Sommerhitze 2015 – Klimawandel oder ’normales‘ Wettergeschehen, Teil 2

 

Der Sommer 2015 hatte viel Sonnenschein und Wärme in unserem Land und in weiten Teilen Europas. Wo aber kommt die zusätzliche Energie für die Erwärmung her? Die Verfechter der menschengemachten Klimaerwärmung geben sog. Treibhausgasen die Schuld. Allen voran CO2. Schauen wir daher auf den atmosphärischen CO2-Pegel.

Abb.12 unten zeigt den auf dem Mauna Loa gemessenen CO2-Pegel. Deutlich ist eine kontinuierliche Steigerung über die jeweiligen Jahre zum jeweiligen Vorjahr zu verzeichnen. Sieht demnach so aus, als käme die zusätzliche Erwärmung doch vom CO2!

In der Wissenschaft ist eine These nur dann gültig, wenn sie in ihrem Rahmen allgemeingültig ist. Konkret, wenn sie jederzeit, an jedem Ort reproduzierbar und nachvollziehbar sein. Nun waren z.B. die Jahre 2009 und 2010 vergleichsweise kalt, obwohl auch dort der CO2-Pegel deutlich stieg. Da Cherry-Picking, also das Verwenden von genehmen Messwerten, die zur Theorie passen und das Löschen der Werte, die nicht passen, in der Wissenschaft unzulässig ist, muss es einen anderen Grund für den warmen Sommer 2015 geben. CO2 kann es nicht sein und scheidet aus, was Abb.12 belegt.

Abb.12 zeigt die Jahrestemperaturen in Deutschland im Vergleich zum atmosphärischen CO2-Pegel. Unschwer zu erkennen: Keine Beziehung zueinander vorhanden.

CO2 scheidet aus und die derzeitige solare Aktivität scheidet aus. Aber, die Erwärmung im Sommer 2015 zu den Vorjahren ist da, zumindest in Deutschland. Was zeigen die gemittelten Erdjahrestemperaturen?

Abb.13, Quelle (http://www.climate4you.com/) zeigt, dass weder 2014 („Wärmejahr“ in Deutschland), noch die Sommermonate 2015 im Vergleich besonders warm ausfallen. Abb.13 zeigt weiter, dass die „Spitzenwärme“ regional unterschiedlich verteilt ist und Deutschland im Sommer 2015 bisher auf der „Warmseite“ lag. Für solche regionalen Ausprägungen ist indes die Großwetterlage verantwortlich, die wesentlich durch die Luftströmungen und Meeresaktivität (deren Energieabgabe) bestimmt wird.

In seinem EIKE-Artikel (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/rekordwaermejahr-2014-haben-ipcc-und-co-doch-recht/) hat der Autor gezeigt, dass das Wärmejahr 2014 nichts Außergewöhnliches darstellt und auf die solare Spitzenaktivität Anfang dieses Jahrhunderts zurückzuführen ist. Basis der Beweisführung sind die Untersuchungen von Solanki et. al und des Temperaturgangvergleichs der DWD-ReferenzstationHohenpeißenberg (HPB) nach dem jetzigen und vorletzten Maximum im Hauptsonnenzyklus.

Solanki et al konnten anhand historischer Temperaturdaten der letzten 1800 Jahre (verwendet wurde der Multiproxy-Datensatz von Mann (MJ03 = NH temperatures from multiproxy data for AD 200 to AD 1980, Mann and Jones, 2003), der bei der IPCC als besonders befähigter Klimaforscher angesehen wird), mit einer Korrelation von 98% belegen, dass der Temperaturgang auf der Nordhalbkugel der solaren Aktivität um ca. 10 Jahre nacheilt (Abb.14).

 

Abb.14, Quelle: Solanki et al ("Solar Activity Over The Last 1150 Years: Does It Correlate With Climate"), zeigt den zeitlichen Versatz zwischen Sonnenaktivität und Jahrestemperatur. Die Forscher geben an: "The best correlation between sunspot number and the temperature data are consistently obtained for a time lag of 10 years in the sense that solar data lead temperature data." Schaut man sich das time lag genauer an, so beträgt die zeitliche Differenz exakt 11 Jahre!

Der Autor hatte in seinem Vergleich der Temperaturdaten von HPB Gleichheit in den Temperaturgängen von heute, zu denen von vor 210 Jahren festgestellt (Abb.15). Der Hauptsonnenzyklus (de Vries/Suess-Zyklus) hat eine mittlere Länge von 207 Jahre.

 

Abb.15 nach Daten des DWD zeigt den Temperaturgang der Temperaturreferenzstation HPB und die Deutschlandtemperaturen, jeweils im Zeitraum des Maximums im Hauptsonnenzyklus. Der Gleichklang beider Temperaturreihen, nicht nur in ihrem jeweiligen Höchstständen, sondern auch Tiefstständen und im Verlauf ist frappierend und selbst redend!

In Abb.16 hat der Autor den Temperaturvergleich um jeweils 1 Jahr verlängert.

 

Abb.16 zeigt, dass auch für 2015 im Vergleich der beiden Temperaturgänge ein „Wärmejahr“ zu erwarten ist.

Nun haben Solanki et al. in einem Zeitraum von über 1500 Jahre die Temperaturen mit der solaren Aktivität in Relation gesetzt. Daher kann nicht einfach ein 1:1-Vergleich des jetzigen, mit dem davor liegenden Hauptsonnenzyklus vorgenommen werden, da das Ergebnis der Forscher die Mittelwertbetrachtung darstellt und Abweichungen zu dem Mittelwert von 11 Jahren, nach oben, wie nach unten vorhanden sind. Die Vergleichsbetrachtung zeigt jedoch, dass die vergleichsweise hohen Temperaturen auch in 2015 zu erwarten sind und nichts Außergewöhnliches darstellen.

Der Autor hat oben angegeben, dass die regionalen Ausprägungen des Wetters und damit des Temperaturgeschehens mit der Großwetterlage zusammen hängen, die wesentlich durch die Luftströmungen und Meeresaktivität (deren Energieabgabe) bestimmt wird. Für den Atlantik, die Wetterdrehscheibe für Europa, ist die Meeresenergie in der AMO (Atlantic Multidecadal Oscillation) dargestellt (Abb.17).

 

Abb.17, Quelle: (http://wattsupwiththat.com/2015/02/26/on-steinman-et-al-2015-michael-mann-and-company-redefine-multidecadal-variability-and-wind-up-illustrating-climate-model-failings/) zeigt zum einen, dass die AMO derzeit in ihrem Maximum ist und zum anderen, dass die Temperaturen mit ihr sehr stark zusammenhängen. Die AMO ist eine periodische Schwingung der Oberflächentemperatur im Nordatlantik von 35 Jahren in ihrer jeweiligen Halbwelle (positive, bzw. negative AMO).

Der Autor hat in seinem o.g. EIKE-Artikel gezeigt, dass das „Wärmejahr“ 2014 auf die solare Spitzenaktivität Anfang des Jahrhunderts zurück zu führen ist. Gleich drei, für unser Wetter- und Klimageschehen wichtige solare Zyklen, hatten zu Beginn des Jahrhunderts ihr Aktivitätsmaximum:

2001 – das magnetische Maximum im 11-jährigen Schwabe-Zyklus

2003 – das Maximum im 207-jährigen Hauptsonnenzyklus und

2005 – das Maximum im 35-jährigen Brückner-Zyklus

Zu letzterem schrieb der Chefsonnenforscher der NASA, David Hathaway, in 2005: “Das solare Minimum explodiert, das solare Minimum (Anmerkung: gemeint ist das solare Minimum im Schwabe-Zyklus in 2005) sieht seltsamerweise aus, wie ein solares Maximum.“ Wie sehr gerade der Brückner-Zyklus das Temperaturmuster auf der Nordhalbkugel bestimmt, zeigt Abb.18.

Abb.18, Quelle: Fredrik Charpentier Ljungqvist, Stockholm University, “A regional approach to the medieval warm period and the little ice age“, zeigt Temperaturschwankungen aus Eisbohrkerndaten in Grönland (blau) und von Messungen an der Westküste Grönlands (rot) im Zeitraum von 800 – 2000 (grau: Standartabweichung). Man sieht ein heftig gezacktes Muster, in dem sich relative Minima und relative Maxima abwechseln. Werden z.B. die Maxima gekennzeichnet (blaue Linien), sind im Betrachtungszeitraum 31 volle Perioden von ca. 850 – 1935 abgebildet. Daraus ergibt sich eine mittlere Zykluslänge von exakt 35 Jahren, was dem Brückner-Zyklus entspricht. Temperaturspitzen wechseln sich im Mittel alle 35 Jahre ab. Geht man von 1935, dem Zeitpunkt, wo die Datenreihe endet, 70 Jahre weiter, ist man im Jahr 2005, dem letzten Maximum im Brückner-Zyklus.

Solanki et al. geben in Ihrer Arbeit an, dass bei den Temperaturen ein Zeitversatz zur solaren Aktivität von (im Mittel) 10 Jahren zu verzeichnen ist. 10 Jahre nach 2005 sind 2015. Auch die jetzigen, vergleichsweise hohen Temperaturen, sind auf die hohe solare Aktivität zu Beginn des Jahrhunderts zurück zuführen.

Der Autor möchte an dieser Stelle einen Ausblick für die nächsten Jahre wagen. In ihrem EIKE-Artikel (http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/zukuenftige-temperaturenentwicklung-in-deutschland-waermer-oder-kaelter-teil-1/) haben die Autoren Leistenschneider, Kowatsch, Kämpfe dies bereits getan und gezeigt, dass die nächsten Jahre nicht wärmer, sondern kälter werden. Anhand der Temperaturgangvergleiche mit der DWD-Referenzstation HPB sieht dies möglicherweise so aus (Abb.19).

 

Abb.19: Wie die Autoren Leistenschneider, Kowatsch, Kämpfe in ihrem o.g. Artikel aufzeigten, ist in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Temperaturrückgang, aufgrund nachlassender Sonnenaktivität, zu rechnen. Der Vergleich der Datenreihe HPB in Relation, dass alle solaren Aktivitätszyklen rückläufig sind und der bekannteste, der Schwabe-Zyklus sein Minimum in ca. 2 Jahren erreichen wird, sowie, der von Solanki et al. ermittelte Nachlauf der Temperaturen zur solaren Aktivität, legt nahe, dass der spürbare Temperaturrückgang bereits in 1-2 Jahren eintreten wird.

 

3) Extremwetter

 

Von Seiten der Klimaaktivisten und ihrer Institute ist zu vernehmen, dass aufgrund des Klimawandels zukünftig mehr Extremwetter eintreten wird. Dass z.B. ein starker Wechsel von sehr warm zu kalt (und umgekehrt) stattfindet. Und in der Tat, müssen wir nicht wahrnehmen, dass sich heiße Perioden von 40°C, mit Kaltperioden von 20°C und weniger, in diesem Sommer rasch abwechselten! Herr Kämpfe berichtete in seinem EIKE-Artikel darüber: "Der Steppensommer 2015 – gut oder schlecht für die Natur?" (dortige Abb.1). Die Frage ist nur, was ist der Grund dafür.

Das Wettergeschehen auf der Erde wird bestimmt durch drei Hauptzonen, die sich jeweils auf der Nord- und Südhalbkugel ausbilden, mit sich abwechselnden Hauptwindrichtungen:

– Hadley-Zelle (Äquatornähe, Ostwind)

– Ferrel-Zelle (unsere Breiten, Westwinddrift) und

– Polarzelle (Ostwind)

Diese Bänder entstehen aufgrund der Schiefe der Erdachse (die auch für die Jahreszeiten verantwortlich ist), der unterschiedlichen solaren Einstrahlung und der Wärmepumpe zwischen Äquator und den Polen (Abb.20). Zwischen den Bändern bilden sich starke Luftausgleichströmungen, die sog. Jetstreams, aus.

Abb.20 zeigt die Energieverteilung der eintreffenden Sonnen- und austretenden Erdstrahlung in Abhängigkeit zur geographischen Breite. Die Tropen sind Wärmeabsorber und die Polgebiete, Emittierer. Damit sich die Tropen nicht ständig aufheizen, muss als Ausgleich Energie zu den Polen fließen. Dies ist der grundsätzliche Antrieb für das Wetter. Die Abbildung zeigt auch, dass auf der lokalen Skala kein Strahlungsgleichgewicht am Oberrand der Atmosphäre besteht, Quelle: (http://eesc.columbia.edu/courses/ees /slides/climate/Lec3Fig1energy.GIF)

Jetstream

Bekanntermaßen hängen Tornados (und auch Stürme/Orkane in Mitteleuropa) unmittelbar mit dem Auftreten, Verlauf und Stärke des Jetstreams zusammen. Der Jetstream bildet sich aufgrund von Druckunterschieden zwischen hohen und niedrigen Breiten. Angetrieben wird er durch die Sonne. In den Regionen der stärksten Luftdruckgegensätze, in 8 – 16 km-Höhe bilden sich starke Winde aus, die durch die Corioliskraft auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt werden. Bei weiter ansteigenden Druckunterschieden beginnt der Jetstream zu mäandrieren (folgende Abbildung), was durch die unterschiedliche Reibung an der Erdoberfläche verstärkt wird. Er hat eine typische Breite von 100 km – 200 km und eine Dicke von 1 – 5 km. Der Jetstream bekam seinen Namen aufgrund seiner konstant hohen Windgeschwindigkeiten von 200 – 300 km/h. Vereinzelt wurden Windspitzen von bis zu 550 km/h gemessen.

Das sich um den gesamten Globus ziehende geschlossene Wellenband weist, wie oben schon angedeutet, mehr oder weniger starke Mäander auf, die man als planetarische Wellen oder Rossby-Wellen bezeichnet (folgende Abbildung). Diese Wellen sorgen für den Ausgleich zwischen Kaltluft und Warmluft dergestalt, dass in den Trögen (Wellentälern) Kaltluft in wärmere und in den Keilen (Wellenberge) Warmluft in kältere Gebiete strömt. Beim Aufeinandertreffen von Kalt- und Warmluft wird letztere gehoben, was zu Wolken- und Niederschlagsbildung führt. Wegen des viel höheren Druck- und Temperaturgegensatzes im Winter ist der Jetstream in dieser Jahreszeit am stärksten ausgeprägt. Der Jetstream bekam seinen Namen aufgrund seiner konstant hohen Windgeschwindigkeiten von 200 – 300 km/h. Vereinzelt wurden Windspitzen von bis zu 550 km/h gemessen.

Abb.21: Der oben beschriebene Antrieb der Wärmepumpe (vom Äquator zum Pol) und die damit verbundenen Druckunterschiede, basieren auf der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung am Äquator und an den Polen, welche durch die Lage der Erdachse und dem Breitengrad, also dem Winkel der Sonneneinstrahlung, verursacht wird. Hierdurch bedingt ist auch die Wärmeabstrahlung von der Erde, die die Luftmassen ebenfalls antreibt,  nicht gleichmäßig verteilt. Die folgende Abbildung zeigt, dass die Erde in den Tropen mehr Energie aufnimmt, als sie abgibt und in den polaren Gebieten mehr Energie abgibt als aufnimmt. Deswegen muss es einen Energieaustausch zwischen den Tropen und den Polen geben, der das globale Wettergeschehen antreibt.

Für unser Wetter und unsere Breiten spielt der Polarfrontjet (PFJ, Abb.20 rechts, blau) eine wichtige Rolle. So verlaufen die Zugbahnen der Orkane entlang seiner Ausbildung. Er hält also die kalte Polarluft von uns fern. Der PFJ hat eine wellenförmige Form und verläuft um den ganzen Globus, Abb.22. Er bildet die barokline Übergangszone zwischen Warm- und Kaltluft. Die Luftmassen können nicht einfach quer über diesen Jetstream hinweg strömen. Er hält also die kalte Polarluft von uns fern. Da Wind nichts anders als von Molekülen übertragene Energie ist, kann eine Energie minderer Intensität, keine Energie höherer Intensität von sich aus überwinden. Der PFJ hat eine wellenförmige Form und verläuft um den ganzen Globus, Abb.22.

