Der Februar verweigert sich der CO2-Klimaerwärmung

Februar 2021: Vom eisigsten Winter in den warmen Frühling. Fotos: Kämpfe/Kowatsch

Stefan Kämpfe, Josef Kowatsch
Der dritte Wintermonat, auch Hornung genannt und der Extremist unter den Monaten, trotzt, wie schon der Januar, der Klimaerwärmung.

Der Februar 2021 überraschte mit einer atemberaubenden Wetter-Rallye: Nach mit Ausnahme des Nordostens mildem Start raste er durch Schneemassen in den tiefsten Eiskeller, eilte nach Monatsmitte in den warmen Frühling, stürzte aber zum Ende auf ein kühles Vorfrühlingsniveau ab. Sein Temperaturdurchschnitt für Deutschland (DWD-Flächenmittel) lag mit etwa 1,8 Grad Celsius (°C) um ca. 0,3 Kelvin über dem Wert der international gültigen, neuen Referenzperiode von 1991 bis 2020. Im Vergleich zur alten, kälteren Referenzperiode von 1961 bis 1990 war er um ca. 1,4 °C zu mild. Aus den Werten erahnt man bereits einen Temperatursprung, der in den Jahren 1987 bis 1989 stattfand, wie wir im Folgenden zeigen werden. Es handelte sich also keinesfalls um eine kontinuierliche Erwärmung.

Wir fragen uns: Wo ordnet sich dieser Februar 2021 mit seinen 1,8°C in die bis 1881 zurückreichende Klimareihe Deutschlands ein, und wie entwickelten sich die Februar-Temperaturen langfristig? In früheren Beiträgen hatten wir die freilich subjektive Aufteilung längerer Messreihen in Klimasprünge oder Entwicklungsphasen diskutiert.

Wir wählen zunächst den DWD-Betrachtungszeitraum seit 1881 und erkennen sofort in Grafik 1, dass die kleine Eiszeit in Mitteleuropa eigentlich erst um 1900 endete. Einzuwenden wäre natürlich, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren Daten von damals mit den heutigen Plätzen nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit etwa 220 gut doppelt so viele, was erwärmend wirkte. Die Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen großflächigen Wärmeinseln, auch gab es einst typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei frei stehenden Gutshöfen von Feudalherren. Diese durch Wärmeinseleffekte bedingte Erwärmung lassen wir zunächst außer Betracht. Beim Monat Februar sehen die vom Deutschen Wetterdienst aneinandergereihten Einzelwerte so aus:

Abbildung 1: Der Februar seit 1881 in Deutschland zeigt drei Entwicklungsphasen: Er erwärmte sich zwischen 1886 und 1926 stark, was man als letzte Erholungsphase der endenden „Kleinen Eiszeit“ interpretieren kann. In der zweiten Phase streuten die Einzelwerte am stärksten auf einem insgesamt tieferen Temperaturniveau; in diese fallen die kalten Februare 1929, 1947 und 1956, aber auch extrem milde wie etwa 1961. Diese Phase endet mit dem sehr kalten Februar 1986; danach (Klimasprung) fehlten sehr kalte Februare, aber insgesamt kühlte es sich seit 1988 wieder minimal ab. Mit der kontinuierlich und immer stärker steigenden CO2-Konzentration (grüne Kurve) lassen sich diese drei Phasen und auch die Temperaturentwicklung insgesamt nicht erklären – der größte Temperaturanstieg fand zu der Zeit statt, als die CO2-Werte kaum anstiegen, und momentan sinken die Februar-Temperaturen bei am stärksten steigenden CO2-Werten leicht.

Auf der Suche nach Gründen: NAO = Nordatlantische Oszillation. Unter der NAO versteht man in der Meteorologie die Schwankung des Druckverhältnisses zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden

Dieses auffällige Temperaturverhalten in drei Phasen ähnelt grob dem des Januars und lässt sich sehr gut mit dem Verhalten der NAO und der an die NAO gekoppelten Häufigkeit der Großwetterlagen mit Westanteil erklären:

Abbildungen 2a und 2b: Zentrierte, 11-jährige Gleitmittel der NAO mit Februar-Temperaturen (oben, 2a) und der Häufigkeit der im Februar meist milden Westwetterlagen (2021er Daten noch nicht vorliegend). Man achte auf die relativ gute Übereinstimmung, welche auch die in Abb. 1 dargestellten Phasen erklärt. Die NAO als „Luftdruck-Schaukel“ zwischen Portugal/Azoren und Island beeinflusst die Häufigkeit und Intensität der wintermilden Westwetterlagen.

Es ist durchaus typisch, wenngleich nicht immer so lehrbuchhaft eintretend, wie mit dem Wechsel von negativen zu positiven NAO-Werten zur Monatsmitte eine sprunghafte Erwärmung einherging:

Abbildung 3: Verlauf des täglichen NAO-Index zwischen Spätherbst 2020 und Spätwinter 2021. Fast den ganzen Winter hindurch überwogen negative NAO-Werte; erst nach Mitte Februar (rote Linie) herrschten wieder positive Werte. Doch ist die Übereinstimmung zwischen NAO-Wechsel und Witterungswechsel in Mitteleuropa keineswegs stets so „perfekt“. Eine wesentliche, weitere Ursache war der Polarwirbel, welcher sich nach einer längeren Störungsphase ab Februar wieder erholte. Bildquelle: NOAA, ergänzt

Allgemein gilt für den Februar seit 1881: Bei den Standorten der heutigen DWD-Wetterstationen ist es wärmer als bei den viel ländlicheren Standorten der Wetterstationen im Kaiserreich.

