Märztempera­turen in Deutsch­land – neuer­dings ohne Erwärmungs­trend

Schlehen, 1.April. Noch keine Blüte. Das ist ein leicht verspäteter Frühlingsbeginn am Beobachtungsstandort. Foto Kowatsch

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe
1989 gab es beim Märzen einen Temperatursprung. Seitdem wird er wieder leicht kälter. Größere Unterschiede bestehen zwischen den Stationen wegen des Wärmeinsel-Effekts (WI)

Am 30. März gab der Deutsche Wetterdienst die vorläufige Märztemperatur 2021 für seine etwa 1900 Stationen in Deutschland bekannt: Mit etwa 4,6 C war dieser Monat deutlich kühler als der letztjährige und kühler als 2019. Er liegt genau auf dem Schnitt der neuen Vergleichsperiode 1991 bis 2020

Zunächst fragen wir uns, wo ist dieser 2021-er März innerhalb der DWD-Reihe seit 1881 einzuordnen.

Abbildung 1: Seit 1881 ist es laut Trendlinie in Deutschland wärmer geworden.

Man muss wissen: Die Wetterstationen des Reichswetterdienstes im Kaiserreich standen an viel kälteren Plätzen als die heutigen DWD-Wetterstationen. Das hat Gründe:

Die Wetterstationen versorgten damals die bäuerliche und forstwirtschaftlich tätige Landbevölkerung mit Daten über Anbau und Wachstum. So macht es einen wesentlichen Unterschied aus, ob sich die Wetterstation bei einem Forsthaus am Waldrand einer damaligen kleineren Stadt befand und heute an der Landebahn des Großflughafens. Vielfach wurden die einst ländlichen Stationen von dem Auswuchern der Städte und Ansiedlungen einfach „geschluckt“. Setzt man die Thermometer an wärmere Plätze oder wird die Umgebung einer Wetterstation durch menschlichen Einfluss wärmer gemacht, wird mehr Temperatur gemessen. Der Wärmeinseleffekt der heutigen Orte hat einen hohen Anteil an der Steigung der Trendlinie

Für die obige Grafik 1 sei noch erwähnt, dass die Daten bis 2013 die ehemaligen Originaldaten von 1881 bis 2013 sind, wie sie bis 2013 beim DWD zu finden waren. Dies ist insofern wichtig, weil der DWD aus irgendwelchen Gründen seine Statistikwerte nachträglich ändert. So wurden irgendwann in den letzten 7 Jahren die Anfangswerte des Monates März i verändert, der Trick ist einfach: die Werte ab 1881 wurden bis in die 50er Jahre hinein einfach um ein bis zwei Zehntel kälter gemacht, so dass die Erwärmungs-Trendlinie des DWD auf seiner homepage etwas steiler verläuft als die unsrige.

Betrachtet man die Regressionslinie der Grafik 1 genauer, so erkennen wir in dem jährlichen Auf und Ab keineswegs eine allgemeine leichte Zunahme. Wir führen die Erwärmung somit auf einen natürlichen Anteil seit 1881, aber auch auf einen menschengemachten Anteil zurück, den wir Wärmeinselerwärmung (WI) nennen. Vor allem die ersten 50 Jahre gehören noch zur natürlichen Erwärmung nach 1850, dem Ende der kleinen Eiszeit.

Ab 1900 bis heute erkennen wir zwei Teile im Temperaturverhalten:

  1. Der Zeitraum 1901 bis 1988
Abbildung 2: 88 Jahre lang gab es bei den Märztemperaturen überhaupt keine Erwärmung, trotz steigender Bebauung und Verstädterung Deutschlands. Die Trendlinie ist sogar leicht fallend.
  1. Der März-Temperatursprung 1988 auf 1989 in Deutschland
Abbildung 3: Durch einen Temperatursprung innerhalb eines Jahres wurde der März seit 1989 bis heute um 1,5 C wärmer. Innerhalb des Betrachtungszeitraumes sinken die Temperaturen allerdings wieder leicht.

Um den März-Temperatursprung von 1988 auf 1989 besser erkennen zu können, legen wir beide Grafiken nebeneinander.

