Ozonloch und FCKW-Verbot: Umweltrettung oder schlichtes Geschäftsmodell?

Ozon entsteht aus O2 und wandelt dabei UV-Strahlung um. By Ben Mills - Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=686544

von AR Göhring

Vor kurzem verstarb der niederländische Meteorologe und Nobelpreisträger Paul Crutzen, auf dessen Forschung die Kampagne zur Rettung der Ozonschicht vor FCKW-Emissionen zurückgeht. 1989 wurden daher Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe als Treibmittel in Sprühflaschen verboten. Hatte er recht, oder war er nur der Erzähler für eine Theorie, die vor allem Interessen von Chemiefirmen diente?

Seit 50 Jahren warnen Politiker, Journalisten, politiknahe Wissenschaftler und Geschäftsleute (Club of Rome) vor diversen Umwelt- und Technikgefahren wie Klimawandel, Waldsterben, Ozonloch und Atomtod, die niemals eintraten.

Dabei wurden unrealistische Annahmen wie das berühmte Oil-Peak (Erdöl bald verbraucht) oder natürliche Schwankungen der Natur als schwerwiegendes Problem verkauft. Typisches Beispiel sind die Zyklen von Nadelbäumen, denen es in einem Jahr mal gut, mal schlecht geht, abhängig von der Spezies und Kulturart. Die Apokalyptiker des „Waldsterbens“ der 80er deklarierten in dem Zusammenhang schlechte Jahre einiger Baumarten als generell „menschgemacht“. Als es den Bäumen Ende der 80er natürlicherweise wieder besser ging, wurde das Thema medial ausgeschlichen und durch „Ozonloch“ ersetzt; ab 1992 dann durch den „Heißzeit-Klimawandel“.

Wußten Sie, daß Ozon O3 natürlicherweise vor allem über den heißen Regionen am Äquator entsteht, wo es denn auch die meiste ultraviolette Strahlung abhält? In der dauerkalten Antarktis hingegen entsteht nur wenig von dem Sauerstoffmolekül, weswegen sich dort Ende der 1980er auch das Ozonloch befand. Genau diesen Sachverhalt analysiert EIKE-Mitglied Prof. Carl Otto Weiss, der ehemalige Direktor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig/Berlin, in einem Interview mit der Internetseite Welt der Fertigung 2020. Er stellt die pikante Frage, wieso das Ozonloch gerade über einer Weltgegend entstand, wo es garantiert keine FCWK-Emissionen gab. Es sei denn, ein Antarktisforscher hätte damals in seiner Eisstation ein Sprüh-Deo benutzt.

Das offizielle Narrativ in den 80er Jahren lautete, daß das Chlor in den Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen FCKW mit dem Ozon reagiere und es somit zersetze. Durch das entstehende „Loch“ könne dann die ultraviolette Strahlung der Sonne ungehindert auf die Erdoberfläche vordringen und alle Menschen an Hautkrebs erkranken lassen usw. Weiss bietet eine ganz andere, äußerst pikante Erklärung für die Ozonloch-Theorie:

Bekanntermaßen werden Produkt-Patente nur für eine bestimmte Zeit erteilt, um zu verhindern, daß die Erfinderfirma ein Monopol erhält und damit der Wettbewerb ausgeschaltet wird. Nach Ablauf der Frist muß der Erfinder also ein anderes Produkt bereithalten, auf das er wieder ein Patent anmelden kann. Dafür genügend häufig geringfügige Änderungen – entfernt man beispielsweise das Chlor aus dem FCKW, entsteht das angeblich harmlose FKW. Nun hatte der Chemieriese Dupont aus den USA lange Jahre ein Patent auf das Kälte- und Treibmittel FCKW, das sich als segensreich für die Konsumenten erwies, da die Vorläufer-Chemikalien äußerst giftig waren und im Falle eines Kühlschranklecks ganze Familien in ihrer Küche umbrachten.