Betrachten wir nun den Zeitraum der beiden letzten Temperatursprünge anhand der DWD-Wetterstation isoliert:

Abbildung 4: Der Betrachtungszeitraum zeigt starke Variationen, insgesamt eine minimale Temperaturabnahme, wobei die beiden Februare 1929 und 1956 herausragend kalt waren

Nach dem Temperatursprung:

Abbildung 5: Von 1986 auf 1988 erreichte der Februar mit einem Temperatursprung ein höheres Wärmeniveau, seitdem kühlte er trotz Wärmeinseleffektzunahme der DWD-Wetterstationen und starkem CO2-Konzentrationsanstieg minimal ab.

Zur besseren Vergleichbarkeit legen wir die beiden Grafiken mit gleichen Intervallen nebeneinander:

Abbildung 6: Seit 1988 wurde der Februar durch einen Temperatursprung um gut 1,5°C wärmer. Auf diesem Niveau blieb der Februar annähernd bis heute

Die CO2-Konzentrationszunahme in der Atmosphäre: Starker Anstieg

Gebetsmühlenartig werden CO2 und Klimaerwärmung in Zusammenhang gebracht.

Wir gehen von einer erheblichen CO2-Konzentrationszunahme von mindestens 120 ppm seit 1881 aus, ob diese jedoch ausschließlich anthropogenen Ursprunges ist, wollen wir nicht diskutieren, sondern lediglich die vom PIK-Potsdam behauptete hohe CO2-Kimasensitiviät anhand des Artikels in Frage stellen.

Wir stellen bisher fest:

Die CO2-Kurve der Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Februartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit. Im Gegenteil: Nach dem letzten Temperatursprung nehmen die DWD-Februartemperaturen sogar minimal ab.

Auch für den Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO2 nicht verantwortlich sein, das wird allerdings auch nicht behauptet. Der Temperatursprung auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Aus den Grafiken muss man schließen, dass die vom PIK und vom IPCC verkündete CO2-Klimasensitivität viel zu hoch angesetzt ist. CO2 hat entweder gar keinen Einfluss auf die Temperaturen oder einen nur sehr unbedeutenden. Eine politisch gewollte teure CO2-Einsparung oder CO2-Vernichtung ist wirkungslos.

Der Mensch wirkt mit bei der Temperaturentwicklung durch zunehmende Wärmeinseleffekte (WI). Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren ohne Zutun des Menschen, es handelt sich um natürliche Klimaänderungen. In der Neuzeit wirkt der Mensch mit durch die ständige Ausbreitung der Wärmeflächen überall auf der Welt. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie Fläche hinein erweitert, derzeit um 60 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen, damit die Flächenerweiterung ins Umland – eigentlich eine Naturzerstörung – rein statistisch geringer ausfällt, was für die Politik ein Beleg für Naturschutz ist. Derzeit ist ein Siebentel der Gesamtfläche unseres Landes versiegelt. Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik Deutschland 5,2 m2 Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht. Das bringt die Wärme ins Umland der DWD-Wetterstationen. Siehe hier.

Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs die Siedlungen und deren näheres Umfeld besonders bei windstillen, kalten Hochdruckwetterlagen auf. Im Umland heizen „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter aber etwas geringer als in den Frühjahrs- und vor allem den Sommermonaten. Jede Straße wirkt vor allem im Sommer wie ein heißes Wärmeband in der Landschaft. Die bäuerliche Trockenlegung der Agrarlandschaft in den letzten 50 Jahren und neuerdings auch im Wald sorgt auch im Sommer für erhöhte Bodentemperaturen außerhalb der Versiegelungsflächen, also auch in der freien Landschaft.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch anthropogene Nutzungsänderungen zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese Zusatzwärme aus den sich ständig vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen. Eine solche ist in Amtsberg-Dittersdorf südlich von Chemnitz, deren Temperaturverlauf wir in der Grafik 7 wiedergeben.

Abbildung 7: Die Wetterstation in einem Vorort von Amtsberg am Fuße des Erzgebirges steht in einem großen Garten am Ortsrand. Die Trendlinie zeigt seit 1988 eine kräftigere Abkühlung als die DWD-Deutschlandtrendlinie. Die CO2-Konzentrationen der Atmosphäre sind natürlich genauso gestiegen wie überall, in dem Zeitraum um etwa 70 ppm

Ähnlich verhalten sich auch viele andere WI-arme Stationen wie Zeitz, Neugersdorf, Alfhausen, Netzstall und dergleichen mehr. Daneben gibt es natürlich stärker WI-belastete Stationen, deren Umfeld sich seit 1988 durch menschliche Bebauung stark verändert hat. Als Beispiel soll hier die einst ländliche Wetterstation Hof, die inzwischen in ein Gewerbegebiet eingewachsen ist im Vergleich zu Zeitz, einer 80 km entfernten Kleinstadt gezeigt werden. Zeitz ist nach der Wende nicht weiter gewachsen ist. Die Stadtwärme erzeugt einen Wärmeinseleffekt, der aber nach der Einheit kaum mehr zugenommen haben dürfte.