Der Temperatursprung des Monates März vor 33 Jahren tritt bei allen deutschen Stationen auf, er beträgt etwa 1,5 Kelvin. Dieser Temperatursprung hat nichts mit CO2 zu tun sondern mit natürlichen Ursachen und ist mit der Umstellung der Großwetterlagen-Häufigkeit in Mitteleuropa zu erklären. Der März ist nämlich der einzige Monat des beginnenden Frühjahrs, welcher stark von der NAO beeinflusst wird (tendenziell mildere Märzen mit viel Westwetter bei hohen NAO-Werten). Zwei Grafiken veranschaulichen das unterschiedliche Temperaturverhalten des ersten Frühlingsmonats seit 1881 und den Zusammenhang zur NAO:

Abbildungen 4a und 4b: In Deutschland weist der März seit 1881 drei Verhaltensphasen auf: Eine erste Erwärmungsphase, die man als das Ende der „Kleinen Eiszeit“ interpretieren kann, von 1881 bis 1938; damals stieg die CO2-Konzentration nur wenig. Danach eine längere Phase der Stagnation bis etwa 1988. Mit dem „Klimasprung“ Ende der 1980er Jahre dann eine dritte, sehr milde Phase, in der es sich aber wieder geringfügig abkühlte, obwohl die CO2-Konzentrationen da am stärksten weiter gestiegen sind (oben, 4a). Man erkennt eine grobe Übereinstimmung der Märztemperaturen mit den NAO-Werten (unten, 4b). Unmittelbar nach dem Klimasprung traten die höchsten, je beobachteten NAO-Werte auf; der Korrelationskoeffizient zwischen NAO und Märztemperaturen beträgt +0,63 und ist signifikant. Der NAO-Index wurde zur besseren Darstellung in einer Grafik um 1,5 angehoben; Verlauf und Trend ändern sich dadurch nicht.

Keinesfalls kann Kohlendioxid diesen Temperatursprung ausgelöst haben, denn bei Wetterstationen in anderen Erdteilen tritt er nicht auf, obwohl auch dort die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre zugenommen haben.

Kein Temperatursprung in den USA:

Abbildung 5: Bei der Dale-Enterprise Weather Station in Virginia gab es seit Aufzeichnungsbeginn 1880, anders als in Deutschland, praktisch keine März-Erwärmung, und die seit 1900 begonnene leichte Abkühlung setzt sich auch über 1988 hinaus weiter fort. Die zwei wärmsten Märzen liegen dort mit 1921 und 1945 schon sehr, sehr weit zurück.

Fassen wir zusammen: Nach dem Ende der Kleinen Eiszeit um 1900 wurde der März in Deutschland bis heute nicht kontinuierlich wärmer wie die Trendlinie irrtümlich suggeriert, sondern am Anfang und dann nach 1988 durch einen Temperatursprung.

Betrachtung der letzten 33 Jahre:

Bei der folgenden Betrachtung teilen wir auf in eine Station mit geringem WI-Anteil, dem DWD-Deutschlandmittel und einer Station mit großem WI-Anteil.

  1. Wärmeinselarme Station.

Die Wetterstation Amtsberg, im kleinen Teilort Dittersdorf. Laut Aussage des Stationsleiters steht seine Wetterstation unverändert am selben Fleck im Vorgarten und auch die Umgebung seines Hauses habe sich in dem kleinen Teilort wenig wärmend durch weitere Bebauung verändert. Es handelt sich somit um eine Wärmeinselarme Station.

Abbildung 6: Bei der wärmeinselarmen Station Amtsberg wird der Monat März seit über 33 Jahren deutlich kälter und das trotz deutlicher Zunahme der CO2-Konzentrationen der Atmosphäre. Die fallende Trendlinie ist das Gegenteil einer behaupteten CO2-Erwärmung.

b) Die 1900 DWD-Stationen mit einem mittleren WI-anteil

Grafik 7: Leider fehlt diese Grafik auf der Homepage des DWD über den März, denn sie zeigt, dass es seit gut drei Jahrzehnten keine Erwärmung gibt. Im Gegenteil. Der März wird deutschlandweit seit 1989 eher kälter, obwohl ausgesprochene Wärmeinselstationen in den Städten und im sich ausbreitenden Speckgürtel der Städte den Mittelwert erhöhen.

c) Eine DWD-Wetterstation mit jährlich steigendem WI-anteil: Die Station Hof (Land)

Diese DWD-Wetterstation liegt westlich des Stadtrandes von Hof, jedoch inmitten eines wachsenden Gewerbegebietes in unmittelbarer Nähe einer inzwischen vierspurig ausgebauten Bundesstraße. Da der Verkehr stark zunehmend ist, insbesondere der LKW-Verkehr, erfasst das Thermometer natürlich die warmen Auspuffgase mit. Die Trendlinie des Monates März wird sich bei weiterem Ausbau und der weiteren Landschaftsversiegelung noch bald zu einer leichte steigenden ändern.

