unabhängig voneinander mit temperierten Wasser aus einem Thermostaten bedient werden können (Abb. 4). Unabhängig von der Wandheizung ist die Aluminiumröhre noch mit einer 9,5 cm dicken Schicht aus Styroporkugeln als Isolierung gegenüber dem Versuchsraum umgeben.
Tp0 ist die von außen gemessene Oberflächen-Temperatur des Doms, Tp1 bis Tp4 sind die Lufttemperaturen im Dom bzw. der Aluminiumröhre in rund 25 cm Abständen (Abb. 4) bzw. (1).
Die Temperaturänderungen der Erd-Platte dTpE und die Spannungsveränderungen der Peltier-Elemente dUA sind die Differenz zum jeweils ersten Wert ohne CO2. Sie charakterisieren die Wirkung von CO2 und sind das wichtigste Ergebnis der Experimente.

    1. Der Einfluss der Hintergrundstrahlung der Aerosol-Platte

Es wurden vier Versuche bei unterschiedlichen Temperaturen (von + 15 bis – 3,8 °C) der Aerosol-Platte durchgeführt. Die Spannung für die elektrische Heizung der Erd-Platte QE wurde vor CO2-Zugabe solange variiert bis diese Platte eine Temperatur von 20,06 °C hatte. Danach wurde QE nicht mehr verändert und in sieben Schritten die CO2-Konzentration bis auf 11,9 Vol.-% erhöht und nach jeder CO2-Zugabe alle Temperaturen registriert (Tab. 2 bis 5). Die Temperatur-Werte für die Erd-Platte sind in Abb. 2. grafisch dargestellt.

Die Wandsegmente WH1 und WH2 wurden von einem Thermostaten mit 15,0 °C warmen Wasser versorgt. Das dritte Segment WH3, im Messbereich von Tp4, wurde nicht an den Thermostat angeschlossen, um eventuelle Veränderungen der CO2-Temperaturen ohne äußere Beeinflussung erkennen zu können. Es wurden jedoch keine signifikanten Beeinflussungen der Tp4-Daten durch CO2 festgestellt.
Erwartungsgemäß verringerte sich bei den einzelnen Versuchen jedoch die Start-Temperatur von Tp4 von 15,5 °C (Tab. 2) bis auf 12,5 °C (Tab. 5) durchihre Nähe zur Aerosol-Platte und ihre abnehmende Temperatur TpA.
Die Wassertemperatur der Kopfheizung betrug 20 °C. Tp0 zeigte bei Zugabe von CO2 einen ähnlichen Temperatur-Anstieg wie die Erd-Platte, da auch der Dom der ansteigenden Wärmestrahlung des CO2 ausgesetzt ist.

Tabelle 2: Versuch Nr. 36/3, Temperatur der Aerosol-Platte = 15 °C

Tabelle 3: Versuch Nr. 32/3, Temperatur der Aerosol-Platte = 5 °C

Tabelle 4: Versuch Nr. 33/3, Temperatur der Aerosol-Platte = 0 °C

Tabelle 5: Versuch Nr. 34/3, Temperatur der Aerosol-Platte = – 3,8 °C

    1. Der Einfluss der CO2-Temperatur

Alle drei Wandsegmente WH1 bis WH3 wurden vom gleichen Thermostaten mit warmem Wasser versorgt. Es wurden vier Versuche bei unterschiedlicher Thermostaten-Temperatur (von 20 bis 40 °C) durchgeführt. Die Temperatur-Messstellen Tp2 bis Tp4 werden von diesen Wandheizungen gesteuert und zeigen annähernd gleiche Werte. Die Messstelle Tp1 befindet sich im oberen Dom und zeigt eine Misch-Temperatur von Dom und Wandheizung an. Die CO2-Temperatur wird als Durchschnitt von Tp1 bis Tp4 definiert. Im Messbereich Tp1 wird ein leichter Temperatur-Anstieg bei hohen CO2-Konzentrationen registriert, der durch die steigenden Temperaturen von Erd-Platte und Dom verursacht wird. Die Durchschnitts-Temperaturen von Tp1 bis Tp4 zeigten keine signifikante Änderung bei Erhöhung der CO2-Konzentration.
Die Spannung für die elektrische Heizung der Erd-Platte QE wurde vor CO2-Zugabe solange variiert bis diese Platte eine Temperatur von 40,11 °C hatte. Danach wurde QE nicht mehr verändert und in 11 Schritten die CO2-Konzentration bis auf rund 55 Vol.-% erhöht und nach jeder CO2-Zugabe alle Temperaturen registriert (Tab. 6 bis 9). Die Temperaturen der Erd-Platte sind in Abb. 1 grafisch dargestellt. Eine grafische Darstellung für die Veränderungen des Wärmetransportes findet sich in Abb. 3.

Tabelle 6: Versuch Nr. 11/3, Wandheizung WH1 – 3 = 25 °C, CO2-Temperatur (Ø Tp1-Tp4) = 26,1 °C

Tabelle 7: Versuch Nr. 10/3, Wandheizung WH1 – 3 = 30 °C, CO2-Temperatur (Ø Tp1-Tp4) = 30,3 °C

Tabelle 8: Versuch Nr. 9/3, Wandheizung WH1 – 3 = 35 °C, CO2-Temperatur (Ø Tp1-Tp4) = 34,5 °C

Tabelle 9: Versuch Nr. 8/3, Wandheizung WH1 – 3 = 40 °C, CO2-Temperatur (Ø Tp1-Tp4) = 39,2 °C

    1. Der Einfluss der Wandheizung

Bei dem Kontrollversuch handelt es sich um eine Wiederholung von Versuch 8/3 (Tab. 9), jedoch wurden die Wandheizungen nacheinander abgeschaltet. Je nach Anzahl der Heizzonen bilden sich unterschiedliche Temperaturen in der Röhre aus.

Tabelle 10: Versuch Nr. 7/3, WH1 + 2 = 40 °C ; Temperaturgradient: Tp1 = 38,9 , Tp2 = 39,5, Tp3 = 38,2, Tp4 = 33,4 °C (Ø)

Tabelle 11: Versuch Nr. 6/3, WH1 = 40 °C ; Temperaturgradient: Tp1 = 38,8 , Tp2 = 39,0, Tp3 = 32,5, Tp4 = 27,4 °C (Ø)

Tabelle 12: Versuch Nr. 5/3, ohne Wandheizung; Temperaturgradient: Tp1 = 31,2 , Tp2 = 27,0, Tp3 = 25,0, Tp4 = 23,4 °C (Ø)

5.4. Der Einfluss der Wärmeleitung

Die Wandsegmente WH1 und WH2 und die Kopfheizung wurden von einem Thermostaten mit 25,0 °C warmen Wasser versorgt. Das dritte Segment WH3, im Messbereich von Tp4, wurde nicht an den Thermostat angeschlossen, um eventuelle Veränderungen durch Zugabe der Edelgase erkennen zu können.
Die Spannung für die elektrische Heizung der Erd-Platte QE wurde vor Zugabe der Edelgase solange variiert bis diese Platte eine Temperatur von 25,06 °C hatte. Danach wurde QE nicht mehr verändert und in 5 Schritten die Konzentration der Edelgase bis auf 40 Vol.-% erhöht und nach jeder Konzentration-Erhöhung alle Temperaturen registriert. Die Veränderungen des Wärmetransportes dUA sind in Abb. 7 grafisch dargestellt.

      1. Der Einfluss von Helium

Helium hat eine extrem hohe spezifische Wärmeleitfähigkeit von 156,7 W/(m ∙ K). Durch die steigende Wärmeleitung bei der Zugabe von Helium steigt auch der Wärmetransport dUA stark an und führt sogar zu einer Abkühlung an der Messstelle Tp4 von anfangs 19,0 bis 18,2 °C. Die Temperatur der Erd-Platte wird durch Helium jedoch nicht beeinflusst (dTpE = 0).

Tabelle 13: Versuch 19/6: Einfluss von Helium auf die Temperatur der Erd-Platte TpE und dem Wärmetransport dUA.

      1. Der Einfluss von Argon

Argon hat mit 0,0163 W/(m ∙ K), ähnlich wie CO2 (0,0142), eine geringere spezifische Wärmeleitfähigkeit als Luft (0,0244). Durch die sinkende Wärmeleitung bei der Zugabe von Argon verringert sich auch der Wärmetransport dUA. Die Wärmeleitung von Gasgemischen ist eine lineare Funktion ihrer Zusammensetzung. Diese Abhängigkeit konnte im Falle von Argon sogar festgestellt werden, da sich in diesem Fall die Temperatur der Messstelle Tp4 kaum änderte. Die Temperatur der Erd-Platte wird durch Argon nicht beeinflusst (dTpE = 0).

Tabelle 14: Versuch 21/6: Einfluss von Argon auf die Temperatur der Erd-Platte TpE und dem Wärmetransport dUA.

Literaturverzeichnis

1. Schnell, Michael. Experimentelle Verifikation des Treibhauseffektes Teil 1: Die gegenseitige Beeinflussung von Wolken und Treibhausgasen. [Online] 25. März 2018. https://www.eike-klima-energie.eu/2018/03/25/experimentelle-verifikation-des-treibhauseffektes-teil-1-die-gegenseitige-beeinflussung-von-wolken-und-treibhausgasen/.

2. —. 2.Mitteilung: Die Hintergrundstrahlung der Wolken und Aerosole. [Online] https://www.eike-klima-energie.eu/2018/06/03/experimentelle-verifikation-des-treibhauseffektes/.

3. Stephan Sirtl. Absorption thermischer Strahlung durch atmosphärische Gase. [Online] 12. 11 2010. [Zitat vom: 15. 01 2018.] http://hpfr03.physik.uni-freiburg.de/arbeiten/diplomarbeiten/sirtl_staatsexamen_2010.pdf.

4. Anthony Watts. Anthony Watts Thrashes Al Gore’s Climate Change Experiment. [Online] 20. 11 2011. [Zitat vom: 12. 01 2018.] https://shortlittlerebel.com/2011/10/20/anthony-watts-thrashes-al-gores-climate-change/.

5. Naturwissenschaftliche Anmerkungen zu Argumenten der Treibhausdiskussion. Volz, Hans. 9, s.l. : Erdöl-Erdgas-Kohle, 2015, Bd. 116.

6. Gasstrahlung. [Online] 2018. Juni 2018. https://de.wikipedia.org/wiki/Gasstrahlung.




Süddeutsche Zeitung: Die fetten Jahre sind vorbei

Was hilft … wenn anstelle von guten und schlechten Jahren künftig vorwiegend schlechte kommen?

In der Wochenendausgabe vom 7./8. Juli 2018 durfte eine SZ-Wissenschaftsredakteurin mit ausreichend linksgrüner Ausbildung bei der taz den Lesern erklären, was die Bauern in Deutschland vom zukünftigen Wetter zu erwarten haben. Anlass war wohl die Horrormeldung des Bauernverbandes, dass wegen der Frühjahrsdürre die diesjährige Weizenernte nicht so hoch wie erhofft ausfiel (nach aktueller Schätzung beträgt die Ertragssteigerung nur +1,8 % gegenüber dem Vorjahr, in Summe ist die Erntemenge allerdings niedriger als im Vorjahr, da die Anbaufläche abgenommen hat [6]).
SZ, Rubrik WISSEN: [8] Die fetten Jahre sind vorbei
… Wettertechnisch pass nämlich fast gar nichts mehr für ihre Pflanzen, auch in diesem Jahr war das so. Erst kam der Frühling nicht aus dem Tritt, schon der Mai war viel zu heiß und zu trocken, weshalb die Ernten heuer noch mieser ausfallen werden, als 2017. Dass daran keine Kapriole schuld ist, ein schlechtes Jahr wie es halt mal vorkommt in der in der Landwirtschaft, das ist wissenschaftlich längst erwiesen. Klimawandel nennt sich das Phänomen, zeigen tut es sich in einer Häufung von Wetterextremen. Die meisten Menschen in Deutschland haben davon gehört.
Der Klimawandel lässt sich nicht mit Subventionen vom Acker schaffen …Denn was hilft denn eine Steuererleichterung, wenn anstelle von guten und schlechten Jahren künftig vorwiegend schlechte kommen? …

Dümmer und faktenresistenter geht es kaum noch. Doch ist (der Autor) das von der SZ gewohnt, welche die bisherige Dummnachrichten-„Vorbildfunktion“, vom in der ursprünglichen Form nicht mehr weitergeführten Klimaretter-Portal übernommen hat.

Schlecht ist, wenn explodierend gut, nicht mehr gut genug ist

Seit dem Beginn des nach einem Kälte-Jammertal mit Beginn der Industrialisierung (angeblich AGW-bedingt) ersehnt und endlich wärmer werdenden Klimas explodieren die Ernteerträge weltweit. Die im Vergleich zur früheren Kaltzeit teils eher geringeren, wettertypischen Schwankungen waren noch nie Menetekel, und wurden bis vor Kurzem noch als Wetter- und nicht – wie zum Beispiel auch im Mittelalter – als menschengemacht angesehen:
EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel
EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht

Das folgende Bild zeigt, wie überproportional die Ernteerträge zum Beispiel in den USA angestiegen sind, seit der wohltuende Klimawandel seinen segensreichen Einfluss nach der Hungersnöte verursachenden, kleinen Eiszeit verbreitete. Auch Arrhenius, der „Erfinder“ der CO2-Theorie war froh über seine (nur teilweise richtige) Erkenntnis. Denn er war überzeugt, dass diese zusätzliche Wärme die Erde vor den schlechten Ernten retten würde. Und zumindest diese Ansicht von ihm erwies sich als richtig.

Bild 1 USA Weizenerträge Langfristdarstellung von 1865 – 2010 (blaue Linie), Weizen Welt Erntemengen 2000 – 2016 (blaue Balken), GISS Globaltemperatur Land und See (rote Linie). Grafiken vom Autor übereinander kopiert.

Nun sind wir nicht die USA, sondern Deutschland. Und mindestens Deutschland muss nach der SZ-Fachfrau ja ganz schlimm vom Klimawandel betroffen sein.

Deshalb zeigt das folgende Bild 2, wie sich die deutschen Weizenerträge (und die von Schleswig-Holstein) gegenüber denen der restlichen Welt verhalten. Mancher wird überrascht sein, wie vorbildlich und (wie GRÜNE dazu sagen) geradezu „schandhaft“ über-ertragreich das Industrieland Deutschland auch beim Ernteertrag dasteht.

Bild 2 Vergleich der Weizenerträge seit 1970 weltweit mit Deutschland und Schleswig-Holstein (SH). Daten nach 2008 – 2018 vom Autor ergänzt

In Worten liest sich diese (nicht nur durch Ertrag gelungene) Erfolgsgeschichte so:
Deutscher Bauernverband: Jahrhundertvergleich
… Ein Landwirt erzeugte 1900 Nahrungsmittel in einem Umfang, um etwa 4 Personen ernähren zu können
1950 ernährte ein Landwirt 10 und
2010 sogar 131 Personen

Ein Wermutstropfen ist allerdings zu sehen. Seit dem Jahr 2000 geht es nicht mehr wie gewohnt, stetig weiter aufwärts, sondern stagniert auf diesem extremen Niveau. Manche behaupten, es läge teils auch daran, weil die Ähren noch mehr Korn kaum tragen können und weitere Ertragssteigerungen – durch die industrialisierte Landwirtschaft – auch durch Auflagen gebremst werden.
Immer neu ist es dem Autor ein Rätsel, wie angebliche „Fachpersonen“ trotz solcher Daten unwidersprochen von einem negativen Klimawandeleinfluss auf die Ernten reden (und es unwidersprochen dürfen).

Ein fiktiver Dialog

In der SZ-Redaktionskonferenz könnte sich beim Durchsprechen des Artikels vielleicht ein ähnlicher Dialog wie dieser zugetragen haben:
Auf einen Einwand: „Die wirklichen Daten widersprechen in praktisch allem den Angaben der Redakteurin. Wenn wir das drucken, wäre es doch fast so etwas wie „Betrug“. Wollen wir das wirklich bringen? Erwidert ein wissendes, hierarchisch höher stehendes Redaktionsmitglied: „Die Natur ist durch uns Menschen so aus dem Gleichgewicht gebracht, dass sie nicht mehr weiß, was sie tut. Deren Daten entsprechen deshalb nicht mehr der Wirklichkeit, wie sie ohne den menschengemachten Einfluss wäre. Es werden deshalb in der modernen Klimaforschung ganz bewusst nicht mehr die, fälschlich beruhigende Trends zeigenden Messdaten verwendet, sondern die berechnet, welche ohne den Menschen wirklich wären. Und diese simulierten belegen: Das Klima ist einfach desaströs. Man sehe nur in die Analysen modernster, deutscher Klimaforschung. Ohne diese – und strikte Einhaltung von deren Maßnahmen – würde die Welttemperatur ins Unermessliche steigen.

