Des Zauberers Lehrlinge

Was war geschehen?

Dr. L. Marshall, der Direktor der führenden australischen Klimaforschungs-Einrichtung, also der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation oder kurz CSIRO hat eine Änderung ihres Forschungsschwerpunktes angeordnet – weg von Messung und Modellierung, hin zu Abschwächung und Anpassung.

Nun könnte man denken, das seien großartige Nachrichten, darauf ausgelegt, sich mit den 4,5 Milliarden Jahren Klimaänderung auf der Erde zu befassen. Aber – oh nein! Die bisherigen Jünger der Modellierung des Klima-Untergangs sind allesamt sehr wütend. Tatsächlich nennen sie ihren Chef jetzt einen „Klima-Leugner“. Aus Dr. Marshalls Erwiderung auf diese Anklage:

Einige extreme Elemente haben mir gesagt, dass sie mich an die Spitze der Liste mit Klimaleugnern gestellt haben, und worüber ich am meisten perplex bin ist, wie sie darauf kommen. Ich habe gesagt, dass wir mehr Forschungs-Ressourcen der Abschwächung widmen müssen – d. h. etwas, um dem Klimawandel zu begegnen anstatt nur zu messen und zu modellieren – ich kann nicht erkennen, wieso mich dies zu einem Klimaleugner macht.

In der Tat, warum sollte man nicht nach besseren Wegen suchen, um damit umzugehen? Ist es nicht eine gute Sache zu versuchen, die Effizienz unserer Automotoren zu verbessern oder bessere Heizungs- und Kühlsysteme zu entwickeln; zu studieren, wie man die Aerodynamik von Flugzeugen verbessern kann; genauere Vorhersagen bzgl. Erdbeben und Tsunamis zu erstreben, weiter und sicherer zu reisen, und so weiter? Ist es nicht genau dies, was die Menschheit aus der Steinzeit zu den Annehmlichkeiten des modernen Lebens geführt hat? Und was die mittlere Lebensdauer von wenigen Jahrzehnten auf 80 Jahre oder so verlängert hat? Und schließlich, haben uns die Klimamodellierer schon seit Jahr und Tag gepredigt, dass die „Wissenschaft settled“ ist?

Die „Wissenschaft ist settled“

Die „Wissenschaft ist settled“ war der Schlachtruf der Modellierer, gefolgt von „jetzt müssen Taten folgen!“. Nun, vor nicht allzu langer Zeit haben sich die Führer der Welt und etwa 40.000 Andere in Paris zur Konferenz der Parteien COP-21 getroffen. Sie hörten zu und unterzeichneten ein internationales Abkommen, ihren Vorschlägen zu folgen. Warum also sollte die Welt damit fortfahren, unsere Ressourcen auszudehnen, um Klimaprojektionen für 1000 oder sogar 100.000 Jahre in die Zukunft zu modellieren, wenn es viel dringender ist, uns den heutigen aktuellen Problemen zuzuwenden?

Nun, „wer hätte das gedacht?“ Die gleichen Modellierer ändern jetzt ihren Tenor. Urplötzlich besitzen ihre früheren Projektionen nicht mehr die Aura der Gewissheit ihrer Behauptungen und Unterstellungen in der Vergangenheit. Kurz und ziemlich unerwartet behaupten sie jetzt, dass die Wissenschaft nicht mehr ,settled‘ ist. Und darum, bitte, bitte, lasst uns mit unserer Supercomputer-Modellierungsarbeit fortfahren; vielleicht können wir unsere Prophezeiungen oder Projektionen bis zu einer Million Jahre in die Zukunft ausdehnen. Schließlich weilen weder Sie noch ich dann noch hienieden, um zur Verantwortung für diese Projektionen gezogen zu werden. Alles, was wir (die Zauberlehrlinge) wollen ist, in der Lage zu sein, unser altes Spiel zu spielen, nämlich so zu tun, als ob wir das Klima der Erde verstehen und wissen, wie man es kontrolliert.