Abbildung 8: Die WI-belastete Wetterstation Hof zeigt seit 1988, dem letzten Temperatursprung, keine Abkühlung – sie wurde in ein Gewerbegebiet eingemauert – dagegen die nicht sehr weit entfernte Station Zeitz schon. Grundsätzlich ist der Februar in Zeitz immer noch wärmer, da die Wetterstation 330 Meter tiefer liegt. Wegen der Bebauungs-Stagnation wächst der WI-Effekt in Zeitz jedoch nicht mehr weiter an, zumal diese ostdeutsche Stadt ab 1990 Einwohnerverluste, bedingt durch die Abwicklung der DDR-Betriebe, erfahren hat

Höher gelegene Wetterstationen: Deutlichere Februarabkühlung – warum?

Abbildung 9: Die Wetterstation auf dem 1142 m hohen Brocken zeigt eine stärkere Februarabkühlung in den letzten 34 Jahren als das DWD-Flächenmittel. So ähnlich verhalten sich fast alle höheren Bergstationen

Auf das Phänomen der Höhen-Abkühlung, bedingt durch die verstärkte Advektion von Höhen-Kaltluft, hatten wir schon in unserem Januar-Beitrag hingewiesen. Die Auswertung der NOAA-Daten für den Rasterpunkt Deutschland (nicht identisch mit dem DWD-Flächenmittel) ergab Folgendes:

Abbildung 10: Anders als im Januar, kühlte im Februar seit dem „Klimasprung“ 1988 nur das 850-hPa-Niveau (etwa 1.500 Meter Höhe) ab, und auch dort weniger, als im Januar. Aber das erklärt, warum die Bergstationen stärker abkühlten, als das DWD-Mittel. Die Grafik endet mit 2020; die Februar-Daten für 2021 lagen noch nicht vor

Einordnung des Februars 2021 in einer langen Zeitreihe

  1. Die Wetterstation Berlin-Tempelhof

Die Aufzeichnungen beim einstigen Feudalherrengutshof begann bereits um 1700, jedoch noch sehr lückenhaft, seit 1756 sind sie regelmäßig, allerdings nur bedingt vergleichbar mit heute. Grund: Tempelhof war vor 250 Jahren ein großer Gutshof, angeordnet wie ein Tempel, daher der Name. Um den Gutshof herum waren bebaute Felder zur Nahrungsversorgung des damaligen viel kleineren Berlins. Das noch unbebaute Tempelhoffeld zwischen Berlin und dem Gutshof diente als Exerzier- und Ausbildungsplatz für die Truppen Friedrichs des Großen oder auch der sonntäglichen Erholung und Belustigung der damaligen Stadtbevölkerung.

Heute ist Tempelhof ein Stadtteil der Großstadt Berlin mit über 60 000 Bewohnern. Eigentlich handelt es sich beim Temperaturvergleich um zwei völlig verschiedene Orte am selben Fleck und noch mit demselben Namen. Trotzdem ist das Ergebnis erstaunlich.

Abbildung 11a: Die Wetterstation beim einstigen tempelartig angeordneten Gutshof auf freiem Feld außerhalb Berlins im Vergleich zur heutigen Großstadtwetterstation Tempelhof zeigt fast keine Februarerwärmung in über 260 Jahren. (In den Sommermonaten ist der Unterschied früher – heute gravierend – wegen der dann viel stärkeren WI-Effekte)
  1. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg

Wir erwähnten schon, dass 1881, der Beginn der DWD-Messreihen, in einer Kaltphase lag. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg geht 100 Jahre weiter zurück. Erwähnt werden muss lediglich, dass die Messstation bis 1936 an der Nordwand der unbeheizten Klosterkirche war, heute steht die Station frei im neu erbauten DWD-Zentrum. Allerdings sind die Wärmeinseleffekte im Winter recht gering, so dass die Standortverlegung weniger Einfluss auf die Temperaturerfassung hatte als etwa im Sommerhalbjahr.

Der Februar-Verlauf ist erstaunlich. Kaum Erwärmung seit über 230 Jahren, trotz starker CO2-Konzentrationszunahme und trotz Stationswechsels an einen wärmeren Standort.

Abbildung 11b: Die Februartemperaturen des Hohenpeißenberges zeigen trotz CO2-Zunahme und trotz der Standortverlegung 1936 und trotz des Temperatursprunges 1988 nur eine minimale Erwärmung seit über 230 Jahren. Deutlich sieht man den Föhneinfluss bei den Februartemperaturen 2021. Dieser Februar war auf dem HPB sogar der 7.wärmste in der langen Reihe
  1. Die Dale Enterprise Wetterstation mitten auf dem Land in Virginia/USA
Abbildung 11c: Die Station liegt bei einer Farm auf dem Land. Trotz starker CO2-Zunahme seit 1881 hat sich der Monat Februar seit 141 Jahren kaum erwärmt. Der Verlauf über die Jahrzehnte ist jedoch anders als in Deutschland

Wohin geht der zukünftige Februartrend in Deutschland?

Die langen Reihen zeigen: Kaum Erwärmung in einem langen Zeitraum trotz der gewaltigen wärmenden Landschaftsveränderungen.

Und nach dem Temperatursprung 1988 bis heute? Geringe Abkühlung, diese wird lediglich durch die menschenverursachenden WI-Effekte gebremst. Besonders kalte, windstille Februarnächte werden aus den Siedlungen rausgeheizt und von den Thermometern als weniger kalt registriert.

Und zukünftig in Deutschland? Das weiß niemand.