Als das Patent für FCKW auslief, hätten Konkurrenzhersteller vor allem aus Deutschland und Japan Dupont ordentlich Konkurrenz machen können. Daher unterstützte der US-Riese „Forschung“ zur Gefährlichkeit seines eigenen Produktes , damit FCKW verboten und durch die patentgeschützte Alternative FKW ersetzt wurde, an denen Dupont alleine verdienen konnte.

Carl Otto Weiss erfuhr von diesem politischen Verfahren, als er sich 1974 auf einem Kongreß in Dallas mit zwei Kollegen aus den USA über Laser-Meßverfahren austauschte:

Mittels dieses Lasers sollte die Ozonkonzentration und gleichzeitig die Chlorkonzentration, die vermutlich von FCKW herrührt, in der oberen Atmosphäre gemessen werden, um gegebenenfalls die offiziell behauptete Korrelation zu bestätigen. Dies wurde nach Aussage der beiden Fachkollegen von Dupont, der größten Chemiefirma der Welt, finanziert. Dieses Unternehmen hielt damals gemeinsam mit ICI England die Patente der FCKW-Kühlmittel, welche zu dieser Zeit ausliefen. (…)

Daß es sich um Bewahrung des Kältemittelmonopols handelt, wurde ersichtlich, als 30 Jahre später die Patente für das Nachfolgeprodukt FKW wiederum ausliefen. Da wurden die FKW verboten, da sie angeblich zur Erderwärmung beitragen. Abermals wurde so das Monopol für ein neues Kältemittel gewahrt.

Nun hätte ja aber die Theorie der Ozonzersetzung durch Chlor ja stimmen können. Hatten die beiden Kollegen von Weiss mit ihrem Laser den Nachweis dazu führen können?

Nein das gelang ihnen nicht. Sie sagten mir später, daß das Chlor, welches von den FCKW eingetragen würde, nur etwa 1/700 dessen ausmacht, was aus den Weltmeeren herausdampft, die ja das Salz NaCl in riesigen Mengen enthalten. So ein sehr kleiner Anteil ist natürlich sehr, sehr schwer vom überwiegenden Hauptanteil meßtechnisch zu unterscheiden.

In Deutschland hatte der langjährige Chef des Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, Paul Crutzen, ebenfalls Forschung zur Schädlichkeit des FCKW durchgeführt und dafür 1995 sogar den Nobelpreis erhalten. Hatte er bessere Forschungsergebnisse zu bieten, die die höchste Ehre rechtfertigt?

Das Hauptergebnis war, daß in Crutzens Rechnungen ein Reaktionsquerschnitt (Reaktionswahrscheinlichkeit) zehn Mal höher angenommen war als der korrekte Wert. Mit dem korrekten Wert errechnet man einen völlig vernachlässigbaren Einfluß der FCKW-Emissionen.

Wenn das stimmt, wäre das ein gewaltiger Skandal, der nicht nur die Industrie, sondern auch die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften, etliche Medien und vor allem die Politiker beträfe. Vielleicht nur eine Verschwörungstheorie?

Nach Freunden von mir, die in der Industrieforschung tätig sind, ist so ein Versuch – ein Monopolmittels falscher Behauptungen finanziell abhängiger Wissenschaftler aufrecht zu erhalten – ein durchaus üblicher Vorgang. Die Sache erlangte nur dadurch Aufsehen, da sie – wie üblich – zur Verängstigung sowie der dann resultierenden Opferbereitschaft zur Verarmung der Bevölkerungen propagandistisch inszeniert wurde. Ohne diese propagandistische Ausschlachtung wäre der Vorgang nur ein ziemlich übliches Geschäftsverhalten geblieben.

Stimmt – in der Ernährungsforschung ist zum Beispiel bestens bekannt, daß eine von einem Konzern finanzierte Studie in der Regel das „ergibt“, was dem Konzern nutzt. So wurden früher in der Ernährungspyramide Getreideprodukte als die Basis empfohlen – was dem Cornflakes-Hersteller nutzte, für den die Experten arbeiteten.

