CERN macht Physiker in einem Klimaexperiment mit kosmischen Strahlen ‚mundtot‘

Was bedeuten diese Ergebnisse? Es ist verboten, Ihnen das zu sagen!

Der Direktor des CERN Rolf-Dieter Heuer sagte Welt online, dass die Wissenschaftler davon Abstand nehmen sollten, aus dem jüngsten Experiment Schlussfolgerungen zu ziehen.

Heuer sagte hier: „Ich habe die Kollegen gebeten, die Ergebnisse klar dazustellen aber nicht zu interpretieren”. Warum?

„Weil”, wie Heuer sagt, „man sich damit sofort in die hochpolitische Arena der Klimawandeldiskussion begeben würde. Man muss sich darüber klar sein, dass es sich bei der Höhenstrahlung nur um einen von sehr vielen Parametern handelt“.

Der ungewöhnliche “Maulkorberlass” könnte ausgegeben worden sein, weil die Ergebnisse von CLOUD wirklich, wirklich langweilig seien, macht sich der Wissenschaftsveteran Nigel Calder darüber lustig. Oder, es könnte sein, dass das Experiment eine politisch unakzeptable Hypothese zum Klima bestätigt hat.

Das CLOUD-Experiment bezieht sich auf frühere Experimente des dänischen Physikers Henrik Svensmark, der gezeigt hat, dass kosmische Strahlen als Kondensationskerne für Wolken fungieren. Kleine Änderungen der Wolkenbedeckung könnten für Temperaturänderungen in Höhe von mehreren Grad in Frage kommen. Die Menge ultrafeiner Kondensationskerne (Ultra Fine Condensation Nuclei UFCN) hängt ab von der Größenordnung der Hintergrundstrahlung, die wiederum in Abhängigkeit von der Stärke des solaren und des irdischen Magnetfeldes steht.

Enge Korrelation zwischen dem Eindringen kosmischer Strahlen und der Temperatur.

Aber um wie viel? Auf einer privaten Zusammenkunft früher in diesem Jahr wäre Svensmark,  der mit CLOUD nichts zu tun hat, nicht als Redner genannt worden. Er sagte, er dachte, dass diese Strahlen einer von vier wichtigen Faktoren seien: menschliche Faktoren, Vulkane, eine „Klimaverschiebung“ Mitte der siebziger Jahre und kosmische Strahlen.

Die Größenordnung kosmischer Strahlen hat also einen Einfluss auf das Klima, spielt aber bei dem „Konsens“ des IPCC nicht die geringste Rolle.

Calder:

“CERN” hat sich in eine lange Reihe geringerer Institutionen eingereiht, die sich politisch korrekt gegenüber der anthropogenen globalen Erwärmung verhalten. Es ist in Ordnung, ‚die hoch politische Arena der Debatte um die Klimaänderung’ unter der Voraussetzung zu betreten, dass ihre Ergebnisse die menschengemachte Erwärmung bestätigen, aber nicht, wenn sie Svensmarks Häresie stützen, nämlich dass die Sonne durch Beeinflussung der einfallenden kosmischen Strahlung und der davon abhängigen Wolkenbildung für Klimaänderungen verantwortlich ist.

Hoffen wir, dass er falsch zitiert wurde. Die Vorgänger sind nicht glücklich (aren’t happy. ®)

Andrew OrlowskiMehr von diesem Autor

Beitrag in Science, 18th July 2011 12:01 GMT

Link: http://www.theregister.co.uk/2011/07/18/cern_cosmic_ray_gag/

Anmerkung des Übersetzers: Das Erlassen eines solchen “Maulkorbes” ist an sich ein Skandal erster Güte. Es war fast zu erwarten, dass die deutschen Medien sich darüber laut ausschweigen.  Das ist beispielsweise in der englischsprachigen Presse, wie schon seit längerer Zeit, anders. Und dort klingt es auch noch griffiger. Lesen Sie, was Dennis Avery bei Canadian Free Press (Link siehe unten) dazu schreibt:

Die nächste Bombe in der Klimadiskussion

CERN in Genf wird demnächst bekannt geben, dass mehr kosmische Strahlen tatsächlich zu verstärkter Wolkenbildung in der Erdatmosphäre führen. Mehr kosmische Strahlen bedeutet: kühlerer Planet.

Machen Sie sich fertig für die nächste große Bombe in der Debatte um die anthropogen verursachte Erwärmung. Das größte Labor zum Studium von Teilchen – CERN in Genf – wird demnächst bekannt geben, dass mehr kosmische Strahlen tatsächlich zu verstärkter Wolkenbildung in der Erdatmosphäre führen. Mehr kosmische Strahlen bedeutet: kühlerer Planet. Damit wird der solare Antrieb des langen, 1500-jährigen Klimazyklus’ der Erde schließlich erklärt.

Kosmische Strahlen und der Sonnenwind sind interessante Phänomene – aber sie sind noch viel interessanter, wenn eine unbewiesene Theorie die Energiekosten einer Gesellschaft vervierfacht. Das IPCC möchte 10 Dollar für Treibstoff [$10 gasoline] und „gen Himmel stürmende“ Energiekosten, um die Temperatur der Erde zu reduzieren, und zwar um einen so kleinen Betrag, dass er mit den meisten Thermometern gar nicht gemessen werden kann.