Polarfrontjet (PFJ) – Steuert die “planetarische Frontalzone“ (hier treffen tropische und polare Luftmassen aufeinander, was sich in einem unruhigen Wettergeschehen widerspiegelt) der gemäßigten Breiten. Es handelt sich primär um die Steuerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Er ist für unser Wetter maßgeblich. Seine Lage schwankt zwischen 30° und 70° N bzw. Süd. Er mäandriert stark (in Abhängigkeit von positiver bzw. negativer AO) und verläuft geschlossen um den Globus.

 

 Abb.22: Aufgrund der Erdrotation befinden wir uns in unseren Breiten in einer Westwindzone zwischen (sub-)polarer Luft und (sub-)tropischer Luft. Da die Strömung nicht glatt ist, sondern mäandriert, kommt es zu Wellenbergen und Tälern, an denen sich Wirbel bilden – die Hoch- und Tiefdruckgebiete. Die Abbildungen zeigen, dass sich südlich des Jetstream (Jetstreamschlinge) ein Hoch ausbildet und nördlich davon ein Tief. Die jeweilige Stärke des Tiefs oder Hochs ist sowohl abhängig von der Stärke des Jetstreams, als auch von seiner Ausprägung der Mäander. Die rechte Abbildung zeigt den Verlauf der Hoch- und Tiefdruckgebiete entlang des Polarfrontjet auf der Nordhalbkugel. Wegen ihres globalen Auftretens spricht man fachlich von Planetarischen Wellen oder Rossby-Wellen.

Die Erdrotation, auf der die Corioliskraft beruht, hat in Äquatornähe immerhin eine Geschwindigkeit von 1.667km/h in Bezug zum Weltall, erreicht also Überschallgeschwindigkeit. Für mögliche Qualitätsjournalisten unter unseren Lesern sei erklärt, dass es in Äquatornähe dadurch nicht zu einem Überschallknall kommt, liegt daran, dass hierfür ein Schallübertragungsmedium (z.B. Luft) vorhanden sein muss, welches man im Weltall selten findet. Aber für Knaller (Kracher) sind Rahmstorf, Latif und Co. zuständig und natürlich die Qualitätspresse, die sich begierig auf deren Verlautbarungen stürzt. Zwei Beispiele: “Es ist fünf vor Zwölf“ und “Die Erde erwärmt sich ungebremst“.

Doch nun wieder zurück aus Tolkien`s Welt, mit ihren Hobbits und ihrer Reise durch Mittelerde, zur fundierten Wissenschaft.

Der PFJ trennt kalte von warmer Luft. Seine Lage ist abhängig vom Energieinhalt der Atmosphäre und variiert daher, sowohl über die Jahreszeiten, als auch mit der solaren Aktivität. Zur Beweisführung hatte sich der Autor vor ein paar Jahren, auf Anraten eines Bekannten vom DWD, an Herrn Prof. Wehry gewandt, ob er dem Autor Datenmaterial des PFJ zukommen lassen kann. Der Autor wollte analysieren, inwieweit sich jeweils die mittlere Monatslage des Jets über die Jahre verändert und ob eine Korrelation zur solaren Aktivität besteht. Leider hat Herr Wehry nicht die Zeit gefunden, dem Autor zu antworten.

Die Mäander oder Wellen des PFJ bewegen sich von West nach Ost, und zwar umso schneller, je mehr Wellen in dem globalen Band vorhanden sind (d. h. je kürzer die Wellenlänge). Ist der Anteil der kurzen Wellen gering, dominieren die langen Wellen, was dazu führt, dass eine bestimmte Wellenkonfiguration auch mal längere Zeit konstant gehalten wird. Dies ist in diesem Sommer über Mitteleuropa der Fall. Abb.22 zeigt deutlich seine Wellenform. Die Windrichtungen folgen seiner Wellenform. Je nachdem, welche Lage sein Trog über Deutschland gerade einnimmt, lenkt er einmal Warmluft aus südlichen Breiten in unsere Zonen und einmal Kaltluft (Abb.23). Und je nachdem, wie schnell oder langsam er ostwärts zieht, wechselt sich warmes und kälteres Wetter über Deutschland ab, wobei die Temperaturunterschiede jeweils deutlich ausfallen, da sich im Sommer heiße Mittelmeerluft (oder gar aus der Sahara), mit kühler Nord Luft aus nördlichen Breiten abwechselt.

(Siehe hierzu auch den Beitrag von Hans-Dieter Schmidt bei EIKE http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/bemerkungen-zu-den-hitzewellen-2015-in-mitteleuropa/)

 

Abb.23a zeigt schematisch, je nach Lage der Wellentäler liegt Deutschland einmal im Bereich der kalten Nord Luft (links) und dann im Bereich warmer Luft vom Mittelmeer oder gar Nordafrika).

 

Abb.23b zeigt eine Momentaufnahme des PFJ und der Verteilung von Kalt und Warmluft, sowie die jeweiligen Windrichtungen, Quelle: John Mason.

Der Autor geht weiter davon aus, dass die von Herrn Prof. Ewert in seiner Arbeit aufgezeigten Temperaturschwankungen in den Langzeittemperaturreihen, auf die sich ändernde geographische Lage des PFJ zurück zu führen sind, verbunden, mit der durch die aktive Sonne ausgebrachten Wärme. Der PFJ, steuert dabei einmal die vorhandene Warmluft und dann die Kaltluft nach Europa. Abb.24.

 

Abb.24: Zu sehen ist der Temperaturverlauf von Wien im Zeitraum von 1775 – 2008, Quelle: Prof. Ewert, EIKE.Die rote Linie gibt den Zeitpunkt des Maximums im Hauptsonnenzyklus an. Bis zu einem Zeitraum von 20 – 30 Jahren nach dem Hauptsonnenzyklus schwanken die Temperaturen am stärksten zwischen warm und kalt (rote Fläche). Bis zu dessen Minimum sind immer noch relativ hohe Temperaturausschläge zu verzeichnen, jedoch auf insgesamt niedrigerem Niveau (grüne Fläche). Unmittelbar vor und nach dessen Minimum ist das Klimasystem sozusagen in seinem eingeschwungenen, kalten Zustand und die Ausschläge sind am geringsten. Vor einem Temperaturanstieg fallen die Temperaturen auf ein relatives Minimum und steigen dann kontinuierlich an (schwarze Linien).

In der Antike waren die Menschen, die anhand astronomischer Beobachtungen und mathematischer Berechnungen eine Mond- oder gar Sonnenfinsternis vorhersagen konnten, hoch angesehen und fanden unter ihren Mitmenschen und der Machtelite, hohes Ansehen und Wohlstand. Der Autor hat eingangs erwähnt, dass von Seiten der Klimaaktivisten und ihrer Institute zu vernehmen ist, dass aufgrund des Klimawandels zukünftig mehr "Extremwetter" eintreten wird. Dass z.B. ein schneller Wechsel von sehr warm zu kalt (und umgekehrt) stattfindet.

Nun, aufgrund des geschilderten Wissens ist klar, dass "Extremwetterlagen" bei der Lage des PFJ und seiner Zugbahngar nicht anders eintreten kann. Nur hat das rein gar nichts mit "Extrem" oder gar einem menschengemachten Klimawandel zu tun, sondern einzig mit natürlichen Wettergegebenheiten. Durch die Wissenschaft wurde schon immer die vermeintliche „Zauberkraft“ der „Seher“ als Konstrukt entlarvt gestellt und auch hier ist diese für vermeintlich seherische Klimavorhersagen dahin. Deren Vorhersagen und Postulate ohnehin immer wieder aufs Neue angepasst und korrigiert werden. Siehe die Aussage von Pachauri im Teil 1.

Fazit

– das "Warmjahr“ 2014 und er warme Sommer 2015 waren zu erwarten (wie nach jedem Maximum im 207-jährigen Hauptsonnenzyklus) und fügen sich ein, in natürliches Wettergeschehen.

– die derzeit zu registrierende Trockenheit ist auf verstärkte solare Aktivität im Röntgenbereich und ihrer Flares zurück zuführen (Stichwort: Svensmark Effekt, stanford.edu) und ist damit vorüber gehend.

– die vermeintlichen Extremwetter entpuppen sich als ‘normale‘ Wetterereignisse, zurückgeführt auf die derzeitige Lage des PFJ über Deutschland und der noch verstärkt vorhandenen Energie im System Erde, aufgrund der starken solaren Aktivität zu Beginn des Jahrhunderts.

Dass ist das Schöne an der Wissenschaft, ihre klare und präzise Ausprägung. Hobbits und Elfen haben da nichts zu suchen und sollten Hollywood vorbehalten bleiben. Aber in unserer heutigen Welt sind die scharfen Grenzen offenbar verschwunden und eine diffuse Vermischung hat stattgefunden. Wobei Politik und natürlich auch die Qualitätsmedien unfähig erscheinen, dies zu erkennen und die Grenzen zu finden. Der Autor hat sich zum Ziel gesetzt, die scharfen Grenzen zwischen Science und Science Fiction wieder sichtbar zu machen.

 

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

 

 




Sommerhitze 2015 – Klimawandel oder ’normales‘ Wettergeschehen, Teil 1

Der Thematik gebührend, wird der Artikel etwas länger und der Autor kann dem Wunsch der Redaktion auf kurze Berichte (leider) nicht erfüllen. Denn Wissenschaft lässt sich nicht in 2-3 Sätzen fassen. So haben denn die folgenden Aussagen

– Klimawandel könnte künftig mehr Hitzetote fordern (DWD)

– Rückkehr der Sintflut (ZDF)

– Hilfe…Die Erde schmilzt (Der Spiegel)

 …. nichts mit Wissenschaft, sondern bestenfalls mit Sensationsmache zu tun. Personen, die der Presse und dem DWD weniger wohl gesonnen sind, würden Dummes Zeug dazu sagen.

Natürlich darf die Politik nicht fehlen, sich im Unsinn zu überbieten: "Hitzewellen, Stürme und Überschwemmungen haben schon in den vergangenen zehn Jahren spürbar zugenommen – Das ist aber nur ein kleiner Vorgeschmack. In den nächsten Jahrzehnten dürften die Wetterextreme in Deutschland noch deutlich schneller aufeinanderfolgen" Bärbel Höhn von den Grünen. Nun, von den Grünen ist man ja Unsinn gewöhnt. Wo Wissen fehlt, muss dies irgendwie anderweitig ersetzt werden. Die Grünen haben insofern Ihren Platz bereits gefunden. Deren Unsinn wird wohl nur noch getoppt durch Herrn Pachauri. So sagte er 2007 als IPCC-Präsident:

"2012 will be too late" to stop climate change. (hier)

Mittlerweile haben wir 2015 und die Welt ist nicht untergegangen. Dass sie auch in Zukunft nicht untergehen wird, zeigt dieser Artikel.

1. Höchststände der Temperatur von über 40°C

Da sich (Hitze-)Rekorde besonders gut eignen, eine vermeintliche Erwärmung zu „belegen“, sollen Temperaturvergleichsmessungen etwas genauer betrachtet werden. Das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin sagt zu Temperaturvergleichsmessungen in seiner Zeitschrift “Berliner Wetterkarte“ (“Vor- und Nachteile durch die Automatisierungder Wetterbeobachtungenund deren Einfluss auf vieljährige Klimareihen“):

“Mangelnde Vergleichbarkeit der Messwerte alter mit neuer Sensorik bei

− Thermometer: früher Glasthermometer heute Pt 100 Sensor

− Niederschlagsmesser: früher Hellmann-"Kübel“ heute Wippengerät oder neuerdings Gewichtsmessung des Niederschlags

− Luftfeuchtigkeit: früher Haarhygrometer heute Taupunktfühler oder kapazitiver Sensor

− Windgeschwindigkeit früher Schalenanemometer heute Ultraschallgerät

− Schneehöhenmessung früher Schneepegel von Hand heute Laser oder Ultraschallgerät

− Niederschlagsart und Wettererscheinungen Schnee, Regen, Hagel sowie

− Ausfälle der Sensorik verschiedenster Art mit Störung der Klimareihen

− Umbruch der Messmethoden durch andere Mittelwertbildung der Tageswerte siehe:

Temperaturmessung beim DWD „Früher und heute“

All dies kommt zwar der Erfassung der aktuellen Wetterlage und damit der darauf aufbauenden Wettervorhersage sehr zugute – birgt aber in der Klimatologie erhebliche Nachteile bei der Vergleichbarkeit alter Messreihen mit denen mit neuer Sensorik gewonnenen Werte – ein „Äpfel und Birnen Vergleich“ liegt nahe.“

Und weiter:

“Temperaturmessungen früher

Messfühler Quecksilber / Alkohol = Glasthermometer, Stundenwert – jeweiliger Ablesewert um H –10 Minuten,Tagesmitteltemperatur aus den Mannheimer Stundenwerten, 07, 14 und 2 mal 21 Uhr geteilt durch 4,die Extremtemperaturen werden um 07 Uhr für das Minimum und 21 Uhr für das Maximum amGlasthermometer abgelesen.

Temperaturmessungen heute

Messfühler Pt 100Die Temperatur wird mit 2 Messfühlern zur gegenseitigen Kontrolle gemessen, jede Sekunde ein Wertgebildet und über eine Minute gemittelt – also MinutenmittelDie Tagesmitteltemperatur wird aus 24 Werten gebildet, jeweils um H – 10 Minuten ( z.B. 08:50 Uhrfür 09:00 Uhr ). Die Extremtemperaturen werden aus den Minutenmittelwerten zwischen 00 und 24 Uhr gebildet.“

Eine starke Aussage „Äpfel und Birnen Vergleich“! Bereits der obige Vergleich früher zu heute zeigt, dass Aussagen zu vermeintlichen Rekordtemperaturen wertlos sind. Das Institut der Freien Universität Berlin: “Wenn man nun betrachtet, dass früher die vom Beobachter gewonnenen Werte genau auf einen Ablesezeitpunkt bezogen waren, nun aber Temperaturmittelwerte aus einzelnen differenzierten Sekundenwerten gewonnen werden, bleiben Fragen nach der Vergleichbarkeit offen. Zudem wurden früher die Temperaturen in einer „englischen“ Wetterhütte gewonnen, heute jedoch in einer Kunststoff – Lamellenhütte (zu Beginn in ebensolchen aus Aluminium). Jede von ihnen hat eine je nach Tageszeit und vor allem bei Sonnenschein spezifische unterschiedliche Eigenart, die nicht nur Einfluss im untersten Zehntelgradbereich hat. Somit muss man beim Umgang mit Temperaturdaten in Bezug auf einen Anstieg der vieljährigen Mitteltemperaturen mehr Vorsicht walten lassen, als dies derzeit Praxis ist.“

Schaut man sich die Belege dazu an, wird die Aussage förmlich sichtbar (Abb. 1 und 2 aus o.g. Artikel entnommen).

 

Abb.1 zeigt, dass Temperaurabweichungen von 5°C und mehr in den Maximaltemperaturen keine Seltenheit sind. Originaltext: “Unterschiedliche tägliche Messwerte bedingt durch alte und neue Sensoren für die Temperaturmessungveranlassten den Verfasser, dass vom 1.1.1999 bis 31.7 2006 am Fliegerhorst Lechfeld(WMO 10856) 8 ½ Jahre lang täglich ohne Unterbrechungen u. a. Vergleichsmessungen vonQuecksilber-Maximum-Glasthermometern in einer Wetterhütte und Pt 100 Widerstandsthermometerin einer Aluhütte jeweils unbelüftet vorgenommen wurden. An den 3144 Tagen ergab sich einemittlere Differenz von + 0,93 Grad – Pt 100 höher als Quecksilber. Die maximal erfassteTagesdifferenz betrug gar 6,4 Grad !“

 

 

 

Abb.2: Auch im Tagestemperaturgang zeigt sich eine deutliche Abweichung nach oben, von +3°C bei den heutigen Messungen zu denen vor z.B. 15 Jahren.

Dazu kommen noch die vom Menschen in seine Messungen eingebrachten Wärmeinseleffekte (WI). EIKE berichtete darüber:

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/der-waermeinseleffekt-wi-als-massgeblicher-treiber-der-temperaturen/

Abb.3 zeigt im Vergleich zu den DWD-Temperaturvergleichsdaten, die um die WI-Effekte bereinigte und damit korrekte Temperaturvergleichsmessung. Seit Beginn der DWD-Temperaturreihe ist eine Verfälschung in den Temperaturjahresvergleichsmessungen durch den WI um gut 1°C nach ober zu verzeichnen.

