„Ce n’est pas le moment“ – jetzt nicht, liebe Bundesregierung

Welt ohne Plastik – noch vorstellbar? Bild: manwalk / pixelio.de

von Manfred Haferburg
Die Bundesregierung hat gerade mal wieder einen ihrer weisen Beschlüsse zur Rettung der Welt durch Deutschland auf den Weg gebracht, nämlich das „Einwegplastik“ verboten.

Das sind Trinkhalme, Rührstäbchen für den Kaffee, Einweg-Geschirr aus konventionellem Plastik und aus „Bioplastik“ sowie To-go-Becher und Einweg-Behälter aus Styropor (der gleiche Stoff übrigens, der wegen der Dämmvorschriften tonnenweise an die Häuser geklebt wird). Das Bundeskabinett hat das gerade beschlossen, und jetzt braucht es der Bundesrat nur noch abzunicken, dann ist es durch und wird im Lande der Weltretter zum ehernen Gesetz.

In welcher Blase müssen Politiker leben, die so etwas während des Lockdowns beschließen? Die Webseite der Bundesregierung schreibt dazu: „Immer mehr Menschen konsumieren Essen außer Haus oder lassen es sich liefern. Einen Kaffee ‚to go‘, ein Schnitzel oder asiatische Nudeln in der Styropor-Box – ausgetrunken, aufgegessen, Verpackung weggeschmissen. Das ist bequem, aber wir verursachen damit immer mehr Müll.“ Dieser Satz strotzt nur so von Arroganz der herrschenden Elite gegen ihre Bürger. Gehören doch genau sie selbst zu den Menschen, die ebenfalls Essen außer Haus konsumieren und dann die „Verpackung wegschmeißen“.

Die Bundesregierung verbietet das Material, das den Leuten zum Essen außer Haus dient, nachdem sie den Verzehr in Gaststätten untersagt hat. Ist in der politischen Blase in Berlin nicht bekannt, dass in Deutschland Plastikabfälle nicht einfach in die Weltmeere geschmissen werden, sondern von den meisten braven Bürgern im gelben Sack gesammelt und einer geordneten Verwertung zugeführt werden?

Mancher Gastronom überlebt mehr schlecht als recht die von der Regierung verordnete Zwangsschließung seiner Gaststätte dadurch, dass er Essen außer Haus verkauft. Soll er seine Gerichte künftig in die Alpenprawda wickeln, wie es einst in England mit Fish and Chips geschah?

Brutal die letzte Luft zum Überleben abwürgen

Was ist mit den Kellnern, Friseuren, Yogatrainern, Masseuren, Kleinkünstlern und Sonstigen, denen die Regierung die Ausübung ihres Berufes untersagt hat und die jetzt als „Essensboten“ mit ihrem Fahrrad den eingesperrten Bürgern das Restaurantessen an die Wohnungstür liefern, um sich damit ein schmales Auskommen zu ermöglichen? Sollen sie den Hackbraten mit Soße und Gemüse direkt in ihre Thermotransporttaschen kippen? Die Politiker bedenken in ihrem Elfenbeinturm offenbar nicht, wem sie da brutal die letzte Luft zum Überleben abwürgen. Nämlich denjenigen, die sich am striktesten an die Regeln der Gängelung gehalten haben.

Es gibt alle möglichen Gründe, nicht selbst zu kochen, in die sich Politiker nicht hineinversetzen können. Es gibt Menschen, deren einziger gesellschaftlicher Kontakt darin besteht, dass sie irgendwo in einer Gaststätte ein bescheidenes Mittag- oder Abendessen einnehmen. Ich kenne einen Witwer, dem es so geht. Die Frau ist ihm weggestorben, als er 83 war. Er hat nie kochen gelernt, er will es auch nicht mehr. Denn in seiner kleinen Kneipe trifft er den einen oder anderen Leidensgenossen zu einem Schwätzchen. Das darf er jetzt nicht mehr. Doch nun will ihn die Politik noch zu kaltem Dosenfutter verdonnern. Auch wenn sich Politiker das nicht vorstellen können, es gibt Leute, die in ihrer bescheidenen Bleibe keine funktionstüchtig eingerichtete Küche haben, und daher gar nicht kochen können. Nicht jeder verdient mehr als 10.000 Euro im Monat als „Abgeordneten-Diät“.