Grafik 8: Der Monat März im Gewerbegebiet Hof zeigt überhaupt keinen Trend. Solche Stationen mit wachsendem WI-Effekt sind fast die Regel bei den DWD-Stationen. Es handelt sich um eine menschenerzeugte Frühlingszusatzerwärmung, die nicht auf CO2 zurückzuführen ist..

Beide Wetterstationen Hof und Amtsberg sind nur 90 km voneinander entfernt, also durchaus benachbarte Stationen. Die DWD-Station Hof liegt höher als die Station Amtsberg. Aufgrund der deutlichen Märzabkühlung in Amtsberg waren die Märztemperaturen 2020 und 21 in beiden Orten bereits ähnlich. Hof ist auch eine der wenigen DWD-Stationen, bei welchen der März 2021 über dem neuen eigenen Vergleichsschnitt von 2,9 C liegt.

Wir stellen fest: Nicht nur der Januar und Februar, sondern auch der Monat März wurden in den letzten 33 Jahren in den ländlichen Gebieten bzw. an den wenigen wärmeinselarmen Standorten kälter. Die angeblich problematische Klimaerwärmung fehlt und die Behauptung des immer früheren Frühlingsbeginnes fehlt somit gleichfalls. Die ländlichen unbebauten Gebiete machen etwa 85% der BRD-Flächen aus, aber just diese größere freie Fläche hat zu wenig Wetterstationen. Der DWD erfasst die Temperaturen dort, wo die Menschen leben und arbeiten und das sind nun einmal die Wärmeinseln. Im Kaiserreich war es genau umgekehrt.

Somit hat auch das angebliche Treibhausgas Kohlendioxid gar keine oder kaum eine Erwärmungswirkung. Wir fanden bei den ersten drei Monaten im Jahr übereinstimmend einen Temperatursprung Ende der 1980er Jahre. Seitdem überwogen die Faktoren der Klimaabkühlung im Winter und Vorfrühling.

Wärmer wurden seit dem „Klimasprung“ von 1988/89 das Sommerhalbjahr und der Spätherbst, was überwiegend der stark zunehmenden Sonnenscheindauer und WI-Effekten sowie häufigeren Südlagen geschuldet ist. Sollte CO2 einen nennenswerten Einfluss auf die Temperaturen haben, dann kann es bei den wärmeinselarmen Stationen in den ersten drei Monaten nicht abkühlend wirken und in den Sommermonaten erwärmend.

Freie Naturflächen: Dabei erwärmt der Mensch das Klima auch in der freien Natur mit neuen Verkehrstrassen, Trockenlegung der Landschaft, der Erstellung von großflächigen Fotovoltaikanlagen und Windrädern. All das heizt außerhalb von Ansiedlungen die einst freie Landschaft auf. Durch die inzwischen über 30.000 Windkraftanlagen sowie die dunklen, mit 90°C heizenden Solarpaneele und den damit verbundenen Stromnetzausbau gelangt immer mehr Wärme auch in die bisher ungestörte freie Landschaft. Die neuen Leitungen können bis zu 200°C heiß werden. Damit wird der Überschussstrom in die Landschaft geheizt. Wo das nicht reicht, werden in Umspannwerken zusätzlich Drosselspulanalgen zur Verheizung der Spannungsspitzen und des Stromüberschusses eingebaut; wir Verbraucher zahlen diesen Energiewende-Irrsinn; außerdem verenden an den Windturbinen Milliarden von Insekten – pro Tag. In Deutschland gibt es nicht nur Wärmeinseln, aus denen die Kälte heraus geheizt wird, sondern ganze Regionen sind zu Wärmeregionen geworden, und der Trend hält an. Die Drainier- bzw. Trockenlegungswut hat inzwischen die Wälder erreicht. Kurzum: Wäre alles so geblieben wie vor 35 Jahren, dann wäre die DWD- März-Trendlinie ebenso deutlich fallend wie Amtsberg, Zeitz oder Rosenheim ect.

DWD-Wetterstation Wolfach im Südschwarzwald, Kinzigtal, 290 m Meereshöhe. Die Wetterstation liegt seit 16 Jahren außerhalb von Wolfach. Laut DWD haben Stationsverlegungen innerhalb einer kurzen Distanz keine Auswirkungen auf die Erfassung, die Daten wären homogenisert, behauptet der DWD. Mag sein, jedoch hat dies wohl wenig Wirkung. Wir erleben in diesem Falle einen umgekehrten WI-Effekt. Obwohl in unmittelbarer Nähe beim neuen Standort eine neue Umgehungsstraße als Zusatzerwärmung vorbeiführt überwiegen deutlich die Faktoren der standortbedingten Abkühlung. Aber auch solche DWD-Wetterstationen wie Wolfach, Freiburg und Mittenwald sind ein Beweis, dass der anthropogene WI-effekt gewaltig ist im Vergleich zum nicht messbaren CO2-Effekt der Klimakirche, falls es diesen überhaupt geben sollte. Trotz des Temperatursprunges im Jahre 1989 ist die Märztrendlinie von Freiburg seit 50 Jahren eine Gerade.