Bild 3 Screenshot (Auszug) aus einem Bild eines Universitätsartikels. Quelle: Universität Potsdam. Potsdamer Universitätsmagazin 1/2016. Artikel: Viel richtig, wenig falsch

Die dann unabwendbaren Folgen wurden schon einmal von der überaus kompetenten IWF-Chefin drastisch, aber realistisch beschrieben“:
EIKE 11.10.2015: IWF-Chefin Lagarde`s rettender Einfall beim Hähnchenessen
… „Wenn wir kollektiv kneifen, werden wir uns alle in Hühnchen verwandeln und wir werden alle gebraten, gegrillt, getoastet und geröstet“ …
Fiktiver Redakteur: … „Dass dieses Vorgehen wissenschaftlich richtig ist, zeigen auch die regelmäßig notwendigen, nachträglichen Korrekturen der als falsch erkannten, früheren Messwerte und die vielen Preise und Ehrungen an die beteiligten Forscher. Aber auch die wegen wissenschaftlich nicht haltbarer, schlechter – und oppositioneller – Klimaforschung weltweit Universitäten verlassenden Professoren“:
The Guardian 05. Juni 2018: Peter Ridd’s sacking pushes the limit of academic freedom
Wir als SZ, werden unsere Leser jedenfalls nicht mit gemessenen, aber genau dadurch falschen Daten in die Irre leiten.

Der Rückgang der Ernte-Erträge ist nicht zu sehen, aber zu simulieren

Zur Entschuldigung der SZ-Wissens-Fachfrau darf man nicht verheimlichen: Es gibt eine Gegend, in welcher die Ernten durch den Klimawandel stetig abnehmen: Es sind die virtuellen Felder in Klimasimulationen. Da Computer alles viel genauer wissen, als die wirkliche Natur, gelten deren Aussagen bei vielen als gesicherter. Es könnte also sein, dass die SZ-Fachfrau gar nicht die wahre Natur, sondern eines der unbezweifelbaren Simulationsergebnisse beschrieben hat. Dann hätte sie es allerdings auch angeben sollen.

Wie man (zukünftige) schlechte Ernteergebnissen „erzeugt“, wurde in einem EIKE-Artikel beschrieben:
EIKE 26.11.2016: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?
In diesem Artikel geht es weniger um das IPCC, sondern die Studie eines politisch korrekt investigativen Rechercheinstituts:
Correctiv.org recherchiert zu den Bedrohungen und Herausforderungen unserer Gesellschaft, zu Machtmissbrauch und Korruption in Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur, zu Themen wie Umwelt, Bildung, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit oder Rechtsradikalismus und Islamismus …
Dieses Institut, welche sonst über „Bildung, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit oder Rechtsradikalismus und Islamismus“ recherchiert, nahm sich auch der Bedrohung durch den Klimawandel an:
Correctiv.org:  Viele Lebensmittel sind vom Klimawandel bedroht – und die Agrarindustrie hat keine Lösung für dieses Problem.
Zwar hat die Agrarindustrie weder das gemeldete Problem, noch keine Lösung, falls es käme. Aber Computersimulationen kann man so parametrieren, dass es vorhanden ist. Und Uni-Institutsprofessoren hat man auch in Deutschland inzwischen so stark von Fördermitteln abhängig gemacht, dass sie zu praktisch jeder – von der Politik gewünschten – Aussage eine Belegung beibringen

Der Mai war viel zu trocken …

Die SZ-Redakteurin wusste auch viele „Fakten“. Anbei ein paar Anmerkungen dazu:
SZ: … schon der Mai war viel zu heiß und zu trocken
Das mit der Wärme stimmt. Die Bauern im Nürnberger Knoblauchsland waren darüber auch entsetzt. Die Spargelernte war so hoch, dass der Preis in den Keller viel. Viel arbeitsintensives Spargelstechen für immer weniger Geld, regt schließlich jeden Betroffenen auf.

Doch nun zum „viel zu … trocken“.
Beim DWD sieht der Niederschlag Mai seit dem Jahr 1880 wie im folgenden Bild aus: Der Niederschlag nimmt erkennbar zu, allerdings mit der für Niederschläge bekannt hohen Variabilität (Mai-Minimum 24,9 mm, Maximum 131,1 mm). Trotzdem war selbst der diesjährige, geringe Niederschlag nicht wirklich niedrig.

Bild 4 Niederschlag Deutschland, Mai 1880 – 2018. Quelle: DWD

Für den Frühling zeigt sich ein ziemlich ähnliches Bild. Weder war der Frühling besonders trocken, noch nimmt der Niederschlag im Frühling ab.

Bild 5 Niederschlag Deutschland, Frühling 1880 – 2018. Quelle: DWD

Nun noch der Verlauf bei Würzburg im trockenen Niederfranken, nahe der Gegend, wo jüngst Deutschlands höchste Temperatur gemessen wurde. Auch dort war der Mai 2018 weit entfernt von einem Extrem.
Und nun beachte man die natürliche Variabilität: Das Minimum (5,6 mm) erreicht gegenüber dem Maximum (139,6 mm) gerade einmal 4 %. Wäre das zufällig dieses Jahr gewesen, hätte die SZ sicher den Beleg für den Weltuntergang ausgerufen. So freuen sich die fränkischen Winzer auf einen Super-Weinjahrgang.
Aber: Gelingt es irgendjemandem (außer der SZ-Fachredakteurin), in diesen Niederschlagsverläufen die überall deklamierte, Klimawandel-bedingt, zunehmende Frühjahrs-Trockenheit zu entdecken? Nicht einmal der Statistik gelingt es, deren Regressionsgeraden weisen zu mehr Niederschlag.

Bild 6 Würzburg Niederschlag Mai von 1901 bis 2018. Grafik vom Autor anhand von drei DWD-Datensätzen erstellt

Bild 7 Würzburg Niederschlag Frühling von 1901 bis 2018. Grafik vom Autor anhand von drei DWD-Datensätzen erstellt

Es stellt sich deshalb auch dazu die Frage, ob die SZ-Wissenschaftsautorin wirklich über Deutschland, oder über einen virtuellen Ort im Computer berichtete.

Allerdings gibt es Zeitungen, welche sich trauen, Fachpersonen zu befragen, die Ahnung vom Thema, aber nicht die politisch korrekte Meinung dazu, haben. Jedoch nicht in Deutschland:
Österreich, Wochenblick 15. Juni 2018:
Experte im „Wochenlick“-Interview Dürre-Attacken in Österreich: „Am Klimawandel liegt es nicht“

Klaus Haslinger, Klimaforscher an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), von der Abteilung für Klimaforschung mit Schwerpunkt Regionale Klimaanalyse und Modellierung, Hydrologie und Trockenheit, erklärt im Gespräch mit dem „Wochenblick“, dass die derzeit sehr trockene Witterung im Grunde genommen nicht mehr als ein Wetterphänomen sei und mit dem „menschengemachten Klimawandel“ per se nichts zu tun hätte.
Auch Herr Kämpfe hat dazu auf EIKE eine detaillierte Ausarbeitung geliefert: Lang anhaltende Dürreperiode 2018 in Teilen Deutschlands – eine kritische Analyse

Der Klimalaie ahnt es anhand der wenigen Grafiken, die Experten wissen und bestätigen es, die SZ meldet für ihre Leser einfach das ideologisch geforderte Gegenteil. Dafür wirbt sie auch als „überregionale Qualitäts-Tageszeitung“.

… eine Häufung von Wetterextremen

SZ: … tut es sich in einer Häufung von Wetterextremen
Auch diese Klimawandel-Fabel ist nicht mehr „totzukriegen“. Selbst der IPCC sagt, dass es nicht stimmt [7]. In Deutschland ist eine Zunahme von Extremereignissen (außer dass die urbane Eigenerhitzung selbst deutscher Kleinstädte ungeahnte Ausmaße angenommen hat) nicht nachweisbar, wie man immer wieder anhand neuester Daten zeigen kann:
EIKE 08. Juni 2018: Die Suche nach dem Klimawandel geht weiter. Denn in Deutschland ist er nicht zu finden
EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)
Achgut.com, 06.07.2018, H.J. Lüdecke: Kleine Inspektion am Klimadampfer

Wenn andere die wissenschaftlichen Fakten bestreiten

Unserem Bundespräsidenten, welcher sich immer besser in seine Funktion als „Grüßonkel“ einarbeitet, wird der SZ-Artikel trotzdem gefallen haben. Schließlich sorgt der SZ-Artikel dafür, dass „die realen Probleme der Welt“ angegangen werden:
Westfalenpost 21.03.2018: Steinmeier warnt: Lügen im Netz spalten die Gesellschaft
(Steinmeier) … Überprüfbare Fakten müssten sich heute zunehmend gegen falsche und gefühlte Wahrheiten behaupten. Und: Nie wurden Verschwörungstheorien so leicht verbreitet wie durch die digitalen Medien. Wer das mit Meinungsfreiheit rechtfertige, liege falsch: „Meinungsfreiheit ist eine Farce“, zitiert er Hannah Arendt, wenn schlichte Tatsachen nicht mehr anerkannt würden. Oder: „Wie sollen wir die realen Probleme, zum Beispiel den Klimawandel, angehen“, fragt der Bundespräsident, „wenn andere die wissenschaftlichen Fakten bestreiten?“
„Jeder Bürger braucht Inseln der Verlässlichkeit“, meint Steinmeier. Und es sei ein gutes Zeichen, dass der oft beklagte Glaubwürdigkeitsverlust der traditionellen Medien im Augenblick offenbar gestoppt sei. Mehr als zwei Drittel der Deutschen halten einer Umfrage zu Folge die Informationen aus Radio, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften für glaubwürdig …

Welches die „realen Probleme der Welt“ sind und wie man sie auch dank der (SZ-)Ideologie bestimmt nicht löst, wurde ebenfalls gerade von der SZ beschrieben:
EIKE 09. Juli 2018: Überbevölkerungsprobleme bekämpfen wir ganz aktiv – durch noch mehr CO2-Reduktion

Quellen

[1] Spektrum.de 27.06.2018: KLIMAWANDEL Blind für die ferne Zukunft

[2] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung

[3] EIKE 11. November 2017: Wie kommt es, dass Verleugnung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr wir durch die Medien mit immer schlimmeren Bestätigungs-Meldungen zum Klimawandel konfrontiert werden?

[4] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

[5] FOCUS MONY online, 17.08.2016: Lebenserwartung bestimmt Renteneinstiegsalter Rente mit 77! Dänemark hat sich schon entschieden – und alle sind dafür

[6] agrarheute: Weizenernte weiter nach unten korrigiert

[7] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[8] Süddeutsche Zeitung. Printausgabe vom 7./8. Juli 2018, Rubrik WISSEN: Die fetten Jahre sind vorbei




Erinnert man sich noch, dass der Anstieg des Meeres­spiegels die Pazi­fischen Inseln verschwin­den lassen sollte? Macht nichts

Andrew Montfort dazu:

Jemandem, der eng die Klima-Problematik verfolgt, wird die Arbeit von Kench et al. bekannt sein. Er hat einen großen Keil in die Arbeiten der Klimaalarm-Gemeinschaft geschlagen, indem er nachgewiesen hat, das Korallenatolle weit davon entfernt sind, in den Wellen zu verschwinden, sondern vielmehr während der letzten Jahrzehnte deutlich größer geworden sind.

Jetzt hat eine neue, in Nature Scientific Reports veröffentlichte Studie mit einem ziemlich substantiellen Hammerschlag den Keil in jene Arbeiten noch tiefer getrieben. Luijendijk et al. haben Sandstrände auf der ganzen Welt überwacht sowie gegenwärtige und historische Satellitenbilder miteinander verglichen – also mit dem gleichen Ansatz wie Kench. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zu dem, was die einfache Gleichung ,globale Erwärmung = steigender Meeresspiegel‘ nahelegt, dass sich noch viel mehr Gebiete mit Sandstränden ausweiten anstatt zu schrumpfen.

Abstract

Küstengebiete sind eine der am dichtesten besiedelten und am weitesten entwickelnden Landgebiete der Erde. Trotz des Nutzens und der ökonomischen Vorteile, welche Küsten bieten, gibt es keine zuverlässige Abschätzung von Trends historischer Änderungen von Küstenlinien in weltweitem Maßstab. Hier ziehen wir frei verfügbare Satellitenbilder seit 1984 heran in Verbindung mit ausgeklügelten Bildinterpretations- und Analyse-Verfahren. Damit zeigen wir eine globale Abschätzung des Auftretens von Sandstränden und Raten von Änderungen der Küstenlinien dort. Mittels einer kontrollierten Klassifizierung mittels Pixelung fanden wir, dass 31% der eisfreien Küstenstriche sandiger Natur sind. Die mittels der Anwendung eines automatischen Küstenlinien-Erkennungs-Verfahrens auf sandige Küstenlinien ergaben einen globalen Datensatz der Änderungen von Küstenlinien für den 33-jährigen Zeitraum von 1984 bis 2016. Eine Analyse der aus Satellitenbeobachtungen abgeleiteten Küstenlinien-Daten zeigt, dass 24% aller Sandstrände weltweit mit Raten erodieren, die über 0,5 m² pro Jahr liegen, während 28% sich ausdehnen und 48% stabil sind.

Full paper

Willis Eschenbach hat dies schon vor langer Zeit hier bei WUWT erkannt. Ich würde sagen, seine Arbeit ist hiermit bestätigt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/12/remember-when-sea-level-rise-was-going-to-cause-pacific-islands-to-disappear-never-mind/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Da schau her: „Deckel abgesprengt“ vom Topf der Vertrauens­würdigkeit wissenschaft­licher Begut­achtungen

Wenn die Alarmisten-Gemeinschaft strategisch ein neues Argument oder einen neuen Aspekt in die Debatte um die globale Erwärmung zu werfen trachtet, lässt sie zunächst einen ihrer Pseudo-Wissenschaftler einen Artikel schreiben, um diesen in einem kompromittierten begutachteten Journal zu veröffentlichen.

Die politische Linke hat die meisten Wissenschaftsjournale infiltriert oder gleich ganz übernommen, welche sich heißer politischer Themen annehmen, genauso wie sie den allergrößten Teil der Mainstream Medien übernommen hat.

Im Besonderen gilt dies im Falle von Themen bzgl. der globalen Erwärmung. Wie die durchgesickerten Klimagate-E-Mails enthüllten, sind die Herausgeber von Wissenschaftsjournalen typischerweise prominente Alarmisten oder kooperieren absichtlich mit prominenten Alarmisten bei der Auswahl der Beiträge und der zu vermittelnden Botschaft (hier).

Das „Begutachtungs-Verfahren“ läuft typischerweise so ab: der Herausgeber übermittelt eine eingereichte Studie einem Team von Begutachtern, welche ausgesprochene Klima-Aktivisten sind. Nach der Veröffentlichung der Studie preisen Globale-Erwärmung-Aktivisten und deren Alliierte in den Medien die Natur der Begutachtung dieser Studie als Beweis, dass deren Schlussfolgerungen unfehlbar sind. Jeder, der das Verfahren oder die alarmistischen Schlussfolgerungen hinterfragt, wird dann als ,Wissenschafts-Leugner‘ gebrandmarkt.

Ioannides zufolge leistet das Begutachtungs-Verfahren wenig hinsichtlich Vertrauenswürdigkeit, sogar noch bevor politische Agenden das Thema kompromittieren.

„Wenn Studien reproduziert werden, kommt man selten zu den gleichen Ergebnissen. Nur ein Drittel der 100 Studien, welche in drei Spitzenjournalen der Psychologie veröffentlicht worden waren, konnte in einem großen Test – durchgeführt im Jahre 2015 – erfolgreich reproduziert werden“, fasste AFP die Ergebnisse von Ioannides zusammen (hier). „Medizin, Epidemiologie, Bevölkerungswissenschaft und Ernährungsstudien fahren nicht besser, wenn man versucht, diese zu reproduzieren“.

Wenn nur bei einem Drittel der Studien bei deren Replikation durch Autoren von außerhalb die gleichen Ergebnisse auftauchen, ist das ein schwerwiegendes Problem.

Hinsichtlich von Studien zum Klimawandel sind die begutachteten Studien womöglich noch unzuverlässiger – noch bevor man überhaupt die unvermeidlich politische Natur des Themas betrachtet – weil viele Studien Prophezeiungen und Modelle ansprechen, deren Schlussfolgerungen gegen objektive Beweise zu testen unmöglich ist.

Beispiel: Wenn ein Wissenschaftler ein Klimamodell vorstellt, welches eine rapide globale Erwärmung oder ernste negative zukünftige Klima-Auswirkungen prophezeit, und wenn eine Studie die Ergebnisse eines solchen Modells zusammenfasst und in einem begutachteten Journal veröffentlicht, gibt es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Möglichkeit, die Klima-Prophezeiungen mit den Beobachtungen in der realen Welt zu vergleichen.

Dies fügt den Zweifeln an der Genauigkeit von Prophezeiungen bzgl. der globalen Erwärmung in begutachteten Wissenschaftsjournalen eine neue Ebene hinzu. Und das noch bevor man die inhärent politische Natur der Debatte um die globale Erwärmung in Betracht zieht oder die politischen Agenden der Herausgeber der Journale nebst deren sorgfältig ausgewählten Begutachtern.

Die Lehre daraus ist, dass die linken Medien sich in Faulheit ergehen oder in einer absichtlichen Fehlinterpretation, wenn sie bestimmte begutachtete Studien herauspicken und behaupten, dass jeder, der diese in Frage stellt, die „Wissenschaft attackiert“, die „Wissenschaftler attackiert“ oder ein „Leugner“ ist.

Gute Wissenschaft erfordert die Durchführung kritischer Vergleiche bzgl. jeder Theorie oder Prognose – einschließlich jener in begutachteten Wissenschaftsjournalen Veröffentlichten – mit objektiven Beweisen.