Politiker gefallen sich darin, Probleme zu lösen, die sie erst selbst geschaffen haben und von deren Krampflösungen sie selbst nicht betroffen sind. So bleibt die Kantine des Abgeordnetenhauses Berlin offenbar nur für externe Gäste geschlossen. Auf deren Webseite heißt es:

„Bitte beachten Sie: Da der Zugang zu unserem Haus derzeit stark eingeschränkt ist, ist auch der Besuch der Kantine ist für externe Mittagsgäste zunächst bis 31.12.2020  nicht möglich. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“ 

Das bedeutet wohl, dass die Abgeordneten von richtigen Tellerchen mit richtigen Löffelchen essen können und kein Plastikgeschirr brauchen, Frühstück 8 bis 11 Uhr, Mittagstisch von 11:30 bis 14:15 Uhr. Bon Appétit.

Das dicke Ende kommt im nächsten Jahr

Ich wollte kürzlich in einer Autobahnraststätte einen Espresso trinken. Es gab eine wunderbare italienische Kaffeemaschine und hübsche kleine Porzellantässchen. Es gab auch einen Geschirrspüler unterm Tresen. Doch dann nuschelte die Servicekraft durch den Mund- und Nasen-Schutz, dass sie die Porzellantässchen „wegen Corona“ nicht benutzen dürfe und servierte mir den Espresso in einem diese widerlichen Pappbecher. Ja, was denn nun, liebe Politiker?

Doch das Plastikgeschirr-Verbot mitten im Lockdown ist nur ein Bespiel, wie unüberlegt die Politik in Deutschland handelt.

Das dicke Ende kommt im nächsten Jahr. Durch die Corona-Politik rollt 2021 die größte Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg auf Deutschland zu. Es wird hunderttausende Pleiten mit zerstörten Lebenskonzepten geben, vielleicht Millionen neue Arbeitslose, und es wird zur Inflation kommen. Das wird zu einem erheblichen Absinken des Lebensstandards führen, bis hin zur Verelendung tausender unschuldiger Menschen. Von den sozialen Verwerfungen gar nicht zu reden.

Und was tut die Politik – außer Geld drucken?

Die deutsche Regierung führt zur Rettung der Welt am ersten Januar 2021 eine CO2-Steuer ein – mitten in der Krise. Da dies andere Länder nicht machen, verschafft die Politik den ohnehin schon angeschlagenen deutschen Unternehmen einen geharnischten Wettbewerbsnachteil und greift den gebeutelten Verbrauchern noch tiefer in die ohnehin schon leeren Taschen. Svenja Schulze sagt: „Ein gerechter CO2-Preis ist möglich“. Na dann…

Was bedeutet das für die Industrie und Verbraucher, eine CO2-Steuer? Bisher läuft das stark unterhalb des öffentlichen Radars, das ausschließlich auf Corona-Panik fokussiert wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Es ist der Politik erstmalig gelungen, die Luft zu besteuern. Am 20. Mai 2020 hat die Bundesregierung beschlossen, dass der Preis für eine Tonne CO2 ab Januar 2021 zunächst 25 Euro beträgt. Bis zum Jahr 2025 soll der Preis jedoch schrittweise auf bis zu 55 Euro steigen. Auch 180 Euro waren schon über den nach oben offenen Preisideen zur Klimarettung im Gespräch.

Dadurch werden am 1.1. 2021 erst mal Benzin und Diesel teurer. Das macht pro Tankfüllung bis zu zehn Euro aus, 2025 sind es schon 20 Euro. Die Leute sollen eben auf Elektroautos umsteigen. Doch auch Strom wird teurer, wie könnte es in der Energiewende anders sein. Damit die Verbraucher das nicht so merken, soll der Strompreis mit steuerlichen Entlastungen gestützt werden – rechte Tasche, linke Tasche für die Steuerzahler. Allerdings fürchte ich, dass die steuerliche Stützung den Strompreisanstieg nur für eine kurze Zeit unterbrechen kann, denn die Energiewende geht ja weiter voran und plant eine Verdoppelung der Windräder und Solaranlagen, genauso wie den weiteren, gigantisch teuren Netzausbau.

