Lügen der Medien widerlegt: Corona-Virus, Pandemien und Klimawandel

In einem Editorial in The Hill schreibt ein Vinod Thomas, ehemals führend in der Weltbank tätig, dass es „einen Link zwischen Pandemien wie COVID-19 einerseits und einer wärmeren Welt andererseits gibt …“

Thomas‘ Behauptung folgt vielen anderen Behauptungen ähnlichen Inhalts in den Medien. Zum Beispiel las man kürzlich in einem Artikel des Magazins Time: „Ich habe keinen Beweis dafür, dass der Klimawandel dieses bestimmte Virus vom Tier auf den Menschen hat übergreifen lassen oder dass ein wärmerer Planet bei dessen Verbreitung geholfen hat. Aber es ist ziemlich eindeutig, dass der Klimawandel zukünftige Pandemien durch Viren und andere Pathogene sehr fördern wird“.

Beide Autoren wissen – oder sollten zumindest wissen – dass sie Lügen verbreiten. Zahlreiche Studie weisen nach, dass übertragbare Krankheiten wie Grippe und das Corona-Virus im Herbst, Winter und Vorfrühling weitaus häufiger auftreten; bei kaltem und feuchtem Wetter viel eher als bei warmem und trockenem Wetter. Darum erreicht die Grippe-Saison regelmäßig im Winter ihren Höhepunkt, bevor die Welle bis zum Sommer abebbt. Und Schnupfen kommt im Sommer auch weniger häufig vor als im Winter.

Im Kapitel 7 des Berichtes vom Non-Governmental International Panel on Climate Change (NIPCC) mit der Überschrift „Climate Change Reconsidered: Biological Impacts“ werden die Ergebnisse von Dutzenden begutachteten Studien detailliert beschrieben. Sie zeigen, dass vorzeitiger Tod durch Krankheiten in kälteren Zeiten weitaus häufiger auftreten als während wärmerer Zeiten.

Im Jahre 2010 analysierte der Gesundheits-Korrespondent bei der BBC Clare Murphy die Sterblichkeits-Statistik des Office of National Statistics von UK von 1950 bis 2007. Er kam zu dem Ergebnis: „Bei jedem Grad, den die Temperatur unter 18°C sinkt, steigen die Todesfälle in UK um fast 1,5%“.

Der Analyst im US-Innenministerium Indur Goklany kam bei der Untersuchung offizieller Sterbe-Statistiken zu einem ähnlichen Ergebnis. Dieser Statistik zufolge sterben während der Monate Dezember bis März jeweils 7200 Amerikaner pro Tag, verglichen mit 6400 Todesfällen pro Tag im Rest des Jahres.

In einem im Southern Medical Journal im Jahre 2004 veröffentlichten Artikel schrieben die Autoren W. R. Keatinge und G. C. Donaldson: „Todesfälle mit Bezug zu Kälte sind weitaus zahlreicher als solche mit Bezug zu Wärme in den USA, Europa und fast allen Ländern außerhalb der Tropen – und fast alle gehen auf Krankheiten zurück, die durch Kälte sehr begünstigt werden“.

In einer Studie aus jüngerer Zeit, veröffentlicht im Jahre 2015 im Lancet, untersuchten Forscher Gesundheitsdaten aus 384 Orten in 13 Ländern – das ergab eine riesige Stichprobe von 74 Millionen Todesfällen – und kamen zu dem Ergebnis, dass bei kaltem Wetter direkt oder indirekt 1700% mehr Menschen starben als bei warmem Wetter. Nein, das ist kein Druckfehler – 1700% mehr Menschen sterben bei kaltem als bei warmem Wetter.

Im Gegensatz zu den Angst erzeugenden Ergüssen in The Hill und Time zeigen überwältigend viele wissenschaftliche Belege, dass es Kälte ist, die tötet, und nicht Wärme. Daher sollten in einer etwas wärmeren Welt mit kürzeren und weniger strengen Wintern weniger frühzeitige Todesfälle auftreten – seien die Ursache nun Krankheit, Viren, Pandemien, Hunger oder andere natürliche Ursachen.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is managing editor of Environment & Climate News and a research fellow for environment and energy policy at The Heartland Institute. Burnett worked at the National Center for Policy Analysis for 18 years, most recently as a senior fellow in charge of NCPA’s environmental policy program. He has held various positions in professional and public policy organizations, including serving as a member of the Environment and Natural Resources Task Force in the Texas Comptroller’s e-Texas commission.

Link: http://climaterealism.com/2020/03/media-lies-debunked-coronavirus-pandemics-and-climate-change/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima-Aktivisten feiern die Auswirkungen des Corona-Virus‘ auf die Wirtschaft und auf Emissionen

Gibt es irgendwelche ,guten Nachrichten‘ bzgl. des Corona-Virus‘? Vielleicht, und zwar in Gestalt reduzierter Luftverschmutzung und Kohlenstoff-Emissionen – und an einigen Stellen mit geretteten Menschenleben“. Das steht in einem Leitartikel der Zeitung USA Today vom 17.März, und weiter: „Das Corona-Virus sorgt schon jetzt für ,einen Rückgang des Verbrauchs fossiler Treibstoffe und der damit einher gehenden Kohlenstoff-Emissionen in China, Italien und auch anderswo‘, sagte die Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe.

Marshall Burke von der Stanford University berechnete, dass ,Reduktionen der Luftverschmutzung in China aufgrund dieser ökonomischen Störung 20 mal mehr Menschenleben retteten als gegenwärtig der Infektion zum Opfer gefallen sind“. Soweit der Artikel in USA Today – ohne die dubiosen zugrunde liegenden Statistiken überhaupt zu hinterfragen.

NBC News folgte am 18. März mit einem Artikel ähnlichen Inhalts, und zwar mit der Schlagzeile ,Coronavirus shutdowns have unintended climate benefits: cleaner air, clearer water‚. NBC News weiter: „,Falls wir darüber nachdenken, uns auf einen Klimawandel wie eine Pandemie vorzubereiten, gibt es vielleicht ein positives Ergebnis all dessen‘, sagte Christopher Jones, Mitglied eines Forscher-Konsortiums an der University of Califoria.

Die Menschen blieben zu Hause und stoppten viele Aktivitäten, welche zu Treibhausgas-Emissionen und anderer Verschmutzung führten“, sagte Jacqueline Klopp in dem NBC-Beitrag. Sie ist Direktorin des Center for Sustainable Urban Development an der University of California. „Wenn wir uns daran machen, die Ökonomie wiederzubeleben, müssen wir dieses Moment nutzen und darüber nachdenken, was wir wertschätzen. Wollen wir zurück zum Status Quo, oder wollen wir diese großen strukturellen Probleme angehen, unsere Wirtschaft umstrukturieren sowie Verschmutzung und Emissionen zu reduzieren?“

Die meisten Menschen wünschen sich vermutlich die Rückkehr zum „Status Quo“ in Gestalt niedriger Arbeitslosigkeit, steigendem Einkommen für Haushalte und persönlicher Freiheit. Aber wenn man es vorzieht, unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und Restriktionen der persönlichen Freiheit zu leben, dann dürfte die aktivistische Klimapolitik die ideale Zukunft sein.

James Taylor (JTaylor@heartland.org) is Director of the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy and President of the Heartland Institute.

Link: http://climaterealism.com/2020/03/climate-activists-celebrate-coronavirus-impact-on-economy-emissions/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Präsident der CLINTEL: Null Kohlen­stoff ist ein Verbrechen gegen die Menschheit

Die letzten 150 Jahre zeigen, dass bezahlbare und zuverlässige Energie der Schlüssel zu Wohlstand ist. Die letzten 150 Jahre zeigen auch, dass mehr Kohlendioxid ein Segen für die Natur ist. Es lässt die Erde ergrünen und sorgt für steigende Ernteerträge. Warum ignorieren Regierungen diese harten Fakten? Warum tun sie das Gegenteil und erniedrigen die Lebensqualität mittels der zwangsweisen Einführung teurer und zweifelhafter Low-Carbon-Energietechnologien für ihre Bürger? Das Gesetz zu Null-Emission ist ein Verbrechen gegen die Menschheit“.

Also nahm ich mir die Gesetze bzgl. Verbrechen gegen die Menschheit vor, und Prof. Berkhout könnte einen starken Punkt angesprochen haben. Im einfachsten Fall ist ein Verbrechen gegen die Menschheit eine Regierungspolitik, welche systematisch und wissentlich eine bestimmte Gruppe unschuldiger Menschen schädigt.

Null-Kohlenstoff-Emissionsgesetze wie der Green New Deal in der EU und den USA werden die armen Menschen von bezahlbarer Energie abschneiden. Diese Tatsache ist durch zahlreiche Studien nachgewiesen worden. Folglich schädigt diese Politik wissentlich eine bestimmte Gruppe unschuldiger Menschen. Und wie CLINTEL in seiner Weltklima-Deklaration ausführt, gibt es keinen wie auch immer gearteten Klimanotstand, der eine solche Schädigung rechtfertigen würde. Alles, was wir haben, sind Regierungen, die absichtlich ihren Bürgern Schaden zufügen.

Aber man schaue auch auf die jüngsten Entwicklungen in der Klimawissenschaft. Es gibt neue Erkenntnisse in Beziehung zu einer Übersicht über das Kohlenstoff-Budget. Damit wird die Menge CO2 angezeigt, die immer noch emittiert wird, bevor ein bestimmtes Erwärmungslimit überschritten wird. Die am SR 15-Report (2018) beteiligten IPCC-Klimawissenschaftler haben die Berechnungen bzgl. dieses Budgets im AR 5 noch einmal genau unter die Lupe genommen und sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sie in der Vergangenheit zu pessimistisch waren – und zwar nicht nur ein wenig. Im SR 15-Report haben jene Kohlenstoff-Budgets spektakulär zugenommen.

Mittels Illustration hat das Kohlenstoff-Budget für die 1,5°C-Grenze um nicht weniger als das Fünffache zugenommen! Daher dauert es deutlich länger, bis das Kohlenstoff-Budget erschöpft ist. Und das wiederum bedeutet, dass man die aufgrund des AR 5 erlassenen strikten Emissionsvorschriften signifikant abschwächen kann. Das alles sind sehr gute Nachrichten für alle, die hinsichtlich des Klimas Bedenken hegen. Es ist eine vollständige Bestätigung dessen, was CLINTEL sagt: „Es gibt keinen Klima-Notstand!“

Unglücklicherweise wurde diese gute Nachricht unter den zunehmenden ,Doom-and-Gloom-Maßnahmen und Stories über den „gefährlichen Klimawandel“ begraben, welcher ironischerweise durch eben denselben SR 15-Report befeuert wurde. Tatsächlich sollten die Leser erkennen, dass die gute Nachricht sogar noch besser daherkommt, weil wir es zusätzlich zu den rechnerischen Fehlern im AR 5 noch mit der fortwährenden Übertreibung der Klima-Sensitivität bzgl. CO2 seitens des IPCC zu tun haben. Wann wird das endlich korrigiert?

Man beachte, dass es trotz der starken wissenschaftlichen und moralischen Argumente jetzt das erklärte Ziel der UN-Alarmisten ist, dass alle Länder Null-Kohlenstoff-Gesetze übernehmen sollen, vorzugsweise schon bis zu dem im November geplanten Klimagipfel in Glasgow. Angesichts des Umstandes, dass der Schaden proportional zur Armut ist, wären derartig schroffe Maßnahmen für die Ärmsten besonders schädlich. Und um alles in der Welt – warum?

Null-Kohlenstoff-Gesetze sind Verbote, jene Form der Energie zu verbrauchen, welche gegenwärtig etwa 80% des menschlichen Bedarfs deckt. Eine allgemein anerkannte Definition von ,Verbrechen gegen die Menschheit‘ lautet „unmenschliche Maßnahmen, welche absichtlich großes Leiden verursachen“. Armen Menschen absichtlich den Zugang zu bezahlbarer Energie vorzuenthalten erfüllt diese Definition vollständig.

Mein Kollege Paul Driessen hat zu diesem Thema ausführlich Stellung genommen, wenngleich auch nicht unter der Perspektive eines Verbrechens gegen die Menschheit. Beispielhaft hierfür sei dieser Beitrag genannt.

Zur Erinnerung, wir reden hier über die Tragödie der so genannten Entwicklungsbanken, welche es ablehnen, die Entwicklung von Technologien für bezahlbare Energie zu finanzieren. Gesetze, welche den Verbrauch fossiler Treibstoffe verbieten, sind noch unendlich schlimmer. Man stelle sich vor, es ist verboten, eine Kerosin-Lampe oder einen Benzin-Motorroller zu benutzen – zusätzlich dazu, dass man keinen Strom hat.

Aber wir müssen nicht in das arme Afrika gehen, um Energie-Armut zu finden. In ganz Europa ist diese gut dokumentiert, vor allem in jenen Ländern, wo fehlgeleitete Regierungen ihren Bürgern erneuerbare Energie aufgezwungen haben. Und trotzdem übernehmen UK und die EU eine drakonische Null-Kohlenstoff-Politik. Die Energie-Armen hier leiden also auch unter einem Verbrechen gegen die Menschheit.

Man schätzt, dass Millionen Haushalte in den USA in etwas leben, was als „Energiearmut“ definiert ist, zum großen Teil infolge der erzwungenen Verschiebung hin zu erneuerbarer Energie. Berichten zufolge ist Energiearmut die zweitstärkste Ursache für Obdachlosigkeit in Amerika. Der beabsichtigte Green New Deal würde dieses Leiden noch dramatisch verschlimmern.

Kurz gesagt, CLINTEL-Präsident Guus Berkhout hat völlig recht. Null-Kohlenstoff-Gesetze sind nicht nur wissenschaftlich vollkommen unsinnig, sondern auch ein Verbrechen gegen die Menschheit.

Autor: David Wojick , Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2020/03/20/clintel-president-says-zero-carbon-is-a-crime-against-humanity/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Steve Milloy gewinnt gegen Exxon mit der SEC*

Exxon Mobil reichte bei der SEC die Forderung ein, Milloys Eingabe nicht auf die Tagesordnung des Aktionärstreffen zu setzen, welches für den 27. Mai 2020 anberaumt ist. Das SEC entschied zugunsten von Milloy, wie diese Tabelle zeigt:

Tabelle: Zusammenfassung der SEC zu ihrer Entscheidung. Der Antrag von Exxon Mobil, Milloys Eingabe abzulehnen, ist verworfen worden. Quelle: SEC.