Ist vielleicht Deutschland in den letzten 34 Jahren eine Ausnahme oder gar ein Sonderfall? Wird nur bei uns der Februar in den letzten 34 Jahren minimal kälter? Wir werfen einen Blick nach Zentralengland:

Abbildung 12: Auch in Zentralengland erwärmte sich der Februar seit 34 Jahren nicht mehr

Auch in Teilen Ostasiens und in Teilen der USA blieb seit 1988 eine Februar-Erwärmung aus. Während Deutschland im Februar 2021 eine heftige, aber nur kurze Kältewelle erlebte, hielt der Winter den Südosten der USA, Skandinavien, Osteuropa und Sibirien noch länger in seinem Würgegriff; und nach Mitte Februar suchten Schnee und Kälte gar große Teile Arabiens heim.

Fazit:

Die ständige Zunahme der Wärmeinseleffekte, die Schaffung großflächiger Wärmeregionen sind der einzige menschengemachte Temperaturtreiber. Eine Einwirkung mittels CO2 gibt es nicht oder die Wirkung ist minimal, das zeigen auch alle wissenschaftlich sauber durchgeführten Versuche.

Will der Mensch den menschengemachten Anteil an der Erwärmung bekämpfen, dann muss man die Wetterstationen entweder wieder raus in die Fläche stellen oder aber in den Städten und Gemeinden die Bebauung, Versiegelung der einst freien Landschaft und die Trockenlegung der Agrar-Landschaft rückgängig machen oder zumindest einstellen.

Eine Diskussion über die Reduzierung der menschenerzeugten WI-Effekte, also eine Diskussion zum Erhalt der Natur und Landschaft wäre zu begrüßen.

Politisch verordnete, teure CO2-Einsparungen bewirken nichts. CO2 ist ein lebensnotwendiges Gas, genauso wie Sauerstoff und Wasser. Ohne CO2 wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO2 in der Atmosphäre wäre wünschenswert, denn es beschleunigt die Fotosynthese und lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen.

Wirklicher Natur- und Umweltschutz muss endlich in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden. Das wäre zugleich auch Klimaschutz.

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34 Kommentare

  1. „Sein Temperaturdurchschnitt für Deutschland (DWD-Flächenmittel) lag mit etwa 1,8 Grad Celsius (°C) um ca. 0,3 Kelvin über dem Wert der international gültigen, neuen Referenzperiode von 1991 bis 2020.“ Dies ist nicht korrekt wie Sie in einem Kommentar anmerken und sollte korrigiert werden: Sie lag mit 1,7 °C um 0,2 °C über dem … Dies ist nicht signifikant. In Potsdam lag die Februar-Temperatur 0,8 °C unter dem Referenzwert, in Hohen-Heißenberg 3,3 °C über dem Referenzwert. Das Besondere an diesem Februar waren die krassen Temperatur-Unterschiede. In Potsdam betrug in der Stationsgeschichte 1893-2021 die Differenz Tmax-Tmin der Tagesmittelwerte im Februar: Rang 1 1912 26,5°C, Rang 2 2012 24,5°C, Rang 3 1940 23,0 °C, Rang 4 2021 22,3°C. Entsprechende Werte für HohenPeißenberg: Rang 1 1929 30,3 °C Rang 2 1960 29,2°C, Rang 3 1940 28,4°C, Rang 4 1956 27,2°C, Rang 5 2021 25,7°C. Dies ist für die Medien heutzutage offensichtlich kein Thema mehr, da die Technik (Kleidung, Bauen, Verkehr und Energieversorgung) uns von den Unbilden des Wetters befreit hat. Stattdessen sollen wir in Panik vor Temperaturänderungen von 1- 2°C geraten. Man kann offensichtlich leichter sein Geld verdienen durch Eintreiben von CO2-Steuer als durch Entwicklung von nachhaltiger Technik. 

  2. Als Nachtrag noch eine weitere kleine Zusatzinfo: Der DWD hat die ersten 50 Jahre der Februar-daten in den letzten sechs Jahren um etwa ein Zehntel gesenkt, die ersten 50 Jahre ab 1881 also kälter gemacht. Die größten Differenzen sind vor 1900, z.B. der Februar im Jahre 1882: er wurde in meinem DWD-Archiv von 2014 noch mit 1,71 °C geführt, also genauso warm wie 2021. Im jetzigen DWD-Archiv ist derselbe Febraur 1882 mit 1,5 C, als um 0,21 K kälter geführt.

  3. Um die CO2 Konzentration runter zu bekommen, will Bill Gates die Zahl der Kühe und andere Tiere reduzieren. Freilich pupsen die Kühe viel Methan. In einem weiteren von Bill Gates finanzierten Projekt wollen nun Mc Donald’s und andere große Fast-Foot-Unternehmen künstliches Fleisch anbieten.https://uncutnews.ch/in-einem-weiteren-von-bill-gates-finanzierten-projekt-wollen-nun-mcdonalds-und-andere-grosse-fast-food-unternehmen-kuenstliches-fleisch-anbieten/

  4. Vor 60 Jahren konnten die Menschen in Deutschland konstatieren, dass die Durchschnittstemperatur des Monats Februar der zurückliegenden 30 Jahre bei ca. -0,2°C lag. Heute blicken wir zurück und stellen fest, dass die Durchschnittstemperatur des Monats Februar in den vergangenen 30 Jahren bei +1,7°C lag.             Vor 60 Jahren konnten die Menschen in Deutschland konstatieren, dass die Durchschnittstemperatur des Winters der zurückliegenden 30 Jahre bei ca. -0,2°C lag. Heute blicken wir zurück und stellen fest, dass die Durchschnittstemperatur des Winters Jahren bei +1,4°C lag.      http://www.bernd-hussing.de/DeutschlandTT.htm          Das macht knapp 2°C Erwärmung in 60 Jahren.             Silke Kosch