War die Ozon-Affäre eine Art Blaupause für folgende Umweltschutz-Aktionen wie die aktuelle CO2-Panikmache?

Es gibt ja eine sehr umfangreiche Analyse die klärt, mit welchen Mitteln und mittels welcher politischen Beeinflussung es möglich war, den Bevölkerungen dies absolut unplausible Szenario einzureden. Nämlich das Buch ›The Ozone Discourses‹ des Autors K. Litfin. In dieser über 1000-Seiten-Analyse wird angemerkt, dass die Erkenntnisse der Ozon-Kampagne nützlich sein können, um den Bevölkerungen das Märchenvon der Erderwärmung durch CO2 einzureden.

Wobei hier nicht mißverstanden darf, daß Karen Litfin eine Aufklärerin war. Ganz im Gegenteil: Das Buch der Autorin darf eher als orwellsche Anleitung verstanden werden.

Insofern wundert die Einschätzung von Prof. Weiss zur aktuellen Klimapolitik nicht:

Mittlerweile ist es leider so, dass unzählige Jobs von der Hypothese menschengemachter Erderwärmung abhängen. Hinzukommen die enormen geopolitischen Gestaltungsmöglichkeiten die sich durch die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel ergeben. Ganz zu schweigen von den enormen Geldmitteln, die durch diesen Schwindel generiert werden können. Wissenschaftler, die die Fakten benennen, verlieren heute meist ihren Job. Letztlich hat es das Establishment geschafft, durch seine finanzielle Kontrolle der Medien einen Schwindel als Wahrheit zu verkaufen.

Und, wie die Bibel sagt, nichts Neues unter Sonne, alle Tricks sind schon einmal dagewesen. Wir erinnern uns nur nicht mehr, oder merken nicht, daß wir genau so dumm sind wie frühere Völker, die auf die Geschichten von Medizinmännern und Häuptlingen hereinfielen:

Um die Bevölkerung in Angst zu halten und damit die Herrschaft zu stabilisieren, erzählte beispielsweise die herrschende Inka-Clique der Bevölkerung, es müßten Menschenopfer gebracht werden, sonst ginge morgen die Sonne nicht mehr auf. Zudem musste die Bevölkerung beim Abschlachten der „Opfer“ zusehen. Aus Angst, selbst ein Opfer zu werden, wurde nichts gegen den Unsinn gesagt. Nur nichtauffallen war damals die Parole– genau wie heute. Heute wird erklärt: leider, leider müsse man die Bevölkerung verarmen (und versklaven) sonst würde morgen die Erde brennen. Schon 2009 veröffentlichten die 50 führenden Zeitungen der Welt den gleichlautenden Text: Es ist der allerletzte Moment, die Erde zu retten. Wenn wir nicht sofort handeln. Jetzt – elf Jahre später – ist immer noch der „allerletzte“ Moment, und das wird sich auch nie ändern. Es wird immer der „allerletzte“ Moment sein, auch noch in hundert Jahren, wenn die Erde eigentlich längst verbrannt sein sollte. Die Polkappen sollten nach Al Gore schon 2014 abgeschmolzen sein, und seit 2000 nach Latif in Deutschland kein Schnee mehr fallen. Es wird bereits die Todesstrafe gefordert für das Beibringen von Belegen, dass CO2 für das Erdklima keine wesentliche Rolle spielt. Also lieber nicht auffallen, damit man nicht so endet, wie die Opfer der Inkas.

Schlußbemerkung: Paul Josef Crutzen schlug 2006 vor, die Atmosphäre der Erde mit Schwefeldioxid, das kühlend wirkt, vor der Erhitzung zu bewahren. Pikant ist, daß Crutzens Vorgänger in den 1970er Jahren davor warnten, daß die SO2-Emissionen der Industrie eine neue Eiszeit auslösen könnten. Und um 1980 war das Gas aus den Schloten der angebliche Hauptgrund für Sauren Regen und das Waldsterben.

