Die grünen NGO-Klimapropaganda-Stoßtruppen von China

Bild: GWPF

Rupert Darwall, Real Clear Energy
Der Klimawandel ist eine Bedrohung der nationalen Sicherheit – aber nicht so, wie es die nationale Sicherheitselite annimmt.
Kurz bevor die Sowjetunion zusammenbrach, eröffnete Greenpeace ein Büro in Moskau. Sie genoss die Schirmherrschaft eines führenden Mitglieds der sowjetischen Akademie der Wissenschaften und erfreute sich der Finanzierung durch den Kreml mit Geldern, die über eine staatliche Plattenfirma gewaschen worden waren. Die grüne Aktivistengruppe stellte klar, dass sie nichts mit den Umweltgruppen in den baltischen Republiken zu tun haben würde. In Wiederverwendung der sowjetischen Standardpropaganda denunzierte Greenpeace sie als wenig mehr als separatistische Organisationen.

Dies war keineswegs ein Einzelfall. Die unbequeme Wahrheit: Die Umweltbewegung kämpfte auf der falschen Seite des Kalten Krieges. In den frühen 1980er Jahren nutzte sie die Angst vor dem „nuklearen Winter“, um zu versuchen, Ronald Reagans nukleare Aufrüstung zu stoppen und die Fähigkeit des Westens zu untergraben, das Waffenabkommen auszuhandeln, welches den Kalten Krieg effektiv beendete. Es stellte sich heraus, dass der nukleare Winter vom KGB ausgeheckt und von Führungskräften des Rockefeller Family Fund nach Amerika übermittelt worden war. Eine 1983 abgehaltene Atomwinter-Konferenz wurde von 31 Umweltgruppen unterstützt, darunter dem Environmental Defense Fund, Friends of the Earth und dem Natural Resources Defense Council (NRDC).
Dieses Muster, bei dem die Feinde des Westens die Umweltbewegung benutzen – ob NGOs wie Greenpeace, Stiftungen oder „besorgte Wissenschaftler“, um westliche Interessen zu untergraben – wiederholt sich nun, diesmal in Bezug auf China. Ein Bericht von Patricia Adams für die in London ansässige GWPF [in deutscher Sprache beim EIKE hier vorgestellt], der Anfang dieses Monats veröffentlicht wurde, legt die Rolle der grünen Bewegung als Chinas Propagandisten offen.

Bild: GWPF

Seit Xi Jinping vor acht Jahren Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas wurde, hat fast jeder, der glaubte, Chinas kommunistisches Regime würde nach innen freundlicher und nach außen weniger bedrohlich werden, seine Meinung revidiert – jeder, das heißt, außer den Klimaaktivisten. „Anstatt vorsichtig zu werden, was Chinas Rolle in der Welt angeht, überhäufen diese Gruppen es mit Lob für seine Umweltbemühungen“, bemerkt Adams. Die Leiterin der Asienstrategie von NRDC, Barbara Finamore, hat sogar ein Buch geschrieben: Will China Save the Planet? Vielleicht die einzige Überraschung hier ist das Fragezeichen.

Chinas Wirtschaft basiert auf Kohlenwasserstoffen, die für 86% des Primärenergieverbrauchs stehen. China hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 11,4 Gigawatt an neuer Kohlekapazität hinzugefügt (im Gegensatz dazu wurden in den USA im gesamten Jahr 2019 15,1 GW an Kohlekapazität stillgelegt). Chinesische staatliche Energieversorger erweitern ihre Kohleflotten in den nächsten fünf Jahren um etwa 10%. Peking investiert stark in Ölraffinerie-Kapazitäten und verfügt nun über die größten Raffinerie-Kapazitäten nach den USA. China ist auch der weltweit größte Importeur von Erdgas. […]

Die Frage für die kommende Biden-Regierung lautet, wie Amerika reagieren soll: Als kleines Land, oder als Großmacht? Der Klimawandel ist eine nationale Sicherheitsbedrohung, aber nicht so, wie das nationale Sicherheitsestablishment denkt. Der obsessive Fokus auf den Klimawandel bedroht die vitalen Interessen der Vereinigten Staaten, indem er die nationalen Sicherheitsexperten für geopolitische Realitäten desensibilisiert und sie der Illusion einer planetarischen Rettung unterordnet. China und seine NGO-Verbündeten werden sich hüten, um sie von dieser Illusion zu befreien.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/rupert-darwall-chinas-green-ngo-climate-propaganda-enablers/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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12 Kommentare

