Neuer Report: Behauptungen bzgl. eines Klima-„Notstandes“ werden durch Daten der realen Welt fundamental ad absurdum geführt

Press Release, Global Warming Policy Foundation
Das sattsam bekannte Narrativ eines Klima-„Notstandes“ wird einer neuen Studie der GWPF zufolge durch eine Fülle von Mess- und Beobachtungsdaten nicht gestützt, im Gegenteil. Dem Autor der Studie Dr. Indur Goklany zufolge gibt es entgegen dem allgemeinen Glauben gibt es kaum Hinweise auf schädliche Trends durch die Auswirkungen einer globalen Erwärmung.

„Fast überall, wo man hinschaut, hat der Klimawandel nur geringe und oft harmlose Auswirkungen. Die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen – Hurrikanen, Tornados, Überschwemmungen und Dürren – sind rückläufig. Die wirtschaftlichen Schäden sind im Verhältnis zum globalen BIP zurückgegangen. Die Todesraten durch solche Ereignisse sind seit den 1920er Jahren um 99 % gesunken. Klimabedingte Krankheiten haben abgenommen. Und es sterben mehr Menschen durch Kälte asls durch Wärme.“

Und selbst der Anstieg des Meeresspiegels – der als die schädlichste Auswirkung der globalen Erwärmung vorhergesagt wird – scheint ein weitaus geringeres Problem zu sein als angenommen. Laut Dr. Goklany haben Überprüfungen von historischen Karten und Satellitenbildern gezeigt, dass die Orte, die längst verschwunden sein sollten, tatsächlich noch vorhanden sind.

„Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass die Erde in den letzten 30 Jahren in den Küstengebieten tatsächlich mehr Land gewonnen hat, als sie durch den Anstieg des Meeresspiegels verloren hat. Wir wissen jetzt mit Sicherheit, dass Korallenatolle nicht verschwinden und sogar Bangladesch durch Verschlickung mehr Land gewinnt als es durch den Anstieg des Meeresspiegels verliert.“

Empirische Daten zeigen auch, dass die Nahrungsmittelproduktion pro Kopf seit 1961 um 30% gestiegen ist, obwohl sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt hat. Hunger und Unterernährung sind zurückgegangen, die durch Waldbrände verbrannte Fläche ist zurückgegangen, und seit 1950 ist die Armut zurückgegangen, die Menschen sind wohlhabender und die globale Lebenserwartung ist von 46 auf 73 Jahre gestiegen.

Dr. Goklanys Arbeit Impacts of Climate Change: Perception and Reality wurde von der Global Warming Policy Foundation veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden (pdf).

Autor: Indur M. Goklany is an independent scholar and author. He was a member of the US delegation that established the IPCC and helped develop its First Assessment Report. He subsequently served as a US delegate to the IPCC, and as an IPCC reviewer.
Link: https://www.thegwpf.com/new-report-climate-emergency-claims-falsified-by-real-world-data/

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Aus der oben verlinkten und unten Studie werden im Folgenden Auszüge übersetzt, und zwar die Abschnitte The Standard Narrative, Discussion und Conclusion. A. d. Übers.

Auswirkungen des Klimawandels: Gefühl und Realität

Indur M. Goklany

1.The Standard Narrative

Das Standard-Narrativ in Bezug auf den Klimawandel, wie es in den Zitaten [der Studie vorangestellt, A. d. Übers.] von einigen der einflussreichsten Personen und Institutionen der Welt dargestellt wird ist, dass der Klimawandel bereits die Häufigkeit und Intensität von extremen Wetterereignissen (EWEs) und Flächenbränden erhöht, das Trinkwasser und die Ernteerträge knapp werden, Krankheiten, Hunger, Armut und die menschliche Sterblichkeit erhöht und die Produktivität der Biosphäre und den verfügbaren Lebensraum für Arten reduziert. Es wird behauptet, dass diese und andere Auswirkungen des Klimawandels das Wohlergehen von Mensch und Umwelt beeinträchtigen und weiter verringern werden, wenn nicht „drastische Maßnahmen ergriffen werden, um so schnell wie möglich null Netto-Treibhausgasemissionen zu erreichen“.