Die erfolgreichste Abhilfe der Politik gegen die propagierte Erwärmung wäre somit: Keine CO2-Steuer, sondern eine Stationsverlegung an ähnliche Plätze wie vor 140 Jahren.

Abbildung 9: Wolfach zeigt eine deutliche, fast schon beängstigende Märzabkühlung in den letzten 33 Jahren, ebenso wie Freiburg.

Mehr Märzkälte seit 1989 bedeutet logischerweise auch einen verspäteten Frühlingsstart der Vegetation in der freien Natur. Die Februar- und Märzblüher sind seit über 35 Jahren verspätet, sogar die Forsythienblüte mitten in Hamburg (hier),

Nur merken das die Computer-Erwärmungs-Verkünder in ihren beheizten Zimmern nicht. Sie sind keine Naturbeobachter und schon gar keine Naturschützer. Sie fallen lediglich durch ihre vielen Weltreisen auf. Was sie messianisch anderen verkünden und uns damit drangsalieren, nämlich die weltweite CO2-Reduzierung, gilt für sie selbst nicht. Beispiel Herr Resch von der deutschen Umwelthilfe.

Ein wesentlicher Grund der aktuellen leichten Märzabkühlung Mitteleuropas – die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen

Die Objektive Wetterlagenklassifikation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt seit 1980 vor und erlaubt Rückschlüsse, wie die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen die Temperaturen beeinflussen. Im März ist unter anderem das Wetterlagen-Cluster der antizyklonalen Lagen in den unteren Luftschichten (950-hPa-Niveau) besonders mild; Näheres zur objektiven Wetterlagenklassifikation hier.

Im Folgenden seien die Häufigkeitsverhältnisse dieser Lagen seit 1989 im Vergleich zu den Märztemperaturen gezeigt:

Abbildung 10: Weil sich die Häufigkeit der in den unteren Luftschichten (950-hPa-Niveau) antizyklonalen Wetterlagen seit 1989 kaum änderte, änderten sich auch die DWD-Märztemperaturen kaum. Märzen mit Häufungen derartiger Lagen (1990, 2012 und 2017) fielen besonders mild aus. Zur besseren Darstellung in einer Grafik musste die Wetterlagen-Häufigkeit in Indexwerte umgerechnet werden (realer Wert durch 2,5 dividiert).

Auch langfristig lässt sich der Klimasprung 1989 gut anhand der Häufigkeitsverhältnisse der im März relativ kühlen Nord- und Ostwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY erkennen:

Abbildung 11: Anders als bei der Objektiven Klassifizierung, liegen die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nach HESS/BREZOWSKY seit 1881 vor. Noch nie gab es so wenige im März meist noch kalte Nord- und Ostlagen, wie im Zeitraum 1989 bis 2020 (Daten 2021 noch nicht vollständig vorliegend). Auch diese Tatsache erklärt, warum der März in den vergangenen, gut drei Jahrzehnten meist sehr mild war; bei genauer Betrachtung zeigt sich nach 1989 aber wieder eine geringe Häufigkeitszunahme.

Fazit: In den deutschen Medien werden wir keine Grafiken des Monates März finden. Wohl aber wird in wirren Worten das Lied von der bedrohlichen Klimaerwärmung gesungen. Es wird Zeit, dass endlich damit Schluss gemacht wird.

Der Monat März in anderen Ländern

Kritiker mögen einwenden, der seit über 30 Jahren fallende deutsche Märztemperaturtrend sei ein Einzelfall. Doch auch in manchen anderen Regionen der Nordhalbkugel stehen, zumindest momentan, die Zeichen eher auf Märzabkühlung. Da die 2021er Werte international noch nicht überall vorliegen, wird im Folgenden teilweise der Zeitraum 1988 bis 2020 betrachtet. Zuerst schauen wir nach Zentralengland:

Abbildung 12: Leichte Märzabkühlung in Zentralengland. Der 2021er März verlief dort, anders als in Deutschland, etwas milder. Auch in England gibt es merkliche WI-Effekte, welche die Abkühlung vermindert haben.