2. Erwärmungsenergie

Doch unbestreitbar sind die Jahre 2014 und der Sommer 2015 wärmer ausgefallen, als z.B. 2012 und 2013, wo ähnlich gemessen wurde. Woher stammt dann die zusätzliche Energie, die für eine Erwärmung notwendig ist? Schauen wir daher auf den Energiespender für die Erde, die Sonne.

Abb.4, Quelle: (http://www.solarham.net/) zeigt die auf der Erde angekommene Strahlungsintensität der Sonne. Derzeit ist keine im Vergleich aktive solare Aktivität zu verzeichnen.

Da sich das Wettergeschehen in der Atmosphäre abspielt, soll noch ein weitere solarer Parameter betrachtet werden, der von unser Atmosphäre absorbiert wird und daher nicht auf die Erdoberfläche gelangt, dessen Energie jedoch, durch die Absorption in der Erdatmosphäre aufgenommen wird, die Röntgenaktivität der Sonne. Sie gibt Aussage über die Korona Aktivität der Sonne, also über ihre atmosphärische Aktivität. Diese steht über den Sonnenwind in direktem Kontakt zur Erdatmosphäre.

 

Abb.5, Quelle: (http://sidstation.loudet.org/solar-activity-en.xhtml) zeigt die Röntgenaktivität der Sonne. Hier ist indes starke Aktivität erkennbar, wenn auch nicht in dem Maße, wie Anfang des Jahrhunderts).

Verantwortlich für die hohe Röntgenaktivität sind die Salar Flares, die auch für eine hohe Aktivität im Sonnenwind stehen und die kosmische Strahlung von der Erde fern halten, was zu weniger Wolken, weniger Regen und mehr Sonneneinstrahlung führt.

Abb.6, Quelle wie Abb.5 zeigt die Aktivität der Solar Flares. Gut zu erkennen, dass diese gegenwärtig sehr hoch ist.

Seit Svensmark ist bekannt, dass geladene Aerosolpartikel, die verstärkt durch kosmische Strahlung entstehen, bis zu 10-mal so effektiv in der Bildung von Wolkentröpfchen sind als ungeladene. Da die kosmische Strahlung durch starken Sonnenwind und hohe Röntgenaktivität der Sonne geschwächt wird, entstehen weniger geladene Aerosolpartikel, die als Ausgangsbasis für die Bildung von Wolkentröpfchen zur Verfügung stehen.

Des Weiteren schwächt starker Sonnenwind das Magnetfeld der Erde (insbesondere die Bz-Komponente des Sonnenwindes, die parallel zum Erdmagnetfeld verläuft und dadurch am stärksten mit ihm wechselwirkt, ist hierfür verantwortlich.

Mit dem Sonnenwind wird auch die magnetische Stromschicht (HCS = Heliospheric Current Sheet) transportiert.

Heliospheric Current Sheet (HCS)

Da das Interplanetarische Magnetfeld auf der Erdbahn mit bis 1 – 10 nT, 100 bis 1000-fach stärker ist, als das Dipolfeld der Sonne dies erwarten lässt (magnetische Dipolfelder klingen mit der dritten Potenz des Abstandes ab), muss es einen Effekt geben, der das Feld verstärkt. Dies ist die Heliosphärische Stromschicht, die bis an die Grenzen des Sonnenwindes reicht. Dabei hat sie eine Breite von ca. 60.000 km (http://wind.nasa.gov/mfi/hcs.html#table). Der elektrische Strom in der HCS ist radial einwärts gerichtet und liegt bei maximal 10-4 A/km2. Entgegen den Sonnenstrahlen wirkt es nicht in der Kreisfläche, sondern auf der Kugelfläche der Erde, wenn die Erde die HCS passiert.

Abb.7 zeigt die Lage der Heliosphärischen Stromschicht der Sonne (Heliospheric Current Sheet) von 1976 – 2015 anhand zweier Analysemethoden.

Berechnet wird die Kurve aus den Datenreihen:

  • des Sonnenpolarfeldes
  • des zonalen magnetischen Flusses über drei Sonnenzyklen und
  • der solaren Dipolkomponenten, Quelle: (http://wso.stanford.edu/)

Der daraus ermittelte zeitabhängige Wert trägt den Namen “HCS Tilt Angle“

Beide vorherigen Abbildungen deuten darauf hin, dass derzeit der Sonnenwind vergleichsweise hoch ist.

Abb.8, Quelle: NASA, zeigt die Sonnenwindstärke im Zeitraum von 1990 bis 2015. Obwohl in 2015 die Sonnenaktivität, wie sie sich in den Sonnenflecken und der magnetischen Aktivität widerspiegelt (Abb.4) vergleichsweise schwach ist, ist in 2015 eine deutliche Zunahme zu erkennen.

Wie die oben gezeigte Parameter unmittelbar mit dem Wettergeschehen zusammenhängen, zeigt Abb.9.

Die elektrische Leitfähigkeit der Atmosphäre, sowie die Blitzanzahl variieren mit der kosmischen Strahlung, Quelle: (http://www.slac.stanford.edu/cgi-wrap/getdoc/slac-wp-020-ch11g-Kirkby.pdf).

 

Abb.9 links zeigt die Schwankungen des Vertikalstromes zu der kosmischen Strahlung (GCR) in der Polarregion und die Abbildung rechts die Blitzhäufigkeit pro Jahr in Abhängigkeit zur GCR in den USA. Sowohl der Vertikalstrom, als auch die Blitzhäufigkeit schwanken mit der kosmischen Strahlung.

Wie sehr elektrische Effekte in der Atmosphäre die Kondensationsbildung und damit die Bewölkungsmenge steuern, wird bei einem Forbush-Ereignis (nach dem Geophysiker Scott E. Forbush, der den Effekt entdeckte) sichtbar. Ein Forbusch-Ereignis ist ein plötzlicher Abfall der kosmischen Strahlung wegen plötzlich auftretender starker Sonnenaktivität, da durch erhöhte Sonnenaktivität der Sonnenwind die kosmische Strahlung von der Erde ablenkt. Bei einem SCR-Ereignis (Solar Cosmic Ray) gelangen hochenergetische Protonen von der Sonne zur Erde.

 

Abb.10 zeigt den Rückgang bei Regen während einem Forbush-Ereignis (During Forbush GCR decrease). Deutlich zeigt sich, dass die Niederschlagsmenge stark zurückgeht, was darauf zurückzuführen ist, dass weniger elektrisch geladene Aerosole für Wolkenbildung zur Verfügung stehen. Quelle: http://www.slac.stanford.edu/cgi-wrap/getdoc/slac-wp-020-ch11g-Kirkby.pdf

 

Abb.11 (Quelle, wie Abb.10) zeigt die Änderung der Regenmenge während eines SCR-Ereignisses (During ground-level, SCR increase, Quelle wie oben). Dabei zeigt sich, dass die Regenmenge deutlich zunimmt, was auf die zunehmende Ionisation in der Atmosphäre und dadurch ausgelöst eine Zunahme von elektrisch geladenen Aerosolpartikeln zurückzuführen ist.

Derzeit klagen weite Teile über große Trockenheit und zu wenig Regen. Die Antwort darauf geben die Abb.5 bis 11.

1. Ergebnis

Die derzeit zu registrierende Trockenheit ist auf verstärkte solare Aktivität im Röntgenbereich und ihrer Flares zurück zuführen (Stichwort: Svensmark Effekt, stanford.edu) und ist damit vorüber gehend.

Teil 2 in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

 




Rekordwärmejahr 2014 – Nicht für die Natur, sondern einzig für Alarmisten

In seinem Beitrag „Rekordwärmejahr 2014 – Haben IPCC und CO. doch Recht?“ (hier) konnte der Autor belegen, dass das „Rekordwärmejahr“ 2014 zu erwarten war und Folge des in 2003 vorliegenden Maximums im Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus, ist. Das Jahr, in dem Deutschland und weite Teile Europas einen „Jahrhundertsommer“ (Abb.2) erlebten. Eben, wegen dem Maximum in der solaren Aktivität. Nach Prof. Solanki (Direktor Max Planck Institut für Sonnenforschung) konnten er und weitere Wissenschaftler, anhand von Temperaturuntersuchungen für den Zeitraum von 200 nChr. bis 1980 nChr., belegen, dass die Temperaturen der Nordhalbkugel der solaren Aktivität um 11 Jahre nacheilen (Abb.1).

 

Abb.1, Solanki et al ("Solar Activity Over The Last 1150 Years: Does It Correlate With Climate"), zeigt den zeitlichen Versatz zwischen Sonnenaktivität und Jahrestemperatur. Die Forscher geben an: "The best correlation between sunspot number and the temperature data are consistently obtained for a time lag of 10 years in the sense that solar data lead temperature data." Schaut man sich das time lag genauer an, so beträgt die zeitliche Differenz exakt 11 Jahre!

„Rekordwärmejahr“ 2014 und Rekordsonnenaktivität 2003 (Abb.2) liegen exakt 11 Jahre auseinander, was die Untersuchungen von Solanki et al. eindrucksvoll bestätigt.

 

Abb.2, Quelle Hadley Center, zeigt den Hitzesommer 2003. Unter dem Maximum des Hauptsonnenzyklus erlebte Europa einen Hitzesommer.

Zur Erhärtung hatte der Autor in seinem EIKE-Bericht , anhand der Untersuchungen von United States Geological Survey, Solanki und der Temperaturreihe der DWD-Temperaturreferenzstation Hohenpeißenberg (HPB) das Maximum im vorletzten Hauptsonnenzyklus auf das Jahr 1797 datiert und die Jahre danach mit den heutigen Temperaturen verglichen und Gleichheit im Temperaturgang festgestellt.

Unser Leser, Herr Wichmann, hatte in seinem Kommentar #24 (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/rekordwaermejahr-2014-haben-ipcc-und-co-doch-recht/#comment_24) Kritik geltend gemacht und darauf hingewiesen, dass nach seinen Daten, die ihm vom HPB vorliegen, die Jahrestemperaturen (z.B. von 1808) andere Jahreswerte ausweisen. Der Autor hat diesen Einwand eingehend geprüft und festgestellt, dass Herr Wichmann mit seinem Einwand Recht hat. Was war geschehen?

Die Datenreihe HPB, die der Autor in 2010 vom DWD erhielt, war die nach Herrn Dr. Winkler (Bericht des Deutschen Wetterdienstes Nr. 233: “Wissenschaftshistorische Untersuchungen zur Geschichte und insbesondere zur Datenqualität der langen meteorologischen Reihen des Observatoriums Hohenpeißenberg“) nachträglich korrigierte Temperaturdatenreihe, in der der DWD die Temperaturen bis 1850 einfach um 0,5°C absenkte. Der Autor hatte diesen Wert wieder berichtigt. Dabei aber übersehen, dass in der vom DWD übermittelten Datenreihe das Jahr 1799 fehlt, Abb.2. Dies hatte dann zur Folge, dass ab dem Jahr 1800, die Zeitreihe um 1 Jahr versetzt dargestelt wurde, was unserem Leser, Herrn Wichmann, auffiel.

 

Abb.3 Ausschnitt aus HPB-Datenreihe vom DWD ohne das Jahr 1799.

Anhand der DWD-Daten ist in Abb.4 der Vergleich, heutiger Temperaturgang (nach dem letzten Maximum im Hauptsonnenzyklus), mit dem Temperaturgang, nach dem vorletzten Maximum im Hauptsonnenzyklus dargestellt.

Abb.4 zeigt den Jahresgang der Temperaturen nach dem letzten Maximum im Hauptsonnenzyklus 2003 (rot) zum Jahresgang nach dem vorletzten Maximum im Hauptsonnenzyklus 1797 (blau). Während sich das Maximum der Temperatur heute, exakt nach 11 Jahren (2014) einstellt, liegt das Maximum der Temperatur in 1809, also 12 Jahre nach solarem Maximum. Der Gang der Temperaturen (ihr Wechselspiel) ist bei beiden identisch.

11 Jahre danach, bzw. 12 Jahre danach – ist deshalb die Aussage, dass das „Rekordwärmejahr“ 2014 zu erwarten war und immer in dieser Zeit nach einem Maximum im Hauptsonnenzyklus auftritt, falsch oder gar die Untersuchungen von Solanki et al., die als Basis dienten?

Nein! Solanki et al. verwendeten für Ihre Untersuchung den Multiproxy-Datensatz der Nordhalbkugel (MJ03 = NH temperatures from multiproxy data for AD 200 to AD 1980, Mann and Jones, 2003), der den Zeitraum von 200nChr. bis 1980nChr. beinhaltet. Sie stellten dabei fest, dass die Temperaturen der solaren Aktivität um genau 11 Jahre nachlaufen. Diese 11 Jahre sind demnach der Mittelwert der betrachteten Zeitspanne von 1800 Jahren.

Das letzte Maximum im Hauptsonnenzyklus war 2003. 2014 hatten wir in Deutschland das Rekordwärmejahr. Mit 11 Jahren Abstand liegt die Zeitspanne genau auf dem Mittelwert, der von Solanki et al. betrachteten 1800 Jahre. Beim vorletzten Maximum in 1797 liegt der Nachlauf der Temperaturen bei 12 Jahren. Ebenso im Zeitraum der Untersuchungen von Solanki et al. Das Muster des Temperaturganges ist von diesem Jahresversatz unberührt und somit für beide Hauptsonnenzyklen gleich. Der Temperaturgang ist nach jedem Hauptsonnenzyklus gleich. Das Maximum der Temperaturen stellt sich in dem Zeitraum ein, den auch Solanki et al. in ihrer Untersuchung herausfanden. 

Der Autor bedankt sich ausdrücklich bei unserem engagierten Leser, Herrn Wichmann. Durch seinen Einwand konnten nicht nur die Untersuchungen von Solanki et al. weiter bestätigt werden, sondern auch der erneute Beweis geführt werden, dass der Temperaturgang nach einem Hauptsonnenzyklus jeweils identisch ist. Als „Lerneffekt“ nimmt der Autor mit: Man kann sich auch bei kleinen Dingen, nicht auf den DWD verlassen und muss alles, was vom DWD kommt, selbst überprüfen.

So funktioniert Wissenschaft: Im Dialog miteinander und der Berücksichtigung anderer Auffassungen und Einwände und nicht durch Diktat und Diskussionsverweigerung. Der Vorgehensweise, die IPCC und Co. für Ihre „Wissenschaft“ gewählt haben. Einer „Wissenschaft“, die Angst vor Erkenntnis hat

Raimund Leistenschneider – EIKE




Rekordwärmejahr 2014 – Haben IPCC und CO. doch Recht?

Hatten doch die Naturforscher die stichhaltigsten Belege für Ihre These, da sie die Realität für sich in Anspruch nehmen konnten und das IPCC und Ihre Anhänger sich vor allem auf Modellberechnungen, mit frei wählbaren Parametern in ihren Klimamodellen (Programmen) stützen und seit Jahren Modell und Wirklichkeit Zusehens auseinander drifteten, weil es nicht wärmer, sondern stetig kälter wurde. Abb.1 zeigt die Temperaturentwicklung in Deutschland seit dem Jahr 1998.

Abb.1, Quelle: EIKE, "2014- nur nach den offiziellen Messwerten ein neues Rekordjahr – Kein Beweis für eine sich fortsetzende Klimaerwärmung"

Unschwer zu erkennen, dass seit ca. 15 Jahren die Deutschlandtemperaturen fallen, aber auch, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit seine Aussage 2014 "Wärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungen" ebenfalls richtig liegt.

Der DWD zeigt in seiner Pressemitteilung vom 30.12.2014, detailliert, welche Monate eine besondere Temperaturabweichung gegenüber dem sog. meteorologischen Temperaturvergleichszeitraum (Referenzzeitraum) von 1961-1990 aufweisen (Abb.2).

Abb.2, Quelle: DWD, zeigt die monatlichen Temperaturabweichungen im Jahr 2014 gegenüber dem meteorologischen Referenzzeitraum. Der meteorologische Referenzzeitraum wurde von der Vorgängerorganisation der WMO vor 85 Jahren ins Leben gerufen. Seinerzeit wurde eine Klimaperiode (statistischer Mittelwert des Wetters) mit 30 Jahren festgelegt und der Beginn auf das Jahr 1931. Der erste Referenzzeitraum reichte demnach von 1931-1960 und der zweite, auf den sich derzeit bezogen wird, auf den Zeitraum von 1961-1990. Der dritte wird dann den Zeitraum von 1991-2020 abdecken.