  1. >>Greenpeace<<?Die korrekte Bezeichnung ist meiner Meinung nach „Greenwar“. Denn das, was die betreiben, ist Krieg. Fakt ist beispielsweise, daß die Elektroautos gefährlicher sind als die konventionellen. Ein konventionelles Kfz. verbraucht im Stillstand praktisch keine Primärenergie, die Akku-Autos so bis zu 1% der Lademenge. Und die meiste Zeit des Tages stehen die Dinger ja nutzlos in der Gegend rum und „verbrauchen“ Strom. Und da die primitiven Dinger ja auch ne höhere Leermasse haben verbrauchen die bei Beschleunigung und Fahrt mehr Energie als ein Kolbentriebwerkler.Aber da die meisten Menschen diese primitive Technik der Physik und Chemie in der Schuile nicht korrekt lernen, können die Typen wie Gates & Co ihren Quatsch verkaufen. Schlimm ist auch die in HH geb. A. Kasner, die überzeugte Kommunistin ist. Im Pfarrhaus ihrer Eltern gingen die SED-Bonzen ein und aus. Und sie selbst bewachte ja nachweislich das Haus v. R. Havemann.

  2.  China lernt und betreibt nachhaltige Umweltpolitik. Es wird sich aber hüten, dem Wertewesten dazu Empfehlungen zu geben, weil es inzwischen als politische Beeinflussung missverstanden würde. Ich erkenne den Text, v.a. die Mär von destruktiven östlichen NGO`s, als groben Mainstream gegen das jeweils „erklärte Böse“. Sehr wahrscheinlich ist der Beitrag kein Irrläufer, sondern PR-Auftragswerk, das Feindbilder hüten, uns vom wahren Geschehen, vom gesellschaftlichen Selbstbetrug, von der Strategie der kriminellen Oligarchie bzw. ihrer Bürokraten ablenken, also – die westliche Systemkrise verdecken soll. Denn die fürchten um ihre erlesene Rolle, wenn sich absehbar weltweiter Fortschritt ausbreitet und die Lebensniveaus nachhaltig verbessern werden.

  3. Tja, der Irrsinn hat bei den „Weltrettern“ Methode und zahlreiche Unterbelichtete fallen darauf herein, wenn nur das Label „grün“ drauf steht! Es erinnert mich an die ehemalige Umweltministerin Hendriks, die n0ch heute in Talk Shows damit prahlt, dass sie seinerzeit gegen den Nachrüstungsbeschluss demonstrierte. Damit hätten sie und ihresgleichen beinahe den einzig erfolgreichen Abrüstungsdeal in Europa verhindert und Russland einen unglaublichen strategischen Vorteil verschafft – damals war noch Kalter Krieg. Wissen solche armseligen Dumpfbacken(innen) wirklich nicht, wessen Geschäft sie letztlich besorgen? Was bezweckt eine andere ehemalige Umweltministerin mit ihrer penetranten „Klima-Weltrettung“ tatsächlich? Wobei sie gerne die Potsdämlichen Alarmforscher vorschiebt – vielleicht als nützliche Idioten? China kommt es bestimmt nicht ungelegen, dass unsere Klima-Verrückten die (ehemalige?) Demokratie durch eine Öko- und Klimadiktatur ersetzen wollen. Grüne Staatsplanwirtschaft gibt es schon länger – auch ein Erbe der ehemaligen Umweltministerin.

  4. Kurz zusammengefasst: Der Klimakatastrophismus wurde nicht in China erfunden, sondern im Westen. Die Chinesen werden selbstverständlich nicht einschreiten, wenn der Westen darauf besteht, sich selbst ins Knie zu schießen. Schließlich wird ihnen von unserer Seite her ständig und heftig vor`s Schienbein getreten. Die Finanzierung der grünen NGO´s erfolgt nicht durch China, sondern vor allem aus den USA. Wer finanziert, gibt auch die Richtung vor. Allein Jeff Bezos von Amazon hat gerade gelobt, in nächster Zeit 10 Mrd. US$ für Maßnahmen gegen den Klimawandel zu spenden. Was also wird China vorgeworfen? Dass sie fossile Energieträger verwenden? Die Argumentation des Artikels ist in sich nicht wirklich logisch schlüssig. Erkennbar ist vor allem der Wunsch, in Richtung Chinas auszukeilen, egal wie dünn die Argumente sind.

    • Das ist mir auch bereits aufgefallen, daß es hier einigen offensichtlich gefällt, gegen China zu keifen (z.B. mit, die könnten nur kopieren). Wenn sie die linksgrün-versifften Organisationen in Westen förderten, dann hätten sie ihren Sun Tzu noch in nützlicher Erinnerung.
      Die Hauptzersetzung geht jedoch von den USA aus, wo superreiche Auserwählte (Soros ist hier nur ein pars pro toto) mit viel Geld allerlei staatszersetzende NGO und „bunte Revolutionäre“ fördern. Stets steht dahinter eine marxistische Ideologie mit der jene auserwählten Staatszersetzer, die vor dem Nationalsozialismus in die USA flohen und – oh Wunder! – schnell auskömliche Pöstchen in der Presse und an den Universtäten ergatterten, die USA durchbereichert haben. Die gleichen Kreise hatten vorher in Russland und China ganze Arbeit geleistet, gesponsert von der Hochfinaz der Wall Street. Die Chinesen hätten also allen Grund, sich zu bedanken.