Es wird sich keiner trauen aufzumucken

Aber auch Gas und Heizöl werden teurer. Im Jahr 2025 kostet die neue CO2-Steuer eine Familie, die mit Gas heizt, 270 Euro pro Jahr mehr, bei Öl wird’s noch teurer. Sollen die Leute sich doch eine modernere Heizung kaufen, meinen Svenja Schulze und die FFF-Kinder.

Eigentlich wird durch die CO2-Steuer wohl alles teurer, vom Frühstücksbrötchen bis zur Urlaubsreise, da ja ohne Energieeinsatz nichts produziert und bewegt werden kann und die Unternehmen die höheren Preise weitergeben müssen. Die Teuerung ist durch die vorgesehene jährliche Steigerung des CO2-Preises progressiv. Eigentlich ist die „CO2-Bepreisung“, wie es verniedlichend heißt – aus Verbrauchersicht nichts weiter als eine zweite, ständig steigende Mehrwertsteuer auf die schon Bestehende obendrauf. Insgesamt gilt für die CO2-Bepreisung: Wer ohnehin schon wenig verdient, macht mehr minus, weil er keine der sogenannten „Vergünstigungen“ absetzen kann.

Wenn jemand in Frankreich etwas sehr, sehr Unpassendes tun will, etwas, das absolut nicht in die Situation passt, dann heißt es „Ce n’est pas le moment“. Das sagt die Frau des Hauses mit sehr bestimmten Gesichtsausdruck, wenn der Ehemann im Rotweinüberschwang bei der Party mit Freunden seine Lieblingsfilmchen aus dem ehelichen Schlafzimmer vorführen möchte.

Die Wähler sollten den Deutschen Politikern zu ihren Weltrettungsplänen mitten in Corona-Krisenzeiten Plastikverbot und CO2-Steuer mit dem gleichen Gesichtsausdruck sagen: „Liebe Bundesregierung, „Ce n’est pas le moment“. Nur, es versteht ohnehin kaum einer, was da gerade läuft. Und ich fürchte, daher wird sich keiner trauen aufzumucken. Ein guter Deutscher rettet die Welt, auch um den Preis der eigenen Verelendung.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

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22 Kommentare

  1. Welche Regierung?

     

    Das ist ein Besatzungsregime das dieses Land ins Elend treiben soll.

    Offensichtlicher kann es kaum sein, an ihren Taten sollt ihr Sie erkennen.

     

  2. Anbei aus den handschriftlichen Notizen eines namhaften Politikers einer vergangenen Zeit, von mir leicht abgeändert, damit es der heutigen Zeit gerecht wird:
    „Wenn eine demokratische Regierung bei den Massen die Illusion nährt, das souveräne Volk wolle sich selbst regieren, dann ist das stets ein Hinweis darauf, dass sie keine idealen
    Vertreter der hohen Kunst der Politik mehr beinhaltet. Das System, nach dem regiert wird, ist dann krank und korrupt.
    Ein System, dass nicht den Willen und die Befähigung besitzt, ein Volk anständig zu regieren,
    muss den leichtgläubigen Massen über massive Propaganda die verführerischen Ideologien der Demokratie ins Ohr blasen, um damit den wachsenden Unmut in Stadt und Land zu betäuben und einzuschläfern.
    Das erleben wir zur Zeit bei der Corona- und Klima Hysterie, mit der Einführung der Großen Transformation bzw. des „Resets“, bei der digitalen Währung, der Propaganda in den ÖR Medien und sonstiger
    links-rot-grüner Gleichmacherei.“
    Fazit: Es sieht so aus, als wenn sich Politik wiederholt.