In Nordamerika bietet sich ein Vergleich der WI-belasteten Bundeshauptstadt Washington mit dem etwa 100 Km entfernt liegenden, sehr ländlichen Wetterstation Dale Enterprise an:

Abbildung 13: WI-Erwärmung in Washington, Abkühlung im ländlichen Dale Enterprise beim Monat März. An beiden Standorten sind im Betrachtungszeitraum die CO2-Konzentrationen gleich stark gestiegen. Somit zeigt auch diese Grafik, dass der menschenerzeugte Wärmeinselunterschied den wesentlichen anthropogenen Einfluss bei den terrestrischen Stationen darstellt. Eine CO2-Wirkung ist nicht erkennbar; Werte für März 2021 liegen für Washington noch nicht vor. Bei Dale-Enterprise liegt der Märzwert 21 genau auf der fallenden grünen Trendlinie

In Mittelschweden fanden wir die Station Östersund am Ostabhang des Skandinavischen Gebirges und bekannter Austragungsort von Wintersport-Wettbewerben (u. a. Biathlon). Auch dort zeigt sich zumindest aktuell eine minimale März-Abkühlung:

Abbildung 14: Keine Märzerwärmung im Wintersport-Ort Östersund (Mittelschweden). Auch hier fehlen noch die 2021er Daten; doch wird dort der März, ähnlich wie Januar und Februar, eher zu kalt ausgefallen sein.

Zusammenfassung März:

Trotz merklich steigender CO2-Konzentrationen wurde der März in Deutschland und in einigen, klimatisch ähnlichen Regionen der Nordhalbkugel seit 1989 geringfügig kälter. Verschiedenste Wärmeinseleffekte bremsten die Abkühlung in Städten, Siedlungen und an Flughäfen. Nur wachsende Großstädte mit weiter zunehmenden Wärmeinseleffekten merken nichts von der Abkühlung um sie herum. Die Großwetterlagenhäufigkeiten haben ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Märztemperaturen; während die noch schwache Märzensonne, anders als im Sommerhalbjahr, nur einen geringen Erwärmungsbeitrag leistete.

Die einzige erwärmende Wirkung des Menschen auf das Klima ist der immer noch steigende Wärmeinseleffekt. Diese menschengemachte Erwärmung ist leicht in Feldversuchen nachweisbar und wird durch unsere Grafiken bestätigt. Einen Nachweisversuch für die CO2-Erwärmung gibt es nicht. Noch niemand konnte die CO2-Klimasensitivität ermitteln: Das CO2-Erwärmungsmodell ist ein Geschäftsmodell.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gestellt werden.

 

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17 Kommentare

  1. „Mit etwa 4,6 C war dieser Monat…“ Der DWD gibt nun in seinem Datensatz regional averages die März-Temperatur 2021 mit 4,77 °C an. NCEP Reanalysis Surface Air Temperature ergibt 3,08 °C im Bereich 47,5..52,5°N, 7,5..15 °O. Mit NCEP Reanalysis 1000mb Pressure Level Air Temperature erhalte ich für 47,5..52,5°N, 7,5..15 °O eine Temperatur von 5,61 °C. Es ergeben sich also wie erwartet deutliche Differenzen. Überraschenderweise sind die Unterschiede für den Trend 1948- 2021 auch beträchtlich: DWD 0,27+/-0,11 °C/Dek, NCEP Reanalysis Surface Air Temperature 0,14 +/- 0,11 °C/Dek und  NCEP Reanalysis 1000mb Pressure Level Air Temperature 0,16 +/-0,11 °C/Dek.

    • Danke Herr Berberich, der DWD sagt auch immer ausdrücklich bei seiner Erstbekanntgabe, dass er noch nicht alle Daten habe. ( „…nach vorläufiger Auszählung…“)In mein persönliches Achiv, das ich 2013 vom DWD erhalten habe und seitdem weiterführe, habe ich bereits den Schnitt mit 4,8 C eingetragen. Wollen wir hoffen, dass beim April der Temperatursprung vor 15 Jahren auf ein wärmeres Niveau auch im Jahre 2021 weiter anhält.

      • Sehr geehrter Herr Kowatsch, ich erhalte für die Region 47,5..52,5°N, 7,5..15 °O aus CERES-Daten eine mittlere Höhe von 426 m üNN. Die Differenz zwischen den März-Temperaturen (1948-2021) von  „NCEP Reanalysis 1000mb Pressure Level Air Temperature“ und „NCEP Reanalysis Surface Air Temperature“ kann ich erklären wenn ich einen Temperatur-Gradienten dz/dT von -6,2°C/km im März annehme. Da dieser Wert sehr plausibel ist, sehe ich die beiden Reanalyse-Datensätze als konsistent an. Im Zeit-Intervall 1948-2021 ist das DWD-Regional-Mittel um etwa 1,1 °C wärmer als „NCEP Reanalysis Surface Air Temperature“. Ich nehme an dass in die Reanalyse nicht nur die Boden-Stationen eingehen, sondern auch Wetter-Ballon-Daten und viele andere Parameter. So gesehen halte ich die Reanalyse für eine zuverlässigere Datenbasis. Ich vermute dass die Ursache der Differenz der Wärme-Insel-Effekt ist.