In diesem Papier wird untersucht, ob die Daten zu Klima-relevanten Indikatoren mit diesem Narrativ übereinstimmen. Insbesondere werden empirische Trends bei Extremereignissen, Flächenbränden, Wasserverfügbarkeit, Infektionskrankheiten und einige Indikatoren für das menschliche und ökologische Wohlergehen, wie wirtschaftliche Entwicklung, Armutsraten, Lebenserwartung, biologische Produktivität und Anbaufläche pro Kopf untersucht. Da der Klimawandel ein globales Phänomen ist, konzentriert sich die Studie in erster Linie auf Indikatoren auf der globalen Ebene. Es werden aber auch Trends für die USA, in geringerem Maße für China und Indien (die zusammen mehr als ein Drittel der Menschheit ausmachen), und, soweit verfügbar, aggregierte Daten aus Entwicklungsländern oder Ländern mit niedrigem Einkommen untersucht. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Existenz eines Trends in einem Land (oder einem Teil des Globus) nicht auf einen globalen Trend hindeutet.

Da der Klimawandel nicht mit Schwankungen des Wetters verwechselt werden darf, liegt der Schwerpunkt zudem auf langfristigen Trends. Idealerweise sollte die untersuchte Zeitreihe lang genug sein, um erstens eine Veränderung des Klimas zu erfassen. Das Klima wird oft in Form von 30-Jahres-Mittelwerten definiert. Er sollte also lang genug sein, um mindestens zwei sich nicht überschneidende 30-Jahres-Perioden zu definieren. Zweitens sollte er auch mindestens eine, wenn nicht mehrere, vollständige Perioden umfassen, die alle bedeutenden atmosphärischen oder ozeanischen Zyklen einschließen, die das Phänomen für die untersuchte Region signifikant beeinflussen könnten. Beispielsweise hat die Atlantische Multidekadische Oszillation, die laut Theorie Niederschläge und Dürren auf beiden Seiten des Atlantiks sowie die Hurrikan-Aktivität im nordatlantischen Becken beeinflussen kann, einen Zeitraum von 60-80 Jahren. Daher sollte die zeitliche Aufzeichnung zur Bestimmung von Trends für diese Region idealerweise lang genug sein, um einige dieser Perioden zu umfassen.

Discussion

Ich habe empirische Trends untersucht in: einer Vielzahl von klima- und wetterbezogenen Phänomenen; allgemein akzeptierte Indikatoren für das Wohlbefinden von Mensch und Umwelt, um zu überprüfen, ob sie sich im Laufe der Zeit aufgrund höherer atmosphärischer Kohlendioxid-Konzentrationen (und des daraus resultierenden Klimawandels) verschlechtern, wie es allgemein angenommen wird. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 5 bzw. 6 zusammengefasst. Sie zeigen, dass mit Ausnahme der Tatsache, dass die heißen Tage zugenommen haben, während die kalten Tage abgenommen haben, keiner der Trends mit der verbreiteten Empfindung übereinstimmt. Hinsichtlich der Wetter- und Klimaphänomene (Tabelle 5):

Wirbelstürme, Tornados, Überschwemmungen und Dürreperioden werden nicht schlimmer;

Flächenbrände sind weniger ausgedehnt als früher;

die Getreideerträge und die Nahrungsmittelversorgung sind gestiegen;

Küstenränder und Strände sind nicht geschrumpft.

Klima und Wetter: Standard-Narrativ vs. Realität

Hinsichtlich des menschlichen Wohlergehens (Tabelle 9.2):

Die Sterblichkeit und die wirtschaftlichen Verluste durch extreme Wetterereignisse sind zurückgegangen;

der Zugang zu sauberem Wasser ist gestiegen;

Todesraten durch klima- und wetterabhängige, durch Bakterien/Viren übertragene und parasitäre Krankheiten sind zurückgegangen.

Am wichtigsten ist, dass mit dem Anstieg der Kohlendioxid-Emissionen seit Beginn der industriellen Revolution praktisch jeder messbare und signifikante objektive Indikator für das menschliche Wohlergehen gestiegen ist:

Lebenserwartung und Einkommensniveau haben sich verbessert;

das Armutsniveau ist gesunken;

die Menschen leben länger und gesünder;

der Index der menschlichen Entwicklung hat sich praktisch überall verbessert.

Es gibt auch keine Anzeichen für eine anhaltende Trendwende bei diesen Indikatoren in jüngster Zeit, obwohl es von Jahr zu Jahr geringfügige Schwankungen gibt. Diese Ergebnisse bestätigen die Erkenntnisse mehrerer früherer Studien, die entgegen den vorherrschenden dystopischen Erzählungen festgestellt haben, dass sich der Zustand der Menschheit seit Beginn der industriellen Revolution verbessert hat und sich bis in die Gegenwart hinein weiter verbessert, die Armut nimmt ab und die globale Ungleichheit verringert sich in Bezug auf die Einkommen und kritische Indikatoren für das menschliche Wohlbefinden: Lebenserwartung, Index der menschlichen Entwicklung und Zugang zu sauberem Wasser.

