Klimarettung mit Wasserstoff-LKW?

Von Raquel Baranow - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78169189

von AR Göhring

Ein US-amerikanisches Pendant zu Tesla, ebenfalls nach dem großen Elektropionier, „Nikola“, benannt, will für den europäischen Markt einen Brennzellen-Laster anbieten. Das Modell „Tre“ soll angeblich 1.200 km Reichweite haben.

Der Tre besitzt eine Brennstoffzelle zur Wassersynthese aus H2 und Sauerstoff mit einer Leistung mit 120 Kilowatt, die einen bordeigenen Akkumulator mit 800 Volt aufladen kann. Zudem soll das Modell ohne Mensch am Steuer mit Rechner gefahren werden können. 2019 hatte das Unternehmen schon Vorbestellungen im Wert von elf Milliarden Dollar erhalten und will ab 2022 in Europa in Serie bauen. 2030 soll ganz Europa mit Wasserstoff-Tankstellen ausgerüstet sein, die das norwegische Unternehmen Nel Hydrogen einrichten soll.

Sind die Angaben realistisch? Wahrscheinlich nicht – die Reichweite europäischer E-Autos wird ja grundsätzlich zu hoch angegeben. Das wissen die Spediteure natürlich auch. Warum bestellen sie dann einen Tre? Wahrscheinlich locken steuerliche Vorteile oder ausbleibende Strafzahlungen, wenn man Teile der Flotte auf Elektro umstellt. Hat dann ein Logistiker einen Tre auf dem Hof stehen, wird wohl getestet, wie weit der Laster in welcher Richtung tatsächlich kommt und dann für Kurz- oder Mittelstreckentransporte eingesetzt.

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30 Kommentare

  1. Warum muss das alles so sein? Wegen einer Hypothese, dass CO2 unser Klima verändert. Einmal ist eine Erwärmung nicht nachteilig, Probleme hatte die Menschheit nur, wenn es kälter wurde. Die Warmzeiten aber, waren immer Hochzeiten der Menschheit und bis zum Ende der letzten Kaltzeit, war der CO2 Anteil gefährlich nah bis zum zum Absterben aller Pflanzen. Wie ist es möglich, dass die ganze Welt, ganz vorne Deutschland, einer unbewiesenen Hypothese nachläuft? Die Temperaturen im Holozän mit Warm- und Kaltzeiten, widersprechen dieser Hypothese, weil kein Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur zu erkennen ist. Erst mit der Industrialisierung, am Ende der letzten Kaltzeit, stieg der CO2 Anteil in der Atmosphäre.

  2. Nun ja, ich verstehe wenig vom Thema.   
    Aber die Firma neben mir, die ist in das Thema invoviert. 
    Sie haben mit Ventiltechnik usw. zu tun.     
    Bei Wasserstoffahrzeugen wird im Motoren-System teils mit Dücken von über 800 Bar gearbeitet, da gibt es auch rein Teschnisch noch viel Entwicklungsarbeit zu erledigen.     
    Ich habe dem Chef der Firma schon mehrmals zugehört, also die Probleme sind noch sehr gross.     
    Bis diese Fahrzeuge sicher und Problemlos ihre Million Km schaffen, ist noch ein langer Weg.     
    Ein Wasserstofftank wäre da aber kaum das Problem, denn auch wenn der bei einem Umfall beschädigt wird, gibts eine Stichflamme und nach 30 Sekunden ist die Sache ausgebrannt.   
    Aber Betriebsdrücke von 800 Bar…… diese Drücke müssen geschaffen werden…. mit einer Kompressortechnik ….. mit Schraubenkompressoren, Ventilen usw. ???   
    Also dieser Fachmann für das Thema sieht da noch sehr grosse Herausforderungen.    
    Vermutlich werden diese fahrzeuge ganz einfach unzuverlässig sein, viele Probleme haben….. bis die gelöst wurden.   
    Ob das in den paar Jahren schon so sein wird…. ich bezweifle es.

  3. Superidee, das auf dem Essener Baldeneysee verkehrende Brennstoffzellen -Schiff, das seinen Wasserstoff mit hilfe einer kleinen Chemieanlage aus mitgeführtem Methanol gewinnt, nun auf Räder zu sellen! Dem Injeniör ist nix zu schwör !Wieviele Tonnen mögen diese chinesischen Wasserstoff- LKWs wohl wiegen ? 