     

  3. Wo ist das Problem? Deutschland hat eine überzeugte Honeckeristin an der Spitze. Man schaue sich an was die Frau vor dem Haus von R. Havemann betrieben hat.

    •  @ T. Heinzow

      Haben Sie schon mal versucht, mit einem Arzt über Ihre Fixierung auf Merkel als FDJ-Tochter von Ulbricht und Honecker zu sprechen? Ein offenes Gespräch wurde vielleicht zumindest die Schmerzen lindern.

      • @Hajo Blaschke

        Wußten Sie, daß die radioaktive Zerfallgeschwindigkeit von Tritium (eine radioaktive Form des Wasserstoffs) um 40 Prozent abnimmt, wenn man es in kleine Titanium-Partikel einbettet und leicht erhitzt? Und vermögen Sie die sehr, sehr unangenehmen Implikationen daraus abzuleiten?

        Dr. Otto Reifenschweiler, Physiker (1920-2010) wußte das.
        Prof. René Gallant, Mathematiker (1905-1985) ebenso.

        Viele Dinge sind nicht so wie sie scheinen, weil viel gelogen wird. Zu viel. Wenn viele Physiker das obige verstanden hätten, würden viele die Kinnlade nicht mehr hoch bekommen.

        Zu viele Ärzte brauchen selbst Hilfe.

    • Jawoll Herr Heinzow, die Hexe Angela hat damals vor diesem Haus schon das Klima manipuliert mit ihrem Besen! Entsprechende Beweise kann ich Ihnen gerne zukommen lassen. Ich habe da sehr unzuverlässige Quellen!

  4. Der Sozial- und Beamtenstaat ist pleite. Das erklärt die Hinwendung zur Klimakatastrophe und den schönen neuen Steuern.

    Das Ende der Geschichte war auch schon da. Nach dem Fall der Mauer muss man dem Volk nicht mehr Zucker in den Arsch blasen. Das erklärt die Rückkehr des Feudalismus als genuin deutsche Herrschaftsform mit Mutti an der Spitze.

  5. Die Regierenden sind geistig absolut minderbemittelt.

    Jeder der sich mal überlegt wie viel Plastikgeschirr er verwendet wird feststellen, das dies sehr wenig ist.

    Ich z.B. komme im Jahr vielleicht auf  12 Becher, 4 Teller mit Besteck und 12 Strohalme.

    Was wiegt das zusammen? Vielleicht 100 Gramm. Aus einem Liter Öl kann man 500 Gramm Kunstoffprodukte machen. Wow, ich spare jetzt 1/4 Liter Öl im Jahr.

    Aber nein, noch nicht mal, die Alternativen aus Holz werden auch mit Hohem energetischem Aufwand hergestellt.

    Ich prophezeie folgendes: Zukünftig wird man mehr Essen in Aluminiumschalen geliefert bekommen und nicht nur die Pasta al Forno. Oder andere Verbundmaterialien mit Papier und Alu.

    Oder in „Wiederverwendbaren“ massiven Plastikgeschirr welche 5 mal so viel wiegen. Die kaufe ich dann für 1€ zum Gericht dazu und kann sie dann behalten (oder wegschmeißen)

    So werden jedenfalls langfristig die Stimmen für die AFD gesichert.

     

  6. Herr Haferburg, ich brauche Ihre Punkte nicht zu wiederholen, aber so gigantisch unverschämt, dreist und dumm wie diese Berliner xxxxxxxx-Riege agiert, es ist einfach nicht zu fassen! Aber was wollen wir machen, wenn alle Parteien, außer der chancenlosen AfD, bei der permanenten Volksverblödung unisono Schlange stehen? Die Corona dazu benutzen, um ihre weltweit allerdümmste Klima- und Energiepolitik durchzusetzen? Lässt sich denn Dumm-Michel wirklich alles gefallen?

