76 Billionen Dollar: Die Kosten der UN für das “Ergrünen” explodieren

Dem Bericht und der Presseerklärung der UN zufolge (welche aktuell durch das UNO-Büro in Genf veröffentlicht werden) muss die „Menschheit“ während der nächsten 40 Jahre etwa 76 Billionen – Billionen! – Dollar blechen. Dies gilt jedenfalls, wenn die Welt die globale von der Bürokratie angeführte „große grüne Technologietransformation“ erreichen will. Dieses „wir-wissen-was-für-die-Welt-gut-ist“-Gefasel ist wohl der arroganteste Blödsinn, der jemals von den UN gekommen ist. Und das hat sie ausgiebig getan. Es ist auch der teuerste Blödsinn.

Gerade mal vor zwei Jahren konnte das globale „Ergrünen” noch mit Kosten in Höhe von etwa 600 Milliarden Dollar pro Jahr während der nächsten Dekade erreicht werden. Dem Bericht zufolge braucht  die Welt dringend  unter Anderem „vermehrt saubere Energietechnologien“, um eine „technologische Runderneuerung … von einer Größenordnung ähnlich der ersten industriellen Revolution“ durchzuführen. Nicht durch individuelle kapitalistische Innovation und Brillanz angeführt, sondern durch strategische Planung seitens der UN. Wetten, dass dies das erste Mal wäre, dass Sie „strategisch“ und „Planung der UN“ in einem Satz zusammen sehen? Dafür gibt es triftige Gründe– wie ein genauerer Blick auf Behauptungen im Bericht zeigt.

Wenn Sie zum Kern des Berichtes vorstoßen, offenbart sich das  gesamte Spektrum des UNO-Kauderwelschs Was die Autoren mit „Ergrünen“ meinen, ist nicht nur mehr Investition in „saubere Energie“. Die Bewegung dorthin beansprucht auch, die „Armut zu beenden“ (nanu, alle Armut?), den Hunger in der Welt, die „katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels“ (die wären?) und die „Umweltzerstörung“ (was immer das sein soll). Das Auslöschen der Armut und des Hungers in der Welt sind nun in den Kampf gegen die Klimaänderung eingebracht worden. Wir erfahren, dass „etwa 40 Prozent der Menschheit oder 2,7 Milliarden Menschen von traditioneller Biomasse wie Holz, Dung und Kohle für ihren Energiebedarf abhängig sind. Und 20 Prozent haben keinen Strom, hauptsächlich in Südasien und in Afrika südlich der Sahara“. Die Autoren des Berichtes fordern einen „viel größeren ökonomischen Fortschritt“ im Krieg gegen den Klimawandel, welcher diese historischen Missstände heilen wird, so die Behauptungen

Aber genauso wenig, wie man gute Leute niederhalten kann, kann man eine schlechte Bürokratie von Sozial-Ingenieuren davon abhalten, eine ganze Menge Geld anderer Leute auszugeben. Der UN-Bericht will die Agenda für die Sause anläßlich der „Konferenz zur nachhaltigen Entwicklung“ in Rio de Janeiro 2012 setzen. Mit dieser Konferenz im Hinterkopf hat Rob Vos, leitender Autor des Berichtes, festgestellt, dass „Weitermachen wie bisher keine Option ist“. Vos meint damit nicht den Hofstaat der UNO und die politischen Würdenträger, die nach Rio fliegen wegen ein bisschen Ruhe und Erholung in den Fünf-Sterne-Hotels, müssen Sie wissen.  Vos meint den Rest der Welt – ausgenommen Konferenzteilnehmer und die Bonus-Meilen-Sammler der UNO, wie es scheint – der Rest der Welt muss mit dem Umher-Jetten und dem Emittieren von Tonnen von Kohlenstoff in die Atmosphäre aufhören und mit dem Ferienmachen, besonders mit Fernreisen wie z. B. … na ja, zum Beispiel nach Rio.