    • „Vor 60 Jahren konnten die Menschen in Deutschland konstatieren, dass die Durchschnittstemperatur des Monats Februar der zurückliegenden 30 Jahre bei ca. -0,2°C lag.“
      Nach meinen Analysen von „DWD regional averages“ betrug die Mittel-Temperatur Februar 1932-1961 0,0 °C, im Zeit-Intervall 1902-1931 0,5 °C und im Zeit-Intervall 1992-2021 1,6 °C. Die langfristige Erwärmung (ca. 100 Jahre) im Monat Februar betrug also nicht 1,4 °C, sondern 1,1 °C.

      • Danke Herr Berberich für die Richtigstellung der Kosch`schen Daten. Ich hatte mir schon gedacht, dass auch Ihnen das gleich auffallen wird. Und als Ergänzung, der Schnitt von 1991 bis 2020 beträgt auch nicht 1,7 C, sondern 1,5 °C. Und der DWD-schnitt von 1961-90 lag bei +0,4 C. Abgesehen von der Ungenauigkeit der Kosch`schen Daten wurde es natürlich wärmer, was unser Artikel nicht abstreitet, sondern nach den Ursachen sucht und erklärt. Interessant ist allerdings, wenn man bei den beiden im Artikel genannten Einzelstationen über 200 Jahre zurückgeht. Das momentan hohe Temperaturplateau gabs schon mal. Damals lagen die CO2-Konzentrationen unter 300 ppm.

        • Sehr geehrte Frau Kosch. Leider haben Sie sich nicht mehr gemeldet. Damit Sie aber meine und Herrn Berberichs Einwände zu Ihrem Kommentar nicht falsch interpretieren, hier die ausdrückliche Bestätigung der Erwärmumg seit seit 60 Jahren. Sie ist nur nicht so hoch wie Sie das beschreiben. Im Grunde ist es der Temperatursprung 1988, der beide Zeiträume unterscheidet. Und dieser Temperatursprung hat natürliche Ursachen und nicht CO2. Für CO2 gibt es keinerlei Beweise und auch Sie werden wie alle keine Beweise einer CO2-Erwärmung nennen können. Im Gegenteil: Bei den wärmeinselarmen STandorten ist der CO2-Anstieg vollkommen gleich wie in den Städten. Und dort fallen die Temperaturen auf dem höheren Niveau wieder und werden in einigen Jahren das Niveau von davor erreicht haben. Natürlich nur, wenn keine Bebauung in den WI-armen STandorten einsetzt und auch keine weiteren Temperatursprünge. Wie Sie wissen, erwarten wir aufgrund der fehlenden Sonnenflecken in Bälde eine Abkühlungsphase.

    • Wo kam denn der Anstieg von 1910 bis 1940 her? Auch CO2? Warum wurde es danach massiv kälter?Warum nehmen Sie ausgerechnet den kältesten Punkt für Ihre Betrachtung?

      „Die Daten stammen vom DWD“. Also werden Äpfel mit Birnen verglichen. Schauen Sie doch mal, in welchem Zeitraum die Wetterstationen auf PT100 – Messung umgestellt und die Auswerteverfahren geändert wurden.

      • @ Martin Rohde

        „Wo kam denn der Anstieg von 1910 bis 1940 her? Auch CO2? Warum wurde es danach massiv kälter?Warum nehmen Sie ausgerechnet den kältesten Punkt für Ihre Betrachtung?“

        Sehr geehrter Herr Rohde,

        dazu lohnt es sich, die Abbildungen 2a und 2b anzusehen – es waren die NAO und die an diese geknüpfte Häufigkeit der milden Westlagen. Die sind auch für die aktuell milden Februare „verantwortlich“. Und die „offiziellen“ DWD-Aufzeichnungen beginnen nun mal 1881, in einer Kaltphase. Herr Kowatsch hat deshalb mit den Grafiken 11a und 11b „nachgearbeitet“ – sie reichen deutlich weiter zurück und zeigen, dass die langfristige Februar-Erwärmung alles andere als dramatisch ist. Ganz zu schweigen von der Mittelalterlichen Warmzeit oder gar dem „Atlantikum“ der Jungsteinzeit, der wärmsten Phase des Holozäns. Im Mittelalter reichte der Weinbau bis nach Nordengland, und vor etwa 7.000 Jahren hatten wir hier ein Klima, wie im südlichen Ungarn; Alpen-Gletscher gab es nicht, und das arktische Meer war im Sommer eisfrei.

    • Frau Kosch, danke für die interessanten Grafiken von Bernd-Hussing. Ihr Link funktioniert leider nicht durch Anklicken, da ein extra Buchstage am Ende dess Links steht, den der Editor als Leerzeichen ausgibt. Ich fand die Grafik https://tinyurl.com/ax7kedp2 besonders interessant. Sie gibt das 30-jährige Temperatur-Mittel in Deutschland für den Monat Februar aus. Es handelt sich um aufbereitete DWD-Daten und zeigt einen deutlichen Anstieg.

      • „Es handelt sich um aufbereitete DWD-Daten und zeigt einen deutlichen Anstieg.“

        Und wie groß ist der deutliche Anstieg?