  2. „Wie dumm (oder bösartig) halten Sie eigentlich den DWD, dass er dieses grundlegend wichtige Phänomen nicht ernst nimmt and berücksichtigt?“Sehr geehrter Herr Freitag,der DWD gibt bei Anfragen stets selbst zu, dass seine Daten nicht Wärmeinsel-korrigiert sind. Richtig ist, dass er zwar einzelne Stationen, wie etwa München-Stadt, betreibt, um den UHI zu untersuchen – aber das ändert nix daran, dass ein Großteil der DWD-Stationen, so an Flughäfen oder wachsenden Siedlungen oder Gewerbeflächen, mehr oder weniger WI-belastet sind. Nur manchmal, so wie bei Freiburg, Gießen oder Wolfach, gelingt eine Stationsverlagerung in weniger WI-belastete Bereiche. Offenbar haben Sie in den Schulfächern Statistik und Geschichte starke Wissenslücken, denn ein Mittel von nur 10 Jahren, wie das von 2011 bis 2020, ist schon wegen der großen Streuung der Einzelwerte unbrauchbarer, als ein 30ig-jähriges. Und der DWD ist ja auch nur „Erbe“ des Kaiserlichen Wetterdienstes und des „Reichswetterdienstes“ (bis 1945) sowie des Meteorologischen Dienstes der DDR (bis 1990) – mit allen Mängeln dieser „Altlasten-Daten“. Übrigens zeigen auch die NOAA-Daten für den Gitterpunkt Deutschland in der 1000-hPa-Fläche KEINE Märzerwärmung 1988 bis 2021; die Daten können Sie auf den Seiten des Ami-Wetterdienstes finden. Aber als links-grüner Forentroll verschweigen Sie uns das natürlich lieber.

  3. „wenn man eine 30-jährige Glättung“Eine Glättung über 30 Jahre müsste im Jahr 2006 enden. Alles ab 2006 ist dort eine Interpolation und keine Glättung. Herr Rahmstorf glättet auch immer so und schummelt.

  4. Sehr geehrter Herr Kämpfe, Ihre Aussage „aber seit gut 30 Jahren pausiert sie eben.“ hält leider einer Überprüfung nicht stand: https://i.imgur.com/1qQyLEZ.pngFrohe Ostern!

    • Herr Bosse: Unsere Daten sind die Originaldaten des DWD, in den letzten 70 Jahren haben beim März keine Korrekturen nachträglich mehr stattgefunden. Aus diesem Grund ist die Aussage des Herrn Kämpfe vollkommen richtig. Schauen Sie sich unsere drei Grafiken 6,7,8 an: Seit 1989 ist bei den DWD-Deutschlandtemperaturen eine leichte, aber unwesentliche Abnahme, die Herr Kämpfe als gleichbleibend bezeichnet hat. Bei wärmeinselarmen Stationen wie Amtsberg, Zeitz, eine deutlichere Abnahme der Märztemperaturen.  Die Erwärmung seit 1900 bis 2021 entstand allein durch den Temperatursprung von 1988 auf 1989. Ihre Vorschläge und links dienen nur dem Zweck, den Temperatursprung zu verheimlichen, weil ein Temperatursprung nicht durch CO2 erklärt werden kann. In anderen Ländern gab es diesen Temperatursprung beim Monat März nicht. Auch das haben wir im Artikel beschrieben.

    • „Sehr geehrter Herr Kämpfe, Ihre Aussage „aber seit gut 30 Jahren pausiert sie eben.“ hält leider einer Überprüfung nicht stand“

      Sehr geehrter Herr Bosse,

      wir hatten die Originaldaten des DWD (Flächenmittel Deutschland) geprüft,; seit 1988 kein Erwärmungstrend im März. Sie können sich die Daten beim DWD leicht beschaffen (DWD Leistungen, Zeitreihen und Trends).