Obwohl der Bericht einen Schub hin zur „grünen Ökonomie” fordert, räumt er ein, dass es keine übereinstimmende Definition dafür gibt, was das eigentlich ist. Trotzdem wird die „grüne Ökonomie“ grandios als „das neue Paradigma“ gestempelt, das „auf der Überzeugung beruht, dass die Vorteile der Investition in Umwelt-Nachhaltigkeit die Kosten des Nichtstuns übersteigen werden“. Im Klartext: Es dürfte hier keine Überlegungen zu einer ‚Schuldenobergrenze’ geben; gebt einfach die Dollars her und wir werdenden Job schon erledigen. Wer wird die Zeche begleichen ? „Für eine Hälfte”, heißt es im Bericht, „müssen die Entwicklungsländer aufkommen”.  Erinnern wir uns: es sind schiere 38 Billionen Dollars an Zuwendungen, die an die Entwicklungsländer gehen müssen. Selbst für die UN-Bürokraten ist das des Guten zuviel. Es scheint, dass sie nichts vom griechischen und jetzt vomitalienischen“Über-die-Verhältnisse-leben“ gehört haben, geschweige denn von den Debatten in den USA, die einen historischen Knall hinterlassen werden.

Und, um das Maß voll zu machen, falls die Emissionsminderungsziele nicht erreicht werden, dann könnten „Obergrenzen für den Energieverbrauch… notwendig werden“. „Das könnte nicht gerade attraktiv sein“, wie der Bericht zugibt, Richtig! Vor allem für die Millionen Menschen, die  unter Brennstoffknappheit leiden und die vermutlich als direkte Folge erfrieren werden.

Darin steckt eine große Ironie. Falls die Beseitigung von Hunger und Armut in der Welt aufrichtige Ziele der UN wären, würde der gleiche billige Strom aus der Kohleverbrennung, der zur ersten industriellen Revolution geführt hatte, das gleiche für „Südasien“ und die „Afrika südlich der Sahara“ tun, was er für die übrige Welt getan hat. Aber das würde einfach eine Kombination von billigem Strom und eines freien Marktes für die Menschen in Asien und Afrika erfordern, damit das geschieht, was wir hier in den westlichen Staaten erlebt haben. Und dazu müsste man der icht gewählten Oligarchie der UN in den Hintern treten, die bürokratischen Pläne und all das hinausfeuern.

Aber wir wissen alle, das wird nicht geschehen!

Nicht, wenn die UN die einmalige Gelegenheit erhält, auf der populären Welle der „sauberen Energie“ zu reiten und mal eben so 76 Billionen Dollar plus einzustreichen, um ihren erweiterten Status als eine  „windige“ Welt-Regierung zu finanzieren. Das macht die Agenda 21 der UN – und ihr anderer, weniger bekannte „strategischer Umweltplan“ – nur allzu klar. Die Agenda-21-Ziele fußen auf der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 ebenfalls in Rio . Ihre Ziele wurzeln, wie der Bericht 2011 bestätigt, vollständig im „Vorsorgeprinzip“. Dekodiert: Es spielt keine Rolle, wie die wahre Wissenschaft zum Klimawandel aussieht, wir sollten das Geld für den Kampf dagegen ausgeben, um ‚für alle Fälle’ gerüstet zu sein.

Wie arrogant und wie heimtückisch von Leuten, die vorgeben,  für das öffentliche Wohl zu arbeiten!

Peter Glover

Original hier Link: http://www.energytribune.com/articles.cfm/7993/$76-Trillion-UNs-Cost-of-Going-Green-Soars

Übersetzt von Chris Frey für EIKE. Dazu HINWEIS: im Original wurde ein sehr „verslangtes“ Englisch benutzt. Ganz herzlich möchte ich mich bei Herrn Helmut Jäger bedanken, der mir bei der Übersetzung sehr geholfen hat!   C. F.