Das Management von Exxon Mobil war hinsichtlich der Risiken des Klimawandels lange geteilter Meinung, wie ich hier schon beschrieben habe. Aber die Risiken eines vom Menschen verursachten Klimawandels sind bereits von Tausenden Forschern seit 1979 weltweit untersucht worden, und keiner von ihnen hat irgendetwas Bedeutsames entdecken können. Die einzigen echten Auswirkungen einer globalen Erwärmung oder eines Klimawandels, seien diese nun vom Menschen verursacht oder nicht, sind positiv, wie man hier sehen kann.

Greenwashing von Exxon Mobil sendet das falsche Signal an die Öffentlichkeit und die Umweltaktivisten. Letztere nutzen es als Waffe, um die Industrie fossiler Treibstoffe zu schlagen, indem sie sagen: „Seht ihr, ihr Klima-Leugner, selbst der größte Erzeuger fossiler Treibstoffe stimmt uns zu!“ Als vieljähriger Aktionär von Exxon Mobil und ehemaliger Mitarbeiter bei Exxon stelle ich mich im Mai hinter Milloy und gegen Exxon Mobil. Die Firma sollte für sich selbst stehen und für das, was recht ist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/21/steve-milloy-wins-against-exxon-with-sec/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Kälte nach dem Frühlings­anfang 2020 in Deutsch­land – wie unge­wöhnlich ist das?

Kalten Wintern folgen wegen der Erhaltungsneigung der Witterung oftmals auch eher späte, ganz oder teilweise kalte Frühjahre; diese Fälle (1987, 1996, 2006) sollen hier nicht betrachtet werden. Hier geht es nur um die Frühjahre nach auffallend milden Wintern, welche zwar tendenziell eher sehr zeitig beginnen und meist zu warm verlaufen, aber doch einzelne, kältere Phasen aufweisen können. Warum das so ist, soll nun erörtert werden.

Winter- und Frühjahreszirkulation unterscheiden sich meist grundlegend – warum?

Im Winter, so auch 2019/20, dominieren in Mitteleuropa oftmals Westwetterlagen, weil diese durch den dann besonders hohen Temperaturunterschied zwischen den immer gleich warmen Äquatorregionen und der im Winter besonders kalten Arktis begünstigt werden; doch ab dem März nimmt dieser Temperaturunterschied mit rasch länger werdenden Polartagen ab, so dass sich die Westdrift entweder abschwächt oder plötzlich auf Ost, Nord oder Süd umschlägt; außerdem verschwinden die riesigen, atlantischen Sturmtiefs. Der im Winter mehr oder weniger deutliche stratosphärische kalte Polarwirbel, welcher die milde Westdrift stützt, löst sich auf. Verschärft werden können diese durch den Jahreszeitenwechsel bedingten Zirkulationsstörungen außerdem durch Ostwindphasen der QBO (2018, 2020) und durch die gegenwärtig sehr geringe Sonnenaktivität. Im Langjährigen Mittel der Wetterlagen-Häufigkeiten zeigt sich dann auch die „Vorliebe“ der Frühjahrsmonate, besonders des April und Mai, für Ost-, Nord- und Südlagen:

Abbildung 1: Häufigkeitsverteilung der beiden „Großcluster“ Westanteil (violett) und meridional (grau, alle Nord-, Ost- und Südlagen) im Jahresverlauf. Westwetterlagen weisen, begünstigt durch die Erwärmung der Landmasse Eurasiens (das verschärft den Gegensatz zum Polarmeer nach dem Frühjahr wieder!) ein sekundäres Sommermaximum auf; meridionale ein undeutliches zweites Maximum im Herbst (mehr Südlagen!).

Der jähe, plötzliche Witterungsumschwung von West- zu Ostwetter am Frühlingsanfang 2020 passt also ausgezeichnet zu den langfristigen Witterungsverhältnissen und ist keine Folge eines „Klimawandels“. Er lässt vermuten (sicherer Langfristprognosen sind unmöglich!), dass auch dieser Frühling von Extremwetterlagen beherrscht werden könnte; ob das, ähnlich wie 2018 und 2019, zu jähen Temperatursprüngen und zeitiger, anhaltender Dürre führen wird, bleibt abzuwarten. Hier nun zwei Wetterkarten-Beispiele, welche zeigen, wie unterschiedlich die winterliche Westwind- und die frühlingshafte Ostwind-Zirkulation im Wetterkartenbild aussehen:

Abbildungen 2a und 2b: Windiges, mildes Westwetter am Rande eines großen, winterlichen Sturmwirbels über Nordeuropa am 23. Februar (2a, oben) und trocken-kaltes Wetter nur einen Monat später (unten, 2b). Hoher Luftdruck über Nordeuropa beherrscht nun den Kontinent; die winterlichen Sturmwirbel sind verschwunden. Abbildungsquelle Archiv wetter3.de

Weil aber die Sonne zum Frühlingsanfang noch nicht sehr viel Kraft hat, kann sie die aus Nordosten einfallende Kaltluft (Luftmassen xA und cP) kaum erwärmen; klirrend kalte Nächte und windig-kalte Sonnentage sind die Folge. Auch das angeblich erwärmend wirkende Klimagas CO2 konnte uns nicht vor dieser Kälte bewahren. Ohne Datumsangabe könnte man die Abbildung 2b auch für eine winterliche Hochdruckwetterlage halten; die Luftdruckwerte sind für diese weit fortgeschrittene Jahreszeit bemerkenswert hoch. Aber im Winter hätte uns „Stalins letzte Rache“, wie der verheerend kalte Nordostwind gerne auch genannt wird, eine gefrierende Ostsee bei Nachts strengstem und selbst tagsüber mäßigem Dauerfrost beschert. Doch warum gibt es bei ähnlichem Sonnenstand zum Herbstanfang im September niemals derartige Kältewellen? Eigentlich müsste doch der nach dem Sommer etwas geringere CO2-Gehalt der Luft eine Abkühlung fördern. Aber einerseits hat der Boden noch viel sommerliche Wärme gespeichert; doch vor allem der Bewölkungsgang und der Wasserdampfgehalt der Luft machen den Unterschied. Im Frühherbst ist die Luft absolut viel feuchter, denn die Vegetation transpiriert noch. Oft bildet sich nachts wärmender Nebel oder Hochnebel; tagsüber scheint nach Nebelauflösung die Herbstsonne. Ende März gibt es noch keine die Luft befeuchtende Vegetation; nach den klaren Frostnächten sorgen tagsüber außerdem der infolge der Konvektion auffrischende Wind und manchmal auch Quellwolken für nur geringe Erwärmung. Wesentlich ist nun auch der Zeitpunkt der Witterungsumstellung: Erfolgt er erst später im April, so konnte sich die Festlandsluft schon stärker erwärmen; die Nachtfröste fallen dann schwächer aus oder fehlen ganz.

Frühlingskälte nach sehr milden Wintern – alles schon mal da gewesen!

1975 gab es nach extrem milder Dezember- und Januarwitterung im Frühling wiederholte Kälterückfälle im März und vor allem im April; eines der wenigen Frühjahre, das nach einem extremen Mildwinter insgesamt zu kühl ausfiel.

1988 setzte ab Mitte Februar nasskaltes Spätwinterwetter ein und dauerte bis in den April fort; in den Mittelgebirgen lag der Schnee im März teils über einen Meter hoch. Es folgte ein dürrer, warmer Mai.

1989 erfolgten Anfang März und im April kurze Kälterückfälle; teils mit Schnee in einem ansonsten milden Frühling.

1990 setzte sich die enorme Wintermilde bis Anfang April fort, doch um den 10. April erfror in Mitteldeutschland nahezu die gesamte Kirschblüte. Erst im Mai kehrten Wärme und Trockenheit zurück.

1998 zeichnete sich der März durch wiederholte Kälterückfälle aus.

2007 folgte dem milden Rekordwinter ein Frühlingsanfang mit Schnee; Ähnliches war zu Ostern 2008 zu erleben.

2014 traten in einem sehr milden Frühjahr um den 17. April merkliche Nachtfröste auf; Schäden an der Vegetation blieben meist aus.

2016 überraschte am 1. April starker Schneefall in Weimar die Autofahrer; mittags war der Spuk ohne Vegetationsschäden vorbei.

2019 wechselten sich im April mildes und kaltes Ostwetter mit deutlichen Nachtfrösten ab; am 4. Mai fiel erstmals seit Mai 1987 wieder nasser Schnee bis ins Thüringer Flachland. Vegetationsschäden blieben meist aus.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




The Italian Connection

Heute [25.3.] sieht es so aus:

Abbildung 1: Todesfälle des Corona-Virus‘, dargestellt als Tote pro zehn Millionen Menschen der Bevölkerung des Landes. Prozentwerte der Gesamtbevölkerung sind rechts in blau dargestellt. Alle Länder wurden nach dem Datum des ersten bestätigten Todesfalles ausgerichtet. Die neuesten Graphiken sowie die Entwicklung der Vergangenheit stehen hier [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier].

Italien liegt mit über 6000 Toten weit im blauen Bereich. Dies ist die Bandbreite der jährlichen Todesfälle durch Grippe in den USA. Falls die Corona-Patienten in den USA die gleiche Sterberate aufweisen würden wie in Italien, hätten wir 38.000 Corona-Tote zusätzlich zur gleichen Zahl von Grippetoten …

Als Folge davon gab es viele Diskussionen darüber, warum die Todesrate in Italien so hoch liegt. Einige haben vermutet, dass Italien mit die älteste Bevölkerung in Europa aufweist. Andere wiesen darauf hin, dass man der Gewohnheit folgend in Italien in großen Familien zusammen lebt. Noch andere machten die hohe Zahl von Rauchern und schmutzige Luft verantwortlich, und wieder andere haben auf die sozialen Gewohnheiten dort hingewiesen, darunter berühren, Wangenküsse, persönlicher Kontakt während kirchlicher Feiern und so weiter.

Aber wir haben keine guten Daten, um diese Frage genauer zu untersuchen – oder zumindest habe ich keine gefunden.

In den Kommentaren zu meinem Beitrag mit dem Titel „End The American Lockdown“, in welchem ich genau dafür leidenschaftlich eintrete, wies mir jemand den Link zu einem Report der italienischen Regierung, natürlich in italienischer Sprache. Aber es gibt ja Übersetzungsmaschinen. In dem Report finden sich Statistiken einer großen Stichprobe von Todesfällen in Italien (355 von 2003 bis Redaktionsschluss des Reports). Die Zahlen darin sind sehr aufschlussreich.

Beginnen möchte ich mit der Altersstruktur der 2003 Italiener, welche bis Redaktionsschluss des Reports zu Tode gekommen waren. Abbildung 2 zeigt, dass es sich dabei fast durchweg um alte Menschen gehandelt hat:

Abbildung 2: Altersstruktur der 2003 Italiener, welche am Corona-Virus gestorben waren

Von den 2003 Tote waren 17 jünger als 50 Jahre und nur 5 jünger als 30 Jahre, während fast 200 Tote unter den über 90-jährigen aufgetreten waren.

Die Italiener unterschieden dabei zwischen Personen, die DURCH das Virus gestorben waren, und solchen, die MIT dem Virus gestorben waren. Ich konnte auch erkennen, warum sie das tun mussten. Abbildung 3 zeigt die Aufteilung in schwere Krankheiten und Umständen der Unglücklichen:

Abbildung 3: Anzahl der Krankheiten in der Stichprobe der 355 Italiener, welche zum Zeitpunkt ihres Todes mit COVID-19 infiziert waren.

WOW! Sicher, alle hatten COVID-19. Aber drei Viertel unter ihnen hatten auch Hypertonie, ein Drittel litt unter Diabetes, ein weiteres Drittel Herzkrankheiten, mehrere auch Vorhofflimmern und Gerinnsel im Blut, und so weiter.

Wie aus Abbildung 3 eindeutig hervorgeht, müssen einige Menschen mehr als eine andere Krankheit gehabt haben neben COVID-19. Abbildung 4 zeigt die Anzahl anderer Krankheiten pro Patient:

Abbildung 4: Andere Krankheiten der Stichprobe von 355 aus 2003 Italienern, welche zum Zeitpunkt ihres Todes mit COVID-19 infiziert waren.

Das war für mich das überraschendste Ergebnis der gesamten Studie. Von allen 355 Todesfällen gab es nur drei, welche nicht irgendeine der oben gelisteten Krankheiten aufwies. Drei!

All dies als Gesamtbild betrachtend kam mir ein komischer Gedanke, wen sie hier repräsentieren. Ich dachte … nun, betrachten wir zunächst die Charakteristika derjenigen Menschen, die gestorben waren:

Es gab mehr über 90 Jahre alte als unter 60 Jahre alte Patienten

● Das Durchschnittsalter betrug 79 Jahre

● Alle außer drei hatten noch mindestens eine andere Krankheit, so dass im Grunde fast alle von ihnen schon vorher krank waren.

● Drei Viertel hatten mindestens zwei andere Krankheiten, und die Hälfte von ihnen drei oder mehr andere Leiden. Die Hälfte!

Mein Gedanke: Das ist doch keine Stichprobe der normalen Menschen auf der Straße! Es ist keine Stichprobe einer durchschnittlichen italienischen Familie. Es ist eine Stichprobe einer völlig anderen Bevölkerung.

Mir kam zwangsläufig eine komische Schlussfolgerung, sowohl entmutigend als auch ermutigend. Ich habe folgenden Verdacht: Ich glaube, dass das Corona-Virus in manchen Gegenden Italiens bereits etabliert war, bevor irgendjemand auch nur mitbekommen hatte, dass die Krankheit da war, vielleicht sogar schon bevor die Chinesen es als eine neue Krankheit erkannt hatten.

Und auf irgendeine Weise drang es in das medizinische System ein. Wie, ist völlig egal. Aber als es erst einmal da war, breitete es sich unsichtbar auf andere Patienten aus, vor allem auf die ältesten und schwächsten der Patienten. Es sprang von Patient zu Patient, von dort auf Besucher und wieder zurück, und auch das gesamte Krankenhauspersonal leistete der Verbreitung Vorschub. In vielen, wenn nicht den meisten Fällen wussten die Betreffenden nicht einmal, dass sie krank waren, aber sie waren infektiös.

Und darum ist das Muster der Todesfälle in Italien so eigenartig und deren Zahl so viel größer als in der übrigen Welt. Es handelt sich dabei nicht um einen Querschnitt der allgemeinen Bevölkerung, sondern um einen Querschnitt von Menschen, die ohnehin schon ziemlich krank waren – so krank, dass sie bereits in ärztlicher Behandlung oder sogar bettlägerig im Krankenhaus waren. Es waren 85 Jahre alte Personen mit drei Krankheiten.