      • Sehr geehrter Herr Kämpfe, selbstverständlich benutzte ich wie Sie die Originaldaten des DWD. Für die Trendsteigungen ergibt sich dieses Bild:

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        Für kürzere Zeiträume wird der Trend selbstredend „unruhig“ bei großer interner Variabilität (NAO ect.).  Und nein: Nicht „seit 1988 kein Erwärmungstrend mehr“ sondern: ausschließlich für 1988-1990 sehen wir keinen Erwärmungstrend bis 2021. Bei den Jahren davor und danach trifft dies nicht zu. Bei monatlichen Daten in einem relativ kleinen Gebiet wie Deutschland braucht man halt längere Zeiträume um den Trend verlässlich zu bestimmen. Von 1980 an rückwärts ist er hinreichend stabil.

        Beste Grüße

         

    • Sehr geehrter Herr Bosse,

      Ihnen ist (vielleicht) entgangen, dass wir in den 1970ern eine Abkühlungsphase hatten. Niemand bestreitet die langfristige März-Erwärmung; aber seit gut 30 Jahren pausiert sie eben.

      • Seien Sie vorsichtig Herr Kämpfe. Immerhin waren nach den DWD-Daten das letzte Jahrzehnt im März wärmer als die beiden vorhergehenden (4,95 von 2011 bis 2020, die beiden vorhergehenden Jarzehnte 4,3 und 4,7) und auch wärmer als fast alle Jahrzehnte seit langem.  Zu den DWD-Zahlen, insbesondere den Mittelwerten, sollte man noch sagen, dass es sich um gemittelte und korrigierte Daten handelt, welche aus gemessenen Daten errechnet wurden. Verschiedenste Faktoren werden einbezogen beispielsweise auch die Höhe der Stationen. Dass bei solch komplizierten Berechnungen auch mal Korrekturen anfallen, ist verständlich, so auch die Korrektur um ca 1/10 Grad nach unten, die Sie als Versuch einer Fälschung sehen. Sonst würden Sie diese doch nicht einafch wegschieben. Und zu Ihrem Lieblingskind, dem Wärmeinseleffekt der Städte. Es ist abenteuerlich zu behaupten, der DWD ignoriere diesen. Fakt ist, dass der DWD nicht nur viele Stationen in den Städten und auf dem Land sowie auch mobile Sationen extra zum Studium des Wärmeinseleffekts unterhält. Dieser wird in den Daten insofern berücksichtigt, als Stationen aus Städten nach außen verlegt werden. Wie dumm (oder bösartig) halten Sie eigentlich den DWD, dass er dieses grundlegend wichtige Phänomen nicht ernst nimmt and berücksichtigt?

        • Herr Freitag: Bei ihren getätigten Behauptungen müßte ich Ihnen bei vielen Punkten widersprechen, richtig ist lediglich, dass die Daten beim DWD homogenisiert sind, also auf die Fläche umgerechnet. Deshalb werden Stationen innerhalb 2 oder 3 Km einfach versetzt und die alten Daten übernommen. Und schon dann greift die Homogenisierung nicht mehr. Das haben wir am Beispiel der Station Wolfach gezeigt, die Versetzung an den Stadtrand hat eine deutliche März-Abkühlung bewirkt, ebenso wie in Mittenwald oder Freiburg. Der Normalfall ist aber umgekehrt, dass eine einst frei stehende STation von der Bebauung eingefangen wird. Diese stetige anthropogene Zusatzwärme bekommen sie auch bei einer Homognisierung nicht weg. Noch eine Richtigstellung: der DWD unterhält überhaupt keine Stationen zum Wärmeinseleffekt, sondern zum UHI-Effekt. Nur der UHI-Effekt ist messbar, weil 2 verschiedene Stationen in der Gegenwart verglichen werden. Der WI-effekt vergleicht dieselbe Station am Standort von heute mit früher. Also früher am Forsthaus am Waldrand und heute dieselbe Station unter gleichem Namen am Flugplatz. Um den WI-effekt zu eliminieren müßten Sie dasselbe Deutschland wie vor 100 Jahren parallel schaffen, die Messstationen an die dortigen Standorte verlegen und dann mit dem heutigen Deutschland an den heutigen wärmeren Standorten vergleichen. Das ist eben leider nicht möglich.

          Dann: „wie dumm oder bösartig halten Sie eigentlich den DWD, dass er… Dazu eine persönliche Antwort des DWD an mich: „Wir messen die Temperaturen von heute bei den heutigen Stationen und vergleichen mit früher. Da kommt nun mal eine Erwärmung heraus. Diese zu interpretieren ist nicht die Aufgabe des DWD.“

          Herr Freitag, vor 10 Jahren als wir die Problematik zum ersten Male beschrieben haben, hatten wir ähnliche Äußerungen damals von einem Herr Baecker oder Herr Innerhofer. Sie dürfen nicht so leichtgläubig sein und hier einfach aus einer Gutgläubigkeit heraus etwas uns mitteilen wollen. Wir haben uns inensivst mit der Thematik seit vielen Jahren befaßt. Fazit: 1) Die Temperaturdaten des DWD sind überhaupt nicht wärmeinselbereinigt. 2) Die Daten sind homogenisiert, aber diese Homogenisierung ist völlig unzureichend, siehe Freiburg, Wolfach, Mittenwald.