Abb.2 zeigt, dass weniger die Sommermonate, sondern vielmehr die ersten 4 Monate und die letzten 3 Monate, also Herbst-Winter und die ersten beiden Frühjahrsmonate "rekordverdächtig" ausfielen. Bis auf den Juli waren die Sommermonate (und der Wonnemonat Mai) eher bescheiden.

Wie sieht es nun auf der ganzen Erde aus? Hat nur Deutschland (und seine Nachbarländer) Rekordtemperaturen in 2014 zu verzeichnen oder auch die ganze Erde?

Abb.3, zeigt die von Satelliten gemessene globale Temperaturentwicklung von 1979 bis Ende 2014. Deutlich zu sehen, dass 2014 weit davon entfernt ist, global ein Temperaturrekordjahr zu sein. Quelle: http://climate4you.com/

1. Zwischenergebnis:

seit ca. 15 Jahren fallen in Deutschland die Jahrestemperaturen, aber

2014 ist für Deutschland ein Rekordwärmejahr, was die Jahrestemperaturen betrifft

Global ist 2014 kein Rekordwärmejahr der Temperaturen

Wie ist diese Diskrepanz zu erklären? Wir Naturforscher unter den Klimaforschern machen allein die Sonne für den Klimawandel auf der Erde verantwortlich. Entweder die direkten Auswirkungen, der in ihrer Intensität variablen Sonne oder die indirekten, die in den Weltmeeren gespeicherte Energie der Sonne. Daher soll in Abb. 4 die solare Aktivität betrachtet werden. Anzuführen ist, dass die Sonne mehrere Aktivitätszyklen hat. Auf kurzen Zeitskalen sind dies:

– 11-jährige Schwabezyklus (der bekannteste)

– 22-jährige Hale-Zyklus

– 36-jährige Brückner-Zyklus

– 90-jährige Gleißberg-Zyklus

– 207-jährige de Vries/Suess-Zyklus (Hauptsonnenzyklus*)

*Hauptsonnenzyklus deshalb, weil die Fourieranalyse der Wolfzahl (Sonnenflecken im Schwabezyklus) hier die stärkste Beziehung hat.

Abb.4a (Quelle: http://www.solarham.net/) zeigt die solare Aktivität im Schwabe-Zyklus. 2014 war zwar im jetzigen, 24. Zyklus ein besonders aktives Sonnenjahr, aber nur gering im Vergleich zur solaren Aktivität zu BeginnSolarcycle24.com des Jahrhunderts (2002).

Abb.4b zeigt die Änderung der magnetischen Stürme auf der Sonne von 1867 bis 2007 und ist ein Indikator für den im Mittel 207-jährigen de Vries/Suess-Zyklus (Hauptsonnenzyklus).

Der Hauptsonnenzyklus hatte sein Aktivitätsmaximum in 2003. Seitdem fällt die magnetische Aktivität der Sonne. Der Brückner-Zyklus hatte sein Aktivitätsmaximum in 2005. Seitdem fällt auch er. Scheint also, dass die Sonne nicht die Ursache für die Rekordtemperaturen in 2014 in Deutschland ist. Zumindest nicht die direkten Auswirkungen der Sonne. Wir erinnern uns: In 2003 lag für weite Teile Europas ein Hitzesommer vor (Abb.5).

 

Abb.5, Quelle Hadley Center, zeigt den Hitzesommer 2003. Unter dem Maximum des Hauptsonnenzyklus erlebte Europa einen Hitzesommer.

Wissenschaftler gehen seit längerem der Frage nach, wie sich die solare Aktivität auf die Jahrestemperaturen auswirkt und ob es dabei einen Zeitverzug gibt. So hat der Direktor des Max Planck Institutes für Sonnenforschung, Prof. Solanki, in seiner Arbeit "Solar Activity Over The Last 1150 Years: Does It Correlate With Climate" herausgefunden, dass es einen Zeitverzug zwischen der solaren Aktivität und den Erdjahrestemperaturen gibt (Abb.6)

 

Abb.6, Solanki et al ("Solar Activity Over The Last 1150 Years: Does It Correlate With Climate"), zeigt den zeitlichen Versatz zwischen Sonnenaktivität und Jahrestemperatur. Die Forscher geben an: "The best correlation between sunspot number and the temperature data are consistently obtained for a time lag of 10 years in the sense that solar data lead temperature data." Schaut man sich das time lag genauer an, so beträgt die zeitliche Differenz exakt 11 Jahre!

Solanki et al, die einen Korrelationszusammenhang (Koeffizient) zwischen solarer Aktivität und Jahrestemperatur von 94%-98% fanden, haben in ihrer Arbeit somit auch die Jahreswärmerekordtemperatur in Deutschland erklärt. In Abb. 6 sind die unmittelbaren Auswirkungen der solaren Aktivität beim Jahrhundertsommer, der mit dem Maximum des Hauptsonnenzyklus zusammenfällt und die unmittelbare Auswirkung dessen ist, auf Europa zu sehen. Dies war in 2003. Damals hatte die Sonne ihre maximale Aktivität. 11 Jahre später sind diese Auswirkungen bei den Jahrestemperaturen "angekommen" und führten zu dem Rekordwärmejahr in Deutschland.

Zur weiteren Analyse sollen die Jahresmonatstemperaturen 2003 und 2014 miteinander verglichen werden (Abb.7).

Abb.7 zeigt nach Daten des DWD blau, die Abweichungen der Monatstemperaturen von 2003 und von 2014 in rot, jeweils zum Temperatur-Referenzzeitraum 1961-1990

2003 waren insbesondere die Sommermonate deutlich über "Normal". Wegen des in unseren Breiten hohen Sonnenstandes im Sommer waren die solaren Auswirkungen auf die Tages-/Monatstemperaturen unmittelbar. In 2014 waren insbesondere die Herbst-/Wintertemperaturen über "Normal". Wird zwischen beide Zeitreihen eine "Spiegelachse" gelegt, fällt auf, das die Monatstemperaturen 2003/2014 zueinander gegensätzlich sind.

Der Grund sind die direkten und indirekten Auswirkungen der solaren Aktivität, die sich unterschiedlich auf die Monats- und damit Jahrestemperaturen auswirken. 2014 sorgten die in den Weltmeeren gespeicherten Sonnenenergien, die, wie Kowatsch/Kämpfe in Ihrer unter Abb.1 genannten Arbeit erkannten, für milde Herbst-und Wintertemperaturen, aufgrund entsprechender Luftströmungen (Abb.8).

Abb.8: Die Autoren Kämpfe/Kowatsch schreiben in Ihrer Arbeit "2014- nur nach den offiziellen Messwerten ein neues Rekordjahr – Kein Beweis für eine sich fortsetzende Klimaerwärmung": "Im Rekordjahr 2014 gab es neben einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer mit mindestens 126 Tagen (Stand: 30.11.) doppelt so viele Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil, wie im Langjährigen Mittel! Das ist ebenfalls neuer Rekord. Hinzu kam eine leicht übernormale Anzahl von Westlagen in den Monaten Januar, Februar und Dezember, während Ostwetterlagen, welche besonders in den Wintermonaten stark kühlend wirken, in diesen zu selten auftraten. Weiterhin war im Frühling eine etwas überdurchschnittliche Anzahl der erwärmend wirkenden Zentralhochlagen zu verzeichnen.

Und der Großwettertyp Südwest, welcher im Oktober am stärksten erwärmend wirkt, wurde just in diesem Monat an 16 (!) Tagen beobachtet- fast sechsmal so häufig, wie im langjährigen Oktobermittel! Damit ist klar erwiesen, dass wir das Rekordjahr 2014 einer glücklichen, äußerst seltenen Kombination aus relativ hoher Sonnenscheindauer und einer äußerst günstigen zeitlichen und quantitativen Häufung bestimmter Wetterlagen verdanken- das Richtige stets zur richtigen Zeit!"

Auch die Wissenschaftler des DWD, der Dipl.-Met. Christoph Hartmann, untermauern den o.g. meteorologischen Grund, warum 2014 in Deutschland ein Rekordwärmejahr wurde: "Und genau so ist es mit dem wärmsten Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Wir lagen 2014 ungewöhnlich häufig im Bereich der Ausgleichsströmung von Süd nach Nord und haben dadurch den Rekord erreicht."

Während die DWD-Führung einmal mehr schwadroniert und von einem "klimatologischen Paukenschlag“ redet (DWD-Präsident). Anmerkung: Angesichts solchen Unsinns braucht man den Namen nicht zu kennen und auch nicht zu merken. Klima ist per v.g. Definition (unter Abb.2) das statistische Wettergeschehen im Zeitraum von 30 Jahren. 1 Jahr Wettergeschehen kann daher niemals Klima oder gar ein „klimatologischer Paukenschlag“ sein. Schon traurig, wenn der Präsident des DWD nicht einmal weiß, was Klima ist, also nicht einmal weiß, wovon er spricht. Die DWD-Mitarbeiter können einem leidtun.

2. Zwischenergebnis:

– Die Sonnenaktivität wirkt sich zeitlich versetzt auf die Jahrestemperaturen aus, mit einem time-lag von exakt 11 Jahren.

– 2003 war das Jahr der (bisher) stärksten solaren Aktivität – 11 Jahre später ist diese in den Jahrestemperaturen sichtbar, wobei sich die Erwärmungsmonate 2003 und 2014 (direkte/indirekte solare Auswirkungen) spiegelbildlich zueinander verhalten

– Die indirekten solaren Auswirkungen bewirken entsprechende Großwetterlagen, die für unser Wetter und damit die Temperaturen, insbesondere im Herbst/Winter dominant sind.

Sieht also bisher nicht gut aus, für die Fraktion von IPCC und CO. und ihre Modellszenarien. Sieht ganz so aus, als ob die Fraktion der Naturforscher unter den Klimaforschern auch das Wärmejahr 2014 hinlänglich erklären können. Zur Bestätigung soll nach einem finalen praktischen Beweis gesucht werden. Wie verhielten sich die Temperaturen in Deutschland nach dem vorletzten Maximum im Hauptsonnenzyklus? Wie sie sich nach dem letzten, in 2003 entwickelten, haben unsere Leser gesehen. Da die Länge des Hauptsonnenzyklus im Mittel 207 Jahre beträgt, soll zuerst nach dem exakten Datum gesucht werden, wann dies war (Abb.9 und 10).

Abb.9 zeigt die nach einem Analyseverfahren von Prof. Solanki rekonstruierte Sonnenaktivität, Quelle: (https://tallbloke.wordpress.com/2013/10/05/reconstructed-solar-activity-from-14c-reference-data/). Demnach war das vorletzte Maximum im Hauptsonnenzyklus kurz vor der Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert.

Abb.10, Quelle: United States Geological Survey, zeigt die solare Aktivität der vergangenen 1100 Jahre. Danach war das Maximum im Hauptsonnenzyklus ebenfalls um 1795. Wegen der eingeschränkten Ablesegenauigkeit lässt sich nicht exakt sagen, ob 1795, 1796 oder 1797.

Jetzt gibt es leider keine verlässlichen Deutschlandtemperaturen, die so weit zurückreichen. Nach DWD reichen diese lediglich bis 1881 zurück. Es gibt aber eine Temperaturmessstation, die selbst der DWD als Temperaturreferenzstation ansieht: Es ist sein wissenschaftliches Observatorium auf dem Hohen Peißenberg (HPB), Abb.11.

Abb.11 zeigt nach Daten des DWD den Temperaturgang auf dem Hohenpeißenberg in den Jahren vor und nach dem vorletzten Maximum im Hauptsonnenzyklus. Anhand der Temperaturdaten ist 1797 das exakte Jahr, in dem der Hauptsonnenzyklus sein Maximum hatte. Gehen wir 11 Jahre weiter, so sehen wir, dass die Jahrestemperatur einen Allzeithöchstwert erreichte.

Nun soll der heutige Temperaturgang der Deutschlandtemperaturen, also der, nach dem letzten Maximum im Hauptsonnenzyklus in 2003, mit dem Temperaturgang der Referenzstation HPB und dem vorletzten Maximum im Hauptsonnenzyklus verglichen werden (Abb.12).

Abb.12 nach Daten des DWD zeigt den Temperaturgang der Temperaturreferenzstation HPB und die Deutschlandtemperaturen, jeweils im Zeitraum des Maximums im Hauptsonnenzyklus. Der Gleichklang beider Temperaturreihen, nicht nur in ihrem jeweiligen Höchstständen, sondern auch Tiefstständen und im Verlauf ist frappierend und selbst redend!

Ergebnis:

Dass 2014 in Deutschland ein "Rekordwärmejahr" wird, war zu erwarten und konnte nach den gezeigten Untersuchungen gar nicht anders eintreten! Es ist einzig auf die Sonne zurückzuführen – ihrer direkten und indirekten Auswirkungen auf unser Wetter und damit des Klimas.

Bleibt noch die Frage zu beantworten, warum global kein Spitzenwärmejahr eintreten konnte und eingetreten ist. Auch zu dieser Frage gibt die o.g. Arbeit von Solanki et al.  einen entscheidenden Hinweis. Die Wissenschaftler schreiben von einer Korrelation für die nördliche Hemisphäre von 96% bis 99% und weiter "There is no significant correlation with the southern hemisphere temperatures of MJ03, which is not surprising in view of the fact that the northern and southern temperatures of MJ03 are not correlated either."

MJ03 = NH temperatures from multiproxy data for AD 200 to AD 1980, Mann and Jones, 2003,

Dieses time lag zwischen Sonnenaktivität und Temperatur ist bei den Temperaturrekonstruktionen der Südhalbkugel nicht hinreichend zu finden – gibt es dort nicht und da in 2014 die solare Aktivität vergleichsweise moderat war, kann/konnte es global auch nicht zu einem Wärmejahr 2014 kommen!

Die Untersuchungen anhand der gezeigten Temperaturzeitreihen bestätigen nicht nur die Arbeit von Solanki et al., sie zeigen auch, dass unter Kenntnis der natürlichen Wetterbeobachtungen und deren natürlichen Ursachen, kein Spielraum für Panikmache jeglicher Art ist. Die Wetterfröschin des ZDF, Inge Niedek eröffnete ihren Wetterbericht am 03.01.2015 zur besten Sendezeit vom Brandenburger Tor mit den Worten: "Mit Start 2015 haben wir in Deutschland ein Rekordwärmejahr verabschiedet, und dabei war Berlin übrigens deutschlandweit Spitzenreiter und lag mit 2,2°C über dem langjährigen Mittelwert." Der DWD gibt den Jahresmittelwert von Berlin mit 11,3°C an (Klimareferenzzeitraum = "langjähriger Mittelwert" = 9,1°C)

Nun, was es mit dem "Rekordwärmejahr" in Deutschland auf sich hat, wurde detailliert erläutert und bewiesen, auf was es zurück zu führen ist. Was es mit dem vermeintlichen "Spitzenreiter" Berlin bei den Jahrestemperaturen 2014 auf sich hat, soll noch kurz gezeigt werden.

Das Autorenteam Leistenschneider, Kowatsch, Kämpfe zeigte, dass die Berliner Temperaturaufzeichnungen mit einem Wärmeinseleffekt von +1,2°C behaftet sind (http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/deutscher-wetterdienst-dwd-im-fantasia-land-wie-die-dwd-fuehrung-die-bevoelkerung-in-die-irre-fuehrt/). Wird die Temperatur von den WI-Einflüssen bereinigt, so liegt die Jahrestemperatur 2014 in Berlin bei 10,1°C. Aber selbst, wenn der WI unberücksichtigt bleibt, ist die in Berlin 2014 gemessene Mitteltemperatur keine Rekordtemperatur, wie Abb.13 beweist.

Abb.13: Als Haupt- und Großstadt verfügt Berlin über eine lange, durchgängige Datenreihe gemessener Temperaturen (Quelle: http://www.wetterzentrale.de/klima/ tberlintem.html). Wird die Jahrestemperatur WI-bereinigt, so war es im 18- und 19 Jahrhundert gleich mehrfach in Berlin wärmer als 2014. Aber selbst ohne WI-Bereinigung wurden in Berlin im 18.Jahrhundert höhere Temperaturen gemessen.