  4. Wie konstatierte doch Abraham Lincoln?Man kann einen Teil der Leute (ohne Hirn) die ganze Zeit täuschen, und (fast) alle Leute eine gewisse Zeit lang, aber man kann nicht alle Leute alle Zeit täuschen.Einfügungen in Klammern nicht von Mr. Lincoln.Wenn wir in knapp 6 Monaten nur einen Hauch von Grün und deren Nachläufern wählen, werden wir dermaßen auf die Schnauze fallen, dass wir Jahrzehnte brauchen, wieder auf den Stand der heutigen Zeit zu kommen. Diese Leute werden uns in den nächsten 4 Jahren ins letzte Jahrhundert zurück katapultieren.Leute, Ihr starrt auf die Zuwächse der Grünen wie das Kaninchen auf die Schlange, vorneweg alle Politiker nichtgrüner Parteien, die buchstäblich bereit sind, sich mit den Grünen ins Bett zu legen und sich damit, nur um ihre eigenen Pfründe zu erhalten,  an der Zerstörung dessen zu beteiligen, das wir an Sicherheit und Wohlstand seit dem Ende des Krieges erreicht haben,.Aber diese Politiker sind nicht die Wähler, sie sind im Gegenteil von den Wählern bestellt und beauftragt, in deren Interesse zu handeln.Wie soll man nun wählen, wenn man klar erkennen muss, egal wen man wählt, man wählt grüne Ideologie und grüne Diktatur.Aus meiner Sicht gibt es ganz nüchtern betrachtet nur eine Konstellation die in vollem Umfang erhalten kann was wir haben, sofern die betreffenden Parteien, bzw. deren führende Köpfe es fertig bringen, mit kühlem Verstand über eigene Schatten zu springen:Es sind die SPD und FDP, als Repräsentanten der Schichten von Wählern, die zusammen erst geschaffen haben, was wir heute besitzen. Sie sind die eigentlichen und idealen Partner. Voneinander abhängig und aufeinander angewiesen. Dass, wie in einer guten Ehe, man bei Meinungsunterschieden auch einmal streiten muss, gehört zu einer Demokratie. Aber wenn’s um die Wurst geht, sollte man zusammenhalten.Wenn die Beiden sich zusammentun, in den wenigen Monaten die uns noch bleiben, mit aufeinander abgestimmten Wahlprogrammen ihr Wahlvolk voll zu mobilisieren und solcherart noch viele Wähler dazu zu gewinnen, die wirklich nicht mehr wissen, wem sie denn guten Gewissens ihre Stimme geben könnten, dann hielte ich es für möglich, gemeinsam die absolute Mehrheit zu erringen. Dann, und nur dann müssen die Grünen fragen, bei wem sie mitspielen dürfen.Alors, liebe Oberen von SPD und FDP, setzt Euch zusammen, packt’s an. Es ist 5 vor 12.

    • @ Schmid……

      SPD / FDP ……… wie kann man nur ?

      Haben sie nicht mitbekommen wie gerade diese beiden Parteien versagt haben ?

      Nein, alle Parteien haben versagt, alle sind sie im Sumpf der heutigen Deutschen Politik untergegangen, zur Unkenntlichkeit deformiert worden.

      Demokratie war in Deutschland immer nur Rudeimentär vorhanden, aber nun habt ihr nicht mal mehr eine Politik die euer Grundgesetz verteidigt, alles ist nur noch Knetmasse.

      Nur die AfD wäre eine Alternative, aber die wird gerade durch Typen wie Meuthen auf Systemkonformität getrimmt……. bis sie im selben Sumpf wie die andreren schwimmt und  nicht mehr zu erkennen ist.

      In Deutschland kann man es nur noch mit der AfD versuchen.     Wenn die sich aber selber unterminiert und Leute, die in ihrem Bundesland 20% Erfolge erzielten, abserviert, ……. haben Sie nichts mehr.

      Deutschland kann dann nur noch Bedeutungslos werden, wird zum 2.Weltstaat absinken….. zum  Hanswurstland.

      Ich bin Schweizer,  aber ich lese den Blog „Kalte Sonne“ nicht mehr.

      Diese Dummköpfe dort hatten nichts besseres zu tun als sich wegen einer Schimäre von der AfD zu distanzieren.

      Mann kann zwar von Klima etwas verstehen, trotzdem aber ein Dummkopf sein.