Als Fred Singer und ich 2007 [das Buch] ‚Unaufhaltbare globale Erwärmung alle 1500 Jahre‘ veröffentlicht hatten, hatten wir nicht gerade die kosmischen Strahlen im Kopf. Wir wussten, dass der natürliche, moderate Klimazyklus real war, und zwar aus Beweisen aus Eisbohrkernen, Sedimenten am Grund der Ozeane, fossilen Pollen und Stalagmiten in Höhlen. Der Zyklus war der bedeutende Faktor, der der Hysterie des IPCC um die menschengemachte Erwärmung zugrunde lag.

Als Willi Dansgaard und Hans Oeschger den 1500-Jahres-Zyklus 1984 in Eisbohrkernen aus Grönland entdeckten, wussten sie sofort, dass die Sonne die Ursache dafür war. Sie haben genau den gleichen Zyklus mit Hilfe der Carbon-14-Methode in Bäumen und in Beryllium-10-Molekülen in Eiskernen gefunden. Beide Arten von Molekülen bilden sich, wenn kosmische Strahlen auf die Erdatmosphäre treffen. Der Zyklus hat zu einer ganzen Serie von dramatischen Klimaänderungen geführt, von der Mittelalterlichen Warmzeit bis zur Kleinen Eiszeit.

Das IPCC seinerseits hat verkündet, dass die Sonne nicht der treibende Faktor hinter irgendeiner großen Klimaänderung sein kann, weil die Solarstrahlung zu klein sei. Jedoch hat das IPCC nicht andere solare Variationen berücksichtigt, die die solare Strahlung verstärken könnte. Auch hat das IPCC in seinen berühmten Computermodellen nicht die Erkenntnisse aus der Mittelalterlichen Warmzeit (950 bis 1200 n. Chr.), der Römischen Warmzeit (200 v. bis 600 n. Chr.) oder die großen Warmzeiten des Holozäns zwischen 6000 und 8000 v. Chr. berücksichtigt.

Das IPCC wollte die Sonne als Klimafaktor offensichtlich verwerfen – um Raum zu schaffen für einen CO2-Faktor, der nur zu 22% mit den Thermometeraufzeichnungen der Vergangenheit korreliert. Korrelation ist nicht Kausalität – aber das Fehlen einer CO2-Korrelation ist tödlich für die IPCC-Theorie.

Henrik Svensmark vom Danish Space Research Institute fügte der Klimazyklusgeschichte ein weiteres Kapitel hinzu, unmittelbar bevor unser Buch veröffentlicht worden ist. Sein Nebelkammerexperiment zeigte, dass natürliche kosmische Strahlen sehr schnell eine große Menge kleiner „Wolkensamen“ erzeugten, wenn unsere Mischung atmosphärischer Gase mit ultraviolettem Licht bombardiert wurde. Da Wolken oft etwa 30 Prozent der Erdoberfläche bedecken, kann eine moderate Änderung der Wolkenbedeckung eindeutig den Erwärmungs-/Abkühlungszyklus erklären.

Svensmark wies auf den gigantischen “Sonnenwind” bei einer aktiven Sonne hin  – der in der Folge viele der kosmischen Strahlen blockiert, die sonst auf die Erdatmosphäre treffen würden. Schwächelt die Sonne, wird auch der Sonnenwind schwächer. Vor Kurzem hat das US Solar Observatory eine sehr lange Periode einer „ruhigen Sonne“ bekannt gegeben und eine Abkühlung für die nächsten 30 Jahre prognostiziert.

Im vorigen Jahr bestätigte ein anderes Experiment an der dänischen University of Aarhus mit einem Teilchenbeschleuniger in vollem Umfang Svensmarks Hypothese: Kosmische Strahlen führen zu verstärkter Wolkenbildung und damit zur Abkühlung der Erde.

Das CERN-Experiment ist dazu ausersehen, die Svensmark-Theorie einem grundlegenden Test zu unterziehen. Es ist dabei bezeichnend, dass der Leiter des CERN, Rolf-Dieter Heuer, gerade der Zeitung „Die Welt“ gesagt hat, dass er seinen Forschern verboten hat, die zu erwartenden Ergebnisse zu „interpretieren“. Mit anderen Worten, der Bericht von CERN wird eine „nur die Tatsachen nennende“ Liste der Ergebnisse sein. Diese Ergebnisse müssen Svensmark stützen, sonst hätte Heuer niemals  eine so harte Anordnung bzgl. eines so wichtigen Experiments getroffen.

Bleiben Sie dran!

Weiterführend auch Nigel Calder zu CERN hier

Dennis Avery Most recent columns

Dennis T. Avery ist führendes Mitglied am Hudson Institute in Washington.  Er ist Direktor von Global Food Issues cgfi.org. Zuvor war er leitender Analyst beim State Department.

Seine e-mail-Adresse: letters@canadafreepress.com

Link:  http://canadafreepress.com/index.php/article/38627

Beide Beiträge übersetzt von Chris Frey für EIKE