Nach der Lehre der IPCC und CO. können die in Berlin im 18.Jahrhundert gemessenen Rekordtemperaturen nur darauf zurück zu führen sein, dass zu Zeiten des Alten Fritz die Berliner zu viel CO2 in die Atmosphäre verfrachteten. Pulverdampf soll ja kein Treibhausgas sein.

"Mit Start 2015 haben wir in Deutschland ein Rekordwärmejahr verabschiedet" Wann verabschiedet sich das ZDF von solchen "Propheten", die Physik/Meteorologie offenbar mit Science Fiction verwechseln, ohne, wie es für wissenschaftlich ausgebildete Menschen selbstverständlich ist, Dinge zu hinterfragen und nach Begründungen zu suchen und zwar nach Begründungen, die ergebnisoffen gesucht werden – der Maxime wissenschaftlicher Forschung.

Das IPCC wurde 1988 mit dem Auftrag gegründet (1), den Beweis für die menschengemachte Klimaerwärmung herzuleiten. Von Ergebnisoffenheit also keine Spur. Insofern kann daher alles, was aus dem IPCC an die Öffentlichkeit preisgegeben wird, nur den Inhalt von Pseudowissenschaft für sich in Anspruch nehmen, da das Grundmaxim wissenschaftlichen Handelns, die ergebnisoffene Forschung, von Beginn an ausgeschlossen wurde.

Raimund Leistenschneider – EIKE

(1) Quelle http://www.ipcc.ch/about/index.htm

unter Mandate: "The IPCC was established to provide the decision-makers and others interested in climate change with an objective source of information about climate change. The IPCC does not conduct any research nor does it monitor climate related data or parameters. Its role is to assess on a comprehensive, objective, open and transparent basis the latest scientific, technical and socio-economic literature produced worldwide relevant to the understanding of the risk of human-induced climate change, its observed and projected impacts and options for adaptation and mitigation. IPCC reports should be neutral with respect to policy, although they need to deal objectively with policy relevant scientific, technical and socio economic factors. They should be of high scientific and technical standards, and aim to reflect a range of views, expertise and wide geographical coverage."




Vorschau auf den Herbst 2014

Doch schauen wir nun zunächst mal zurück auf den vergangenen Sommermonat August, der diesmal sicherlich nicht als „Sommermonat“ bezeichnet werden kann. In unserem Bericht werden als Betrachtungszeitraum die letzten 20/25 Jahre zu Grunde gelegt, denn seitdem gibt es das IPCC und mit ihm als Hauptaufgabe, die vermeintlichen Gefahren (Angst) vor einem anthropogenen Klimawandel herzuleiten und aufrecht zu halten. Nicht zuletzt auch zur eigenen Daseinsberechtigung.

Zur Vorhersagegüte der Klimamodelle und deren Aussagen war zum Beispiel für den Monat August vor 20 Jahren, ganz im Sinne der Klimapanik, vorhergesagt worden, dass dieser Monat vor allem in Sachsen und Brandenburg immer wärmer werden sollte, weniger Regen, mit einer ausgesprochenen Zunahme der Versteppungsanzeichen.

Nichts von alledem ist gekommen. Die angebliche CO2-Treibhauswirkung scheint für den August grundsätzlich ausgesetzt zu haben und der ihm zugebilligte Strahlungsantrieb nicht zu gelten. Ähnlich wie das alte ironische Bauernsprichwort erzählt, im August stechen die Brennnesseln nicht. Augenscheinlich gibt es für das IPCC, PIK, DWD,… eine Wahl-Physik, in der einmal die Strahlungspostulate des AGW gelten und einmal nicht.

 

Abb.1: Die Augusttemperaturen fallen seit über 20 Jahren, sogar eine 25jährige nach den DWD-Daten gezeichnete Grafik würde einen fallenden Trend haben. Im Süden Deutschland hatte der August sogar 100jährige Kältemarken erreicht.

Ein Bademonat August gab es in manchen Gegenden im Süden einfach nicht. So wurde für den ganzen Sommer 2014 in Hüttlingen im Ostalbkreis nur die Hälfte der sonst üblichen Badebesucher gezählt.

Doch nun zum Herbst: Was lässt uns der September erwarten?

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Septembermonate der letzten 23 Jahre

 

Abb.2: Die Kohlendioxidkonzentrationen sind in diesem Zeitraum der letzten 23 Jahre gestiegen, die Temperaturen gehen je nach Jahr mal Rauf und Runter, was vollkommen normal ist. Die lineare Trendlinie ist leicht steigend, die letzten 11 September waren also etwas wärmer als die erste Hälfte des Betrachtungszeitraumes.

Im Jahre 1991 hatte der September einen Schnitt von 14,8°C und im Jahre 2013 nur 13,3°C. Was aber lediglich zeigt, dass der September in den letzten Jahren einen Trend zur Abkühlung hat, also die gleiche Richtung einschlägt, die der August schon lange hat. Wegen der kälteren Septembermonate in der ersten Hälfte des Betrachtungszeitraumes zeigt die lineare Trendlinie aber immer noch nach oben. Werden allerdings die Temperaturen um den zunehmenden Wärmeinseleffekt bereinigen, so ist die lineare Trendlinie über das letzte Vierteljahrhundert ziemlich ausgeglichen. Bei einer Septembergrafik nur über die letzten 17 Jahre sind beide Trendlinien fallend, insofern verhält sich der September genauso wie die Grafik der deutschen Jahrestemperaturen, gezeichnet nach den offiziellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

Die Erwärmung macht also keine Pause wie die „Klimapanikmacher“ teilweise seit einem Jahr nun doch eingestehen, sondern seit 17 Jahren haben die Jahrestemperaturen eine fallende Trendlinie, in Deutschland und global. Nur der zunehmende Wärmeinseleffekt mag bei einigen in den letzten Jahren ausufernden Stationen, deren Umgebung sich besonders rasch verändert hat, eine Pause anzeigen.

Abb.3: Die Jahrestemperaturen Deutschlands sind schon vor der Jahrtausendwende in einen fallenden Trend übergegangen, der vor allem von den Medienvertretern ignoriert wird, denn Panikmache verkauft sich bekanntlich besser als investigativer Journalismus.

Noch eine Anmerkung an unsere Leser: Bitte kopieren Sie diese Grafik 3 und senden Sie diese immer wieder ihren Heimatmedien zu. Der Kohlendioxidgehalt ist in den letzten 17 Jahren weiter gestiegen, trotz der deutschen Energiewende, die Temperaturen indes scheren sich weder um die deutsche Energiewende noch um die CO2-Konzentrationen, Die Temperaturen sind gefallen und der Trend zur Abkühlung wird anhalten.

Der Herbst:

Die drei Monate September, Oktober und November fasst man unter der Jahreszeit Herbst zusammen. Die Grafik der letzten 25 Jahre bis 2013 sah bislang so aus (Abb.4):

Insgesamt haben die drei Monate über das letzte Vierteljahrhundert noch eine leicht steigende lineare Trendlinie, welche durch den warmen Herbst 2006 hervorgerufen wird. Auch der zweitwärmste Herbst lag in der rechten Hälfte des Diagrammes, so dass die Herbsttemperaturen in den letzten 12 Jahren im Schnitt etwas wärmer waren als die 12 Jahre vor der Jahrtausendwende.

 

Abb.4: Die Herbsttemperaturen über die letzten 25 Jahre zeigen einen leicht erwärmenden Verlauf. Hier passt der Verlauf zur Zunahme des atmosphärischen CO2-Wertes und damit (zumindest von der Tendenz) zum postulierten Strahlungsantrieb. IPCC, PIK und DWD können ihre o.g. Wahl-Physik anwenden.

Doch stimmt die Grafik wirklich? Ist der Herbst in den letzten 25 Jahren tatsächlich wärmer geworden. Etwas anders sieht der Verlauf der Temperaturen aus, wenn man nur die jüngere Zeit betrachtet, beispielweise die letzten 15 Jahre:

Abb.5: In den letzten 15 Jahren sind die drei Herbstmonate ziemlich gleichbleibend verlaufen. Bisher ist kein Temperatur-Trend in diesem Jahrtausend feststellbar. Auch beim Herbst endete die Erwärmungsphase um die Jahrtausendwende. Seitdem haben wir einen Stillstand. Man bedenke, wir verwenden die DWD-Originalwerte, die nicht (!) WI-bereinigt sind. Wie schön für die Treibhausanhänger war doch die Herbstdarstellung der Deutschlandtemperaturen des DWD in seinem Klimastatusbericht 2006, die er unkommentiert als Deckplatt platzierte.

Klimastatusberichts des DWD 2006, der im April 2007 veröffentlicht wurde – passend zum AR4. Auf dem Titelblatt ist unsere Abb.6 zu sehen, die nirgends im Bericht kommentiert oder benannt ist. Leicht wird der Eindruck erweckt, dass die Temperatur in Deutschland 2006 alle Rekorde gebrochen hat und das Klima dabei ist „aus dem Ruder“ zu laufen. Im gesamten Bericht ist kein Hinweis auf die Abbildung zu finden. Ein Schelm, der sich Böses dabei denkt. Die Darstellung des DWD zeigt die Herbsttemperaturen bis 2006. Eigentlich gehört in den Statusbericht eines Jahres, die Jahrestemperatur auf das Deckblatt, aber diese ist nicht so spektakulär. Wir zeigen Ihnen ebenfalls die Herbsttemperaturen (auch nach DWD-Daten) bis 2013 und deren Trend. Die DWD-Führung darf diese gerne wieder als Deckblatt, diesmal für ihren Statusbericht 2014 verwenden. Wir haben jedoch die berechtigte Befürchtung, dass Abb.4 für die Desinformation, die die DWD-Führung betreibt (gesonderter Bericht hierzu folgt in Kürze), die hinter solchen Vorgängen steht, nicht geeignet ist.

Wir kommen damit zu folgenden Ergebnissen über den Herbst 2014

    Der August wird eindeutig kälter, und zwar bereits seit 25 Jahren

    Der September und der Herbst bestätigen diesen fallenden Augusttrend aber nicht.

    Die drei Herbst-Monate verhielten sich bislang ausgeglichen.

    Der Herbst zeigte eine leichte Erwärmung bis zur Jahrtausendwende.

    Seit 15 Jahren sind die drei Monate ziemlich stabil, mit einem ganz leichten Trend nach unten, jedoch nicht so deutlich wie bei den DWD-Jahrestemperaturen.

Auch der Herbst 2014 wird sich in diesem Bereich der letzten Jahre wohl einpendeln, also im Bereich von 9,2°C (+/-0,5°C)

Gesamtergebnis: Auch die drei Herbstmonate können die menschengemachte Klimapanik, wonach steigende CO2-Konzentrationen die Temperaturen immer weiter nach oben treiben sollen, nicht bestätigen.

“Die Winter werden in Deutschland seit einem Vierteljahrhundert deutlich kälter“ (http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-winter-werden-in-deutschland-seit-einemvierteljahrhundert-deutlich-kaelter/)

Als seriöse Klimaforscher überlassen wir jedoch die Antwort der Realität und nicht abstrusen (willkürlichen) Klimamodellen oder einer Wahl-Physik.

Josef Kowatsch – Hüttlingen

Raimund Leistenschneider – EIKE

 




Die Lachnummern von DWD, PIK und FAZ, Teil 2

Zu diesem Statement kommen wir noch. Zuerst wenden wir uns den Tatsachen zu (Abb.1)

 

Abb.1 (Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17514-2014-05-05.html) zeigt das markierte Gebiet des Wilkes-Beckens in der Ostantarktis.

Nun wenden wir uns der Frage zu, wie die Temperaturentwicklung in diesem Gebiet aussieht. In unmittelbarer Nähe liegt die französische Forschungsstation “Dumont d´Urvi“ (Abb.2).

 

Abb.2 (Quelle: http://www.antarctica.ac.uk/met/gjma/) gibt eine Übersicht der antarktischen Polarstationen. Die Forschungsstation “Dumont d´Urvi“ kann auf eine Temperaturdatenreihe von über 50 Jahren zurück greifen.

 

Abb.3 (Quelle: Wikipedia) zeigt die Temperaturdatenreihe von “Dumont d´Urvi“, nahe dem Wilkes-Becken. Wie unschwer zu erkennen, fallen dort seit 30 Jahren die Temperaturen deutlich. Es besteht demnach nicht der geringste Spielraum zu der Einschätzung, der genannte „Korken“ könnte abschmelzen. Mal ungesehen davon, welche Folgen dadurch ausgelöst werden, die nicht auf Ergebnissen aus Computerspielen beruhen.

Wir suchen nach einem weiteren möglichen Beleg, der die These der PIK-Folgen“wissenschaftler“ untermauern könnte und betrachten die gesamte antarktische Temperaturentwicklung der letzten Jahrzehnte (Abb.4).

 

Abb.4 (Quelle: http://www.ucar.edu/communications/quarterly/summer08/antarctica.jsp) zeigt die antarktische Temperaturentwicklung über die letzten 35 Jahre. Rot bedeutet Erwärmung, blau, Abkühlung. Das gesamte Areal der Ostantarktis, die komplette Gegend des Wikles-Beckens und der weitaus größte Teil der Antarktis verzeichnete in den letzten Jahrzehnten eine Abkühlung. Dem Zeitraum also, der nach den AGW-Panikern, Entschuldigung, AGW-Aktivisten, durch eine nie dagewesene menschengemachte globale Erwärmung gekennzeichnet ist.

Zur Abb.4 noch die gemittelte Temperaturentwicklung der Antarktis über die letzten Jahrzehnte.

 

Abb. 5 (Quelle: http://www.climate4you.com/GlobalTemperatures.htm). Die Datenreihe spricht für sich – keine Erhöhung der Temperatur zu sehen.

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Entwicklung der antarktischen Temperaturen über die letzten 5.000 Jahre aus Vostok-Eisbohrkerndaten (Abb.6).

 

Abb.6 Quelle: (http://www.c3headlines.com/) zeigt deutlich die Warmperioden der mittelalterlichen Warmzeit, des römischen Klimaoptimums und das Holozänoptimum. Das gegenwärtige Temperaturniveau ist als mäßig einzustufen. Allein in 13 Zeitabschnitten war es in den letzten 5.000 Jahren wärmer als heute. Seit Beginn des Jahrhunderts ist wieder ein deutlicher Temperaturrückgang zu verzeichnen.

Die Untersuchung zeigt in eindeutiger Weise, dass kein Raum für Panikmache oder gar Horrorszenarien besteht. Die medienwirksam zur Geltung gebrachten Korkenentleerung ist nichts anderes als der bei der deutschen Presse wieder einmal geglückte Versuch, sich mit Szenarien, die Hollywood nicht besser entwerfen könnte, Aufmerksamkeit zu erzielen. Mit Wissenschaft hat dies nichts zu tun. Wie Abb.6 eindrucksvoll belegt, sind die derzeitigen Temperaturen als moderat einzustufen. Der Trend ist sogar negativ (türkisfarbener Pfeil)

Im Betrachtungszeitraum ist deutlich ein Schwingverhalten (grün) zu sehen, was nur auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Anhand der halben Periodenlänge, die auf der Abbildung zu sehen ist, beträgt die gesamte Schwingungsdauer für einen Zyklus ca. 7.800 Jahre. Dies ist die selbe Schwingungszeit, wie sie die Sonne bei ihren Langzeitaktivitätsschwankungen aufweist.

1. Ergebnis

Kein Temperauranstieg in der Antarktis, im Gegenteil, Rückgang der Temperaturen, kein Eisrückgang, im Gegenteil, ein Anstieg des Eisvolumens und langfristig deutlich niedrigere Temperaturen als in den vergangenen Jahrhunderten, gar Jahrtausenden.

Nach dieser Faktenbetrachtung, zurück zu der Aussage der PIK´schen Forschergruppe “Das Wilkes-Becken der Ost-Antarktis ist wie eine gekippte Flasche, wenn der Korken gezogen wird, entleert sie sich.“

Durch die „Korkenschmelze“ im Wilkes-Becken der Ost-Antarktis würde also wie aus einer gekippten Flasche, wenn der Korken gezogen wird, der Meeresspiegel um bis zu 4m ansteigen. Der Autor hofft doch sehr, dass die genannten Folgenforscher nicht zu viele Korken „geköpft“ und zu viele Flaschen gekippt haben und dann unter den bekannten Folgen zu ihrem Folgenergebnis gelangt sind, dass uns hier in Auszügen präsentiert wird. Da stellt sich doch nur die Frage, warum nicht gleich um 40m? Macht sich doch gegenüber der deutschen Panikpresse noch besser und ist für die Computerspiele ebenfalls kein Problem, mit entsprechender Parametrierung der Randbedingungen zu solchem Ergebnis zu gelangen.