    Lustiger Vorschlag, eine neue Heizung zu kaufen! Wobei das Einsparpotential in aller Regel völlig überschätzt wird. Ihr Berliner Deppen, ihr glaubt doch an die Klimaerwärmung durch anthropogenes CO2? Oder etwa nicht? Dann müsstet ihr doch darauf vertrauen, dass zukünftig immer weniger geheizt wird? Oder vertraut ihr eurem Klima-Blödsinn  am Ende selber nicht?

    Die treffendste Erklärung wie eh und je: Unsere Politiker sind und bleiben Steuer-xxxxxxx, weil Dumm-Michel es sich gefallen lässt! Nur die dümmsten Kälber…

  7. Herr Haferburg, ich sehe es als durchaus bemerkenswert an, die Luft zu besteuern. Insofern muss ich unseren Politikern bescheinigen, dass diese ihre 10000€ Diät (plus Zulagen) durchaus zu Recht bekommen. Nicht unbedingt verdienen im Sinne einer erbrachten Leistung, aber eben bekommen.

    Denn im Gegensatz zu Ihrer Meinung: („Ce n’est pas le moment“) ist genau jetzt der Moment, die Dinge durchzuziehen, die man sich bisher nicht traute bzw. dafür früher Gegenwind bekam. Der Großteil der *Meinungsbildner* ist am staatl. Tropf, die Opposition ausgehöhlt und pauschal als Nazis verunglimpft, die Industrie in Schockstarre versetzt und um Hilfen bzw. Subventionen bettelnd auf den Knien vor sich, doch noch Unbotmäßige durch *Faktenchecks* und Shitstorms marginalisiert, 80% Zustimmung zur aktuellen Politik in den Umfragen, die Medien besser auf Linie wie in der DDR (92% der Volontäre des ARD mit rot- rot- grüner Präferenz, Quelle: FAZ)…

    Da kann man alles machen. Sogar Zwangseinweisungen in *geschlossene Einrichtungen* ernsthaft diskutieren. Für Quarantäneverweigerer. Es existiert auch schon der Begriff *CoronaGefährder*. Ach ja, Volksverpetzer solls auch schon geben. Scheinen zu den *Guten* zu gehören.

    Das alles ist auch noch nicht das Ende, sondern ausbaufähig. Bis hin zu den *geschlossenen Einrichtungen*, meine ich. Mittlerweile werden sie von ihren Enkeln aufgefordert, im Supermarkt die *Alltagsmaske* anzulegen. Läuft.

    Doch der Tag kommt, an dem die eine Maßnahme durchgezogen wird, die das Kartenhaus zum Stürzen bringt. Welche das sein wird? Es ist nicht wichtig zu versuchen, das zu ergründen. Es wird sie geben. Einen Strohhalm mehr kann das Kamel noch tragen. und noch einen. und noch einen…

    Dann fangen wir von vorn an. Und hoffentlich mit besserem Personal in den Chefsesseln der Politik.

     

     

  8. Daran sieht man wieder, dass die politischen Parteien Deutschlands nur noch eine Geschäftsgemeinschaft sind, in der Politik mit staatlichen Mitteln zur Durchsetzung geschäftlicher Interessen einiger mächtiger Hintermänner aus der Finanzwelt getrieben wird.
    Wenn das wenigstens die EU beschlossen hätte, könnte man das noch einigermaßen nachvollziehen, aber so grenzt diese Politik an bodenlosem Schwachsinn. Man schaue sich nur mal in Spanien oder Italien um, wie dort Plastik in Unmengen produziert und dann einfach weggeworfen wird. Tausende von Kilometern Strand, endlose Flächen auf Feldern, Tomatenplantagen, Meeresgrund, … überall liegen und schwimmen Plastikflaschen und Coladosen, zum Teil von Fischen zerbissen, wieder ausgespuckt und vom Meer angespült.

    Keinen Menschen interessiert das in diesen Ländern. Recycling ist ein Fremdwort. Aber Deutschland rettet nun die Welt, mit dem Verbot der Rührstäbchen für den Café und der Erhöhung des Lastenausgleichs für diese Länder. Welch ein verlogenes Pack sitzt da in Berlin in den Ministerien?