Was den Rest der Natur betrifft, so ist die Erde grüner und produktiver. Die gesteigerte Landproduktivität – eine Folge der Nutzung fossiler Brennstoffe – bedeutet, dass die Fläche, die für die menschliche Nutzung umgewandelt wurde, um das Jahr 2000 herum ihren Höhepunkt erreichte. Ohne fossile Brennstoffe müsste die Anbaufläche deutlich zunehmen, um die aktuelle Nahrungsmittelproduktion aufrechtzuerhalten. Somit haben fossile Brennstoffe den Verlust von Lebensraum um mindestens 14 % der globalen Landfläche reduziert und zahlreiche Arten und Ökosysteme gerettet. Diese Tatsache widerlegt die Behauptung, dass fossile Brennstoffe schädlich für die Artenvielfalt und Ökosysteme sind.

Conclusion

Das Klima mag sich zwar zum Wärmeren verändert haben:

Die meisten extremen Wetterphänomene sind nicht extremer, tödlicher oder zerstörerischer geworden.

Empirische Beweise widersprechen direkt den Behauptungen, dass erhöhtes Kohlendioxid das menschliche Wohlergehen verringert hat. Tatsächlich war das menschliche Wohlergehen noch nie so hoch.

Welche schädlichen Auswirkungen die Erwärmung und der höhere Kohlendioxidgehalt auch immer auf terrestrische Arten und Ökosysteme gehabt haben mögen, sie wurden durch den Beitrag der fossilen Brennstoffe zur Steigerung der biologischen Produktivität überlagert. Dies hat den Lebensraumverlust gestoppt und ins Gegenteil verkehrt.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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7 Kommentare

  1. Mit Bezug auf „Klimanotstand“ ist „Narrativ“ ein treffender Begriff. Beim Klimanotstand handelt sich um eine Sache, die überall erzählt und behauptet wird, die aber statistisch nicht belegbar ist. Das genaue Gegenteil ist vielfach der Fall, wie der Beitrag zeigt.  Warum gibt es eigentlich keine klare Kriterienliste, über die man feststellen kann, ob ein Klimanotstand vorliegt? Nur mit so einer auf Jahrhunderten basierenden Vergleichs-Checkliste könnte man statistisch relevante Veränderungen nachweisen. Feststellen wird man Veränderungen mit hoher Sicherheit, weil sich das „Klima“ ununterbrochen ändert. Die erste Frage wäre dann, handelt es sich um bedrohliche Veränderungen und die wichtigere, kann man die Veränderung, wie von IPCC behauptet, zu 100% dem anthropogenen CO2 zuordnen? Letzteres wird seit Jahrzehnten unter Einsatz riesiger Finanzmittel versucht nachzuweisen, bisher allerdings ohne klares Ergebnis.

  2. Wenn jetzt das ein Grüner lesen würde – das wäre für ihn die reinste Katastrophe! Die Welt hat durch den bösen Menschen unterzugehen und damit basta! Schließlich sind Murksel und die Grünen wild entschlossen, Billionen für das Weltklima zu verplempern. Da interessieren doch keine Fakten – dafür hat man schließlich die Potsdamer Aktivisten! „mit Ausnahme der Tatsache, dass die heißen Tage zugenommen haben, während die kalten Tage abgenommen haben“ Da wäre schon mal interessant, wo diese Thermometer gemessen haben – sicherlich nicht irgendwo abseits in der Pampa. Und ob dabei Wärmeinseleffekte berücksichtigt wurden? Auch muss man sich fragen, warum die wärmsten Tage in den USA in 1930er-Jahren auftraten, in anderen Regionen ganz ähnlich. Da frägt man sich auch, wo sonst noch zu dieser Zeit überhaupt Temperaturen gemessen wurden. Und über die Ursachen eines Temperatur-Anstiegs lässt sich trefflich streiten, siehe z.B. die mittelalterliche Warmzeit. Nur für die monokausalen Potsdämlichen ist alles klar…