Mehr bei CFACT

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/11/ooops-lid-blown-off-the-trustworthiness-of-scientific-peer-review/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Anmerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag trifft genau das, was Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke hier kürzlich geschrieben hat!




Klimaschutz als Herrschaftsinstrument

Von der Wortbedeutung her muss man zu dem Schluss kommen, dass das Klima ein zu schützendes Gut ist.

Was also ist eigentlich „Klima“?

Es gibt von verschiedenen Autoren stammende Formulierungen, die aber letztlich alle das gleiche beschreiben. Hier sei die Definition des oft als Weltklimarat missverstandenen „Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) angeführt:

„Climate in a narrow sense is usually defined as the „average weather“ or more rigorously, as the statistical description in terms of the mean and variability of relevant quantities over a period of time ranging from months to thousands or millions of years. The classical period is 30 years, as defined by the World Meteorological Organization (WMO). These quantities are most often surface variables such as temperature, precipitation and wind. Climate in a wider sense is the state, including a statistical description, of the climate system.“

Es handelt sich also um einen in der Meteorologie benutzten statistischen Parameter der aus 30 jährigen Mittelwerten von Wetterdaten gebildet wird. Er wird typischerweise für bestimmte Klimazonen errechnet, die auf Grund ihrer geografischen Breite und charakteristischen Landmassenverteilung typische Wetterbedingungen aufweisen. Ein globales Klima lässt sich zwar berechnen, ist in diesem Kontext aber sinnlos. Das Wort Klima leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Neigung. Es ist daher schon definitionsgemäß eine veränderliche Größe. Das Klima wandelt sich, seit die Erde besteht.

Was ist aber dann „Klimaschutz“? Es handelt sich offensichtlich um ein Nonsens Wort, einen mathematisch, wissenschaftlichen Begriff kann man nicht schützen! Vom allgemein üblichen Sprachgebrauch her wird das Wort aber verstanden, weil es durch eine massive Propaganda von Regierungen und Medien gelungen ist, das Wort Klimaschutz mit der Behauptung zu verbinden, dass durch die insbesondere von den Industrieländern verursachte Emission des Spurengases Kohlendioxid (CO2) eine Erwärmung der Troposphäre verursacht wird, die angeblich eine Gefahr für die Menschheit darstellt. Dabei ist es besonders interessant, dass Politik und Medien es fertig gebracht haben, dem an sich harmlosen chemischen Stoff CO2 eine (negative) Wertvorstellung zu zuordnen. In der Wochenzeitung „Die Zeit“ erschien ein Aufruf unter dem Titel: „Gebt dem Schmutz einen Preis“.i Kohlendioxid, ein Bestandteil der Atmosphäre, ohne den als Existenzgrundlage aller Pflanzen auf der Erde kein Leben möglich wäre, wird also als „Schmutz“ diffamiert. Das ist der Gipfel der Perversion und für den Bildungsstand der modernen Gesellschaft kennzeichnend, dass dies in einer renommierten Zeitung unkommentiert abgedruckt wurde und offensichtlich nirgendwo auf Protest stieß.

Gegenwärtig beträgt der CO2-Gehalt der Atmosphäre 0,04 %, das sind 4 Moleküle auf 10.000 Luftmoleküle. Vor hundertfünfzig Jahren soll er 0,028 % betragen haben, das sind knapp 3 Moleküle auf 10.000. Es ist also 1 Molekül in 150 Jahren dazu gekommen.  Selbst wenn das alles dem Menschen zugeschrieben würde, wären es weniger als ein Molekül zusätzlich auf 10.000 Luftmoleküle. Ein abenteuerlicher Gedanke, dass dies der entscheidende Parameter für die Einstellung der Temperatur in den unteren Luftschichten sein soll.

Auf höchster internationaler Ebene koordiniert und bezahlt die UNFCCCii alle Maßnahmen zum Klimaschutz. UNFCCC ist der Veranstalter der jährlich stattfindenden internationalen Klimakonferenzen mit jeweils zehntausenden Teilnehmern aus aller Welt, die zumeist von Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) abgesandt werden. Auch das IPCC wird von UNFCCC finanziert. Diese Organisation hat die Aufgabe, den behaupteten Einfluss der auf die menschliche Wirtschaft zurückführbaren CO2-Emisssion auf das Klima zu beweisen. In den nunmehr 5 sogenannten Sachstandsberichten hat das IPCC diese Aufgabe nicht erfüllt! Eine nach den üblichen Regeln einer naturwissenschaftlichen, auf Messwerte gestützten Beweisführung wurde überhaupt nicht versucht!

Nach der in den 30iger Jahren von Karl Popperiii entwickelten Theorie der Naturwissenschaften gilt, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse überhaupt nicht im mathematischen Sinne bewiesen werden können, da es sich letztlich immer um reines in der Sprache der Mathematik formuliertes Erfahrungswissen handelt. Naturwissenschaftliche Gesetze können nur widerlegt (falsifiziert) aber nicht bewiesen werden.

In jedem Lehrbuch der Thermodynamik wird seit Jahrzehnten die sogenannte feucht-adiabatische Höhenformel abgeleitet, nach der das Temperaturprofil der Troposphäre, also der Atmosphäre bis zu einer Höhe von etwa 10 km berechnet werden kann. Die Berechnung erfolgt auf Basis der thermodynamische Zustandsgleichung und der darin beschriebenen Zusammenhänge zwischen Druck und Temperatur. Diese Gleichung beschreibt einen Temperaturabfall von etwa 0,6 °C pro 100 m Höhenunterschied. In dieser Form wird sie seit vielen Jahren in der Luftfahrt angewendet. Die Werte unterliegen natürlich wetterabhängigen Schwankungen und sind daher für praktische Zwecke als ICAOiv-Normatmosphäre in Benutzung. Das Gas CO2 geht in diese Berechnung nur indirekt mit seinem winzigen Anteil bei der Berechnung der spezifischen Wärme der Luft als Gasgemisch ein.

Der in der Meteorologie benutzte Temperaturbegriff bezieht sich auf die Lufttemperatur in 1 bis 2 m Höhe (Anmerkung der Redaktion: In Europa sind es aktuell 2 m) über dem Erdboden. Wie kommt diese Temperatur zustande?

Etwa die Hälfte der von der Sonne auf die Erde eingestrahlten Energie erreicht die Erdoberfläche und erwärmt diese. Ein kleiner Teil dieser Wärme wird von der Erdoberfläche direkt in den Weltraum zurückgestrahlt. Der größere Teil wird durch Wärmeleitung auf die mit der Erdoberfläche in Kontakt stehende Luft übertragen. Die zugeführte Wärmeenergie wird durch Konvektion in der Atmosphäre verteilt, wobei sich das oben erwähnte nach der Höhenformel zu berechnende Temperaturprofil ergibt. Dabei stellt sich die Temperatur der Hochatmosphäre so ein, dass die von dort (temperaturabhängig) in den Weltraum abgestrahlte Energie im Mittel mit der von der Sonne zugestrahlten Energie im Gleichgewicht ist. Wäre das nicht so, müsste sich die Erde ständig weiter abkühlen oder erwärmen. Die entsprechende Gleichgewichtstemperatur in der Hochatmosphäre liegt bei -18° C. Für diese Strahlungskühlung der Erde spielt das CO2 als als das neben dem Wasserdampf strahlungsaktivste Gas eine wichtige Rolle. Einen vom CO2-Gehalt der Luft durch eine sogenannte Gegenstrahlung bewirkten Wärmetransport aus der kalten Hochatmosphäre auf den warmen Erdboden kann es dagegen nicht geben. Dies widerspricht dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamikv

Alle damit zusammenhängenden physikalische Details sind in einer großen Anzahl von Beiträgen auch auf Basis der Planckschen Strahlungsgleichung entsprechend den Gesetzen der theoretischen Physik dokumentiert. Siehe z.B. hiervi.

Das Fazit aus all dem lautet: Es gilt die mit der Erfahrung übereinstimmende Nullhypothese: Der CO2-Anteil der Troposphäre hat keinen Einfluss auf deren Temperatur.

Im Sinne der Popper’schen Wissenschaftstheorie müsste das IPCC, wenn es einen solchen Einfluss behauptet, die entsprechenden Ableitungen der Physiker falsifizieren. Bei Studium der Sachstandsberichte stellt man aber fest, das dies überhaupt nicht versucht wird. Stattdessen hat das IPCC sogenannte Treibhausmodelle der Atmosphäre entwickelt, auf deren Basis CO2 in der Hochatmosphäre durch Wärmestrahlung vom Erdboden angeregt wird und dann Strahlung nach allen Richtungen, also auch nach unten reemittiert (sogenannte Gegenstrahlung) und dadurch den Erdboden zusätzlich zur normalen Einstrahlung aufheizt. Dies würde aber einem Wärmetransport aus der kalten Hochatmosphäre auf den warmen Erdboden entsprechen, im Widerspruch zum zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, nach dem so etwas unmöglich ist! s.o.

Das IPCC versucht de facto eine Umkehr der Beweislast. Statt die gültige Nullhypothese zu widerlegen, wird eine eigene, neue Nullhypothese aufgestellt und die etablierte Wissenschaft aufgefordert, diese zu widerlegen. Das ist nicht schwer, da die Hypothese des IPCC lediglich aus Computermodellen eines real bisher nicht nachgewiesenen, von der einschlägigen Wissenschaft vielfach widerlegten Treibhauseffekts besteht. Die auf dieser Annahme basierenden Computermodelle versagen alle bereits beim Versuch, damit die beobachtete aktuelle Klimaentwicklung abzubilden. Dies wurde vom IPCC selbst in einer großen Vergleichsstudie dokumentiert.vii

Außerdem hat der U.S. Amerikanischen Physiker Robert W. Woodviii bereits 1906 experimentell nachgewiesen, dass Strahlung für die Funktion etwa eines Gartentreibhauses keine Rolle spielt.

Die gültige Nullhypothese wird auch durch die Paläoklimatologie bestätigt, die den Verlauf von Temperatur und CO2-Gehalt über Jahrmillionen ermitteln und zeigen konnte, dass sich beide Größen unabhängig voneinander änderten. Sofern überhaupt ein Zusammenhang besteht zeigte sich, dass eine Temperaturänderung der Änderung der CO2-Gehalte vorausläuft. Das ist wegen der Temperaturabhängigkeit der Wasserlöslichkeit des CO2 in den Weltmeeren auch plausibel.

Diese Sachlage wurde durch zahlreiche Veröffentlichungen, offene Briefe und Petitionen von kompetenten Wissenschaftlern auch den verantwortlichen Politikern immer wieder mitgeteilt.

Wie ist dann aber das unbeirrte Festhalten der hohen Politik am „Klimaschutzabkommen“ als eines der zentralen Themen unserer Zeit zu erklären. Angela Merkel fordert am 15.11.2017 auf der UN Klimakonferenz in Bonn mehr Einsatz für den Klimaschutz. „Der Klimawandel ist eine Schicksalsfrage der Menschheit“.

Es fällt schwer zu glauben, dass wirklich keiner der verantwortlicher Politiker die oben dargestellten Argumente zur Widerlegung der CO2 -Hypothese versteht. Was ist also das Motiv für die tief in das Wirtschaftsgeschehen eingreifenden Beschlüsse?

Der Verdacht drängt sich auf, dass es eigentlich gar nicht um die Abwehr einer durch (menschliche) Aktivitäten verursachte, gefährliche Klimaänderung geht.

Die costaricanische Politikerin Christiana Figueres, die das UNFCCC von Juli 2010 bis Mai 2016 leitete, formulierte: „Das ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, das wir es uns absichtlich zur Aufgabe gemacht haben, innerhalb einer festgelegten Zeitspanne das seit der industriellen Revolution vor 150 Jahren vorherrschende Leitbild der wirtschaftlichen Entwicklung zu ändern.“

Damit dieser Umbau gelingen kann, muss der natürliche Widerstand der Bevölkerung gegen die damit verbundene Absenkung des Lebensstandards und der Einschränkung der individuellen Freiheit gebrochen werden. Dafür eignen sich seit alters her die großen Mythen meist mit göttlicher Macht verknüpfter drohender Naturgewalten, die nur durch menschliches Wohlverhalten bzw. Opferbereitschaft besänftigt werden können.

Angsterzeugung ist ein altbewährtes Herrschaftskonzept. Auch die heute erzeugte Angst vor der großen Flut durch den angeblich ständig ansteigenden Meeresspiegel erinnert an die bereits im Gilgameschepos (In verschiedenen Fassungen überliefertes Heldengedicht ab ca. 1800 v.Chr.) geschilderte Darstellung bei den Sumerern und an die biblische Sintflut.

Das neue Paradigma lautet: Die Menschheit muss sich von der kapitalistischen Wirtschaftsweise verabschieden. Die dem Kapitalismus innewohnende Wachstumsdynamik führt nach diesen Vorstellungen zu einer Überlastung des globalen Ökosystems und im Kampf um die knapper werdenden Ressourcen zu Ungerechtigkeit gegenüber den schwächeren Ländern. Die Industrieländer haben angeblich einen zu großen „Fußabdruck“, der sie mehr natürliche Ressourcen verbrauchen lässt, als ihnen zusteht.

Zur Errichtung einer „gerechteren“ Welt bedarf es daher einer Großen Transformation der Weltwirtschaft und einer Art Weltregierung, die aus der UNO und der EU hervorgehen muss.

Die detaillierte Beschreibung dieser “schönen neuen Welt“ findet sich im Sondergutachten des deutschen WBGUix von 2014 : „Klimaschutz als Weltbürgerbewegung“. Dieser im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit erstellte Bericht war praktisch die Blaupause für die Beschlüsse von Paris.

Im Vorwort heißt es: „inakzeptable Klimafolgen drohen, wenn die CO2 Emissionen nicht bis spätestens 2070 auf Null reduziert werden“. Da der Weltgesellschaft als ganzes nur ein eng begrenztes Kohlenstoffbudget zur Verfügung steht, ist jedes Land, jede Kommune, jeder Bürger aufgefordert, die Null zu schaffen. Die Bürger sollen also daran mitarbeiten, eine Industrie zu organisieren ohne eine Energieversorgung durch Verbrennung fossiler Kraftstoffe, also ohne die bisherige Grundlage aller modernen Industriegesellschaften.

Die deutsche Regierung hat mit der Vorlage des im November 2016 beschlossenen „Klimaschutzplan 2050“ alle Ziele und die dafür erforderlichen Detailmaßnahmen in die nun die Marktwirtschaft ablösenden nationalen Jahrespläne übernommen. Dazu gehört, den Ausstoß von „Treibhausgasen“ bereits bis 2050 um 90% bis 95% zu reduzieren. Die Ziele werden im Rahmen einer sogenannten „Sektorkopplung“ für alle Wirtschaftsbereiche, wie Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft detailliert vorgegeben. Ab 2030 soll danach z.B. der Verbrennungsmotor verschwinden.

Da Deutschland als Besonderheit unter allen Industrieländern auch aus der Nutzung der Kernenergie aussteigt, bedeutet dies de facto eine Rückkehr in die Zeit vor Erfindung der Dampfmaschine also vor den Beginn der industriellen Revolution. Die Dampfmaschine beendete die Ära rein handwerklicher Produktionsverfahren in der neben der nicht überall verfügbaren Wasserkraft die Windmühle die einzige Kraftmaschine war.

Viele dieser Maßnahmen sind in die Gesetzgebung eingeflossen, ohne dass die Bevölkerung daran im erforderlichen Umfang beteiligt wurde. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Mehrzahl der Parlamentarier sich eigentlich der Tragweite des mit diesen Plänen verbundenen Umbaus unserer marktwirtschaftlich organisierte Demokratie nicht bewusst war. Ein Musterbeispiel waren die von Angela Merkel bereits 2011 quasi im Handstreich durchgepeitschten Gesetze zum Atomausstieg und Einführung des EEG (Erneuerbare Energiegesetz).

Die Erkenntnis, dass es eigentlich um den Umbau der Marktwirtschaft in eine neo-sozialistische, allein an Ressourcenschonung orientierte Planwirtschaft geht, erklärt auch das fanatisch verfolgte Ziel zur Beendigung der Kernenergie-Nutzung. Die Entdeckung der Äquivalenz von Masse und Energie und die Erschließung der technischen Nutzung dieser Erkenntnis gehört zu den größten Leistungen des menschlichen Geistes. Die Möglichkeit, über eine praktisch unbegrenzte Quelle billiger und sauberer Energie verfügen zu können, beendet de facto alle Befürchtungen über den durch Ressourcenerschöpfung verursachten Untergang der Menschheit. Sie entwindet daher den Ökologisten ihr wichtigstes Argument. Die Kernenergie macht alle unter Forderung nach Nachhaltigkeit erhobenen Einschränkungen einer sozialistischen Mangelverwaltungswirtschaft überflüssig und entzieht daher der Notwendigkeit zu einer großen Transformation die Begründung.

Die Große Transformation bedeutet die Transformation von einer freien marktwirtschaftlich organisierte Gesellschaft in eine staatlich gelenkte Mangelverwaltungswirtschaft, in der alle Bürger gleich (arm) sind. Übernationale Mammutbehörden nach Art der EU definieren unter dem Begriff angeblicher „Nachhaltigkeit“ welche Ressourcen in welcher Menge verbraucht werden dürfen.