Das Klima der Erde

Das Klima der Erde ist außerordentlich komplex und schwierig zu modellieren. Die vielen von CSIRO und anderen Forschungsinstituten wie dem PIK in Deutschland entwickelten Klimamodelle sind nicht validiert und werden dies wahrscheinlich auch niemals. Der wichtigste Parameter, nämlich der variierende Energiefluss von der Sonne, wird unangemessen gering oder gar nicht berücksichtigt. Dieser Energiefluss beeinflusst den gigantischen Energieaustausch zwischen den drei Aggregatzuständen von Wasser auf der Erde.

Um eine bestimmte Menge Eis zu schmelzen, braucht man eine Einheit Energie. Um danach das Wasser von 0°C zum Kochen zu bringen wird in etwa eine weitere Energieeinheit benötigt. Aber um dann die gleiche Menge Wasser verdunsten (verkochen) zu lassen, braucht man etwa sechs Energieeinheiten. Angesichts der geschätzten 100.000 km³ Wasser, das jedes Jahr von der Erdoberfläche verdunstet und dann wieder kondensiert und als Niederschlag ausfällt, ist es offensichtlich, dass der Energiefluss dieser Prozesse von vitaler Bedeutung für das Klima ist.

Daher kann man es einem nachsehen, wenn er denkt, dass jener Energiefluss in die Berechnungen der Klimamodellierer eingeht. Aber nein, das ist nicht der Fall! Warum sollte man sich darum kümmern, wenn man alle Klima-Kapriolen der Natur dem Spurengas CO2 in die Schuhe schieben kann, das lediglich einen Anteil von 0,04% am Gasgemisch der (trockenen) Luft ausmacht? Sie waren nicht in der Lage, die letzten 20 Jahre des Klimaverlaufs zu erklären, geschweige denn den der letzten 400 Jahre. Offensichtlich sind diese Modelle überflüssig wie ein Kropf.

Die „unfehlbaren“ Modelle der Zauberlehrlinge

Meiner Ansicht nach ist das, was den „Klima-Zauberlehrlingen“ jetzt widerfährt, ein gigantisches Abschmelzen ihrer (behaupteten) Unfehlbarkeit. Trotz ihrer über 100 von Super-Computern berechneten Klimamodelle können sie nicht einmal die jüngere Vergangenheit erklären, und das spricht ihnen jede Glaubwürdigkeit für ihre Projektionen in die Zukunft ab. Darum wachen einige Politiker auf und fragen, ob es Sinn macht, noch mehr Ressourcen für die Modellierung zu verschwenden anstatt sie für Abschwächung und Anpassung an natürliche Änderungen zu verwenden – und das ist auch richtig so. Was jetzt beim CSIRO passiert ist, ist der erste Anfang einer großen Verschiebung der Welt-Klimapolitik. Kein Zweifel, das Vorangehen Australiens wird erhebliche Rückwirkungen auf die Klimaforschungs-Industrie haben.

Zauberlehrlinge aufgepasst!

Link: http://fairfaxfreecitizen.com/2016/02/15/the-sorcerers-apprentices/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Meschugge: haarsträubende neue Behauptungen über die Verweilzeit von CO2

Bild rechts: Modell eines CO2-Moleküls

Ein anderer Wissenschaftler, nämlich Michel Crucifix von der Université catholique de Louvain in Belgien, die mit der Studie nichts zu tun hat, proklamierte:

Tatsächlich liegt die Halbwertszeit von CO2 in der Atmosphäre in der Größenordnung von 35.000 Jahren. Als Konsequenz wird anthropogenes CO2 auch in 50.000 Jahren noch in der Atmosphäre vorhanden sein, und sogar auch noch in 100.000 Jahren. Das reicht, um jedwede Vereisung zu verhindern.

[Na sowas! Hat nicht mal ein gewisser Erich Honecker gesagt, „die Mauer wird in 50 Jahren noch stehen; und sie wird auch in 100 Jahren noch stehen!“ Anm. d. Übers.]

Man sieht, die vermeintlich „gute Nachricht“ lautet, dass der Bösewicht Nummer eins in punkto Klimawandel, also Kohlendioxid, das Eintreten der nächsten Eiszeit um 50.000 bis 100.000 Jahre nach hinten verschiebt.

