Verursacht der Nord-Polarwirbel in Südafrika Hagelstürme?

Hagelsturm in Benoni bei Johannesburg https://www.youtube.com/watch?v=wlu2ydW17iY

von AR Göhring

Laut Wetterfröschen und WDR verursachte der verlangsamte Nord-Polarwirbel die Schneestürme auf der Nordhalbkugel, da der Temperaturunterschied der sich aufheizenden Arktis gegenüber den Tropen verringert seien. Nun meldet aber auch Johannesburg in Südafrika Hagelstürme. Hat der Nord-Polarwirbel über den Äquator hinweg gewirkt?

Ein EIKE-Freund, in Johannesburg geboren, berichtete uns von Hagelstürmen, die Verwandte ihm aus der alten Heimat schickten. Zu sehen: Ein heftiger Hagelsturm, der das Dach von einem Haus der Familie überlastete und einbrechen ließ. Hier ein Video aus Benoni nahe Johannesburg:

Nebenbei: In Südafrika ist gerade Hochsommer, sonst mit Temperaturen von 30 bis 35°C. Zwar gibt es immer mal wieder Schneefälle im Land, aber nicht derart heftig. Wie erklärte der WDR auf der Facebook-Seite von Quarks noch gleich? Der Wirbel über dem Nordpol schwäche sich ab, da der Temperaturgradient zwischen Pol und Äquator immer geringer werde und somit per Fliehkraft (?) Arme des Wirbels nach Süden entkommen könnten.

Quelle: WDR: https://www.facebook.com/quarks.de/videos/132851045361014

Ob der Nordpolarwirbel nun über den Äquator hinweg seine Arme bis Südafrika geschickt hat? Übrigens war Neu Süd-Wales in Australien vor sieben Monaten auch schon eingeschneit. Ein seltener antarktischer Blast, wie die Medien dort meinten? Also nur Wetter, kein Klima? Hoffen wir es, denn warm ist gut, kalt ist schlecht.

 

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33 Kommentare

  1. Wenn der Polarwirbel langsamer wird, dann muß seine Fliehkraft abnehmen. Oder habe ich da irgendetwas nicht verstanden?

    • Absolut ja. Aber das Verhältnis Drehmoment zu Fliehkraft ändert sich, und dann überwiegt teils die Fliehkraft. Der Wirbel ist ja auch nicht kreisrund, sondern „ausgefranst“. Ob ich richtig liege, mögen Mechanik-Freaks beurteilen.

      • Das ist die Abnahme des Sonnenwinds durch die Zunahme der kosmischen Strahlung (ca. 18-19%) auf beiden Polen geschuldet = Zunahme der Erdwolkenfläche und dadurch Sonnenrückstrahlung = Temperaturabkühlung sind die Folge (2022/26 und dann noch einmal um 2035 = 4-fach Planetenstellung auf einer Sonnenseite = Reduzierung auch des Sonnenmagnetfeldes = Tayler-Sonnenmagnetfeldinstabilität)

         

    • Entscheidend ist die Temperaturdifferenz Nord-Süd. Je größer der horizontale Betrag ist, desto höher ist die horizontale Windgeschwindigkeit senkrecht zur Temperaturdifferenz.

  2. Das Video „Je stärker er weht desto besser schützt er“. verstehe ich nicht. Geht es um den Polarwirbel oder um den Jet-Stream? Warum schützen sie uns nur vor der Kaltluft? Warum halten sie die Warmluft aus dem Süden nicht ab?

      • „Der Polarwirbel soll wohl per Fliehkraft kalte Winde nach Süden abgeben, wenn er zu langsam wird.,“. Es muß doch immer ein Ausgleichs-Luftstrom nach Norden fließen. Angenommen dieser fließt über den Atlantik bzw. Pazifik stellt sich mir die Frage warum sich dieses Strömungsmuster bei geringeren Temperatur-Unterschieden zwischen Äquator und Arktis bevorzugt einstellt.

        • Vielleicht ist bei der Wirbelforschung eine eigenwillige Komponente, die durch das Foucaultsche Pendel an Materie gezeigt wird, nicht im „füßick hat nicht Neues mehr zu erforschen“ enthalten.

          • zu: Rat

            Wer immer sich zu Jedermann[*Inn] zählt: Don’t waste anybody’s time and effort with „better than now“ universities or research endeavors. Instead, make a (computer aided) inventory of all claims (etc) which are contradictory (controversial, etc). If you don’t achieve the latter, you’ll never arrive at the former. However, whenever the inventory has been established, the „universities“ cannot be worse than now, and new forms of organization emerged (unknown today) together with a serious list of un[re]solved problems.

            P.S. Reaktionen bisher, auch von PhDs die explizit über Future Research schreiben: crickets.