        • Herr Freitag, abermals muss ich Herrn Berberich mit seiner Frage an Sie vollkommen recht geben. Mich interessieren keine aufbereiteten DWD-Daten, sondern ich arbeite mit den Original-DWD-Daten. Da nur die ersten 50 Jahre des Februars vom DWD-kälter gemacht wurden, sind die letzten 30 Jahre bzw. der Zeitraum  1988 bis heute egal. Und da gibt es keine Februarerwärmung. Nur stark WI-behaftete Stationen wie Hof, München oder Konstanz zeigen eine Minimalsteigung der Trendlinie, bei WI-armen Stationen fällt die Trendlinie mehr oder weniger deutlich.

          • Herr Kowatsch, darf ich Ihre Ansicht so verstehen. Nach den aktuellen Daten des DWD gäbe es zwar einen deutlichen Anstieg der Februartemperaturen im Mittel auch in Deutschland.  Die Daten des DWD sind jedoch aus verschiedenen Gründen (Manipulation der Daten, Unterschätzung von Wärmeinseleffekten) falsch und sind somit nicht zu gebrauchen.

          • Nein Herr Freitag, so dürfen Sie mich nicht verstehen, falsch und unbrauchbar sind die Februardaten des DWD nicht, die einzelnen Wetteramtsleiter arbeiten gewissenhaft. Aber sie ermitteln die Daten von heute in einem ganz anderen Deutschland. Der DWD kann nichts dafür, dass sich Deutschland verändert hat. Seit 1881 wurde es nun mal wärmer. Siehe unsere Grafik 1. Die ein oder zwei Zehntel die der DWD in den ersten 50 Jahren nach unten korrigiert hat, sind unbedeutend. Durch den natürlichen Temperatursprung 1988 liegen wir auf einem höheren Wärmeplateau als um 1900. Falsch wäre nur, wenn man daraus den Schluss zieht, dass CO2 diese Erwärmung bewirkt hat. Die Erwärmung seit 1881 hat mehrere Gründe. 1) 1881 lag in einer Temperaturdelle, die kleine Eiszeit war eigentlich erst um 1900 zu Ende. 2)Seit 1881 gab es natürliche Gründe für die Klimaschankungen und Klimasprünge. 3) Die Wetterstationen standen im Kaiserreich an ganz anderen, nämlich viel kälteren Plätzen als heute, nahezu alle heutigen Standorte der DWD-Wetterstationen sind mehr oder weniger stark wärmeinselbehaftet. Die ständige Zunahme der Wärmeinseln sind der eigentliche anthropogene Temperaturtreiber und nicht CO2. Falls Sie den menschenbezogenen Anteil an der Erwärmung bekämpfen wollen, dann müssen Sie die Bebauung, die Trockenlegung der Landschaft, die Bevölkerung und den Lebensstandard wieder zurückfahren. Eine CO2-Einsparung führt zu nichts. Fazit: Wir wollen die tatsächlichen Faktoren finden und erkären, weshalb die Wetterstationen im Kaiserreich tiefere Temperaturen anzeigten als die Wetterstationen an den heutigen Plätzen

  5. Für die Statsitiker: Nach Auszählung aller Wetterstationen gibt der DWD den Februar nun mit 1,7 °C für Deutschland an, also nur noch 0,2, K über dem neuen Bezugszeitraum. An den Inhalten und Aussagen des Artikels ändert sich dadurch natürlich nichts. Damit wird die leichte Februarabkühlung seit 1988 lediglich bestätigt. Bei den WI-armen Stationen ist sie deutlicher, obwohl CO2 in diesem Zeitraum um 70 ppm angestiegen ist. Bei den WI-armen städtischen Stationen (Zeitz) ist der Abkühlungstrend etwas geringer als bei den WI-armen ländlichen Statitionen, da besonders kalte Tage rausgeheizt werden und in der Endabrechnung dann fehlen.

  6. Tja, es bleibt ein Phänomen: Man beobachtet den global homogenen CO2-Anstieg, rechnet globale Mitteltemperaturen aus und setzt sie zueinander ins Verhältnis. Doch die gemeinen Temperaturanstiege denken nicht daran, sich so zu verhalten wie das CO2. Besonders krass an den Polen: Im Süden keine Erwärmung, im Norden dafür umso mehr. Und der IPCC und die Potsdämlichen flunkern uns vor, sie könnten die Temperaturanstiege mit ihren Modellen berechnen. Unsere „weise“ Klima-politische Führung glaubt es und ruiniert sogar das Land dafür. Nachdem man schon die Temperaturen laufend „adjustiert“, bin ich für den Einbau einer Zusatzheizung in jede Messstation, damit man von dem widerspenstigen CO2 nicht mehr abhängig ist. Und auf Knopfdruck wird dann jede gewünschte Klima-Katastrophe eingestellt. Luisa, Svenja, Angela, Ursula sind hoch entzückt und ziehen, voll entrückt, die Klima-Daumenschrauben weiter an. Ein Ersatz für den Lockdown, von dem Angela sich einfach nicht trennen will. Genügt hätte aber für Blödland, wenn uns die Medien weiter Klima-verdummen – funktionierte doch prächtig! Und will die durchgeknallte Luisa nicht in einer Berliner Kirche predigen? Wunderbar, das passt zu unseren erbärmlichen Zeitgeist-Kirchen. Die dunkelgrünen Klima-Trottel unter sich.