      Was aber die wahren Ursachen sein könnten, das will ein übersattes und bigottes Bürgertum (Max Frisch hat ihm mit dem „Biedermann“ ein Denkmal gesetzt) nicht wahr haben: michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1504-28-dezember-2020 … und passend dazu: http://www.danisch.de/blog/2020/12/26/der-thousand-talents-plan

      • @ Norbert Gdenie :

        Herr Gdeni. man sollte auch immer recherchieren, wer der Autor eines Artikels ist ! Anbei etwas über Hadmut Danisch :

        https://www.landtag.sachsen.de/de/aktuelles/tagesordnungen-der-ausschuesse/23972.cshtml

        Was nun die von Ihnen erwähnte „Kunst des Krieges“ von Sun Tzu (Sunzi) betrifft, so findet deren Anwendung im Bereich Handel und Geostrategie tatsächlich seit Jahren durch die chinesische Regierung statt – was zum Vorteil Chinas aber nicht zum Vorteil Europas ist. Die Grünen sind aber zu blöd, um Sunzi zu verstehen, machen Sie sich da nichts vor ! Übrigens ist Kopieren eine durchaus raffinierte Strategie (wirtschaftlich nützlich für den Kopierenden, wirtschaftlich schädlich für den Kopierten), die Sie nicht nur negativ betrachten dürfen. Vor etwa 200 Jahren  hatte ein technisch begabter Unternehmer aus dem Rheinland in England den Bau von Baumwollspinnmaschinen heimlich kopiert und eine entsprechende Fabrik in der heutigen Heimat von Dieter Nuhr aufgebaut. Im Gegensatz zu Wolle war das Verspinnen von Baumwolle wegen der kurzen Fasern sehr schwierig und die Erfindung der Baumwollspinnmaschine im 18. Jahrhundert in England hatte dieses Problem elegant gelöst. Und ein deutscher Unternehmer hatte dies elegant kopiert und wurde dadurch sehr reich.

        • Und  die ersten gebrauchsfähigen Lokomotiven kamen aus England.

          Ich habe allerdings gelesen, das damals die Deutschen durchaus willkommen bei den Enbgländern waren, denn im Austausch von (neuen) Gedanken haben auch diese damals profitiert.

          Ich kann mich erinnern, dass in den 70ern, das Kopieren der Asiaten nicht so negativ gesehen wurde, denn im Anlagenbau (Siemens) hat man darauf vertraut, dass man selbst genügend schnelle neue Entwicklungen vorantreiben kann, um der Konkurrenz voraus zu sein.

           

        • Sie raunten etwas seltsam:

          “ … man sollte auch immer recherchieren, wer der Autor eines Artikels ist ! Anbei etwas über Hadmut Danisch : http://www.landtag.sachsen.de/de/aktuelles/tagesordnungen-der-ausschuesse/23972.cshtml

          WAS wollen Sie damit insinuieren???
          Ich KENNE Herrn Danisch recht gut und lese seinen Blog fast täglich. Folge ich Ihren Link finde ich an seinem Ende 0,0 Info über Herrn Danisch. Hätten Sie jedoch nur ETWAS über Herrn Danisch recherchiert, wüßten Sie, daß er auf seinem Blog mehmals in epischer Breite und sehr detailverliebt über seine Arbeit im Landtag berichtet hat …

          • @ Norbert Gdeni :

            Mein Hinweis auf Herrn Danisch war kein Vorwurf an Sie sondern lediglich ein gut gemeinter Hinweis meinerseits, da Sie ja auch bei Kommentaren zur Kernfusion gezeigt haben, dass Sie sich Urteile über Themen anmaßen, von denen Sie keine Ahnung haben ! Da Sie aber mit Herrn Danisch befreundet zu sein scheinen, war dieser Hinweis von mir natürlich überflüssig !

    • Völlig d’accord! China ist auf dem Weg, die Massenarmut zu überwinden, d. h. den Lebensstandard (Gesundheit, Bildung, Konsumgüter) für alle zu erhöhen. Die Grundlage hierzu bilden Kohlenwasserstoffe wie halt hier auch.

      • Die Kernenergie ist besser, allerdings nur die der Thorium-Technik.

        Nur läßt sich damit nicht wie mit den Windmühlen und den Solarzellen der Bürger politisch drangsalieren. Nie vergessen: Die geb. A. Kasner ist überzeugte Ulbricht- und Honeckeristin.

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