Und darum auch ist die Todesrate in Italien so hoch – diese Menschen waren schon sehr krank. Jetzt verstehe ich, warum die Italiener die Unterscheidung vornahmen zwischen denjenigen, die DURCH das Virus gestorben waren und denjenigen, die MIT dem Virus gestorben waren.

Diskussion und Schlussfolgerungen

Wie ich sagte, das ist sowohl entmutigend als auch ermutigend. Entmutigend, weil es so schwierig ist, das Virus aus einer modernen medizinischen Einrichtung und einem breit gefächerten medizinischen System wieder hinaus zu expedieren. Und es ist entmutigend, weil es bedeutet, dass das für den Kampf gegen die Krankheit benötigte medizinische Personal ebenfalls infiziert wird. Sehr wahrscheinlich werden sie dadurch nicht sterben, aber sie fallen drei Wochen lang als Hilfen aus.

Andererseits gibt es eine Reihe von ermutigenden Aspekten:

● Wir müssen ernsthaft die Corona-Kranken von anderen kranken Menschen isolieren.

● Wir müssen an allen medizinischen Zentren Testeinrichtungen einrichten und das medizinische Personal täglich untersuchen.

● In Gebieten mit einer Reihe von COVID-19-Infektionen müssen separate Feldkrankenhäuser errichtet werden. Es gibt eine Anzahl kommerzieller Versionen von diesen, welche auch mit zusätzlichen Modulen erweitert werden können. Sie müssen mit Luftschleusen ausgestattet sein und einem Unterdruck im Inneren. Wir wissen, wie man das macht, und wir müssen es machen.

● Wir müssen ins Krankenhaus eingelieferte Patienten zum Zeitpunkt ihres Eintreffens dort untersuchen und dies auch in Intervallen während ihres Aufenthaltes durch führen.

● Wir müssen sehr vorsichtig sein hinsichtlich von Besuchern der Patienten in den Krankenhäusern.

Es ist eine große Aufgabe, und wir müssen sie angehen.

Zweitens, es mahnt uns zu berücksichtigen, dass nicht jeder Verstorbene, den man nach seinem Ableben positiv auf COVID-19 testet, tatsächlich auch DURCH diese Krankheit gestorben ist. Sicher ist nur, dass sie MIT dieser Krankheit gestorben sind.

Und schließlich, ein dritter Grund er Ermutigung ist, dass die Infektionen in Italien wahrscheinlich nosokomial sind, was Italien aus dem Status eines mysteriösen Buhmannes herausholt. Außerdem wird uns jetzt der Weg gewiesen, was wir tun müssen.

Falls (ein sehr großes falls!) wir die angemessenen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um unser verwundbares medizinisches System und Personal zu schützen, dann sehe ich nicht, dass die Fallzahlen in den USA so steigen wie in Italien heute.

Dies lässt mich auch den Gedanken einer „Abflachung der Kurve“ ernsthaft in Frage stellen … falls man das Virus in Krankenhäuser und das medizinische System Einzug lassen hält, ist man gefährdet, egal wie flach die Kurve verläuft.

Also beenden wir diesen dummen amerikanischen Lockdown. Es gibt viel Arbeit, die getan werden muss, um unseren medizinische Sektor bereit zu machen für die kommende Welle, und man kann es nicht zu Hause machen und den Kopf in den Sand stecken. Man kann es auch nicht machen, indem man hunderttausende Menschen davon abhält, ihrer Arbeit nachzugehen, mit täglich mehr schwindenden Arbeitsplätzen und unserer ins Chaos abgleitenden Ökonomie.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/24/the-italian-connection/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

[Hinweis: Der Beitrag ist an einigen Stellen um Unwichtiges gekürzt.]




Graphische Darstellung der Eis-Realitäten

Zunächst von der BBC:

Eisverlust in Grönland und der Antarktis beschleunigt sich:

Die großen Eisschilde der Erde in Grönland und der Antarktis verlieren derzeit eine Eismasse, die um das Sechsfache über derjenigen während der 1990er Jahre liegt, und zwar dank der wärmer werdenden Bedingungen.

Das sind keine guten Nachrichten“, sagt Prof. Andrew Sheperd von der University of Leeds in UK.

Die nächste Schlagzeile vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA:

Grönland und die Antarktis schmelzen sechs mal schneller als während der 1990er Jahre.

In beiden Regionen gab es Eisverluste von 6,4 Billionen Tonnen Eis über drei Jahrzehnte. Diese Abschmelzrate könnte Überschwemmungen verursachen, die bis zum Jahr 2100 hunderte Millionen Menschen betreffen können.

Und schließlich von LiveScience:

Eisverluste in Grönland und der Antarktis haben sich während der letzten 30 Jahre um das Sechsfache beschleunigt.

Der rapide Eisverlust führt die Erde direkt auf den Weg in das Worst-Case-Klimaszenario.

Hmm … das gefürchtete Worst-Case-Klimaszenario … so etwas erregt immer meinen Verdacht, und ich nahm mir die Daten vor. Die Beiträge finden sich im Magazin Nature. Die Studie wurde von einer Gruppe Wissenschaftler durchgeführt im Rahmen eines Projektes mit der Bezeichnung „ice sheet mass balance inter-comparison exercise“ (IMBIE).

Hier folgt deren Graphik die Antarktis betreffend:

Abbildung 1: Massenbilanz des antarktischen Eisschildes von 1992 bis 2017. Violett unten zeigt den Gesamt-Eisverlust der Antarktis.

Und hier deren entsprechende Graphik für Grönland:

Abbildung 2: Massenbilanz des grönländischen Eisschildes von 1992 bis 2018. Dunkelblau zeigt den Gesamtverlust für Grönland.

Nun gut, beide Graphiken sehen ängstigend genug aus.

Also lud ich die Daten herunter. Lob den IMBIE-Mitarbeitern, welche die Studie durchführten. Alle Daten waren auf zwei Excel-Tabellenblättern frei verfügbar (hier). Abbildung 3 zeigt meine Graphik ihrer Daten korrespondierend zur Antarktis in Abbildung 1:

Abbildung 3: kumulativer Eisverlust in der Antarktis. Das Photo zeigt Pinguine auf surrealem Eis.

Und Abbildung 4 die korrespondierenden Daten von Grönland:

Abbildung 4: Kumulativer Eismassenverlust in Grönland. Man beachte die unterschiedlichen vertikalen Skalen. Grönland verliert mehr Eis als die Antarktis.

HILFE! Der Eisverlust sieht so aus, als ob das Eis den Bach hinunter gespült wird …

Das stimmt also mit der IMBIE-Studie überein. Beide Graphiken sind gleich erschreckend.

Nachdem ich das gesehen habe, fragte ich mich, wie sich das wohl verhält im Vergleich zur Gesamt-Eismasse des grönländischen und des antarktischen Eisschildes. Deren Eis-Volumina sind nicht genau bekannt, liegen aber größenordnungsmäßig bei 30 Millionen Kubikkilometer in der Antarktis und in Grönland bei einem Zehntel davon, also drei Millionen Kubikkilometer.

Nun macht 1 Kubikkilometer Eis etwa 0,95 Gigatonnen aus. Unter Heranziehung jener Graphiken fügte ich den monatlichen Eismassenverlust in Grönland aus Abbildung 4 der Gesamt-Eismasse in Grönland hinzu. Daraus ergibt sich die monatliche Gesamtmenge des grönländischen Eises. Das Ergebnis zeigt Abbildung 5:

Abbildung 5: Monatliche Änderung der grönländischen Eismasse wie berechnet – aber nicht graphisch dargestellt – vom IMBIE-Team.

Erkennt man die blau-schwarze Linie oben im Bild? Jawohl, das ist die Änderung im Grönland-Eis. Die Gesamtänderung ist so gering, dass man sie nicht einmal über ein Vierteljahrhundert aus den Daten ablesen kann. Es sind etwa 5 Tausendstel eines Prozentes (0,005%) der Gesamtmasse des Eises in Grönland pro Jahr!

Der korrespondierende Plot aus der Antarktis sieht so aus:

Abbildung 6: Änderung der antarktischen Eismasse wie vom IMBIE-Team berechnet, aber nicht graphisch dargestellt.

Wie in Abbildung 5 zeigt die blau-schwarze Linie oben die tatsächliche Änderung der antarktischen Eismasse. Der Punkt: all der erschreckende Eisverlust in Abbildung 3 repräsentiert einen Gesamtverlust von 3 Zehntausendstel (0,0003%) der antarktischen Eismasse pro Jahr … was im Rauschen untergeht.

Die Medien und in etwas geringerem Ausmaß die Wissenschaftler verschwenden massenhaft Tinte beim Hyperventilieren hinsichtlich der Auswirkung auf den Anstieg des Meeresspiegels. Was sie allerdings verschweigen ist, dass die polaren Eiskappen schmelzen, seit wir aus der letzten glazialen Epoche gekommen sind … der Effekt polaren Schmelzwassers ist also nichts Neues. Schmelzwasser ist in den Daten des Meeresspiegel-Anstiegs seit Jahrhunderten enthalten. Und wie ich hier gezeigt habe [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier], zeigt sich in den längsten und besten Zeitreihen von Tidenmessungen keine irgendwie geartete Beschleunigung des Anstiegs.

Und hier zum Schluss das Größte, was die Studien enthüllt haben. Abbildung 7 zeigt den monatlichen Eisverlust von Grönland und der Antarktis kombiniert:

Abbildung 7: Gesamter kombinierter Eisverlust von Grönland und der Antarktis

Erkennt man das Bemerkenswerte an der Graphik?

Ja, richtig! Im Jahre 2011 zeigt sich ein Wendepunkt. Die großen Eisschilde wiesen von 1992 bis 2011 in jedem Jahr mehr und mehr Eisverluste auf. Bis 2011 machten diese etwa 50 Gigatonnen Eis in jedem Monat aus.

Aber in jenem Jahr 2011 änderte sich etwas. Seit jenem Jahr hat sich das Eis erholt, so dass der Eisverlust nunmehr nur noch die Hälfte des monatlichen Eisverlustes bis zum Jahr 2011 ausmacht. Das sieht mir ganz danach aus, als würde es kälter werden und nicht wärmer, wie es all die Schlagzeilen hinaus posaunen. Der jüngste Eisverlust bewegt sich nur noch in einer Größenordnung von 20 Gigatonnen pro Monat.

Und warum ist das so? Warum ändert sich die Rate? Warum ändert sich sogar das Vorzeichen der Rate, nämlich von mehr Eisverlust pro Monat zu weniger Eisverlust pro Monat? Und warum war es zu dieser Änderung vor 9 Jahren gekommen und nicht vor 7 oder 11 Jahren?

Einfache Antwort: Wir wissen es nicht!

Oh, sie sagen in ihren den Studien, dass es vom „ozeangetriebenen Schmelzen“ oder der „Nordatlantischen Oszillation“ oder „atmosphärischen Zirkulation begünstigte kühlere Bedingungen“ stammt oder dass das „räumliche Muster der beschleunigten Massenänderungen die Geographie der NAO-getriebenen Verschiebungen des atmosphärischen Antriebs widerspiegelt“ … aber das sind nur mechanistische Korrelationen und Beziehungen. Wenn sie „ozeangetriebenes Schmelzen“ sagen, sagen sie nur, dass das Eis stärker schmilzt, wenn das Wasser wärmer ist. Was trivial wahr ist und die einfache Frage nicht beantwortet – warum hat sich der Trend vor neun Jahren umgekehrt und nicht vor elf Jahren oder vor sieben Jahren oder überhaupt nicht?

Wir wissen es nicht!

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/22/graphing-the-icy-reality/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Offener Brief der CLINTEL* an die Führer der Welt

Verehrte Exzellenzen,

im Vergleich zu COVID-19 ist der Klimawandel ein Nicht-Problem! Es basiert ausschließlich auf Computermodellen und schaut weit in die Zukunft. Beim heutigen Gesundheits-Notstand muss Ihre Aufmerksamkeit jedoch HEUTE den Menschen gelten! Bitte stoppen Sie Ihre Null-Kohlenstoff-Emissionen-Ambition zu einer Zeit, in der die Welt mit einer tödlichen globalen Krise kämpft! Ja, wir haben einen Notstand, aber dieser betrifft NICHT das Klima!

Während couragierte Ärzte und Krankenschwestern viele Leben retten, sollten Klima-Alarmisten und deren Kritiker aufhören zu kämpfen. Sie sollten über ihren eigenen Schatten springen und zusammenarbeiten, um diesem tödlichen Virus zu begegnen. In dieser schwierigen Zeit würde uns allen Demut recht guttun. Führer der Welt, bitte zeigt uns den Weg! Als allererster Schritt muss das für den Green New Deal vorgesehene Geld umgeleitet und in ein deutlich besseres Gesundheitssystem investiert werden. Bei diesem Umbau wollen Sie bitte kritische Profis nicht ausschließen! Die Historie sagt uns, dass eine Pandemie wie COVID-19 immer wieder einmal auftreten wird. Zumindest müssen wir besser vorbereitet sein.

Null-Kohlenstoff-Emissionen – unmöglich und unerwünscht

Die letzten 150 Jahre zeigen, dass eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung der Schlüssel für öffentliche sanitäre Einrichtungen, Bildung und Wohlstand ist. Ebenso zeigen die letzten 150 Jahre, dass mehr Kohlendioxid vorteilhaft für die Natur ist, für eine Ergrünung der Erde und für bessere Ernteerträge sorgt. Warum ignorieren die Führer der Welt diese harten Fakten? Warum machen die Führer der Welt mit ihrem Green New Deal genau das Gegenteil und erniedrigen die Lebensqualität mittels Vorantreiben von teuren, zweifelhaften Low Carbon-Technologien, welche sie ihren Bürgern aufzwingen?

COVID-19 in Kombination mit Null Kohlenstoff – ein unverzeihlicher Fehler

Heute müssen Milliarden öffentlicher Gelder aufgewandt werden, um Massen-Bankrott zu verhindern und um der Wirtschaft nach Abklingen der COVID-19-Pandemie wieder auf die Beine zu helfen. Der sehr dringliche Appell von CLINTEL an die Führer der Welt lautet: „Erhöhen Sie zur Wiederbelebung der Weltwirtschaft nicht weiter die Staatsschulden! Leiten Sie stattdessen das Geld von Ihrem kostspieligen Green New Deal um in die gegenwärtigen drängenden Bedürfnisse der Menschen und der Gesellschaft! Nennen Sie es den COVID-19-ERHOLUNGSPLAN! Seien Sie sich bewusst, dass die auf Vermutungen beruhende Reduktion von Kohlendioxid höchst kontraproduktiv ist!“

Appell von CLINTEL an die Zukunft: Bekämpft Viren, nicht Kohlenstoff!