  7. In diesem Februar war die Variabilität der Tagesmittel-Temperaturen besonders groß war. Einige Autoren haben dies als eine Folge des Klimawandels dargestellt. Am Hohen-Peißenberg betrug die Standard-Abweichung der Tages-Mittel-Temperaturen im Februar 2021 +/- 7,7°C. (Mittel 1991-2021 +/- 4,6°C). Der Trend während dieses Zeitraums ist negativ (-0,14 +/- 0,26 °C/Dekade) im Unterschied zu früheren Klimaperioden (1961-1991,1931..1961,1901..1931). Dies wäre eine Bestätigung für eine Häufung von Kalt-Luft-Einbrüchen im Monat Februar. Allerdings ist die Unsicherheit des Trends recht groß. (Für die Wetterstation Potsdam beträgt im gleichen Zeitraum der Trend der Standard-Abweichung 0,002 +/- 0,27 °C/Dekade).

  8. Ganz großes Kino, der Meister läuft zur Höchstform auf.Trotzdem beeinflussen wir das Klima im Moment zu 100% und das ist auch gut so.Ganz Dunkeldeutschland bestand vor dem wärmeinselliebenden Deutschen aus 95% gesundenMischwald, der immer im Sonnen- und Erdmagnetfeldminimum Unmengen von Wolkenproduziert um sich vor der starken Strahlung zu schützen. Ein seitJahrmillionen eingeschwungener Zustand. Klima von damals hat überhaupt nichtsmehr mit Heute zu tun. Wenn ein neues „Mounder Minimum“ 2040 bevorsteht,brauchen wir noch mehr Straßen, dunkle Hausfassaden und viel sauberer Luft umin den kommenden Wintern nicht einzufrieren?    

  9. Die Zunahme der Temperatur in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre beruht auf der Zunahme der Sonnenschein-Stunden im Sommer. Ich habe das mal selbst ausgewertet.https://klimakatastrophe.wordpress.com/2021/02/07/die-zunahme-der-sonnenschein-stunden-seit-mitte-der-1980er-jahre-und-nicht-das-co2-hat-vor-allem-in-deutschland-zur-erwarmung-beigetragen/Im Winter (Januar, Februar), wo die Sonne bekanntlich wenig scheint und die Nächte lang sind und es schon kalt ist, ist die Temperatur in Deutschland in den letzten 35 Jahren nicht gestiegen. Rechnet man die Sonnenstunden raus, die im Sommer hinzugekommen sind, zeigt sich auch da kein Erwärmungstrend mehr.

    • Na Herr Krueger,

      dann kann CO2 es ja nicht sein. Dann gibt es den radiativen Treibhauseffekt nicht, weil eins ist sicher, die Mauna Loa CO2 Kurve geht nach oben, und laut Ihnen ist CO2 sehr gut verteilt in der Atmosphaere. Heizen tut das CO2 also gar nicht gut und die Sonne ist es.

      Jetzt muessen sie nicht gleich wieder fragen den Kommentar zu loeschen. Die Sonnenscheindauer macht sicher was aus! Sie lagen da mit ihrer Untersuchung gar nicht so schlecht.

    • @ Michael Krüger

      „Die Zunahme der Temperatur in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre beruht auf der Zunahme der Sonnenschein-Stunden im Sommer.“

      Das ist zutreffend – aber für das gesamte Sommerhalbjahr. In Großbritannien zeigt sich übrigens Ähnliches. Aber was bewirkte die zunehmende Sonnenscheindauer? CO2 war es ganz sicher nicht. Folgendes ist plausibel:

      1. Weniger Staub und SO2 durch die Luftreinhaltemaßnahmen.

      2. Mehr südliche, wolkenarme Großwetterlagen.

      3. AMO-Warmphasen, wie gegenwärtig, scheinen mit höherer Sonnenscheindauer einherzugehen.

      4. Die menschengemachte Austrocknung der Landschaft (Entwässerungsmaßnahmen, Bebauung und Versiegelung).

      5. Die Sonnenaktivität selbst.

    • Herr Krüger, immer wieder lese ich, dass Temperaturzunahmen auf Zunahme der Sonnenscheindauer zurückzufuehren sind. Gibt es nicht auch einen umgekehrten Effekt, dass zunehmende Temperatur mehr Sonnenschein versursacht?

      • „Gibt es nicht auch einen umgekehrten Effekt, dass zunehmende Temperatur mehr Sonnenschein versursacht?“
        Entscheidend ist die absorbierte solare Einstrahlung. Nach Satelliten-Messungen (CERES EBAF Ed.4.1) betrug die (ausgeglichene) absorbierte Einstrahlung (ASRAS) 200003 240,54 W/m² und stieg bis 202007 auf 241,99 W/m² an. Strahlungs-Transfer-Rechnungen ergeben einen entsprechenden Anstieg der von der Oberfläche absorbierten Strahlung ASRSAS von 163,04 W/m² auf 164,52 W/m². Die von der Atmosphäre absorbierte solare Strahlung nahm von 77,50 W/m² auf 77,47 W/m² geringfügig ab. Ursache ist wohl die geringfügige Abnahme der Wolken-Bedeckung. Andererseits geht die Meereis-Bedeckung auf der Nord-Halbkugel im Sommer zurück. Dadurch wird mehr Sonnenstrahlung absorbiert. Ich vermute dass dies der Haupt-Beitrag der Zunahme von ASRSAS ist.

