Peking lehnt die Idee des Klimas als „eigenständiges Problem“ in den Beziehungen zwischen den USA und China ab

Demmig_ Hauptbahnhof Beijing - Ob die USA Regierung hier gut ankommt?

Lucas Niewenhuis , SubChina, 28. Januar 2021
China ist trotz des Führungswechsels in Washington nicht bestrebt, mit den USA befreundet zu sein.

Als die Trump-Regierung einen Marathon an Reden abschloss, in denen  chinesische Kommunisten angeprangert wurden, und Trump eine harte Politik  bis in die letzten Tage hinein  verfolgte,  wurden die Erwartungen schwächer, dass sich die Biden-Regierung zumindest in den Beziehungen zu China stark verändern könnte. „Die bilateralen Beziehungen werden sich kaum ändern“, schrieben wir im Red Paper von SupChina 2021 und führten drei einschränkende Faktoren auf der Seite der Biden-Regierung an:

  • Es besteht überparteilicher Konsens in Washington, dass der US-amerikanische Ansatz gegenüber China weiterhin durchsetzungsfähig sein sollte, auch wenn es keine Einigung über politische Details gibt.
  • Die [neu] beauftragten Beamten der Biden Regierung würden aus Erfahrung wahrscheinlich erste Angebote eines Neu-Starts der bilateralen Beziehungen aus Peking abzulehnen. (Das Weiße Haus sagte Anfang dieser Woche, dass es sich vorerst mit “ strategischer Geduld “ China nähere.)
  • Ein neuer Anstieg der COVID-19-Fälle und die beispiellose Herausforderung einer landesweiten Einführung von Impfstoffen.

Natürlich spielt auch Peking eine entscheidende Rolle und heute hat China gezeigt, dass es trotz des Führungswechsels in Washington überhaupt nicht bestrebt ist, mit den USA befreundet zu sein. In der heutigen Pressekonferenz des Außenministeriums ( Englisch , Chinesisch ) goss Sprecher Zhào Lìjiān 赵立坚 kaltes Wasser auf die Idee der Zusammenarbeit zwischen den USA und China beim Klimawandel:

„China ist bereit, mit den Vereinigten Staaten und der internationalen Gemeinschaft auch bezüglich des Klimawandels zusammenzuarbeiten.

Trotzdem möchte ich betonen, dass die Zusammenarbeit zwischen China und den USA in bestimmten Bereichen – im Gegensatz zu Blumen, die trotz winterlicher Kälte in einem Gewächshaus blühen können – eng mit den bilateralen Beziehungen insgesamt verbunden ist. China hat immer wieder betont, dass sich niemand vorstellen sollte, China zu bitten, sie in bilateralen und globalen Angelegenheiten zu verstehen und zu unterstützen, wenn sie sich offen in Chinas innere Angelegenheiten einmischen und Chinas Interessen untergraben.

Wir hoffen, dass die Vereinigten Staaten günstige Bedingungen für die Koordinierung und Zusammenarbeit mit China in wichtigen Bereichen schaffen können.“

Mit anderen Worten, China ist anderer Meinung als Präsident Bidens Sonderbeauftragter für Klima, John Kerry, der gestern vorschlug, dass der Klimawandel ein „eigenständiges Thema“ in den Beziehungen zwischen den USA und China sein sollte.

„Die USA können nicht mit China zusammenarbeiten und gleichzeitig China konfrontieren“, wie es die nationalistische staatliche Medien-Boulevardzeitung Global Times heute in einem Artikel formulierte, in dem sie Kommentare von Zhao, anderen hochrangigen Beamten und chinesischen Wissenschaftlern zitierte.

 „Dieses wichtige Thema muss dreimal wiederholt werden: China betreibt keinen Völkermord, China betreibt keinen Völkermord,  China betreibt keinen Völkermord, zu keinem  Zeitraum.“ 

  • Das englischsprachige Transkript verkürzte dies auf „Es gab in China niemals einen Völkermord, zu keinem Zeitraum.“

https://supchina.com/2021/01/28/beijing-rejects-idea-of-climate-as-standalone-issue-in-u-s-china-relations/

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12 Kommentare

  1. Es ist wieder einmal ein Lehrbeispiel, wie man mit westlichen Klima-Irren umgeht: Wir machen Dir (vielleicht) kleine Zugeständnisse bei der Klima-Weltrettung, wenn Du anderweitig machst was ich will! Man lernt wieder einmal: Westliche Klima-Trottel lassen sich mit der „Klima-Weltrettung“ erpressen – zumindest versucht man es. Man selbst hält in Wahrheit nichts von dem Klima-Weltuntergangs-Blödsinn. Aber vielleicht lässt sich der Klima-verblödete Westen damit rupfen – wie bei den Weltklima-Konferenzen.