 

 

 

 

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29 Kommentare

  1. Leider komme ich spät zu meinem Kommentar. Ich habe etliche Seiten im Internet durchgeforstet, aber keine Antowort gefunden, auch bei EIKE nicht. Die Frage lautet: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Stärke der UV-Strahlung auf der Erdoberläche und der Ozonkonzentration in der Stratosphäre?Z.B. bei 300 DU (= 0-8 ppmV Ozonkonezentartion) beträgt die UV-Strahlung 150 W/m2, bei 220 DU (= ca. 0-7 ppmV Ozonkonezentartion) aber 180 W/m2. Meiner Meinung nach dürfte es einen solchen Zusammenhang nicht geben. Die Konzentration der Nichtozon Moleküle liegt in beiden Fällen über 99,999 %. D.h. die Transparenz der Atmosphäre für die UV-Strahlen ist sehr groß, die Differenz ist vernachlässigbar. Oder sehe ich etwas falsch?

  2. Naja, 1000 Jahre soll sich C02 in der Atmosphäre aufhalten und wir blasen mit Hochdruck zur Rettung des Klimas, seit Jahren Abermillionen Tonnen von CO2 eifrig in die Luft und haben Jahr für Jahr fünf nach Zwölf. Wir Legen dafür auch CO2 freie Energieindustrie still. Und subventionieren nicht erbrachte Energie, die auch noch Mitschuld an noch mehr CO2 und hohen Recourccenverbrauch  hat.

    • @ Günter Lindner :

      Herr Lindner, 1000 Jahre Verweildauer von CO2 in der Erdatmosphäre war eine Angabe in einem IPCC-Bericht während z.B. Mojib Latif und das Umweltbundesamt eine Verweildauer von 100 – 120 Jahren angeben. So sehr schwanken die Angaben von Organisationen bzw. Personen, die vor einem gefährlichen Klimawandel warnen.  Es handelt sich hierbei um grobe Abschätzungen, wobei nicht nur das Gleichgewicht mit den Ozeanen und anderen Gewässern sondern auch mit Abregnen in Regentropfen, Reaktionen mit Gesteinen, Umsetzung durch Photosynthese in Pflanzen und Algen u. a. mit berücksichtigt werden muss. Man macht es sich allerdings bei der Abschätzung der Verweildauer häufig sehr einfach, indem man den Verlauf des C-14 Kohlenstoffgehalts im atmosphärischen CO2 über die Jahre bestimmt (CO2 aus fossilen Energieträgern enthält kein CO2 mehr sondern nur CO2 aus biologischem Material) und gleichzeitig aus dem Verbrauch von Kohle, Erdöl- und Erdgasprodukten grob abschätzt, wie viel CO2 aus fossilen Energieträgern freigesetzt wurde. So werden auch Länderdaten bezüglich CO2-Emissionen ermittelt. Große Schwankungsbreiten sind somit „vorprogrammiert“

    • Ozonlöcher entstehen immer in der Kälte, auch ohne FCKW, wie das Beispiel zeigt. Die Reaktion des FCKW existiert, hat aber kaum Effekt.

      • Da gibt es auch noch andere Stoffe als FCKWS und CFCS. Z.B. Brommethan und Chlormethan aus den Energiepflanzenanbau. Paul Crutzen war übrigens ein Freund von meinen Ex-Prof. John Burrows. Und alleine durch Kälte und Frühlings-Sonne baut sich kein Ozon ab.

        • Bei Kälte entsteht Ozon kaum; daher die Löcher überm Pol. Wo kommen denn Halogen-Alkane in der Landwirtschaft vor? Bio-Pestizid???????