Die bereits erwähnte Zielgruppe des PIK, die deutschen Presse, allen voran einmal mehr der Schreiber der FAZ, Herr Joachim Müller-Jung sind auf den Sciecne Fiktion-Bericht des PIK, generiert aus Computerspielen, (wieder einmal) reingefallen. Aber womöglich haben die dortigen Verantwortlichen ebenfalls vor der Veröffentlichung ihres Berichts am 14.05.2014 in der FAZ “Auf zu dünnem Eis“ zu „viele Flaschen gekippt“. Obwohl dies bei Journalisten wohl nicht notwendig ist, um Unsinn zu schreiben. Nannte Lenin Journalisten doch treffend „nützliche Idioten“. Schauen wir uns einmal die Passagen über die Ostantarktis aus dem Artikel des Herrn Müller-Jung an:

“Auch über die noch gigantischeren Eispanzer im Osten, bis zu drei Kilometer dick und in der Fläche zehnmal so groß wie die Westantarktis, wird neu nachgedacht. „Wir haben ihre Stabilität überschätzt“, kommentierte Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung eine Berechnung, die man jüngst für das Wilkes-Becken vorgenommen hat. Ein Eisstück an der Küste hält, so Levermann, riesige dahinterliegende Eismassen zurück – „wie ein Korken den Inhalt der Flasche“. Schmilzt der Korken, gibt es kein Halten mehr: drei bis vier Meter Meeresspiegelanstieg.“ Soweit Herr Müller-Jung.

Und die Fakten? Wie gesehen: Kein Temperauranstieg, im Gegenteil, Rückgang der Temperaturen, kein Eisrückgang, im Gegenteil, ein Anstieg des Eisvolumens und langfristig deutlich niedrigere Temperaturen als in den vergangenen Jahrhunderten, gar Jahrtausenden.

Da stellt sich die Frage, wie lange will die FAZ ihren Lesern noch solchen Unsinn als Wissenschaft verkaufen. Wenn die dortigen Verantwortlichen schon nicht damit aufhören können, dann sollen sie doch bitte solche Artikel unter der Rubrik Satire veröffentlichen. Dies wäre sowohl für die FAZ, das Wissen ihrer Schreiber/Redakteure und natürlich für ihre Leser, ein großes Stück glaubwürdiger/ehrlicher, als den FAZ-Lesern Unsinn oder Satire als Wahrheit zu verkaufen. Auch die Zeilen im besagten Artikel zur Westantarktis sind nicht wirklich besser:

Herr Müller-Jung: "Die größte Gefahr lauert allerdings unten: An der Stelle, an der die Eispanzer sich ins Meer schieben, frisst sich die Wärme jetzt immer schneller durchs Fundament. Das Eis wird dünner und leichter, es fließt schneller ab und verliert sich im Meer. In der Westantarktis hat man die gruselige Beschleunigung jetzt mit Radarfotos der vergangenen Jahrzehnte dokumentiert. Eric Rignot, ein kalifornischer Nasa-Forscher, hat die jüngsten, in den Wissenschaftsmagazinen „Science“ und „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten Zeugnisse auf den Punkt gebracht: „Der Kollaps der Westantarktis scheint jetzt unaufhaltsam.“ Donnerwetter, das sind doch starke Worte, die Herr Müller-Jung uns zumutet.

Immerhin hat der FAZ-Autor offensichtlich mal etwas richtig verstanden, bzw. wiedergegeben. Auch wenn dieser eine entsprechende blumige Wortwahl (“frisst“, “verliert sich im Meer“) dafür verwendet. Bei den entsprechenden Eisflächen der Westantarktis handelt es sich um Schelfeisflächen, also um schwimmendes Eis, welches von Meerwasser unterspült wird. Daher eine kleine Unterrichtstunde für allzu kritiklose Journalisten und Aufklärung für wissenschaftlich Interessierte:

Das Kalben von Eis, als auch das Abbrechen ganzer Eisfelder von Schelfeisflächen gehört zum normalen Klimageschehen vor Ort. Es gibt kein statisches Eis. Der Eispanzer der Antarktis ist dabei ständig in Bewegung (folgende Abbildung), so dass es zwangsläufig zu Abbrüchen kommt. Ansonsten würde das Eis längst die ganze Erde bedecken. Das Eis fließt zu den Rändern des Eisschildes, also zu den Küsten. Die Abbildung rechts zeigt anhand von Satellitenmessungen die unterschiedliche Fließgeschwindigkeit und die Richtung des fließenden Eises (Quelle: British Antarctic Survey).

 

Abb.7 links zeigt schematisch die Ursachen des Eisflusses. Durch Niederschläge wird das Eisschild vergrößert. Durch das zusätzliche Gewicht und dem daraus resultierenden Druck, wird das Eis darunter verdichtet und erhält, wenn der Druckimpuls am Boden ankommt, einen seitlichen Impuls, der wegen der Topographie des Bodens und der Schwerkraft, seitlich zu den Küsten abfließt – das Eis fließt. Verliert das Eis den Grund, bricht es. Abb.7 rechts zeigt die unterschiedliche Fließgeschwindigkeit des antarktischen Eisschildes. Zu den Küsten hin wird diese größer (http://www.stabilisation2005.com/day1/Chris_Rapley.pdf).

Im Laufe von Jahrtausenden muss es also zum Abbrechen ganzer Eisfelder kommen, da sich das Eis immer weiter ins Meer schiebt, den Grund verliert und wegen seines zunehmenden Gewichtes instabil wird. Diese Instabilität wird dabei durch das Umspülen relativ warmen Meerwassers verstärkt.

Wie Untersuchungen der British Antarctic Survey ergaben, hat sich insbesondere an den Küsten und besonders auf der antarktischen Halbinsel die Niederschlagsmenge (Schnee) stark erhöht und zwar um über 1 t/m2 pro Jahr (folgende Abbildung rechts). Leicht vorzustellen, welchen Einfluss dieses zusätzliche Gewicht auf die Stabilität der Schelfeisfelder ausübt.

 

Abb.8 links gibt einen Überblick über die Schelfeisflächen der Antarktis und deren Größe. In der Abbildung rechts ist deutlich erkennbar, dass die antarktische Halbinsel (“Peninsula“), dort, wo die spektakulären Eisabbrüche zu verzeichnen waren, die stärksten Schneefälle pro Jahr, mit der höchsten Gewichtszunahme erhielt. Quelle: British Antarctic Survey

2. Ergebnis:

Eisabbrüche muss es zwangsläufig geben, auch größere, da das Eis der Antarktis zu ihren Küsten wandert und dann keinen Untergrund (Halt) mehr hat.

Dies alles erklärt noch nicht vollständig, warum in der Westantarktis und dort nur auf der Halbinsel Peninsula spektakuläre Abbrüche ganzer Eisfelder zu verzeichnen sind und warum die Westantarktis einen anderen Temperaturverlauf zeigt, wie die Ostantarktis. Wie bereits geschildert und von Herrn Müller-Jung bestätigt (auch wenn er die Zusammenhänge ganz offensichtlich nicht kennt), sind beide Gründe in den unterschiedlichen Meeresströmungen und den damit verbundenen Wassertemperaturen zu suchen.

Z.B. bei den Eisfeldern Larsen B und Wilkensens, bei denen in der jüngeren Vergangenheit spektakuläre Eisabbrüche zu verzeichnen waren, handelt es sich um schwimmendes Eis. Erwärmt sich das umgebende Wasser (Herr Müller-Jung spricht von fressen), so muss dies Auswirkungen auf die Eisfelder und deren Stabilität, sowie auf die Landtemperaturen haben. Da sich die Messstationen in der Antarktis vorrangig in Küstennähe befinden, wird durch sie die gesamte ausgewiesene antarktische Mitteltemperatur bestimmt.

 

Abb.9 zeigt den Sea Surface-Temperaturtrend von 1955 – 1998 nach den Angaben der POGO (Partnerchip for Observation of the Global Oceans). Insbesondere die Gewässer um die antarktische Halbinsel zeigen dabei eine im Vergleich deutliche Temperaturerhöhung. Inwieweit die Daten auf eine Erwärmung des Wassers vor Ort oder auf Meeresströmungen zurückzuführen sind, zeigt die folgende Abbildung.

Die Oberflächengewässer der antarktischen Halbinsel werden vorrangig durch die WSSP-Meeresströmung (Western Subtropical South Pacific), die warmes Wasser von der australischen Ostküste an der antarktischen Halbinsel vorbei in den Südatlantik transportiert (folgende Abbildung), bestimmt. Dieser Strom wird stark von der ENSO beeinflusst, die Schwingungscharakter aufweist und von natürlichen Ursachen (Sonne) bestimmt wird.

 

Abb.10 zeigt die Meeresströmungen im Südpazifik (Quelle: Prof. John Turner, “The El Niño-Southern Oscillation and Antarctica“, International Journal of Climatology, 2004) und dazu den ENSO-Index von 1950 – 2010, Quelle: (http://www.esrl.noaa.gov/psd/enso/enso.mei_index.html). Ab 1977 lässt sich eine Änderung der ENSO erkennen. Sie wechselt ins Positive. Damit ist erklärbar, warum vermehrt warmes Wasser an die Westantarktis gelangt (rot umrundet). Da die ENSO wie alle Ozeanoszillationen zyklisch ist, ist in Kürze mit einem erneuten Wechsel zu rechnen, der sich seit 2005 ankündigt.

Dass es sich bei den veränderten Meeresströmungen um wiederkehrende, wechselnde Ereignisse handelt, zeigt Abb.11.

 

Abb.11 links zeigt die Temperaturoberflächenanomalie für die antarktische Halbinsel (rot) und für die übrige Antarktis (grün, Quelle: http://www.appinsys.com/GlobalWarming/AntarcticWilkinsIceShelf.htm) im Zeitraum von 1860 – 2009. Zum einen ist ersichtlich, dass das Gebiet um Peninsula eine deutlich höhere Temperaturschwankungsbreite aufweist, was auf die ENSO zurückzuführen ist und zum anderen, sind recht gut die beiden Zyklen zu erkennen, die im Betrachtungszeitraum liegen. Ab Mitte der 1940-Jahre begann der jetzige Zyklus, der um die Jahrtausendwende seine Richtung änderte und seither abfällt.

Was noch aussteht, ist der Beweis, dass sowohl die antarktischen Temperaturen, als auch die Schwankungen der Meeresströmungen natürlichen Ursprungs sind und von der Sonne abhängen.

 

Abb.12 im Hintergrund zeigt die gesamte antarktische Eisentwicklung von 1979 – 2006 und dazu im Vordergrund, den solar radio flux (Sonnenaktivität) im Zeitraum von 1994 – 2007. Die starke 2. Spitze des 23. Schwabe-Sonnenzyklus, die mit dem Maximum des im Mittel 208-jährigen de Vries-Suess-Sonnenzyklus zusammenfällt und durch diesen angetrieben wurde, ist wie ein unverwechselbarer Fingerabdruck in die antarktische Eisentwicklung eingeprägt (rot). Dies ist genau der Zeitpunkt, an dem das große westantarktische Eisfeld Larsen B, nachdem es 10.000 Jahre Bestand hatte, zusammenbrach. Zur solaren Aktivität meldete die Max Planck Gesellschaft in 2004 “Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“.

Abb13 zeigt den Zusammenhang der Oberflächentemperatur im Südpazifik in Relation zum CTI (Eastern Equatorial Pacific Sea Surface Temperature Anomalies "Cold Tongue Index") aufgezeigt. Der CTI deckt das Meeresgebiet ab, welches durch den El Niño vorzugsweise betroffen ist.

 

Abb.13: Die Zeitreihe zeigt deutlich den Zusammenhang zwischen Süd Pazifik SSTA und CTI, Quelle: (http://climatechange1.wordpress.com/2008/11/29/how-enso-rules-the-oceans/) und die Abbildung rechts das Gebiet des CTI, Quelle: (http://gcmd.nasa.gov/records/GCMD_JISAO_CTI_SST_PACIFIC.html).

 

In Abb.14 wird die Süd Pazifik SST/CTI (blau) mit der Sonnenaktivität im Schwabezyklus (rot) und dem Anstieg des Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus (Tendenz in grün) verglichen. Deutlich ist zu sehen, dass zum einen, die SST/CTI dem Muster des Schwabezyklus folgt und zum anderen deren Anstieg, dem de Vries/Suess-Zyklus. Der kurz vor seinem Maximum um 2003, die SST/CTI 1995 steil ansteigen lässt. 

Das AWI meldete am 21. April 2008, dass sich die Tiefsee (ca. 4.000m) um die Antarktis seit 3 Jahren wieder abkühlt, wie Wissenschaftler (58 Wissenschaftler aus 10 Nationen) des AWI herausfanden. Das AWI ist sich dabei sicher, dass die Abnahme der Temperaturen kein Einmalereignis, sondern eine “Trendumkehr“ darstellt.

Seit 20 Jahren messen dort Wissenschaftler die Tiefseetemperaturen. In den ersten 15 Jahren wurde eine Erwärmung gemessen und seit gut 3 Jahren eine Abkühlung. Sowohl die Erwärmungsphase, als auch die gegenwärtige Abkühlungsphase korrelieren (sind deckungsgleich) mit der Sonnenaktivität, die sich im Schwabe- und de Vries/Suess-Zyklus widerspiegelt (siehe die 8-teilige Reihe des Autors “Dynamisches Sonnensystem – Die tatsächlichen Hintergründe des Klimawandels“). Für das globale Wettergeschehen funktioniert die Antarktis und deren umgebendes Meer als eine Art globale Klimaanlage, wie die folgende Abbildung zeigt.

 

Abb.15 zeigt die globale Umwälzzirkulation nach Schmitz (1996), Quelle: AWI.

Aus den Meeresströmungen ist ersichtlich, dass Temperaturänderungen der antarktischen Tiefsee weiträumige Folgen auf die globalen Meeresströmungen und somit auf das Klima ausüben. Sie wirken als eine riesige Klimapumpe, die über Strömungen in der Tiefsee Pazifik, Atlantik und den indischen Ozean mit kaltem Wasser versorgen. Das AWI hierzu: “Je nachdem, wie warm oder kalt das Wasser ist, kann diese Tiefsee als stärkerer oder schwächerer Wärmespeicher wirken und damit das Klima entsprechend beeinflussen. Indem es in der Atmosphäre entsprechende Erwärmungen dämpft.“ Je kälter das Wasser in der antarktischen Tiefsee ist, umso besser funktioniert diese Klimapumpe, die Wasser vom Südpol weg fließen lässt. Hierdurch strömt als Ausgleich wärmeres Wasser, der sog. zirkumpolare Tiefenstrom, in Richtung Antarktis. Dieser ist bis zu 1,5°C wärmer als das übrige Wasser. Das warme Wasser steigt nach oben und kühlt sich dabei ab, was zu mehr Niederschlag und Eisschmelzen führt. Forscher haben dieses zirkumpolare Wasser als möglichen Grund für die Gletscherschmelze in der Westantarktis im Verdacht. Die Klimapumpe wird dadurch in Gang gehalten, dass dieses Wasser durch die beschriebenen Prozesse (Abkühlung, Süßwasserzufuhr und Eisbildung) an Dichte zunimmt und dadurch wieder absinkt.

Weiter haben britische Wissenschaftler unter den Hudson-Bergen in der Westantarktis einen aktiven Vulkan entdeckt, dessen Wärmeabgabe für das regionale Abschmelzen der dortigen Gletscher beeinflusste, David Vaughan, Mitautor der Studie: Die Hitze, die von dem Vulkan ausgeht, habe möglicherweise zu dem in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommenen Abschmelzen des Gletschereises in der Gegend beigetragen.“

3. Ergebnis

Die Küsten und Schelfeisflächen der Antarktis werden von Meerwasser um-/unterspült, dessen Temperatur natürlichen, zyklischen Schwankungen unterliegt.