        • Addendum: Man kann die Analyse auch für einzelne Klimazonen ausführen. Da gibt es eine Überraschung: auf der Nord-Halbkugel hat die absorbierte solare Strahlung zwischen März 2000 und Februar 2020 sowohl an der Oberfläche als auch in der Atmosphäre abgenommen. Auf der Südhalbkugel haben dagegen beide zugenommen. Bekanntlich nimmt die Temperatur auf der Nord-Halbkugel aber stärker zu als auf der Südhalbkugel. Ich fürchte ohne Berücksichtigung von Wärmeströmen in den Ozeanen lässt sich dies nicht verstehen.

      • Herr Freitag: war wohl ironisch.. “ dass zunehmende Temperatur mehr Sonnenschein versursacht?“ Richtig ist aber, dass zunehmende Temperatur mehr CO2 in der Atmosphäre verursacht.

        • Herr Kowatsch, es war nicht ironisch gemeint, sondern eine Frage eines Nichtfachmanns, der sich so seine Gedanken macht. Erhöhte Temperatur kann doch Nebel und Wolken auflösen. Quantifizieren kann ich das nicht. Ihr Vergleich mit dem CO2 ist ganz gut. Selbstverständlich verursacht zunehmende Temperatur mehr CO2 in der Atmosphäre, kein Fachmann wird das bestreiten, aber es gilt halt auch das Umgekehrte,  mehr CO2 erhöht die Temperatur. Das letztere wird auch in Eike-Kreisen weitgehend anerkannt, allerdings wird über die Intensität diskutiert.

      • @ Eberhard Freitag

        „Herr Krüger, immer wieder lese ich, dass Temperaturzunahmen auf Zunahme der Sonnenscheindauer zurückzufuehren sind. Gibt es nicht auch einen umgekehrten Effekt, dass zunehmende Temperatur mehr Sonnenschein versursacht?“

        Sehr geehrter Herr Freitag,

        Sie müssten uns schon mal erklären, wieso die Sonnenscheindauer in Deutschland im Sommerhalbjahr stark positiv signifikant mit der Temperatur korreliert, in den übrigen Monaten aber kaum (obwohl es auch da eine Erwärmung gab) – im Winter, speziell Januar, ist der Zusammenhang gar negativ. Klingelt’s?

  10. Bei der Prognose für den Winter hatte ich ebenfalls eine regionale Prognose gewagt – bezugnehmend auf das Wachstum / Blüte der Königskerzen: Ende des Jahres bis ca. Mitte Februar wird es einen normalen mitteleuropäischen Winter geben. Wie immer hatten die Königskerzen recht.

    • Die Kraniche haben auch recht, die fliegen sobald Eis u. Schnee tauen wird in Richtung Froschhochzeit und Froschlaich [hier bei uns wird Südniedersachsen überquert]. Aber bei der Richtung kommt es auf den Gegenwind „jet stream“ an, der von den regierungsbezahlten Grünkreisch-NGOs als Klimaalarm in der GEZ-Propaganda gebracht wird.

    • @ Annette Schubert

      „Wie immer hatten die Königskerzen recht.“

      Welche meinen Sie konkret? Es gibt zahlreiche Verbascum-Arten, von denen Verbascum densiflorum, thapsus, lychnitis und phlomoides auf eher trockenen Ruderalstellen wachsen, nigrum eher an mäßig feuchten Waldrändern. Außerdem gibt es zahlreiche Bastarde und gärtnerische Arten. Wichtig ist, dass fast alle zweijährig sind, also im ersten Jahr nur eine Rosette bilden, im zweiten blühen sie und sterben danach meistens ab. Sie entwickeln sich also zu einer Zeit, die zu weit vom Bezugswinter entfernt liegt. Es kann zwar durchaus auch sinnvoll sein, das Erscheinungsbild der Natur zur Abschätzung des kommenden Winters mit in die Betrachtungen einzubeziehen; aber ohne meteorologische und klimatisch-statistische Zusammenhänge kommt man da nicht aus; mehr dazu in Kürze in einem gesonderten Beitrag.

      • Ich meine die Großblütige Königskerze – also eine „Urform“. Verbascum densiflorum. Schon in alten Kräuterbüchern wird die Vorhersagekraft beschrieben. Und zwar bezieht es sich auf das zweite Jahr, also das blühende Jahr. Von Anfang Mai bis Ende Oktober immer plus 6 Monate. Also die Entwicklung im Mai – Blattwachstum, Entwicklung der Blüte, insgesamte Höhe usw. sind die Indikatoren. Im letzten Jahr ging das Wachstum recht langsam los, Ende Juni bis Mitte August aber standen die Königskerzen bei mir in guter Blüte, hochgewachsen – also Ende des Jahres bis Mitte Februar guter Winter. Dann starben sie relativ schnell ab, nur vereinzelt zeigten manche Pflanzen noch ein paar Blüten – also immer noch ein,zwei winterliche Tage im März.

        Im Jahr 2010 blühten sie bis Ende Oktober und der Winter zog sich bis Ende März auch hin. In einem Skiort fragen sie einen Pflanzen- und Naturkenner jährlich, wann sie den Skikarneval oder anderes feiern sollen – damit auch ja Schnee liegt oder es zumindest kalt genug für Kunstschnee ist. klappt wohl hervorragend. So bin ich darauf gekommen und habe – wie gesagt – in alten Büchern auch die Hinweise gefunden.

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