Die nächste Eiszeit

Man erinnere sich, während der letzten 400.000 Jahre gab es auf der Erde vier große Eiszeiten (hier), wobei jede einzelne größenordnungsmäßig etwa 100.000 Jahre dauerte und die durch relativ kurze Zwischeneiszeiten in der Größenordnung von 10.000 Jahren voneinander getrennt waren. Da die letzte Eiszeit von 5000 bis 10.000 Jahren zu Ende gegangen war, könnte die nächste bereits um die Ecke lauern. Aber jetzt müssen wir uns der PIK-Studie zufolge sehr, sehr lange keine Sorgen mehr machen. Wenn wir doch nur wirklich so glücklich wären!

Zunächst: Eisbohrkerne aus der Antarktis haben eindeutig gezeigt, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre nach einer einsetzenden Erwärmung zugenommen hat, und zwar mit einer zeitlichen Verzögerung von fast 1000 Jahren. Mit anderen Worten, die CO2-Zunahme folgte einem Anstieg der Temperatur, nicht umgekehrt. Einfach gesagt bedeutet dies, dass das CO2 in der Luft eine Konsequenz der Klimaentwicklung ist. Aber selbst wenn jene Verzögerung nicht weltweit auftreten würde, ist die neue Behauptung einer erheblich längeren Verweildauer von CO2 in der Atmosphäre total falsch.

Verweildauer von CO2

Die Wahrheit sieht substantiell anders aus als in der neuen Behauptung: Tatsächlich sind über 30 Studien unabhängig voneinander mittels unterschiedlicher Verfahren zu dem übereinstimmenden Ergebnis gekommen, dass die Größenordnung der Verweildauer von CO2 in der Atmosphäre nur sieben Jahre beträgt – und nicht Hunderte oder idiotische zehntausende Jahre! Mit meinen eigenen Berechnungen komme ich ebenfalls zu diesem Ergebnis (hier).

Tatsächlich hatte das CO2 auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren, als große Gebiete der Nordhemisphäre von 1 bis 2 km dicken Eisschilden überzogen war, bis auf etwa 200 ppm oder 0,02 Prozent abgenommen. Die Pflanzen und Ozeane hatten so viel CO2 verbraucht, dass sie sich selbst „den Ast abgesägt haben, auf dem sie sitzen“.

Bei einem Gehalt von 0,02 Prozent ist der Partialdruck von CO2 einfach zu gering, um Pflanzen gedeihen zu lassen. Man kann es vergleichen damit, gerade genug Nahrung zum Überleben zu haben, aber immer noch hungert. Falls man sonst gesund ist, kann das eine ganze Weile gut gehen, aber man verliert trotzdem immer mehr an Körpergewicht. Schwächere Mitglieder der Gruppe würden wohl bald von der Bildfläche verschwinden, wenn ein unabdingbares Lebensmittel fehlt.

Doppelt oder nichts

Die Gruppe beim PIK spielt doppelt oder nichts, indem sie eine erheblich längere Verweildauer von CO2 verkündet. Auf den Finanzmärkten könnte ein doppelt oder nichts für einige Menschen einige Zeit vorteilhaft sein, aber meistens und für die meisten Menschen führt es eher zu finanziellem Ruin. Falls man mir nicht glaubt, befrage man irgendeinen guten Finanzberater hierzu.

Schellnhuber und Co. haben jetzt proklamiert, dass die Verweilzeit von CO2 in der Luft fast 5000 mal länger ist als aus vielen anderen Studien hervorgeht. Klar gesagt, es scheint mir so, als ob sie nicht einfach bzgl. ihrer Verlierer-Ansicht „doubling down“, sondern „multiplying down“ betreiben.

Natürlich haben sie sich eine kleine „Hintertür“ offen gelassen, und zwar mit ihrer hanebüchenen Behauptung, dass es sich lediglich um das „anthropogene“ CO2 (A-CO2) handelt. Mit anderen Worten, sie behaupten, dass ausschließlich das CO2 aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe seitens der Menschen in ihre Berechnungen der Verweilzeit eingeht. Das ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass es gutes natürliches CO2 (N-CO2) und schlechtes anthropogenes (A-CO2) gibt. Und genau in dieser Differenzierung liegt die Große Lüge.