Nach diesem Ausflug, in für manche Journalisten unbekannte Gefilde, denen der Wissenschaft, zurück zum FAZ-Artikel “Auf zu dünnem Eis“. Während das Eis der Antarktis also immer dicker wird und seine Masse ständig weiter zunimmt, ist eins sicher, das Eis ist zwar nicht dünn, wohl aber das Wissen und Denkvermögen derer, die solche Berichte verfassen und dann auch noch in unverantwortlicher Weise veröffentlichen und ihren Lesern damit Stuss „vom Feinsten“ liefern. Aber wer sich auf dünnen Brettern bewegt, der muss wenigstens die Tränendrüsen rühren. So beginnt Herr Müller-Jung seinen Bericht “Drei Millimeter bloß: Drei Millimeter sind für unser Auge praktisch nichts. Drei Millimeter steigt der globale Meeresspiegel Jahr für Jahr. Das tut keinem weh? Manchem schon…“

Mal abgesehen davon, dass der Bericht von Herrn Müller-Jung wirklich weh tut und in der Tat nichts ist, rührt er wirklich zu Tränen, aber nicht aus Mitleid, höchstens für den Autor, sondern vor Lachen: “Verliert sich im Meer“ – dass Wissen solcher Schreiber indes kann sich nicht in den Weiten der Cyberwelt verlieren, denn wo offensichtlich nichts ist, kann auch nichts verloren gehen!

Während das AWI in 2008 noch Wissenschaft ablieferte, ist heute davon nicht viel zu sehen. So haben dort ganz offensichtlich die Vermutungswissenschaftler das Regime übernommen. Folgendes ist der AWI-Internetseite zu entnehmen:

“Gekoppelte Ozean-Atmosphären Modellberechnungen am AWI lassen vermuten, dass dort Ende dieses Jahrhunderts dramatische Veränderungen mit 20-fach höheren Schmelzraten zu erwarten wären." Und weiter "Im Jahre 2100 schmilzt das Filchner-Ronne-Eis doch glatt weg“

Auch wieder Computerspiele. Wie die Realität aussieht, hat der Autor unseren Lesern dargelegt und die Ergebnisse präsentiert.

Zumindest erinnern uns die AWI-, sowie die PIK-Computermodellergebnisse an die Arbeiten und die Ergebnisse zum Wasseranstieg der beiden Wissenschaftler Prof. Lapermann und Prof. Milchdorf vom PIKc-Berlin (Pandora-Institut für Klimachaos-Berlin).

Die beiden genannten Wissenschaftler Lapermann und Milchdorf, deren Schwerpunkt die Forschung des Meeresspiegelanstiegs umfasst, haben festgestellt, dass von dem prophezeiten Meeresspiegelanstieg um bis zu 10m bis zum Jahr 2100, auch die Binnengewässer nicht unberührt bleiben werden. Dabei wird es auch in den Binnenseen und den künstlich angelegten Gewässern, wie Plansch-und Schwimmbecken, sowie Fischteichen zu einem entsprechenden dramatischen Wasseranstieg kommen. Auf die Frage, worauf sie ihre Schlussfolgerung begründen, sagte Prof. Lapermann „Wasser ist gleich Wasser! Es besteht aus 2 Atomen Wasserstoff und einem Atom Sauerstoff. Wenn sich nun diese 3 Atome, die sich zu einer Bindung zusammengefunden haben, aufgrund des Klimawandels vermehren, so kann diese Vermehrung nicht auf das Meerwasser beschränkt bleiben, sondern muss sich auch bei dem Wasser (Wasser ist gleich Wasser!) der Binnengewässer bemerkbar machen.“ Eine logische Erklärung, wie wir meinen. Ganz so, wie wir sie auch zu anderen AGW-Themen vom IPCC und dessen nahen Instituten gewohnt sind.

  

Abb.16: So stellen sich die beiden Berliner PIKc-Forscher Prof. Lapermann und Prof. Milchdorf die Szenarien vor, wenn aufgrund des Klimawandels der Wasserpegel in den Plansch-und Fischbecken um 10m ansteigt. (Abbildung, Quelle: Zur Temperatur- und Hochwasserentwicklung der letzten 1000 Jahre in Deutschland“, R. Glaser, Ch. Beck, H. Stangl)

Prof. Milchdorf fügte hinzu, dass katastrophale Überschwemmungen die Folge wären. Man müsse sich nur einmal vorstellen, was dies für unsere Anwesen und unsere Fische bedeutet, wenn das Wasser durch den Klimawandel um 10m ansteigt. Wir haben immer gesagt, so die beiden Forscher, der Klimawandel geht uns alle an! Auf unseren Einwand, dass es sich bei dem Meerwasser doch um Salzwasser handelt und bei dem Wasser in den Planschbecken und Fischteichen um Süßwaser, meinten die Forscher, dass dies noch genauer untersucht werden müsse, aber wohl nicht viel an ihren Simulationen ändert. Lapermann gab dabei an, dass ihr Forschungsbudget aus unseren Steuergeldern so prall gefüllt sei, dass sie davon für die nächsten 2 Jahre gut leben können.

Werte Leser/innen, Sie haben natürlich sofort gemerkt, dass es sich bei Letzterem um eine Glosse handelt, die frei erfunden ist, wie die Namen der beiden Wissenschaftler und ihres Instituts. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind daher rein zufällig. Keine Glosse sind indes die vorgenannten Berichte des DWD (Teil 1), PIK-Potsdam, des AWI und der FAZ, auch wenn diese sofort als Glosse durchgehen würden.

Worum es letztendlich geht, wird in den entlarvenden Aussagen der beiden AWI-Mitarbeiter, Herrn Prof. Gerrit Lohmann und Herrn Dr. Gregor Knorr ersichtlich. Bei unseren Freunden im gallischen Dorf (Teil 1) sagte der Seher "Weitere Einzelheiten kann ich nur aus Gold lesen."

Prof. Lohmann (AWI): "Gleichzeitig stellen diese neuen Einsichten die Klimawissenschaftler auch vor eine große Herausforderung. Unsere Ergebnisse zeigen einerseits, dass wir Klimaprozesse mithilfe von Modellen verstehen können, um anschließend Daten aus der Klimageschichte richtig zu interpretieren. Andererseits bestätigt sich aber auch, dass Rückkopplungsmechanismen zwischen einzelnen Klimafaktoren wesentlich komplexer sind, als wir bisher angenommen hatten“. Und Dr. Gregor Knorr (AWI) auf die Frage "Lassen sich diese neuen Modellrechnungen und Erkenntnisse für Vorhersagen zum aktuellen Klimawandel nutzen?" Gregor Knorr:

„Nein, nicht direkt. Klimamodelle, mit denen Szenarien für die kommenden 100 Jahre berechnet werden, haben eine viel feinere Auflösung und berücksichtigen nicht die Änderungen der Eisschilde. Uns ging es darum, besser zu verstehen, wie das Klimasystem über einen Zeitraum von 100 000 Jahren und mehr auf einschneidende Veränderungen reagiert. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass ähnliche Mechanismen auch für Klimaänderungen in ferner Zukunft eine Rolle spielen könnten.“

Man beachte “können“, “wesentlich komplexer“, “als wir angenommen hatten“, “Nein, nicht direkt anwenden“, “besser zu verstehen“, “nicht auszuschließen“, “Rolle spielen könnten“, …

Zusammengefasst heißt das nichts anderes. Wir haben 30 Jahre geforscht, sind gereist, haben diskutiert, dabei hunderte von Milliarden Euro unserer Steuergelder "aus dem Fenster geworfen" und wissen nichts! Aber, gibt uns weiter euer Geld, damit wir unser schönes Leben weiterführen können, um am Ende dann auch nicht mehr zu wissen als heute oder gestern.

Es wird Zeit, dieser Verschwendung ein Ende zu setzen und diese „Forscher“ endlich wie andere Menschen auch, etwas Richtiges arbeiten zulassen. Dies ist der Mindestanspruch, den wir als Geldgeber (Steuerzahler) für diesen Auswuchs fordern. Es ist wie im gallischen Dorf bei Asterix Der Seher. Von selbst werden diese modernen Seher nicht abtreten, dafür geht’s denen mit unseren Steuergeldern viel zu gut. EIKE wird seinen Beitrag leisten, dass die Zeit nicht mehr so lange wird, bis die modernen Seher "verjagt" werden.

Raimund Leistenschneider – EIKE




Die Lachnummern von DWD, PIK und FAZ

Teil 1: Der DWD und seine Klimaaussagen

Teil 2: Das Orakel der Neuzeit – PIK-Potsdam und wie die FAZ darauf hereinfällt

Teil 1

So verlautbart der DWD (Quelle: www.dwd.de/klimawandel):

"Niederschläge in Hurrikanen nehmen offenbar zu“

(Anmerkung: Man beachte das unscheinbare Wort „offenbar“ und „in“. Wir wollen indes grundsätzlich die Niederschlagsmenge betrachten und dann einen Blick auf die Hurrikanentwicklung werfen, sowie deren Stärke – ob in der Tat diese und die darin enthaltene Wassermenge, als Energieträger größer geworden und damit die Niederschlagsmenge „in“ Hurrikanen zunahm.)

"Wärmste dreißigjährige Periode seit 1 400 Jahren“
"Der Winter in Deutschland ist seit 1881 um 30 Prozent feuchter geworden“

(Anmerkung: Es ist also "feuchter“ geworden. Der IPCC-Bericht sagt indessen, dass es aufgrund des Klimawandels trockener wird und Dürren drohen. Aber der DWD schränkt ja ein, er spricht vom "Winter“. Im anglo-amerikanischen Raum wird Solches „Cerry-Picking“ genannt und hat damit keine wissenschaftliche Qualität.)

Weiter O-Ton DWD: "Der Klimawandel findet ungebremst statt. Die bisherigen Bemühungen zum Klimaschutz werden allein nicht ausreichen, um die auch für Deutschland zu befürchtenden Folgen zu verhindern. Hinzukommen müssen weltweit und hierzulande Anpassungsmaßnahmen an die Klimaveränderung“

Diese DWD-Aussage erinnert den Autor an seine Jugend. Als er den Asterix-Band "Der Seher“ las und herzlichst bei der Lektüre lachte. So machte der dortige Seher den Dorfbewohner Angst: “Großes Unheil wird über unser Dorf kommen. Der Seher hat mich gewarnt!" Wie sich doch die Zeiten ändern. Damals hießen die Witzfiguren Asterix & Obelix….

Für Deutschland kommt die DWD-Führung zu einer eindeutigen Bewertung: “Die Anpassung an den Klimawandel ist ein Thema, dessen nationale Bedeutung weiter wachsen wird und muss“‘ betont Dr. Paul Becker, Vizepräsident des DWD. Der DWD biete deshalb schon heute umfassende Klimainformationen und –beratungen für die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger von der kommunalen bis zur nationalen Ebene an. Daher spricht er:

"Folgen des Klimawandels sind bereits global und in Deutschland sichtbar“ usw.

Diesen markigen Sprüche des DWD werden die Tatsachen gegenüber gestellt und somit ihrer Belastungsprobe unterzogen!

DWD-Aussage: "Niederschläge in Hurrikanen nehmen offenbar zu“

Abb.1 (Quelle: Australian Bureau of Meteorology) belegt, dass weltweit gegenwärtig kein Anstieg oder Rückgang von Niederschlägen zu verzeichnen ist. Ein Niederschlagsmaximum lag in den 1950-Jahren, wogegen um 1990 ein Minimum vorlag. Die Kurve pendelt zyklisch um ihre 0-Linie, die sie gegenwärtig wieder erreicht hat.

 

Abb.1: Die Datenreihen zeigen die Abweichungen in der globalen Niederschlagsmenge, sowie die der nördlichen und südlichen Hemisphäre, Quelle: Australian Bureau of Meteorology. Alle Datenreihen zeigen keine Beziehung zu einem atmosphärischen CO2-Pegel (oben rechts).

Ein Blick nach Afrika, dass oftmals als Opfer des vermeintlichen Klimawandels herhalten muss. Die folgende Abbildung (Quelle: Reuters, http://www.appinsys.com/GlobalWarming/ReutersAfrica.htm) zeigt die Zeitreihen der Niederschlagsentwicklung auf dem afrikanischen Kontinent zwischen 1895 und 2006. Weder ist eine Korrelation zum CO2-Anstieg festzustellen, noch eine Abnahme oder Zunahme der Niederschlagsmenge vom langjährigen Mittel.

 

Abb.2 zeigt die Niederschlagsentwicklung Afrikas.

Ebenso zeigt der Niederschlagstrend in Deutschland keine Zunahme (erst ab 1965, mit dem Eintreten einer Westwinddrift, die vermehrt Wolken vom Atlantik zu uns bringt), wenn auch der DWD etwas anderes versucht darzustellen (linearer Trend über Gesamtzeitraum). Folgend ist die Niederschlagsentwicklung in Deutschland seit 1900 zu sehen (Quelle: Klimastatusbereich 2007 des DWD).

 

Abb.3 zeigt nach DWD die Niederschlagsentwicklung in Deutschland (links). Bis 1965 sind die Werte gleichbleibend. Ab 1965 nehmen die Niederschläge mit eintreten der Westwindtrift (Abb.20) zu, jeweils rote, waagerechte Linien (Mittelwerte). Aus der vom DWD gewählten Darstellung geht hervor, dass im Betrachtungszeitraum von 1900 bis 2007 eine Steigung der Niederschlagsmenge ausgewiesen werden kann. Im Betrachtungszeitraum von der Industrialisierung der Nachkriegsjahre, ab dem die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ihre signifikante Steigung aufnahm, bis 2007 und auch im Zeitraum der von der IPCC postulierten Erwärmungsphase seit 1980, sind jedoch keine Veränderungen feststellbar!

So gibt der DWD in seiner Arbeit (Bissolli et al.) “Trockenheit in Europa im Frühjahr 2012“ an: "Langfristig seit Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt sich zumindest großräumig kein signifikanter Trend zu mehr Trockenheit in Europa." Je nachdem, welche Katastrophe gerade "In" ist, entdeckt der DWD mal die Trockenheit und mal die "nassen Füße".

Auch im Hurrikan-Land USA gibt es keinen Trend zu insgesamt mehr Niederschlag (Abb.4).

 

Abb.4 (Quelle: NOAA aus WUWT) belegt, dass kein Trend zu verzeichnen ist.

1. Ergebnis:

Weltweit ist kein Trend in der Niederschlagsmenge in den letzten 100 Jahren zu verzeichnen. Die Niederschlagsmenge ist zyklischen Schwankungen unterlegen – mal mehr, mal weniger.

Nun zur Hurrikanentwicklung.

 

Abb.5 (Quelle: http://policlimate.com/tropical/) zeigt die Entwicklung der Hurrikanaktivität anhand des ACE (Acumulated Cyclone Energy). Wie unschwer zu erkennen, ist die Hurrikantätigkeit der letzten Jahre unterdurchschnittlich.

2005 (Emanuel [2005], Nature) wurde ein weiterer Index in der wissenschaftlichen Untersuchung von Hurrikanauswirkungen generiert. Dies ist der Power Dissipation Index (PDI). Er gibt die Stärke der Hurrikane über deren Ausdehnung und die Dauer eines Hurrikans an. Daher kann daraus abgeschätzt werden (Ausdehnung, Dauer, Energie), inwieweit ein Anstieg der mit Hurrikanen verbundenen Niederschlagsmenge zu verzeichnen ist (Abb.6).

 

Abb.6 (Quelle wie Abb.5) zeigt den PDI ab 1970. Auch hier kein Anstieg, sondern ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Steckt in der Aussage des DWD, seiner Führungsmannschaft Niederschläge in Hurrikanen nehmen offenbar zu“, nicht wenigstens ein Hauch von Wahrheit, wie wir es von den täglichen Wetterberichten kennen? Der Autor hat daher bei der IPCC nachgeschaut, ob hier nicht Entlastendes für den DWD zu finden ist. Abb. 7a und 7b sind von (http://www.gcrio.org/ipcc/qa/08.html) entnommen.