        • “ zwischen Äquator und Arktis bevorzugt einstellt.“
          Gibt es nicht auch einen Wirbel im Süden? Australien kriegt ja manchmal Schneestürme ab

        • >>Es muß doch immer ein Ausgleichs-Luftstrom nach Norden fließen.<<

          Schauen Sie sich mal an wo über den Ozeanen die stationären Hochdruckzellen und Tiefdruckgebiete liegen bzw. wandern. Desweiteren gilt: Da, wo keine Reibung mit der Erdoberfläöche mehr existiert erfolgt die Luftbewegung senkrecht zur Druckdifferenz. Ausnahme ist im Tiefdruckgebiet der untere Teil und der obere, da wo die aufsteigende Luft ihre Bewegung in die Horizontale ändert.
          Und im Hochdruckgebiet geschieht es umgekehrt.
          Allerdings wird das nach meiner Kenntnis nicht in den Schulen den Schülern beigebracht. Und so kann gelogen werden, daß sich die Balken biegen.

    • Sehr geehrter Herr Berberich,
      Den Polarwirbel gibt es an beiden Polen bloß im Winterhalbjahr – deshalb kann er uns im Sommer NICHT vor Hitze schützen. Beim Jet-Stream, den es ganzjährig, im Winter aber stärker, gibt, kommt es auf dessen Lage UND dessen Verlauf an. Verläuft er bei uns eher als „glattes“ Band in West-Ost-Richtung, begünstigt das zwar Westlagen, doch liegt er zu weit nördlich, so sind wir auf der „warmen“ Seite der Frontalzone – es ist warm (außer teilweise im Hochwinter, wo sich bodennah dann Kaltluft bilden oder halten kann). Mäandriert er, so begünstigt das, je nach seiner Lage, die wegen ihrer Extreme gefürchteten Nord- , Ost-, oder Südlagen.

      • „Verläuft er bei uns eher als „glattes“ Band in West-Ost-Richtung, begünstigt das zwar Westlagen, doch liegt er zu weit nördlich, so sind wir auf der „warmen“ Seite der Frontalzone – es ist warm“. Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Nun weiß ich dass der Jet-Stream das relevante Phänomen ist und nicht der Polarwirbel. Nun wäre noch zu zeigen dass der Jet-Stream eine isolierende Wirkung der atmosphärischen Wärmeströme hat und dass sich dies auch auf die Oberflächentemperatur auswirkt. Der Jetstream ist ein Starkwind-Band um den Globus. Das zonale NH-Temperatur-Profil vom Februar müsste eine Unstetigkeit im Breitengrad-Bereich von 50°N bis 70°N zeigen. Solange der Nachweis nicht erbracht ist, halte ich Polarwirbel und Jetstream nur für ein fadenscheiniges Argument um den Klimawandel und die damit verbundene CO2-Steuer dem Volk schmackhaft zu machen.

        • Addendum: Ich habe die Februar-Temperaturen 2019..2021 der RSSTLT-Daten 2,5°x2,5°) als Funktion des Breitengrads analysiert:
          http:www.gigapico.de/EIKE_2021031701.jpg
          Es ist im Bereich 50°N…70°N keine Unstetigkeit zu erkennen. Die monatlichen Mittelwerte zeigen keine „Isolationswirkung“ des Jet-Streams.
          Ich habe auch entsprechend die monatlichen Oberflächen-Temperaturen von ERSSTGHCNCERES als Funktion des Breitengrads untersucht:
          http:www.gigapico.de/EIKE_2021031702.jpg
          Hier zeigt sich tatsächlich eine Unstetigkeit im Bereich 50°N…70°N. Leider ist bei 60°N meine Schnittstelle zwischen ERSSTGHCN (Lat60). Ich habe deshalb die Daten nicht weiter analysiert. Das Temperatur-Profil der Arktis ist zu wenig bekannt.

      • Ah, danke. Unser echter Experte, der Klartext spricht. (Vorsicht, nicht daß Rahmstorf und Mai hier mitlesen und unsere ERklärung verdreht als Wandel-Beweis nutzen… 🙂 )

  3. „Laut Wetterfröschen und WDR verursachte der verlangsamte Nord-Polarwirbel die Schneestürme auf der Nordhalbkugel, da der Temperaturunterschied der sich aufheizenden Arktis gegenüber den Tropen verringert seien.“ Zwar verschwurbelt und komplett unlogisch. Die klare Botschaft aber ist, verständlich und kurz zusammengefasst – für die, die es nicht begriffen haben:
    Es wird kälter weil es wärmer wird!
    Kein anständiger Deutscher wird es noch wagen, daran zu zweifeln. Daher CO2-Emissionen runter und CO2-Steuern rauf for ever! Pandemien mögen kommen und gehen – CO2 ist unsere finale Bestimmung! Und die Kirchen sagen es auch – dann muss es stimmen!