  9. @ Manfred Haferburg :

    Sehr geehrter Herr Manfred Haferburg,

    Sie sprechen mir aus der Seele. Ich möchte hiermit  Ihren Artikel noch um einige Angaben ergänzen : Das Hauptproblem bei Plastik/Kunststoff ist dessen Zerfaserung auf Müllbergen und infolgedessen Transport von winzigen Plastikpartikeln durch Wind und Gewässer ins Meer, wo es einen großen Schaden anrichtet. PLASTIK SELBST IST NICHT SCHÄDLICH SONDERN DER UMGANG MIT PLASTIK BEI DESSEN ENTSORGUNG !! Somit gelangt aus vielen EU-Staaten wie z.B. Deutschland kein Plastik ins Meer – es sei denn, dass unverantwortliche Bürger und Bürgerinnen Plastikartikel einfach wegwerfen. Die gewaltigen Müllberge in vielen Staaten der Welt mit bis zu 30 % Plastikanteil erhöhen den Plastikeintrag in die Weltmeere und bei diesen Staaten muss man ansetzen !! Nun noch einige weitere Fakten zum Plastik :

    2018 wurden weltweit 360 Millionen Tonnen Plastik produziert, davon 62 Millionen Tonnen in Europa. In Europa fielen im gleichen Jahr 29 Millionen Tonnen Plastikabfälle an, von denen 9,4 Millionen Tonnen wiederverwertet wurden. Die 52.6 Millionen Tonnen Restabfall wurden aber NICHT der Umwelt überlassen sondern thermisch recycelt, d.h. an Stelle von Kohle oder Erdöl-/Erdgasprodukten zum Heizen verwendet. Bei den mengenmäßig dominierenden Plastiksorten wie Polyethylen und Polypropylen ist dies eine rückstandsfreie Verbrennung, weshalb diese Plastiksorten auch als „Erdöl in Plastikform“ bezeichnet werden. Dieses thermische Recycling wird von Seiten von Bündnis 90/Die Grünen aber leider nicht als Recycling anerkannt. Wenn nun nächstes Jahr die Einwegkunststoffverbotsverordnung der EU in Kraft tritt, wurde von den Förderern dieser Verordnung folgendes übersehen :

    1) Der Ersatz von Kunststoffverpackungen wie vor allem geschäumten Polystyrol durch schwerere Materialien wird dem EU-Ziel der CO2-Reduktion entgegenlaufen, da solch ein Austausch von Plastik durch schwerere Materialien zu einer doppelten bis dreifachen CO2-Emission für die Herstellung von Verpackungsmaterial führen wird

    2) Wie Sie richtig in Ihrem Artikel beschrieben haben, erfordert das zeitweilige Verbot des Betreibens von Gaststätten in Coronazeiten eine drastische Erhöhung der Einwegverpackungen infolge außer Haus-Verkaufs von Gerichten und Getränken ! In Coronazeiten müßte man eigentlich das in Kraft treten einer solchen Verordnung hinausschieben und nicht beschleunigen !

    3) Was nun Trinkbecher betrifft, so bestehen zumindest in Deutschland 20000 Tonne aus beschichtetem Papier und nur maximal 200 Tonnen aus Plastik. Lediglich bei Wegwerfbestecken sind dies 22000 Tonnen Plastikbestecke

    4) Bei Recycling muss man auch die Plastiksorte betrachten. Die transparenten Getränkeflaschen für Trinkwasser usw. bestehen aus PET (Polyethylenterephthalat). Dieses kann durch seine hohe chemische Stabilität oft bei geringem Energiebedarf wieder eingeschmolzen und zu neuen Getränkeflaschen verarbeitet werden. Hier ist Mehrweg in jedem Fall vernünftig

    5) Bioplastik ist dagegen nur in Anwendungen von Nutzen, wo schnelle bakterielle Zersetzung von Vorteil ist wie z.B. bei Mulchfolien in der Land-und Forstwirtschaft aber niemand wünscht sich eine Getränkeverpackung, die schnell verschimmelt !