 

Abb.7a (links) zeigt die Niederschlagsmenge der USA (ohne Alaska und Hawaii) von 1910 – 2000 aus Extremniederschlägen (mehr als 2 Inches/Tag). Die Abbildung spricht für den DWD und seine Aussage, da ganz offensichtlich im Hurrikan-Land USA die Niederschlagsmenge aus Extremereignissen zugenommen hat. Zur endgültigen Klärung soll jedoch aus derselben Quelle die Hurrikanentwicklung betrachtet werden (Abb.7b, rechts). Abb.7b zeigt sowohl die Gesamthurrikanaktivität (im selben Gebiet), als auch die besonders stark ausgeprägten Hurrikane (blau). Bei beiden ist jedoch kein Anstieg, wie bei der Niederschlagsmenge, sondern ein Rückgang zu verzeichnen.

Fazit:

Die DWD-Aussage auf seiner Internetseite "Niederschläge in Hurrikanen nehmen offenbar zu“ ist ganz offensichtlich eine Falschaussage.

Da wir Naturwissenschaftler von EIKE immer bestrebt sind, den AGW´lern auf die Sprünge zu helfen, um deren Horizonte zu erweitern, will der Autor es nicht versäumen, den DWD-Oberen zu zeigen, was es mit dem „Geheimnis“ der erhöhten Niederschlagsmenge auf sich hat, damit der DWD nicht wieder eine Falschaussage zu machen braucht. Daher soll die Datenreihe in Abb.7a näher betrachtet werden und vor allem, bis in die jüngste Vergangenheit.

 

Abb.8, Quelle: NOAA, zeigt die Extremniederschläge in den USA von 1910 – 2012. Man beachte, dass die Datenreihe 1910 abgeschnitten ist (dort erst beginnt). Abb.8 zeigt im Betrachtungszeitraum einen deutlichen Anstieg der Extremniederschläge im Hurrikan-Land USA. Ob dies einen Grund hat, warum die NOAA ihre Datenreihe erst ab 1910 beginnen lässt. Schauen wir uns daher eine Zeitreihe der Extremniederschläge an, die (etwas) weiter zurückreicht (Abb.9).

Abb.9 (Quelle: Kunkel et al) zeigt die Extremniederschläge in den USA seit 1895. Plötzlich liegt keine ansteigende Datenreihe mehr vor, sondern auf der Abbildung wird ein Schwingverhalten deutlich, mit gleich starken Niederschlägen vor und um die Jahrhundertwende 1900 zu heute. Ein Schelm, der nun Böses dabei denkt, die NOAA habe gezielt erst ab 1910 ihre Datenreihe unter Abb.8 beginnen lassen und ebenfalls ein Schelm, der sich an die Aussage von Winston Churchill erinnert fühlt “Traue nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast“.

Wir möchten aber noch weiter zurückgehen und der DWD-Aussage, die dieser auf seiner Internetseite geschaltet hat, bei unserer Betrachtung mit würdigen: “Der Taifun „Haiyan“ erscheint vielen wie ein Weckruf, als Mahnung, welche Auswirkungen extreme Wettereignisse haben können. Nicht dass dieses eine Ereignis nun der Klimaänderung in die Schuhe geschoben werden könnte, das wäre wissenschaftlich unseriös, aber es passt zu den Erwartungen.“ So weit der DWD (seine Führungsmannschaft) auf seiner Internetseite.

 

Abb.10 (Quelle: Geophysical Research Letters, Volume 38, Issue 3, February 2011, ”Late Holocene Asian summer monsoon variability reflected by δ18O in tree-rings from Tibetan junipers”) zeigt die Starkregenfälle in Asien, dem Gebiet von „Haiyan“, im Zeitraum von 1200 bis heute. Deutlich ist ein Schwingverhalten zu sehen, dass nur natürlichen Ursprungs ist und die vergangenen Jahrhunderte deutlich stärkere Niederschläge verzeichneten. Der Grund dafür ist übrigens die variable Sonnenaktivität. Siehe hierzu die 8-teilige EIKE-Reihe des Autors „Dynamisches Sonnensystem – Die tatsächlichen Hintergründe des Klimawandels“.

Beim Thema „Haiyan“ und "Menetekel", wie die DWD-Führung auf Ihrer Internetseite schwadroniert, werfen wir noch einen Blick auf die jüngere Vergangenheit (Abb.11).

 

Abb.11 (Quelle: Australian Bureau of Meteorology aus WUWT "Atlantic Hurricane Season Quietest in 45 Years, 2013) zeigt die Cyclonentwicklung ab 1969. "Severe" bedeutet sehr starke Cyclone, mit einem Luftdruck von weniger als 970hPa. Deutlich ist auch hier eine Abnahme zu sehen.

Soviel zur Ursachenforschung und Unterrichtung der DWD-Oberen, damit sie nicht wieder auf ihrer Internetseite solch einen Unsinn „verzapfen“: “Der Taifun „Haiyan“ erscheint vielen wie ein Weckruf, als Mahnung, welche Auswirkungen extreme Wettereignisse haben können. Nicht dass dieses eine Ereignis nun der Klimaänderung in die Schuhe geschoben werden könnte, das wäre wissenschaftlich unseriös, aber es passt zu den Erwartungen.“

2. Ergebnis

Die vermeintliche Zunahme der Starkregenfälle im Hurrikan-Land USA ist nichts außergewöhnliches, ist zyklisch, basiert auf natürlichen Ursachen und hat nichts mit der Hurrikanentwicklung zu tun.

DWD-Aussage: "Wärmste dreißigjährige Periode seit 1 400 Jahren“

Wir möchten dieser Aussage die Arbeit des AWI entgegenstellen, da das AWI nicht gerade dafür bekannt ist, auf unserer, der Seite der Klimarealisten zu stehen (Abb.12).

 

Abb.12 (Quelle: AWI) zeigt die Temperaturentwicklung der letzten 1.000 Jahre und damit den Zeitraum des mittelalterlichen Klimaoptimums. Nun, dort lagen die Temperaturen höher und dies für einen langen Zeitraum, zumindest lange für ein Menschenleben.

 

Abb.13 (Quelle: (http://www.abd.org.uk/pr/274.htm) zeigt die gemittelten Temperaturen in 50-Jahresintervallen im Vergleich. Deutlich ist eine Schwingung zu erkennen, die nur auf natürliche Ursprünge zurückzuführen ist und zwar auf Schwankungen der Sonnenaktivität. Die Temperaturen in der mittelalterlichen Warmzeit lagen deutlich höher.

Gehen wir noch weiter zurück und schauen uns den Temperaturgang in Deutschland über die letzten 11.000 Jahre an, so erkennen wir, was es mit der v.g. Aussage des DWD auf sich hat.

 

Abb.14 zeigt den Temperaturgang in Süddeutschland (Bayern), ermittelt aus Proxys, Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Die heutigen Temperaturen sind als unterdurchschnittlich einzustufen.

3. Ergebnis:

Das Temperaturniveau der mittelalterlichen Warmzeit lag deutlich höher als heute.

Regelrecht grotesk wird die Aussage des DWD “Wärmste dreißigjährige Periode seit 1 400 Jahren“, werden die Messstationen des DWD betrachtet, aus denen dieser seine Jahresmitteltemperaturen für Deutschland ermittelt.

Bereits in 2010 hatte der Autor dem DWD anhand einer Auswertung der DWD- Temperaturmesstationen nachgewiesen, dass gut 40% der DWD-Stationen für Temperaturvergleichsmessungen ungeeignet sind (<a href= "http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Waermeinseleffekt-k-L_I_und_II.pdf/"target="_blank">hier</a>).

 

Abb.15 zeigt die Temperaturmessstation auf dem Großflughafen Frankfurt. Wie zu sehen, liegt sie unmittelbar zu einer Startbahn in ca. 70m Entfernung (Quelle: Google Earth).

Die Messstation ist damit den heißen Abgasstrahlen unmittelbar ausgesetzt, abgesehen davon, dass sich das Gesamtareal durch die heißen Abgase der zig hundert startenden und landenden Flugzeuge/Tag, die aufgrund ihrer Wirbelschleppen die Luft großräumig verteilen (Abb.16) in seiner Gesamtheit erwärmt wird.

 

Abb.16 (Quelle NASA) zeigt die sichtbar gemachten Wirbelschleppen an einem Kleinflugzeug (oben) und bei einem Großflugzeug (unten).

So liegt bei der Station in Frankfurt Flughafen der WI (Wärmeinseleffekt) bei +2,5°C. Das Temperaturniveau wird also um diesen Betrag nach oben verfälscht. Man könnte zu einer solchen Temperaturmessstation auch Lachstation sagen. Und der globale Temperaturmittelwert, der medienwirksam Jahr für Jahr veröffentlicht wird, stammt von Messstationen, die zu über 50% auf Flughäfen angesiedelt sind.

Weitere Lachstationen, Entschuldigung Messstationen, die der DWD für seine Datenreihen verwendet, bzw. verwendete sind Karlsruhe und Freiburg.

 

 

Abb.17 (Quelle: Google Earth) oben zeigt Messfeld und Karlsruher Messhütte (blauer Pfeil) in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz. Unmittelbar gegenüber der Messhütte ist im Abstand von 3m gerade ein Lieferwagen geparkt (roter Pfeil), bei dem es sich um ein mobiles Messfahrzeug des DWD handeln könnte. Wir möchten nun nicht so weit gehen und fragen, ob immer dann dort Fahrzeuge abgestellt werden, wenn gerade einmal wieder Rekordtemperaturen benötigt werden.

Abb.17 unten zeigt Messfeld, Parkfläche und DWD-Gebäude in der Übersicht.

Der DWD in Person des Herrn Prof. Adrian ließ auf den EIKE-Bericht, dass ca. 40% seiner Messstationen für Temperaturvergleichsmessungen ungeeignet sind, ein offizielles Antwortschreiben zukommen, in dem er anführte, dass die vom Autor angeführte Freiburger Station in der Freiburger Innenstadt zwischenzeitlich verlegt wurde. Nach Google Earth befindet sie sich auf dem Dach eines Hochhauses (Abb.18).

 

Abb.18 (Quelle: Google Earth) gibt als Standort der DWD-Station bei entsprechender Eingabe die folgende Adresse an.

Der Autor möchte nun dem DWD nicht unterstellen, dass er eine Temperaturmessstation auf dem Dach eines Hochhauses betreibt und macht der DWD-Führung, um Missverständnisse zu vermeiden, den Vorschlag, dass der DWD EIKE die Liste der von ihm für die Deutschlandmittelwerte der Temperatur verwendeten Stationen zukommen lässt und der Autor erklärt sich bereit, diese Liste durchzuarbeiten und dem DWD eine entsprechende Rückmeldung (Untersuchung) zu geben, die aufzeigt, welche Station für Temperaturvergleichsmessungen geeignet und welche ungeeignet ist. So kann EIKE dem DWD nützliche Unterstützung geben, seine Stationen zu optimieren. Bis dahin möchte der Autor, die von ihm ermittelte, WI-bereinigte Datenreihe der Temperaturjahresmittelwerte für Deutschland in Abb.19 darlegen.

 

Abb.19 zeigt die WI-bereinigte Temperaturkurve für Deutschland. Zum WI siehe auch den EIKE-Beitrag "Klimawandel in Deutschland, Teil 2, real sinken seit 25 Jahren die Temperaturen" (<a href="http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/klimawandel-in-deutschland-teil-2-real-sinken-seit-25-jahren-die-temperaturen/"target="_blank">hier</a>)

Abb.19 lässt von der DWD-Aussage “Wärmste dreißigjährige Periode seit 1 400 Jahren“ nicht viel übrig. Derzeit ist es so warm/kühl wie vor 100 Jahren.

4. Ergebnis:

Der DWD gewinnt die Daten für seine Temperaturvergleichsmessungen aus z.T. ungeeigneten Stationen und berücksichtigt nicht den Wärmeinseleffekt.

DWD-Aussage: – "Der Winter in Deutschland ist seit 1881 um 30 Prozent feuchter geworden“

Dass es in den letzten 5 Jahrzehnten in Deutschland feuchter wurde, liegt daran, dass die Westwetterlagen, die bekanntlich die feuchte Luft vom Atlantik zu uns bringen, deutlich zunahmen Abb.21. Also wieder nichts mit einer vermeintlich anthropogenen Erwärmung.

 

Abb.20 (Quelle: Umweltlandesamt Sachsen) zeigt, dass seit Anfang der 1960-Jahre ein deutlicher Anstieg von Westwetterlagen im Winterhalbjahr (WHJ) zu verzeichnen sind.

Aber warum haben wir seit Beginn der 1960-Jahre eine verstärkte Atlantikströmung in der Atmosphäre?. Der Grund zeigt Abb. 21.

  

Abb.21 zeigt die Veränderungen im Energiegehalt der Ozeane (rote und schwarze Linie). Bis zum Jahr 2003 steigt der Energiegehalt der Ozeane deutlich an. Seit 2003 stagniert er, bzw. ist leicht rückläufig, Quelle: (http://www2.sunysuffolk.edu/mandias/global_warming/modern_day_climate_change.html). Darunter ist die optische Tiefe, also die Durchlässigkeit der Stratosphäre aufgelistet. Dabei zeigt sich, dass z.B. der Vulkanausbruch des Pinatubo nur eine kleine Delle im Anstieg hinterlässt und sich dieser, mit dem Anstieg des Hauptsonnenzyklus weiter beschleunigt. Sein Maximum in 2003 bewirkt einen deutlichen Anstieg im Energieinhalt der Ozeane. Blau hinterlegt sind die Jahre der kleinen Kaltzeit bis ca. 1975, als Wissenschaft und Presse von einer drohenden Eiszeit redeten.

Und warum steigt der Energiegehalt der Ozeane seit diesem Zeitpunkt an? Dies zeigt exemplarisch Abb.22. In seiner 8-teiligen EIKE-Reihe "Dynamisches Sonnensystem – Die tatsächlichen Auswirkungen des Klimawandels" hat der Autor die Auswirkungen der solaren Aktivität auf den globalen Temperaturgang exakt dargelegt. Hier daher nur eine Abbildung daraus, die den Grund umfasst.

 

Abb.22 (Quelle: http://www.ngdc.noaa.gov/stp/SOLAR/solarda3.html) zeigt die gesamte Strahlungsleistung der Korona von 1938 – 1995 in W/sr, mit r = 2.800 MHz Radio flux. Deutlich ist zu sehen, dass parallel zum (leichten) Temperaturanstieg die Strahlungsleistung der Korona stark (25%) ansteigt. Hierbei handelt es sich um die tatsächliche Strahlungsleistung und nicht, wie beim TSI, um die Strahlungsleistung eines kleinen Wellenlängenbereiches (200nm – 2.000nm). Die NASA beweist damit, dass die Sonne bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert immer aktiver wurde. Die rechte Abbildung zeigt die globale Temperaturentwicklung nach Jones.

Anhand der gezeigten Fakten, drängt sich der Eindruck auf, dass die DWD-Führung ihre Aussagen nach "feucht-fröhlichen" Abenden erstellt hat. Mit Wissenschaft hat dies jedenfalls nichts zu tun. Es ist traurig mit anzusehen, wie der Ruf einer einst wissenschaftlichen Organisation, deren Mitarbeiter ihr Möglichstes tun, diesen Ruf aufrecht zu halten, durch eine gegenwärtige Führungsmannschaft, durch unhaltbare und belletristische Aussagen aufs Spiel gesetzt wird.

Dass der DWD dank seiner Führung, wieder einmal den Pfad der Wissenschaft verlassen und den der „Bauernfängerei“ beschritten hat, zeigt die obige Aussage selbst. So besteht der 30-jährige meteorologische Referenzzeitraum, der per Definition als Klimazeitraum ausgewiesen wird und an dem solche Aussagen wie wärmster Monat, nassester Monat, etc. gespiegelt werden, erst seit 1931. Gegenwärtig haben wir also die dritte Periode, die 1991 begann. Unsere Vorfahren, die Germanen, hatten vor 1.400 Jahren andere Sorgen und mit einem meteorologischen Referenzzeitraum nicht viel im Sinn. Er ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Insofern ist die obige Aussage des DWD reiner Blödsinn oder „Dummenfängerei“. Bei der deutschen Presse wird der DWD mit seiner Aussage sicherlich nicht ohne Erfolg bleiben. Seher gab es indes zur Zeit der Germanen auch schon ´ne ganze Menge. Sie hießen damals nur anders. Heute nennen sich diese, Klimaforscher oder Klimafolgenforscher.

Teil 2, Das Orakel der Neuzeit – PIK-Potsdam und wie die FAZ darauf hereinfällt, in Kürze

Raimund Leistenschneider – EIKE