        • Besso Keks sagt:

          „Die „Löcher“ haben mit „Kälte“ herzlich wenig zu tun, wohl aber mit fehlender UV-Strahlung.“

          Warum entsteht das sogenannte „Ozonloch“ genau dann, wenn nach dem antarktischen Winter die UV-Strahlung wieder einsetzt?

          • Ozon entsteht bei Vorhandensein von O-Radikalen. Diese werden durch UV-Strahlung gebildet.

            Ozon selbst ist instabil und zerfällt wieder zu O2

          • Werter Besso Keks,

            Ihre Antwort geht an meiner Frage vorbei.

            Wir wissen, dass die stratosphärische Ozonkonzetration während des antarktischen Winters abnimmt (soweit stimmt Ihre Antwort).

            Nur das was  Ozonloch identifiziert wird entsteht erst mit dem Eintreffen der ersten UV-Strahlen nach dem Antarktischen Winter: ein deutlicher Abfall der Ozonkonzentration nach dem Ende der antaktischen Polar-Nacht. Dann also, wenn nach Ihrer Ausführung Ozon wieder zunehmen sollte.

            Versuchen Sie es also gerne nochmlas.

            MfG

            Ketterer

          • „Wir wissen, dass die stratosphörische Ozonkonzetration während des antarktischen Winters abnimmt (soweit stimmt Ihre Antwort).“

             

            Ich weiß sogar, daß es während des Winters kälter ist. Im Antarktischen Sommer steigt, wie Sie sagen, die Ozonkonzentration. Die angebliche Konzentration von FCKWs bleibt gleich.

            Wieso sollte für einen kurzen Übergang ein Abbau von Ozon durch die FCKWs erfolgen?

          • Werter Besso Keks,

             

            Beobachtet wird ein Ozonloch gerade zu den Zeiten (lokales Frühjahr), wo nach ihrem Modell das Ozon zunehmen sollte. Versuchen Sie doch bitte das einmal zu erklären.

             

            MfG Ketterer

      • „Ozonlöcher entstehen immer in der Kälte, auch ohne FCKW, wie das Beispiel zeigt.“
        Als Nicht-Chemiker verstehe ich nicht, warum Ozon vor allem in der Kälte abgebaut werden soll. Ozon bildet sich in der Stratosphäre durch Fotolyse.Dies ist eine endotherme Reaktion und Ozon ist folglich metastabil. Eine thermischer Zerfall ist bei hohen Temperaturen wahrscheinlicher. Es müssen also Katalysatoren wirken, die bei tiefen Temperaturen besonders effektiv sind. Denkbar wären Eiswolken, an denen sich Halogen-Verunreinigungen anlagern. Trocken-Eis bildet sich bei – 79°C. Die Stratosphären-Temperatur in der Antarktis liegt im Juli und August häufig darunter. Ich frage micht warum CO2 keine Rolle spielen sollte.

        • Bin kein Atmosphärenchemiker. Meine Vermutung: Aktivierungsenergie in Kälte fehlt. Bei starker molekularer Bewegung knupsen die O2 häufiger aneinander und bilden mehr Ozon. Näheres im Link oben zu Weiss

          • Aus dem Interview in der Welt der Fertiung mit Dr. Otto Weiss:

            „Frage: Die Vermessung des Ozons wurde Anfang der 1980er Jahre aufgenommen. Dies ist eine relativ kurze Zeitspanne. Gibt es keine Messungen aus früherer Zeit?