  2. Ich habe das hier schon mehrfach gesagt, dass Bashing, Beschimpfung, Ausgrenzung und Danktionierung gegen China dem Westen in keinem Punkt helfen wird. China hat ein eindeutiges Ziel: die Erhaltung und Weiterentwicklung des Wohlstandes der Bevölkerung. Und davon wird es niemand abbringen.China hat noch nie einem anderen Staat seinen Willen aufgezwungen, China hat noch nie ein Volk ausgerottet, China hat noch nie einen Eroberungskrieg begonnen.Ob man die Innenpolitik Chinas gut oder schlecht findet muss jeder für sich entscheiden. Er sollte dann aber auf faktenbasierte Information zurückgreifen und nicht auf Meinungen von Bild-Zeitung und Co.Die USA existieren etwas mehr als 200 Jahre und haben etwa 200 Kriege geführt. Die Yankees haben in diesen Jahren nicht nur Völker ausgerottet, sondern ein ganze Rasse, die Indianer, an den Rand des Aussterbens gemordet. Die USA haben kein moralisches Recht und demnächst wohl auch weder militärische noch ökonomische Mittel irgendetwas gegen China zu unternehmen.Wir mit unseren idiotischen Ideologien Genderblödsinn, erneuerbare Energien, Klimagedöns usw. tragen jeden Tag dazu bei, dass China in Bälde Wirtschaftsmacht Nr. 1 sein wird. 

  3. Mumpitz, Herr Furrer, ist genau das richtige Wort. Natürlich glaube ich an Klimawandel, ich bin doch nicht blöd. Aber an den  von Menschen verursachten? —- Bin ich blöd? CO2 ist ein Spurengas mit einem Anteil von 0,04 % in der Atmosphäre. Ohne CO2 gäbe es überhaupt kein Leben auf der Erde. Und ich bin sicher, daß ein höherer Anteil nur vorteilhaft ist. Das dürften die Chinesen auch wissen. Deshalb bauen sie ein Kohlekraftwerk nach dem anderen und drehen uns Langnasen eine solche.

  4. Es geht nicht nur darum wie die Regierung in Peking mit den Minderheiten umgeht sondern auch wie sie mit ihren eigenen Leuten umgehen. Die aktuell dramatischen Szenen in Tonghua haben neulich gezeigt wie das Sozialkreditsystem in China wirkt. Peking gibt ganz schlechte Noten für Fehler beim Eindämmen des Virus den Ämtern und für Kollateralschäden bei Maßnahmen tragen sie keine Verantwortung. Was passiert daraufhin? Man sieht unmenschliche Eingriffe wie  in Wuhan.In dieser Kleinstadt wurden die Menschen in ihren Häusern eingesperrt zum Teil sogar wurden ihnen die Haustüre zugeschweißt, dass sie keine Möglichkeit hatten aus ihren Häusern rauszukommen. Das Resultat war, dass sie hungerten und angefangen haben sogar ihre Haustiere zu verspeisen. Das alles wegen einem Grippevirus. Dieses Video zeigt die Notlage nicht wegen einem Virus sondern wegen den Maßnahmen. Übrigens ist der Ursprung bzw. die Idee solcher Maßnahmen KPC selber genauer beschrieben Xi Jinping persönlich. CDU/CSU und auch die Grünen/Herr Habeck machte deutlich, dass sie auf dieses Sozialkreditsystem stehen, weil es effizienter ist. Man sieht auch wie effizient das System bei Corona Lockdown-Maßnahmen ist. Wollen wir das auch ? Ehrlich gesagt hat das absolut nichts mit einer Zivilisation zu tun. https://youtu.be/G5HSFa39uNc