Die Welt bewegt sich in Richtung einer offenen globalen Ökonomie von zehn Milliarden Menschen. Oberste Priorität müssen bedeutende Investitionen in ein globales Gesundheitssystem bekommen, welches eine Pandemie weniger katastrophal werden lässt. Hinsichtlich COVID-19 sollten Klima-Alarmisten und Klima-Kritiker einräumen, dass globale Erwärmung ein Nicht-Problem ist. Und darum – hören Sie auf zu kämpfen! Springen Sie über Ihren eigenen Schatten! Arbeiten Sie zusammen im Kampf gegen das tödliche Virus. In diesem harten Kampf brauchen wir einander!

Werte Exzellenzen, seien Sie sich der Verantwortung gegenüber den Menschen bewusst und geben Sie sofort sämtliche Pläne bzgl. des Green New Deal auf! Diese Pläne würden die globale Ökonomie in eine sogar noch tiefere Rezension stürzen. Bitte verschwenden Sie nicht Milliarden Dollar an Subventionen an dubiose Low-Carbon-Technologien und Massen-Entwaldungsprojekte zugunsten Treibstoff aus Biomasse, während Tausende sterben! Leiten Sie diese designierten Dollarmilliarden in Programme zur Verbesserung des globalen Gesundheitssystems auf unserem Planeten! Im COVID-19-Erholungsplan von CLINTEL regen wir auch an, Anleihen auszugeben für Investitionen in ein gutes globales Überwachungssystem, welches Experten über frühe Änderungen der gesellschaftlichen Gesundheit auf der ganzen Welt informiert.

Mit freundlichen Grüßen die Botschafter von CLINTEL:

Absender: The Hague, March 23, 2020 – Professor Guus Berkhout, President of CLINTEL

Link zur CLINTEL-Website

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Hinweis: Da dieser Brief per E-Mail versandt worden ist, kann kein Link angegeben werden. Falls jemand die Übersetzung überprüfen möchte, ist das Original hier als DOC-Dokument beigefügt:

Letter COVID vs CLIMATE Final 2




Klimawandel soll tödlicher sein als Covid-19 – ein Faktencheck

Es geht um diesen Beitrag: Darin wird versucht, die Menschen bis zum Wahnsinn zu ängstigen – Menschen die schon jetzt durch eine Implikation geängstigt sind, die nicht von irgendwelchen Fakten gestützt wird. Wir alle haben Angst ob des Unbekannten an diesem Virus, und es war zu erwarten, dass das Thema Klima missbraucht wird, um die Leute sogar noch stärker zu ängstigen. Aber die Fakten bzgl. Klima aus den letzten 100 Jahren sind eindeutig – die Auswirkungen auf die Menschheit sind das GENAUE GEGENTEIL! Was sogar noch bemerkenswerter ist, wenn man an die zunehmende Lebenserwartung der Menschen denkt.

Ich denke, dass falls Covid-19 vollständig verpufft, was auch möglich ist, dann wird alles, was während der nächsten 20 Jahre beim Wetter vor sich geht, für Todesfälle verantwortlich gemacht, was bedeutet, dass es vielleicht verdunkelt wird. Aber die Fakten belegen, dass die Anpassung der Menschen via Freiheit, Wettbewerb und Kapitalismus das GENAUE GEGENTEIL bewirken.

Und sie belegen, dass Journalisten, welche derartige Dinge schreiben, die Fakten zu ignorieren gewählt oder nicht genug recherchiert haben, um andere Aspekte zu sehen. Und das spricht Bände hinsichtlich des Vertrauens, welches man in irgendeine Agenda haben sollte, die von engstirniger Einseitigkeit geprägt sind.

Anstatt tausende Worte zu schreiben möchte ich hier ein paar Graphiken vorstellen. Was mich interessiert: warum haben Leute, die solches Zeug schreiben, nicht die intellektuelle Neugier oder die journalistische Integrität, die Journalisten eigentlich haben sollten: Fragen stellen und beide Seiten eines Themas zeigen. Es liegt am Fehlen dieser Qualifikationen, dass wir das zu lesen bekommen, was wir lesen.

Also schauen wir mal: In direktem Gegensatz zu dem, was im oben verlinkten Beitrag steht, geht die Anzahl der Klimatoten drastisch zurück:

Und nun: falls man das weiß, warum schreibt man das, was geschrieben wurde? Warum hat man nicht zumindest auf das dagegen sprechenden Argument geschaut?

Und dann dies: persönliches BIP global und Lebenserwartung global:

Dies bedeutet: mehr Menschen leben länger und prosperieren mehr! Und wann begann dieser Hockeyschläger zu steigen? Genau zum Beginn der Ära fossiler Treibstoffe.

Jetzt betrachte man das hier, ohne zu denken, dass es die Bedrohung durch Covid-19 minimiert: Das mittlere Sterbealter liegt etwas über 80 Jahre. Aber wäre dieses Virus in der vor-fossilen Ära aufgetaucht, wäre es vermutlich gar nicht bemerkt worden, weil die Lebenserwartung in der Ära vor fossilen Treibstoffen nur 30 bis 40 Jahre betrug.

Aus diesem Beitrag hier die folgende Graphik:

Der rapide Anstieg auf das heutige Niveau steht in direktem Zusammenhang mit dem Fortschritt der Menschheit während der Ära fossiler Treibstoffe.

Wenn man irgendetwas schreibt, einschließlich dessen, was ich selbst schreibe, muss man beide Seiten betrachten. Tatsache ist, dass die große Mehrheit der Beiträge zu diesem Thema keinerlei Gegen-Standpunkte enthält und der Eindruck erweckt wird, dass es derartige Gegen-Standpunkte nicht gibt oder dass jemand mit solchen ein Wissenschafts-Leugner ist. Dabei zeigen Graphiken dieser Art, dass es Leute gibt, welche sagen, dass sie Fakten leugnen, die jeder Fünftklässler erkennen kann. (Ich erwähne bewusst Fünftklässler, weil dies die Altersgruppe ist, die am meisten durch die Klimawandel-Propaganda geängstigt wird).

Was heute gemacht wird wie z. B. in dem Beitrag, der Anlass zu dieser Entgegnung war, ist das Abgeben von Bemerkungen, die das Gegenteil dessen aussagen, was wirklich vor sich gegangen war. Gibt es keinerlei Gedanken über eine gegebene Agenda hinaus? Falls man engstirnig ist, ist die Sichtweite hinsichtlich allem, was zu einem Thema enthüllt wird, extrem begrenzt. Dabei ist es die Engstirnigkeit und die Intoleranz bestimmter Menschen gegenüber anderen Aspekten, bei denen es genau entgegen gesetzt sein sollte, falls sie wirklich Journalisten sind.

In diesem Falle stehen die Fakten bzgl. Klima-Toten und der Fortschritt der Menschheit in direktem Gegensatz zu dem, was impliziert wird. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Lebenserwartung nur halb so hoch wie heute, und die Steigerung derselben war nur mit Hilfe fossiler Treibstoffe möglich.

Wie immer fordere ich die rationale Leserschaft auf, die andere Seite zu berücksichtigen. Sie sollte immer achtsam sein, wenn irgendein Ereignis dem „Klimawandel“ in die Schuhe geschoben wird. „Klimawandel“ ist nämlich tatsächlich ein Zugpferd für ein anderes Ergebnis. Zumindest sollte man die hier gezeigten Daten in Betracht ziehen.

Darüber hinaus: All ihr Journalisten, die ihr die Gesamtheit der großartigen heutigen Möglichkeiten nutzt – versucht, beide Seiten einer Sache zu beleuchten! Ihr könntet dann zu der Erkenntnis kommen, dass die Plattform, auf der ihr steht, gestern installiert worden ist, und die fossile Ära, die Freiheiten, die wir genießen, zu einem großen Teil ursächlich für das Fundament sind, das euch diese Chancen vermittelt. Nehmt das nicht als garantiert! Hinterfragt alles und jedes! Fakten, wie ich sie oben beschrieben habe zeigen, dass es gute Gründe gibt, beide Seiten eines Themas zu betrachten. Seid geistig offen und tolerant – und werft jenen, die mit Gedanken aufwarten, die ihr nicht gesehen habt, nicht etwas vor, dass jene nicht sind (Beispiel Klima-Leugner). Aber wenn man ängstigende Artikel schreibt unter Heranziehen eines zugegebenermaßen ängstigenden Virus‘ und dann sagt, dass „Klimawandel“ noch schlimmer ist, ohne den Menschen zu zeigen, wo wir heute aufgrund der aktuellen Daten stehen, dann ist das weder geistig offen noch tolerant gegenüber widersprechenden Standpunkten.

Autor: Joe Bastardi is a pioneer in extreme weather and long-range forecasting. He is the author of “The Climate Chronicles: Inconvenient Revelations You Won’t Hear From Al Gore — and Others” which you can purchase at the CFACT bookstore.

Link: https://www.cfact.org/2020/03/17/climate-change-accused-of-being-deadlier-than-covid-19-fact-check/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Tägliche Graphikseite der Daten bzgl. des Corona-Virus‘

Anthony Watts: Der regelmäßig auf WUWT Beiträge veröffentlichende Autor Willis Eschenbach hat sich hier die offizielle Todesrate durch Corona vorgenommen und die Daten selbst untersucht. Sie werden täglich aktualisiert. Die Datenquelle ist diese hier.

Willis Eschenbach (hier geht es gleich zum neuesten Plot)

Ich bedanke mich bei Anthony, dies hier veröffentlichen und auch immer wieder aktualisieren zu dürfen. Die Daten ändern sich den ganzen Tag über, und es gibt verschiedene Datenquellen, so dass sehr gut Differenzen auftreten können, wenn man auf eine andere Datenquelle schaut.

[Im Folgenden stellt Eschenbach Südkorea und Europa – und hier vor allem Deutschland – als Vorbild heraus. Anm. d. Übers.]

Zuletzt noch ein Appell an alle Verantwortlichen. Die ökonomischen Schäden der gegenwärtigen Vorschriften wird gewaltig sein – verloren gegangene Arbeitsplätze, geschlossene Geschäfte, ökonomischer Abschwung, Aktienverluste. Darin enthalten sind noch nicht die persönlichen Schäden wie etwa gesteigerte Selbstmordraten oder Gewaltausbrüche. Man denke nur an junge Männer, die plötzlich arbeitslos auf der Straße sitzen.

Auf der positiven Seite steht, dass Südkorea es geschafft hat, das Virus einzudämmen, wie aus den Graphiken hervorgeht. Wie haben sie das gemacht?

Erstens, man hat umfangreich getestet und gleich danach bestätigende Tests durchgeführt, um falsche Positiv-Ergebnisse zu vermeiden.

Danach hat man alle Kontakte infizierter Personen zurückverfolgt und ebenfalls getestet. Damit hat man KRANKE Menschen in Quarantäne geschickt, nicht GESUNDE Menschen.

Mein Freund Steven Mosher lebt derzeit in Korea. Er erzählte, dass im Falle eines erkrankten Menschen in dem Gebäude die gesamte Etage getestet wird nebst einigen Etagen darüber und darunter.

Bekommt ein Mitarbeiter in einem Callcenter das Virus, werden seinen Worten zufolge alle 250 Mitarbeiter dort getestet. Und so weiter. Das folgende Video zeigt dieses Vorgehen:

Auf diese Weise – testen, zurück verfolgen und alle Kranken in Quarantäne zu stecken und nicht die Gesunden – war man dort in der Lage, die Ausbreitung gut unter Kontrolle zu haben. Bis zum 20. 3. 2020 verzeichnete das Land lediglich 94 Todesopfer. Jedenfalls schließt man NICHT die ganze Bevölkerung ein und zerstört die Wirtschaft, so wie es bei uns der Fall ist.

Ahmen wir den Erfolg nach, Leute! Ich habe nichts gegen Lernen aus Erfahrung, aber allgemein ziehe ich es vor, aus den Erfahrungen anderer Menschen zu lernen, und es gibt Europa und Südkorea, von denen wir lernen können.

Hier ist der verrückte, schwachsinnige Teil, über den niemand spricht. Die US-Regierung ist im Begriff, eine Billion Dollar Ihrer und meiner Steuergelder auszugeben, um die Wirtschaft zu stützen, welche gerade durch die wahnsinnigen Verbote aller Art der US-Regierung schwer beeinträchtigt wurde. Senator McConnell hat am Donnerstag ein Konjunkturpaket von rund 1 Billion Dollar vorgestellt, um „den wirtschaftlichen Druck zu mildern, den Zehn Millionen Amerikaner bereits spüren“.

Jene Billion Dollar werden die Wirtschaft nicht wieder in Fahrt bringen. Sie reicht vielleicht gerade aus, um die Verluste auszugleichen.

Hat man jemals darüber nachgedacht, wie viele Beatmungsgeräte, Krankenhäuser, Test-Utensilien und Personal zur Durchführung der Tests man mit einer Billion Dollar beschaffen kann?

Hässliche Wahrheit Nr. 1: Ein großer Teil der Weltbevölkerung wird sich das Corona-Virus irgendwann einfangen. Das ist nur eine Frage der Zeit.

Hässliche Wahrheit Nr. 2: Noch einmal zurück zu der Billion Dollar. Wie lange hat der Lockdown jetzt schon gedauert?

Eine Woche. Nur eine Woche! Und es hat BEREITS DIESE MASSE UNSERER STEUERGELDER VERSCHLUNGEN! Und die Regierung spricht davon, dass es noch einen Monat dauern kann?! Das ist Wahnsinn höchster Ordnung.

[Diesen Punkt führt Eschenbach noch länger mit weiteren Einzelheiten aus. Weil diese aber nur die USA betreffen, wird dieser Abschnitt übersprungen. Er findet dann zusammenfassend: Anm. d. Übers.]

MAN BEENDE SOFORT DEN AMRIKANISCHEN LOCKDOWN! Wir können uns eine tote Wirtschaft zu Kosten von einer Billion pro Woche nicht leisten.

Nun zu den neuesten Graphiken

Wichtiger Hinweis: Die Anzahl der Todesfälle ist logarithmisch aufgetragen, weil sich dann die exponentielle Zunahme, also die beängstigende Art der Zunahme, als gerade Linie zeigt. Dann sieht man auch gleich, wenn sich die Anzahl der Zunahme von Todesfällen abflacht.

