Historischer Verlauf des Meeresspiegels bei UK

Steigt er, oder steigt er nicht? Schneller oder langsamer? Hier der Meeresspiegel in Cuxhaven. Bild: © Chris Frey

Willis Eschenbach
Soeben ist eine neue Studie erschienen, welche zuvor übersehene oder obskure Aufzeichnungen des Meeresspiegels herangezogen hatte, um den Verlauf der Seehöhe in UK bis zurück zum Jahre 1832 zu verlängern. Damit bietet sich eine interessante Betrachtung der Frage bzgl. einer Beschleunigung des Meeresspiegel-Anstiegs. Die Studie trägt den Titel „Changes in mean sea level around Great Britain over the past 200 years“. In Anhang A der Studie werden die Daten präsentiert.

Das sind die Ergebnisse:

Gibt es nun eine Beschleunigung in dieser Aufzeichnung? Das Problem bei dieser Frage: Es ist bekannt, dass es langfristige Zyklen in den Gezeiten mit Perioden von bis zu 50 Jahren gibt. Was können wir angesichts dessen über diese Aufzeichnung sagen?

Nun, es ist klar, dass es um 1890 eine Beschleunigung gab. Es ist eine gute Sache, dass die Leute damals nicht über den sogenannten „KLIMA-NOTFALL!!!“ hyperventiliert haben, sie hätten behauptet, dass ihr Fall völlig bewiesen sei …

Aber diese Beschleunigung der 1890er Jahre dauerte nur ein paar Jahrzehnte. Danach war der Anstieg bis 1950 ungefähr linear.

Dann gab es eine leichte Verlangsamung bis etwa 1980 und eine leichte Beschleunigung seither.

Das Problem ist, dass die Alarmisten sich die Aufzeichnung ansehen, sie abschneiden, so dass sie 1950 beginnt, und dann lautstark verkünden, dass die Aufzeichnung für Großbritannien eine gefährliche Beschleunigung von 0,045 mm/Jahr pro Jahr zeigt. Was mathematisch zu 100% richtig ist, und wie die obige Grafik zeigt, ist es beim Blick über den Tellerrand hinaus zu 100% falsch.

Bei der derzeitigen Anstiegsrate des Meeresspiegels in Großbritannien wird der Gesamtanstieg bis zum Jahr 2100 etwa 160 mm betragen. Aber wenn man die falsche „Beschleunigung des Meeresspiegels“ hinzurechnet, wäre der Anstieg mehr als doppelt so hoch, nämlich 340 mm.
Das ist also das Neueste in der Welt des Meeresspiegels … immer noch kein Anzeichen für eine behauptete langfristige Beschleunigung.

Belassen wir es dabei. Aber für die mathematisch Interessierten, mathematisch gesehen ist Beschleunigung das, was man die „zweite Ableitung“ eines Datensatzes nennt. Also dachte ich, ich werfe mal einen Blick auf die jährliche Beschleunigung im obigen Datensatz. Hier ist das Ergebnis:

Je nach gewähltem Zeitraum kann man sagen, dass es eine positive Beschleunigung, eine negative Beschleunigung (Verlangsamung) oder gar keine Beschleunigung in der historischen Aufzeichnung des Meeresspiegels in Großbritannien gibt.

Mit anderen Worten … die endlosen Behauptungen über eine langfristige Beschleunigung der Anstiegsrate des Meeresspiegels sind in der historischen Aufzeichnung des Vereinigten Königreichs absolut nicht sichtbar.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/03/02/historical-uk-sea-levels/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 

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3 Kommentare

  1. Gibt es Berechnungen darüber, in wieweit die natürliche Erosion den Meeresspiegel ansteigen läßt? Die Flüsse transportieren Erde etc in die Meere…. 

  2. Wenn ein „gefährlicher“ Meeresspiegelanstieg bis zum Ende des 21. Jahrhunderts eintreten soll, dann muss es langsam losgehen mit der Beschleunigung des Anstiegs. Im ersten Fünftel des Jahrhunderts ist nichts dergleichen passiert; die wahrscheinlichste weitere Entwicklung ist somit der fortgesetzte lineare Anstieg. Also, mehr als 20 cm Anstieg des mittleren Meeresspiegels in diesem Jahrhundert wird vermutlich nicht kommen. Aber genau weiß man es nicht. Es gibt aber Hellseher, die behaupten, dass es mehr als 1 m sein wird. Und leider glauben viele Menschen diese Schauergeschichten, die definitiv nicht auf Messergebnissen beruhen. 

  3. Nein, nein und aber mal nein: Die Welt hat am Menschen und seinem anthropogenen CO2 unterzugehen! Das predigen uns doch tagtäglich unsere grünen Klima-„Allwissenden“ in der Politik, den Medien und unserer unfehlbaren Potsdämlichen Alarmforschung! Unsere dunkelgrünen Kirchen samt Luisa sagen es ebenfalls! Und alle großen Denker, also die Mehrheit der deutschen Bevölkerung, glauben es auch – muss es da nicht stimmen? Dazu ganz aktuell ein Kinderaufsatz aus der Schweiz über das Gehirn, Kinder blicken einfach durch: „Mit dem Gehirn denkt man, dass man denkt. Außerdem wird es für die Kopfschmerzen gepraucht. Es sitzt im Kopf direkt hinter der Nase. Wenn man niest, tropft es. Das Gehirn ist ein sehr embfindliches Organ. Die meisten Leude benutzen es deshalb nur ganz selten!“

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