Romanian Flora (Wikipedia image)

Die große Lüge

Die große Lüge, verbreitet vom PIK und einigen anderen Wissenschaftlern ist die Behauptung, dass A-CO2 etwas Anderes ist, eine spezielle Untergruppe des atmosphärischen Gesamt-CO2. Das ist absoluter Blödsinn, und entweder versteht man beim PIK die Chemie der Natur nicht, oder man verzerrt oder missinterpretiert absichtlich die Fakten.

Also möchte ich hier noch einmal wiederholen: Weder Blumen im Haus, noch die Bäume im Wald, noch die primären Erzeuger (Algen) im Wasser scheren sich auch nur einen Deut um die Quelle des CO2, das sie für ihr Wachstum verbrauchen. Auch können die Pflanzen nicht unterschieden zwischen A-CO2 aus fossilen Treibstoffen und N-CO2, wie es beispielsweise Vulkanen entströmt. Den Korallen und Muscheln im Wasser ist es ebenfalls egal, wie viel CO2 hinein gekommen ist; sie führen einfach gelöstes Kalzium und Kohlenstoff-Ionen zu Kalziumkarbonat zusammen, aus welchem Material ihre harten Schalen bestehen. Das chemische Ausfallen von Kalkstein im Wasser macht ebenfalls keinen Unterschied.

Ein einfaches Beispiel reicht, um den Trugschluss des behaupteten CO2-Dualismus‘ zu demonstrieren: Falls man zwei identische Münzen in der Tasche hat und eine davon ausgibt, um sich etwas zu kaufen – macht es da irgendeinen Unterschied für das restliche Geld in der Tasche oder für den Händler, der die Münze bekommt, um welche spezielle Münze es sich jetzt handelt? Die PIK-Leute möchten uns von dem Gedanken überzeugen, dass dem so ist.

Aber jeder und auch ich selbst weiß, dass das nicht stimmt! Die Natur kennt keine unterschiedlichen Assimilationsraten für N-CO2 und A-CO2. Daher ist es vollkommen egal, woher das CO2 kommt, das chemisch ausgefällt, in Korallenriffe konvertiert oder von wachsenden Pflanzen assimiliert wird. Die Natur kann zwischen N-CO2 und A-CO2 nicht unterschieden. Es ist identisch, genau wie die Münzen in obigem Beispiel.

Die Vortäuschung, dass die Natur doch eine solche Differenzierung macht, ist Idiotie, Verschleierung oder noch Schlimmeres!

Link: http://fairfaxfreecitizen.com/2016/02/13/meschugge-outlandish-new-claims-about-the-half-life-of-co2/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Kommentar des Übersetzers hierzu: Der Skandal fängt schon damit an, dass man das überhaupt erwähnen muss! Den Grundschulkindern um mich herum muss man jedenfalls so etwas nicht mehr erklären – sie würden sich höchstens an die Stirn tippen!




Kohlendioxid: Das Elixier des Lebens

Photosynthese ist das, was das atmosphärische CO2 in kohlenstoffhaltige Materialien umwandelt, die Urbaustoffe aller Pflanzen. Als Folge des Umstands wiederum, dass Pflanzen die Nahrungsgrundlage aller höheren Lebensformen auf der Erde sind, enthalten diese auch dieses Element.

CO2 – ein Geschenk Gottes

Wirklich, ohne jenes CO2 wäre keinerlei Leben auf der Erde möglich, zumindest nicht von der Art wie derzeit. Es gibt keinen einzigen Organismus, dessen Körper keinen „Kohlenstoff“ enthält in einer von all seinen Millionen chemischen Formen. Es gibt keinen einzigen – Punkt!

Das Gottesgeschenk CO2 treibt auch den Photosynthese-Prozess an, der es den Lebensformen erlaubt, in Fülle zu blühen. Die Pflanzen brauchen das CO2 für ihr Wachstum und zur Ausbildung von Früchten oder Samen, von denen auch die höheren Lebensformen leben. Im Verlauf dieses Prozesses über viele Millionen Jahre wurde die Erdatmosphäre mit molekularem Sauerstoff angereichert, das für unsere Atmung unabdingbar ist. Dieser Sauerstoff ist, chemisch gesprochen, aus dem CO2 entnommen worden. Einfach gesagt: kein CO2 in der Luft bedeutet auch kein Sauerstoff in der Luft; es gibt keine andere Quelle atmosphärischen Sauerstoffs – Punkt!