            Dr. Weiss: Ozonmessungen aus früherer Zeit sind mir nicht bekannt, aber die Erkenntnis, dass die Ozonkonzentration mit der Temperatur abnimmt, stammt – wie gesagt – schon aus den 1920er Jahren.[…]. “

             

            Falls Dr. Weiss die Messungen zum Ozon in der Antarktis durch Dobson seit dem Ende der 50er Jahre und dem erstmaligen Messen des Ozonlochs in der Mitte der 80er Jahre nicht bekann sein sollte, warum lässt er sich dann auf ein Interview ein. Allein seine Anekdote mit den US-Foschern machen ihn nicht zum Fachmann. Seine Ausführungen zur angeblich falschen Reaktionsgeschwindigkeit präzisiert er leider nicht. Es stimmt, dass nach einer Veröffentlicheng Popes 2009 davon die Rede war, dass die Ozonchemie neu geschriebne werden müsste.  Allein die Arbeit Popes erwiese ich als fehlerhaft (Chen, H.Y. et al. 2009 in Science 324, S. 781-784). Ohne genauere Angaben von Seiten Dr. Weiss bleibt eine Diskussion hier schwierig.

            MfG

            Ketterer

        • @ F. Ketterer, Paul Berberich und Axel-Robert Göhring :

          zunächst muss man einmal festhalten, dass in diesem Geschehen UV-Strahlung verschiedener Frequenzen und damit verschiedener Energie teilnimmt und dass es sich um photolytische und nicht um thermische Spaltreaktionen handelt : stark vereinfacht sieht dies so aus :

          1) zunächst spaltet sehr energiereiches UV-C Sauerstoffmoleküle in jeweils 2 Sauerstoffatome, die jeweils mit einem weitern Sauerstoffmolekül zu Ozon reagieren. Dadurch gelangt kein UV-C bis zur Erdoberfläche, was für das Überleben an Land von Bedeutung ist

          2) Ozonmoleküle werden nun durch weniger energiereiches UV-B wieder in Sauerstoffmoleküle und Sauerstoffatome gespalten. Dadurch wird ein großer Teil wenn auch nicht alles UV-B absorbiert (weil die Menge an Ozonmolekülen  natürlich viel geringer ist als die Menge an Sauerstoffmolekülen !) , so dass nur ein kleiner Teil des UV-B die Erdoberfläche erreicht, wo es Sonnenbrand, Hautkrebs und Vitamin D produzieren kann.

          3) nur das noch energieärmere UV-A wird nicht absorbiert und erreicht die Erdoberfläche, wo es zusammen mit UV-A Hautalterung und Hautbräune verursacht.

          4) Diese Reaktionen spielen sich in der Stratosphäre ab, in der sich vor allem im Winter und an den Polen eine bestimmte Art von Wolken bilden, die sehr reaktive und Ozon abbauende Substanzen natürlichen und anthropogenen Ursprungs angereichert enthalten.

          • Danke, gut erklärt. UV-C-Abschirmung wäre also gar nicht vom Ozon abhängig, nur UV-B. Heißt, ein Ozonloch ließe zwar etwas mehr Strahlung durch; wir würden aber keineswegs von der Strahlung gebrutzelt.

  3. Ja ja… das böse FCKW…Das sind wir ja los.. aber die Alternative?“Eine Studie der Universität Cardiff kratzt am Image der Branche – und an dem anderer Energiesektoren. Darin ist zu lesen, dass in Großbritannien zwischen 2010 und 2016 jährlich rund 1149 Kilo des Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) ausgestoßen wurden. Das klingt nicht nach viel. Doch man muss wissen: Das Gas ist 23.500-mal so klimaschädlich wie CO2 Ein einziges Kilo SF6 heizt die Erde so stark auf wie 24 Menschen, die von London nach New York und retour fliegen. Die EU bläst so viel SF6 in die Luft wie 1,3 Millionen zusätzliche Autos auf den Straßen. Und das Gas verbleibt bis zu 3200 Jahre lang in der Atmosphäre. CO2 hält sich dort 1000 Jahre.“SF6 nur in Windkraftanlagen zu thematisieren sei laut Garbuz ohnehin zu wenig: „Statistiken zeigen, dass in einem SF6-Zyklus – Produktion, Transport, Umfüllen und Gebrauch – bis zu 20 Prozent ausgestoßen werden.“ Im Moment scheitere der Umstieg auf Alternativen meist an den Kosten. Schaltanlagen laufen oft 40 Jahre, einen Betreiber zum Einbau einer neuen, SF6-freien Anlage zu bewegen sei schwer. Es braucht laut Nuventura verpflichtende Regulierungen.Eine EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase gibt es indes seit 2014. Ein SF6-Verbot wurde diskutiert, aber wegen des großen Widerstands der Industrie wieder verworfen. Für 2020 ist eine neuerliche Verordnung geplant: Bis dahin will man herausfinden, ob es zuverlässige Alternativen für SF6 gibt. Ira Garbuz: „Es wäre unfair, die Schuld auf die Windindustrie zu schieben. Denn SF6 ist keinesfalls ein Problem, das nur den erneuerbaren Energiesektor betrifft. Doch wir können Energieerzeuger sehr wohl auffordern, auf Alternativen zu setzen.“ Denn die gebe es bereits.“ (Katharina Kropshofer, xy, 11.2019)Https://www.derstandard.at/story/2000110532359/schwefelhexafluorid-wie-sauber-istwindkraft-wirklich