22. März 2020

Der Plot enthält u. A. Daten der Provinz Hubei in China. Dort liegt auch die Stadt Wuhan, das Epizentrum der Pandemie. Etwa 96% aller Chinesen sind dort krank geworden. Weil die Bevölkerung dort viel geringer ist als im übrigen China, sind Tote pro 10 Millionen viel mehr. Ich habe es eingefügt, um zu sehen, wie schlimm es werden könnte, und zu meiner Überraschung zeigt sich … in Italien ist es schlimmer …

Ich fügte auch Kalifornien ein, um festzustellen, ob die unsere Wirtschaft zerstörenden Wahnsinns-Vorschriften eine Reduktion der Fallzahlen bewirkt hat. Es ist wohl zu früh, um schon Änderungen ausmachen zu können. Die Daten aus Kalifornien stammen von Wikipedia; falls jemand eine bessere Quelle kennt, bitte sagen.

Und schließlich fügte ich oben ein blaues Band ein, welches die Schätzung des US Centers for Disease Control (CDC) der Grippetoten darstellt. Die Bandbreite reicht von 22.00 bis 55.000. Wie man sieht, rangiert Italien oben in dieser Bandbreite.

Auch berechnete ich, wie lange es dauern würde, bis die USA in die Mitte der Bandbreite kommen, also etwa 38.000 Todesopfer. Unter der Annahme der jüngsten stärksten Steigerung der US-Daten und keiner Änderung der US-Rate (beides gewagte Annahmen) kam ich auf 18 Tage. Global ergaben sich 40 Tage.

Es gibt Vieles, was diese Verläufe nach oben oder nach unten schwanken lassen kann. Meine Schätzungen sind also keine soliden Zahlen. Aber es ist besser als „Pi-mal-Daumen“.

Und hier die Graphik:

22. März 2020:

21. März 2020

20. März 2020:

[Man beachte die Bildinschrift! Eschenbach fragt sich, was die Deutschen wissen, das der Rest der Welt nicht weiß! Anm. d. Übers.]

19. März 2020:

18. März 2020:

17. März 2020:

14. März 2020:

Link: https://wattsupwiththat.com/daily-coronavirus-covid-19-data-graph-page/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Furcht, dass (andere) fliegen

Im Jahre 2013 predigte Elizabeth Rosenthal den Lesern der New York Times, dass Flugreisen „die schlimmsten Umweltsünden“ für viele Amerikaner seien. Ein einziger Flug von New York nach Europa oder San Francisco fügt der Atmosphäre 2 bis 3 Tonnen Kohlendioxid pro Passagier hinzu, behauptete sie. Die Emissionen aus dem Luftverkehr steigen, weil das Volumen des Flugverkehrs viel schneller zunimmt als es Fortschritte hinsichtlich der Treibstoff-Effizienz der Flugzeuge gibt.

Die Website Green Choices nennt den Luftverkehr „eine der am Treibhausgas-reichsten Formen des Verkehrs“ und lamentiert, dass das Fehlen von Steuern auf Flugbenzin eine Subvention darstellt, welche die Fliegerei „überraschend“ (und inakzeptabel) billig macht. Zusätzlich zum Kohlendioxid erzeugt der Luftverkehr Stickoxide und Wasserdampf, was ebenfalls zum Treibhauseffekt beiträgt. Nach Ansicht der Website-Betreiber ist das Wachstum der Luftfahrtindustrie unvereinbar mit den Bemühungen zum Kampf gegen den Klimawandel.

Die Europäische Union machte den Luftverkehr im Jahre 2012 zu einem Teil ihres Emissions-Handelssystems. Allerdings sorgten Proteste aus China, den USA und anderen Ländern dafür, dass das Programm auf innereuropäische Flüge beschränkt werden musste. Transport & Environment, welche sich selbst als die „führende Gruppe der Kampagne für saubere Transporte in Europa“ bezeichnet, behauptet, dass der Flugsektor einen Einfluss auf das Klima hat, der „außer Kontrolle gerät“ ohne ein „Zeichen der Abschwächung“.

In UK, welches soeben die EU verlassen und vermutlich auch die EU-Klimadoktrin hinter sich gelassen hat, wurden Jahrzehnte alte Pläne des Baus einer dritten Rollbahn am Londoner Heathrow Airport ein weiteres Mal blockiert, urteilte doch das Berufungsgericht in UK, dass der Rollbahn-Antrag „illegal“ war, weil man nicht die eigenen Klima-Verpflichtungen der Regierung berücksichtigt hatte.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan und seine Umwelt-extremistischen Freunde bejubelten die Entscheidung. Heathrow Airport Holdings (aber nicht die britische Regierung) verspricht, beim Obersten Gerichtshof des Landes Berufung einzulegen. Khan hat die Pläne für die dritte Start- und Landebahn seit langem verurteilt, sie als „die falsche Entscheidung für London und ganz Großbritannien“ bezeichnet und behauptet, dass ihr Bau und die damit verbundene erhöhte Anzahl von Flügen „verheerend für die Luftqualität in ganz London“ wäre.

Die dringend benötigte Rollbahn hätte die Kapazität des Flughafens von 85,5 Millionen Passagieren pro Jahr auf 130 Millionen zunehmen lassen, ebenso wie die jährliche Gesamtzahl der Flüge von 474.000 auf 740.000 gestiegen wäre. Dies hätte zu einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 228 Milliarden Dollar in ganz UK geführt und bis zu 180.000 neue Arbeitsplätze entstehen lassen – alles zu Kosten, die geschätzt unter 20 Milliarden Dollar liegen würden.

Selbst wenn Heathrow schließlich doch noch seine dritte Rollbahn bauen darf, wird die Verzögerung – großenteils der Unterschrift von UK unter das Paris-Abkommen geschuldet – mit Sicherheit den Baupreis in die Höhe treiben, sehr unbequem für alle Reisenden sein und dringend benötigte Einkünfte aus Landerechten und Kommerz verschieben.

Die Confederation of British Industry CBI hatte die Entscheidung der damaligen Premierministerin Theresa May und ihres gesamten Kabinetts zur Genehmigung der Ausweitung des Flughafens sehr gewürdigt. Aber der gegenwärtige Premierminister Boris Johnson steht nicht dahinter. Der CBI-Generaldirektor Josh Hardie sagte: „Unsere Luftfahrt-Kapazität wird bereits im Jahre 2025 an ihre Grenzen stoßen. Daher ist es entscheidend wichtig, so schnell wie möglich den ersten Spatenstich auszuführen“.

Alle diejenigen, welche darauf hoffen, dass der Treibstoff für die Düsentriebwerke durch „saubere“ Energie ersetzt würde, werden enttäuscht sein zu erfahren, dass obwohl es Solarflugzeuge gibt diese sehr langsam sind (maximal 100 km/h), dass sie unfähig sind, Passagiere zu befördern und dass sie abhängig sind von gutem Wetter.

Dan Reed schrieb im vorigen Jahr 2019 ein Op-Ed im Magazin Forbes, in welchem er vorrechnete, dass die Anwendung des Green New Deal auf den Luftverkehr die US-Ökonomie verheeren würde, während lediglich 3,5% aller Treibhausgas-Emissionen dem Luftverkehr zugeordnet werden können. Ernste Rückschläge des Luftverkehrs würde viele der über 700.000 Arbeitsplätze im Luftverkehr vernichten (durchschnittliches Gehalt im Jahre 2016 86.000 Dollar) und ernste Auswirkungen auf Lieferanten für die Industrie, Flughäfen, Spediteure, Hotels und andere Unternehmen im Bereich Reisen sowie alle anderen, welche auf Güter und Dienstleistungen angewiesen sind, schwer beeinträchtigen.

Ein derartiges Vorgehen der USA würde außerdem die Vorherrschaft der USA beim Flugzeugbau fortschrittliche Technologie gefährden, schrieb Reed.

Inzwischen sind bei UN-Klimakonferenzen Tausende Aktivisten, Bürokraten, Politiker und Reporter involviert, die zu weit entfernten Orten fliegen, in 5-Sterne-Hotels logieren und üppig schlemmen, während sie uns normale Bürger hinsichtlich unserer Reisen und Emissionen drangsalieren und neue Abkommen aushecken, die Menschheit mit eiserner Faust zu regieren. (Warum müssen eigentlich so viele dieser Herrschaften an diesem Theater teilnehmen, und warum können diese Treffen nicht auch via Videokonferenzen vonstatten gehen?)

Währenddessen reisen Prinz Charles und seine Entourage (Familie, Bedienstete und Sicherheitspersonal) mit einem Privatjet in der Weltgeschichte umher, um uns zu warnen, dass Klimawandel und verloren gehende Biodiversität „die größten Bedrohungen jemals“ der Menschheit seien. Der ehemalige Präsident Obama und seine Familie nebst Entourage erfreuen sich immer noch an Ferien auf Hawaii.

Al Gore und Leo DiCaprio sind (in)famous* dafür, in Privatjets, SUVs und Limousinen zu Klima-Ereignissen zu jetten, um uns niederen Sterblichen vorzubeten, was wir tun müssen, um unseren Planeten Erde vor einer katastrophalen Erwärmung zu schützen, verursacht durch (andere) Menschen (als sie selbst). Der Ultra-Milliardär Mike Bloomberg versucht, seinen Gebrauch von Privatjets zu rechtfertigen, indem er erklärt, dass seine Reisen unabdingbar sind, um seinen kreuzzug gegen fossile Treibstoffe (und gegen Arbeitsplätze in diesem Bereich) fortzusetzen, wmoit er die vermeintliche Klimakrise beenden will.

[*Unübersetzbares Wortspiel zwischen famous = berühmt und infamous = infam. Anm. d. Übers.]

Keiner von Ihnen denkt auch nur daran, ihre privaten Reise-Extravaganzen zu beenden. Sie glauben einfach nur, dass wir unsere moderaten und gelegentlichen kommerziellen Reisen beenden sollen. Sie haben keine Angst vorm Fliegen. Sie haben Angst davor, dass jeder andere fliegt. Oder genauer, sie denken nicht, dass der Rest von uns es verdient hat, in den Urlaub zu fliegen und so weiter. Sie sind privilegiert. Wir sind es nicht.

Anstatt dass Flugzeuge über unseren Köpfen die Atmosphäre durchpflügen – und auf Flughäfen landen nahe großer und kleiner urbaner Zentren – wollen sie hunderte neuer Eisenbahnstrecken bauen, die tausende von Kilometern durch Wälder, Prärien, Ackerland und Hinterhöfe führen – gegen jeden Widerstand von Anwohnern, koste es, was es wolle. (Die Züge würden natürlich elektrisch angetrieben, durch „saubere, grüne“, intermittente und unzuverlässige Wind- und Solarenergie, was noch erheblich mehr Bergbau, Windturbinen, Solarpaneele, Batterien und Kinderarbeit erfordert). Die Auswirkungen auf Eigentumsrechte und die Biodiversität wären erheblich.

Anderswo gehen die Entwicklungen in eine ganz andere Richtung. Im Jahre 2018 hat China Pläne bekannt gemacht, bis zum Jahr 2035 216 neue Flughäfen zu bauen, um der „steigenden Nachfrage nach Flugreisen“ gerecht zu werden. In China gab es 2017 552 Millionen Flugpassagiere, und man will die weit entfernt liegenden Städte und Menschen schneller und effizienter miteinander verbinden. COVID-19 mag diese Pläne verzögert haben, aber sie werden weiter verfolgt.

Indien hat einen wirklich ambitionierten Plan vorgelegt, bis 2024 100 neue Flughäfen zu bauen, um mit dem ökonomischen Wachstum Schritt zu halten. Der Plan wird auch die heimische Luftflotte verdoppeln und bestehende Rollbahnen aufwerten, von denen viele noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen. Erst vor vier Jahren waren gerade mal 75 der 450 Rollbahnen in Indien in Betrieb.

Das sind bedeutende Themen. Aber werden Flugverbote und ein Green New Deal den Menschen und dem Planeten zum Vorteil gereichen?

Mein Kollege bei CFACT Paul Driessen hat wiederholt darauf hingewiesen (hier, hier [auf Deutsch beim EIKE hier] und hier [auf Deutsch beim EIKE hier]), dass der GND Bergbau in nie gekanntem Ausmaß erfordern würde. Es würden Hunderte Millionen Quadratkilometer von Ackerland, Naturlandschaften und Wild-Habitate mit Windturbinen und Solarpaneelen überzogen. Die Auswirkungen auf das Tierleben, die Biodiversität, den Lebensstandard und auf Menschenrechte wären monumental und katastrophal.

Dass die USA ihre Flugzeugindustrie schließen, ist extrem unwahrscheinlich. Allerdings stellten sich 67 Mitglieder des Kongresses hinter den GND-Plan, darunter auch Senator Bernie Sanders. Später stellte Sanders einen eigenen (leicht abgeschwächten) GND-Plan vor, um Amerika zu transformieren – weg von Modernität und Wohlstand und zurück in die „guten alten Tage“ vor Erfindung des Stromes, als der Lebensstandard nur einen Bruchteil von heute ausmachte.

Und über allem werden Klima und Extremwetter weiterhin das tun, was sie immer getan haben: sich ändern. Tatsächlich wäre das Schlimmste, was passieren kann, ein sich abkühlender Planet mit weniger atmosphärischem Kohlendioxid. Verluste an Biodiversität und Hunger wären unweigerlich die Folge.

Duggan Flanakin is Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of many articles on energy, environmental and climate issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/18/fear-of-everybody-else-flying/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




46 aufschluss­reiche Statements von IPCC-Experten

46 aufschlussreiche Statements von IPCC-Experten gegen das IPCC:

[Viele der hier zitierten Wissenschaftler sind dem Übersetzer nicht bekannt. Auch ob sie alle wirklich einen „Dr.“ erworben haben, ist unklar. Und es sind wohl auch deutsche Wissenschaftler zitiert. Sämtliche Bemerkungen sind dabei aber (Rück-)Übersetzungen aus dem Englischen. Anm. d. Übers.]

1. Dr. Robert Balling: Das IPCC stellt fest: Eine signifikante Beschleunigung des Meeresspiegel-Anstiegs während des 20 Jahrhunderts konnte nicht gefunden werden“. In der Summary for Policymakers des IPCC fehlt diese Passage.

2. Dr. Lucka Bogataj: „Ein steigendes Niveau des Kohlendioxid-Gehaltes der Luft verursacht nicht einen Anstieg der globalen Temperatur … erst kam die Temperaturänderung und rund 700 Jahre später die Änderung des Kohlenioxid-Gehaltes“.