Die Blaupause für alle derartig noch zu erwartenden Gesetze liefern die CO2 Zertifikatex, Der nächste Schritt zeichnet sich ab, mit dem Fahrverbot für Dieselmotor getriebene PKW und als nächstes das Verbot von Plastikgegenständen des täglichen Lebens. Smartzähler regeln wann die Bürger wie viel Strom verbrauchen dürfen.

Sollte dieser hier skizzierte Weg, so wie es augenblicklich sich abzeichnet, konsequent fortgesetzt werden, wird zumindest Deutschland aus dem Kreis der großen Industrieländer ausscheiden. Ohne eine zuverlässige Versorgung mit billigem Strom und ohne ein leistungsfähiges Verkehrs- und Transportsystem, wie es nur auf der Basis des Verbrennungsmotors möglich ist, kann ein moderner Industriestaat nicht funktionieren.

Die CO2– Lüge als Grundlage dieses neuen Versuchs zur Schaffung einer neuen neosozialistischen, antikapitalistischen Gesellschaft wird einmal als der größte wissenschaftliche Skandal seit Galilei in die Geschichte der Naturwissenschaft eingehen.

Bisher ist nur das Amerika Donald Trumps nicht bereit den Propheten einer neuen, angeblich gerechteren, Ökowelt auf dem Weg in die Deindustrialisierung zu folgen. Trump folgte der von dem Atmosphären Wissenschaftler Richard Lindzen eingereichten von über 300 hochqualifizierten Wissenschaftlern unterzeichneten Petition, in der er aufgefordert wurde, aus der UN Klimarahmenkonvention und damit auch aus dem Abkommen von Paris auszutreten.xi.

Werden auch die Bürger Deutschlands erkennen, dass es Zeit ist, diesem Vorbild zu folgen? Zeit, ihre Freiheit zu verteidigen und die Priester der neuen Ökoreligion zur Hölle schicken ehe dieser Versuch mit ungeheuren Verlusten an seinen inneren Widersprüchen scheitert?

i „Gebt dem Schmutz einen Preis“ Aufruf in Die Zeit Nr. 37, Sept. 2016. Christoph Bals (German Whatch); Holger Lösch (Hauptgeschäftsführung des BDI); Ottmar Edenhofer, (Leiter des MCC Mercator Research Institut on Global Commons and Climate Change).

ii UNFCCC: United Nations Framework Convention on Climate Change. Es handelt sich um ein 1992 gegründetes internationales Abkommen mit dem Ziel, eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems zu verhindern und die globale Erwärmung zu verlangsamen. UNFCCC ist gleichzeitig die Bezeichnung für das sogenannte Klimasekretariat der UN mit Sitz in Bonn.

iii Karl Popper, Die Logik der Forschung Erkenntnistheoretisches Hauptwerk 1934. Kriterium der Falsifizierbarkeit als Charakterisierung der empirischen Forschung. .

iv ICAO: International Aviation Organization (gegründet 7. Dez. 1944 derzeit 191 Vertragsstaaten)

v Rudolf Clausius 1850, 2. Hauptsatz der Thermodynamik: „Wärme kann nie von selbst von einem Körper niederer Temperatur auf einen Körper höherer Temperatur übergehen“.

vi Gerhard Gerlich, Ralf D. Tscheuschner: Falsification of the Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within the Frame of Physics. Cornell University Library Nov. 2007

Heinz Thieme: Die Erdatmosphäre ein Wärmespeicher. Www.real-planet.eu

vii Als Vorbereitung für den 5. IPCC Sachstandsbericht vereinbarte die internationale Klimamodellierungsgemeinschaft einen Vergleich standartisierter KlimaSimulationen: „Coupled Modell Intercomparison Project, (CMIP 5)“. Die globale Temperaturentwicklung seit 1975 wurde mit den 44 neuesten Klimamodellen (Stand 2014) mit Satellitenmessungen verglichen. Alle Modelle zeigten etwa ab dem Jahr 2000 einen gegenüber den Messungen deutlich zu hohen Temperaturanstieg.

viii Robert William Wood, U.S. Amerikanischer Experimentalphysiker. Geb. 2.5. 1868 gest. 11.8.1955

ix Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, WBGU. 1992 im Umfeld des „Erdgipfel von Rio de Janeiro“ gegründet. Erstellt regelmäßige „Gutachten“ unter der Bezeichnung „Welt im Wandel“.

x CO2– Zertifikate verleihen des „Recht“ CO2 emittieren zu dürfen. Mit diesem Recht wurde ein neues handelbares, knappes Gut geschaffen. Ein Beispiel für Wertschöpfung aus dem Nichts!

xi Richard Lindzen, Petition, 23.02.2017: „We urge the United States government, and others, to withdraw from the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC). We support reasonable and cost-effective environmental protection. But carbon dioxid, the target of the UNFCCC is not a pollutant but a major benefit to agriculture and other life on earth.“




Chef des Green Climate Fund tritt nach katastro­phalem Treffen zurück

Der australische Klima-Finanz-Experte [?] Howard Bamsey kündigte seinen Rücktritt vom Posten des Geschäftsführenden Direktors des GCF an, und zwar am Ende der viertägigen Konferenz in Songdo, Südkorea.

Der GCF, dessen Hauptquartier in Südkorea im Jahre 2013 seinen Dienst aufnahm mit Unterstützung von fast 200 Nationen, hatte sich zum Ziel gesetzt, armen Nationen bei der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen zu helfen und ihre Ökonomien besser an Hitzewellen, Stürme und steigenden Meeresspiegel anzupassen. Aber das hehre Ziel ist untergegangen in Streitereien zwischen reichen und armen Ländern darüber, wie und wo investiert werden sollte.

Das war ein sehr schwieriges und enttäuschendes Meeting des Gremiums für uns alle, aber vor allem für jene Menschen, die am verwundbarsten sind gegenüber Auswirkungen des Klimawandels und die von den Aktivitäten des GCF abhängig sind“, sagte GCF-Chef Lennart Baage.

In einem anderen Statement sagte der GCF, das Treffen war erfüllt von „herausfordernden und schwierigen Diskussionen zwischen den Mitgliedern des Gremiums. Ein Sprecher des GCF sagte danach, dass Baage weitere Kommentare abgelehnt hat.

Das Treffen scheiterte mit dem Vorhaben, seinem Portfolio 76 Projekte im Wert von 3,7 Milliarden Dollar hinzuzufügen. Die Projekte reichten von der Unterstützung der Installation von Solarpaneelen auf Dächern in Indien bis zur Sicherung von Feuchtgebieten in Kolumbien.

Full story

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In einer anderen Story hieß es, dass er aus „persönlichen Gründen“ zurückgetreten sei:

Chef des UN-Klimafonds tritt zurück aus persönlichen Gründen, während das Treffen des Gremiums kollabierte

Megan Darby

In einem dramatischen Finale eines Treffens, auf dem es nicht gelungen war, irgendwelche Finanzierungen für Entwicklungsländer zu beschließen, erklärte Howard Bamsey seinen Rückzug aus dem Green Climate Fund:

Howard Bamsey trat als Geschäftsführender Direktor des Green Climate Fund GCF zurück, und zwar mit sofortiger Wirkung nach einem nervenaufreibenden Treffen des Gremiums.

The Australian zitierte aus seinem Schreiben „drückende persönliche Dinge“ und fügte hinzu, dass es die besten Zeit für den Rücktritt ist vor der nächsten Runde des Fundraising.

Der Rücktritt erfolgte nach dem Kollaps des viertägigen Treffens in Südkorea ohne Entscheidungen bzgl. der 11 Angebote im Wert von fast einer Milliarde Dollar sowie darüber, wie man das Flaggschiff der Klima-Finanzierungs-Initiative finanziell aufstocken könnte.

„Die Frechheit von Trump zu sagen, dass #GCF und der Auffüllungs-Prozess durch Spenden erfolgen soll. Man stelle sich vor, er setzt sich einfach hin und hält dann den Mund“, twitterte Brandon Wu von Action Aid. Er sagte, dass es eines der Gründungsprinzipien des Fonds sei, Entwicklungsländern gleiches Rederecht einzuräumen.

Man erinnere sich bitte daran, dass einer der Grundlagen von #GCFund eine ausgeglichene Führung ist, wobei Empfänger-Länder mehr Kontrolle über andere Fonds ausüben. Der von Beiträgen getriebene Aufstockungs-Prozess unterstreicht das, und es gibt zahlreiche beweise, dass eine internationale Finanzierung von oben nach unten oft fehlgeleitet wird und nicht nachhaltig ist.

Das Geld wird knapp, sind doch lediglich noch 2,8 Milliarden Dollar übrig. Aber das Mitglied aus Finnland Satu Santala twitterte, dass dies nicht der Grund des Scheiterns gewesen sei. „Die Führung des GCF muss dringend fixiert werden“, sagte sie.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/10/u-n-green-climate-fund-chief-resigns-after-disastrous-meeting/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wenn Klima zur Religion wird

Normalerweise sind wir gewohnt, unsere Meinung und Glauben auf  Fakten und Lebenserfahrung zu basieren. Bei vielen Menschen ist es heute jedoch umgekehrt: der Glauben ist entscheidend, ob Fakten anerkannt  werden oder nicht. Fakten, die nicht zum eigenen Glauben passen, werden ignoriert oder für falsch erklärt, so z.B. der Klimastillstand (oder „hiatus) der letzten 18 Jahre – nach dem Motto „Was nicht sein darf, das kann nicht sein“.

Was kann sich die Natur erlauben, sich nicht an die Klimamodelle zu halten ?

Schon lange ist an deutschen Universitäten der schöne Spruch bekannt:

„Wenn meine Theorie und die Realität nicht zusammenpassen, dann müssen eben die Fakten falsch sein“.

Die Klima-Diskussion ist ein gutes Beispiel dafür. 

Wenn Menschen den bei vielen Medien beliebten alarmistischen Meldungen über eine  kommende „Klimakatastrophe“ (bis hin zum anschließendem Weltuntergang) zum Opfer gefallen sind, dominieren die Ängste so stark, dass eine sachliche Diskussion nicht mehr möglich ist.  Dass dies auch bei intelligente Menschen sein kann  (z.B. bei Chefredakteuren), ist ein noch ungelöstes Rätsel. Die „German Angst“ ist inzwischen weltweit zu einem deutschen Charakteristikum“ geworden.

Mangel an Bildung und Wissen ist sicher ein Grund für den Klimakatastrophen-Glauben, sowohl bei Journalisten wie bei Politikern. Sie kennen ganz offensichtlich nicht die Klima-Vergangenheit: Erstens gibt es nicht „den Klimawandel“ als eine neue von Menschen verursachte Sünde, die mit Bußgeld und  Selbstkasteiung  bekämpft werden muss, sondern Klimawandel ist ein kontinuierlicher weitgehend regelmäßiger Prozess seit Bestehen unseres Planeten. Es gibt etwa ein Dutzend Klima-Einflussfaktoren (kurzfristige, mittelfristige und langfristige), nur CO2 gehört nicht dazu.

Der IPCC mit seiner CO2-Hypothese als Grund für den (nur von 1975 bis 1998 erfolgten globalen Temperaturanstieg !! ) ist eine politische und keine wissenschaftliche Institution. Seine Berichte werden von Politikern erst nach entsprechender Zensur  freigegeben. In der Folge wurde CO2 von den Medien verteufelt und rasch zum „Klimakiller“ befördert. Allerdings ist bis heute unklar geblieben, ob ein „totes Klima“ auch das Ende von Wetter bedeutet.

Tatsächlich war der IPCC-Ausschuss  (in den Medien oft als „Weltklimarat“ hochstilisiert) in seinen Berichten nicht in der Lage, einen Beweis für eine seine CO2-Theorie zu liefern. Es gab in der Klima-Vergangenheit keinen Fall, dass ein CO2-Anstieg eine globale Erwärmung ausgelöst hätte. Nur das Gegenteil war oft der Fall: Ein Temperaturanstieg bewirkt eine CO2-Freisetzung von CO2 aus dem Meerwasser, so dass CO2-Werte in der Atmosphäre auf 4000 bis 6000 ppm anstiegen, dh.10 bis 15mal so hoch wie heute – ohne negative Folgen, aber mit stark erhöhtem Pflanzenwuchs. Der Gehalt an CO2 in den Weltmeeren ist  bekanntlich mehr als 50mal so hoch wie in der Atmosphäre.

Aber mit der CO2-Theorie konnte man naive Menschen leicht verführen und als Argument im Kampf gegen Industrie und Kapitalismus benutzen, wie einzelne IPCC-Funktionäre  offen zugaben. Die einzige Begründung

für die CO2-Hypothese im letzten IPCC-Bericht lautet „confidence“, d.h. Vertrauen oder Glauben. Und das hat mit seriöser Wissenschaft nichts zu tun. Für Politiker ist es aber allzu verlockend, sich als „Retter der Menschheit“ zu erheben, in dem man die CO2-Emissionen reduziert (so einfach ist das !).

Aber die politisch-ideologische Klima-Hysterie ist nichts Neues: im Jahr 1975, als die Globaltemperatur  seit 1940 um ca. 0,5° abgesunken war (und das trotz CO2-Anstieg – unglaublich !) , wetteiferten die Medien mit Warnungen vor einer kommenden neuen Eiszeit. Auch diese wird kommen mit einer Abkühlung von 1,5 bis 2°C, aber erst im Laufe der nächsten 400 Jahre als neues „Little Ice Age“, genauso wie dies zuletzt im Mittelalter (1500 -1700) und alle 1000 Jahre zuvor, seit mehr als 8000 Jahren regelmäßig der Fall war.

Prof.Gerhard Schulze,

Deutscher Soziologe und Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung und Wissenschaftstheorie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

„Wir haben keine Erfahrung mehr im Umgang mit wirklichen Ernstfällen. Das führt dazu, dass wir Katastrophen geradezu lustvoll herbeiphantasieren. Zum Beispiel die Klimakatastrophe, die ich für ein erstaunliches Phänomen massenhafter Verblendung halte“. 

 




Klimaskepti­zismus hat als Ursache eine Läsion im ventro­medialen präfron­talen Cortex

Zur Erklärung von Klimaskepsis versagt angestammtes, psychologisches Wissen

Was ausreichend lange „gesellschaftlicher Konsens“ ist, belegt laut katholischer Kirchenlehre automatisch Gottes Willen [4] und dass man mit einer solchen „Konsensstrategie“ (beharre nie zu lange auf der falschen Meinung, sondern erkenne, wann „der Wind sich dreht“), welche zum Schluss sogar zu der Pervertierung des Urgedankens führte, dass das Personal den Beamtenstatus erreichte und vom Staat bezahlt wird, als Institution problemlos Jahrtausende überleben kann.

Irgendwie scheint sich die Zunft der Psychologen daran zu orientieren. Denn schon fast „im Stundentakt“ zeigen uns forschende Psychologen, wie der Bürger Meinungen als „gute“ und als „schlechte“ alleine schon anhand der Konsensbetrachtung unterscheiden kann [2] [3].
Man soll zum Beispiel immer „über die Schreibtischkante“ sehen und beachten, welches die richtige, öffentliche Meinung ist. Stimmt eine Wissenschaft damit – und man selbst ebenfalls – überein, kommen Psychologen mit solchen Probanden dank ihrem angestammten Wissen gut zurecht. Verweigern sich Probanden allerdings standhaft der kritiklosen Zustimmung zur verordneten Meinung, kennt die Psychologie noch keine gefestigten Erklärungen. Und so wurde – und wird – der immer noch frei herumlaufende Homo Klimaskepsis inzwischen zum Objekt umfangreicher Studien.

Eine solche wurde wieder veröffentlicht. Damit auch die EIKE-Leser endlich erfahren, wegen welchem tiefenpsychologisch-medizinischem Befund sie laut neuesten Forschungserkenntnissen EIKE eigentlich lesen – und weil dies eine Krankheit ausweist, es gefälligst sein lassen sollten -, anbei die nötige Information daraus.

Ihr Gehirn schien sich weniger mit der fernen Zukunft zu befassen als das der übrigen Versuchspersonen

Mit einer wahrhaft spektakulären Studie an umfangreichen, 36 Probanden, gelang es Wissenschaftlern in Genf, endlich ein schlimmes Geheimnis zu enthüllen: Klimaskeptiker sind im tiefen Innersten krank. Doch nicht nur das kam dabei heraus, auch eine Lösung wurde für diese Krankheit gleich mit gefunden – modernster Technik sei Dank:
Spektrum.de: [1] Egozentriker kümmern die langfristigen Folgen der globalen Erwärmung wenig. Vielleicht könnte man ihnen mit einer Virtual-Reality-Brille auf die Sprünge helfen.

Wie gelang dieser phänomenale Durchbruch der psychologischen Forscher?