    • Dr. Roland Ullrich schrieb am 16. März 2021 um 14:14

      für die, die es nicht begriffen haben: Es wird kälter weil es wärmer wird! Kein anständiger Deutscher wird es noch wagen, daran zu zweifeln.

      Wäre es hier nicht gerade angebracht gewesen, mal am Artikel zu zweifeln? Ist Hagel im Sommer bei einem (Gewitter-)Sturm denn was ungewöhnliches, das eines „Polarwirbels“ bedarf?

      • Ich möchte Ihnen zustimmen, Herr Müller! Das stärkste Hagelereignis in Deutschland war der Große Münchener Hagelsturm vom 12. Juli 1984, als sich der Hagel danach bis zu 40 cm hoch in der Stadt getürmt hatte. Man hätte Schneepflüge gebraucht, um die Straßen davonb zu befreien aber im Juli sind diese Dinger alle zur Wartung außer Gefecht.
        Und was den Polarwirbel betrifft: Dieser bildet sich im jeweiligen Winter über den Polen und ist im Sommer nur rudimentär vorhanden. Näheres hierzu siehe in meinem Beitrag hier: https://www.eike-klima-energie.eu/2020/02/25/ueber-einen-moeglichen-zusammenhang-zwischen-winterlichem-polarwirbel-und-winterkaelte-in-mittleren-breiten/.
        Fazit: Offenbar handelt es sich hier um einen Hagelsturm, wie er (zum Glück nur sehr selten!) auch bei uns im Hochsommer schon aufgetreten ist.
        Dipl.-Met. Christian Freuer

      • „Ist Hagel im Sommer bei einem (Gewitter-)Sturm denn was ungewöhnliches, das eines „Polarwirbels“ bedarf?“
        Hagel in Südafrika benötigt grundsätzlich keinen Polarwirbel vom Nordpol.

        • „Hagel in Südafrika benötigt grundsätzlich keinen Polarwirbel vom Nordpol.“

          Woher nehmen Sie die Gewissheit?
          Haben Sie Ihre Aussage vom Papst querchecken lassen?
          Nein?
          Na also…

        • Dr. Roland Ullrich schrieb am 17. März 2021 um 11:31

          Herr Müller, ich hatte mich in Ironie versucht

          Der Kommentar klang wie viele andere Kommentare, da ist es schwer, Ironie zu erkennen (es sei denn, Ihre anderen Kommentare sind auch ironisch gemeint …)
          Diese Art von Kommentar an einen Artikel zu hängen, der offensichtlich Quatsch ist, macht es dann noch schwieriger.

          • ICH habe Dr. Roland Ullrich und ARG auf Anhieb verstanden, Herr Müller …., woran DAS wohl liegt?

  4. Eigentlich hatte ich erwartet, daß die Dummheit der Menschen mit zunehmender naturwissenschaftlicher Allgemeinbildung und Zugriffsmöglichkeiten auf die Fachliteratur abnimmt.
    Tatsächlich ist aber das Gegenteilige der Fall.

    Es gibt keine sich aufheizende Arktis.
    Die Temperaturverteilung der Erdoberfläche, immerhin ca. 2/3 sind Meeresoberfläche, wird von der Variabilität der Sonneneinstrahlung während der der letzten Jahrhunderte bestimmt. Entscheidend ist die Temperatur der Wassermengen, die auf den Westseiten der Kontinente nach oben kommen. Die östlich Nordamerika nach Norden wandernde Wassermenge bestimmt dann mit ihrem Energiegehalt die Eisschmelzmenge rund um den Nordpol, insbesondere die nördlich Nordnorwegens.
    Dementsprechend wird die Eisschmelze von den Temperaturverläufen der letzten Jahrzehnten bis Jahrhunderten bestimmt. Bei der miserablen naturwissenschaftlichen Bildung der meisten Bürger in D ist diese Unkenntnis aber nicht verwunderlich.

    • „T. Heinzow“
      Es sind doch nicht die von Ihnen so gescholtenen Bürger, welche von einer „Aufheizung“ der Arktis reden, sondern die uns vorgesetzte „Klima-Intelligenz“.
      Aber interessieren würde mich schon, wie man belegt, dass „… das Gegenteil der Fall“ ist.

      • >>Aber interessieren würde mich schon, wie man belegt, dass „… das Gegenteil der Fall“ ist.<<
        Das ist doch nun ganz simpel: Man beweist den geringeren Bildungsstand der jetzigen Studies. Oder man kennt ihn, weil man an der Uni mit denen zu tun hatte.

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