Aber das ist nicht alles, die photosynthetische Umwandlung von CO2 in Pflanzenmaterial hat eine weitere Konsequenz. Trotz aller gegenteiligen Behauptungen ist CO2 der EINZIGE Grund, dass die Ozeane und Süßwasser-Systeme alkalisch sind, auch basisch genannt.

Sauer vs. basisch

Der pH-Wert ist eine Maßzahl für den Säuregrad. Liegt dieser unter 7,0, ist das System sauer, liegt er darüber, ist es basisch. In jedem Frühjahr weisen Ozeane und Süßwasser in allen Breiten steigende pH-Werte auf (sie werden basischer) als in den Tiefen des Winters. Dieses Phänomen wird auf der ganzen Welt gleichermaßen beobachtet, auch an der Forschungsstation ALOHA, etwa 150 km nördlich von Hawaii. Dazu wurden schiffsbasierte Messungen durchgeführt, die heute durch verschiedene, mit Kabeln verbundene Bojen und andere Geräte ersetzt wurden.

Obwohl weithin falsch verstanden, ist Leben eine konstante Wechselwirkung zwischen sauren und basischen Bedingungen. Zum Beispiel ist auch die Ausbreitung von Säugetieren davon abhängig. Zum Beispiel hat menschliches Sperma einen pH-Wert um 8,0. Im Gegensatz dazu ist das vaginale Sekret mit einem pH-Wert von 4 sauer. Wenn sonst kein weiteres, so zeigt allein schon dieses Beispiel die Wechselwirkung zwischen sauren und basischen Umgebungen in der Welt. Organismen im Wasser, egal ob Salz- oder Süßwasser, sind in dieser Hinsicht nicht davon unterscheidbar; Leben ist vom richtigen pH-Wert abhängig – überall.

Allerdings gibt es für all das eine große Bedingung: Das Ökosystem muss weiterhin so funktionieren, wie es das seit Millionen Jahren getan hat. Wird das System ernsthaft durch Überbeanspruchung oder durch das Habitat zerstörende Maßnahmen gestört, wird dies rasch zu katastrophalen langfristigen Konsequenzen führen. Ein Beispiel ist der Zusammenbruch der Kabeljau-Population vor der Küste Neufundlands. Nachdem sich der jährliche Fang von etwa 250.000 Tonnen seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf etwa 750.000 Tonnen verdreifacht hatte – zumeist durch europäische Fischfangflotten – in den sechziger Jahren, haben die Kabeljau-Bestände drastisch abgenommen und sind bis zum Jahr 1992 praktisch verschwunden. Selbst heute, nach über zwei Jahrzehnten eines Fischerei-Moratoriums, warten die Kabeljau-Bestände immer noch auf ihre Rückkehr zur ursprünglichen Vielfalt.

Obwohl der Kabeljau vor Neufundland ein deutliches Beispiel ist, wurden andere Fischbestände anderswo in der Welt ebenfalls über ihre Kapazität der natürlichen Regeneration hinaus ausgebeutet. Viele Bücher beschreiben diesen Vorgang, z. B. Deserted Ocean von Norman Holy (ISBN-13: 978-1-4389-6494-2) sowie Out of Fishermen’s Hands von Gary Sharp et al.

CO2 – unabdingbar für die Photosynthese

Die oben erwähnte ALOHA-Station ist seit nunmehr über zwei Jahrzehnten in Betrieb, in jüngster Zeit zumeist automatisiert mittels einer Kabelboje. Wie jede Graphik der jährlichen pH-Wert-Variationen im Wasser zeigt, nimmt der pH-Wert des Wassers in jedem Frühjahr und Sommer zu, um im Herbst und Winter wieder abzunehmen. Sowohl jahreszeitliche als auch vieljährige Variationen der Ozean-Chemie werden an allen Forschungsstationen routinemäßig gemessen, einschließlich der fast 4000 autonomen Treibbojen des Argo-Netzwerkes. In großen Süßwassersystemen wie den Großen Seen werden regelmäßig ähnliche Messungen durchgeführt.