Die Genfer Psychologen sind sich der Ausgangsbasis absolut sicher. Schließlich kann man diese fast täglich in unseren investigativ, unbestechlichen Medien lesen:
Spektrum.de: [1] … Knappes Trinkwasser, Grenzkonflikte, Ausbreitung von Tropenkrankheiten: Die angekündigten Folgen des Klimawandels sollten Anlass zur Sorge geben. Warum also zögern so viele Menschen, die grundlegendsten Maßnahmen zu ergreifen? Offenbar ist ihr Gehirn der fernen Zukunft gegenüber gleichgültig, wie ein Experiment von Tobias Brosch und seinen Kollegen an der Universität Genf nahelegt.
Mit diesem – echten Wissenschaftlern geläufigem – Vorwissen versehen, wurden die Probanden befragt, wie viele Sorgen sie sich um den Klimawandel machen:
Spektrum.de: [1] … Das Forscherteam bat 36 Versuchspersonen, auf einem Fragebogen einzuschätzen, wie sehr sie gedanklich um sich selbst kreisten. Außerdem sollten sie die Schwere der zu befürchtenden Folgen des Klimawandels bewerten, die in der näheren oder ferneren Zukunft (bis 2080) zu erwarten seien. Währenddessen wurde ihre Gehirnaktivität mittels fMRT gemessen.
Wer sich um die Zukunft keine Sorgen macht, ist zwangsweise egoistisch. Unsere Gesellschaft erwartet, dass jeder bei jedem Tun auch daran denkt, was künftige Generationen davon halten werden. Was diese davon halten werden, wissen gute Wissenschaftler bereits heute.
Als gesichert gilt zum Beispiel, dass die zukünftigen Generationen über alle, welche sich heute keine große Sorgen um den Klimawandel machen, schimpfen werden. Die rasant zunehmende Überbevölkerung ist dagegen gar kein Problem. Denn immer mehr Population benötigt gerade die Generation zum Beispiel in 100 Jahren, sonst werden deren Renten ja nicht mehr bezahlt. Zudem lässt sich dieses Problem auch in der Zukunft leicht lösen: Es werden einfach alle Einwohner Beamte und bekommen Pension. Oder man macht es wie so vorbildlich wie Dänemark, wo schon heute festgelegt ist, das Renteneintrittsalter im Jahr 2100 bei 77 Jahren und sechs Monaten liegt [5]. Gute Wissenschaftler sind sich aber auch da ganz sicher, dass sich diese Dänen dann vor allem über das Klima beklagen werden, die Regierung, welche diese Altersanhebung einstmals beschlossen hat, aber für ihre weise Voraussicht loben.
Ganz bestimmt werden diese „Zukunftsdänen“ dann auch Frankreichs Präsident Macron „loben“, der seinen Landsleuten vor dann langer Zeit eine ganz andere Zukunftsvision gewiesen hatte – welche sie (und ganz sicher auch Deutschland) bezahlen durften:
Handelsblatt – Dienstag, 10. Juli 2018: … Macron wiederholte die Teile seiner Reformen, die seiner Ansicht nach für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen werden, „weil der Kuchen größer wird, den wir verteilen können“

Wer als Proband nun aber nicht glauben will, dass im Jahr 2080 die Klimakatastrophe hereingebrochen ist, indem er etwa gar an den unbestechlichen Klimasimulationsprogrammen zweifelt, und das in einer Studienbefragung auch noch ankreuzt, muss krank sein. Einmal, weil er damit Indoktrinationsresistenz deklariert und dann, weil er auch seine wissenschaftliche Karriere aufs Spiel setzt – und welcher „Gesunde“ würde so etwas machen?
Spektrum.de: [1] … Egozentrische Menschen machen sich demnach viel weniger Sorgen darüber, was nach ihrem Tod geschehen wird. Soweit nicht überraschend, doch das Team entdeckte darüber hinaus eine Besonderheit in einem bestimmten Teil ihres Stirnhirns, des ventromedialen präfrontalen Cortex. Frühere Arbeiten hatten gezeigt, dass sich dieser Bereich besonders intensiv regt, wenn wir uns die ferne Zukunft vorstellen, und zwar umso mehr, wenn diese mit unseren persönlichen r Zielen verknüpft ist. Aber bei den egoistischen Versuchspersonen war kein entsprechender Anstieg der Hirnaktivität zu beobachten, wenn ihnen eine Klimakatastrophe für das Jahr 2080 angekündigt wurde.

Es gibt eine Therapie: Die simulierte, wahre Zukunft muss in das Gehirn „eingehämmert“ werden

Die katholische Kirche fand für solche kranken Schafe unter ihren Schäfchen schon vor Jahrhunderten eine Therapie. Sie ließ in den Barockkirchen die unvermeidbaren Folgen einer nicht vorbehaltlos, gläubig zustimmenden Meinung übergroß an Decken und Wände malen, vernachlässigte aber auch dessen Umsetzung in der Praxis nicht. Es war praktisch angewandte Augment-Reality mit den damaligen, technischen Mitteln. Genau so therapieren Psychologen „kranke Meinungen“ auch heute noch, nur die Mittel sind etwas moderner:
Spektrum.de: [1] … Ihr Gehirn schien sich weniger mit der fernen Zukunft zu befassen als das der übrigen Versuchspersonen. Ein Befund, der die Forscher an Patienten mit »Kurzsichtigkeit für die Zukunft« erinnert, wie sie insbesondere der Neurologe Antonio Damasio beschrieben hat. Infolge einer Läsion in der betreffenden Cortexregion treffen diese Patienten oft absurde Entscheidungen, weil sie die Folgen ihres Handelns nur schwer vorhersehen können.
Und wie korrigiert man nun eine solche Kurzsichtigkeit? Natürlich mit einer Brille! Laut Tobias Brosch könnte eine VR-Brille Menschen mit egoistischen Tendenzen jene Zukunft vor Augen führen, die sie nicht sehen wollen. »Wir könnten uns ein psychologisches Training vorstellen, dass diese Hirnregion mittels Projektionen in der virtuellen Realität stimuliert«, schlägt der Forscher vor.

Als Fazit fällt dazu nur die Frage ein, wer eigentlich der Kranke ist.

Woher wissen die wirklichen Wissenschaftler die gesunde Meinung

Greenpeace hat in einer Studie gerade gezeigt, wie man die richtige – also gesunde – Meinung statistisch eindeutig belegen kann.
Es ist ganz einfach: Greenpeace weiß, dass es Inhaber der gesunden Meinung ist. Nun befragt man das Volk. Stimmt es der Meinung von Greenpeace zu, ist belegt, dass diese die richtige ist und bekommt sogar eine Wahrheitsstatistik darüber. Nachlesen kann man es in einem Bericht auf klimafakten.de (der Nachfolge-Plattform von Klimaretter):
Bewusstsein für den Klimawandel: In der Lausitz offenbar deutlich geringer als im Bundesschnitt
…. Rund der Hälfte der Deutschen ist klar, dass der Klimawandel bereits heute ein ernsthaftes Problem ist. Ein weiteres knappes Drittel ist der Ansicht, dass die Folgen der Erderhitzung der Menschheit bereits innerhalb der nächsten fünf bis zwanzig Jahre Schwierigkeiten bereiten werden. Das ergab eine Umfrage der Universität im Schweizerischen St. Gallen im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace. 61 Prozent der Befragt ängstigt der Klimawandel, 75 Prozent bejahen einen Zusammenhang des Temperaturanstiegs und Trend zu mehr Extremwetter-Ereignissen …
… Auf die Frage beispielsweise, wie sehr die Kohleverstromung zum Klimawandel beiträgt, antworteten bundesweit 50 Prozent der Befragten „sehr stark“.
Diese Einschätzung ist korrekt

Oder direkt bei Greenpeace: Soziale Akzeptanz eines Kohleausstiegs in Deutschland und in den Kohlerevieren: Ergebnisse einer Umfrage und Conjoint-Analyse
Vorwort
Stürme werden stärker, Starkregen heftiger und der Golfstrom verliert an Kraft. Die zunehmenden Wetterextreme der vergangenen Jahre führen uns deutlich vor Augen: Wir erleben bereits heute, was verharmlosend als Klimawandel bezeichnet wird. Doch noch können wir beeinflussen, wie drastisch die Folgen der Erderhitzung ausfallen werden.
… Dazu benötigt Deutschland einen raschen, konsequenten Kohleausstieg …
Dass die meisten Menschen in unserem Land dies verstanden haben und unterstützen, belegt die repräsentative Umfrage und Studie der Universität St. Gallen, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde …
Greenpeace ist Mitglied in der Kohle-Ausstiegskommission. Mit dieser „Studie“ ist deren längst vorgegebener Beschluss nun (pseudo-)wissenschaftlich untermauert. Unsere Abgeordneten werden es begrüßen. Da wissenschaftlich bewiesen, lässt sich beruhigt und ohne selbst nachdenken zu müssen, dem Beschluss der Frau Merkel Kommission zustimmen.

Moderne Wissenschaftler wissen, dass Statistik die Wahrheit von Aussagen unbezweifelbar macht und übernehmen solche selbstverständlich ungeprüft. Was bereits wahr ist, kann durch eine nochmalige Prüfung schließlich nicht mehr wahrer werden.

Angst ist dem Autor vor Folgendem: Die Zunft der Psychologen hat Kassenzulassung. Warten wir also ab, bis Klimaleugnung offiziell als Krankheit gilt und auf Krankenschein therapiefähig wird. Währen bisher in allen Umfragen auf möglichst wenig Skeptiker „geachtet“ wurde, explodieren dann auf einmal die Anteile Leugnungs-traumatisierter Bürger, welche dringend (in langwierigen, teuren, viele Psychologen erfordernden) Therapiesitzungen dem gesunden Klimaglauben zurückzuführen sind. Die Zeit läuft den Psychologen nämlich davon. Unsere Ärzte haben „den Braten“ ja auch schon gerochen:
EIKE 13.03.2018: Ärzte brauchen auf den Klimawandel medizinische Antworten

Weil es so gut in die inzwischen übliche und leider wirksame Gehirnwäsche passt, ein Werbespruch von BMW (übernommen von einem EIKE-Leserbeitrag im Blog):
Verlieren sie keine Zeit mehr beim Tanken, laden sie bequem zu Hause ihr neues BMW Elektroauto
Darauf muss man kommen – und Wissen, es dem Volk als zukunftsträchtige Errungenschaft vorsetzen zu können. Aber auch das ist angewandte Psychologie: Wenn sich ein Problem nicht lösen lässt, erkläre es einfach als Vorteil.
Quellen

[1] Spektrum.de 27.06.2018: KLIMAWANDEL Blind für die ferne Zukunft

[2] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung

[3] EIKE 11. November 2017: Wie kommt es, dass Verleugnung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr wir durch die Medien mit immer schlimmeren Bestätigungs-Meldungen zum Klimawandel konfrontiert werden?

[4] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

[5] FOCUS MONY online, 17.08.2016: Lebenserwartung bestimmt Renteneinstiegsalter Rente mit 77! Dänemark hat sich schon entschieden – und alle sind dafür




Künstliche Temperatur­rekorde II: Washington Post posaunt einen weiteren, potentiell betrüge­rischen „Allzeit-Rekord“ hinaus

Alles begann mit diesem Tweet von Freitag, dem 6.7.2018:

Im Artikel der WaPo heißt es dazu:

In Afrika könnte vor ein paar Tagen die höchste Temperatur aller Zeiten aufgetreten sein: 51°C.

Der heißeste Kontinent unseres Planeten war vielleicht Schauplatz des heißesten Wetters, das jemals zuverlässig gemessen worden ist. In einer algerischen Stadt stieg die Temperatur auf 51,3°C. Dies addiert sich zu den Rekordwerten extremer Hitze (hier), welche weltweit während der letzten 10 Tage aufgetreten waren.

Die glühend heiße Temperatur, gemessen in Ouargla, ist möglicherweise die höchste Temperatur, die jemals in Algerien und auch Afrika zuverlässig gemessen worden ist. Der Rekord wurde erstmals durch den Wetterrekord-Experten Maximiliano Herrera erkannt.

Ouargla, eine Stadt mit fast einer halben Million Einwohnern, liegt im nördlichen zentralen Algerien, etwa auf halber Strecke zwischen Marokko und Tunesien:

Lage von Ouargla, markiert mit einem roten Pfeil (Google)

Die Temperaturmessung von 51,3°C brach den bisherigen Rekord von 50,7°C, gemessen am 13. Juli 1961 in Marokko.

Erstens, das Schlüsselwort hier lautet „zuverlässig“. Mehr dazu weiter unten.

Zweitens, der Rekord ist bis heute nicht verifiziert. Während sowohl den Synop-Daten als auch den von Weather Underground gesammelten Daten zufolge die Temperatur von 51,3°C erreicht worden ist, und zwar zwischen 15 und 18 Uhr lokaler Zeit, scheint es so, als ob selbst bei diesem behaupteten Rekord, von der WaPo zu „Big News“ aufgeblasen, echte Probleme auftreten, sehr ähnlich der Art des zurückgewiesenen Allzeit-Temperaturrekord in Schottland (hier, auf Deutsch beim EIKE hier).

Hier folgt das SYNOP-Bulletin. Man beachte den Wert von 51,3°C:

Man beachte, dass aus der Ablesung der Maximum-Temperatur von 51,3°C nicht hervorgeht, zu welcher Uhrzeit sie gemacht worden ist, aber man kann aufgrund der Daten aus der Umgebung vermuten, dass es irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr lokaler Zeit war. Man beachte auch den Wind während jenes Zeitraumes.

Im Falle des Rekords in Schottland hat das UK diesen näher untersucht und gesagt:

Auf den ersten Blick scheint der Motherwell-Rekord plausibel vor dem Hintergrund der allgemeinen Bedingungen an jenem Tag und wurde auch als solcher dargestellt. Allerdings schauen wir bei jedem neuen Rekord genau hin um sicherzustellen, dass die Messung einer Nachprüfung standhält. Diese Untersuchung umfasst u. A. eine statistische Analyse der Stationsdaten, eine Evaluierung im Vergleich zu Nachbarstationen und in einigen Fällen zusätzliche Untersuchungen vor Ort, um unerwartete Einflüsse mit dem Instrument oder der Ausrüstung zu erkennen. Mit all dem wollen wir sicherstellen, dass die Messung unseren geforderten Standards genügt.

Unglücklicherweise gibt es bei diesem besonderen Beispiel Beweise, dass ein Lastwagen mit laufendem Motor am 28. Juni zu nahe der Messwiese am Stevenson Screen geparkt hat, in welchem sich die Thermometer befanden.

Obwohl die Messung plausibel erscheint angesichts der herrschenden Wetterlage können wir nicht ausschließen, dass die Messung durch diesen nicht mit dem Wetter verbundenen Faktor kontaminiert worden ist.

Es hing also mit der Lage zusammen. Es stellte sich heraus, dass ein Eiskrem-Wagen nahe der Station geparkt war. Die Temperatur wurde an der falschen Stelle gemessen, nämlich dort, wo sich ein unerwarteter Bias eingeschlichen hat.

Drittens, das Met. Office von Algerien scheint nicht interessiert zu sein. Im Falle Ouargla könnte man denken, dass der Algerische Wetterdienst mit der Zentrale in Algier den Rekord zumindest erwähnt hätte, etwa „möglicherweise die höchste Temperatur, die jemals in Algerien und Afrika gemessen worden ist“ … aber da war nichts dergleichen. Entweder hat man es dort gar nicht bemerkt, oder man dachte, es sei meteorologisch/klimatologisch unerheblich. Was ich unter Punkt 5 weiter unten entdeckte, scheint der Grund zu sein, warum man kein Aufhebens darum machte.

Viertens, die Aufstellung des Thermometers erfolgte an einem Flughafen mit viel militärischem Flugverkehr, direkt neben der Rollbahn. Nachdem ich stundenlang Google Earth und andere Quellen miteinander verglichen hatte, habe ich identifiziert, was mit der Wetterstation am Ouargla Airport (OGX) los war, jetzt bekannt als Ain Beda Airport (ICAO-Kennung DAUU). Hier folgt das entsprechende Foto von Google Earth:

Ouargla Airport (OGX), jetzt bekannt als Ain Beda Airport (ICAO-Kennung DAUU). Die Standorte des Terminals und der algerischen Luftwaffenbasis sind markiert.

Und hier ein näherer Blick auf den zivilen Bereich des Flughafens:

Quelle

Flughäfen sind KEINE geeigneten Orte, um Klimawandel oder auch nur Rekordwerte beiderlei Vorzeichens zu messen. Warum? Weil es Orte mit viel Dynamik sind: Flugzeug-Abgase, sich ändernde Infrastruktur und konstanter Energieverbrauch. Man betrachte nur einmal das kleine Gebiet für den Jet oben. Er muss sich um 360 Grad drehen, und das bläst die Abgase überall hin. Beeinflusst dies den Temperatursensor? Wer kann schon mit Sicherheit ohne einen Flugplan den Rekordwert vergleichen? Aber falls das Met. Office einen Allzeit-Temperaturrekord aussortieren kann wegen eines Abgase ausstoßenden LKWs in der Nähe, dann würde man vermuten, dass meteorologische Fachkräfte untersuchen wollen, ob bzgl. Flugzeugen das Gleiche am Ouargla Airport der Fall war.

Fünftens, auf dem Flughafen wird derzeit gebaut. Eine Erweiterung des zivilen öffentlichen Bereiches ist für dieses Jahr 2018 geplant, wie aus folgendem Artikel aus dem Jahr 2017 hervorgeht:

Ein Projekt, das Terminal des Ain El Beda Airports in Ouargla zu erweitern, wird 2018 in Angriff genommen. Dies sagt der Transport-Manager des Flughafens. Die technischen Untersuchungen bzgl. dieses Vorhabens sind abgeschlossen, und die Arbeiten werden nächstes Jahr beginnen … *

[Der Autor dieses Beitrags hat die vorstehende Passage mittels Google Translator aus dem Französischen ins Englische übersetzt und diesen Link angegeben. Diese englische Übersetzung wurde ins Deutsche rückübersetzt. Wer des Französischen mächtig ist, sollte diese Passage direkt mit dem französischen Original vergleichen. Anm. d. Übers.]