3. Dr. John Christy: „Die Tatsache, dass die meisten mit dem IPCC verbundenen Wissenschaftler der These nicht zustimmen, dass eine globale Erwärmung im Gange ist, ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Die Ergebnisse des IPCC wurden fortwährend falsch interpretiert und/oder politisiert mit jedem nachfolgenden Bericht“.

4. Dr. Rosa Compagnucci: „Die Menschen haben nur zu einer Erwärmung um wenige Zehntelgrad beigetragen. Die Sonnenaktivität ist ein grundlegender Treiber des Klimas“.

5. Dr. Richard Courtney: „Die empirischen Beweise zeigen eindeutig, dass die Hypothese einer anthropogenen globalen Erwärmung falsch ist“.

6. Dr. Judith Curry: „Ich werde nicht einfach aussteigen und das IPCC unterstützen, weil ich in dessen Arbeitsweise kein Vertrauen habe“.

7. Dr. Robert Davis: „Die globalen Temperaturen haben sich nicht so geändert wie es nach den neuesten Klimamodellen der Fall sein sollte. In der Summary for Policymakers werden kein einziges Mal Temperaturmessungen mittels Satelliten erwähnt“.

8. Dr. Willem de Lange: „Im Jahre 1996 listete mich das IPCC unter den etwa 3000 „Wissenschaftlern“, die der Ansicht zustimmen, dass es einen messbaren menschlichen Einfluss auf das Klima gibt. Dem habe ich aber niemals zugestimmt. Es gibt keinerlei Beweise, welche die Hypothese stützen, dass ein Runaway-Klimawandel katastrophalen Ausmaßes auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist“.

9. Dr. Chris de Freitas: „Entscheidungsträgern der Regierung sollte inzwischen bekannt sei, dass die Grundlage der seit Langem bestehenden Behauptung, wonach Kohlendioxid ein Haupttreiber des globalen Klimas ist, sehr in Frage gestellt wird – zusammen mit den bislang angedachten teuren Maßnahmen, um Kohlendioxid-Emissionen zu begrenzen. Falls es ihnen nicht bekannt ist, dann liegt das an dem dröhnenden Getöse der Globale-Erwärmung-Hysterie, welche sich auf das ,Argument aus Unwissenheit‘ und Prophezeiungen von Computermodellen stützt“.

10. Dr. Oliver Frauenfeld: „Hinsichtlich unseres derzeitigen Wissens bzgl. Klima und unserer Fähigkeit, dieses zu modellieren, muss es noch erhebliche weitere Fortschritte geben“.

11. Peter Dietze: „Mittels Heranziehen eines gescheiterten Eddy-Diffusions-Modells hat das IPCC die zukünftige Aufnahme von Kohlendioxid in die Ozeane drastisch unterschätzt“.

12. Dr. John Everett: „Es ist an der Zeit für eine Realitäten-Check. Die Ozeane und die Küstenzonen waren weitaus wärmer oder kälter als bei den gegenwärtigen Szenarien des Klimawandels projiziert. Ich habe den IPCC und auch jüngere wissenschaftliche Literatur begutachtet und glaube, dass es kein Problem gibt bzgl. gestiegener Versauerung, selbst wenn diese das unwahrscheinliche, in den IPCC-Szenarien umrissene Niveau erreicht“.

13. Dr. Eigil Friis-Christensen: „Das IPCC lehnte es ab, die Auswirkungen der Sonne auf das Klima der Erde zu berücksichtigen und befand diese einer Untersuchung für unwürdig. Das IPCC verstand seine Aufgabe ausschließlich darin, potentielle menschliche Ursachen des Klimawandels zu untersuchen“.

14. Dr. Lee Gerhard: „Ich haben niemals das Konzept einer anthropogenen globalen Erwärmung akzeptiert oder geleugnet, bis das Theater losging nach James Hansens wilden Behauptungen Ende der 1980er Jahre. Ich wandte mich der wissenschaftlichen Literatur zu, um die Ursachen dieser Behauptungen zu finden. Daraus ging dann aber zweifellos hervor, dass die Behauptungen falsch waren“.

15. Dr. Indur Goklany: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Klimawandel im 21. Jahrhundert zum bedeutendsten Umweltproblem der Welt wird. Es gibt in den Daten keine Hinweise auf eine höhere Anzahl von Todesfällen durch Extremwetter, trotz starker Zunahme der Bevölkerung“

16. Dr. Vincent Gray: „Die Klima-Statements des IPCC sind eine orchestrierte Litanei von Lügen!“

17. Dr. Mike Hulme: „Behauptungen der Art, wonach ,2500 führende Wissenschaftler der Welt einen Konsens erreicht haben, dem zufolge menschliche Aktivitäten einen signifikanten Einfluss auf das Klima‘ haben, sind unaufrichtig … tatsächlich sind es nur einige Dutzend, die hinter diesen Behauptungen stehen“.

18. Dr. Kiminori Itoh: „Es gibt viele Faktoren, die zum Klimawandel beitragen. Betrachtet man ausschließlich Treibhausgase, dann ist das unsinnig und schädlich“.

19. Dr. Yuri Izrael: „Es gibt keine nachgewiesene Verbindung zwischen menschlicher Aktivität und globaler Erwärmung. Ich halte die Panik ob derselben für total ungerechtfertigt. Es gibt keine ernste Bedrohung des Klimas!“

20. Dr. Steven Japar: „Temperaturmessungen zeigen, dass die von den Klimamodellen herbei phantasierte Erwärmung der mittleren Troposphäre („Hot Spot“) nicht existent ist. Dies ist mehr als ausreichend, die globalen Klimamodelle als invalide zu betrachten und die von ihnen gelieferten Projektionen als Unsinn zu entlarven“.

21. Dr. Georg Kaser: „Diese Zahl des IPCC bzgl. sich zurückziehender Gletscher ist nicht nur ein wenig falsch, es liegt weit außerhalb jedweder Realität. Sie ist so falsch, dass man darüber nicht einmal zu diskutieren braucht“.

22. Dr. Aynsley Kellow: „Ich verschwende keine Zeit darauf, dafür zu sorgen, dass meine Kritik am IPCC gehört wird. Da gibt es nämlich einen Übelstand im gesamten Begutachtungsprozess des IPCC: man hat keine Chance, dass irgendein Kapitel in irgendeinem IPCC-Report jemals abgelehnt wird, egal wie falsch die Aussagen darin sein mögen“.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

23. Dr. Madhav Khandekar: „Ich habe sorgfältigst nachteilige Auswirkungen des Klimawandels analysiert, wie sie vom IPVV projiziert worden sind. Dabei habe ich festgestellt, dass diese Behauptungen übertrieben sind und ihnen jedwede Beweise zur Stützung fehlen“.

24. Dr. Hans Labohm: „Die alarmistischen Abschnitte in der Summary for Policymakers sind durch einen ausgeklügelten und komplexen Fleischwolf gedreht und verzerrt worden“.

25. Dr Andrew Lacis: „Es gibt keinerlei wissenschaftliche Leistung in der Executive Summary. Die gesamte Präsentation hört sich so an, als ob sie von Greenpeace-Aktivisten und deren gesetzlicher Basis zusammen geschustert worden ist.

26. Dr. Chris Landsea: „Ich kann nicht guten Gewissens zu einem Prozess beitragen, den ich sowohl als von vorgegebenen Agenden beeinflusst als auch für wissenschaftlich unsinnig halte“.

27. Dr. Richard Lindzen: Der IPCC-Prozess ist politischer und nicht wissenschaftlicher Natur. Man erstellt Summaries, um falsch darzustellen, was Wissenschaftler sagen, und macht sich die Unwissenheit der Öffentlichkeit zunutze“.

28. Dr. Harry Lins: „Temperaturänderungen im Verlauf des vorigen Jahrhunderts waren episodisch und moderat, und seit über einem Jahrzehnt gab es überhaupt keine Erwärmung mehr. Die Grundlage für Alarm bzgl. Klimawandel ist erheblich überbewertet“.

29. Dr. Philip Lloyd: „Ich habe detailliert die IPCC-Zustandsberichte und die Summaries for Policymakers untersucht und wollte herausfinden, auf welche Art und Weise diese Summaries die Wissenschaft verzerrt haben. Ich fand viele Beispiele dafür, dass in der Summary genau das Gegenteil dessen steht, was die Wissenschaftler gesagt haben“.

30. Dr Martin Manning: „Einige Erfüllungsgehilfen der Regierung beeinflussen die Summary for Policymakers dahingehend, dass sie den Aussagen der Leitautoren widersprechen oder diese falsch darstellen“.

31. Steven McIntyre: „Die vielen Verweise in den Mainstream-Medien auf einen ,Konsens tausender Wissenschaftler‘ sind sowohl eine drastische Übertreibung als auch irreführend“.

32. Dr Patrick Michaels: „Die [tatsächlichen] Erwärmungsraten über verschiedene Zeitmaßstäbe haben die Serie der IPCC-Klimamodelle jetzt widerlegt. Die Wissenschaft ist nicht settled“.

33. Dr. Nils-Axel Mörner: „Reist man einmal um den Globus, findet man nirgendwo einen Anstieg des Meeresspiegels“.

34. Dr. Johannes Oerlemans: „Das IPCC ist viel zu politisch geworden. Viele Wissenschaftler konnten nicht den Sirenengesängen des Ruhms, der Forschungsförderung und Versammlungen an exotischen Orten widerstehen, wofür sie nur wissenschaftliche Prinzipien und die wissenschaftliche Integrität über Bord werfen mussten, um die Doktrin der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung zu stützen“.

35. Dr. Roger Pielke: „Alle meine Kommentare wurden ignoriert, ohne jede Begründung. An diesem Punkt kam ich zu der Erkenntnis, dass die IPCC-Berichte zu nichts weiter nütze waren als als eine zu politischen Maßnahmen führende Angelegenheit zu dienen. Sie waren keine wahre und ehrliche Beschreibung des Klimasystems“.

36. Dr. Paul Reiter: „Wenn es darum geht, dass die Wissenschaft settled ist, halte ich das für obszön. Fakt ist, dass die Wissenschaft von Leuten verzerrt wird, die keine Wissenschaftler sind“.

37. Dr. Murry Salby: „Ich bekommen unweigerlich das Würgen, wenn jemand sagt, dass die Wissenschaft settled ist. Jeder, der das wirklich glaubt, lebt in Phantasia“.

38. Dr. Tom Segalstad: „Das IPCC-Modell der globalen Erwärmung wird durch wissenschaftliche Daten nicht gestützt“.

39. Dr. Fred Singer: „Es ist bemerkenswert, dass die Summary des IPCC-Berichtes es vermeidet, die Satellitendaten auch nur mit einem Wort zu erwähnen oder auch nur die Existenz von Satelliten überhaupt – vielleicht liegt es daran, dass deren Daten während der letzten 18 Jahre eine leichte Abkühlung zeigen, was in direktem Widerspruch zu den Simulationen der Klimamodelle steht“.

40. Dr. Hajo Smit: „Es gibt eine eindeutige Kopplung zwischen Sonne und Klima und eine sehr starke natürliche Variabilität des Klimas in allen historischen zeitlichen Größenordnungen. Derzeit glaube ich nicht mehr, dass es irgendeine relevante Relation gibt zwischen menschlichen Kohlendioxid-Emissionen und Klimawandel“.

41. Dr. Richard Tol: „Das IPCC sprach die Leute mehr mit politischen als mit akademischen Motiven an. Im AR 4 nahmen Grün-Aktivisten führende Positionen im IPCC ein, und sie hatten Erfolg damit, oppositionelle Stimmen auszuschließen oder zu neutralisieren“.

42. Dr. Tom Tripp: „Die natürliche Variabilität des Wetters ist so groß, dass es schwierig ist, zu einer wissenschaftlich haltbaren Folgerung zu kommen, wonach die globale Erwärmung dem Menschen geschuldet ist“.

43. Dr. Gerd-Rainer Weber: „Die meisten der extremistischen Ansichten bzgl. Klimawandel haben kaum oder gar keine wissenschaftliche Grundlage“.

44. Dr. David Wojick: „Der Öffentlichkeit ist nicht gerade gut gedient mit diesem fortwährenden Trommelfeuer des Alarms, stammt dieser doch lediglich aus von Befürwortern manipulierten Klimamodellen“.

45. Dr. Miklos Zagoni: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Theorie der anthropogenen globalen Erwärmung falsch ist“.

46. Dr. Eduardo Zorita: „Herausgeber, Begutachter und Autoren alternativer Studien, von Analysen und Interpretationen, die auf den gleichen Daten beruhen, wurden schikaniert und subtil betrogen“.

Biographien und Photos der Dissidenten-IPCC-Wissenschaftler finden sich hier:
https://climatism.blog/2020/03/07/46-statements-by-ipcc-experts-against-the-ipcc/

Link: https://www.iceagenow.info/46-enlightening-statements-by-ipcc-experts/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ein Fiasko? Die Corona-Pandemie greift um sich, und wir treffen Entschei­dungen ohne zuverlässige Daten

Zu einer Zeit, wenn jedermann nach besseren Informationen giert und in der Krankheits-Modellierer und Regierungen sowie Bürger in Quarantäne oder zumindest auf sozialer Distanz sind, fehlt es uns an zuverlässigen Belegen, wie viele Menschen infiziert sind oder wer noch infiziert werden könnte. Bessere Informationen braucht man als Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen von fundamentaler Bedeutung sowie bzgl. der Überwachung der Auswirkungen.

Drakonische Gegenmaßnahmen wurden in vielen Ländern ergriffen. Falls die Pandemie verschwindet – entweder von selbst oder aufgrund dieser Maßnahmen – mögen extreme soziale Distanz und Schließungen von Einrichtungen erträglich sein. Aber wie lange sollten diese Maßnahmen weiter befolgt werden, falls die Pandemie ohne Abschwächung weiter um den Globus rauscht? Wie sollen Politiker wissen, ob sie nicht mehr Schaden als Nutzen anrichten?

Impfseren oder bezahlbare Behandlungen benötigen viele Monate (oder sogar Jahre) für die Entwicklung und angemessene Tests. Angesichts dieser Zeitspanne ist vollkommen unbekannt, welche Folgen langfristige Einschränkungen der derzeitigen Art haben.