     

  10. Um der Wahrheit Genüge zu tun: Das Herstellungsverbot für bestimmte Einwegprodukte aus Plastik soll ab Sommer 2021 greifen. Bis dahin ist – auf Holz klopfen !!!! – Corona vielleicht nicht mehr das ganz große Thema und die Zwangsschliessung der Gaststätte nur noch ein großer Albtraum.

    Zum Zweiten: Es handelt sich, was einleuchtend sein müsste, nicht um einen Alleingang der aktuellen grünsozialistischen Bundesregierung zur Rettung der Welt, sondern um die Umsetzung von EU-Recht.

    Mal sehen, was da alles an Klagen kommt und / oder Ausnahme- und Übergangsregelungen. Auch hier gilt, werter Herr Haferburg, das altbekannte  Naturgesetz, besonders mit Blick auf Ihre einleitenden Absätze: Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.

  11. Zitat: „[…] Nur, es versteht ohnehin kaum einer, was da gerade läuft. […]“

    Doch, doch. Der Einäugige ist unter den Blinden immer noch König.

    Nur erträgt der moderne Mensch die Wahrheit nicht mehr. Er hat sich ein Lügengebilde geschaffen, aus dem er nicht mehr herauskommt.

    Hier ein brutales Beispiel, dieser häßlichen, zutiefst menschenverachtenden deutschen Dreckspolitik. Portugal, ein friedliches, homogenes Land, wieder die arme Kirchenmaus der EU (gegenüber Deutschland und nicht nur, dank der dortigen Drecks-Sozialisten hochverschuldet), welches an der gleichen Krankheit leidet, wie die 87-Prozent-Deutschen, hat jetzt, ohne Befragung des Volkes und auf Druck der verantwortungslosen perversen Brüssler-Berliner-EU-Mafia und deren Drecks-Migrationspolitik, (mindestens) 836.348 Nicht-Portugiesen und (!) Nicht-Europäern, die portugiesische Staatsbürgerschaft „geschenkt“. Darunter sollen sehr viele brutale, gewaltätige Pakistanis sein.

    Das entspricht 7,9 Prozent der Bevölkerung!! Man hat das Staatsbürgerschaftsrecht auf Druck dieser verfluchten EU, die ja Berlin gehorsasmt unterwürfig ist, ändern müssen, vgl. Erpressung. Man übertrag das auf deutsche Verhältnisse. Das wären auf einen Schlag 6,5 Mio Muslime und Ähnliches nur hier in Deutschland. Das sind große Verbrechen, die hier begangen werden. Und man darf nicht darüber sprechen. Wenn das nicht bösartig sein soll, was dann?

    Auch dort steigt die Kriminalität, wir wissen was und wer nur gemeint sein kann, an und der Staat haut auf die Opfer ein, verlacht diese und belohnt den Kriminellen.

    Währenddessen wurden im Norden von Mozambik 50 freien, schwarzen, unschuldigen Menschen der Hals durchgeschnitten. Für die interessiert sich keine Schweine-ANTIFA. Die rassistissche BLM-Bewegung auch nicht.

    Diese deutsche Regierung zerstört diese EU komplett, bis zur Unkenntlichkeit. Nicht nur was die Energieversorgung angeht.

  12. Kann man doch alles per Internet aus China bestellen.

    Ich trenne auch eh keinen Müll mehr, da die gelben Säcke nach Südostasien verschifft werden. Und dort die Umwelt zumüllen.

    Bei mir landet alles in einem Müllsack und geht zur Müllverbrennungsanlage Vorort.

     

    • Ist auch sehr vernünftig, weil es nach trennen und sortieren oftmals genauso geschieht – der säuberlich getrennte, gereinigte und sortierte Müll wandert in die Müllverbrennung, die schließlich ausgelastet werden will! Dann lieber gleich direkt…

      Der Umwelt zuliebe ja, aber dem Weltklima zuliebe ganz bestimmt nicht! Inzwischen weiß ich, welchen unendlichen Vollidioten wir da tagtäglich auf den Leim gehen! Man muss nur Frau Schulze zuhören, dann ist alles klar…

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