Nach allem, was wir also wissen, und weil wir keine Bilder von Google Earth nach März 2018 haben, kann dieser Flughafen jetzt ganz anders aussehen. Vielleicht ist dunkle Erde an die Oberfläche gelangt, was die Albedo verändert, so dass der Untergrund in prallem Sonnenschein die Lufttemperatur beeinflusst hat, oder das Thermometer ist versetzt oder in anderer Weise verändert worden. Solange wir keine aktuellen Bilder haben, wissen wir es nicht.

Sechstens, auf der Grundlage des Ortes der AWS (automatische Wetterstation) und seines Temperatursensors im März 2018 sowie aufgrund der Wind-Daten kann der Allzeit-Hitzerekord in Afrika ein Produkt aus schlechter Aufstellung, Wind und Wärmetransport (ober auch Flugzeugabgasen) sein.

Ich habe viele Stunden damit zugebracht, den Temperatursensor zu lokalisieren. Es gibt dafür viele mögliche Stellen, und ich habe es auf einen eingeengt. Unglücklicherweise musste ich mich dabei ausschließlich auf Google Earth stützen, weil Ouargla Airport kein öffentlicher Ort ist und weil es praktisch keine Fotos vor Ort gibt (vermutlich wegen der Gegenwart der Luftwaffenbasis). Hier folgt der von mir als der wahrscheinlichste Aufstellungsort erkannte Kandidat:

Ouargla Airport – der beste Kandidat des Punktes der automatischen Wetterstation.

Und hier eine Nahaufnahme:

Ich habe alle Arten von Bauwerken unter die Lupe genommen und sie identifiziert, als da wären der ILS Sendeturm, Kommunikations-Türme, Flutlicht-Stellen, Windfahnen, Windsäcke usw. Dieser kleine eingezäunte Turm nahe dem Anfang von Rollbahn 20 ist die einzige Struktur, die aus folgenden Gründen in Frage kommt:

1. Sie befindet sich nahe dem Terminal und dem Direktionsgebäude – also kurze Übertragungswege dorthin, wo die Daten benötigt werden.

2. Es ist eine öffentliche Einrichtung mit gemeldeten Wetterdaten, keine militärische Wetterstation. Deshalb ist es sinnvoll, sie näher dem öffentlichen Gebiet zu platzieren.

3. Sie liegt in der Rollbahn-Einflugschneise und ist eingezäunt, um die Menschen fernzuhalten. AWS werden für Bedingungen der Rollbahnen benutzt, nicht für Klimamessungen, darum ist der Aufstellungsort und die Umzäunung sinnvoll.

4. Der Tower hat die richtige Höhe für eine AWS, typischerweise 10 Meter Anemometer-Höhe, und die Temperatursensoren liegen fast immer sehr nahe dieser Art von Türmen, weil man alle Ablesungen von der gleichen Stelle haben will.

5. Nichts sonst in dem gesamten Gebiet ist mir aufgefallen, was geeignet wäre für eine AWS. Die meisten anderen Bauwerke sind viel zu hoch.

Gehen wir also davon aus, dass die markierte Stelle der Aufstellungsort der AWS ist.

Dem SYNOP-Bulletin zufolge dürfte die Maximum-Temperatur zwischen 15 und 18 Uhr lokaler Zeit aufgetreten sein, jedenfalls auf der Grundlage der stündlich gemeldeten Tmax-Temperaturdaten:

Wir können die wahrscheinliche Zeit des Auftretens des Maximums von 51,3°C weiter einengen mittels der archivierten Daten von Weather Undeground:

Man beachte, dass die Temperatur um 14 Uhr gesunken war, jedoch um 15 Uhr wieder 49,9°C erreicht hatte und dass zur gleichen Zeit der Wind auf WSW gedreht hatte mit einer mittleren Geschwindigkeit von ca. 24 km/h. Etwa gegen 15 Uhr ist auch die maximale Sonneneinstrahlung zu erwarten an jener Stelle, was zu maximaler Aufheizung des Bodens führt.

Unter der Annahme, dass sich die AWS wirklich an der von mir vermuteten Stelle befindet – man rate einmal, was im Luv der AWS liegt, wenn der Wind aus WSW kommt?

Richtig! Ein großer Bereich asphaltierten Bodens und eine große Quelle von Flugzeug-Abgasen, wie man im von mir mit Anmerkungen versehenen Bild von Google Earth erkennt:

Eines ist sicher: Bei dieser Windrichtung gab es mit höchster Sicherheit einen Wärmetransport zu der AWS vom Terminal und der asphaltierten Rollbahn. Ich weiß nicht, ob gerade zur jener Zeit dort eine Flugzeugbewegung stattfand, aber falls das so war, würden die Abgase den Wärmetransport noch einmal verstärkt haben.

Ich glaube, dass der „Allzeit-Temperaturrekord in Afrika“ auf künstlichen Heizquellen beruht sowie auf vom Wind bewirkten Wärmetransporten zu jenem Zeitpunkt sowie auf der am besten geeigneten Windrichtung für Wärmetransporte von Terminal und Rollbahn.

Ich stelle damit auch fest, dass dieser Vorgang NICHTS zu tun hat mit globaler Erwärmung bzw. Klimawandel, sondern dass er wenig mehr ist als eine Kombination eines synoptischen meteorologischen Phänomens an jener Station mit über den Normalwerten liegenden Temperaturen, schlechter Thermometer-Platzierung und einem vom Wind getriebenen Wärmetransport-Ereignis.

Meiner Ansicht nach sollte dieser Temperaturrekord verworfen werden, scheint er doch beeinflusst durch künstliche Objekte – genau wie der Eiskrem-Lastwagen nahe der Wetterstation in Schottland.

Falls jemand Näheres von vor Ort beitragen kann zur Bestätigung meiner Theorie wie etwa Fotos oder Videos – bitte als Kommentar zumelden.

Eine letzte Anmerkung: Das NASA GISS zieht diese Station als Teil des GHCN (Global Historical Climate Network) von der NOAA heran. Nach dem Blick auf diesen gebrochenen Rekord und dem oben beschriebenen Szenario – würde dann nicht jeder vernünftige Mensch fragen: WARUM?

Die Moral dieser Geschichte: Wir sollten niemals Wetterstationen an Flughäfen heranziehen, wenn es um Klima-Rekorde geht. Sie stehen dort für Belange der Luftfahrt, nicht für Belange des Klimas. Sie stehen für aktive Energiequellen, Wärmesenken sowie unnatürliche oder künstliche Bodenbeschaffenheit, die nicht repräsentativ ist für das Klima des Gebietes.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/07/ouargla-africa-washington-post-promotes-another-potentially-bogus-all-time-high-temperature-record/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Bedeutende Geister des Jahrhunderts – heute Andreas Jung MdB (CDU/CSU)

Teil III Andreas Jung (CDU/CSU)

Für alle gilt jedoch: Sie hatten alle den gemeinsamen Nenner, dass keiner der Redner den Antrag gelesen hatte, oder wenn doch, nicht verstanden, oder wenn doch, wider besseres Wissen das Gegenteil dessen behauptete, was im Antrag steht. Teil I finden Sie hierTeil II hier

Zunächst mal wollen wir den Anlass der Rede von Herrn Jung zeigen. Nämlich die Rede des umweltpolitischen Sprechers der AfD Fraktion, Herrn Karsten Hilse, der den Antrag damit ins Plenum einbrachte.

Videoausschnitt der Rede von K. Hilse in dem er den Antrag der AfD Fraktion die deutschen „Klimaschutzbemühungen“ wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit einzustellen, begründet. Mit Dank an HSM2k2 für die Bereitstellung

 


Video der Rede von Andreas Jung CDU MdB am 28.5.18 im Deutschen Bundestag. Außer den Abgeordneten der AfD „lauschten“ noch ca. 30 andere Parlamentarier der Rede (von insgesamt 709!!). Mit Dank an FMD’s TV-Channel für die Bereitstellung
Schaut man sich den Antrag (hier) an, der in sich so klar und in einfacher Sprache umfassend begründet ist, dass es eigentlich keinerlei weiteren mündlichen Begründung bedurfte, dann war die Vorstellungsrede mit der der AfD Abgeordnete Karsten Hilse ihn ins Plenum einbrachte, eigentlich doppelt gemoppelt. Sie war sozusagen eine Zusatz-Verständnis- Hilfskrücke für völlig Begriffstutzige. Also z.B. für Leute, die zwar ein gewisses Mindest-Denkvermögen besitzen, aber sich nicht jeden Tag mit den Feinheiten des Klimawandels, oder des IPCC beschäftigen wollen oder können.Die sollten eigentlich auch im Deutschen Bundestag zu finden sein, so die Annahme.

Doch mit dieser Annahme lagen sowohl der Antragssteller Karsten Hilse, als auch die antragstellende AfD Fraktion völlig daneben. Denn wer sich den Tort antut und die Gegenreden der anderen Fraktionen zum Antrag anhört oder nachliest, der staunt nur noch mit welcher dreisten Ignoranz von den jeweiligen Rednern, sowohl der Inhalt des Antrags, als auch der Rede völlig missverstanden, oder – noch schlimmer- in ihr glattes Gegenteil verkehrt werden konnte.

Daher drängen sich einige Fragen dem neutralen Beobachter auf:

  1. Sind die wirklich alle so dumm, wie es scheint, wenn sie nicht verstanden haben, was im Antrag steht?
  2. Und wenn sie so dumm sind, mittels welcher Auswahlverfahren sind sie dann ins Parlament gekommen?
  3. Oder, wenn sie nicht so dumm sind, warum nehmen sie nicht zum Inhalt selber mit rationalen Argumenten Stellung, sondern erfinden einen völlig neuen Inhalt – den sie dann nach Herzenslust in der Luft zerreißen können?

Ist das antrainiertes Verhalten oder können sie nicht anders? Wenn sie nicht anders können, dann wäre automatisch Frage 1  beantwortet. Aber immer noch nicht die Frage 2. Wie schaffen die das ins Parlament? Wer wählt die denn?

Fragen über Fragen!

Doch zurück zu MdB Andreas Jung.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war seine Gegenrede nicht besser oder schlechter, als die der anderen Fraktionsredner – incl. der  grottenschlechten Reden, die hier bereits analysiert wurden. Das Niveau aller anderen war genau so unterirdisch.

Doch zunächst stellt sich die Frage: Wer ist Andreas Jung?

Bei Wikipediafinden wir

Nach dem Abitur 1994 am Nellenburg-Gymnasium in Stockach studierte Jung Rechtswissenschaftenan der Universität Konstanz. 2000 legte er sein erstes juristisches Staatsexamen ab und war als Referendar beim Landgericht Freiburg tätig. Nach seinem zweiten Staatsexamen 2002 erfolgte 2003 die Zulassung als Rechtsanwalt. Er ist seitdem als Anwalt in der Wirtschaftskanzlei Rittershaus am Standort Mannheim tätig.[1]

Seit 2009 hat er den Vorsitz des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung im Bundestag inne.[3]

Von 2005 bis 2009 (16. Wahlperiode) war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, ordentliches Mitglied im Petitionsausschuss, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.[4]

Von 2009 bis 2013 (16. Wahlperiode) war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Berichterstatter für Klimaschutz, Emissionshandel), stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie sowie Beauftragter der CDU/CSU Bundestagsfraktion für Elektromobilität.[4]

Seit 2014 ist Andreas Jung ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Zudem gehört er der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe an.[5]

Jung ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag. Er ist Mitglied im Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und seit 2014 Präsident von GLOBE – Globales Netzwerk für Umweltbildung und Umweltschutz.

Er ist Mitglied des Beirates der Mainau GmbH auf der Insel Mainau

Und

…Er zählt zu den 75 Unionsabgeordneten – 68 von der CDU (26,9 % aller CDU-Abgeordneten) und 7 von der CSU (12,5 % aller CSU-Abgeordneten) – die Ende Juni 2017 für die Gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt haben.[7]

Das ist es also. Nein, nicht seine Befürwortung der gleichgeschlechtlichen Ehe, das dürfte reines Zeitgeist-Verhalten sein. Nach dem Motto: Ich bin ja soooo modern! Selbst als papsttreuer Christ. Ich komme später darauf zurück.

Nein, Jung versteht zwar nichts, ist aber schwer befangen. Denn er ist u.a. Mitglied im Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. und hat somit ein vitales Interesse daran, dass alles so schön weiterläuft wie bisher.  

Denn vom eigentlichen Thema, dem Klimathema, versteht er überhaupt nichts, wie man seiner Rede unschwer entnehmen kann, aber vom Zuschustern von Geldern an die Profiteure der „Erneuerbaren“ dürfte er viel verstehen. Waren doch allein im Jahr 2017 mehr als 27 Mrd. € zu verteilen, und zwar aus dem EEG Topf allein, so dürften es, wenn es nach Jung und seiner Klimakanzlerin geht, in den nächsten Jahren noch deutlich mehr werden. Nämlich dann, wenn die hehren Klimaziele der immer kleiner werdenden GroKo in Gesetze gegossen werden. Dann rollt der Rubel so richtig. Und die Milliarden werden nicht nur weiter fließen, sondern es werden weitere riesige Abkassier- und Umverteilungsfelder aufgetan. Da heißt es dabei zu sein!

Und jetzt versteht man auch, warum dieser Mann so sehr dafür wirbt, diese Ziele auch um jeden Preis zu erreichen. Da wäre ein Eingehen auf die im AfD Antrag genannten Fakten nur störend.

Hier nun einigen „Low lights“ aus seiner Rede (Hervorhebungen von mir):

(An Karsten Hilse gewandt)… Ich habe Ihren Antrag gelesen,Sie offensichtlich nicht. …. Sie haben in Ihrer Rede mit abstrusesten Argumentenversucht, uns weiszumachen, es gebe keinen Klimawandel.

Schon hier zeigt er deutlich, dass er – obwohl öffentlich so behauptet- weder den Antrag gelesen hat, sowie die darin ausgeführten Argumente zwar als „abstrus“ bezeichnet, aber dem (Rest-) Parlament vorenthält, welche der Argumente „abstrus“ seien, und vor allem warum? Denn im Antrag steht kein Wort darüber, dass die AfD „den Klimawandel“ als nicht existent betrachtet. Im Gegenteil, hätte er den Antrag gelesen, und auch die Fähigkeit gehabt ihn zu verstehen, dann hätte er feststellen müssen, dass die AfD gerade deswegen, weil niemand einen zukünftigen, evtl. gefährlichen Klimawandel aus natürlichen Gründen, ausschließen kann, einen Klimawandelfolgen-Anpassungsfonds vorschlägt. Und weil er diesen Zusammenhang überhaupt nicht mitkriegt wo der Bartel den Most holt, brüstet er sich damit im Text des Antrage einen „Widerspruch“ entdeckt zu haben, – von Frau Dr. Weisgerber per Zwischenruf freudig unterstützt- denn er sagt unmittelbar danach:

In Ihrem Antrag fordern Sie einen Klimaanpassungsfonds für Deutschland, die Bewässerung von Dürregebieten, Renaturierung usw., um die Folgen des Klimawandels in Deutschland zu bekämpfen. Das ist doch ein eklatanter Widerspruch.

(Dr. Anja Weisgerber [CDU/CSU]: Ja, genau!)

Entweder es gibt einen Klimawandel, oder es gibt ihn eben nicht. Aber wenn nicht, dann brauchten Sie auch keinen Anpassungsfonds….

Da fragt man sich wieder fast schon verzweifelt: Womit haben wir solche Geistesriesen verdient?

Von K. Hilse in der folgenden Zwischenfrage auf seine Falschaussage hingewiesen, zeigt er seine wahren Talente. Wir erinnern uns: Herr Jung ist Anwalt.

Und ist darin geübt anderen das Wort im Munde zu verdrehen, denn (zunächst Hilse)..

Herr Jung, bei allem nötigen Respekt: Könnten Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht den Klimawandel leugnen?

(Steffi Lemke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Doch! Genau das machen Sie!)

– Kann ich jetzt die Frage stellen? Das wäre nett. Vielen Dank. – Ich habe auch in meiner Rede extra darauf ab- gehoben: Natürlich gibt es seit Jahrmillionen einen Klimawandel. Wir sagen einfach nur, dass der menschenge- machte Anteil daran so gering und nicht messbar ist, dass aufgrund dessen keine Maßnahmen erfolgen müssen.

Und: Ich habe den Antrag gelesen.

(Zuruf von der SPD: Wer hat ihn denn geschrieben?)

Ich denke, Sie haben ihn auch gelesen. Es geht in diesem einen Punkt um eventuelle negative Auswirkungen in einigen Gebieten durch Klimawandel und darum, dass wir dafür quasi einen Klimawandelanpassungsfonds einrichten mit circa 10 Prozent der Mittel, die jetzt für den sogenannten Klimaschutz aufgewendet werden. Ich gehe davon aus, dass Sie das dann doch auch so gelesen haben. Danke…

Darauf antwortet Jung tatsächlich …

Herr Hilse, das ist immerhin eine Weiterentwicklung, wenn Sie zugeben, dass es einen Klimawandel gibt.

(Zuruf von der AfD: Steht doch drin!)

und setzt dann noch einen drauf, in dem er sagt…

Zu dem Punkt, er sei nicht menschengemacht, kann ich nur sagen: Das steht im Widerspruch zur übergroßen Mehrheit der Wissenschaftler, übrigens auch zum Erleben vieler Menschen in diesem Land.