Die Daten all dieser Messungen zeigen allesamt das gleiche Bild: nämlich einen Anstieg der pH-Werte (Zunahme der basischen Eigenschaften), wenn die Natur erst einmal nach dem jahreszeitlich bedingten Schlaf erwacht und die primäre Produktion (Photosynthese) wieder in die Gänge kommt. Es ist wirklich ziemlich einfach, das zu erklären: Das CO2 wird vom Wasser aus der Atmosphäre entnommen, und zusammen mit im Wasser gelösten Mineralien und der jahreszeitlich zunehmenden Photosynthese-Aktivität nimmt der pH-Werte des Wassers ZU.

Ohne auch nur eine dieser drei Komponenten – d. h. Kohlendioxid, Mineralien und Sonnenlicht – gäbe es kein Leben auf der Erde, weder an Land noch im Wasser!

Seien wir dankbar für unser glückliches Schicksal, dieses Gottesgeschenk ausreichenden Kohlendioxids in der Atmosphäre zu haben!

Zusatz des Übersetzers: jeder, der das CO2 in der Atmosphäre bekämpfen will, will in Wirklichkeit das Leben auf der Erde bekämpfen! Jeder – auch die Kirche!

Link: http://canadafreepress.com/article/78404

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Gerade rechtzeitig für Paris – polares Eis in Hülle und Fülle!

Anstatt dass die polaren Eiskappen inzwischen bis auf kümmerliche Reste zusammengeschmolzen sind, wie es viele Jahre lang von allen Klimamodell-Enthusiasten vorhergesagt worden war, haben sich diese Eisschilde sprunghaft ausgedehnt. Beispiel: einem kürzlichen Report der NASA-Wissenschaftler HJ Zwally et al. zufolge hat sich der Antarktische Eisschild schon seit 15 Jahren immer mehr vergrößert, und das sogar mit einer alarmierenden Rate. Dann hören wir seit einiger Zeit, dass sich am entgegengesetzten Pol, genauer in Grönland, die Rate der Eis-Akkumulation ebenfalls Rekorde aus letzter Zeit bricht, wie die folgende Abbildung zeigt (Quelle: Danish Met. Inst. vom 7. November 2015). Und nicht zuletzt bleibt das jahreszeitliche Wachstum der Meereis-Ausdehnung in der Arktis (hier) nicht weit dahinter zurück.

Bestürzung

Es muss bei all jenen totale Bestürzung auslösen, die seit Jahren behaupten, dass der „Klimawandel“ oder die „globale Erwärmung“, wie der vermeintliche Vorgang genannt wird, drauf und dran ist, alles Leben auf der Erde zu „verbrennen“. Beispielsweise haben „Klimamodellierer“ wie S. Rahmstorf vom PIK seit Jahren behauptet, dass die Polargebiete höchst sensitiv auf jedwede Erwärmung reagieren und dass sich die polaren Eismassen mit hoher Geschwindigkeit verringern (hier) und dass der Meeresspiegel steigen würde. In der Realität ist nichts davon passiert.

Tatsächlich setzen die polaren Eismassen ihr Wachstum fort, wobei teilweise neue Allzeit-Rekordwerte sowohl hinsichtlich Ausdehnung als auch Masse gesetzt wurden. Auch der Meeresspiegel steigt NICHT wie zuvor prophezeit.

Falls man sich jetzt irgendwie verwirrt fühlt, dann mache man bitte nicht den Boten dafür verantwortlich. Wie Alan Caruba seit Jahren gesagt hat: die Angsterzeugung mittels Klimaängsten ist nichts weiter als ein sorgfältig geplanter Betrug. Die Tatsache, dass sogar Papst Franziskus dem Gospelchor der Klimakrieger beigetreten ist, bringt die Eismassen nicht dazu, jetzt plötzlich zu schrumpfen. Vielleicht folgt die jüngste Enzyklika Seiner Heiligkeit Laudato Si einigen Ansichten in der Öffentlichkeit, aber selbst der Papst kann der Natur nicht den Weg diktieren. Nebenbei, der Vatikan hat niemals das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 unterzeichnet, das die CO2-Emissionen begrenzen sollte.