Die bislang gewonnenen Daten darüber, wie viele Menschen infiziert sind und wie sich die Epidemie weiter entwickelt, sind vollkommen unzuverlässig. Angesichts der begrenzten Tests bis heute werden einige Todesfälle und vermutlich die große Mehrheit der Infektionen nicht erfasst. Wir wissen nicht, ob wir die Infektionen um einen Faktor 3 oder 300 verringern können. Drei Monate nach dem Ausbruch fehlt den meisten Ländern, darunter den USA, die Fähigkeit, eine große Anzahl Menschen zu testen, und kein Land verfügt über zuverlässige Daten zur Verbreitung des Virus‘ in einer repräsentativen Stichprobe der allgemeinen Bevölkerung.

Dieses Fiasko bzgl. Belegen erzeugt eine gewaltige Unsicherheit hinsichtlich des Risikos, an Covid-19 zu sterben. Erfasste Todesfälle wie die offizielle Rate von 3,4% von der WHO lassen einen ebenso erschrecken wie sie bedeutungslos sind. Auf SARS-CoV-2 getestete Patienten sind unverhältnismäßig jene mit ernsten Symptomen. Da die Testmöglichkeiten der meisten Gesundheitssysteme begrenzt sind, dürfte sich der Bias bei der Auswahl in naher Zukunft sogar noch verschlimmern.

Die eine Situation, in der eine ganze geschlossene Anzahl von Menschen getestet worden ist, war auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess und deren in Quarantäne gesteckten Passagiere. In jenem Fall betrug die Todesrate 1,0%, aber das waren zumeist ältere Leute, unter welchen die Todesrate viel höher ist als unter jüngeren Menschen.

Projiziert man die Todesrate auf der Diamond Princess auf die Altersstruktur der US-Bevölkerung, läge die Todesrate unter allen infizierten Menschen etwa bei 0,125%. Aber da diese Schätzung auf einer extrem dünnen Datenlage beruht – es gab unter den 700 infizierten Passagieren und Besatzungsmitgliedern 7 Todesfälle – kann sich die wirkliche Todesrate von fünf mal niedriger (0,025%) bis fünf mal höher bewegen (0,625%). Es kann auch sein, dass einige infizierte Personen später sterben und dass Touristen unterschiedlich häufiger chronische Krankheiten haben – ein Risikofaktor bei SARS-CoV-2-Infektionen – als die allgemeine Bevölkerung. Fügt man diese zusätzlichen Quellen der Unsicherheit den Daten hinzu, variieren die Schätzungen der Anzahl von Todesfällen zwischen 0,05% und 1%.

Diese gewaltige Bandbreite beeinflusst Angaben, wie ernst die Pandemie ist und was man dagegen tun sollte. Eine Todesrate von 0,05% bei der gesamten Bevölkerung ist niedriger als bei einer jahreszeitlichen Grippe. Falls das die wirkliche Rate ist, dann wäre das Verschließen der Welt mit potentiell verheerenden sozialen und finanziellen Auswirkungen total irrational. Es ist so, als ob ein Elefant von einer Hauskatze angegriffen wird. Frustriert und in dem Versuch, der Katze auszuweichen, fällt der Elefant zufällig von einer Klippe und stirbt.

Kann die Todesrate von Covid-19 derartig niedrig sein? Nein, sagen einige und verweisen auf die hohe Rate bei älteren Menschen. Allerdings können sogar milde oder allgemeine Erkältungs-Coronaviren, welche seit Jahrzehnten bekannt sind, Todesraten bis zu 8% aufweisen, wenn ältere Menschen in Altersheimen damit infiziert werden. Tatsächlich infizieren derartig „milde“ Coronaviren Zehnermillionen Menschen in jedem Jahr, wobei 3% bis 11% dieser Menschen in jedem Winter ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Diese „milden“ Coronaviren könnten eine Rolle spielen bei vielen tausend Todesfällen in jedem Jahr weltweit, obwohl die große Mehrheit davon nicht mit genauen Tests dokumentiert wird. Stattdessen stellen sie das Rauschen unter den 60 Millionen Todesfällen pro Jahr aus allen möglichen Gründen.

Obwohl es erfolgreiche Überwachungssysteme bzgl. Grippe schon lange gibt, wird die Krankheit nur in winziger Zahl durch Laboratorien bestätigt. In den USA beispielsweise sind in dieser Saison 1.073.976 Testpersonen erfasst worden, von denen 222.552 oder 20,7% positiv auf Grippe getestet worden waren. Im gleichen Zeitraum lag die geschätzte Anzahl Grippe-ähnlicher Krankheiten zwischen 36 und 51 Millionen Menschen, von denen 22.000 bis 55.000 Personen starben.

Man beachte die Unsicherheit bzgl. Grippe-ähnlicher Krankheiten: eine 2,5-fache Bandbreite korrespondierend mit Zehner bis tausender Todesfälle. Jedes Jahr gehen einige dieser Todesfälle auf Grippe zurück und einige andere auf andere Vieren wie Coronaviren.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Sterblichkeitsrate bei Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, 0,3 % der Allgemeinbevölkerung ausmacht – eine mittlere Schätzung aus meiner Analyse von der Diamond Princess – und dass 1 % der US-Bevölkerung infiziert wird (etwa 3,3 Millionen Menschen), würde dies etwa 10.000 Todesfälle bedeuten. Das klingt nach einer riesigen Zahl, aber sie ist im Rauschen der Schätzung der Todesfälle durch „grippeähnliche Krankheiten“ versunken. Hätten wir nicht von einem neuen Virus dort draußen gewusst und hätten wir die Personen nicht mit PCR-Tests untersucht, würde die Zahl der Gesamttodesfälle aufgrund einer „grippeähnlichen Krankheit“ in diesem Jahr nicht ungewöhnlich erscheinen. Höchstens hätten wir vielleicht beiläufig festgestellt, dass die Grippe in dieser Saison etwas schlimmer als der Durchschnitt zu sein scheint. Die Medienberichterstattung wäre geringer gewesen als bei einem Basketballspiel der NBA in den USA zwischen zwei der bedeutungslosesten Mannschaften.

Einige sind darüber besorgt, dass die 68 Todesfälle durch Covid-19 in den USA (Stand bis zum 16. März) exponentiell steigen wird auf 680, 6800, 68.000, 680.000 … zusammen mit ähnlich katastrophalen Entwicklungen rund um den Globus. Ist das realistisch oder schlechte Science Fiction? Wie können wir sagen, an welchem Punkt eine solche Kurve zu steigen aufhört?

Die wertvollste Information, um diese Fragen zu beantworten, wäre das Wissen um die gegenwärtige Verbreitung der Infektion in einer Stichprobe der Bevölkerung sowie eine Wiederholung dieses Verfahrens in regelmäßigen Zeitabständen, um das Auftreten neuer Infektionen abzuschätzen. Traurigerweise haben wir diese Information aber nicht.

Angesichts fehlender Daten führt das Gerede von „Macht euch auf das Schlimmste gefasst“ zu extremen Maßnahmen sozialer Distanz und Einschränkungen. Unglücklicherweise wissen wir nicht, ob diese Maßnahmen etwas bewirken. Schulschließungen beispielsweise können die Übertragungsrate verringern. Aber sie können auch nach hinten losgehen, falls Kinder sich irgendwie sozialisieren, falls die Schulschließungen die Kinder dazu bringt, mehr mit anfälligeren älteren Familienmitgliedern zusammen zu sein, falls Kinder die Möglichkeit der Eltern unterbrechen, zur Arbeit zu gehen und so weiter. Schulschließungen können auch die Chancen verringern, eine Gruppenimmunität in einer Altersgruppe zu entwickeln, die von schweren Krankheiten verschont geblieben ist.

Diese Perspektive stand auch hinter der unterschiedlichen Haltung in UK, wo man Schulen geöffnet ließ, zumindest bis zur Abfassung dieses Beitrags. Angesichts fehlender Daten hinsichtlich der wahren Ursachen der Epidemie wissen wir einfach nicht, ob dieses Vorgehen brillant oder katastrophal ist.

Den Verlauf abzuflachen, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern, ist konzeptionell gut – theoretisch. Ein in Medien und sozialen Medien viral gewordenes Bildmaterial zeigt, wie die Abflachung der Kurve das Ausmaß der Epidemie reduziert, welches über der Schwelle dessen liegt, was das Gesundheitssystem in jedem Moment bewältigen kann.

Sollte das Gesundheitssystem doch zusammenbrechen, könnte die zusätzliche Anzahl von Todesfällen nicht nur dem Coronavirus geschuldet sein, sondern auch anderen allgemeinen Krankheiten und Umständen wie Herzattacken, Schlaganfällen, Traumata, Blutungen und so weiter, wenn diese nicht sachgemäß behandelt werden. Falls das Niveau der Epidemie das Gesundheitssystem wirklich in die Knie zwingt und extreme Maßnahmen nur wenig effektiv sind, dann macht das Abflachen des Verlaufs alles noch schlimmer: Anstatt während einer kurzen, akuten Phase zusammenzubrechen wird das Gesundheitssystem noch längere Zeit am Boden liegen. Auch darum brauchen wir Daten hinsichtlich des genauen Niveaus der Aktivität der Epidemie.

Ein Fazit ist, dass wir nicht wissen, wie lange Maßnahmen zur sozialen Distanz und Lockdowns aufrecht erhalten werden können, ohne erhebliche Konsequenzen für Wirtschaft, Gesellschaft und geistige Gesundheit zu zeitigen. Unerwartete Entwicklungen können auftreten, darunter eine Finanzkrise, Unruhen, Bürgerkrieg und ein Abschmelzen des sozialen Netzes. Wir brauchen mindestens unverzerrte Daten bzgl. des Auftretens der sich entwickelnden infektiösen Belastung für Entscheidungen.

Im pessimistischsten Szenario, an das ich nicht glaube, wäre es so: falls das neue Coronavirus 60% der globalen Bevölkerung infiziert und 1% der infizierten Menschen sterben, dann errechnen sich daraus 40 Millionen Todesfälle global, also etwa so viele wie während der Grippe-Pandemie im Jahre 1918.

Die große Mehrheit dieser Todesfälle würde Menschen mit begrenzter Lebenserwartung betreffen. Das ist anders als im Jahre 1918, als viele junge Menschen starben.

Man kann nur hoffen, dass das Leben wie im Jahre 1918 weitergeht. Im Gegensatz dazu kommt bei einer Sperrung von Monaten, wenn nicht gar Jahren, das Leben weitgehend zum Stillstand. Die kurz- und langfristigen Folgen davon sind völlig unbekannt, und letztendlich können Milliarden, nicht nur Millionen von Leben auf dem Spiel stehen.

Falls wir uns entschließen, von der Klippe zu springen, brauchen wir einige Daten als Information hinsichtlich der Logik einer solchen Maßnahme und hinsichtlich der Chancen irgendwo sicher zu landen.

John P.A. Ioannidis is professor of medicine, of epidemiology and population health, of biomedical data science, and of statistics at Stanford University and co-director of Stanford’s Meta-Research Innovation Center

Link: https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wie genau soll der Ersatz fossiler Treibstoffe aussehen?

Berkeley (Kalifornien), Takoma Park (Maryland) und andere Städte; Kalifornien, Connecticut, New York, Virginia [in deutscher Übersetzung beim EIKE hier] und andere US-Staaten; Deutschland, England und andere Länder; die Europäische Union – alle planen sie Öl, Erdgas und Kohle innerhalb der nächsten 10, 20 oder 30 Jahre aufzugeben. Eine Reihe von US-Staaten sind regionalen Treibhausgas-Initiativen beigetreten und verkünden stolz: Wir sind immer noch … im Pariser Klima-Vertrag, egal was Präsident Trump sagt oder tut.

Vergesst die Schlagzeilen und die Modelle und betrachtet stattdessen die historischen Aufzeichnungen bzgl. Hurrikanen sowie Tornados und des Meeresspiegels. Es gibt keine Krise, keine beispiellose Erwärmung und keine noch nie da gewesenen Wetterereignisse – mit Sicherheit überhaupt nichts, was belegen würde, dass die Menschen die mächtigen natürlichen Kräfte, die immer für Klimawandel und Wetterereignisse gesorgt hatten, ersetzt haben.

Aber für jetzt wollen wir nur einmal ihre Null-Kohlenstoff-Pläne beleuchten. Wie genau wollen sie das bewerkstelligen? Wo sollen ihren Plänen zufolge die Turbinen, Paneele und Batterien herkommen? Woher die Rohmaterialien zur Herstellung derselben? Wie planen sie, moderne Gesellschaften am Laufe zu halten mit teurer, erratischer Energie und häufigen Unterbrechungen der Versorgung?

Wie würden sie – oder wie würde ganz Amerika, falls sich die gesamten USA dem Green New Deal (GND) anschließen – mit einem COVID-27-Ausbruch umgehen? Wie würden sie Autos, Flugzeuge, Toilettenpapier, Medikamente und vieles sonst mit intermittenter Energie herstellen? Es hat in Europa nicht funktioniert (siehe weiter unten), und es wird auch hierzulande [= in den USA] nicht funktionieren.

Außerdem geht es nicht einfach nur darum, die heutigen mittels Kohle- und Gaskraftwerke erzeugten Megawatt zu ersetzen. Es geht darum, die heutige Stromerzeugung zu verdoppeln, weil die Green-New-Deal-Leute alle fossilen Treibstoffe ersetzen wollen: Benzin und Diesel für Autos, Lastwagen und Busse sowie Energie zum heize, für Fabriken, Krankenhäuser usw.

Es geht darum, die heutige Megawatt-Erzeugung zu verdreifachen, weil sie auch Kern- und Wasserkraft nicht mögen, und sie alle brauchen weit mehr Strom, um ausreichend Batterien aufzuladen als Backup für all die fossilen und anderen Energiequellen, die sie eliminieren wollen. Das wird massenhaft Windturbinen, Solarpaneele und Batterien erfordern.

Wo wollen sie all das aufstellen? Einige jener Staaten und Länder haben viele ländliche Gebiete, Wild-Habitate und Flachwasser vor ihren Küsten, welche sie in riesige Industriegebiete verwandeln können. Aber was werden jene selbstgerechten Städte machen? Wo innerhalb ihrer Stadtgrenzen wollen sie Dutzende 200 m hohe Windräder und zehntausende Paneele aufstellen? Oder planen sie etwa, derartige Einrichtungen ihren ländlichen Nachbarn aufzuzwingen? Oder sich in regionale Netze einzuklinken und Strom zu verbrauchen, den Andere erzeugt haben – mittels Kohle, Gas, Kernkraft und vielleicht auch Wind und Solar? Wie wollen sie „gute“ und „schlechte“ Elektronen voneinander unterscheiden?