 Halten wir fest.

Bei der glatten Lüge erwischt, dass die AfD „den Klimawandel“ leugne, und statt sich dafür wenigstens zu entschuldigen, wie es anständige Menschen tun würden, versucht er den Spieß umzudrehen, und wertet die Korrektur seiner Lüge als Beweis für sie. Um dann erneut zu demonstrieren, wie zuvor auch schon seine Kollegin Frau Dr. Anja Weisgerber, übrigens ebenfalls Rechtsanwältin,  dass er nicht weiß, welche Wissenschaftler auf diesem Gebiet forschen – für mich ist das doch alles dasselbe – noch wie Klima überhaupt definiert ist. Denn er sagt schön naiv, aber im Brustton der Überzeugung:

Das steht im Widerspruch zur übergroßen Mehrheit der Wissenschaftler,übrigensauch zum Erleben vieler Menschen in diesem Land. „

Ja und die Erde ist eine Scheibe, möchte man hinzufügen, denn auch das entspricht dem Erleben vieler Menschen in diesem Land. Er tut also kund, dass er vom rein statistischen Begriff  Klima, wie er von den großartigen Meteorologen der Vergangenheit definiert wurde, nichts weiß. Nicht die Bohne. Wetterdaten müssen über mindestens 30 Jahre, besser 60 oder gar 90 Jahre gesammelt und verdichtet werden, um Aussagen über eine evtl. zwei Klimaperioden zu erlauben. Das IPCC gibt es jedoch erst seit 30 Jahren und erst einige Jahre später pflanzten Medien und Politik, unterstützt von willfährigen Wissenschaftlern, die Idee vom menschgemachten Klimawandel und seiner Gefährlichkeit in die Köpfe der westlichen Menschen. Bis dahin – und in realita auch heute– ist alles was Menschen erleben – Wetter. Wie früher auch. Für den Anwalt Jung ist es aber Klima, bzw. das Erleben desselben. 

Es ist für den Chronisten ermüdend den weiteren Unsinn zu dokumentieren, die dieser Lobbyist im Gewande eines Abgeordneten noch so von sich gab.. nur eines noch sei mir gestattet:

Jung führt jetzt –unwiderlegbar- höhere Mächte ins Feld, denn er sagt doch tatsächlich..

Als Christdemokrat möchte ich Ihnen noch dazusagen: Uns Christdemokraten geht es beim Klimaschutz um die Bewahrung der Schöpfung. Diese Auffassung teilen wir übrigens mit dem Papst. …. Aber für das Christentum, Herr Hilse, spricht nicht die AfD, für das Christentum spricht der Papst;

Um dann sofort etwas zu relativieren, denn die Evangelen gibt es ja auch noch

…er ist jedenfalls eine gewichtige Stimme.

Das müsste doch wohl gesessen haben! Der ultimative Hieb für die Gottlosen. Glaubt er wenigstens. Für Herrn Jung sind zwar schon die ..übergroßen Mehrheit der Wissenschaftler.. Beweis genug, aber es kann ja nichts schaden zur Absicherung noch auch die höchste katholische Instanz zu bemühen. Den Papst! Gottes Stellvertreter auf Erden.

Mein Fazit:

Besser als dieser Herr Jung, kann eigentlich niemand demonstrieren, dass die es sich bei der ganzen Klima-Geschichte um eine reine Glaubenslehre handelt. Gern auch mittels Wissenschaft, Wissenschaftlern garniert? Wenn´s sein muss, dann aber natürlich die übergroßen Mehrheit derselben;

Aber noch besser ist der Papst.

Denn was der sagt ist unfehlbar. So verlangt es jedenfalls die immer noch geltende Glaubensdoktrin:

„Die Gesamtheit der Gläubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben, kann im Glauben nicht irren.“[1][

Und so glaubt es auch Herr Andreas Jung. Deswegen war es für ihn auch völlig unnötig sich mit den vielen Zahlen und Fakten im Antrag zu beschäftigen, die stören nur bei der Ausübung des reinen Glaubens. Um schlussendlich dann noch dem Volk, dass all dies zu erdulden hat zu drohen:

Aber wir Deutsche haben eine besondere Verantwortung; denn bei allen Erfolgen, die noch nicht weit genug gehen, aber unstreitig sind, haben wir in Deutschland nach wie vor einen Pro-Kopf-Ausstoß an CO2, der erheblich größer ist als der Durchschnitt in der Welt. 
(Beifall bei der AfD: Wir sind eine Industrienation!) 


Wir werden jene, die wir zur Erreichung unserer Ziele brauchen, nicht ermuntern, etwas zu tun, wenn wir nicht vorbildlich sind. Deshalb müssen wir vorankommen. Deshalb müssen wir zeigen, dass es in einem Industrieland möglich ist, engagierten Klimaschutz zu machen und zugleich so umzusetzen, dass Wohlstand erhaltenbleibt, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben. So muss Klimaschutz engagiert und effizient umgesetzt werden. Das ist unsere Verantwortung. Wir werden das gemeinsam mit den internationalen Partnernangehen. „

Auch bei diesem weiteren Glaubensbekenntnis offenbart Vorreiter Jung mal wieder seine völlige Ignoranz. Hätte er sich nur einmal in der Welt umgeblickt, dann wäre ihm dreierlei aufgefallen.

  1. ..ein Blick in den jüngsten BP Report hätte ihm gezeigt, dass außer den „bösen“ USA und einigen wenigen krisengebeutelten oder gar kriegsgeschüttelten Ländern, wie z.B. die Ukraine, kein Land seine CO2 Emissionen gesenkt hat. Weder Deutschland, noch die per Lippenbekenntnis ebenso klimafanatische EU, und schon gar nicht die Riesenländer wie China oder Indien. Deren Emissionen stiegen sogar steil an. Da ist nix mit internationalen Partnern.
  2. ..hätte er sich überdies noch ein paar weitere Statistiken angeschaut, die klar zeigen, wie eng CO2 Emissionen pro Kopf und Wohlstand zusammenhängen, dann hätte er erkennen müssen, dass wer fordert, dass Deutschland seine pro Kopf Emissionen auf das Niveau der Inder senken müsse, ebenso fordert auf das Armutsniveau der Inder herabzusteigen. Wer das nicht begreift ist überall fehl am Platz, nicht nur im Bundestag.
  3. ..dass auch der tüchtigste und brutalste Vorreiter (das waren die, die ihrer Herrschaft in den Kutschen den Weg durch den Pöbel bahnten) sich hin und wieder vergewissern sollte, dass seine Kutsche samt Herrschaft ihm noch folgt. Die AfD hatmit ihrem Antrag nachgewiesen, dass dies schon lange nicht mehr der Fall ist. Widerlegen konnte das keiner. Jung und all die anderen weigern sich jedoch, die Realität anzuerkennen.

Es gilt immer noch das Wort der scharfen Beobachterin der Deutschen, Hannah Arendt die feststellte:..„der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht“, liege ..„in der Haltung, mit Tatsachen umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen“!

Wer glaubt denen noch?

Wer wählt die noch?

 

 

 

 

 

 

[1]Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium Nr. 12

 




Lang anhaltende Dürre­periode 2018 in Teilen Deutsch­lands – eine kritische Analyse

Dürre, Lufttemperaturen und die CO2-bedingte Klimaerwärmung

Wer die aktuelle, landwirtschaftlich sehr ungünstige Dürreperiode dem Klimawandel anlastet, der muss die im März anhaltende Kälte wohl als Menetekel einer kommenden Abkühlung werten. Leider sind Dürre- und Wärmeperioden im Betrachtungszeitraum (im Folgenden meist April bis Juni) gar nicht so selten und bei Landwirten als „Frühsommerdürre“ gefürchtet. In Chroniken finden sich Frühsommerdürren beispielsweise 1517, 1893, 1911, 1915, 1934, 1947 und 1976, gebietsweise auch 1993, 1998, 2000, 2003, 2011, 2014 und 2015. Ungewöhnlich ist das Rekord- Mittel von 15,3°C für April bis Juni; auf den Plätzen folgen, weit abgeschlagen, 2007 (14,3°C), 2002, 2000 und 1947 mit je 14°C und 1890 (knapp 13,9°C). Auf den ersten Blick viel Wasser auf die Mühlen der Anhänger einer CO2– bedingten Klimaerwärmung – wenn da nicht die heftige Spätwinterkälte im Februar/März 2018 sowie, langfristig betrachtet, die markante Abkühlungsphase zwischen den 1960er und den frühen 1980er Jahren wäre, zu einer Zeit also, in der, etwa 100 Jahre nach der Industrialisierung, die CO2-Konzentrationen schon sehr hoch waren. Die folgende Grafik zeigt dann auch zwei plausiblere Gründe der Erwärmung- eine massive, langfristige Häufigkeitszunahme von Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil und von Zentralhochlagen einerseits sowie die aktuelle AMO- Warmphase andererseits (AMO = Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation, ein Index für die gemittelten Meeresoberflächentemperaturen im zentralen Nordatlantik):

Abbildung 1: Seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Temperaturaufzeichnungen in Deutschland, sind die Mitteltemperaturen von April bis Juni merklich gestiegen – allerdings unterbrochen von einer markanten Abkühlungsphase nach der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Häufigkeit der besonders erwärmend wirkenden Großwetterlagen (GWL-Klassifizierung nach HESS/BREZOWSKY) nahm um 25 Tage zu, das entspricht etwa 27% der Gesamtdauer von je 91 Tagen! Außerdem erwärmte sich der Nordatlantik, wobei es eine schwächere Warmphase um 1900, eine stärkere um 1945 und eine aktuelle gibt. Die Kurvenverläufe der gleitenden Mittelwerte (fette Kurven) ähneln sich; wobei die AMO gut 11% und die Häufigkeit der erwärmenden Großwetterlagen fast 25% der Temperaturvariabilität erklären können. 2018 fehlt hier – es liegen noch nicht alle Daten vor.

Im Jahr 2018 gab es hinsichtlich der Großwetterlagenhäufigkeit eine Besonderheit – neben den stark wärmenden Lagen mit südlichem Strömungsanteil waren die mit östlichem Strömungsanteil (Großwettertyp Ost) diesmal mehr als doppelt so häufig wie im vieljährigen Mittel, darunter extrem viele Südostlagen. Das ist auch ein wesentlicher Grund für die Trockenheit. Ab etwa Mitte April wirken auch Ostlagen meist erwärmend – vorausgesetzt, sie sind sonnenscheinreich, was diesmal zutraf und womit wir bei der dritten, wesentlichen langfristigen Erwärmungsursache wären. Daten der Sonnenscheindauer liegen für das Deutschland-Mittel leider erst seit 1951 vor; für Potsdam aber seit 1893:

Abbildung 2: Die Sonnenscheindauer vermag in Potsdam im Zeitraum April bis Juni immerhin gut 40% der Lufttemperatur-Variabilität zu erklären. Die enorme Wärme 2018 ging auch mit der höchsten Sonnenscheindauer seit 1893 mit 9,2 Stunden im Tagesmittel einher. Das entspricht gut 830 Sonnenstunden in diesen 3 Monaten – noch mehr als im Jahrhundertsommer 2003, wo die meist sonnenscheinreichsten Monate Juli und August mitzählten. Vom reellen Temperaturmittel wurden 4 Grad subtrahiert, um es besser gemeinsam mit der Sonnenscheindauer darstellen zu können; tatsächlich wurden also 2018 16,7°C erreicht (in der Grafik 12,7°C).

Dass uns gegenwärtig die Sonne länger verwöhnt, hat mehrere Ursachen. Neben der Häufung der „sonnigeren“ Süd- und Zentralhochlagen sind es die Luftreinhaltemaßnahmen (weniger Dunst und Staub) sowie die Austrocknung der Landschaft durch Versiegelung, Melioration und Bodenverdichtung. Damit ist die vierte wesentliche Erwärmungsursache in Deutschland genannt, nämlich verschiedenste Wärmeinseleffekte durch Verstädterung, geänderte Landnutzung und neuerdings verstärkt durch die wuchernden Wind- und Solarparks.

Hitze und Dürre – nicht immer gehören sie zusammen

Dürreperioden können, müssen aber nicht zwangsläufig mit Hitze einhergehen. Im Einzelfall kommt es sehr auf die Vorwitterung und die aktuell wetterbestimmende Luftmasse an. Bei fehlender Wärme kann es durch lang anhaltende Niederschlagsarmut, geringe relative Luftfeuchte, hohe Sonnenscheindauer und viel Wind ebenfalls zu Dürren kommen, wie etwa zwischen März und Anfang Mai 2017; damals verhinderten die ab Mitte Mai einsetzenden starken Niederschläge Schlimmeres. Und Anfang Juli 2018 waren nach sonnigen Tagen einige empfindlich kühle Nächte zu beobachten:

Abbildung 3: Für die Sommernacht vom 30.06. zum 01.07.2018 sagte wetter3.de einstellige Tiefstwerte von 9 bis 7 Grad im Osten Deutschlands vorher, die so auch eintraten. In Bodennähe sanken die Werte vereinzelt bis Null Grad. Ähnliches war auch im Dürre-Sommer 2015 zu beobachten; siehe hier.

Trotz ungestörter, voller Sonneneinstrahlung stiegen die Tagesmaxima am 1. Juli auch meist nur auf 19 bis 23 Grad; lediglich entlang des Rheins wurde es wärmer. Ursache hierfür war Polarluft aus Nordosteuropa, welche sich über Mitteleuropa unter dem Einfluss eines Skandinavien-Hochkeils in eine erwärmte, extrem trockene kontinentale gealterte Subpolarluft (cPs) umwandelte:

Abbildung 4: Bodenwetterkarte des Britischen Wetterdienstes vom 1. Juli 2018. Ein für diese Jahreszeit recht kräftiges Skandinavien-Hoch lenkte Polarluft südwestwärts. Im Gegensatz zum Winter, wo eine solche Wetterlage strengste Kälte bringt (Februar/März 2018!) erwärmte die hoch stehende, lang scheinende Sommersonne die Luft rasch; aber in den Nächten blieb die Kälte spürbar.

Merke: Es sind nach wie vor die Großwetterlagen und die durch sie herangeführten Luftmassen, welche das Temperaturniveau bestimmen; modifiziert durch Bewölkungs- und Sonnenscheinverhältnisse. Die mittlerweile mehr als 400 ppm betragende CO2– Konzentration konnte die starke, nächtliche Abkühlung nicht verhindern. Durch diese Wetterlage verschärfte sich die Dürre weiter, weil der tagsüber böige Nordostwind, eine intensive Sonneneinstrahlung und eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit die Austrocknung beschleunigten.

Mehr oder weniger Regen zwischen April und Juni?

Die mitunter geäußerte Befürchtung, es werde immer trockener, lässt sich anhand des Trendverhaltens der für die Landwirtschaft wichtigsten Monate April bis Juni in Deutschland langfristig nicht bestätigen. Auch hier stammen, wie bei Abbildung 1, die Daten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach (DWD):

Abbildung 5: Langfristig wurde es von April bis Juni in Deutschland eher feuchter. Das Gebietsmittel 2018 liegt mit 137 mm zwar deutlich unter dem Langjährigen Mittel von 197mm (brauner Balken); schaffte es aber nicht unter die trockensten fünf dieser Zeiträume seit 1881.

Regional betrachtet gab es jedoch enorme Unterschiede, welche die anhaltende Dürre in einigen Gebieten erklären. So fielen im Betrachtungszeitraum in Mecklenburg-Vorpommern nur 81 mm, in Berlin/Brandenburg 88 mm, aber in Bayern und Baden-Württemberg mit je 185 mm gut doppelt so viel Niederschläge. Die Ursachen dieser großen Unterschiede bei den Niederschlagsmengen sollen im Folgenden erörtert werden.