      „Besser schweigen und als Narr scheinen, den reden und es bestätigen“

      Da gilt auch für EIKE in der Sache……

      • @ Walter Roth, der geistig wohl noch immer im „1.Weltstaat“ stecken geblieben ist. Ich, der ich diesen zu meinem Leidwesen selbst erlebt habe, glaubte wirklich, dass wir „Deutschland, Deutschland über alles …“ hinter uns gelassen hätten. Sie zeigen mir, dass es noch immer zu viele davon gibt. Oder sind Sie ein NeoNazi? Das wäre ja noch schlimmer. Sie würden etwas heraufbeschwören, von dem Sie nicht die geringste Vorstellung haben.

         

        • Ich gebe Herrn Roth vollkommen recht. Bei Ihnen allerdings, Herr Schmidt, stelle ich eine gewisse Inkonsequenz fest: zum Einen scheinen Sie ja auch nicht den mainstream-medien das Märchen des durch den Menschen mittels CO2 verursachten Klimawandels zu glauben, zum Anderen nehmen sie diesen Medien aber jegliche faktenbefreite Äußerung über die AFD (pöhse Neonazis) ab. Glauben Sie wirklich, wenn gewisse Zeitungs- und Rundfunks-Propagandisten zum einen Thema (Klimaerwärmung) bewußt Unwahrheiten verbreiten, würden bei einem anderen Thema (AFD) jetzt plötzlich die Wahrheit sagen?

          Ja, wirklich? Na dann viel Spaß bei der morgigen Ostereier-Suche, die der leibhaftige Osterhase in Ihrem Garten oder wo auch immer versteckt hat.

          Nochmals zu Ihnen, Herr Roth, Sie haben vollkommen recht auch was die „Kalte Sonne“ anbelangt. Höchstwahrscheinlich hat man von der Schweiz aus einen etwas objektiveren Blick in diese bekloppte BRD hinein. Ich sage immer: wer auf ARD und ZDF (und Spiegel, SZ, zeit etc.) angewiesen ist, muß auf Dauer geistig verkümmern.

           

          • @R. Hayer Ja, wer des Lesens mächtig ist, ist natürlich im Vorteil. Aber ich erkläre es Ihnen gerne. Ich schrieb, dass die AfD, eine demokatisch gewählte Partei (letzteres eingefügt), für mich nicht wählbar ist, weil sie sich nicht deutlich genug von national-sozialistischem Gedankengut separiert, noch deutlicher, dieses von sich weist. Ich habe jene Zeit am eigenen Leib erfahren und, glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede. Würde die AfD dies tun, hätte sie sofort meine Stimme. Ich bräuchte dann nicht den Versuch unternehmen, 2 Parteien, die eigentlich Partner repräsentieren und mit den Grünen flirten, zu gemeinsamem Handeln zu bewegen, um unermesslichen Schaden von Deutschland abzuwenden, der uns durch grüne Meinungsdiktatur droht. Der Bayer würde jetzt sagen: „host mi …“

    • „Alors, liebe Oberen von SPD und FDP, setzt Euch zusammen, packt’s an. Es ist 5 vor 12.“

       

      Ne, es ist 6 Uhr morgens und Sie sind gerade aufgewacht. Warten Sie noch einen Moment und Sie erkennen daß Sie Blödsinn geträumt haben.

      • @besso keks Hallo Herr Keks, ich war durchaus im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und habe wohl bedacht, was Sie Blödsinn nennen. Würden Sie mir Ihre Einschätzung begründen? Dank im Voraus.