        • >> Dass bei solch komplizierten Berechnungen auch mal Korrekturen anfallen, ist verständlich<<

          Was ist denn an der simplen Mittelung von gemessenen Daten kompliziert?

          >> Dieser wird in den Daten insofern berücksichtigt, als Stationen aus Städten nach außen verlegt werden.<<

          Meßdaten aus Städten sind nicht brauchbar. Und die von Flughäfen & Co ebensowenig. Ich empfehle mal sich die Meßstation Lübeck-Flughafen anzuschauen. Desweiteren sind die Stationen an Flüssen und in Städten erstklassig. Man schaue sich die Stationen Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg an.

          Desweiteren sind nur technische Meßfehler zu korrigieren. Und die gibt es eigentlich an den simplen weißen hölzernen Meßboxen nicht. Fehler fabrizieren die winzigen elektronischen Meßdinger der Neuzeit. Wer die alte Meßtechnik ändert, der hat nicht mehr alle Tassen im Oberstübchen.

        • Herr Freitag, ihr weiterer Punkt: „..Berechnungen auch mal Korrekturen anfallen, ist verständlich, so auch die Korrektur um ca 1/10 Grad nach unten, die Sie als Versuch einer Fälschung sehen…“

          Angenommen Sie hätten mit ihrer Vermutung ins Blaue recht, dann müßte so eine Korrektur alle Monate betreffen und nicht nur den März und teilweise den Februar. Was Sie aber noch gar nicht verstanden haben, ist: dass der DWD beim Monat März in die falsche Richtung korrigiert hat. Um den WI-effekt aus den deutschen Datenreihen seit 1881 zu korrigieren, müßten Sie entweder die ersten 70 Jahre nach oben korrigieren oder die letzten 70 Jahre nach unten. Die Wetterstationen standen  zu Zeiten des Deutschen Reiches an viel kälteren Plätzen als heute, außerdem galten andere Mess- und Erfassungsvorschriften der Tagestemperaturen. Herr R. Leistenschneider hat bislang als einziger  für die DWD-Jahrestemperaturen einen Korrekturvorschlag gemacht, nach dessen Formel ich in meinem Archiv die DWD-Jahrestemperaturen der letzten 70 Jahre für mich privat nach unten korrigiere. Ergebnis: Das Jahr 2020 hätte man mit denselben Stationen an denselben kälteren Orten wie im Kaiserreich nicht mit 10,4 C, sondern nur mit 9,1 C ermittelt.  Eine andere Möglichkeit der Korrektur wählen wir – Kowatsch/Kämpfe in unseren Artikeln. Es gibt nur sehr wenige Stationen in Deutschland, bei welchen die Wetterstationen noch so ähnlich stehen wie vor 30 bis 40 Jahren, also nahezu unverändert. (Amtsberg, Zeitz). Wir nennen Sie wärmeinselarme Stationen. So können wir wenigstens bei EIKE den Lesern die  Temperaturverläufe bei fast unveränderter Umgebung einer Station über die letzten 40 Jahre zeigen. Und wie erwähnt: Der Märztemperatursprung 1988/89 um ein gutes Grad findet sich auch bei den Wärmeinselarmen Stationen. Nun vergleichen Sie bitte selbst im Artikel die Grafik von Amtsberg und von DWD-Deutschland seit 1989 bis heute, der unterschiedliche Verlauf ist ein Maß für die Größe des WI-effektes in den deutschen Märztemperaturreihen seit 1989.

          • Herr Freitag, nun ihre letzter Punkt: Stationsverlegung und Höhenunterschiede. Bitte nennen Sie mir eine Station, bei welcher der DWD nach der Versetzung einer Station die Höhenunterschiede in den Datenreihen berücksichtigt hätte.

            Doch das was wir in den Kommentaren ansprechen sind kleine Nebenkriegsschauplätze: Der Artikel sollte zeigen: Der März hat nahezu 100 Jahre keine Erwärmung, dann erfolgt ein Temperatursprung 1989, danach wieder keine Erwärmung auf dem nun allerdings höheren Temperaturniveau mehr.

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