  3. Von vielen Leuten wird das Modewort „Narrativ“ verwendet, ohne zu wissen, was es bedeutet. Es handelt sich um „Umstände im weitesten Sinn“, die durch Erzählung verbreitet werden. Das können Fakten sein, es können aber auch Märchen sein. Deshalb ist der THE ein Narrativ, etwas, worüber viel erzählt wird, das sich aber einer klaren Faktenlage hartnäckig entzieht. THE paßt daher vorzüglich in unsere Zeit, viele reden darüber, niemand weiß genaueres, aber alle kommen sich unheimlich gescheit dabei vor.    Und daß die Auswirkungen von „Wetterunbill“ in Relation zu z. B. einer Million Menschen abnehmen, ist mit und ohne Klimawandel verständlich, weil der Mensch ab einem gewissen Wohlstand (frei verfügbare finanzielle Mittel) in der Lage ist, aus gemachten Erfahrungen die richtigen Schlüsse zu ziehen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen kann und trifft.

    • Herr Strasser,

      ich selbst mag den Terminus „Narrativ“ auch nicht besonders. Mir fällt aber auch kein prägnanter Ersatz dafür ein. Soll man sagen „die Mär“, oder hat jemand einen Vorschlag?

      Chris Frey, Übersetzer

       

      • Ich meine, „Mär“ wäre mißverständlich, weil Mär eigentlich für Märchen steht, also für etwas überwiegend Erfundenes. Nein, man kann „Narrativ“ schon verwenden, die Bedeutung scheint sich im Laufe der Nutzung auch ein wenig zu verändern, vom Inhalt einer Erzählung hin zu einem bestimmten Sachverhalt. Aber das ist nur mein Gefühl, wahrscheinlich ist Narrativ wie viele andere Begriffe ein aus der englischen Sprache „eingewandertes“ Nomen, das sich deutsch eigenständig weiterentwickelt.

      • Neuer Versuch in der 2. Ebene in der Hoffnung, die Formatierung „rüberzubringen“. Meine Antwort in der 3. Ebene schickte mich nämlich unformatiert und damit unleserlich in die erste.

        Sehr geehrter Herr  Strasser!

        Ich erlaube mir einen Einwand, da ich den Vorschlag von Herrn Frey ausgezeichnet finde.
        Ausnahmsweise zitiere ich Wikipedia:
        “Eine Mär oder Märe ist im ursprünglichen Sinne ein Bericht oder eine Erzählung; in der Gegenwartssprache wird die Bezeichnung vor allem abwertend für moderne Sagen und andere Geschichten oder Vorstellungen verwendet, die sich als falsch herausgestellt haben.“ Den Satz unterschreibe ich.

        Meiner Meinung nach haben alte Märchen (also eben nicht ‚moderne Sagen und  andere Geschichten‘), verfasst zum Beispiel von den Brüdern Grimm oder H. C. Andersen sehr viele Wahrheiten einschließlich historischem Wissen in sich, und haben sich nicht als falsch herausgestellt. Ganz zu schweigen von Selma Lagerlöfs Nils Holgersons wunderbare Reise durch Schweden. Ich finde dabei wenig Erfundenes, außer, daß Hexen zaubern können, das Rumpelstilzchen sich in Stücke reißen und ein Bub auf Gänsen fliegen kann, ist doch, menschlicher Phantasie entsprechend, vertretbar, oder nicht?

        Also gibt es für mich einen großen Unterschied zwischen Märchen und Mär; deshalb finde ich Herrn Freys Vorschlag ausgezeichnet.
        Ein Märchen mit einer Mär gleichzusetzen fände ich mißverständlich, weil dadurch die wunderbaren alten Märchen entwertet und Narrative (sozusagen „falsch Erfundenes“) aufgewertet werden würden.

    • Da melde ich mich mal als Lateiner!

      Das Verb narrare ist sehr gut und treffend mit erzählen übersetzbar.
      Ein recht brauchbares Wörterbuch Latein -> Deutsch im Internet:
      https://www.frag-caesar.de/lateinwoerterbuch/narrare-uebersetzung-1.html
      Ob Geschichten, Tatsachen oder Lügen erzählt werden, unterscheidet es nicht.
      In der aktuellen Anwendung im Deutschen interpretiere ich es so:
      Es könnte eine Tatsache sein, bleibt aber (mit Absicht) offen.
      So kann man sich schön hinter Wörtern verstecken, ist nicht angreifbar.
      Narr oder Narretei kommt eher nicht von narrare, obwohl naheliegend.

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