  5. Nikola hat schlichtweg betrogen wie sie jetzt im Nachhinein zugegeben haben. Der Prototyp LKW den sie 2016 als Brennstoffzellen LKW in einem Video fahrend vorgestellt haben ist nur den Berg runter gerollt nicht gefahren. General Motors die noch im Herbst mit 11% bei Nikola einsteigen wollten (dürften so 2 Mrd.  gewesen sein) zogen dann zurück. Ebenso zieht sich Bosch teilweise zurück.  NEL Asa, breit aufgestellt mit führend in Elektrolyse, ist anscheinend noch mit dabei, aber das ist bisher auch kein Gewinnunternehmen. Der Gründer und CEO Trevor Milton musste seinen Posten räumen. Sie wolten, vielleicht wollen sie immer noch, 1000 Wasserstofftankstellen bauen – ohne Geld, d.h. nur mit Aktiengeld, aber das hätte auch nicht gereicht. Mit IVECO in Ulm haben sie jetzt 5 Prototypen LKW aber batteriebetrieben aufgelegt. Dies steht in Konkurrenz zu Tesla. Nikola hatte auch bereits letzten Herbst vor dem großen Absturz der Aktie Tesla, bzw. MItarbeiter von Tesla in Verdacht gehabt den Kurs zu drücken. Kann natürlich auch sein, daß Konkurrenz von Nikola – auch Tesla arbeitet am Batterie LKW – durch Betrugsvorwürfe – die sich Monate später bewahrheiteten – diese dann zum Absturz brachten. Auch hier ist der Markt im Vorfeld hart umkämpft in Anbetracht der Fördermittel die es gibt.Der Wasserstoff LKW Tre ist nicht vor Mitte 2023 geplant und soll mit einer H2 Füllung 805 km weit kommen. Der Two so Mitte 2024 und 1450 km weit. Dann bedürfte es natürlich noch der Tankstellen … Aber Näheres ist von der Firma nicht zu erfahren. Also viel Spekulation.Hier ist ein  Hype entstanden, den man sehr schlecht nach Wahrheitsgehalten abklopfen kann. Momentan tritt aber Ernüchterung am Aktienmarkt ein. Denn : es wird – wenn – noch einige Zeit dauern. Derweil wird wie blöd in der ganzen Welt – Europa steht auch im Kurs – nach Lithium gesucht und gefunden. Und der Preis für Lithium wird nach dem Preisverfall wegen der Nachfrage und der noch geringen Förderung kräftig steigen. Sogar im Rheintal unter dem Rhein soll jede Menge Lithium liegen (das wird die Umweltschützer freuen !!). Allerdings ist man dabei das sehr teure Cobalt (dann fahren die E-Autos ohne Kobolde) gegen Nickel und Mangan zu ersetzen.

  6. Wenn die Diskussion auf Wasserstoff kommt (mein Nachbar ist Tankstellenbetreiber und hält das tatsächlich für die Zukunft) sage ich immer, dass es – überspitzt gesagt – kein freies Wasserstoffatom oder -Molekül auf der Welt gibt. Diese müssen erst erzeugt werden. Dann kommt: „Haben wir in der Schule mit Strom gemacht, ist ganz einfach. “ Wenn man dann aber versucht, über den Wirkungsgrad der einzelnen Schritte und den zu erwartenden Kosten zu sprechen, schalten alle sofort ab. Da wird die Chemie und Mathematik dann zu kompliziert und will es nicht mehr hören. Und genau diese Einstellung und das Wissen haben unsere Politiker auch.

    • „Das BMBF setzt daher auf strategische Partnerschaften mit West- und Südafrika, wo genügend Flächen und Potential für Solar- und Windenergie zur Verfügung stehen, um nicht nur den Energiebedarf vor Ort decken, sondern Energie in Form von Grünem Wasserstoff auch exportieren zu können.“

      https://www.bmbf.de/de/woher-soll-der-gruene-wasserstoff-kommen-11766.html

      Aus West- und Südafrika wird der Wasserstoff dann in großen Mengen nach Deutschland gebeamt und schon sind alle Probleme gelöst …

      Und kosten wird dieser Wasserstoff auch fast nichts, weil Wind und Sonne bekanntlich keine Rechnung schicken, also alles bestens …

  7. Solange „Just in Time“ geliefert werden muss, werden LKW im Liniendienst fahren. Da hat man sowohl die Entfernungen als auch die Strecke mit ihren Tücken (inkl. Wetter) im Griff. Wenn wir genügend Strom zur Verfügung haben, brauchen wir nicht einmal den Umweg über Wasserstoff zu gehen. Mit dem wir dann erst die Akkus laden…(So steht es im Artikel). An der Börse gilt: „Hin und her macht Taschen leer!“ Das können wir ruhig in den Bereich der Energiewandlung übernehmen!

    • >>Wenn wir genügend Strom zur Verfügung haben, brauchen wir nicht einmal den Umweg über Wasserstoff zu gehen.<<

       

      Dann erzählen Sie doch mal womit Sie wann die Stromnachfrage zu je 100% garantieren wollen? Ich war mal im Schwarzwald und konnte mir da die Stromspeicher anschauen. Wieviele von den Dingern wollen Sie denn wo mit welchem Wirkungsgrad errichten?Und welche Strommenge könnten Sie dann in den Dingern speichern?