Falls das inzwischen zwei Jahrzehnte lange Fehlen der prophezeiten Erwärmung und die in Wirklichkeit zunehmenden Eismassen an den Polen der Erde nicht schon genug Kummer bereiten, gibt es sogar noch ein paar andere düstere Fakten, die einen zurück in die Realität katapultieren können.

Abkühlung voraus!

Die Sonnenstrahlen sind von vitaler Bedeutung für das Wohlergehen allen Lebens auf der Erde – wahrlich keine neue Erkenntnis. (Relativ) neu ist jedoch die geringe Anzahl oder das Fehlen von Sonnenflecken (hier) in letzter Zeit und was dies für das Klima bedeutet. Anstatt einer „globalen Erwärmung“ könnte auch sehr gut eine längere Periode der „globalen Abkühlung“ bevorstehen.

Schon seit einiger Zeit haben NASA-Wissenschaftler (und Andere) die Ankunft längerer Perioden mit geringer Sonnenfleckenaktivität vorhergesagt. Diese Vorhersagen scheinen einzutreffen. Der gegenwärtige 11-Jahre-Zyklus, SC-24 genannt, erinnert ziemlich stark an den während des „Maunder Minimums” herrschenden Zyklus. Von diesem nimmt man an, dass er die „Kleine Eiszeit“ ausgelöst hat mit ihren Massen-Hungersnöten und allgemeinem Elend in ganz Europa.

Vielleicht mit diesen Fakten im Hinterkopf hat die Mathematical Calculation Society (Société de Calcul Mathématique SA) in Frankreich vor Kurzem eine längere Übersicht veröffentlicht mit dem Titel The battle against global warming: an absurd, costly and pointless crusade (hier, pdf). Neben dem Titelthema sind aber darin auch andere faszinierende Feststellungen enthalten wie beispielsweise der folgende Auszug aus dem Kapitel über „steigenden“ Meeresspiegel:

Das Niveau der Unehrlichkeit steigt wesentlich schneller als der Meeresspiegel. Es hat die wissenschaftliche Literatur total überschwemmt, wobei viele Schreiber sich bemühen, Modelle zu konstruieren, die etwas Besorgliches zeigen. Die Presse ignoriert alle anderen, und deren verschiedene Organe verweigern sie der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Und:

Modelle sind nützlich, wenn sie versuchen, unser Wissen zu begutachten, aber sie sollten nicht benutzt werden als eine Entscheidungshilfe, bevor sie nicht validiert sind.

Man kann wohl kaum den Zustand der gegenwärtigen Fehl- und Falschinformation bzgl. „Klima“ treffender auf den Punkt bringen. Vielleicht ist jetzt die Gelegenheit einer totalen Neubewertung des Gedankens „Klimawandel“ gegeben. Kommen wir also zurück zur Seine-Stadt.

Zurück zu Paris

Also zurück nach Paris. Die Anzahl der Delegierten auf COP21 wird vermutlich deutlich über 10.000 liegen; einige Berichte schätzen sogar eine Zahl nahe 40.000. Unter den Würdenträgern, die ihre Anwesenheit zugesagt haben, sind Papst Franziskus, Präsident Obama und viele andere Führer der Welt, zusammen mit ihrem jeweiligen Gefolge, Medien-Repräsentanten und alle anderen. Man kann sich fast fragen, wer eigentlich NICHT anwesend sein wird.

Die Repräsentanten vieler Entwicklungsländer und Nicht-Regierungs-Organisationen erhoffen sich von COP21 ein bindendes Abkommen für massive Klima-„Reparationen“, die ihnen aus westlichen Gesellschaften zufließen. Indien allein möchte im Verlauf weniger Jahre 2.500.000.000 Dollar erhalten. Bisher jedoch liegen die Verpflichtungen (oder Versprechungen) der „gebenden“ Nationen erheblich unter dem (ursprünglichen) Ziel von 100 Milliarden Dollar pro Jahr. „Kohlenstoffsteuern“ und andere fiskalische Monströsitäten sollen für all die Spielereien herhalten. Wie kürzlich von Paul Driessen gesagt, profitieren von diesem UN-Schema der „Umverteilung des Wohlstands“ (hier) nur herrschende Eliten in armen Ländern und tun fast nichts für die Menschen, die verzweifelt zuverlässige, billige und reichlich verfügbare Energie brauchen.