    • Co2 ist genau Null klimaschädlich. X*0 = 0. Die „Klimaerwärmung“ durch ir-anregbare Spurengase ist physikalisch nicht plausibel begründbar, von daher wird auch das SF6 kein Perpetuum mobile der 2. Art antreiben können….

      • CO2 ist klassischerweise unter den Klimafaktoren gelistet; aber ganz hinten, unter ferner liefen. „Schädlich“ wäre ja eine Wertung. Vielleicht ist CO2 klimanützlich? 🙂

    • Kann es etwas geben, das 23.500 mal Klima-schädlicher ist als das schreckliche Schadgas CO2? Das klingt schon sehr nach unendlicher Klima-Verdummung, das sich die Klima-Verdummer auf ewig nicht mehr nehmen lassen. Funktioniert ja auch zu schön! Den Artikel finde ich prima und informativ, zumindest eine nachdenklich stimmende Alternative zu dem gängigen Narrativ. Aber Geoengineering mit SiO2 oder noch besseren Substanzen sehe ich als probates Mittel für Klimaängstliche, falls wider erwarten, die Temperaturen doch mal zu hoch klettern sollten. Man kann es auch kurzfristig jederzeit wieder beenden. Und tausendmal schlauer und billiger als nutzloses Dekarbonisierungs-Harakiri, das von Idioten für Idioten erfunden wurde.

  4. Im Buch Mehr Freiheitbeschreibt Adolf Rasch, dass mit der DDT Propaganda eine Blaupause für alle nachfolgenden Kampagnen der Weltenretter gezeichnet wurde. „Am Beispiel DDT lässt sich zeigen, dass mit Hilfe der Medien eine neue Art von Priesterherrschaft etabliert werden kann, bei der man auf wissenschaftliche Argumente keine Rücksicht nehmen muss.“https://docplayer.org/131086232-Mehr-freiheit-einfuehrung-in-den-klassischen-liberalismus-von-adolf-rasch.html 

    • Sehr geehrter Herr Glatting,

      Das was A. Rasch über DDT schreibt ist von tiefem NICHTwissen geprägt und keinerlei Diskussion wert. Ebeonso seine Ansichten über Demokratie.

      Was A. Rasch über das Ozon schreibt geht so weit an den tatsächlichen Beobachtungen vorbei, dass sich A.Rasch  als Input für eine Ozondiskussion nur als Negativbeispiel dienen kann. Wer ihn in einer Diskussion verwendet sollte sich mit dem GIGO- Prinzip (sh.t in – sh.t out) auseinandersetzen.

      MfG

      Ketterer

    • Danke, kennen wir auch schon. Herrlich, der Mann. Khan saß auch schon 2015 in der legendären WDR-Sendung „Ihre Meinung“, wo die Rentnerin von „einmaligen Ereignissen“ erzählte.

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