      • Werter Herr Heinzow, woher bitte nehmen Sie die Aussage, dass ich der Meinung wäre, es gäbe genug Strom? Und woher nehmen Sie die Meinung, dass ich den Strom in Akkus speichern könnte? Ich kann es genauso wenig wie Sie. Sollten Sie den Artikel noch einmal mit Sorgfalt lesen, werden Sie im Text die folgende Passage finden: „… die einen bordeigenen Akkumulator mit 800 Volt aufladen kann…“ Es dürfte Ihnen dann auffallen, dass nicht ich den Strom in Akkus speichern will, sondern die Hersteller dieser LKW. Ich möchte Ihnen entgegenkommen: Je nach Sprachraum, in dem man sich bewegt, verwendet man das Wort „wenn“ im Sinne von „falls“ oder ähnlich. Vielleicht offenbart sich damit auch Ihnen, dass ich kein Freund derartigen Unfugs bin.

         

  8. Es wird niemals einen „Wasserstoff-Lkw“ geben, so einfach ist das! Solche Ausgeburten von „Öko-Blödsinn“ werden auch mit Sicherheit niemals Alltagstauglichkeit erreichen. Für Öko-Spielereien ist in der Transport-Branche kein Platz. Auch für selbstfahrende Lkws (wer kommt auf so etwas?) nicht! In dieser Branche geht es darum, Waren oder Produktionsteile von A nach B zu transportieren und zwar zuverlässig und „just in time“. Tauglich sind nur Transportfahrzeuge, die das hundertprozentig erfüllen können und auch werden. Das wird sich nicht ändern, auch wenn wir zukünftig unsere Lkws in Indien kaufen müssten…! Zahlenbeispiel: Ein durchschnittlich befrachteter Lkw im Fernverkehr läuft ca. 3.000 bezahlte Kilometer die Woche, zuzüglich Be- und Entladezeiten, da ist kein Platz für so einen „Öko-Humbug“! Wer solche Träume verfolgt vernichtet die Wirtschaft – da könnten wir doch gleich auf Elefanten umsteigen, weil die nämlich letztlich schneller wären, wie diese „Wasserstoff-Mutanten“!

    • Das sehe ich auch so. 100 kW braucht ein großer LKW allein zur Überwindung des Roll- und Luftwiderstandes:
      https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/MKS/teilstudie-brennstoffzellen-lkw.pdf?__blob=publicationFile

      Und wie soll im Falle größerer Brennstoffzellen die Abwärme im Betrieb abgeführt werden? Bislang ein ungelöstes Problem. Der Wasserstoff muss zudem auf mehrere hundert bar verdichtet in den Tank gefüllt werden. Das geht nicht ohne hohen Energieverbrauch und laufende Kühlung. Die Tanks selbst sind wegen der geringeren Energiedichte von Wasserstoff um ein Vielfaches voluminöser als Dieseltanks.

      Aber egal, wenn ich genug Forschungsgelder bekomme, werde ich an dem Thema forschen.

  9. Die Aussagen sind nichtssagend bis dünn. Achthundert Volt ist also die Bordspannung. Die Frage ist aber, wie hoch ist die zur Verfügung stehende Leistung. Und da kann konstatiert werden, daß bei einer Reichweitenangabe von 1200 km die Dauerleistung gemeint ist, die nach Adam Riese die der Brennstoffzelle nicht übersteigen kann. Und die ist mit 120kW für ein Nutzfahrzeug in Lastergröße wirklich „dünn“. Das entspricht 163,2 PS, also der Motorisierung der 60-er Jahre. Bei Ausnutzung der Ladefähigkeit und einer moderaten Steigung sprechen wir dann von einer Höchstgeschwindigkeit im Bereich von 25 bis 35 km/h. Also schleichende Verkehrshindernisse. Deswegen wird es so sein, daß nur – wie angegeben – politische Goodies oder das Meiden sonst fälliger politischer Grausamkeiten, den „Erfolg“ dieses Produktes befördert haben. Mit Markt hat das nichts zu tun. Das ist das Morgengrauen der „Frachtverkehrswende“ und die wird wegen des „Grauens“ in Morgengrauen wie die Energiewende nicht funktionieren. Garantiert.

    • Na ja, mit dem E-Auto sollten sie auch nicht schneller wie 100 fahren sonst die stimmt die Reichweite nicht mehr und verkürzt sich erheblich. Also es wird in Zukunft langsamer werden und somit gewinnt die Eisenbahn wieder Zeitvorteile

      • Es geht im Artikel um LKW. Die dürfen in D auf BAB max 80km/h fahren. LKW>7,5to dürfen auf Landstrassen sogar nur 60 km/h fahren. Zusatz: Da wir nahezu überall im Land Überholverbote haben, ist damit die Höchstgeschwindigkeit für PKW auch vorgegeben- Ein Traum der Grünen hat sich schon erfüllt.