2018 – bislang ein Jahr der großen Witterungsanomalien

Um zu erklären, warum das Jahr 2018 bislang so außergewöhnlich verlief, müssen wir den Betrachtungszeitraum vorübergehend einmal auf den Zeitraum ab Februar ausdehnen. Im merklich zu milden Januar dominierte mildes Westwetter – ein in unseren Breiten nicht außergewöhnliches Phänomen. Doch mit der besonders frühen Abschwächung des stratosphärischen Polarwirbels über der Arktis brach diese „Zonalzirkulation“ Anfang Februar zusammen, und es folgte nun ein Übergang zu meridionalen Ost-, Nord- und Südlagen. Nun ist, vor allem wegen des steigenden Sonnenstandes und der damit verbundenen Abnahme des Temperaturgefälles zwischen niederen und hohen Breiten, ein solcher Umschwung im Frühjahr nichts Ungewöhnliches, doch meist findet er erst zwischen Ende Februar und Anfang April statt, bevorzugt mit einer Häufung von zyklonalen Nordlagen, was diesmal nicht der Fall war, und er ist weniger dominant und wandelt sich ab spätestens Mitte Juni zu gehäuften West- bis Nordlagen um („Schafskälte“). Letzteres war ansatzweise auch 2018 zu beobachten, aber unter Hochdruckeinfluss, so dass die aus Nordwest kommende Kaltluft nur sehr abgeschwächt wirksam wurde. Es kam zu extremen Temperaturschwankungen. Einer markanten Kältewelle aus Nordost zur Monatswende Februar/März mit Minima unter minus 15 Grad folgte um den 10. März eine warme Südlage mit Maxima vereinzelt über 20 Grad. Doch zum kalendarischen Frühlingsanfang herrschten erneut zweistellige Minusgrade; Anfang April folgte ein massives Schneechaos in Vorpommern, und bereits am 20. April erreichten die Höchsttemperaturen stellenweise 30 Grad; die ersten Frühblüher welkten. Schon der Februar zeigte sich merklich zu trocken. Zwar verlief der März dann noch weitgehend niederschlagsnormal, doch ab Mitte April blieben regelmäßige Niederschläge in Nordostdeutschland aus. Im Mai waren dann 25 Tage mit dem Großwettertyp Ost zu beobachten, die höchste Anzahl seit Aufzeichnungsbeginn und mehr als dreimal so viele, wie im Mittel 1881 bis 2017. Bei diesen „Ostwetterlagen“ befindet sich der hohe Luftdruck aber nördlich bis nordöstlich Deutschlands, so dass Norddeutschland stärker unter Hochdruckeinfluss steht, als Süd- und Südwestdeutschland. Häufig „sickert“ bei diesen Wetterlagen feuchte Luft in die südlichen Landesteile ein und löst hier Regenfälle oder wenigstens Schauer und Gewitter aus, während es im Norden knochentrocken bleibt. Als Beispiel sei die Wetterkarte vom 24. Mai 2018 gezeigt:

Abbildung 6: Bodenwetterkarte vom 24. Mai 2018. Sehr hohem Luftdruck über Nordeuropa mit trockener Luft stand ein nur schwaches, vor allem in höheren Luftschichten entwickeltes Tief im Mittelmeerraum gegenüber. Bis etwa zum 51. Breitengrad konnte sich feuchte Luft mit teils kräftigen, gewittrigen Regenfällen durchsetzen. In Weimar war dies einer von nur zwei nennenswerten Regentagen im gesamten Mai.

Bei genauerer Betrachtung dieser Wetterkarte fällt das Fehlen von Isobaren, der Linien gleichen Luftdrucks, über dem südlichen Mitteleuropa und Südeuropa auf, was bedeutet, dass dort ein sehr geringes Luftdruckgefälle herrschte. Da dies auch in höheren Luftschichten der Fall war, zogen Gewitterschauer nur ganz langsam, sie regneten am Ort ihrer Entstehung ab. Zwar handelte es sich an diesem Beispieltag um eine der ungewöhnlich häufigen Südostlagen; aber es gab seit Februar auch besonders viele Tage mit völlig unbestimmter Anströmrichtung (so genannte „XX- Lagen“ nach der Objektiven Wetterlagenklassifikation). Das erklärt die räumlich sehr ungleiche Niederschlagsverteilung auf engstem Raum nicht nur an einzelnen Tagen, sondern auch über längere Zeiträume. So war der Mai 2018 in Erfurt- Bindersleben mit 52mm Regen viel feuchter als im nur 25Km entfernten Weimar- Schöndorf, wo kümmerliche 18mm gemessen wurden. Dieser Umstand äußerte sich in einem noch relativ üppigen Pflanzenwachstum um Erfurt, währen in Weimar bereits Ende Mai alle Wiesen ausgebrannt waren. Aber im Juni kam die Dürre mit nur 5mm auch in Erfurt endgültig an; während kärgliche 17mm in Weimar die Dürre weiter verschärften.

Die möglichen Ursachen der ungewöhnlichen Witterung im ersten Halbjahr 2018

Um es vorweg zu nehmen: Wetter, Witterung und Klima sind äußerst komplex; schon kleinste, kaum auffindbare Ursachen können zu gegensätzlichen Entwicklungen führen; und viele Ursachen sind gar nicht bekannt. Es ist in etwa so, wie bei einem Erklärungsversuch für den Untergang des Weströmischen Reiches: Viele Ursachen kommen in Frage. Neben der frühzeitigen Abschwächung des Polarwirbels lohnt sich ein Blick auf die Wassertemperaturanomalien des Atlantiks. Stellvertretend für einen längeren Zeitraum, sei hier die Situation vom 4. Juni 2018 gezeigt:

Abbildung 7: Ausschnitt der Anomalie-Karte der Meeresoberflächentemperaturen am 4. Juni 2018 (Quelle: NOAA). Blau bedeutet, gemessen am Langjährigen Mittelwert, zu kalte, gelb-rot zunehmend zu warme Wassertemperaturen. Ganz rechts oben erkennt man die nach dem warmen Mai aufgeheizten Randmeere Ost- und Nordsee, während sich ein riesiges, zu kaltes Seegebiet bogenförmig von der Karibik nach Westafrika, Südwesteuropa und Ostkanada/Grönland erstreckt. Eine solche Anomalieverteilung ist selten und scheint die Westwind-Zirkulation zu schwächen, weil sie das Temperaturgefälle zwischen Südwest und Nordost vermindert.

Als weitere Ursache kommt die QBO in Betracht. Die quasi-zweijährige Schwingung (kurz: QBO vom englischen „quasi-biennial oscillation“), auch quasi-biennale Oszillation, ist eine quasi-periodische atmosphärische Welle des zonalen Windes in der äquatorialen Stratosphäre der Erde. Näheres dazu hier bei Wikipedia. Die aktuelle, diesmal besonders stark ausgeprägte Ostwind-Phase der QBO könnte bis in tiefere Atmosphärenschichten wirken, für den frühzeitigen Zusammenbruch des Polarwirbels mitverantwortlich sein und die Zonalzirkulation in der mittleren Troposphäre schwächen. Für diese These spricht der im Februar, März und Juni über Deutschland merklich zu schwache Zonalwind in der 500- hPa-Fläche; im Mai kam er gar aus Ost (negativer Wert), was seit Vorliegen der Daten (ab 1948) nur einmal (1980) vorkam; damals war allerdings die QBO nur in den unteren Stratosphären-Schichten in der Ostwindphase; diesmal in der mittleren und oberen. Eindeutige, statistische Zusammenhänge zwischen QBO und den Wetterlagenhäufigkeiten fehlen jedoch; lediglich zur Häufigkeit der XX-Lagen zeigt sich eine schwache, negative Korrelation; in Negativphasen der QBO scheinen diese unbestimmten Wetterlagen häufiger aufzutreten, so, wie auch 2018. Und schließlich muss auch noch die aktuell geringe Sonnenaktivität in Betracht gezogen werden, welche vermutlich meridionale Extremwetterlagen fördert; auch hierzu bedarf es weiterer Forschungen.

Die Dürre 2018 – eine Katastrophe?

Was eine Katastrophe ist, hängt von der Resilienz einer Gesellschaft, der Betroffenheit einer Klientel (hier die der Landwirte) und der Betrachtungsweise ab. Aktuelle Mondpreise von über 1,80 EUR für ein halbes Pfund Butter, 25 bis 50 Cent für ein Brötchen, 3 bis 5 EUR für ein Zweipfund-Mischbrot und 1,50 EUR für ein kleines Stück Kuchen vom Bäcker sind eine Folge politischer Fehlentscheidungen wie dem Mindestlohn, der Einführung des Euro, überzogener Handelsspannen, großer Nachfrage nach „Bio- Produkten“ und der „Energiewende“ (massive Energie- Preissteigerungen). Der Rohstoffpreis (Getreide, Milch, Zucker…) macht nur einen Bruchteil des Endverbrauchspreises aus. Außerdem stiegen die Getreideerträge dank besserer Anbaumethoden, aber auch wegen des so oft verteufelten Kohlendioxids, in den letzten Jahrzehnten merklich an:

Abb. 8: Merklich steigende Getreideerträge (dt/ha) seit 1991 am Beispiel des Bundeslandes Thüringen.

Zwar wird für 2018 mit Ertragseinbußen von 15 bis 30% gerechnet; dank der oft gescholtenen Globalisierung lässt sich das aber durch preiswerte Importe ausgleichen. Ein in Deutschland weitgehend intaktes System der Wasserversorgung mit vielen Talsperren garantiert eine ungefährdete Trinkwasserversorgung. Und zur Bekämpfung der erhöhten Brandgefahr stehen gut gerüstete Feuerwehren bereit. Kurzum – von einer Katastrophe wegen der Dürre kann hierzulande keine Rede sein.

Leidet die Natur unter der Dürre?

Schon der Begriff „Natur“ an sich ist in unserer, seit etwa 1.500 Jahren entstandenen Kulturlandschaft eher diffus und unbestimmt – es gibt höchstens noch „naturnahe“ Landschaften. Im Folgenden wollen wir darunter einfach die Gesamtheit der Pflanzen- und Tierwelt verstehen. Natur kann sie sich selbst nicht schaden; sie kennt weder „gut“ noch „schlecht“, auch nicht „nützlich“ oder „schädlich“. Das jämmerliche, welke Aussehen vieler Pflanzen mag der grün-deutschen Ökochonder-Müsli-Veggie-Szene nicht passen; in der Natur gibt es aber auch Dürre-Gewinner. Die Natur vernichtet und schafft ständig neue Lebensräume; Dürren machen hiervon keine Ausnahme. Sehr tonige, sauerstoffarme Böden schrumpfen bei Dürre und reißen auf, was sie belüftet und späteres Pflanzenwachstum fördert. Konkurrenzstarke Pflanzen wie Zaun-Giersch, Brennnesseln oder Gräser, werden zwar geschwächt oder dezimiert, aber keinesfalls ausgelöscht. Das schafft vorübergehend Platz für seltene, oft konkurrenzschwache Arten und viele, wegen ihrer Seltenheit unter Schutz oder auf der Roten Liste stehende Steppenpflanzen sowie Halb- oder Vollschmarotzer-Arten wie den Acker-Wachtelweizen oder die Distel-Sommerwurz, welche im Mai 2018 in voller Pracht zu bewundern waren:

Abbildung 9a (oben): Zu den Profiteuern der Dürre 2018 gehörte die extrem seltene Distel-Sommerwurz, ein Vollschmarotzer, östlich von Sömmerda gefunden. Abbildung 9b (unten): Nach 5 Wochen ohne Regen stand dieser Steppenrasen bei Kölleda noch Mitte Mai in voller Blüte; der im Hintergrund rechts erkennbare Winterweizen-Acker war schon deutlich geschädigt. Fotos: Stefan Kämpfe

Die Samen vieler Pflanzen können Jahrzehnte, mitunter gar Jahrhunderte, im Boden keimfähig bleiben. Die nicht seltenen Waldbrände vernichteten meist ökologisch geringwertige Nadelholz- Kunstforste, welche hoffentlich durch widerstandsfähigere Mischwälder ersetzt werden. Auf den artenreichen Steppenrasen bremst die Trockenheit eine Ausbreitung von Sträuchern und fördert so die seltenen Kräuter. Das Austrocknen vieler Tümpel mag für Lurche und Mücken ungünstig sein- die angeblich „sterbende“ Insektenwelt profitiert von Wärme und Trockenheit. So gibt es 2018 viele Schmetterlinge.

Abbildung 10: Mag Trockenheit und Wärme: Der Kaisermantel Foto: Stefan Kämpfe.

Gute Indikatoren für ein reiches Insektenleben sind auch die vielen Vögel, darunter die Mauersegler, welche 2018, von Regen und Kälte ungestört, besonders reichen Nachwuchs aufziehen konnten, und die vielen Spinnen, welche sich fast ausschließlich von Insekten ernähren. Außerdem kündigt sich eine Mäuseplage 2018 an- ein überreiches Nahrungsangebot für Greifvögel und Füchse.

Zusammenfassung: Aufgrund einer Witterungsanomalie mit besonders häufigen Ost- und Südwetterlagen kam es ab Mitte April 2018 zu einer Dürreperiode, welche vorrangig Nordostdeutschland betraf. Als mutmaßliche Ursachen kommen ein frühzeitiger Zusammenbruch des Polarwirbels, eine ungewöhnliche Wassertemperaturanomalie im Nordatlantik, die anhaltend geringe Sonnenaktivität und die QBO in Betracht, welche die Westwind-Zirkulation schwächten und so Extremwetterlagen begünstigten. Es handelt sich um einen Einzelfall; langfristig zeigt sich keine Niederschlagsabnahme im Frühsommer in Deutschland. Die langfristig gestiegenen Lufttemperaturen lassen sich mit einer Häufigkeitszunahme der Süd- und Zentralhochlagen, der AMO-Warmphase, einer steigenden Sonnenscheindauer und verschiedensten Wärmeinseleffekten erklären. Die Auswirkungen dieser Dürre auf Natur und Gesellschaft sind vielfältig; von einer Katastrophe kann man jedoch nicht sprechen.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Künstliche Temperatur­rekorde I: „Rekordhohe Temperatur“ in Schottland verursacht durch Eiskrem-Lastauto

Anemometer und Windfahne am Strathclyde Aquatic Center

Stevenson Screen (wo die Temperatur gemessen wird) am Strathclyde Aquatic Center Bootspark

Stevenson Screen am Strathclyde Aquatic Center

Luftaufnahme (mit eingefügten Bemerkungen) vom Strathclyde Aquatic Center – Google Earth

Nah-Luftaufnahme am Strathclyde Aquatic Center – Google Earth. Man beachte das Zelt.

Das Met. Office sagte dazu:

Unglücklicherweise gibt es bei diesem besonderen Beispiel Beweise, dass ein Lastwagen mit laufendem Motor am 28. Juni zu nahe der Messwiese am Stevenson Screen geparkt hat, in welchem sich die Thermometer befanden.

Offensichtlich war es ein Lastwagen, der Eiskrem lieferte.

Duncan McNeil fragte sich am Schauplatz um und schrieb mir von seinen Beobachtungen, Hervorhebungen von mir:

From: DMcNeil
Sent: 06 July 2018 22:14
To: paul homewood
Subject: Re: Strathclyde

Hallo Paul,

Nachdem ich gelesen hatte, dass sie Autoabgase für die hohe Temperatur verantwortlich machten, habe ich den Park besucht. Ich entdeckte, dass die Wetterstation in zwei Stellen aufgeteilt war. Anemometer und Windfahne befanden sich auf dem Dach. Der Stevenson Screen steht im Bootspark. Zwei Screenshots von Google, welche die Lage des Stevenson Screens zeigen, habe ich den Fotos beigefügt. Auf dem Screenshot erkennt man ein großes Zelt (?) nahe dem Stevenson Screen, aber während der letzten paar Sommer und zweifellos bei unserem jüngst aufgetretenen außerordentlichen Wetter ist diese Stelle durch einen Eiskrem-Lastwagen eingenommen worden, der dort den ganzen Tag über mit laufendem Motor stand, um seine Kühlaggregate am Laufen zu halten. Auf dem Bootspark sind fortwährend Bewegungen im Gange, abhängig davon, welche Ereignisse gerade stattfinden.

Duncan

Behauptungen von „extremer Hitze infolge der globalen Erwärmung“ wurden also von gutmütigen Menschen zerschlagen. Ich fand das folgende Foto eines Eiskrem-Lastwagens im Strathclyde Country Park hier:

Lächerlicher als hiermit können sich die Klima-Alarmisten nicht machen.

Darum brauchen wir jährliche Begutachtungen aller Örtlichkeiten, an denen Wetterstationen stehen, welche den Klima-Aufzeichnungen zumelden. Anderenfalls endet man mit betrügerischen Daten. Wie viele andere Stationen wie diese gibt es noch, von denen wir nichts wissen?

Aktualisierung: Gerade als ich dies schrieb, hat sich eine unserer eigenen Leserinnen (Peta of Newark) mit den folgenden Fotos eingemischt (mit Anmerkungen von mir):

Nahaufnahme…
https://postimg.cc/image/bel7msnlj/:

Gleicher Blickwinkel, aber ein paar Schritte weiter weg. Jetzt können wir das ,geparkte Fahrzeug‘ erkennen
https://postimg.cc/image/7i7vqpuvb/
Oh, welche Ironie: es ist ein Eiskrem-Lieferant:

Von der genau entgegen gesetzten Seite:
https://postimg.cc/image/5qeww4ogn/

Die Bootsstege und das Wasser befinden sich links außerhalb des Bildes, und wir schauen auf das Fitness-Studio (jene S-förmigen Dinger sind Laufbänder) in der oberen linken Ecke des großen weißen Dachaufbaus im oberen Foto. Ja, das ist ein Diesel-Generator, verbunden mit dem Heck des Eiskrem-Wagens.

Es ist ein sehr großer Wasserpark unterhalb der Stadt, und wenn man dort hinläuft, fühlt es sich an, als käme man in einen Kühlschrank. Das liegt natürlich am Wasser – oder befindet sich ein Kohlendioxid-Loch über dem Park?

Das Eiskrem-Mädchen (im Fahrersitz mit dem Rücken uns zugewandt) war so süß – ich vermute aus Polen, jedenfalls nicht aus Schottland. Ich hoffe, die Kuh May schickt sie nicht nach Hause.

Sie war sooo glücklich, einen Weltrekord gebrochen zu haben. Allein das Lächeln in ihrem Gesicht war die Reise wert.

Aber sonst – was für ein Durcheinander von Wetterstation!

Die ,Galerie‘ sollte hier sein: https://postimg.cc/gallery/f8lhzifs/

Falls Sie es nicht wissen: Eiskremwagen haben normalerweise 2 oder 3 Kühlaggregate mit Wärmetauschern plus einem Generator an Bord. Sie sind echte „städtische Wärmeinseln“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/06/friday-funny-scottish-record-high-temperature-caused-by-ice-cream-truck/

Übersetzt von Chris Frey EIKE