Diesen Bemühungen der Schaffung einer „neuen Weltordnung“ liegt die Behauptung zugrunde, dass das CO2 eine Runaway-globale-Erwärmung auslöst. Diese Hypothese ist der (falsche) Dreh- und Angelpunkt der gesamten CO2-Katastrophen-Story. Diese Story kann nicht nur sehr leicht widerlegt werden, sondern es ist sogar sehr leicht zu zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist.

Ohne CO2 in der Luft gäbe es keinerlei Pflanzen auf der Erde; überhaupt keine, Punkt. Alles Land wäre kahl und unbewohnbar wie beispielsweise die Wüste Gobi (siehe Bild oben rechts von Wikipedia), aber ohne das Kamel, oder wie die Sahara oder das Death Valley.

All diese Wüsten zeichnen sich durch einen viel größeren Tagesgang der Temperatur aus als Gebiete auf ähnlicher Breite mit reichlichem Baumbestand. Der Grund hierfür ist, dass die Wasser-Transpiration der Bäume große Mengen Energie verbraucht, die die Tag/Nacht-Schwankungen der Temperatur moderiert und folglich zu wärmeren Nächten und kühleren Tagen führen als es beim Fehlen dieser Bäume der Fall wäre. Dies hat absolut nichts zu tun mit irgendeinem Treibhausgas-Effekten, die das CO2 haben könnte; es ist allein eine Funktion der Kühlung durch Verdunstung. Während also das dämonisierte CO2 absolut lebensnotwendig für das Pflanzenwachstum ist, sorgt es auch ultimativ für moderate Temperaturfluktuationen.

Daher ist CO2 nicht nur unabdingbar notwendig für alles Leben auf der Erde, sondern es ist auch ein starker Stabilisierer des Klimas.

Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass diese Botschaft bei COP21 Gehör findet. Stattdessen wird man sehr wahrscheinlich die gleichen falschen Behauptungen über die Auswirkungen von CO2 hören, die man schon seit vielen Jahren gehört hat. Man erinnere sich einfach nur an ein Buch von R. Manheim, in dem es u. A. heißt:

Die Empfänglichkeit der Massen ist sehr begrenzt; deren Intelligenz ist gering; aber ihre Fähigkeit zu vergessen ist enorm. Als Konsequenz aus diesen Tatsachen ergibt sich, dass jede effektive Propaganda sich auf nur sehr wenige Punkte konzentrieren und diese Slogans beibehalten muss, bis auch das letzte Mitglied der Gesellschaft versteht, was man ihm mit den Slogans verstehen machen will.

Da haben wir eine Erklärung für all das Getöse. Hört die Natur darauf?

Natur

Ich glaube nicht. Wie immer hat die Natur ihren eigenen Willen und ihre eigenen Pläne, wenn es um Wetter und Klima geht – und dafür sollten wir dankbar sein.

Ohne die stetigen Bemühungen, die Atmosphäre mit ausreichend CO2 aus Vulkanen und anderen Rissen in der Erdkruste zum Erhalt allen Lebens auf der Erde würden wir nicht einmal existieren. Obwohl sehr unwahrscheinlich, würde ein plötzliches Ende der natürlichen CO2-Emissionen ein Absinken des CO2-Gehaltes von derzeit 0,04% auf 0,02% zur Folge haben. Auf diesem Niveau würde sich das Wachstum aller Pflanzen auf der Erde immer mehr verlangsamen. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln würde einbrechen mit der raschen Folge von Massen-Hungersnöten. Der gesamte menschliche CO2-Beitrag zur Atmosphäre könnte einen solchen natürlichen Verlust nie ausgleichen.

In jedem Falle, egal wer wem oder was in Paris zustimmt oder nicht – die Natur kümmert es nicht, die polaren Eisschilde werden wachsen und schrumpfen allein unter der Vorgabe der Natur.

Dr. Klaus L.E. Kaiser

Link: http://canadafreepress.com/article/76626

Übersetzt von Chris Frey EIKE