    • Sehr geehrter Herr Bujnoch, Sie erlauben, dass ich Ihnen widerspreche. Eine app soll den Fahrer derart leiten, dass immer wieder Autobahngefälle mit einbezogen werden. Wenn solch ein Gefälle „befahren“ wird, sorgt allein die Hangabtriebskomponente für ein motorfreies Fortkommen. In dieser Zeit kann die Brennstoffzelle die Akkus laden. Dann stehen für die nächste „Bergerklimmung“ satte 240 kW zur Verfügung.

      • Dazu braucht es keine App. Schon die Topograhie unseres Planeten sorgt dafür dass die Akkus immer wieder aufgeladen werden. Es geht nirgendwo zehntausend Höhenmeter nur bergauf, jeder Steigung folgt auch ein Gefälle.

    • So sehr ich auch H2-Betrieb nichts abgewinnen kann und ihnen auch zustimmen muss, in einem muss ich ihnen widersprechen. Dass nämlich 120 kW Durchschnittsleistung nicht ausreichen würde. Das kommt sogar ziemlich gut hin. Das entspräche bei einem modernen Diesel ca. 30-35 l/100km. Was auch ein Wert der Praxis bei einem 40t-Zug ist.

      In der Ebene mit 80 km/h muss ich mit einem Leistungsbedarf von 80-100 kW rechnen. Auf Steigungen und beim Beschleunigen sieht das natürlich anders aus, da wird schon mal die 3 bis 4-fache Leistung benötigt. Das muss dann der Akku hergeben.

      Ändert natürlich nichts daran, dass ich das Konzept aus anderen Gründen für untauglich halte.

       

      • Hier kommt es auf die Größe des Akkus an.

        Z.B. von Bozen auf den Brenner sind ca. 1100 Höhenmeter zu überwinden. Ein 40 to.-Zug braucht auf dieser Steigungsstrecke ca. 40 t * 9,81 kN/t * 1100 m / ( 3600 kJ/kWh ) = 120 kWh mehr Antriebsenergie als in der Ebene, die dann aus dem Akku kommen müsste (zuzüglich Antriebsverluste und abzüglich Leistungsreserven der Brennstoffzelle).

        Auch diesseits der Alpen gibt es langgezogene Steigungsstrecken, wie z. B. ein Autobahnabschnitt zwischen Stuttgart und Ulm, der immerhin ca. 400 Höhenmeter überwindet, und somit von einem 40 Tonner 44 kWh zusätzliche Antriebsenergie abverlangt.

        Die Beschleunigung eines 40 t-Zuges von 0 auf (halblegale) 90 km/h benötigt: (1/2) * 40 000 kg * ( (90 km/h * 1000 m/km )^2 / ( 3600 s/h ) / ( 3,6e6 J/kWh)  =  3,5 kWh

        Leider steht da zwar was von 800 Volt, aber nix über die Kapazität des Akkus.

        • Völlig richtig.Nur hätte ich es wesentlich einfacher formuliert (mir einfacher gemacht). Je länger und je höher der Energiebedarf über 120kW liegt, desto größer muss die Akkukapazität sein. Die genau Berechnung liegt beim LkW-Hersteller. PS: prinzipiell wäre auch die Spannung wurscht, nicht jedoch bei der Auslegung der Leitungsquerschnitte und der Motorenberechnung). Aber die Angabe 800 V wirkt halt auf Laien besser als ein paar kWh. Da ist ja auch der Akkuschrauber mit 24 V besser als der mit 18 😉

        • Sorry für den Schreibfehler bei der Beschreibung des Rechenweges für die kinetische Energie eines 40 Tonners bei 90 km/h, der Quadrat-Exponent sollte den Umrechnungsfaktor „3600 Sekunden pro Stunde“ natürlich mit einschließen.

          Also E_kin = (1/2) * m * v^2 = (1/2) * 40 000 kg * ( (90 km/h * 1000 m/km ) / ( 3600 s/h ) )^2/ ( 3,6e6 J/kWh)  =  3,5 kWh 

        • Die rein elektrische Variante hat „bis zu“ 750kWh und „bis zu“ 480km Reichweite.

          Die Wasserstoff Variante soll mit 60kg Wasserstoff „bis zu“ 800km weit kommen.

    • Wo – außer bei EIKE(s Kommentaren) – steht, dass die Leistung des Fahrzeugs nur 120kW sein würde? Alle anderen Quellen sprechen von merklich höheren Werten..

      Es bewahrheitet sich mal wieder, dass eine Recherche mehr hilft als Gemecker..

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