  5. Es ist nicht nur der Umgang mit den Minderheiten sondern auch wie Peking (KPC Regierung) mit den eigenen Menschen im Land umgeht. Neulich wurden in Tonghua einer kleinen Stadt in China extreme Lockdown-Maßnahmen von den Ämtern eingeleitet. Das Sozialkreditsystem zeigt ihre Wirkung. Wenn Peking bei Fehlen der Eindämmung des Virus schlechte Noten verteilt während bei zu vielen Maßnahmen und ihren Kollateralschäden keine negativen Folgen zu erwarten sind, dann zeigen die Ämter um schlechte Noten zu vermeiden, solch ein Verhalten.Die Leute wurden in ihren Häusern eingesperrt. Die Haustüre wurden verriegelt zum Teil sogar eingeschweißt, dass die Menschen keine Möglichkeit hatten aus ihren Häusern rauszugehen. Sie haben sogar angefangen ihre eigenen Haustiere zu essen. Das Video zeigt was für unmenschliche und unzivilisierte Maßnahmen wegen einem Grippevirus eingeleitet wurden. Übrigens ist der Ursprung dieser Idee des Einsperrens die KPC bzw. Xi Jinping sogar selber. Das hat absolut nichts mit einer Zivilisation zu tun. https://youtu.be/G5HSFa39uNc

  6. „Die Global Times zitiert auch die vollständige Zeile, die Zhao als Antwort dem neuen US-Außenminister Antony Blinken gegeben hat, der die Behandlung von Uiguren und anderen Minderheiten als Völkermord ansieht :“Das kann man wohl wirklich unterstreichen. Was damals die Nazis mit Juden getan haben, tut die KPC heute nicht nur mit Uiguren sondern auch mit Falun Gong Anhängern. Statt sie in Gaskammern zu töten, greift man auf modernere Mittel wie Tötung für Organentnahme. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe. Eine Minderheit wird verfolgt und ausgelöscht sowie in Nazi-Zeiten.https://youtu.be/2Zg7rMlb-qs

      • Das Regime in Peking hält nichts vom Glauben an Gott oder Jesus. Sie halten das für einen mittelalterlichen Aberglauben und zählen das als eine Schwäche der Gesellschaft. Sie glauben, dass Gesellschaften, die nicht an Jesus oder Gott glauben überlegener sind. Deswegen kann man von so einem Regime kein Respekt an Schöpfung oder Schöpfer  selbst erwarten. Der Mensch wird als eine Ware gesehen.

      • @ Peter Zinga :

        Herr Zinga, ich vermisse Fairness in Ihrer Antwort an Herrn Salk. Sie sind ein Freund von Alexander und dieser genießt die Unterstützung von Xi Jinping. Dass Sie Freunde unterstützen, ist völlig O.K. aber da diese Freundschaft auch darin mündet, dass Sie versuchen jeden, der China kritisiert,  zu diskreditieren, sollten Sie zumindest erwähnen, dass Sie Alexander positiv bewerten !

  7. Im Westen steht das Indiviuum über der Gesellschaft, im Osten (zB China) steht die Gesellschaft über dem Individuum. Das wirkt sich in deren politischen Systemen aus. Was besser ist, lässt sich philosophisch nicht herleiten. Es ist aber in jedem Fall ethisch verwerflich, wenn der Westen versucht, mit Krieg, Terrorunterstützung, Repressalien, Erpressungen, Sanktionen, Unterwanderungen der Gegenseite, Verzerrung der Fakten usw der anderen Seite die eigene Meinung aufzubürden. NB: Bezüglich der Uiguren hört man im Westen selten, dass sich die Uiguren ua. mit Terroranschlägen versuchen, sich von China abzusondern. Was würde wohl geschehen, wenn Bayern so was ähnlichen machen würde? Und die Demos in Hongkong wurden insbesondere von den USA massiv finanziell und logistisch unterstützt. Gerade die USA, welche sich wegen ein paar Facebook-Kommentaren bei ihren Wahlen nicht genug entsetzen können über ausländische Einmischungen.

    • @ Erich Deiss :

      Und nicht vergessen, am 12. Februar beginnt das Jahr des Büffels bzw. der Kuh. Dann passen Sie mal auf, dass Sie nicht auf die Hörner genommen werden, Herr Deiss !

  8. Man kann vermuten, dass die chinesische Führung  das Märchen eines Klimas, das man schützen muss, nicht glaubt. Aber wenn sich die westliche Konkurrenz mit solchem Mumpitz ins eigene Knie schiessen will, wird man sie nicht hindern!

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