Alle diese GND-Städte und -Staaten haben es mit frustrierten ländlichen Familien zu tun, welche ihre Landschaft und ihre Hügelketten nicht ruiniert sehen wollen, welche keine toten Vögel und Fledermäuse finden wollen, keine irritierenden Schlagschatten sehen oder krank machenden Infraschall hören wollen, was die Windräder unweigerlich mit sich bringen würden. Sie wollen nicht, dass Millionen Hektar Landfläche mit Solarpaneelen überzogen werden. Und sie wollen nicht, dass hunderte Kilometer lange Fernleitungen ihre Grundstücke überspannen.

Sie wollen nicht die um 25% – 50% – 100% höheren Stromrechnungen bezahlen sowie die rasant steigenden Preise für Produkte und Dienstleistungen, welche ebenfalls diese hohen Stromkosten aufbringen müssen. Sie wollen nicht, dass gute Arbeitsplätze infolge steigender Energiepreise verloren gehen – oder nach Übersee verlagert werden.

Haben GND-Politiker auch nur den Schimmer einer Ahnung, wie viele Turbinen, Paneele, Batterien und Kilometer Fernleitung benötigt werden, um alle fossilen Treibstoffe zu ersetzen? Oder wie lange derartige Energiesysteme betrieben werden können, bevor sie verschleißbedingt ersetzt werden müssen? Haben sie auch nur eine blasse Vorstellung davon, wie man ausrangierte Rotorblätter und Solarpaneele entsorgt, weil man sie nicht recyceln oder verbrennen kann? Wie viele Kubikmeter Deponie sie brauchen werden? Wollen Gemeinden diese Deponien in der Nachbarschaft haben? Werden die Stadtverwaltungen einfach mehr Enteignungen durchsetzen?

Man würde hunderte 260 Meter hohe 12-MW-Windturbinen offshore brauchen, um die Stromnachfrage einer großen Stadt in der grünen neuen Welt zu decken – oder tausende 2 bis 3-MW-Turbinen auf dem Festland. Zehnermillionen Solarpaneele würden Millionen Quadratkilometer Ackerland, Landschaften und Habitate beeinträchtigen. Man bräuchte Millionen 85-kWh-Tesla-Batteriepacks als Backup, um eine Woche mit Windstille und ohne Sonnenschein auszugleichen.

Wo wollen sie die Millionen Tonnen Stahl, Kupfer, Kobalt, Lithium, Aluminium, seltene Erden, Fiberglas-Komponenten, Kalkstein und andere Rohmaterialien herbekommen, um all diese Energieerzeugungs- und -speichersysteme zu installieren einschließlich der ganzen neuen Fernleitungen? Werden sie jetzt mehr Land in den USA für den Bergbau freigeben? Wie wollen sie all diese Materialien ohne fossile Treibstoffe abbauen und verarbeiten?

Falls der Bergbau nicht hier in den USA unter unseren strengen Gesetzen und Vorschriften erfolgt – wo genau sonst wird er betrieben? In China und Russland? Oder vielleicht in Afrika und Südamerika, wo viele Minen von russischen und chinesischen Unternehmen betrieben werden, die sich nicht im Mindesten um Kinderarbeit scheren oder um Sicherheit am Arbeitsplatz, um Luft- und Wasserverschmutzung sowie giftige und radioaktive Abfälle, Renaturisierung erschöpfter Vorkommen – oder um die rasant steigenden Fälle von Lungen-, Herz-, Haut- und Darmkrankheiten, Osteoporose, Krebs und andere Krankheiten.

All diese trostlosen Orte und schrecklichen Szenerien sind weit entfernt – was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Umweltaktivisten lieben den Spruch: Global denken, lokal handeln. Dies wäre ein guter Zeitpunkt, mit diesem ethischen Code anzufangen.

Die ehrlicheren, eine GND-Zukunft befürwortenden Politiker räumen ein, dass viele hoch dotierte Arbeitsplätze in der Branche fossiler Energie und dem produzierenden Gewerbe verloren gehen werden. Aber, so behaupten sie, ihre (pseudo-)erneuerbare Energie würde Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Aber ein Blick hinter die Kulissen ist sehr aufschlussreich.

Kohlekraftwerke erzeugen 7745 MWh Strom pro Mine und Mitarbeiter, bei Erdgas werden 3812 MWh pro Öl- und Gasfeld sowie Mitarbeiter erzeugt. Diese superhohe Effizienz und die daraus resultierenden niedrigen Stromkosten erhalten Millionen Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe und zahlreichen anderen Industriebereichen.

In starkem Gegensatz dazu erzeugen Windturbinen bloße 836 MWh für jeden Beschäftigten, während es Solarpaneele auf miserable 98 MWh pro Arbeiter bringen. Anders ausgedrückt, man braucht 79 Solar-Arbeiter, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen wie ein Kohle- oder zwei Erdgas-Arbeiter. Nicht nur, dass dieser teure, intermittente und vom Wetter abhängige Strom Millionen guter Arbeitsplätze vernichten wird, sondern auch, dass im Zuge des GND zumeist schlecht bezahlte Wind- und Solar-Arbeitsplätze entstehen, um die Turbinen und Paneele zu warten oder um verbrauchte Rotorblätter, Paneele und Betonfundamente in Monsterdeponien einzubringen.

Strompreise von Anwohnern sind schon jetzt empörend hoch in New York (17 Cent pro kWh), Kalifornien (19 Cent) bis Hawaii (31 Cent) – im Vergleich zu 9 Cent pro kWh in Arkansas, Georgia und Oklahoma. Geht man zu 50% bis 100% Wind und Solar über, würden die Preise auf das Niveau von Deutschland hochschießen: 37 Cent pro kWh.

Mit den 8 Cent pro kWh im Jahre 2019 muss ein Kinderkrankenhaus in Virginia jährlich etwa 1,6 Millionen Dollar für Strom aufbringen. Bei einem Preis wie in Kalifornien (15 Cent) oder Deutschland (22 Cent für Industrien) müsste das Krankenhaus zusätzlich 1,4 bis 2,8 Millionen Dollar jährlich für Strom berappen. Das würde Entlassungen, höhere Medikamenten-Rechnungen, verringerte Patienten-Versorgung und mehr Todesfälle bedeuten.

Wie macht sich der hoch gepriesene Übergang zu Wind und Solar in Europa und UK? Im Jahre 2017 wurden Familien und die Industrie in Deutschland von 172.000 lokalen Stromausfällen betroffen. Im vorigen Jahr wurde rund 350.000 Familien in Deutschland der Strom abgedreht, weil sie die Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. In UK mussten sich Millionen ältere Menschen entscheiden zwischen heizen und angemessener Ernährung. Viele dieser Menschen verbrachten die Zeit in Bibliotheken, um es warm zu haben, und über 3000 Menschen sterben jährlich, weil sie ihre Wohnungen nicht angemessen heizen können.

In ganz Europa stehen 11 Millionen Arbeitsplätze auf der Kippe infolge eines „Green Deals“ der EU, von dem viele sagen, dass er selbstmörderisch ist. Inzwischen bauen China und Indien massenweise neue Kohle- und Gaskraftwerke, womit dann Erzeugnisse für die USA und Europa hergestellt werden. Dort entstehen dabei viele Arbeitsplätze, werden Flughäfen gebaut und Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen.

GND-Politiker sind all diesen Dingen seit Jahren aus dem Weg gegangen – während sie Milliarden an Steuergeldern grünen Aktivistengruppen und Industrie-Lobbygruppen haben zukommen lassen, die dabei helfen, ebendiese Politiker im Amt zu halten.

Schlimmer noch, sie und deren Alliierte in den Medien umgehen diese gleißende Realität nach allen Regeln der Kunst. Die einzige Möglichkeit, diese Energie- und Wirtschafts-Transformation durchzusetzen ist es, eine totalitäre Regierung auf lokaler und staatlicher Ebene zu installieren: linke städtische Wähler und Politiker gegen den Rest von Amerika. Damit wird die Saat gelegt für Ressentiments, Ärger, soziale Ungleichheit, endlose Rechtsstreitigkeiten und Gewalt. Wir müssen eine solche düstere Zukunft auf jeden Fall vermeiden!

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, environment, climate and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/03/16/how-exactly-do-they-plan-to-replace-fossil-fuels/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die UN sollten ihren Klima-Kurs ändern

Ob des Scheiterns von COP 25 hatte sich weit verbreitet Traurigkeit breit gemacht, aber Madrid war nur eine kleinere COP ohne wesentlich Substanzielles auf dem Tisch. Im Gegensatz dazu ist COP 26 enorm wichtig. Wenn diese Konferenz scheitert, müssen die UN ihr gesamtes Verhalten rund um Klima-Maßnahmen überdenken.

Eines der sechs Prinzipien in der World Climate Declaration von CLINTEL umreißt die Lage sehr kurz und prägnant: „Klimapolitik muss wissenschaftlichen und ökonomischen Realitäten Rechnung tragen!“ Falls das nicht der Fall ist, muss eine solche Politik scheitern. Siehe hier.

Die wissenschaftliche Realität lautet, was CLINTEL besonders betont, dass es keinen Klima-Notstand gibt. Die Radikalen bestehen zwar auf dem Gegenteil, aber ihre Behauptung entbehrt jeder Grundlage, sogar in der alarmistischen Wissenschaft. Die so genannte Klima-Krise ist ein Kaiser ohne Kleider. Sie existiert ausschließlich in Computermodellen.

Die großen Ökonomien, sowohl der entwickelten als auch der Entwicklungsländer, werden einfach keine neuen drastischen Maßnahmen bei der COP 26 ankündigen, welche die Radikalen fordern. Aber in Wirklichkeit ist der Grund dafür ökonomischer Natur, was politischer Natur bedeutet. Drastische Maßnahmen sind sowohl teuer als auch bedrängend, erfordern gewaltige neue Steuern und unbequeme Vorschriften, was zusammen Folgen hat, wie die Menschen leben. Keine starke Regierung ist in einer Position, diese Dinge durchzuführen, ohne ihren Bürgern klare Vorteile aufzuzeigen. Stattdessen werden symbolische Ziele in ferner Zukunft gesetzt.

Nebenbei: Die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten versprechen verschiedene drastische Maßnahmen, doch liegt die Einführung derselben gar nicht in den Händen des Präsidenten. Sie liegt in den Händen des Kongresses, und dort ist man nicht naiv. Der Kongress hat eine Präsidenten-Agenda schon oft ignoriert.

Es gibt Verschiedenes, das COP 26 zu einer Super-COP macht, und genau darum wird sie scheitern. Erstens, es wird hochgejubelt, dass die großen Ökonomien kühne neue Pläne auftischen werden, denen zufolge Emissionen stärker reduziert werden sollen als nach dem Paris-Abkommen gefordert. Die EU könnte so etwas machen, aber das ist auch alles, und sogar das ist nicht sicher, wenn man auf die heftigen Proteste in den Mitgliedsstaaten schaut.

China und Indien haben schon verlauten lassen, dass sie nichts dergleichen tun werden. Die USA werden dann aus dem Paris-Abkommen ausgestiegen sein. Russland zeigt keinerlei Interesse, und Japan baut eifrig Kohlekraftwerke, um die eingemotteten Kernkraftwerke zu ersetzen. Boris Johnson hat hinsichtlich neuer unmittelbarer Maßnahmen in UK noch gar nichts gesagt. Er ist auf 2050 festgelegt. In Brasilien regiert ein populistischer Präsident wie Trump. Und so weiter, und so fort, soweit es die Liste der Großen betrifft. Es gibt einfach niemanden.

Dieses Fehlen deutlicher Maßnahmen dürfte die Radikalen mit Sicherheit empören, genau wie in Madrid, wenn nicht sogar noch stärker, weil Glasgow fälschlich als ausschlaggebend eingestuft wird. Die Radikalen werden vermutlich mit dem Paralysieren des Verfahrens reagieren. Sie können nicht anders.

Aber da ist noch mehr, sehr viel mehr. Das Paris-Abkommen ist global übernommen worden auf der Grundlage der Versprechungen der Reichen, den Entwicklungsländern etwas zukommen zu lassen. Vor allem sind hier die atemberaubenden 100 Milliarden Dollar zu nennen, die pro Jahr von den entwickelten Ländern (besonders Amerika) an die Entwicklungsländer zu zahlen sind mit Beginn im Jahre 2020.

Dazu wird es nicht kommen. Amerika ist draußen, und niemand sonst verfügt über diese Art von Geld. Obama hat es versprochen, aber der ist seit Langem weg.

Dieses Scheitern macht deswegen einen gewaltigen Unterschied aus, weil alle gegenwärtigen Pläne der Entwicklungsländer zu Emissions-Reduktionen aufgrund des Paris-Abkommens vom Eintreffen dieser Gelder abhängig sind. Falls die Entwicklungsländer diese Pläne wegen des fehlenden Geldflusses aufheben, ist das Paris-Abkommen versenkt. Statt größerer Ambitionen wird es tatsächlich sehr viel weniger geben. Die Klima-Maschine kollabiert.

Falls dieser Kollaps eintritt, was im Moment sehr wahrscheinlich aussieht, dann könnte das von den UN angeführte Alarmisten-Establishment gezwungen sein, neu über dessen Richtung nachzudenken.

Emissions-Reduktionen sind nach UN-Sprechweise „Abschwächung“ genannt. Es gibt drei tragende Begriffe in der Klimapolitik – Abschwächung, Kompensation und Anpassung. Wenn die Kompensation verschwindet, verschwindet auch die Anpassung.

Der von CLINTEL vertretene Standpunkt ist, dass die Klimawissenschaft alles andere als settled ist und dass eine Politik bzgl. Klimawandel sich auf Anpassung konzentrieren sollte, nicht auf Abschwächung. Anpassung funktioniert immer, welcher Art auch immer die jeweiligen Änderungen sind. Diese Richtung sollten die UN einschlagen.

Wir wissen alle, dass es immer Überschwemmungen, Dürren, Buschbrände, Hitzewellen und Hurrikane geben wird. Darin können sich die moderaten Skeptiker und die moderaten Alarmisten begegnen. Die Ursache für Extremwetter spielt keine Rolle, bereiten wir uns einfach auf dasselbe vor. Gleiches gilt für einen moderaten Anstieg des Meeresspiegels.

Alles in allem sollte der Kollaps von COP 26 ein Alarmruf für den Alarmismus sein. De Lösung liegt bereits auf dem Tisch: passt euch an!

Die Zeit wird es zeigen.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2020/03/15/un-should-change-course-on-climate/

Übersetzt von Chris Frey EIKE